die er liebt - hier sehen Sie einen Auszug aus einem (eigentlich) für Cuecard erstellten Programm, BM verwandelte alle Hinweise und schuf ein HTML-Dokument, das vielleicht schon zu groß ist, obwohl nur ein geringer Teil der Masse der Tips & Tricks von ihm umgesetzt worden sind:
Bildverarbeitung
Makros direkt starten
Statt über das Menü oder
eine Symbolschaltfläche verknüpfen Sie Makros direkt mit
einem Dokument.
Word-Makros können Sie über
Extras/Anpassen mit Menüpunkten oder gar Symbolschaltflächen
verknüpfen. Darüber hinaus lassen sich Makros auch
direkt aus dem Text heraus starten. Dazu fügen Sie ein Feld
ein, das die Feldfunktion MAKROSCHALTFLÄCHE enthält.
Entweder wählen Sie aus dem Menü Einfügen den
Befehl Feld und suchen dort die genannte Feldbezeichnung heraus,
oder Sie fügen über [Strg-F9] manuell ein solches
Steuerelement in Ihr Dokument ein.
Zwischen die Feldklammern
setzen Sie außer dem Feldnamen MAKROSCHALTFLÄCHE den
Namen des Makros sowie den Text ein, der als eine Art Hyperlink im
Dokument angezeigt werden soll. Haben Sie zum Beispiel die
Felddefinition
{MAKROSCHALTFLÄCHE DruckAktiveSeite
Doppelklicken zum Ausführen des Makros}
eingegeben, so
wird nach einem Doppelklick auf den Text Doppelklicken zum ... das
Makro mit dem Namen DruckAktiveSeite gestartet.
Mit der
Tastenkombination [Umschalt-F9] wechseln Sie zwischen der Anzeige
der Felddefinition und dem Ergebnis, also der Anzeige des
Hyperlink-Textes. Diesen sollten Sie speziell formatieren, so daß
die Funktion sofort ins Auge sticht. Es empfehlen sich die
Zeichenformatierung Unterstrichen und als Textfarbe Blau, denn so
sehen auch die aus dem Internet bekannten Links im Internet
Explorer oder Netscape Navigator aus.
Besonders nützlich
ist dieser Trick, wenn Sie jemandem per E-Mail ein Word-Dokument
mit eingebettetem Makro zusenden. Der Empfänger liest den
Text und kann das Makro direkt starten, ohne sich Gedanken darüber
machen zu müssen, wie er das Makro in die Symbolleiste oder
eines der Menüs integriert.
AndrI Moritz/ib
Statt
über das Menü oder eine Symbolschaltfläche
verknüpfen Sie Makros direkt mit einem Dokument.
Word-Makros
können Sie über Extras/Anpassen mit Menüpunkten
oder gar Symbolschaltflächen verknüpfen. Darüber
hinaus lassen sich Makros auch direkt aus dem Text heraus starten.
Dazu fügen Sie ein Feld ein, das die Feldfunktion
MAKROSCHALTFLÄCHE enthält. Entweder wählen Sie aus
dem Menü Einfügen den Befehl Feld und suchen dort die
genannte Feldbezeichnung heraus, oder Sie fügen über
[Strg-F9] manuell ein solches Steuerelement in Ihr Dokument
ein.
Zwischen die Feldklammern setzen Sie außer dem
Feldnamen MAKROSCHALTFLÄCHE den Namen des Makros sowie den
Text ein, der als eine Art Hyperlink im Dokument angezeigt werden
soll. Haben Sie zum Beispiel die Felddefinition
{MAKROSCHALTFLÄCHE
DruckAktiveSeite Doppelklicken zum Ausführen des
Makros}
eingegeben, so wird nach einem Doppelklick auf den Text
Doppelklicken zum ... das Makro mit dem Namen DruckAktiveSeite
gestartet.
Mit der Tastenkombination [Umschalt-F9] wechseln Sie
zwischen der Anzeige der Felddefinition und dem Ergebnis, also der
Anzeige des Hyperlink-Textes. Diesen sollten Sie speziell
formatieren, so daß die Funktion sofort ins Auge sticht. Es
empfehlen sich die Zeichenformatierung Unterstrichen und als
Textfarbe Blau, denn so sehen auch die aus dem Internet bekannten
Links im Internet Explorer oder Netscape Navigator aus.
Besonders
nützlich ist dieser Trick, wenn Sie jemandem per E-Mail ein
Word-Dokument mit eingebettetem Makro zusenden. Der Empfänger
liest den Text und kann das Makro direkt starten, ohne sich
Gedanken darüber machen zu müssen, wie er das Makro in
die Symbolleiste oder eines der Menüs integriert.
AndrI
Moritz/ib
PC Magazin News eindeutschen
So konvertieren Sie ae, oe und
ue in die Umlaute ä, ö und ü.
Wenn Sie die PC
Magazin News im Internet unter www.pc-magazin.de
abonniert haben, erhalten Sie diese - aus technischen Gründen
- ohne deutsche Umlaute. Statt dessen wird ein ä zu ae, ein ö
zu oe und ein ü zu ue. Diese Schreibweise können Sie
über Bearbeiten/Ersetzen wieder rückgängig machen.
Allerdings haben Sie hier sieben verschiedene Ersetzungsvorgänge
vor sich: drei für kleine und drei für große
Umlaute. Und das ß ersetzen Sie durch ss.
Per Makro läßt
sich dieser lästige Routinevorgang automatisieren, so daß
nur noch ein Mausklick nötig ist. Dabei kommen Sie ohne die
komplexe WordBasic- oder VBA-Syntax aus. So gehen Sie vor:
Laden
Sie einen Text mit umgewandelten Umlauten, oder fügen Sie ihn
über die Zwischenablage in ein leeres Dokument ein. Wählen
Sie anschließend den Menübefehl
Extras/Makro/Aufzeichnen, und vergeben Sie einen Namen für
Ihr Miniprogramm, beispielsweise UmlauteErsetzen. Auf Wunsch
können Sie das künftige Makro über die
Symbolschaltflächen auch noch mit Menüpunkten oder
Tastenkombinationen verknüpfen. Bestätigen Sie den
Dialog mit OK, erscheint ein kleines Fenster mit einer Stop- und
einer Pause-Schaltfläche. Alle Aktionen, die Sie nun
ausführen, nimmt Word in das Makro auf.
Mit [Strg-Pos1]
gelangen Sie an den Anfang des Dokuments. Führen Sie diese
Aktion auch durch, wenn Ihr Cursor schon dort steht - bei einem
späteren Aufruf des Makros ist das vielleicht nicht mehr der
Fall. Wählen Sie Bearbeiten/Ersetzen, und geben Sie als
Suchtext ae und in das Feld Ersetzen durch das Zeichen ä ein.
Achten Sie darauf, daß in den erweiterten Einstellungen die
Option Groß-/Kleinschreibung beachten markiert und alle
anderen inaktiv sind, sowie als Suchrichtung Gesamt gewählt
ist. Wählen Sie die Schaltfläche Alles ersetzen. Das
gleiche Verfahren verwenden Sie für die Zeichen Ä, ö,
Ö, ü und Ü, so daß der Text anschließend
die richtigen Umlaute enthält. Schließen Sie den Dialog
mit [Esc], und klicken Sie auf die Stop-Taste der
Makro-Aufzeichnung. Ab sofort steht Ihnen das Makro über
Extras/Makros oder die von Ihnen definierte Tastenkombination zur
Verfügung.
ib
Defekte Dokumente reparieren
Einige Tricks, um defekte
Word-Dateien zu reparieren
Von Zeit zu Zeit kommt es vor, daß
sich DOC-Dateien nicht mehr öffnen lassen. Laut Fehlermeldung
sind die Dokumente beschädigt. Mehr Informationen gibt Word
nicht, um den Fehler zu lokalisieren oder gar zu beheben.
Ein
konkretes Rezept, wie man in einem solchen Fall vorgehen soll,
gibt es nicht. Wir haben hier allerdings einige Tricks parat, die
uns in der Praxis schon weitergeholfen haben:
1. Stellen Sie
die Konzeptschriftart unter
Extras - Optionen - Ansicht
ein,
und öffnen Sie das Word-Dokument erneut. In vielen Fällen
hilft das schon, besonders wenn die Ursache ein Fehler im
Zusammenspiel zwischen Schriftart, Drucker und Grafikkarte ist.
2.
Alternativ dazu entfernen Sie die Systeminformationen der
Word-Datei. Dadurch verlieren Sie zwar alle Formatierungen, den
eigentlichen Text können Sie so jedoch retten. Arbeiten Sie
mit DOS bis zur Version 6.2, so öffnen Sie eine DOS-Box und
geben dort den Befehl
copy con+KAPUTT.DOC NEU.DOC
ein.
Verwenden Sie statt "kaputt.doc" den Namen Ihres
defekten Dokuments. Anschließend tippen Sie 12mal ein
Leerzeichen und beenden Ihre Eingabe mit [F6]. Öffnen Sie
dann dieses Dokument mit Word als reine Textdatei. Ungefähr
in der Mitte dieses Dokuments finden Sie den eigentlichen Text,
den Sie über die Zwischenablage in ein neues Dokument
kopieren.
3. Öffnen Sie die Datei unter Windows 95 mit dem
WordPad. In vielen Fällen lädt dieses Programm die Datei
tadellos. Speichern Sie es dann im RTF-Format. So bleiben die
meisten Formatierungen erhalten.
4. Fügen Sie den defekten
Text über
Einfügen - Datei
in ein leeres Dokument
ein und speichern Sie dieses in einem anderen Format.
Gabriele
Nolte/ib
Serienbrief-Steuerdateien aus Works
Nutzen Sie Ihre
Works-Datenbank als Steuerdatei für Word.
Works speichert
Datenbanken in einem eigenen Format mit der Endung WDB. Dieses
Format akzeptiert das firmeneigene Word für Windows jedoch
nicht als Steuerdatei für Serienbriefe.
Dennoch müssen
Sie Ihre Daten nicht doppelt erfassen. Speichern Sie Ihre
Datenbank in Works über
Datei - Speichern unter
unter
einem der folgenden Dateiformate:
- Text & Semikolons,
-
Text & Tabulatoren,
- dBase III,
- dBase IV.
Die
ersten beiden Formate benötigen zusätzlich zu den
exportierten Daten noch eine Steuerdatei. Diese legen Sie im
Serienbrief-Manager unter
Datenquelle - Daten importieren -
Steuersatz-Optionen
fest. Günstiger ist jedoch das "echte"
Datenbankformat dBase. Besonders das dBase-IV-Format ist hier zu
empfehlen, da es die meisten Feldtypen unterstützt.
Franz
Hähl/ib
Schneller Zugriff in großen Dokumenten
Mit zwei
Kniffen finden Sie auch in großen Dokumenten leicht die
gewünschte Stelle.
Wenn Sie einmal mit größeren
Dokumenten zu kämpfen hatten, wissen Sie, wie mühsam es
ist, zwischen den einzelnen Kapiteln hin und her zu navigieren.
Eine gute Verfahrensweise ist es, am Anfang des Dokuments eine
Gliederung anzulegen. Dazu bewegen Sie die Eingabemarke an den
Anfang des Dokuments. Über
Einfügen - Index und
Verweise - Inhaltsverzeichnis
legt Word automatisch eine
Gliederung aller Ihrer Überschriften samt der Seitenverweise
an. Führen Sie auf der Seitenzahl des gesuchten
Gliederungspunkts einen Doppelklick aus, verzweigt Word genau an
die entsprechende Stelle in Ihrem Dokument.
Kennen Sie hingegen
die Seitenzahl, so hat Word 7 noch ein weiteres Feature für
Sie parat. Bewegen Sie nämlich den Schieber des vertikalen
Rollbalkens Ihres Dokuments, so wird nicht sofort der Text
gescrollt. Statt dessen zeigt Word Ihnen in einem kleinen Kasten
die Seitenzahl der aktuellen Schieberposition an. Erst wenn Sie
den Schieber loslassen, wird auch der Text entsprechend
dargestellt.
Oliver Hempel/ib
Briefkopf im Handumdrehen
Mit Hilfe des negativen
Seitenrands erzeugen Sie in Word-Dokumenten "unzerstörbare"
Briefköpfe.
Allseits bekannt ist der Trick, mit Word
Wasserzeichen zu erzeugen, indem Sie den oberen Seitenrand negativ
setzen. Eine andere sehr nützliche Anwendung dieses Tricks
ist ein individueller Briefkopf, den Sie nicht versehentlich
verändern können.
Um einen solchen Briefkopf zu
erstellen, wählen Sie zunächst den Menüpunkt
Datei
- Seite einrichten und negieren den oberen Seitenrand. Enthält
das Eingabefeld beispielsweise den Eintrag "2,5 cm" so
ändern Sie ihn in "-2,5 cm".
Verlassen Sie den
Dialog mit der Taste [OK] und wählen Sie Ansicht
Kopf- und
Fußzeile
Es erscheint ein neuer gestrichelter Rahmen, der
sich über die gesamte Seite erstreckt. In diesem Rahmen
erstellen Sie nun Ihren Briefkopf, wie Sie es auch in einem
gewöhnlichen Dokument tun würden. Sie können hier
sogar Grafiken oder OLE-Objekte einbinden, diese mit
Positionsrahmen versehen und beliebig auf der Seite
plazieren.
Entspricht Ihr Briefkopf Ihren Vorstellungen, wählen
Sie den Menüpunkt
Ansicht - Layout
und Sie sehen ihn
grau angedeutet als Hintergrund Ihres Briefes. Wie mit einem
gedruckten Formular in einer Schreibmaschine können Sie nun
Ihren Brieftext an den passenden Stellen eingeben.
Auch wenn
Ihr Briefkopf in der normalen Ansicht nur schwach erkennbar ist,
wird er doch gut lesbar mitgedruckt. Soll Ihr Text hingegen auf
fertigen Briefköpfen ausgegeben werden, so wechseln Sie über
Ansicht - Kopf- und Fußzeile
in die Kopfzeile, markieren
mit [Strg-A] den gesamten Text sowie alle Grafiken und formatieren
die Markierung über
Format - Zeichen
als
"Verborgen".
Speichern Sie das Dokument anschließend
als DOT-Vorlage im Vorlagenverzeichnis von MS-Office, steht es
Ihnen immer dann zur Verfügung, wenn Sie den Menüpunkt
Datei
- Neu
wählen.
Uwe Thaden/ib
Startparameter
Mit den Startparametern bestimmen Sie bereits
beim Aufruf von Word, in welchem Modus Sie arbeiten wollen.
Bei
gewöhnlicher Installation startet Word ohne Parameter. Das
bedeutet, daß nach dem Start das AutoExec-Makro ausgeführt
wird und Sie ein leeres Dokument (Standard-Dokumentenvorlage)
erhalten.
Word verfügt jedoch über eine Reihe von
Startoptionen, die Sie in der Aufrufzeile angeben. Unter Windows 3
geschieht dies, indem Sie das Word-Icon im Programm-Manager
markieren und die Tastenkombination [Alt-Enter] drücken.
Unter Windows 95 klicken Sie im Ordner
Start - Programme
mit
der rechten Maustaste auf das Programmsymbol und wählen
dann
Kontext - Eigenschaften - Verknüpfung
Nach der
Pfadangabe zur Datei "winword.exe" geben Sie die
folgenden Parameter ein:
- /a verhindert, daß beim Start
die Add-ins und globale Dokumentenvorlagen automatisch geladen
werden.
- /l startet Word und lädt das hinter dem
Parameter angegebene Add-in, beispielsweise
WinWord /l
ppword.wll
- /m unterdrückt die Abarbeitung von
AutoExec-Makros. Dies ist besonders dann empfehlenswert, wenn Sie
den Verdacht haben, daß ein Makrovirus sein Unwesen treibt.
Alternativ können Sie nach /m auch noch den Namen eines
Makros angeben, das anstelle von AutoExec ausgeführt werden
soll.
- /n startet Word, ohne daß ein leeres Dokument
geöffnet wird. Aber Vorsicht! Drücken Sie danach auf die
Hilfetaste [F1], so stürzt WinWord mit einer allgemeinen
Schutzverletzung ab.
- /t startet Word und öffnet
anschließend die nach dem Parameter angegebene Datei als
Dokumentenvorlage, etwa
WinWord /t Brief.dot
Geben Sie nur
einen Dateinamen als Parameter an, so wird die Datei als normales
Dokument geöffnet.
ib
Seriendruckfelder ausblenden
Mit einer versteckten Option
entfernen Sie Leerzeilen in Word-Serienbriefen.
Manche
Word-Funktionen sind zwar vorhanden, jedoch nur schwer zugänglich.
Dazu gehört auch die Option, beim Seriendruck Leerzeilen, die
aufgrund leerer Datenfelder entstanden sind, zu unterdrücken.
Der in Word 2 noch standardmäßig im Menü
vorhandene Seriendruck-Dialog wurde in späteren Versionen
durch den Seriendruck-Manager ersetzt.
Dennoch ist der "alte"
Dialog weiterhin vorhanden. Einerseits verbirgt er sich in der
Symbolleiste "Seriendruck" hinter einem Symbol, das zwei
Blätter, einen Pfeil und drei Punkte zeigt. Hier bestimmen
Sie auch, ob Leerzeilen, die durch fehlende Dateneinträge
entstanden sind, unterdrückt werden. Das ist etwa der Fall,
wenn Sie im Adreßfeld eines Briefes die Zeile "Firma"
vorgesehen haben, der entsprechende Datensatz jedoch keinen
Eintrag besitzt.
Sind Sie kein Freund der Symbolleisten,
sondern arbeiten lieber mit dem Menü, so nehmen Sie diesen
Dialog einfach wieder auf. Wählen Sie dazu den
Menüpunkt
Extras - Anpassen
Im Register "Menü"
markieren Sie als Kategorie den Eintrag "Alle Befehle"
und suchen in der Befehlsliste den Eintrag "Seriendruck".
Haben Sie diesen ausgewählt, erscheint als automatischer
Menüname "Seriendruck ...". Ändern Sie diesen
Text ab, da er exakt dem des Seriendruck-Managers entspricht, und
bestätigen Sie die Eingabe mit [Hinzufügen] und
[Schließen].
Ralf Werner/ib
Fensterliste per Symbolleiste
Mit einem internen Makro
erhalten Sie auf Knopfdruck eine Übersicht aller geladenen
Dokumente.
Welche Dateien gerade geöffnet sind, erfahren
Sie im Fenster-Menü. Wollen Sie jedoch lieber eine
Fensterliste in Form einer Dialogbox sehen und diese
gegebenenfalls mit einer Symbolschaltfläche oder einem
Tastenkürzel verknüpfen, so verwenden Sie das interne
Makro "Fensterliste".
Wählen Sie dazu den
Menüpunkt
Extras - Anpassen
und markieren Sie nach
Gusto das Register "Symbolleisten" oder "Tastatur".
Wählen Sie dann als Kategorie den Eintrag "Alle Befehle"
aus, und suchen Sie in der Befehlsliste den Vermerk
"Fensterliste". Bei Symbolschaltflächen ziehen Sie
diesen Listenpunkt per Drag&Drop auf eine beliebige Leiste
oder geben bei der Vergabe eines Shortcut das Tastenkürzel im
Feld "Neuen Shortcut wählen" ein.
ib
Wörterbuch ändern
So ändern Sie Einträge
in den selbstdefinierten Rechtschreiblisten.
Besonders unter
Word 95 wächst die Zahl der Einträge in das
benutzerdefinierte Wörterbuch stetig an. Von Zeit zu Zeit ist
es sinnvoll, dieses zu überprüfen, ob es falsch
geschriebene Begriffe enthält und wirklich alle Einträge
notwendig sind. Bedenken Sie: Je mehr Einträge die
Korrekturliste besitzt, um so langsamer wird die
Korrekturfunktion.
Um das Wörterbuch, das als sortierte
ANSI-Datei vorliegt, zu bearbeiten, wählen Sie Extras -
Optionen
Klicken Sie dann auf das Register "Rechtschreibung",
und markieren Sie den Eintrag "benutzer.dic". Über
[Bearbeiten] lädt Word die Datei wie jedes normale
Dokument.
Arno Welter/ib
Fehler beim Dateilöschen
Was tun, wenn sich
Word-Dokumente nicht löschen lassen?
Versuchen Sie mit dem
Datei-Manager oder dem Explorer eine DOC-Datei zu löschen und
erhalten eine Fehlermeldung, so kann dies verschiedene Ursachen
haben. Ist die Datei noch in Word geöffnet, so ist sie für
andere Anwendungen - also auch für den Explorer - gesperrt.
Wollen Sie die Datei tatsächlich entfernen, müssen Sie
sie nur zuvor in Word schließen.
Etwas verwirrender ist
es, wenn Word gar nicht mehr läuft, sobald der Fehler
auftritt. Das kann an einem "bemerkenswerten" Verhalten
des Texters aus Redmond liegen: Große Textpassagen kopiert
Microsofts Schreibkünstler nicht komplett in die
Zwischenablage. Das würde die Systemressourcen nur
ungebührend belasten. Statt dessen legt Word dort nur einen
Verweis auf die Datei, die Anfangs- und Endposition ab und sperrt
die Datei. Dadurch ist sie - wie im ersten Fall - nicht
löschbar.
Erst wenn Sie etwas Neues in die Zwischenablage
kopieren, erlischt deren alter Inhalt. Es reicht also
beispielsweise, [Druck] zu betätigen, und schon läßt
sich die Datei wieder löschen.
Karl Schöne/ib
Falsche Seitenzahlen
Drucken Sie Serienbriefe, so werden
alle Seiten fortlaufend gezählt.
Auch in Serienbriefen ist
es sinnvoll, mehrere Seiten durchzunumerieren. Drucken Sie den
Serienbrief, erhält jede Seite eine fortlaufende Nummer. Bei
einem zweiseitigen Schreiben ist also die erste Seite des dritten
Briefs die Seite 5. Das ist natürlich falsch, denn jedes
Exemplar soll mit 1 beginnen. Dieser Lapsus ergibt sich aus den
Standard-Einstellungen. Wollen Sie ihn beheben, wählen Sie
den Menüpunkt Einfügen/Seitenzahlen. Klicken Sie dann
auf die Schaltfläche Format, erscheint ein Dialog, in dem das
Optionsfeld Fortsetzen vom vorherigen Abschnitt angewählt
ist. Wählen Sie statt dessen Beginnen mit, und tragen Sie
danach 1 ein, denn Word legt jeden neuen Serienbrief als neuen
Abschnitt fest. Schließen Sie den Dialog mit OK. Das Fenster
Seitenzahlen beenden Sie über die Schaltfläche
Schließen. So bleiben die Einstellungen erhalten, und Word
fügt keine neuen Seitenzahlen ein.
Michael Fischer/ib
Vorschau auf viele Seiten
In der Seitenvorschau erhalten Sie
bis zur 70 Seiten in der Layout-Ansicht.
Über [Strg-F2]
oder Datei/Seitenansicht sehen Sie Ihr aktuelles Dokument in der
Vorschau. Je nach Auflösung Ihres Monitors stellt Word so bis
zu 70 Seiten auf einmal dar. Alles, was Sie tun müssen:
Stellen Sie den Zoomfaktor auf 10 Prozent ein. Noch mehr
Vorschauseiten auf einmal sehen Sie, wenn Sie die
Windows-95-Task-Leiste verschwinden lassen, über
Extras/Optionen/Ansicht die Statuszeile entfernen und die
Symbolleiste per Drag&Drop in den Dokumentenbereich
verschieben.
Kai Ebler/ib
Format übertragen
Immer offensichtlich, aber meist
übersehen: Übertragen Sie Absatz- und Schriftformate mit
einem Mausklick.
In Ihrer Symbolleiste finden Sie direkt neben
den Icons der Zwischenablage eine Schaltfläche mit dem Bild
eines Pinsels. Daß sich hier hinter eine äußerst
nützliche Funktion versteckt, merkt man erst, wenn diese
explizit erwähnt wird. Mit Format übertragen versehen
Sie beliebige Textstellen mit einer selbst gewählten
Formatierung.
Markieren Sie zunächst den Text mit der
fertigen Formatierung. Wollen Sie, daß auch die
Absatzformate übernommen werden, dann schließen Sie das
Ende-Zeichen mit in die Markierung ein. Klicken Sie anschließend
auf die Symbolschaltfläche, bleibt diese gedrückt, bis
Sie eine weitere Textpassage markiert haben.
Wollen Sie gleich
mehrere Passagen mit der Formatierung belegen, dann klicken Sie
doppelt auf die Schaltfläche. Jedem Text, den Sie
anschließend markieren, weist Word automatisch das gewählte
Format zu. Sind Sie fertig, klicken Sie noch einmal auf das
Pinsel-Symbol.
Horst Wiegert/ib
Sexismus in Microsofts Textverarbeitung
Was die automatische
Rechtschreibung so alles an Vorschlägen liefert, treibt so
manchem die Schamesröte ins Gesicht.
Die
Rechtschreibprüfung ist eine altbekannte Funktion von Word
für Windows. Daß sich darin der eine oder andere Bug
versteckt - hier sei nur an das Wort "Realitätsverlust"
erinnert - haben wir hinlänglich berichtet. Seit der Version
6 prüft der Texter von Microsoft gar im Hintergrund Ihr
orthographisches Geschick und versieht vermeintlich falsche Wörter
mit roten Schlangenlinien. Ein Klick auf die rechte Maustaste
bringt dann die Korrekturvorschläge als Menüpunkte.
Daß
Microsofts Vorzeigeprogramm hier leicht sexistische Tendenzen
zeigt, mag Zufall sein, ist aber dennoch amüsant. Schreiben
Sie beispielsweise in einem Satz
"... aufgrund der
seismischen Erruptionen ..."
ändert Word dies in
"...
aufgrund der sexistischen Eruptionen ..."
Und auch der
harmlose Maustreiber ist nach Words Meinung falsch geschrieben.
Die korrekte Alternative lautet hier: Masturbiere. "Zzzz"
könnte man sagen und errötend nach Redmond schauen. Doch
wenn bei Ihnen zufällig unter Extras/Sprache der Eintrag
Englisch (Großbritannien) eingestellt ist, macht Word aus
diesem Zischlaut der Empörung kurzerhand Sex.
AndrI
Moritz/ib
Sonderzeichensuche
Für die Suche nach Textzeichen aus
Symbolschriftarten wie WingDings hält Word keine passende
Funktion bereit. Ein Makro springt in die Bresche.
Mit der
Suchfunktion in Word 97 spüren Sie prinzipiell nur normale
Textzeichen auf, wie sie jeder TrueType-Zeichensatz enthält.
Auch vermeintliche Sonderzeichen wie das Copyright-Zeichen (c)
oder der in Online-Zeiten beliebte Klammeraffe gehören zum
normalen Repertoire eines Textzeichensatzes.
Leider können
Sie solche Zeichen nicht direkt über die Tastatur eingeben.
Vielmehr lassen sie sich nur über die Schaltfläche
Sonstiges des Suchdialogs oder durch eine spezielle
Eingabe-Notation aufspüren, die aus dem Präfix ^0 und
dem dreistelligen ANSI-Code des gesuchten Textzeichens besteht. So
stellen Sie den Klammeraffen mit der Zeichenkette ^0064 dar.
Echte
Sonderzeichen aus einem Symbol-Zeichensatz wie WingDings oder
Symbol lassen sich auf diese Art allerdings nicht suchen. Das
Makro (Listing in Databox 2/98) rüstet eine solche
Sonderzeichensuche nach. Zur Auswahl von Zeichensatz und
Sonderzeichen ruft das Makro den regulären
Word-Sonderzeichendialog auf, wie er nach dem Menübefehl
Einfügen/Sonderzeichen erscheint. Über den Rückgabewert
der Display-Methode stellt das Makro sicher, daß der
Anwender den Dialog mit OK (Wert: -1) beendet hat. Die
CharNum-Eigenschaft liefert den Zeichencode des ausgewählten
Zeichens zurück. Sofern dieser größer ist als
Null, handelt es sich um ein reguläres Textzeichen, das zur
Ausgabe einer entsprechenden MsgBox-Meldung und zum Beenden des
Makros führt.
Symbolzeichen erkennt das Makro am negativen
Zeichencode. Die Addition von 65536 verwandelt den gemeldeten
Zeichencode in einen 16-Bit-Unicode. Das Find-Objekt durchsucht
dann das aktuelle Dokument mit der Funktion ChrW nach dem
errechneten Unicode. Dazu schalten Sie die Eigenschaften
-
MatchCase (Groß-/Kleinschreibung),
- MatchWholeWord
(Suche nach ganzen Wörtern) sowie
- MatchWildCard
(Mustervergleich)
aus. Das Dokument wird in Richtung Ende
durchsucht - siehe Listingzeile
Forward = True
Ist das Endes
erreicht, wird die Suche am Anfang fortgesetzt - siehe Zeile:
Wrap
= wdFindContinue
Die Do-Loop-Schleife startet die Suche. Sofern
ein Zeichen mit dem passenden Unicode gefunden wird, vergleicht
das Makro dessen Zeichensatznamen Selection.Font.Name mit dem vom
Anwender gewählten Variable FontName. Erst wenn beide
übereinstimmen, ist das richtige Zeichen gefunden, und die
Makroausführung endet.
Tabellenzeilen numerieren
Numerierte Spalten sind leichter
zu überblicken. Lassen Sie diese Nummern maschinell
eintragen.
Zwar kann WinWord mit einer Funktion Textzeilen
numerieren, doch leider keine Tabellen. Wer gerade die erste
Tabellenspalte zum Beispiel mit einer fortlaufender Nummer füllt,
hilft sich so:
Sub MAIN
I = 1
A$ = ""
While
(A$ Chr$(13))
Einfügen(LTrim$(Str$(I)))
ZeileUnten
I
= I + 1
ZeichenRechts 1, 1
A$ =
Markierung$()
Wend
ZeichenLinks 1
End Sub
Setzen Sie
einfach den Cursor in der ersten Tabellenzelle, ab der Sie
numerieren wollen, und starten Sie das Makro. Dieses beginnt dann
ab dieser Zelle bis zum Ende der Tabelle, die einzelnen Zeilen in
dieser Spalte von 1 an durchzunumerieren.
Manuel Marsch/et
Feldformatierung mit Tücken
Formatierungen der
Feldfunktion lassen sich nicht immer beliebig gestalten.
Lange
Briefe oder auch Diplomarbeiten enthalten meist in der Kopf- oder
Fußzeile eine Feldfunktion, mit der die aktuelle und die
Anzahl der Seiten insgesamt angezeigt werden. Diese lassen sich
auch scheinbar kleiner, größer, fett und kursiv
formatieren. Sobald Sie das Dokument jedoch ausdrucken oder auch
einfach nur in die Seitenansicht wechseln, erhält das Feld
wieder sein ursprüngliches Aussehen. Die Verwirrung läßt
sich abstellen.
Grund dafür ist ein Parameter, der nur in
der Feldfunktion sichtbar ist. Schalten Sie über
Extras/Optionen das Kontrollkästchen Feldfunktionen ein, so
sehen Sie nicht mehr das Ergebnis, sondern den zugrundeliegenden
Ausdruck. Statt dem Wert 5 für die Anzahl der Seiten, sehen
Sie nun {ANZSEITEN \*Formatverbinden}. Und genau jener kleine
Zusatz ist für den Mißstand verantwortlich: er bewirkt,
daß das Feld immer entsprechend der Formatvorlage
dargestellt wird und sich individuellen Veränderungen nicht
anpaßt. Entfernen Sie den Zusatz \*Formatverbinden, dann
läßt sich auch das Ergebnis nach Belieben
verändern.
Ewald Hannemann/ib
Tabellarisch markieren
Mit der [Alt]-Taste erweitern Sie
Ihre Markierung spaltenweise.
Normalerweise markieren Sie mit
der linken Maustaste aneinanderhängende Textabschnitte. Geht
es jedoch darum, Spalten in einer mit Tabulatoren getrennten
Tabelle zu markieren, benötigen Sie die Spaltenmarkierung.
Diese erhalten Sie entweder über die Tastenkombination
[Strg-Umschalt-F8] oder indem Sie beim Markieren mit der Maus die
[Alt]-Taste drücken.
Oliver Hempel/ib
Shortcuts einfach vergeben
Wir zeigen Ihnen einen schnellen
Weg, um Menübefehle und Symbolschaltflächen mit einer
Tastenkombination zu belegen.
Für alle, die sich nicht von
der Tastatur und den oft akrobatischen Tastenkombinationen trennen
möchten, gibt es die Shortcuts. Über das Menü
Extras/ Anpassen verknüpfen Sie so beliebige Befehle mit
entsprechenden Tastenfolgen. Jedoch ist diese Vorgehensweise so
umständlich, daß kaum jemand sie verwendet.
Einfacher
ist hingegen folgende Art und Weise: Halten Sie die Taste [AltGr],
und drücken Sie die [+]-Taste auf dem numerischen
Ziffernblock. Nun verwandelt sich der Mauszeiger, und jede Ihrer
folgenden Aktionen ruft den Shortcut-Dialog für den
entsprechenden Befehl auf. Klicken Sie beispielsweise auf
Datei/Speichern, speichert Word nicht Ihr Dokument, sondern öffnet
das Fenster Tastatur anpassen, wobei der interne Befehl
DateiSpeichern vorbelegt ist. Auf diese Weise belegen Sie
beliebige Befehle, aber auch Schriftarten, Formatvorlagen und
Symbolschaltflächen nach Belieben mit eigenen
Tastenkombinationen.
AndrI Moritz/ib
Tückische Feldformatierung
Beim Ausdrucken kann die
Formatierung der Kopf- oder Fußzeile verlorengehen.
In
vielen Dokumenten steht in der Kopf- oder Fußzeile die
aktuelle Seite sowie die Anzahl der gesamten Seiten. Diese
Seitenzahlen werden in der Regel in Form von Feldfunktionen
eingefügt. Sie können diese auch mit allen
Zeichenattributen wie fett oder kursiv, andere Schriftart und
dergleichen mehr formatieren.
Schauen Sie sich das Dokument
aber in der Seitenansicht an, oder drucken Sie es aus, wird bei
diesen Feldern die ursprüngliche Formatierung
wiederhergestellt.
Die Ursache hierfür sehen Sie nur, wenn
Sie die Option Feldfunktionen unter Extras/Optionen auf der
Karteikarte Ansicht einschalten. Die Seitenzahl erscheint dann
als:
{ SEITE \* FORMATVERBINDEN }
Und hier liegt genau die
Wurzel des Übels. Der Zusatz \* FORMATVERBINDEN ist dafür
verantwortlich. Dieser formatiert das Feld entsprechend der in der
Formatvorlage Standard festgelegten Zeichenformatierung
(unten).
Ein Ausweg ist, nun alle Feldeinträge zu
bearbeiten. Bei eingeschalteter Option Feldfunktionen löschen
Sie also den Zusatz \* FORMATVERBINDEN. Bei bestehenden Dokumenten
ist das oft der einzige Weg.
Einfacher ist es, bereits beim
Einfügen der Felder darauf zu achten. Wollen Sie in der
Kopfzeile die aktuelle Seite einfügen, benutzen Sie besser
die entsprechende Schaltfläche der Symbolleiste Kopf- und
Fußzeile. Diese fügt die Feldfunktion Seite ohne den
Zusatz \* FORMATVERBINDEN ein.
Beim Einfügen der Anzahl
aller Seiten wählen Sie Einfügen/Feld und in der Liste
der Feldnamen AnzSeiten aus. Schalten Sie nun die Option
Formatierung bei Aktualisierung beibehalten aus, und klicken Sie
dann auf OK. Damit können Sie auch die Feldfunktionen
beliebig formatieren, ohne daß diese wieder
verlorengeht.
Unter dieser Option finden Sie übrigens auch
die Schalter für nicht druckbare Zeichen wie Tabstopps oder
Leerzeichen.
Axel Matthias/ib
Logos als Autotext
Die Autotext-Funktion fügt neben
Text und Formaten auch Grafiken ein.
Haben Sie verschiedene
Logos oder Grafiken, die Sie häufig in Texte einbinden
wollen, so kann Ihnen Autotext eine wertvolle Hilfe sein.
Um
ein Bild als Autotext abzulegen, erstellen Sie ein neues Dokument
und fügen über Einfügen/Grafik/... ein beliebiges
Clipart ein. Formatieren Sie diese Grafik nach Belieben bezüglich
Größe, Helligkeit, Kontrast und Textfluß. Zum
Schluß markieren Sie das Objekt, wählen den Menüpunkt
Einfügen/Autotext/Neu und geben dem Logo beispielsweise die
naheliegende Bezeichnung Logo. Jedesmal, wenn Sie künftig Ihr
Logo brauchen, können Sie es über diesen Menübefehl
ausführen.
Dazu steht Ihnen aber noch ein Weg offen: Statt
als Autotext können Sie Grafiken und Text auch als
Autokorrektur einfügen. Gehen Sie dazu genauso vor, wie es
für Autotext beschrieben ist. Zusätzlich deaktivieren
Sie im Grafik-Dialog (Format/Grafik/Position) das Kontrollkästchen
Über den Text legen.
Statt über Einfügen/Autotext/Neu
fügen Sie jedoch über Extras/Autokorrektur einen neuen
Eintrag hinzu - beispielsweise LOGO in Großbuchstaben.
Jedesmal, wenn Sie künftig dieses Wort in Großbuchstaben
schreiben, fügt Word automatisch die Grafik ein.
Bernd
Blücher/ib
Per Drag&Drop Text und Grafik kopieren
Mit [Strg]
kopieren Sie Texte und Grafiken, ohne die Zwischenablage zu
benutzen.
Haben Sie in Word für Windows einen Text, eine
Grafik oder ein beliebiges Objekt markiert, so verschieben Sie
diese Elemente, indem Sie erneut darauf klicken und die Maustaste
halten. Der Mauszeiger verändert sich bei markiertem Text zu
einem Rechteck und bei anderen Elementen zu einem
Vierfachpfeil.
Wollen Sie hingegen das Markierte nicht
verschieben, sondern kopieren, dann drücken Sie zusätzlich
die Taste [Strg]. Nun erscheint neben dem jeweiligen Mauszeiger
ein Pluszeichen, das Original bleibt bestehen, und Sie bestimmen
per Drag&Drop, wo die Kopie plaziert wird.
ib
Grafiken und Objekte zentriert vergrößern
Halten
Sie die [Strg]-Taste beim Vergrößern einer Grafik
gedrückt, wird diese um ihr Zentrum herum gedehnt.
Markieren
Sie eine Grafik, so erscheinen an deren Rändern acht
Markierungspunkte. Mit deren Hilfe verändern Sie die Größe
des Bildes. Ergreifen Sie einen dieser Marker mit der Maus und
ziehen ihn bei gedrückter Maustaste, so bleibt der
gegenüberliegende Punkt fest verankert.
Wollen Sie
hingegen die Grafik in sich verkleinern oder vergrößern,
so daß deren Position auf der Seite erhalten bleibt, dann
drücken Sie zusätzlich die Taste [Strg]. Statt des
gegenüberliegenden Punkts ist es nun die Mitte des Bildes,
die starr an ihrem Platz verharrt.
Stört Sie bei der
Größenänderung des Objekts, daß sich der
Rahmen nur in ganzen Schritten und nicht übergangslos
anpassen läßt? Dann halten Sie zusätzlich die
[Alt]-Taste gedrückt, und der Rahmen gehorcht exakt den
Bewegungen, die Sie mit Ihrer Maus ausführen. So binden Sie
Ihr Objekt paßgenau in den Text ein.
ib
Schnelles Speichern mit Nebeneffekten
Wer die
Schnellspeicherung von Word aktiviert, gibt leicht einmal
Informationen weiter, ohne es zu wissen.
Mit der Option
Schnellspeicherung zulassen im Register Speichern des Dialogs
Extras/Optionen lassen sich Dateien wesentlich schneller sichern
als auf die herkömmliche Weise. Besonders bei großen
Dokumenten wie Büchern oder Dissertationen macht sich der
Zeitgewinn deutlich bemerkbar.
Wer diese Funktion einsetzt,
sollte aber bedenken, daß dieses Verfahren auch Nachteile
mit sich bringt:
So wachsen die Dokumente sehr viel rascher als
herkömmliche doc-Dateien, denn der alte Text bleibt erhalten.
Jede Änderung addiert sich also zum bestehenden Dokument
hinzu. Word speichert folglich neue Versionen eines Textes und
schleppt schon vorhandene Passagen wie Dateiballast im Dokument
mit.
Auch im Hinblick auf vertrauliche Informationen ist die
Funktion von Nachteil: Überschreiben Sie geheime Botschaften
später mit einem Brief an einen Bekannten und senden das
Dokument per E-Mail, so kann der Empfänger mit einem kleinen
Kniff all Ihre Informationen entschlüsseln. Alles, was er
braucht, ist ein Editor. Öffnet er mit diesem die Datei,
sieht er zwar viele Sonderzeichen, aber am Ende findet er alle
früheren Textpassagen, die Schnellspeichern nicht gelöscht
hat.
AndrI Moritz/ib
Wortwiederholer aufspüren
Guter Stil besteht auch aus
abwechslungsreicher Wortwahl. Spüren Sie Wortwiederholer
auf.
Wenn Sie viel schreiben, werden Sie feststellen, daß
Sie manche Wörter sehr häufig verwenden. Mit einem
kleinen Trick können Sie sich die Häufigkeit genau
anzeigen lassen.
Wählen Sie den Dialog Suchen und Ersetzen
über den Menüpunkt Bearbeiten/Ersetzen. Geben Sie Ihr
Wort als Suchbegriff ein, und tragen Sie im zweiten Textfeld ^&
ein. Achten Sie darauf, daß keine Formatierungen von
vorherigen Suchvorgängen übriggeblieben sind. Starten
Sie nun den Vorgang, so erhalten Sie nach einer Weile per Dialog
mitgeteilt, wie oft Ihr Wort oder Ihre Redewendung im Text
vorhanden ist.
Wenn Ihnen das zu umständlich ist, nutzen
Sie ein kleines VBA-Programm, das den gleichen Zweck erfüllt.
Geben Sie den Code des VBA-Makros AnzahlWort aus dem Listing
(Listing in Databox 6/98) ein. Markieren Sie dann ein beliebiges
Wort oder auch eine ganze Textpassage in Ihrem Dokument. Führen
Sie anschließend das Makro über Extras/Makro/Makros
aus, oder verknüpfen Sie es via Extras/Anpassen mit einem
Menüpunkt, einer Symbolschaltfläche oder einer
Tastenkombination.
Sie können nicht programmieren? Das
müssen Sie auch nicht. In der Textbox (PC Magazin 6/98, Seite
182) erklären wir Ihnen, wie Sie unsere Makros auch ohne
Vorkenntnisse erstellen, in Ihre Word- oder Excel-Umgebung
einbinden und nutzen.
AndrI Moritz/ib
Dokumente auf Diskette
Word ist nicht darauf ausgelegt,
Dokumente auf Diskette zu bearbeiten.
Wenn Word für
Windows ein Dokument sichert, schreibt es auch digitalen Müll
in das Verzeichnis der DOC-Datei. Sobald Sie das Dokument
schließen, löscht Microsofts Texter die elektronischen
Ausschweifungen.
Bei der Arbeit mit Disketten kommt es dabei zu
einem ziemlich spektakulären Absturz: Denn wenn der
Speicherplatz gegen Null geht, kann Word die Temporärdateien
nicht mehr ablegen.
Haben Sie zudem größere Teile
des Textes über die Zwischenablage mit anderen Anwendungen
ausgetauscht, dann behält Word die Verbindung zu der Datei
auch noch, wenn diese längst geschlossen ist: Denn anstatt
den Text selbst in die Zwischenablage zu schreiben, legt Word dort
einen Verweis auf die Datei ab. Schlecht, wenn Sie anschließend
die Diskette aus dem Laufwerk nehmen.
ib
Synchronkopien
Mit dem Word-Makro erstellen Sie bei jedem
Speichern eine Kopie auf einem beliebigen Datenträger.
Nichts
ist ärgerlicher als ein Festplattenabsturz. Eine Grafikkarte,
einen Monitor und auch ein Diskettenlaufwerk können Sie
ersetzen, aber die verlorenen Festplattendaten sind oft
unersetzlich.
Ein praktikabler Sicherheitsmechanismus ist das
gespiegelte Speichern der Daten. Dieses Verfahren wird in
Netzwerken verwendet, wobei alle Datenträgerzugriffe
automatisch auch auf einer zweiten Festplatte ausgeführt
werden.
Diese Methode verhilft Ihnen auch in Word für
Windows zu ein wenig mehr Sicherheit. Mit dem Makro Save2Disk
erhalten Sie genau das passende Werkzeug. Es ersetzt den normalen
Speichern-Befehl von Word. Nachdem Sie das Makro aus dem Listing
über
Extras - Makro - Erstellen
eingegeben und
gespeichert haben, verknüpfen Sie es noch mit einer
Schaltfläche. Es ist ratsam, für dieses Makro ebenfalls
das Diskettensymbol zu verwenden und die originale
Speichern-Funktion aus der Symbolleiste zu entfernen. Das Laufwerk
und den Pfad, wo die Sicherungskopie abgelegt werden soll, ändern
Sie in der vierten Zeile des Listings. Achten Sie darauf, daß
das letzte Zeichen ein Backslash ist. Soll also beispielsweise das
Verzeichnis "D:\Mirror" für die gespiegelten
Dateien herhalten, so lautet die
Listingzeile
pfad$="D:\MIRROR\"
Gerhard Frey/ib
Absatzabstand auf Knopfdruck
Hier eine praktikable Lösung,
um schnell den Absatzabstand einzustellen.
Wenn Sie viel
schreiben, benötigen Sie häufig Absatzformatierungen.
Nicht alle sind auf schnelle Weise über das Lineal, die
Symbolleisten oder über Shortcuts verfügbar. Meist ist
es nicht schwierig, Absatzformatierungen auf die Symbolleiste oder
eine Tastenkombination zu legen. Entweder finden Sie sie
unter
Extras - Anpassen
oder sie zeichnen eine
Anweisungsfolge als Makro auf und verknüpfen dieses mit einer
Schaltfläche. Etwas komplizierter ist es in Word, wenn Sie
Abstände vor oder nach Absätzen setzen wollen. Und
wirklich professionell erzeugt man Abstände eben bekanntlich
nicht durch doppeltes oder gar mehrfaches Betätigen der
Eingabetaste. Das Makro AbstandVorNach bietet zwei Gruppen von
Optionsfeldern zur Wahl der Abstände an. Darin sind
üblicherweise verwendete Abstände vorgegeben.
Standardmäßig ist jeweils kein Abstand (0 pt)
eingestellt. So entfernen Sie unmittelbar nach dem Makroaufruf
über [Enter] alle voreingestellten Abstände.
Ansonsten
wählen Sie den gewünschten Abstand entweder über
[OK] oder per Doppelklick auf eines der Optionsfelder. Sinnvoll
läßt sich dieses Makro natürlich nur nutzen, wenn
Sie es über eine Schaltfläche oder einen Shortcut
aktivieren.
Jörg Schröder/ib
Buchstabendreher ohne Clipboard
Auf Knopfdruck ändert
das Word-Makro Buchstabendreher, ohne die Zwischenablage zu
löschen.
Viele schreiben bestimmte Wörter immer
wieder falsch. Um wiederholte Wortdreher zu eliminieren, setzen
Sie am besten die AutoKorrektur ein. Eher seltene Ausrutscher
behebt das folgende Makro:
Sub MAIN
ZeichenLinks 1,
1
TextVerschieben
ZeichenLinks 2
OK
ZeichenRechts
1
End Sub
Es macht aber nur dann Sinn, wenn Sie es mit einer
eingängigen Tastenkombination, beispielsweise [Strg-D],
über
Extras - Anpassen - Tastatur
verknüpfen. Im
Gegensatz zu bereits früher veröffentlichten Lösungen
benutzt dieses Makro zum Austausch nicht die Zwischenablage,
wodurch deren Inhalt erhalten bleibt.
Jürgen Dehmer/ib
Dokumentenvariablen verwenden
Mit Hilfe zweier Makrobefehle
speichern Sie Informationen dauerhaft in einer DOC-Datei.
Wollen
Sie wissen, wer zuletzt mit einem Dokument gearbeitet hat? Oder
wie oft der Text bereits zur Bearbeitung geöffnet wurde? Dann
müssen Sie Informationen in einer DOC-Datei speichern. Dazu
verwenden Sie den Befehl DokumentVariableBestimmen und die
Funktion AbrufenDokumentVar$(). Wollen Sie beispielsweise bei
jedem Öffnen der Datei die Information erhalten, wie oft
diese Datei bereits geladen worden ist, erstellen Sie ein Makro
namens "AutoOpen" und geben den Code ein:
Sub Main
S$
= AbrufenDokumentVar$ \
(,ANZAHL")
S$ =
Str$(Val(S$)+1)
DokumentVariableBestimmen \
"ANZAHL",
S$
MsgBox "Die Datei wurde " \
"bereits"
+ S$ + \
"mal geöffnet."
End Sub
Speichern
Sie dieses Makro in der Formatvorlage "normal.dot", so
gilt es für alle Dokumente.
ib
Wortlisten erstellen
Zur automatischen Indexerstellung
benötigt man häufig eine Liste aller Wörter eines
Textes.
Wollen Sie zu einem beliebigen Text automatisch einen
Suchindex erstellen, so brauchen Sie eine Liste aller Wörter
eines Textes. Ein nützliches Makro (Listing in Databox 4/97)
stellt Ihnen dazu ein neues Dokument mit allen Wörtern in
alphabetischer Reihenfolge zusammen. Sie finden diese
Konkordanzdatei in der Word-Hilfe zu diesem Indexeintrag.
ib
Piktogramme am Dokumentenrand
Mit diesem Word-Makro
verschönern Sie Ihre Dokumente um Blickfänger.
Mal
ganz im Ernst: Worauf schauen Sie zuerst, wenn Sie die DOS
durchblättern? Wahrscheinlich zunächst auf Zitate,
Überschriften und Bilder. Das ist ganz natürlich, denn
diese "Eye-Catcher" sollen den Leser in den Text
hineinziehen.
Auch in Ihren Dokumenten können Sie mit
Hilfe von Piktogrammen die Aufmerksamkeit der Leser auf die
wichtigen Textpassagen leiten. Das geht so: Sie fügen ein
Sonderzeichen aus dem WinDings-Zeichensatz ein, versehen das
Zeichen mit einem Positionsrahmen und setzen es an den Rand des
aktuellen Absatzes. Das ist einfach, aber auch lästig. Das
Makro "Piktogramm" (Listing in Databox 4/97) nimmt Ihnen
diese Routinearbeit ab.
Positionieren Sie die Eingabemarke im
entsprechenden Absatz, und starten Sie das Makro. Ihr Dokument
erscheint automatisch in der Layout-Ansicht und das Piktogramm am
Rand des aktuellen Absatzes. Standardmäßig ist hier das
Zeichen 70 - der Fingerzeig - voreingestellt. Indem Sie die
Variablen "zCode$" und "zFont$" ändern,
können Sie aber auch beliebige andere Zeichen aus jedem
gewünschten Zeichensatz verwenden.
In der "Zeichentabelle"
unter Start - Zubehör
respektive in der Zubehörgruppe
von Windows 3.1 sehen Sie die Nummer des Zeichens unten rechts am
Fensterrand.
Besonders effektiv arbeiten Sie mit diesem
Piktogramm-Modul, wenn Sie das Makro über
Extras -
Anpassen
mit einer Symbolschaltfläche, einem Menüpunkt
oder einer Tastenkombination verknüpfen.
Gerhard Frey/ib
Telefonwahl per Makro
So wählen Sie unter Windows 95
direkt aus einem Dokument heraus.
Kennen Sie das? Sie lesen
gerade ein Word-Dokument und finden darin die Telefonnummer eines
Teilnehmers, den Sie schnell mal anrufen müßten. Falls
Sie über einen Modemanschluß verfügen, der an
derselben Leitung wie Ihr Telefonapparat hängt, können
Sie unter Windows 95 die sogenannte Wahlhilfe benutzen: ein
kleines, weithin unbekanntes Programm. Damit geben Sie die
Ziffernfolge entweder über ein Zahlenfeld via Maus ein oder
verwenden einfach das Zielwahlregister.
Doch mit einem
Word-Makro geht das bequemer. Erstellen Sie das Makro "WinTel"
(Listing in Databox 5/97) innerhalb der "normal.dot",
und verknüpfen Sie es über Extras - Anpassen
mit
einer eigenen Symbolschaltfläche. Damit ist es einsatzbereit.
Nun markieren Sie in Ihrem Dokument die Telefonnummer, wobei Sie
Sonderzeichen oder den Text "Tel." markiert lassen.
Diese Zeichen werden von der Extract$-Funktion entfernt. Falls Sie
die Markierung vergessen oder die markierte Nummer kleiner als
drei Stellen ist, erhalten Sie eine entsprechende Fehlermeldung,
und das Makro bricht ab.
Das Makro fragt Sie zunächst, ob
Ihr Modem bereit ist. Schalten Sie es ein, und klicken Sie auf
[Ja]. "WinTel" übergibt nun den bereinigten
Wahlstring an das Hilfsprogramm "dialer.exe" und leitet
auch gleich die Anwahl ein. Falls Sie eine Nebenstellenanlage
besitzen, entfernen Sie in der Zeile REM tel$ = "0" +
tel$
den Kommentarbefehl REM. Ist die Verbindung hergestellt,
klicken Sie innerhalb der Wahlhilfe auf "Sprechen" und
heben den Telefonhörer ab.
Gerhard Frey/ib
Randbemerkungen
So erstellen Sie Randbemerkungen mit Hilfe
eines Kontextmenüs.
Randbemerkungen und
Marginalüberschriften gehören zu den fortgeschrittenen
Techniken der Textverarbeitung. Solche Elemente verleihen Ihren
Dokumenten einen besonderen Pfiff. Leider ist es ziemlich
umständlich, sie anzufertigen - sicherlich ein Grund, warum
so viele Anwender davor zurückschrecken. Lassen Sie sich die
ganze "Fummelei" von einem Makro abnehmen, das Ihnen im
Handumdrehen am linken Rand einen Anmerkungskasten einfügt
und gleich passend positioniert. Alles was Sie tun müssen:
Sie markieren den hervorzuhebenden Text, klicken auf die rechte
Maustaste und wählen den Eintrag "Marginalie".
Für
das Makro wählen Sie über
Extras - Makro
den
entsprechenden Dialog, geben als Namen "Marginalie" ein
und klicken auf [Erstellen]. Tippen Sie dann das Makro (Listing in
Databox 5/97) ab. Damit es stets verfügbar ist, binden Sie es
am besten ins Kontext-Menü ein. Dazu aktivieren Sie
zunächst
Extras - Anpassen - Menüs
Wählen Sie
dann als Kategorie "Makros", für "Menü
ändern" den Eintrag "Text (Shortcut)" und als
Position im Menü "(Am Ende)". In der Befehlsliste
klicken Sie zuerst auf den ersten Eintrag: die Trennlinie. Über
[Hinzufügen] erhält das Kontext-Menü künftig
im Textfenster an letzter Stelle eine Trennlinie. Anschließend
markieren Sie Ihr Makro "Marginalie" in der Befehlsliste
und fügen es - wie zuvor beschrieben - dem Kontextmenü
hinzu.
Gerhard Frey/ib
Dateien auf Laufwerk A sichern
Mit diesem Makro (Listing in
Databox 6/97) speichern Sie beliebige Dokumente auf einer
Diskette.
Leider verursacht die direkte Arbeit mit Dokumenten
auf einem Floppy-Laufwerk unter Word für Windows heftige
Probleme. Damit Sie Ihre Daten trotzdem immer als Sicherungskopie
auf einer Diskette haben, hilft das folgende Makro, das aktuelle
Dokument zusätzlich auf Laufwerk A zu speichern.
Als
erstes ermittelt die Routine den Namen des aktuellen Dokuments
samt Pfadangabe (,a$") sowie den reinen Dateinamen (,b$").
Danach schließt es das aktuelle Dokument und kopiert die
Datei auf das Laufwerk A. Anschließend öffnet es den
ersten Eintrag der Dateiliste, also die ursprüngliche Datei.
Verknüpfen Sie dieses Makro über
Extras -
Anpassen
Mit einem Menüpunkt im Datei-Menü wird es
Ihnen wertvolle Dienste leisten:
Sub MAIN
DateiSpeichern
a$
= DateiNameInfo$( \
DateiNameAusFenster$(), 1)
b$ =
DateiNameInfo$(
\
DateiNameAusFenster$(),4)\
+".Doc"
DateiSchließen
2
DateiKopieren a$, "A:\" + b$
DateiListe 1
End
Sub
AndrI Schenker/ib
Alle Dateien eines Laufwerks durchsuchen
So suchen und
ersetzen Sie in allen Dokumenten eines Laufwerks eine Zeichenkette
durch eine andere.
Mit Hilfe eines kleinen Tricks durchsucht
das Makro "SuchLaufwerk" (Listing in Databox 6/97) alle
DOC-Dateien eines Laufwerks und ersetzt eine angegebene
Zeichenkette global durch eine andere. Sinnvoll ist dieses
Vorgehen beispielsweise, wenn sich Ihre Telefonnummer oder Ihr
Nachname durch eine Heirat geändert hat. Anstatt nun alle
Dateien manuell zu öffnen, setzen Sie einfach das Makro ein,
das Ihnen diese Arbeit abnimmt.
Michael Abendroth/ib
Falsche Seitenränder?
So vermeiden Sie lästige
Hinweise über angeblich falsche Seitenränder in
Word.
Oft ist es erforderlich, die Seitenränder eines
Dokuments individuell anzu-passen. Falls Sie die Randeinstellungen
eines Dokuments verkleinert haben, gibt Word unter Umständen
vor dem Ausdruck folgenden Warnhinweis aus:
Die Seitenränder
liegen in Abschnitt 1 außerhalb des be-druckten
Bereichs.
Diese Fehlermeldung erscheint, wenn Seitenränder
im Dokument kleiner sind als die Einstellungen für die
minimalen Seitenränder im Druckertreiber. Bestätigen Sie
hier die Abfrage, ob der Vorgang trotzdem fortgesetzt werden soll,
mit Ja. Schneidet der Drucker die Randbereiche tatsächlich
ab, stellen Sie die Seitenränder im Dialog Datei/Seite
einrichten entsprechend größer ein. Wird das Dokument
dagegen vollständig gedruckt, ändern Sie die
Seitenrandeinstellung im Druckertreiber, um die Fehlermeldung in
Zukunft zu unterbinden. Unter Windows 95/98 funktioniert das
folgendermaßen: Notieren Sie zunächst im Dialog
Datei/Seite einrichten die Einstellungen für die
Seitenrän-der des aktuellen Dokuments. Verwenden Sie den
Befehl Start/Einstellun-gen/ Drucker, und benutzen Sie im
Kontextmenü des entsprechenden Druckersymbols den Befehl
Eigenschaften. Im Register Papier klicken Sie auf die Schaltfläche
Nichtdruckbarer Bereich. Im Dialog erscheinen nun die Werte für
die minimalen Seitenränder. Die verwendete Einheit hängt
vom Druckertreiber ab. Möglich sind beispielsweise Angaben in
Millimeter oder in hundertstel Millimeter. Rechnen Sie zunächst
die Seitenrandwerte des Word-Dokuments auf diese Einheit um. Ist
ein im Dokument eingestellter Wert kleiner als sein Pendant im
Druckertreiber, beispielsweise der Wert im Feld Oben, tragen Sie
den kleineren Wert in das entsprechende Feld im Dialog
Nichtdruckbarer Bereich ein. Mit OK übernehmen Sie die
Änderung. Anschließend taucht diese Word-Fehlermeldung
bei Dokumenten mit gleichen oder größeren
Randeinstellungen nicht mehr auf.
Verrutschte Fußnoten
So verhindern Sie zuverlässig,
daß Word Fußnoten auf der falschen Seite
plaziert.
Word verschiebt teilweise Fußnoten auf die
nächste Seite. Oft erscheint die dazugehörige Zahl zwar
noch auf der richtigen Seite, der Text aber auf der nächsten.
Abhilfe schaffen Sie, indem Sie die Formatvorlagen für den
Fußnotentext und für den Standardtext neu einrichten.
Laden Sie dazu das Dokument, und benutzen Sie den Befehl
Format/Formatvorlage. Im Dialog wählen Sie die Vorlage
Standard und klicken auf Bearbeiten. Öffnen Sie das Menü
Format/Absatz. Im Bereich Abstand des nächsten Dialogs
stellen Sie im Feld Zeilenabstand die Option Genau ein. Um den
Durchschuß anzupassen, legen Sie im Feld Maß einen
Wert fest, der um einen Punkt größer ist als die
verwendete Schriftgröße im Dokument. Betätigen Sie
die beiden OK-Schaltflächen, um die Änderung zu
übernehmen. Wählen Sie im Dialog Formatvorlage die
Absatzvorlage Fußnotentext und die Befehlsfolge
Bearbeiten/Format/Ab-satz. Der Zeilenabstand Genau ist bereits
voreingestellt. Den Wert im Feld Maß passen Sie wie zuvor
beschrieben an. Ist der Fußnotentext 10 Punkt groß,
weisen Sie 11 pt zu. Dann öffnen Sie das Register Textfluß
(unter Word 2000 heißt es Zeilen- und Seitenwechsel) und
schalten die Optionen Absatzkontrolle, Zeilen nicht trennen und
Absätze nicht trennen ein. Klicken Sie auf die beiden
OK-Schaltflächen und Zuweisen, um die Aktion zu beenden.
Falls Sie mit mehreren Dokumenten arbeiten, müssen Sie diese
Einstellungen für jede doc-Datei separat vornehmen.
Weiterführende Infos zum Fußnoten-problem finden Sie im
Internet unter der
Adresse
http://support.microsoft.com/support/kb/articles/
Q118/5/86.asp
Textstatistik
WinWord liefert statistische Angaben, um Ihren
Schreibstil zu verbessern.
Auf Wunsch erzeugt WinWord im Rahmen
der Grammatikprüfung eine Statistik zur Lesbarkeit des
überprüften Textes. Hier erhalten Sie Informationen
darüber, wie komplex der verwendete Wortschatz und der
Satzbau sind. Außerdem zeigt dieser Dialog an, wie viele
Passivkonstruktionen die Lesbarkeit eines Textes
verschlechtern.
Um diese Statistik zu erhalten, benutzen Sie
den Befehl Extras/Optionen und schalten im Register
Rechtschreibung und Grammatik die Option Lesbarkeitsstatistik
anzeigen ein. Damit diese Option zur Verfügung steht, muß
die Checkbox Grammatik zusammen mit der Rechtschreibung prüfen
aktiviert sein.
Wenn Sie ein Dokument mit der Schaltfläche
Rechtschreibung und Grammatik prüfen, zeigt WinWord am Schluß
des Vorgangs einen Dialog mit statistischen Daten zur Lesbarkeit
an. Detaillierte Informationen zur Interpretation der Statistik
rufen Sie mit der Hilfe-Schaltfläche ab.
Ralph Kusterer/ib
Wasserzeichen anlegen
Mit Hilfe der Zeichnen-Leiste binden
Sie eine Grafik als Wasserzeichen in ein Dokument ein.
Um ein
Bild als Wasserzeichen in ein WinWord-Dokument zu integrieren,
müssen Sie die entsprechende Grafik unter den Text legen.
Dazu blenden Sie die Zeichnen-Leiste ein
(Ansicht/Symbolleisten/Zeichnen) und ziehen mit Hilfe der
Schaltfläche Textfeld einen Rahmen im Dokument auf.
Übernehmen Sie die gewünschte Grafik mit dem Befehl
Einfügen/Grafik/Aus Datei in den Textfeld-Rahmen. Skalieren
Sie die Grafik, und plazieren Sie das Textfeld an der gewünschten
Position im Dokument. Klicken Sie den Textfeld-Rahmen an, und
benutzen Sie den Befehl Format/Textfeld. Im Register Position
schalten Sie die Option Objekt mit Text verschieben aus und
aktivieren Verankern. Mit OK übernehmen Sie die
Einstellung.
Klicken Sie den Rahmen des Textfeldes mit der
rechten Maustaste an, und schalten Sie im Menü Reihenfolge
die Option Hinter den Text bringen ein. Klicken Sie mit der
rechten Maustaste in die ausgewählte Grafik, und wählen
Sie im Kontextmenü den Befehl Grafiksymbolleiste anzeigen. In
der Symbolleiste benutzen Sie die Schaltfläche Bildsteuerung
und wählen die Option Wasserzeichen. WinWord reduziert
daraufhin Dichte und Kontrast des Bildes, so daß es blasser
erscheint und als Wasserzeichen geeignet ist. Die Grafik liegt
fest verankert im Dokument. Wenn Sie Text eingeben, erscheint
dieser vor dem Wasserzeichen.
Ralph Kusterer/ib
Direkt losbrowsen
Mit einem Trick rufen Sie Internet-Seiten
direkt in WinWord auf - ohne Internet Explorer.
Normalerweise
braucht Word 97 für den Internet-Zugriff einen zusätzlichen
Browser, standardmäßig den Internet Explorer. Auf
Wunsch läßt sich Word 8.0 aber direkt als Web-Browser
verwenden. Die Internet-Seiten werden dann im Dokumentenfenster
von Word dargestellt.
So gehen Sie vor: Laden Sie mit Word ein
beliebiges HTML-Dokument von Ihrer Festplatte. Benutzen Sie dazu
im Dialog Datei/Öffnen den Importfilter HTML-Dateien, den Sie
im Feld Dateityp einstellen. Danach blenden Sie (falls nötig)
mit der entsprechenden Schaltfläche die Web-Symbolleiste ein.
Wenn Sie nun eine Internet-Seite aufrufen, beispielsweise über
die Favoriten-Schaltfläche oder durch Eingabe einer URL in
das Feld Adresse der Web-Symbolleiste, stellt Word nach Aufbau der
Verbindung die angewählten Seite direkt im Dokumentenfenster
dar. Dies dauert allerdings etwas länger als gewohnt, da die
Daten immer erst konvertiert werden müssen. Außerdem
kann der HTML-Importfilter weder Framesets darstellen noch
unterstützt er ImageMaps. Auch die Darstellung der Seiten
weicht teilweise gravierend vom Originallayout ab.
Trotz dieser
Einschränkungen ist dieses Verfahren zum Abruf einfach
strukturierter Seiten geeignet. Der Vorteil: Das separate Laden
des Browsers und das lästige Hin- und Herschalten zwischen
Browser und Word entfallen.
In den anderen Office-Anwendungen
steht diese Möglichkeit leider nicht zur Verfügung.
Damit das direkte Browsen mit Word funktioniert, muß zudem
die Funktion Offline-Betrieb im Internet-Browser ausgeschaltet
sein.
Ralph Kusterer/ib
Selbstgemachte Buttons
Sie können jede beliebige
Grafikdatei als Schaltflächensymbol in Word verwenden.
Um
eigene Word-Schaltflächen auf der Basis von Bilddateien zu
erstellen, benötigen Sie ein geeignetes
Bildbearbeitungsprogramm. Es empfiehlt sich der zum Lieferumfang
von Office 97 gehörende Photo Editor. Zur Not können Sie
auch Paint von Windows 95 verwenden.
Starten Sie die
Grafikanwendung, und laden Sie die gewünschte Bilddatei.
Markieren Sie einen möglichst quadratischen Bildausschnitt,
den Sie in ein Icon umwandeln möchten, und kopieren Sie
diesen Bildausschnitt in die Zwischenablage. Anschließend
machen Sie in Word die Symbolleiste mit der Schaltfläche
sichtbar, die Sie ändern möchten. Wählen Sie den
Befehl Extras/Anpassen und das Register Symbolleisten aus. Klicken
Sie auf der Symbolleiste die Schaltfläche mit der rechten
Maustaste an, der Sie das neue Bild zuweisen möchten. Im
Kontextmenü aktivieren Sie den Befehl Schaltflächensymbol
einfügen.
Der Button zeigt nun das entsprechend
verkleinerte Bild aus der Zwischenablage. Mit Schließen im
Anpassen-Dialog übernehmen Sie die Änderung.
Ralph
Kusterer/ib
Überschreibschutz
So schützen Sie sich davor,
Textpassagen unbeabsichtigt zu überschreiben.
Die
[Einfg]-Taste ist gefährlich: Drücken Sie sie bei der
Arbeit mit WinWord unabsichtlich, ist sofort der Überschreibmodus
aktiv. Falls Sie gerade Text einfügen und dabei nicht auf den
Bildschirm schauen, überschreiben Sie vorhandene
Textpassagen. Ändern Sie die Funktion dieser Taste, um diese
Gefahr auszuschließen:
Zum einen können Sie im
Register Bearbeiten des Dialogs Extras/Optionen die Option Zum
Einfügen EINFG-Taste benutzen einschalten. Ein Druck auf
[Einfg] fügt nun den Inhalt der Zwischenablage ein, was bei
irrtümlicher Auslösung ebenfalls ins Chaos führt.
Besser
ist es, die [Einfg]-Taste komplett zu deaktivieren. Benutzen Sie
dazu den Befehl Extras/Anpassen, und klicken Sie im Register
Befehle auf Tastatur. Dann klicken Sie in das Feld Neuen Shortcut
drücken und betätigen die [Einfg]-Taste. Unter dem Feld
zeigt WinWord nun die aktuelle Belegung der Taste an, also
entweder Überschreiben oder Bearbeiten/Einfügen.
Weisen
Sie dieser Taste jetzt eine völlig ungefährliche
Funktion zu. Dazu wählen Sie beispielsweise im linken Fenster
die Kategorie Bearbeiten und rechts den Befehl BearbeitenKopieren
aus. Dann klicken Sie auf Zuordnen und übernehmen die
Änderung mit Schließen. Wenn Sie jetzt unabsichtlich
die Einfg-Taste berühren, kann nichts mehr passieren.
Absturz beim Öffnen
Ein fehlerhaft konvertiertes Makro
legt die WinWord-Funktion zum Öffnen von Dateien lahm.
Wenn
Sie von MS Office 95 auf die Version 97 updaten, übernimmt
Word 97/8.0 die vorhandenen Einstellungen in die Datei normal.dot
und versucht, alle enthaltenen Makros von WordBasic nach VBA zu
konvertieren. Dabei kann ein Problem auftreten, wenn die alte
normal.dot ein WordBasic-Makro namens DateiÖffnen enthält.
In diesem Fall verwendet WinWord 97 dieses Makro nämlich
anstelle der integrierten Routine zum Öffnen von Dateien. Da
die Konvertierung komplexer Makros meist zu fehlerhaften
Resultaten führt, müssen Sie damit rechnen, daß
dieses Makro dann nicht mehr funktioniert. Die Folge: WinWord
verabschiedet sich mit einem Syntaxfehler oder sogar mit einem
Systemabsturz, wenn Sie den Menübefehl Datei/Öffnen oder
die Öffnen-Schaltfläche benutzen.
Zur Lösung des
Problems benennen Sie das konvertierte Makro DateiÖffnen um.
Benutzen Sie dazu die Befehlsfolge Extras/Makro/Makros, und
klicken Sie im Dialog auf Organisieren. Im nächsten Fenster
wählen Sie rechts das Makro DateiÖffnen aus. Mit Hilfe
der Schaltfläche Umbenennen weisen Sie einen neuen Namen zu,
beispielsweise ÖffneDatei. Nach einem Neustart von Word
arbeitet die Datei/Öffnen-Funktion wieder wie gewohnt.
Nachtragender Textbaustein
Sammeln Sie beliebig viele
Informationen in einem speziellen Textbaustein.
Word 8.0
verfügt über einen System-Textbaustein, der beliebig
viele Texteinträge oder Grafiken aufnehmen kann. Markieren
Sie dazu den gewünschten Textabschnitt, und wählen Sie
die Tastenkombination [Strg-F3]. Der markierte Eintrag wird
gelöscht und im AutoText-Eintrag Sammlung abgelegt.
Anschließend übernehmen Sie auf die gleiche Weise
weitere Objekte in die WinWord-Zwischenablage. Um alle Elemente
wieder in den Text einzufügen, betätigen Sie die
Tastenkombination [Strg-Umschalt-F3]. Anschließend ist der
AutoText-Eintrag Sammlung leer. Sollen die Einträge im
Textbaustein erhalten bleiben, geben Sie an der gewünschten
Textstelle Sammlung ein und drücken die F3-Taste.
Etiketten korrigieren
Fehler beim Etikettendruck korrigieren
Sie direkt im Word-Dokument.
Wenn Sie mit dem Befehl
Extras/Umschläge und Etiketten Etiketten erzeugen, kommt es
oft zu Ungenauigkeiten im Ausdruck. Häufig verschiebt sich
der Text auf den Etiketten. Solche Probleme korrigieren Sie am
besten direkt im Dokument.
Markieren Sie dazu mit der Maus alle
Etiketten, und benutzen Sie den Befehl Tabelle/Zellenhöhe und
-breite. Word verwaltet die einzelnen Etiketten als
Tabellenzellen, deren Maße Sie nun im Dialog verändern
können.
Falls beispielsweise die Zellen nicht hoch genug
sind und dadurch der Text auf den unteren Etiketten zunehmend nach
oben läuft, stellen Sie im Register Zelle im Feld "Bei:"
einen etwas höheren Punktwert ein. Entsprechend passen Sie im
Feld Breite des Registers Spalte die Breite der Etiketten an und
korrigieren im Feld darunter gegebenenfalls den Abstand zwischen
den Spalten. Nach jeder Änderung empfiehlt sich ein
Testausdruck auf Normalpapier.
Nach jeder Änderung
empfiehlt sich ein Testausdruck auf Normalpapier. Um den Erfolg zu
kontrollieren, legen Sie den Testausdruck paßgenau über
einen Etikettenbogen. Da die Stanzlinien der Etiketten leicht
durchschimmern, sehen Sie sofort, ob alle Textangaben exakt
innerhalb der entsprechenden Etiketten sitzen. Auf diese Weise
verschwenden Sie keine teuren Etikettenbögen für
Testausdrucke. Erst wenn der Testausdruck zeigt, daß alles
korrekt ist, führen Sie den Ausdruck mit den echten
Etikettenbögen durch.
Häufig werden Textangaben an
Seitenrändern abgeschnitten, wenn der Drucker die äußeren
Randbereiche einer Seite nicht bedrucken kann. Um den Abschnitt am
linken Seitenrand zu verhindern, schalten Sie das Lineal ein,
markieren die komplette linke Etikettenspalte und ziehen den
oberen Randbegrenzer im Lineal um einen Rasterpunkt nach rechts,
wodurch der Text eingerückt wird.
Falls der Text oben
abgeschnitten ist, plazieren Sie den Cursor in der ersten Zeile im
Etikett links oben und benutzen den Befehl Format/Absatz. Hier
erhöhen Sie den Wert im Feld Vor auf 6 pt (oder mehr).
Wiederholen Sie dies für alle Etiketten in der ersten Zeile.
Eigene Vorlagen-Mappen
Der Vorlagen-Dialog von Word läßt
sich um eigene Register erweitern.
Word bietet im Dialog des
Befehls Datei/Neu die vorhandenen Vorlagen in Registern sortiert
an. Hier lassen sich problemlos eigene Register hinzufügen,
um Word individuell anzupassen. Dazu legen Sie mit einem
Datei-Manager neue Verzeichnisse im Ordner
Vorlagen an, den
Sie standardmäßig unter Programme/Microsoft Office
finden.
Um mit dem Windows Explorer ein neues Register zu
erzeugen, wählen Sie hier im linken Fenster den Ordner
Vorlagen aus und benutzen den Befehl Datei/Neu/Ordner. Vergeben
Sie die gewünschte Bezeichnung, beispielsweise Privat, und
schließen Sie mit [Enter] ab. Verschieben Sie mindestens
eine dot-Datei in den neuen Ordner, da Word 8.0 leere Ordner nicht
als Register erkennt.
Wenn Sie anschließend in Word den
Befehl Datei/Neu benutzen, finden Sie im Dialog die neuen
Register, in denen sich wie gewohnt Vorlagen hinzufügen oder
bearbeiten lassen.
Rechnen im Text
Mit Hilfe eines versteckten Befehls
verwandeln Sie Word in eine Rechenmaschine.
Der schnelle
Zugriff auf die vier Grundrechenarten ist auch in einer
Textverarbeitung hilfreich, denn Sie sparen sich damit das
Umschalten auf ein Taschenrechnerprogramm. Um Berechnungen direkt
im Word-Dokument vorzunehmen, machen Sie zunächst den
zuständigen Befehl verfügbar. Benutzen Sie dazu den
Menüpunkt Extras/Anpassen, und aktivieren Sie das Register
Befehle. Hier wählen Sie die Kategorie Alle Befehle aus, und
ziehen aus der Liste im rechten Fenster den Eintrag
ExtrasBerechnen auf eine Symbolleiste.
Falls Sie ein Icon
zuordnen möchten, klicken Sie die neue Schaltfläche mit
der rechten Maustaste an und öffnen das Menü
Schaltflächensymbol ändern. Im Dialog finden Sie ein
Taschenrechnersymbol, das Sie per Mausklick zuweisen. Aktivieren
Sie im Kontextmenü die Option Standard, um den Text
auszublenden, und schließen Sie den Anpassen-Dialog.
Um
jetzt Berechnungen durchzuführen, markieren Sie die
gewünschte Eingabe (beispielsweise 5+6, 5*6 oder 5/6) im
Dokument und klicken auf die neue Schaltfläche. Das
Rechenergebnis erscheint für kurze Zeit in der Statuszeile.
Außerdem liegt es in der Zwischenablage vor, so daß
Sie das Resultat mit [Strg-V] an der Cursorposition einfügen
können.
Vertauschte Beschriftung
Beim Schutz Ihrer Dokumente können
Sie leicht einmal daneben liegen, denn die Optionen sind falsch
beschriftet.
Wollen Sie Ihre Word-Dokumente schützen, so
haben Sie zwei Verfahren zur Auswahl:
- Soll jeder den Text
lesen, aber nur Sie selbst verändern können, versetzen
Sie das Dokument mit der Option "Schreibzugriff aktivieren"
in diesen Zustand.
- Ist der Inhalt jedoch derart geheim, daß
niemand auch nur einen Blick darauf werfen soll, verstecken Sie
ihn über "Lese- und Schreibschutz aktivieren".
So
wäre es logisch. Doch die Realität sieht anders aus! Im
Streß beim Wettlauf der Versionsnummern kann ein
Programmierer zu vorgerückter Stunde schon einmal eine
Zuordnung vertauschen. Und genau das ist bei den beiden genannten
Optionsbeschriftungen passiert. So ist der Schreib- in
Wirklichkeit der Leseschutz und umgekehrt. Oder ist das vielleicht
nach neuester MS-Norm ein weiterer Schutzmechanismus, der Hacker
verwirren soll?
Peter Giesa/ib
Alte Einträge übernehmen
So verwenden Sie alte
Benutzerwörterbücher für die Rechtschreibprüfung
unter MS Office 97.
Beim Umstieg von MS Office 95 auf 97 steht
Ihr altes Benutzerwörterbuch für die Rechtschreibprüfung
nicht mehr zur Verfügung. Um die alten Einträge weiter
zu nutzen, wählen Sie in Word den Befehl Extras/Optionen.
Dann aktivieren Sie das Register Rechtschreibung und Grammatik und
klicken auf Wörterbücher. Wenn hier eine zweite Version
der Datei benutzer.dic auftaucht, die in einem anderen Verzeichnis
gespeichert ist, aktivieren Sie diese.
Suchen Sie auf der
Festplatte zusätzlich nach weiteren Versionen dieser Datei.
Falls vorhanden, aktivieren Sie sie mit der Schaltfläche
Hinzufügen im Dialog Wörterbücher. Wenn Sie
anschließend mit zweifachem OK abschließen, kennt die
Rechtschreibprüfung wieder alle Begriffe aus Ihren älteren
WinWord-Versionen.
Die aktuellen Benutzerwörterbücher
finden Sie in der Windows-Registry im
Ordner
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Shared
Tools\Proofing Tools\Custom Dictionaries
Wenn Sie parallel mit
Word 95 und 97 arbeiten, stehen diese Daten beiden Programmen zur
Verfügung.
Ralph Kusterer/ib
Autokorrektur-Liste übernehmen
Mit etwas Handarbeit
können Sie Ihre alte Autokorrektur-Liste auch in MS Office 97
weiterverwenden.
Wenn Sie von MS Office 95 auf die Version 97
umsteigen, kann es vorkommen, daß die Autokorrektur-Einträge
nach dem Upgrade nicht mehr zur Verfügung stehen. Die
Autokorrektur-Listen sind im Windows-Verzeichnis mit der Endung
.acl gespeichert. Die Dateien msoffice.acl (für die 95er
Version) und mso97.acl (für die 97er) enthalten die
vordefinierten Korrektureinträge und werden nicht mehr
geändert.
Zusätzlich legt MS Office für jeden
Anwender eine beliebig erweiterbare Arbeitsdatei für die
Autokorrektur-Liste an, in der die vordefinierten Einträge
enthalten sind. Bei Einzelplatzrechnern heißen diese Dateien
user000.acl (für Office 95) und user.acl (für Office
97). Wenn Sie in einem Netzwerk arbeiten, werden diese
Arbeitslisten mit Ihrem User-Namen geführt, also
beispielsweise Frank000.acl oder Frank.acl.
Um alte
Korrekturlisten unter MS Office 97 weiter zu nutzen, erstellen Sie
Sicherheitskopien der beiden acl-Dateien mit der Endung ac$. Dann
kopieren Sie die alte Liste user000.acl und geben als Ziel den
Namen der neuen Liste an, also user.acl. Netzwerk-Anwender
verfahren entsprechend mit den acl-Dateien, die ihren User-Namen
tragen. Beim nächsten Start ist die alte Korrekturliste auch
in WinWord 97 verfügbar.
Wie die aktuelle Korrekturliste
für MS Office 97 heißen muß, können Sie auch
in der Windows-Registry nachschauen, und zwar im
Ordner
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\8.0\Common\AutoCorrect
Ralph
Kusterer/ib
Dokumente mit Funktion
Word-Dokumente sind nicht nur dumme
Texte, sondern können auch eine eigene Logik enthalten.
In
Word 97 lassen sich Makros statt in einer Vorlage wie
beispielsweise der normal.dot auch in einem einfachen Dokument
speichern. Dies bedeutet, daß nur dieses Dokument über
die entsprechende Makrofunktion verfügt. Dieses Verfahren ist
natürlich nur in ganz speziellen Fällen sinnvoll. So
etwa, wenn Sie ein Dokument weitergeben und direkt gewisse
Funktionalitäten einbauen wollen. Dazu ist auch eine
Dokumentenautomation notwendig, mit deren Hilfe der Anwender das
Makro einfach ausführen kann.
Über eine Feldfunktion
realisieren Sie dieses Vorhaben und erhalten eine komfortable
Kommunikationsmöglichkeit mit dem späteren Bearbeiter.
Dazu benötigen Sie zunächst ein Makro. Wir verwenden
hier exemplarisch ein VBA-Modul, das dem Anwender alle
Dokumenteninformationen in einem Meldedialog anzeigt.
Wählen
Sie den Menüpunkt Extras/Makro/Makros. In der Drop-Down-Liste
Makros in wählen Sie als nächstes Ihr Dokument. Geben
Sie dann als Namen des Makros DokInfo ein, und klicken Sie auf
Erstellen. Im Editor geben Sie dann den Code
Sub DokInfo()
Dim
seiten%, Wörter&, Zeichen&
Dim Absätze&,
Zeilen&, Bytes&
Dim cr$, tb$, prompt$
With
ActiveDocument
seiten = .BuiltInDocumentProperties
(wdPropertyPages)
Wörter = .BuiltInDocumentProperties
(wdPropertyWords)
Zeichen = .BuiltInDocumentProperties
(wdPropertyCharacters)
Absätze =
.BuiltInDocumentProperties (wdPropertyParas)
Zeilen =
.BuiltInDocumentProperties (wdPropertyLines)
Bytes =
.BuiltInDocumentProperties (wdPropertyBytes)
End With
cr =
Chr(13) & Chr(10)
tb = Chr(9)
prompt = "Seiten:"
& tb & Str(seiten) & cr & "Wörter:"
& tb & Str(Wörter) & cr & "Zeichen:"
& tb & Str(Zeichen) & cr & "Absätze:"
& tb & Str(Absätze) & cr & "Zeilen:"
& tb & Str(Zeilen) & cr & "Bytes:" &
tb & Str(Bytes) & cr
MsgBox prompt, vbOKOnly,
"DokInfo.."
End Sub
ein. Um das Makro aus dem
Dokument heraus direkt aufzurufen, wechseln Sie wieder zu Word.
Öffnen Sie dann über Einfügen/Feld aus der
Kategorie Dokument-Automation den Eintrag Makroschaltfläche.
Bevor Sie diese Schaltfläche mit OK einfügen, erweitern
Sie das Textfeld unter den Listen wie folgt:
MakroSchaltfläche
DokInfo Für Info hier doppelklicken
Zwar sieht die
Anweisung Für Info hier doppelklicken aus wie ganz normaler
Text, wenn Sie darauf einen Doppelklick ausführen, erscheint
jedoch die zuvor programmierte Infobox.
Gerhard Frey/ib
Eselsohren für Word-Texte
Ob per Menü oder mit
einem Makro: So finden Sie sofort wieder die Stelle, an der Sie
zuletzt waren.
Wenn Sie ein Buch vor dem Einschlafen beiseite
legen, markieren Sie die aktuelle Seite mit einem Eselsohr oder
einem ähnlichen Lesezeichen. Nur Ihre Word-Texte blättern
Sie immer wieder von Anfang an durch, bis Sie an der gewünschten
Stelle sind. Das muß nicht sein: Mit Hilfe von Textmarken
setzen Sie beliebige Lesezeichen und spüren diese im
Handumdrehen wieder auf.
Um einen solchen digitalen Merker zu
setzen, öffnen Sie über
Einfügen/Textmarke
den
gleichnamigen Dialog, geben einen beliebigen Namen ein und fügen
ihn per Schaltfläche hinzu. Über [Strg-G] gelangen Sie
dann jederzeit zu der gemerkten Textstelle.
Noch schneller geht
es über zwei Mini-Makros. Geben Sie diese ein, verknüpfen
Sie sie mit zwei Schaltflächen, und schon ersparen Sie sich
unnötiges Blättern.
Sub LZSetzen()
' Setzt ein
Lesezeichen im aktuellen Text
With ActiveDocument.Bookmarks.Add
Range:=Selection.Range, Name:="Lesezeichen"
End
With
End Sub
Sub LZGeheZu()
' Setzt den Textcursor auf
das Lesezeichen im aktuellen
Text
Selection.GoToWhat:=wdGoToBookmark,
Name:="Lesezeichen"
End Sub
Ib
Falsches Seitenlayout beim Drucken
Beim Drucken auf
Tintenstrahl- oder Laserdruckern muß das Papierformat in
Word mit dem eingelegten Papier übereinstimmen. Während
die meisten Tintenstrahler "falsche" Papiergrößen
ignorieren, erkennen Laserdrucker diese und geben im
Druckerdisplay Meldungen aus wie
PC Load Letter
PK Laden
Das
ist immer ein Hinweis darauf, q daß in Word bei
Datei -
Seite einrichten
auf der Registerkarte [Papierformat] im
gleichnamigen Drop-down-Listenfeld kein A4-Format ausgewählt
ist. Das falsche Format ist typischerweise dann eingestellt, wenn
Sie internationale (Shareware-)Vorlagen einsetzen oder
Word-Dokumente (Beschreibungen, Readme-Dateien) aus den USA
erhalten.
In Word 97 gibt es im Menü
Extras -
Optionen
auf der Registerkarte [Drucken] erstmals das
Kontrollkästchen
Anpassen auf A4/US Letter
Ist die
Option aktiv, paßt Word Ihr bei den Seiteneinstellungen
gewähltes Papierformat automatisch dem Format an, das in der
aktuellen Druckereinstellung hinterlegt ist. Die Fehlermeldungen
am Drucker treten somit nicht mehr auf.
Das Ganze hat jedoch
einen Nachteil: War die Seitenformatierung beispielsweise auf das
US-Letter-Format eingestellt, so wird aufgrund der
unterschiedlichen Seitengröße (21,59 cm x 27,94 cm
anstelle von 21 cm x 29,7 cm) unter Umständen Text
abgeschnitten. Die Word-Automatik sorgt für einen
reibungslosen Ausdruck, und Sie merken unter Umständen erst
im nachhinein, daß auf Ihrem Text wichtige Informationen
fehlen.
Grafikübersicht auf Knopfdruck
So erstellen Sie in Word
eine Grafikübersicht, die Ihre Cliparts ordentlich
präsentiert.
Da hat man mit allen möglichen Grafik-
und Office-Paketen, Shareware-CDs und aus dem Internet Tausende
und Abertausende kleiner und großer Grafiken und Bilder. Die
meisten dienen nur als Staubfänger auf der Festplatte, weil
Ihr Auge sie niemals erblickt.
Hier will unser VBA-Makro für
Word 97 Abhilfe schaffen. Das Makro (Listing in Databox 2/98)
durchsucht ein vorgegebenes Verzeichnis und listet alle
enthaltenen Grafiken auf. Über Kontrollkästchen und
Optionsfelder bestimmen Sie über die Erweiterung die
gewünschten Grafikarten und über die Anzahl der Spalten
die Größe der einzelnen Cliparts.
Starten Sie
zunächst über [Alt-F11] oder den Menübefehl
Extras/Makro/Visual Basic Editor die Entwicklungsumgebung. Fügen
Sie dann ein neues Formular über Einfügen/UserForm ein.
Ordnen Sie gemäß der Abbildung die Kontrollkästchen,
Optionsfelder und Befehlsschaltflächen an, und beschriften
Sie sie über deren Caption-Eigenschaft im
Eigenschaftenfenster am linken Bildschirmrand. Verwenden Sie genau
die vorgegebene Beschriftung, denn im Code greifen Sie auf diesen
Text zu.
Führen Sie anschließend einen Doppelklick
auf dem Formular aus, erscheint der Editor, in dem Sie den
Programmcode aus dem Listing eingeben.
Nun gilt es noch, das
Formular über einen Menübefehl oder eine
Symbolschaltfläche in Word zugänglich zu machen. Dazu
erstellen Sie ein Makro und geben ihm etwa den Namen
GrafikÜbersicht. Es enthält nur den Befehl
UserForm1.Show. Dabei bezieht sich UserForm1 auf den Namen des
Formulars. Haben Sie dessen Name-Eigenschaft beispielsweise in
GÜDialog geändert, lautet der Aufruf GRDialog.Show.
Dieses Makro finden Sie dann in der Liste der Makros, wenn Sie mit
Extras/Anpassen Befehle oder Makros in Ihrem individuellen Menü
oder Ihrer Symbolleiste einfügen wollen.
Der Dialog selbst
belegt zunächst den Pfadnamen mit dem des aktuellen Dokuments
und durchsucht dann das Verzeichnis nach den verschiedenen
Grafikformaten. Findet die Routine TIF- und GIF-Dateien, markiert
es die entsprechenden Kontrollkästchen. Klicken Sie auf die
Schaltfläche OK, erstellt die Routine ein neues Dokument,
teilt es gemäß Ihren Angaben in Spalten ein und fügt
anschließend die Grafiken ein. Diese wiederum nutzen den
verfügbaren Spaltenplatz optimal. Je mehr Spalten Sie also
verwenden, desto kleiner erscheinen die Bilder.
Kurt Meyers/ib
Grammatik überprüfen
Neu in Word 97 ist auch die
deutsche Grammatikprüfung. Schalten Sie im Reiter Extras -
Optionen - Rechtschreibung und Grammatik
"Grammatik
während der Eingabe überprüfen" ein. Beim
Schreiben bemerken Sie dann hin und wieder einen grün
unterkringelten Satz. Klicken Sie mit der rechten Maustaste
darauf. Im Beispiel ist angemahnt, daß ein Dokument alle
Verzeichnisse erklärt. Über den Grammatik-Befehl
erhalten Sie Zutritt zum Grammatik-Dialog, der mit Ihnen durch die
monierten Passagen Ihres Textes geht.
Sie können im
erwähnten Optionen-Reiter auch den Schreibstil einstellen:
etwa wissenschaftlich/technisch oder persönlich.
Hyperlinks auf Dokumentstellen
Querverweise nutzen Sie auch,
um auf bestimmte Stellen innerhalb eines Dokuments zu
verweisen.
Mit Hilfe der Hyperlinks setzen Sie nicht nur
Querverweise auf andere Dokumente. Auch Sprungmarken zu beliebigen
Textstellen innerhalb eines Dokuments realisieren Sie
damit.
Voraussetzung ist, daß Sie im Zieldokument die
gewünschten Abschnitte mit Textmarken markiert haben.
Verwenden Sie dazu den Befehl Einfügen/Textmarke.
Anschließend benutzen Sie im Hauptdokument die Schaltfläche
Hyperlink einfügen und wählen im oberen Feld über
die Durchsuchen-Schaltfläche die Zieldatei aus. Dann klicken
Sie neben dem unteren Feld Name einer Stelle in der Datei
ebenfalls auf Durchsuchen. Im Dialog wählen Sie die
gewünschte Textmarke aus und schließen mit doppeltem OK
ab. Im Text brauchen Sie nur noch den Hyperlink zu markieren und
die gewünschte Beschreibung einzugeben.
Ralph Kusterer/ib
Informationsverwaltung mit Hyperlinks
So verknüpfen Sie
die unterschiedlichsten Dokumente auf Ihrer Festplatte
miteinander.
Das neue WinWord 97 unterstützt HTML und
damit Hyperlinks, wodurch sich Ihnen ganz neue Verfahren der
hierarchischen Informationsverwaltung bieten. So können Sie
ein Hauptdokument zu einem bestimmten Thema einrichten und hier
Links auf thematisch verwandte Dokumente auf Ihrer Festplatte
anlegen, so daß Ihnen die gewünschten
Zusatzinformationen per Mausklick zur Verfügung stehen.
Legen
Sie zunächst das Hauptdokument an. Um an der Cursorposition
einen Link auf eine Datei einzufügen, klicken Sie auf die
Schaltfläche Hyperlink einfügen. Falls eine
entsprechende Abfrage erscheint, speichern Sie das Hauptdokument.
Im Dialog klicken Sie dann neben dem Feld Verknüpfung zu
Datei oder URL auf Durchsuchen und öffnen die gewünschte
Datei.
Mit OK legen Sie den Hyperlink an. Dieser enthält
standardmäßig den Dateipfad. Um den Hyperlink
umzubenennen, markieren Sie ihn und geben die gewünschte
Bezeichnung ein (etwa ein zum Inhalt des Zieldokuments passendes
Stichwort). Mit einem Klick auf den Verweis öffnet Word
automatisch das Dokument. Mit der Taste Zurück in der
Web-Symbolleiste aktivieren Sie wieder das Hauptdokument. Auf
diese Weise bauen Sie sich ein System von Hauptdokumenten zur
effektiven Informationsverwaltung auf.
Ralph Kusterer/ib
Links- und rechtsbündig ausrichten
Das Makro LiReBounds
hilft Ihnen, in einem Absatz Textpassagen links- und rechtsbündig
auszurichten.
Im Lauf der Zeit entwickelt jeder aufmerksame
Benutzer einer Textverarbeitung ein Gespür für eine
harmonische Seitengestaltung. So sieht es immer gut aus, die
vorhandene Seitenbreite ganz auszunutzen, indem der Text
gleichmäßig verteilt wird. Dies stellt bei der
Formatierung ganzer Absätze kein Problem dar, wohl aber
innerhalb einer einzelnen Zeile. Wollen Sie also zum Beispiel im
Briefkopf Ihren Namen linksbündig, das Datum auf gleicher
Höhe aber an der rechten Seite plazieren, läßt Sie
Word zunächst einmal im Stich.
