Als Frau ‘Laura Laför’
das Gartentürchen aufmachte,
um den wunderbar anständig
wirkenden Kiesweg - zu beschreiten,
bemerkte sie etwas Klebriges an
ihrer Hand, sicher,
an dem Türchen war ein Schild gehangen, das
die Aufschrift ‘Vorsicht,
frisch gestrichen’ trug, aber
die Türklinke des Türchens war aus
Messing und war
keineswegs streichfähig.
Also, warum sollte sie dieser, ihrer
Logik, nicht folgen.
Sie hatte jedoch in Farbe gegriffen. Über
den Kiesweg schreitend,
dachte sie daran, dem Freund und Mieter des
Hauses mit Garten,
gleich anschließend, die Frage zu stellen,
wie den so etwas wohl möglich sei.
‘Herr Kallohr’ stand
auf dem Rasen der im hinteren Teil des Gartens sein
ein und alles
war. Er hielt einen Schlauch in der Hand und sein Tun
war spritzig:
»Hallo Laura«, murmelte er achtbar in seinen Bart,
ich
spritze schon wie du siehst, du hast dich ja wohl doch etwas
verspätet.«
- »Kurt«, lachte sie, ohne
Elfmeter, bist du nicht zu besiegen, also achte
einmal darauf, was
ich dir nun zu sagen habe.« Ihr Lächeln war gewinnend
schön, er bemerkte etwas, war sich jedoch nicht sicher, was denn
da nun
wohl auf ihn zukommen würde, bevor er nun aber
weiterdenken konnte,
in diesem Kontext, hörte er sie auch schon
sagen, »wenn meine Hand mir
vorhin an der Klinke des Türchens
zu diesem Garten festgeklebt worden
wäre, etwa weil du etwas
Farbe (während des) beim Streichen(s) verloren
hast, könnte
ich jetzt vielleicht überhaupt nicht zu dir kommen und dir
den
Schlauch wegnehmen, den ich dann zu nutzen gedenke, da weiter
zu
machen, wo du dann aufgehört hast!« Kurt war erstaunt,
»was hatte
er, hatte er wirklich unordentlich gearbeitet, waren
seine Ohren zu
oder mit Laura etwas nicht in Ordnung.« »Laura
– Liebling«, lächelte
er verwegen, du wirst niemals
meine ‘achte Frau’ wenn du so weiter
machst!« Er
ließ den Schlauch einfach fallen und ging heiter auf sie zu ...
(Bernhard Malinkewitz)