Die achte Frau

 


Als Frau ‘Laura Laför’ das Gartentürchen aufmachte,
um den wunderbar anständig wirkenden Kiesweg - zu beschreiten,
bemerkte sie etwas Klebriges an ihrer Hand, sicher,
an dem Türchen war ein Schild gehangen, das die Aufschrift ‘Vorsicht,
frisch gestrichen’ trug, aber die Türklinke des Türchens war aus
Messing und war keineswegs streichfähig.
Also, warum sollte sie dieser, ihrer Logik, nicht folgen.
Sie hatte jedoch in Farbe gegriffen. Über den Kiesweg schreitend,
dachte sie daran, dem Freund und Mieter des Hauses mit Garten,
gleich anschließend, die Frage zu stellen, wie den so etwas wohl möglich sei.

Herr Kallohr’ stand auf dem Rasen der im hinteren Teil des Gartens sein
ein und alles war. Er hielt einen Schlauch in der Hand und sein Tun
war spritzig: »Hallo Laura«, murmelte er achtbar in seinen Bart,
ich spritze schon wie du siehst, du hast dich ja wohl doch etwas verspätet.«
- »Kurt«, lachte sie, ohne Elfmeter, bist du nicht zu besiegen, also achte
einmal darauf, was ich dir nun zu sagen habe.« Ihr Lächeln war gewinnend
schön, er bemerkte etwas, war sich jedoch nicht sicher, was denn da nun
wohl auf ihn zukommen würde, bevor er nun aber weiterdenken konnte,
in diesem Kontext, hörte er sie auch schon sagen, »wenn meine Hand mir
vorhin an der Klinke des Türchens zu diesem Garten festgeklebt worden
wäre, etwa weil du etwas Farbe (während des) beim Streichen(s) verloren
hast, könnte ich jetzt vielleicht überhaupt nicht zu dir kommen und dir
den Schlauch wegnehmen, den ich dann zu nutzen gedenke, da weiter
zu machen, wo du dann aufgehört hast!« Kurt war erstaunt, »was hatte
er, hatte er wirklich unordentlich gearbeitet, waren seine Ohren zu
oder mit Laura etwas nicht in Ordnung.« »Laura – Liebling«, lächelte
er verwegen, du wirst niemals meine ‘achte Frau’ wenn du so weiter
machst!« Er ließ den Schlauch einfach fallen und ging heiter auf sie zu ...

(Bernhard Malinkewitz)

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