Mit der Tabellenfunktion
beseitigen Sie dieses Manko. Dazu erstellen Sie eine Tabelle mit
einer Zeile und zwei Spalten quer über die ganze Seite. Nun
tragen Sie in der linken Zelle den Namen und in der rechten das
Datum ein. Da die Ausrichtung standardmäßig linksbündig
ist, müssen Sie zudem die Zelle mit dem Datum rechtsbündig
formatieren.
Doch das ist zu umständlich. Daher haben wir
diese Routinearbeit einem Makro übertragen. Haben Sie es in
den VBA-Editor von Word 97 eingetippt, brauchen Sie nur noch die
beiden Textteile, getrennt durch das Zeichen "#",
einzugeben, etwa
Harry Hirsch#München, den 6.6.97
und
die VBA-Routine LiReBound (Listing in Databox 8/97) zu starten.
Die Einfügemarke muß in dieser Zeile stehen, wenn Sie
das Makro starten. Alles weitere erledigt das Makro für Sie.
Am schnellsten geht es, wenn Sie dafür ein eigenes Icon in
einer Symbolleiste einrichten.
Gerhard Frey/ib
Mehrere Versionen speichern
Word 97 enthält eine
Option, die Lotus 1-2-3 schon vor Jahren in die Standard-Software
eingeführt hat: das sogenannte "Versioning". Wenn
Sie vormals den Urtext behalten wollten, mußten Sie mit
"Speichern unter" eine Kopie der Datei unter einem neuen
Namen anlegen. Für anschließend vorgenommene Änderungen
- wiederum als Extrafassung gespeichert - war die gleiche Prozedur
vonnöten.
In Word 97 lassen sich nun über
Datei -
Version
mehrere Versionen eines Textes speichern. Den Zeitpunkt
wählen Sie selbst: manuell bei "Jetzt speichern"
oder automatisch, wenn Sie das Dokument schließen. Das
Verfahren spart Festplattenplatz, da es nur die Unterschiede
zwischen den einzelnen Fassungen speichert und nicht jeweils den
vollständigen Text. Das hat zur Folge, daß Sie ältere
Dokumentversionen nicht ändern können.
Um auf den
Textstand zuzugreifen, müssen Sie ihn als eigenes Fenster im
Versions-Dialog öffnen und dann wie gewohnt mit "Speichern
unter" als neue Datei anlegen. Mit den beiden Fenstern können
Sie die Texte miteinander vergleichen.
Soll Word 97 das
übernehmen, benötigt es die ältere Version zunächst
als neue gespeicherte Datei. Verwenden Sie den Menübefehl
Extras
- Änderungen verfolgen - Dokumente vergleichen
Die
dazugehörigen Eigenschaften können Sie auf der
Registerkarte [Überarbeiten] einstellen: unter
Extras -
Optionen
Performance sparen
Word 97 bietet in puncto
Zeichenformatierung eine ganze Palette an Erweiterungen. Neben der
Formatierung "Schattiert" oder "Gravur" finden
Sie im Menü
Format - Zeichen
auch die Registerkarte
[Animation] mit einer Liste von Animations-Effekten. Weisen Sie
beispielsweise einem Wort die Animation "Blinkender
Hintergrund" zu, wechselt die Hintergrundfarbe des Wortes
ständig zwischen Weiß und Schwarz.
So interessant
die Animation etwa zur Erinnerung an notwendige Korrekturen oder
als zusätzlicher Hinweis zum Ausfüllen eines Formulars
ist, so geht sie deutlich auf Kosten der Arbeitsgeschwindigkeit.
Sofern Sie nicht über einen sehr schnellen PC (Pentium 166
und höher) und genügend Speicher (32 MByte und mehr)
verfügen, sollten Sie alle Animationen mit einem Schlag
ausschalten. Wechseln Sie dazu in
Extras - Optionen
auf die
Registerkarte [Ansicht]. Schalten Sie dort das
Kontrollkästchen
Animierter Text
aus, setzt Word
sämtliche Animationen in Ruheposition. Das Programm speichert
diese Einstellung. Die Animationen erscheinen erst wieder, wenn
Sie das Kontrollkästchen markieren.
Schwarze Liste
Verbessern Sie Ihren Schreibstil mit Hilfe
einer Ausschlußliste für die Rechtschreibprüfung.
Word
enthält die wenig bekannte Option, eine Ausschlußliste
für die Rechtschreibprüfung anzulegen. Die
Rechtschreibprüfung moniert dann automatisch alle in dieser
Liste enthaltenen Begriffe. Mit dieser Option können Sie
Ihren Schreibstil verbessern. So vermeiden Sie es, stilistisch
unschöne Begriffe wie "beinhalten" oder
"ermöglichen" zu verwenden, wenn diese in die
Ausschlußliste eingetragen sind.
Außerdem kommen
Sie Tippfehlern auf die Spur, die normalerweise nicht erkannt
werden. Ein Beispiel: Durch einen Buchstabendreher wird aus dem
Wort "Weise" der im entsprechenden Kontext unpassende
Begriff "Wiese". Wenn Sie "Wiese" in die
Ausschlußliste eintragen, macht Sie die Rechtschreibprüfung
jedesmal auf dieses falsche Wort aufmerksam - allerdings auch,
wenn das saftige Grün paßt.
Die entsprechende Liste
muß als unformatierter ANSI-Text im gleichen Verzeichnis
gespeichert werden, in dem sich die Daten der Rechtschreibprüfung
befinden. Der Dateiname der Ausschlußliste ist im vorderen
Teil identisch mit der entsprechenden Wörterbuchdatei,
enthält aber die abweichende Endung exc.
Sie können
diese Liste direkt in Word anlegen: Tragen Sie in ein leeres
Dokument alle unerwünschten Begriffe zeilenweise
untereinander ein, wählen Sie Datei/Speichern unter, und
wechseln Sie in das Unterverzeichnis Programme/ Gemeinsame
Dateien/Microsoft Shared/Proof. Stellen Sie als Dateityp Nur Text
ein, vergeben Sie den Dateinamen mssp2_ge, und speichern Sie die
Datei. Anschließend ändern Sie mit dem Windows-Explorer
die Endung txt in exc, so daß die Datei den Namen
mssp2_ge.exc erhält. Entsprechend legen Sie eine
englischsprachige Ausschlußliste mit dem Dateinamen
mssp2_en.exc an.
Nach einem Neustart von Word moniert die
Rechtschreibprüfung alle erfaßten Begriffe. Die
entsprechende Datei können Sie jederzeit erweitern und
bearbeiten.
Ralph Kusterer/ib
Tabellen radieren
Mit dem Radiergummi-Werkzeug führen
Sie auf einfache Weise Zellen in einer Tabelle zusammen.
Wenn
Sie mit eingebundenen Tabellen in Word-Dokumenten arbeiten, steht
Ihnen auf der Symbolleiste Tabellen und Rahmen ein
Radiergummi-Werkzeug zur Verfügung. Es dient dazu, Zellen
zusammenzuführen.
Aktivieren Sie den Radiergummi, und
ziehen Sie ihn über die entsprechende Zellbegrenzungslinie.
Word entfernt sie und führt die Inhalte aller angrenzenden
Zellen in einer Zelle zusammen. Auf diese Weise passen Sie die
Struktur von Tabellen mit der Maus individuell an.
Ralph
Kusterer/ib
Text um Grafik fließen lassen
Ihr Text soll Ihre
Grafik optimal umfließen - und nicht das Rechteck, in dem
die Grafik positioniert ist? Dann rufen Sie bei aktivierter Grafik
(sonst erscheint die Registerkarte nicht) das Menü
Format
- Rahmen und Schattierung
auf und wählen auf der
Registerkarte [Textfluß] die Kontur-Option.
Beachten Sie,
daß sich auf der Registerkarte bei einer Kontur-Grafik nur
der rechte und linke Abstand zwischen Text und Grafik festlegen
läßt. Den oberen und unteren Abstand müssen Sie
entweder durch angepaßte Zeilen- und Absatzabstände
oder durch eine geschickte Grafikauswahl anpassen.
Textumlauf bei Objekten einstellen
Die Anzahl der
Variationen, wie Text um Objekte herumläuft, ist in der 97er
Version erheblich erweitert.
Die Gestaltung des Textflusses um
eingefügte Objekte ist unter WinWord 97 stark vereinfacht
worden. Zusätzliche Positionsrahmen sind nun nicht mehr
nötig. Sie klicken einfach mit der rechten Maustaste auf das
gewünschte Objekt und wählen AutoForm formatieren.
Im
Register Textfluß des Dialogs stellen Sie nun das gewünschte
Verfahren ein. Dabei stehen neben dem normalen Textumfluß
auch der Konturfluß, bei dem der Text in "offene"
Teile des Objekts "hineinfließt", sowie die Option
Transparent zur Auswahl. Zusätzlich legen Sie bei Bedarf für
jede Umbruchart fest, auf welchen Seiten der Text fließen
soll.
Ralph Kusterer/ib
Über 360 Schaltflächensymbole
Das Makro IconMaster
der Ausgabe 3/97 feiert ein Comeback.
Bereits in unserer
März-Ausgabe (Seite 196) haben wir Ihnen ein Makro für
Word 6/7 zur Verfügung gestellt, mit dem Sie statt der 37
Standardgrafiken für eigene Symbolschaltflächen über
360 zur Auswahl haben. Word 8 setzt die Makrosprache älterer
Dokumentvorlagen in die Syntax von Visual Basic für
Applikationen um. Direkt eingeben können Sie diese Makros
jedoch nicht. Daher hat Ulrich Kulemann den Code neu geschrieben
und optimiert (Listing in Databox 8/97).
Die VBA-Routine
IconMaster stellt alle verfügbaren Grafiken als separate
Symbolleiste zur Verfügung. Beim ersten Aufruf legt das Makro
die Symbolleiste "Schaltflächensymbole" an und
füllt sie mit allen vorhandenen Icons. Dieser einmalige
Vorgang erfordert einige Sekunden Geduld. Existiert die
Symbolleiste, macht die Routine sie sichtbar.
Wie aber
verbinden Sie diese neu gewonnenen Symbole mit Ihren eigenen
Makros? Starten Sie zunächst über das Makro "IconMaster"
die Symbolleiste "Schaltflächensymbole". Danach
verknüpfen Sie wie gewohnt ein beliebiges Makro mit einem der
vorgegebenen Symbole. Klicken Sie bei geöffnetem Dialog
"Anpassen" mit der rechten Maustaste auf das von Ihnen
favorisierte Symbolbild der neuen Leiste. Wählen Sie den
Menüpunkt
Kontext - Schaltflächensymbol
kopieren
Genauso aktivieren Sie danach das Kontext-Menü
über dem provisorischen Symbolbild Ihrer neuen Schaltfläche
und wählen hier
Schaltflächensymbol einfügen
Ulrich
Kulemann/ib
Viren filtern
Makroviren sind eine Gefahr, wenn Sie
Dokumente aus dubiosen Quellen (etwa dem Internet) öffnen.
Dagegen können Sie sich nun schützen: mit der markierten
Option "Makrovirus-Schutz" im Reiter
Extras -
Optionen - Allgemein
Sobald Sie das nächste Mal ein
Dokument (mit Makros) oder eine Vorlage öffnen, warnt Sie
Word 97.
Word als Browser
Wenn Sie in der Standard-Symbolleiste von
Word die Web-Symbolleiste anklicken, erscheinen alle zum Browsen
im Internet/Intranet notwendigen Symbole. Geben Sie dort eine
Internet/Intranet-URL ein, öffnet Word automatisch den
Internet Explorer und lädt die entsprechende Web-Seite.
Schließen Sie den Explorer und kehren zu Word zurück,
beendet Word das Internet-Dokument ebenfalls.
Um direkt in Word
zu browsen, hilft folgender Trick: Öffnen Sie mit
Datei -
Öffnen
eine HTML-Datei, die bei Ihnen in einem lokalen
Ordner gespeichert ist. Sobald die Datei geladen ist, geben Sie
die gewünschte Internet/Intranet-URL in der Web-Symbolleiste
an. Jetzt lädt Word die Web-Seite ohne den zusätzliche
Aufruf des Internet Explorer. Wenngleich sich die Darstellung
einzelner Web-Seiten in Word von der Anzeige im Explorer
unterscheiden können (Elemente sind verschoben, Tabellen
etwas schmäler), sind sämtliche Hyperlinks aktiv und
laden mit einem Klick die nächste Web-Seite in Word.
Zerstörte Texte
Ändern Sie die Formatvorlage für
MS-DOS-Texte, zerschießt Word 97 Ihre Texte.
Wie bei
allen neuen Versionen von Microsoft Office sind auch beim jüngsten
Sproß des Software-Magnaten wieder einmal einige Käfer
unterwegs, die ihr Unwesen treiben. Diesmal war unsere Redaktion
selbst betroffen.
Seit jeher verwenden wir aus
Kompatibilitätsgründen das reine MS-DOS-Textformat
(ASCII) für den Datenaustausch mit unserem Layout. Für
solche Texte bietet Word 97 die Formatvorlage "Nur Text"
an. Als Schrift ist hier standardmäßig die
nicht-proportionale Courier New vorgegeben. Gefällt Ihnen
dieser Font nicht, so ändern Sie ihn über
Format -
Vorlage bearbeiten - Bearbeiten
beispielsweise in Arial und
verknüpfen ihn über die Schaltfläche [Zuweisen] mit
Ihrem Text.
Soweit funktioniert alles bestens. Speichern Sie
nun Ihren Text als MS-DOS-Text, so gibt es beim nächsten
Dateiaufruf ein böses Erwachen: Word hat in Ihr Dokument
Steuerinformationen eingefügt und damit sogar Ihren
eigentlichen Text zerstört.
Bei Microsoft konnte man nach
einer Prüfung diesen Bug bestätigen. Wir hoffen, daß
wir Ihnen bis zur nächsten Ausgabe ein Workaround anbieten
können.
Hilmar Schepp/Tom Rathert/ib
Dateipfad anzeigen
Ein Makro zeigt Ihnen den kompletten
Pfad des aktuellen Dokuments an.
Wenn Sie öfters mit
Dokumenten arbeiten, die sich nicht in der Standardablage Eigene
Dateien befinden, ist es hilfreich, den kompletten Pfad der
aktuellen Datei zu kennen. Leider zeigt Word in der Titelleiste
nur den Dateinamen an. Das folgende Makro gibt den kompletten Pfad
des aktuell geöffneten Dokuments in einer Hinweisbox aus.
Zusätzlich zeigt der Dialog das aktuelle Dokumentverzeichnis
an. Somit sind Sie immer informiert, aus welchem Verzeichnis die
zuletzt geöffnete doc-Datei stammt.
Sub DocPathInfo()
Dim
Meldg1, Meldg2, ActDoc, Act-Dir
Meldg1 = _ "Pfad des
aktuellen Doku-ments: "
Meldg2 = _ "Aktuelles
Dokumentverzeichnis: "
ActDoc =
ActiveDocument.FullName
ActDir = CurDir
MsgBox Meldg1 +
ActDoc + (Chr(13)) _ + Meldg2 + ActDir
End Sub
Um das Makro
anzulegen, benutzen Sie den Befehl Extras/Makro/Makros. Geben Sie
im Dialog als Makroname DocPathInfo ein, und klicken Sie auf
Erstellen. Fügen Sie das Listing im Fenster NORMAL/NewMacros
(Code) des VBA-Editors ein, und speichern Sie es. Damit das Makro
schneller zur Verfügung steht, verknüpfen Sie es mit dem
Word-Befehl Extras/Anpassen mit einer Schaltfläche, einer
Tastenkombination oder einem Menübefehl.
Fülltext auf Knopfdruck
Ganz ohne Tipparbeit füllen
Sie Ihr Dokument mit Blindtext.
Blindtext nennt man Passagen,
bei denen es mehr auf die Form als auf den Inhalt ankommt. Wenn
Sie schnell einen Beispieltext für Demonstrations-oder
Testzwecke benötigen, nutzen Sie ein eingebautes Gimmick von
Word 97. Geben Sie dazu an der gewünschten Stelle im Dokument
=RAND() ein, und drücken Sie die Taste [Enter]. Word fügt
nun insgesamt fünfzehnmal den Satz
Franz jagt im komplett
verwahrlosten Taxi quer durch Bayern.
ein. Der Beispieltext
besteht aus drei Absätzen zu je fünf Sätzen. So
erhalten Sie schnell eine Textpassage, die sich ideal als
Füllstoff für Layouts oder zum Ausprobieren von
Formatierungen verwenden läßt.
Bug im Optionen-Dialog
Ein fehlerhafter Registry-Eintrag
verursacht leere Register im Optionen-Dialog. So beseitigen Sie
den Fehler.
Unter Word 97 kann es vorkommen, daß
einzelne Registerkarten im Dialog Extras/Optionen plötzlich
leer sind, beispielsweise die Register Überarbeiten oder
Bearbeiten. Ursache für diesen Bug ist ein defekter Eintrag
in der Windows Registry. So beseitigen Sie diesen Fehler: Legen
Sie eine Sicherheitskopie der Dateien system. dat und user.dat im
Windows-Verzeichnis an. Geben Sie im Dialog Start/Ausführen
den Befehl
C:\regedit
ein. Im Registriereditor öffnen
Sie den
Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER/Software/Microsoft/Office/8.0/Word/Data
Löschen Sie im linken Fenster den Ordner Data mit [Entf].
Anschließend starten Sie Word, wobei die gelöschten
Einträge automatisch neu erstellt werden. Jetzt erscheinen
wieder alle Register lückenlos im Dialog Extras/Optionen.
Mehr Grafikpower
Verwenden Sie den MS Photo Editor von der
Office-97-CD zur besseren Bildbearbeitung in Word.
Fotos
verschönern Ihre Dokumente. Wenn Sie öfters
Pixelgrafiken in Ihre Dokumente einbinden, setzen Sie anstelle des
eingebauten Grafikeditors besser den MS Photo Editor ein. Er
stellt Ihnen zusätzliche Funktionen zur Verfügung,
beispielsweise eine Vielzahl von Effektfiltern. Mit dem
Setup-Programm installieren Sie das Programm von der Office-97-CD.
Ist dies erledigt, benutzen Sie den Word-Befehl Extras/Optionen
und aktivieren das Register Bearbeiten. Im Listenfeld Bild-Editor
wählen Sie die Option Microsoft Photo-Editor 3.0 Photo und
schließen mit OK ab. Von nun an erscheint der Photo Editor,
wenn Sie auf eine Pixelgrafik in einem Word-Dokument doppelt
klicken. Dies gilt allerdings nur für neu angelegte Dokumente
mit eingebundenen Bildern, die noch nicht mit dem internen
Bildeditor von Word bearbeitet wurden.
Letztes Dokument beim Programmstart
Mit einem kleinen Makro
und einer Startoption laden Sie das zuletzt bearbeitete Dokument.
Jedesmal, wenn Word startet, zeigt es ein leeres Dokument an.
Wenn Sie viele Briefe schreiben und in der Vorlage normal. dot
Ihren Briefkopf abgelegt haben, ist dies sinnvoll. Sind Sie es
allerdings gewohnt, an der Stelle weiterzuarbeiten, an der Sie
beim letzten Mal aufgehört haben, hilft unser kleines Makro
weiter. Wählen Sie Extras/Makro/Makros, dort als Bezeichnung
LoadLast, und ergänzen Sie den Basic-Code über die
Erstelle-Schaltfläche wie folgt:
Sub
LoadLast()
RecentFiles(1).Open
End Sub
Dadurch wird der
erste Eintrag der zuletzt bearbeiteten Dokumente im Datei-Menü
geladen. Damit dieses Makro bei jedem Start ausgeführt wird,
müssen Sie dessen Namen übergeben, wenn Sie Word als
Parameter aufrufen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf
den Word-Link, und wählen Sie den Menüpunkt
Eigenschaften. Ergänzen Sie im Feld Ziel hinter winword.exe
die Zeichenkette /Mloadlast.
Soll der Cursor an die Stelle
springen, an der Sie aufgehört haben, fügen Sie hinter
der Open-Anweisung den Befehl Application.GoBack in einer neuen
Zeile ein.
Shortcut vergeben
Wenn Sie lieber mit der Tastatur als mit
der Maus arbeiten, ordnen Sie jedem Makro ein Tastaturkürzel
zu.
Eine Tastenkombination ersetzt viele Mausklicks. Das
Tastaturkürzel (Shortcut) weisen Sie dem Makro in der
Anpassen-Dialogbox zu. Diese öffnen Sie, indem Sie mit der
rechten Maustaste auf eine beliebige Symbolleiste klicken und
Anpassen wählen oder durch den Aufruf von
Ansicht/Symbolleisten/Anpassen. Rufen Sie die Registerkarte
Befehle auf, und klicken Sie auf die Schaltfläche Tastatur.
In der neuen Dialogbox sind die Befehle nach Kategorien geordnet.
Unter Makros finden Sie Ihre programmierten Hilfen. Markieren Sie
Ihr Makro, und setzen Sie den Cursor per Mausklick oder durch
einen Druck auf die [Tab]-Taste in das Feld Neuen Shortcut
drücken:. Drücken Sie die gewünschte
Tastaturkombination. Unter dem Kürzel zeigt Word, ob die
gewählte Kombination schon einem anderen Befehl zugeordnet
ist. Probieren Sie so lange, bis Sie ein unbenutztes
Tastaturkürzel finden, oder löschen Sie das
entsprechende Kürzel des anderen Befehls.
Icon zuordnen
Mit der Maus starten Sie ein Makro am
schnellsten mit einem Icon in einer Symbolleiste.
Makros sind
dann am effektivsten, wenn man sie blitzschnell starten kann. Dies
erreichen Sie etwa, indem Sie jedem Makro eine eigene Schaltfläche
in einer ständig sichtbaren Symbolleiste zuordnen. Dann
genügt ein Mausklick, und Ihr Makro verrichtet seine Arbeit.
Öffnen Sie das Menü Extras/Anpassen. In der
Registerkarte Befehle wählen Sie im linken Listenfeld
Kategorie den Eintrag Makros. Aus dem rechten Listenfeld Befehle
ziehen Sie mit der Maus die Makrobezeichnung in die gewünschte
Symbolleiste. Im Kontextmenü des neuen Buttons (Mausklick
rechts) können Sie dann solange das Anpassen-Dialogfenster
geöffnet ist Änderungen vornehmen: etwa Text und Symbol
für den neuen Button aussuchen oder Gruppenbegrenzungen
einrichten. Der Nachteil: Je größer die Zahl der
benötigten Makros, desto schneller sind Ihre Symbolleisten
verstopft.
Symbolleiste erzeugen
Verwenden Sie eine eigene
Symbolleiste, wenn Sie mehrere Makros als Icon benötigen.
Wenn Sie Ihre ständig sichtbaren Symbolleisten nicht mit
weiteren Symbolen belasten wollen, nehmen Sie eine eigene
Symbolleiste. Die können Sie frei beweglich oder fest
verankert auf dem Bildschirm plazieren. Der Vorteil liegt auf der
Hand: Sie holen Ihre Makro-Symbolleiste nur bei Bedarf in den
Vordergrund und halten dadurch die normalen Symbolleisten klein.
Um eine neue Symbolleiste herzustellen, öffnen Sie das Menü
Extras/Anpassen. In der Registerkarte Symbolleisten klicken Sie
den Button Neu an. Im Feld Name der Symbolleiste tragen Sie etwa
Makroleiste ein. Das Feld Symbolleiste verfügbar machen in
bestimmt die Datei, der die Symbolleiste zugeordnet sein soll.
Klicken Sie auf OK. Füllen Sie nun die neue Symbolleiste mit
Ihren Makros, wie es in Tip 2 beschrieben ist.
Makromenü einrichten
Für Makros, die Sie nur
gelegentlich benötigen, richten Sie ein eigenes Menü
ein.
Wenn Sie die Menüleiste von Word 97 genauer
betrachten, stellen Sie fest, daß die normalen Einträge
gerade mal die Hälfte der Leistenbreite einnehmen. Was
spricht also dagegen, Ihre Makros mit einem eigenen Menüpunkt
zu versehen und in eben diese Menüleiste einzusetzen? Öffnen
Sie das Menü Extras/Anpassen. Wählen Sie auf der
Registerkarte Befehle im Feld Kategorie den Eintrag Neues Menü.
Im Feld Befehle ziehen Sie mit der Maus den Eintrag Neues Menü
in die Menüleiste. Wenn das Anpassen-Dialogfenster geöffnet
ist, können Sie mit einem Klick mit der rechten Maustaste auf
die Schaltfläche den Namen des Menüs ändern. Öffnen
Sie das Menü, und füllen Sie es mit Ihren Makros, wie es
in Tip "Icon zuordnen" beschrieben ist.
Kontextmenü erweitern
Wenn Sie mit der Maus nicht so
gerne auf dem Bildschirm hin- und herfahren, packen Sie die Makros
ins Kontextmenü.
Sobald Sie mit der rechten Maustaste in
Ihr Dokument klicken, öffnet sich ein Pop-Up-Menü.
Dieses Kontextmenü enthält nützliche Befehle und
läßt sich Ihren Bedürfnissen anpassen. Besonders
für Makros, die Aktionen im Dokument wie Formatieren oder
Ersetzen durchführen, ist dies der optimale Platz. Aktivieren
Sie im Listenfeld Symbolleisten auf der Registerkarte
Symbolleisten im Menü Extras/Anpassen das Kästchen
Kontextmenü. Es öffnet sich die Box Kontextmenü mit
den Einträgen Text, Tabelle und Zeichnen. Öffnen Sie
hier den Eintrag Text und im neu erscheinenden Menü ebenso.
Das Kontextmenü erscheint. Um es mit Ihren Makros zu
erweitern, aktivieren Sie auf dem Registerblatt Befehle in der
Listbox Kategorien den Eintrag Makros. Im Feld rechts daneben
erscheinen die verfügbaren Makros. Ziehen Sie mit der Maus
die gewünschten Makrobefehle ins Kontextmenü,
vorzugsweise ans Ende der Einträge. Klicken Sie den neuen
(umrahmten) Eintrag mit der rechten Maustaste an, um ihn zu
verändern. Korrigieren Sie den Namen des neuen Eintrags nach
Belieben. Aktivieren Sie die Optionen Gruppierung beginnen, um mit
einer Linie Ihren Eintrag von den Standardeinträgen zu
trennen. Markieren Sie Schaltflächensymbol und Text, und
suchen Sie sich eine Schaltfläche in Schaltflächensymbol
ändern aus. Schließen Sie die Dialogbox Anpassen.
Makro-Schalter entfernen
Schaltflächen, Symbolleisten
oder Menüeinträge entfernen Sie in der Dialogbox
Extras/Anpassen.
Falls Sie Ihre Arbeitsweise ändern, ist
es nötig, die Symbolleisten von Ballast zu befreien. Sie
löschen eines der Elemente in Tip 2 bis 5, indem Sie das Menü
Extras/Anpassen öffnen. Ziehen Sie die unerwünschten
Schaltflächen und Menüeinträge mit der Maus über
die Dialogbox, und lassen Sie die Maustaste los. Eine Symbolleiste
entfernen Sie, indem Sie sie im Anpassen-Dialog markieren und den
Button Löschen anklicken. Kontextmenü-Einträge
öffnen Sie wie in Tip 5 beschrieben, klicken sie an und
ziehen sie über den Anpassen-Dialog.
Makro im Dokument speichern
Wenn Sie Makros nur in
bestimmten Dokumenten benötigen, aktivieren Sie sie über
einen Schalter im Textfeld.
In Word 97 können Sie Ihre
Makros anstatt in der globalen Vorlage normal. dot auch in einem
einzelnen Dokument speichern. Dies bedeutet, daß nur dieses
Dokument über die entsprechende Makrofunktion verfügt.
Auf diese Eigenschaft greift die Dokument-Automation zurück.
Über eine Feldfunktion läßt sich ein Makroaufruf
in den Dokumenttext integrieren. Kombinieren Sie ein auf einem
Dokument basierendes Makro mit der Dokument-Automation, erhalten
Sie eine komfortable Abfrage. Der Empfänger eines Dokuments
wird so in die Lage versetzt, Makrofunktionen zu nutzen, ohne sich
selbst um die Makros zu kümmern. Dazu ein Beispiel: Schreiben
Sie das Makro DokInfo, und integrieren Sie es im vorgesehenen
Dokument. Das VBA-Makro erzeugen Sie, indem Sie das Dokument
öffnen und das Menü Extras/ Makro/Makros aufrufen. In
der Drop-Listbox Makros in: wählen Sie den Eintrag
Dokumentname(Dokument). Im Textfeld Makroname geben Sie den
Makronamen DokInfo ein. Klicken Sie auf die Schaltfläche
Erstellen. Das Listing DokInfo (siehe unten) geben Sie in den
vorgefertigten Prozedurrumpf ein. Ein Unterstrich ("_")
am Ende einer Listingzeile kennzeichnet einen drucktechnischen
Umbruch innerhalb einer Anweisungszeile. Lassen Sie ihn weg, und
setzen Sie die Eingabe statt dessen unmittelbar mit der Folgezeile
fort. Schließen Sie jede vollständige Anweisungszeile
via [Enter] ab. So verankern Sie den Makroaufruf im Dokument:
Öffnen Sie das Menü Einfügen/ Feld.... In Feld
wählen Sie in der Listbox Kategorie den Eintrag
Dokument-Automation und in der Listbox Feldnamen den Eintrag
MakroSchaltfläche aus. Im Textfeld unter den Listboxen muß
folgendes stehen:
MAKROSCHALTFLÄCHE DokInfo Für Info
hier doppelklicken
Klicken Sie auf die OK-Schaltfläche.
Zusätzlich können Sie die Info-Zeile per Textmarker
hervorheben. Mit einem Doppelklick auf den Eintrag Für Info
hier doppelklicken starten Sie das Makro.
Verschwundene Menüs
Indem Sie Word zur Neuregistrierung
veranlassen, holen Sie fehlende Menüs wieder
zurück.
Verschwundene Menüs zählen zu den
unangenehmen Überraschungen, die bei der Arbeit mit Word
auftreten. Falls irgendwann das komplette Bearbeiten-Menü
nicht mehr in der Menüleiste auftaucht, ist die Registrierung
von Word beschädigt und muß wiederhergestellt werden.
Damit alle Menüs wieder an ihrem Platz erscheinen, wählen
Sie unter Windows 95/98 den Befehl Start/Ausführen und geben
in das Feld Öffnen den kompletten Befehlspfad zum Aufruf von
Word ein, gefolgt vom Parameter /r. Standardmäßig sieht
das so aus:
"C:\Programme\Microsoft Office\Office
\Winword.exe" /r
Falls sich die Datei Winword.exe in einem
anderen Ordner befindet, passen Sie den Pfad entsprechend an.
Wichtig ist, daß die Befehlsangabe vor dem Parameter in
Anführungszeichen steht, da der Aufruf sonst wegen der
Leerzeichen im Pfadnamen nicht funktioniert. Klicken Sie auf OK,
um den Befehl auszuführen. Die Einstellungen werden jetzt
komplett neu in der Registry angelegt, ohne daß Word
geöffnet wird. Wenn Sie Word anschließend wie gewohnt
starten, stehen alle Menüs wieder zur Verfügung.
Übergreifende Textlinks
Links auf einzelne Textstellen
in anderen Dateien lassen sich mit Word leicht anlegen.
Hyperlinks
eignen sich hervorragend dazu, ein individuelles Infosystem
ein-zurichten, bei dem die passenden Zusatzinformationen per
Mausklick auf Text-Links abgerufen werden. Word meistert diese
Aufgabe auch dateiüber-greifend und richtet auf Wunsch
Verweise auf Textstellen in anderen Doku-menten ein. Voraussetzung
ist, daß Sie in den Sekundärdokumenten, auf die
verwiesen wird, vorher die gewünschten Stellen mit Hilfe von
Textmarken markieren. Verwenden Sie dazu den Befehl
Einfügen/Textmarke, geben Sie das Kürzel der Textmarke
ein, und schließen Sie mit Hinzufügen ab. Im
Hauptdokument gehen Sie auf die Schaltfläche Hyperlink
einfügen und wählen im oberen Feld Verknüpfung zu
Datei oder URL mit der Durchsuchen-Schaltfläche die Zieldatei
aus. Dann klicken Sie neben dem unteren Feld Na-me einer Stelle in
der Datei (Optional) ebenfalls auf Durchsuchen. Im Dialog wählen
Sie die gewünschte Textmarke aus und schließen mit OK
ab. Jetzt markieren Sie im Text nur noch den neuen Hyperlink und
überschreiben ihn mit der gewünschten Bezeichnung.
Bequem sammeln
Ein Makro ermöglicht komfortables
Arbeiten mit dem Sammlungs-Textbaustein von Word.
Word 97
bietet als erweiterte Zwischenablage den Systemtextbaustein
Sammlung, in dem Sie beliebig viele Texteinträge aufbewahren
und bei Be-darf gesammelt abrufen können. Da die Arbeit mit
diesem Textbaustein norma-lerweise einige Einschränkungen
aufweist, bietet ein mitgeliefertes Word-Makro Erweiterungen für
diese Funktion an. Unter anderem stellt das Makro einen Befehl zur
Verfügung, um markierten Text in den Textbaustein Sammlung zu
kopieren. Ohne das Makro steht Ihnen lediglich die
Tastenkombination [Strg-F3] zur Verfügung, um Einträge
in die Sammlung zu übernehmen, wobei der markierte Text immer
gelöscht wird. Um das Makro zu nutzen, öffnen Sie per
Doppelklick die Vorlage Ma-kro80. dot, die Sie auf der
MS-Office-In-stallations-CD im Verzeichnis Office\ Makros finden.
Anschließend klicken Sie links oben auf die Schaltfläche
Beispielmakros. Die Befehle zur Verwal-tung des
Systemtextbausteins finden Sie nun im Menü Sammlung. Um einen
markierten Textabschnitt aufzunehmen, benutzen Sie den Befehl
Markierung an Sammlung anfügen. Eine Vorschau des aktuellen
Inhalts des Textbausteins erhalten Sie mit Sammlung anzeigen. Der
Befehl Sammlung einfügen überträgt den kompletten
Inhalt in das Dokument, wobei die Einträge im Textbaustein
erhalten bleiben. Um diesen zu leeren, benutzen Sie den Befehl
Sammlung löschen. Falls Sie diese Funktionen dauerhaft nutzen
möchten, übertragen Sie mit Hilfe des Dialogs
Organisieren die Elemen-te Sammlung und frmpreview aus der Datei
Makro80.dot in die Datei Normal. dot. Wie Sie dazu vorgehen, ist
im Text der Datei Makro80.dot beschrieben. Anschließend
finden Sie unter Extras/ Anpassen/Befehle in der Kategorie Makros
vier neue Befehle, die mit Normal. Sammlung beginnen. Diese
Funktionen fügen Sie der Word-Arbeitsumgebung als
Schaltflächen oder Menübefehle hinzu.
Neue AutoText-Gruppen
Mit einem Trick erzeugen Sie eigene
Menügruppen für Auto-Text-Einträge.
AutoText-Einträge
sind sehr nützlich, um häufig benötigte Sätze
schnell in Ihre Texte einzufügen. Die Word-Textbausteine sind
dabei Gruppen wie Anrede oder Grußformel zugeordnet, die Sie
als Untermenüs von Einfügen/AutoText finden. Mit einem
Trick erzeugen Sie eigene Gruppen bzw. Untermenüs in einer
Liste. Grundsätzlich gruppiert Word die AutoText-Einträge
nach Formatvorlagen. Neue AutoText-Gruppen entstehen, indem Sie
eine neue Formatvorlage mit dem gewünschten Gruppennamen
anlegen, einen Textabschnitt mit dieser Vorlage formatieren und
aus diesem Textabschnitt einen neuen Auto-Text-Eintrag erzeugen.
Eine neue Formatvorlage erhalten Sie, indem Sie den Cursor in
einem Absatz plazieren und in das Formatvorlagenfeld oben links
klicken. Überschreiben Sie hier die markierte Bezeichnung mit
dem Namen der neuen Formatvorlage, beispielsweise Privat. Mit
[Enter] legen Sie die neue Formatvorlage an. Formatieren Sie einen
Absatz mit dieser neuen Formatvorlage, und markieren Sie darin den
gewünschten Textabschnitt, den Sie als AutoText-Eintrag
hinzufügen möchten. Dazu benutzen Sie den Befehl
Einfügen/Auto-Text/Neu oder die Tastenkombination [Alt-F3].
Im Dialog AutoText erstellen vergeben Sie eine Bezeichnung und
klicken auf OK. Word erzeugt jetzt die neue Auto-Text-Gruppe
Privat, welche den neuen AutoText-Eintrag enthält. Mit
Einfügen/AutoText überprüfen Sie dies. Damit alle
Gruppen im AutoText-Menü erscheinen, plazieren Sie den Cursor
vorher in einem anderen Textbereich. Nach dem gleichen Prinzip
nehmen Sie neue AutoText-Einträge in vorhandene Gruppen auf,
indem Sie dem markierten Textabschnitt vorher eine Formatvorlage
mit der entsprechenden Be-zeichnung zuweisen, beispielsweise
Anrede.
Sinnlose Buttons
Ein Bugfix erzeugt Bugs: Falsch
beschriftete Schaltflächen gehen auf das Konto des Service
Release 2. Abhilfe: Kopieren Sie eine Originaldatei.
Auch nach
der Installation des Service Release 2 unter Windows 98 ist MS
Office 97 keineswegs von allen Bugs befreit. Es kommen sogar noch
neue Fehler hinzu: So kann es vorkommen, daß Schaltflächen
in den Word-Dialogen Datei/Speichern unter und Datei/Schließen
nicht mehr korrekt mit OK oder Abbrechen beschriftet sind, sondern
wechselnde Bezeichnungen aus sinnlosen Sonderzeichen enthalten.
Verantwortlich dafür ist ein Fehler in der neuen Version der
Systemdatei mso97.dll, die das Service Release 2 installiert.
Tritt dieses Problem auf, ersetzen Sie diese Datei durch die
Originalversion von Ihrer MS-Office-Setup-CD. Legen Sie zunächst
eine Sicherheitskopie der neuen Datei Mso97.dll an, die Sie
standardmäßig im Verzeichnis C:\Program-me\Microsoft
Office\Office finden. Die ursprüngliche Dateiversion mit
Datum vom 14.12.1996 liegt auf der Setup-CD im Verzeichnis Office.
Kopieren Sie sie in das Office-Unterverzeichnis Ihrer
MS-Office-Installation auf der Festplatte, um die fehlerhafte
Version zu überschreiben. Nach dem nächsten Start von MS
Office sind die Schaltflächen korrekt bezeichnet.
Crash durch defekte AutoKorrektur
So vermeiden Sie Abstürze,
die in Zusammenhang mit der Datei MSO97.DLLstehen.
Eine leidige
Begleiterscheinung bei der Arbeit mit Word sind die
Programmabstürze. So kann es vorkommen, daß Word
komplett abstürzt, wenn Sie beispielsweise eine
Suchen-und-Ersetzen-Operation durchführen. Erhalten Sie
da-bei den Hinweis, daß eine
ungültige Seite im
Modul
MSO97.DLL
für den Abbruch verantwortlich ist,
deutet dies auf eine defekte acl-Datei als Ursache des Problems
hin. Diese Datei enthält die Informationen für die
Auto-Korrektur. Um das Problem zu beheben, installieren Sie
zunächst das erste Service Release (SR 1) für MS Office.
Ist das SR 1 bereits korrekt installiert oder bringt die
Installation keine Abhilfe, besorgen Sie sich im Internet die
Datei aclutil.exe. Diese steht unter der
Adresse
http://support.microsoft.com/
download/support/mslfiles/ Acutil.exe
zum Download bereit.
Rufen Sie diese Datei auf, um den Inhalt zu entpacken. Im gleichen
Verzeichnis finden Sie dann die Dateien aclfix.exe sowie
aclread.txt. Die zweite Datei enthält eine genaue Anleitung,
wie dieses Tool verwendet wird. Gehen Sie in den Ordner, in dem
die verwendete AutoKorrektur-Datei liegt. Dies ist standardmäßig
das Windows-Verzeichnis. Hierhin kopieren Sie die Datei
aclfix.exe. Der Name der Auto-Korrektur- Datei für MS Office
97 setzt sich aus Ihrem Benutzernamen und der Endung *.acl
zusammen, also beispielsweise meier.acl. Um die Datei zu
repa-rieren, geben Sie in einer DOS-Box den
Befehl
c:\windows\aclfix
c:\windows\meier.acl
ein. Die
Pfade sowie den Namen der acl-Datei passen Sie an. Anschließend
tritt das beschriebene Problem nicht mehr auf.
Im alten Format speichern
Word 97 speichert Texte auf Wunsch
automatisch im Vor- gängerformat ab.
Vielfach werden immer
noch ältere Word-Versionen eingesetzt. Word 95 oder Word 6.0
können aber ohne zusätzlichen Importfilter nichts mit
Dokumenten anfangen, die im Word-97-Format gespeichert sind. Daher
speichern viele Word-97-Anwender jeden Text manuell im Dateiformat
Word 6.0/95. Um sich diese Mühe zu sparen, weisen Sie Word 97
an, alle Texte standardmäßig in diesem Format zu
speichern. Dazu verwenden Sie den Befehl Extras/ Optionen und
aktivieren das Register Speichern. Hier stellen Sie im Listenfeld
Dateien speichern als den Dateityp Word 6.0/95 (*.doc) ein und
schließen mit OK ab. Beim Sichern von Dokumenten bestätigen
Sie dann noch, daß Word Im vorgeschlagenen Format speichern
soll. Texte dieser Art lassen sich mit alten Word-Versionen
öffnen. Erweiterungen des Word-97-Formats bleiben dabei
allerdings auf der Strecke. Dies betrifft im wesentlichen aber nur
die ausführbaren Hyperlinks.
Bildgrößen schützen
Damit Word Bildgrößen
nicht verändert, fügen Sie Ihre Grafiken in Textfelder
ein.
Ihr Dokument enthält Grafiken, die Sie in der Größe
verändert haben. Word ignoriert diese benutzerdefinierten
Einstellungen und zeigt die Grafiken in Originalgröße
an. Dieser Bug läßt sich meist durch die Installation
des ersten Service Release (SR 1) für Office 97 beheben. Wenn
nicht, übernehmen Sie Ihre Bilder in Textfelder, um die
Bildgrößen zu fixieren. Dazu verwenden Sie den Befehl
Ein-fügen/Textfeld und ziehen das Textfeld im Dokument auf.
Dann markieren Sie die gewünschte Grafik, schneiden diese aus
und kopieren sie aus der Zwischenablage in das Textfeld. Skalieren
Sie die Grafik innerhalb des Textfeldes, um die gewünschte
Größe einzustellen. Klicken Sie den Rahmen des
Textfeldes mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie im
Kontextmenü den Befehl Textfeld formatieren. Rahmen und
Hintergrund des Textfeldes sollen unsichtbar sein, ändern Sie
daher im Dialog zwei Einstellungen im Register Farben und Linien.
Stellen Sie jeweils im Listenfeld Farbe im Abschnitt Ausfüllen
die Option Kein Füllbereich und im Abschnitt Linie die Option
Keine Linie ein. Anschließend weisen Sie im Register
Textfluß den gewünschten Umlauftyp zu, beispielsweise
Rechteck. Mit OK schließen Sie die Aktion ab. Das Textfeld
mit dem enthaltenen Bild läßt sich nun frei plazieren.
Die gewählte Bildgröße ändert sich nicht
mehr.
Textfelder vorformatieren
Per Menübefehl machen Sie
Ihre benutzerdefinierten Einstellungen für Textfelder zum
Standard.
Wer Textfelder häufig als "Container"
für Grafiken einsetzt, möchte die Einstellungen für
Hintergrund, Rahmen und Umlauf des Textfeldes nicht jedesmal neu
vornehmen. Statt dessen machen
Sie einfach Ihre persönlichen
Textfeld-Einstellungen zum Standard.
Legen Sie ein Textfeld an,
und nehmen Sie mit dem Befehl Textfeld formatieren im Kontextmenü
des Textfeldrahmens die gewünschten Einstellungen vor, wie im
vorigen Tip beschrieben. Klicken Sie den
Textfeldrahmen
nochmals mit der rechten Maustaste an, und benutzen Sie im
Kontextmenü den Befehl Als Vorgabe für AutoForm
festlegen. Word legt nun alle weiteren Textfelder automatisch mit
den von Ihnen zugewiesenen Einstellungen an.
Alte Wörterbücher verwenden
Binden Sie Ihre alten
Wörterbücher in die Rechtschreibprüfung von MS
Office 97 ein.
Wer schon mit älteren Word-Versionen
gearbeitet hat, verfügt oft über ein umfangreiches
Benutzerwörterbuch, das im Laufe der Zeit ständig
erweitert wurde. Beim Update oder Neuinstallation auf einem
anderen Rechner tritt oft das Problem auf, daß Ihre mühsam
gesammelten Begriffe nicht mehr zur Ver-fügung stehen. Dies
läßt sich einfach korrigieren, indem Sie Ihr altes
Wörterbuch nachträglich einbinden. Benutzen Sie dazu in
Word den Befehl Extras/Optionen. Dann aktivieren Sie das Register
Rechtschreibung und Grammatik und klicken auf Wörterbücher.
Erscheint in der Liste nun eine zweite Version der Datei
Benutzer.dic, die in einem anderen Verzeichnis gespeichert ist,
aktivieren Sie diese per Mausklick. Zusätzlich empfiehlt es
sich, die Festplatte nach weiteren Versionen der Benutzer. dic zu
durchsuchen. Verwenden Sie dazu unter Windows 95/98 den Befehl
Start/Suchen/Dateien/Ordner. Sind weitere Dateien dieses Namens
vorhanden, benutzen Sie im Word-Dialog Wörterbücher die
Schaltfläche Hinzufügen und nehmen die zusätzliche
Wörterbuchdatei in die Liste auf. Word aktiviert auf diese
Weise hinzugefügte dic-Dateien automatisch. Mit zweimal OK
übernehmen Sie die Änderungen. Die aktuell verwendeten
Benutzerwörterbücher sind übrigens in der
Windows-Registry im Ordner
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\
Microsoft\Shared Tools\ Proofing Tools\Custom
Dictoinaries
verzeichnet. Wenn Sie parallel mit Word 95 und 97
arbeiten, stehen diese Daten beiden Programmen zur Verfügung.
Doppelte Registerkarten
So verhindern Sie, daß Word
die gleichen Registerkarten mehrmals anzeigt.
Unter Umständen
zeigt Ihnen Word 97 im Dialog Neu plötzlich mehrere Register
mit der Bezeichnung Allgemein an. Diesen Dialog erhalten Sie, wenn
Sie den Befehl Datei/Neu verwenden, um ein neues Dokument auf
Basis einer Vorlage anzulegen. Um diesen Bug unter Windows 95/98
zu beheben, löschen Sie einen fehlerhaften Eintrag in der
Windows-Registry. Laden Sie dazu den Registrierungseditor, indem
Sie den Befehl Start/Ausführen benutzen, den Befehl regedit
eingeben und auf OK klicken. Im Registriereditor machen Sie
folgenden Ordner sichtbar:
HKEY_CURRENT_ USER\Software\
Microsoft\Of fice\8.0\Common
Klicken Sie jetzt auf das
[+]-Zeichen neben Common, und wählen Sie darunter den Ordner
FileNewGroups aus. Rechts sehen Sie nun den Schlüssel
*.dot;*.wiz;*.doc, den Sie auswählen und mit der [Entf]-Taste
löschen. Dies bestätigen Sie mit Ja. Schließen Sie
dann den Registriereditor, und starten Sie Word. Dadurch wird der
defekte Schlüssel, den Sie soeben gelöscht haben,
automatisch neu angelegt. Anschließend enthält der
Dialog Datei/Neu nur noch ein Register Allgemein.
Schnell formatieren mit AutoText
Mit Hilfe von
Textbausteinen weisen Sie Formatvorlagen direkt per Tastatur
zu.
Wenn Sie häufig mit Formatvorlagen arbeiten, läßt
sich mit einem Trick viel Arbeit sparen. Statt die Formatvorlagen
jeweils mühsam über das Listenfeld zuzuweisen, legen Sie
die entsprechenden Formate als AutoText-Einträge ab. Dadurch
nehmen Sie Formatierungen schnell und direkt während der
Textein-gabe vor, ohne die Hände von der Tastatur zu nehmen.
Prüfen Sie zunächst unter Extras/Optionen im Register
Ansicht, ob im Bereich Nichtdruckbare Zeichen entweder die Option
Absatzmarken oder Alle eingeschaltet ist. Falls nötig, machen
Sie die nicht druckbaren Zeichen mit der Schaltfläche
einblenden/ausblenden sichtbar. Markieren Sie nun in einem
Dokument eine frei stehende Absatzmarke in einer Leerzeile, und
weisen Sie ihr über das Listenfeld links oben die gewünschte
Formatvorlage zu, beispielsweise Überschrift 1. Benutzen Sie
den Befehl Einfügen/AutoTexte/Neu. Im Dialog AutoText
erstellen vergeben Sie eine möglichst kurze Bezeichnung, etwa
h1. Weisen Sie der markierten Absatzmarke im Text die
Formatvorlage Überschrift 2 zu, und erstellen Sie den neuen
AutoText-Eintrag h2. Entsprechend erzeugen Sie Textbausteine für
alle Formatvorlagen, die Sie häufig verwenden. Um
Formatvorlagen per AutoText anzuwenden, tippen Sie den Text ein
und fügen ein Leerzeichen ein. Dann schreiben Sie das
Vorlagenkürzel, beispielsweise h1, und drücken [F3].
Word weist nun automatisch die im Textbaustein abgelegte
Formatvorlage zu und formatiert den Absatz entsprechend.
Präsentationsdateien einbinden
Vermeiden Sie die
Fehlermeldung beim Einfügen kompletter PowerPoint-Dateien.
Im
Rahmen des Datenaustauschs übernehmen Sie auf Wunsch ganze
PowerPoint- Präsentationen in Ihre Word-Dokumente. Benutzen
Sie dazu in Word den Befehl Einfügen/Objekt, erhalten Sie
allerdings folgende Fehlermeldung:
Das
Server-Anwendungsprogramm, die Quelldatei oder das Element konnte
nicht gefunden werden.
Mit einem einfachen Trick gelingt die
Übernahme einer Präsentationsdatei mit Einfügen/Objekt
trotzdem. Starten Sie dazu vorher PowerPoint, ohne eine Datei zu
laden. Benutzen Sie in Word den Befehl Einfügen/Objekt, und
aktivieren Sie das Register Aus Datei erstellen. Übernehmen
Sie die gewünschte ppt-Datei mit Durchsuchen. Soll die Datei
verknüpft werden, schalten Sie die Option Verknüpfen im
Dialog Objekt ein, bevor Sie mit OK abschließen. Word fügt
jetzt die komplette PowerPoint-Präsentation anstandslos als
Objekt ein. Bei Excel-Arbeitsmappen ist dieser Umweg nicht nötig:
Hier funktioniert die Übernahme von xls-Dateien mit dem
Befehl Einfügen/Objekt, ohne daß Sie zuvor Excel
zeitraubend laden müssen.
Serienbrief-Vorschau hängt
Ein Bug sorgt dafür,
daß die Vorschau in Serienbrief-Dokumenten nicht korrekt
arbeitet.
Die Serienbrief-Funktion von Word bietet eine
Vorschau, mit der sich die Adreßzuordnung vor dem Druck
kontrollieren läßt. Um sie zu nutzen, laden Sie ein
Serienbrief-Dokument, das mit einer Datenquelle verbunden ist. Im
Hauptdokument aktivieren Sie auf der Seriendruck-Symbolleiste die
Schaltfläche Seriendruck-Vorschau. Mit den Schaltflächen
Nächster Datensatz und Vorheriger Datensatz lassen sich die
einzelnen Serienbriefe nacheinander anzeigen. Wenn Sie die
Schaltfläche Datensatz suchen benutzen, per Suchdialog einen
bestimmten Datensatz herausfiltern und den Suchdialog schließen,
funktioniert das Blättern mit den Schaltflächen Nächster
Datensatz und Vorheriger Datensatz nicht mehr. Zwar ändert
sich die angezeigte Datensatznummer, aber auf dem Bildschirm
erscheint nur der Datensatz, nach dem Sie zuletzt gesucht ha- ben.
Die Seriendruck-Vorschau aus-und wieder einzuschalten nützt
nichts. Die Lösung: Geben Sie über die Schaltfläche
Datensatz suchen in das Feld Suchen eine unsinnige Zeichenfol-ge
ein, die nicht in der Datenquelle vorkommt. Quittieren Sie die
Meldung, daß nichts gefunden wurde, und schließen Sie
den Dialog. Jetzt funktioniert das Blättern im Vorschaumodus
wieder oh-ne Einschränkungen.
Blockierte Grafiken
So machen Sie Bilder im Text wieder
beweglich, die sich nicht mehr verschieben lassen.
Lassen sich
Grafiken, die Sie via Ein-fügen/Grafik/Aus Datei in Ihre
Word-97-Dokumente übernommen haben, anschließend nicht
mehr verschieben? Können Sie die Umlaufoptionen des Bildes
nicht mehr festlegen? Wenn Sie im Kontextmenü der Grafik den
Befehl Grafik formatieren anklicken, sind die entsprechenden
Optionen im Register Textfluß des Dialogs Grafik formatieren
inaktiv und gestatten keine Auswahl? Diese Probleme treten auf,
wenn sich Bilder nicht auf einer unsichtbaren Folie über dem
Text befinden, sondern direkt in den Text eingefügt werden.
Sie können diese Einstellung jederzeit korrigieren auch bei
eingefügten Bildern. Klicken Sie dazu die Grafik mit der
rechten Maustaste an und im Kontextmenü den Befehl Grafik
formatieren. Im Dialog aktivieren Sie das Register Position und
schalten die Option Über den Text legen ein. Wenn Sie mit OK
abschließen, lässt sich das Grafikobjekt wieder frei im
Dokument verschieben. Auch die Umlaufart können Sie wieder
zuweisen. Um dieses Problem in Zukunft zu vermeiden, achten Sie
darauf, daß die Option Über den Text legen im Dialog
Einfügen/Grafik/Aus Datei eingeschaltet ist, wenn Sie ein
Bild mit diesem Befehls in den Text einfügen.
Zeichensalat beim Import
Eine Reparatur der Windows Registry
bringt Abhilfe, wenn Word ältere Dokumente fehlerhaft
anzeigt.
Ein Defekt in der Programmkonfiguration verhindert,
dass Word 97 Dokumente korrekt lädt, die Sie mit einer
älteren Word-Version geschrieben haben. Dieser Fehler tritt
vornehmlich bei um-fangreichen Dokumenten auf, die im
Word-95-/6.0-Format vorliegen. Nach dem Öffnen einer solchen
Datei mit Word 97 erscheinen unleserliche Sonderzeichen an Stelle
des korrekten Do-kumentinhalts. In einigen Fällen zeigt Word
das Dokument nach mehrmaligem Schließen und erneutem Öffnen
der Datei doch noch richtig an dies funktioniert jedoch nicht
immer. Ursächlich ist eine beschädigte
Programmkonfiguration in der Registry. Um diese zu reparieren,
schließen Sie Word. Legen Sie Sicherheitskopien der
versteckten Dateien System.dat und User.dat an, die sich im
Windows-Verzeichnis befinden. Diese wichtigen Systemdateien
sollten Sie mindestens monatlich sichern. Dann laden Sie den
Registrierungseditor von Windows 95/98 mit
Start/Ausführen/regedit. Im Programm öffnen Sie den
Ordner
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\8.0\Word
und
blenden die Ordnerliste darunter ein. Löschen Sie hier den
kompletten Ordner Data mit der [Entf]-Taste. Schließen Sie
den Registriereditor, und booten Sie Windows neu. Anschließend
starten Sie Word 97. Die gelöschten Registry-Einträge
werden dabei neu angelegt. Die Dokumentinhalte werden wieder
korrekt angezeigt.
Leerzeilen löschen
Mit der Suchen und ErsetzenFunktion
entfernen Sie blitzschnell alle Leerzeilen im Text.
Bevor Sie
ein importiertes Dokument neu formatieren, ist es oft nötig,
alle überflüssigen Leerzeilen aus dem Text zu entfernen.
Gerade bei größeren Dateien mit vielen leeren
Absatzmarken ist es sehr mühsam und zeitaufwendig, diese
manuell zu löschen. Schneller geht dies mit Suchen und
Ersetzen. Unter Word 97 benutzen Sie dazu die Tastenkombination
[Strg-H]. Im Register Ersetzen geben Sie ^a^a in das Feld Suchen
ein. Dem Feld Ersetzen weisen Sie den Eintrag ^a zu. Klicken Sie
mehrmals auf Alle ersetzen, bis Word 0 Ersetzungen vorgenommen
meldet. Sie entfernen dadurch alle leeren Absatzmarken im
Do-kument. Unter Word 2000 verwenden Sie ^p als Suchcode für
Absatzmarken.
Unformatiert einfügen
Mit Hilfe eines Makros fügen
Sie unformatierten Text in Dokumente ein.
Sie möchten Text
über die Zwischenablage austauschen, aber die Formate nicht
übernehmen, sondern den Text unformatiert einfügen.
Dadurch erhält der eingefügte Text automatisch das
gleiche Standard-Layout wie der Text im Dokument, in das Sie etwas
ein-fügen. Der umständliche Weg: Sie öffnen den
Dialog Bearbeiten/Inhalte einfügen, wählen die Option
Unformatierten Text aus und bestätigen mit OK. Viel schneller
geht es mit Hilfe eines Makros, das diese Operation erledigt. Um
das Makro zu erzeugen, rufen Sie mit [Alt-F11] den
Visual-Basic-Editor auf. Hier geben Sie im Fenster Normal/
NewMacros (Code) am Seitenende folgende Zeilen ein:
Public Sub
EinfügenUnformatiert()
Selection.PasteSpecial
Link:=Fal-se,
DataType:=wdPasteText,
Place-ment:=
wdInLine,
DisplayAsIcon:=False
End Sub
Um
das Makro zu sichern, klicken Sie im Visual-Basic-Editor auf
Speichern und schließen das Editor-Fenster. Übernehmen
Sie das neue Makro als Schaltfläche auf die Symbolleiste.
Benutzen Sie den Befehl Extras/Anpassen. Im Register Befehle des
Dialogs wählen Sie unter Kategorien die Option Makros. Ziehen
Sie aus der Liste Befehle den Eintrag
Normal.NewMacros.EinfügenUn-formatiert an die gewünschte
Position der Symbolleiste, beispielsweise rechts neben die
Schaltfläche Einfügen. Dann klicken Sie die neue
Schaltfläche mit der rechten Maustaste an und aktivieren im
Kontextmenü die Option Standard. Zu-sätzlich weisen Sie
der Schaltfläche ein passendes Icon mit dem Befehl
Schaltflächensymbol ändern im Kontextmenü zu. Um
die Änderung zu übernehmen, klicken Sie im Dialog
Anpassen auf Schließen. Ein Klick auf die neue Schaltfläche
genügt nun, um Textinhalte aus der Zwischenablage
unformatiert einzufügen.
Arbeitsspeicher entlasten
Zwei überflüssige
MS-Office-Programme im Autostart-Ordner bremsen Ihren PC aus.
Wenn
Sie MS Office in der Version 95 oder 97 installiert haben, trägt
das Setup-Programm automatisch Verknüpfungen mit den beiden
Programmen Office-Start und Microsoft-Indexerstellung in den
Autostart-Ordner ein. Das heißt, diese Programme werden bei
jedem Rechnerstart automatisch geladen.
Ärgerlich: Die
beiden Tools belegen laut Norton-Systeminformation zusammen über
10 MByte Arbeitsspeicher - sind aber entbehrlich. Um die beiden
"Bremsklötze" zu entfernen, klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf die Task-Leiste und benutzen den Befehl
Eigenschaften. Im Dialog aktivieren Sie das Register Programme im
Menü Start, klicken auf Entfernen, öffnen den Ordner
Autostart, wählen die Einträge Office-Start und
Microsoft Indexerstellung mit gedrückter [Strg]-Taste und
benutzen nochmals Entfernen.
Nach dem nächsten Start
arbeitet Ihr Rechner schneller, weil erheblich mehr physikalischer
Arbeitsspeicher zur Verfügung steht. Die Indexerstellung für
die Suchfunktion von MS Office können Sie jederzeit über
das entsprechende Symbol in der Systemsteuerung manuell
aktualisieren.
Ralph Kusterer/ib
Shortcuts für Datei-Dialoge
Mit Tastenkombinationen
erhalten Sie in den Dateidialogen der Office-Anwendungen
zusätzliche Funktionalität.
Eines haben alle
Office-Anwendungen gemeinsam: die Dialoge zum Öffnen und
Speichern von Dokumenten. Und genau dort gibt es einige
Tastenkombinationen, die Sie kennen sollten (Tabelle
unten).
Susann Priesnitz/ib
Links als Buttons
Mit StarOffice erzeugen Sie Schaltflächen
mit Querverweisen.
Um einen Hyperlink in Form einer
Schaltfläche anzulegen, laden Sie im StarOffice 4.0 (Service
Pack 2) das gewünschte Dokument und machen die
Hyperlink-Leiste sichtbar. Mit Hilfe des OnlineUpdate-Agenten
halten Sie das Programm per Internet automatisch auf dem neuesten
Stand. So gehen Sie vor: Geben Sie in das rechte Feld der
Hyperlink-Leiste die Bezeichnung der Schaltfläche ein,
beispielsweise Home. Tragen Sie in das Feld URL den Verweis auf
das Dokument ein, das mit der Schaltfläche verknüpft
wird. Dies kann ein Verweis auf eine lokal gespeicherte Datei
sein, beispielsweise in der Form texte/index. htm. Sie können
auch auf eine andere Internet-Site verweisen, indem Sie die
entsprechende URL angeben.
Um die Schaltfläche anzulegen,
zeigen Sie auf die Schaltfläche Link in der Hyperlink-Leiste
und halten die linke Maustaste gedrückt. Wählen Sie im
Kontextmenü den Befehl Als Button. Die entsprechend
beschriftete Schaltfläche wird nun an der Cursor-Position im
Dokument eingefügt. Ein Klick darauf ruft die verknüpfte
Seite auf.
Ralph Kusterer/ib
Angepaßter Formsatz
Mit FontWork passen Sie gebogene
Schriftzüge exakt an Objektkonturen an.
Wollen Sie einen
Schriftzug an einer Grafik entlanglaufen lassen, muß der
Text dafür als Grafikobjekt vorliegen. Klicken Sie dazu
zunächst auf das Zeichnen-Symbol in der vertikalen
Werkzeugleiste, und aktivieren Sie die Text-Schaltfläche.
Dann ziehen Sie an der gewünschten Stelle im Dokument einen
Rahmen auf, geben den Text ein und formatieren ihn. Mit dem Befehl
Format/FontWork blenden Sie das Hilfsmodul für Schriften ein.
Hiermit weisen Sie eine Form zu, beispielsweise Oberer Halbkreis.
Wenn Sie nun die Schaltfläche Kontur einschalten, erscheint
eine zusätzliche Hilfslinie entlang des Textverlaufs. Mit
Hilfe dieser Orientierungslinie passen Sie den Biegungsverlauf des
Textelements exakt an die Kontur des gewünschten Objekts an.
Um die Lage und Ausrichtung zu verändern, verschieben Sie
einfach die Markierungspunkte entsprechend. Mit einem Klick neben
das Textobjekt übernehmen Sie die Einstellung.
Ralph
Kusterer/ib
Textboxen gestalten
In StarOffice können Sie auf
einfache Weise Textboxen einfügen und optisch hervorheben.
Um
in StarOffice Schriften in Kästen darzustellen, plazieren Sie
den Cursor auf der gewünschten Seite im Dokument und benutzen
den Befehl Einfügen/ Rahmen. Im Dialog schalten Sie im
Bereich Verankerung die Option Absatz ein und übernehmen die
Einstellung mit OK. StarOffice fügt daraufhin einen kleinen
Objektrahmen an der Cursorposition ein.
Sie können den
Rahmen skalieren und frei plazieren. Wenn Sie Text eingeben
möchten, klicken Sie einmal neben und einmal in den Rahmen.
Um den Umlauf festzulegen, wählen Sie den Rahmen aus, indem
Sie auf eine Randlinie und dann mit der rechten Maustaste
hineinklicken. Öffnen sie das Untermenü Umlauf, und
wählen Sie hier die gewünschte Option aus,
beispielsweise Seitenumlauf. Mit einem Doppelklick in den Kasten
rufen Sie die Dialogbox Rahmen auf. Hier weisen Sie mit Hilfe der
Register Umrandung und Hintergrund Randlinien, Schatten oder
Schraffuren zu.
Ralph Kusterer/ib
Schreibhilfe
Die Funktion AutoComplete nimmt Ihnen Arbeit
beim Schreiben von Texten ab.
Wenn Sie den Anfang eines Wortes
eintippen, vervollständigt die StarOffice-Funktion
AutoComplete den Begriff automatisch. Sie schalten diese Funktion
ein, indem Sie im Dialog Bearbeiten/AutoText die Option Rest des
Namens bei der Eingabe als Tip anzeigen aktivieren. Wichtig ist,
daß Sie die gewünschten Wörter einmalig als
Textbausteine in die AutoText-Liste aufnehmen. Markieren Sie dazu
ein passendes Wort im Dokument, und übernehmen Sie es mit
[Strg-C] in die Zwischenablage. Wählen Sie die Schaltfläche
AutoText und im erscheinenden Dialog den Bereich standard, und
fügen Sie den Begriff mit [Strg-V] in das Feld Name ein. Im
Feld Kürzel ordnen Sie eine passende Zeichenkombination zu.
Klicken Sie auf die Schaltfläche AutoText, und benutzen Sie
den Befehl Neu.
Der neue Begriff erscheint nun in der Liste der
Textbausteine. Mit Schließen kehren Sie zum Text zurück.
Wenn Sie hier die ersten drei Anfangsbuchstaben des neuen
AutoText-Eintrags eintippen, erscheint der vollständige
Begriff in einem Flyer über dem Wort. Ein Druck auf die
[Enter] genügt, um das Wort vollständig in den Text zu
übernehmen.
Beginnen mehrere Textbausteine mit den
gleichen Buchstaben, müssen Sie so lange weitertippen, bis
die Zuordnung eindeutig ist. Alternativ können Sie auch die
Tastenkombination [Strg-Tab] benutzen, um diese Einträge der
Reihe nach im Flyer anzuzeigen.
Ralph Kusterer/ib
Schnelle Hyperlinks
Mit dem Navigator erzeugen Sie schnell
und einfach Hyperlinks auf beliebige Objekte.
Wollen Sie
Hyperlinks auf beliebige Objekte einrichten, die sich in anderen
Dokumenten befinden? Mit dem Navigator-Fenster von StarOffice 4.0
geht das schnell und bequem.
Laden Sie ein Quelldokument, das
beispielsweise einige Grafiken enthält, sowie das
Zieldokument, in das Sie die Hyperlinks einfügen möchten.
Geben Sie dem Zieldokument den Fokus, aktivieren Sie den Navigator
mit F5, und wählen Sie im Listenfeld unten das gewünschte
Quelldokument mit dem Zusatz (inaktiv) aus. Öffnen Sie im
Navigator die gewünschte Kategorie, beispielsweise Grafiken,
damit der Navigator eine numerierte Liste der entsprechenden
Objekte im Zieldokument anzeigt. Bevor Sie ein Objekt übernehmen,
klicken Sie im Navigator auf die Schaltfläche Dragmodus und
stellen - falls nötig - die Option Als Hyperlink einfügen
ein. Anschließend wählen Sie im Navigator das
gewünschte Grafikobjekt aus und ziehen es per Drag&Drop
ins aktive Dokument. Hier legt StarOffice automatisch ein
funktionsfähiges Hyperlink auf die entsprechende Grafik
an.
Sie können mit diesem Verfahren Hyperlinks auf alle
Objekte erzeugen, die im Navigator aufgelistet werden. Auch die
parallele Verwendung mehrerer Quelldokumente ist erlaubt.
Ralph
Kusterer/ib
E-Mails filtern
StarOffice bietet Filterfunktionen, um
unerwünschte E-Mails automatisch abzuweisen.
StarOffice
schützt Sie auf Wunsch automatisch vor unerwünschten
E-Mails. Dazu müssen Sie lediglich einen E-Mail-Filter
einschalten.
Wenn Sie öfters lästige Werbesendungen
von einem Absender erhalten, dessen E-Mail-Adresse Sie kennen,
filtern Sie diese Sendungen einfach heraus. Klicken Sie dazu im
Explorer-Fenster mit der rechte Maustaste auf den Eingangsordner
Ihres E-Mail-Pop3-Accounts (für die empfangenen Mails),
wählen Sie den Eigenschaften-Dialog und darin das Register
Regeln. Stellen Sie im Listenfeld Aktion die Option Löschen
ein, und lassen Sie die Einstellungen Absender und Enthält
unverändert. In das Feld Ausdruck geben Sie die
E-Mail-Adresse des unerwünschten Absenders ein und klicken
auf Hinzufügen und OK.
Künftig werden alle
Nachrichten dieses Absender automatisch aus Ihrem
Internet-Briefkasten gelöscht.
Ralph Kusterer/ib
Makros als Symbol
Für einen schnellen Zugriff
verknüpfen Sie Makros mit Schaltflächen auf beliebigen
Symbolleisten.
Damit ein Makro schneller verfügbar ist,
legen Sie es als Button auf einer Symbolleiste ab. Sie können
beispielsweise ein mitgeliefertes Makro einer Schaltfläche
zuordnen, das Umlaute beim Schreiben von E-Mails automatisch
konvertiert. Grundsätzlich machen Sie dazu zunächst die
Symbolleiste in StarOffice sichtbar, in der Sie eine neue
Schaltfläche hinzufügen möchten.
In diesem
Beispiel wählen Sie dazu den Befehl Datei/Neu/Nachricht und
klicken im Dokument Neue Nachricht in den Textbereich, damit die
Textobjektleiste erscheint. Dann wählen Sie Extras/Anpassen
und aktivieren das Register Symbolleisten. Hier wählen Sie im
Fenster die gewünschte Leiste aus, in diesem Fall den Eintrag
Textobjektleiste, und klicken auf Bearbeiten. Öffnen Sie im
Fenster Bereich des nächsten Dialogs den Ordner Gimmicks, und
wählen Sie das Makro ReplaceUmlaut aus. Ordnen Sie dem oben
links im Dialog ausgewählten Eintrag Main mit der
Schaltfläche Symbol ein passendes Icon zu, das Sie
anschließend mit OK übernehmen.
Zum Schluß
ziehen Sie noch den Eintrag Main des Makros oben links aus dem
Dialog Symbolleisten bearbeiten direkt auf die
Textobjektleiste.
Ralph Kusterer/ib
Bilder fürs Web
Bereiten Sie Bilddateien direkt in
StarOffice für die Verwendung im Internet auf.
Mit
StarOffice wandeln Sie jede Grafikdatei in eines der im Internet
verwendeten Bildformate GIF oder JPG um. Laden Sie dazu mit dem
Befehl Datei/Öffnen die gewünschte Grafikdatei. Diese
erscheint nun im Bildbearbeitungsmodul von StarOffice. Um die
Dateigröße zu reduzieren, verkleinern Sie das Bild
zunächst mit dem Befehl Ändern/Größe ändern
auf die Abmessung, in der es auf der Web-Site erscheinen soll. Im
Dialog ändern Sie dazu einen beliebigen Wert, indem Sie
beispielsweise in der Spalte Breite im unteren Feld 50.00%
einstellen. Alle anderen Werte werden automatisch angepaßt.
Mit OK übernehmen Sie die Änderung.
Je nach Grafiktyp
unterscheiden sich die folgenden Arbeitsschritte. Bei Symbolen
oder Strichzeichnungen, die im GIF-Format gespeichert werden,
müssen Sie den Grafikhintergrund oft transparent setzen,
damit sich das Bild perfekt in den Seitenhintergrund einpaßt.
Dazu benutzen Sie den Befehl Ändern/Pipette. Im Dialog
aktivieren Sie das Pipette-Symbol und klicken im Bild die Farbe
an, die Sie transparent setzen wollen, normalerweise also den
Hintergrundbereich. Zum Abschluß klicken Sie auf Ersetzen.
Sichern Sie die fertige Grafik mit dem Befehl Datei/Speichern
unter. Wichtig ist, daß Sie im Dialog in jedem Fall nochmals
den gewünschten Dateinamen ohne Dateierweiterung eintippen,
damit die alte Endung entfernt wird. Dann stellen Sie im Feld
Dateityp die Option GIF - Graphics Interchange ein und klicken auf
Speichern. Soll die Grafik transparent erscheinen, schalten Sie im
folgenden Dialog GIF Optionen die Checkbox Transparent speichern
ein.
Bei fotorealistischen Bildern, die im JPG-Format
gespeichert werden, ist das Zuweisen einer Transparenz meist nicht
erforderlich. Wählen Sie hier im Feld Dateityp des Dialogs
Speichern unter das Format JPG - JPEG aus. Im folgenden
Optionen-Dialog stellen Sie im Feld Qualität einen Wert um
die 70% ein, um die Dateigröße möglichst klein zu
halten.
Sammelstelle
Mit Hilfe des Beamers machen Sie
selbsterstellte Objekte für Office-weit verfügbar.
Der
Beamer, eine StarOffice-interne Variante der Zwischenablage,
erlaubt es Ihnen, die darin dargestellten Objekte direkt in ein
Dokument zu ziehen. Der Datenaustausch funktioniert aber auch in
die andere Richtung. So nehmen Sie mit Hilfe des Beamers
beispielsweise selbsterzeugte Cliparts in die Gallery auf.
Laden
Sie dazu ein Dokument, und erstellen Sie mit Hilfe der
Zeichnen-Leiste eine Grafik. Um dieses Objekt in die
Clipart-Gallery zu übernehmen, schalten Sie im Ansicht-Menü
die Elemente Explorer und Beamer ein. Dann öffnen Sie im
Explorer den Ordner Gallery und wählen die gewünschte
Zielkategorie aus, beispielsweise Icons & Symbole. Wenn Sie
jetzt das neue Objekt aus dem Dokument mit gedrückter
[Strg]-Taste auf das Beamer-Fenster ziehen, wird es automatisch
der aktuellen Kategorie im Beamer hinzugefügt. Das neue
Element steht somit allen Office-Anwendungen zur Verfügung.
Mehrsprachige Tabellen
Weisen Sie einzelnen Zellen in
StarCalc-Tabellen das passende Sprachformat zu.
StarCalc
erleichtert die Arbeit mit mehrsprachigen Tabellen, da sich das
Sprachformat jeder Zelle individuell einstellen läßt.
Dies hat den Vorteil, daß StarCalc automatisch die korrekten
Datums- und Währungsformate zuweist. Wählen Sie dazu die
gewünschten Zellen aus, und benutzen Sie den Befehl
Format/Zelle.
Im Dialog aktivieren Sie das Register Zahlen.
Hier finden Sie das Listenfeld Sprache, in dem Sie die gewünschte
Nationalität einstellen. Zusätzlich verhindern Sie
unnötige Korrekturaktivitäten der Rechtschreibprüfung,
indem Sie im Register Schrift ebenfalls die gewünschte
Sprache zuweisen.
ImageMaps anlegen
So erstellen Sie mit StarOffice Grafiken
zur komfortablen Benutzerführung.
ImageMaps eignen sich
hervorragend, um die Benutzerführung auf Internet-Seiten oder
lokalen Dokumenten zu verbessern. Legen Sie dazu zunächst ein
leeres Text- oder HTML-Dokument an, in das Sie eine passende
Grafik einfügen. Geeignete Bilder finden Sie beispielsweise
im Gallery-Ordner des Explorer-Fensters, wie etwa die Landkarten
im Ordner Flaggen und Karten. Wählen Sie die Grafik im
Dokument aus, und benutzen Sie den Befehl Bearbeiten/ImageMap. Im
ImageMap-Editor markieren Sie zunächst mit einem
Auswahlwerkzeug den Bildbereich, den Sie mit einer Funktion
belegen möchten. Beispielsweise wählen Sie mit dem
Freihandpolygon-Werkzeug einen unregelmäßigen
Bildbereich durch Zeichnen mit der Maus. Geben Sie nun in das Feld
Adresse den entsprechenden Verweis ein. Dies kann eine URL-Angabe
oder der Befehl zum Aufruf einer lokalen Datei sein,
beispielsweise c:\windows\info.txt.
Ab dem ServicePack 2 dürfen
Sie in StarOffice 4 statt einem Datei- oder URL-Verweis auch
Befehle zum Aufruf von Programmen verwenden.
In das Feld Text
tragen Sie den Hinweistext ein, der erscheint, wenn Sie mit der
Maus über den Bildbereich fahren. Falls Sie die Verweisgrafik
in einem Frameset einsetzen wollen, definieren Sie im Feld Frame
den Zielrahmen für die Anzeige des Objekts. Zum Schluß
klicken Sie auf die Schaltfläche Zuweisen. Auf die gleiche
Weise verknüpfen Sie weitere Bildbereiche mit Befehlen.
Schließen Sie dann den Editor. In der fertigen ImageMap
genügt nun ein Mausklick auf einen definierten Bereich, um
die verknüpfte Aktion - beispielsweise das Laden eines
Dokuments - auszuführen. Die ImageMap läßt sich
über die Zwischenablage in jedes StarOffice- oder
HTML-Dokument übertragen.
Sammelzustellung
Sammeln Sie Ihre E-Mail in StarOffice, und
schicken Sie sie auf einmal ab.
Bei der Arbeit mit E-Mails in
StarOffice ist die Online-Taste sehr wichtig, die Sie oben rechts
in der Funktionsleiste finden. Ist die Taste aktiviert, werden
E-Mails sofort abgeschickt oder abgeholt, wenn Sie die
entsprechende Funktion auslösen.
Bei ausgeschalteter
Online-Taste stellt StarOffice keine Verbindung her. Dieser
Umstand läßt sich einsetzen, um mehrere E-Mails in
einem Rutsch zu verschicken.
Wenn Sie im Offline-Modus im
E-Mail-Editor auf Absenden klicken, wird die Nachricht zunächst
im Ausgangskorb abgelegt. Auf diese Weise sammeln Sie mehrere
Nachrichten im Ausgangskorb. Wenn Sie sie dann in einem Durchgang
abschicken möchten, schalten. Sie einfach die Online-Taste
wieder ein.
Versteckter Kalender
Nutzen Sie den eingebauten Kalender in
StarOffice 4.0, um Termine einzuhalten.
Wieder einmal das
Geschenk für den Hochzeitstag vergessen? StarOffice hilft
Ihnen, diesen und andere Termine im Blick zu behalten. Denn es
enthält einen Kalender, der sich jedoch nicht direkt über
die Menü- und Funktionsleisten aufrufen läßt. Um
den Kalender anzuzeigen, geben Sie in das URL-Feld links oben in
der Funktionsleiste den Befehl
private:calendar/
ein und
drücken [Enter]. Im Hauptfenster erscheint nun eine
monatsweise Übersicht, in welcher der aktuelle Tag
automatisch markiert ist.
Um schnell zu einem nicht angezeigten
Datum zu springen, klicken Sie auf einen grau hervorgehobenen
Monatsnamen. Im Menü läßt sich nun ein zukünftiger
Termin auswählen - bis zu vier Jahre im Voraus. Ein
Rücksprung ist im Kontextmenü allerdings nicht möglich:
Dazu benutzen Sie die Pfeiltaste oben links.
Drag&Drop-Diagramme
Diagramme lassen sich in
StarOffice-Tabellen mit der Maus aktualisieren.
Wenn Sie in
einem StarCalc-Tabellendokument ein Diagramm mit Hilfe des Befehls
Einfügen/Diagramm angelegt haben, läßt sich die
grafische Darstellung jederzeit per Drag&Drop ändern.
Dazu markieren Sie einen Zellbereich mit den gewünschten
Werten und ziehen ihn auf das eingebettete Diagrammobjekt. Im
Dialog geben Sie an, ob sich die Beschriftung in der ersten Reihe
oder ersten Spalte befindet. Nach einem Klick auf OK verwendet das
Diagramm automatisch die neuen Daten, die Sie auf das Objekt
gezogen haben.
Automatische Umlautkonvertierung
Wenn Sie E-Mails mit
StarOffice schreiben, sorgt ein Makro für die automatische
Umwandlung von Umlauten.
Die deutschen Sonderzeichen und
E-Mails vertragen sich nicht: Auf dem Weg über die
verschiedenen Stationen im Internet werden die Umlaute und das ß
oft durch andere Sonderzeichen ersetzt, da viele Server nur den
ursprünglichen 7-Bit-ASCII-Standard mit lediglich 128 Zeichen
unterstützen. Anstatt die deutschen Sonderzeichen von Hand zu
ersetzen, können Sie diese lästige Arbeit automatisch
von StarOffice durchführen lassen. Dies übernimmt ein
mitgeliefertes Makro, daß allerdings gut versteckt ist. Um
das Makro auf einen geladenen Text anzuwenden, wählen Sie
Extras/Makro. Öffnen Sie im rechten Fenster des Dialogs den
Ordner Gimmicks per Doppelklick. Hier finden Sie das Makro
ReplaceUmlaut. Um die Umlautkonvertierung auf den geladenen Text
anzuwenden, wählen Sie dieses Makro und klicken auf
Ausführen.
Ralph Kusterer/ib
Bilder in HTML plazieren
Standardmäßig lassen
sich Grafiken in HTML-Seiten nur links- oder rechtsbündig
plazieren. Diese Einschränkung können Sie umgehen, indem
Sie das Bild in eine Tabelle aufnehmen.
Um ein Bild frei zu
plazieren, arbeiten Sie mit sogenannten Blindtabellen, die nicht
sichtbar sind. Benutzen Sie den Befehl Einfügen/Tabelle, und
setzen Sie im Dialog den Wert für Spalten auf 2 und den Wert
für Zeilen auf 1. Mit OK legen Sie die Tabelle an. Dann
ziehen Sie das Bild in die rechte Spalte der Tabelle oder
übernehmen es mit Einfügen/Grafik. Jetzt legen Sie die
Ausrichtung des Bildes beliebig fest, indem Sie die Trennlinie
zwischen den beiden Tabellenspalten mit der Maus verschieben. Zum
Schluß entfernen Sie den Rahmen der ausgewählten
Tabellenzellen, indem Sie jeweils in der Tabellensymbolleiste auf
die Schaltfläche Umrandung klicken und das erste Kästchen
links auswählen. Diese Technik eignet sich ebenso dafür,
Textelemente frei im Dokument auszurichten, beispielsweise bündig
gesetzte Listen.
Ebenso einfach können Sie ein Bild auf
der Seite zentrieren. Legen Sie dazu eine Tabelle mit einer Spalte
und einer Zeile an, und fügen Sie das Bild ein. Weisen Sie
der Grafik nun mit der Schaltfläche Verankern die Option
Zeichen zu. Um das Bild zu zentrieren, klicken Sie einmal rechts
daneben, um den Cursor in der Tabelle zu plazieren. Dann klicken
Sie mit der rechten Maustaste in die Tabelle und benutzen den
Befehl Ausrichtung/Zentriert.
Ralph Kusterer/ib
Zweifarbige Buchstaben
Mit dem FontWork-Modul versehen Sie
Buchstaben mit einem andersfarbigen Rand.
Mit dem
FontWork-Modul heben Sie Buchstaben aus dem grauen Einerlei Ihrer
Bleiwüsten heraus. Um mehrfarbige Textelemente anzulegen,
klicken Sie in der vertikalen Werkzeugleiste auf die
Zeichnen-Schaltfläche und aktivieren das Textsymbol mit dem
großen T. An der gewünschten Stelle im Dokument ziehen
Sie einen Rahmen auf, geben den Text ein und markieren ihn. Über
den Befehl Format/Zeichen weisen Sie im Register Schrift die
gewünschte Füll-Farbe zu. Benutzen Sie nun den Befehl
Format/ FontWork. Im gleichnamigen Dialog aktivieren Sie eines der
Formsymbole, beispielsweise Obererer Halbkreis. Stellen Sie in der
Zeichnen-Objektleiste im Listenfeld Linienfarbe die gewünschte
Farbe für den Buchstabenrand ein. Zum Abschluß klicken
Sie im Font-Work-Dialog auf die Schaltfläche
Buchstabenumrandung. StarOffice weist nun die ausgewählte
Randfarbe zu. Mit Hilfe der Listenfelder Linienstil und
Linienbreite stellen Sie Art und Stärke der Umrandung ein.
Durch Verschieben der Markierungspunkte bringen Sie das Textobjekt
in die gewünschte Form.
Importfilter ausblenden
So entfernen Sie überflüssige
Einträge aus der Liste der Importfilter.
Im Listenfeld
Dateityp des Datei/Öffnen-Dialogs finden Sie zahlreiche
Importfilter, von denen Sie einige unter Umständen nie
benötigen. Um die Liste übersichtlicher zu machen,
blenden Sie einzelne Importfilter manuell aus. Legen Sie dazu im
Verzeichnis Office40 eine Sicherheitskopie der Datei install. ini
mit der Endung .org an, und öffnen Sie die Datei install.ini
mit einem Texteditor. Sie sehen nun eine Liste der vorhandenen
Importfilter des StarOffice. Um einzelne Filter zu deaktivieren,
fügen Sie am Anfang der entsprechenden Zeile jeweils ein
Semikolon ein. Grafik-Importfilter finden Sie sowohl im Bereich
[Graphic Filters -Import] als auch unter
[simage4-Filters-49].Durch den Eintrag
;Lotus 1-2-3 (DOS)
(StarWriter)
schalten Sie beispielsweise den Importfilter für
diese Tabellenkalkulation aus. Analog deaktivieren Sie weitere
Importfilter, die Sie nicht benötigen. Speichern Sie die
Änderungen in der Datei install.ini. Nach einem Neustart des
StarOffice erscheinen die deaktivierten Filter nicht mehr im
Öffnen-Dialog.
E-Mail via T-Online
Nutzen Sie StarOffice als E-Mail-Client
zusammen mit T-Online.
Wenn Sie über das DFÜ-Netzwerk
von Windows 95/98 einen Zugang zu T-Online eingerichtet haben,
lassen sich E-Mails direkt mit StarOffice senden und empfangen
(siehe Textbox "T-Online-Zugang via DFÜ-Netzwerk
einrichten"). Um dies einzurichten, klicken Sie im
Explorer-Fenster des StarOffice mit der rechten Maustaste auf den
obersten Ordner Explorer. Öffnen Sie das Menü Neu, und
benutzen Sie den Befehl POP3-Account. Im Dialog konfigurieren Sie
Ihren Empfangsordner für E-Mails. Dazu geben Sie im Register
Server in der Zeile Empfangen die Zeile
pop.btx.dtag.de
ein.
In das Feld Benutzer tragen Sie den Teil Ihrer E-Mail-Adresse ein,
der vor dem @-Zeichensteht. Falls
Sie in T-Online noch keinen Alias-Namen angemeldet haben, steht
hier Ihre komplette Rufnummer, gefolgt von der Teilnehmernummer
0001. Dies kann beispielsweise so aussehen: 089567895-0001. In das
Feld Passwort tragen Sie Ihr allgemeines T-Online-Paßwort
ein und in das Feld Absender Ihre komplette E-Mail-Adresse,
beispielsweise
Fritz.Meisinger@t-online.de
Alle
weiteren Felder lassen Sie frei. Wählen Sie nun das Register
Allgemein aus, und vergeben Sie hier eine Bezeichnung für den
neuen Ordner, beispielsweise E-Mail Eingang. Mit OK schließen
Sie ab. Die Frage, ob Sie einen Ausgangskorb anlegen möchten,
beantworten Sie mit Ja. Der Ausgangskorb ist notwendig, damit Sie
E-Mails verschicken können. Im Register Server tragen Sie die
erforderlichen Eingaben in die Zeile Mail senden ein. In das Feld
Server geben Sie hier
mailto.btx.dtag.de
ein. Die weiteren
Einträge in dieser Zeile sind identisch mit den Angaben im
Dialog zuvor. Im Register Allgemein vergeben Sie die Bezeichnung
E-Mail Ausgang. Mit OK legen Sie den Ausgangskorb an. Die beiden
neuen Ordner erscheinen nun im Explorer-Fenster. Damit empfangene
Mails automatisch auf Ihren Rechner übertragen werden,
klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner E-Mail
Eingang und schalten im Menü Nachrichteninhalte die Option
Lokal speichern ein. Damit können Sie sofort E-Mails senden
und empfangen.
Automatische Überschriften
Auf Wunsch formatiert
StarOffice Überschriften automatisch während der
Texteingabe.
Wollen Sie Arbeit bei der Formatierung sparen?
StarOffice nimmt Ihnen die Umwandlung in Überschriften bei
der Texteingabe ab. Um diese Funktion zu aktivieren, benutzen Sie
die Befehlsfolge Format/AutoFormat/Bearbeiten und wählen das
Register Eingabe. Schalten Sie die Option Vorlagen ersetzen ein,
und klicken Sie auf Schließen. Möchten Sie eine
Überschrift im Dokument automatisch formatieren, geben Sie
Text in einem Absatz ein und drücken zweimal auf [Enter].
StarOffice weist dem Absatz nun automatisch die Formatvorlage
Überschrift 1 zu. Um untergeordnete Überschriftenebenen
zu erhalten, rücken Sie den Absatz vorher mit Tabulatoren
ein. Für eine Überschrift zweiter Ebene fügen Sie
zu Beginn des Absatzes einen Tabstop ein, für eine
Überschrift dritter Ebene zwei Tabstops und so weiter.
Alternativ rücken Sie die Absätze mit entsprechend
vielen Leerzeichen ein, um die Ebene festzulegen. Damit die
automatische Formatierung von Überschriften funktioniert, muß
die Zeile mit einem Großbuchstaben beginnen und darf nicht
mit einem Punkt, Komma oder Semikolon enden. Eine Ausnahme ist der
Doppelpunkt am Ende eines Absatzes: Hier erzeugt Star-Office
automatisch eine Überschrift dritter Ebene. Ganz wichtig ist,
daß der ursprüngliche Absatz mit der Absatzvorlage
Standard formatiert ist. Da diese AutoFormat-Funktion dem nächsten
Absatz die Vorlage Textkörper zuweist, funktioniert die
automatische Formatierung direkt aufeinanderfolgender
Überschriften nicht.
Vorlagen im Beamer
Mit der Steuereinheit Beamer gestalten
Sie die Arbeit mit Vorlagen in StarOffice effektiver.
Wenn Sie
häufig mit Vorlagen arbeiten, empfiehlt es sich, die
Templates mit dem Werkzeug Beamer zu verwalten. Dadurch stehen die
Funktionen, um Vorlagen zu öffnen und zu bearbeiten,
schneller zur Verfügung als über die entsprechenden
Menübefehle. Legen Sie zunächst eine Verknüpfung
auf den Vorlagen-Ordner in der ersten Ebene des ExplorerFensters
an. Dazu öffnen Sie den Ordner Arbeitsplatz und anschließend
das StarOffice-Verzeichnis, das standardmäßig
C:\Office40 heißt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf
den Ordner Template, und benutzen Sie im Kontextmenü den
Befehl Kopie-ren. Wählen Sie den obersten Ordner Explorer
aus, und geben Sie im Kontextmenü auf den Befehl Als
Verknüpfung einfügen. Unterhalb des Explorer-Ord-ners
erscheint der neue Eintrag Verknüpfung mit Template, der
automatisch auch Verknüpfungen auf die Unterverzeichnisse des
Originalordners enthält. Geben Sie dem neuen Verzeichnis mit
Umbenennen im Kontextmenü den Namen Vorlagen. Wenn Sie den
Ordner Vorlagen bzw. ein angeschlossenes Un-terverzeichnis
auswählen und den Beamer öffnen, erscheinen hier die
enthaltenen Vorlagen. Mit einem Doppelklick auf die gewünschte
Vorlage im Beamer legen Sie ein neues Dokument an. Um eine Vorlage
zu bearbeiten, klicken Sie diese mit der rechten Maustaste an und
wählen Öffnen/Als Vorlage.
Ordner verknüpfen
Ordnerverknüpfungen im
Explorer-Fenster erlauben, daß Sie direkt auf importierbare
Daten zugreifen.
Mit Hilfe des Explorer-Fensters machen Sie
Arbeitsdateien direkt im Star-Office verfügbar, die mit
anderen Programmen angelegt wurden und in anderen Formaten
vorliegen. Bewahren Sie beispielsweise Datenbankdateien im
dbf-Format gesammelt in einem Verzeichnis auf, richten Sie im
Explorer-Fenster eine Verknüpfung auf diesen Ordner ein.
Diese Maßnahme ist sinnvoll für alle Dateitypen, die
das StarOffice direkt importieren kann, was Ihre Arbeit
beträchtlich erleichtert. Im StarOffice 4.0 machen Sie dazu
das Explorer-Fenster sichtbar. Klicken Sie hier mit der rechten
Maustaste auf den obersten Eintrag Explorer, und benutzen Sie im
Kontextmenü den Befehl Neu/Verknüpfung. Im Dialog
verwenden Sie die Schaltfläche Verzeichnis und wählen im
nächsten Dialog das Verzeichnis aus, das die gewünschten
dbf-Dateien enthält. Mit OK übernehmen Sie die Auswahl.
Anschließend geben Sie in das Feld Name die Bezeichnung des
neuen Ordners ein, etwa DBF-Datenbanken. Mit OK legen Sie die
Verknüpfung an. Im Explorer-Fenster erscheint nun ein neuer
Ordner. Wie gewohnt, öffnen Sie dieses Verzeichnis per
Doppelklick. Dadurch erscheint der Inhalt rechts im Ordnerfenster.
Um eine dbf-Datei zu laden, klicken Sie diese doppelt an. Die
dbf-Datei läßt sich dann im StarOffice ohne
Einschränkung bearbeiten.
Sonderzeichen ersetzen
Wir haben die etwas versteckte
WordPerfect-Funktion entdeckt, mit der Sie Sonderzeichen suchen
und ersetzen.
Mit einem Trick übernehmen Sie Sonderzeichen
in die Suchen und Ersetzen-Dialogbox. Rufen Sie dazu mit der Taste
[F2] den Dialog Text suchen und ersetzen auf. Plazieren Sie den
Cursor im Feld Suchen, und benutzen Sie die Tastenkombination
[Strg-W].
Es erscheint die Dialogbox WordPerfect-Zeichensätze.
Sie stellt 14 verschiedene Zeichensätze zur Verfügung,
aus denen Sie über die Schaltfläche links oben das
gewünschte Sonderzeichen auswählen können. Mit
Einfügen/ Schließen übernehmen Sie das ausgewählte
Sonderzeichen in das Suchen-Feld.
Leider läßt sich
der Cursor bei geöffneter Zeichensatz-Dialogbox nicht neu
plazieren. Wenn Sie ein Sonderzeichen durch ein anderes ersetzen
möchten, müssen Sie den Zeichensatz-Dialog schließen
und die Prozedur für das Feld Ersetzen durch
wiederholen.
Ralph Kusterer/ib
Systemvariablen nutzen
Mit einer umfangreichen Kollektion
von Systemvariablen automatisieren Sie Ihre Texte.
Der Befehl
SYSTEM(SysVar) innerhalb der Mischen-Funktion von WordPerfect
stellt Ihnen eine Vielzahl an Systemvariablen zur Verfügung.
Mit Hilfe dieser Variablen integrieren Sie beispielsweise Angaben
zum aktuellen Druckertyp, zum Datum oder zu diversen Systempfaden
in einen Text. Wählen Sie Tools/Mischen, betätigen Sie
die Schaltfläche Formular, und aktivieren Sie die Option
Keine Zuordnung, damit die Formular- nicht mit einer Datendatei
verknüpft wird.
