Das Geschäft mit dem Rad
Die Gangschaltung des neuen
Fahrrades
war nicht in Ordnung,
da sollten 21 Gänge über
drei Stufen
schaltbar sein.
Die vorderen drei Zahnräder waren
darum natürlich in abgestufter
Größe gehalten, nur,
das größte
der drei Ritzel war nicht beaufschlagbar.
Das
hieß im Klartext, das nur 14 der 21
Gänge zur Verfügung
standen.
Traurig, in Gedanken vertieft,
holte
der junge Mann sich Rat im Internet.
Die Firma die als
Hersteller und
Vertreiber über den Großhandel
und diversen
Supermarkt-Ketten
in Frage kam, schickte ihm auf Anfrage
und per
Anlage in einer eMail ausreichend
gutes, literarisch ordentlich
abgefasstes
Material für Anweisung, Handhabung
und Gebrauch der
Schaltung.
Der junge Mann war bedient.
Zufrieden konnte er darum aber
noch
nicht sein. Denn alle seine Bemühungen
den
Erklärungen in den Papieren zu
folgen, fruchteten letztlich
nicht so wie
er es sehen wollte. Das große Ritzel
verweigerte
die Aufnahme der Kette
nach wie vor, und zwar weil das
Schutzblech
der Ritzel nicht weit genug öffnete.
Egal auch wie er sich
bemühte den richtigen
Anweisungen zu folgen, es gelang nicht.
Nun kam er eines Tages, als er
vom Einkaufen
kam, an ein Geschäftchen vorbei, das er lange
Zeit
nicht beachtet hatte. Da war er vor Jahren
einmal Schreibmaterial
einholen gewesen.
Dort, es handelte sich um ein Schreibwarengeschäft,
konnte er auch Bleistifte und Kugelschreiber
etc. - günstig
genug einholen. Wie durch Zufall
lenkte sich sein Blick auf das
Schaufenster des
besagten Geschäfts, komisch kam es ihm schon
ein wenig vor, das was er jetzt sah: Da standen
Fahrräder drin,
der Art und Klasse etwa wie sein neues es war ...
(Bernhard Malinkewitz)