Der
Neandertaler
Auszug aus einem fabelhaften Märchen
das als Parabel gelten kann
von
Inhaltsverzeichnis
Der Frosch der dem Storch trotzte
Der Maulwurf der am Regenwurm nagte
Menschen (?...)
Die Biene die den Blütenkelch fand
Der Storch der Langbeinigkeit liebte
Diskussionsforum: „Der Neandertaler
|
|
Der Frosch der dem Storch trotzte |
|
|
|
|
|
Es war einmal ein grüner Frosch, der lebte in einem recht sauberen Teich, dieser Teich war ansonsten aber in unwegsamem Gelände gelegen, wenn man ihn aufsuchen wollte, dann hatte man also einige Mühe - zu ihm zu gelangen.
Der grüne Frosch lebte allerdings phantastisch gut in diesem Biotop, er hatte da alles was sein Herz begehrte, war voller Lebensfreude und voller Tatendrang. Wenn auch seine ihm angeborene Froschnatur - eine gewisse Vorsicht niemals verleugnen konnte, so war dennoch klar, daß er – klug und gebildet wie er war, würde er vielleicht einmal einem Storch begegnen, keine leicht verdauliche Mahlzeit abgeben wolle.
Löwenzahn:
Butterblume, Pusteblume, Kuhblume, gelb blühende Gatt. der Korbblütler; auf Weiden, Grasplätzen, an Gräben; junge Blätter werden als Salat gegessen.
aus: Bertelsmann Universallexikon 1995
Maulwürfe:
Talpidae, Fam. der Insektenfresser; typ. Vertreter mit walzenförmigem Körper, kurzem, dichtem Pelz, rudimentären Augen u. schaufelförmigen Grabbeinen, bis zu 15 cm Körperlänge. Am bekanntesten ist der auch in Asien lebende Europ. Maulwurf (Mull); er lebt in unterird. Gangsystemen als Einzelgänger u. ernährt sich hpts. von Regenwürmern u. Insektenlarven.
aus: Bertelsmann Universallexikon 1995
Eines schönen Tages pfiff er,
da er gute Laune hatte, weil er sich nahe am Teich – im Gras
liegend sonnte, eine Melodie - die so wunderbar klang, daß ein
Maulwurf auf ihn aufmerksam wurde. Der Maulwurf war ein schon etwas
betagter, älterer Herr, der mit dem Sehen einige Schwierigkeiten
hatte. Daß dem so war, das lag daran, daß der Maulwurf
unter der Erde lebte. Lag daran, daß die Natur solchen
Lebewesen darum keine richtig gut sehenden Augen zubilligen mochte.
Dafür hatte sie jedoch dieser Art Leben andere Sinne zur
Verfügung gestellt. Dieser Maulwurf, der da nun also auf den
jungen Frosch aufmerksam geworden war weil der so sehr schön
eine ebenso schöne Melodie zu pfeifen verstand, der sprach,
dabei hatte er den Kopf aus seinem Maulwurfshügel
herausgesteckt, und seine sowieso winzigen Äuglein beinahe fest
verschlossen, sogestalt in den Raum um den Teich. Er sprach laut und
deutlich, seine Sprache war deutsch: „Wer pfeift denn da so
schön, ist es vielleicht möglich – zu erfahren, wer
denn in dieser herrlichen Gegend, in diesem friedlichen Biotop,
dieser warmen und farbigen Idylle, so exorbitant angenehm pfeift?“
So rührend lieb – hatte der junge Frosch diese Worte
empfangen, daß ihm ganz angenehm um sein kleines Herzchen
wurde, 'der alte Herr Maulwurf, der Herr Talrek also; dachte er, der
wird wohl noch rot werden am Kopf, wenn er keine Antwort erhält,
er wird sicherlich den Kopf solange aus dem Maulwurfshügel
heraushalten bis die Sonne ihm einen Stich verpaßt, ob uns das
aber angenehm wäre, das ist so glasklar gar nicht. Also werde
ich ihm vorsichtig antworten, es wird schon keine weitere Gefahr auf
mich lauern, meinen Liegeplatz brauche ich ihm ja nicht zu
verraten(!)'. So hatte der junge Frosch gedacht, und dann hatte er
den gespitzten Mund zurückgenommen, und zwar um nun mit normalem
Mund – zu sprechen: „Hier bin ich, hier – im Gras, ich
bin der Nachbar, der Junge den sie aus dem Teich gut kennen, ich bin
der grüne Frosch – und ich pfeife vor Glück dieses
Lied, der Tag ist so schön, die Sonne scheint so warm und meine
Fliegenrationen sind so üppig ausgefallen, daß es eine
wahre Pracht ist mit den entsprechenden Gefühlen hier im Gras zu
liegen.