Am Bildschirm erscheint die
Mischfunktionsleiste. Wählen Sie über Mischbefehle den
Eintrag SYSTEM(SysVar) aus, und klicken Sie auf Einfügen. Sie
erhalten eine Liste aller zur Verfügung stehenden
Systemvariablen. Mit OK übernehmen Sie eine ausgewählte
Variable direkt in den Text. Mit Mischen/Mischen und OK werden die
SYSTEM-Befehle im Text durch den Inhalt der Variablen
ersetzt.
Ralph Kusterer/ib
Wort-Automatik
Verknüpfen Sie Makros mit einzelnen
Wörtern, um Ihre Texte zu automatisieren.
Mit Hilfe der
Hypertext-Funktion von WordPerfect 6.0 lassen sich Makros
einzelnen Begriffen oder Textpassagen zuweisen und per Mausklick
starten. Dazu blenden Sie mit dem Befehl Tools/Hypertext zunächst
die Hypertext-Funktionsleiste ein. Markieren Sie anschließend
das gewünschte Wort, klicken Sie in der Leiste auf Erstellen,
und schalten Sie in der Dialogbox die Option Makros ausführen
ein. Über die Dateiauswahlbox ordnen Sie das gewünschte
Makro zu, beispielsweise adrsbuch.wcm, das automatisch ein
Adreßbuch öffnet. Mit OK schließen Sie den
Vorgang ab.
Um die Funktion einzuschalten, klicken Sie die
Schaltfläche Aktivieren in der Hypertext-Leiste an.
Anschließend genügt im Text ein Klick auf das als
Hyperlink formatierte Wort, um das zugeordnete Makro zu
starten.
Ralph Kusterer/ib
Verborgene Menüfunktionen
Mit etwas Handarbeit
erweitern Sie WordPerfect um zusätzliche Menübefehle.
Über
den Menü-Editor von WordPerfect 6.1 integrieren Sie
zusätzliche Funktionen, die in den Standardmenüs nicht
zur Verfügung stehen. Den entsprechenden Editor rufen Sie mit
der Befehlsfolge Bearbeiten/Standardeinstellungen/Menü auf.
Falls nötig, müssen Sie zunächst im folgenden
Dialog mit Erstellen eine persönliche Menüstruktur
anlegen, da sich die Standard-Menübelegungen nicht verändern
lassen. Vergeben Sie dazu einen Menünamen wie Mein Menü,
und klicken Sie auf OK. Es erscheint der Dialog Menüleiste
bearbeiten, in dem die benötigte Option Programmfunktionen
bearbeiten bereits aktiviert ist.
In den einzelnen Menüs,
die Sie im Listenfeld Funktionskategorien auswählen, finden
Sie eine Reihe von Funktionen, die bisher nicht zur Verfügung
standen. Dazu gehören beispielsweise Alle Speichern im
Datei-Menü oder verschiedene Ansichtsraster im Anzeigen-Menü.
Um einen ausgewählten Befehl zu übernehmen, klicken Sie
auf Menüeintrag hinzufügen. Eine freie Zuordnung per
Drag&Drop ist ebenfalls möglich.
Alternativ können
Sie auch eine neue Funktion als Button ablegen. Dazu doppelklicken
Sie im Dialog Standardeinstellungen auf das Symbol Tastenleiste,
wählen eine Symbolleiste aus und klicken auf Bearbeiten.
Alles weitere funktioniert wie beim Menüeditor.
Ralph
Kusterer/ib
Eigene Abfragen in Vorlagen
So erstellen Sie Vorlagen mit
automatischen Abfragedialogen in WordPerfect.
Mit WordPerfect
integrieren Sie bei Bedarf eigene Abfragedialoge in Vorlagen.
Dadurch erscheint beim Anlegen eines neuen Dokuments ein Fenster,
das Daten abfragt und diese in das Dokument übernimmt.
Benutzen Sie dazu den Befehl Datei/Neu. Im Dialog wählen Sie
den Eintrag Zum Erstellen automatisierte Vorlage aus, klicken auf
Optionen und dann auf Neue Vorlage. Im Dokument benutzen Sie in
der Vorlagen-Funktionsleiste die Schaltfläche Abfragen
erstellen. Im Dialog Abfragen zusammenstellen legen Sie mit
Hinzufügen nacheinander die gewünschten Felder an,
beispielsweise Firma, Name etc. Sie können diese Felder auch
durch einen Klick auf die Schaltfläche unten mit den
entsprechenden Feldern im Adreßbuch von WordPerfect
verknüpfen. Die fertigen Felder übernehmen Sie mit der
Einfügen-Schaltfläche nacheinander in die Vorlage. Dabei
kann der Cursor bei geöffneter Dialogbox frei im Text
plaziert werden. Schließen Sie die Dialogbox mit OK, und
klicken Sie auf die Schaltfläche Objekt kopieren/entfernen,
um das benötigte Makro in die Vorlage zu übernehmen. Im
Dialog wählen Sie dazu unter Objekttyp die Option Makros auf
Datenträger aus.
Klicken Sie auf das Durchsuchen-Symbol im
Feld Quelle, und laden Sie das Makro _autofil.wcm mit OK.
Anschließend übernehmen Sie das Makro mit Kopieren in
das rechte Fenster Ziel und schließen den Dialog.
Im
Dokument benutzen Sie nun die Schaltfläche Zuordnen und
schalten im Dialog die Option Auslöser ein. Markieren Sie
links die Option Nach Neu, und wählen Sie im Listenfeld
Makros das Makro zum Ausfüllen automatisierter Vorlagen. Mit
OK schließen Sie ab. Jetzt muß die Vorlage noch
gespeichert werden.
Bei jedem Laden der Vorlage mit dem Befehl
Datei/Neu erscheint eine Abfragebox, welche die gewünschten
Informationen automatisch in das neue Dokument übernimmt.
Lesezeichen vor dem Speichern setzen
Mit Quickmarken
beginnen Sie Ihre Arbeit am Morgen dort, wo Sie am Abend aufgehört
haben.
Wer des öfteren größere Texte
bearbeitet, weiß das Einbinden von Lesezeichen zu schätzen.
Unter
Einfügen - Lesezeichen
geben Sie jederzeit solche
Lesezeichen an den Stellen Ihrer Wahl ein und gelangen wieder
mit
Bearbeiten - Gehe zu
zurück. Gehen Sie jedoch
sparsam mit der Vergabe um, damit Sie nicht den Überblick
über die Lesezeichen verlieren. Sehr komfortabel ist das
Angebot, die letzte Cursorposition vor dem Speichern automatisch
zu erfassen. Das ist besonders nützlich, denn Sie gelangen
beim nächsten Aufruf der Datei wieder mit [Strg-Q] an die
zuletzt bearbeitete Textstelle. Dort machen Sie weiter oder
wechseln schnell zum Textende.
Damit WordPerfect 6.1 für
Windows diese Stelle automatisch markiert, aktivieren Sie
unter
Bearb. - Standardeinstellungen - Organisation
die
Option
Quickmark beim Speichern setzen
Wolfgang Steiner/ib
Drag&Drop unter Windows NT 3.5
Ein Fehler beim Drag&Drop
in WP 6.1 unter Windows NT kann von alten DLLs herrühren.
Haben
Sie sich schon einmal darüber gewundert, warum Ihr per
Drag&Drop verschobener Text nie an der gewünschten
Stelle, sondern statt dessen am Anfang des Textes eingefügt
wird? Eine mögliche Fehlerquelle ist, daß WP alte
Versionen der folgenden DLLs aus dem System32-Verzeichnis benutzt:
"compobj.dll", "ole2.dll", "ole2disp.dll",
"ole2nls.dll" und "storage.dll".
Im
Systemverzeichnis befinden sich jedoch neuere Versionen dieser
Bibliotheken. Aufgrund der Prioritäten des Suchpfads
verwendet Windows dennoch die Versionen aus System32.
Kopieren
Sie also einfach die genannten Dateien aus System in das
System32-Verzeichnis. Denken Sie aber in jedem Falle daran, zuvor
Sicherungskopien zu machen!
ib
Rechnende Datenbank
Setzen Sie Formeln in
WinWorks-Datenbanken ein, um Berechnungen
durchzuführen.
Automatische Berechnungen funktionieren in
der WinWorks-Datenbank im Prinzip genauso wie in der
Tabellenkalkulation. Um Werte einer Spalte in Formeln zu
übernehmen, geben Sie in der Datenbank die entsprechende
Spalten- bzw. Feldbezeichnung in der Formel an.
Nehmen wir an,
eine Datenbank enthält die Felder Bruttobetrag,
Mehrwertsteuersatz und Nettobetrag. Wenn die ersten beiden Daten
bekannt sind, läßt sich der Nettobetrag in der
Datenbank automatisch ausrechnen. Öffnen Sie dazu die
gewünschte Datenbank, und klicken Sie auf die Schaltfläche
Listenansicht. Wählen Sie das erste Feld der Spalte aus, in
der das Berechnungsergebnis erscheinen soll, beispielsweise in der
Spalte Nettobetrag. Fügen Sie eine Formel wie die folgende
ein:
=Bruttobetrag/(Mehrwertsteuersatz+100)*100
Bei der
Eingabe von Bruttobetrag und Mehrwertsteuersatz wird jetzt der
Nettobetrag automatisch berechnet.
Ralph Kusterer/ib
Adreßbuch importieren
So machen Sie eine externe
Datenbankdatei zum Standard-Adreßbuch in WinWorks.
Sie
wollen eine externe Datenbank als Standardadreßbuch in
WinWorks nutzen? Dazu ist erforderlich, daß das Programm das
entsprechende Fremdformat importieren kann, was beispielsweise für
dbf-Dateien gilt.
Wählen Sie in WinWorks Datei/Öffnen.
Im erscheinenden Dialog stellen Sie im Listenfeld Dateityp das
benötigte Format ein - beispielsweise dBase (*.dbf) - und
öffnen die gewünschte Datei, die nun automatisch
importiert wird. Mit Extras/Einstellungen machen Sie die neue
Datei zum Standard-Adreßbuch, wählen die neue Datei im
Register Adreßbuch und schließen mit OK.
Ralph
Kusterer/ib
Vordefinierte Felder
WinWorks nimmt Ihnen viel Arbeit ab,
indem es Datenbankfelder automatisch ausfüllt.
Für
jedes Datenbankfeld läßt sich in WinWorks ein
Vorgabewert definieren, der bei einem neu angelegten Datensatz
automatisch eingefügt wird. Das ist sinnvoll, wenn bestimmte
Felder in einer Datenbank fast immer den gleichen Inhalt erhalten,
beispielsweise den Eintrag Geschäftsleitung in der c/o-Zeile
einer Kundendatenbank.
Laden Sie die entsprechende Datenbank,
und benutzen Sie den Befehl Ansicht/Formular. Im Eingabeformular
wählen Sie das gewünschte Feld aus, etwa ZHD. Hier geben
Sie den gewünschten Voreintrag als Formel
ein:
="Geschäftsleitung"
Wichtig ist, daß
Sie die Eingabe in Anführungszeichen setzen, damit WinWorks
den Eintrag als Text identifiziert. Wenn Sie jetzt in ein leeres
Formular etwas eingeben, fügt das Programm automatisch den
vordefinierten Text in das Feld ZHD ("Zu Händen")
ein. Bei Bedarf läßt sich dieser Eintrag nach Belieben
überschreiben.
Ralph Kusterer/ib
Fußnoten plazieren
Fußnoten lassen sich in
WinWorks-Textdokumenten nach Wunsch anordnen.
Die
Textverarbeitung von Works kann Fußnoten entweder unten auf
jeder Seite oder gesammelt am Dokumentende abdrucken. Der
entsprechende Umschalter ist leider etwas versteckt.
Benutzen
Sie den Befehl Datei/Seite einrichten, und wählen Sie im
Dialog das Register Weitere Optionen aus. Hier finden Sie das
Kontrollkästchen Fußnoten am Dokumentende drucken, das
standardmäßig ausgeschaltet ist. Wenn Sie diese Option
einschalten und mit OK abschließen, ordnet Works alle
Fußnoten am Ende des Dokuments an. Ist die Option
deaktiviert, erscheinen die Fußnoten unten auf jeder Seite.
Um die aktuelle Anordnung zu überprüfen, benutzen Sie
den Befehl Ansicht/Layout oder klicken auf die Schaltfläche
Seitenansicht.
Ralph Kusterer/ib
Exakter Zeilenabstand
Durch Angabe der Maßeinheit
definieren Sie exakte Zeilenabstände in
Works-Texten.
Standardmäßig legt WinWorks den
Zeilenabstand automatisch fest, wobei als Bemessungsgrundlage das
höchste Zeichen in einer Zeile herangezogen wird. Der
Zeilenabstand läßt sich auch individuell
definieren.
Dazu markieren Sie den gewünschten
Textbereich, benutzen den Befehl Format/Absatz und wählen in
der Dialogbox das Register Abstände aus. Tragen Sie im Feld
Zeilenabstand den gewünschten Wert ein, beispielsweise 1,5
für einen eineinhalbfachen Zeilenabstand.
Um den Abstand
noch genauer festzulegen, geben Sie zusätzlich eine
Maßeinheit wie cm (Zentimeter), mm (Millimeter), pt (Punkt)
oder in (Zoll) an. Mögliche Eingaben sind etwa 0,9 cm oder
18,4 pt. Mit OK übernehmen Sie die Änderungen.
Intelligenter Serienbrief
Works stellt automatisch die
benötigten Adreßbestandteile für Serienbriefe
zusammen.
Um Serienbriefe weitgehend zu automatisieren, lassen
Sie Works das Kürzel z. Hd. dem Empfängernamen
voranstellen, wenn der Datensatz neben dem Firmennamen den Namen
einer Kontaktperson enthält. Dafür benötigen Sie
ein zusätzliches Datenbankfeld in der verknüpften
Datenbank. Wechseln Sie zur entsprechenden Adreßdatei, und
benutzen Sie den Befehl Ansicht/Formularentwurf. Legen Sie im
Formular ein neues Feld an, indem Sie in einem freien Bereich die
Zeichen ZHD: eingeben. Betätigen Sie die Eingabetaste und im
anschließenden Dialog OK. Wechseln Sie mit [F9] in die
Formularansicht, und tragen Sie für jeden Datensatz in das
Feld ZHD entweder z. Hd. Herrn oder z. Hd. Frau ein. Wichtig ist,
daß Sie ein Leerzeichen hinter dieser Eingabe hinzufügen.
Bei Datensätzen, die nur die Anschrift einer Firma enthalten,
geben Sie hier nichts ein. Die Eingabe entfällt ebenfalls,
wenn der Empfänger bei keiner Firma arbeitet. Wechseln Sie
nun zum Serienbriefformular, und plazieren Sie den Cursor direkt
vor die Platzhalter zur Ausgabe des Namens in der Adresse. Mit
Einfügen/ Datenbankfeld übernehmen Sie den Platzhalter
ZHDin das Dokument. Falls der ausgewählte Datensatz in diesen
Feldern Angaben enthält, werden sie in den Serienbrief
übernommen sonst entfällt diese Zeile komplett bzw. wird
nur der Name des Adressaten gedruckt.
Individuelle Maske
Über das Ansicht-Menü in Works
statten Sie Datenbankformulare mit eigenen Beschreibungstexten
aus.
Viele Feldnamen einer Datenbanktabelle sind nicht
sonderlich aussagekräftig. Falls Ihnen die kurzen Feldnamen
in Ihren Datenbankformularen nicht klar genug sind, integrieren
Sie hier eigene Bezeichnungen für die Datenfelder. Dazu laden
Sie die Datenbank und benutzen den Befehl Ansicht/Formularentwurf.
Plazieren Sie den Cursor an der gewünschten Stelle im
Formular, und wählen Sie Einfügen/Etikett. In der
Dialogbox geben Sie den gewünschten Text ein, beispielsweise
Erläuterungen zur Funktion eines Feldes. Um den Text ins
Formular zu übernehmen, klicken Sie auf Einfügen. Die
Beschriftung können Sie mit der Maus beliebig auf dem
Formular positionieren. Auf Wunsch lassen sich alle (oder einige)
Feldnamen komplett durch eigenen Beschriftungen ersetzen. Dazu
wählen Sie den gewünschten Feldnamen aus und machen ihn
unsichtbar, indem Sie die Option Feldnamen anzeigen im Format-Menü
ausschalten.
Standardschrift ändern
So definieren Sie Ihre eigenen
Standardschriften für die einzelnen Module von Works.
Works
erlaubt Ihnen, selbstdefinierte Standardschriften für die
einzelnen Programmodule festzulegen. Falls Sie beispielsweise die
Standardschrift für Texte ändern möchten, öffnen
Sie im Register Works-Werkzeuge des Dialogs Works-Start mit einem
Klick auf Textverarbeitung ein neues Dokument. Hier wählen
Sie Format/ Schriftart und Schriftschnitt und stellen in der
Dialogbox die gewünschte Schriftart, -größe und
Farbe ein. Auf Wunsch aktivieren Sie im Bereich Schriftschnitt
noch zusätzliche Auszeichnungen wie fett oder kursiv. Klicken
Sie auf die Schaltfläche Standard, und bestätigen Sie
die folgende Abfrage mit Ja. Schließen Sie das aktuelle
Dokument. Wenn Sie nun einen neuen Text anlegen, verwendet Works
die von Ihnen definierte Standardschrift. Die Einstellung für
Texte gilt automatisch auch für neue Datenbank-Formulare und
umgekehrt. Anders ist dies bei der Tabellen- kalkulation: Hier
läßt sich die gewünschte Standardschrift auf
beschrie-bene Weise unabhängig von den anderen Modulen
einstellen.
Formulare mit Tagesdatum
So integrieren Sie die Anzeige des
aktuellen Datums in Ihre Datenbank-Eingabeformulare.
So zeigt
Works automatisch das aktu-elle Datum im Eingabeformular Ihrer
Datenbanken an. Per Hand richten Sie ein Feld ein, das diese
Aufgabe über-nimmt. Laden Sie die gewünschte
Datenbankdatei, und benutzen Sie Ansicht/ Formularentwurf, um die
Eingabemaske zu bearbeiten. Setzen Sie den Cursor an die Stelle im
Formular, an der das Datum erscheinen soll, und wählen Sie
Einfügen/Feld. Im Dialog Feld ein-fügen geben Sie als
Feldname die Be-zeichnung Datum ein. Aktivieren Sie im Bereich
Format die Option Datum, und wählen Sie die gewünschte
Darstellung aus, beispielsweise in der Form 1. Janu-ar 2000. Mit
OK fügen Sie das neue Feld Datum in das Formular ein. Hier
integrieren Sie eine Funktion, die automatisch das aktuelle Datum
ausgibt. Dazu aktivieren Sie mit Ansicht/Liste die tabellarische
Darstellung. In der Tabelle klicken Sie die erste Zelle in der
Spalte Datum an, geben die Funktion =JETZT() ein und drücken
[Enter]. Das aktuelle Datum erscheint in der Zelle. Zum Schluß
speichern Sie die Daten-bank.
Saubere Trennung
Mit Quicken lassen sich geschäftliche
und private Buchungen klar trennen.
Wollen Sie in Quicken Ihre
geschäftlichen von den privaten Buchungen trennen,
kennzeichnen Sie zunächst alle Kategorien, die sich auf
erstere Vorgänge beziehen, als einkommensteuerwirksam.
Benutzen Sie dazu den Befehl Listen/Kategorien und
Umbuchungskonten. Im Dialog wählen Sie die erste Kategorie
aus, die sich auf geschäftliche Vorgänge bezieht und
klicken auf Ändern. Aktivieren Sie anschließend das
Kontrollkästchen ESt-wirksam, und schließen Sie das
Fenster mit OK. Wiederholen Sie diesen Vorgang für alle
geschäftlichen Rubriken. In der Kategorienliste erhalten
diese Buchungen die Kennzeichnung ESt. Private Buchungen dürfen
diese Kennung nicht aufweisen. Falls nötig, schalten Sie bei
falsch gekennzeichneten Privatkategorien die Option ESt-wirksam
aus.
In den Quicken-Berichten lassen sich die privaten
Kategorien gezielt ausblenden. Rufen Sie dazu einen Bericht auf -
beispielsweise mit dem Befehl
Berichte/Grafiken/Geschäftlich/Gewinn und Verlust. Legen Sie
Berichtstitel und Zeitraum fest, klicken Sie auf Anpassen, und
aktivieren Sie im Register Zusätze die Option Nur
steuerrelevante Buchungen. Wenn Sie mit OK abschließen,
erscheinen nur noch die geschäftlich relevanten Buchungen im
Bericht; alle privaten Buchungen werden ignoriert. Mit der
Schaltfläche Speichern sichern Sie die Änderungen im
Bericht dauerhaft.
Ralph Kusterer/ib
Korrekte Umsatzsteuer
Sorgfältiges Buchen ist nötig,
damit Quicken eine korrekte Mehrwertsteuerabrechnung
erstellt.
Damit Quicken alle Berechnungen für Ihre
Umsatzsteuererklärungen automatisch durchführt, müssen
Sie zunächst in der Kontenliste für jedes benötigte
Konto mit Hilfe der Ändern-Schaltfläche die Option
MwSt-Konto mitführen einschalten. Dann aktivieren Sie für
jede einkommensteuerrelevante Kategorie im Dialog Ändern
Kategorie die Option ESt-wirksam und weisen den entsprechende
Mehrwertsteuersatz zu.
Sobald Sie eine solche Buchung im
Kontenregister zuweisen, überträgt Quicken den
Mehrwertsteuerbetrag automatisch in das Mehrwertsteuer-Konto. Dies
funktioniert allerdings nur dann fehlerfrei, wenn Sie
grundsätzlich jeden steuerrelevanten Posten als Splittbuchung
erfassen. Geben Sie dazu die Buchung zunächst ganz normal in
das Register ein, und weisen Sie die korrekte Kategorie zu. Dann
klicken Sie den Pfeil neben dem Feld Kategorie an und die
Schaltfläche Splitten. Im Dialog Splittbuchung erscheinen nun
die Buchungsangaben, wobei Sie lediglich den Verwendungszweck neu
eingeben müssen. Den Netto- und Mehrwertsteuerbetrag
berechnet Quicken automatisch. Mit Fertig schließen Sie
ab.
Ganz wichtig ist, daß Sie auch
einkommensteuerrelevante Buchungen mit einem Mehrwertsteuersatz
von 0 Prozent auf die beschriebene Weise splitten, beispielsweise
Portokosten oder Bankgebühren. Ansonsten werden diese Beträge
später bei der Berichterstellung nicht erfaßt, und es
kommt zu Fehlbeträgen in der Gewinn- und
Verlustrechnung.
Ralph Kusterer/ib
Gezielt merken
Schalten Sie das automatische Merken von
Buchungen aus, um die Übersicht zu verbessern.
Standardmäßig
übernimmt Quicken 6 alle neu angelegten Buchungen in die
Liste der gemerkten Buchungen. Die hier gespeicherten Einträge
lassen sich jederzeit wieder in das Register übernehmen,
wodurch Sie viel Eingabearbeit sparen. Allerdings wird die Liste
sehr schnell unübersichtlich und voluminös. Daher
empfiehlt es sich, nur die benötigten Buchungen manuell in
die Liste zu übernehmen.
Benutzen Sie dazu den Befehl
Bearbeiten/Einstellungen/ Register. Im Register QuickFill des
Dialogs schalten Sie die Option Automatisches Merken neuer
Buchungssätze aus und schließen mit OK ab.
Quicken
übernimmt ab jetzt keine Buchungen mehr in die Liste Gemerkte
Buchungen. Um hier eine Buchung zu erfassen, wählen Sie diese
aus und benutzen Bearbeiten/Buchung/Buchung merken bzw. [Strg-M].
Gemerkte Buchungen übernehmen Sie in ein Register, indem Sie
den gewünschten Eintrag im Dialog Listen/Gemerkte Buchungen
wählen und auf Nutzen klicken.
Schlanke Berichte
Gestalten Sie Berichte in Quicken
übersichtlicher, indem Sie die Anzeige der Unterkategorien
unterdrücken.
Quicken zeigt standardmäßig alle
Unterkategorien an, die im Bericht Berücksichtigung finden.
Auf folgende Weise erhalten Sie eine übersichtlichere
Anzeige:
Öffnen Sie das Menü Berichte/Grafiken, und
wählen Sie die gewünschte Berichtskategorie aus,
beispielsweise mit dem Befehl Geschäftlich/Gewinn und
Verlust. Klicken Sie im Dialog den gewünschten Bericht an,
beispielsweise Gewinn und Verlust. Benutzen Sie die Schaltfläche
Anpassen, und wählen Sie im Dialog das Register Zusätze
aus. Hier stellen Sie im Listenfeld Unterkategorien die Option
Unterdrücken ein und schließen mit OK ab. Im Bericht
werden jetzt nur noch die Oberkategorien angezeigt, wodurch die
Darstellung erheblich übersichtlicher wird. Falls der Bericht
immer in dieser Form angezeigt werden soll, sichern Sie ihn
abschließend mit Hilfe der Schaltfläche Speichern.
Später können Sie diesen Bericht jederzeit mit Hilfe des
Befehls Berichte/Grafiken/Gespeicherte Berichte wieder
abrufen.
Ralph Kusterer/ib
Konto onlinefähig machen
So nutzen Sie ein bereits
vorhandenes Konto für das Online-Banking.
Wollen Sie Ihre
Konten künftig auch via T-Online führen? Um ein
vorhandenes Konto für das Online-Banking zu verwenden,
benutzen Sie den Befehl Listen/ Liste der Konten. Im Dialog wählen
Sie das gewünschte Konto aus und klicken auf die Schaltfläche
Ändern. Schalten Sie die Option Online-Kontozugang und
Zahlungsverkehr ein, und klicken Sie zweimal auf OK. Nun erscheint
der Dialog Online-Kontoeinstellungen. Hier tragen Sie in die
schwarz hervorgehobenen Felder die Daten ein, die Ihnen Ihre Bank
mitgeteilt hat, also die Persönliche Zugangsnummer (PIN) und
eventuell weitere Zugangscodes, die Sie jeweils zweimal eingeben.
Mit OK übernehmen Sie die Eingaben. Falls Sie bisher
Online-Banking noch nicht genutzt haben, ist es eventuell nötig,
zunächst mit Online/Online-Modemeinstellungen Ihr Modem oder
Ihren ISDN-Adapter zu konfigurieren. Benutzen Sie dazu im Dialog
die Schaltfläche Automatische Erkennung. Falls erforderlich,
geben Sie im Dialog Online/ Online-Zugangsdaten die Rufnummer des
Einwahlknotens (01910 für T-Online 1.0 oder 0191011 für
T-Online 2.0) und Ihre Zugangsdaten für den T-Online-Dienst
ein. Anschließend können Sie das Online-Banking für
dieses Konto nutzen.
Abweichender Kontostand?
Wenn Quicken falsch rechnet, fehlt
oft nur ein Kreuzchen an der richtigen Stelle.
Bei der Führung
eines Online-Kontos mit Quicken kann es vorkommen, daß beim
Kontenabgleich mit dem Bankrechner die Fehlermeldung
Der
Kontostand in Quicken weicht um 23,48 DM vom Online-Endstand
ab.
erscheint. Diese Meldung ist verbunden mit der Abfrage, ob
eine Ausgleichsbuchung eingefügt werden soll. Klicken Sie
hier grundsätzlich auf Nein, wenn die Kontostände im
Quicken-Register und auf Ihrem Bankkonto übereinstimmen. Das
geschilderte Problem tritt auf, sobald das Register Buchungen
enthält, die irrtümlich nicht abgeglichen worden sind.
Das bedeutet, daß hier bei einer oder mehreren Buchungen in
der OK-Spalte das Kreuzchen fehlt. Um das Problem zu beheben,
suchen Sie nach entsprechenden Buchungen. Haben Sie eine solche
Buchung gefunden, klicken Sie zweimal in das Feld der OK-Spalte
und wählen im Dialog Nein. Damit wird die Buchung mit einem
Kreuz versehen. Sobald alle Buchungen auf diese Weise als
abgeglichen gekennzeichnet sind, erscheint die Fehlermeldung nicht
mehr.
Regelmäßig buchen
Mit dem Finanzkalender richten
Sie regelmäßige Buchungen bequem ein.
Ihre
regelmäßigen Miet- oder Gebührenzahlungen können
Sie getrost Quicken überlassen. Das Programm erinnert Sie an
alle regelmäßigen Überweisungen und überträgt
diese automatisch ins Buchungsregister. Dies richten Sie besonders
einfach mit dem Befehl Ak-tionen/Finanzkalender ein. Im
Finanzkalender wählen Sie im rechten Fenster den Eintrag
<NEU> mit der Maus aus und ziehen ihn im Kalender auf das
Feld des Tages, an dem die Buchung zum ersten Mal ausgeführt
werden soll. Im Dialog Neue Buchung erstellen richten Sie die
Buchung ein, indem Sie das gewünschte Konto, die Art des
Vorgangs, die Kontendaten des Empfängers, die Kategorie und
den Verwendungstext festlegen. Anschließend stellen Sie im
Feld Häufigkeit das benötigte Zahlungsintervall ein,
beispielsweise monatlich. Im Feld Anzahl Zahlungen legen Sie fest,
wie oft die Buchung insgesamt ausgeführt werden soll. Soll
die Buchung bereits vor dem Termin im Register erscheinen, geben
Sie die gewünschte Zahl im Feld Tage im voraus ein. Im Feld
Registereintrag wählen Sie aus, ob die Buchung automatisch
oder erst nach Abfrage in das Register übernommen werden
soll. Mit OK schließen Sie ab. Auf ähnliche Weise
lassen sich bereits vorhandene Buchungen im Finanzkalender per
Drag&Drop erneut verwenden. Wählen Sie dazu eine Buchung
rechts in der Liste aus, und ziehen Sie diese auf das Feld des
gewünschten Kalendertages. Jetzt erscheint der Dialog Neue
Buchung erstellen, in dem Sie Än-derungen vornehmen wie am
Betrag.
Neu numerieren
Ändern Sie die Numerierung von Buchungen
schnell und bequem, ohne Zahlen einzugeben.
Quicken 6.0
numeriert neue Buchungen im Register automatisch. Möchten Sie
die Buchungen individuell numerieren, erledigen Sie dies schnell
mit der [Plus]- und [Minus]-Taste. Schalten Sie zunächst
unter Bearbeiten/ Einstellungen/Register in der Lasche
Verschiedenes die Option Bestätigung wie zum Beispiel bei
Ändern oder Löschen von Buchungen aus, und schließen
Sie mit OK ab. Dadurch umgehen Sie die störende
Sicherheitsfrage, die sonst bei jeder Änderung an Buchungen
erscheint. Wählen Sie in der Buchung, die neu numeriert
werden soll, das Feld Vorgang aus, und drücken Sie die
[+]-Taste auf dem Nummernblock. Jeder Druck auf diese Taste
addiert zur ausgewählten Vorgangsnummer jeweils den Wert 1.
Sie erhöhen die Nummer also beliebig, indem Sie die Taste
entsprechend oft drücken. Sinnvoll einsetzen läßt
sich dies vor allem, wenn die neue Vorgangsnummer nur wenig von
der alten abweichen soll. Um eine Vorgangsnummer schrittweise zu
verringern, benutzen Sie entsprechend die [-]-Taste auf dem
Nummernblock. Mit der [Plus]- und [Minus]-Taste stellen Sie ebenso
die Vorgangsnummern von neu angelegten Buchungen nach Belieben
ein. Außerdem ist es möglich, mit diesen Tasten die
Eingaben für Tag, Monat oder Jahr im Feld Datum schrittweise
zu verändern.
Objekte messen
Mit Hilfe der frei verschiebbaren Lineale
messen Sie die Größe von Objekten.
Um die Größe
eines Objekts im MS Publisher zu bestimmen, blenden Sie zunächst
die Lineale mit dem Befehl Ansicht/Symbolleisten und Lineale ein.
Für genaue Messungen empfiehlt es sich, den Nullpunkt beider
Lineale exakt mit den Kanten des Objekts abzugleichen. Dazu
klicken Sie mit der linken Maustaste auf das Feld oben links im
Schnittpunkt der Lineale und ziehen diese, bis die inneren
Hilfslinien mit der linken und oberen Kante des Objekts
deckungsgleich sind. Mit gedrückt gehaltener [Strg]-Taste
klicken Sie mit der linken Maustaste auf das Feld im Schnittpunkt
der Lineale. Jetzt liegt der Nullpunkt beider Lineale exakt am
linken oberen Eckpunkt des Objekts, und Sie können die Maße
bequem ablesen.
Um den Nullpunkt beider Lineale wieder
zurückzusetzen, genügt ein Doppelklick auf das Feld im
Schnittpunkt der Lineale. Der Nullpunkt läßt sich auch
für jedes Lineal einzeln zurücksetzen. Dazu führen
Sie den Doppelklick direkt auf dem entsprechenden
Lineal aus.
Zum Abschluß verschieben Sie die Lineale wieder in die
ursprüngliche Position.
Ralph Kusterer/ib
Kopfzeilen anlegen
Kopf- und Fußzeilen legen Sie beim
MS Publisher auf der Hintergrundseite an.
Um
Publisher-Dokumente mit Kopf- oder Fußzeilen zu versehen,
müssen Sie diese auf der Hintergrundseite plazieren. Elemente
auf dieser hinterlegten Folie erscheinen auf jeder Seite der
Publikation.
Benutzen Sie dazu den Befehl Ansicht/
Hintergrundseite bearbeiten. Dann klicken Sie das Text-Symbol in
der Werkzeugleiste an und ziehen beispielsweise einen Rahmen für
die Kopfzeile am oberen Rand der Druckseite auf. Geben Sie den
Text ein, und formatieren Sie ihn nach Wunsch. Wählen Sie
Ansicht/Vordergrundseite bearbeiten. Jede neue Seite der
Publikation enthält jetzt die definierte Kopfzeile.
Ralph
Kusterer/ib
Stufenloses Kerning
So verändern Sie den Zeichenabstand
markierter Textpassagen.
Manchmal ist es nötig, den
Zeichenabstand zu verändern, um beispielsweise ein zu langes
Textelement exakt einzupassen, ohne die Schriftgröße zu
verändern. Markieren Sie dazu die gewünschte
Textpassage, benutzen Sie den Befehl Format/Zeichenabstand, und
schalten Sie im Dialog die Option Markierung ein. Um den Text
enger zu setzen, wählen Sie die Option Vermindern. Den
exakten Grad der Unterschneidung legen Sie fest, indem Sie den
gewünschten Punkt-Wert im Feld Um: einstellen. Entsprechend
läßt sich Text gesperrt setzen, wenn Sie die Option
Erweitern auswählen.
Text verteilen
Mit Hilfe von Verknüpfungen verteilen
Sie Text automatisch auf mehrere Rahmen.
Wenn ein Text nicht
vollständig in einen Rahmen paßt oder an anderer Stelle
im Dokument weiterlaufen soll, führen Sie den Text in einem
verknüpften Textrahmen fort. Legen Sie dazu einen zweiten,
leeren Textrahmen an.
Wählen Sie den ersten Rahmen mit dem
Quelltext aus, und klicken Sie unterhalb des Rahmens auf das
Symbol mit den drei Punkten. Der Cursor nimmt die Form einer Kanne
an.
Klicken Sie in den zweiten Textrahmen, der daraufhin mit
Text aufgefüllt wird. Falls dieser Rahmen mit weiteren Rahmen
verbunden ist, wird der Text automatisch auf diese Rahmenserie
verteilt. Ansonsten müssen Sie den beschriebenen
Verknüpfungsvorgang für jeden weiteren Rahmen
wiederholen, bis der Text aufgeteilt ist. Um eine Verknüpfung
wieder zu lösen, klicken Sie im Rahmen mit dem Quelltext auf
das Kettensymbol.
Formatvorlagen importieren
MS Publisher bietet die Funktion,
fertige Formatvorlagen aus anderen Dateien zu übernehmen.
Wer
schon Formatvorlagen in anderen Programmen wie Word angelegt hat,
nutzt seine Vorlagen auch mit MS Publisher 97. Benutzen Sie dazu
den Befehl Format/Formatvorlage, und klicken Sie im folgenden
Dialog auf die Schaltfläche Formatvorlage(n) importieren.
Dann wählen Sie eine Datei aus, die Formatvorlagen enthält,
und schließen mit OK ab. Dies kann eine Publisher-Datei oder
auch eine Datei anderen Typs sein, beispielsweise ein
Word-Dokument. Stellen Sie vorher im Dialog Formatvorlage(n)
importieren jeweils den passenden Dateityp ein, beispielsweise
Word97.
Anschließend werden die Formatvorlagen der
importierten Datei im Fenster links aufgelistet. Wenn Sie auf
Schließen klicken, stehen die importierten Formatvorlagen in
der aktuellen Publisher-Datei zur Verfügung. Da diese nur mit
der aktuellen Datei gespeichert werden, müssen Sie diese
Prozedur für jede Publisher-Datei wiederholen, in die Sie
externe Formatvorlagen importieren möchten.
Ralph
Kusterer/ib
Effektvoller Textfluß
Der Publisher ermöglicht
es, die äußere Form von Grafiken zu verändern, so
daß der Text individuell in die Grafik hineinfließt.
Dieser
Tip zeigt, wie Texte mit Grafiken zu einer künstlerischen
Einheit verschmelzen. Doch dazu müssen Sie eine Grafik
individuell beschneiden, wozu Sie einen Grafikrahmen in einem
Textrahmen anlegen und das Bildelement hierhin kopieren. Wählen
Sie zunächst die Grafik aus, und aktivieren Sie die Option
Grafik im Dialog des Befehls Format/Grafikrahmeneigenschaften.
Klicken Sie nun die Schaltfläche Unregelmäßigen
Textfluß bearbeiten in der Format-Symbolleiste an. Durch
Verschieben der einzelnen Markierungspunkte können Sie die
äußere Begrenzung der Grafik verändern, indem Sie
beispielsweise Einschnitte in weniger wichtige Bildbereiche
vornehmen, in die dann Text automatisch hineinfließt. In
diesem Modus können Sie nach Belieben weiter
Markierungspunkte hinzufügen, um den Schnitt individuell
anzupassen. Halten Sie dazu die Taste [Strg] gedrückt, und
klicken Sie an der gewünschten Stelle auf eine gestrichelte
Markierungslinie, um einen neuen Bearbeitungspunkt hinzuzufügen.
Nach Beendigung der Aktion schalten Sie die Funktion
Unregelmäßigen Textfluß bearbeiten wieder aus.
Der Text fließt nun automatisch in die Einschnitte der
Grafik hinein.
Ralph Kusterer/ib
Einseitiger Umlauf
Mit einem Blindrahmen verhindern Sie
beiderseitigen Textfluß um eine Grafik.
Grafiken lassen
sich nicht so leicht in Dokumente einbetten, ohne daß Text
sie umfließt. Wenn Sie einen Grafikrahmen mittig in einem
Textrahmen plazieren, fließt der Text in jedem Fall um die
Grafik herum, so daß sich auch rechts vom Bild Text
befindet. Ist dies nicht erwünscht, sperren Sie den Raum
rechts von der Grafik mit einem Blindrahmen. Ziehen Sie dazu in
diesem Bereich einen leeren Textrahmen auf, der den Freiraum bis
zum Seitenrand ausfüllt. Passen Sie dessen Höhe an das
Grafikobjekt an. Der Text läuft nun ausschließlich
links vor der Grafik weiter.
Fremde Masken
Picture Publisher verwendet Masken, die mit
anderen Programmen erstellt wurden.
In den Picture Publisher
können Sie Masken als Dateien einbauen, die in einem dem
Programm bekannten Grafikformat gespeichert sind. Laden Sie
zunächst eine Bilddatei, auf die Sie die importierte Maske
anwenden wollen. Wählen Sie Maske/Laden, und klicken Sie im
Dialog auf die Schaltfläche mit dem Ordner-Symbol. Über
den Befehl Hinzufügen gelangen Sie zum Öffnen-Dialog, in
dem Sie in das Verzeichnis wechseln, das die gewünschte Datei
enthält. Wählen Sie die Datei aus, die die Maske
enthält, und klicken Sie auf Öffnen. Im nächsten
Dialog geben Sie eine Bezeichnung für die Maske ein und
bestätigen mit OK.
Die neue Maske erscheint im Listenfeld
Maskenname des Dialogs Maske laden. Mit Laden und OK übernehmen
Sie sie in die aktive Grafik.
Ralph Kusterer/ib
Variable Pipette
Mit einer Spezialpipette entnehmen Sie
Farbwerte aus beliebigen Bildflächen.
Der Picture
Publisher verfügt über eine spezielle Pipette, mit der
Sie Farbtöne aus einer frei definierbaren Bildfläche
auswählen. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise die
Farbtöne für Füllungen sehr gut an die umgebenden
Farben angleichen. Somit erhält Ihre Bildbearbeitung einen
professionellen Anstrich.
Laden Sie das gewünschte Bild,
und aktivieren Sie die Schaltfläche Aktivfarbe in der
Werkzeugleiste. Klappen Sie anschließend die Symbolleiste
Farbsonde aus, und wählen Sie das rechte Werkzeug, um Farben
aus einem rechteckigen Bereich zu entnehmen. Dann ziehen Sie im
Bild einen Rahmen um den Bereich mit dem gewünschten Farbton
auf. Achten Sie dabei darauf, daß der gewählte
Farbbereich möglichst einheitlich ist, da abweichende
Farbtöne das Ergebnis verändern.
Der Picture
Publisher berechnet aus allen umrandeten Pixeln den Mittelwert der
erfaßten Farbtöne und verwendet den errechneten Wert
als aktive Farbe zum Zeichnen oder für Füllungen.
Dadurch erzielen Sie oft bessere Ergebnisse als mit Hilfe der
normalen Pipette, die Farbpixel nur punktuell entnimmt.
Ralph
Kusterer/ib
Fehler überdecken
So reparieren Sie schadhafte
Bildbereiche mit Hilfe von kopierten Objekten.
Schadhafte
Bildstellen überdecken Sie am besten mit kopierten
Bildbereichen. Dieses Verfahren ist flexibler als das umständliche
Duplizieren, da sich mehrere Elemente kombinieren lassen, falls
keine ausreichend große Originalstruktur vorhanden ist.
Klicken Sie dazu auf Maskenwerkzeuge, und wählen Sie die
Schaltfläche Freihandmaske aus. Anschließend zeichnen
Sie mit gedrückter linker Maustaste einen Rahmen um einen
Bildbereich, der in Farbe, Struktur und Größe möglichst
genau der fehlerhaften Stelle entspricht. Per Doppelklick fixieren
Sie den Rahmen. Dann klicken Sie auf die Schaltfläche
Kopieren.
Mit Einfügen erstellen Sie eine Kopie des
markierten Bildbereichs. Anschließend ziehen Sie das neue
Objekt über die beschädigte Stelle. Falls die Ränder
des Objekts zu deutlich hervortreten, benutzen Sie den Befehl
Objekt/Objekt verwischen. Im Dialog stellen Sie im Feld Intensität
einen Wert zwischen 2 und 10 ein. Mit Verwischen schließen
Sie ab.
Wenn alles stimmt, machen Sie das Element mit
Objekt/Einbinden/Gewählte Objekte zum festen Bestandteil der
Grafik. Falls Teile der schadhaften Stelle noch sichtbar sind,
fügen Sie weitere Objektkopien aus der Zwischenablage ein und
montieren diese wie beschrieben zusammen.
Dosierte Effekte
Setzen Sie den Maskenkanal zur
kontrollierten Bildverfremdung ein.
Mit Hilfe des Maskenkanals
kombinieren Sie Verläufe und Effektfilter, um dosierte
Bildverfremdungen zu erreichen. Laden Sie das gewünschte
Bild, und klicken Sie dann in der Statuszeile auf die Schaltfläche
Maskenkanal mit dem Alpha-Zeichen. Wählen Sie in der
Werkzeugleiste unten als Aktivfarbe Weiß und als
Alternativfarbe Schwarz aus.
Klicken Sie auf die Schaltfläche
Füllwerkzeuge, und aktivieren Sie das erste Werkzeug
Verlaufsfüllung. Zeichnen Sie nun mit gedrückter linker
Maustaste im Bild eine Linie, um Länge und Richtung des
Verlaufs festzulegen, und lassen Sie die Maustaste los.
Wenn
der Verlauf erscheint, klicken Sie nochmals auf die Schaltfläche
Maskenkanal, um wieder zur normalen Bildanzeige zurückzukehren.
Benutzen Sie nun den Befehl Effekte/Effektfilter. Falls dieser
nicht verfügbar ist, wandeln Sie das Bild zunächst mit
Effekte/Konvertieren in/RGB-Farben um.
Im Effektkatalog weisen
Sie den gewünschten Effekt mit OK zu, beispielsweise Metall.
Der Effektfilter wirkt sich nun lediglich auf die hellen Bereiche
des Verlaufs aus.
Auf diese Weise können Sie Effekte durch
die Ausrichtung und Länge des Verlaufs auf dem Maskenkanal
gezielt steuern.
Gescannte Bilder verbessern
Mit einem Effektfilter entfernen
Sie den MoirI-Effekt aus gescannten Bildern.
Scannen Sie
Bilder, die in Zeitschriften oder Büchern abgedruckt waren,
so sind Ihre Bitmaps mit seltsamen Mustern durchzogen. Das liegt
daran, daß der aufgerasterte Druck vom Scanner noch einmal
in einem zumeist anderen Raster abgetastet wird: der sogenannte
MoirI-Effekt.
Picture Publisher bietet seit der Version 5 einen
Filter an, der diesen unerwünschten Nebeneffekt weitgehend
eliminiert. Laden Sie also das Bild, und aktivieren Sie über
Effekte - Effektfilter
den Eintrag "Muster entfernen"
im Abschnitt "Fototechnik". Über die Schaltfläche
[Vorschau] erhalten Sie einen ersten Eindruck vom Ergebnis.
Dadurch wirkt das Bild etwas verschwommen. Setzen Sie danach aber
den Filter "Selektive Schärfe" ein, wird Ihr Bild
mit Hilfe einer traditionellen Fototechnik wieder geschärft.
ib
Farbmaske ausdehnen
Farbtonmaskierungen im Picture
Publisher lassen sich stufenweise erweitern.
Mit der
Maskierung von Bildbereichen schränken Sie
Bearbeitungsfunktionen Ihres Retuscheprogramms auf die umrandeten
Flächen ein. Wenn Sie im Picture Publisher mit dem
Zauberstabwerkzeug eine Markierung ähnlicher Farbtöne
vorgenommen haben, läßt sich die Maske schrittweise
ausdehnen. Erhöhen Sie dazu den Wert im Feld Erweitern der
Objektleiste um eine Zahl, und klicken Sie auf die Schaltfläche
Maske erweitern. Falls nichts passiert, erhöhen Sie den Wert
schrittweise und klicken erneut jeweils auf Maske erweitern. Je
nach Farbgebung im Bild wird der Publisher ab einem bestimmten
Wert die Markierung im Bild schrittweise vergrößern.
Dabei können Sie Werte zwischen 1 und 99 eingeben, wobei in
vielen Fällen bereits bei Werten zwischen 10 und 20 das
gesamte Bild markiert wird.
Motiv-Bibliothek
Sammeln Sie häufig benötigte
Bildelemente in einer erweiterten Zwischenablage.
Bei der
Bildbearbeitung ist ein Archiv häufig benötigter Motive
oder Bildelemente sehr nützlich. Mit Hilfe des
Zwischenablage-Katalogs bauen Sie eine solche Bibliothek aus
Bildversatzstücken mühelos auf. Dazu speichern Sie
beliebige Objekte und Bildteile als Grafiken in der erweiterten
Zwischenablage des Picture Publisher. Bei Bedarf lassen sich die
hier enthaltenen Objekte jederzeit wieder abrufen. Um ein
Bildelement zu erfassen, laden Sie eine Grafik und markieren mit
einem Maskenwerkzeug den Bildbereich, den Sie im Katalog speichern
möchten. An-schließend benutzen Sie den Befehl
Bearbeiten/ Kopieren in oder die Tastenkombination
[Strg-Umschalt-C]. Im Dialog übernehmen Sie die
voreingestellte Option Benannte Zwischenablage und vergeben im
Feld Zwischenablagename eine passende Beschreibung für das
Objekt. Mit einem Klick auf Kopieren schließen Sie den
Vorgang ab. Die Grafik wird nun im Zwischenablage-Katalog des
Picture Publisher abgelegt. Um ein Bild aus der erweiterten
Zwischenablage abzurufen, benutzen Sie den Befehl
Bearbeiten/Zwischenablage-Katalog. Der Dialog zeigt die im Katalog
enthaltenen Bilder als Dias an. Per Dop-pelklick fügen Sie
das gewünschte Bild als Objekt in die aktuell geladene
Bilddatei ein. Zusätzlich lassen sich im
Zwischenablage-Katalog mit Hilfe der [I]-Taste Informationen zur
ausgewählten Bilddatei abrufen oder der Grafik geeignete
Stichwörter zuordnen, mit deren Hilfe Sie später ein
Bild schnell auffinden.
Farbbereiche schützen
Mit negativen Farbmasken schützen
Sie Bildbereiche gezielt vor Änderungen.
Bei der
Bearbeitung von Bildern ist es oft sinnvoll, Farbtöne im
gesamten Bild mit einer negativen Maskierung zu versehen. Damit
schützen Sie Bildbereiche auf einfache Weise vor
unerwünschter Bearbeitung. Im Picture Publisher laden Sie
dazu ein Bild und benutzen den Befehl Maske/ Chroma-Maske.
Aktivieren Sie im Bereich Modus des Dialogs Chroma-Maske die
Schaltfläche mit dem Minuszeichen. Klicken Sie auf die erste
Schaltfläche in der Spalte Farbe wählen. Der Cursor
nimmt nun die Form einer Pipette an. Klicken Sie auf den
gewünschten Bildbereich, um einen Farbton zu übernehmen.
Die Bandbreite der erfaßten Farbtöne legen Sie dabei im
Feld Bereich in der gleichen Zeile fest. Der Prozentwert 0 bewirkt
hier, daß nur der gewählte Farbton maskiert wird,
während durch eine Erhöhung des Prozentsatzes
entsprechend mehr Farbtöne in die Auswahl einbezogen werden.
Mit der Schaltfläche Vorschau kontrollieren Sie die Wirkung
nach jeder Änderung, mit Rücksetzen kehren Sie wieder
zur alten Anzeige zurück. Auf die beschriebene Weise lassen
sich maximal sieben separate Farbtöne hin-zufügen, die
parallel maskiert werden. Mit OK legen Sie die negative Maske an.
Der Picture Publisher markiert nun alle Bereiche im Bild, die
nicht den gewählten Farbtönen entsprechen.
Objekte fixieren
Eine Sperrfunktion verhindert, daß
Sie Objekte unabsichtlich verschieben.
Bei der Arbeit an
komplexen Grafiken besteht immer die Gefahr, daß Sie die
Größe und Position von Bildelementen unbeabsichtigt
verändern, die bereits fertig in das Bild eingepaßt
sind. Das verschafft Ihnen ungewollt Mehrarbeit. Hier bietet der
Picture Publisher eine Lösung an, um individuell jedes Objekt
an der aktuellen Position zu fixieren, ohne es in den
Bildhintergrund integrieren zu müssen. Dazu versehen Sie ein
Objekt mit einer Positionssperre. Dies funktioniert nur mit
eigenständigen Objekten, die noch mit dem Bildhintergrund
verschmolzen sind. Sie erhalten ein Objekt, indem Sie einen
Bildbereich in die Zwischenablage kopieren und den Befehl
Bearbeiten/Einfügen benutzen. Um ein Objekt zu sperren,
aktivieren Sie Werkzeug Bearbeiten und wählen das gewünschte
Objekt per Mausklick aus. Dann klicken Sie in der Objektleiste auf
das Symbol Sperren/Sperre aufhe-ben. Das Objekt läßt
sich jetzt nicht mehr verschieben; Bearbeitungen mit Zeichnen- und
Füllwerkzeugen sind aber nach wie vor möglich. Klicken
Sie erneut auf das Symbol mit dem Hängeschloß, gibt der
Picture Publisher das ge-sperrte Objekt wieder vollständig
zur Bearbeitung frei.
Keine lästige Meldung
Auf Wunsch öffnet Picture
Publisher schreibgeschützte Bilder ohne Kommentar.
Dateien
auf einer CD-ROM sind grundsätzlich schreibgeschützt
(read only). Öffnen Sie eine solche Datei mit Picture
Publisher, erhalten Sie jedesmal den Hinweis, daß Sie sie
nur lesen können. Dieser Dialog ist lästig, wenn Sie
eine Reihe von Grafiken mit dem Picture Publisher betrachten
möchten, die auf einer CD gespeichert sind. Um die Meldung
abzuschalten, ändern Sie einen Eintrag in der Windows
Registry. Beenden Sie Picture Publisher. Laden Sie den
Registriereditor mit Start/Ausführen/regedit, und öffnen
Sie den Ordner
HKEY_CURRENT_USER\Software\Micrografx\Picture
Publisher\6.0\Settings
Klicken Sie doppelt auf den Schlüssel
WarnReadOnly. Im erscheinenden Dialogfeld ersetzen Sie den Eintrag
1 im Feld Wert durch 0 und schließen mit OK ab. Nach dem
nächsten Start von Picture Publisher öffnet das Programm
schreibgeschützte Bilder ohne Warnhinweis. Falls Sie die
Meldung wieder aktivieren möchten, wiederholen Sie den
beschriebenen Vorgang und setzen den Wert WarnReadOnly wieder auf
1.
Objekte markieren
Mit Hilfe eines Vorschaufensters markieren
Sie Objekte schnell und komfortabel.
Der Picture Publisher
eignet sich hervorragend dazu, Fotomontagen anzule-gen und zu
bearbeiten. Dabei arbeiten Sie mit Objekten, also isolierten
Bildbestandteilen, die sich nach Belieben arrangieren und
montieren lassen. Enthält eine Grafikdatei mindestens ein
Objekt, steht Ihnen ein Werkzeug zur komfortablen Markierung der
Bildelemente zur Verfügung. Zum Aufruf benutzen Sie den
Befehl Ansicht/Objektliste oder betätigen [F12]. Die
Ob-jektliste zeigt nun für jedes vorhandene Objekt eine
Schaltfläche mit verkleinerter Vorschau des jeweiligen
Objekts an. Um ein Objekt im Bild auszuwählen, klicken Sie in
der Objektliste auf die entsprechende Schaltfläche. Wenn Sie
dabei die [Umschalt]-Taste gedrückt halten, markieren Sie in
der Objektliste mehrere Objekte gleichzeitig.
Bequemes Zoomen
Im QuickZoom-Fenster wählen Sie
Bildausschnitt und Zoomfaktor individuell aus.
Wenn Sie im
Picture Publisher mit großen Grafiken oder hohen
Zoomfaktoren arbeiten, sehen Sie nur einen kleinen Bildausschnitt
im Dateifenster. Jetzt ist das QuickZoom-Fenster eine nützliche
Hilfe, das Sie mit [F10] oder Ansicht/ QuickZoom öffnen. Das
kleine Fenster zeigt eine minimierte Gesamt-übersicht des
aktuell geladenen Bilds. Der im Dateifenster sichtbare Bereich ist
im QuickZoom-Fenster mit einem Rahmen gekennzeichnet. Wenn Sie
einen anderen Bereich in das Dateifenster holen wollen, klicken
Sie einfach auf die gewünschte Bildstelle im
QuickZoom-Fenster. Weiterhin ziehen Sie hier mit der Maus einen
Rahmen auf, um sich in einen beliebigen Bildbereich zu zoomen.
Dieser erscheint dann im Hauptfenster.
Dosierte Rücknahme
Mit Hilfe der Korrekturliste nehmen
Sie mehrere Arbeitsschritte auf einmal zurück.
Sind Sie
mit dem Ergebnis einer Bildbearbeitung nicht zufrieden, machen Sie
im Picture Publisher problemlos mehrere Maßnahmen auf einmal
rückgängig. Dabei läßt sich gezielt
festlegen, welche Arbeitsschritte Sie zurücknehmen möchten.
Klicken Sie auf den nach unten zeigenden Pfeil neben der
Rückgängig-Schaltfläche in der Symbolleiste. Im
Dialog werden nun alle Änderungen aufgelistet, die Sie in
dieser Arbeitssitzung vorgenommen haben. Den Umfang der
Rücknahmeaktion legen Sie fest, indem Sie die Einträge
mit gedrückter linker Maustaste markieren. Sobald Sie die
Maustaste loslassen, nimmt der Picture Publisher alle markierten
Schritte auf einmal zurück. Dies funktioniert entsprechend
mit der Wiederherstellen-Funktion, falls Sie einmal zu viele
Aktionen zurückgenommen haben. Alternativ stehen Ihnen für
Rücknah-me und Wiederherstellung separate Dialoge zur
Verfügung, die Sie mit [Strg-F2] bzw. [Strg-F3] aufrufen.
CompuServe-Mail einbinden
Setzen Sie MS Outlook zur
Verwaltung Ihres CompuServe-E-Mail-Accounts ein.
Sie können
Ihren CompuServe-Briefkasten zusammen mit jedem externen
E-Mail-Client nutzen - auch mit MS Outlook. Zwei Voraussetzungen
sind zu beachten:
Zum einen muß der Internet-Mail-Patch
für MS Outlook installiert sein. Er ist Bestandteil der
Service Release 1 für MS Office 97, die Sie im Internet
unter
www.microsoft.com/germany/office/office/servicerelease/download.htm
herunterladen
können. Wer keinen Internet-Anschluß besitzt, erhält
das Update für 39 Mark bei MS Direkt (Tel.: 0521/9 71 91
70).
Zum zweiten müssen Sie Ihren Account mit dem
Befehl
go popmail
auf das neue Pop3-Mailsystem von
CompuServe umgestellt haben.
Ist das erledigt, starten Sie MS
Outlook mit dem Profil, in das Sie den neuen Dienst übernehmen
möchten. Benutzen Sie den Befehl Extras/Dienste, klicken Sie
auf Hinzufügen, und übernehmen Sie den Dienst
Internet-E-Mail mit OK. Im Register Allgemein geben Sie in das
Feld Mailkonto Ihre neue CompuServe-E-Mail-Adresse ein, die sich
aus Ihrem Alias-Namen und der Host-Kennung csi.com zusammensetzt.
Tragen Sie darunter Ihren Namen ein, und wiederholen Sie die
Eingabe der E-Mail-Adresse nochmals im entsprechenden Feld. Im
Register Server tragen Sie in das Feld Postausgang (SMTP)
folgendes ein:
smtp.site1.csi.com
Die korrekte Eingabe im
Feld Posteingang (POP3) lautet
pop.site1.csi.com
Aktivieren
Sie in diesem Feld die Option Authentifizierung durch gesichertes
Kennwort, da der Zugang mit Hilfe Ihres virtuellen Schlüssels
automatisch erfolgt. Wählen Sie im nächsten Register die
gewünschte Verbindung aus.
Übernehmen Sie die
Einstellungen mit OK, und starten Sie Outlook neu. Anschließend
können Sie Ihre CompuServe-E-Mails mit Outlook laden und
senden.
Wenn der Internet-Mail-Patch für MS Outlook nicht
installiert ist, gehen Sie so vor: Tragen Sie den POP-Server im
Register Allgemeines in das Feld Internet-Mail-Server ein. Klicken
Sie auf Weitere Optionen, und geben Sie hier den SMTP-Server
ein.
Ralph Kusterer/ib
Ordner integrieren
Outlook läßt sich effektiv zur
Verwaltung Ihrer gesamten Dokumente einsetzen.
Auf der
Hauptleiste von Outlook können Sie beliebige Ordner als
Symbole ablegen. So lassen sich beispielsweise sämtliche mit
MS Office angelegten Dokumente direkt aus Outlook aufrufen, indem
Sie den Office-Ordner Eigene Dateien in die Outlook-Leiste
aufnehmen. Benutzen Sie dazu den Befehl Datei/Zur Outlook-Leiste
hinzufügen.
Im sich öffnenden Dialog wählen Sie
das gewünschte Verzeichnis aus, in diesem Fall also Eigene
Dateien auf Laufwerk C:, und schließen mit OK ab. Um den
Inhalt dieses Ordners anzuzeigen, klicken Sie auf der
Outlook-Leiste (links im Programmfenster) auf die Schaltfläche
Weiter. Es erscheint das neue Symbol Eigene Dateien. Ein Mausklick
darauf genügt, und Outlook zeigt den Inhalt dieses Ordners im
Hauptfenster an. Jetzt können Sie Dateien per Doppelklick
laden oder mit Hilfe des Kontextmenüs verwalten.
Wenn Sie
zusätzlich die Schaltfläche Ordnerliste aktivieren,
erhalten Sie die gleiche Darstellung wie im Windows Explorer, also
mit getrennten Fenstern für Verzeichnisbaum und Dateiliste.
Die gewünschte Darstellung der Dateiliste stellen Sie im
Listenfeld Aktuelle Ansicht ein.
Ralph Kusterer/ib
Archiv laden
So kommen Sie mit Outlook 97 wieder an Ihre
archivierten E-Mails heran.
Outlook führt in regelmäßigen
Abständen automatisch eine Archivierung älterer Elemente
durch. Falls Sie eine archivierte E-Mail später wieder
benötigen, benutzen Sie den Befehl Datei/Ordner mit
Sonderfunktionen öffnen und wählen Persönlicher
Ordner. Im Dialog wechseln Sie in das Verzeichnis Eigene Dateien
und wählen die Datei archiv.pst aus, die Sie mit OK öffnen.
Um die archivierten Elemente verfügbar zu machen, klicken Sie
auf die große Schaltfläche in der Ordnerleiste, die den
Namen des aktuell geöffneten Ordners anzeigt (momentan:
Archiv-Ordner).
Im sich öffnenden Fenster erscheint oben
der Verzeichniseintrag Archiv-Ordner. Wenn Sie hier beispielsweise
den Ordner Gesendete Objekte öffnen, stehen Ihre archivierten
E-Mail-Sendungen wieder zur Verfügung.
Teile und plane
Wenn Sie unter
Extras - Optionen
auf
der Registerkarte [Aufgaben, Notizen] das
Kontrollkästchen
Übertragene Aufgaben auf meine
Aufgabenliste kopieren und aktualisieren
aktivieren, informiert
Sie Outlook 97 fortlaufend über den Fortgang neuer Aufgaben,
die Sie anderen Personen zugewiesen haben. Nach Abschluß der
Arbeit erhalten Sie eine Meldung, sofern das
Kontrollkästchen
Statusbericht senden, wenn übertragene
Aufgaben erledigt wurden
markiert ist. Soll jemand anders an
einer bereits zugewiesenen und angenommenen Aufgabe
weiterarbeiten, fertigen Sie eine nicht zugewiesene Kopie dieser
Aufgabe an, die Sie dem neuen Ansprechpartner zuordnen. Dazu
müssen Sie unbedingt das Kontrollkästchen
Aktualisierte
Kopie dieser Aufgabe auf meiner Aufgabenliste speichern
in der
ursprünglich abgesandten Aufgabenanfrage aktivieren. Ist eine
Aufgabe zugewiesen, verfolgt Outlook, wer q damit betraut ist und
wann er diese aktualisiert. Sobald die Aufgabe bearbeitet wird,
aktualisiert Outlook sämtliche Kopien, die in den
Aufgabenlisten der anderen Personen vorhanden sind. Nach Abschluß
sendet das Programm einen Statusbericht an diejenigen, denen die
Aufgabe zugewiesen wurde und die einen Bericht angefordert
hatten.
Verteilen Sie eine Aufgabe auf mehrere Personen, läßt
sich keine Kopie davon in der eigenen Aufgabenliste führen.
Versuchen Sie deshalb, die Aufgabe in Anteile für
verschiedene Mitarbeiter aufzuschlüsseln und individuell
zuzuweisen. Dann informiert Sie Outlook 97 wieder durch
entsprechende Kopien in Ihrer persönlichen Aufgabenliste über
deren Fortgang.
Nachrichtenstop
Um zu verhindern, daß jemand noch auf
eine E-Mail zugreift, die bereits inhaltlich oder zeitlich
überholt ist, können Sie deren Lebensdauer begrenzen.
Verfassen Sie den Text mit
Datei - Neu - Nachricht
oder
mit
Verfassen - Nachricht
Rufen Sie die Registerkarte
[Optionen] auf. Tragen Sie im Bereich "Übermittlung
dieser Nachricht" im Feld "Nachricht verfällt am:"
das Verfallsdatum ein, oder wählen Sie den Termin aus dem
einblendbaren Kalender aus.
Semikolon statt Komma
Versenden Sie eine E-Mail an mehrere
Empfänger, trennen Sie die Angabe der Adressaten im Feld
"An..." durch Kommata ab. Outlook verwandelt das
Trennzeichen während des Sendens in ein Semikolon. Das führt
zum Problem, wenn Sie die Adressen einer Komma-separierten
Serienbrief- oder Adreßdatei entnehmen. In solchen Fällen
stellen Sie den automatischen Wechsel unter
Extras -
Optionen
auf der Registerkarte [Senden] ein, indem Sie das
Kontrollkästchen
Komma als Adreßtrennzeichen
zulassen
markieren.
Gesprächsnotizen protokollieren
Eine Gesprächsnotiz
halten Sie zur späteren Bearbeitung als Journaleintrag
fest.
Die Notizen, die Sie während eines Telefongesprächs
machen, sollten Sie nicht zu Papier bringen, sondern als
Journal-Eintrag in Outlook festhalten. Das hat den Vorteil, daß
nebenbei auch Zeitpunkt und Dauer des Gesprächs protokolliert
werden.
Sie zeichnen ein Telefonprotokoll auf, indem Sie in den
Kontakt-Ordner wechseln und dort den aktuellen Gesprächspartner
markieren. Ziehen Sie den Eintrag mit der Maus auf das Symbol
Journal in der Outlook-Leiste.
Daraufhin öffnet sich ein
neuer Journal-Eintrag, in dem bereits alle Informationen des
Kontakts eingetragen sind und Telefonanruf als Eintragstyp
ausgewählt ist. Mit den Schaltflächen Zeitmessung
beginnen und Zeitmessung beenden halten Sie die Gesprächsdauer
fest, während Sie im Bearbeitungsbereich Ihre Notizen
eintippen. Dabei darf die Verknüpfung zum Kontakt ruhig
gelöscht werden. Klicken Sie am Ende auf den Befehl Speichern
und Schließen.
Zum Einsehen der Gesprächsnotizen
öffnen Sie den gewünschten Kontakt und wechseln auf das
Register Journal. Dort finden Sie alle Telefonanrufe. Mit der
AutoVorschau sehen Sie sofort die ersten Zeilen der zugehörigen
Notiz.
Terminvereinbarung
Über die internen
Verknüpfungsmöglichkeiten von Outlook vereinbaren Sie im
Handumdrehen einen Termin.
Für Terminvereinbarungen oder
ähnliche Absprachen bietet es sich an, Telefonnummern,
E-Mail-Adressen etc. direkt in den Termin zu übernehmen. So
sparen Sie sich bei Rückfragen ein umständliches Suchen.
Wechseln Sie dazu in den Kontaktordner, und markieren Sie den
Kontakt, mit dem Sie einen Termin vereinbaren wollen. Ziehen Sie
den Eintrag mit der rechten Maustaste auf das Symbol Kalender in
der Outlook-Leiste. Sobald Sie die Maustaste loslassen, erscheint
ein Kontextmenü mit verschiedenen Aktionsmöglichkeiten.
Mit
Neue Adresse Besprechung legen Sie eine neue Besprechungseinladung
an, wobei als Empfangsadresse automatisch die E-Mail-Adresse des
Kontakts verwendet wird.
Besser geeignet für die oben
genannte Problemstellung sind die nächsten drei Befehle:
-
Hierher kopieren als Termin mit Text öffnet ein neues
Terminfenster, in dem der Name des Kontakts in der Betreff-Zeile
erscheint und in dem der Bereich für Terminnotizen bereits
die Informationen wie Telefonnummer, Adresse usw. enthält.
Sie brauchen nur noch die Zeitangaben anzupassen und bei Bedarf
weitere Notizen zu tippen.
- Etwas übersichtlicher ist
womöglich die Befehlsoption Hierhin kopieren als Termin mit
Verknüpfung, denn sie fügt neben den reinen Textangaben
auch eine Verknüpfung zum Kontakt in das Terminfenster ein.
Per Doppelklick öffnen Sie dann den Kontakt, so daß
Ihnen ebenfalls alle wichtigen Informationen zur Verfügung
stehen.
- Hierhin kopieren als Termin mit Anlage entspricht in
etwa dem letzten Befehl, nur daß Outlook den Kontakt nicht
als Verknüpfung, sondern als fest integrierte Anlage einfügt.
Geeignet ist diese Form für den Fall, daß Sie den
Termin weiterleiten oder delegieren wollen; eine Verknüpfung
mit Ihrem Kontaktordner würde auf einem anderen System nicht
funktionieren.
Die letzte Option Hierher verschieben als Termin
mit Anlage ist mit Vorsicht zu genießen: Sie fügt den
Kontakt zwar auch fest in den Termin ein, löscht ihn aber
gleichzeitig aus Ihrem Kontaktordner.
E-Mail-Adressen als Kontakte aufnehmen
E-Mail-Adressen aus
eingehenden Nachrichten können Sie in den Kontaktordner oder
in Ihr Adreßbuch übernehmen.
Die E-Mail-Adresse, die
im Kopf (Header) einer Nachricht hinterlegt ist, kann Outlook zum
Beispiel dazu verwenden, eine Antwort-Mail korrekt zu adressieren.
Daneben kann Outlook die Adreßangaben einer Nachricht als
neuen Kontakt anlegen, um so den Absender zu archivieren.
Dazu
öffnen Sie die erhaltene Nachricht im Posteingang. Zeigen Sie
im Formularkopf auf den Namen, der im Feld Von: angezeigt wird,
und drücken Sie die rechte Maustaste. Daraufhin öffnet
sich ein Kontextmenü, in dem Sie den Befehl In den Ordner
"Kontakte" eintragen anwählen.
Sie können
nun die Kontaktinformationen bearbeiten. Als vollständigen
Namen übernimmt Outlook die Angabe aus der E-Mail. Ob es sich
hierbei um eine brauchbare Zeichenfolge handelt, hängt jedoch
vom E-Mail-Programm des Senders ab. In den meisten Fällen
müssen Sie diesen Eintrag nochmals manuell überarbeiten.
Auch die postalische Adresse sowie Telefon- oder Faxnummern sind
natürlich nicht im Nachrichten-Header vermerkt und müssen
deshalb von Ihnen manuell eingetragen werden.
Übernommen
wird hingegen oft die E-Mail-Adresse, die somit für den
späteren Informationsaustausch verfügbar ist.
Wählen per Modem
Nutzen Sie für die automatische
Wahl per Modem die Telefonnummern, die in Ihren Kontakten
gespeichert sind.
Haben Sie in Ihren Kontakten auf der
Registerkarte Allgemeines Telefonnummern hinterlegt, können
Sie diese zum Wählen mit dem Modem benutzen, anstatt die
Nummer von Hand einzugeben.
Markieren Sie in der Übersicht
der Kontakte den gewünschten Kontakt, und rufen Sie das Menü
Extras/Wählen auf. In dem Menü erscheinen jetzt alle in
dem Kontakt hinterlegten Telefonnummern. Wenn Sie die gewünschte
Nummer auswählen, erscheint ein Dialogfenster mit weiteren
Optionen und der Schaltfläche Anruf beginnen.
Beachten
Sie: Damit Ihr Modem auch bei internationalen Verbindungen korrekt
wählt, müssen Sie die Telefonnummern in Outlook in der
Form +Ländervorwahl (Ortskennzahl) Rufnummer eingeben. Ein
Eintrag könnte beispielsweise lauten: +49 (089)
32168.
Befindet sich Ihr Telefon an einer Nebenstelle, müssen
Sie je nach Anschluß die Ziffer zur Amtsholung mit angeben -
auch wenn die entsprechende Einstellung in den Modem-Eigenschaften
bereits eingetragen ist.
Mehrere Kontakte gleichzeitig ändern
Ein paar
Mausaktionen genügen, um Angaben in mehreren Kontakten
gleichzeitig zu aktualisieren.
Sie haben mehrere Personen in
Ihren Kontakten, die bei derselben Firma arbeiten. Nun wollen Sie
die Adresse in den Einträgen ändern, da die Firma
umgezogen ist. Einen Befehl wie Suchen und Ersetzen in allen
Kontakten bietet Outlook leider nicht. Sie erreichen dies jedoch
über eine Tabellenansicht.
Definieren Sie zunächst
eine neue Ansicht für den Kontaktordner, der Ihre Kontakte
tabellarisch nach der Information gruppiert, die geändert
werden soll. Zum Ändern der Geschäftsadresse rufen Sie
Ansicht/Ansichten definieren auf und klicken auf die Schaltfläche
Neu. Geben Sie einen Namen wie Nach Geschäftsadresse ein,
aktivieren Sie unter Ansichtstyp den Eintrag Tabelle, und wählen
Sie im unteren Dialogfeldbereich die Option Alle Kontakt-Ordner.
Bestätigen Sie mit OK.
Sie gelangen zum Dialogfeld
Zusammenfassung anzeigen, in dem Sie Gruppieren anklicken. Als
erstes Kriterium wählen Sie aus dem Drop-Down-Feld den
Eintrag aus, in dem Sie Änderungen vornehmen wollen; in
diesem Fall also Adresse geschäftlich. Aktivieren Sie zudem
das zugehörige Kontrollfeld Feld in Ansicht anzeigen.
Bestätigen Sie diese Angaben. Wenn Sie wollen, können
Sie noch die Felder bestimmen, die in der Ansicht
erscheinen.
Anschließend klicken Sie auf Ok, womit Sie
zur Liste der definierten Ansichten zurückkehren. Wählen
Sie Ansicht übernehmen, damit die Kontakte in der passenden
Form dargestellt werden.
Um jetzt die Adressen zu ändern,
öffnen Sie den ersten Kontakt in der entsprechenden Gruppe
und nehmen die gewünschte Änderung vor. Speichern Sie
den Datensatz. Da die Adresse nicht mehr mit den anderen Kontakten
in dieser Firma identisch ist, trägt Outlook den geänderten
Satz als neue Gruppe in die Kontaktliste ein.
Suchen Sie danach
die Einträge mit der ursprünglichen Firmenadresse, und
ziehen Sie die zugehörige, grau hinterlegte
Gruppenüberschrift (beginnt mit Adresse geschäftlich:)
auf die Gruppenüberschrift mit der neuen Adresse. Outlook
zeigt neben dem Mauszeiger an, in welcher Form die Einträge
geändert werden; hier zum Beispiel Adresse geschäftlich
wird geändert in ... Anschließend werden alle Kontakte
der Firma aktualisiert. Das Prinzip funktioniert für alle
Felder.
Anschriften im Word-97-Brief
Übernehmen Sie die
Anschrift aus den Outlook-Kontakten per Mausklick in Ihr
Briefformular.
Wenn Sie Briefe an Personen aus Ihren
Outlook-Kontakten schreiben, können Sie sich Tipparbeit
sparen, indem Sie die Adresse aus den Kontakten nutzen.
Für
die Übernahme einzelner Anschriften aus Ihren
Outlook-Kontakten in Word erweitern Sie Ihre
Word-Standard-Symbolleiste um das Symbol Adresse einfügen.
Rufen Sie in Word das Menü Ansicht/Symbolleisten/Anpassen
auf. Wechseln Sie auf die Registerkarte Befehle, und wählen
Sie im Listenfeld Kategorien den Eintrag Alle Befehle aus. Das
rechte Listenfeld zeigt daraufhin alle Word-Funktionen.
Klicken
Sie auf den Eintrag EinfügenAdresse, und halten Sie die linke
Maustaste gedrückt. Verschieben Sie den Mauszeiger bei
gedrückter Maustaste in Ihre Word-Standard-Symbolleiste. Wenn
Sie die Maustaste lösen, wird an der aktuellen
Mauszeiger-Position das neue Symbol Adresse einfügen
plaziert.
Beenden Sie den Vorgang mit einem Klick auf
Schließen. Das neue Symbol wird beim Verlassen von Word in
Ihrer Standard-Dokumentvorlage gespeichert und steht ab sofort bei
jedem Start zur Verfügung.
Zum Einfügen einer
Anschrift klicken Sie auf das neue Symbol, worauf Sie beim ersten
Start das Profil Microsoft Outlook bestätigen. Dann erscheint
das Dialogfenster Namen auswählen. Hier wechseln Sie bei
Namen anzeigen aus auf das gewünschte Kontakte-Adreßbuch.
In dem Listenfeld führt Word daraufhin alle Kontakte auf.
Zur
Übernahme der Anschrift wählen Sie die gewünschte
Anschriftart aus, bevor Sie einen Namen per Doppelklick
bestätigen. Name und Anschrift werden jetzt an der aktuellen
Cursorposition eingefügt - die Art der Anschrift
(Postanschrift, Privat, Sonstiges) wählen Sie über die
Optionsfelder. Der Zugriff auf bereits übernommene
Anschriften ist besonders einfach: Wenn Sie in der
Word-Symbolleiste auf die kleine Pfeilschaltfläche neben dem
Symbol Adressen einfügen klicken, klappt eine Liste mit den
zuletzt genutzten Namen auf, Sie sparen sich den Umweg über
das Dialogfenster.
Geburtstage nicht vergessen!
Wenn Sie häufiger
Geburtstage vergessen haben, hilft Ihnen Outlook als universeller
Kontakte- und Terminplaner.
Zu den Feldern, die Outlook im
Kontaktordner verwaltet, gehört auch ein Geburtstagsfeld. Sie
finden es nach dem Öffnen eines Kontakts auf der
Registrierkarte Details. Nach Eingabe eines Geburtstags legt
Outlook einen entsprechenden Serientermin im Kalender an. Bei
konsequenter Nutzung des Kalenders werden Sie in Zukunft also
spätestens am selben Tag auf den Termin aufmerksam
gemacht.
Vorausschauender planen Sie mit einer angepaßten
Kalenderansicht, in der alle Geburtstage eines Monats aufgelistet
werden. Dazu wechseln Sie in den Kalender und wählen im
Drop-Down-Feld Aktuelle Ansicht (in der Outlook-Symbolleiste) den
Eintrag Jährliche Ereignisse aus.
Danach rufen Sie
Ansicht/Filtern auf und geben im Feld Suchen nach auf der
Registerkarte Termine und Besprechungen den Begriff Geburtstag
ein. Die Auswahl Nur im Feld "Betreff" in der
Drop-Down-Liste In kann unverändert bleiben. Wechseln Sie auf
die Registerkarte Erweitert. Dort klicken Sie die Schaltfläche
Feld an, um Alle Terminfelder und in der untergeordneten Übersicht
den Eintrag Serienmuster anzuwählen. Für das
Suchkriterium Bedingung übernehmen Sie enthält, im Feld
Wert geben Sie den Namen des Monats ein, in dem Sie Geburtstage
suchen (beispielsweise September). Zum Abschluß klicken Sie
auf In Liste eintragen. Wirksam wird der Filter nach einem Klick
auf OK. Outlook zeigt daraufhin die Geburtstage im ausgewählten
Monat.
Mailing-Listen einsetzen
Aus Ihren Kontakten stellen Sie
schnell eine Mailing-Liste zusammen, um Massensendungen zu
verschicken.
Wenn Sie vor Outlook schon mit Internet Mail und
dem Windows-Adreßbuch gearbeitet haben, kennen Sie
vielleicht die Vorteile des Massenversands von E-Mail. Dort lassen
sich Gruppen einrichten, die jeweils aus einer gezielten Auswahl
von Adreßbucheinträgen bestehen. Nachrichten werden
dann an eine solche Gruppe gesendet, die Empfänger müssen
nicht mehr einzeln ausgewählt werden.
Unter Outlook ist
die Zusammenstellung von Mailing-Listen in dieser Form nicht
möglich. Sie können den Kontakten aber Kategorien
zuweisen und anschließend eine Nachricht an alle Mitglieder
einer Kategorie verschicken.
Wenn Sie noch keine
Kategorisierung vorgenommen haben, öffnen Sie einen Kontakt,
klicken auf der Registerkarte Allgemeines auf die Schaltfläche
Kategorien und wählen die passende Beschreibung aus.
Alternativ können Sie auch eine eigene Bezeichnung in das
Kategorienfeld eintippen. Achten Sie aber auf eine einheitliche
Schreibweise in später bearbeiteten Kontakten, da
benutzerdefinierte Kategorien nicht automatisch in die
Kategorienliste aufgenommen werden. Verfahren Sie genauso mit
allen Kontakten, die Sie zu einer Mailing-Liste (= Kategorie)
hinzufügen wollen.
Lassen Sie sich die Kontakte in der
Ansicht Nach Kategorie anzeigen. Danach klicken Sie auf die
Gruppierungsüberschrift der Kategorie, die als Basis für
die Verteilerliste dienen soll. Wählen Sie den Befehl
Kontakte/Neue Nachricht an Kontakt, um das Fenster zum Verfassen
einer Nachricht zu öffnen. Eine eventuell angezeigte Meldung,
daß einige Kontakte keine E-Mail-Adresse besitzen,
bestätigen Sie mit OK.
Outlook trägt daraufhin alle
Empfänger in das Nachrichtenfeld An ein, beim Fehlen einer
E-Mail-Adresse wird auf die Fax-Rufnummer zurückgegriffen.
Sie geben jetzt nur noch eine Betreff-Zeile sowie Ihren
Nachrichtentext ein und starten den Versand. Beachten Sie, daß
Outlook Kontakte unter Umständen mehrfach übernimmt,
wenn mehrere E-Mail-Adressen erfaßt wurden. Löschen Sie
die doppelten Einträge manuell.
Außerdem erscheinen
die Namen aus dem Feld An bei jedem Empfänger im
Nachrichtenkopf. Wenn die Empfänger nicht sehen sollen, wer
die Nachricht ebenfalls bekommen hat, verschieben Sie die
Empfängerliste vor dem Versand in das Feld Bcc. Dazu machen
Sie das Feld mit dem Ansicht/"Bcc"-Feld sichtbar.
Anschließend genügt ein einfaches Ausschneiden und
Einfügen.
Zusätzliche Kontakte-Ordner
Zur besseren Übersicht
Ihrer Adressen lassen sich in Outlook mehrere Kontakte-Ordner
einrichten.
Benötigen Sie neben dem
Standard-Kontakte-Ordner einen zweiten Ordner, beispielsweise für
projektbezogene Adressen, gehen Sie wie folgt vor: Rufen Sie das
Menü Datei/Neu/Ordner auf. Es erscheint ein Dialogfenster, in
dem Sie bei Name einen Ordnernamen wie Projekt A eingeben.
Wählen
Sie im Drop-Down-Listenfeld Ordner enthält den Eintrag
Kontakt-Elemente aus. In dem Listenfeld Ordner wird
untergeordneter Ordner von können Sie die Position des
Ordners festlegen, so daß sich Ihre Daten optimal gliedern
lassen. Bestätigen Sie das Dialogfenster mit OK, und
beantworten Sie die abschließende Frage zum Hinzufügen
des Ordners in die Outlook-Leiste mit Ja. Ab sofort verschieben
Sie Kontakte durch einfaches Ziehen und Ablegen zwischen den
Kontakt-Ordnern. Zum Kopieren halten Sie beim Ziehen und Ablegen
zusätzlich die Taste [Strg] gedrückt. Beachten Sie, daß
Kontakte, die in mehreren Kontakt-Ordnern geführt werden,
vollständig getrennt sind und bei Änderungen einzeln
aktualisiert werden müssen.
Das Löschen von
Kontakte-Ordnern erfordert einen Trick, da eine Löschfunktion
je nach Position des Ordners in keinem Menü zu finden ist.
Klicken Sie den Ordner in der Ordnerliste an, und ziehen Sie ihn
bei gedrückter Maustaste auf den Ordner Gelöschte
Objekte. Jetzt befindet er sich im Papierkorb und wird beim
nächsten Leeren des Papierkorbs entfernt.
Kontakt schneller anpassen
Kontakt-Daten lassen sich direkt
in der Kontaktliste ändern.
Zum Ändern der Daten
eines Kontaktes können Sie auf dem Kontakt-Namen einen
Doppelklick ausführen. Daraufhin gelangen Sie in das
Kontakte-Dialogfenster, auf dessen Registerkarten Sie die Daten
anpassen. Möchten Sie die Daten eines Kontakts ändern,
die bereits in der Kontakt-Liste erscheinen, lassen sich die
Änderungen noch schneller durchführen: Klicken Sie mit
der linken Maustaste auf die Kontakt-Eigenschaft, die Sie ändern
möchten. Alternativ können Sie mit [Tab] die Eigenschaft
anwählen und mit [F2] den Bearbeiten-Modus. Daraufhin kann
die Eigenschaft wie beim Umbenennen einer Datei im Explorer
geändert werden. Mit [Enter] übernehmen Sie die
Änderung.
Adreßdaten übernehmen
So greifen Sie gezielt auf
Adreßbestände von Outlook und Access zu.
Wenn Sie
mehr als nur eine Anschrift benötigen oder die Adreßdaten
gezielt in Ihrem Dokument plazieren möchten, hilft Ihnen das
Programm Brief und Fax-Manager für Word 97. Es verarbeitet
sowohl Outlook-Kontakte als auch Access-Adreßdatenbanken.
Die
Adressen können Sie anschließend in Word über das
Manager-Dialogfenster übersichtlich auswählen und
nachbearbeiten. Eine Testversion finden Sie auf der CD-ROM zu
diesem Heft oder im Internet unter
www.add-in-world.de/katalog
Serientermin anlegen
Outlook erinnert Sie auf Wunsch
automatisch an Termine, die regelmäßig wiederkehren.
Um
einen Serientermin einzurichten, klicken Sie in der Outlook-Leiste
(links) auf Kalender. Wählen Sie nun in der Kalenderübersicht
den gewünschten Tag aus, an dem dieser Termin zum ersten Mal
stattfindet. Anschließend geben Sie den Termin in die
Tagesliste ein und drücken [Enter]. Klicken Sie doppelt auf
diesen Termin. Im Dialog schalten Sie die Option Erinnerung ein
und wählen die gewünschte Vorwarnzeit aus. Benutzen Sie
im Fenster den Befehl Termin/Serie. Im Dialog Terminserie wählen
Sie den gewünschten Wiederholungszeitraum aus, beispielsweise
Monatlich. Stellen Sie das passende Intervall ein, etwa Am zweiten
Freitag jedes 1. Monats. Mit OK und Speichern und Schließen
legen Sie den Serientermin an.
Ralph Kusterer/ib
E-Mails per Drag&Drop
Per Drag&Drop lassen sich
neue E-Mail-Nachrichten besonders schnell erstellen.
Sie haben
viele Adressen in die Liste der Kontakte eingetragen und schicken
häufig E-Mails an diese Adressen? Dann unterstützt
Outlook eine einfache Methode, um E-Mails schnell zu verschicken.
Klicken Sie dazu in der Outlook-Leiste auf die Schaltfläche
Kontakte, um die Liste der Kontakte anzuzeigen. Machen Sie in der
Outlook-Leiste das Postausgang-Symbol sichtbar, indem Sie unten in
der Leiste auf die Schaltfläche Mail klicken. Ziehen Sie nun
den Eintrag des gewünschten E-Mail-Empfängers aus der
Kontaktliste auf die Schaltfläche Postausgang. Outlook öffnet
automatisch ein Fenster für eine neue Nachricht, wobei die im
Kontakteintrag gespeicherte E-Mail-Adresse bereits in das Feld
An... eingetragen ist. Sie brauchen nur noch den Text einzugeben
und die Nachricht zu verschicken.
Sprachverständnis
Outlook versteht Eingaben wie heute,
morgen und wandelt sie in Datumsangaben um.
Wäre es nicht
schön, sich mit dem Computer wie mit einem Menschen
verständigen zu können? Mit Outlook gelingt das in einem
kleinen Bereich: Beim Anlegen von Terminen akzeptiert Outlook
Spracheingaben wie übermorgen und wandelt diese automatisch
in das entsprechende Datum um. Rufen Sie dazu im Kalender den
Dialog auf, um mit dem Befehl Datei/Neu/Termin einen Termin
anzulegen. Im Dialog Unbenannt/Termin markieren Sie den kompletten
Eintrag im Feld Beginn. Tippen Sie ein, wann der Termin
stattfindet, etwa Morgen oder in zwei Wochen. Wenn Sie [Enter]
drücken, trägt Outlook automatisch das entsprechende
Datum in das Feld Beginn ein. Entsprechend funktioniert dies im
Feld Ende, das auch Eingaben wie zwei Tage später akzeptiert.
Die Zeitfelder sind ebenfalls intelligent: Wenn Sie hier mittags
eingeben, setzt Outlook den Termin automatisch für 12 Uhr an.
Vergeßliche Erinnerung
So helfen Sie Outlook auf die
Sprünge, wenn das Programm Termine unterschlägt.
Haben
Sie viele Termine mit automatischer Erinnerungsfunktion angelegt,
gibt Outlook unter Umständen keine Hinweismeldung mehr aus,
wenn der vorgegebene Zeitpunkt eines Termins erreicht ist. Dieser
Bug tritt auf, obwohl die Option Erinnerung anzeigen im Register
Erinnerung des Befehls Extras/Optionen sowie die Option Erinnerung
in den Konfigurationsdialogen der jeweiligen Termine korrekt
eingeschaltet sind. Um das Problem zu beheben, rufen Sie die
Programmdatei Outlook.exe mit dem Parameter /cleanreminders auf.
Dazu benutzen Sie unter Windows den Befehl Start/Ausführen
und geben im Dialog den kompletten Pfad der Datei Outlook. exe mit
diesem Parameter ein. Standardmäßig sieht dies so
aus:
"c:\programme\Microsoft
Office\Office\Outlook.exe"/cleanreminders
Der Startbefehl
vor dem Parameter muß in Anführungszeichen gesetzt
sein, wenn Ihr Pfadname ein Leerzeichen enthält, da Sie sonst
eine Fehlermeldung erhalten. Nach einem Klick auf OKstartet
Outlook wie üblich. Anschließend zeigt das Programm
alle Erinnerungen wieder korrekt an.
Als Standard wiederherstellen
So richten Sie Outlook
anstelle von Outlook Express als Standard-Mail-Programm ein.
Falls
Sie Outlook als E-Mail-Programm unter Windows 95/98 nutzen und
später Outlook Express als zusätzlichen Newsreader
installieren, wird Outlook Express automatisch in der Registry als
Standard-E-Mail-Programm festgelegt. Um dies wieder rückgängig
zu machen, gehen Sie so vor: Wählen Sie zunächst in
Outlook Express Extras/Optionen, schalten Sie im Register
Allgemein die Option Outlook Express als Standardprogramm für
E-Mail einrichten aus, und übernehmen Sie die Änderung
mit OK. Anschließend öffnen Sie in der
Windows-Systemsteuerung das Modul Internet und wählen im
Dialog das Register Programme aus. Im Listenfeld E-Mail steht nun
wieder die Option Microsoft Outlook zur Verfügung. Stellen
Sie diese Option ein, und schließen Sie mit OK ab. Künftig
öffnet sich wie gewohnt Outlook, wenn Sie beispielsweise
während einer Internet-Session eine mailto:-Funktion zum
Schreiben einer E-Mail auslösen.
Kurvige Animationen
Objekte, die sich an Kurven entlang
bewegen, bringen Schwung in Ihre Präsentationen.
StarDraw
3.1 ist in der Lage, Objekte an Kurven entlang zu animieren. Sie
benötigen dazu ein Objekt und eine Linie, die den Weg des
Objekts festlegt. Sowohl ein gezeichnetes Objekt als auch eine
Pixelgrafik lassen sich bewegen. Aktivieren Sie das Werkzeug
BIzier, und zeichnen Sie beispielsweise eine bogenförmige
Linie, die in etwa dem Lauf der Sonne entspricht. Mit einem
Doppelklick fixieren Sie die Linie. Klicken Sie auf die
Schaltfläche Symbolauswahl, wählen Sie das Symbol mit
der Sonne aus, und ziehen Sie es auf die Arbeitsoberfläche.
Aktivieren Sie das Werkzeug Auswahl, und ziehen Sie einen Rahmen
um Sonne und Linie, um beide Objekte zu markieren. Benutzen Sie
den Befehl Extras/Effekt. Im Dialog aktivieren Sie die Option
Animation, stellen im Listenfeld die Option an Kurve entlang ein
und schließen mit OK ab.
Um den Lauf der Sonne zu
betrachten, klicken Sie auf die Schaltfläche Präsentation
und anschließend auf OK. Mit einem Druck auf die Leertaste
starten Sie den Ablauf.
Ralph Kusterer/ib
Adreßbuch ausdrucken
Mit Hilfe einer Vorlage drucken
Sie alle Einträge des StarWriter-Adreßbuchs aus.
Sie
wollen den Inhalt des StarWriter-Adreßbuchs zu Papier
bringen? Dazu müssen die Beispielvorlagen von StarOffice
installiert sein.
Wählen Sie den Befehl Datei/Neu, im
Dialog unter Bereiche die Option Diverse, und laden Sie die
Vorlage Adreßbuch ausdrucken mit OK. Sie sehen nun eine
Liste mit Platzhaltern für die Übernahme der Daten aus
dem Adreßbuch. Drücken Sie F4, um das Adreßbuch
zu laden. Wählen Sie im Listenfeld Datenbank der Symbolleiste
die Option Adressen aus. Mit dem Befehl Datenbank/Sortieren ordnen
Sie die Daten in der gewünschten Reihenfolge.
Dann
markieren Sie alle Datensätze im Adressen-Fenster und klicken
auf die Schaltfläche Daten in Felder. Die Daten werden nun in
die fertige Adreßliste im unteren Fenster übernommen.
Zum Schluß können Sie das Dokument ausdrucken.
Ralph
Kusterer/ib
Nicht zukunftssicher?
Ein falsches Systemdatum führt
zum Absturz von StarWriter.
Wenn Sie beim Start des StarWriter
3.x einen Systemfehler im Modul "tl300mi.dll" erhalten,
ist das kein Grund zur Besorgnis. Die Ursache: Ihr Systemdatum
liegt 100 Jahre in der Zukunft, denn dieser Fehler tritt nur bei
einem Datum ab 2096 auf. Und bis dahin wird es sicherlich eine
bereinigte Version geben.
ib
Inhalte exportieren
Einzelne Abschnitte einer
Office-Sammelmappe lassen sich jederzeit als separate Datei
exportieren.
Wenn Sie in einer Sammelmappe einen Text oder eine
Tabelle mit Hilfe des Befehls Abschnitt/Hinzufügen angelegt
haben, können Sie diese Abschnitte jederzeit als separate
Datei speichern. Ziehen Sie dazu das gewünschte Symbol aus
der Sammelmappen-Leiste auf den Windows-Desktop oder in einen
Ordner des Explorer-Fensters.
Um mit einem Schlag alle
Abschnitte einer Sammelmappe in eigenständige Dateien
umzuwandeln, klicken Sie im Datei/Öffnen-Dialog (oder im
Explorer) mit der rechten Maustaste auf die entsprechende
Sammelmappen-Datei mit der Endung obd und wählen Lösen.
Die einzelnen Dateien werden nun automatisch im gleichen Ordner
unter den entsprechenden Dateiformaten angelegt.
Ralph
Kusterer/ib
Es sieht aus wie ein Bug
Haben Sie mehrere
Paßwort-geschützte Tabellen, scheint Excel nicht mehr
zu reagieren.
In Ihrer Office-97-Sammelmappe befindet sich eine
Excel-Tabelle, die mit einem Paßwort geschützt ist.
Fügen Sie ein weiteres derart gesichertes Spreadsheet hinzu,
sieht es aus, als wäre Office abgestürzt, wenn Sie
versuchen, diese Sektion zu aktivieren. Tatsächlich wird
jedoch nur der Excel-Paßwort-Dialog im Hintergrund
angezeigt.
