Eichhörnchen
oder Ein
Septembertag in Europa
Dargestellt (1) v. Bernhard Malinkewitz
Ein Tag im September war regenverhangen
Das Rad und die Kleidung paßte ich an
Es regnete fröhlich jedoch braucht ich nicht bangen
Mich rief die Frische aus tief dumpfen Bann.
M - heiße ich hinten - europäischer Adel
Europa im Regen war mir stets genehm
Die Natur ist das Feuchte - sie grünt in der Nadel
Die als Tropfen auftrifft auf was oder wen.
Und plötzlich sah ein Eichhörnchen ich
Fünf Meter vor mir auf dem Fahradweg
Es lief durch den Regen der von ihm auch nicht wich
Lang' war's und schön - in der Nähe vom Steg.
Am nächsten Tag war der Regen noch stärker
Ich schwang mich erneut jedoch im hohen Bogen auf's Rad
Fuhr Richtung Merkstein vorbei an Haus, Hof und Erker
Und lauschte und schaute der Natur in die Saat.
Ich dachte ans Hörnchen, das gestern ich sah
Eins war es gewesen - eines in diesem Jahr
Dann, wie als wäre es ein Wunder, was nun geschah
Sprang, am Friedhof - vor mir ein zweites gar.
In der Wildnis, dem Land nah bei Holland gelegen
War dann - nachdem ich an 'Zwei' hat gedacht
Das Wunder um ein Vielfaches mehr noch verwegen
Es sprangen zwei Eichhörnchen zugleich in meine Macht.
Da ich den Dämon auch in Europas Regen jage
War mir solch Gescheh'n als Zufall nicht möglich
Es war ein Zeichen - daß ich nicht verzage
Mein Alter, die Kraft, die Behändigkeit, zu trainieren täglich.
Erneut nun - ein Tier, mir über den Weg
Es war kleiner und Kürzer jedoch wieselschnell
Kaum nur hab' ich's als Maus erkannt, in des Regens Gefeg'
Ein Wildkaninchen kam mir zum Schluß, verregnet das Fell.
(Bernhard Malinkewitz)