Es tut gut ...!“ - „Ah ja; murmelte der
Maulwurf, du – bist der grüne Frosch, ich kenne dich und
kenne auch deine warme, liebe - Stimme. Zwei Tage ist es nun her, daß
ich dich zuletzt sah, ich freue mich darüber, daß es dir
gut geht. Wo, wo genau – liegst du denn eigentlich?“ - „Das
hohe Gras verdeckt mich, sie sehen mich nicht Herr Maulwurf ..., äh
– Herr Talrek!“ - „Ah – ja; überlegte das
dunkle Wesen, aber deine Stimme kommt aus dem Westen, jedenfalls wenn
ich mich sogestalt orientiere, daß ich nach Westen lausche,
dann höre ich dein Pfeifen ganz ausnehmend gut!“ - „Doch
– ja; sagte der junge Frosch, von ihnen aus liege ich im Westen,
sie stehen mir gegenüber, stehen in ihrem Hügel im Osten!“
- „Aber der Wind; bemerkte der Maulwurf, er ist heute kaum
spürbar, er verjagt unsere Worte heute nicht, wir verstehen uns
darum etwas besser nicht wahr!“ Ahnungsvoll mochte der etwa
17 cm große, dunkelgraue Herr, nun jedoch den Worten des
grünen Frosches lauschen, er reckte etwas seinen kaum
vorhandenen Hals und drehte seine klitzekleinen Öhrchen etwas
weiter noch in die Richtung aus der der Frosch erklingen würde,
daß er den Storch der ganz nahe bei ihm neben dem
Maulwurfshügel stand nicht bemerkt hatte, das grenzte offenbar
an ein Wunder, der Storch war aber auch so sehr hochgewachsen, und er
stand so sehr hoch über den Maulwurfshügel hinaus, daß
der alte Herr Talrek, der liebe Maulwurf - wenn überhaupt, dann
allenfalls bloß die Beine des Storches bemerkt haben könnte,
aber er spürte offensichtlich rein gar nichts. - Doch ja;
grinste der junge Frosch nun antwortgebend in die Richtung des
erdigen Feldhügels, doch doch, da haben sie sicher recht, der an
und für sich herrliche Wind dieser Gegend, der allerdings
ansonsten überaus beständig in diesem herrlichen Biotop
säuselt, er ist gerade heute, vielleicht auch merkwürdigerweise,
so jedoch wirklich kaum da, sicher kann er darum wohl auch kaum
irgendwelche Mißverständnisse um uns herum aufbauen.
Jedoch ist ihr Gehör; listig lächelte der Frosch, denn er
wußte genau warum er das dergestalt sagte, sowieso; lächelte
er noch einmal, bei weitem besser entwickelt als man vielleicht
grundsätzlich glauben mag, sie hatten jedenfalls – wenn ich
mich recht erinnere, bis heute zu, noch niemals Schwierigkeiten mich
zu verstehen!“ - „Naja, du schmeichelst mir, zumal dort,
mein guter Junge, wo du ein seltsam-prächtiges, speziell
entwickeltes Gehör bei mir persönlich anerkennst, aber
dennoch hatte ich schon einige Male den Eindruck, daß du etwas
zu leise bist. Du solltest also tatsächlich lauter zu mir sein,
ich bin ganz sicher dann wird unser Verständnis für
einander noch sehr viel besser sein!“ - „Ja wenn sie meinen
Herr Talrek!“ Der Frosch hatte sich ein wenig aufgerichtet, er
lag zwar immer noch auf dem Rücken, aber nun hatte er den
Oberkörper leicht empört, er stützte ihn nach hinten
mit den beiden Ellenbogen ab und hatte den Kopf in den Nacken liegen,
dennoch sah er den Maulwurf noch immer nicht, aber – zu seinem
Schrecken sah er nun den Storch der ihm gegenüber ganz nahe bei
dem Maulwurfshügel stand den der fleißige Herr Talrek
gestern schon aufgeworfen hatte. ...
Und
wenn sie alle nicht gestorben sind – dann leben sie auch noch
heute (am
Da ich hier nicht alles zeigen kann, hoffe ich auf Verständnis, das auch dafür, daß ich nun abbreche ...