Diesen müssen Sie ausfüllen, bevor Sie die
Aktion ausführen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf
das blinkende Excel-Symbol in der Task-Leiste. Geben Sie dann im
Dialog das Kennwort ein, und alles funktioniert wieder wie
gewohnt.
David Kiefer/ib
Zu große Symbole
Die beiden Office-Ordner im
Start-Menü sind größer als alle anderen. Passen
Sie sie an!
Nach der Installation von Office 97 erscheinen im
Start-Menü zwei Symbole, mit denen Sie neue Office-Dokumente
erstellen bzw. vorhandene öffnen. Diese beiden Icons sind
größer als die übrigen von Windows 95. Wollen Sie
diese Verzerrung beheben, so klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf die Task-Leiste und wählen
Kontext - Eigenschaften
In
der gleichnamigen Dialogbox markieren Sie das Kontrollkästchen
[Kleine Symbole im Menü Start anzeigen]. Sobald Sie Ihre
Angabe mit [OK] bestätigt haben, sind alle Symbole des
Start-Menüs wieder gleich groß. Andreas Zänker/ib
21
PowerPoint: Rotierende Objekte
Mit Hilfe der Hanteln drehen Sie
Objekte in Microsofts Präsentationsprogramm.
Klicken Sie
in PowerPoint ein Objekt an, wird es an den Ecken und Seiten mit
acht "Hanteln" versehen. Greifen Sie diese mit der Maus,
läßt sich das Objekt skalieren. War zusätzlich die
Alt-Taste gedrückt, verändert sich der Mauszeiger in
einen gebogenen Pfeil. Statt die Größe des Objekts zu
ändern, drehen Sie es, wenn Sie die linke Maustaste drücken,
halten und die Maus bewegen.
Fred Brösel/ib
Falsches Icon in der Shortcut-Leiste
Neue Schaltflächen
erhalten ein falsches Symbolbild.
Wenn Sie der
Office-97-Shortcut-Leiste eine neue Symbolschaltfläche
hinzufügen, erscheint diese mit demselben Icon wie der erste
Button der Leiste. Dem helfen Sie jedoch ganz leicht ab: Klicken
Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich der Leiste,
und wählen Sie aus dem Kontextmenü Auffrischen.
ib
Falsche Symbolbilder vermeiden
Neue Symbolschaltflächen
der Befehlsleiste von Office 97 erhalten das falsche Icon.
Fügen
Sie auf der Office-97-Shortcut-Leiste eine neue Schaltfläche
hinzu, erhält diese dasselbe Icon wie der erste Button. Um
diesen Fehler zu beheben, klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf eine freie Stelle der Leiste und wählen den Eintrag Icons
auffrischen. Microsoft scheint in weiser Voraussicht gleich das
Workaround zu dem Bug eingebaut zu haben.
ib
Service Pack austricksen
Erst durch gezielte Deinstallation
einer Anwendung wie Outlook läßt sich das Service
Release 2 erfolgreich durchführen.
Die Installation des
zweiten Service Release (SR 2) für MS Office 97 ist oft ein
Abenteuer mit ungewissem Ausgang. So scheitert die Installation
des SR 2 bisweilen mit der folgenden Fehlermeldung:
Entweder
ist Office 97 nicht auf diesem Computer installiert, oder es sind
Dateien von mehreren Versionen von Office 97 vorhanden.
Damit
sich das SR-2-Patch überhaupt installieren läßt,
ist ein vollständiges Update mit dem ersten Service Release
(SR 1) Voraussetzung. Die beschriebene Meldung tritt auf, wenn
einzelne Anwendungen von MS Office 97 nicht korrekt mit dem SR 1
ak-tualisiert worden sind. Dieses Problem betrifft in den meisten
Fällen Outlook, vereinzelt aber auch das Programm Access. Um
nicht aktualisierte Anwendungen zu finden, benutzen Sie im
Hilfe-Menü der Hauptanwendungen von MS Office jeweils den
Befehl Info und prüfen, ob die Angabe SR 1 im Dialog
erscheint. Falls diese Kennung bei einer Anwendung fehlt, etwa bei
Outlook 97, deinstallieren Sie diese Anwendung zunächst,
indem Sie im Hauptdialog des Setup-Programms von MS Office 97 den
kompletten Eintrag Microsoft Outlook deaktivieren und die
Deinstallation durchführen. Anschließend rufen Sie den
SR-2-Patch auf, der nun ohne Probleme durchlaufen sollte. Zum
Schluß installieren Sie das Programmpaket Outlook neu. Das
beschriebene Problem tritt übrigens auch auf, wenn Sie
Outlook 98 nach dem Service Release 1 installiert haben. Auch hier
hilft das gleiche Verfahren: Deinstallieren Sie Outlook 98, führen
Sie das SR 2 aus, und installieren Sie Outlook 98 erneut.
Neuaufbau ohne Altlasten
Bei einer Neuinstallation beseitigt
der Eraser letzte Hindernisse auf dem Weg zum SR 2.
Nicht
selten sperren sich die Service Releases SR 1 und SR 2 für MS
Office 97 hartnäckig gegen jeden Installationsversuch. In
solchen Fällen bleibt als letzter Ausweg nur die komplette
Neuinstallation des Programmpakets. Aber auch diese Maßnahme
bringt häufig nicht den gewünschten Erfolg, da nach der
Deinstallation Systemdateien und Registry-Einträge von MS
Office 97 zurückbleiben, die eine erfolgreiche Ausführung
der Patches verhindern können. Um diese Altlasten zu
entfernen, bietet Microsoft im Internet unter der
Adresse
ftp.microsoft.com/softlib/mslfi-les/ eraser97.exe
ein
Tool namens Eraser 97 an, das Sie unbedingt einsetzten sollten,
falls Sie MS Office komplett neu aufbauen müssen. Dafür
führen Sie folgende Schritte durch:
1. Sichern Sie alle
Daten, die Sie mit MS Office angelegt haben.
2. Rufen Sie das
Setup-Programm von MS Office 97 auf, und deinstallieren Sie das
Programmpaket komplett mit der Schaltfläche Alle entfernen im
ersten Dialog.
3. Führen Sie die Datei Eraser97.exe aus,
und installieren Sie das Programm.
4. Rufen Sie das Office 97
File and Registry Eraser Utility über das Start-Menü
auf, und klicken Sie im zweiten Dialog auf Continue.
5. Im
Dialog mit der Abfrage
Do you want to continue with an
Aggressive Cleanup?
klicken Sie auf Ja, um die Säuberung
durchzuführen.
6. Installieren Sie MS Office neu.
7.
Führen Sie das Service Release 1 aus.
8. Zum Schluß
installieren Sie das Service Release 2. Vor den Schritten 3, 6, 7
und 8 ist jeweils ein Neustart des Rechners erforderlich. Wenn Sie
diese Reihenfolge einhalten, läßt sich das SR 2
erfolgreich installieren. Welche Dateien und Registry-Einträge
das Säuberungsprogramm entfernt hat, ist in der Datei log.txt
dokumentiert, die Sie im Ordner C:\Programme\Eraser97 finden.
Adressen für Serienbriefe
So übernehmen Sie
Adressen von der CD Telefonbuch für Deutschland in
Serienbriefe.
Mit etwas Nachbearbeitung gelingt es, Datensätze
der offiziellen Telekom-CD Telefonbuch für Deutschland für
Serienbriefe zu nutzen. Allerdings können Sie dabei nur
maximal 150 Adressen auf einmal exportieren.
Sammeln Sie
zunächst die gewünschten Adressen im Persönlichen
Telefonbuch. Wählen Sie dazu eine Adresse aus, dann
Bearbeiten/Teilnehmer in das Persönliche Telefonbuch
übernehmen, und klicken Sie auf Aufnehmen. Um die gesammelten
Adressen in eine Serienbriefdatei zu übertragen, benutzen Sie
den Befehl Suchen/Persönliches Telefonbuch anzeigen und
klicken auf Export. Im Dialog aktivieren Sie die Option Alles und
schalten im Bereich Ausgabe die Option ohne Rufnummer ein, um die
Anzahl der exportierbaren Datensätze zu erhöhen. Klicken
Sie nochmals auf Export. Im folgenden Auswahldialog stellen Sie im
Listenfeld Dateityp die Option Semikolon ANSI-Format (*.ADR) ein,
vergeben einen Dateinamen und klicken auf Speichern.
Leider
fehlt in der so entstandenen Datei die erste Zeile mit den
Feldnamen, die für den Seriendruck zwingend notwendig ist.
Diese Feldnamen müssen Sie von Hand hinzufügen.
Bearbeiten Sie dazu die erzeugte adr-Datei mit einem
ANSI-Texteditor, beispielsweise mit dem Windows-Editor. Wenn Sie
Ihre Textverarbeitung benutzen, verwenden Sie dazu den
Importfilter Nur Text. Im Dokument fügen Sie vor dem ersten
Datensatz eine Leerzeile ein und tragen folgendes
ein:
NAME;VORNAME;
ZUSATZ1;ZUSATZ2;
STRASSE;NR;
PLZ;ORT;ZUSATZ3;
Achten Sie darauf, daß
kein Semikolon fehlt oder falsch plaziert ist. Anschließend
speichern Sie diese Datei im ANSI-Format mit der Endung txt. Die
Textdatei steht Ihnen nun uneingeschränkt für den
Seriendruck zur Verfügung, beispielsweise als
Word-Steuerdatei. Somit nutzen Sie die Daten der CD leicht zu
Werbezwecken.
Ralph Kusterer/ib
Farbkanäle deaktivieren
So entfernen Sie gezielt
Farbinformationen aus einer Pixelgrafik.
Wollen Sie aus einem
Bild einen der Grundtöne komplett entfernen, so deaktivieren
Sie einfach den zugehörigen Farbkanal. Dazu klicken Sie das
Augensymbol an und wählen beispielsweise Blauer Kanal. Jetzt
sehen Sie das Bild völlig ohne Blauton. Die entsprechenden
Werte sind allerdings nicht tatsächlich aus dem Bild
eliminiert, sondern nur unsichtbar.
Über die
Zwischenablage kopieren Sie die veränderte Grafik und fügen
sie als neue Bitmap wieder ein.
AndrI Moritz/ib
Texturen als Desktop-Hintergrund
Mit einer speziellen
Funktion bereitet Corel Texture gerenderte Hintergründe fürs
Kacheln auf.
Im Corel-Draw-8-Paket finden Sie das kleine
Programm Corel Texture. Damit erzeugen Sie Texturen (strukturierte
Oberflächengrafiken wie Marmor oder Holz). Diese können
Sie in einer der anderen Corel-Anwendungen weiterverarbeiten, oder
Sie speichern das gerenderte Bild direkt in eine bmp-Datei.
Haben
Sie die Textur nach Ihren Wünschen gestaltet, wählen Sie
den Menübefehl Füllmuster/In Datei rendern. Da die
Standardgröße des Bildes eine komplette Desktop-Füllung
nicht zuläßt, müssen Sie das Bild entweder noch in
einem anderen Programm vergrößern oder als Kachel auf
den Desktop legen. Letzteres empfiehlt sich, wenn Ihnen nicht
genug Arbeitsspeicher zur Verfügung steht.
Die Übergänge
bei gekachelten Grafiken sind meist sehr unschön. Daher hat
Corel eine Funktion in Texture implementiert, die die Bildränder
so gestaltet, daß die Übergänge nicht auffallen.
Um dieses Feature zu nutzen, aktivieren Sie die Option
Füllmuster/Kachelbild erzeugen, bevor Sie In Datei rendern
wählen.
AndrI Moritz/ib
Datum berechnen
So berechnen Sie ein Datum bei vorgegebener
Kalenderwoche.
In der Rubrik Makro-Mania, Ausgabe 9/97, S. 170
stellten wir eine Formel zur Berechnung der Kalenderwoche eines
bestimmten Datums vor. Mit der Erweiterung von Paul Mohr gehen Sie
den umgekehrten Weg: Sie errechnen aus den Angaben Kalenderwoche
und Wochentag das entsprechende Datum. Oder wüßten Sie
ad hoc, auf welches Datum der Freitag in KW 46 fällt?
Richtig: auf den 13.11.
So gehen Sie vor: Im
Visual-Basic-Editor geben Sie den Code (Listing in Databox 8/98)
ein.
Verwenden Sie diese Funktion wie eine normale
Excel-Routine. Somit berechnet der PC genau Ihre Glückstage.
Paul
Mohr/ib
Makro in die Menüleiste legen
Vereinfachen Sie den
Zugriff auf Ihre VBA-Module und -Makros.
Um in Excel schnell
auf Makros zuzugreifen, legen Sie diese am besten als Menüpunkte
ab. Excel selbst stellt dafür das Menü Extras zur
Verfügung.
Rufen Sie über Extras/Makro das
Dialogfenster mit allen verfügbaren Makros auf. Klicken Sie
in der Liste den Namen der relevanten Routine an, und wählen
Sie den Befehl Optionen. Aktivieren Sie dort das Kontrollkästchen
Befehl im Menü 'Extras', und tragen Sie den Text des
Menüpunkts ein. Möchten Sie einen Buchstaben als
Shortcut verwenden, müssen Sie vor diesen ein kaufmännisches
Und (&) setzen. Lautet beispielsweise der Menüpunkttext
Zum Start&bildschirm, so braucht der Anwender nach dem Öffnen
des Menüs Extras nur b zu drücken.
Ab Excel 97
erhalten Sie über Extras/Makro/Makros .../Optionen nur noch
die Funktion, ein Makro mit einer [Strg]-Tastenkombination zu
verknüpfen. Ersatz bietet der Menüpunkt Extras/Anpassen,
mit dem Sie wie in allen Office-Anwendungen beliebige Befehle und
eigene Makros sowie Dialoge einem Menüpunkt zuordnen
können.
AndrI Moritz/ib
Detektivarbeit
Die Detektiv-Symbolleiste erleichtert die
Fehlerprüfung in komplexen Tabellen.
Bei der Arbeit mit
komplexen Tabellen ist die Detektiv-Symbolleiste eine
unverzichtbare Hilfe und sollte ständig verfügbar sein.
Blenden Sie sie mit der Befehlsfolge
Extras/Detektiv/Detektiv-Symbolleiste ein, um Ihre Formeln zu
überprüfen. Wählen Sie eine Zelle aus, die eine
Formel enthält, und klicken Sie auf die Schaltfläche
Spur zum Vorgänger. Anhand von Pfeilen zeigt Ihnen Excel alle
Zellen an, deren Werte in die ausgewählte Formel übernommen
werden. Entsprechend arbeitet die Funktion Spur zum Nachfolger,
die Verweise zu allen Zellen anzeigt, die den Wert aus der
ausgewählten Zelle übernehmen. Falls sich eine
verknüpfte Zelle in einer anderen Tabelle befindet, erscheint
eine Linie mit einem Tabellensymbol.
Per Doppelklick auf die
Verbindungslinie rufen Sie die Koordinaten der verknüpften
Zellen ab. Auf diese Weise können Sie Ihre Formeln überprüfen
und Fehler schnell lokalisieren, die durch falsche Verweise
entstehen. Mit dem Button Alle Spuren entfernen löschen Sie
die Pfeile wieder.
Ralph Kusterer/ib
Lottoscheine überprüfen
Lassen Sie sich keinen
verborgenen 3er im Lotto mehr entgehen.
Spätestens seit
Lotto-Online werden Sie nicht mal benachrichtigt, wenn Sie sechs
Richtige haben. Denn im Gegensatz zu früher tragen Sie ja auf
den neuen Lottoscheinen keinen Namen mehr ein, sondern erhalten
als Quittung lediglich einen Kontrollausdruck Ihres Scheins.
Was
aber, wenn Oma wegen ihrer fünf Dioptrien den Dreier oder gar
das Kästchen mit den sechs Richtigen übersehen hat? Wie
gut, daß es Excel gibt. Denn mit diesem Rechenkünstler
und unserer Funktion IstLotto entgeht Ihnen kein Lotteriegewinn
mehr. Und falls Sie mal nicht da sind, finden Sie die gezogenen
Zahlen der letzten zehn Wochen im WWW unter der
Adresse
http://members.aol.com/Fortserv/dresults.htm
Das
Arbeitsblatt haben wir, wie Sie in der Abbildung (PC Magazin 3/98,
Seite 190) sehen, in drei Abschnitte eingeteilt:
- Im oberen
Teil (bei uns: A1:H29) tragen Sie die Zahlen der letzten Ziehungen
ein.
- Der umrahmte Block dazwischen (bei uns: A30:M36) enthält
Ihre Tippreihen, wobei wir diese gemäß den
49er-Kästchen auf dem Lottoschein mit 1 Oben, 1 Unten, 2 Oben
usw. beschriftet haben.
- Unten (bei uns: A37:M66) finden Sie
eine Tabelle, die zu jeder Ihrer Tippreihen ermittelt, wieviele
Ihrer Zahlen in den gezogenen Zahlen enthalten waren. Während
Sie die darüberliegenden Zahlenkolonnen natürlich per
Hand ausfüllen müssen, enthalten die unteren Zellen die
IstLotto-Funktion. Die Adreßangaben sind so gestaltet, daß
Sie sie beliebig kopieren können und sich die Adreßangaben
automatisch anpassen.
So lautet die Formel in B37
beispielsweise
=IstLotto($B2: $G2;B$31:B$36)
Der erste
Parameter ist der Zellbereich, der die gezogenen Lottozahlen
enthält. Diese müssen nicht unbedingt nebeneinander
stehen. Die VBA-Routine stellt sich automatisch auf den Bereich
ein. Der zweite Parameter beschreibt die getippten Zahlen. Ein
zweiter kleiner Kniff zeigt Ihnen auch gleich durch eine
Rotfärbung an, wenn ein Tip unter den Gewinnern ist. Dazu
formatieren Sie den unteren Zellbereich über Format / Zellen
/ Zahlen / Benutzerdefiniert und geben als
Zeichenkette
[Rot][<0]"5+ZZ";[<3]Standard;
[Rot]Standard
ein.
Ist die Zahl negativ, erscheint in der Zelle die Anzeige 5+ZZ -
das ist die Ausgabe von IstLotto, die fünf Richtige mit
Zusatzzahl anzeigt. Liegt der ermittelte Wert zwischen 3 und 6,
erscheint der Wert in Rot, ansonsten in der Standardfarbe.
Geben
Sie nun die Funktion IstLotto gemäß dem Listing
(Listing in Databox 3/98) ein, indem Sie Extras/Makro Makros
wählen, einen beliebigen Makronamen eingeben und auf
Erstellen klicken. Fügen Sie den Listingtext im VBA-Editor an
die bereits vorhandenen Codezeilen an. Das wars, und toi, toi, toi
bei der nächsten Ziehung!
ib
Getrennte Spalten
So trennen Sie mit einer VBA-Funktion Vor-
und Nachname, die gemeinsam in einer Zelle stehen.
Oft fängt
man spontan eine Adreßliste in Excel an und macht sich keine
Gedanken über deren Aufbau. Da kommt es schon mal vor, daß
Vor- und Nachname in einem Feld untergebracht werden. Oder
Postleitzahl und Ort. Viele solcher Angaben haben, getrennt
gesehen, einen viel höheren Informationsgehalt. Steht etwa
die komplette Ortsangabe in einer Zelle, ist es unmöglich,
die Orte alphabetisch zu sortieren. Ebenso bei den Namensangaben:
Hier ist es schwierig, den Vor- vom Nachnamen zu trennen. Wollen
Sie dann einen Serienbrief schreiben, erhalten Sie die Anrede
Sehr
geehrter Herr Müller, Heinrich
Aber dank VBA sind Sie ja
nicht nur auf Excels eigene Funktionen beschränkt. Im Makro
unten sehen Sie zwei Routinen, die aus einem typischen
Namenseintrag wahlweise den oder die Vornamen sowie den Nachnamen
extrahieren - egal, ob Sie Ihre Adressen in der Form Müller,
Heinrich oder Heinrich Müller erfaßt haben. Der erste
Fall ist besonders leicht gelöst: Vor dem Komma steht der
Nachname, dahinter der Vorname. Haben Sie hingegen die normale
Schreibweise gewählt, wird alles ab dem letzten Leerzeichen
als Nachname angesehen.
Die Funktionen wenden Sie genauso an
wie die in Excel eingebauten. Haben Sie beispielsweise in Zelle A1
den kombinierten Namen stehen, so erhalten Sie mit
B1:
=GetVorName(A1)
in B1 den Vornamen und analog mit
C1:
=GetNachName(A1)
in C1 den Nachnamen.
Wir haben das Makro
(Listing in Databox 9/97) in der englischen und deutschen Notation
abgedruckt. Unsere Empfehlung: Verwenden Sie in Excel aus
Kompatibilitätsgründen die englische (Einstellung in
Extras/Optionen/Modul Allgemein). Wenn Sie das ablehnen, geben Sie
den deutschen Code ein. In der Standardeinstellung verwendet Excel
als Trennzeichen für Parameter das Semikolon. Erhalten Sie
bei der Ausführung der Routinen eine Fehlermeldung, ersetzen
Sie diese durch Kommata.
ib
Werte auf Knopfdruck erhöhen
Wenn Sie die
Standardereignisse von Excel geschickt ausnutzen, ersparen Sie
sich viel Arbeit.
Mit Excel können Sie unter anderem
statistische Werte oder Wahlergebnisse erfassen. Haben Sie
beispielsweise zehn verschiedene Ausprägungen, die - je nach
vorliegendem Ergebnis - jeweils um den Wert 1 hochgezählt
werden, ist es sehr unpraktisch, immer die neue Zahl einzugeben.
Angenehmer wäre es, wenn Excel den Wert automatisch erhöht
- etwa via [+]-Taste oder Doppelklick.
Und genau zu diesem
Zweck belegen Sie in Visual Basic für Applikationen
Ereignisse mit benutzerdefinierten Prozeduren. Zwei dieser
Ereignisse heißen OnKey und OnDoubleClick. Während die
erste für beliebige Tastenkombinationen eingesetzt wird,
aktiviert Excel letztere immer dann, wenn Sie in einem beliebigen
Arbeitsblatt einen Doppelklick ausführen.
Nehmen wir
einmal an, Sie hätten eine Tabelle namens Tabelle1. In der
ersten Spalte stehen die unterschiedlichen Ausprägungen und
in der zweiten Spalte deren Anzahl. Eine Routine, die automatisch
diesen Wert hoch- oder runterzählt, könnte dann wie
folgt lauten:
Sub Counter(ByVal Differenz As Integer)
If
ActiveCell.Column <= 2 Then
If IsEmpty(Cells(ActiveCell.Row;
2)) Then
Cells(ActiveCell.Row; 2)=0
End If
If
IsNumeric(Cells(ActiveCell.Row; 2)) Then
' Sicherungskopien mit
Zeitstempel der vorherigen 10 Werte
For I = 20 To 4 Step
-1
Cells(ActiveCell.Row; I)=Cells(ActiveCell.Row; I -
2)
Next
Cells(ActiveCell.Row; 3) = Now
Cells(ActiveCell.Row;
2) = Cells(ActiveCell.Row; 2) + Differenz
End If
End If
End
Sub
Sub UPCount()
Counter 1
End Sub
Sub
DownCount()
Counter -1
End Sub
Die Routine erhält
als Parameter einen Wert, um den der Eintrag in Spalte B der
aktuellen Zeile verändert werden soll. Als erstes legt die
Routine Sicherheitskopien der letzten zehn Eingaben mit
Zeitstempel an und verändert dann den Wert. Die beiden
Prozeduren UpCount und DownCount haben wir nur aus formalen
Gründen eingefügt, die im folgenden klar werden.
Wie
aber verbinden Sie diese Routine mit dem Drücken einer Taste
oder einem Doppelklick? Hier kommen die Ereignisse OnKey
respektive OnDoubleClick ins Spiel. Diese verknüpfen Sie
über
Sub TastenBelegen()
With Application
.OnKey
"{+}"; "UpCount"
.OnKey "-";
"DownCount"
.OnDoubleClick = "UpCount"
End
With
End Sub
mit den beiden Zählroutinen und entfernen
die Verknüpfung wieder mit
Sub TastenNormal()
With
Application
.OnKey "{+}"
.OnKey "-"
.OnDoubleClick
= ""
End With
End Sub
Als ersten Parameter
erhält OnKey eine Zeichenkette, die die Tastenkombination
repräsentiert. Einige Beispiele dafür
lauten:
Tastenbeschriftung Zeichenkette
BILD-AB
"{BILDU}"
BILD-AUF "{BILDO}"
NACH-LINKS
"{LINKS}"
NACH-OBEN "{OBEN}"
NACH-RECHTS
"{RECHTS}"
NACH-UNTEN "{UNTEN}"
POS1
"{POS1}"
ENDE "{ENDE}"
TAB "{TAB}"
EINFG
"{EINFG}"
ENTF "{ENTF}"
EINGABETASTE
"~"
Weitere Tastenbezeichnungen finden Sie in der
VBA-Hilfe von Excel unter dem Suchbegriff OnKey. Neben den
"normalen" Tasten lassen sich aber auch Kombinationen
mit [Strg], [Umschalt] und [Alt] belegen.
Taste Symbol Beispiel
Bedeutung
ALT % "%x" Alt+X
STRG ^ "^c"
Strg+C
UMSCHALT + "+a" A
Natürlich sind auch
Kombinationen der Sondertasten, wie etwa [,-^-+-a-"] für
[Strg-Umschalt-A] zulässig. Wollen Sie hingegen eines der
Sonderzeichen belegen, müssen Sie es in geschweifte Klammern
setzen. Die Zeichenkette für [Alt-+] lautet also "%{+}".
Der zweite Parameter von OnKey ist ähnlich wie der Wert von
OnDoubleClick der Name der Routine, die Sie aufrufen möchten.
Nun müßten Sie aber jedesmal, wenn Sie Ihre Tabelle
aktivieren, TastenBelegen aufrufen und immer dann, wenn Sie zu
einem anderen Blatt wechseln, mit TastenNormal die Belegung wieder
aufheben. Aber auch dafür gibt es jeweils ein Ereignis:
OnSheetActivate und OnSheetDeactivate. Und wenn Sie diese über
Sub
Auto_Open()
With Worksheets(,Tabelle1").OnSheetActivate =
"TastenBelegen"
.OnSheetDeactivate =
"TastenNormal"
End Sub
belegen, führt Excel
sie jedesmal aus, wenn Sie das Arbeitsblatt laden.
ib
Schnelle Inhaltsübersicht
Auf Knopfdruck erhalten Sie
ein komplettes Inhaltsverzeichnis Ihrer Präsentation.
Das
Präsentationsprogramm PowerPoint erzeugt bei Bedarf
automatisch eine Inhaltsübersicht Ihrer fertigen Präsentation
als eigene Folie. Dazu wechseln Sie über das Ansicht-Menü
in die Darstellungsart Foliensortierung. Markieren Sie mit
gedrückter Umschalt-Taste alle Folien, die in der endgültigen
Präsentation erscheinen, oder wählen Sie den Befehl
Bearbeiten/Alles markieren. Klicken Sie auf die Schaltfläche
Inhaltsfolie in der Symbolleiste für die Foliensortierung.
PowerPoint erstellt automatisch eine eigene Folie, die alle
Überschriften der markierten Folien enthält.
Ralph
Kusterer/ib
Bilder auf Stichwort
Eine Automatikfunktion von PowerPoint
vereinfacht die Auswahl passender Grafiken.
Meist müssen
Sie wild herumbasteln, bis alle grafischen Elemente einer
Präsentation halbwegs ihrem Inhalt entsprechen. Statt sich
durch die Unmengen an Grafiken auf der Clipart-CD zu kämpfen,
nutzen Sie lieber Microsofts Präsentator
PowerPoint.
PowerPoint analysiert auf Wunsch den Text der
aktiven Präsentation, erstellt eine Liste der enthaltenen
Stichwörter und sucht passende Grafiken aus der ClipArt
Gallery, denen eines dieser Stichwörter zugeordnet ist.
Laden
Sie dazu die gewünschte Präsentation, und wählen
Sie in der Folienansicht Extras/AutoClipArt. Nach kurzer Analyse
erscheint ein Dialog, der die in der Präsentation gefundenen
Stichwörter im Listenfeld links unten aufführt. Zunächst
wählen Sie hier das gewünschte Stichwort aus. Im Feld
Auf Folie listet PowerPoint die Nummern der Folien auf, in denen
das ausgewählte Stichwort enthalten ist. Falls es in mehreren
Folien vorkommt, wählen Sie in diesem Listenfeld zunächst
die gewünschte Foliennummer aus. Um in diese Folie ein
passendes Bild zu übernehmen, klicken Sie auf die
Schaltfläche ClipArt anzeigen. Jetzt erscheint das
ClipArt-Gallery-Fenster mit allen Grafiken, denen das
entsprechende Stichwort zugeordnet worden ist. Hier markieren Sie
das gewünschte Bild und klicken auf Einfügen, um es in
die ausgewählte Folie zu übernehmen.
Ralph
Kusterer/ib
Automatisches Begleitheft
PowerPoint erzeugt mit Hilfe von
Word eine gedruckte Kurzfassung Ihrer Präsentation.
Die
Wirkung einer Präsentation wird erheblich verbessert, wenn
Sie ein gedrucktes Begleitheft zur Verfügung stellen, das
alle wichtigen Informationen übersichtlich zusammenfaßt.
Auf Wunsch legt PowerPoint in Zusammenarbeit mit WinWord ein
solches ExposI automatisch an.
Laden Sie dazu in PowerPoint
Ihre fertige Präsentation, und benutzen Sie im Untermenü
Datei/Senden an den Befehl Microsoft Word. Im folgenden Dialog
wählen Sie die gewünschte Darstellungsform aus,
beispielsweise Notizen neben Folien oder Leerzeichen neben Folien.
Während mit der ersten Option die vorhandenen Notizen in das
Dokument übernommen werden, läßt Ihnen die zweite
Variante die Möglichkeit, später eigene Kommentare im
WinWord-Dokument hinzuzufügen.
Unten im Dialog legen Sie
mit den entsprechenden Befehlen fest, ob Sie die
Präsentationsinformationen einfügen oder verknüpfen
möchten. Die Verknüpfung bietet den Vorteil, daß
spätere Änderungen an der Präsentation automatisch
ins Word-Dokument übernommen werden. Nach einem Klick auf OK
startet WinWord automatisch. Die Textverarbeitung erzeugt nun ein
Dokument im gewählten Layout, das eine komplette Übersicht
über Ihre Präsentation inklusive der grafischen
Darstellungen Ihrer Folien enthält. Somit verschaffen Sie
Ihrem Vortrag die Übersichtlichkeit, die Ihnen jeder danken
wird.
Pixelgrafiken als Füllung
Verwenden Sie in PowerPoint
beliebige Grafikdateien als Füllung von
Zeichnungsobjekten.
Wer in seiner Demo-Grafik einen
ansprechenden Hintergrund einbaut, erzielt höhere
Aufmerksamkeit für seine Vorführung. Legen Sie dazu ein
Zeichnungsobjekt mit Hilfe eines geeigneten Zeichenwerkzeugs an,
beispielsweise eine Ellipse. Blenden Sie nun die
Zeichnen-Symbolleiste ein, und wählen Sie das gezeichnete
Objekt im Hauptbildschirm aus. Dann klicken Sie in der Leiste
Zeichnen auf den Pfeil rechts neben der Schaltfläche
Füllfarbe, wählen den Befehl Fülleffekte und
aktivieren das Register Grafik. Mit der Schaltfläche Grafik
auswählen laden Sie die gewünschte Grafikdatei und
ordnen sie anschließend mit OK dem ausgewählten
Zeichnungsobjekt als Füllung zu.
Ralph Kusterer/ib
Animation Player
Wandeln Sie Ihre Präsentation mit dem
HTML-Assistenten über
Datei - Als HTML speichern
in
eine Web-Präsentation um. Wenn Sie in Ihrer Präsentation
Animationen eingebunden haben, lassen sich diese mit dem Animation
Player auch im Internet/Intranet wiedergeben.
Doch Vorsicht:
Das PowerPoint Animation Player-Add-in arbeitet nicht mit allen
Web-Browsern zusammen. Von Microsoft ist es lediglich für den
Microsoft Internet Explorer 2.0 oder 3.0 und den Netscape
Navigator ab Version 1.22 freigegeben. Zudem speichert PowerPoint
das Add-in nicht zusammen mit der Präsentation, sondern lädt
es vom Microsoft Web Server - was bei Intranet-Anwendungen das Aus
für den Animation Player darstellt. Beschränken Sie sich
im HTML-Assistenten auf die "Grafiktypen" GIF und JPEG.
Wollen Sie auf die Animationen nicht verzichten, fügen Sie
später mit Hilfe von Zusatzprogrammen standardisierte
Java-Scripts ein.
Eine Inhaltsangabe erzeugen
Für das Anlegen einer
Inhaltsverzeichnis-Folie mit sämtlichen Folien-Überschriften
mußten Sie bisher die einzelnen Titel Folie für Folie
kopieren und ins Inhaltsverzeichnis einfügen. In PowerPoint
97 ist damit endlich Schluß: Erzeugen Sie zuerst die
vollständige Präsentation. Arbeiten Sie dabei mit den
PowerPoint-eigenen Folien-Layouts. Damit besitzt die Präsentation
einheitliche Titel, die PowerPoint für das Inhaltsverzeichnis
später nutzt.
Zum Anlegen der Inhalt-Folie markieren
Sie
Ansicht - Foliensortierung
Klicken Sie bei gedrückter
[Umschalt]-Taste auf alle Folien, deren Titel Sie ins
Inhaltsverzeichnis aufnehmen möchten. Nun genügt ein
Klick auf das neue Symbol "Inhaltsfolie" in der
Foliensortierung-Symbolleiste. PowerPoint fügt dann vor der
ersten markierten Folie das Inhaltsverzeichnis ein, eine
Titelfolie bleibt dabei weiterhin am Folienanfang stehen.
Wichtig:
PowerPoint erzeugt nur eine Folie, gleichgültig ob der Platz
für die Folientitel ausreicht. Bei mehr als sieben
Folien-Titeln ist deshalb manuelle Nacharbeit erforderlich.
Fehlende Linien aus Word-Tabellen zurückholen
Wenn Sie
in Word eine Tabelle erzeugt und über die
Windows-Zwischenablage in eine PowerPoint-Folie eingefügt
haben, sind Rahmen und Gitternetzlinien unter Umständen
teilweise verschwunden und tauchen auch in der höchsten
Zoomstufe nicht immer auf. Drucken Sie die scheinbar fehlerhafte
Folie aus, sind plötzlich wieder alle Linien und Rahmen
vorhanden.
Der Grund: PowerPoint kann Linien mit einer
Strichstärke von 0,25 und 0,5 Punkt je nach Plazierung der
Tabelle nicht anzeigen. Die Lösung: Klicken Sie in Word
auf
Tabelle - Tabelle markieren
und weisen Sie allen Linien
die Linienstärke "1 pt" (oder dicker) zu.
Übernehmen Sie die Tabelle anschließend erneut in
PowerPoint, sind die Linien wie gewünscht vorhanden.
Schriften ersetzen
So verändern Sie das
Erscheinungsbild einer PowerPoint-Präsentation.
Die Wahl
der verwendeten Schriftart ist entscheidend für die
Lesbarkeit der Informationen. Dies gilt vor allem bei
Präsentationen mit Overhead-Folien. PowerPoint 97 bietet
daher eine Funktion, die verwendeten Schriftarten schnell in der
kompletten Präsentation zu ersetzen. Laden Sie dazu das
gewünschte Dokument, und markieren Sie ein Textobjekt mit der
Schriftart, die Sie verändern möchten. Dann benutzen Sie
den Befehl Format/Schriftarten ersetzen.
Die markierte
Schriftart erscheint nun im Listenfeld Ersetzen des Dialogs. Im
unteren Listenfeld Durch wählen Sie eine Schriftart aus, die
an die Stelle des ungeeigneten Fonts treten soll. Sobald Sie auf
die Schaltfläche Ersetzen klicken, ersetzt PowerPoint die
alte Schriftart durch die angegebene neue in der gesamten
Präsentation. Mit Schließen kehren Sie wieder zur
Präsentation zurück.
Ralph Kusterer/ib
Formen anpassen
PowerPoint bietet fertige Symbole, die sich
modifizieren und austauschen lassen.
Mit eigenen Schaltflächen
gestalten Sie Ihre Präsentationen. Viele der fertigen
Formsymbole, die Sie mit der Schaltfläche AutoFormen der
Zeichnenleiste anlegen, können Sie individuell anpassen.
Klicken Sie ein Formsymbol an, etwa den Nächste-Button im
Menü Interaktive Schaltflächen, und ziehen es in
gewünschter Größe in der Folie auf. Zusätzlich
zu den normalen Markierungspunkten erscheinen bei manchen Formen
gelbe, rautenförmige Ziehpunkte. Durch Verschieben dieser
Ziehpunkte mit der Maus verändern Sie die Proportionen
innerhalb der Form. In unserem Beispiel erhält die
Schaltfläche einen 3D-Effekt, wenn Sie den gelben Punkt nach
rechts ziehen. Auf Wunsch läßt sich außerdem ein
angelegtes AutoForm-Symbol komplett durch ein anderes ersetzen.
Wählen Sie dazu das Formsymbol in der Folie aus und klicken
auf die Zeichnen-Schaltfläche in der Zeichnen-Leiste. Über
das Menü AutoForm ändern wählen Sie das neue Symbol
per Mausklick aus, um die alte Form zu ersetzen.
Farbige Verluste
Excel formatiert negative Zahlenwerte auf
Wunsch automatisch mit roter Schriftfarbe.
Durch die farbige
Kennzeichnung negativer Zahlen heben Sie Verluste optisch hervor
und verbessern so die Übersichtlichkeit in großen
Tabellen. Wählen Sie dazu die Zelle (oder die Zellen) aus, in
der negative Zahlen rot formatiert werden sollen. Benutzen Sie den
Befehl Format/Zellen. Im Register Zahlen wählen Sie in der
Liste Kategorie die Option Zahl aus. Rechts daneben erscheint die
Liste Negative Zahlen, in der Sie das Format auswählen. Sie
können negative Zahlen allein mit roter Schrift oder mit
vorangestelltem Minuszeichen und roter Schrift
formatieren.
Anschließend stellen Sie noch die gewünschte
Anzahl Dezimalstellen ein und schließen mit OK ab. Negativen
Zahlen in den markierten Zellen weist Excel nun automatisch das
zugewiesene Format zu.
Ralph Kusterer/ib
Formeln im Überblick
Auf Knopfdruck machen Sie alle
Formeln in der aktiven Tabelle sichtbar.
Um alle Formeln in
einer Tabelle schnell zu kontrollieren, laden Sie eine
Arbeitsmappe und wählen die gewünschte Tabelle aus. Wenn
Sie [Strg-#] betätigen, zeigt Excel alle Formeln an, die sich
in der aktiven Tabelle befinden. Durch erneutes Drücken
dieser Tastenkombination schalten Sie wieder zur gewohnten Anzeige
der Werte zurück.
Ralph Kusterer/ib
Zentrierte Überschriften
Eine Automatikfunktion von
Excel plaziert Überschriften in der Mitte der Tabelle.
Mit
Excel können Sie Überschriften innerhalb eines
Arbeitsblatts exakt zentrieren. Geben Sie dazu den Text ein, und
markieren Sie in der gleichen Zeile den Bereich, in dem der Text
zentriert werden soll, beispielsweise die Spalten A bis
einschließlich F. Dann klicken Sie auf die Funktionstaste
Verbinden und zentrieren in der Formatleiste. Excel wandelt nun
den markierten Bereich in eine Zelle um und zentriert den Text in
dieser Zelle.
Individuell ausfüllen
So legen Sie das Intervall bei
automatischen Reihen direkt in der Tabelle fest.
Wenn Sie
Tabellenüberschriften automatisch ausfüllen lassen,
sparen Sie sich viel Arbeit. Beim automatischem Fortschreiben von
Begriffsreihen bietet Excel die Möglichkeit, die Schrittweite
beliebig zu verändern. Sie können beispielsweise
Monatsnamen in Zweierschritten ergänzen lassen.
Tragen Sie
den Startbegriff der gewünschten Reihe in eine Zelle ein,
beispielsweise Januar. Dann geben Sie in die Zelle darunter den
zweiten Begriff der Reihe ein, um das Inkrement festzulegen. Damit
Excel nur jeden zweiten Monat berücksichtigt, geben Sie hier
also März ein.
Markieren Sie beide Eingaben, und zeigen
Sie auf den kleinen schwarzen Punkt rechts unten auf dem
Markierungsrahmen. Der Cursor nimmt nun die Form eines
Pluszeichens an. Sie halten die linke Maustaste gedrückt und
markieren den gewünschten Ausfüllbereich, beispielsweise
die vier darunterliegenden Zellen. Wenn Sie die Maustaste
loslassen, fügt Excel die entsprechenden Monatsnamen im von
Ihnen definierten Abstand hinzu, in diesem Fall also Mai, Juli,
September und November.
Eigene Automatiklisten
Mit Excel können Sie eigene
AutoAusfüllen-Listen definieren, die das Programm automatisch
vervollständigt.
Mit der AutoAusfüllen-Liste
organsieren Sie anfallende Verwaltungsarbeit schnell und effektiv.
So legen Sie mit dieser Funktion beispielsweise eine fertige Liste
Ihrer Mitarbeiter an, die Sie jederzeit automatisch in eine
Tabelle einfügen können. Benutzen Sie dazu den Befehl
Extras/Optionen, und aktivieren Sie das Register AutoAusfüllen.
Hier wählen Sie im Fenster Befehlsliste den Eintrag Neue
Liste. Klicken Sie nun in das Fenster Listeneinträge rechts
daneben. Hier geben Sie die Begriffe für die neue Liste ein.
Achten Sie darauf, daß die einzelnen Eingaben kein Komma
oder Semikolon enthalten. Nach Eingabe jedes Begriffs führen
Sie via [Enter] eine Zeilenschaltung durch. Wenn die Liste
komplett ist, klicken Sie auf Einfügen. Die neue Liste wird
nun in das linke Fenster übernommen. Mit OK schließen
Sie ab. Auf Wunsch können Sie eine AutoAusfüllen-Liste
auch direkt aus einer Tabelle übernehmen. Dazu tragen Sie die
gewünschten Begriffe der neuen Liste im Arbeitsblatt
untereinander in einer Spalte ein, wobei jede Zelle einen Begriff
enthält. Dann rufen Sie das Register AutoAusfüllen wie
beschrieben auf und klicken auf die Schaltfläche Importieren.
Excel fügt jetzt die markierten Begriffe automatisch als
komplette Liste ein und übernimmt diese als neuen Eintrag in
das Fenster Befehlsliste des Dialogs. Um die Liste automatisch
ausfüllen zu lassen, geben Sie den ersten Begriff ein und
wählen die Zelle aus. Dann zeigen Sie auf den Punkt rechts
unten auf dem Markierungsrahmen. Wenn der Cursor die Form eines
Pluszeichens annimmt, markieren Sie den gewünschten
Ausfüllbereich und lassen die Maustaste los. Excel trägt
nun alle Begriffe Ihrer selbstdefinierten Liste in den markierten
Bereich ein.
Ralph Kusterer/ib
Anwenderkontrolle
Mit der Gültigkeitsprüfung
verhindern Sie die Eingabe ungültiger Zahlenwerte,
Datumsangaben oder Listeneinträge.
Im allgemeinen legen
Sie mit der Gültigkeitsprüfung Bedingungen fest, die
Eingaben erfüllen müssen, um akzeptiert zu werden. So
verhindern Sie beispielsweise, daß zu kleine oder zu große
Werte eingegeben werden. Dazu markieren Sie einen Zellbereich und
benutzen den Befehl Daten/Gültigkeit.
Um etwa die Eingabe
auf Werte bis 1000 zu beschränken, wählen Sie im Feld
Zulassen des Registers Einstellungen die Option Ganze Zahl. Dann
stellen Sie im Feld darunter als Operator kleiner oder gleich und
darunter das gewünschte Maximum ein, also hier 1000.
Im
Register Fehlermeldung wählen Sie anschließend den
gewünschten Dialogtyp für die Ablehnung und geben den
Meldungstext ein. Mit OK weisen Sie die Gültigkeitsprüfung
zu. Wenn Sie jetzt versuchen, in die markierten Zellen einen Wert
außerhalb des gültigen Bereichs einzugeben, zeigt Excel
Ihre Fehlermeldung an.
Ralph Kusterer/ib
Automatische Hinweise
Eine neue Meldefunktion vereinfacht
die Benutzerführung in komplexen Tabellen.
Jede einzelne
Zelle eines Excel-97-Arbeitsblatts können Sie mit einer
Nachricht verbinden. Excel zeigt diese Nachrichten automatisch an,
wenn der Anwender den Zellzeiger in die entsprechende Zelle
bewegt. Auf diese Weise lassen sich Hinweise integrieren, die
ungeübten Anwendern die Arbeit mit einer vorhandenen Tabelle
erleichtern. Dazu wählen Sie die gewünschte Zelle aus,
dann den Befehl Daten/Gültigkeit und aktivieren das Register
Eingabemeldung. Hier muß die Option Eingabemeldung anzeigen,
wenn Zelle ausgewählt ist eingeschaltet sein.
Geben Sie
den gewünschten Titel der Hinweisbox und den erklärenden
Text ein. Mit OK übernehmen Sie die Eingaben. Wenn ein
Anwender diese Zelle anklickt, erscheint automatisch die von Ihnen
definierte Meldung in Form eines Tool-Tips mit fett dargestellter
Titelzeile.
Ralph Kusterer/ib
Bedingt formatieren
Excel 97 bietet die neue Funktion,
Zellen dynamisch bezüglich ihres Inhalts hervorzuheben.
Oft
werden Excel-Tabellen wesentlich übersichtlicher, wenn Sie
bestimmte Werte farblich hervorheben. Mit der Excel-Funktion
Bedingte Formatierung kennzeichnen Sie beispielsweise automatisch
Werte, die einen bestimmten Schwellenwert über- oder
unterschreiten.
Um etwa alle negativen Werte rot hervorzuheben,
markieren Sie den gewünschten Zellbereich und wählen den
Menüpunkt Format/Bedingte Formatierung. Im Dialog übernehmen
Sie die erste Einstellung Zellwert ist. Im zweiten Feld wählen
Sie den gewünschten Operator aus - in unserem Beispiel
kleiner als - und geben im dritten Feld den Schwellenwert ein:
0.
Klicken Sie dann auf Format, und stellen Sie im Dialog die
gewünschte Art der Hervorhebung ein, indem Sie beispielsweise
im Register Schrift die Farbe rot aktivieren. Mit OK kehren Sie
zum ersten Dialog zurück. Hier legen Sie optional mit
Hinzufügen weitere Bedingungen fest. Mit OK aktivieren Sie
schließlich die bedingte Formatierung.
Wenn Sie jetzt im
markierten Zellbereich einen negativen Wert eingeben, erscheint
dieser automatisch in roter Schrift. Die Bandbreite für den
Einsatz dieser Funktion ist sehr groß. So blenden Sie durch
geschickte Farbwahl Zellen ganz aus oder lassen Datumsangaben
automatisch kennzeichnen, die außerhalb eines definierten
Zeitraums liegen.
Ralph Kusterer/ib
Falsches Trennzeichen
Falsche Listentrennzeichen führen
bei der Konvertierung zu Fehlern.
Haben Sie alte Excel-Sheets
mit Makros, die nach der Konvertierung plötzlich fehlerhaft
sind? Dann liegt das aller Wahrscheinlichkeit nach am Trennzeichen
für Listen und Parameter. Dieses konnten Sie in den früheren
Versionen des Rechenkünstlers nämlich noch beliebig
wählen. So bot sich beispielsweise bei der deutschen
Software-Installation das Semikolon an, um es gegen das
Dezimalkomma abzugrenzen.
Die 97er Version von Excel sieht
jedoch nur noch Englisch als Programmiersprache und nur noch das
Komma als Trennzeichen vor. Bei der Konvertierung wird dies jedoch
nicht berücksichtigt. Ersetzen Sie daher alle Strichpunkte im
VBA-Code durch Kommata, sofern diese nicht Teil einer Zeichenkette
sind.
Susanna Peterat/ib
Formate per Makro zuweisen
Das Arbeiten mit Formaten
erleichtert in Excel die Gestaltung der Tabellen so lange, wie Sie
zusammenhängende Blöcke mit einem Format versehen.
Wechselt das Format von Zelle zu Zelle, ist die Formatdefinition
ein mühsamer Weg: beispielsweise Daten in einem karoförmigen
Tabellenschema. q Jede zweite Zelle ist rot unterlegt und mit
weißer Schrift versehen, die anderen Zellen haben einen
weißen Hintergrund und rote Schrift.
Solche
Formatzuweisungen lassen sich per Makro in Sekunden produzieren.
Zunächst definieren Sie wie gewohnt die Formate: Zelle
markieren, Einstellungen vornehmen und unter einem passenden Namen
speichern, zum Beispiel "rot" und "weiß".
Im
zweiten Schritt merken Sie sich den Bereich, der das Karomuster
enthalten soll. Den Rest erledigt eine verschachtelte
Laufanweisung:
Sub ausfüllen()
For i = 1 To 10
For
j = 1 To 10
If Int((i + j) / 2) = (i + j) / 2
Then
Worksheets("Tabellen_Name").Cells(i, j).Style =
"weiß"
Else
Worksheets("Tabellen_Name").Cells(i,
j).Style = "rot"
End If
Next
Next
End Sub
Die Laufanweisungen enthalten in diesem Fall die Zeilen-
und Spaltennummern des auszufüllenden Bereichs. Für ein
Karomuster gilt: Wenn die Summe aus Zeilen- und Spaltennummer
gerade ist, verknüpft das Makro sie mit dem einen Format, bei
einem ungeraden Ergebnis mit dem anderen. Die entsprechenden
Abfrage erledigt in diesem Makros die If-Anweisung.
Formeln teilweise prüfen
Indem Sie Formeln separat
prüfen, lassen sich Fehler schneller lokalisieren.
Excel
bietet eine nützliche Hilfe zur Fehlersuche in komplexen
Formeln. Sie können selektiv Teile einer Formel berechnen und
auf diese Weise herausfinden, welcher Teil der Formel das Problem
verursacht. Doppelklicken Sie dazu auf die Zelle mit der
entsprechenden Formel. Markieren Sie den Teilbereich der Formel,
den Sie testen möchten, und drüücken Sie die
F9-Taste. Excel ersetzt daraufhin den markierten Formelbereich
durch das Ergebnis der Berechnung. Wenn Sie statt dessen eine
Fehlermeldung vom Assistenten erhalten, kann dieser Teil der
Formel für das Problem verantwortlich sein.
Vergessen Sie
nicht, mit Esc den ursprünglichen Zustand der Formel
wiederherzustellen. Haben Sie aus Versehen bestätigt, fügt
Excel das Ergebnis der Zwischenrechnung in die Formel ein. Über
Datei/Rückgängig machen Sie diesen Fehler
ungeschehen.
Ralph Kusterer/ib
Fortlaufend numerieren
Fortlaufendes Numerieren innerhalb
einer Spalte (die ersten drei Zellen mit "1,2,3"
markieren und die rechte untere Ecke nach unten ziehen) - etwa für
eine Bestenliste - hatte bisher immer den Nachteil, daß
Excel 95 sich die einmal zugeordneten Werte merkte. Das Löschen
oder Einfügen von Zellen zerstört die fortlaufende
Numerierung ebenso wie das Sortieren der Zeilen. Excel weist
nämlich die einmal berechneten Laufnummern den alten
Zeileneinträgen zu.
Abhilfe bringt nun ein direkter
Zugriff auf die Zeilennummer. Sie bleibt selbst beim Löschen
von Zeilen erhalten. Nur beim Einfügen müssen Sie die
Formel
=ZEILE(A1) oder =ZEILE(ZS)
in die gewünschte
Zelle setzen. Dann kopieren Sie sie in die benötigten Zellen
hinein.
Beginnt die Numerierung nicht in der ersten Zeile,
subtrahieren Sie in der Bezugsart Z1S1 den Differenzwert von der
aktuellen Zeile. Mit der Bezugsart A1 überträgt Excel 97
automatisch die Zeilennummer 1. Soll beispielsweise die Plazierung
1 in Zeile 4 starten, verwenden Sie die Formel:
=ZEILE(A1) oder
=ZEILE(Z(-3)S)
Tabellen und Arbeitsblätter verstecken
Nicht immer
sollen die Inhalte von Tabellen oder Arbeitsblättern jedem
zugänglich sein. So macht es Sinn, den Quellcode vor allzu
leichtem Zugriff zu schützen, um eventuell unbeabsichtigte
Eingaben zu verhindern, die zu Programmfehlern führen. Mit
einem Makro lassen sich die Arbeitsblätter sehr gut schützen.
Dabei hilft die Visible-Routine. Folgendes Makro läßt
ein Arbeitsblatt verschwinden:
Sub
unsichtbar()
Sheets("Name_des_Arbeitsblatts").Visible=xlVeryHidden
End
sub
Das Arbeitsblatt wird wieder sichtbar mit
Sub
sichtbar()
Sheets("Name_des_Arbeitsblatts").Visible=True
End
sub
Diese Makros dürfen nicht auf dem Arbeitsblatt liegen,
das Sie verstecken wollen. Das Problem dabei: Das Makro zum
Verstecken und Sichtbarmachen ist im Dokument eingebettet und
könnte auch von anderen genutzt werden. Um ganz sicher zu
gehen, geben Sie den kritischen Arbeitsblättern nicht
nachvollziehbare Namen. Die
jeweils drei Zeilen langen Makros
sollten Sie bei Bedarf schnell in den VBA-Editor tippen und von
dort aus ausführen. So bleiben die Makros außerhalb des
Dokuments.
Dateinamen einfügen
Ein Makro trägt den
Dateinamen an der gewünschten Position in die Tabelle ein.
Oft ist es sinnvoll, Namen und Pfad der aktuellen Datei in ein
Tabellenblatt einzutragen. Das folgende VBA-Makro nimmt Ihnen
diese Arbeit ab. Als zusätzlichen Komfort läßt es
Sie vorher die Zelle bestimmen, in welcher der Name erscheinen
soll. Das Makro legen Sie über Extras/ Makro/Visual
Basic-Editor an. Im Editor wählen Sie Ansicht/Code, um das
Eingabefenster zu öffnen. Hier tragen Sie das folgende
Listing ein:
Sub PositionName()
value1 = InputBox( _ "Geben
Sie die Koordinaten "+ _ "der Zelle für die
Position"+ _ " des Dateinamens ein:")
With
ActiveWorkbook
Range(value1).Value =.Name
End With
End
Sub
Speichern Sie das Makro, und schließen Sie den
VBA-Editor. Über den Dialog Extras/Makro/Makros führen
Sie das Makro aus, das einen Abfragedialog anzeigt. Geben Sie die
Koordinaten der gewünschten Zelle ein, etwa D9. Nach
Bestätigung mit OK trägt Excel den aktuellen Dateinamen
in diese Zelle ein. Soll hier zusätzlich der komplette
Dateipfad erscheinen, ersetzen Sie im Listing .Value = .Name durch
.Value = .FullName.
Kontrollierte Eingabe in Tabellen
Mit Hilfe einer
Gültigkeitsprüfung vermeiden Sie unerwünschte
Eingaben in Tabellen.
Oft benötigen Sie in einer Zelle
einen Wert, der bestimmte Voraussetzungen erfüllt. So ist es
wenig sinnvoll, bei der Berechnung der Einkommensteuer negatives
Einkommen zuzulassen. Mit Hilfe einer Gültigkeitsprüfung
legen Sie Bedingungen fest, die Eingaben in Tabellen erfüllen
müssen. Damit lassen sich beispielsweise Eingaben verhindern,
die bestimmte Zahlenwerte, Datumsbereiche oder Textlängen
über- oder unterschreiten. Markieren Sie einen Zellbereich,
und benutzen Sie den Befehl Daten/Gültigkeit. Um
beispielsweise nur Datumseingaben zu gestatten, die im ersten
Quartal 1999 liegen, stellen Sie im Feld Zulassen des Registers
Einstellungen die Option Datum ein. Wählen Sie im Feld Daten
den Operator zwischen, und geben Sie darunter das Anfangsdatum
(also 01.01.99) sowie das Enddatum (hier: 31.03.99) ein. Damit die
Eingabe in jedem Fall verhindert wird, übernehmen Sie im
Register Fehlermeldung den Dialogtyp Stop im Listenfeld Stil.
Wählen Sie statt dessen den Stil Warnung oder Information,
erhält der Anwender zwar einen entsprechenden Hinweis, kann
aber trotzdem Werte außerhalb des Gültigkeitsbereichs
eingeben. Im Register tragen Sie den Meldungstext für den
Dialog ein, der bei fehlerhaften Eingaben erscheint. Auf Wunsch
definieren Sie zusätzlich im Register Eingabemeldung einen
Hinweis, der erscheint, wenn Sie die Zelle auswählen. Mit OK
weisen Sie die Gültigkeitsprüfung zu. Wenn Sie nun in
die markierten Zellen ein Datum außerhalb des gültigen
Zeitbereichs eingeben, zeigt Excel Ihre Fehlermeldung an und
verhindert die Eingabe. Mit einem Klick auf Wiederholen kann der
Anwender den Wert korrigieren.
Sternchen suchen
Mit einem Trick durchsuchen Sie Tabellen
erfolgreich nach Multiplikationszeichen.
Gelegentlich ist es
nötig, Excel-Tabellen nach mathematischen Operations-zeichen
zu durchsuchen, beispielsweise dem Multiplikationszeichen. Wenn
Sie allerdings im Dialog Bearbeiten/Suchen das Sternsymbol *
eingeben und die Suche durchführen, stoppt Excel bei jeder
Zelle mit Inhalt, da die Suchfunktion dieses Zeichen als
Stellvertreterzeichen für alle beliebigen Zeichen
interpretiert. Damit die Suche trotzdem gelingt, stellen Sie im
Eingabefeld des Dialogs Suchen eine Tilde voran. Dieses Zeichen
erhalten Sie, indem Sie gleichzeitig die [Alt-Gr]- und die
[+]-Ta-ste drücken oder alternativ die Tastenkombination
[Alt-126] auf dem Nummernblock benutzen. Mit der Eingabe ~* im
Feld Suchen nach findet die Suchfunktion von Excel nur noch
Zellen, in denen das Sternchen vorkommt. Entsprechend hilft die
vorangestellte Tilde bei der Suche nach anderen Stellvertreter-
und Sonderzeichen, etwa dem Fragezeichen (Eingabe: ~?) oder der
Tilde selber (Ein-gabe: ~~).
Hinweis-Automatik
Setzen Sie in komplexen Tabellen eigene
Infotexte zur Benutzerführung ein.
Sollen ungeübte
Anwender mit komplexen Tabellen arbeiten, sind konkrete
Handlungsanweisungen und Infotexte in der Tabelle sehr hilfreich.
Excel 97 bietet zwei Methoden an, um Zellen mit Informationen zur
Benutzerführung zu verknüpfen.
Auf Wunsch zeigt
Excel Hilfetexte an, wenn eine bestimmte Zelle angeklickt wird.
Wählen Sie dazu die gewünschte Zelle aus. Benutzen Sie
den Befehl Daten/Gültigkeit, und aktivieren Sie das Register
Eingabemeldung. Hier schalten Sie die Option Eingabemeldung
anzeigen, wenn Zelle ausgewählt wird ein. Geben Sie den
gewünschten Titel der Hinweisbox sowie unter Eingabemeldung
den erklärenden Text ein. Mit OK übernehmen Sie Ihre
Eingaben. Klickt ein Anwender diese Zelle an, erscheint
automatisch die zugewiesene Meldung.
Als zweite Methode
integrieren Sie namentlich gekennzeichnete Kommentare, die Sie per
MouseOver abrufen. Dazu wählen Sie eine Zelle aus und
benutzen den Befehl Einfügen/Kommentar. In das Eingabefenster
tippen Sie den gewünschten Text ein und schließen ab,
indem Sie eine andere Zelle anklicken. Zellen mit Kommentaren sind
durch eine rote Ecke rechts oben gekennzeichnet. Der Kommentar
erscheint, sobald Sie mit dem Mauscursor auf diese Zelle zeigen.
Ob und wie die Kommentare angezeigt werden, stellen Sie im
Register Extras/Optionen/Ansicht individuell ein.
Erweiterte Rücknahme
Sorgen Sie für mehr
Sicherheit, indem Sie die Anzahl der Undo-Operationen erhöhen.
Mit
der Rückgängig-Taste von Excel 97 lassen sich bis zu 16
Arbeitsschritte zurücknehmen. Falls Ihnen dies nicht genügt,
erhöhen Sie die Anzahl der Un-do-Operationen bis auf maximal
100. Dazu fügen Sie einen neuen Eintrag in die
Windows-Registry ein. Sichern Sie vorher unbedingt die aktuelle
Registrierung, indem Sie die versteckten Dateien system.dat und
user.dat kopieren. Diese Dateien finden Sie im
Windows-Verzeichnis. Ist dies erledigt, starten Sie den
Registrierungseditor. Dazu wählen Sie den Befehl
Start/Ausführen, wobei Sie im Dialogfeld regedit eintippen,
und dies-mit OK bestätigen. Im Registrierungseditor wählen
Sie dann folgenden Ordner aus:
HKEY_CURRENT_USER\Software\
Microsoft\Office\8.0\ Excel\Microsoft Excel
Benutzen Sie den
Befehl Bearbeiten/ Neu/DWORD-Wert. Im rechten Fenster erscheint
der Eintrag Neuer Wert #1. Überschreiben Sie diesen mit der
neuen Bezeichnung UndoHistory, und drücken Sie die
Eingabetaste. Führen Sie einen Doppelklick auf den neuen
Eintrag UndoHistory aus. Wichtig ist, daß Sie im Dialog die
Option Dezimal einschalten. Dann geben Sie in das Feld Wert eine
Zahl zwischen 16 und 100 ein, je nachdem, wie viele Schritte Excel
maximal zurücknehmen soll. Mit OK schließen Sie ab.
Nach dem nächsten Start stellt Ihnen Excel die gewünschte
Anzahl von Undo-Operationen zur Verfügung.
Hintergründige Diagramme
Vor dem passenden Hintergrund
wirken Diagramme attraktiver und aussagekräftiger.
Die
optische Wirkung von Diagrammen verbessern Sie auf einfache Weise,
indem Sie ihnen einen grafischen Hintergrund zuweisen. Klicken Sie
dazu mit der rechten Maustaste in den Umgebungsbereich des
Diagramms, in dem sich Elemente wie Titel oder
Achsenbeschreibungen befinden. Im Kontextmenü benutzen Sie
den Befehl Diagrammfläche formatieren. Dann klicken Sie im
Register Muster des Dialogs auf die Schaltfläche Fülleffekte.
Im gleichnamigen Dialog wählen Sie die gewünschte
Füllung aus, beispielsweise eine Hintergrundgrafik im
Register Struktur. Mit zweimal OK weisen Sie den ausgewählten
Hintergrund zu. Auf Wunsch statten Sie zusätzlich das
Diagramm selbst mit einem anderen, kontrastierenden Hintergrund
aus, um die Informationen hervorzuheben. Klicken Sie dazu mit der
rechten Maustaste in den eigentlichen Diagrammbereich, und
benutzen Sie im Kontextmenü den Befehl Zeichnungsfläche
formatieren. Der Rest funktioniert wie be-schrieben. Hebt sich die
Schrift jetzt nicht mehr deutlich genug vom geänderten
Hintergrund ab, ändern Sie die Schriftfarbe der
Bezeichnungselemente wie Titel oder Legende einzeln. Führen
Sie dazu einen Doppelklick auf das gewünschte Element aus,
und aktivieren Sie im Formatieren-Dialog das Register Schrift.
Hier weisen Sie im Listenfeld Farbe eine besser geeignete
Schriftfarbe zu.
Serienbrief-Export
Nutzen Sie den Adreßcontainer, um
Adressen in Ihre Serienbriefe zu übernehmen.
Um Adressen
verschiedener Herkunft in eine Datenbank zu exportieren, sammeln
Sie diese zunächst im Adreßcontainer, dem integrierten
Adreßbuch der D-Info-CD. Dazu müssen Sie zunächst
eine Containerdatei anlegen.
Wählen Sie in der
D-Info-Software den Befehl Optionen/Adresscontainer anzeigen und
im Adreßcontainer-Fenster Datei/Neu. Im folgenden Dialog
geben Sie in das Feld Dateiname die Bezeichnung der neuen Datei
ein, beispielsweise Adressbuch, und klicken auf Speichern.
Jetzt
können Sie in diesen Adreßcontainer Anschriften
übernehmen. Dazu suchen Sie wie gewohnt eine Adresse,
markieren diese und drücken die [Einfg]-Taste. Analog
funktioniert auch die Übernahme von mehreren ausgewählten
Adressen. Um den Inhalt der Sammeldatei zu sichten, benutzen Sie
erneut den Befehl Optionen/Adresscontainer anzeigen.
Mit der
Markierungsfunktion in der ersten Spalte legen Sie fest, welche
Einträge in die Datenbank übernommen werden sollen. Soll
ein Datensatz nicht exportiert werden, schalten Sie dessen
Kreuzchen aus. Um die Adressen in eine Datenbankdatei zu
übertragen, benutzen Sie den Befehl Datei/Exportieren. Im
Dialog wählen Sie im Listenfeld Exportvorlagen das gewünschte
Datenbankformat aus, beispielsweise WinWord-Seriendruck.
Alternativ stehen hier unter anderem die Formate dBase und HTML
zur Auswahl. Die weiteren Voreinstellungen markierte Datensätze
und Alle Felder lassen Sie unverändert. Wenn Sie
unvollständige Datensätze, die für eine
Post-Adressierung nicht verwertbar sind, automatisch ausschließen
möchten, aktivieren Sie außerdem die Option nur
vollständige Adressen. Mit OK starten Sie den
Exportvorgang.
Anschließend wählen Sie im nächsten
Dialog das Ablageverzeichnis aus, geben den Dateinamen,
beispielsweise Serienbrief, ein und klicken auf Speichern. Die
Adressen liegen jetzt in einem Format vor, das für den
Seriendruck nutzbar ist.
Ralph Kusterer/ib
Archivierung teilen
WinZip eignet sich für Backups, da
es Archive automatisch auf mehrere Datenträger aufteilt.
Wer
nicht gerade ein Streamerband zur Datensicherung besitzt, ist mit
den normalen Windows-Anwendungen aufgeschmissen. Das DOS- bzw. -
seit Version 95 auch - Windows-Programm Backup erledigt zwar seine
Aufgabe, wirklich befriedigend ist der Funktionsumfang jedoch
nicht. Mit WinZip 6.3 führen Sie Datensicherungen wie mit
einem Backup-Programm durch. Legen Sie dazu mit Hilfe der
Schaltfläche Neu eine neue Archivdatei direkt auf einer
Diskette oder einem Wechseldatenträger an (beispielsweise
einem LS-120-Medium). Im Dialog Hinzufügen aktiviert WinZip
jetzt selbständig die Option Automatisch im Feld
Datenträgerübergreifend.
Nehmen Sie die gewünschten
Einstellungen im Dialog Hinzufügen vor, und starten Sie die
Archivierung. WinZip erstellt das gewünschte Archiv auf dem
Wechseldatenträger und fordert Sie auf, eine neue Diskette
einzulegen, wenn das erste Medium voll ist. Bei diesem Verfahren
besteht allerdings die Einschränkung, daß Sie dem
Archiv nachträglich keine Dateien mehr hinzufügen
können.
Ralph Kusterer/ib
Fixer Viewer
Nutzen Sie einen Universal-Dateibetrachter als
Standard-Viewer in WinZip.
Falls Sie ein Betrachterprogramm wie
QuickView Plus besitzen, das zahlreiche Dateiformate anzeigt,
können Sie dieses Programm direkt mit der [Einsehen]-Taste
von WinZip verknüpfen. Normalerweise öffnet WinZip bei
einem Klick auf [Einsehen] einen Dialog, in dem sich der
gewünschten Betrachter auswählen läßt. Ein
Universalbetrachter macht diesen Zwischenschritt überflüssig.
Zur
Einrichtung klicken Sie in der Classic-Oberfläche von WinZip
auf Einsehen und aktivieren im Dialog die Option Editor. Klicken
Sie auf die Schaltfläche mit den drei Punkten, um ein
Programm hinzuzufügen.
QuickView Plus finden Sie
standardmäßig im Verzeichnis C:\Programme\Quick View
Plus\Program. Hier wählen Sie die Datei Qvp32.exe aus, die
Sie mit Öffnen in das Viewer-Feld übernehmen. Klicken
Sie auf Einsehen, um den Betrachter zu aktivieren.
Anschließend
benutzen Sie in WinZip den Befehl Optionen/Konfiguration, schalten
die Option Anklicken der Schaltfläche Einsehen aus und
schließen mit OK ab. Die neue Programmkonfiguration sichern
Sie mit Optionen/Einstellungen sofort speichern. Von nun an werden
die markierten Dateien im WinZip-Fenster direkt mit QuickView Plus
angezeigt, wenn Sie auf Einsehen klicken.
Masken anpassen
Drehen und stauchen Sie Masken in
PhotoPaint, um die Auswahl exakt anzupassen.
Wenn Sie eine
Markierung mit dem Maskenwerkzeug Reckteck-Auswahl anlegen, läßt
sich die Maske in beliebigem Winkel mit der Maus drehen. Klicken
Sie dazu einmal in den Markierungsrahmen. Nun werden an den Ecken
Pfeilsymbole eingeblendet, über die Sie die komplette Maske
um den als Kreis dargestellten Mittelpunkt drehen können.
Dazu zeigen Sie mit dem Cursor auf einen Pfeil und ziehen ihn mit
gedrückter linker Maustaste in die gewünschte Richtung.
Zusätzlich läßt sich die Achse, um die gedreht
wird, individuell verändern. Ziehen Sie dazu den Kreis in der
Mitte der Markierung an eine andere Position. Ein weiterer
Mausklick innerhalb der Maske macht Doppelpfeile an den Ecken der
Maske sichtbar, mit denen Sie eine Maske stauchen oder seitlich
verzerren können.
Dateien archivieren
Benutzen Sie den UnInstaller, um selten
genutzte Dateien platzsparend aufzubewahren.
Wenn Sie
Festplattenspeicher sparen möchten, archivieren Sie mit dem
UnInstaller beliebige Dateien. Dazu verwenden Sie im Programm den
Befehl Deinstallation/Anwendungen archivieren. Im nächsten
Dialog wählen Sie das Symbol einer (möglichst
unwichtigen) Anwendung aus, die Sie sowieso archivieren möchten,
und klicken auf die Schaltfläche Analysieren. Wenn die
Analyse abgeschlossen ist, klicken Sie im nächsten Dialog auf
die Schaltfläche Datei hinzufügen und anschließend
auf Datei wählen. Mit Hilfe der Dateiauswahlbox wählen
Sie nun die erste zusätzliche Datei aus, die Sie archivieren
möchten, und klicken auf Öffnen. Auf die gleiche Weise
übernehmen Sie weitere Dateien in die Liste. Mit Schließen
kehren Sie zum Hauptdialog zurück. Hier fügen Sie im
Feld für die Archivbeschreibung eine entsprechende Anmerkung
hinzu, beispielsweise ... plus 15 WAV-Dateien. Dann klicken Sie
auf Archivieren, und der UnInstaller verschiebt alle angegebenen
Dateien in komprimierter Form in die Ablage. Um die Dateien wieder
verfügbar zu machen, benutzen Sie den Befehl
Deinstallation/Archiv wiederherstellen und wählen den
gewünschten Eintrag in der Liste aus. Klicken Sie dann auf
Dateien wählen, und markieren Sie die gewünschten
Dateien. Zum Schluß übernehmen Sie die Auswahl mit OK
und klicken auf Wiederherstellen.
Getracte Bilder nutzen
So machen Sie mit CorelTrace
vektorisierte Bilder in allen Anwendungen verfügbar.
Geeignete
Bilder lassen sich mit dem Zusatzprogramm CorelTrace
vektorisieren, um ein verlustfreies Skalieren der Grafik zu
ermöglichen. Leider kann CorelTrace Dateien nur im eps-Format
speichern. Damit sich die vektorisierten Grafiken in jeder
Windows-Anwendung verarbeiten lassen, wandeln Sie die erzeugte
eps-Datei mit Corel Draw in ein anderes Vektorformat um.
Benutzen
Sie dazu in Corel Draw den Befehl Datei/Importieren, und laden Sie
die neue eps-Datei. Gehen Sie auf den Befehl Datei/Exportieren. Im
Exportdialog wechseln Sie in den Zielordner, beispielsweise in das
Clipart-Verzeichnis Ihrer Textverarbeitung.
Im Feld
Aufzulistender Dateityp stellen Sie das gewünschte
Vektorformat ein, beispielsweise Windows-Metafile, *.wmf, und
geben nochmals den Dateinamen ein. Mit zweimal OK schließen
Sie ab.
Optimal aufgelöst
Durch Testläufe erzielen Sie
optimale Ergebnisse bei der Zeichenerkennung.
Um bei
schwierigen Vorlagen die optimale Auflösung für die
Schrifterkennung zu ermitteln, führen Sie vor der
eigentlichen Erfassung einige Testläufe durch. Dazu starten
Sie TextBridge in der Standardeinstellung (OCR trainieren und
Prüfdaten speichern sind ausgeschaltet) und klicken auf
Go.
Wählen Sie in der Vorschau einen Bereich mit
verschiedenen Textelementen aus. Als Auflösung stellen Sie
zunächst 200 dpi ein, lesen die Vorlage ein und klicken
anschließend auf Beenden. Wiederholen Sie den Vorgang
mehrmals mit höheren Auflösungen, also zunächst mit
300 dpi, dann mit 400 dpi usw., bis der Maximalwert erreicht ist,
den Ihr Scanner physikalisch unterstützt.
Im von
TextBridge erzeugten Dokument in der verknüpften
Textverarbeitung finden Sie nun untereinander die Ergebnisse der
einzelnen Testläufe und ermitteln so die Auflösung, mit
der TextBridge die besten Resultate erzielt. Diesen Wert verwenden
Sie bei der Erfassung des gesamten Textes.
Bei sehr schwierigen
Vorlagen führen Sie zusätzlich Tests mit verschiedenen
Helligkeitsstufen durch, um das Ergebnis zu optimieren.
Office Installation: Update und Deinstallation
Sie wollen
von Office 95 auf 97 updaten? Das Setup-Programm erkennt die auf
Ihrem PC bereits vorhandene alte Version. Sie läßt sich
mit dem Update-Assistenten entfernen.
Doch Vorsicht: Office 95
hatte mit der Indexerstellung, der Shortcut-Leiste und dem
Schnellstart drei Programme in der Windows-95-Autostart-Gruppe
hinzugefügt. Sie sind auch bei der Installation der neuen
Office-Version aktiv und behindern den Vorgang. Da sie teilweise
im "Hintergrund" arbeiten und sich nicht ohne weiteres
schließen lassen, entfernen Sie alle Einträge aus der
Autostart-Gruppe und starten Windows 95 anschließend neu.
Jetzt können Sie ohne Komplikationen auf Office 97
updaten.
Das Problem tritt auch auf, wenn Sie Office 97 durch
ein künftiges Büropaket ersetzen wollen. Verfahren Sie
hier entsprechend.
Den Verzeichnisbaum löschen
Das Setup-Programm kann
nicht nur das komplette Office-Paket installieren, es
deinstalliert etwa bei einem Systemwechsel auch alle
Office-Bestandteile fast rückstandslos. Dagegen ist das
manuelle Entfernen der Dateien und Verzeichnisse von Ihrer
Festplatte sehr mühsam.
Das Setup legt in allen
Unterverzeichnissen unter "mscreate.dir" eine 0 Byte
große Datei an. Außerdem weist es der Datei die
Attribute "Schreibgeschützt" und "Versteckt"
zu, so daß sie ohne entsprechende Hilfsmittel nicht zu sehen
ist. Das Entfernen eines scheinbar leeren Office-97-Verzeichnisses
mit
RD <Verzeichnis>
wird mit der
Fehlermeldung
Ungültiger Pfad, kein Verzeichnis oder
Verzeichnis nicht leer
quittiert. Sofern Ihnen noch der
Windows-95-Explorer zur Verfügung steht, können Sie die
Datei immerhin durch Bestätigen zahlreicher
Sicherheitsabfragen entfernen. Auf DOS-Ebene ist dies deutlich
schwieriger: Dort müssen Sie zuerst mit
ATTRIB -H -R *.*
/S
die Attribute aller Dateien im gesamten Office-97-Baum
zurücksetzen und können dann mit dem DelTree-Befehl den
ganzen Verzeichnisbaum löschen.
Installation aktualisieren
Office 97 legt zahlreiche
Informationen in der Registrierungsdatenbank von Windows 95 ab.
Tritt dort ein Fehler auf und es kommt zum System-Neustart, fehlen
sämtliche Office-97-Einstellungen. Die Folgen: Ihre
Office-Anwendungen lassen sich nicht mehr starten, und Ihre
individuelle Konfiguration ist verloren.
Zumindest die
Office-Einstellungen sind mit wenig Aufwand wiederhergestellt:
Starten Sie die Installation erneut. Das Setup-Programm erkennt,
daß Office 97 auf Ihrem PC bereits installiert war und
startet im "Wartungsmodus". Wählen Sie dort die
Option "Neuinstallation" aus, prüft Setup die
bereits vorhandene. Hierzu zieht es die Datei "off97???.stf"
zu Rate, die eine Routine im Setup-Verzeichnis anlegt (die
Platzhalter "???" lauten bei der Professional-Version
"PRO", bei der Standardversion "STD"). Stellt
Setup Unterschiede zwischen der aktuellen Einstellung und der
STF-Datei fest, trägt Windows alle fehlenden Komponenten nach
und aktualisiert die Registrierungsdatenbank.
Lange Dateinamen unter NetWare/IntranetWare
Beim
Server-gerechten Einsatz von Office 97 im Netzwerk installiert das
Programm alle Office-Programmteile auf dem Server. Jeder Anwender
führt anschließend auf seinem PC eine
Arbeitsplatz-Installation durch. Für die Server-Installation
ist es dabei nicht notwendig, auf dem NetWare-Datenträger,
auf dem Office 97 installiert wird, lange Dateinamen einzurichten:
Das Setup-Programm nutzt hierfür nämlich ausschließlich
kurze Dateinamen im "8.3"-Format.
Nur der
NetWare-Datenträger, auf dem sich das Stammverzeichnis des
Anwenders befindet und auf dem er auch seine privaten
Office-97-Dateien speichert, sollte über lange Dateinamen
verfügen. Aktivieren Sie diese unbedingt vor der
Arbeitsplatz-Installation, und melden Sie sich zur Aktualisierung
anschließend nochmals am Server an. Der Grund: Das
Setup-Programm prüft das Dateiformat, und Sie müssen die
Installation für die langen Dateinamen nochmals wiederholen.
Manuelle Server-Installation
Beim Einlegen der Office-97-CD
lädt Windows 95 dank der AutoRun-Funktion automatisch das
Willkommen-Dialogfenster. Mit einem Klick auf die Schaltfläche
[Microsoft Office installieren] starten Sie den
Installationsvorgang, und die CD richtet Office 97 auf Ihrem PC
ein.
Wenn Sie den Einsatz von Office 97 im Netzwerk planen und
hierzu die spezielle Server-Installation benötigen, dürfen
Sie sie nicht über das Willkommen-Fenster starten, denn zur
Server- Installation von Office 97 müssen Sie beim Aufruf des
Setup-Programms den Parameter "/A" angeben. Starten Sie
deshalb die Installation mit einem Klick auf [Start] in der
Windows-95-Task-Leiste, und geben Sie bei "Ausführen"
den Text
D:\SETUP.EXE /A
ein (der Laufwerksbuchstabe muß
dem Ihres CD-ROM-Laufwerks entsprechen).
Registerkarten und Vorlagen
Rufen Sie in Word, Excel,
PowerPoint oder Access das Menü
Datei - Neu
auf,
erscheint ein Dialogfenster mit mehreren Registerkarten. Über
diese wählen Sie die Vorlagen aus, auf deren Basis das
Programm das neue Dokument angelegt.
Wenn Sie Office 97 auf dem
Server installiert haben und mit einem Windows-95-PC arbeiten, auf
dem die Arbeitsstations-Installation korrekt durchgeführt
wurde, lauten die Namen der Registerkarten anders als bei der
Installation von Office 97 auf der lokalen Festplatte.
Bei der
Netzwerkinstallation sind die Registerkartennamen maximal acht
Zeichen lang. Das Setup-Programm kürzt die Namen teilweise ab
oder benennt die Registerkarten einfach um. So wird aus
[Publikationen] beispielsweise [Pub], aus [Sonstige Dokumente]
[Sonstige], aus [Präsentationen] [Inhalt] und aus
[Tabellenvorlagen] [Excel]. Auch die Namen der Vorlagen sind
entsprechend gekürzt, so daß in den meisten Fällen
kaum noch ein Bezug zu den Vorlagen mit den langen Dateinamen
vorhanden ist.
Beachten Sie, daß die gekürzten Namen
auch dann zum Einsatz kommen, wenn Ihr Server lange Dateinamen
unterstützt.
Setup-Streik beheben
So gehen Sie vor, wenn Sie Ihrem
CD-ROM-Laufwerk eine neue Laufwerksnummer zugeordnet haben und das
Setup-Programm von Office nicht mehr startet.
Wenn Sie eine
neue Festplatte in Ihrem Rechner einbauen oder eine zusätzliche
Partition einrichten, verändern sich die Laufwerkszuweisungen
aller nachfolgend aufgelisteten Geräte. Auch das CD-Laufwerk
erhält in diesen Fällen einen neuen Laufwerksbuchstaben.
Die Folge: Das Setup-Programm des Office bricht mit der
Fehlermeldung ab, daß der Zugriff auf das Verzeichnis
D:\Setup nicht möglich sei.
Um das Problem zu lösen,
laden Sie mit einem beliebigen Texteditor die stf-Datei (etwa
Off95std.stf bei MS Office 95) aus dem Unterverzeichnis
Office/Setup Ihrer MS-Office-Installation. In der Datei suchen Sie
nun die Zeile mit dem Eintrag Source Directory. Hier ersetzen Sie
die alte Laufwerkskennung des CD-ROM-Laufwerks durch die neue,
also beispielsweise D:\ durch E:\. Nach dem Speichern der Änderung
greift das Setup-Programm wieder korrekt auf das CD-ROM-Laufwerk
zu und läßt sich wie gewohnt ausführen.
Ralph
Kusterer/ib
Schaltflächen umbenennen
Mit einem kleinen Makro
versehen Sie beliebige Symbolschaltflächen mit eigenen
Hilfetexten.
Wenn Ihnen die kleinen Tooltips der
Excel-Symbolschaltflächen auch zu öde sind, so versehen
Sie diese doch mit neuen Texten. Dazu schreiben Sie ein kleines
Makro, das über das Toolbars-Objekt die Texte neu belegt.
Wollen Sie beispielsweise in der Standard-Symbolleiste die Hilfe
für Neu und Öffnen verändern, so lautet das
Makro
Sub ChngTooltips()
With Application.Toolbars
(,Standard")
.ToolbarButtons(1).Name =
"Neu"
.ToolbarButtons(2).Name = "Öffnen
..."
.ToolbarButtons(3).Name = "Speichern ..."
'
und so weiter ...
End With
End Sub
Das Besondere an
diesem Makro ist, daß Sie es nur einmal aufrufen müssen,
da es die Applikationseigenschaft dauerhaft überschreibt.
Lynn
Terries/ib
VBA-Programme beschleunigen
Mit einer einzigen Programmzeile
machen Sie Ihre VBA-Programme um ein Vielfaches schneller.
Wenn
Sie ein VBA-Programm schreiben, das viele Zellen, noch dazu in
verschiedenen Arbeitsblättern, bearbeitet, frischt Excel nach
jeder Operation den Bildschirm auf. Dieses Verfahren ist extrem
zeitaufwendig und völlig unnötig, da Sie ja zumeist auf
ein schnelles Resultat aus sind.
In Excel 4.0 gab es die
Echo-Funktion, mit der alle Bildschirmausgaben unterdrückt
wurden, bis das Endergebnis vorlag. Auch in Visual Basic für
Applikationen existiert dieser Befehl. Da Excels
Programmiersprache inzwischen aber als "objektorientiert"
charakterisiert wird, handelt es sich nicht mehr um eine Funktion,
sondern um eine Eigenschaft des Objekts "Application".
Soll also der Bildschirm nicht aufgefrischt werden, geben Sie am
Anfang Ihrer Routine die Zeile
application.screenupdating _ =
False
ein und heben dies am Ende mit
application.
screenupdating _ = True
wieder auf.
Karl Tack/ib
Hilfe bei Virenbefall
Zwei WWW-Seiten erklären Ihnen,
wie Sie sich verhalten, wenn Ihr Excel-Sheet infiziert ist. Zwar
verbreitet sich der im Sommer 1996 gefundene Excel-Virus viel
langsamer als der Word-Makrovirus, dennoch hört man immer
wieder von befallenen Tabellen. Um auf eine digitale Infektion
vorbereitet zu sein, hilft es einerseits, die Arbeitsweise des
Virus zu verstehen. Die entsprechenden Informationen finden Sie im
Internet
unter
http://www.cheyenne.com/
security/vbaselaroux.html
Alternativ
erhalten Sie von Microsoft selbst ein Excel-Add-in, das jede
Arbeitsmappe prüft und gegebenenfalls den Virus entfernt.
Auch dieses kostenlose Tool finden Sie im Internet, und zwar
unter
http://microsoft.com/msexcel/
productinfo/vbavirus/add_in.htm
Günther
Grabow/ib
Lottoscheine ausfüllen
Mit diesem Excel-Sheet
generieren Sie neue Gewinnzahlen.
Stehen Sie freitags um 17 Uhr
auch oft grübelnd in der Annahmestelle und hadern mit den
Zahlen, die Ihnen endlich das nötige Bare ins Haus bringen
sollen? Mit unserer Excel-Lotto-Tabelle hat das Kopfzerbrechen ein
Ende: Sie liefert sechs Zufallszahlen zwischen 1 und 49.
Um
Zufallszahlen zu erstellen, geben Sie in Zelle A4 die Formel
A4:
=GANZZAHL(49*ZUFALLSZAHL()+1)
ein und kopieren sie nach unten
bis zur Zelle A9. Jedesmal wenn Sie [F9] drücken, erhalten
Sie eine neue Zahlenkombination - aber leider sind zuweilen
Dubletten dabei! Mit einem Trick umschiffen Sie diese
Klippe.
Tragen Sie zunächst in der Zelle B4 die Formel
B4:
=KKLEINSTE(A$4:A$9; ZEILE()-3)
ein, und kopieren Sie diese
parallel zu den Zufallszahlen. In Zelle B4 steht dann die kleinste
der Zufallszahlen, in B5 die zweitkleinste und so weiter. Jetzt
haben Sie zwar in der Spalte B die Zahlen sortiert, aber Dubletten
treten immer noch auf.
Kommen wir jetzt zur dritten Spalte, die
auf Dubletten prüft:
C4:=WENN(B4<=C3;C3+1;B4)
Ist
eine vorhanden, nimmt sie einfach die Folgezahl. Wichtig ist nur,
daß Sie Zelle C4 frei lassen. Die Formel haben wir so
gewählt, daß Sie sie problemlos nach unten kopieren
können. Tragen Sie nach dem Kopiervorgang in die Zelle C4 die
Formel
C4: =B4
ein, können Sie danach auch die
Überschrift vergeben.
Walter Fricke/ib
Große Zellbereiche markieren
Mit einer einzigen
Eingabe markieren Sie in Excel mehrere tausend Zellen.
Bei
großen Excel-Tabellen mit langen Datenreihen ist es
gelegentlich erforderlich, umfangreiche Zellbereiche -
beispielsweise von Zelle A500 bis C4000 - zu markieren. Wenn Sie
versuchen, diese Zellen mit der Maus oder den Cursortasten zu
markieren, wird Ihnen der Spaß bei der Arbeit schnell
vergehen.
Doch es geht viel einfacher: Öffnen Sie über
[Strg-G] den Dialog
Gehe zu..:
Geben Sie dort als Bezug den
Zellbereich, also etwa
A500:C4000
ein, so ist der Bereich
nach dem Druck auf [OK] markiert.
Noch schneller geht es, wenn
Sie den Eintrag in das Namensfeld direkt über der linken
Spaltenüberschrift eingeben und danach [Enter]
drücken.
Harald Gudauer/ib
Schnelle Balkengrafik
Mit einer Formel und etwas
Formatierung erhalten Sie schnell ein übersichtliches
Balkendiagramm.
Die Grafikfunktionen von Excel lassen kaum
Wünsche offen. Von dreidimensionalen Kuchen- über
Oberflächendiagramme bis hin zu Punktverteilungen ist alles
vertreten und durch die flexible Formatierung auch für jeden
Anwendungsbereich geeignet.
Aber ist das nicht ab und zu des
Guten zuviel? Würde es nicht manchmal auch eine einfache
kleine Balkengrafik tun, wenn es nur darum geht, nüchterne
Zahlenwerte in einer den Augen genehmen Form zu präsentieren?
Genau da setzt dieser Tip an: Mit der Zeichenkettenfunktion
"Wiederholen" und der Schriftformatierung "Terminal"
lassen sich ganz einfach kleine Balken erzeugen, die zudem in der
Tabelle selbst stehen.
Nehmen wir an, Sie hätten in der
Spalte A die Werte stehen. Geben Sie dann in B die Formel
B1:
=Wiederholen("Ü";A1)
ein. Nun sehen Sie viele Ü.
Formatieren Sie die Schrift als "Terminal, 4,5 pt", und
schon haben Sie eine Balkengrafik. Je nach Größe der
Werte skalieren Sie die Balken, indem Sie den Zellwert mit einem
Faktor multiplizieren. Haben Sie beispielsweise Werte von 0 bis 1,
so liefert die Formel
B1: =Wiederholen("Ü";A1*100)
brauchbare
Werte. Sollen hingegen große Werte bis 100 000 dargestellt
werden, erhalten Sie mit
B1: =Wiederholen("Ü";A1/1000)
eine
übersichtliche Grafik.
Wollen Sie jedoch statt
horizontaler Balken lieber vertikale Säulen haben, so
bestimmen Sie dies in der Zellformatierung durch eine
quergestellte Ausrichtung.
Norbert Heitkamp/ib
Minusstunden darstellen
Mit einem Trick stellen Sie in Excel
negative Zeitangaben zur weiteren Berechnung dar.
Wenn Sie
Arbeitsstunden in einer Excel-Tabelle erfassen, kann es vorkommen,
daß an bestimmten Tagen die Ist-Stundenzahl das
vorgeschriebene Soll nicht erreicht. Excel ist jedoch in keiner
Formatierung fähig, negative Stunden darzustellen. Um mit den
Werten der Minder- respektive Mehrleistung weiterrechnen zu
können, verwenden Sie einfach separate Zellen. Steht
beispielsweise in der Zelle A7 die Differenz aus Ist- und
Soll-Stunden, so benutzen Sie A8 als Zelle für die
Mehrleistung respektive A9 für die Minderleistung. Als
Formeln enthalten diese Zellen
A8: =Wenn(A7>0;A7;0)
A9:
=Wenn(A7<0;Abs(A7);0)
Verstecken Sie dann die Zeile 7 mit
der eigentlichen Differenz, da Excel hier bei negativen Werten
lediglich "#####" anzeigt. Die übrigen Zeiten
formatieren Sie als "Benutzerdefiniert" mit dem
Formatierungsstring [h]:mm:ss
Auf diese Weise zeigt Excel auch
Zeiten an, die jenseits der 24-Stunden-Grenze liegen.
Norbert
Weise/ib
Zahlenbereiche anzeigen
Über die Zellformatierung
bestimmen Sie, welche Zahlen ein- oder ausgeblendet werden.
Mit
der Formatierung legen Sie nicht nur fest, wie Inhalte dargestellt
werden sollen, sondern auch, welche angezeigt werden. Wollen Sie
etwa nur Werte von 0 bis 100 sehen, dann lautet der
Formatierungsstring, den Sie über
Format - Zellen - Zahlen
- Benutzerdefiniert
eingeben:
[<0]",;[>100]",;Standard
Soll
Excel hingegen nur positive Zahlen anzeigen und Werte über 50
rot darstellen, lautet der
Formatausdruck
[<0]",;[Rot][>50]Standard;[Schwarz]Standard
Walter
Fricke/ib
Anfangs- und Endzelle gesucht
So ermitteln Sie die Adresse
der ersten und der letzten markierten Zelle eines Bereichs.
In
VBA-Modulen gelingt es oft nicht, die linke obere und rechte
untere Zelladresse herauszubekommen. Mit den folgenden Zeilen
gelangen Sie zum Ziel:
ZeileOL = Auswahl.ZelleListe _
(1;1).Zeile
SpalteOL = Auswahl.ZelleListe _
(1;1).Spalte
ZeileUR = ZeileOL + _ Auswahl.ZeileListe.Anzahl -
1
SpalteUR = SpalteOL + _ Auswahl.SpalteListe.Anzahl - 1
Für
Programmierer, die sich lieber der englischen Syntax
bedienen:
ZeileOL=Selection.Cells(1;1).Row
SpalteOL =
Selection.Cells _ (1;1).Column
ZeileUR = ZeileOL + _
Selection.Rows.Count - 1
SpalteUR = SpalteOL + _
Selection.Columns.Count - 1
ib
dBase-Dateien ohne Ä/Ö/Ü
Aus FoxPro heraus
gespeicherte dBase-Dateien erscheinen in Excel ohne Umlaute.
Seit
der Version 2.5 arbeitet FoxPro mit Cross-Plattform-Unterstützung.
Das bedeutet: Im Dateikopf der dBase-Tabelle steht, in welchem
Zeichensatz (ASCII oder ANSI) die Daten gespeichert sind. Der
große Vorteil des Foxpro-Verfahrens ist, daß mehr
Zeichen dargestellt und die Umlaute und landesspezifischen
Sonderzeichen lexikalisch korrekt sortiert werden. Mit diesem
löblichen Verfahren steht FoxPro ziemlich allein da. Alle
anderen Datenbanksysteme und auch Excel greifen auf xBase-Tabellen
als ASCII-Dateien zu. Und damit verschwinden die Umlaute.
Für
Excel 5.0 exportieren Sie die Daten am besten aus FoxPro heraus
als XLS-Datei über
Datenbank - Kopieren nach
Bei Excel
4.0 führt der Weg zum Erfolg hingegen über das
integrierte Datenbank-Tool Q+E. Öffnen Sie hier die
FoxPro-Datei im dBase-Format, und geben Sie unter [Optionen] den
ANSI-Zeichensatz an.
Wollen Sie die Datei anschließend
als "echte" dBase-Datei ablegen, so wählen Sie beim
Speichern in Q+E als Option den Zeichensatz
IBM PC (ASCII)
ib
Schulnoten runden
So runden Sie numerische Werte, damit sie
in das Schulnotensystem passen.
Kalkulationsprogramme wie Excel
oder Works erleichtern sowohl Lehrern als auch Schülern das
Berechnen von Schulnoten. Diese werden nur in Schritten von 0,25
vergeben. So ist ein Notenschnitt von 2,1 noch eine glatte 2. 2,18
hingegen nur noch eine 2-.
Standardmäßig bieten
Microsofts beide Rechenkünstler keine Funktion, die diese
Rundungsmethode beherrscht. Mit der Wenn-Funktion gelangen Sie
trotzdem zum korrekten Ergebnis. Nehmen wir an, daß die
Zelle A1 das errechnete Durchschnittsergebnis enthält. Dann
berechnen Sie zunächst mit
A2: =Ganzzahl(A1)
den Wert
vor dem Komma und mit
A3: =A1-A2
den Wert hinter dem Komma.
