Der Junge der zu viel auf einmal wollte

Es war einmal ein Junge der sich an seinem Computer 
sehr erfreuen wollte, seine Art jedoch mit dem Gerät,
umzugehen, war eigentlich nicht sonderlich gut geeignet
die eigne Motivation dem Wunsche anzupassen.
Dennoch warf er beinahe seine gesamte Zeit in die
Arbeit an einem Computer.
Jeden Tag saß er nun also da an seinem Schreibtisch 
unter dem der Computer stand und auf dem die Tastatur, 
die Maus und der Monitor sich befanden.
Und jeden Tag griff er in die Tasten, ja jeden Tag
hatte er unglaublich viel zu schreiben. Ihm war bald
jedoch schon klar, daß er - da er gleichzeitig sehr oft
im Internet war - sicherlich auch, einen ganz vorzüglichen 
Schutz für seinen PC benötigen täte. Da war aber nun guter
Rat teuer. Die Fragen die sich aus dieser Erkenntnis ergaben
schienen ihm so belastend, daß ihm darum die Traute fehlte, 
lehrreiche Literatur aus dem Internet vielleicht zu Rate zu ziehen. 
Traurig saß er nun an seinem Computer und es
war ihm oft zum Heulen zumute, weil er so gern öfter doch
ins Internet gehen wollte, um seinen Freunden mit der elektronischen Post 
Mitteilungen zuzustellen, die er sehr gut schon - doch extra für sie, 
verfasst hatte. 
Eines Tages, es war noch sehr früh am Morgen, schellte es an seiner Haustüre, 
als er diese bald schon öffnete, war er doch ein wenig überrascht. 
Vor ihm stand ein älterer Herr, den er irgendwie zu kennen glaubte. 
Der ältere Herr stellte sich dem neugierig gewordenen Jungen vor indem 
er sagte: 
"Guten Morgen Junge, ich bin 'Herr Pißie' und will dir helfen!" 
Ganz erstaunt fragte der Junge sofort: 
"Was ...?, wobei denn und warum, ich brauche keinerlei 
Hilfe!" - "Doch doch, sagte 'Herr Pißie' - mir ist bekannt, 
daß du dich mit deinem Computer abquälen mußt, 
weil du die Probleme nicht gemeistert bekommst, 
und - daß du dich tief in der Seele 
sogar vor ihm fürchtest!" - "Was", entrüstete der Junge sich, 
fällt Ihnen ein, Sie lügen, Sie wollen mich blamieren, 
Sie, machen mir Angst und Bange. 
Woher wollen Sie denn überhaupt von den Problemen die Sie 
meinen wissen?" Der 'ältere Herr' war ganz ruhig geblieben, 
lächelnd schaute er den Jungen an und meinte dann: 
"Ich weiß es halt, und ich bin sicher, wenn ich dir sage, daß du eine 
bessere Firewall und einen vernünftigeren Virenschutz brauchst, 
mit all dem was zu diesem Gebiet dazugehört, 
ich meine Spyware, Trojaner etc., daß du begreifen wirst, 
daß ich hier bin um dir zu helfen!" - "Aber, ich kenne Sie doch gar nicht, 
da könnte ja jeder kommen, vielleicht sogar wer, 
der diverse meiner Notlagen auszunutzen gedenkt?" 
- "Das könnte tatsächlich sein", lächelte 'Herr Pißie', 
"ich aber bin ein Magier, bin ein Dämon, einer von jenen 
allerdings, die dem Menschen nur Gutes, 
zu bringen suchen. Du kannst mir glauben oder nicht, 
deine Entscheidung ist ausschlaggebend - ohne deine Einwilligung, 
werde ich wieder umkehren und zurückgehen 
in das Land aus dem ich hierher zu dir geflogen bin. 
Sei jedoch versichert, es ist wirklich 
nur dieses eine Mal, daß dir, ein solches Wunder zuteil werden kann. 
Lehnst du mich ab, wird von uns Magiern nie mehr wer bei 
dir erscheinen können, einfach darum, weil eine Ablehnung unseres 
Wirkens durch den zu beschenkenden, die Gesetze unserer moralischen Verantwortung 
fordern, die es dann nicht mehr zulassen, daß wir helfen!" 
- "Kommen Sie bitte herein", sagte der Junge demütig, ich glaube Ihnen, 
Ihre Ausstrahlungskraft wirkt so gutmütig auf mich, 
daß ich mich nicht verweigern will!"
Der 'ältere Herr' kam also in die Wohnung des Jungen, 
und in ganz kurzer Zeit, hatte der Junge einen Computer, 
der niemals wieder Sorgen machte.
(Bernhard Malinkewitz)                 


 



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