In die Zelle A4 schreiben Sie nun entsprechend diesem Ergebnis die
Formel
A4: =WENN(A3<0,1245;A2;
WENN(A3<0,3745;
A2+0,25;
WENN(A3<0,6245;A2+0,5;
WENN(A3<0,8745;A2+0,75;
A2+1;0))))
ib
Das Autostart-Verzeichnis
So erreichen Sie, daß alle
Worksheets automatisch geladen werden.
Sollen gewisse
Makrodateien (.XLA) oder Arbeitsblätter (.XLS) bei jedem
Start von Excel automatisch geladen werden, so kopieren Sie die
Dateien in den Ordner
Excel\Xlstart
Ihres
Office-Installationsverzeichnisses.
Manuela Herziger/ib
Zahlen als Text eingeben
So stellen Sie auch numerische
Werte als Text dar.
Wenn Sie eine Zahl in eine Zelle eingeben,
wird diese auch automatisch als solche erkannt. Schreiben Sie ein
"=" und bewegen den Cursor in eine andere Zelle, so
folgt deren Adresse dem "=". Wollen Sie Zahlen oder
Rechenzeichen wie Text behandeln, beginnen Sie die Eingabe mit
einem Auslassungszeichen ([Umschalt-#]). Das Zeichen ist nach
Verlassen der Zelle nicht mehr zu sehen.
Michael Voltz/ib
Optimale Breite
Mit einem Mausklick stellen Sie die optimale
Breite für eine Spalte ein.
Über den Menüpunkt
Format
- Spalte - Optimale Breite
passen Sie die horizontale
Ausdehnung einer Spalte an den Inhalt ihrer Zellen an. Den
mühsamen Weg, sich durch drei Menüebenen zu hangeln,
umgehen Sie, wenn Sie im Spaltenkopf einen Doppelklick am rechten
Rand der Spalte ausführen. Wollen Sie beispielsweise die
Spalte B anpassen, dann führen Sie den Mauszeiger auf den
Trennstrich zwischen B und C und klicken zweimal an dieser Stelle.
Genauso gehen Sie vor, wenn Sie die Zellhöhe anpassen wollen,
indem Sie am unteren Rand der Zeilennummer diese Mausaktion
ausführen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn zumindest eine
Zelle der Zeile mit Zeilenumbruch formatiert ist.
ib
Uhrzeit und Datum einfügen
Mit einer Tastenkombination
fügen Sie die aktuelle Uhrzeit respektive das Datum in die
aktuelle Zelle ein.
Wenn Sie Formulare, etwa eine Rechnung, mit
Excel erstellen, werden Sie häufig das aktuelle Datum
benötigen. Die Funktion JETZT() hilft Ihnen da wenig. Haben
Sie aber eine Rechnung vor drei Wochen geschrieben, so soll
natürlich auch dieses Datum statt des heutigen im Formular
erhalten bleiben, wenn Sie die Rechnung erneut öffnen.
Mit
der Tastenkombination [Strg-.] fügt Excel das Systemdatum als
Wert in die markierte Zelle ein und formatiert es auch gleich als
Datum, sofern nicht bereits eine andere Darstellung für den
Bereich galt. Aber auch die Zeit fügt Excel auf Tastendruck
über [Strg-Umschalt-.] ein.
Jörg Subert/ib
Zeilen und Spalten verstecken
Statt umständlich per
Menü verstecken Sie Zeilen und Spalten per Shortcut.
Oft
benötigt man in Excel Zellen, um Zwischenergebnisse zu
berechnen. Diese sollen jedoch in der Regel unsichtbar bleiben. Um
dies zu erreichen, gibt es einige Verfahren. Sie können
beispielsweise die Schrift- und Hintergrundfarbe auf denselben
Wert setzen und die Zelle schützen. Sehr viel einfacher ist
es, die entsprechende Zeile oder Spalte zu verstecken. Dies
erreichen Sie über
Format - Zeile -
Ausblenden
respektive
Format - Spalte - Ausblenden
und
analog mit dem Einblenden-Befehl, um sie wieder sichtbar zu
machen. Anstelle des Menüs können Sie auch die
Tastenkombinationen [Strg-9] und [Strg-Umschalt-9] verwenden, um
Zeilen aus- bzw. einzublenden respektive [Strg-0] und
[Strg-Umschalt-0], um dasselbe mit den Spalten
durchzuführen.
Patrick Laufert/ib
Dialoge auch in Add-ins
Bei Dialogen, die aus XLA-Dateien
aufgerufen werden, benötigen Sie die korrekte
Referenzierung.
Konvertieren Sie eine XLS-Datei in ein
Excel-Add-in (Endung: XLA), kommt es vor, daß Dialoge, die
zuvor problemlos liefen, nicht mehr angezeigt werden. In diesem
Fall müssen Sie die Show-Methode eindeutig referenzieren.
Statt eines Aufrufs über
Dialogsheets("Dialog1").Show
müssen
Sie zudem die Arbeitsmappe des Dialogs angeben,
etwa
ThisWorkbook.Dialogsheets("Dialog1").Show
ib
Systemmeldungen unterdrücken
So untersagen Sie Excel,
Statusmeldungen anzuzeigen, während Sie ein Makro
ausführen.
Führen Sie eine VBA-Routine aus, zeigt
Excel standardmäßig alle Statusinformationen an. Das
kostet Zeit und verwirrt den Benutzer. Mit dem
Kommando
Application.DisplayAlerts=False
unterdrücken
Sie diese Anzeige.
ib
Logos im Tabellenkopf
Der Tabellenkopf kann mehr aufnehmen
als nur Text.
Schreiben Sie mit Excel Rechnungen oder nehmen
lange Auswertungen vor, ist es wünschenswert, das Firmenlogo
oder ähnliche Grafiken am Anfang jeder Seite einzufügen.
Naheliegend ist, das Logo einfach in die Kopfzeile einzufügen,
so daß es auf jeder Seite erscheint. Leider läßt
die Kopfzeile jedoch nur links, rechts und mittig ausgerichteten
Text zu.
Mit einem kleinen Trick gelangen Sie dennoch zum
gewünschten Ergebnis, ohne die Grafik für jede Seite
erneut einfügen zu müssen. Rufen Sie über
Datei
- Seite einrichten den gleichnamigen Dialog auf, und wählen
Sie das Register "Tabelle". Dort sehen Sie die Option
"Wiederholungszeilen". Hier legen Sie fest, welche
Zeilen auf jeder Seite wiederholt werden sollen. Geben Sie hier
beispielsweise den Wert
$1:$3
ein, erscheinen die Zeilen 1,
2 und 3 am Anfang jeder neuen Druckseite. Was ursprünglich
dazu gedacht war, Überschriften auch auf Folgeseiten
darzustellen, nutzen Sie nun, um eine Grafik (oder sonst ein
Objekt) auf allen Seiten zu wiederholen.
Fügen Sie
über
Einfügen - Grafik
eine beliebige Grafik in
die Tabelle ein, und richten Sie sie passend aus. Wählen Sie
als nächstes wie zuvor den Dialog "Seite einrichten",
und positionieren Sie die Eingabemarke im Textfeld
"Wiederholungszeilen". Markieren Sie dann in der Tabelle
im Hintergrund alle Zeilen, die von der Grafik überlagert
werden. Haben Sie Ihre Angaben mit [OK] bestätigt,
vergewissern Sie sich über
Datei - Seitenansicht
vom
Erfolg Ihrer Formatierung.
AndrI Moritz/ib
Tabellenteile drucken
Wir zeigen einen einfachen Weg, um nur
Teile einer Tabelle auszugeben.
Um zu bestimmen, welcher Teil
eines Arbeitsblatts gedruckt wird, legen Sie normalerweise
über
Datei - Druckbereich - Festlegen
den Zellbereich
fest und geben diesen dann über
Datei - Drucken
aus.
Wollen Sie verschiedene Bereiche in einer Tabelle hin und wieder
getrennt zu Papier bringen, ist dieses Verfahren zu
umständlich.
Praktikabler ist folgende Vorgehensweise:
Markieren Sie hintereinander die verschiedenen Zellbereiche.
Vergeben Sie über
Einfügen - Namen - Festlegen
für
jeden Bereich eine unterschiedliche, möglichst kurze
Bezeichnung, etwa "A" oder "B".
Wollen Sie
nun den ersten Zellbereich drucken, aktivieren Sie über
[Strg-G] den Dialog "Gehe zu", geben dort "A"
ein und drücken auf [Enter]. Die gewünschten Zellen sind
nun markiert.
Als nächstes wählen Sie den
Menüpunkt
Datei - Drucken
und markieren dort die Option
"Markierung". Nun gibt Excel nur die markierten Zellen
auf dem Drucker aus.
AndrI Moritz/ib
Kopieren ohne Zwischenablage
Mit [F2] kopieren und
verschieben Sie Text schneller als über die
Zwischenablage.
Über das Bearbeiten-Menü oder die
Tastenkombinationen [Strg-C] und [Strg-V] kopieren Sie Texte in
die Zwischenablage und fügen sie wieder in Ihr Dokument ein.
Da jedoch in der Zwischenablage immer nur ein Eintrag Platz hat,
löscht ein weiteres [Strg-C] den vorherigen Inhalt. Diesen
Nachteil weisen die Word-eigenen Funktionen "Text
verschieben" und "Text kopieren" nicht auf.
Allerdings werden Sie sie im Menü vergeblich suchen.
Vielmehr
gehen Sie so vor: Markieren Sie den gewünschten Text. Zum
Verschieben drücken Sie auf [F2], zum Kopieren auf [Strg-F2].
Danach erscheint in der Statuszeile die Frage, wohin kopiert
respektive verschoben werden soll. Sobald Sie den Cursor an der
entsprechenden Stelle positioniert haben, bestätigen Sie mit
[Enter], und die Aktion wird ausgeführt.
AndrI Moritz/ib
Schulnoten runden, Teil 2
So runden Sie numerische Werte,
damit sie in das Schulnotensystem passen.
In Ausgabe 5/97 (Tip
27, Seite 125) haben wir Ihnen einen Ansatz gezeigt, wie Sie in
Excel und Works einen errechneten Notendurchschnitt in das
Schulnotensystem konvertieren. Während ein Schnitt von 2,1
noch einer glatten 2 entspricht, erscheint auf dem Zeugnis bei
einem Mittelwert von 2,18 bereits eine 2-. Die Vorgehensweise war,
in zwei Hilfszellen die Vor- und Nachkommastellen zu separieren
und mit Hilfe einer Wenn-Abfrage die vier verschiedenen Fälle
zu unterscheiden.
"Viel zu kompliziert", sagten viele
Leser. Eine besonders einfache Lösung: Verwenden Sie die
Tabellenfunktion "Untergrenze" mit der
Syntax
UNTERGRENZE(Zahl; Schritt)
Diese Funktion rundet eine
Zahl betragsmäßig auf das größte Vielfache
von "Schritt" ab. Beim Schulnotensystem mit den
Schritten im Abstand von 0,25 lautet die Formel
A2:
=Untergrenze(A1+0,1255;0,25)
wobei A1 den errechneten Schnitt
enthält.
Heribert Beißmann/ib
Keine Angst vor dem Jahr 2000
Mit Excel kommen Sie
problemlos ins dritte Jahrtausend.
Im Gegensatz zu vielen
anderen Programmen ist Excel bestens für den
Jahrtausendwechsel und darüber hinaus gerüstet. Das
resultiert daraus, daß die Tabellenkalkulation das Datum als
Zeitspanne seit dem 1.1.1900 sieht: Der 2.1.1900 hat den Wert 2
und der 1. September diesen Jahres 35 674. Da Excel für das
Datum jedoch den Wertebereich von 0 bis 65 380 einschränkt,
ist auch das letzte verfügbare Datum genau definiert: der 31.
Dezember 2078. Tröstlich: Selbst solche derzeit modernen
Rechenkünstler werden unseren Urenkeln wohl nur noch ein
müdes Lächeln abringen.
Einen Nachteil hat diese
zeitlichen Begrenzung: Historische Datenbanken oder statistische
Hochrechnungen komplexer Systeme sind mit Excel nicht machbar.
Kurios: Das erste Datum in Excels Zeitrechnung ist nicht etwa der
1. Januar 1900, sondern der 0.1.1900.
Herbert Meyer/ib
Gleichungssysteme
Statt aufwendige eigene Routinen zu
schreiben, lösen Sie lineare Gleichungssysteme mit einer
Standardfunktion von Excel.
In Ausgabe 5/97 (Seiten 130, 132)
löste der Leser Hannes Fassold mit einem C++-Programm das
Problem linearer Gleichungen mit dem Gaußschen
Eliminationsverfahren. Mit Excel kommen Sie auch ohne C-Compiler
schnell zum Ergebnis. Statt dessen verwenden Sie die internen
Matrixfunktionen.
Als Beispiel verwenden wir dieselben drei
Gleichungen wie Herr Fassold:
3a + 4b + c = 7
2b - c = 0
-a
- b = -3
Im Bereich B4:D6 tragen Sie die sogenannte
Koeffizientenmatrix, den Faktoren aus den Gleichungen
entsprechend, ein. Dabei müssen Sie zwei Besonderheiten
berücksichtigen:
- Kommt in einer Gleichung eine
Unbekannte ohne explizit vorangestellten Faktor vor (etwa c in der
ersten und -c in der zweiten), so ist der entsprechende
Koeffizient 1 respektive -1.
- Taucht keine der Unbekannten
auf, ist der entsprechende Koeffizient 0.
Im Bereich E4:E6
tragen Sie die Konstantenmatrix, also das Ergebnis der Gleichungen
ein. Die Lösung errechnen Sie mit Hilfe der
Excel-Matrixfunktionen. Da das Ergebnis kein einzelner Wert,
sondern ein Wertebereich ist, markieren Sie zunächst den
Bereich B7:D7. Tragen Sie dann in der Zelle B7 die
Formel
=MTRANS(MMULT(MINV(B4:D6):E4:E6))
ein, und schließen
Sie die Eingabe mit [Strg-Umschalt-Enter] ab. Die Abbildung
"Lineare Gleichungssysteme" verdeutlicht dieses
Vorgehen.
Gegenüber dem C-Programm der Ausgabe 5/97 hat
die Excel-Lösung den Vorteil, daß Sie leicht einzelne
Koeffizienten ändern können und sofort die Lösung
erhalten. Zudem rechnen Sie nach Belieben mit der Zielwertsuche
respektive dem Solver von der gewünschten Lösung auf die
Koeffizienten zurück.
Paul Mohr/ib
Schnelles Füllen
Mit zwei Mausklicks füllen Sie
beliebige Zellbereiche mit Zahlen-/Zeichenketten- oder
Datumsreihen.
Bekannt ist Excels Fähigkeit, über den
Menüpunkt Bearbeiten/Ausfüllen/Reihe Zellbereiche
auszufüllen. Geben Sie in einer Zelle 1 und in der nächsten
3 ein, so füllt diese Funktion die Folgezellen mit den Werten
5, 7, 9 usw. Wählen Sie im Dialog Reihe die richtigen
Optionen, füllt Excel sogar bei einer Vorgabe von Jan die
Folgezellen mit den Monatskürzeln aus.
Alles zu
kompliziert? Finden wir auch! Deshalb schauen Sie sich einmal Ihre
Excel-Zellmarkierung genau an: Im kleinen Kästchen an der
unteren rechten Ecke versteckt sich eine der praxisorientiertesten
Funktionen des Rechengenies. Geben Sie einmal in zwei
übereinanderliegenden Zellen zwei Werte ein und markieren Sie
diese. Klicken Sie dann mit der linken Maustaste auf das kleine
schwarze Quadrat. Der Mauszeiger verändert sich, und wenn Sie
die Maus bewegen, vergrößert sich der markierte
Bereich. Lassen Sie die Maustaste los, füllt Excel
automatisch die hinterlegten Zellen mit Zahlen, Datumswerten oder
Zeichenketten. Dabei versucht es immer, die optimale Füllvariante
zu verwenden. Falls Ihnen das nicht gefällt, verwenden Sie
statt der linken die rechte Maustaste. Sobald Sie diese loslassen,
erscheint ein Kontextmenü, in dem Sie die Methode manuell
auswählen.
Stefan Weigel/ib
Tabellenblätter zusammenfassen
Mit der Funktion
INDIREKT erstellen Sie Zusammenfassungen gleich aufgebauter
Tabellen im Handumdrehen.
Angenommen, Sie haben eine
Arbeitsmappe mit vielen Tabellen, die alle gleich aufgebaut sind
und die Daten mehrerer Perioden enthalten. Wollen Sie dann in
einer zusätzlichen Tabelle die Übersicht über alle
Perioden haben, müssen Sie meist sehr umständlich
vorgehen.
Um etwa in Zelle C4 der Zusammenfassung den Wert zu
übernehmen, der in Feld A2 der ersten Periode steht, geben
Sie das Gleichheitszeichen ein, aktivieren Tabelle 1, bewegen den
Zellzeiger nach A2 und drücken [Enter]. Selbst bei nur
wenigen Tabellen bzw. Werten ist das ganz schön mühsam
und fehleranfällig.
Mit einem kleinen Trick kommen Sie
schneller und sicherer ans Ziel: Nehmen wir einmal an, Sie haben
neben der Übersicht noch drei weitere Tabellen mit den
Standardnamen Tabelle1, Tabelle2 usw. In den Zellen A2 bis A4
dieser Blätter stehen jeweils die Summen der einzelnen
Perioden. Tragen Sie dann in der Übersichtstabelle waagerecht
in den Zellen C3, D3 und E3 die Namen der übrigen
Tabellenblätter ein. Mit der Autofüll-Funktion ist das
auch bei vielen Perioden kaum Arbeit. In den Zellen B4 bis B6
tragen Sie senkrecht die Zellbezeichnungen ein, die in den
Periodentabellen die Summendaten enthalten. In unserem Beispiel
sind das die Zeichenketten A2, A3 und A4.
Am Kreuzungspunkt der
beiden Einträge A2 und Tabelle1 - C4 - lautet der Verweis auf
die entsprechende Zelle:
=INDIREKT(,',&C$3&"'!"&$B4)
In
unserem Beispiel lautet die Funktion dann
aufgelöst:
INDIREKT(,'Tabelle1'!A2")
Die Formel
ist so geschrieben, daß sie sich auf den gesamten Bereich
kopieren läßt und die Zellbezüge automatisch
anpaßt.
Paul Mohr/ib
Zahlen als Brüche eingeben
Mit einem Kniff überlisten
Sie Excel so, daß Sie Brüche eingeben und darstellen
können.
Excel weist einer Eingabe automatisch das passende
Format zu. Geben Sie beispielsweise 1,3e4 ein, erkennt das
Programm, daß Sie die Zahlen in der wissenschaftlichen
Exponentialnotation schreiben, und wendet diese an. Da es aber aus
dem angloamerikanischen Raum kommt, interpretiert es Brüche
wie 22/9 in einer Zelle als Datum und wandelt ihn entsprechend in
den 22. September 1997 um.
Wollen Sie jedoch tatsächlich
einen Zahlenwert in der Bruchschreibweise eingeben, dann tippen
Sie vor dem eigentlichen Wert die Kombination [0-Leertaste]. So
verwendet Excel beispielsweise die Eingabe 0 2/5 intern als 0,4.
In der Anzeige erscheint jedoch nur der Bruch 2/5.
Michael
Fischer/ib
Große Screenshots
Mit einer Excel-eigenen Funktion
gelingen Ihnen auch Screenshots von mehreren hundert
Zeilen.
Wollen Sie eine formatierte Excel-Tabelle in einem
Bericht oder einer Präsentation zeigen, so eignet sich weder
die Zwischenablage noch OLE. Denn meist wird das Spreadsheet nicht
so dargestellt, wie Sie es in Excel gestaltet haben. Besser ist da
schon ein Screenshot, also die Darstellung der Tabelle als Grafik
und deren Austausch via Clipboard. Leider erfaßt ein
Bildschirm-Schnappschuß mit der [Druck]-Taste nur den
sichtbaren Bereich. Zudem werden auch noch das Menü und die
Symbolleisten abgebildet, was nicht sehr praxistauglich
ist.
Hervorragend geeignet ist jedoch die Snapshot-Funktion von
Excel selbst. Diese verbirgt sich allerdings hinter der
[Umschalt]-Taste. Wenn Sie diese Taste drücken und den
Menüpunkt Bearbeiten wählen, zeigt das Programm
plötzlich einen Eintrag mehr: Grafik kopieren. Markieren Sie
einmal die Zellen A1 bis C100. Wählen Sie dann bei gedrückter
[Umschalt]-Taste den Menüpunkt Bearbeiten/Grafik kopieren, so
erscheint ein Dialog mit drei verschiedenen Auswahlvarianten.
Während Wie angezeigt farblich die Bildschirmdarstellung
übernimmt, paßt Wie ausgedruckt den Screenshot an die
Druckerausgabe an. Die Wahl des Formats unterscheidet, ob der
Schnappschuß als Vektor- (Picture) oder als Pixelgrafik
(Bitmap) in der Zwischenablage landet. Nun steht Ihnen der große
Zellbereich in fast allen Windows-Anwendungen zur
Verfügung.
Richten Sie über
Ansicht/Symbolleisten/Anpassen Ihre Symbolleiste ein, so erhalten
Sie die Screenshot-Funktionalität auch per Icon. Sie finden
das Bild in der Kategorie Werkzeug als Kamerasymbol.
Michael
Fischer/ib
Charts nicht automatisch anpassen
Eingefügte Objekte
passen sich automatisch an die Zeilen- oder Spaltengröße
an.
Fügen Sie ein Chart in eine Excel-Tabelle ein,
verändert dieses automatisch seine Größe, wenn Sie
eine Spalte oder eine Zeile in ihrer Breite anpassen. Das führt
dazu, daß manche Charts ziemlich verzerrt aussehen.
Mit
einer Einstellung verändern Sie dieses Verhalten. Markieren
Sie das Diagramm, und wählen Sie Format/Objekt/Eigenschaften.
Mit Hilfe der drei Optionsfelder bestimmen Sie, welche
Auswirkungen Veränderungen der Zellen auf Ihr Chart haben
sollen.
Bernd Tanner/ib
Tooltips für Zellen
So versehen Sie einzelne Zellen
Ihres Arbeitsblatts mit kleinen Hilfetexten.
Nicht immer ist
eine Excel-Tabelle eindeutig. Anstatt aber umständlich eine
Dokumentation zu schreiben, die doch niemand liest, versehen Sie
doch einfach Ihre wichtigen Zellen mit Tooltips. Wenn dann der
Mauszeiger eine Sekunde über der Zelle verweilt, erscheint
Ihre Hilfestellung in gewohntem Gewande.
Wollen Sie einen
solchen Tooltip erstellen, markieren Sie die entsprechende Zelle
und wählen Einfügen/Notiz. Im Textfeld geben Sie die
Hilfestellung für den Anwender ein.
Bernd Tanner/ib
Schnelle Rahmen
Mit einer einfachen Tastenkombination
umrahmen Sie beliebige Zellen in Excel.
Wollen Sie bestimmte
Datenbereiche optisch zusammenfassen, so eignet sich ein Rahmen
hierzu besonders gut. Dabei müssen Sie nicht mühsam über
die Zellformatierung oder den Griff zur Maus mit anschließendem
Klick in der Symbolleiste vorgehen, denn es steht Ihnen auch eine
einfache Tastenkombination zur Verfügung:
[Strg-Umschalten--]
AndrI Moritz/ib
Drag&Drop mit Gefühl
Was in Word so einfach geht,
verlangt in Excel nach Präzision.
Word unterstützt
Drag&Drop. Dabei markieren Sie einen beliebigen Text, fahren
mit dem Mauszeiger darüber und verschieben ihn bei gedrückter
Maustaste an jede beliebige Stelle des Dokuments. Ganz so einfach
geht es bei Excel jedoch nicht. Haben Sie einen Zellbereich
markiert und wollen ihn analog verschieben, markiert Excel einfach
einen neuen Teil des Blattes. Der Kniff liegt bei Excel im
Mauszeiger. Denn solange sich dieser als fettes Plus zeigt, ist
mit Drag&Drop nichts zu machen. Erst am Rand der Markierung
wird er zu einem Pfeil, der nach links oben weist. Und genau dann
funktioniert auch das bewährte Verschieben.
Erich
Wiener/ib
Automatisches Speichern
Wer bei einem Systemabsturz alle
Daten verliert, sollte vorher das passende Add-In aktiviert
haben.
Der Kopf raucht. Stundenlang hängen Sie über
einem Problem. Und da plötzlich ... der blaue Bildschirm des
Todes. Der Schwere Ausnahmefehler ist der böse große
Bruder der von Windows 3.1 bekannten Allgemeinen Schutzverletzung.
In diesem Falle haben Sie kaum eine Chance, Ihre Daten zu retten.
Und wer wirklich intensiv gearbeitet hat, hat vermutlich auch
vergessen zu speichern. Wohl dem, der zuvor das Add-In
Automatisches Speichern eingebunden hat was Excel bei der
Standardinstallation unterläßt. Erst wenn Sie über
Extras/ Add-In-Manager diese Funktionalität eingebunden
haben, finden Sie unter Extras den Menüpunkt Automatisches
Speichern. Hier stellen Sie ein, was und in welchen Abständen
automatisch gesichert wird.
Bernd Kruttel/ib
Optimale Breite für mehrere Spalten
Statt langer
Menübefehle reicht ein Doppelklick, um die optimale
Spaltenbreite einzustellen.
Wollen Sie in Excel eine Tabelle
platzsparend formatieren, bietet sich eine Excel-Funktion an, die
alle Spalten entsprechend ihrer Inhalte auf die optimale Breite
einstellt. Diese Funktion paßt alle markierten Spalten an.
Also auch, wenn Sie mit der [Strg]-Taste nicht zusammenhängende
Spalten markieren.
Sie können jedoch auch - statt den
umständlichen Weg über den Menübefehl
Format/Spalte/Optimale Breite zu gehen - in der Titelzeile direkt
am rechten Rand doppelt in eine der markierten Spalten klicken.
Dann passen sich alle Breiten automatisch an. Warten Sie vor dem
Doppelklick jedoch darauf, bis sich der Mauszeiger in einen
horizontalen Doppelpfeil verwandelt.
Karl-Guenter Appel/ib
Mehrseitige Spaltenüberschriften
So definieren Sie
bestimmte Zeilen als immer wiederkehrende Spaltenüberschrift.
Bei
großen Tabellen verteilt Excel die Spaltenüberschriften
selbständig über mehrere Seiten. Aber spätestens ab
200 Zeilen müssen Sie die Tabelle selbst über mehrere
Seiten verteilen, um noch etwas erkennen zu können. Woher
weiß man aber, was die neunte Spalte enthält? Jedesmal
zur ersten Seite mit den Spaltenüberschriften
zurückzublättern, ist mühsam.
Statt dessen
bietet Excel eine Funktion, mit der Sie eine oder mehrere Zeilen
auf jeder Seite wiederholen. Wählen Sie dazu im Menü
Datei den Punkt Seite einrichten. Positionieren Sie dann im
Register Tabelle die Eingabemarke in das Textfeld
Wiederholungszeilen. Hier geben Sie die Zeilennummern an, die am
Anfang jeder Seite wiederholt werden sollen, falls die ersten
beiden Zeilen die Überschriften enthalten, also
beispielsweise $1:$2
Analog gehen Sie für wiederkehrende
Spalten vor, indem Sie die Eintragung im Feld Wiederholungsspalten
vornehmen.
Oliver Hempel/ib
Formeln und Text kombinieren
So bauen Sie Texte und
Rechenergebnisse leichter in Tabellen ein.
In großen
Tabellen ist es manchmal notwendig, zu Werten einen erläuternden
Text hinzuzufügen. Dazu benötigen Sie keine
umständlichen Konvertierungsfunktionen. Statt dessen
verknüpfen Sie die Texte sowie die numerischen Werte
respektive die Zellverweise mit dem kaufmännischen Und
(&).
Als Text und Formel geben Sie ein:
="Im
Rechnungsbetrag sind "&C3&" Prozent
Mehrwertsteuer = "&RUNDEN(E5/(C3+100)*C3; 2)&"
DM enthalten."
Als Resultat lesen Sie:
Im
Rechnungsbetrag sind 15 Prozent Mehrwertsteuer = 13,04 DM
enthalten.
Wichtig sind die Leerzeichen zu Beginn und am Ende
eines jeden Textelements, die für den entsprechende Freiraum
zwischen Textpassagen und Zahlenwerten sorgen.
Ralph
Kusterer/ib
Nichts für neugierige Augen
So verstecken Sie alle
unnötigen Sheets eines Arbeitsblattes.
Oft enthält
ein Arbeitsblatt zahlreiche Tabellen, die entweder nur
Zwischendaten enthalten oder auch nicht für jedermann
bestimmt sind. Dafür ist der Menübefehl Format / Blatt /
Ausblenden geeignet, mit dem Sie Informationen verstecken
können.
Wenn Sie jedoch von einem Makro aus die Tabellen
verstecken wollen, müssen Sie direkt auf das Sheets-Objekt
zugreifen. Die Prozedur HideSheet (Listing in Databox 5/98)
versteckt alle Blätter, außer jenem, dessen Name als
Parameter übergeben wird.
Kurt Jahn/ib
Gruppensumme als Formel
Mit zwei Excel-Funktionen erstellen
Sie Zwischensummen.
Ein großes Thema im Bereich der
Datenbanken sind die Gruppenwechsel. Dabei werden bestimmte
Datensätze anhand eines Kriteriums zusammengefaßt.
Haben Sie beispielsweise eine Tabelle mit Außendienstmitarbeitern,
so wäre eine Gruppierung nach Verkaufsgebiet sinnvoll, um zu
sehen, wie umsatzstark die einzelnen Gebiete sind.
Den
Gruppenwechsel realisieren Sie mit der Makrosprache Visual Basic
for Applications (VBA), die Excel seit jeher beherrscht.
Orientieren Sie sich am Bild unten: Sie sehen, in einer Tabelle
aufgelistet, Außendienstmitarbeiter, die in verschiedenen
Verkaufsgebieten ihre Umsätze machen. Mit der Funktion
VGruppenSumme erstellen Sie eine Zusammenfassung in den Spalten E
und F nach Gebieten (E) und Ländern (F). Diese Funktion
erhält als Argumente die Zelle mit den Werten, in diesem Fall
die Umsätze, und die mit dem Unterscheidungskriterium. Als
Ergebnis liefert sie nur dann die Summe, wenn in der Folgezeile
ein Wechsel des Kriteriums stattfindet. Ansonsten ist das Resultat
0. So lautet beispielsweise die Formel in Zelle E3
=VGruppensumme
(D3;B3)
In Zelle E4, die die Gruppensumme bezüglich des
Landes berechnet, lautet die Formel
=VGruppensumme(D3;A3)
Wollen
Sie die Kriterienspalte nicht auf Ihrem Blatt sehen, dann
verstecken Sie sie, indem Sie bei markierter Spalte den Menübefehl
Format/Spalte/Ausblenden ausführen.
Um auch für
Tabellen gerüstet zu sein, die den Wechsel horizontal statt
vertikal vornehmen, finden Sie im Listing (Listing in Databox
6/98) neben der Funktion VGruppensumme ihr waagerechtes Pendant
HGruppensumme.
Nachdem Sie die beiden Funktionen im VBA-Editor
eingegeben haben, formatieren Sie nur noch die Summenzellen, so
daß Nullwerte unterdrückt werden. Dazu markieren Sie
die Zellen und geben als benutzerdefiniertes Zahlenformat den
Ausdruck
[=0] ,,;#.##0 DM
an, wobei die Zeichen nach dem
Semikolon das Werteformat bestimmen.
ib
Das System im Griff
Mit Hilfe der Info-Funktion erhalten Sie
systemspezifische Angaben in Ihrem Arbeitsblatt.
Arbeitet der
Anwender Ihres Tabellenblatts unter Windows 3.1, 95 oder gar NT?
Wieviel Arbeitsspeicher hat er noch zur Verfügung? Und muß
er jedesmal [Strg-Alt-F9] drücken, um die Tabelle zu
aktualisieren, oder geschieht das von selbst? Diese und mehr
Informationen erhalten Sie über die Zellfunktion
=Info("..."). Geben Sie beispielsweise
=Info("Sysversion")
ein, sehen Sie in der Zelle als
Ergebnis das zugrundeliegende Betriebssystem. Eine Liste aller
gültigen Zeichenketten finden Sie in der Hilfe unter dem
Suchbegriff Info-Tabellenfunktion.
AndrI Moritz/ib
In Unordnung suchen
Mit Verweisfunktionen finden Sie auch
Ergebnisse in unsortierten Tabellen, wie etwa Adreß-,
Artikel- und Telefonlisten.
Mit Hilfe der Verweisfunktionen
WVerweis und SVerweis ermitteln Sie Ergebnisse aus Tabellen.
Nehmen wir einmal an, Sie haben eine Telefonliste. In Spalte A ab
Zeile 3 befinden sich die Namen aller Mitarbeiter und in Spalte C
deren Telefonnummern. Befindet sich in Zelle C1 die Formel
=SVERWEIS(B1;A3:F70;3)
so erhalten Sie dort die Telefonnummer
des Mitarbeiters angezeigt, den Sie in Zelle B2 eintragen. Im
Klartext lautet diese Formel: Suche in der ersten Spalte des
Bereichs A3:F70 (Parameter 2) nach dem Eintrag B1 (Parameter 1).
Hast Du diesen gefunden, liefere den Zellinhalt der dritten
(Parameter 3) Spalte des Bereichs zurück.
Dieser
Funktionsaufruf hat jedoch den Nachteil, daß der Bereich
nach dem Suchkriterium sortiert sein muß. Der vierte
Parameter dieser Funktion ist optional. Lassen Sie ihn weg, muß
der Suchbereich sortiert sein. Geben Sie hingegen als vierten Wert
des Funktionsaufrufs die 0 ein, so ist es Excel egal, ob der
Bereich sortiert ist oder nicht:
=SVERWEIS(B1;A3:F70;3;0)
Auf
diese Weise suchen Sie beispielsweise eine Telefonnummer in einer
Adreßliste, die nur nach Namen sortiert ist. Der Nachteil
dieser Vorgehensweise ist jedoch, daß genau dieser
Suchbegriff in der Adreßliste enthalten sein muß.
Anderenfalls erhalten Sie eine Fehlermeldung.
Andreas
Schlöffel/ib
Rechenkünstler?
Was macht eine Tabellenkalkulation?
Rechnen! Aber manchmal hapert es schon bei der Eingabe.
Die
eigentliche Aufgabe einer Tabellenkalkulation besteht darin, mit
Zahlen zu jonglieren. Das klappt bei Excel auch recht gut, sieht
man einmal von kleineren Fehlern ab, über die wir bereits
berichtet haben.
Etwas erstaunlich ist allerdings, was Excel
aus der Eingabe
1,40737488355328
macht. Tippen Sie nämlich
diesen Wert in eine beliebige Zelle und bestätigen das Ganze
mit der Eingabe-Taste, ist der Inhalt der Zelle plötzlich
"0,64".
Die einzige Möglichkeit, diese Zahl
korrekt einzugeben, ist, ein Gleichheitszeichen davorzusetzen,
also
=1,40737488355328
Dadurch wird die Eingabe als Formel
interpretiert und korrekt dargestellt. Vielleicht finden Sie ja
noch weitere solcher "Un-Zahlen".
Peter Otten/ib
Falsches Schaltjahr
Excel geht fälschlich davon aus,
daß das Jahr 1900 ein Schaltjahr ist.
Alle vier Jahre ist
ein Schaltjahr, das weiß jeder. Doch das ist nicht ganz
richtig: Für durch 100 teilbare Jahreszahlen gilt das nur,
wenn sie sich auch durch 400 teilen lassen. Das ist bei 1200, 1600
und 2000 der Fall, nicht aber beim Jahr 1900. Dennoch zeigt Excel
den 29. Februar 1900 als ganz gewöhnliches Datum an.
Noch
viel gravierender ist, daß Excel alle Wochentage vor dem
29.2.1900 falsch angibt. So ist der 1.1.1900 nicht etwa ein
Sonntag, wie behauptet, sondern ein Montag. Und auch als Differenz
zwischen dem 1.9.97 und dem 1.1.1900 zeigt Excel nicht etwa
korrekt 35672 an, sondern 35673 Tage. Besonders blamabel für
Microsoft: Dieser Fehler existiert in Excel bereits seit der
ersten Version und besteht auch weiterhin in Excel 97.
Heinrich
J. Pohl/ib
Kalenderwoche
Bei der Berechnung der Kalenderwoche ist viel
zu beachten. Hier eine Lösung für Access. Hätten
Sie gedacht, daß der 31.12.1991 bereits in die Kalenderwoche
(KW) 1 von 1992 fällt, derselbe Tag des Jahres 1992 jedoch in
der 53. KW liegt?
Die Berechnung der Kalenderwoche ist eine
wahre Wissenschaft. Selbst die Analysefunktion "Kalenderwoche"
des Add-in-Managers von Excel liefert oft das falsche Ergebnis.
Die hier vorgestellte Funktion KWoche hingegen beachtet alle
Regeln und liefert Ihnen auch über das Jahr 2000 hinaus das
korrekte Ergebnis. Sie können diese Funktion sowohl in Access
als auch in Excel als VBA-Modul verwenden.
In Excel müssen
Sie jedoch sicherstellen, daß die englische Syntax
eingestellt ist. Dazu wählen Sie im Dialog
Extras -
Optionen - Modul Allgemein
unter "International" den
Eintrag
Englisch/(Benutzerdefiniert)
J. P. Punstein/ib
Eine Übersicht aller Arbeitsmappen
Die VBA-Routine
CheckWorkbooks zeigt alle geöffneten Arbeitsmappen
an.
Vielleicht verlieren auch Sie manchmal den Überblick
über alle geöffneten Arbeitsmappen. Zudem lädt
Excel ja alle XL?-Dateien aus dem Ordner XLStart automatisch. Und
viele davon sind obendrein unsichtbar.
Das Makro CheckWorkbooks
zeigt in einer Dialogbox alle Arbeitsmappen an und gibt an, wie
viele Arbeitsblätter, VBA-Module, Charts und VBA-Dialoge die
jeweilige Mappe enthält. Zudem kennzeichnet es alle noch
nicht gespeicherten Dateien mit einem Sternchen und alle
unsichtbaren Mappen mit einem Minus.
Geben Sie das Makro
über
Einfügen - Makro - VBA-Modul
ein. Klicken Sie
dann mit der rechten Maustaste auf eine Symbolleiste, und wählen
Sie aus dem Kontext-Menü den Eintrag "Anpassen".
Markieren Sie die Kategorie "Benutzerdefiniert", und
ziehen Sie per Drag&Drop ein beliebiges Symbol aus der
Dialogbox auf eine Symbolleiste. Sobald Sie das Icon loslassen,
erhalten Sie eine Liste aller Makros. Markieren Sie hier
"CheckWorkbooks", klicken Sie auf [OK] und schließen
Sie den Anpassen-Dialog mit der gleichnamigen Schaltfläche.
Heino
Drake/ib
Module übersetzen
Das Word-Makro übersetzt
Excel-Code aus der deutschen in die englische Syntax und
umgekehrt.
In Excel hat sich die Unsitte eingeschlichen, Visual
Basic für Applikationen in der Landessprache zu
programmieren. Das führt dazu, daß Ihr VBA-Modul nur
einem deutschsprachigen Excel-Programmierer etwas sagt. Denn ein
Ausdruck wie
Wenn Nicht FensterListe ...
ist außerhalb
unseres Sprachraums wohl kaum jemandem verständlich. Und
selbst hier spalten sich die Programmierer in zwei Lager, was die
Wahl der Sprache von VBA angeht. Microsoft hat wohl eingesehen,
daß dieses Gerangel ein Ende haben muß und sich
eindeutig zu der in Englisch programmierenden Anwenderschar
bekannt. Denn in Office 97 wird VBA nur noch in englischer
Notation vorliegen. Um so wichtiger ist es, für alle, die
heute noch in Deutsch programmieren, eine komfortable Lösung
zu finden, mit der sie ihre VBA-Module übersetzen können.
Und genau das ist das Ziel dieses Makros: ein Übersetzer für
Excel-Programme als Word-Makro.
Die Vorgehensweise bei der
Übersetzung ist denkbar einfach. Zunächst kopieren Sie
Ihren VBA-Code über die Zwischenablage in ein neues
Word-Dokument. Dann starten Sie das Makro, wählen die
Übersetzungsrichtung, also von Deutsch nach Englisch oder
umgekehrt, und los geht's.
Aber halt! Woher soll denn Word die
über 2000 Schlüsselwörter aus Excel kennen? In
Ihrem Excel-Verzeichnis finden Sie eine Datei namens
"vbaliste.xls". Diese Arbeitsmappe enthält alle
VBA-Schlüsselwörter in ihrer deutschen und englischen
Notation, tabellarisch aufgelistet.
Öffnen Sie als erstes
diese Datei in Excel, und markieren Sie im ersten Arbeitsblatt die
Zellen von A4 bis B328. Kopieren Sie diesen Zellbereich über
[Strg-C] in die Zwischenablage, und fügen Sie ihn in ein
neues Word-Dokument über
Bearbeiten - Inhalte einfügen
- Unformatierter Text
ein. Als nächstes markieren Sie den
Zellbereich von D4 bis E1930 und fügen ihn auf dieselbe Weise
am Ende des Word-Dokuments ein. Speichern Sie diese Datei dann im
Hauptverzeichnis des Laufwerks C als
C:\Vbaliste.doc
Dann
wählen Sie in Word
Extras - Makro
geben als Namen
"XLTranslate" ein und drücken auf [Erstellen].
Tippen Sie das Word-Makro auf Seite 211 ein und speichern Sie es,
indem Sie das Makro-Fenster schließen.
Kopieren Sie den
Quelltext eines Excel-Moduls zum Testen über die
Zwischenablage in ein neues Word-Dokument. Starten Sie das Makro
über
Extras - Makro - Ausführen
und wählen
Sie im Dialog die Übersetzungsrichtung. Den übersetzten
VBA-Code fügen Sie dann wieder über die Zwischenablage
in eine Excel-Arbeitsmappe als Modul ein.
Excel unterstützt
in einer Arbeitsmappe entweder die englische oder die deutsche
Syntax. Welche Sprache Sie verwenden, geben Sie über Extras -
Optionen - Modul Allgemein
unter "Sprache/Land"
ein
Ähnlich wie bei natürlichen Sprachen funktioniert
das Makro nicht hundertprozentig.
Das liegt einerseits an der
Excel-Namensvergabe. So kann beispielsweise das englische "Name"
entweder als "Name" oder als "benenne"
übersetzt werden, je nachdem, ob es sich um die Eigenschaft
oder die Methode "Name" handelt. Diesen "Fehler"
zeigt Excel sofort an.
Andererseits bestimmen Sie über die
Ländereinstellung auch die Interpunktionszeichen. So
verwendet ein englisches Makro beispielsweise das Komma als
Trennzeichen für Parameter und für andere Notationen das
Semikolon. Das wird bei dem Makro nicht berücksichtigt.
Dennoch
dürfte Ihnen allein die 99prozentige Trefferquote bei der
Namensübersetzung viel Arbeit ersparen.
Mark Jürgensen/ib
Zellen automatisch einfärben
Mit diesem Makro färben
Sie Zellbereiche spalten- oder zeilenalternierend ein.
Auch
wenn Sie um Zellbereiche einen Rahmen legen, ist es - besonders
bei großen Tabellen - schwierig, die Zuordnung der einzelnen
Einträge zu ermitteln. Sehr viel angenehmer für die
Augen ist es, wenn die einzelnen Spalten oder Zeilen alternierend
farblich dargestellt sind, wie es früher auf Listingpapier
der Fall war.
Die VBA-Makros "Spaltenfarbig" und
"Zeilenfarbig" (Listings in Databox 7/97) erledigen
diese Arbeit für Sie. Während Sie ohne diese Routinen
jeden Zellbereich einzeln markieren und jeden getrennt einfärben
müßten, gehen die Funktionen die gesamte Markierung
durch und hinterlegen die Zellen alternierend mit der definierten
Farbe und einem einfachen Rahmen.
Welche Nummer Ihre gewünschte
Farbe besitzt, finden Sie in der Excel-Hilfe, wenn Sie nach dem
Begriff "ColorIndex" suchen.
Am besten legen Sie die
Routinen in einer Datei ab, die Sie in das
Verzeichnis
C:\Excel\XLStart kopieren.
Dadurch stehen sie
Ihnen bei jedem Start von Excel zur Verfügung. Verknüpfen
Sie sie zusätzlich über
Extras - Makro - Optionen
mit
den Tastenkombinationen [Strg-H] und [Strg-h], so färben Sie
die markierten Bereiche auf Tastendruck.
ib
Zeilen und Spalten automatisch füllen
Mit diesem Makro
füllen Sie auf Knopfdruck Zellbereiche mit Zahlen- oder
Datumsreihen.
Über den Befehl
Bearbeiten - Ausfüllen
- Reihe
füllen Sie den markierten Zellbereich mit einer
Zahlen- oder Datumsreihe. Dabei bestimmen Sie im Dialog, wo und in
welcher Art die Zellen gefüllt werden sollen. Über die
Option "Spalte" legen Sie fest, daß nur die linken
Zellen und mit "Zeile" nur die am oberen Rand gefüllt
werden. Excel beginnt dabei immer mit dem Wert, der in der linken
oberen Ecke der Markierung steht. Um welchen Betrag sich die
Zellen unterscheiden, geben Sie im Textfeld "Inkrement"
an.
Enthält die zweite Zelle einen Wert, so belegt Excel
das Feld "Inkrement" mit der Differenz der beiden Zahlen
vor.
Zu umständlich? Stimmt. Deshalb haben wir für
Sie ein Makro (Listing in Databox 7/97) geschrieben, mit dem Sie
auf Knopfdruck einen markierten Zellbereich mit Werten füllen.
Das Makro geht so weit, daß es die vorliegenden Inhalte
analysiert und den Inkrement-Wert aus den ersten beiden
Zellinhalten berechnet. Markieren Sie beispielsweise den Bereich
von A1 bis A12 und A1 enthält den Wert 10 und A2 20, so füllt
das Makro den Zellbereich mit der Zahlenreihe
10 20 30 ...
120
Aber nicht nur mit Zahlen funktioniert unsere Routine. Auch
wenn Sie ein Datum - beispielsweise den 1.6.97 in der ersten und
den 8.6.97 in der zweiten Zelle - angeben, errechnet das Makro die
Differenz und füllt den Bereich korrekt: in unserem Beispiel
im Wochenrhythmus.
Am besten legen Sie das Makro in einer Datei
ab, die Sie in das Verzeichnis
C:\Excel\XLStart
kopieren.
Dadurch wird es bei jedem Start von Excel automatisch geladen.
Verknüpfen Sie es zusätzlich über
Extras - Makro
- Optionen
mit der Tastenkombination [Strg-F], so füllt es
den markierten Bereich mit der Zahlenreihe, sobald Sie
[Strg-Umschalt-f] drücken.
Hinweis: Das Makro funktioniert
nur, wenn Sie unter
Extras - Optionen
im Register
"Modul/Allgemein" als "Sprache/Land" den
Eintrag
Englisch/[Benutzerdefiniert]
eingestellt haben.
Ansonsten müssen Sie die Trennzeichen ; durch , austauschen
und gegebenenfalls die englische Syntax in die deutsche
übersetzen.
ib
Kalenderwoche in VBA
Hier eine weitere Lösung, um aus
einem Datum die Kalenderwoche nach DIN zu berechnen.
Wie sehr
Sie das Thema "Kalenderwoche" interessiert, zeigt die
Anzahl der Zuschriften zu diesem Thema. Immer wieder treffen
Verbesserungsvorschläge ein, die Sonderfälle aufzeigen
und eine verbesserte Variante der Berechnung liefern.
So fand
auch ein Leser in unserem letzten Lösungsansatz (Ausgabe
1/97, S. 212) einen Haken: Der 31.12.2004 wird der ersten
Kalenderwoche zugerechnet und der Folgetag wieder der Nummer 52
des Vorjahres. Offensichtlich ein Fehler. Sorry!
Im Grunde gibt
es nach DIN nur zwei Regeln, die bestimmend für die
Zugehörigkeit eines Tages zum einen oder anderen Jahr sind:
-
Montag ist der erste Tag der Woche.
- Eine Woche zählt zu
demjenigen Kalenderjahr, in dem mindestens vier Tage liegen.
Aus
diesen zwei Regeln resultiert dann auch die folgende kurze
VBA-Routine:
Function KWoche(ByVal d As Date)
Dim t As
Long
t = DateSerial(Year(d + (8 - WeekDay(d)) Mod 7 - 3); 1;
1)
KWoche = ((d - t - 3 + (WeekDay(t) + 1) Mod 7)) \ 7 + 1
End
Function
respektive in deutscher Notation:
Funktion
KWoche(AlsWert d)
Dim t Als Lang
t = Datumszahl(Jahr(d + (8
- Wochentag(d)) Mod 7 - 3); 1; 1)
KWoche = ((d - t - 3 +
(Wochentag(t) + 1) Mod 7)) \ 7 + 1
Ende Funktion
Christoph
Kremer/ib
Letztes Sicherungsdatum als Kopfzeile
Oft ist es sehr
nützlich, wenn in Tabellenblättern automatisch das Datum
des letzten Speicherns angezeigt wird.
Mit den Formatcodes für
Kopf- und Fußzeilen (siehe Excel-Hilfe) läßt sich
lediglich das aktuelle Datum angeben. Einen Zugriff auf die Aktion
des Speicherns können Sie jedoch mit Hilfe des
programmierbaren Ereignisses OnSave des Workbook-Objekts
herstellen. Denn haben Sie beispielsweise mit dem
Befehl
ActiveWorkbook.OnSave = "XYZ"
eine
Behandlungsroutine für dieses Ereignis festgelegt, ruft Excel
jedesmal, wenn der Anwender speichert, eine Routine auf, die Sie
in der Form Sub XYZ(Speichern As Boolean) deklariert haben. Welche
Aktionen Sie vor dem Speichern noch vornehmen, bleibt Ihnen
überlassen. Der logische Parameter Speichern entscheidet
darüber, ob Excel die Arbeitsmappe nach Beenden Ihrer Routine
tatsächlich speichern soll. Setzen Sie den Wert auf Speichern
= False
speichert Excel die Mappe nicht. Wie alle
benutzerdefinierten Ereignisse setzen Sie auch OnSave in die
Routine, die beim Laden der Mappe automatisch ausgeführt
wird: x Auto_Openx:
Sub Auto_Open()
ActiveWorkbook.OnSave =
"LastSaveDate"
End Sub
In der Routine LastSaveDate
brauchen Sie nur die Kopf- respektive Fußzeile entsprechend
Ihren Vorstellungen mit Datum und Uhrzeit zu belegen:
Sub
LastSaveDate(s As Boolean)
With
ActiveSheet.PageSetup
.RightHeader = "Letztes
Speicherdatum "+Format(Date;"Long Date")+Format(Time;
"Long Time")
' oder .LeftHeader = ...
' oder
.CenterHeader = ...
' oder .RightFooter = ...
' oder
.LeftFooter = ...
' oder .CenterFooter = ...
End With
End
Sub
Erscheint bei Ihnen eine Fehlermeldung, so kann das zwei
Gründe haben. - Einerseits haben Sie vielleicht als
Programmiersprache unter Extras/Optionen/Modul/Allgemein den
Eintrag Deutsch ... gewählt. Obwohl wir Ihnen dringend
empfehlen, die englische Notation zu verwenden, hier das Pendant
in der deutschen VBA-Variante:
Sub
Auto_Öffne()
AktiveArbeitsmappe.BeiSpeichern="LastSaveDate"
Ende
Sub
Sub LastSaveDate(s Als Boolesch)
Mit
AktivesBlatt.Seiteneinrichtung
.RechteKopfzeile = "Letztes
Speicherdatum "+Format(Datum; "t.m.jj")+Format(Zeit;
" hh:nn")
' oder .LinkeKopfzeile = ...
' oder
.MittlereKopfzeile = ...
' oder .RechteFusszeile = ...
'
oder .LinkeFusszeile = ...
' oder .MittlereFusszeile = ...
Ende
Mit
Ende Sub
Bleibt hingegen der Cursor beim Semikolon
stehen, dann haben Sie andere Trennzeichen vorbelegt. Ersetzen Sie
in diesem Fall alle Semikolons im Listing durch Kommata.
ib
Eingaben streuen
So bringen Sie Excel dazu, Ihre Eingaben in
beliebig viele Tabel- len zu übernehmen.
Gelegentlich ist
es nötig, gleiche Eingaben in mehreren Tabellen vorzuneh-men,
damit alle Tabellen in einer Arbeitsmappe identisch aussehen. Dazu
nutzen Sie eine Arbeitserleichterung von Excel, mit der Sie
Eingaben und Formatierungen in einem Rutsch für beliebig
viele Tabellen vornehmen. Wählen Sie dazu mit gedrückter
[Strg]-Taste oberhalb der Statusleiste die Registerlaschen aller
Tabellen per Mausklick aus, in die Sie etwas eingeben möchten.
Die Registerlaschen der ausgewählten Tabellen sind dann weiß
mar-kiert. Geben Sie nun in die aktive Tabelle etwas ein,
überträgt Excel automatisch diese Eingaben in alle
markierten Tabellen. Formatierungen und Formeln werden dabei
ebenfalls berücksichtigt. Um die Auswahl wieder aufzuheben,
klicken Sie die Registerlasche einer nicht ausgewählten
Tabelle an.
Excel-Start im Vollbild
Mit einem Trick erreichen Sie, daß
Excel immer im Vollbildmodus startet.
Excel merkt sich die
zuletzt verwendete Fenstereinstellung. Falls Sie Excel im Fenster
beendet haben, erscheint das Programm beim nächsten Aufruf
ent-sprechend im Fenster. Damit immer sofort die komplette
Arbeitsoberfläche zur Verfügung steht, zwingen Sie
Excel, grundsätzlich im Vollbildmodus zu starten. Dazu fügen
Sie dem Befehl zum Aufruf von Excel 95 oder 97 den Parameter /I
hinzu. Um dies unter Windows 95/98 einzurichten, klicken Sie mit
der rechten Maustaste auf die StartSchaltfläche und benutzen
im Kontextmenü den Befehl Explorer. Jetzt erscheint der
Windows Explorer mit dem ausgewähltem Startmenü-Verzeichnis.
Hier wählen Sie den Ordner Pro-gramme aus, klicken die Datei
Microsoft Excel mit der rechten Maustaste an und benutzen im
Kontextmenü den Befehl Eigenschaften. Im Dialog aktivieren
Sie das Register Verknüpfung. Hier sehen Sie im Feld Ziel den
Befehl zum Aufruf von Excel. Fügen Sie rechts davon ein
Leerzeichen und den Parameter /I ein. Der Befehl muß
weiterhin in Anführungszeichen stehen, während der
Parameter dahinter ohne Anführungszeichen eingetragen wird.
Mit OK übernehmen Sie die Änderung. Anschließend
startet Excel immer im Vollbild, wenn Sie das Programm über
Start/Programme/Microsoft Excel aufrufen. Unter Windows 98 läßt
sich diese Änderung einfacher vornehmen. Klicken Sie dazu
direkt im Start-Menü den Befehl Microsoft Excel mit der
rechten Maustaste an, und verwenden Sie den Befehl Eigenschaften.
Gehen Sie dann wie zuvor beschrieben vor.
Doppelte Listeneinträge löschen
Räumen Sie
Ihre Listen auf, und lassen Sie Excel alle Duplikate
entfernen.
Doppelte Einträge blähen Adreßlisten
oder andere Daten auf. Um Ihre Listen zu bereinigen, entfernen Sie
alle Duplikate automatisch mit der Filterfunktion von Excel.
Benutzen Sie dazu den Befehl Daten/ Filter/Spezialfilter. Im
Dialog schalten Sie im Bereich Aktion die Option Liste an gleicher
Stelle filtern ein. Definieren Sie den Listenbereich: Markieren
Sie im Tabellendokument die gesamte Liste mit gedrückter
linker Maustaste. Die entsprechenden Koordinaten erscheinen im
Feld Listenbereich des Dialogs. Markieren Sie die
Koordinatenangabe, und kopieren Sie diese mit [Strg-C] in den
Arbeitsspeicher. Drücken Sie die [Tab]-Taste, und fügen
Sie die Bereichsangabe mit [Strg-V] in das Feld Kriteri-enbereich
ein. Zum Abschluß schalten Sie die Option Keine Duplikate
ein. Den Filterlauf starten Sie mit dem Klick auf den OK-Button.
Excel entfernt nun automatisch alle doppelten Datensätze im
festgelegten Listenbereich.
Verknüpfungen lösen
Mit einem Trick entfernen Sie
Verknüpfungen aus kopierten Tabellen, ohne die Werte zu
verlieren.
Sie kopieren Werte aus einer Tabelle und fügen
sie in eine andere Excel-Ar-beitsmappe ein. Excel legt
Verknüpfungen auf die Quelldatei, wenn die kopierten Werte in
der Original-Arbeitsmappe mit tabellen- oder dateiübergreifenden
Formeln errechnet werden. In diesem Fall speichert Excel die
kopierten Werte nicht fest in der neuen Tabelle, sondern übernimmt
sie mit Formeln aus den jeweiligen Zellen der Quelldatei. Diese
Formeln sind nach der
Syntax
='Pfad[<Quelldatei.xls>]<Tabelle>'!<Zellbezug>
aufgebaut.
Sind übergreifende Bezüge vorhanden, fragt Excel bei
jedem Öffnen der neuen Arbeitsmappe, ob die Verknüpfungen
aktualisiert werden sollen. Außerdem stehen die Werte in der
neu-en Tabelle nicht mehr zur Verfügung, wenn die Quelldatei
gelöscht oder umbenannt wird. Das verhindern Sie, indem Sie
die tabellenübergreifenden Bezüge in der neuen Tabelle
in Zahlenwerte umwandeln. Dazu markieren Sie die entsprechenden
Zellen und übernehmen die Inhalte mit der
Kopieren-Schaltfläche in die Zwischenablage. Die Markierung
lassen Sie bestehen. Benutzen Sie den Befehl Bearbeiten/Inhalte
einfügen. Im Dialog schalten Sie im Bereich Einfügen die
Option Werte ein und schließen mit OK ab. Excel ersetzt die
übergreifenden Bezüge im markierten Bereich durch die
festen Zahlenwerte, wodurch die Verknüpfungen gelöst
werden. Dieser Werte aktualisiert Excel nun nicht mehr. Um sich
von vornherein die nachträgliche Umwandlung zu ersparen,
benutzen Sie bereits beim Kopieren von Werten in eine neue
Arbeitsmappe den Befehl Bearbeiten/Inhalte einfügen und
schalten die Option Werte ein.
Allround-Dateiformat
Nutzen Sie das kombinierte Dateiformat,
damit auch ältere Excel-Versionen Ihre Dateien lesen
können.
Viele Firmen setzen unterschiedliche
Excel-Versionen ein. Da sich das Datei-format beim Sprung von
Version 95 auf 97 geändert hat, kommt es zu
Kompatiblitätsproblemen. Um diese zu umgehen, speichern Sie
mit Excel 97 oder 2000 Ihre Arbeitsmappen in einem speziellen
Format, welches alle Versionen ab Excel 5.0 lesen können.
Dadurch lassen sich Dateien mit Excel 5.0 oder 95 öffnen und
bearbeiten, die mit einer neueren Version erzeugt worden sind.
Ändern Sie das Standard-Speicherformat: Aktivieren Sie unter
Extras/Optionen das Register Umsteigen. Hier wählen Sie im
Listenfeld oben die Option Microsoft Excel 97 (-2000) & 5.0/95
Arbeitsmappe aus und bestätigen mit OK. Excel speichert die
Tabelleninhalte doppelt in einer Datei, so daß alle
Programmversionen etwas damit anfangen können. Dies hat den
Nachteil, daß die Dateien größer werden.
Tabelle aller Schaltflächensymbole
Das Makro erzeugt
eine Tabelle mit allen 306 internen Symbolen von Word.
Wenn Sie
über den Menüpunkt Extras/Anpassen eine neue
Schaltfläche mit einem Makro oder einem Word-Befehl
verknüpfen, so steht Ihnen dafür nur eine Handvoll
Symbolbilder zur Auswahl. Dabei verfügt Word über eine
stattliche Sammlung von über 300 Icons. Und alle stehen Ihnen
zur Verfügung. Sie müssen eigentlich nur noch deren
Nummern kennen und sie mit dem Befehl SchaltflächenSymbolWählen
einer Schaltfläche zuweisen. Wollen Sie beispielsweise den
ersten Button der Symbolleiste Standard mit einem Bücherregal
versehen, so lautet der Aufruf
SchaltflächenSymbolWählen
\
.Aussehen = 283, \
.Schaltfläche = 1, \
.Symbolleiste
= "Standard"
Aber woher nimmt man die Nummern der
Symbolbilder? Nun, einerseits findet man sie natürlich nach
einigem Suchen in der Windows-Hilfe, in drei Gruppen unterteilt.
Mit unserem Makro (Listing in Databox 4/98) hingegen erstellen Sie
eine Tabelle (PC Magazin 4/98, Seite 188) mit allen Icons.
Markus
Arnold/ib
Liste aller laufenden Anwendungen
Der Task-Manager zeigt
Ihnen eine Liste aller sichtbaren Anwendungen. Word liefert auch
die versteckten.
Mit der Makrosprache von Word haben Sie nicht
nur komfortablen Zugriff auf die Funktionen des Texters. Vielmehr
beinhaltet der Sprachumfang jede Menge Befehle rund um die
Systemumgebung. Dazu zählen auch die Funktion AnwZählen()
und die Prozedur AnwNamenHolen. Während die Funktion die
Anzahl der laufenden Tasks liefert, ermittelt die Prozedur die
Namen der laufenden Anwendungen. Die folgenden Zeilen fügen
deren Namen an der aktuellen Stelle Ihres Dokuments ein.
Sub
MAIN
size = AnwZählen() - 1
Dim
winname$(size)
AnwNamenHolen winname$()
For n = 0 To
size
Einfügen winname$(n)
EinfügenAbsatz
Next
End
Sub
Kurt Hilgers/ib
Zusammengesetzte Zeichen
Mit einem Makro simulieren Sie die
Fähigkeit einer Schreibmaschine, Zeichen übereinander zu
drucken.
Zu Zeiten, als statt eines Computers noch eine
Schreibmaschine jeden zweiten Bürotisch zierte, gab es ein
Verfahren, das bei der heutigen Arbeitsweise nur selten angewandt
wird. Tippte man auf der Schreibmaschine einen Buchstaben, die
[Rückschritt]-Taste und dann ein weiteres Zeichen, so wurden
diese übereinandergedruckt. Bei einer Textverarbeitung löscht
ein solcher Versuch natürlich den ursprünglichen Text.
Für manche Spezialdarstellungen, wie der mathematischen
Darstellung von ungleich oder der Null mit Querstrich, wäre
diese Vorgehensweise jedoch sehr praktisch. Mit einem Trick
realisieren Sie dieses Verfahren, das auf den ersten Blick nur den
analogen Textern vorbehalten scheint, auch mit Word für
Windows. Denn über die Laufweite bestimmen Sie, wie weit ein
Buchstabe von seinem Nachfolger entfernt ist. Geben Sie also
folgende Zeilen unter dem Namen DoppelZeichen ein und verknüpfen
Sie das Makro mit der Tastenkombination [Strg-Rückschritt].
Sub
MAIN
grd = Schriftgrad()
lw = grd / 2 : Print grd,
lw
ZeichenLinks 1
ZeichenLinks 1, 1
FormatZeichen
.Laufweite = - lw
ZeichenRechts 2
End Sub
Die Routine ist
so aufgebaut, daß Sie sie ausführen, nachdem Sie das
zweite Zeichen eingegeben haben. Wollen Sie beispielsweise das
mathematische ungleich darstellen, dann geben Sie die Zeichen =/
ein und drücken dann [Strg-Rückschritt]. Wir haben das
Makro so gefaßt, daß es dem ersten Zeichen die halbe
Laufweite zuweist. Hat es beispielsweise den Schriftgrad 12, wird
der Laufweite der Wert -6 - also 6 Punkt gesperrt -
zugewiesen.
Thomas Tisch/ib
Schnelles Sichern auf Diskette
Mit wenigen Handgriffen legen
Sie im Speichern-Dialog eine Sicherungskopie auf Diskette an.
Word
95 bietet Ihnen - wie viele andere Programme auch - im
Speichern-Dialog mit der rechten Maustaste das Kontextmenü
an. Das ist besonders praktisch, wenn Sie Ihre Daten auf Diskette
sichern wollen.
Wählen Sie unter dem Menü Datei den
Punkt Speichern unter aus. WinWord markiert dann im Fenster
Speichern unter die Datei, an der Sie arbeiten; ist dies nicht der
Fall, suchen Sie die Datei im großen Feld des Dialogfensters
heraus. Klicken Sie diese Datei mit der rechten Maustaste an, und
wählen Sie Senden an 3,5"-Diskette (A). Damit sichern
Sie Ihre Datei auf Diskette.
Wenn Sie anschließend die
[Esc]-Taste betätigen, schließen Sie dieses
Dialogfenster wieder, ohne weitere Einstellungen zu
verändern.
Achtung: Wenn Sie die Sicherheitskopie über
Speichern unter anlegen, arbeiten Sie danach mit der
Sicherheitskopie weiter, weil Speichern unter die aktuelle Arbeit
unter diesem Namen fortsetzt. Das ist aber nicht der Sinn einer
Sicherheitskopie!
Zugriff auf das API
Auch von WinWord aus greifen Sie mit
Hilfe des Betriebssystems auf das Windows-API zu.
Auch unter
der Windows-95-Version von Word (7.0) lassen sich
Windows-Funktionen "anzapfen". Eigentlich ist die
Word-eigene Programmiersprache (WordBasic) leistungsfähig
genug, um auch individuelle Problemlösungen mit Hilfe von
Makros zu realisieren; dennoch soll dieser Tip hier einmal
demonstrieren, wie Sie in Word-7.0-Makros DLL-Funktionen
heranziehen:
Mit Hilfe der "Declare"-Anweisung teilen
Sie Word mit, wo die benötigte DLL-Bibliothek zu finden ist.
Diese Deklaration muß der eigentlichen SUB-Procedure (Sub
Main) im Makro vorangehen.
Dann kann Word die Routine in den
Speicher laden und wie eine Word-interne Prozedur aufrufen. Die
Syntax für die Deklaration lautet
- für
Funktionen:
Declare Function Fname Lib "Dll-Datei"(ParamListe)
As Typ
oder:
Declare Function Name Lib
"Dll-Datei"(ParamListe) Alias "Fname" As Typ
-
für Prozeduren:
Declare Sub Name Lib
"Dll-Datei"(ParamListe)
oder:
Declare Sub Name Lib
"Dll-Datei"(ParamListe) Alias "FName"
Dabei
bedeuten:
FName: Original-Name der Funktion/Prozedur in der
Dll-Datei.
Dll-Datei: Name der Dll-Datei, die die Routine
enthält.
ParamListe: Liste der benötigten/gelieferten
Parameter.
Name: Alias-Name für die Funktion.
Typ:
Funktionstyp (Integer, String).
Besonders praktisch ist beim
Aufruf die Verwendung von Alias-Namen als Prozedur- oder
Funktionsname. Dazu ersetzen Sie den Funktionsnamen (Name) durch
einen aussagekräftigen Namen und ergänzen die
Deklaration am Ende durch die Bezeichnung "alias
Originalname". Um die Windows-eigene Formatierroutine in
Makros unter Word 7.0 zu verwenden, schreiben Sie das
Makro-Listing "FormatDisk" (Listing in Databox
7/97).
Etwas schwieriger wird es allerdings, wenn die Funktion
die Übergabe von Parametern erwartet. Als Beispiel diene die
Funktion GetWindowsDirectoryA. Die Parameter müssen Sie in
der Deklaration typisieren, wie es das Makro-Listing "GetWindir"
(Listing in Databox 7/97) ausführt. Das Makro ermittelt das
Windows-Verzeichnis und gibt es am Bildschirm aus. Die Syntax der
einzelnen API-Funktionsaufrufe entnehmen Sie den einschlägigen
Dokumentationen.
Gerhard Frey/et
Alternative für Alternativ
Manuell bringen Sie Word
bei, daß das Wort "alternativ" korrekt geschrieben
ist.
In Ausgabe 6/97 haben wir in der Rubrik "Bug Busters"
von einem immer wiederkehrenden Fehler in Word berichtet:
Verwenden Sie in einem Text das Wort "alternativ" und
haben die automatische Rechtschreibhilfe aktiviert, so erscheint
es immer rot unterstrichen als Fehler markiert. Es nützt
dabei nichts, wenn Sie es in Ihrem Benutzerwörterbuch über
das Kontext-Menü als korrekt hinzufügen.
Diesem
Mißstand können Sie manuell abhelfen. Dazu wählen
Sie den Menüpunkt
Extras - Optionen
dort das Register
"Rechtschreibung" und klicken auf die Schaltfläche
[Benutzerwörterbücher]. Im Dialog öffnen Sie mit
[Bearbeiten] die Textdatei, die alle individuellen Korrekturen und
Fachwörter enthält. Hierbei handelt es sich um eine
reine ANSI-Datei, die Sie - sofern über die Optionen
vorgesehen - als "Nur Text" laden. Fügen Sie am
Ende den Eintrag "alternativ" in einer separaten Zeile
ein, markieren Sie das gesamte Dokument mit [Strg-A], und
sortieren Sie die Einträge über Tabelle - Text
sortiren
Speichern und schließen Sie das Dokument.
Anschließend müssen Sie noch die automatischen
Korrekturvorschläge über
Extras - Optionen -
Rechtschreibung
reaktivieren.
Karl Warenacker/ib
Geschickter bedienen
Kennen Sie schon die folgenden
Tastenkombinationen und Mausaktionen?
So komfortabel kann es
sein, Maus und Tastatur einzusetzen:
- Mit den Tasten
[Strg-Bild auf] respektive [Strg-Bild ab] gelangen Sie zum Anfang
bzw. ans Ende der sichtbaren Bildschirmseite.
- Mit [Strg -
Cursor auf] versetzen Sie den Cursor an den Anfang des aktuellen
und mit [Strg - Cursor ab] an den Anfang des nächsten
Absatzes.
- Die Icons, um den aktuellen Absatz ein- und
auszurücken, lassen sich auch mit [Strg-m] und
[Strg-Umschalt-m] über die Tastatur aktivieren. Mit [Strg-t]
versehen Sie den Abschnitt, in dem sich die Eingabemarke befindet,
mit einem hängenden Absatz, wie man es von Lebensläufen
und Aufzählungen her kennt. Für die zweite Zeile und
alle folgenden gilt als linker Rand die Position des ersten
Tabulators. Bestimmen Sie diesen also, bevor Sie den Absatz
einrücken. Diese Formatierung heben Sie mit [Strg-Umschalt-t]
wieder auf.
Aber auch die Maus bietet mehr sinnvolle Aktionen,
als die meisten Benutzer ahnen. Daß Sie mit einem
Doppelklick das aktuelle Wort und mit einem weiteren Klick den
ganzen Absatz markieren, ist Ihnen sicherlich bekannt.
Wußten
Sie aber auch,
- daß ein Doppelklick, kombiniert mit
einem Druck auf die [Strg]-Taste, den gegenwärtigen Satz
markiert?
- Oder daß ein Klick links neben dem Text,
sobald der Mauszeiger einen nach rechts weisenden Pfeil anzeigt,
die momentane Zeile hinterlegt?
Aber auch in anderen
Bildschirmbereichen hat es die Maus in sich:
- Ein Doppelklick
auf dem freien Bereich einer Toolbar holt diese aus ihrer
Verankerung und läßt Verschieben zu.
- Dieselbe
Aktion, auf dem Lineal ausgeführt, öffnet das
Seitenlayout und im Tabulatorbereich das gleichnamige
Einstellungsfenster.
- In der Statuszeile hingegen aktivieren
Sie von links nach rechts die Dialoge "Gehe zu", "Makro
aufnehmen" und "Überarbeiten".
Hans
Diehn/ib
Word-97-Dokumente lesen
Mit einem Gratistreiber importieren
Sie Word-97-Dokumente in frühere Versionen.
Die
DOC-Dateiformate der Versionen 6 und 7 unterscheiden sich nur
unwesentlich. So öffnen Sie ohne Probleme unter Word 6
Dokumente, die Sie mit Office 97 angelegt haben. Anders sieht es
mit Version 8 von Office 97 aus: Microsoft hat hier ein neues
Format definiert, das offen für Neuerungen ist und auch mit
künftigen Versionen des Texters kompatibel sein wird.
Probleme treten jedoch auf, wenn Sie diese Dateien unter älteren
Versionen laden. Word 97 erkennt das Format nicht und kann sie
nicht öffnen.
Für alle Benutzer einer älteren
Variante bietet Microsoft jedoch einen Treiber an, den Sie
kostenlos
unter
http://www.microsoft.com/kb/articles/Q162/2/14.htm
laden
können. Die knapp 952 KByte große Setup-Datei
installiert die Konvertierungsfilter für Word 6 und 7. Öffnen
Sie dann eine Word-97-DOC-Datei, übersetzt dieser Filter den
Text und die Formatierung. Dabei bleiben Neuerungen der 97er
Version unberücksichtigt. Leider unterstützt der Treiber
nicht das Speichern im Word-97-Format.
Besitzen Sie die
Office-97-CD oder haben Sie Zugriff darauf, so finden Sie die
Datei "wd97konv.exe" im \Cdzugabe-Verzeichnis.
ib
Word-Befehle umdefinieren
So definieren Sie bestehende
Word-Funktionen um und belegen sie mit einem Makro.
Word
besitzt eine Fähigkeit, die dem Anwender bei gleichem
Erscheinungsbild unterschiedliche Funktionen zur Verfügung
stellt. Denn alle internen Word-Befehle lassen sich vom Anwender
umdefinieren. Soll etwa einem Anwender vor jedem Druck mitgeteilt
werden, daß er den Drucker anschalten soll, dann gehen Sie
wie folgt vor:
Wählen Sie den Menüpunkt Extras /
Makro, und geben Sie als Makro-Namen DateiDruckenStandard ein.
Wenn Sie dann die Schaltfläche Bearbeiten anklicken, sehen
Sie die Standardbefehle von Word für diese Funktion. Fügen
Sie hier direkt nach dem Sub MAIN den Befehl
MsgBox "Drucker
einschalten!!!"
ein, und schließen Sie das
Makro-Fenster. Jedesmal, wenn der Anwender nun vermeintlich den
Word-Befehl über die Drucker-Schaltfläche ausführt,
verwendet er tatsächlich Ihre Makro-Erweiterung.
Eine
Liste aller Word-Befehle erhalten Sie, wenn Sie im Dialog
Extras/Anpassen als Kategorie Alle Befehle auswählen.
Luicio
Rolla/ ib
Liste aller Befehle
So erhalten Sie eine Übersicht über
alle Word-Befehle, alle Makros und alle Formatvorlagen, die mit
einer Tastenkombination verknüpft sind.
Wußten Sie,
daß man in Word rechnen kann? Unzählige Befehle von
Word für Windows finden sich weder über eine
Tastenbelegung noch in einem Menüpunkt repräsentiert.
Dennoch schlummern sie im Hintergrund und warten nur darauf,
endlich einmal ihren Dienst zu tun. Aber woher soll man sie alle
kennen? Ein Weg, um zumindest eine Übersicht in Listenform
aller Word-Anweisungen zu erhalten, führt über einen
neuen Menüpunkt. Wählen Sie im Menü Extras den
Punkt Anpassen. Aktivieren Sie das mittlere Register mit den Namen
Menüs, erscheinen zwei Listenfelder. Wählen Sie im
linken unter Kategorien den Eintrag Alle Befehle. Rechts erhalten
Sie nun eine Zusammenstellung aller Word-Anweisungen, die sich
über Menüs, Symbolschaltflächen oder die Tastatur
aktivieren lassen. Jetzt ist es natürlich ziemlich
umständlich, jedesmal diese Aufstellung zu durchforsten, um
den geeigneten Aufruf zu finden. Besser wäre da schon eine
Tabelle mit allen Befehlen. Und genau diese erhalten Sie mit der
Word-Funktion BefehleAuflisten. Wählen Sie diesen Eintrag
unter Befehle, und bestätigen Sie diese Auswahl mit OK.
Ihr
Extra-Menü hat jetzt einen neuen Eintrag erhalten. Klicken
Sie diesen an, erscheint ein Dialog, der Ihnen entweder zu einer
Tabelle aller Word-Befehle oder einer Liste aller Tastatur- und
Menüeinstellungen verhilft. Jede einzelne binden Sie genauso
wie BefehleAuflisten in Ihr Menü ein.
Horst Gramann/ib
Von Schusterjungen und Hurenkindern
Eine kaum bekannte
Funktion staucht Ihr Dokument so zusammen, daß es auf eine
Seite paßt.
Kennen Sie das Phänomen? Der fertige
Brief ist drei Wörter zu lang, um auf eine Seite zu passen.
Was tun: den Seitenrand ändern und der Zeilenabstand
vermindern?
Viel zu umständlich. Word nimmt Ihnen diese
Arbeit ab. Dazu gehen Sie mit Datei/Seitenansicht in die
Druckvorschau. Ganz unbemerkt befindet sich dort in der
Symbolleiste eine Schaltfläche mit einem nicht sonderlich
aussagekräftigen Bild. Verweilen Sie mit der Maus darüber,
erscheint der Text Größe anpassen: die Antwort auf das
oben beschriebene Problem. Ein Klick auf diese Schaltfläche
reduziert die Schriftart des Textes soweit, daß er auf eine
Seite paßt.
Aber Achtung! Diesen Befehl können Sie
nicht mehr rückgängig machen. Und unter Word 97 steht er
leider auch nicht mehr zur Verfügung.
Karl Krause/ib
Eselsohren für Ihre Dokumente
Machen Sie in Ihre
Word-Dokumente ein Eselsohr, und beginnen Sie an der Stelle, wo
Sie das letzte Mal aufgehört haben.
Stört es Sie
nicht auch, daß Sie beim Öffnen eines Dokuments immer
an den Anfang des Textes befördert werden? Viel besser wäre
es doch, wenn man automatisch zur Stelle der letzten Änderung
gelangen würde. Und genau hierfür existiert in Word 6
und 7 der Befehl ZurückEinfügemarke. Leider ist diese
Funktion weder einem Menüpunkt noch einer Schaltfläche
oder einer Tastenkombination zugeordnet. Über Extras/Makro
öffnen Sie den gleichnamigen Dialog. Wählen Sie unter
Makros aus: den Eintrag Word-Befehle, erscheinen im Listenfeld
darüber alle Befehle Ihres Textprogramms.
Damit dieser
jedesmal ausgeführt wird, wenn ein Dokument geöffnet
wird, erstellen Sie über den Befehl Extras/Makro und die
Schaltfläche Erstellen ein neues Makro mit dem Namen
AutoOpen. Tragen Sie hier zwischen den Makroanweisungen Sub
MAIN
und End Sub den Befehl ZurückEinfügemarke
ein.
Arbeiten
Sie bereits mit Office 97, ist die Vorgehensweise etwas anders.
Hier wählen Sie den Menüpunkt Extras/Makro/Makros. Als
Namen geben Sie AutoOpen.MAIN ein und klicken auf Erstellen.
Ändern Sie den Basic-Code wie folgt ab:
Public Sub
MAIN()
WordBasic.GoBack
End Sub
Verlassen Sie Word, und
starten Sie es erneut. Immer wenn Sie nun eine doc-Datei öffnen,
setzt Word den Cursor automatisch an die Stelle, an der Sie
aufgehört haben zu arbeiten.
Mit der Tastenkombination
[Umschalt-F5] gelangen Sie jeweils zu den letzten Textpassagen, an
denen Sie herumgewerkelt haben - auch, wenn sich diese in ganz
anderen Dokumenten befinden.
AndrI Moritz/ib
Künftig nur noch dot
Speichert Word Ihre Dokumente nur
noch als dot-Dateien? Dann ist vielleicht ein Virus in Ihrem
System.
Sie wählen den Befehl Datei/Speichern und wundern
sich. Denn statt der reichen Auswahl an Dateiformaten stehen Ihnen
nur noch .dot-Dateien zur Verfügung. Wer jetzt glaubt, dies
sei ein Bug von Word, der täuscht sich. Denn dieses
Fehlverhalten wird von einem ungebetenen Gast namens NOP:DE Virus
hervorgerufen. Das besonders Fatale an diesem digitalen Übeltäter:
Er ist nicht nur in Dokumentvorlagen zu finden, sondern auch in
ganz normalen doc-Dateien. Und diese sind im WWW zu Tausenden
vorhanden, wobei einige davon infiziert sind!
Allerdings
erkennen und entfernen die meisten der modernen Virenscanner
diesen Word-Makro-Virus.
ib
Dokumente löschen
Mit diesem Makro löschen Sie das
aktuelle Dokument ohne Datei-Manager.
Sie wollen mal wieder
Ihre Festplatte aufräumen und völlig veraltete Dokumente
ins Nirwana schicken? Dann empfiehlt es sich, die zu löschenden
Dokumente zunächst zu laden. Denn trotz der langen Dateinamen
der 32-Bit-Windows-Betriebssysteme ist eine Identifizierung anhand
der Bezeichnung oft nicht eindeutig. Haben Sie jedoch ein Dokument
geladen und als wertlos befunden, müssen Sie zunächst
das Dokument schließen, dann in den Datei-Manager oder
Explorer wechseln und es schließlich löschen.
Das
einfache Makro EraseFile (Listing in Databox 8/97) beschleunigt
diese aufwendige Arbeit. Die Routine merkt sich den kompletten
Dateinamen, schließt das Dokument und löscht es dann
von der Festplatte.
Über die Funktion DateiName$(0)
ermitteln Sie zunächst den kompletten Dateinamen. Nach einer
Sicherheitsabfrage, ob die Datei wirklich gelöscht werden
soll, schließen Sie das Dokument, ohne es zu speichern,
mit
DateiSchließen 2
und löschen es anschließend
von der Platte. Am besten verknüpfen Sie das Makro
über
Extras - Anpassen
mit einer Schaltfläche, der
Sie als Symbol den Papierkorb zuweisen und die Sie neben das
Disketten-Icon verschieben.
Rolf Danz/ib
Taschenrechner auf Knopfdruck
Über eine Schaltfläche
rufen Sie aus WinWord den Taschenrechner auf.
Immer wieder
braucht man auch in einer Textverarbeitung einen Taschenrechner.
Zugegeben: Word beherrscht bereits grundlegende Rechenkenntnisse,
und zudem existiert der Windows-Taschenrechner "calc.exe".
Erstere reichen jedoch für die meisten Berechnungen nicht
aus. Schon eine einfache Prozentrechnung überfordert die
mathematischen Fähigkeiten von Word. Der leistungsstärkere
Taschenrechner ist zwar für fast alle Aufgaben geeignet. Doch
Sie müssen ihn unter Windows 95 erst umständlich
über
Start - Zubehör - Rechner
in Gang setzen.
Auch hier schafft ein winziges Makro Abhilfe:
Sub MAIN
If
AnwAktiv(,Rechner") Then
AnwAktivieren "Rechner",
1
Else
Shell "CALC.EXE", 1
End If
End Sub
Um
das Programm nicht mehrfach starten zu müssen, prüft die
Routine zunächst, ob der Rechner schon läuft. Ist das
der Fall, holt Word ihn lediglich in den Vordergrund. Ist hingegen
das Programm "calc.exe" noch nicht geladen, holt das
Makro dies über den Shell-Befehl nach.
Karl Kaul/ib
Den Seitenrand dynamisch verändern
Eine
Symbolschaltfläche in WinWord reagiert auf Umschalten und
Doppelklick.
Alle wichtigen und häufig gebrauchten Makros
verknüpft der versierte Word-Anwender mit einer Schaltfläche.
Leider erfährt das Makro nie, wie der Anwender die
Symbolschaltfläche gedrückt hat, ob nur mit der linken
Maustaste oder zusätzlich mit der [Alt]- oder [Strg]-Taste.
Könnte das Makro diesen feinen Unterschied erkennen, wären
Sie in der Lage, ein und dasselbe Symbol, abhängig von den
gedrückten Zusatztasten, mit mehreren Aktionen zu belegen. So
könnte eine Schaltfläche beispielsweise
bei einem
normalen Klick den linken Seitenrand um 0,1 cm vergrößern
oder ihn, falls [Umschalt] gedrückt ist, entsprechend
verkleinern. Aber leider weiß das Makro ja nicht, welche
Tasten gerade gedrückt sind.
Falsch! Denn wie fast alle
Programmiersprachen unter Windows so hat auch die Makrosprache von
Word Zugriff auf die Windows-API. Und diese bietet eine Funktion
namens GetAsyncKeyState, mit der Sie ermitteln, ob eine bestimmte
Taste gerade gedrückt ist. Als Parameter erhält die
Routine einen numerischen Code, der eine der Spezialtasten
repräsentiert:
Code Taste Code Taste
16 Umschalten 17
Strg
18 Alt 12 Num5
19 Pause 44 Druck
112 F1 1 li.
Maustaste
145 Scroll 2 re. Maustaste
144 Num Lock 4
mit.Maustaste
Unser Beispiel-Makro prüft, ob die
[Umschalt]-Taste gedrückt ist. Ist das der Fall, verkleinert
es den linken Seitenrand um 0,1 cm, ansonsten vergrößert
es ihn.
Achten Sie darauf, daß die Deklaration der
API-Routine für Word 6 und 7 unterschiedlich ist. Geben Sie
also abhängig von Ihrer Word-Version nur eine der beiden
Deklarationen ein. Das Makro macht nur dann Sinn, wenn Sie es über
Extras/Anpassen mit einer Symbolschaltfläche verbinden.
Dr.
Johannes Bauer/ib
Piktogramme, die Zweite
Wir stellen Ihnen eine einfache und
zudem sichere Variante vor, eigene Dokumente mit Randsymbolen zu
versehen.
Das Makro Piktogramme von Gerhard Frey aus Ausgabe
4/97, S. 156, traf auf reges Interesse. Leider waren in dieser
Routine noch einige Schwachstellen. So funktioniert das Makro
nicht, wenn mehrere Absätze markiert sind oder der aktuelle
Absatz leer ist. Ebenso führt es zu einem Fehler, wenn der
Absatz bereits ein Randsymbol besitzt.
All diese Mankos hat ein
Leser beseitigt. Das Ergebnis ist zudem viel kürzer als das
Original (Listing in Databox 9/97).
Uwe Lindner/ib
Optionsfelder in Formularen
Mit einem einfachen Makro
erweitern Sie Word um ein neues Formularelement:
Optionsfelder.
Windows unterscheidet zwei Kontrollelemente, um
Werte zu markieren: Kontrollkästchen und Optionsfelder. Immer
dann, wenn mehrere Eigenschaften gleichzeitig gelten können,
verwendet man die quadratischen Kontrollkästchen, etwa für
die Informationen Raucher, Angestellt und Männlich. Schließen
sich jedoch zwei oder mehr Eigenschaften gegenseitig aus, sind es
die Optionsfelder, die zum Einsatz gelangen. Um beispielsweise die
Augenfarbe anzugeben, trifft nur eines der Attribute Blau, Grün,
Braun, Grau zu. Immer dann, wenn der Anwender Blau anklickt, wird
automatisch die vorherige Auswahl aufgehoben. Leider stellt Word
bei Formularen diese wichtige Zusatzfunktion nicht zur Verfügung.
Mit dem Makro CheckBoxControl erweitern Sie Ihren Texter um diese
Eigenschaft. Alles, was Sie tun müssen: Markieren Sie das
Kontrollkästchen, wählen Sie im Kontextmenü
Optionen für Formularfelder aus und in der Dialogbox als
Eintrittsmakro CheckBoxControl, und vergeben Sie einen Namen in
der Form chkX. Dabei numerieren Sie X von 1 bis zur Anzahl Ihrer
Optionsfelder durch.
Michael Abendroth/ib
Texte verschlüsseln
Dieses Makro erweitert unser
Projekt in Ausgabe 4/97 ab S. 188.
In Ausgabe 4/97 haben wir
Ihnen in einem Projekt gezeigt, wie Sie "auf Nummer Sicher"
gehen und Ihre Word-Texte vor fremden Augen schützen. Das
zugehörige Makro hatte jedoch den Nachteil, daß es
keine Texte mit integrierten Tabellen verschlüsselte.
Unser
Leser Jochen Voigtmann hat das Makro dahingehend verbessert und um
einige nützliche Funktionen erweitert. Zum einen hat er eine
Hilfestellung integriert und zudem den gesamten Dialog
praxisorientierter gestaltet. Dazu gehört, daß das
richtige Feld den Fokus besitzt und unnütze Optionen
ausgeblendet werden. Da das gesamte Makro (Listing in Databox
10/97) über 180 Zeilen lang ist, haben wir es nicht
abgedruckt. Sie finden es jedoch auf der Databox sowie im DIP
unter
www.pc-magazin.de
Jochen
Voigtmann/ib
Datum berechnen
So berechnen Sie ein Datum in drei Wochen
oder ermitteln, wie viele Tage es noch bis zu Ihrem Urlaub
sind.
Wollen Sie einem Freund schreiben, wie viele Tage Sie
noch im Dienste der Republik durch den Schlamm robben? Mit unserem
Makro (Listing in Databox 12/97) berechnen Sie ein beliebiges
Datum in x Tagen oder ermitteln, wie viele Tage es noch bis zu
einem bestimmten Datum sind.
Word ordnet jedem Tag eine
Seriennummer zu. Das Datum nach einer bestimmten Anzahl von Tagen
erhalten Sie, indem Sie zur Seriennummer von heute die Anzahl der
hinzukommenden Tage addieren und die Summe in die
Datumsdarstellung umwandeln. Nach demselben Prinzip ermitteln Sie
von den Seriennummern zweier Daten die Differenz, die mit der
Anzahl der Tage übereinstimmt. Das Makro fragt sie zuerst,
was sie berechnen wollen, danach geben Sie das Enddatum respektive
die Anzahl der Tage in die Statuszeile ein. Word fügt das
Ergebnis selbständig an der aktuellen Cursorposition
ein.
Michael Hiller/ib
Klammern überprüfen
Eine Klammer oder ein
Anführungszeichen vergißt man schnell einmal. Nicht
mehr mit diesem Makro!
Gerade in Texten, in denen viel mit
Klammern und wörtlicher Rede gearbeitet wird, vergißt
man schon mal, eine Klammer zu schließen oder ein Zitat mit
einem Gänsefüßchen zu beenden. Mit folgendem Makro
(Listing in Databox 12/97) passiert Ihnen das nicht mehr.
Das
Programm sucht im Text nach linken und rechten Klammern sowie nach
An- und Ausführungszeichen und bestimmt deren Anzahl. In
einem korrekten Text stimmt die Anzahl beider Suchergebnisse
überein. Andernfalls erscheint eine Meldung, wie viele und
welche Zeichen fehlen. Anführungsstriche werden jedoch nur
gefunden, wenn Sie unter Extras im Befehl Autokorrektur die Option
Gerade Anführungszeichen durch typographische ersetzen
aktiviert haben.
Michael Hiller/ib
Mathematische Streckendarstellung
In Word lassen sich
Zeichen über die Formatfunktion unter- und durchstreichen.
Mit diesem Makro "überstreichen" Sie sie sogar.
Der
Formeleditor in WordBasic findet zu Unrecht keine große
Beachtung. Sicher lassen sich komplizierte mathematische Terme
bequem mit Einfügen/Objekt/ Microsoft Formel-Editor
erstellen. Will man jedoch schnell ein bestimmtes Zeichen, ein
Wort oder einen Satz mit einem Rahmen versehen, so hilft der
Schalter \x der Feldfunktion FORMEL. Besonders Mathematiker
vermissen die Fähigkeit von Word, einzelne Zeichen mit einem
"Überstrich" zu versehen: In der Geometrie oder bei
der Darstellung von Strecken benötigt man diese Art der
Gestaltung.
Hier hilft das Makro Überstrich (Listing in
Databox 12/97):
Sub MAIN
m$ = Markierung$()
Print m$ :
Beep
AnsichtFeldfunktionen 1
fkt$ = "formel
\x\to("+m$+")"
Print fkt$
EinfügenFeld
fkt$
AnsichtFeldfunktionen 0
End Sub
Das Makro geht davon
aus, daß Sie vor dem Aufruf den entsprechenden Text markiert
haben. In der zweiten Zeile legt es daher die markierten Zeichen
über die Funktion Markierung$() in der Zeichenkettenvariablen
m$ ab, die zur Kontrolle in der Statuszeile angezeigt wird. Dann
baut das Makro daraus einen Formel-Ausdruck auf. Soll der Ausdruck
AB mit einem Überstrich versehen werden, lautet die
Formel:
formel \x\to(AB)
Die Option \x\to bildet das
Argument der Feldfunktion FORMEL. Sollen die Striche hingegen
darunter oder an den Seiten dargestellt werden, verwenden Sie
statt \to die Parameter \le, \ri oder \bo.
Thomas Tisch/ib
Euro-Streik
Eine interne Tastenbelegung blockiert das
Euro-Symbol in Word 6.0 und Word 95.
Ältere Versionen von
Word haben Probleme mit dem Euro-Zeichen: So läßt sich
das neue Währungssymbol unter Word 6.0 und 95 nicht mit der
Ta-stenkombination [AltGr-E] einfügen, obwohl dieses
Sonderzeichen grund-sätzlich verfügbar ist. Statt dessen
öffnet sich hier ein Fußnotenfenster. Die Ursache für
dieses Problem ist, daß Word diese Tastenkombination intern
mit einer anderen Funktion belegt. Zur Behebung benutzen Sie in
Word den Befehl Extras/Anpassen und aktivieren das Register
Tastatur. Hier klicken Sie in das Feld Neuen Shortcut wählen
und betätigen die Tastenkombination [AltGr-E]. Unter dem Feld
erscheint nun die Funktion, die dieser Tasten-kombination
zugeordnet ist. Standardmäßig ist dies
EndnoteJetztEinfügen. Damit das Euro-Symbol abrufbar ist,
löschen Sie diese Zuweisung. Klicken Sie dazu im Bereich
Kategorien die Option Alle Befehle an, und markieren Sie in der
Liste Befehle den Eintrag EndnoteJetztEinfügen. Wählen
Sie in Aktuelle Shortcuts die Tastenkombination [Alt-Strg-E] aus,
und klicken Sie auf Entfernen. Das Euro-Symbol läßt
sich jetzt mit [AltGr-E] in Ihre Word-Dokumente einfügen.
Verfahren Sie entsprechend, wenn Sie dieser Tastenkombination
einen anderen Befehl zugeordnet haben. Das beschriebene Problem
tritt in Word 97 nicht mehr auf.
Nach Sonderzeichen suchen
Eckige Klammern helfen bei der
gezielten Suche nach Sonderzeichen.
Verwenden Sie in
Datensätzen einer Access-Tabelle Sonderzeichen wie das
Sternchen, führt die Suche danach zu scheinbar merkwürdigen
Ergebnissen. Geben Sie nämlich als Suchzeichenfolge das
Zeichen "*" ein, so werden alle vorhandenen Datensätze
aufgelistet. Kein Wunder, denn das Sternchen ist standardmäßig
Platzhalter für eine beliebige Zeichenkette. Setzen Sie das
Sternchen jedoch in eckige Klammern ([*]), erhalten Sie
tatsächlich nur die Datensätze, die dieses gesuchte
Zeichen aufweisen. Auf die gleiche Weise verfahren Sie übrigens
mit Sonderzeichen wie dem Fragezeichen oder der Raute.
Wolfgang
Steiner/ib
Benutzerdefinierte Titelleiste
Über
Windows-Systemaufrufe ändern Sie die Titelzeile von
Access.
In Access Basic existiert keine Eigenschaft, um die
Titelzeile von Access zu ändern. Mit Hilfe des Windows-API
(Application Programming Interface) beheben Sie dieses
Manko.
Zunächst fügen Sie im Deklarationsbereich
eines Access-Moduls die API-Funktionen FindWindow und
SetWindowText ein:
Declare Function findwindow Lib "User"
(class As Any, cap As Any) As Integer
Declare Sub setwindowtext
Lib "User" (ByVal a As Integer, ByVal b As String)
Diese
beiden Funktionen rufen Sie dann vom Programmtext aus
mit
hwndaccess = findwindow(ByVal "OMain", ByVal
0&)
setwindowtext hwndaccess, "Meine Titelleiste"
auf.
Soll die Funktion jedesmal ausgeführt werden, wenn Sie eine
bestimmte Access-Datenbank öffnen, so tragen Sie den
Funktionsaufruf im Autoexec-Makro der Datenbank ein.
J. Peter
Punstein/ib
Word-Tabellen importieren
Durch geschicktes Konvertieren
wandeln Sie eine Word-Steuerdatei in eine Access-Datenbank um.
Um
die Daten einer Word-Steuerdatei in eine Access-Datenbank zu
importieren, öffnen Sie zunächst die Steuerdatei in Word
als normales Dokument. Markieren Sie dann die gesamte Tabelle, und
wandeln Sie diese über
Tabelle - Tabelle in Text
mit
dem Semikolon als Trennzeichen in reinen Text um. Speichern Sie
die Datei über
Datei - Speichern unter
als
Dokumententyp "Nur Text". Schließen Sie das
Dokument, und starten Sie Access mit der gewünschten
Datenbank, in die Sie die Word-Tabelle importieren wollen. Starten
Sie über Datei - Importieren
den Dialog "Importieren",
wählen Sie als Dateiformat "Text (mit Trennzeichen)",
und klicken Sie auf die Schaltfläche [OK]. Im Dialog "Datei
auswählen" bestimmen Sie die gewünschte Word-Datei
und klicken auf [Importieren].
Im Dialog "Import von
Text-Optionen" stellen Sie ein, daß sich Feldnamen in
der Textdatei befinden und daß es sich bei dem Trennzeichen
um das Semikolon handelt. Mit [OK] starten Sie den Import.
Karsten
Küter/ib
Eigene Formulareinstellungen
Über eine eigene
Mustervorlage verewigen Sie alle Formatierungen für neue
Arbeitsmappen.
Mögen Sie die Schriftart "Arial"
nicht? Oder passen Ihnen die Standard-Kopf- und -Fußzeilen
nicht? Oder möchten Sie gar für jede neue Arbeitsmappe
ein vordefiniertes Layout bekommen? Dann sind die Mustervorlagen
von Excel die Lösung Ihrer Probleme. Diese Vorlagen ähneln
den Dokumentenvorlagen in Word für Windows (DOT-Dateien).
Haben Sie eine Excel-Arbeitsmappe, die nach Ihren Wünschen
gestaltet ist, dann speichern Sie diese über
Datei -
Speichern unter
im Verzeichnis MSOffice\Vorlagen
und wählen
als Dateityp
Mustervorlage (*.xlt)
Wenn Sie das nächste
Mal eine neue Arbeitsmappe anlegen, erhalten Sie in der Dialogbox
einen neuen Eintrag. Auf Basis dieser Vorlage erzeugt Excel dann
eine neue Arbeitsmappe mit dem von Ihnen definierten Layout.
So
verfahren Sie auch, wenn Sie die Standard-Arbeitsmappe ändern
wollen, die Excel beim Neustart automatisch anlegt. Nur der
Ablageort ist ein anderer. Speichern Sie Ihre gestaltete
Tabellenvorlage unter dem Namen "muster.xlt" im Ordner
MSOffice\Excel\XlStart
Nick Czikan/ib
Who is who ?
Zumeist offensichtlich, manchmal versteckt: die
Macher im Hintergrund
Ob Sie sie nun bewundern oder abgrundtief
hassen, weil ein Absturz des Programms Ihre zweistündige
Arbeit wieder einmal zunichte gemacht hat: Der "Cheat",
um die Liste der Programmierer zu sehen, ist in Excel einen Blick
wert. Denn was Sie erwartet, ist ein 3D-Raum im Doom-Stil, an
dessen Wände die Namen projiziert sind.
Öffnen Sie
Excel 95 mit einem leeren Arbeitsblatt. Markieren Sie die 95ste
Zeile, und bewegen Sie mit der Tabulatortaste die Eingabemarke in
Spalte B. Wählen Sie über den Menüpunkt
? -
Info
den Info-Dialog. Halten Sie die
Tastenkombination
[Umschalt-Strg-Alt]
gedrückt und
klicken Sie mit der Maus auf die Schaltfläche
[Software-Service], so erscheint ein neues Fenster. Hier finden
Sie den virtuellen Raum, den Sie über die Cursortasten
beschreiten können: die Hommage an die gequälten
Programmierer.
Jörg Lutter/ib
Verknüpfung ohne Gitter
Excel-Objekte verlieren in Word
die Rasterlinien der Zellen.
Betten Sie in Word ein
Excel-Arbeitsblatt ein, sehen Sie keine Gitterlinien. Das liegt
daran, daß Excel das Objekt so in der Client-Anwendung
darstellt, wie es dieses ausdrucken würde. Stellen Sie daher
in Excel für das Objekt die Gitternetzdarstellung im
Menü
Datei - Seite einrichten
im Register "Tabelle"
ein. Alle hier vorgenommenen Einstellungen spiegeln sich dann auch
in der Ansicht von Word wider.
Marianne Ziegler/ib
Zeichenketten sezieren
So zerlegen Sie Zeichenketten in
logische Bestandteile.
Sie haben öfters Zahlenkolonnen vor
sich, die Sie ohne Kommata oder Strichpunkte in eine Excel-Tabelle
eingeben wollen? Ersparen Sie sich viel lästige Tipparbeit:
Mit einer Visual-Basic-for-Applications-Funktion extrahieren Sie
die einzelnen Werte.
Die Funktion Token (Listing in Databox
5/98) erhält drei Parameter. Der erste ist die Zeichenkette,
die durchsucht werden soll. Der zweite bestimmt, die wievielte
Einheit gesucht wird. Mit dem dritten Parameter legen Sie fest,
wie das Trennzeichen lautet. So liefert zum Beispiel der
Aufruf
=Token("Mir geht's gut", 3, " ")
als
Ergebnis die Zeichenkette gut zurück.
Ein praktisches
Anwendungsbeispiel ist das Lotto-Arbeitsblatt aus der Ausgabe
3/98, S. 190 . Hier war zunächst die Funktion IstLotto das
Ziel, mit deren Hilfe Sie herausfinden, wie viele Richtige Sie
haben. Die Resultate der vergangenen Ziehungen erhalten Sie im
Internet beispielsweise
unter
members.aol.com/Fortserv/
dresults.htm Allerdings
finden Sie hier die Ergebnisse in der Form
5, 6,17,23,27,47
Zus.: 18
Aber mit Hilfe der Token-Funktion extrahieren Sie die
Resultate. Steht die Zahlenkolonne beispielsweise in Zelle A8, so
lautet die Formel, um den ersten Wert zu erhalten
=Wert(Token(A8,
1, ","))
für den zweiten
=Wert(Token(A8, 2,
","))
und so weiter. Die Zusatzzahl hingegen ist
durch einen Doppelpunkt vom Rest der Formel getrennt. Daher lautet
hier der Aufruf
=Wert(Token(A8, 2, ":"))
Da diese
Funktion in VBA geschrieben ist, läßt sie sich
natürlich auch in Word 97 und Access 97 einsetzen.
Peter
Riechert/ib
So vermeiden Sie falsche Eingaben
Mit einer VBA-Routine
ermitteln Sie, ob Sie versehentlich die Feststelltaste gedrückt
haben.
Wenn Sie viele Werte in Excel-Tabellen eingeben, kann es
leicht passieren, daß Sie versehentlich die Feststelltaste
erwischt haben. Damit werden Ihre Eingaben jedoch unbrauchbar. Mit
der Funktion GetCapsLockState (Listing in Databox 5/98) passiert
Ihnen das nicht: GetCapsLockStatestellt fest, ob die
Feststelltaste gedrückt ist.
Diese VBA-Routine kapselt
eine Windows API-Funktion und liefert den Zustand der
Feststelltaste (Caps Lock). Ist diese gedrückt, ist das
Ergebnis True, ansonsten False (= 0).
Wichtig ist jedoch, daß
Sie die Systemfunktion auch deklarieren. Die folgenden Zeilen
stehen am Anfang des Moduls:
Declare Function GetKeyState Lib
"USER32" (ByVal nVirtKey As Integer) As Integer
Const
VK_CAPITAL = &H14
Idealerweise geben Sie eine Warnung aus,
wenn die Feststelltaste gedrückt wurde. Dann sind Sie gleich
informiert, bevor Sie weiter unbrauchbare Werte eingeben.
Patrick
Leischl/ib
Defekte Registrierungsdatei
Ein Doppelklick auf die
Registrierungsdatei von Excel erzeugt nur eine
Fehlermeldung.
REG-Dateien unter Windows 95 und NT sind
Registrierungsdateien. Ein Doppelklick aus dem Explorer auf eine
REG-Datei bewirkt, daß die entsprechende Anwendung neu
registriert wird. Bei "excel7.reg" haben die Macher von
Microsoft jedoch zwei Zeilen vergessen. Statt des erwarteten
Neueintrags in der Registry erhalten Sie unter beiden
32-Bit-MS-Betriebssystemen nur eine Fehlermeldung. Damit die Datei
ordnungsgemäß funktioniert, öffnen Sie diese mit
einem Editor - beispielsweise dem Notepad. Fügen Sie dann
zwei Leerzeilen am Anfang ein. In der ersten Zeile tragen
Sie
REGEDIT
in Großbuchstaben ein und speichern die
Datei. Ein erneuter Doppelklick bringt dann das gewünschte
Ergebnis, und Excel ist wieder registriert.
ib
Telefonnummern wählen
Verwalten Sie Ihre Adressen mit
Excel, so wählt das Makro automatisch die passenden
Telefonnummern.
Excel ist nicht nur ein hervorragendes
Kalkulationsprogramm. Viele Anwender verwenden es auch als Ersatz
für ein Datenbanksystem. So findet man auf vielen Rechnern
die Adressen in einem Excel-Sheet.
Genau an dieser Stelle setzt
die Prozedur "Telefon" ein. Das Makro wählt
automatisch die Telefonnummer, die eine vorher definierte Zelle
enthält. Zwar stellt Excel selbst die nötige
Funktionalität nicht zur Verfügung, das Windows-Tool
Dialer aber tut es. Excel ruft diese Anwendung auf und steuert sie
über eine virtuelle Tastatur.
Erstellen Sie über
Einfügen
- Makro - VBA-Modul
ein leeres Quellcode-Register, und geben
Sie den Text aus dem Listing (Listing in Databox 7/98) ein. Die
Routine Auto_Open wird immer ausgeführt, wenn Sie die
Arbeitsmappe laden. Indem Sie der Eigenschaft OnDoubleClick der
Applikation den Namen der Prozedur "Telefon" zuweisen,
legen Sie fest, daß "Telefon" immer aufgerufen
wird, wenn Sie einen Doppelklick auf eine Zelle im Arbeitsblatt
Tabelle1 ausführen. Heißt Ihre Adreßtabelle
anders, so müssen Sie hier natürlich den korrekten Namen
festlegen. Speichern Sie dann die XLS-Datei und laden Sie sie
erneut. Sollte das Makro bereits in der ersten Zeile einen Fehler
anzeigen, dann stellen Sie die Programmiersprache, wie unter
"Kalenderwoche mit Access und Excel" beschrieben, auf
die englische Notation um.
Bevor Sie das Makro verwenden, ist
es wichtig, daß Sie Ihr Modem korrekt installiert haben.
Über
Start - Einstellungen - Modems
öffnen Sie
dazu das Setup und installieren dann gegebenfalls ein Modem, falls
noch nicht geschehen. Klicken Sie dann in der Dialogbox auf die
Schaltfläche [Eigenschaften]. Entfernen Sie auf der
Registerkarte "Einstellungen" die Markierung von
Vor
dem Wählen auf Freizeichen warten
und schließen Sie
alle Fenster mit [OK] und [Schließen].
Norbert Reiners/ib
Leere Datei nach Absturz
Falls Excel geöffnete Dateien
nicht anzeigt, müssen die Inhalte meist nur eingeblendet
werden.
Kommt es während der Arbeit mit Excel zu einem
Systemabsturz, tritt unter Umständen das Problem auf, daß
Excel anschließend die betroffene Arbeitsmappe zwar lädt,
aber nur einen leeren Bildschirm zeigt. Die Blätter der
Arbeitsmappe scheinen also ebenso zu fehlen wie der Dateiname in
der Titelleiste. Excel sieht also genauso aus, als ob überhaupt
keine Datei geöffnet wäre. In diesem Fall ist die
komplette Arbeitsmappe wahrscheinlich nur ausgeblendet, was der
Crash verursacht hat. In diesem Fall steht im Datei-Menü der
Befehl Einblenden zur Verfügung, der sonst dort nicht
erscheint. Benutzen Sie diesen Befehl, um die komplette
Arbeitsmappe wieder sichtbar zu machen, und speichern Sie die
Tabelle.
Schnelle Formulargestaltung
Mit den richtigen Einstellungen
gelingen Ihnen Formulare im Handumdrehen.
Erstellen Sie auch
häufiger Formulare mit Corel Draw? Dann kennen Sie das
mühsame Plazieren und Justieren kopierter Objekte, bis diese
bündig und im richtigen Abstand zueinander stehen.
Hilfslinien sind hier bereits eine Erleichterung, da verschobene
Objekte an diesen Linien einrasten. Aber es geht noch
leichter.
Wollen Sie beispielsweise ein Blatt mit Linien im
Abstand von einem Zentimeter füllen, dann gehen Sie wie folgt
vor: Zeichnen Sie eine dünne Linie über die gesamte
Blattbreite mit einem Abstand von zirka 2 Zentimetern vom oberen
Blattrand. Öffnen Sie über Optionen -
Grundeinstellungen
oder die Tastenkombination [Strg-J] den
Einstellungsdialog. Geben Sie dort unter "Abstand für
Duplikate und Klone" den Wert "0.0 mm" für den
horizontalen und "10.0 mm" für den vertikalen
Abstand ein. Speichern Sie dann die Einstellungen mit
[OK].
Markieren Sie nun die Linie und duplizieren Sie sie mit
[Strg-D]. Dadurch wird eine Kopie genau einen Zentimeter unter dem
Original angelegt. Da dieses Objekt auch gleich markiert ist,
brauchen Sie nur so lange [Strg-D] zu drücken, bis das ganze
Blatt gefüllt ist.
Diese Vorgehensweise am Beispiel einer
einfachen Linie funktioniert auch bei komplexen Objekten wie
beispielsweise einem Formularfeld oder einer ganzen
Tabellenzeile.
Frank Hofmann/ib
Kinderleichtes Kopieren
Mit einer einfachen Mauskombination
kopieren Sie in Corel Draw beliebige Objekte ohne die
Tastatur.
Für das Kopieren eines Objekts benötigen
Sie lediglich die Maus. Klicken Sie die Vorlage an und ziehen Sie
sie bei gedrückter linker Maustaste an die neue Position.
Drücken Sie auch auf die rechte Taste, bevor Sie beide Tasten
wieder loslassen. Corel Draw plaziert daraufhin eine Kopie des
Quellobjekts an eben dieser Stelle. Wollen Sie das Objekt außerdem
an einer horizontalen oder vertikalen Ortslinie ausrichten,
drücken Sie beim Ziehen zusätzlich noch auf
[Strg].
Wolfgang Steiner/ib
Save and Quit
Fast alles läßt sich in Excel als
Makro aufzeichnen - bis auf das Schließen!
Die meisten
Aktionen können Sie in Excel mit dem Makro-Rekorder
aufzeichnen. Die so aufgezeichneten Befehle legt Excel in einem
eigenen Register des Arbeitsblatts als VBA-Code ab.
Wollen Sie
allerdings das Speichern und Schließen des Arbeitsblatts
aufzeichnen, versagt der Rekorder den Dienst. Fügen Sie statt
dessen einfach den Code
Activeworkbook.close _
savechanges:=true
in einem neuen Makro ("Sub .. End Sub")
ein.
Patrick Ebel/ib
Die Qual der Flexibilität
So bringen Sie VBA-Makros
unter Excel zum Laufen.
Visual Basic für Applikationen
(VBA) ist eine äußerst flexible Programmiersprache.
Während konventionelle Sprachen wie Pascal, C oder auch Basic
nur eine englische Syntax unterstützen, bestimmen Sie in
Excel die Sprache selbst. Wollen Sie beispielsweise den Typ des
aktuellen Arbeitsblatts feststellen, so kann der
Befehl
AktivesBlatt.Typ
oder
ActiveSheet.Type
lauten,
je nachdem, welche Sprache Sie unter
Extras - Optionen - Modul
allgemein
definiert haben. Ändern Sie hier die Sprache, so
wirkt sich diese Einstellung erst auf künftige Arbeitsblätter
aus. Bei aller Flexibilität von VBA kommt es jedoch häufig
zu Verwirrung, wenn ein Makro trotz korrekter Spracheinstellung
nicht läuft und einen Syntaxfehler meldet. Zumeist bleibt
dann die Eingabemarke auf einem Komma oder einem Semikolon stehen.
In diesem Fall haben Sie in Ihrer Excel-Umgebung ein anderes
"Listentrennzeichen" vereinbart als der Autor der
Routine. Ebenso wie die Sprache wählen Sie auch dieses
Zeichen über
Extras - Optionen - Modul
allgemein
Ausschlaggebend ist auch hier der
Eintrag
Sprache/Land
Wollen Sie die deutsche Syntax mit dem
Semikolon als Trennzeichen, so wählen Sie aus der
Liste
Deutsch/Deutschland
Die englische Syntax mit Trennung
durch Kommata erhalten Sie über
Englisch/USA
In
Hinblick auf Office 97, das nur noch die englische Syntax
unterstützt, empfehlen wir Ihnen, diese Einstellung zu
verwenden, die wohlgemerkt nur für die Programmierung gilt.
Aber auch hier ist die Einstellung erst für künftige
Arbeitsmappen wirksam.
ib
Eigene Menüpunkte
Anstatt VBA-Module umständlich
aufzurufen, verknüpfen Sie diese mit einem eigenen
Menüpunkt.
Einer der Gründe, warum Excel so beliebt
ist, ist die einfache und doch mächtige Erweiterbarkeit durch
Visual Basic für Applikationen. Solange Sie nur Funktionen
programmieren, setzen Sie diese ganz normal in Excel-Formeln ein.
Wollen Sie aber einen Arbeitsvorgang programmieren, der etwa Ihre
Tabelle auswertet, so müssen Sie diesen stets über den
Menüpunkt
Extras - Makro - Ausführen
aktivieren.
Doch
Excel bietet noch einen einfacheren Weg: Jedes beliebige Makro
können Sie mit einem Menüpunkt verbinden. Dazu wählen
Sie wie gewohnt
Extras - Makro
und markieren das VBA-Modul
in der Liste. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche
[Optionen], so öffnet sich ein Dialog. Wählen Sie die
Option
Extras - Befehl
Im Eingabefeld geben Sie den Menütext
ein. Dieser Menü-Makro-Bezug ist nun fest in Ihrer XLS-Datei
gespeichert. Jedesmal, wenn Sie die Arbeitsmappe laden, erscheint
der Menüpunkt im Extras-Menü, und sobald Sie die Datei
schließen, wird er wieder entfernt.
Aber Achtung: Ist
eine andere Arbeitsmappe aktiv, so bleibt der Menüpunkt
weiter erhalten. Wählen Sie Ihren Menüpunkt aus, so
wirkt das VBA-Modul auf das aktuell angezeigte Arbeitsblatt. Sie
müssen also im Modul selbst überprüfen, ob dessen
Ausführung Sinn macht oder nicht.
ib
Gedrehte Tabellen
Über die Zwischenablage drehen Sie in
Excel Tabellen - ganz ohne Programmierung.
In Ausgabe 11/96
haben wir auf Seite 214 ein Makro vorgestellt, mit dem Sie
Tabellenbereiche drehen können. Zudem haben wir behauptet,
daß diese Funktion in Excel "oft gebraucht, nicht
vorhanden, stark vermißt" sei.
Doch: Nobody is
perfect! Viele Leser haben uns daraufhin entrüstet
geschrieben, daß diese Funktionalität sehr wohl in
Excel enthalten ist. Nur verbirgt sie sich nicht hinter dem
Begriff "drehen". Statt dessen nennt man sie bei
Microsoft "transponieren".
Der Vorgang ist so einfach
wie das Kopieren von Zellen: Zunächst markieren Sie den
Zellbereich und kopieren ihn via [Strg-C] in die Zwischenablage.
Dann wählen Sie die neue obere linke Ecke der gedrehten
Tabelle und fügen den Inhalt der Zwischenablage
über
Bearbeiten - Inhalte einfügen
ein, wobei Sie
vor dem endgültigen [OK] das Kontrollkästchen
"Transponieren" ankreuzen.
Ein kleiner Lichtblick für
alle, die sich die Mühe gemacht haben, das Makro abzutippen:
Im Gegensatz zu unserem VBA-Modul verwendet die Excel-eigene
Funktion zwangsläufig die Zwischenablage und ist nicht in der
Lage, die Tabelle an derselben Stelle zu drehen - pardon: zu
transponieren.
ib
Leichte Auswahl bei großen Mappen
Auf Mausklick
erhalten Sie eine Liste aller Tabellen Ihrer
Arbeitsmappe.
Besonders bei großen Excel-Mappen mit
vielen Arbeitsblättern ist es mühsam, sich mit den
Steuerpfeilen von der ersten zur letzten Tabelle durchzuhangeln.
Klicken Sie statt dessen doch einmal mit der rechten Maustaste auf
einen der Pfeile. Dann zeigt Ihnen Excel alle Tabellen in
Listenform, und Sie können sie leicht auswählen.
Ulrich
Borgdorf/ib
Rechnungen mit Verweisen
Mit der Verweisfunktion durchsuchen
Sie Artikellisten anhand der Artikelnummer und erhalten sofort den
richtigen Preis und die Bezeichnung.
Wollen Sie mit Excel
Rechnungen erstellen, stehen Sie oft vor dem Problem, wie Sie am
einfachsten Ihre Artikeldaten - wie die Bezeichnung des Artikels
oder dessen Preis - in Ihrem Rechnungsformular unterbringen, ohne
diese Daten manuell eingeben zu müssen.
Legen Sie als
erstes - wie in der Abbildung "Die Verweisfunktion"
gezeigt - in einem neuen Arbeitsblatt Ihre Artikelliste fest. In
unserem Beispiel befindet sie sich im Bereich von A500 bis D520.
Gestalten Sie dann im oberen Ende der Tabelle Ihr
Rechnungsformular. Während Sie die Angaben der Artikelnummer
sowie die Menge manuell eintragen, sucht sich Excel die
Beschreibung sowie den Stückpreis aus der Artikelliste. Dazu
dient die Formel
C3: =VERWEIS($A3;$A$500:$A$520;
C$500:C$520)
die Sie für alle Einträge sowohl in der
Spalte "Beschreibung" als auch in "Einzelpreis"
verwenden können. Bleibt nur noch die Summe der
Einzelpositionen
E3: =D3*B3
die Gesamtsumme
E11:
=SUMME(E3:E10)
sowie die Berechnung der enthaltenen
Mehrwertsteuer von 15 Prozent
E12: =E11/1,15*0,15
und fertig
ist Ihr Rechnungsformular.
Als letztes legen Sie den
Druckbereich fest. Markieren Sie dazu alle Zellen, die ausgedruckt
werden sollen, und wählen Sie dann den Menüpunkt
Datei
- Druckbereich - Festlegen
Dann genügt ein einfacher Klick
auf das Druckersymbol, und schon wird nur die Rechnung selbst
gedruckt.
ib
System-Know-how
Mit der Info-Funktion erhalten Sie
zahlreiche Informationen über den RAM-Verbrauch und Ihr
System.
Neben Verweis-, finanzmathematischen Funktionen und
Zeichenketten bietet Excel auch eine Zellfunktion namens "Info".
Diese erhält als Parameter eine Zeichenkette mit der Angabe
über die gewünschte Information. Je nachdem gibt sie
eine Zahl oder eine Zeichenkette zurück, die Sie für
weitere Berechnungen verwenden können.
So liefert
etwa
=Info("VerfSpeich")
die Anzahl der
verfügbaren Bytes im Arbeitsspeicher
und
=Info("BenutztSpeich")
die Anzahl der Bytes,
die Excel derzeit für Ihre Arbeitsblätter
benötigt.
Besonders für Auswertungen in der
=Wenn(...-Funktion geeignet sind die Parameter "GesamtSpeich",
"Sys-Version", "Version" und "System".
Dabei erhalten Sie Informationen über den gesamten
verfügbaren Speicher, die Versionsnummer des Betriebssystems
und des verwendeten Excel sowie den Namen des Rechnersystems. So
beantwortet die Abfrage
=Wenn(Info(,System")="PCDOS";
"PC";"MAC")
ob Ihr Arbeitsblatt auf einem
PC oder einem Mac läuft.
Manuel Marsch/ib
Fehlermeldungen unterdrücken
Fehlermeldungen und
Sicherheitsabfragen in Excels VBA stören Sie? Nicht mehr
lange!
Immer wenn Sie eine nicht gesicherte Datei schließen,
ein Arbeitsblatt löschen oder Excel beenden wollen, obwohl
noch veränderte Arbeitsmappen offen sind, erscheint eine
Sicherheitsabfrage - und zwar sowohl, wenn Sie diese Aktionen
interaktiv vornehmen, als auch, wenn Sie einem VBA-Makro die
Arbeit überlassen. Es existiert jedoch eine Eigenschaft des
Objekts Application, die Fehler- und Sicherheitsmeldungen
unterdrückt:
Application.DisplayAlerts=False
ib
Formelansicht aktivieren
So aktivieren Sie statt der
Ergebnisse die Formelansicht Ihres Arbeitsblatts.
Besonders
wenn Sie Excel-Mappen archivieren oder komplizierte Ausdrücke
und Berechnungen überprüfen wollen, bietet es sich an,
ein Arbeitsblatt in der Formelansicht darzustellen. Über
Extras - Optionen - Ansicht - Formeln
sehen Sie dann anstatt
der Ergebnisse Ihre Berrechnungsausdrücke. Wollen Sie die
Ansicht öfters wechseln, ist dieser Weg ziemlich umständlich.
Verwenden Sie lieber die Tastenkombination [Strg-#], die die
Formelansicht ein- und ausschaltet.
Manuel Marsch/ib
Gesprochene Zellnotizen
Mit Zellnotizen informieren Sie den
Anwender eines Arbeitsblattes über den Sinn einer Zelle.
Wer
kennt sie nicht, die kleinen gelben Post-It-Zettel, die an
Einkäufe oder an wichtige Telefonate erinnern? Ebenso
hilfreich sind die davon abgeleiteten Tool-Tips, die Ihnen zu den
Schaltflächen einer Symbolleiste mitteilen, was welcher
Button bewirkt.
Dasselbe erreichen Sie in Ihrem
Excel-Arbeitsblatt für jede beliebige Zelle. Erstellen Sie
beispielsweise eine Tabelle für Ihren Freund, der zwar ein
Finanzgenie, aber gleichzeitig ein absoluter PC-Laie ist, so mag
diesem der Hinweis
Gib in dieser Zelle den Kreditbetrag
ein
eine echte Hilfe sein, wenn der Mauszeiger wieder einmal
verloren über den Bildschirm gleitet. Um eine derartige Hilfe
in Ihr Sheet aufzunehmen, müssen Sie lediglich die gewünschte
Zelle markieren und mit [Umschalt-F2] den Dialog aufrufen, in dem
Sie den Hilfetext eingeben. Nach der Eingabe erscheint in der
oberen rechten Ecke eine kleine rote Markierung, die anzeigt, daß
diese Zelle mit einer Hilfestellung verknüpft ist. Verweilt
nun die Maus über diesem Tabellenfeld, ist sofort der
Hilfetext zur Stelle, um geplagten Laien weiterzuhelfen.
Statt
eines einfachen Textes lassen sich im oben beschriebenen Dialog
über Importieren auch multimediale Daten einfügen: etwa
ein Videoclip oder eine WAV-Datei, die Sie zuvor mit Mikrofon und
Soundkarte aufgenommen haben.
AndrI Moritz/ib
Who is who - noch einmal
Nicht ganz so spektakulär wie
bei Excel, aber dennoch nett anzusehen: die "Credits"
des Organizer.
Beim Lotus Organizer ist die Huldigung der
Programmier nicht ganz so perfekt ausgefallen wie das virtuelle
Monument bei Excel. Dennoch ist auch dieser "Cheat"
sehenswert.
Halten Sie die
Tastenkombination
[Umschalt-Strg-Alt]
gedrückt. Klicken
Sie dann schnell dreimal hintereinander auf den Abfalleimer in der
linken unteren Ecke des Bildschirms. Nachdem die Flammen sich
gelegt haben, sehen Sie die Liste der Entwickler. Mit [Esc]
flüchten Sie vor dieser Selbstbeweihräucherung.
Hans
Rieber/ib
Web-Zugang freischalten
Der Zugriff aus dem Organizer 97 auf
Lotus Web-Sites beschränkt sich auf ausgewählte
Seiten.
Wer den Lotus Organizer installiert hat, kann sich auf
WWW-Seiten durchschalten. Doch Sie müssen sich auf einige
Überraschungen gefaßt machen, denn der Zugang gestaltet
sich abhängig davon, mit welchen Web-Browsern Organizer 97
zusammenarbeitet. Organizer 97 hat den Zugang zu drei Lotus
Web-Seiten bereits eingebaut: zur Homepage der Firma Lotus, zur
Homepage des Lotus Customer Support und zu dessen FTP-Server.
Auf
diese Web-Seiten greifen Sie mit SmartIcons oder dem Hilfemenü
zu. Mehr als diese drei Seiten erreichen Sie aber nicht.
Sie
sollten jedoch wissen: Der Organizer 97 hat keinen eingebauten
Web-Browser. Damit das Programm die Web-Seiten aufrufen kann, muß
ein Web-Browser bereits installiert und richtig konfiguriert sein.
Organizer 97 arbeitet mit folgenden 32-Bit-Browser
zusammen:
-_Netscape 1.x und 2.x
-_und Microsoft Internet
Explorer 1.x und 2.x
Stoßen Sie im Organizer 97 auf die
Fehlermeldung:
WWW Browser nicht gefunden
so haben Sie einen
16-Bit-Browser installiert. Organizer 97 funktioniert auch nicht
mit Notes 4 Internotes Web Navigator oder mit Global Network
Navigator (GNNWorks Browser), die der SmartSuite 4.0 beigefügt
sind Christine Radwan/et
Organizer Adressen übernehmen
Mit einem vorgefertigten
Makro übertragen Sie Organizer-Daten in das
Serienbrief-Format von Word Pro.
Lotus liefert Word Pro 96 mit
einem Skript, das aus Ihren Organizer-Adressen eine Datendatei
erstellt, die Sie für Serienbriefe, -faxe und -mails
verwenden können. Starten Sie den Organizer 2.x, und öffnen
Sie die gewünschte Datendatei. Laden Sie dann auch Word Pro,
und führen Sie den Menübefehl
Bearbeiten - Makros -
Ausführen
aus. Betätigen Sie im Dialog die
Schaltfläche [Durchsuchen]. Im WordPro\Scripts-Ordner finden
Sie die Datei "orgmerge.lwp". Wählen Sie diese aus,
startet ein Assistent, der Sie durch die weiteren Schritte
führt.
Haben Sie den Adreß-Abschnitt im Organizer
umbenannt, fordert Sie ein entsprechender Dialog auf, den Namen
einzugeben. Die weiteren Schritte dieses Assistenten sind
selbsterklärend.
Alternativ können Sie Ihre Daten
auch vom Organizer aus im Format "ASCII Komma separiert"
exportieren. Word Pro kann die so erzeugte Datei wieder
importieren und als Steuerdatei verwenden.
Oskar Faber/ib
Kommandozeilen-Parameter
Noch lange kein Schnee von gestern:
die Kommandozeilenoptionen von Word Pro unter Windows 95
Obwohl
Sie unter Windows 95 alle Anwendungen nur noch via Mausklick
öffnen, lassen sich die meisten Programme weiterhin über
Parameter steuern - so auch Word Pro (siehe Tabelle unten). Diese
geben Sie beispielsweise ein, indem Sie das Symbol zum
Programmstart mit der rechten Maustaste anklicken und aus dem
Kontext-Menü den Punkt "Eigenschaften" wählen.
In
der Eigenschaften-Dialogbox finden Sie auf der zweiten Seite
namens "Verknüpfung" den Eintrag "Ziel",
der den genauen Aufruf des Programms enthält. Alle
Kommandozeilenoptionen tragen Sie in diesem Textfeld ein.
Uwe
Summerer/ib
Laufwerke ermitteln
So stellen Sie fest, welche Laufwerke
vorhanden sind und um welchen Typ es sich dabei handelt.
Mit
der API-Funktion GetDriveType ermitteln Sie in Visual Foxpro, um
welchen Typ es sich bei einem bestimmten Laufwerksbuchstaben
handelt. Als Parameter übergeben Sie das Root Directory des
Laufwerks in Großbuchstaben, also beispielsweise "A:\".
Der Rückgabewert ist ein ganzzahliger numerischer Wert. So
liefern Disketten und Wechselplatten den Wert 2, Festplatten 3,
Netzwerke 4, CD-ROMs 5 und eine RAM-Disk den Wert 6. Anderenfalls
ist das Laufwerk nicht vorhanden.
Rüdiger Roth/ib
Vergrößerter Tastaturpuffer
So umgehen Sie die
Beschränkung des Tastaturpuffers auf 128 Zeichen.
Der
virtuelle Tastaturpuffer, den Foxpro unterstützt, kann
maximal 128 Zeichen aufnehmen. Mit Hilfe mehrerer
aufeinanderfolgender KEYBOARD-Anweisungen läßt sich
diese Schranke umgehen. Während
KEYBOARD Replicate("X",
200)
eine Fehlermeldung produziert, arbeitet Foxpro die
Zeilen
KEYBOARD Replicate("X", 100)
KEYBOARD
Replicate("X", 100)
ohne Murren ab.
Friedrich
Russo/ib
Benutzername im Netzwerk
Ermitteln Sie in Ihrer
Foxpro-Anwendung den Benutzernamen des Anwenders. Wollen Sie in
Visual Foxpro den Benutzernamen des Anwenders im Netzwerk
ermitteln, nutzen Sie die API-Funktion WNetGetUser() der
Dynamischen Linkbibliothek "mpr.dll", die sich im
Systemverzeichnis von Windows 95 befindet.
Deklarieren Sie
zunächst den DLL-Aufruf mit
DECLARE INTEGER WNetGetUser
;
IN mpr.dll STRING , STRING @,;
INTEGER
@Legen Sie dann zwei Variablen
UName =
Space(255)
ULen = 255
fest, und rufen Sie die Funktion
mit
WNetGetUser(0, @UName,@ULen)auf.
Ist das Ergebnis des Funktionsaufrufs gleich Null, war der Aufruf
erfolgreich, und in "UName" steht der Name des Benutzers
- allerdings in ASCIIZ-Form, weshalb Sie die unnötigen
Zeichen mit
LEFT(UName,AT(CHR(0),UName )-1)
entfernen
müssen.
ib
Das Hauptfenster ausblenden
Mit diesem Trick verbergen Sie
das Hauptfenster von Visual FoxPro.
Unter Visual FoxPro 3.0 für
Windows gelingt es grundsätzlich nicht, das Hauptfenster
dadurch zu verbergen, daß Sie die Visible-Eigenschaft auf
FALSE stellen oder die Hide-Methode anwenden. Um es dennoch
verschwinden zu lassen, gehen Sie wie folgt vor:
Legen Sie ein
Formular an, das später allein auf dem Bildschirm erscheinen
soll. Setzen Sie die Desktop-Eigenschaft des Formulars auf TRUE
(.T.). Im Init-Ereignis des Formulars nehmen Sie dann folgenden
Code auf:
PUBLIC gnOldHeight, gnOldWidth
PUBLIC gnOldLeft,
gnOldTop
gnOldHeight = _SCREEN.Height
gnOldWidth =
_SCREEN.Width
gnOldLeft = _SCREEN.Left
gnOldTop =
_SCREEN.Top
_SCREEN.Height = 1
_SCREEN.Width =
1
_SCREEN.Left = -300
_SCREEN.Top = -300
Wenn Sie die
Anwendung beenden, holen Sie das Hauptfenster wieder in den
sichtbaren Bereich zurück. Dazu geben Sie den
Code
_SCREEN.Height = gnOldHeight
_SCREEN.Width =
gnOldWidth
_SCREEN.Left = gnOldLeft
_SCREEN.Top =
gnOldTop
beispielsweise im Unload-Ereignis des Formulars
ein.
ib
Fehler bei Excel-Objekten
Auch OLE hat seine Tücken. Am
Beispiel eines Excel-Objekts in FoxPro wird dies deutlich.
Klicken
Sie unter Windows NT 3.5 oder Windows 3.11 doppelt in einem
FoxPro-Formular auf ein eingebettetes Excel-Objekt, und benutzen
Sie anschließend den Chart-Wizard der Tabellenkalkulation,
antwortet FoxPro mit einer Systemverletzung. Laut Microsoft liegt
das nicht an FoxPro. Dumm in diesem Fall ist nur, daß auch
der OLE-Server, MS Excel, aus dem Hause des Software-Multis
ist.
ib
Eigene Dateierweiterungen verwenden
Vergeben Sie eigene
Erweiterungen für Ihre StarWriter-Dokumente.
StarWriter
vergibt als Dateiextension seiner Dokumente standardmäßig
SWG. Wollen Sie diese beispielsweise in BRF umbenennen, so gehen
Sie wie folgt vor: Öffnen Sie in einem Texteditor die Datei
"install.ini". Suchen Sie hier die Zeile
SWG=StarWriter,
wrtswg.dll, *.SWG, SWG?
und ändern Sie diese
in
SWG=StarWriter, wrtswg.dll, *.BRF, SWG?
Dann werden beim
nächsten Dateidialog alle Dateien mit der Erweiterung BRF
angezeigt.
Alternativ fügen Sie im selben Abschnitt der
Datei einfach einen weiteren Importeintrag als Dateityp ein,
beispielsweise
SWGB=StarWriter für Briefe, wrtswg.dll ,
*.brf , SWG?
Helmut Trost/ib
Standardschrift festlegen
Mit drei Schritten starten Sie die
Textverarbeitung von MS Works mit Ihrer Lieblingsschrift.
Wollen
Sie die Standardschrift des Textmoduls von Works verändern,
so gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Erstellen Sie ein
neues Dokument, und stellen Sie die gewünschte Schrift- oder
auch Absatzformatierung ein.
2. Wählen Sie den
Menüpunkt
Datei - Speichern unter
bestimmen Sie als
Dateiformat "TV-Vorlage", und bestätigen Sie die
Eingabe mit [OK].
3. Wenn Sie nun ein neues Textdokument
anlegen, werden Schriftart, Schriftgröße und
Absatzformatierung, Ihren Wunschvorgaben entsprechend, automatisch
vorgegeben.
Bernd Fenger/ib
Die Jetzt()-Funktion, richtig angewandt
So extrahieren Sie
alle Daten ab dem heutigen Datum.
Verwenden Sie die Funktion
Jetzt(), um alle Datensätze herauszufiltern, die ab heute
gelten, so werden Sie mit der Eingabe
>=Jetzt()
keinen
Erfolg haben. Die Funktion liefert nämlich zusätzlich
zum Datum auch noch die aktuelle Uhrzeit zurück. Beides
kombiniert sie in einem gebrochenen Wert, wobei die
Vorkommastellen das Datum und der gebrochene Teil die Uhrzeit (0,5
= 12 Uhr, 0,75 = 18 Uhr) repräsentieren. Um zum gewünschten
Ergebnis zu gelangen, verwenden Sie in der Abfrage den
Ausdruck
>=Ganzzahl(Jetzt())
ib
Leere Feldnamen unterdrücken
Eine Abfrageoption liefert
nur belegte Datenfelder.
Um sich nur die beschriebenen
Datenfelder einer Works-Datenbank anzeigen zu lassen, gehen Sie
wie folgt vor: Wechseln Sie über
Ansicht - Abfrage
in
den Abfragebildschirm. Geben Sie dann in das Feld "Feldname"
die Formel
FELDNAME: <>0
ein. Bestätigen Sie Ihre
Angaben mit [Enter], und wechseln Sie über den
Menüpunkt
Ansicht - Liste
in den Listenbildschirm
zurück. Bei dieser Abfrage werden alle Datensätze mit
einem Eintrag im Datenfeld "Feldname" gefunden.
ib
Schulnoten runden
So runden Sie numerische Werte, damit sie
in das Schulnotensystem passen.
Kalkulationsprogramme wie Excel
oder Works erleichtern sowohl Lehrern als auch Schülern das
Berechnen von Schulnoten. Diese werden nur in Schritten von 0,25
vergeben. So ist ein Notenschnitt von 2,1 noch eine glatte 2. 2,18
hingegen nur noch eine 2-.
Standardmäßig bieten
Microsofts beide Rechenkünstler keine Funktion, die diese
Rundungsmethode beherrscht. Mit der Wenn-Funktion gelangen Sie
trotzdem zum korrekten Ergebnis. Nehmen wir an, daß die
Zelle A1 das errechnete Durchschnittsergebnis enthält. Dann
berechnen Sie zunächst mit
A2: =Ganzzahl(A1)
den Wert
vor dem Komma und mit
A3: =A1-A2
den Wert hinter dem Komma.
In die Zelle A4 schreiben Sie nun entsprechend diesem Ergebnis die
Formel
A4: =WENN(A3<0,1245;A2;
WENN(A3<0,3745;
A2+0,25;
WENN(A3<0,6245;A2+0,5;
WENN(A3<0,8745;A2+0,75;
A2+1;0))))
ib
Datenbanken manuell komprimieren
Lassen Sie mit wenigen
Befehlen aus Ihren Access-Datenbanken die Luft heraus.
Wenn Sie
laufend Tabellen, Formulare, Makros und Module ändern,
empfiehlt es sich unter Access, die Datenbank des öfteren zu
komprimieren. Access neigt nämlich dazu, die MDB-Datei
explosionsartig wachsen zu lassen, wobei der Speicherplatz
überwiegend nicht belegt ist und frühere Makroversionen
oder Hilfstabellen enthält.
Mit Access 7.0 leiten Sie die
Komprimierung Ihrer Daten über den Menüpunkt
Extras -
Datenbank-Dienstprogramme - Datenbank komprimieren
ein. Vor dem
Komprimieren sollten Sie jedoch immer eine unkomprimierte
Sicherungskopie behalten, da dieser Vorgang - besonders bei
umfangreichen Datenbanken - zuweilen fehlerhaft endet oder keine
wesentliche Verringerung des Dateivolumens eintritt.
In einem
solchen Fall sollten Sie Ihre Datei manuell komprimieren.
Erstellen Sie zunächst über
Datei - Neue Datenbank
anlegen
eine leere neue Datenbank. Als nächstes
importieren Sie mit
Datei - Externe Daten - Importieren
alle
Tabellen der ursprünglichen Datenbank. Wiederholen Sie diesen
Vorgang für alle Abfragen, Formulare, Berichte, Makros und
Module, und schließen Sie die neu erstellte Datenbank. Sie
enthält jetzt keine unnötigen Daten mehr und ist neu
strukturiert.
Manuel Marsch/ib
Datenbankabfrage eines Zeitraums
So filtern Sie mit einer
Abfrage alle Datensätze eines bestimmten Zeitraums
heraus.
Benötigen Sie einen Auszug einer Datenbanktabelle,
die alle erfaßten Datensätze enthält, stoßen
Sie wie immer bei Datumsabfragen auf Probleme. Durch eine einfache
Umwandlung läßt sich eine Datumsangabe jedoch
normieren.
Nehmen wir an, daß das Feld der Tabelle
EingabeDatum heißt und die beiden Textboxen des
Abfrageformulars Von und Bis. Formulieren Sie dann den
Abfrage-String wie folgt:
EingabeDatum between " &
clng(me!von) & " and " & clng(me!bis)
Dirk
Burkamp/ib
1,2 x 100 = 119
Access hat Probleme bei der Berechnung
einfacher Ausdrücke.
Wollen Sie in Access die Aufgabe
X
= Int(1.2 * 100)
rechnen, werden Sie über das Ergebnis
erstaunt sein. Denn statt der erwarteten 120 meint Access, das
Ergebnis sei 119. Knapp daneben!
Grund für dieses
Fehlverhalten, das Sie - mit anderen Zahlen - beispielsweise auch
in Excel oder Lotus 1-2-3 beobachten können, ist das
Zahlenformat. Im Double-Format werden Zahlen in einer anderen
Darstellung abgelegt. Während ganzzahlige Datentypen - wie
beispielsweise Integer - die Zahlen binär darstellt, wird der
Double-Datentyp in Exponentialschreibweise abgebildet. Das
wiederum bedeutet, daß einige Zahlen einfach nicht
darstellbar sind. Vorteil des Ganzen ist jedoch, daß Ihr
numerischer Coprozessor mit diesen Zahlen direkt operieren kann
und somit extrem schnell rechnet.
Um einer Leserbrieflawine
vorzubeugen: Wir sind uns darüber im klaren, daß dieses
Problem nicht auftritt, wenn man die Round-Funktion bemüht.
Die Aufgabe der beiden Funktionen ist jedoch eine völlig
unterschiedliche, und jede hat ihre Berechtigung - Int besonders
im finanzmathematischen Einsatz. Und das ist ja zumeist der
Anwendungsbereich eines Datenbanksystems wie Access.
Thomas
Gerber/ib
Bewegungsdaten löschen
Hier finden Sie eine clevere
Lösung, wie Sie das Wachstum Ihrer Bewegungsdaten im Zaum
halten.
Bewegungsdaten haben die unangenehme Eigenschaft, sich
fortwährend zu vermehren. Deshalb müssen sie von Zeit zu
Zeit gelöscht werden, damit sie nicht ins Uferlose anwachsen.
Nehmen wir einmal an, Sie haben eine Kundendatenbank, an die eine
Tabelle mit den Besuchsterminen gekoppelt ist. In diesem Fall ist
es sinnvoll, in regelmäßigen Zeiträumen alle alten
Besuche zu löschen. Ein Ansatz hierbei ist, nur die zehn
letzten Einträge zu behalten. Leider erreichen Sie dies in
Access nicht mit Hilfe einer Standard-Löschabfrage. Und genau
hier erweitert die BehalteN-Prozedur aus dem Listing (Listing in
Databox 4/97) den Funktionsumfang des Datenbanksystems. Die
Routine ist dateiunabhängig, so daß Sie sie mit
beliebigen Bewegungsdaten verwenden können. Dazu verwendet
sie zwei Parameter. Der erste ist der Name einer Abfrage und der
zweite ein numerischer Wert, wie viele Bewegungsdaten erhalten
bleiben. Mit Hilfe der Abfrage spezifizieren Sie die
Bewegungsdaten, aus denen die überschüssigen gelöscht
werden. Haben Sie beispielsweise die oben erwähnte
Adreßdatenbank und eine Tabelle mit Besuchen, dann sind die
beiden über ein Relationsfeld - etwa die Adreßnummer -
verknüpft. Zusätzlich enthält die Besuchstabelle
noch Angaben über das Datum und die Zeit sowie ein Memo.
Bauen Sie dann eine Abfrage namens "BESUCHE" über
die gesamte Tabelle auf, und lassen Sie die Ergebnisse wie folgt
sortieren:
Adreßnummer aufsteigend
Datum
absteigend
Zeit absteigend
Hinweis: Die Prozedur BehalteN
geht davon aus, daß es sich bei dem ersten Abfragefeld um
das Gruppenfeld handelt. In unserem Beispiel ist dies die
Adreßnummer.
Diese Routine können Sie beispielsweise
mit dem Ereignis "Beim Klicken" einer Schaltfläche
verknüpfen, indem Sie innerhalb der Ereignisprozedur das
Unterprogramm wie folgt aufrufen:
Sub Behalte_10_Click()
Call
BehalteN(,Besuche", 10)
End Sub
Paul Mohr/ib
Das Alter berechnen
Mit dem AccessBasic-Modul errechnen Sie
das Alter in Jahren.
Um in Access das genaue Alter zu
berechnen, genügt es nicht, das Geburtsjahr vom aktuellen
abzuziehen. Liegt etwa das Geburtsdatum im Dezember 1963, so
ergibt sich im April 1997 ein Alter von 33 statt 34 Jahren. Hier
hilft die Age-Funktion.
ib
Keine Lizenz?
Access muß neu registriert werden, wenn
der Hinweis Keine Lizenz erscheint.
Unter Umständen
verweigert Access plötzlich den Start mit der
Fehlermel-dung
Microsoft Access kann nicht gestartet werden, da
auf diesem Computer keine entsprechende Lizenz vorliegt.
Ursache
ist ein fehlender Eintrag in der Registry-Datenbank von Windows
9x. Verwenden Sie Access 97/8.0, finden Sie normalerweise
folgenden Schlüssel:
HKEY_CLASSES_ROOT\Licenses\
8CC49940-3146-11CF-97A1- 00AA00424A9F
Für Access 95/7.0
muß folgender Eintrag vorhanden
sein:
HKEY_CLASSES_ROOT\Licenses
\B54DCF20-5F9C-101B-AF4E-00AA003F0F07
Fehlen diese Schlüssel,
erhalten Sie die beschriebene Fehlermeldung. Unter Windows 95/98
stellen Sie diesen Eintrag auf folgende Weise wieder her: Führen
Sie das Setup-Programm von der MS-Office-CD aus, und klicken Sie
im Hauptdialog auf Neuinstallation. Anschließend läßt
sich Access wieder starten. Alternativ lösen Sie das Problem,
indem Sie Access mit Hilfe des Setup-Programms von MS Office
zunächst deinstallieren und dann neu installieren. Unter
bestimmten Voraussetzungen läßt sich die zeitraubende
Neuinstallation auch umgehen: Falls Sie Access 97 auf einem
Windows-98-PC einsetzen, erhalten Sie einen Bugfix unter der
Adresse
http://support.microsoft.com/
download/support/mslfiles/ aclicn97.exe
Führen Sie die
Datei Aclicn97.exe aus, und installieren Sie das Programm in ein
beliebiges Verzeichnis. Hier finden Sie sodann die Datei
aclicens.exe vor, die Sie aufrufen. Das Bugfix trägt die
erforderlichen Lizenzierungsinformationen ein, und Access läßt
sich sofort wieder starten.
Den Programmaufruf beschleunigen
Mit einer zweiten INI-Datei
startet Access erheblich schneller.
Beim Start von MS Access
werden bei einer Standardinstallation alle Add-ins geladen - das
dauert sehr lange. Wenn Sie mit einer fertigen Datenbank arbeiten
wollen, müssen Sie nicht mehr alle Zusatzmodule laden, da die
meisten Add-ins nur beim Entwurf der Datenbank gebraucht werden.
Welche Werkzeuge Access lädt, ist in der INI-Datei des
Datenbanksystems festgelegt.
Installieren Sie Access zuerst als
Minimalversion. Es legt dabei im Windows-Verzeichnis eine 3 KByte
große INI-Datei an (bei Version 2.0: "msacc 20.ini").
Benennen Sie sie beliebig um: beispielsweise in "msaccmin.ini".
Danach installieren Sie Access als Standardversion, wobei jetzt
die INI-Datei eine Größe von 8 KByte hat.
Starten
Sie die Vollversion. Ihre fertige Datenbank, für welche Sie
die Add-ins nicht mehr benötigen, booten Sie mit folgendem
Programmaufruf, den Sie in den Eigenschaften des betreffenden
Icons eintragen:
c:\access\msaccess.exe /ini msaccmin.ini
c:\daten\datenbank.mdb
Harald Gudauer/ib
Ausblenden beim Ausdruck
Mit einer einfachen Eigenschaft
unterdrücken Sie die Ausgabe bestimmter Formularelemente auf
dem Drucker.
Beim Ausdruck eines Formulars sollen in der Regel
Schaltflächen und ähnliche Steuerelemente vom Drucker
ignoriert werden. Die Einstellungen, mit denen Sie festlegen,
welche Elemente am Bildschirm erscheinen sollen, sind in Access
2.0 und 7.0 unterschiedlich. In beiden Versionen markieren Sie das
entsprechende Control. Wählen Sie den Menüpunkt
Ansicht
- Eigenschaften
so öffnet sich ein Registerdialog. Unter
Access 2.0 lautet die benötigte Seite "Layouteigenschaften",
in der 32-Bit-Version "Format" heißt. Auf dieser
Seite ändern Sie den Eintrag "Anzeigen" in
Nur
am Bildschirm
Entsprechend gelingt auch der umgekehrte Effekt:
nur ausdrucken, ohne Anzeige am Bildschirm.
Ulrich Borgdorf/ib
Automatische Größenanpassung
Mit einem
Doppelklick passen Sie Beschriftungsfelder an den tatsächlich
benötigten Platz an.
Beim Gestalten von Formularen und
Berichten kostet es viel Zeit, Objekte an die optimale Größe
anzupassen. Hierbei ist Ihnen der Formulardesigner eine gute
Hilfe. Markieren Sie das betreffende Objekt, so erscheinen die
Anfasser an den vier Ecken und an den vier Seiten. Klicken Sie
jetzt doppelt in die rechte untere Ecke des Objekts, so paßt
sich dessen Größe automatisch an.
Ulrich Borgdorf/ib
Sachsen auch in Access
So umgehen Sie bei numerischen
Datenfeldern für die Postleitzahl die Probleme der führenden
Nullen.
Bei der Vergabe der fünfstelligen Postleitzahlen
hat die Post in Sachsen führende Nullen verteilt. Dies kann
bei der Datenbank Access zu Problemen führen: Wenn die
Postleitzahl in einem numerischen Datentyp abgelegt ist,
verschluckt Access bei der Ausgabe die vorausgehende Null.
Formatieren Sie das Feld mit der Postleitzahl mit "00000",
fügt es die fehlende Null wieder ein. Tragen Sie im
Tabellenentwurfs-Fenster unter Feldeigenschaften - Format
einfach
fünf Nullen ein.
Es empfiehlt sich jedoch generell,
Postleitzahlen als Text zu speichern. Das erhöht die
Flexibilität im Hinblick auf die Postleitzahlensysteme
anderer Länder. Allerdings müssen Sie dann bei der
Eingabe die führende Null auch mit eingeben.
Ulrich
Borgdorf/ib
Schnelle Druckausgabe
Auf Laserdruckern beschleunigen Sie
die Ausgabe von Formularen und Berichten.
Das Drucken von
Access-Formularen und -Berichten dauert zuweilen sehr lange. Grund
dafür ist die pixelweise Aufbereitung der Daten. Allerdings
bietet Access eine Option an, um diesen Vorgang auf Laserdruckern
erheblich zu beschleunigen. So werden in diesem speziellen Modus
Raster, Linien und Rechtecke nicht vom PC in die entsprechende
Rasterung übersetzt, sondern direkt an den Laserdrucker
weitergegeben.
Öffnen Sie einen Bericht oder ein Formular
in der Entwurfsansicht. Wählen Sie dann
Ansicht -
Eigenschaften
und aus der Auswahlliste den Eintrag
Andere
Eigenschaften
Im Eigenschaftsfeld "Schneller Laserdruck"
geben Sie als Wert "Ja" ein, und schon geht das Drucken
schnell vonstatten.
Ulrich Borgdorf/ib
Verborgene Tabellen
Mit dem Namens-Präfix verstecken
Sie gezielt Informationen vor den Augen des Benutzers.
Microsoft
Access speichert Systeminformationen für Abfragen, Indizes
und relationale Verknüpfungen in sogenannten Systemtabellen.
Deren Namen beginnen mit dem Präfix "MSys" (vgl.
"MSysQueries"). Aufgrund dieser Kennung werden diese
Tabellen normalerweise ausgeblendet. Um sie zu sehen, wählen
Sie im Menü Extras - Optionen
das Register "Ansicht"
und markieren das Kontrollkästchen [Systemobjekte].
Sie
selbst können auf diese Weise jedoch keine Tabellen
verstecken. Statt des Präfix "MSys" stellt Access
für benutzerdefinierte Systemdateien die Vorsilbe "USys"
zur Verfügung. Nennen Sie also eine Tabelle
"USysMeineTabelle", so verschwindet diese wie alle
anderen Systemtabellen auch.
Axel Zessner/ib
Datensatznummer bestimmen
Über das Recordset-Objekt
bestimmen Sie die Nummer des aktuellen Datensatzes.
Eine
undokumentierte Eigenschaft des Objekts Recordset liefert Ihnen
die Nummer des aktuell gewählten Datensatzes. Dazu
deklarieren Sie zunächst die beiden Variablen
Dim Tab As
RecordSet
Dim NR As Integer weisen danach der Objektvariablen
die aktuelle Datenmenge zu:
Set Tab =
Me.RecordSetClone
definieren die aktuelle
Markierung
Tab.Bookmark = Me.Bookmark
und erhalten aus der
Eigenschaft
NR = Tab.AbsolutePosition
die Nummer des
Datensatzes. Allerdings zählt Access die Datensätze von
0 beginnend, so daß der zehnte Datensatz in AbsolutePosition
den Wert 9 liefert.
Dirk Burkamp/ib
Menüzeichen als Zellinhalt
So geben Sie als Zellinhalt
in 1-2-3 das Zeichen < oder den Slash (/) ein.
Als reiner
Windows-Anwender werden Sie sich wundern, wenn Sie in Lotus 1-2-3
die Taste [<] oder [/] drücken. Diese Zeichen werden nicht
als Eingabe angesehen, vielmehr sehen Sie das 1-2-3-Classic-Menü
früherer DOS-Versionen.
Soll dennoch einmal der Inhalt
einer Zelle mit einer der beiden Tasten beginnen, so geben Sie
zunächst ein Leerzeichen, gefolgt vom entsprechenden
"Sonderzeichen" ein. Schließen Sie die Eingabe ab,
dann wechseln Sie mit [F2] in den Editiermodus und löschen
das vorangestellte Leerzeichen.
Übrigens: Für den
"Slash" gilt in Excel das gleiche Vorgehen. Dort wird
bei dieser Taste das Menü aktiviert. Manuel Marsch/ib
Installation ohne Wahl
Bei der Installation von Lotus 1-2-3
werden bestimmte Dateien einfach überschrieben.
Wollen Sie
die Tabellenkalkulation Lotus 1-2-3 97 unter Windows 95 oder NT
installieren, erhalten Sie möglicherweise die Meldung, daß
sich ältere Dateiversionen bereits auf Ihrer Platte befinden.
Nun stehen Ihnen leider nur zwei Schaltflächen zur Auswahl.
Mit Weiter werden die älteren Dateien durch die neuen ersetzt
und der Vorgang fortgesetzt. Wählen Sie hingegen Abbrechen,
endet das Setup vorzeitig. Die Wahl, die älteren Dateien
beizubehalten, existiert nicht. Dennoch brauchen Sie sich keine
Gedanken zu machen: Es handelt sich um Lotus-eigene
Approach-97-Dateien, also keine Systemdateien.
ib
Berechnungsfehler in Finanzfunktionen
Manche
Bereichsfunktionen liefern falsche Ergebnisse, wenn sich leere
Zellen im Bereich befinden.
Ein seltener, aber schwerwiegender
Fehler findet sich in den Finanzfunktionen der Tabellenkalkulation
Lotus 1-2-3 der SmartSuite 97. Die vier Funktionen
@IRR,@MIRR,@NPVund @NSUMliefern
falsche Ergebnisse, wenn sich im angegebenen Bereich Zellen ohne
Inhalt befinden. Ansonsten arbeiten die Funktionen laut Lotus
korrekt.
Ein zeitweiliges Workaround ist, alle leeren Zellen
mit Nullen aufzufüllen. Lotus wird in Kürze ein
Update-Kit unter
www.lotus.com/123
zur
Verfügung stellen, das diesen Bug behebt.
ib
Der Schreibmaschinen-Effekt
So beschriften Sie Ihre Bilder
wie mit einer Schreibmaschine, deren Farbband zur Neige geht.
Sehr
beliebt ist der Effekt, Bilder oder Logos mit einer
Schreibmaschinenschrift zu beschriften, die aussieht, als würde
das Farbband kurz vor dem Exitus stehen. Mit Picture Publisher von
Micrografx können Sie diesen Effekt leicht mit eigenen
Bildern nachempfinden.
Laden Sie zunächst das Bild, das
beschriftet werden soll. Schalten Sie dann über das Icon mit
dem griechischen Alpha den Maskenkanal ein, woraufhin sich das
Bild schwarz färbt. Wählen Sie als Vordergrundfarbe
Weiß, und geben Sie Ihren Text ein. Verwenden Sie dazu
bevorzugt eine Schriftart wie Courier, da diese den Effekt
besonders gut darstellt.
Nachdem Sie den Text eingegeben haben,
wählen Sie das Pfeil-Werkzeug und verschieben ihn an die
gewünschte Stelle. Binden Sie dann das Textobjekt über
[Strg-Umschalt-F] in Ihren Maskenkanal ein. Aktivieren Sie
über
Effekte - Effektfilter
oder [Strg-E] den
Effektkatalog, und wählen Sie aus der Liste den
Eintrag
Gaußsches Verwischen
Setzen Sie die Intensität
so hoch, daß Sie in der Vorschau Ihres Textes kein reines
Weiß mehr sehen. Sobald Sie auf [OK] klicken, wird der
Effekt in Ihrem Bild angewandt. Öffnen Sie den Effektkatalog
danach ein zweites Mal, und markieren Sie das Verfahren
"Schwellenwert". Stellen Sie mit dem Schieberegler einen
Wert von zirka 60 Prozent ein. Welcher Wert in Ihrem Fall am
besten ist, müssen Sie selbst ausprobieren, indem Sie nach
jeder Wertänderung den Schalter [Vorschau]
betätigen.
Entspricht das Ergebnis Ihren Erwartungen,
übernehmen Sie den Schwellenwert mit [OK], woraufhin er auf
Ihren Text angewandt wird. Klicken Sie erneut auf die Schaltfläche
[Maskenkanal], so sehen Sie wieder Ihr Bild. Der Text wird nun als
Maske dargestellt. Mit Hilfe des Farbeimers können Sie ihn -
vorzugsweise in Schwarz - einfärben: fertig ist der
Schriftzug.
ib
Fliegende Schatten
Mit fliegenden Schatten sehen kombinierte
Grafiken viel natürlicher aus.
Früher verzierte man
Grafiken mit einem homogenen schwarzen Rand, um einen
Schatteneffekt anzudeuten. Besonders natürlich wirkte dieser
Trick jedoch nicht. Vielmehr sahen besonders die Ränder
abgehackt und künstlich aus.
In vielen Grafiken - wie
beispielsweise in den meisten Screenshots des PC Magazin -
umranden heute natürliche Schatten die Bilder. Und diese sind
sehr leicht herzustellen. Ganz egal, mit welchem Retuscheprogramm:
von PaintShop Pro über den PhotoShop bis hin zum Picture
Publisher von Micrografx. Am Beispiel des letztgenannten zeigen
wir Ihnen, wie es geht. Als erstes erstellen Sie eine exakte Kopie
des Bildes oder des markierten Ausschnitts. Füllen Sie dieses
neue Bild - wenn Sie eine Maske kopiert haben, natürlich nur
diesen Bereich - mit der Farbe Schwarz. Erweitern Sie anschließend
das Bild, so daß Ihr schwarzes Bild einen weißen
Rahmen bekommt. Alternativ können Sie die Markierung auch in
ein größeres weißes Bitmap-Bild einfügen.
Binden Sie dann den schwarzen Bereich in die Grafik ein, und
führen Sie den Effektfilter Gaußsches Verwischen
(engl.: Gaussian Blur) aus. Mit welcher Intensität Sie den
Filter einsetzen, hängt von der Größe des Bildes
ab. Ist der Vorgang abgeschlossen, liegt Ihr Schatten vor Ihnen.
Kopieren Sie dann darüber das Originalbild, und versetzen Sie
es ein wenig nach links oben.
Im Picture Publisher können
Sie mehrere überlappende Ebenen mit Schattenwurf simulieren.
Haben Sie einen Schatten erstellt, dann kopieren Sie ihn samt
weißem Hintergrund in die Zwischenablage. Fügen Sie ihn
in Ihre Grafik ein, und wählen Sie als Mischmodus den Eintrag
Subraktiv. Dadurch werden die weißen Bildanteile
transparent.
Mit Hilfe des Menüpunkts Objekt/Ausrichten
lassen sich die einzelnen Bildteile mehr in den Vorder- respektive
Hintergrund verschieben.
Peter Banor/ib
Rundumblick
Erweitern Sie Ihren Blickwinkel, indem Sie
mehrere Bilder kombinieren.
Wer kennt sie nicht:
übereinandergelegte Fotos, die den Panoramablick eines
Bergmassivs oder einer Skyline vermitteln? Solche Fotos machen
Sie, indem Sie mehrmals den Auslöser drücken, während
Sie sich drehen.
Ein wenig unterscheiden sich die Winkel und
Dimensionen der Aufnahmen jedoch immer. So ist es schwer, sie
durch einfaches Cut&Paste zu einem einzigen Bild
zusammenzufügen. Hier hilft beim Picture Publisher die
Funktion Heften.
Dazu gehen Sie wie folgt vor: Zunächst
laden Sie die beiden Perspektiven, die Sie zusammenheften wollen.
Wählen Sie dann den Menüpunkt Effekte/Heften. Suchen Sie
im oberen Bereich in beiden Bildern je einen gleichen Punkt, und
klicken Sie diese an. Um möglichst genau die gleichen Punkte
zu treffen, vergrößern Sie einfach die beiden
Ansichten. An den angeklickten Stellen erscheint eine runde
Markierung.
Klicken Sie dann im unteren Bereich der beiden
Bilder zwei gleiche Stellen an, erscheinen dort eckige
Markierungen. Beide Marken lassen sich auch im nachhinein noch
verschieben. Gehen Sie dann auf die Schaltfläche Heften, und
bestätigen Sie den folgenden Dialog. Picture Publisher
erzeugt nun ein neues Bild mit vergrößerter
Perspektive, und die beiden Bilder passen zusammen.
Kurt
Peters/ib
Zoomen mit Größenanpassung
So vergrößern
Sie die Ansicht eines Bildes und passen gleichzeitig das Fenster
an.
Verwenden Sie im Picture Publisher das Lupensymbol, so
vergrößert dieses zwar den Ausschnitt, der Rahmen des
Fensters bleibt jedoch bei seiner alten Größe. Das ist
ärgerlich, da Sie diesen nun manuell anpassen müssen.
Halten Sie hingegen beim Klick mit der Lupe die Taste [Strg]
gedrückt, so paßt sich auch die Fenstergröße
an.
ib
Isolierte Objekte
Durch einfaches Kopieren erzeugen Sie
eigenständige Objekte innerhalb eines Bildes.
Einfache
Pixelprogramme kennen keine Objekte. Mit dem Picture Publisher
wandeln Sie ganz einfach feste Bestandteile eines Bildes in
eigenständige Objekte um, die sich unabhängig bearbeiten
lassen. Laden Sie das gewünschte Bild. Falls eine Markierung
vorhanden ist, benutzen Sie den Befehl Maske/Entfernen. Aktivieren
Sie ein geeignetes Maskenwerkzeug, und markieren Sie den
gewünschten Bildbereich. Um das neue Objekt zu erstellen,
klicken Sie auf die Schaltfläche Kopieren und anschließend
auf Einfügen. Der markierte Bildbereich wird eingefügt
und läßt sich isoliert bearbeiten, etwa verschieben, in
der Größe verändern, drehen oder retuschieren.
Solange sich das Objekt in der Zwischenablage befindet, läßt
es sich durch wiederholtes Klicken auf Einfügen in beliebiger
Anzahl anlegen. Diese Objekte bleiben auch bei der nächsten
Arbeitssitzung erhalten, wenn Sie sie im Picture Publisher eigenen
PPT-Format speichern.
Polierte Scans
Gescannte Grafiken verbessern Sie mit zwei
Filtern des Picture Publisher.
Picture Publisher bietet zwei
Effektfilter, um die Qualität gescannter Grafiken zu
verbessern. Benutzen Sie dazu nach dem Scannen des Bildes den
Befehl Effekte/ Effektfilter. Im Dialog machen Sie die Kategorie
Fototechnik sichtbar und wählen die Option Sprenkel entfernen
aus. Dieser Filter mildert das Bildrauschen, indem er unerwünschte
Bildpunkte entfernt, die beim Scannen entstehen. Die Wirkung
beeinflussen Sie mit Hilfe der Regler Intensität und
Schwellenwert. Mit der Vorschau-Schaltfläche kontrollieren
Sie das Ergebnis, mit OK schließen Sie ab. Eine unerwünschte
Nebenwirkung des Scannens ist der MoirI-Effekt, der störende
Schachbrettmuster im Bild erzeugt. Um diesen Effekt zu mildern,
steht der Filter Muster entfernen zur Verfügung. Zur
Dosierung wählen Sie eine der Optionen Starke Musterung und
Schwache Musterung aus. Zu bedenken ist, daß dieser Filter
einen Weichzeicheneffekt verursacht.
Drag&Drop von Designer
Wenn Sie ein Objekt vom Designer
in ein Picture-Publisher-Fenster per Drag&Drop kopieren, fügt
der Publisher es viel zu groß ein.
Sie sehen ein Objekt
in der Ansicht des Designer richtig, dann wird es jedoch groß
und grobpixelig im Publisher eingefügt. Dieses Problem tritt
auf, wenn der Publisher in Standardeinstellung bleibt. Wählen
Sie deshalb im Picture Publisher nicht die Option Extras/Optionen/
Objekt in Originalgröße einfügen . Ferner hängt
die Größe des kopierten Objekts von der gewählten
Ansichtsgröße ab. Achten Sie also darauf, in beiden
Anwendungen die gleiche Ansichtsgröße zu wählen.
ANITA MUHR/ ET
Vorschaubilder aktualisieren
Nach einem Zip-Wechsel
berechnet Ihr PC neue Vorschaubilder.
Sie verwenden ein
Zip-Drive. Mit Vorschaubilder automatisch aktualisieren werden die
Bilder nach dem Wechsel des Speichermediums neu angelegt. Das
beansprucht sehr viel Zeit. Wenn Sie diese Option abwählen,
sparen Sie die Zeit, weil der Picture Publisher die Vorschaubilder
nicht neu anlegt, wenn Sie einen Datenträger wechseln. A.
MUHR/ ET
Grafiken beschneiden
Passen Sie Bilder und Fotos an Ihre
Bedürfnisse an.
Es ist ganz einfach, Grafiken und Fotos in
TextMaker einzubinden. Um Ränder zu beschneiden oder sich nur
einen bestimmten Bereich des Bildes anzeigen zu lassen, müssen
Sie Ihren Texter nicht verlassen und dies in einem anderen
Programm wie PaintShop oder SoftMaker PhotoPad erledigen. Statt
dessen klicken Sie doppelt auf die Grafik und wählen im
erscheinenden Objektformat-Dialog die Beschnitt-Option. Hier geben
Sie Prozentwerte für die Reduzierung aller vier Ränder
getrennt an.
Noch einfacher geht es jedoch mit der Maus und
[Strg]. Markieren Sie das Bild, so daß ein Selektionsrahmen
erscheint. Verschieben Sie den rechten und unteren Rand mit der
Maus bei gedrückter Strg-Taste. TextMaker nimmt den Beschnitt
sichtbar vor, und Sie sehen das Ergebnis sofort vor sich.
ib
Geschützte Leerzeichen
So fügen Sie in TextMaker
geschützte Leerzeichen in Ihre Texte ein.
Besonders bei
Markangaben ist es ärgerlich, wenn ein Ausdruck wie "10
DM" am Zeilenende umbricht. Hier hilft es, wenn Sie ein
geschütztes Leerzeichen statt des normalen einfügen.
Anstelle der Leertaste drücken Sie [Alt-0160] (numerisches
Tastenfeld). Das Ergebnis sieht aus wie ein Leerzeichen, wird am
Zeilenende jedoch nicht umbrochen.
ib
Standardschrift einstellen
Mit der Dokumentenvorlage
"normal.tmv" stellen Sie die Standardvorgaben für
alle Texte ein.
Gefällt Ihnen die Standardschrift in
TextMaker-Dokumenten (Times New Roman) nicht oder wollen Sie eine
andere Größe oder Absatzformatierung, so öffnen
Sie zunächst über
Datei - Öffnen
die Datei
"normal.tmv" und ändern dort die Zeichen- und
Absatzvorlage nach Ihren Wünschen ab. Bei dieser Gelegenheit
passen Sie auch Papierränder und Einzüge Ihren
Vorstellungen an. Speichern Sie dann die Dokumentenvorlage wieder,
so basieren alle künftigen Dokumente auf dieser Vorlage.
ib
Einkommensteuer-Formate ergänzen
So erweitern Sie Ihre
Kategorien in Quicken um die fehlenden ESt-Formularfelder.
In
Quicken 4.0 können Sie bei Bedarf jede Kategorie dem
entsprechenden Formularfeld auf der Einkommensteuererklärung
zuweisen. Allerdings sind standardmäßig nicht alle
Felder der deutschen Einkommensteuerbögen
berücksichtigt.
Wenn Sie eine neue Kategorie anlegen und
unter "Form" den gesuchten Eintrag nicht finden, so
müssen Sie zunächst die Datei "tax.scd"
erweitern. Hierbei handelt es sich um eine normale Textdatei, die
Sie mit einem Texteditor öffnen, etwa mit "Notepad".
Es
fehlt beispielsweise der Eintrag "Solidaritätszuschlag
zur
Kapitalsteuer" der Anlage KSO. Suchen Sie als erstes
die Zeile 400 SYN KSO
Darunter tragen Sie
473 LYP 24-1
Solidarzuschl.z.KapSt
an der richtigen Position in einer Zeile
ein. Achten Sie darauf, daß die drei Einträge genau in
der richtigen Spalte stehen. "LYP 24-1" bedeutet
beispielsweise, daß die Summe dieser Kategorie in Zeile
24/Spalte 1 der Anlage KSO eingetragen wird.
Gerhard Mihm/ib
Animierte Symbole
Mit dem Wingdings-Zeichensatz erhalten Sie
auch in Powerpoint kleine Animationen.
In Powerpoint können
Sie nur Texten eine Animation zuordnen. Um Zeichen zu bewegen,
verwenden Sie etwa den Effekt "Text von links".
Wollen
Sie statt eines Schriftzugs lieber ein Flugzeug über den
Bildschirm fliegen lassen, so geben Sie als Text ein Q ein.
Formatieren Sie es über
Format - Schriftart
in
Wingdings, und richten Sie diesen "Text" über
Format
- Ausrichtung
rechtsbündig aus. Als nächstes öffnen
Sie über den Menüpunkt
Extras - Animation
einen
Dialog und markieren in der Effektenliste "Text von links".
Sobald Sie nun Ihre Animation starten, fliegen Flugzeuge von links
quer durchs Bild. Anstelle der Flugzeuge stehen Ihnen allein im
Wingdings-Zeichensatz über 220 Symbole zur Verfügung.
Und bei Grafikprogrammen wie Corel oder auch in der Shareware gibt
es Tausende zusätzlicher Symbolschriften.
ib
Immer nur Seitenansicht
So gehen Sie vor, damit Ihre
StarCalc-Tabellen wieder in der Bearbeitungsansicht dargestellt
werden.
Sie haben in StarCalc ein Dokument geladen, können
nur die Seitenansicht betrachten und es nicht mehr bearbeiten?
Dann haben Sie unter
Extras - Optionen - Speichern
den Punkt
"Dokumentansicht" aktiviert. Um dieses Dokument
verändern zu können, schalten Sie zunächst das
Kontrollkästchen aus. Ändern Sie dann das Dokument in
der Seitenansicht über die Schaltfläche [Seitenlayout],
speichern und schließen Sie es. Laden Sie das Tabellenblatt
dann erneut, erhalten Sie wieder die übliche Darstellung.
ib
Weg mit dem Startbildschirm
Der Start-Screen des
Virenschutzes VShield ist genauso unnötig wie nervtötend.
Entfernen Sie ihn!
Haben Sie VShield installiert, so meldet
sich dieses Programm bei jedem Windows-Start mit einem
Begrüßungsbildschirm. Mit einem kleinen Eintrag in der
Datei "default.vsh" umgehen Sie den
Startdialog.
,default.vsh". finden Sie in der Regel in
Ihrem Installationsverzeichnis unter
McAfee\VirusScan95
Öffnen
Sie die Datei mit einem Editor, etwa dem Windows-Notepad. Sie ist
aufgebaut wie eine Windows-INI-Datei. Den Eintrag
bNoSplash=0
im
Abschnitt [General] ändern Sie in
bNoSplash=1
Falls der
bNoSplash-Eintrag gar nicht existiert, fügen Sie ihn
hinzu.
Noch ein Tip am Rande: Laden Sie mindestens einmal im
Monat die neueste Version der Virenliste auf Ihren PC. Im Internet
erhalten Sie sie unter
http://www.mcafee.com
Klaus
Storminger/ib
Norton Utilities: Auslagerungsdatei optimieren
Wer weiß,
wie das System seine Daten verwaltet, steigert die Geschwindigkeit
mit einem kleinen Trick.
Den Speicherplatz auf Ihrem
Festplattenlaufwerk, den Windows zur temporären
Datenspeicherung nutzt, bezeichnet man auch als "virtuellen
Speicher". Er macht für Windows Arbeitsspeicher (RAM)
für Anwendungsprogramme frei, indem ein Teil der im RAM
befindlichen Daten vorübergehend auf die Festplatte
ausgelagert wird. Dazu wird ein Teil des auf dem Laufwerk
vorhandenen Speicherplatzes als virtueller Speicher reserviert.
Darin befindet sich die Auslagerungsdatei "win386.swp".
Wenn
die zu einer Datei gehörenden Daten in mehreren nicht
zusammenhängenden Blöcken über die Festplatte
verteilt sind, so wird diese Datei als "fragmentiert"
bezeichnet. Durch Fragmentierung kann die Leistung des Rechners
sinken, da das Lesen fragmentierter Daten vom Datenträger
mehr Zeit in Anspruch nimmt als bei unfragmentierten
Dateien.
Windows verwaltet die Auslagerungsdatei normalerweise
dynamisch, indem es die Größe der Datei ständig
den Anforderungen des Systems anpaßt. Dadurch wird die
Auslagerungsdatei aber ziemlich schnell fragmentiert. Dies können
Sie so vermeiden:
- Wählen Sie Arbeitsplatz -
Systemsteuerung - System und dann die Registerkarte
[Leistungsmerkmale].
- Im Gruppenfeld "Erweiterte
Einstellungen" klicken Sie auf [Virtueller
Arbeitsspeicher].
- Im neuen Gruppenfeld "Virtueller
Arbeitsspeicher" des erscheinenden Dialogs selektieren Sie
die Option Es gelten benutzerdefinierte Einstellungen für den
virtuellen Arbeitsspeicher.
Geben Sie unter Minimum und Maximum
einen Wert von 64 MByte an, das sollte genügen.
-
Bestätigen Sie die Angaben mit [OK]. Den daraufhin
auftauchenden warnender Hinweis schließen Sie mit [Ja] ab,
ignorieren ihn also. Klicken Sie noch einmal auf [OK], und starten
Sie nach Aufforderung den Rechner neu.
Durch diese Maßnahmen
haben Sie eine Reduzierung der Fragmentierung und eine statische
Größe der Auslagerungsdatei erreicht. Windows
reserviert nämlich ab jetzt die entsprechende Menge an
Speicherplatz (64 MByte) für die
Auslagerungsdatei.
Defragmentieren Sie nun Ihre Festplatte mit
"Speed Disk" der Norton Utilities folgendermaßen:
-
Wählen Sie Datei - Optionen
- Klicken Sie auf die
Schaltfläche [Konfigurieren...] im Gruppenfeld
"Optimierungsmethode".
- Klicken Sie auf die
Registerkarte [Dateien zuerst] im Dialogfeld "Komplette
Optimierung konfigurieren".
- Geben Sie in das Textfeld
"Dateispezifikation" folgendes
ein:
c:\windows\win386.swp
- Klicken Sie auf
[Hinzufügen].
Speed Disk legt nun bei der Optimierung die
Auslagerungsdatei an den Festplattenanfang und macht sie
unverschiebbar. Diese Mühe belohnt das System in Zukunft mit
einer verbesserten Systemgeschwindigkeit.
Gerhard Frey/et
Norton Navigator: Zu kleine Schriften
Zu kleine oder
chaotische Schriften im Norton-Dateimanager kommen von einer
fehlerhaften TTF-Datei.
Wenn Sie nach der Installation des
Norton Navigator für Windows 95 plötzlich nur noch viel
zu kleine oder wirre Zeichen im Norton-Dateimanager sehen, liegt
das wahrscheinlich an der Schriftart Mtsorts_.ttf. Befindet sich
diese Datei auf Ihrem System, dann benennen Sie sie um, und
starten Sie Windows neu. Ist damit das Problem nicht beseitigt,
schauen Sie in der Datei win.ini, ob die Einträge im
Abschnitt [FontSubstitutes] wie folgt
lauten:
[FontSubstitutes]
Helv=MS Sans Serif
Tms Rmn=MS
Serif
Times=Times New Roman
Helvetica=Arial
MS Shell
Dlg=MS Sans Serif
MT Symbol=Symbol
Falls nicht, ändern
Sie sie, und starten Sie Windows erneut. Wenn das nicht hilft,
bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sukzessive alle
Schriften zu deinstallieren, bis das Problem verschwindet.
Falls
Sie sehr viele Schriften haben, kann diese Einzeldeinstallation
mühsam werden. Entfernen Sie jedoch alle Schriften, müssen
Sie die Fonts von jedem Programm installieren, die es verlangt.
ib
Norton Navigator: Verweigerte Deinstallation
Wollen Sie den
Navigator von Ihrem System entfernen, kann es zu Problemen
kommen.
Richten Sie den Norton Navigator auf Ihrem System ein
oder wollen diesen wieder entfernen, so kann eine der folgenden
Meldungen erscheinen:
Fehler beim ... von WIN.IN_
Fehler
beim ... von SYSTEM.IN_
Im schlimmsten Fall stürzt Ihr
System beim Deinstallieren ab, und Windows 95 läßt sich
nicht mehr starten.
Für dieses Fehlverhalten kann Quicken
5 ursächlich sein. Es erstellt bei der Installation zwei
Sicherungskopien der Windows-INI-Dateien und benennt deren
Extension in ".in_" um. Laut der (inoffiziellen)
Namenskonventionen bedeutet ein "Underscore" als drittes
Zeichen der Dateierweiterung, daß es sich um eine
LZ-komprimierte Datei handelt. Dies ist jedoch bei den beiden
Sicherungsdateien nicht der Fall. Das Setup-Programm des Navigator
versucht erfolglos, diese Dateien zu dekomprimieren und bricht
nach der Fehlermeldung ab. Vergewissern Sie sich also vor der
(De-)Installation des Navigator, ob derartige Dateien vorhanden
sind, und benennen Sie diese um.
ib
Norton Disc Doctor: Ungültige Einträge
Prüfen
Sie das Systemdatum, bevor Sie unnötige Reparaturen
durchführen.
Wenn Sie Ihre Festplatte mit dem Norton Disk
Doctor aus den Norton Utilities analysieren und dabei eine
Vielzahl von Fehlermeldungen über falsche Verzeichniseinträge
erhalten, sollten Sie zunächst überprüfen, ob das
Systemdatum stimmt. Ist ein in der Vergangenheit liegendes Datum
eingestellt, weisen viele Dateien Datumsvermerke auf, die, wenn
das eingestellte Systemdatum zuträfe, noch gar nicht
existieren dürften. Das führt zu Fehlermeldungen.
Zum
Überprüfen der Systemzeit klicken Sie auf die
Uhr-Anzeige rechts unten in der Task-Leiste. Falls das angezeigte
Systemdatum falsch ist, schließen Sie den Hinweisdialog des
Norton Disk Doctor, ohne Änderungen vorzunehmen. Anschließend
führen Sie einen Doppelklick auf die Uhr-Anzeige aus, um das
Datum korrekt einzustellen. Danach führen Sie den Disk Doctor
erneut aus.
Ralph Kusterer/ib
Norton Commander: Platte aufräumen
Mit dem Norton
Commander befreien Sie Ihre Festplatte von
Datenmüll.
Überflüssiges wie temporäre
Dateien, Sicherungskopien oder unnötige Infotexte löscht
der Norton Commander für Windows 95 auf Wunsch automatisch.
Benutzen Sie dazu die Tastenkombination [Umschalt-F1]. Im Dialog
Festplatte aufräumen wählen Sie unten im Listenfeld
zunächst das Laufwerk aus, das nach abkömmlichen Dateien
durchsucht werden soll. Dann schalten Sie die gewünschte
Suchgruppe, beispielsweise Temporäre Dateien, per Mausklick
ein.
Alternativ können Sie mehrere Suchgruppen parallel
verwenden. Um beispielsweise alle Kopien von Systemdateien zu
ermitteln, aktivieren Sie die Optionen Alte Autoexec-Dateien, Alte
Config-Dateien und Alte Windows-ini-Dateien. Wenn Sie auf Start
klicken, sucht der Norton Commander nach den entsprechenden
Dateitypen und zeigt die gefundenen Dateien im unteren Fenster an.
Mit der Löschen-Schaltfläche befördern Sie diese in
den Papierkorb.
Noch mehr Vielfalt erschließt die
Schaltfläche Im Fenster anzeigen. Die gefundenen Dateien
erscheinen im Norton-Commander-Fenster, so daß alle
gewohnten Funktionen zur Verfügung stehen. In diesem Modus
können Sie beispielsweise Dateiinhalte anzeigen oder die
Dateien in ein komprimiertes Archiv verschieben.
Ralph
Kusterer/ib
Norton Commander: PC-Verbindung herstellen
Verbinden Sie
Ihren Laptop und den Heimrechner mit dem Norton Commander.
Mit
dem Norton Commander für Windows 95 stellen Sie ohne großen
Aufwand eine Verbindung zwischen zwei Computern her. Dazu
benötigen Sie weder eine Netzwerkkarte noch sonstige
Zusatz-Hardware, sondern lediglich die vorhandenen Schnittstellen.
Verbinden Sie dazu beide Rechner mit einem geeigneten seriellen
oder parallelen Kabel. Anschließend laden Sie auf beiden
Computern den Norton Commander und benutzen jeweils den Befehl
Befehle/Nach Verbindung suchen. Im nächsten Dialog wählen
Sie für jeden PC die Schnittstelle (beispielsweise COM2) aus,
an der das Verbindungskabel angeschlossen ist, und klicken auf
OK.
Benutzen Sie nun auf dem Computer, mit dem Sie die
Operation steuern möchten, entweder im Menü Rechts oder
Links den Befehl Verbinden. Daraufhin erscheint in diesem Fenster
das aktuelle Verzeichnis des zweiten Computers. Sie können
nun wie gewohnt mit beiden Fenstern arbeiten, indem Sie
beispielsweise auf dem ferngesteuerten Slave-PC ein Verzeichnis
öffnen und hieraus Dateien auf den anderen Rechner kopieren.
Norton Commander: Individuell aufräumen
Mit dem
Commander entfernen Sie Datenmüll auf komfortable Weise.
Die
Funktion Festplatte aufräumen des Norton Commander für
Windows 95 spürt überflüssige Dateien auf der
gesamten Festplatte auf und entfernt diese. Dabei lassen sich
eigene Dateigruppen definieren, nach denen Sie gezielt suchen
können.
Nehmen wir an, Sie haben zahlreiche
Sicherheitskopien mit der Endung old angelegt, die Sie loswerden
möchten. Rufen Sie dazu den Dialog Festplatte aufräumen
mit [Umschalt-F1] auf, und klicken Sie auf Definieren. Im ersten
Register aktivieren Sie die Schaltfläche Benutzerdef. Nr.
11.
Schalten Sie links neben dem Feld Verzeichnis die Option
und darunter ein, und tippen Sie in das Feld Filtername eine
Beschreibung ein, beispielsweise OLD-Dateien. Aktivieren Sie das
Register Name und Attribute.
Im Feld Einschließen tragen
Sie die Suchmaske *.old ein. Falls weitere Dateitypen erfaßt
werden sollen, fügen Sie die entsprechenden Suchmasken hinzu,
die jeweils durch ein Leerzeichen zu trennen sind. Nach einem
Klick auf OK erscheint der neue Eintrag im Hauptdialog.
Hier
wählen Sie unten das Laufwerk aus, aktivieren den neuen
Eintrag und klicken auf Start. Der Norton Commander listet nun
alle Dateien mit den definierten Endungen auf dem gewählten
Laufwerk auf. Mit der Löschen-Schaltfläche entfernen Sie
die ausgewählten Dateien.
Norton Utilities für Windows 95: Auslagerungsdatei
überwachen
Der System Doctor informiert Sie über
Größe und Nutzung der Auslagerungsdatei.
Informiert
zu sein, ist die halbe Miete für ein stabiles System. Das
Modul Norton System Doctor versorgt Sie mit Informationen zur
aktuellen Auslastung des Systems, beispielsweise zur Nutzung des
Prozessors oder zur Belegung der Festplatte. Sie können
selbst bestimmen, welche Bestandteile des Rechners hier überwacht
werden. Um sich über die Größe der aktuellen
Auslagerungsdatei informieren zu lassen, benutzen Sie im System
Doctor den Befehl Sensor/Hinzufügen. Es erscheint eine
Auswahlliste mit den zur Verfügung stehenden Anzeigeoptionen.
Klicken Sie auf den Befehl Größe der Auslagerungsdatei.
Im Fenster des System Doctor erscheint das neue Anzeigeinstrument
AD unbenutzt. Infos zur Auslastung der Auslagerungsdatei erhalten
Sie, indem Sie den Sensor mit der rechten Maustaste anklicken und
den Befehl Information benutzen. Um das Element zu löschen,
wählen Sie im Kontextmenü Entfernen.
Norton Commander: Zweiggröße ermitteln
Der Norton
Commander ermittelt den Platzbedarf kompletter
Verzeichniszweige.
Bei der Arbeit mit Verzeichnissen ist es oft
wichtig zu wissen, wieviel Platz ein Verzeichnis mit allen
angeschlossenen Unterverzeichnissen belegt. Der Norton Commander
liefert Ihnen diese Information auf Knopfdruck. Dazu wählen
Sie das gewünschte Verzeichnis aus, ohne es zu öffnen,
und Schnellansicht im Menü des anderen Fensters, al-so
entweder Rechts oder Links. Alternativ verwenden Sie die
Tastenkombination [Strg-Q]. Im linken Fenster zeigt die
Schnellansicht-Funktion künftig unter Byte: den Platzbedarf
aller Dateien an, die sich im ausgewählten Verzeichniszweig
befinden.
Norton Commander: Dateien teilen
Mit dem Commander übertra-
gen Sie auch große Dateien auf kleine Disketten.
Datenträger
sind immer zu klein, besonders Disketten. Selbst wenn Sie klei-ne
Freeware-Programme auf Ihr Notebook übertragen möchten,
reichen 1,4 MByte Diskettenkapazität nur in den seltensten
Fällen aus. Hier hilft Ihnen der Norton Commander, der die
Datei in diskettentaugliche Häppchen zerteilt und wieder
zusammenfügt. Wählen Sie dazu im Norton Commander die
Datei aus, die Sie zerteilen möchten. Mit dem Befehl Dateien/
Trennen/Zusammenführen oder der Tastenkombination [Strg-F10]
rufen Sie den Dialog Datei trennen auf. Standardmäßig
legt der Norton Commander die geteilten Dateien im aktuellen
Verzeichnis an. Auf Wunsch stellen Sie im Feld Nach ein anderes
Verzeichnis ein. Als Voreinstellung für die Trenngröße
verwendet der Commander 1457664 Byte, so daß die Segmente
genau auf eine HD-Diskette passen. Mit einem Klick auf Trennen
führen Sie die Teilung durch. Im Zielverzeichnis finden Sie
nun neue Dateien mit den Endungen 001, 002 usw. Diese Segmente
übertragen Sie dann auf Leerdisketten. Zum Zusammenführen
benutzen Sie ebenfalls den Norton Commander. Wählen Sie dazu
die erste Teildatei mit der Endung .001 aus, und aktivieren Sie
wieder den Befehl Dateien/Trennen/ Zusammenführen. Aufgrund
eines Bugs zeigt der Norton Commander im Feld Nach den
ursprünglichen Pfad auf dem Quellcomputer an, der unter
Umständen auf dem neuen Rechner gar nicht zur Verfügung
steht. Ersetzen Sie deshalb diese Verzeichnisangabe manuell durch
den Pfad des aktuellen Verzeichnisses, wobei der nachgestellte
Name der Zieldatei erhal-ten bleiben muß. Klicken Sie nun
auf Zusammenführen, um die Originaldatei im aktuellen
Verzeichnis wiederherzustellen.
Norton Utilities 4.0: System Doktor in neuem Kittel
Passen
Sie die Optik der Instrumente des System Doctor nach Wunsch
an.
Der Norton System Doctor überwacht leistungsrelevante
Bereiche Ihres PC und liefert ständig aktuelle Informationen,
beispielsweise zur Festplatten-belegung oder Prozessorauslastung.
Dabei läßt sich die Darstellungsform für jedes
aktive Überwachungsinstrument separat einstellen. Klicken Sie
dazu im System Doctor doppelt auf die gewünschte
Schaltfläche, beispielsweise auf die Fläche
CPU-Auslastung. Dann gehen Sie im nächsten Bildschirm auf die
Schaltfläche Eigenschaften. Im Register Format des Dialogs
wählen Sie im Listenfeld Diagrammtyp die gewünschte
Optik aus, beispielsweise Digitaler Zähler oder Tachometer.
In der Vorschau sehen Sie schon, was Sie bei Ihrer Auswahl
erwartet. Mit einem schnellen OK-Klick übernehmen Sie die
neue Darstellungsform.
Norton Commander 2.01: Systemcrash vermeiden
Durch gezielte
Vorsichtsmaßnahmen vermeiden Sie Totalabstürze beim
Zugriff auf das Diskettenlaufwerk.
Sie greifen über den
Norton Commander auf ein Diskettenlaufwerk zu, beenden das
Programm und entnehmen die Diskette. Der nächste
Commander-Start bringt einen Systemstillstand, wenn Sie die Option
Einrichtung auto-matisch speichern im Konfigurationsdia-log
eingeschaltet haben. Er beruht auf einer fehlerhaften Einstellung
auf Betriebssystemebene und tritt nach der Installation von MS
Office 2000 auf. Eine Variante dieses Fehlers ist noch tückischer:
Sie zeigen in einem Commander- Fenster den Inhalt einer Diskette
an, wechseln in das andere Fenster und blenden den
Informationsbildschirm mit [Strg-L] im Fenster des
Diskettenlaufwerks ein. Dann beenden Sie das Programm und
entfernen die Diskette. Beim nächsten Aufruf funktioniert der
Commander zunächst bis Sie im anderen Fenster ein beliebiges
Laufwerk aus-wählen. Windows stürzt ab. In beiden Fällen
helfen Sie ab, indem Sie eine Diskette in das Laufwerk einlegen.
Entweder funktioniert der Commander dann wieder reibungslos, oder
Sie können das Programm zumindest mit [Strg-Alt-Entf] und
Task beenden terminieren, ohne neu booten zu müssen. Legen
Sie anschließend eine Diskette ein, starten Sie den
Commander neu, und wählen Sie im fraglichen Fenster ein
Festplattenlaufwerk aus. Um das Problem zu vermeiden, beenden Sie
den Commander nie mit einer ausgewählten Diskette, sondern
wechseln vorher zu einem Festplattenlauf-werk. Oder Sie schalten
im Register Allg. Einstell. des Dialogs Befehle/Konfiguration die
Option Einrichtung auto-matisch speichern aus. Anschließend
startet der Commander allerdings immer mit derselben
Konfiguration.
Norton Commander 2: Individuelle Filter
Benutzerdefinierte
Filter-Sets lassen sich speichern und jederzeit wieder
anwenden.
Mit der Filterfunktion finden und be-arbeiten Sie
Dateigruppen in vollen Verzeichnissen. Bei eigenen Dateifilter
stört es, daß sich der NC Ihre Eingaben nicht merkt.
Stattdessen müssen Sie die ent-sprechenden Dateimasken im
Dialog Filter einrichten immer neu eingeben. Um sich dies zu
ersparen, richten Sie benutzerdefinierte Filter ein, die mehrere
Dateimasken enthalten können. Dazu wechseln Sie in das
Verzeichnis, in welchem Sie den Filter brauchen. Wählen Sie
Filter im Fenster-Menü wie Rechts/Filter. Im Dialog
aktivieren Sie das Register Filter und klicken auf die
Schaltfläche Benutzerdef. Nr. 1. Das Feld Filtername
bezeichnen Sie beispielsweise mit Sound-Dateien. Wechseln Sie zum
Register Name & Attribute. Hier tragen Sie in das Listenfeld
Einschließen die Dateimasken wie *.wav *.mp3 *.mid ein. Mit
OK bestätigen Sie Ihren neuen benutzerdefinierten Filter. Um
dieses Filter-Set später wieder anzuwenden, rufen Sie den
Dialog Filter einrichten auf. Hier wechseln Sie zum Register
Filter, klicken das gewünschte Set an und schließen mit
OK ab. Im Register Filter finden Sie bereits einige vorbereitete
Filter-Sets, etwa für Textdokumente oder Grafikdateien. Alle
Sets lassen sich auf beschriebene Weise ändern und erweitern,
indem Sie Dateimasken löschen oder hinzufügen. Die
Änderung übernehmen Sie per Klick auf den Schalter OK.
Schnelles Ende
Mit einem Klick beenden Sie laufende
Programme im Office Manager.
Verwenden Sie den Microsoft Office
Manager, können Sie Anwendungen schließen, indem Sie
sie anklicken, während Sie die Alt-Taste gedrückt
halten. Dies funktioniert jedoch nicht bei Dialogen des Managers
selbst, wie beispielsweise "Datei suchen", da es sich
hierbei nicht um eigenständige Programme, sondern um Teile
einer Anwendung handelt.
Sven Liedel/ib
Automatisch Zellen füllen
Tabellen in WordPerfect
lassen sich automatisch füllen.
Haben Sie eine Tabelle mit
12 Zeilen und zwei Spalten und wollen in der ersten Spalte zu
jeder Zeile deren Nummer dargestellt bekommen, so müssen Sie
die zwölf Zellen nicht manuell ausfüllen. Statt dessen
geben Sie lediglich in die ersten beiden Felder die Werte 1 und 2
ein. Danach markieren Sie alle 12 Zellen und drücken auf
[Strg-Umschalt-F12]. WordPerfect füllt daraufhin automatisch
die restlichen Zellen, wobei es die ersten beiden Werte verwendet,
um daraus den Anfangswert und den Zuwachs pro Zelle zu ermitteln.
Tragen Sie also statt 2 als zweiten Wert 3 ein, werden auch die
Folgezellen jeweils um 2 erhöht.
Peter Griese/ib
Standardansicht ändern
So ändern Sie die Zoomstufe
von WordPerfect.
Erstellen oder öffnen Sie ein Dokument in
WordPerfect, wird dieses in der 100-Prozent-Darstellung angezeigt.
Je nach Monitor, Auflösung oder verwendeter Schriftart kann
diese Darstellung aber für Ihr System unzweckmäßig
sein.
Wollen Sie beispielsweise die Standarddarstellung auf 150
Prozent einstellen, wählen Sie zunächst
Bearbeiten -
Eigenschaften
Im Dialog klicken Sie doppelt auf das
Anzeige-Symbolbild und wählen das Ansicht/Zoom-Register.
Stellen Sie auf dieser Seite die gewünschte Darstellung ein,
und bestätigen Sie die Einstellung mit [OK].
Kai
Schulze/ib
Aus Fuß- mach Endnoten
Mit einem Standardmakro
verwandeln Sie Fuß- in Endnoten.
Fußnoten lassen
sich leichter bearbeiten als Endnoten, da sie auf derselben Seite
stehen wie der zugehörige Text. Muß Ihr Dokument jedoch
gewissen Richtlinien folgen - wie etwa bei einer juristischen
Hausarbeit an der Uni -, konvertieren Sie einfach diese Fußnoten,
so daß sie dann am Ende stehen.
Dabei hilft Ihnen das
Makro "footend.wcm", das bei der Installation mit auf
Ihre Festplatte kopiert wird. Sie führen es aus, indem
Sie
Extras - Makro ausführen
wählen und ins
Textfeld "footend. wcm" eintragen.
ib
Alle Dokumente schließen
Mit einem Befehl schließen
Sie in WordPerfect alle offenen Dokumente.
Anstatt alle Texte
einzeln zu schließen, bedienen Sie sich in WordPerfect des
Makros "closeall.wcm", das Ihnen diese Routinearbeit
abnimmt. Am besten verknüpfen Sie das Programm direkt mit
einer Symbolschaltfläche, damit es Ihnen auf Mausklick zur
Verfügung steht. Da Sie die vordefinierten Toolbars nicht
verändern dürfen, erstellen Sie zunächst eine neue.
Wählen Sie dazu
Bearbeiten - Eigenschaften
und klicken
Sie doppelt auf "Toolbar". Wählen Sie [Erstellen],
und geben Sie im Dialog den neuen Namen ein. Über
Makros -
Makro hinzufügen
öffnen Sie den Auswahldialog,
klicken doppelt auf den Eintrag "closeall.wcm" und
bestätigen die Auswahl mit [OK].
ib
Fehlerhafte Kontoauszüge
Hält Ihre Bank Ihre
Kontobewegungen nicht lange genug online, kann es mit Quicken zu
Problemen führen.
Manche Banken (etwa die Volksbanken)
stellen Ihnen Ihre Kontoauszüge nur für eine begrenzte
Zeit zur Verfügung. Längere reise- oder PC-freie Wochen
führen dazu, daß der T-Online-Abgleich mit Quicken
fehlschlägt. Das Btx-Modul versucht, per ZKA-Norm auf die
Daten zuzugreifen, und erhält statt der Liste der Ein- und
Auszahlungen die Meldung, daß das Anfangsdatum zu weit in
der Vergangenheit liegt. Da weder Quicken diesen Fehler versteht
noch ZKA einfach alle verfügbaren Auszüge übermittelt,
stehen Sie ganz schön auf dem Schlauch. Denn selbst wenn Sie
die fehlenden Umsätze des Kontos manuell nachtragen, versucht
Quicken weiterhin, auf die nicht mehr vorhandenen Auszüge
zuzugreifen.
So bringen Sie Quicken bei, ab welchem Datum die
Abfrage der Kontobewegungen starten soll: Legen Sie einfach einen
neuen Buchungssatz in der Kontenliste an. Datieren Sie den Eintrag
auf den letztmöglichen Tag, für den die Bank Auszüge
bereithält, und versehen Sie das Feld [OK] mit einem Kreuz.
Beim nächsten Abgleich "denkt" Quicken, daß
dieser Eintrag online eingetragen wurde, und ermittelt nur die
späteren Buchungen.
ib
Konsequente Mausunterstützung
Die Maus bietet mehr
Funktionen, als Sie auf den ersten Blick bemerken.
Corel Draw
nutzt in der neuen Version 7.0 nicht nur konsequent die rechte
Maustaste für kontextsensitive Menüs, sondern bietet in
Kombination mit entsprechenden Tasten noch einige weitere
Arbeitserleichterungen an. Wenn Sie ein Objekt mit der Maus
verschieben, skalieren oder rotieren, reicht während der
Aktion ein kurzer Klick mit der rechten Maustaste, um das Original
unverändert beizubehalten und die Veränderung der Kopie
zuzuweisen.
Ziehen Sie in Corel Draw ein Objekt bei gedrückter
rechter Maustaste auf ein anderes, so erscheint ein Menü.
Dieses erlaubt Ihnen, die Attribute des Quell- auf das Zielobjekt
zu übertragen. Drücken Sie zusätzlich zur rechten
Maustaste auf [Umschalt], übernimmt das Programm automatisch
die Füllung des Quellobjekts. Gleiches gilt auch für die
Umrißattribute, nur müssen Sie dann zusätzlich
[Alt] drücken.
Vielen bekannt ist, daß bei
gedrückter [Umschalt]-Taste mehrere Objekte nacheinander
markieren werden. Ein Klick mit der rechten Maustaste ruft ein
Kontextmenü auf, mit dem Sie diese Objekte kombinieren oder
gruppieren lassen. Aber auch hier gibt es eine schnellere
Alternative. Drücken Sie nämlich bei Anwahl eines neuen
Objekts zusätzlich zur Taste [Umschalt] die rechte Maustaste,
so erscheint das Menü sofort.
Martin Bockler/ib
Maus- und Tastenkniffe
Viele von Corel Draws Funktionen
erreichen Sie mit der richtigen Kombination von Maus und
Tastatur.
Die Lineale der Oberfläche lassen sich ganz
leicht an jede beliebige Stelle Ihrer Grafik verschieben. Dazu
müssen Sie nur die [Umschalt]-Taste drücken und
wahlweise das horizontale oder vertikale Lineal per Drag&Drop
an die gewünschte Stelle plazieren. Noch schneller geht es,
wenn Sie - wieder bei gedrückter [Umschalt]-Taste - einen
Doppelklick ausführen. Dann nämlich wird das Lineal auf
Ihrem Bildschirm zentriert. Mit Hilfe des kleines Symbolbilds am
linken respektive oberen Rand versetzen Sie den Nullpunkt der
Skala. Dazu klicken Sie auf das Icon und ziehen es in Ihrer Grafik
an die Stelle, die den horizontalen und vertikalen Nullpunkt
darstellt.
Besonders in sich hat es der Doppelklick in Corel
Draw. Auf dem Lineal ausgeführt, öffnet er den Dialog,
mit dem Sie die Skalierung sowie das Hintergrundraster einstellen.
Auf dem Rand der Grafik hingegen öffnet er den Dialog Seite
einrichten. Und auch die Werkzeuge der Tool-Leiste haben eine
Zusatzfunktion, wenn Sie statt des einfachen den doppelten
Mausklick verwenden.
So markieren Sie auf diese Weise mit dem
Pfeilwerkzeug alle Objekte. Ein Doppelklick auf das Rechteck
erzeugt ein entsprechendes Objekt und paßt es genau an die
Dimensionen der Seite an. Da es von der Ebene her ganz hinten
liegt, eignet es sich hervorragend zur Darstellung eines
Hintergrundmusters oder einer -farbe. Dieselbe Mausaktion auf dem
Knoten- oder Text-Tool öffnet das jeweils passende
Rollup-Fenster.
Eine ganz neue Form der Auswahl bietet Corel
Draw mit einem Doppelklick der rechten Maustaste. Diese
ungewöhnliche Aktion öffnet die kontextsensitive Hilfe
zu den Werkzeugen der Symbol- und der Tool-Leiste. Aber auch in
einem anderen Bereich entspricht die rechte Maustaste nicht ganz
den Konventionen und erleichtert dennoch die Arbeit. Klicken Sie
einmal auf eine der Farben der Palette am unteren Bildschirmrand,
und färben Sie damit die Fläche des Objekts. Verwenden
Sie hingegen die rechte Maustaste, ändern Sie die
Umrißfarbe.
Karla Hommer/ib
Bunte Schriften
Farbe in Schriften kann beliebige
Geschäftsdokumente visuell interessant machen. Bei falschem
Umgang mit Farben riskieren Sie jedoch eine negative
Wirkung.
Farbe können Sie zum Betonen von Textelementen
oder als Texthintergrund einsetzen. Dabei kommt es darauf an,
sogenannte Komplementärfarben zu vermeiden und die richtigen
Schriften einzusetzen.
In einem einfachen Dokument sollten Sie
eine Farbe für den Textkörper (gewöhnlich Schwarz)
und eine zweite für Überschriften, Titel und seltene
Hervorhebungen verwenden. In einem komplizierten Dokument können
Sie auch bis zu drei oder vier Farben einsetzen. Mögliche
Einsatzbereiche von Farben wären: Textkörper,
Überschriften, Zwischenüberschriften, Zitate, hängende
Initialen, Seitenspalten, Grafikbezeichnungen " Kopf- und
Fußnoten und seltene Betonungen im Textkörper. Zum
Hervorheben sollten Sie neben der Farbe maximal nur noch ein
weiteres Hilfsmittel wie beispielsweise Schriftart oder -größe
einsetzen. Unterstreichungen und Umrißschriften sollten Sie
- wenn überhaupt - nur äußerst sparsam verwenden.
Wenn Sie Farbe auf jede Textzeile auftragen, erhalten Sie ein
Farbmuster anstelle eines lesbaren
Textes.
Negativbeispiel:
Schrift + GROSS + Fett + Kursiv +
VERSALIEN + unterstrichen + Farbe = ZU VIEL
Achten Sie darauf,
daß die hervorgehobenen Wörter die richtige Aussage
treffen, so daß beim Überfliegen der Seite die
wichtigsten Botschaften erfaßt werden.
lip
Hintergrundfarben
Der Kontrast zwischen Text und Hintergrund
muß ausreichend groß sein.
Setzen Sie bei Zitaten,
Seitenspalten und Textblöcken, die sich vom Haupttext
absetzen sollen, Hintergrundfarben ein. Um die richtige Wirkung zu
erzielen, müssen Sie folgendes beachten:
Dieser Text ist
schwer lesbar ...
... da Schrift- und Hintergrundfarben die
gleiche Intensität haben: Die rote Schrift ist genauso
gesättigt wie der magentafarbene Hintergrund. Mit dieser
extremen Farbkombination können einige Leser Schwierigkeiten
haben.
Dieser Text ist einfacher zu lesen...
... da die
Hintergrundfarbe viel heller als die Farbe der Schrift ist.
Dieser
Text ist schwer lesbar...
... da Schrift- und Hintergrundfarbe
in etwa die gleiche Intensität haben: Die Sättigung des
grauen Texts entspricht der des gelben Hintergrunds. Beide Farben
sind außerdem relativ hell.
Dieser Text ist einfacher zu
lesen...
... da ein starker Farbton- und ein starker
Hell-/Dunkel-Kontrast zwischen Schrift- und Hintergrundfarbe
bestehen. Schwarz auf gelbem Hintergrund ist eine der am besten
lesbaren Kombinationen. Deshalb ist sie auch oft auf Warnschildern
zu finden.
Vermeiden Sie den Einsatz von
Komplementärfarben!
Dieser Text ist schwer lesbar...
...
obwohl starker Kontrast zwischen der Schrift- und Hintergrundfarbe
vorhanden ist. In diesem Fall ist der Kontrast sogar zu stark. Rot
und Grün sind Komplementärfarben mit gleicher Intensität
(= gleicher Sättigung) und scheinen daher unmittelbar
nebeneinander zu vibrieren.
lip
Die richtige Schrift
Wenn Text auf einem farbigen
Hintergrund plaziert bzw. aus einem farbigen Hintergrund
ausgespart wird, sollten Sie eine Schrift ohne Serifen
wählen.
Schriften mit Serifen wie Times New Roman
verschwimmen beim Aussparen aus dem Hintergrund. Das gilt speziell
bei kleinen Schriftgrößen. Solche Schriften sind schwer
lesbar.
Beispiel:
- mit Serifen (Times New Roman):
Dieser
Text ist schlecht lesbar ...
- ohne Serifen (Arial):
Dieser
Text ist einfacher zu lesen ...
lip
Farbe in hängenden Initialen
Hängende Initiale
müssen ausreichend Kontrast zum Fließtext
aufweisen.
Hängende Initiale sind große
Zierbuchstaben am Anfang eines Absatzes. Ein großer Kontrast
zum Text sorgt dafür, daß das Erscheinungsbild nicht
durch ein unansehnliches Loch getrübt wird. Je kleiner die
hängende Initiale, desto stärker muß die Farbe
sein.
Vergleichen Sie das dunkelrote H mit dem helleren Grauton
im D des folgenden Absatzes.
Die Farbe dieses hängenden
Initials ist zu blaß. Es bleibt ein unvorteilhaftes
Loch.
Hier ist die Farbe kräftig. Der Kontrast ist groß
genug gewählt.
Setzen Sie hängende Initiale sparsam
ein. Jeweils eines zu Beginn eines neuen Kapitels genügt.
lip
Animationscursor verändern
So ändern Sie den
animierten Mauszeiger, der anzeigt, daß der Picture
Publisher beschäftigt ist.
Seit Windows 95 gibt es die
animierten Cursor. Zu Tausenden finden Sie diese im Internet und
auf Shareware-CDs. Ein weiteres Einsatzgebiet dieser kleinen
Animationen ist der Mauszeiger beim Picture Publisher, wenn dieser
damit beschäftigt ist, einen Vorgang auszuführen. Die
Bilderfolge des Cursors ist in PP70.ani im Programmverzeichnis
abgelegt. Legen Sie von dieser Datei eine Sicherungskopie an und
kopieren Sie einen beliebigen animierten Cursor (*.ani) aus dem
Verzeichnis Windows\Cursors. Benennen Sie ihn in PP70.ani um, und
starten Sie das Grafikprogramm neu.
ib
Kleine Tips für die tägliche Arbeit
Gewußt
wie: Mit der [Strg]-, [Umschalt]- oder [Alt]-Taste geht vieles
schneller.
Wollen Sie ein Bild aus der Liste der zuletzt
geöffneten Dateien im schnellen FastBit-Modus öffnen,
halten Sie die [Umschalt]-Taste gedrückt, während Sie
das Bild aus der Liste wählen. Wollen Sie ein Bild statt im
FastBit-Modus lieber in einer niedrigen Auflösung laden, so
halten Sie zusätzlich zur [Umschalt]- noch die [Strg]-Taste
gedrückt, während Sie das Bild in der Liste wählen.
Um
Text zu verschieben, ohne den Bearbeitungsmodus zu verlassen,
halten Sie die Taste [Umschalt] gedrückt und klicken mit der
linken Maustaste an die neue Position.
Halten Sie beim
Verschieben eines Objekts mit den Pfeiltasten der Tastatur
zusätzlich die [Umschalt]-Taste gedrückt, läßt
sich das Objekt exakter in kleineren Schritten bewegen.
ib
Shortcut-Leiste editieren
Ein individuelles System zeigt den
Könner: Diesmal ändern Sie die Shortcut-Leiste von
Office 95.
Die Shortcut-Leiste von Office 95, die am oberen
Bildschirmrand die einzelnen Anwendungen auf Mausklick zur
Verfügung stellt, können Sie auch um eigene
Programmwünsche erweitern.
Klicken Sie dazu mit der
rechten Maustaste auf eine freie Stelle der Leiste, und wählen
Sie aus dem Kontextmenü den Befehl Anpassen. Im Register
Schaltflächen können Sie dann die Icons weiterer
Programme hinzufügen.
Noch viel einfacher läßt
sich die Shortcut-Leiste jedoch im Explorer erweitern, denn diesem
liegt ebenso wie dem Start-Menü ein einfacher Ordner
zugrunde. Je nach Installationsverzeichnis finden Sie diesen
Ordner in
\Office95\Office\Shortcut-Leiste\Office
Wollen Sie
ein Programm-Icon einfügen, so ziehen Sie die Programmdatei
bei gedrückter rechter Maustaste auf den Ordner und wählen
bei der erscheinenden Abfrage den Punkt Verknüpfung hier
erstellen. Auf diese Weise passen Sie auch registrierte
Datendateien wie WinWord-Dokumente in die Shortcut-Leiste
ein.
Übrigens können Sie im Explorer auch die Icons
der Shortcut-Leiste ändern, und zwar über den
standardmäßigen Dialog Anpassen. Dazu klicken Sie eine
Verknüpfung mit der rechten Maustaste an, wählen
Eigenschaften und klicken auf das Register Verknüpfung. Mit
der Schaltfläche Anderes Symbol ändern Sie dann das
ursprüngliche Icon.
AndrI Moritz/et
Feiertage einstellen
Passen Sie die Liste Ihrer
Bundesland-typischen Feiertage auch in Outlook an.
Die Bayern
haben's am besten. Zumindest, was die Feiertage angeht. Outlook
trägt der bundesdeutschen Feiertagsvielfalt Rechnung, indem
es alle Feiertage in einer Textdatei ablegt, die Sie eigenen
Bedürfnissen anpassen. Wollen Sie die Feiertage eintragen,
legen Sie zunächst eine Sicherheitskopie der Datei
Outlook.txt im Office-Unterverzeichnis an. Anschließend
öffnen Sie Outlook.txt mit einem Editor. Die Einträge
nehmen Sie im Abschnitt
[Deutschland] xx
vor, wobei xx für
die Anzahl der Einträge des Abschnitts - hier: der Feiertage
- steht. Darunter sehen Sie bereits die wichtigsten Feiertage in
der Form Feiertags, Jahr/Monat/Tag
Fügen Sie
beispielsweise den Eintrag
Fronleichnam, 1998/06/11
hinzu.
Vergessen Sie aber nicht, hinter dem Abschnittsnamen -
[Deutschland] - die Anzahl der Einträge zu notieren.
Jens
Dorsch/ib
Schneller Bankkontakt per T-Online
So beschleunigen Sie den
Kontakt zwischen Money und dem Bankrechner per T-Online.
Mit
einem kleinen Eintrag in der Registrierungsdatenbank verkürzen
Sie die Wartezeit bei Abfragen des Bankrechners. Starten Sie dazu
den Registrierungseditor über Start/Ausführen/Regedit,
und suchen Sie den
Schlüssel
Arbeitsplatz\HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\FASTXS\1.0\Providers\Btx
Haben
Sie diesen gefunden, sehen Sie den Eintrag DctTimeOut, der den
Wert 8 enthält. Ändern Sie diesen auf 4, und starten Sie
Money erneut.
Sollten in den kommenden Wochen öfter
Kommunikationsprobleme auftreten, stellen Sie den Wert wieder auf
die ursprünglichen 8 zurück, da Ihre Verbindung in
diesem Falle nicht stabil genug ist.
Paul Clemens/ib
Schlaue Kategorisierung
Über die Namensvergabe trennen
Sie verschiedene Wertpapierkategorien.
Wer seine Kapitalanlagen
mit Microsoft Money verwaltet, ärgert sich über die
Sortierung. Eine wesentlich übersichtlichere Trennung des
Depotbestandes nach Kategorien und aktuellem Bestand erreichen Sie
mit folgendem Kniff:
Zur Trennung der Typen wird der erste
Buchstabe des Wertpapiernamens mit der entsprechenden Kategorie
versehen, also A für Aktien, O für Optionsscheine und so
weiter. Dadurch werden alle Papiere einer Sparte zusammen
aufgelistet. Die auf diese Weise gruppierten Wertpapiere lassen
sich durch ein weiteres Merkmal in tatsächlich vorhandene und
solche trennen, die Sie nur beobachten. Dazu eignen sich
beispielsweise die spitzen Klammern. Bei allen aktiven Papieren
weisen diese auf die Kategorie >A< Telekom AG und bei
inaktiven auf <R> Bundesobligationen 2/96.
Markus
Schepke/ib
Tückischer Explorer
Der IE verändert
Registrierschlüssel-Einträge, was andere Browser an der
Arbeit hindert.
Nachdem Sie unter Freelance Graphics 97 Edition
für Windows 95 eine HTML-Datei für das Internet
gespeichert haben, wählen Sie Browser starten, um Ihre
HTML-Dateien anzuzeigen. Dann sehen Sie eine Vorschau der Datei
auf Ihrem Web-Browser. Jedoch: Der Browser beginnt den
Ladevorgang, zeigt die Vorschau aber nicht an.
Zu diesem
Problem kommt es, wenn Sie auf Ihrem System - und besonders unter
Microsoft Internet Explorer - mehrere Web-Browser installiert
haben. Der Internet Explorer deaktiviert offensichtlich die
Registrierschlüssel-Einträge der anderen Browser.
Microsoft Internet Explorer wird dadurch als Standard-Browser des
Systems eingerichtet. In einigen Fällen werden die
Registrierschlüssel der anderen Browser sogar
gelöscht.
Beachten Sie auch, daß das MS Plus Pack
für Windows 95 den Internet Explorer automatisch mit
installiert.
Christine Radwan/et
Registry-Tuning per Dialog
Mit einem vorgefertigten Makro
bringen Sie Ihre Word-Einstellungen auf Trab.
Dauert es Ihnen
zu lange, bis Bilder aufgebaut werden? Scrollt Ihr Text ab Seite
50 nur noch stockend? Für solche Fälle besitzt Word eine
Dokumentenvorlage mit nützlichen Makros, die Sie sich einmal
anschauen sollten, auch wenn Sie ansonsten nichts für
Programmierung übrig haben. Denn eines der Makros läßt
Sie im Dialog verschiedene Systemeinstellungen ändern, die
unter Umständen Ihre Arbeit mit Word deutlich
beschleunigen.
Laden Sie die Datei Makro70.dot (Office 95) bzw.
Support8.dot (Office 97), und starten Sie über
Extras/Makro/Makros das WordBasic-/VBA-Programm RegOptionen. Nun
erscheint ein Dialog, in dem Sie alle Standardeinstellungen in der
Registry von Windows vornehmen und verändern können.
Steht
Ihnen genügend Arbeitsspeicher zur Verfügung, wählen
Sie als erstes den Eintrag CacheSize, mit dem Sie die Größe
des Pufferspeichers für lange Texte bestimmen. Der
Standardwert liegt hier bei 64. Setzen Sie ihn getrost auf
512.
Das gilt auch für den Listeneintrag BitmapMemory.
Ebenso wie für den Textpuffer schaffen Sie mit einem größeren
Wert mehr Raum für Grafiken. Auch hier ist ein Wert von 512
oder höher sinnvoll, wenn Sie oft mit Grafiken
arbeiten.
AndrI Moritz/ib
Absatzformate schnell anlegen
Erzeugen Sie neue
Formatvorlagen direkt im Dokumentenfenster von Word.
Formatvorlagen erleichtern das gleichmäßige
Formatieren von Text. Dieser Tip zeigt Ihnen, wie Sie diese
Vorlagen direkt in Ihrem Textdokument erzeugen. Neue
Formatvorlagen legen Sie am schnellsten direkt im
Word-Hauptfenster auf der Basis einer Markierung an. Dazu weisen
Sie einem Absatz die gewünschten Formatierungen zu, welche
die neue Formatvorlage enthalten sollen. Anschließend
plazieren Sie den Cursor in diesem Absatz. Nun klicken Sie in das
Formatvorlagenfeld links in der Symbolleiste. Tippen Sie den Namen
der neuen Formatvorlage ein, beispielsweise Zwischenüberschrift,
und drücken Sie die [Enter]-Taste. Word legt nun die neue
Formatvorlage automatisch an. Diese läßt sich wie
gewohnt über das Listenfeld dem markierten Text zuweisen.
Word speichert neue Formatvorlagen standardmäßig nur im
aktiven Dokument. Soll die Vorlage in allen neu angelegten
Dokumenten zur Verfügung stehen, übernehmen Sie diese
zusätzlich in die Standard-Dokumentvorlage normal. dot. Dazu
wählen Sie im Dokument einen Absatz aus, der mit der neuen
Vorlage formatiert ist, und benutzen den Befehl
Format/Formatvorlage. Im Dialog ist in der Liste Formatvorlage die
entsprechende Vorlage ausgewählt. Klicken Sie auf die
Schaltfläche Bearbeiten. Im nächsten Dialog schalten Sie
die Option Zur Dokumentvorlage hinzufügen ein und klicken auf
OK und Schließen. Wenn Sie nun ein neues Dokument anlegen,
steht die geänderte Formatvorlage im Listenfeld zur
Verfügung.
Gedruckte Tastenliste
Word druckt auf Wunsch eine Liste
Ihrer selbstdefinierten Shortcuts aus.
Wer häufig mit
eigenen Tastenkombinationen arbeitet, braucht ein gutes
Gedächtnis. Als wirksame Erinnerungshilfe druckt Ihnen Word
eine Liste Ihrer selbst zugewiesenen Tastenkombinationen aus.
Legen Sie dazu mit Hilfe der Schaltfläche Neu ein neues
Dokument an, das auf der Vorlage normal. dot basiert. Benutzen Sie
dazu den Befehl Datei/ Drucken. Im Dialog Drucken. stellen Sie im
linken Listenfeld Drucken die Option Tastenbelegung ein und
schließen mit OK ab. Anschließend erhalten Sie einen
Ausdruck, auf dem Ihre selbstdefinierten Shortcuts und deren
Funktionen aufgelistet sind.
Tabellenspalten aufteilen
Mit Excel verteilen Sie
Spalteninhalte in Word-Tabellen auf mehrere Spalten.
Sortierung
ist so eine Sache. Da hat man alle Adressen von Bekannten und
Freunden erfaßt und stellt fest, daß Word diese nicht
mehr richtig sortiert. Wenn Sie in einer Word-Tabelle die
kompletten Namensangaben (beispielsweise Hans Meier) in einer
Spalte eingegeben haben, hat dies den Nachteil, daß sich die
Tabelle nicht getrennt nach Vor- und Nachnamen sortieren läßt.
Mit Excel verteilen Sie die Namensbestandteile nachträglich
auf zwei separate Spalten. Wählen Sie in Word die komplette
Spalte mit den Namenselementen aus, und klicken Sie auf die
Kopieren-Schaltfläche. Starten Sie Excel, wählen Sie die
Zelle A1 aus, und klicken Sie auf Einfügen. Die komplette
Spalte erscheint nun in der Excel-Tabelle und ist automatisch
markiert. Benutzen Sie den Befehl Daten/Text in Spalten. Im
Text-Assistent übernehmen Sie die Voreinstellung Getrennt im
ersten Dialog mit Weiter. Wählen Sie die Menüfolge
Schritt 2/Trennzeichen/ Leerzeichen, deaktivieren Sie die Option
Tab und klicken auf Ende. Excel verteilt nun die Vor- und
Nachnamen auf zwei Spalten. Markieren Sie beide Spalten komplett,
und klicken Sie auf Kopieren. Wechseln Sie zum Word-Dokument,
markieren Sie die Spalte rechts neben den Namensangaben, und
benutzen Sie den Befehl Tabelle/ Spalte einfügen. Zum Schluß
wählen Sie die ursprüngliche Namensspalte und die
Leerspalte rechts daneben komplett aus und klicken unter Word 8.0
auf Einfügen. In Word 7.0 benutzen Sie den Befehl Bearbeiten/
Inhalte einfügen, und aktivieren Sie die Option
Unformatierter Text. Sie erhalten zwei getrennte Spalten für
Vor- und Nachnamen. Auf die gleiche Weise können Sie
Postleitzahl und Ort trennen und alphabetisch sortieren. Daten
lassen sich so leichter überblicken.
Verschiedene Kopfzeilen
So legen Sie mit Word
unterschiedliche Kopfzeilen für einzelne Textabschnitte an.
Kopfzeilen sind auf jeder Seite wiederkehrende Beschriftungen,
wie etwa in diesem Heft die Rubrikbezeichnung oben. Um einzelnen
Textabschnitten in längeren Dokumenten unterschiedliche
Kopfzeilen zuzuordnen, unterteilen Sie das Dokument in die
entsprechenden Abschnitte. Plazieren Sie den Cursor im Dokument an
den Anfang des ersten Absatzes, mit dem ein neuer Abschnitt
beginnt. Wählen Sie die Menüfolge Einfügen/
Manueller Wechsel/Abschnittswechsel/ Nächste Seite. Soll hier
kein Seitenumbruch erfolgen, wählen Sie die Option
Fortlaufend. Mit OK fügen Sie den Abschnittswechsel ein. Nach
abgeschlossener Unterteilung plazieren Sie den Cursor im ersten
Abschnitt und aktivieren Ansicht/Kopf- und Fußzeile. Geben
Sie im Bereich Kopfzeile Abschnitt 1 oben im Dokument den
gewünschten Text ein. Klicken Sie in der Symbolleiste Kopf-
und Fußzeile auf die Schaltfläche Nächste
anzeigen. Word wechselt nun automatisch zum nächsten
definierten Abschnitt. Ganz wichtig ist, daß Sie zuerst die
Schaltfläche Wie vorherige auf der Symbolleiste per Mausklick
deaktivieren, bevor Sie Änderungen an der Kopfzeile
vornehmen. Anschließend geben Sie im Kopfzeilenbereich des
Dokuments den
abweichenden Text für den aktuellen
Abschnitt ein. Wiederholen Sie dieses Verfahren für alle
Abschnitte des Dokuments. Mit der Schließen-Schaltfläche
der Symbolleiste beenden Sie den Vorgang.
Gezielt springen
Eine Tastenkombination bringt Sie
unverzüglich zur letzten Cursorposition zurück.
Bei
der Arbeit mit großen Dokumenten ist es zu Kontrollzwecken
oftmals nötig, zwischendurch zu anderen Textstellen zu
springen, etwa zum Anfang oder zum Ende des Dokuments. Am
schnellsten geht dies mit den Tastenkombinationen [Strg-Pos1] oder
mit [Strg-Ende]. Haben Sie zuletzt an einer Textstelle mitten im
Dokument gearbeitet, kostet es viel Zeit, seitenweise bis zu
dieser Stelle zu blättern. Schneller geht auch dies mit einer
Tastenkombination: Mit [Umschalt-F5] zeigt Word sofort den
Textbereich an, in dem sich der Cursor vor der letzten Aktion
befunden hat. Auf diese Weise sind kleine oder größere
Ausflüge in umfangreichen Doku-menten ohne Zeitverlust
möglich.
Weiße Schrift auf schwarzem Grund
In Kombination mit
manchen Druckertreibern verweigert Corel Draw 6 den korrekten
Ausdruck.
Versuchen Sie in Corel Draw 6 weißen Text auf
schwarzem Grund auszugeben, erhalten aber nur einen schwarzen
Balken? Dann liegt das möglicherweise an einer
Unverträglichkeit zwischen Ihrer Corel-Version und Ihrem
Druckertreiber. Ein kleines Workaround hilft jedoch. Markieren Sie
den Text, wählen Sie eine ganz dünne Linienstärke,
und färben Sie diese weiß ein. Wandeln Sie dann über
Anordnen/In Kurven umwandeln den Text in ein Zeichenobjekt um. Nun
funktioniert der Druck auf allen Druckern.
ib
Kasten statt Grafik
Druckt Corel Draw statt Bitmaps nur
Kästen, so liegt das vielleicht an einem einfachen
INI-Eintrag.
Wenn Sie Corel Draw 6 verwenden, um eine Grafik
mit Bitmap-Elementen auf einem Hewlett-Packard-Drucker auszugeben
und statt der Pixelgrafik nur ein graues Rechteck erhalten, müssen
Sie einen INI-Eintrag ändern. Öffnen Sie je nach
Druckertyp die Datei "hp.ini" oder "deskjet.ini".
Suchen Sie dort nach einem Eintrag namens
JumboTechnology=0100
und
ändern Sie dessen Wert in 0000. Damit sollte das Problem
behoben sein.
ib
Keine Vierfarbseparation in der Zukunft
Wird eine Allgemeine
Schutzverletzung bei der Vierfarbseparation mit Corel gemeldet,
liegt dies vielleicht an Ihrer Uhr.
Zeit ist für Corels
Grafikboliden eine wichtige Angelegenheit. Erhalten Sie nämlich
bei der Ausgabe einer Grafik als Vierfarbseparation eine
Allgemeine Schutzverletzung, so kann das mit Ihrer Systemzeit
zusammenhängen: Ist versehentlich das 21. Jahrhundert
eingestellt, so steigt die Farbtrennung aus. Stellen Sie einfach
Ihre Uhr zurück, indem Sie doppelt auf das Icon in der
Task-Leiste klicken und die Zeit im Dialog anpassen.
ib
Neueste Drucker-Farbprofile
Hier finden Sie die aktuellen
Druckereinstellungen für allen neuen Modelle.
Erst die
Farbprofile garantieren, daß Ihr gedrucktes Ergebnis
identisch mit Ihrer Arbeit am Bildschirm ist. Dazu verwendet Corel
Farbprofile, die an alle gängigen Druckertypen angepaßt
sind. Da viele dieser Profile jedoch erst nach dem Erscheinen der
neuen Version entstanden sind, finden Sie die neuesten
Einstellungen für fast alle aktuellen Druckermodelle zum
Download
unter
www.corel.com/products/graphicsandpublishing/draw7/library2.htm
ib
Animierte GIF-Dateien erstellen
Mit nur wenigen Mausklicks
erstellen Sie animierte GIFs fürs Internet.
In Draw 6.0
stehen Ihnen verschiedene Verfahren zur Verfügung, Dateien
für das Internet zu erstellen. Die Funktionsvielfalt reicht
von HTML-Dateien bis hin zu animierten GIF-Bildern. Wie einfach es
ist, letztere zu erstellen, zeigt die folgende
Beschreibung:
Wählen Sie als erstes aus dem Menü
Datei den Menüpunkt Neu und die Option Mit leerer Seite
beginnen. Klicken Sie auf Animation, und wählen Sie Grafik.
Anschließend fügen Sie über
Einfügen/Clipart/Sammlung Weltraum/Kategorie Weltraum 2 das
Clipart Planet ein und zentrieren ihn auf der Seite.
Geben Sie
den Text Verkehrte Welt ein, und positionieren Sie ihn zentriert
unter den Planeten. Fügen Sie nun über Seite hinzufügen
14 neue Seiten hinzu.
Jetzt bearbeiten Sie jede einzelne Seite.
Drehen Sie auf jeder Seite den Planeten um 25 Grad nach links, und
löschen Sie aus dem Text einzelne Buchstaben, so daß
auf Seite 1 nur das V sichtbar ist und auf Seite 15 der komplette
Schriftzug. Über den Menüpunkt Web/Ausgabe als animierte
GIF legen Sie abschließend Optionen wie Geschwindigkeit und
Transparenz des Hintergrundes fest, und fertig ist Ihre
Homepage-Animation.
ib
Schriften mit Schatten
Auf drei verschiedene Arten erstellen
Sie plastisch wirkende Schriftzüge.
Text allein reicht
selten, um die Aufmerksamkeit von Lesern zu erregen. Arbeiten Sie
daher mit verschiedenen Schriftarten oder noch besser mit
plastischen 3D-Schriften.
Am einfachsten geht es, wenn Sie das
gestaltete Textobjekt markieren und bei gedrückter
[Strg]-Taste mit der Maus etwas nach rechts unten verschieben.
Färben Sie dann die Kopie dunkel ein, und verschieben Sie sie
mit [F9] in den Hintergrund. Noch etwas realistischer wirkt der
Effekt, wenn Sie das Textobjekt markieren und kurz danach noch
einmal anklicken. Dann befindet es sich im Modus Drehen und
Schrägstellen. Rotieren Sie das Objekt über eine der
Bearbeitungsmarken an den Ecken um wenige Grad, indem Sie
gleichzeitig die [Strg]-Taste drücken. Danach färben Sie
die Kopie wieder ein und schicken sie mit [F9] in den
Hintergrund.
Soll der Effekt dreidimensional aussehen, wenden
Sie zunächst eine der beiden oben beschriebenen Verfahren an.
Wandeln Sie danach Original und Kopie in Kurven um, markieren Sie
beide, und wenden Sie die Funktion Ändern/Überblenden
an.
Entspricht die Kombination aus Text und Schatten Ihren
Wünschen, empfiehlt es sich, die beiden Objekte zu
gruppieren, um deren Abstand zueinander zu fixieren.
ib
Der Ressourcenkiller
Farbverfälschungen und
Speicherprobleme beim Designer kommen zuweilen von der
Lupenfunktion.
Benutzen Sie im Designer 6.0 die Bildgrößen-
oder Lupenfunktion? Dann sollten Sie sich darauf gefaßt
machen, daß Ihre Grafik plötzlich Farbfehler anzeigt
und sich gegebenenfalls nicht mehr speichern läßt.
So
jedenfalls erging es dem DOS-Leser Knut Appelstiel. Erst ein
System-Utility brachte ihn auf die Ursache: Beim Einsatz der Lupe
werden bei jedem Vorgang Ressourcen des Windows-Grafikbereichs
verbraucht. Verwendet man diese Funktion oft genug, sind keine
weiteren Ressourcen mehr verfügbar, und das System geht in
die Knie.
Die Lösung des Problems liefert der Leser gleich
mit: Verwenden Sie statt der Symbolschaltflächen die
Tastenkombinationen. Diese verbrauchen nämlich beim Designer
keine Ressourcen. Wie diese lauten? Fahren Sie im Designer mit dem
Mauszeiger über die entsprechenden Icons, und Sie erhalten -
neben der Funktionsbeschreibung - auch gleich den Shortcut für
die Schaltfläche.
Knut Appelstiel/ib
Textobjekte überblenden
Mit einem Trick läßt
sich der Designer überreden, Textobjekte zu überblenden.
Texte lassen sich im Designer normalerweise nicht in andere
Objekte überblenden. Um dennoch diese Textüberblendung
zu erstellen, aktivieren Sie das Werkzeug Text und klicken an der
gewünschten Stelle in das Dokument. Dort geben Sie den Text
ein. Markieren Sie den Text, und weisen Sie die gewünschte
Schriftart und -größe zu. Anschließend führen
Sie in einem freien Bereich des Dokuments einen Doppelklick aus,
um das Textobjekt anzulegen. Damit die Überblendung möglich
wird, benutzen Sie bei markiertem Textobjekt den Befehl Ändern/
In Kurven umwandeln. Mit dem Zeichnen-Werkzeug legen Sie das
zweite Objekt für die Überblendung an, beispielsweise
ein Rechteck. Dann aktivieren Sie das Werkzeug Bearbeiten und
ziehen einen Rahmen um beide Objekte auf, um sie zu markieren.
Wählen Sie den Befehl Ändern/Überblenden, und geben
Sie im Dialog die Anzahl der gewünschten Schritte für
die Überblendung ein, beispielsweise 20. Mit Anwenden führen
Sie die Überblendung durch.
Bitmaps vektorisieren
Mit Hilfe des Designers wandeln Sie
geeignete Pixelbilder in Vek- torgrafiken um.
Vektorbilder
benötigen wenig Festplatten- und Arbeitsspeicher und lassen
sich zudem ohne Qualitätsverluste skalieren. Daher ist es in
manchen Fällen sinnvoll, Pixelgrafiken (Bitmaps) in
vektorisierte Bilder umzuwandeln. Als Quellmaterial eignen sich
vor allem Bitmaps mit einfachen Strukturen und wenigen Farben. Um
eine Pixelgrafik zu vektorisieren, legen Sie im Designer ein
leeres Dokument an und fügen über die Schaltfläche
Import die Grafikdatei ein. Aktivieren Sie das Werkzeug Bitmap in
der Werkzeugleiste, und markieren Sie die Pixelgrafik per
Mausklick. Aktivieren Sie den Button Nachzeichnen in der
Objektleiste. Der Cursor nimmt jetzt die Form eines Stifts an.
Ziehen Sie mit gedrückter linker Maustaste einen Rahmen um
den Bildbereich, der vektorisiert werden soll. Der Designer
erzeugt nun eine Vektorgrafik, die vor dem Originalbild liegt.
Diese läßt sich mit der Maus neben das Originalbild
ziehen und anschließend nach Wunsch bearbeiten.
Objektformate kopieren
Per Menübefehl wenden Sie
komplexe Formatierungen auf mehrere Objekte an.
Bei der
Gestaltung von gleichartigen Objekten nimmt Ihnen der Designer
viel Arbeit ab: Wenn Sie einem Objekt verschiedene Attribute wie
Linienstärke oder Füllungsverlauf zuweisen, lassen sich
diese Formate komplett auf andere Objekte übernehmen. Legen
Sie dazu ein Objekt an, und weisen Sie die gewünschten
Formate mit Hilfe des Werkzeugs Stil zu, beispielsweise eine
Grafikfüllung sowie eine an-dere Linienfarbe. Aktivieren Sie
das Werkzeug Bearbeiten, und markieren das Objekt, das Sie soeben
formatiert haben. Benutzen Sie den Befehl Format/ Objektformat
kopieren. Anschließend legen Sie ein neues Objekt mit dem
Werkzeug Zeichnen an und markieren es. Wenn Sie nun den Befehl
Objektformat anwenden im Menü Format benutzen, erhält
dieses Objekt die gleichen Attribute wie das zuvor erstellte
Zeichnungselement.
Exakte Winkel
Objekte lassen sich im Designer problemlos im
vorgegebenen Winkel plazieren.
Oft ist es nötig, Objekte
in einem bestimmten Winkel zu drehen, um sie präzise in ein
Bildgefüge einzupassen. Dazu bietet Designer 6.0 eine
Funktion, mit der Sie beliebige Objekte per Tastendruck in festen
Winkelschritten positionieren. Markieren Sie in einem
Designer-Dokument ein Objekt, und drücken Sie die [F8]-Taste,
die bei jedem Druck das Objekt um 45 Grad bewegt. Der
voreingestellte Drehwinkel läßt sich beliebig ändern.
Benutzen Sie dazu den Befehl Extras/Optionen, und wählen Sie
das Register Drehen aus. Verändern Sie den Wert im Feld
F8-Drehungsinkrement. Wenn Sie hier beispielsweise den Wert 68
einstellen und mit OK ab-schließen, wird ein markiertes
Objekt bei jedem Druck auf die [F8]-Taste um 68 Grad gedreht.
Automatische Formatierung
So sparen Sie Arbeit bei
gleichartigen Formatierungen von Objekten.
Wenn Sie mehrere
Objekte mit gleichen Formatierungen anlegen möchten, bietet
Ihnen der Designer eine Arbeitserleichterung. Damit Sie dieselben
Gestaltungen nicht wiederholt zuweisen müssen, machen Sie die
aktuellen Formatierungen zur Standardvorgabe. Dazu erzeugen Sie
ein Objekt wie eine Ellipse. Mit dem Werkzeug Stil weisen Sie nun
die Einstellungen zu wie Füllfarben, Füllungsart,
Linienart oder Linienfarbe. Dann markieren Sie das Objekt und
wählen Format/Als Standardformat übernehmen. Wenn Sie
neue Objekte anlegen, erhalten diese automatisch alle Ihre als
Standard definierten Formate. Das geänderte Standardformat
gilt nur für eine Arbeitssitzung. Wenn Sie den Designer
beenden und neu starten, werden die Objekte wieder mit dem
ursprünglichen Standardformat angelegt.
Schneller anzeigen
Mit der geeigneten Ansicht beschleunigen
Sie den Bildaufbau komplexer Dateien.
Wenn ein
Designer-Dokument zahlreiche komplexe Objekte enthält, dauert
es manchmal unerträglich lange, bis die komplette Seite
aufgebaut ist. Sie finden daher im Menü Ansicht/Vorschau zwei
Optionen, um die Anzeige zu beschleunigen. Wählen Sie hier
die Option Entwurf, zeigt der Designer Verlaufs- oder
Schraffurfüllungen lediglich als massive Füllung an.
Alle Linien werden als feine Linien abgebildet. An Stelle von
Bitmaps erscheinen in diesem Modus lediglich leere Rahmen. Diese
Maßnahmen beschleunigen den Bildaufbau sichtbar. Noch
schneller geht es mit der Option Drahtmodell, die alle Füllungen
und Farben ignoriert und alle Linien als Haarlinien anzeigt.
Möchten Sie alle Bildinfomationen sehen, aktivieren Sie die
Option Original.
Rechtschreibprüfung wiederholen
Sie können bereits
überprüfte Texte jederzeit komplett einer neuen
Rechtschreibprüfung unterziehen.
Wenn Sie die
Rechtschreibung und Grammatik eines Dokuments überprüfen,
speichert WinWord die vorgenommenen Prüfaktionen mit dem
Dokument. Dadurch werden beispielsweise Begriffe, die Sie mit den
Schaltflächen Ignorieren oder Nie ändern übersprungen
haben, bei weiteren Überprüfungen nicht mehr im Dialog
Rechtschreibung angezeigt.
Auf Wunsch können Sie diese
Prüfdaten zurücksetzen, wenn Sie ein Dokument noch
einmal komplett überprüfen möchten. Benutzen Sie
dazu den Befehl Extras/Optionen, klicken Sie im Register
Rechtschreibung auf die Schaltfläche Erneut prüfen, und
schließen Sie den Dialog mit OK. Wenn Sie nun die
Rechtschreibprüfung erneut durchführen, überprüft
WinWord das komplette Dokument erneut und zeigt alle fraglichen
Begriffe wieder an.
Ralph Kusterer/ib
Transparente Grafiken
Wenn Sie Pixelgrafiken in
WinWord-Dokumenten einsetzen, ist es oft nötig, den
Hintergrund der Grafik transparent zu speichern, damit sich das
Bild harmonisch in den Seitenhintergrund einpaßt.
Mit
WinWord 8.0 bearbeiten Sie Pixelgrafiken direkt im Dokument. Der
Tip zeigt, wie Sie Ihre Grafiken mit transparentem Hintergrund
versehen.
Klicken Sie dazu eine Pixelgrafik, die Sie in ein
Dokument eingefügt haben, mit der rechten Maustaste an, und
wählen Sie Grafiksymbolleiste anzeigen. Auf der
Grafik-Symbolleiste aktivieren Sie die Schaltfläche
Transparente Farbe bestimmen. Der Cursor nimmt die Form des
abgebildeten Symbols an. Klicken Sie mit dem Cursor auf die
Hintergrundfarbe im Bild, die daraufhin transparent gesetzt wird.
Dies funktioniert nur bei einheitlich monochromen
Bildhintergründen. Falls nötig, müssen Sie die
Grafik vorher mit einem Bildbearbeitungsprogramm aufbereiten,
indem Sie beispielsweise die Farbtiefe auf 16 Farben
reduzieren.
Ralph Kusterer/ib
Nichts geht mehr
"Rien ne vas plus" heißt es
beim Roulette - und manchmal auch mit Word 7 unter NT 4.0.
Während
Sie ein Word-Dokument unter Windows NT 4.0 bearbeiten, kann es
vorkommen, daß das System plötzlich stillsteht.
Besonders häufig ist dies der Fall, wenn Sie schneller tippen
und Word die Zeile umbrechen muß. Word frischt dann nicht
einmal mehr den Bildschirm auf, und selbst der Mauszeiger bleibt
verschwunden. Der NT-Task-Manager zeigt in diesem Fall an, daß
Word nicht mehr reagiert und die CPU-Zeit 100prozentig ausgelastet
ist. Nachdem Sie den Task beendet haben, startet Word normal und
stellt das Dokument wieder her.
Tritt bei Ihnen dieser Fehler
auf, deutet das auf Probleme mit dem Drucker- oder
Grafikkartentreiber hin. Word greift nämlich sehr intensiv
auf die Funktionalität dieser beiden Treiber zu. Stellen Sie
als erstes den Standard-VGA-Treiber ein, und starten Sie erneut.
Ist der Fehler immer noch nicht behoben, entfernen Sie den
Druckertreiber, oder wählen Sie einen anderen. Haben Sie auf
diese Weise die Ursache lokalisiert, besorgen Sie sich einen
Treiber, der an NT 4.0 angepaßt ist.
Willi Mittmann/ib
Verschwundener Cursor
Im Gegensatz zur Vorgängerversion
verschwindet der Mauszeiger an bestimmten Stellen von Word
7.
Befinden Sie sich in Words Layout-Ansicht und verschieben
den Mauscursor vom Textbereich in Richtung Bildlaufleisten, so
verschwindet er, sobald Sie ihn über den grauen Hintergrund
bewegen. Das ist zwar kein großer Bug, aber ärgerlich
ist es schon, wenn man plötzlich nicht mehr weiß, wo
man ist.
Heinrich Esser/ib
Keine Alternative zu "Alternativ"
Die
Rechtschreibprüfung ist eine tolle Sache - wenn sie
funktioniert!
Die Korrektur falsch geschriebener Wörter
läuft seit Word 7 im Hintergrund. Ärgerlich ist nur, daß
manche Begriffe immer mit einer roten Linie als fehlerhaft
markiert werden. Dazu gehört beispielsweise das Wort
"Alternativ". Ob Sie es in Ihr Benutzerwörterbuch
aufnehmen oder nicht, für Word ist und bleibt es falsch.
Wenn
auch Sie derartige Wörter kennen, bei denen Word sich stetig
weigert, dann schicken Sie uns eine Mitteilung. Vielleicht können
wir dann in einer der nächsten Ausgaben bereits eine
stattliche Liste präsentieren.
ib
Komfortable Schaltflächenauswahl
Statt nur die
vorhandenen 37 aktiviert das Makro IconMaster (Listing in Databox
3/97) alle 366 in Word vorkommenden Standardsymbole.
Die
Effektivität Ihrer Word-Makros steigern Sie erheblich, wenn
Sie sie mit aussagekräftigen Symbolschaltflächen
verknüpfen. Auf diese Art starten Sie sie erheblich bequemer
und schneller als über den Makrodialog
Extras - Makro -
Ausführen
Um ein Makro mit einer Schaltfläche zu
verknüpfen, aktivieren Sie zunächst über
Extras
- Anpassen
den gleichnamigen Dialog, wählen die
Registerkarte "Symbolleisten" und markieren dann im
Listenfeld "Kategorien" den Eintrag "Makros".
Sodann erscheint rechts davon ein weiteres Listenfeld mit all
Ihren WordBasic-Programmen. Verschieben Sie den gewünschten
Eintrag per Drag&Drop in eine der Symbolleisten.
Sobald Sie
die Maustaste loslassen, fragt Sie Word im Fenster
"Benutzerdefinierte Schaltfläche" nach dem
Symbolbild. Hier haben Sie 37 Symbole zur Auswahl. In Wirklichkeit
existieren unter Word 7.0 aber insgesamt 366 (!) solcher Icons.
Diese Symbole stellt Ihnen das Makro IconMaster als separate
Symbolleiste zur Verfügung. Dabei leistet es zweierlei: Beim
erstmaligen Aufruf, wenn also noch keine Symbolleiste
"Schaltflächensymbole" existiert, legt es diese an
und füllt sie mit allen vorhandenen Icons. Dieser einmalige
Vorgang erfordert einige Sekunden Geduld. Existiert die
Symbolleiste hingegen, wird sie beim Aufruf des Makros lediglich
aktiviert.
Wie aber verbinden Sie diese neu gewonnenen Symbole
mit Ihren eigenen Makros? Starten Sie zunächst über
IconMaster die Symbolleiste "Schaltflächensymbole".
Danach verknüpfen Sie (wie zu Beginn beschrieben) das
gewünschte Makro mit einem beliebigen Symbol. Klicken Sie bei
geöffnetem Anpassen-Dialog mit der rechten Maustaste auf das
von Ihnen favorisierte Symbolbild der neuen Leiste. Wählen
Sie den Menüpunkt
Kontext - Schaltflächensymbol
kopieren
Genauso aktivieren Sie das Kontext-Menü danach
über dem provisorischen Symbolbild Ihrer neuen Schaltfläche
und wählen hier
Schaltflächensymbol einfügen
Danach
können Sie das Anpassen-Fenster wieder schließen.
Gerhard
Frey/ib
Nützliche Tastenkombinationen
Nicht alle Word-Befehle
finden Sie im Menü. Viele erhalten Sie über
Tastenkombinationen.
Auch in der "Maus-Ära" ist
die Tastatur noch nicht ganz "out". So existieren
beispielsweise in Word für Windows einige Funktionen, die Sie
mit der Maus nicht ohne weiteres erhalten.
Wußten Sie,
daß Sie ein Word-Dokument teilen können? Über das
Menü
Fenster - Neues Fenster
erstellen Sie
bekanntermaßen ein zweites Fenster, das Ihr Dokument in
verschiedenen Ansichten darstellt. Dabei wirken sich Änderungen
gleichzeitig in beiden "Kopien" der DOC-Datei aus.
Vorteil dieses Verfahrens ist, daß Sie gleichzeitig an zwei
unterschiedlichen Passagen ein und desselben Dokuments arbeiten
können, ohne hin- und herblättern zu müssen.
Mit
der Tastenkombination [AltGr-S] teilen Sie ein Fenster in zwei
Abschnitte. Drücken Sie [AltGr-S] ein zweites Mal, hebt Word
die Teilung wieder auf.
Auch die Tastenkombinationen [Strg->]
und [Strg-<] sind erwähnenswert: Hiermit vergrößern
beziehungsweise verkleinern Sie die Schriftart des markierten
Textes um einen Schriftgrad. Da alle sonstigen Textformatierungen
beibehalten werden, passen Sie so auf einfache Art und Weise Texte
an eine bestimmte Seitenzahl an.
Wenn Sie öfter die
Sonderzeichen für Copyright, Trademark und Registered
benötigen, dürfte der Weg über [AltGr-C], [AltGr-T]
respektive [AltGr-R] der schnellere sein. Und wenn Sie schon
einmal Ihre Hände auf der Tastatur haben, können Sie
auch gleich die Anzeige per Tastatur auf Seiten- (AltGr-I),
Gliederungs- (AltGr-G), Layout- (AltGr-L) oder Normalansicht
(AltGr-N) umschalten. Oliver Hempel/ib
Fehlerhafte Tabulatorposition bei hängendem
Zeileneinzug
Schlägt die Direktformatierung des hängenden
Einzugs fehl, liegt das an der Abwärtskompatibilität.
Aufzählungen
mit Spiegelstrichen oder einer Numerierung versehen Sie in der
Regel mit einem hängenden Einzug. Über die
Direktformatierung erhalten Sie dieses Absatzformat durch Ziehen
des unteren dreieckigen Schiebereglers im Lineal.
Positionieren
Sie den Cursor in der gewünschten Zeile, und beginnen Sie mit
einem Spiegelstrich oder einer laufenden Ziffer. Drücken Sie
einmal [Tab] und schreiben Sie den Text. Beim Zeilenumbruch wird
der Text der zweiten Zeile automatisch bündig unter dem
Anfang des Eintrags der ersten Zeile angeordnet. Das Zeichen oder
die Zahl steht am Anfang der ersten Zeile.
Wenn das nicht
gelingt, liegt es höchstwahrscheinlich an einer ungeeigneten
Voreinstellung. Öffnen Sie das Menü
Extras - Optionen
- Register-
karte Kompatibilität
Ist dort die
Option
Bei hängendem Einzug keinen automatischen Tabstop
einfügen
durch ein Häkchen aktiviert, erhalten Sie
die gewünschte durchgehende Einrückung nicht. Schalten
Sie die Aktivierung mit einem Klick wieder aus. Klappt das so
nicht, überprüfen Sie unter
Format - Tabulator
ob
dort im Feld "Tabstop-Position:" ein Wert eingetragen
ist, der vom gewählten Maß des hängenden Einzugs
abweicht. Bleiben Sie mit dem Cursor im betreffenden Absatz und
wählen Sie unter
Format - Absatz - Extra
die
Voreinstellung "(ohne)" aus. Sobald Sie den Absatz mit
[OK] beenden, wandelt Word für Windows die Eingabe
automatisch in ein Numerierungselement um. Wolfgang Steiner/ib
Autonumerierung abschalten
Wenn die automatische
Formatierung Sie stört, schalten Sie sie aus.
Beginnen Sie
in Word für Windows 7.0 einen Satz mit einem Bindestrich oder
einer Zahl, setzt mit [Enter] die automatische Numerierung ein.
Nehmen Sie diese Autoformatierung am besten umgehend mit einem
Klick auf die Schaltfläche [Ändern] über dem Lineal
zurück oder drücken Sie alternativ die
Rückschritt-Taste. Wollen Sie auch die automatische
Numerierung des vorhergehenden Absatzes zurücknehmen, so
betätigen Sie noch weitere zwei Male die Rückschritt-Taste.
Unter
Extras - Optionen - Register-
karte
Autoformat
schalten Sie die Funktion ganz ab. Markieren Sie im
Auswahlbereich
Während der Eingabe zuweisen
die
Einstellung
Automatische Numerierung.
Wolfgang Steiner/ib
Zu wenig Arbeitsspeicher?
So gehen Sie vor, wenn Word den
Start aufgrund fehlenden Speichers verweigert.
Durch eine
fehlerhafte Einstellung in der Windows Registry zeigt Word 95 beim
Aufruf die folgende Fehlermeldung an:
Der verfügbare
Arbeitsspeicher reicht für die Ausführung von Word nicht
aus.
Das Programm lässt sich anschließend nicht mehr
starten. Ursache ist eine falsche Größeneinstellung des
Cache-Speichers von Word in der Registry. Der entsprechende Wert
für den Schlüssel CacheSize in der Registry muss
zwischen 64 und 2047 KByte liegen. Ist der eingestellte Wert
größer als 2047 KByte, kommt es zum beschriebenen
Problem. Benutzen Sie unter Windows 95/98 den Befehl
Start/Ausführen/regedit. Im Registry-Editor öffnen Sie
den Ordner HKEY_CURRENT_USER\Software\ Microsoft\Word\7.0\Options.
Kontrollieren Sie, ob hier dem Schlüssel CacheSize ein
größerer Wert als 2047 zugewiesen ist. In diesem Fall
bearbeiten Sie den Schlüssel per Doppelklick und tragen einen
korrekten Wert im Bereich zwischen 64 und 2047 ein. Die
Standardvorgabe ist 64. Anschließend lässt sich Word
wieder problemlos starten.
Abfragen für WinWord-Serienbriefe
Mit Hilfe von
Access-Abfragen umgehen Sie die Einschränkungen beim
Seriendruck.
Bei der Datenfilterung im WinWord-Dialog
Abfrage-Optionen können Sie weder Joker einsetzen noch die
Teilzeichensuche im Feld starten. So schaffen Sie
Abhilfe:
Zunächst erstellen Sie mit Access eine
entsprechende Abfrage in der Quelldatenbank und verknüpfen
die Abfrage anschließend mit dem Serienbrief. Die
Access-Abfrage muß alle für den Seriendruck benötigten
Felder enthalten. Um die neue Abfrage mit dem
WinWord-Seriendruckdokument zu verbinden, klicken Sie im Dialog
Seriendruck-Manager von WinWord auf Daten importieren und dann auf
Datenquelle öffnen. Im Dialog wählen Sie die mdb-Datei
aus, die die gewünschte Abfrage enthält. Wichtig ist,
daß Sie hier die Option Importweise auswählen
einschalten, bevor Sie auf Öffnen klicken. Im nächsten
Dialog wählen Sie den Eintrag MS Access 97-Datenbank über
ODBC aus und klicken auf OK. Damit im nächsten Fenster die
gewünschte Abfrage erscheint, klicken Sie auf Optionen und
schalten die Checkbox Ansichten ein. Nun wählen Sie die neu
erstellte Abfrage in der Liste aus und stellen die ODBC-Verbindung
mit OK her.
Ralph Kusterer/ib
Als MDE-Dateien sichern
Wenn Sie verhindern möchten,
daß jemand Berichte oder Formulare in Ihrer Datenbank ändert
oder daß Datenbankbenutzer Zugang zu Ihrem Visual-Basic-Code
haben, speichern Sie die Datenbank als sogenannte MDE-Datei.
Außerdem können Sie mit dem #Format eigene Assistenten
bauen.
Klicken Sie auf
Extras - Datenbank Dienstprogramme -
MDE-Datei erstellen
Access 97 kompiliert nun alle Module,
löscht den kompletten bearbeitbaren Quellcode und komprimiert
die Datenbank. Nun kann niemand mehr Formulare und Berichte
hinzufügen oder ändern. Ihr Visual-Basic-Quellcode funk-
tioniert weiterhin, läßt sich aber nicht mehr anzeigen
oder ändern. Vorsicht! Behalten Sie auf alle Fälle eine
Kopie der Originaldatenbank und des Quellcodes. Nur damit können
Sie später etwas ändern oder weiterentwickeln.
Daten übernehmen
Datenbanken aus älteren
Access-Versionen können Sie öffnen und konvertieren.
Beim Öffnen bleibt eine Datenbank im Ursprung bestehen und
läßt sich weiterhin von Benutzern älterer
Access-Versionen bearbeiten. Wenn Sie jedoch alle Funktionen von
Access 97 nutzen wollen, müssen Sie die Datenbank
konvertieren, können sie dann aber nicht mit älteren
Access-Versionen verwenden.
Diese Datenübernahme läuft
automatisch im Hintergrund ab, kann bei komplexen Datenbanken
jedoch einige Minuten dauern. Alternativ können Sie mit dem
Menübefehl
Datenbank, Dienstprogramme - Extra
Daten
übernehmen.
Datenbank verschlüsseln
Der Menüpunkt
"Zugriffsrechte" erlaubt Ihnen, wie in der
Vorgängerversion Datenbanken Kennwörter zuzuweisen sowie
Benutzer- und Gruppenberechtigungen zu vergeben. Neu ist der
Befehl "Datenbank ver-/ entschlüsseln", der die
ganze Datenbank codiert.
HTML-Seiten erzeugen
Mit Access 97 lassen sich Dateien
direkt im HTML-Format (Hyper Text Markup Language) speichern.
Nutzen Sie den Assistenten, um Daten ins Internet oder Intranet
(internes Netz mit den Werkzeugen des Internet) zu stellen. Dazu
öffnen Sie zunächst eine bestehende Datenbank. Klicken
Sie nun auf
Datei - Im HTML Format speichern
Es erscheint
der Web-Publishing-Assistent. Mit ihm erzeugen Sie Web-Dokumente
aus Tabellen, Abfragen, Formularen und Berichten. Klicken Sie
einfach auf den Reiter "Alle Objekte", und der Assistent
öffnet alle in der Datenbank vorhandenen Objekte. Sie
brauchen nur noch auszuwählen.
Im nächsten Schritt
bestimmen Sie gegebenenfalls eine HTML-Vorlage. Auf der folgenden
Seite hat der Assistent die Auswahl "statische HTML-Seiten
erstellen" schon markiert. Diese Wahl ist unbedingt
empfehlenswert, es sei denn, Sie besitzen einen Microsoft Internet
Information Server oder Personal Web Server, mit dem Sie
dynamische Web-Seiten erzeugen können. Haben Sie mehr als ein
Access-Objekt gewählt, können Sie mit dem Assistenten
eine Homepage bauen, die eine Tabelle mit Verknüpfungen zu
den gewählten Objekten enthält (ein sogenanntes
Switchboard). Die Homepage verbindet die gewählten Objekte
miteinander. Ein Klick auf das gewünschte Link im Switchboard
genügt, um eine andere Web-Seite zu öffnen.
Wenn Sie
des öfteren Web-Seiten erzeugen, speichern Sie die Antworten
am besten in einem Veröffentlichungsprofil auf der letzten
Dialogkarte des Assistenten. Das Angebot erspart Ihnen bei
weiteren Veröffentlichungen eine Menge Arbeit. Das Ergebnis
können Sie sich nun in einem Browser ansehen.
Achtung: Der
Assistent vergibt nicht die übliche Endung HTM, sondern HTML.
Deshalb können Sie die Dateien nicht mit einem gewöhnlichen
Editor öffnen.
Schwarz ist Weiß
Berichte in Microsofts
Datenbankprogramm weigern sich, schwarze Linien zu
drucken.
Tatsächlich wahr: Versuchen Sie in einem
Access-Bericht eine schwarze Linie zu drucken, fehlt diese beim
Ausdruck. Deshalb verwenden Sie einfach Schwarz statt einer
anderen Farbe. Alternativ stellen Sie im Druckerspooler ein, daß
das erweiterte Metafile-Format verwendet werden soll.
ib
Web-Browser-Steuerelemente nutzen
Microsoft führt die
ActiveX-Technologie mit Office 97 im großen Stil ein. Hierzu
installieren Sie den Microsoft Internet Explorer 3.0: Er
registriert automatisch ein ActiveX-Steuerelement namens
"Microsoft Web Browser-Steuerelemente", das Ihnen fortan
auch unter Access im Extras-Menü zur Verfügung steht.
Im
Formularentwurf wählen Sie den Steuerelementetyp über
das Toolbox-Symbol "Weitere Steuerelemente" aus. Ziehen
Sie anschließend einen Rahmen auf, damit Access das
Steuerelement erzeugt, und benennen Sie es etwa mit "txtWeb".
Der
Nachteil des Web-Steuerelements besteht darin, daß es sich
nur per VBA aktivieren läßt. Geben Sie beispielsweise
in das BeimKlicken-Ereignis einer Befehlsschaltfläche die
Anweisung
Me!txtWeb.Navigate "http://www.fullAccess.de"
ein.
Klicken Sie auf diese Schaltfläche, stellt Windows eine
Internet-Verbindung her, und Access zeigt die Web-Seite innerhalb
des Formulars an.
Works-Dateien importieren
So übernehmen Sie Dateien aus
Works in Ihre Access-Datenbanken.
Access 97 bietet keine
Importfilter, um Daten aus Works für Windows direkt zu
übernehmen. Über kleine Umwege gelingt dies trotzdem.
Dazu speichern Sie wdb-Datenbankdateien vorher in Works unter dem
Dateityp dBase III, den Sie im Dialog Speichern unter einstellen.
Works legt dadurch eine Datei mit der Erweiterung .dbf an. Öffnen
Sie in Access 97 eine Datenbank, und benutzen Sie den Befehl
Datei/ Externe Daten/Importieren. Wechseln Sie in das Verzeichnis
mit der neu angelegten dbf-Datei, und stellen Sie als Dateityp
dBase III (*.dbf) ein. Wählen Sie die Datei aus, und klicken
Sie auf Im-portieren. Access fügt diese Datei als neue
Tabelle in die geöffnete Daten-bankdatei ein. Umständlicher
gestaltet sich der Import von Works-Spreadsheets.
Tabellenkalkulationsdateien speichern Sie in Works zunächst
im csv-Format, indem Sie diesen den Dateityp Text & Semikolon
zuweisen. Im Dialog Importieren von Access wählen Sie
entsprechend den Dateityp Textdateien (*.txt; *.csv; *.tab; *.asc)
aus. Wenn Sie nun auf Importieren klicken, erscheint der
Textimport-Assistent, mit dessen Hilfe Sie die Details der
Übernahme festlegen. In den ersten beiden Dialogen übernehmen
Sie dabei die Voreinstellungen Mit Trennzeichen sowie Semikolon.
Falls Feldnamen am An-fang der Liste stehen, aktivieren Sie im
zweiten Dialog die Option Erste Zeile enthält Feldnamen,
damit Access dies automatisch berücksichtigt.
Importfilter hinzufügen
Fehlende Filter für den
Datenimport installieren Sie direkt von der Setup-CD nach.
Access
bietet in der Standardinstallation keine direkten Importtreiber,
um mit Lotus 1-2-3 oder Paradox angelegte Dateien zu importieren.
Auch im Bereich Hinzufügen/Entfernen des Setup-Programms von
MS Office tauchen im Dialog Datenzugriff keine entsprechenden
Filter auf. Die genannten Treiber sind jedoch Bestandteil des Data
Access Packs, das Sie als Zugabe auf der MS-Office-Setup-CD
finden. Um fehlende Datenfilter hinzuzufü-gen, wechseln Sie
auf der MS-Office-Setup-CD in den Ordner Cdzugabe/ Dataacc. Rufen
Sie die Datei Data-acc. exe auf, und installieren Sie das
Treiberpaket mit Hinzufügen/Entfernen. Wählen Sie
anschließend über die Schaltfläche Option ändern
die ge-wünschten Datenzugriffstreiber aus. In der Liste
finden Sie auch Filter für Lotus 1-2-3 und Paradox.
Rautenfreie Hyperlinks
So exportieren Sie Internet-Adressen
fehlerfrei in eine Textdatenbank.
Access weist
Datenbankfeldern, die
Internet-Adressen enthalten, automatisch
das Format Hyperlink zu. Dadurch bleiben URLs in der Datenbank
direkt ausführbar. Verwenden Sie dieses For-mat, schließt
Access die Internet-Adressen durch zwei Rautenzeichen ein, die als
unsichtbare Trennzeichen zwischen verschiedenen Adreßteilen
dienen. Dies wird zum Problem, sobald Sie ei-ne solche Tabelle in
eine Textdatenbank exportieren. Hier erscheinen die URL-Adressen
dann in der Form #http://www.pc-magazin.de#,
was zu Fehlfunktionen führen kann. Um die Rauten dauerhaft zu
entfernen, laden Sie die Datenbankdatei in Access, wählen die
betroffene Tabelle im Register Tabellen aus und klicken auf
Entwurf. Im Editor suchen Sie das Feld für die
Internet-Adresse. Hier ist die Option Hyperlink in der Spalte
Feldda-tentyp eingestellt. Weisen Sie diesem Feld den Datentyp
Text zu, und erhöhen Sie unten im Register Allgemein den Wert
für die Feldgröße auf 150, damit lange
Internet-Adressen nicht abge-schnitten werden. Dann schließen
Sie den Editor und speichern die Änderungen. Öffnen Sie
die Tabelle, in der jetzt die Rautenzeichen vor und hinter den
URL-Adressen erscheinen. Diese Spalte markieren Sie komplett und
benutzen den Befehl Bearbeiten/Ersetzen. Geben Sie in das
Suchen-Feld [#] ein, und lassen Sie das Feld Ersetzen durch frei.
Da die Raute in Access als Platzhalterzeichen für einzelne
numerische Zeichen dient, muß sie hier in eckige Klammern
gesetzt werden, damit die Suche funktioniert. Im Dialog schalten
Sie die Optionen Groß-/Kleinschreibung beachten und Gesamten
Feldinhalt vergleichen aus so-wie die Option Aktuelles Feld ein.
Klicken Sie auf Alle ersetzen. Access entfernt alle Rautenzeichen
vor und hinter den Internet-Adressen in dieser Spalte. Zum Schluß
bestätigen Sie den Hinweis mit Ja, daß die Änderung
nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, und schließen
die Tabelle.
Datenbanken schützen
Um Datenbanken vor Manipulation zu
schützen, speichern Sie diese im MDE-Format.
Bevor Sie
anderen Benutzern eine Datenbank zur Verfügung stellen,
emp-fiehlt es sich, die Datei zu schützen. Um zu verhindern,
daß Elemente wie Formulare oder VBA-Code verändert
werden, speichern Sie die Datenbank im MDE-Format (Microsoft Date
Engine) ab. Access 97 behält dabei die ursprüngliche
mdb-Datei bei, an der Sie nach wie vor Änderungen vornehmen
können. Es empfiehlt sich dennoch dringend, zunächst die
originale Datenbank zu kopieren. Anschließend starten Sie
Access und schließen alle Datenbanken. Benutzen Sie nun die
Befehlsfolge Extras/Datenbank-Dienstprogramme/ MDE-Datei
erstellen. Im Auswahldialog wählen Sie die gewünschte
Datei aus, die Sie schützen möchten, und klicken
anschließend auf MDE erstellen. Mit der Schaltfläche
Speichern im nächsten Dialog legen Sie die neue mde-Datei
endgültig an. Access kompiliert jetzt alle Module, entfernt
den Quellcode und komprimiert die neue Datenbank. Um eine
ge-schützte Datei zu laden, stellen Sie im Dialog
Datei/Öffnen den Dateityp MDE-Dateien (*.mde) ein. VBA-Code
bleibt in mde-Dateien ausführbar, läßt sich aber
weder anzeigen noch bearbeiten. Außerdem ist in den
Registern Formulare, Berichte und Module die Schaltfläche
Entwurf deaktiviert, so daß hier keine Änderungen
möglich sind.
Start ohne Anfangsdialog
Durch eine kleinen Manipulation
startet Access ohne den überflüssigen Anfangsdialog.
Bei jedem Aufruf von Access erscheint der Start-Dialog, mit
dem Sie neue Datenbanken anlegen oder vorhandene Dateien öffnen.
Sie können jedoch alle angebotenen Funktionen einfacher über
das Datei-Menü oder die entsprechenden Schaltflächen
ausführen lassen. Deaktivieren Sie diesen überflüssigen
Dialog daher mit einem zusätzlichen Startbefehl-Parameter.
Öffnen Sie den Eigenschaften-Dialog der Verknüpfung zum
Aufruf von Access im Ordner Startmenü\Programme des
Windows-Verzeichnisses. Im Register Verknüpfung fügen
Sie hinter dem Befehl im Feld Ziel den Parameter /nostartup ein.
Der Eintrag sieht dann beispielsweise so
aus:
"C:\Programme\MicrosoftOffice\Office\MSACCESS.EXE"
/nostartup
Mit OKschließen Sie die Aktion ab. Der
Startdialog erscheint anschließend nicht mehr, wenn Sie
Access über die geänderte Verknüpfung aufrufen.
Doppelte E-Mail-Fenster
Durch einen Bug öffnen sich
beim Klick auf E-Mail-Verweise zwei Nachrichtenfenster.
Access
97 erlaubt es, E-Mail-Verweise in Datenbankfelder vom Typ
Hyperlink zu integrieren. Dadurch lassen sich E-Mail-Nachrichten
direkt aus Ihren Tabellen verschicken. Ausführbare
E-Mail-Einträge werden durch mailto: ein-geleitet, gefolgt
von der gewünschten E-Mail-Adresse. Steht beispielsweise in
einer Tabellenzelle der Eintrag mailto:redaktion@pc-magazin.de,so
genügt ein Mausklick auf diesen Hyperlink, um den Editor zum
Schreiben von E-Mail-Nachrichten zu öffnen. Die Adresse in
diesem Beispiel redaktion@pc-magazin.de
wird dabei automatisch in das Feld An: eingetragen. Durch einen
Bug kann dabei das Problem auftreten, daß sich das Fenster
zum Schreiben einer E-Mail-Nachricht zweimal öffnet.
Verantwortlich hierfür ist ein fehlerhafter Eintrag in der
Windows-Registry. Um dieses Problem unter Windows 95/98 zu
beheben, deaktivieren Sie diesen Eintrag, indem Sie ihn
umbenennen. Dazu laden Sie den Registry-Editor mit
Start/Ausführen/Regedit und öffnen folgenden
Ordner:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\
CLASSES\PROTOCOLS\Handler\
Wählen Sie darunter den Ordner
Mailto mit der rechten Maustaste aus, und benutzen Sie im
Kontextmenü den Befehl Umbenennen. Tippen Sie nun einen
beliebigen neuen Namen ein, beispielsweise sik_mailto, und
schließen mit der Ein-gabetaste ab. Beenden Sie den
Registriereditor. Damit tritt das beschriebene Problem nicht mehr
in Access auf.
Textexport automatisieren
Vereinfachen Sie den Export in
Textformate, indem Sie ein Einstellungsset anlegen.
Wenn Sie
regelmäßig eine Access-Datenbank als Textdatei
exportieren, spa-ren Sie sehr viel Arbeit, indem Sie alle
Einstellungen als Exportspezifikation speichern. Normalerweise
müssen Sie im Textexport-Assistenten alle Optionen jedesmal
aufs neue einstellen, beispielsweise die korrekten Trenn- und
Textbegrenzungszeichen. Einfacher ist es, die kompletten
Einstellungen einmal als Set zu sichern und dann bei jedem Export
zu übernehmen. Dazu laden Sie eine mdb-Datei, benutzen den
Befehl Datei/Speichern unter/ Exportieren und wählen In eine
externe Datei oder Datenbank. Im Feld Dateityp stellen Sie die
Option Text Files (*.txt;*.csv;*.tab;*.asc) ein, wechseln ins
Zielverzeichnis und klicken auf Exportieren. Im
Textexport-Assistenten benutzen Sie die Schaltfläche Weitere
und legen im Dialog die erforderlichen Exporteinstellungen fest.
Klicken Sie auf Speichern unter, und vergeben Sie einen Namen für
die Exportspezifikation, oder übernehmen Sie die
voreingestellte Bezeichnung mit OK. Mit einem weiteren OK kehren
Sie zum Assistenten zurück und exportieren die Datei. Um die
gespeicherten Einstellungen bei weiteren Exportvorgängen zu
verwenden, klicken Sie im Textexport-Assistenten auf Weitere und
dann auf Spezifikationen. Im Dialog wählen Sie das
Einstellungsset aus und weisen es mit Öffnen sowie OK zu.
Access übernimmt dadurch die Einstellungen in den
Textexport-Assistenten. Hier legen Sie mit Fertigstellen die
Textdatenbank an. Bei Bedarf lassen sich auch mehrere
Exportspezifikationen für eine mdb-Datei anlegen und wie
beschrieben zuweisen.
Auswahllisten anlegen
Selbsterstellte Auswahllisten ersparen
Ihnen viel Arbeit bei der Eingabe in eine Datenbank.
Nehmen Sie
in einem Datenbankfeld sehr häufig die gleichen Einträge
vor, sparen Sie sich sehr viel Arbeit, wenn Sie dem Feld eine
Auswahlliste zuordnen. Anschließend wählen Sie im
Formular die Einträge einfach aus der Liste aus, was die
Eingabe erheblich beschleunigt. Voraussetzung ist, daß Sie
bereits ein Eingabeformular für die Datenbank angelegt haben.
Laden Sie dazu die Datenbank, und wechseln Sie in das Register
Formulare. Hier wählen Sie das gewünschte Formular aus
und benutzen die Schaltfläche Entwurf. Im Formulareditor
klicken Sie mit der rechten Maustaste das Feld an, das Sie
umwandeln möchten, und benutzen im Kontextmenü die
Befehlsfolge Ändern zu/Kombinationsfeld. Öffnen Sie dann
erneut das Kontextmenü des ausgewählten Feldes, und
wählen Sie Eigenschaften. Im Register Daten des
Eigenschaften-Dialogs wechseln Sie in das Feld Herkunftstyp. Hier
stellen Sie die Option Wertliste ein, um eine statische Liste mit
festen Einträgen anzulegen. Geben Sie darunter in das Feld
Datensatzherkunft die einzelnen Einträge der Auswahlliste
ein. Diese müssen in Anführungszeichen stehen und durch
ein Semikolon vom nächsten Eintrag getrennt werden. Hier ein
Beispiel für eine gültige
Eingabe:
"Berlin";"München";"Hamburg";
"Winsen
an der Luhe" Schließen Sie den Eigenschaften-Dialog,
verlassen Sie den Entwurfseditor, und speichern Sie die
Änderungen. Geben Sie nun Daten in dieses Formular ein,
lassen sich die definierten Einträge aus der Auswahlliste des
entsprechenden Felds übernehmen. Um die Liste zu bearbeiten,
rufen Sie im Entwurfseditor den Eigenschaften-Dialog des
entsprechenden Feldes auf und nehmen die Änderungen im Feld
Datensatzherkunft vor.
Timeout beim Internet-Zugriff
Unter bestimmten Umständen
tritt bei StarOffice 3.1 ein lästiges Timeout-Problem beim
Zugriff auf Internet-Seiten auf, das Sie leicht umgehen
können.
Wenn der Aufbau der Verbindung zu lange dauert,
erhalten Sie nach dem Abruf einer Internet-Seite die
Fehlermeldung
Leseproblem Der Rechnername xxx konnte nicht
aufgelöst werden.
Der Verbindungsaufbau läuft
allerdings weiter, und die Verbindung wird ganz normal
hergestellt. Hier handelt es sich um eine internes Timeout-Problem
des StarOffice, das beispielsweise auftreten kann, wenn Sie eine
ISDN-Verbindung zu CompuServe über das DFÜ-Netzwerk
nutzen. Um das Problem zu umgehen, quittieren Sie die
Fehlermeldung mit OK und rufen anschließend die gewünschte
Web-Seite nochmals auf. Eine zweite Möglichkeit besteht
darin, die Internet-Verbindung bereits vor dem Aufruf einer
Web-Seite mit StarOffice herzustellen. Dazu öffnen Sie auf
dem Desktop von Windows 95 den Ordner Arbeitsplatz und
anschließend das Verzeichnis DFÜ-Netzwerk. Hier klicken
Sie doppelt auf die Verbindung, über die Windows 95 den
Internet-Zugang herstellt, und einmal auf Verbinden. Nach dem
Aufbau der Verbindung können Sie in StarOffice die
gewünschten Web-Seiten wie gewohnt abrufen.
Ralph
Kusterer/ib
Defekte Texte reparieren
Falls Sie beim Laden oder Speichern
eines StarWriter-Dokuments Fehlermeldungen erhalten oder leere
Seiten im Text auftauchen, liegt dies unter Umständen an
Formatfehlern im Dokument.
Bevor Sie einen Text neu eingeben
oder gar ganz verloren geben müssen, versuchen Sie, zumindest
die ASCII-Zeichen zu laden. Um also wenigstens den Text noch zu
retten, können Sie versuchen, das Dokument ohne Layout zu
laden. Dazu klicken Sie im StarWriter auf die Öffnen-Schaltfläche
und wählen die Textdatei aus, bei der Probleme aufgetreten
sind. Benutzen Sie die Tastenkombination [Strg-Alt-L], und
bestätigen Sie den Hinweis, daß das Dokument ohne
Layout geladen wird, mit OK. Laden Sie die ausgewählte Datei
über Öffnen. Dabei wird das Layout des Textes neu
erstellt. Die Option ohne Layout wirkt sich ausschließlich
auf die alten, eventuell beschädigten Layoutinformationen
aus. Als nächsten Schritt markieren Sie das gesamte Dokument
mit [Strg-A] und wählen den Menübefehl Format/Standard.
Dadurch werden alle harten, also direkten Formatierungen
zurückgesetzt. Klicken Sie auf die Schaltfläche Neu, um
ein leeres Dokument anzulegen. Über Einfügen/Datei
wählen Sie im Dialog das fehlerhafte Dokument aus und klicken
auf Öffnen. Speichern Sie die neu angelegte Datei unteren
einem anderem Namen. Nach diesen Maßnahmen sollte sich das
Dokument wieder normal bearbeiten lassen. Andernfalls ist das
Dokument so sehr beschädigt, daß es nicht
wiederhergestellt werden kann.
Ralph Kusterer/ib
Schutzverletzung in der "ole32.dll"
Ein Workaround
hilft, wenn bei Ihrer Installation eine OLE-Schutzverletzung
auftritt.
Erhalten Sie beim Start des Dokument-Managers eine
Schutzverletzung in der "ole32.dll", so liegt das
wahrscheinlich an einer defekten "config.sys". Löschen
Sie dann aus dem Config-Verzeichnis die zugehörige
Konfigurationsdatei:
StarOffice 3.0: soffice3.cfg
StarWriter
3.0: swriter3.cfg
StarCalc 3.0: scalc3.cfg
StarDraw 3.0:
sdraw3.cfg
ib
Weiße Streifen
Grafikfehler bei der 95er Version von
Encarta kommen meist vom fehlerhaften Treiber.
Erscheinen weiße
Flimmerlinien, wenn Sie ein Fenster über Ihre
Encarta-Anwendung bewegen, so liegt dies vielleicht an Ihrer
Grafikkarte. Die Matrox-MGA-Millennium- und Mystique-Treiber für
Windows 3.11 beheben diesen Fehler.
ib
Nichts geht mehr
So gehen Sie mit gröberen System-Fouls
um.
Beim Laden einer Datei kommt es bei WPWin 8 bei gewissen
Konfigurationen zu einem schweren Ausnahmefehler an Adresse
0137:BFF9A07C. Haben Sie etwas mehr Glück, dann erwischt Sie
dabei nur ein Ausnahmefehler im Modul MFC42.DLL bei Adresse
0137:5f4018C.
Laut Hersteller Corel handelt es sich dabei um
ein Problem mit einem Grafik-, Festplatten- oder Druckertreiber.
Das kanadische Unternehmen schlägt vor: Starten Sie Windows
95 im abgesicherten Modus. Kein Erfolg? Dann stellen Sie den
Standard-Grafiktreiber auf VGA ein und deaktivieren Sie das
Kontrollkästchen "Verzögertes Schreiben für
alle Laufwerke deaktivieren" (Start
/Einstellungen/System/Leistungs-merkmale/Dateisystem/Fehlerbehebung).
Sollte
das nicht zum Ziel führen, müssen Sie neue Gerätetreiber
für Grafikkarte, Drucker und Festplattencontroller
installieren. Hilft auch das nichts, finden Sie noch einige
spezielle Ausführungen zu diesem Thema im Internet unter
www.corel.com/products/wordperfect/cwp8/support.htm
ib
Keine Auskunft über die Zwischenablage
Adobe Acrobat
kann im Exchange-Modul den Inhalt der Zwischenablage nicht
anzeigen.
Wollen Sie in Acrobat Exchange unter
Fenster/Zwischenablage betrachten den Inhalt des Clipboards in
Augenschein nehmen, müssen Sie mit einer Fehlermeldung
rechnen. Adobe rät in diesem Fall, den Windows-eigenen
Betrachter zu installieren. Sollte bei Ihrem System dieser bereits
vorhanden sein (Start/Zubehör/Zwischenablage), entfernen Sie
ihn und richten ihn wieder ein.
Wählen Sie dazu
Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Software und im Register
Windows-Setup den Listeneintrag Zubehör. Kreuzen Sie dann in
der Detailansicht das Kontrollkästchen Zwischenablage an, und
schließen Sie die Fenster.
ib
Unliebsame Winkel
Bei der 3D-Rotation in PhotoPaint ergeben
manche Winkelkombinationen statt eines Resultats eine
Fehlermeldung.
In PhotoPaint existiert ein Filter zur
dreidimensionalen Rotation. Manche Winkelkombinationen führen
jedoch statt zum gewünschten Resultat nur zu einer
Fehlermeldung.
Um den Fehler selbst zu reproduzieren, öffnen
Sie ein neues Bild der Größe 360 x 504 Pixel. Wenden
Sie dann den 3D-Rotationsfilter an. Geben Sie als horizontale
Rotation -70 Grad und als vertikale -43 Grad ein. Sobald Sie auf
[Vorschau] klicken, erhalten Sie die Fehlermeldung. Dieser Fehler
tritt bei unterschiedlichen Größen-Winkel-Kombinationen
auf. Sollte also gerade bei der von Ihnen gewünschten Drehung
dieser Bug auftreten, verändern Sie einfach die Werte
minimal.
Alexander Feix/ib
Verfälschte Graustufen
Das Raytracing-Programm
Reflections zeigt Graustufen nur als schwarze Flecken an.
Auch
das Update von Reflections 3.0 auf die Version 3.05 enthält
immer noch eine Menge kleiner Bugs. Zum Beispiel werden Objekte in
der Graustufen-Vorschau oft nur schwarz angezeigt. Besonders
häufig tritt dieser Effekt unter Windows 95 auf. Sie können
jedoch leicht wieder den normalen Zustand herstellen: Schließen
Sie dazu das Plotfenster, und beantworten Sie die Frage
Wirklich
beenden?
mit Nein. Danach erscheint die Vorschau wieder korrekt
in Graustufen.
Dominik Frenzl/ib
Startschwierigkeiten unter Windows 95
Abstürze beim
Start von MS Golf 2.0 umgehen Sie mit Hilfe der
Grafik-Hardware-Beschleunigung.
Bei manchen Grafikkarten bricht
MS Golf 2.0 direkt beim Start mit einer allgemeinen
Schutzverletzung am Modul "glfani32.dll" ab. Laut
Microsoft tritt dieser Fehler in Verbindung mit manchen Treibern
und der internen Hardware-Beschleunigung der Grafikkarte auf.
Schalten Sie letztere aus, läuft MS Golf ohne
Probleme.
Starten Sie dazu über
Start -
Einstellungen
die Systemsteuerung, und wählen Sie dort das
Symbolbild System mit einem Doppelklick. Wählen Sie im Dialog
"Eigenschaften für System" das Register
"Leistungsmerkmale". Über die Schaltfläche
[Grafik] erhalten Sie einen Schieberegler für die
Hardware-Beschleunigung. Verschieben Sie diesen ganz nach links,
und bestätigen Sie Ihre Einstellung mit [OK].
ib
Zufällige Telefonnummern
Bei spezieller Formatierung
ändert sich die Telefonnummer beim Ausdruck.
Haben Sie die
Telefonfelder einer Datenbank als numerisch definiert und
verwenden beim Ausdruck eines der typischen Telefonformate, so
ändert sich das angezeigte Ergebnis bei jedem Klick auf das
Anzeigefeld. Ebensowenig ist das Resultat bei der Ausgabe auf
einem Drucker vorhersehbar und liefert zufällige Werte.
Der
Ausweg besteht darin, den numerischen Wert in einem berechneten
Feld als Zeichenkette (String) darzustellen und es mit den
Funktionen Left, Mid und Right in die gewünschte Form zu
bringen.
ib
Fehler bei Netzwerkinstallation
Das Setup-Programm bricht
zuweilen bei der Installation auf Peer-to-Peer-Netzwerken ab.
Zuerst scheint alles ordnungsgemäß zu laufen. Es
erscheint die Meldung:
Bitte warten: ich kopiere die
Programmdateien.
Doch plötzlich ist die Meldung weg, und
das Setup-Programm endet - ohne Fehlermeldung, aber auch ohne
fertige Installation.
Dieser Fall tritt zumeist auf
Peer-to-Peer-Netzwerken wie LANtastic oder Windows 95 auf, wenn
die Installation von einem CD-ROM-Laufwerk eines anderen Computers
erfolgt. Der einzige Ausweg: Kopieren Sie die notwendigen
Verzeichnisse temporär auf die lokale Festplatte, und
wiederholen Sie die Installation.
ib
Falsche Schrift im System
Nach der Installation von LexiRom
1.0 erscheinen Menüs und Steuerelemente bei anderen
Anwendungen verzerrt.
Sie haben das Microsoft-Nachschlagewerk
LexiRom installiert und erhalten viel zu kleine Schriften? Oder
bei den Systemschriften fehlen plötzlich die Umlaute?
Verzweifeln Sie nicht. Löschen Sie einfach die Schrift "Arial
Special" aus Ihrem System. Dann läuft wieder alles, wie
es soll.
ib
NT 4.0 ist zu alt
Sidekick verweigert die Installation unter
Windows NT 4.0.
Das Organisationsprogramm Sidekick für
Windows stellt hohe Ansprüche an ein Betriebssystem. Denn
selbst das fast brandneue NT 4.0 ist diesem Programm zu alt. Bei
der Installation meldet es sich mit einer entsprechenden Meldung
und verweigert fortan den Dienst. Etwas kurios ist allerdings, daß
dem Programm die Version 3.51 von NT ausreicht.
ib
Fehlendes Server-Verzeichnis
Frontpage benötigt ein
eigenes Stammverzeichnis, wenn Sie Server-Erweiterungen
installieren.
Wollen Sie mit FrontPage Server-Erweiterungen
installieren, so erhalten Sie die Fehlermeldung, daß das
entsprechende Verzeichnis nicht angelegt werden kann. Der Grund:
Der Web-Server benötigt ein anderes Stammverzeichnis als das
Hauptverzeichnis der Festplatte. Legen Sie also auf dem Server ein
Unterverzeichnis erster Ebene an, und mappen Sie dieses als
Hauptverzeichnis.
ib
Grobe Sicherheitslücke im Web-Browser
Wer den
StarWriter auch als Internet-Browser verwendet, kann eine böse
Überraschung erleben.
Viele regen sich über die
mangelnde Sicherheit bei ActiveX-Controls im Internet auf. Denn
enthält eine HTML-Seite eine solche Komponente, wird diese im
Internet Explorer auf Ihren lokalen Rechner geladen und dort als
ganz normales Programm ausgeführt. Und jedes Programm kann
Dateien löschen, die Festplatte formatieren oder wichtige
Informationen übers Internet verschicken.
Während
sich jedoch die Augen auf Microsofts Steuerelemente richten, kommt
eine neue Gefahr auf: StarBasic, die Makrosprache des StarOffice.
q Mit ihr lassen sich oft benötigte Programmabläufe
automatisieren und anschließend per Knopfdruck aktivieren.
StarBasic hat einen recht großen Befehlsumfang, der auch
Dateioperationen erlaubt. Mit dem Befehls KILL löschen Sie
beispielsweise Dateien auf der lokalen Festplatte. Seit Version
4.0 erlaubt StarOffice, an ein Dokument gebundene StarBasic-Makros
in HTML-Seiten zu exportieren. Diese werden dann als
StarBasic-Script in die HTML-Seiten eingebunden und vom
StarWriter-Web beim Browsen ausgeführt. Dies ist mit
Sicherheit ein interessantes Feature, allerdings primär im
Intranet, wenn alle Arbeitsplätze mit StarOffice ausgerüstet
sind.
Ähnlich wie auch der Internet Explorer
ActiveX-Controls zurückweisen kann, läßt sich die
Ausführung von StarBasic-Skripts über
Extras/Optionen/Internet-Scripting unterdrücken. Doch das ist
ein Irrtum. Denn egal wie diese Option geschaltet ist,
xStarWriterx führt die Basic-Programme immer aus. Und wenn
Sie an besonders böse Menschen geraten, könnten diese
theoretisch über ihre Web-Seiten Ihre Dateien nach Belieben
löschen oder sonstigen Unfug auf Ihrem System anstellen. Wenn
Sie also weiterhin StarOffice als Browser benutzen wollen, dann
sollten Sie sich den Security-Fix bei StarDivision
unter
www.stardivision.de
besorgen.
Wer
sich den Bug einmal in natura anschauen will, kann - sofern er
StarOffice besitzt - auf der
Internet-Seite
http://members.aol.com/BodoMes/bugdemo.html
eine
ungefährliche Kostprobe nehmen.
Bodo Meseke/ib
Inhaltsverzeichnis als Hyperlink
Mit einem StarWriter-Makro
verwandeln Sie ein Inhaltsverzeichnis in ein HTML-Dokument mit
Hyperlinks.
Seit der Version 4.0 kann StarOffice ein
Inhaltsverzeichnis derart ins HTML-Format exportieren, daß
ein Klick auf einen Punkt des Inhaltsverzeichnisses Sie
automatisch an die entsprechende Stelle des Dokuments bringt.
Hierfür müssen beim Einfügen des
Inhaltsverzeichnisses in ein Dokument unter den Form-Optionen die
Hyperlinks definiert werden. Dies klappt jedoch nur, solange Sie
das Dokument mit StarWriter-Web öffnen.
Andere Browser
können mit dieser Art von Inhaltsverzeichnis nichts anfangen.
Es sei denn, Sie benutzen das Makro (Listing in Databox 11/97),
das uns der Leser Bodo Meseke zugesandt hat. Es nutzt eine schöne
Eigenschaft des StarWriter, nämlich die Speicherung von
Textmarken als Anker. Wenn Sie einen Text geschrieben und ein
Inhaltsverzeichnis (ohne Hyperlinks) eingefügt haben, starten
Sie einfach das Makro InhaltZuHTML.
In einem Dialog werden Sie
zuerst gefragt, wie viele Gliederungsebenen ausgewertet werden
sollen. Gültige Eingaben sind ganze Zahlen von 1 bis 5. Dann
sucht das Makro nach Absatzvorlagen namens Überschrift x und
fügt davor eine individuelle Textmarke ein. Abschließend
spürt die Routine die Absatzvorlagen Inhaltsverzeichnis x auf
und unterlegt jeweils die ganze Zeile mit einem Hyperlink zur
entsprechenden Textmarke.
Wenn sich das Inhaltsverzeichnis im
nachhinein ändert, macht das nichts. Lassen Sie einfach das
Makro noch einmal laufen.
Bodo Meseke/ib
Die Ansicht umschalten
Mit einem einfachen Word-Pro-Skript
schalten Sie per Mausklick zwischen verschiedenen Zoomstufen
um.
Mit Hilfe eines einfachen Word-Pro-Skripts, das Sie mit
einer Symbolschaltfläche verbinden, schalten Sie zwischen der
benutzerdefinierten Ansicht und der Seitenvorschau um. Erstellen
Sie zunächst ein Skript namens "switch.lss", und
geben Sie dort den Code
Option Public
Sub Main
If
.ActiveDocWindow.WinViewPrefs.ViewType =&H8
Then
.ActiveDocWindow.WinViewPrefs.ViewType =
&H4
Else
.ActiveDocWindow.WinViewPrefs.ViewType =
&H8
End If
End Sub
ein. Speichern Sie die Datei im
Wordpro\Scripts-Ordner.
Als nächstes verbinden Sie dieses
Makro mit einer Symbolschaltfläche. Dazu wählen Sie in
Word Pro den Menüpunkt
Datei - Benutzer-Setup -
SmartIcons
Wählen Sie ein passendes Symbolbild aus der
Liste im linken Fensterbereich und verbinden Sie dieses über
Icon
bearbeiten
mit dem Skript "switch.lss". Als
Beschreibungstext geben Sie
Umschalten der Ansicht
ein,
speichern die Einstellung und schließen das Fenster.
Verschieben Sie das Icon per Drag&Drop auf Ihre Symbolleiste,
und klicken Sie auf [OK].
Charles Evans/ib
Hilfedateien automatisieren
Dieses Basic-Script (Listing in
Databox 5/97) für StarWriter übernimmt Dokumente ins
Windows-HLP-Format.
In Ausgabe 2/97 haben wir in einem Projekt
(dort ab Seite 226) erklärt, wie Sie ein Dokument so
formatieren, daß das Microsoft-Hilfsprogramm "hcp.exe"
es in eine Windows-Hilfedatei konvertiert. Dieses Projekt und
damit das zugehörige Makro waren auf Word für Windows
ausgelegt. Nun wollen wir es auf die Basic-Variante von StarWriter
umsetzen.
Als Hilfethemen dienen dabei alle Absätze, die
als Formatvorlage "Überschrift" besitzen. Ist Ihr
Dokument entsprechend formatiert, so speichern Sie es in "Rich
Text Format". Zusätzlich zu diesem Dokument benötigen
Sie noch einen reinen ASCII-Text als Steuerdatei mit der Endung
HPJ. Dieser Text könnte etwa so
aussehen:
[OPTIONS]
TITLE=Meine
Help-Datei
COMPRESS=False
[FILES]
MeinText.rtf
[CONFIG]
BrowseButtons()
Haben
Sie beide Dateien angelegt, wechseln Sie auf die DOS-Ebene und
rufen dort den Hilfe-Compiler mit
hcp MeineHLP.HPJ
auf. Sie
finden ihn in CompuServe, auf der DOS-Databox oder im DIP
unter
http://www.pc-magazin.de
Bodo
Meseke/ib
Dateien eines Verzeichnisses einfügen
Das
StarWriter-Makro (Listing in Databox 6/97) listet an der aktuellen
Cursorposition alle Dateien aller Unterverzeichnisse auf.
Dieses
Makro fügt an der Cursorposition das Inhaltsverzeichnis eines
Laufwerks oder Unterverzeichnisses ein. Dies ist praktisch, wenn
Sie eine Diskette oder CD mit einem gedruckten Inhaltsverzeichnis
versehen wollen.
Da StarBasic keine Rekursion beherrscht, muß
der Pfad immer über die Funktionen Upverz$ und Letztes$
analysiert werden, um den Verzeichnisbaum komplett zu durchsuchen.
Achten Sie darauf, daß das Startverzeichnis existiert, da
keinerlei Fehlerbehandlungen durchgeführt werden. Hinweis: In
StarBasic muß jede Anweisung in einer Zeile stehen. Ähnlich
wie auch in WordBasic und VBA können Sie mit einem
Sonderzeichen eine Zeile jedoch umbrechen. Da dieses Sonderzeichen
([Strg-Enter]) jedoch nicht sichtbar ist, haben wir es im Listing
als &quo "@"dargestellt.
Bodo
Meseke/ib
Toxische Textmarken
Ein bekannter Bug in Word 6 sind
Textmarken am Anfang eines Dokuments. Das Makro spürt diese
auf.
Mit Textmarken bezeichnen Sie Teile Ihres Dokuments, auf
die Sie sich beispielsweise in Kopfzeilen oder Querverweisen
beziehen. Um sie zu definieren, markieren Sie den gewünschten
Text, wählen im Menü
Bearbeiten - Textmarke
und
geben deren Namen ein.
In Word 6 für Windows existiert ein
bekannter Software-Fehler: Ist am Anfang eines Dokuments eine
Textmarke definiert, so können verschiedene Faktoren dazu
führen, daß Word die Dateistruktur zerstört, so
daß der Text nicht mehr lesbar ist.
Das folgende kleine
Makro (Listing in Databox 7/97) überprüft diesen
Mißstand und entfernt auf Wunsch auch die Gefahrenstelle,
indem es sie um ein Zeichen nach hinten verschiebt. Sinnvoll ist
dieses Makro beispielsweise, wenn Sie es dahingehend erweitern,
daß das Dokument gespeichert wird, falls keine toxische
Textmarke vorhanden ist. Benennen Sie es dann noch in "AutoClose"
um, wird es jedesmal aufgerufen, wenn Sie ein Dokument
schließen.
Hinweis: Das Makro funktioniert nur, wenn Sie
unter
Extras - Optionen
im Register "Modul/Allgemein"
als "Sprache/Land" den Eintrag
"Englisch/[Benutzerdefiniert]" eingestellt haben.
Ansonsten müssen Sie die Trennzeichen ; durch , ersetzen und
gegebenenfalls die englische Syntax in die deutsche
übersetzen.
Daryl Lucas/ib
Ablösung für den alten Mediaplayer
Windows 95 hat
einen neuen Multimedia-Motor: Active Movie. Entstanden ist er zwar
im Rahmen des Internet Explorer 3.0 (und auch auf dessen
WWW-Seiten herunterzuladen), dennoch ist die Software eine
eigenständige Multimedia-Erweiterung von Windows
95.
Active Movie wird nach dem Setup zum neuen Abspielprogramm von
Windows 95: Sämtliche Active-Movie-Komponenten und
Konfigurationsdialoge liegen dann im Zubehör-Unterordner. Die
Installation von Active Movie ist in vielen Fällen zwar
tückisch, bringt jedoch viele Vorteile:
- Active Movie
unterstützt alle Video-Codes des alten Mediaplayers, die
vorhandene Installation wird beibehalten.
- Das
Apple-Quicktime-System wird durch Active Movie überflüssig,
da Quicktime-Dekompression bereits eingebaut ist.
- Active
Movie enthält einen optimal programmierten MPEG-Codec von
Microsoft. Er macht von 32 Bit und DCI (Display Control Interface)
Gebrauch und bringt ab einem Pentium 100 auch mit
Standard-Grafikkarten sehr gute Wiedergaberesultate. MPEG ist ab
sofort gratis - die Installation irgendwelcher Shareware-Tools
oder der Kauf von Software-MPEG-Playern macht keinen Sinn mehr.
Setup
Ob Active Movie läuft oder nicht, hängt vom
Erfolg der Installation ab. Das englische Update kommt stets
zuerst, das deutsche folgt später. Hier gilt: Installieren
Sie niemals ein englisches Active Movie auf einem deutschen
Windows-95-System! Wenn sich beim Setup ein Dialog meldet, brechen
Sie das Setup ab, sonst müssen Sie mit Chaos im
Windows-Multimedia-Motor rechnen!
Wenn sich eine
Active-Movie-Installation als instabil erweist, gilt: zuerst die
jeweils aktuell installierte Version über die
Systemsteuerungs-Software restlos deinstallieren, dann die
deutschsprachige neue Version oder das Update installieren.
Individuelle Konfiguration
Nach der Installation sollten Sie
prüfen, ob Windows alle gewünschten Video-Formate (AVI,
Quicktime, MPEG) abspielen kann. Funktioniert ein Format nicht,
ist Active Movie umzukonfigurieren. Die notwendigen
Active-Movie-Optionen finden Sie im Konfigurationsdialog.
Wichtig:
Active Movie drängelt sich bei der Installation sofort ins
System und greift nach allen Multimedia-Verknüpfungen. Wenn
Sie das nicht wünschen, weil etwa der Player einer MPEG-Karte
für MPEG-Dateien zum Einsatz kommen soll, hilft ebenfalls
eine Umkonfiguration ab.
Vorsicht Selbstreparatur !
Wird eine weitere
Multimedia-Komponente nach Active Movie installiert, beschwert er
sich beim nächsten Windows-Start darüber, daß ihm
Dateiverknüpfungen weggeschnappt wurden. Das ist ein weiterer
großer Vorteil des neuen Active-Movie-Systems: Es ist
weitgehend in der Lage, sich selbst zu reparieren; manuelle
Eingriffe in die Multimedia-Motor-Konfiguration reduzieren sich
erheblich.
Sichere Übertragung
Fehler bei der Datenübertragung
beheben Sie mit FileLink.
Der Datenaustausch mit zwei
unterschiedlich schnellen Computern und dem Programm FileLink von
NW DOS 7.0 funktioniert mit kleineren Dateien einwandfrei. Bei
Dateien indessen, die größer sind als ein MByte, bleibt
FileLink dagegen immer wieder hängen. Der Fehler läßt
sich nicht genau orten, weil der Abbruch an unterschiedlichen
Stellen ohne ersichtlichen Grund erfolgt.
Die Lösung ist
einfach: Konfigurieren Sie den schnelleren PC als Slave und den
mit der langsameren CPU als Master. Damit klappt die Übertragung
einwandfrei. Offensichtlich verwendet FileLink ein zeitabhängiges
Protokoll, bei dem das Timeout zu kurz gewählt ist.
Bernhard
Schwall/me
Cookies beseitigen
Entfernen Sie unerwünschte Programme
und Dateien, die der Internet Explorer aus dem Web
mitbringt.
Dateien, die von Internet-Seiten als Marker
verwendet werden, um beispielsweise Informationen über Ihren
letzten Besuch auf der lokalen Festplatte abzulegen, nennt man
Cookies. Welche Zusatzinformationen ein Cookie sonst noch enthält,
ist von Fall zu Fall verschieden. Wer aber seine Festplatte nicht
als digitale Müllkippe für Internet-Informationen
begreift, sollte von Zeit zu Zeit einmal die
Verzeichnisse
\Windows\Cookies
\Windows\Temporary Internet
Files
ausmisten.
Markus Schröder/ib
Zu große Dateien
Was tun, wenn der Internet Explorer
sich weigert, eine Datei zu öffnen?
Wenn Sie mit
Microsofts Web-Browser versuchen, ein Dokument zu laden, kann die
Fehlermeldung
Kann die Datei C:\[cache]\[datei] nicht
öffnen
erscheinen, wobei [cache] für Ihr
Cache-Verzeichnis und [datei] für den Namen der Datei steht,
die Sie öffnen wollen. Das liegt zumeist daran, daß die
Datei größer ist als der verbleibende
Cache-Speicherplatz. Um diesen zu vergrößern, wählen
Sie
Ansicht - Optionen
Im Register "Erweitert"
klicken Sie dann auf die Schaltfläche [Einstellungen] und
verschieben den Regler nach rechts. Aber Achtung: Die
Prozentangabe bezieht sich auf die Gesamtgröße Ihres
Laufwerks. Haben Sie eine GByte-Festplatte, so bedeuten 10 Prozent
bereits 100 MByte.
Alternativ können Sie auch Ihr
Cache-Verzeichnis mit Ihrem Datei-Manager löschen. Dadurch
verlangsamt sich der erneute Zugriff auf Internet-Seiten, die sich
bereits lokal auf Ihrer Platte befanden.
Bernd Jakob/ib
Schnelle Textansicht
Statt minutenlang auf den Aufbau einer
Seite zu warten, reicht ein Tastendruck, um den Inhalt sofort zu
sehen.
Wenn Sie im WWW mit Microsofts Internet Explorer
unterwegs sind, stellen gewisse Seiten Ihre Nerven auf eine harte
Zerreißprobe: Zwar ist der eigentliche Text binnen Sekunden
übertragen, doch dauert es erheblich länger, bis Sie
etwas sehen. Das liegt daran, daß zunächst alle
wichtigen Zusatzdaten geladen und dargestellt werden.
Mit einem
Trick beschleunigen Sie die Anzeige. Drücken Sie, sobald Sie
die Web-Seite gefunden haben, auf die Leertaste oder einen
beliebigen Buchstaben. Sofort erscheint die bereits geladene
Information im Sichtfenster. So navigieren Sie schnell durch die
Hyperlinks.
Bernd Jero/ib
Große Seiten für kleine Auflösung
Zu große
Internet-Seiten oder zu kleiner Bildschirm, um alles anzuzeigen?
Der Internet Explorer schafft Abhilfe.
Viele Autoren von
Internet-Seiten vergessen, daß noch immer etliche Anwender
14-Zoll-Bildschirme und Auflösungen von maximal 800 x 600
verwenden. Die Resultate sind gigantische Seiten, die trotz guter
Gestaltung kaum lesbar sind. Ständig muß der Leser hin-
und herscrollen. Wer das Internet mit dem Explorer von Microsoft
durchpflügt, kann hier bedingt Abhilfe schaffen. Denn der IE
stellt Ihnen über Ansicht/Schriftgrad fünf verschiedene
Zoomstufen zur Verfügung. Das Schöne daran ist, daß
auch Grafiken und sonstige Gestaltungsmittel angepaßt
werden, so daß das Layout der Seite darunter nicht
leidet.
Bernd Jero/ib
Bilder speichern
So speichern Sie jpg- und gif-Grafiken in
den Internet-Browsern von Microsoft und Netscape.
Um sowohl bei
Netscapes als auch bei Microsofts Web-Browser die in einer
Internet-Seite enthaltenen Grafiken lokal auf Ihrer Platte zu
speichern, klicken Sie die gewünschte Grafik mit der rechten
Maustaste an und wählen den Menüpunkt Bild speichern
respektive Grafik speichern.
Bernd Jero/ib
Bildbetrachter zum Nulltarif
So nutzen Sie ohne viel Aufwand
den IE als Bildbetrachter.
Die meisten Anwender setzen den
Internet Explorer 3.0X als Internet-Browser ein. Doch er kann noch
mehr: etwa JPEG- und GIF-Grafikdateien anzeigen, womit manches
Grafikprogramm noch Schwierigkeiten hat.
Haben Sie den Internet
Explorer ordnungsgemäß installiert und klicken im
Windows Explorer doppelt auf eine GIF-Datei, so wird dieser
automatisch mit der entsprechenden GIF-Datei geladen und diese
angezeigt.
Alternativ können Sie die GIF-Datei auch nach
dem Start des Internet Explorer
mit
[Alt-D]atei/Ö[f]fnen.../
[D]urchsuchen...
öffnen
und betrachten. Je nachdem, welche Erweiterungen installiert sind,
können Sie daneben auch noch AU- oder AIFF-Sound- oder andere
Dateien darstellen bzw. sogar anhören.
Manuel Marsch/et
Channels richtig aktualisieren
Wenn das Aktualisieren von
Channels scheitert, liegt das oft an einer unglücklichen
Übersetzung der entsprechenden Befehle in die deutschen
Version des IE 4.
Sie können einen abonnierten Channel
jederzeit manuell aktualisieren, indem Sie in der Channel-Leiste
mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Channel-Symbol
klicken und im Kontextmenü den Befehl Jetzt aktualisieren
benutzen. Für Verwirrung sorgt hier der benachbarte Befehl
Aktualisieren: Er aktualisiert lediglich die
Channel-Definitionsdatei mit der Endung cdf. Die cdf-Datei enthält
die Informationen, die Sie im Dialog Subscriptions unter
Favoriten/Abonnements verwalten finden. Nur mit dem Befehl Jetzt
aktualisieren werden die Inhalte des Channels aktualisiert. Grund
für die Verwirrung ist eine unpräzise Übersetzung
der englischen Befehle Refresh (Aktualisieren) und Update Now
(Jetzt aktualisieren).
Ralph Kusterer/ib
Nicht ohne meinen Navigator
Manche Plug-ins verweigern die
Installation mit Microsofts Internet Explorer.
Manche Plug-ins,
die eigentlich kompatibel zum Internet Explorer 3.0 für
Windows sein müssen, verweigern die Installation in
Microsofts Web-Browser. Dazu gehören beispielsweise der
"Astound Web Player for Windows", "AutoDesk Whip!",
Corels "CMX Viewer" und das DWG/DXF Plug-in von
SoftSource. Eine Vorgehensweise ist, sich beim Hersteller nach den
genauen Installationsmodalitäten zu erkundigen und die
Einträäge manuell vorzunehmen. Viel einfacher hingegen
ist es, den Navigator von Netscape einzurichten und dort - ohne
Probleme - die Plug-ins zu integrieren. Damit sind diese auch im
IE verfügbar.
ib
Adressen schnell sichern
Mit Drag&Drop verschaffen Sie
sich eine Hyperlink-Liste mit Zielen, die Sie in der nächsten
Zeit besuchen wollen.
In E-Mails oder auf Internet-Seiten
befinden sich oft interessante URLs, welche Sie vielleicht gerne
später besuchen würden. Wie gut, daß der Internet
Explorer 4 oder Outlook Express inzwischen Hyperlinks per
Drag&Drop kopieren können.
Erzeugen Sie dazu im
Windows-95-Ordner ...\Favoriten einen neuen Unterordner mit einem
Namen ihrer Wahl, etwa Neue Ziele. Ziehen Sie diesen Ordner per
Drag&Drop in die Schnellstartleiste, wo sich oft bereits Icons
für den IE 4 oder Outlook Express befinden. Sollte diese
Leiste noch nicht aktiviert sein, so holen Sie dieses über
das Kontextmenü der Task-Leiste nach. Das neue Icon dient als
Sammel-Container für URLs, zu denen Sie in der nächsten
Zeit surfen wollen.
Nachdem Sie nun eine Verknüpfung Ihres
Neue-Ziele-Ordners in der Schnellstartleiste abgelegt haben,
ordnen Sie dieser über Eigenschaften im Kontextmenü noch
ein passendes Symbol zu. Geschafft! Per Drag&Drop ziehen Sie
jetzt jeden beliebigen Hyperlink auf dieses neue Symbol, um ihn
später direkt im Favoriten\Neue Ziele-Ordner des Internet
Explorer anzuwählen.
Markus Rath/et
Vollbilddarstellung perfektionieren
Indem Sie das
IE-4-Fenster vergrößern, erhalten Sie vollen Zugriff
auf die Task-Leiste.
Die Vollbilddarstellung des IE 4 bietet in
der Grundeinstellung eine schmale Funktionsleiste am oberen
Bildschirmrand. Ein rechter Mausklick darauf öffnet ein
Pop-Up-Menü, in welchem Sie über den Menüpunkt
Automatisch im Hintergrund festlegen können, daß diese
Funktionsleiste dynamisch ein- und ausgeblendet werden kann. Wenn
Sie den Mauszeiger an den oberen Bildschirmrand fahren, scrollt
die Funktionsleiste jederzeit in den sichtbaren Bereich.
Ähnliches
ist auch mit der Task-Leiste möglich. Klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf eine freie Stelle in der Task-Leiste, und
aktivieren Sie im Kontextmenü den Punkt Eigenschaften. Im
folgenden Dialog Eigenschaften von Taskleiste markieren Sie die
beiden Punkte Immer im Vordergrund und Automatisch im
Hintergrund. Anschließend steht Ihnen auch im Vollbildmodus
des IE 4 die Task-Leiste zur Verfügung, wenn Sie den
Mauszeiger an den unteren Bildschirmrand bewegen. Markus Rath/et
Dokumente, direkt und schnell
Im Schnellstart greifen Sie
mit einem einfachen Mausklick auf Ihre zuletzt bearbeiteten
Dokumente zu.
Die Schnellstartleisten, die seit dem Update des
IE den Desktop bereichern, gestatten in vielen Situationen ein
komfortables Arbeiten. Praktisch ist es zum Beispiel, wenn Sie den
Windows-95-Ordner ...\Recent in die Task-Leiste integrieren.
Klicken Sie dazu in einen freien Bereich der Task-Leiste, und
aktivieren Sie im aufklappenden Popup-Menü den Punkt
Symbolleisten\Neue Symbolleiste.... Im folgenden Dialog wählen
Sie dann im Windows-Hauptverzeichnis den Recent-Ordner aus. Ab
sofort starten Sie so Ihre aktuellen Dokumente per
Mausklick.
Markus Rath/et
Schneller blättern
Ein Kontextmenü liefert eine
interaktive Liste der zuletzt besuchten Seiten.
Wenn Sie in
einer Internet-Sitzung viele Sites besucht haben, ist der
Rücksprung über mehrere Seiten durch mehrfaches
Anklicken der Zurück-Schaltfläche langwierig und mühsam.
Sie können diesen Vorgang beschleunigen, wenn Sie mit der
rechten Maustaste auf eine der Schaltflächen Zurück oder
Vorwärts klicken. Dann erhalten Sie eine Liste der zuletzt
besuchten Seiten und springen hier direkt zur gewünschten
Adresse, indem Sie den entsprechenden Eintrag im Kontextmenü
anklicken. Um Links der aktuellen und vergangenen Sitzungen wieder
abzurufen, steht Ihnen außerdem ein History-Fenster zur
Verfügung, das Sie mit der Schaltfläche Verlauf
einblenden. Innerhalb einer Sitzung ermöglicht das
Kontextmenü aber die schnellere und effektivere Navigation.
Favoriten neu ordnen
Erst wenn Sie die Registry geändert
haben, lassen sich die Favoriten wieder korrekt sortieren.
Wenn
Sie die Bookmark-Funktion des Internet Explorer 4 intensiv nutzen,
geraten die Favoriten-Einträge mit der Zeit gehörig
durcheinander. So sortiert der Internet Explorer neue Bookmarks
willkürlich in die Liste ein oder plaziert sie sogar zwischen
den Ordnern, die normalerweise gesammelt am Anfang des Menüs
stehen. Um die Liste wieder zu ordnen, genügt eine
Neusortierung im Internet Explorer nicht, denn die entsprechende
Funktion ist im Explorer fehlerhaft. Sie müssen vorher einen
Schlüssel in der Registry von Windows 95/98 löschen.
Benutzen Sie dazu unter Windows den Befehl Start/Ausführen,
und laden Sie mit regedit den Registrier-Editor. Öffnen Sie
den Ordner
HKEY_CURRENT_USER\Software\ Microsoft\Windows\
CurrentVersion\Explorer\ MenuOrder\Favorites
Hier wählen
Sie den Ordner Menu aus und löschen ihn mit der [Entf]-Taste.
Anschließend wählen Sie im Internet Explorer
Favoriten/Favoriten verwalten und klicken mit der rechten
Maustaste in das Dialogfenster. Im Kontextmenü finden Sie das
Menü Symbole anordnen, mit dem Sie die Sortierung
durchführen. Beachten Sie bei allen Manipulationen an der
Registry: Sichern Sie diese wertvolle Systemdatenbank, bevor Sie
Änderungen vornehmen.
Abos via T-Online
Damit Sie Abonnements nutzen können,
richten Sie eine Direktverbindung zu T-Online ein.
Beim
Internet Explorer treten häufig Probleme mit der
AbonnementFunktion auf, wenn Sie den Internet-Zugang über die
T-Online-Software herstellen. So lassen sich abonnierte Seiten
nicht mehr aktualisieren, oder es kommt zu Abstürzen beim
Aufruf des Subscription-Ordners mit dem Befehl Favoriten/
Abonnements verwalten. Verantwortlich hierfür sind
Unverträglichkeiten zwischen dem Internet Explorer und der
T-Online-Software. Um die Abonnements problemlos zu nutzen, müssen
Sie eine direkte PPP-Verbindung zu T-Online herstellen, die
unabhängig von der T-Online-Decoder-Software arbeitet. Unter
Windows 95/98 richten Sie dazu eine entsprechende Verbindung mit
dem DFÜ-Netzwerk ein. Eine genaue Anleitung, wie Sie für
die verschiedenen Plattformen vorgehen, finden Sie im Internet
unter der Adresse
http://home.t-online.de/
home/albert.rommel/ppp.htm
Bugfixes installieren
Ein Online-Assistent bringt den
Internet Explorer auf den neuesten Sicherheitsstand.
Aufgrund
erheblicher Sicherheitsmängel des Internet Explorer sind
in-zwischen mehrere Bugfixes zu diesem Browser erschienen. Die
Sicherheit-Up-dates sollen Abstürze und unerlaubte Zugriffe
auf Ihren Rechner verhindern, die beispielsweise durch
Java-Scripts möglich sind. Es empfiehlt sich drin-gend, diese
Updates zu installieren. Dazu ist es jedoch nicht nötig, die
einzelnen Updates mühsam selbst zusammenzusuchen. Eine
Web-Seite nimmt Ihnen diese Arbeit ab und führt Sie durch die
notwendigen Schritte zur In-stallation. Um diese Seite aufzurufen,
benutzen Sie im Internet Explorer den Befehl
Produktaktualisierungen aus dem Hilfe-Menü. Der Explorer lädt
die Web-Seite Produkt-Updates, die Ihnen zunächst eine
Überprüfung anbietet, ob Updates auf Ihrem PC nötig
sind. Klicken Sie im Dialog auf Ja. Daraufhin erscheint unter der
Rubrik Wichtige Updates eine Liste der Bugfixes, die noch nicht
installiert sind. Wählen Sie die gewünschten Up-dates
aus, indem Sie Häkchen vor dem entsprechenden Update setzen.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Download, und die markierten
Updates werden auf Ihren Rechner übertragen und automatisch
installiert. Folgen Sie dabei den Anweisungen. Auf dieser Seite
finden Sie übrigens noch weitere nützliche
System-Updates, beispielsweise DirectX 6.
Cache erneuern
Bei Abstürzen richten Sie den
Cache-Speicher komplett neu ein.
Die Verwaltung des
Zwischenspeichers für temporäre Internet-Daten ist beim
Internet Explorer alles andere als ausgereift. Sobald der
Festplatten-Cache eine gewisse Größe und Komplexität
erreicht hat, wird der Browser instabil. Das zeigt sich auch in
der Fehlermeldung
Explorer verursachte einen Fehler durch eine
ungültige Seite im Modul MSHTML.DLL
Um solche Abstürze
zu vermeiden, richten Sie das Cache-System komplett neu ein. Das
heißt, Sie löschen den entsprechenden Ordner Temporary
Internet Files unter zwar unter DOS. Verlassen Sie Windows 95/98
mit Start/Beenden/Neu starten, und drücken Sie die Taste
[F8], sobald die Meldung
Windows 9x wird gestartet
erscheint.
Im Bootmenü wählen Sie Nur Eingabeaufforderung und geben
am DOS-Prompt
cd windows
ein, um in das Windows-Verzeichnis
zu wechseln. Falls dieses anders heißt, passen Sie den
Befehl entsprechend an. Löschen Sie nun das komplette
Cache-Verzeichnis mit dem Befehl
deltree tempor~1
Der
Löschvorgang kann einige Zeit in Anspruch nehmen.
Anschließend starten Sie Windows neu, wobei der Ordner
Temporary Internet Files automatisch neu angelegt wird. Der
beschriebene Absturz des Internet Explorer tritt nun nicht mehr
auf.
Streikende Hyperlinks
Wenn Sie die Darstellungsschrift
ändern, kann ein Bug den Link-Verkehr lahmlegen.
Unter
Umständen reagiert der Internet Explorer beim Klick auf
Hyperlinks nur noch mit einer Fehlermeldung, daß die
entsprechende Seite nicht geöffnet werden kann. Ursache dafür
ist ein Bug, der auftritt, wenn Sie eine benutzerdefinierte
Schriftart bei der Anzeige von Internet-Seiten einstellen. Falls
Links nicht mehr funktionieren, überprüfen Sie also
zunächst im Menü Ansicht/Schriftarten, ob hier die
Option Benutzerdefiniert eingeschaltet ist. In diesem Fall
aktivieren Sie wieder die Standardeinstellung Westeuropa, und die
Hyperlinks arbeiten wieder wie ge-wohnt. Eine andere Schriftart
läßt sich trotzdem verwenden, wenn Sie die
Einstellungen für die Option Westeuropa ändern. Benutzen
Sie dazu den Befehl Ansicht/ Internetoptionen, und klicken Sie im
Register Allgemein auf die Schaltfläche Schriftarten.
Anschließend weisen Sie der Option Westeuropa eine andere
Proportionalschrift zu und schließen mit zweimal OK ab.
Programme direkt starten
Rufen Sie Ihre Programme über
selbstangelegte Buttons direkt aus dem Browser auf.
Häufig
brauchen Sie beim Surfen durch das Internet zusätzliche
Programme, beispielsweise eine Textverarbeitung, um Textpassagen
aus dem Browser zu übernehmen und direkt weiterzuverarbeiten.
Damit diese häufig benötigte An-wendungen beim Surfen
möglichst schnell zur Verfügung stehen, legen Sie
Schaltflächen zum Programmstart direkt im Internet Explorer
an. Dazu machen Sie zunächst falls erforderlich mit dem
Befehl Ansicht/Symbolleisten/ Links die Links-Leiste sicht-bar.
Neue Buttons fügen Sie hier hinzu, indem Sie Daten- oder
Programmdateien per Drag&Drop auf diese Leiste ziehen. Um
beispielsweise eine Schaltfläche zum Start von Outlook
anzulegen, öffnen Sie den Windows Explorer als Fenster.
Wechseln Sie in das Verzeichnis
C:\Programme\Microsoft Office\
Office
und ziehen Sie hier die Datei outlook.exe auf die
Links-Leiste im Internet Explorer. Hier erscheint nun die
Schaltfläche Verknüpfung mit outlook.exe. Die Bestückung
der Links-Leiste wird durch den Inhalt des Favoriten-Ordners Links
bestimmt. Änderungen an diesem Ordner wirken sich automatisch
auch auf die Links-Leiste aus und umgekehrt. Um die Beschriftung
der neuen Schaltfläche zu ändern, benutzen Sie den
Befehl Favoriten/Favoriten verwalten. Sie öffnen den Ordner
Links und ändern den Namen der neuen Datei.
Keine Quelltexte?
Mit Hilfe des Windows-Editors NotePad
zeigt der Internet Explorer den Quelltext geladener HTML-Seiten
an.
Der Internet Explorer gibt Ihnen einen Einblick in den
Quelltext der aktuellen HTML-Seite. Doch unter Umständen
bleibt der entsprechende Befehl Ansicht/Quelltext anzeigen
wirkungslos. Meist liegt das daran, daß der Windows-Editor
NotePad nicht installiert ist oder seine Datei nicht im Suchpfad
liegt. Um das Problem zu beheben, richten Sie NotePad in der
Systemsteuerung über Software/Windows-Setup neu ein. Wenn das
nichts nützt, kann auch die Datei mshtml.dll defekt sein.
Über Start/Suchen/Dateien/Ordner machen Sie sie ausfindig und
benennen sie um. Danach öffnen Sie ein DOS-Fenster, legen die
Setup-CD von Windows 95/98 ins Laufwerk und wechseln auf der CD in
das Verzeichnis Win98 bzw. Win95. Unter Windows 98 benutzen Sie
folgenden Befehl an der Kommandozeile des DOS-Fensters:
extract
/a /l C:\Windows\System Win98_33.cab
MSHTML.DLL
Windows-95-Benutzer verwenden den gleichen Befehl,
geben aber als Quelldatei Win95_02.cab ein. Die Systemdatei
mshtml.dll wird damit durch die intakte Originalversion
überschrieben.
Minimal ist zu wenig
Wenn Internet Mail 1.0 nicht startet,
liegt dies oft an der Einstellung der Fenstergröße.
Von
Benutzern wird oft berichtet, daß beim Start von Internet
Mail 1.0 kurz etwas in der Task-Leiste aufblinkt und nichts weiter
passiert. Das liegt daran, daß im Link auf das Programm
eingestellt wurde, daß es als minimiert gestartet werden
soll. Markieren Sie die Verknüpfung, klicken Sie mit der
rechten Maustaste, und aktivieren Sie über das Kontext-Menü
den Eigenschaften-Dialog. Stellen Sie auf der Seite "Verknüpfung"
unter "Ausführen" entweder "Maximiert"
oder "Normal" ein, startet das Programm wunschgemäß.
ib
Schlauer Browser
Statt langer Adressen geben Sie im Netscape
Navigator nur noch das Stichwort an.
Die Eingabe einer
vollständigen URL-Adresse ist normalerweise recht mühselig
- nicht nur wegen der in den Zielpfaden häufig auftretenden
Sonderzeichen. Im World Wide Web beginnt die Zeichenfolge
praktisch immer mit
http://www.name.com
Zahlreiche
Browser erlauben mittlerweile, auf die Einleitung "http://"
zu verzichten und begnügen sich im Adreßfeld mit der
Eingabe des Vorspanns "www.".
Ab Netscape 2.0 geben Sie zur Anwahl der
URL
http://www.nec.com/
in
der Adreßzeile lediglich
nec
ein, der Rest - mitsamt
der Endung ".com" - wird vom System generiert. Das
funktioniert allerdings nur, solange unter
Optionen -
Netzwerk-Einstellungen
auf dem Register "Proxies" der
Eintrag
Keine Proxies
eingestellt ist. Die Version 3.0
forscht mit dem Suchsystem "Lycos" automatisch weiter
nach Zeichenketten wie
www.nec.com
wenn
sie keine entsprechende URL ermitteln konnte.
Wolfgang
Steiner/ib
Mystische Warnung
Auch im Netscape Navigator hat sich ein
Osterei versteckt.
Viele Programme verstecken die Namen der
Programmierer in sogenannten "Easter Eggs" im Programm.
Mit etwas Fingerakrobatik erhalten Sie - je nach Anwendung - eine
kleine Animation, ein Foto oder nur reinen Text.
Beim Navigator
von Netscape finden Sie diese versteckte Information hinter der
Adresse
about:mozilla
die Sie einfach statt der HTTP-Angabe
in das Eingabefeld schreiben. Dann aber sollten Sie für eine
mystische Botschaft gewappnet sein, denn das Zitat, das statt
eines Internet-Dokuments auf dem Bildschirm erscheint, wirkt eher
wie aus dem Film "Der Exorzist" denn aus einem
WWW-Browser:
Und die Bestie wird kommen, umgeben von einer
Wolke der Rache ...
Lediglich die letzte apokalyptische Strophe
bringt uns wieder auf den verschrobenen Humor der Programmierer
zurück:
Und ihre Tags werden blinken bis ans Ende ihrer
Tage.
ib
Schneller Wechsel
So kommen Sie im Navigator schnell von
einem URL-Fenster zum anderen.
Mit dem Menübefehl
Datei
- Neuer Web-Browser
erhalten Sie eine neue Instanz des
Web-Browsers von Netscape. Auf diese Weise lassen Sie mehrere
Internet-Seiten gleichzeitig anzeigen. Anstatt aber bei Windows 95
über die Task-Leiste oder in der 16-Bit-Umgebung über
[Strg-Esc] die verschiedenen Seiten anzuwählen, hilft Ihnen
beim Navigator die Tastenkombination [Strg-Tab], von einer zur
anderen Seite zu gelangen.
Lukas Stern/ib
Infos ohne Ende
Mit dem Service-Schlüsselwort About:
erhalten Sie zahlreiche Informationen von Netscapes Internet
Browser.
Ein richtiger Navigator weiß alles, was um ihn
herum passiert. Da ist der von Netscape keine Ausnahme. Er weiß,
wann Sie zuletzt auf welcher Seite im Intra- oder im Internet
waren, wann die Seiten zuletzt aktualisiert wurden und wie lange
Sie welche gif-Grafiken betrachtet haben.
Tröstlich:
Alles, was sich der Navigator merkt, können Sie mit dem
Befehl Optionen/Netzwerk-Einstellungen/
Cache löschen ins
Nirwana schicken. Damit haben Sie den "Großen Bruder"
ausgetrickst, der Sie zu überwachen versucht.
Dem
Navigator teilen Sie Ihre Wißbegierde mit dem Schlüsselwort
About: in dem Eingabefeld mit, in dem Sie gewöhnlich die URL
angeben. About:document liefert Ihnen die Verweise zu allen
Dateien der aktuell geladenen Internet-Seite. Ähnliche
Informationen, nur in Listenform, erhalten Sie mit den Angaben
About:cache, About:global, About:image-cache und
About:memory-cache.
Der Vollständigkeit halber seien auch
noch die restlichen Infos und Logos erwähnt. Sie erhalten sie
über About:security?banner-secure,
About:security?banner-mixed, About:security?banner-insecure,
About:security?banner-payment, About:license, About:logo,
About:javalogo und About:plugins.
Ludwig Penzell/ib
Strom aufwärts
Verwenden Sie als Plugins bevorzugt
solche, die Datenströme verarbeiten.
Manche Plugins des
Netscape Navigator verwenden eine Technik, die man als Streaming
bezeichnet. Dabei werden Multimedia-Dateien aus dem Internet
bereits angezeigt, wenn die Daten erst teilweise übertragen
wurden. Das hat den Vorteil, daß Sie den Download-Vorgang
jederzeit abbrechen können, wenn Ihnen das Material nicht
gefällt.
Benno Hausmann/ib
Baumdiagramm protokolliert Web-Aktionen
Mit einem Plugin
erhalten Sie eine übersichtliche Darstellung aller besuchten
Seiten.
Die History-Liste der von Ihnen aufgerufenen Seiten ist
eine praktische Sache. Klicken Sie jedoch auf einem Server oft hin
und her, wird diese Liste ziemlich schnell unübersichtlich.
Dies liegt an ihrer eindimensionalen Struktur.
Abhilfe schafft
ein Plugin. Es verwandelt die Ansicht in ein Baumdiagramm, bei dem
die Seiten ordentlich nach Servern gegliedert sind. Im Internet
erhalten Sie unter
www.smartbrowser.com
eine
Testversion dieses nützlichen Browser-Zusatzes.
Frank
Weiter/ib
Netscape Navigator 3: Quelltext besser anzeigen
Nutzen Sie
ein beliebiges Programm, um den Quelltext von HTML-Seiten
komfortabler anzuzeigen.
Wenn Sie sich öfters den
Quelltext von Internet-Seiten ansehen, erweist sich der
spartanische Betrachter des Navigator 3 als wenig geeignet. Ein
direktes Bearbeiten des Quelltextes ist hier nicht möglich.
Auch Menübefehle suchen Sie vergeblich. Um mehr Komfort zu
erhalten, legen Sie im Netscape Navigator 3.x ein anderes Programm
zur Anzeige des Quelltextes fest. Benutzen Sie dazu den Befehl
Opti-ons/ General Preferences, und wählen Sie im Dialog das
Register Apps aus. Hier tragen Sie in das Feld View Source den
Pfad des gewünschten Anzeigeprogramms ein. Geeignet zur
Anzeige von HTML-Quelltext ist jeder Texteditor. Um beispielsweise
den Windows-Editor zu verwenden, geben Sie hier
C:\windows\notepad.exe ein oder benutzen die Schaltfläche
Browse zur Auswahl. Mit OK übernehmen Sie die Än-derung.
Verwenden Sie nun den Befehl View/Document Source, erscheint der
Windows-Editor mit dem Quelltext der aktuell im Navigator
angezeigten HTML-Seite. Hier läßt sich der Quelltext
direkt bearbeiten oder mittels Menübefehl in die
Zwischenablage übernehmen.
Channel konfigurieren
In Netcaster legen sie fest, wann und
wie abonnierte Channels aktualisiert werden.
Um den Zeitpunkt
der Aktualisierung für einen abonnierten Channel festzulegen,
starten Sie das Programm Netcaster und wählen den Bereich
Meine Kanäle aus. Hier klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf den gewünschten Dienst, beispielsweise SFB Online, und
benutzen den Befehl Eigenschaften. Im Register Allgemeines stellen
Sie im Listenfeld unten das Aktualisierungsintervall ein, etwa
alle 3 Stunden.
Wenn Ihr PC rund um die Uhr läuft, ist es
effektiver, eine Einstellung wie jeden Tag um 00:30 zu wählen.
Dadurch erfolgt die Aktualisierung nachts in Ihrer Abwesenheit, so
daß während Ihrer Arbeitszeit keine Online-Kapazität
blockiert wird.
Im Register Cache legen Sie im Feld
Herunterladen den Umfang der Übertragungsebenen fest. Mit der
Eingabe 1 wird nur die Hauptseite übertragen, mit 2 alle
Seiten, auf die von der Hauptseite verwiesen wird und so weiter.
Auf Wunsch können Sie im Feld darunter noch die übertragene
Datenmenge durch Eingabe eines Maximalwerts begrenzen. Mit OK
übernehmen Sie die Änderungen.
Ralph Kusterer/ib
Bookmarks beim Start
Auf Wunsch präsentiert der
Navigator beim Start Ihre persönliche Bookmark-Liste.
Im
Einstellungen-Dialog läßt sich die Startseite
definieren, die der Navigator beim Programmstart aufruft.
Standardmäßig ist dies die Netscape-Homepage. Dabei
empfiehlt es sich, Ihre Bookmark-Liste als Startseite zu
verwenden. Dies hat zwei Vorteile: Der Navigator bleibt zunächst
offline, und Sie können nach dem Start des Programms sofort
die gewünschte Seite anwählen. Benutzen Sie dazu im
Navigator den Befehl Bearbeiten/Einstellungen. Falls nötig,
wählen Sie im Dialog links die Kategorie Navigator aus.
Schalten Sie die Option Anfangsseite ein, und klicken Sie auf
Durchsuchen. Ihre persönliche Bookmark-Liste finden Sie in
Ihrem Verzeichnis im Ordner netscape\users. Öffnen Sie das
Verzeichnis mit Ihrem Benutzernamen, und wählen Sie die Datei
bookmark.htm. Mit Öffnen übernehmen Sie diese in das
Feld Adresse., und mit OK schließen Sie ab. Wenn Sie den
Navigator das nächste Mal starten, erscheint Ihre persönliche
Bookmark-Liste im Hauptfenster. Selbst hinzugefügte Links
finden Sie am Ende der Liste.
Eingebaute Suche
So führen Sie Recherchen im Internet
direkt im Navigator durch.
Anstatt stets auf die WWW-Seite
einer Suchmaschine gehen zu müssen, um Informationen im
Internet zu finden, bietet der Netscape Navigator eine clevere
Lösung: Geben Sie die gewünschten Suchbegriffe in das
Feld Adresse ein, und bestätigen Sie mit [Enter]. Das
Programm leitet Ihre Angaben automatisch an eine Web-Suchmaschine
weiter, etwa Infoseek. Die Suchergebnisse erscheinen nach kurzer
Zeit direkt im Browserfenster. Sie können im Adreßfeld
wie gewohnt einen oder mehrere Suchbegriffe eingeben, die als
UND-Verknüpfung übergeben werden. Auf die Wahl der
verwendeten Suchmaschine haben Sie keinen Einfluß, da diese
auf dem Netscape-Server festgelegt wird.
Links übernehmen
Über ein Kontextmenü
übernehmen Sie Links aus dem Navigator in
Office-Dokumente.
Wenn Sie den Netscape Navigator als
Standard-Browser unter Windows 95/98 eingerichtet haben und
zusammen mit MS Office 97 nutzen, ist es nicht möglich, Links
per Drag&Drop in Office-Dokumente zu übernehmen. Das geht
nur, wenn Sie den Internet Explorer als Standard-Browser
verwenden. Beim Netscape Navigator müssen Sie dazu einen
kleinen Umweg in Kauf nehmen und Links über die
Zwischenablage kopieren: Klicken Sie den gewünschten Link im
Navigator mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie
Verknüpfungsadresse kopieren. Anschließend übernehmen
Sie den Hyperlink mit Einfügen in das Office-Dokument.
History durchsuchen
Eine Suchfunktion spürt schnell die
gewünschte URL in der History-Liste auf.
In der
History-Liste speichert der Navigator die Adressen der Seiten, die
Sie in den letzten Tagen oder Wochen besucht haben. Wie viele Tage
die Einträge aufbewahrt werden, legen Sie im Dialog
Bearbeiten/ Einstellungen im Bereich History fest. Da diese Liste
sehr schnell groß und unübersichtlich wird, steht Ihnen
hier eine Suchfunktion zur Verfügung, mit der sich die
gewünschte URL schnell finden läßt. Benutzen Sie
zunächst im Netscape Navigator den Befehl Communicator/
History oder die Tastenkombination [Strg-H], um das Fenster mit
der History-Liste zu öffnen. Hier sehen Sie ei-ne Auflistung
der besuchten Seiten. Gehen Sie auf den Befehl
Bearbeiten/History-Liste durchsuchen, oder verwenden Sie die
Tastenkombination [Strg-F]. Mit Hilfe des ersten Listenfelds links
stellen Sie den Suchbereich ein, beispielsweise Titel oder
Adresse. Im mittleren Listenfeld legen Sie den Operator fest, etwa
Enthält. Rechts geben Sie den Suchbegriff ein und führen
dann mit Suchen die Recherche durch. Auf Wunsch richten Sie hier
auch komplexere Suchdefinitionen ein. Bei jedem Klick auf die
Schaltfläche Mehr erscheint eine weitere Definitionszeile,
mit der sich die Suche eingrenzen bzw. erweitern läßt.
Standardmäßig ist dabei die Und-Verknüpfung
eingestellt, das heißt, es werden nur diejenigen Einträge
gefiltert, die alle definierten Bedingungen erfüllen. Um eine
Oder-Verknüpfung zu erhalten, klicken Sie auf das Wort Und
links neben der gewünschten Definitionszeile und schalten im
Kontextmenü die Option Oder ein.
Messenger automatisch laden
Bestimmen Sie, welche
Teilprogramme beim Start des Communicator geladen werden.
Wenn
Sie den Communicator meist-für den E-Mail-Austausch benutzen,
bietet es sich an, das E-Mail-Programm Messenger sofort beim
Aufruf zu laden. Standardmäßig startet der Netscape
Communicator zunächst den Browser. Sie müssen
Communicator/Messenger extra aufrufen, wenn Sie eine E-Mail
schreiben möchten. Kürzen Sie diese lästige
Prozedur ab: Veranlassen Sie, daß der Messenger automatisch
beim Start geladen wird. Benutzen Sie dazu den Befehl Bearbeiten/
Einstellungen, und wählen Sie links die Kategorie Gesamtbild
aus. Rechts aktivieren Sie die Checkboxen der Programme, die
automa-tisch beim Start geladen werden. In diesem Beispiel
schalten Sie die Option Navigator aus und dafür Messenger
ein. Sie können hier mehrere Programme für den
automatischen Start auswählen. Allerdings verlängert
sich dadurch die Ladezeit des Communicator entsprechend. Die zu
ladenden Pro-gramme legen also Ihre Einstellungen fest.
Übergreifende Links kontrollieren
So finden Sie
schnell übergreifende Verknüpfungen in Excel-Tabellen.
Mit der Suchfunktion von Excel finden Sie alle übergreifenden
Verknüpfungen, die auf andere Tabellen oder Arbeitsmappen
verweisen. Auf diese Weise lassen sich Formeln in verknüpften
Tabellensystemen mühelos sichten und überprüfen.
Wählen Sie dazu links oben im Arbeitsblatt die Zelle A1 aus,
und benutzen Sie den Befehl Bearbeiten/Suchen. Im Feld Suchen nach
des Dialogs geben Sie ein Ausrufezeichen ein. Damit die Suche
funktioniert, stellen Sie im Feld Suchen in die Option Formeln
ein. Das Kontrollkästchen Nur ganze Zeilen suchen darf nicht
aktiviert sein. Beide Einstellungen sind standardmäßig
vorgegeben. Wenn Sie nun mit Weitersuchen die Suche durchführen,
markiert Excel jeweils die nächste Zelle, die eine
tabellenübergreifende Verknüpfung in der Formel enthält.
Schnell springen
Per Mausklick navigieren Sie blitzschnell
durch zusammenhängende Tabellen.
Excel bietet eine
versteckte Methode, um schnell durch zusammenhängende
Tabellendaten zu navigieren. Möchten Sie beispielsweise
direkt zum Ende einer Tabelle springen, wählen Sie eine Zelle
in der obersten Zeile der Tabelle aus. Zeigen Sie auf die untere
Auswahllinie dieser Zelle. Der Cursor muß dabei als Pfeil
erscheinen. Wenn Sie nun einen Doppelklick durchführen,
springt Excel direkt zur letzten Zelle der zusammenhängenden
Datenreihe in dieser Spalte. Dieses Verfahren funktioniert in alle
vier Richtungen: Um beispielsweise nach rechts zum Ende der
Tabelle zu springen, führen Sie einen Doppelklick auf die
rechte Markierungslinie der ausgewählten Zelle aus.
Zusätzlich lassen sich die dazwischenliegenden Zellen
markieren, wenn Sie während der Operation die
[Umschalt]-Taste gedrückt halten. Dabei ist zu beachten, daß
bei diesem Verfahren leere Zellen als Haltepunkte dienen. Enthält
eine Tabelle beispielsweise eine Leerzeile, springt Excel immer
nur bis zur Zelle vor dieser Leerzeile.
Blätter neu sortieren
So ändern Sie die
Reihenfolge der Arbeitsblätter in einer Arbeitsmappe.
Wenn
Sie mit verschiedenen Arbeitsblättern in einer Excel-Mappe
arbeiten, läßt sich die Reihenfolge der einzelnen
Tabellen jederzeit ändern. Klicken Sie dazu mit der rechten
Maustaste auf die Registerzunge der Tabelle, die Sie verschieben
möchten, beispielsweise Tabelle 3. Benutzen Sie im
Kontextmenü den Befehl Verschieben/Kopieren. Im Dialog
erscheint eine Liste aller Arbeitsblätter in der aktuellen
Arbeitsmappe. Wählen Sie hier als Ziel die Tabelle aus, vor
der das zu verschiebende Blatt eingefügt werden soll. Mit
OKverschieben Sie die ausgewählte Tabelle an die neue
Position. Wenn Sie zusätzlich im Dialog die Option Kopieren
einschalten, erstellt Excel an der Zielposition eine Kopie der
ausgewählten Tabelle.
Fixe Überschriften
Excel zeigt bei großen
Tabellen auf Wunsch die Spaltenüberschriften an.
Wie hieß
doch gleich die Überschrift zum Eintrag 089-44 34 56? Beim
Blättern in größeren Tabellen verschwindet die
oberste Zeile, und Sie verlieren die Übersicht bei der
Bearbeitung Ihrer Datenreihen. In solch einem Fall weisen Sie
Excel an, die Spaltenüberschriften immer anzuzeigen.
Markieren Sie dazu oben im Blatt die komplette Zeile, die sich
direkt unter den Überschriften befindet, und benutzen Sie den
Befehl Fenster/Fixieren. Excel teilt das Tabellenblatt unterhalb
der Überschriftenzeile. Wenn Sie in der Tabelle nach unten
blättern, bleibt der Bereich mit den Spaltenüberschriften
sichtbar. Um die Teilung aufzuheben, wählen Sie
Fenster/Fixierung aufheben.
Dezimale Zeiten
Um einfacher mit Zeitwerten zu rechnen,
wandeln Sie diese in Dezimalzahlen um.
Wollen Sie aus
notierten Arbeitszeiten die Überstunden ermitteln, rechnen
Sie in Excel mit Zeitangaben. Zeitwerte lassen sich aufgrund der
abweichenden Skala nicht ohne weiteres addieren und subtrahieren.
Excel formatiert Zeitwerte standardmäßig im Format
hh:mm, also als Stunden und Minuten. Um einen Zeitwert in dezimale
Berechnungen zu integrieren, wandeln Sie ihn in eine Dezimalzahl
um, indem Sie ihn mit 24 multiplizieren. Weisen Sie dazu der
Zelle, in der die Dezimalzahl stehen soll, mit dem Befehl
Format/Zelle das Format Zahl mit zwei Dezimalstellen zu. Tragen
Sie die Multiplikationsformel ein, beispielsweise
=B3*24,
falls der Zeitwert in Zelle B3: steht. Anschließend
erscheint die Zeitangabe als Dezimalzahl in der neuen Zelle.
Zeitwerte in Minuten anzeigen
Mit Hilfe eines
benutzerdefinierten Formats wandelt Excel Zeitwerte in Minuten um.
In Zeitabrechnungen oder -listen ist es oft erwünscht,
daß Zeitwerte in Minuten angezeigt werden. Damit Excel
beispielsweise automatisch den Zeitwert 01:15 Stunden in 75
Minuten umrechnet, weisen Sie der Zelle, in der das Ergebnis in
Minuten stehen soll, das benutzerdefinierte Format [m] zu.
Markieren Sie dazu die gewünschte Zelle, und benutzen Sie den
Befehl Format/Zelle. Im Dialog wählen Sie im Fenster links
die Kategorie Benutzerdefiniert und geben in das Feld Formate die
Formatdefinition [m] ein. Die Eingabe mmuß klein geschrieben
sein und in eckigen Klammern stehen. Mit OK weisen Sie das neue
Format zu. Anschließend übernehmen Sie den
ursprünglichen Zeitwert (hier 01:15 ) mit der Formel
=A1
in die neue Zelle, falls der Zeitwert in A1 steht. Jetzt
erscheint die korrekte Minutenangabe (hier: 75 ) in der neuen
Zelle.
Euro-Währungsformat
Für die Darstellung von
Euro-Werten benötigen Sie ein benutzerdefiniertes
Zellformat.
Excel bietet kein fertiges Zellformat für
Werte an, die in der Euro-Währung dargestellt werden sollen.
Dazu müssen Sie ein benutzerdefiniertes Format anlegen.
Voraussetzung ist, daß das Euro-Symbol vom Betriebssystem
dargestellt wird. Die entsprechend modifizierten Zeichensätze
sind in Windows 98 bereits integriert. Benutzer von Windows 95 und
NT müssen zunächst ein passendes Euro-Update
installieren, das im Internet unter der
Adresse
www.microsoft.com/windows/
euro.asp
bereitsteht. Nach der Installation des Updates läßt
sich das Euro-Sonderzeichen in allen Anwendungen mit der
Tastenkombination [AltGr-E] einfügen. Um in Excel ein
Euro-Währungsformat anzulegen, wählen Sie Format/Zellen
und als Kategorie Benutzerdefiniert. Tragen Sie in das
Formate-Feld #.##0,00 DM ein, um ein einfaches Format mit zwei
Dezimalstellen zu erhalten. Markieren Sie die Währungsbezeichnung
DM, und betätigen Sie die Tastenkombination [AltGr-E]. Die
Angabe DM wird durch das Euro-Symbol ersetzt. Weitere
benutzerdefinierte Euro-Formate erstellen Sie, indem Sie die
vorhandenen DM-Formate im Bereich Benutzerdefiniert entsprechend
modifizieren. Mit den neuen Formaten lassen sich Werte nun als
Währung mit dem Euro-Symbol formatieren.
Texte in Formeln
Mit Hilfe kombinierter Formeln integrieren
Sie Berechnungen in Textpassagen.
In Rechnungsformularen oder
ähnlichen Anwendungen ist es oft erforderlich, Berechnungen
und Textpassagen in einer Formel zu kombinieren. Dies läßt
sich mit Excel problemlos realisieren. Wichtig bei gemischten
Formeln ist, daß die Textpassagen immer in
Anführungs-zeichen stehen. Verknüpfen Sie die
verschiedenen Elemente durch das Zeichen &. Als Beispiel dient
die folgende Formel:
="Im Rechnungsbetrag
von"
&SUMME(E3:E10)&" DM sind 16 %
Umsatzsteuer
="&RUNDEN((SUMME(E3:E10)/116)*16; 2)&"
DM."
Die Formel berechnet die Summe der Beträge in
den Zellen E3 bis E10 und ermittelt die enthaltene Mehrwertsteuer,
indem sie den Gesamtbetrag durch 116 dividiert und das Ergebnis
mit 16 multipliziert. Als Resultat erscheint dann beispielsweise
der Satz:
Im Rechnungsbetrag von 141 DM sind 16 Prozent
Umsatzsteuer = 19,45 DM enthalten.
Damit Textpassagen und
Zahlenwerte korrekt getrennt werden, fügen Sie in gemischten
Formeln vor bzw. hinter den Anführungszeichen jeweils ein
Leerzeichen zu Beginn und am Ende jedes Textelements ein.
Listen korrekt sortieren
So verhindern Sie, daß Excel
die Spaltenüberschriften in Listen mit einsortiert.
Excel
eignet sich hervorragend zur Verwaltung von Adreß- oder
Inventar-listen. Beim Sortieren von Listen in Excel-Tabellen kann
allerdings das Problem auftreten, daß die Sortierfunktion
die Spaltenüberschriften ebenfalls mit einordnet. Um zu
verhindern, daß Ihnen auf diese Art Überschriften
verloren gehen, müssen Sie eine Option im Sortieren-Dialog
verändern. Wählen Sie dazu eine beliebige Zelle
innerhalb der Liste aus, und gehen Sie auf den Befehl Daten/
Sortieren. Wenn die Liste keine Leerzeilen enthält, markiert
Excel standardmäßig den kompletten Listenbe-reich
unterhalb der Überschriften. Falls die Überschriften
ebenfalls ausgewählt sind, schalten Sie im Bereich Liste
enthält die Option Überschriften ein. Excel nimmt nun
die Überschriften aus der Markierung heraus. Sie können
die Sortierung nach den gewünschten Spaltenüberschriften
durchführen, ohne daß die Überschriften
einsortiert werden.
Doppel-Buttons
Einige Schaltflächen auf den
Excel-Symbolleisten sind mit zwei Funktionen belegt.
Die
Überfrachtung mit zahlreichen Buttons erschwert die
Programmbedienung. Auch Excel macht da keine Ausnahme. Zum Glück
lassen sich die überfüllten Symbolleisten von Excel
erheblich übersichtlicher gestalten: Da einige Schaltflächen
zwei Funktionen haben, können Sie überflüssige
Buttons entfernen, ohne auf Funktionen zu verzichten. Als
Umschalter bei zweifach belegten Schaltflächen dient die
[Umschalt]-Taste. Wenn Sie beispielsweise die Schaltfläche
Arbeitsmappe öffnen mit gedrückter [Umschalt]-Taste
anklicken, verwandelt sich diese in die Taste Speichern. Doppelt
belegt sind außerdem die Schaltflächen Speichern,
Drucken und Seitenansicht sowie einige Buttons in der
Formatierungsleiste, etwa Unterstrichen, Linksbündig,
Zentriert und Rechtsbündig. Falls es Sie nicht stört, ab
und zu die [Umschalt]-Taste zu betätigen, können Sie
also einige Buttons von der Sym-bolleiste entfernen. Dazu benutzen
Sie den Befehl Extras/Anpassen und ziehen die überflüssigen
Schaltflächen auf den Anpassen-Dialog. Mit Zurücksetzen
im Register Symbolleisten dieses Dialogs stellen Sie bei Bedarf
den ursprünglichen Zustand wieder her.
Tabellenzahl vorgeben
So verändern Sie die Anzahl der
Tabellen in neu angelegten Arbeitsmappen.
Standardmäßig
enthalten neu angelegte Arbeitsmappen unter Excel 97 drei
Tabellen. Falls Sie damit nicht auskommen, erhöhen Sie
einfach die Anzahl der Tabellen in neuen Arbeitsmappen. Benutzen
Sie dazu den Befehl Extras/Optionen, und aktivieren Sie das
Register Allgemein. Hier stellen Sie die gewünschte
Tabellenanzahl im Feld Blätter in neuer Arbeitsmappe ein und
schließen mit OK ab. Excel 95 legt neue Arbeitsmappen
standardmäßig mit 16 Tabellen an. Falls Sie weniger
brauchen, reduzieren Sie die Anzahl wie beschrieben.
Aktualisieren ohne Abfrage
So unterbinden Sie die Abfrage,
ob externe Verknüpfungen aktualisiert werden sollen.
Enthält
eine Tabelle Formeln, die Daten aus anderen Excel-Dateien holen,
erscheint beim Öffnen dieser Arbeitsmappe folgende
Abfrage:
Diese Datei enthält automatische Verknüpfungen.
Verknüpfungen aktualisieren?
Auf Wunsch läßt
sich dieser Dialog generell abschalten. Benutzen Sie den Befehl
Extras/Optionen, und wählen Sie das Register Bearbeiten. Hier
schalten Sie die Option Aktualisieren von automatischen
Verknüpfungen bestätigen aus und schließen mit OK
ab. Jetzt erscheint diese Meldung nicht mehr. Sind
dateiübergreifende Bezüge vorhanden, bringt Excel diese
automatisch beim Öffnen der Hauptdatei auf den neuesten
Stand, falls Änderungen vorliegen. Außerdem läßt
sich die Aktualisierung jederzeit manuell durchführen.
Benutzen Sie dazu den Befehl Bearbeiten/ Verknüpfungen. Im
Dialog wählen Sie die gewünschte Verknüpfung aus
und klicken auf Jetzt aktualisieren.
Taschenrechner
Einfache Berechnungen führen Sie ohne
Formeln direkt in Excel-Tabellen durch.
Als Excel-Anwender
können Sie sich einen separaten Taschenrechner sparen, da
Excel dessen Aufgaben übernimmt. Dabei ist es nicht nötig,
für schnelle Berechnungen Formeln in separaten Zellen
anzulegen. Viel schneller geht dies mit dem Befehl Inhalte
einfügen, der sich ideal für alle Grundrechenoperationen
eignet. Möchten Sie beispielsweise alle Werte einer Spalte
zum Quadrat setzen, markieren Sie diese Werte und kopieren sie mit
[Strg-C] in die Zwischenablage. Lassen Sie die Markierung
bestehen, und benutzen Sie den Befehl Bearbeiten/Inhalte einfügen.
Im Dialog wählen Sie unter Rechenoperation bzw. Operation bei
Excel 97 die gewünschte Option, in diesem Beispiel
Multiplizieren. Bestätigen Sie mit OK, multipliziert Exel die
markierten Werte mit sich selbst und zeigt die Quadratzahlen als
Ergebnis in den gleichen Zellen an. Sie nehmen die Berechnung mit
der Rückgängig-Taste zurück.
Relationen einrichten
Mit dem StarOffice 5.0 lassen sich
relationale Datenbankverknüpfungen herstellen.
Relational
nennt man Datenbanken, bei denen mehrere Tabellen über ein
gemeinsames Schlüsselfeld (etwa das mit den Kundennummern)
verknüpft sind. Mit ihnen verwalten Sie Ihre Daten
effektiver, weil Sie die Informationen nur bei Bedarf
zusammenführen. Sie vermeiden Mehrarbeit bei der Dateneingabe
und vereinfachen die Datenpflege. Im StarOffice 5.0 steht eine
entsprechende Option für Tabellen zur Verfügung, die im
eigenen StarBase-Format vorliegen. Um zwei vorhandene Tabellen zu
verbinden, richten Sie in ihnen ein gleichnamiges Schlüsselfeld
ein. Sie müssen dieses Feld in untergeordneten Tabellen als
Primärschlüssel kennzeichnen. Öffnen Sie im
Explorer-Fenster den Ordner Tabellen im Verzeichnis der
entsprechenden Datenbank. Klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf eine untergeordnete Tabelle, die Sie mit der Haupttabelle
verknüpfen möchten. Im Kontextmenü benutzen Sie den
Befehl Tabellenentwurf. Fügen Sie ein neues Feld ein, über
das die Verknüpfung hergestellt wird, etwa Kdnr (für
"Kundennummer"), und weisen Sie in der Spalte Feldtyp
das gewünschte Format zu, etwa Text. Klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf den Zeilenkopf links neben dem neuen Feld,
und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl
Primärschlüssel. Ein Schlüsselsymbol im Zeilenkopf
kennzeichnet das Feld entsprechend. Schließen Sie die
Entwurfsansicht, und speichern Sie die Änderungen.
Anschließend fügen Sie der Haupttabelle ein
gleichnamiges Feld als Fremdschlüssel hinzu. Öffnen Sie
dazu die Entwurfsansicht der Haupttabelle, und legen Sie das neue
Feld Kdnr an. Wichtig ist, daß Sie den gleichen Feldtyp wie
in der ersten Tabelle zuweisen. Dieses Feld erhält keinen
Primärschlüssel. Speichern Sie die Änderungen, und
schließen Sie die Entwurfsansicht. Um die Verknüpfung
zwischen den Tabellen herzustellen, wählen Sie im Kontextmenü
des Ordners Tabellen im Explorer-Fenster den Befehl Relationen. Im
Verknüpfungseditor klicken Sie auf die Schaltfläche
Tabelle hinzufügen und übernehmen im Dialog die zu
verknüpfenden Tabellen mit der Schaltfläche Hinzufügen
in den Editor. Ziehen Sie nun das Referenzfeld (hier: (Kdnr) aus
einem Tabellenfenster auf das gleichnamige Feld im anderen
Fenster. Eine Verbindungslinie zeigt an, daß die Verknüpfung
hergestellt ist. Speichern Sie die Änderungen. Auf diese
Weise lassen sich beliebig viele Untertabellen mit einer
Haupttabelle verbinden.
Relationale Tabellen verknüpfen
Daten aus relational
verknüpften Tabellen führen Sie mit Hilfe von Abfragen
zusammen.
Mit Abfragen führen Sie bei einer Datenbank die
Informationen aus mehreren Tabellen zusammen. Damit StarOffice
Informationen aus verbundenen Tabellen korrekt zusammenführt,
müssen die Eingaben in den gleichnamigen Referenzfeldern
beider Tabellen (hier: Kdnr) bei zusammengehörenden
Datensätzen übereinstimmen. Um eine relationale Abfrage
zu erstellen, öffnen Sie den Ordner der gewünschten
Datenbank im Explorer-Fenster, klicken mit der rechten Maustaste
auf den Ordner Abfragen und wählen
Neu/Abfrage/Abfrageentwurf. Im Dialog Tabelle hinzufügen
übernehmen Sie alle Tabellen, die Sie verbinden möchten,
mit Hinzufügen. Anschließend klicken Sie im Dialog auf
Schließen. Im unteren Fenster des Entwurfseditors definieren
Sie die Inhalte der Abfrage. Wählen Sie in der ersten Spalte
im Feld Tabelle die Haupttabelle aus. Ordnen Sie in der Zeile
darüber das gewünschte Feld zu, und schalten Sie die
Option Sichtbar ein. Die nächsten Felder tragen Sie
entsprechend in die weiteren Spalten ein. Um Felder aus einer
verknüpften Nebentabelle zu integrieren, wählen Sie
dabei in Tabelle die entsprechende Untertabelle aus. Auf Wunsch
nehmen Sie weitere Einstellungen zur Filterung oder Sortierung
vor. Speichern Sie die Abfrage unter dem gewünschten Namen,
und schließen Sie die Entwurfsansicht. Im Ordner Abfragen
des Explorer-Fensters finden Sie die neue Abfrage, die Sie mit
einem Doppelklick ausführen.
Keine Hilfe?
Die kontextsensitive Hilfe des StarOffice
funktioniert nur dann, wenn Sie einige Tricks anwenden.
Benutzen
Sie in einem Dialog von StarOffice 5.0 die Hilfe-Taste, erscheinen
oft keine Hilfeinfos. Normalerweise zeigt StarOffice die
Kontexthilfe im HelpAgent an. Dies funktioniert aber nur, wenn die
Schaltfläche Anhalten im HelpAgent-Fenster deaktiviert ist.
Unverständlicherweise ist diese Schaltfläche nach jedem
Aufruf des StarOffice automatisch eingeschaltet, so daß die
Hilfe-Schaltfläche wirkungslos bleibt. Erschwerend kommt
hinzu, daß Sie keine Hilfe-Information sehen, wenn Sie das
HelpAgent-Fenster aus Platzgründen zur Titelleiste reduziert
haben. Trotz der Anforderung über die Hilfe-Schaltfläche
bleibt der HelpAgent im eingeklappten Zustand und kann nichts
anzeigen. Erst wenn Sie die Schaltfläche Aufklappen im
HelpAgent-Fenster betätigt haben, sehen Sie den gewünschten
Hilfetext. Dieses Verhalten irritiert besonders, wenn der
HelpAgent bereits im eingeklappten Zustand geladen ist. Haben Sie
ihn vorher beendet, wird er immerhin nach einem Klick auf die
Hilfe-Schaltfläche geladen allerdings mit der letzten
Fenstereinstellung, also gegebenenfalls zugeklappt. In einigen
Dialogen bleibt die Hilfe-Schaltfläche sogar wirkungslos,
wenn alle Einstellungen im HelpAgent stimmen. Beispiele dafür
finden Sie unter Extras/Optionen in den Dialogen Textdokument,
Tabellendokument, Präsentation oder Zeichnung.
Kontextsensitive Hilfe erhalten Sie hier jeweils nur zum Register
Raster; alle anderen Register wurden schlicht vergessen.
Cursor frei plazieren
Mit dem Direkt-Cursor positionieren
Sie die Einfügemarke an beliebigen Textstellen.
Um an
einer beliebigen Stelle in einem leeren Dokument etwas einzugeben,
mußten Sie bisher mehrmals die [Enter]-sowie die [Tab]-Taste
benutzen. Erst so ließ sich der Cursor an die entsprechende
Stelle bewegen. Der neue Direkt-Cursor von Star-Writer macht
diesen Umstand überflüssig. Mit diesem Werkzeug läßt
sich die Einfügemarke an jeder beliebigen Stelle im Dokument
plazieren. Aktivieren Sie dazu in der vertikalen Werkzeugleiste
das Symbol Direkt-Cursor, und klicken Sie die gewünschte
Stelle im Dokument an. Der Direkt-Cursor setzt die Einfügemarke
dort und erzeugt dabei automatisch die erforderlichen Absätze
und Tabulatoren. Probleme treten allerdings auf, wenn Sie das
Dokument nachträglich über Format/AutoFormat/Anwenden
auto-formatieren. Dabei werden je nach Ein-stellung sowohl die
leeren Absatzmarken als auch die Tabulatoren entfernt. Das Löschen
der Absatzmarken verhindern Sie, indem Sie vorher
Extras/Auto-Korrektur/ AutoFormat aktivieren und im Register
Optionen den Eintrag Leere Absätze entfernen ausschalten. Den
Einzug verändert Star-Office jedoch in jedem Fall: Selbst
wenn alle Optionen im Dialog AutoKorrektur ausgeschaltet sind,
entfernt das Programm die Tabulatoren und ordnet dem Absatz die
Vorlage Textkörper Einrückung zu, die jedoch nicht den
ursprünglichen Einzug rekonstruiert. Daher sollten Sie die
nachträgliche Autoformatierung nicht auf Doku-mente anwenden,
in denen Sie den Direkt-Cursor benutzt haben.
Störrischer Ausgangskorb
Falls der automatische
E-Mail-Versand streikt, helfen Sie per Menübefehl nach.
Mit
StarOffice verwalten Sie Ihre E-Mails ohne weiteres
Zusatzprogramm. Sehr praktisch ist dabei die Online-Schaltfläche,
die es erlaubt, E-Mails offline zu schreiben und dann auf
Knopfdruck gesammelt abzusenden. Leider kommt es dabei vor, daß
E-Mails nicht automatisch gesendet werden, obwohl Sie in den
Online-Modus wechseln. In einem solchen Fall stellen Sie die
Online-Verbindung her und markieren im Ausgangskorb-Fenster alle
E-Mails, die Sie versenden möchten, per Mausklick bei
gedrückter [Strg]-Taste. Klicken Sie mit der rechten
Maustaste in die Markierung, und benutzen Sie im Kontextmenü
den Befehl Erneut senden. Dadurch werden die E-Mails wie
ge-wünscht verschickt.
Individuelle Detailansicht
In der Detailansicht legen Sie
fest, welche Informationen auf dem Bildschirm erscheinen.
Bei
der Arbeit mit Ordnern bietet die Detailansicht des StarDesktop
größte Flexibilität. In diesem Modus läßt
sich für verschiedene Programmbereiche individuell festlegen,
welche Informationen auf dem Bildschirm erscheinen. Um diese
Ansicht zu erhalten, klicken Sie im aktuell geöffneten Ordner
auf die Schaltfläche Details in der Objektleiste. Die
Konfiguration der Ansicht geschieht nun mit Hilfe des
Kontextmenüs, das Sie mit einem Rechtsklick auf einen
beliebigen Spaltenkopf unterhalb der Objektleiste aufrufen. Hier
fin-den Sie im Menü Einfügen zusätzliche Spalten,
die je nach Arbeitssituation zur Verfügung stehen. Falls Sie
beispielsweise den E-Mail-Ausgangskorb geöffnet haben, bietet
dieses Menü zusätzliche Spalten wie Autor oder Priorität
an, die sich mit einem Klick auf den entsprechenden Befehl direkt
einfügen lassen. Die Reihenfolge der einzelnen Spalten
verändern Sie per Drag&Drop, indem Sie einen Spaltenkopf
an eine andere Position ziehen. Um eine Spalte komplett zu
entfernen, klicken Sie den entsprechenden Spaltenkopf mit der
rechten Maustaste an und benutzen den Befehl Entfernen. Durch
Ziehen der Trennlinie rechts vom Spaltenkopf mit der Maus
verändern Sie die Spaltenbreite, oder Sie passen diese per
Doppelklick auf die Trennlinie automatisch an den längsten
Eintrag an. Um Einträge neu zu sortieren, genügt ein
Klick auf den gewünschten Spaltenkopf.
Dateien schnell finden
Mit Hilfe der integrierten
Suchfunktionen finden Sie schnell eine Datei im aktiven
Ordner.
Falls sich zahlreiche Dateien in einem Ordner befinden,
kostet es viel Zeit, eine gewünschte Datei zu finden. Hier
helfen Ihnen die Suchfunktionen des StarDesktop weiter.
Grundsätzlich ist zu beachten, daß die Suchfunktionen
des StarOffice nur in der Detail- bzw. Vorschau-Ansicht zur
Verfügung steht, nicht aber in der Symboldarstellung. Diese
ist standardmäßig eingestellt. Folgendermaßen
schalten Sie die Detailansicht ein: Öffnen Sie mit Hilfe des
Explorer-Fensters den gewünschten Ordner, so daß dessen
Inhalt im großen Desktop-Fenster erscheint, und aktivieren
Sie die Schaltfläche Details in der Objektleiste über
dem Fenster. Um eine Suche durchzuführen, tippen Sie die
gewünschte Zeichenfolge ein. Standardmäßig ist die
Mehrfachsuche eingeschaltet. Geben Sie in diesem Mo-dus
beispielsweise st ein, führt StarOffice eine
Teilzeichen-suche durch und markiert alle Dateien, die diese
Buchstabenfolge irgendwo im Namen enthalten. Um die Suche
einzugrenzen, geben Sie die nächsten Buchstaben des
Suchbegriffs beispielsweise steuer ein, bis die gewünschte
Datei ge-funden ist. Falls Sie den Namensanfang der gesuchten
Datei kennen, bringt Sie die Einfachsuche schneller zum Ziel.
Schalten Sie dazu die Schaltfläche Mehrfach-Suche in der
Objektleiste aus, und gehen Sie wie beschrieben vor. Im
Unterschied zur Mehrfachsuche werden hier nur Zeichen am Anfang
einer Datei berücksichtigt. Wenn Sie einen Buchstaben
eingeben, springt die Markierung zur ersten Datei, die mit diesem
Buchstaben beginnt. Durch die Eingabe weiterer Buchstaben grenzen
Sie die Suche ein. Der aktuelle Such-String erscheint jeweils in
der Statusleiste unter dem Ordnerfenster. Die Eingaben lassen sich
hier bei Bedarf mit der [Rückschritt]-Taste löschen.
News-Account retten
Richten Sie defekte
T-Online-Newsgroup-Accounts ohne Datenverlust neu ein.
StarOffice
5 arbeitet unter Umständen nicht einwandfrei, wenn Sie einen
Newsgroup-Account einrichten und dabei den T-Online-Server
verwenden. Hier kann der Fehler auftreten, daß gelesene
Nachrichten nicht auf gelesen gesetzt wurden. Dies bedeutet, daß
beispielsweise beim Öffnen des News-Accounts ständig die
Angabe (100/100) erscheint, auch wenn Sie bereits 20 Nachrichten
gelesen haben und (80/100) korrekt wäre. Auch Markierungen
von Nachrichten sind beim nächsten Öffnen des Accounts
verschwunden. Um diese Probleme zu beheben, richten Sie den
T-Online-News-Account neu ein. Damit Ihre Einstellungen und die
gespeicherten Nachrichten erhalten bleiben, klicken Sie mit der
rechten Maustaste den Ordner des T-Online-News-Accounts im
Explorer-Fenster an und benutzen den Befehl Datei/Exportieren.
Vergeben Sie einen Dateinamen, und speichern Sie die Account-Daten
im voreingestellten Format StarOffice Account (ASCII).
Anschließend wählen Sie den T-Online-News-Account im
Explorer-Fenster aus und löschen ihn mit der [Entf]-Taste.
Klicken Sie den Ordner Explorer mit der rechten Maustaste an, und
richten Sie mit Neu/News den Account neu ein. Dazu tragen Sie im
Empfangen-Register die Zeile
news.btx.dtag.de
in das Feld
Server ein. Vergeben Sie den bisher verwendeten Account-Namen im
Register Allgemein, und schließen Sie mit OK ab. Zum Schluß
stellen sie den ursprünglichen Zustand wieder her, indem Sie
die gespeicherten Account-Daten im Kontextmenü des neuen
News-Ordners mit Datei/Importieren laden. Die entsprechende Datei
hat die Endung mbx.
Euro-Rechner
Eine mitgelieferte Tabelle ermöglicht
Euro-Umrechnungen in 18 Währungen.
Falls Sie gerade keinen
Euro-Taschenrechner zur Hand haben, bietet Ihnen das StarOffice
5.1 eine fertige Tabelle, mit der Sie Umrechnungen rund um den
Euro schnell durchführen. Um diese zu laden, öffnen Sie
im Explorer-Fenster den Ordner Beispiele/Tabellen. Hier finden Sie
die Datei Euro-Um-rechner. sdc, die Sie per Doppelklick aufrufen.
Die Tabelle rechnet Euro-Beträge automatisch in 18 Währungen
um. Überschreiben Sie dazu einfach die Vorgabe 100,00 ? in
Zelle F4 mit dem gewünschten Euro-Betrag. Umgekehrt lassen
sich auch beliebige Beträge der verschiedenen Landeswährungen
in Euro umrechnen. Geben Sie dazu in Spalte F in der Zeile der
gewünschten Währung einen Betrag ein. Um beispielsweise
zu erfahren, wieviel 12 000 Peseten in Euro sind, tragen Sie 12
000 in die Zelle F9 und in der Zeile Spanische Pesete ein. Das
Ergebnis erscheint oben im Euro-Feld F4.
Fehlende Filter nachrüsten
Die neueste Version des
StarOffice 5.1 enthält die bisher fehlenden Word for
Word-Filter (W4W).
In älteren Download-Versionen des
StarOffice 5.1 fehlen einige gebräuchliche Importfilter,
beispielsweise für Word für DOS, WinWord 2.0, Lotus
AmiPro, WordPerfect oder WordStar. Diese Filter stammen aus dem
Programm Word for Word und werden des-halb W4W-Filter genannt.
Falls Sie einen oder mehrere dieser Importfilter benötigen,
besorgen Sie sich die neueste Version des StarOffice 5.1. Die
aktuelle Version umfaßt 65 MByte und steht im Internet unter
der Adresse
www.sun.com/products/staroffice/
get.html
zum Download bereit. Die Filter sind für fremde
Texte zwingend notwendig.
Hartnäckige Suche
Wird beim Blättern plötzlich
die Suchfunktion aktiv, schalten Sie diese aus.
Wenn Sie im
StarOffice die Suchen & Ersetzen-Funktion benutzen und den
Dialog anschließend schließen, bleibt die Suchfunktion
aktiv. Das stört, wenn Sie in der vertikalen Scroll-Leiste
auf eine der beiden Doppelpfeil-Schaltflächen klicken, die
Sie zum Anfang der nächsten Seiten bringen soll. In diesem
Fall wird aber die Suchfunktion aktiv und zeigt Ihnen den nächsten
gefundenen Suchbegriff im Dokument an. Dadurch lassen sich
Suchaktionen durchführen, ohne daß der Suchen &
Ersetzen-Dialog geöffnet ist. Wünschen Sie dies nicht,
klicken Sie auf die kleine Schaltfläche Navigation mit dem
Punkt, die sich zwischen den beiden Doppelpfeilen befindet. In der
Abrißleiste klicken Sie das Symbol Seite an. Nun verhält
sich StarWriter wieder wie gewohnt: Wenn Sie anschließend
auf eine der Doppelpfeil-Schaltflächen klicken, erscheint der
Anfang der nächsten Seite.
Keinen Termin versäumen
Stellen Sie sicher, daß
der Terminkalender automatisch bei jedem Start geladen wird.
Wenn
Sie Ihre Termine mit StarOffice verwalten, richten Sie das
Programm so ein, daß der Termin-Manager Star-Schedule beim
Start automatisch geladen wird. So stellen Sie sicher, daß
Sie an Ih-re Termine erinnert werden. Dazu öffnen Sie das
Explorer-Fenster, klicken den Ordner StarSchedule mit der rechten
Maustaste an und benutzen im Kontextmenü den Befehl
Eigenschaf-ten. Im Register Einstellungen des Dia-logs schalten
Sie die Option StarSchedu-le Dienst zusammen mit dem Office
star-ten ein und schließen mit OK ab. Beim nächsten
Start wird StarSchedule automatisch im Hintergrund geladen und
erinnert Sie an anstehende Termine. Legen Sie in StarSchedule
einen neuen Termin mit der Option Erinnerung an, fragt StarOffice,
ob das automatische Laden des Termin-Managers aktiviert werden
soll. Klicken Sie hier auf Nein, oder deaktivieren Sie die
Abfrage, bleibt die Erinnerung-Option eingeschaltet.
Absturz durch Papierkorb
Falls der Papierkorb des StarOffice
Abstürze verursacht, richten Sie diesen neu ein.
Beim
Versuch, den eingebauten Papierkorb zu leeren, stürzt das
StarOffice 5.1 unter Umständen komplett ab. Dieser schwere
Fehler tritt auf, wenn die Verwaltungsdateien des Löschspeichers
defekt sind. Um das Problem zu beheben, setzen Sie den Papierkorb
komplett in den ursprünglichen Zustand zurück, der
direkt nach der Installation bestand. Gelöschte Dateien, die
Sie zuvor in den Papierkorb verschoben haben, gehen dabei
allerdings unwiderruflich verloren. Damit die Wiederherstellung
funktioniert, darf das StarOffice nicht geladen sein. Falls nötig,
beenden Sie also das Programm. Anschließend starten Sie
einen Datei-Manager, beispielsweise den Windows Explorer, und
wechseln in das Star-Office-Verzeichnis. Dies ist standard-mäßig
der Ordner C:\Office51. Öffnen Sie hier das Unterverzeichnis
Store, und benennen Sie die Datei Trashcan.scs in Trashcan.org um.
Auf gleiche Weise verfahren Sie mit der Datei Papierkorb.scs, die
sich im Unterverzeichnis Office51\Explorer befindet. Anschließend
starten Sie das StarOffice neu. Die beiden umbenannten Dateien
werden dabei automatisch neu angelegt, und der Papierkorb arbeitet
wieder ohne Probleme.
Bilder-CDs im Griff
Um Clipart-CDs komfortabel zu sichten,
nehmen Sie diese in die Gallery auf.
Vollgepackte Bilder-CDs
mit mehreren tausend Grafiken und Cliparts gibt es überall
für ein paar Mark. Das Problem ist nur, die Bilderflut auf
einer solchen CD in den Griff zu bekommen. Hier hilft StarOffice:
Sie nehmen die CD als neuen Ordner in die Gallery auf und sichten
dann den Inhalt komfortabel mit Hilfe des Beamers. Dazu öffnen
Sie das Explorer-Fenster und klicken mit der rechten Maustaste auf
den Ordner Gallery. Über den Befehl Neues Thema im
Kontextmenü aktivieren Sie das Register Dateien und klicken
auf Dateien suchen. Im Auswahldialog geben Sie in das Feld Pfad
die Pfadbezeichnung des CD-Laufwerks ein, beispielsweise mit der
Kennung: E:\.
Aktivieren Sie im Dialog die Option
Unterverzeichnisse, und klicken Sie auf Auswählen. Nun
erscheint die Dateiliste im Register Dateien. Um nur einige
Grafiken in die Gallery zu übernehmen, schalten Sie die
Option Vorschau ein. Dann wählen Sie die gewünschten
Einträge in der Liste mit gedrückter [Strg]-Taste aus
und klicken auf Hinzufügen. Alternativ erfassen Sie die
komplette CD mit der Schaltfläche Alle Hinzufügen.
StarOffice erfaßt nun die Dateien und erzeugt die
Vorschaubilder. Je nach Anzahl der Bilder dauert dies eine ganze
Weile. Ein leerer Dialog signalisiert das Ende des Vorgangs.
Wechseln Sie zum Register Allgemein. Hier tragen Sie in das Feld
oben den Titel der Cliparts-CD ein und schließen mit OK ab.
Der neue Ordner erscheint im Verzeichnis Gallery. Damit Sie den
Inhalt im Beamer sichten können, klicken Sie doppelt auf
diesen Ordner. Der Beamer zeigt jetzt die Vorschaubilder der
Grafiken, die Sie erfaßt haben. Beachten Sie: Damit Sie
Objekte per Drag&Drop aus dem Beamer in Dokumente einfügen
können, muß die Quell-CD eingelegt sein.
Falscher Gedankenstrich
So verhindern Sie, daß die
Auto-Korrektur Gedankenstriche an falschen Stellen erzeugt.
Die
etwas übereifrige AutoKorrektur des StarOffice 5.1 verursacht
einen ty-pographischen Fehler: Schreiben Sie im Text verkürzte
Aufzählungen im Stil von "Autokauf und -finanzierung",
ersetzt das StarOffice den Bindestrich durch einen breiteren
Gedankenstrich, der hier nicht hingehört. Dieser kleine Bug
läßt sich einfach korrigieren. Schalten Sie zunächst
die automatische Ersetzung von Gedankenstrichen aus. Dazu benutzen
Sie den Befehl Extras/ AutoKorrektur/ AutoFormat und wechseln in
das Register Optionen. Hier deaktivieren Sie beide Checkboxen des
Punkts Gedankenstriche ersetzen. Öffnen Sie das Register
Ersetzen des Dialogs. Hier überschreiben Sie den Inhalt des
Felds Kürzel mit zwei Bindestrichen. Wechseln Sie mit [Tab]
in das Feld Ersetzen durch, und betätigen Sie die
Tastenkombination [Alt-0150] auf dem Nummernblock. Damit fügen
Sie den Gedankenstrich ein, der im Dialog zunächst als dicker
senkrechter Strich erscheint. Klicken Sie auf Neu, um den
Korrektureintrag hinzuzufügen, und schließen Sie mit OK
ab. Die falsche Ersetzung des Bindestrichs tritt nun nicht mehr
auf. Um einen Gedankenstrich zu erhalten, geben Sie wie gewohnt ""
ein und drücken die Leertaste.
Build-Nummer ermitteln
Ein versteckter Bildschirm zeigt die
interne Versionsnummer und die Entwickler-Credits an.
Von
StarOffice 5.1 sind mehrere Zwischenversionen im Umlauf, die sich
in Details unterscheiden. Diese sind unabhängig von der
Versionsnummer 5.1, die gleich bleibt durch verschiedene
Build-Nummern gekennzeichnet. Die Build-Nummer ist wichtig, wenn
Sie sich bei Problemen an den Hersteller oder an eine Newsgroup
wenden. So stellen Sie fest, mit welcher Build Sie arbeiten:
Benutzen Sie den Befehl Hilfe/Info über StarOffice. Halten
Sie die [Strg]-Taste fest, und drücken Sie die Tasten [S],
[D] und [T]. Der Dialoginhalt rollt nun langsam nach oben, und Sie
sehen die interne Versionsnummer des verwendeten StarOffice,
gefolgt von den Namen der Programmentwickler.
Pfeile ohne Spitzen
Aufgrund eines Bugs erzeugt die Funktion
zum Zeichnen von Pfeilen nur einfache Linien.
Mit der global
verfügbaren Zeichnen-Werkzeugleiste von StarOffice legen Sie
grafische Elemente direkt in Ihren Dokumenten an. Dabei können
Sie mit dem Programm auch Pfeile zeichnen allerdings nur auf dem
Papier, denn in der Praxis funktioniert dies nicht. Diese Funktion
erhalten Sie erst, wenn Sie die Schaltfläche
Zeichenfunktionen anzeigen auf der Werkzeugleiste länger
anklicken. Anschließend wählen Sie in der Leiste das
Werkzeug Linie aus. In der Objektleiste erscheint nun der Button
Linienendenstil, der Ihnen mehrere Pfeilformen in einem grafischen
Popup-Menü anbietet. Es ist egal, welchen Stil Sie hier
auswählen, um einen Pfeil zu zeichnen: Sie erhalten immer nur
eine normale Linie. Diesen Bug will der Hersteller in der nächsten
Version
des StarOffice beheben. Mit etwas Handarbeit erhalten
Sie trotzdem die gewünschte Pfeilform. Markieren Sie eine
vorhandene Linie im Dokument, und benutzen Sie im Kontextmenü
den Befehl Linie. Im Register Linie des Dialogs wählen Sie
rechts im Listenfeld Stil die gewünschte Pfeilform aus.
Darunter im Feld Breite erhöhen Sie den Wert, bis die
gewünschte Pfeilform vorliegt. Dies läßt sich
einfach mit der Vorschau kontrollieren. Die beschriebenen
Maßnahmen lassen sich für beide Linienenden separat
vornehmen. Mit OK schließen Sie ab.
Numerierung entfernen
Mit einem regulären Ausdruck
löschen Sie automatisch die komplette Kapitelnumerierung im
Dokument.
Wenn Sie eine wissenschaftliche Arbeit aus einem
Fremdformat importieren, um diese mit StarOffice zu verarbeiten,
müssen Sie gegebenenfalls die Numerierung der Überschriften
entfer-nen. Wenn Sie das nicht manuell erledigen wollen, verwenden
Sie die Suchen und Ersetzen-Funktion. Dabei setzen Sie einen
regulären Ausdruck ein, der alle Numerierungen automatisch
löscht. Reguläre Ausdrücke sind Platzhalter für
Zeichen und interne Layoutfunktionen, mit denen sich im Rahmen von
Suchen und Ersetzen spezielle Aufgaben erledigen lassen. Mit
diesen Platzhaltern finden Sie beispielsweise Absatzmarken,
Tabulatoren oder Leerzeilen. Die folgende Anleitung gilt für
Numerierungen im Stil 1.2.3, denen ein Tabulator folgt. Um solche
Einträge automatisch zu entfernen, benutzen Sie den Befehl
Bearbeiten/Suchen und Ersetzen und aktivieren im Dialog die Option
Regulärer Ausdruck. Im Feld Suchen nach tragen Sie den
Ausdruck
^.*\..*\t
ein. Das Feld Ersetzen durch lassen Sie
frei. Mit der Schaltfläche Alle Ersetzen löschen Sie
alle Numerierungen im gesamten Dokument. Der verwendete reguläre
Ausdruck findet alle Zeichenfolgen (.*) zwischen dem Zeilenanfang
(^) und einem Tabulator (\t), die mindestens einen Punkt enthalten
(\.). Da im regulären Ausdruck das Punkt-Zeichen (.) als
Platzhalter für ein Zeichen interpretiert wird, müssen
Sie hier den Punkt durch einen vorgestellten Backslash
kennzeichnen (mas-kieren), um das entsprechende Zeichen im
Dokument zu finden. Solche Sonderzeichen lassen sich alternativ
auch in eckige Klammern fassen. Mit [*] oder \* finden Sie
beispielsweise das Sternchen im Text. Eine komplette Auflistung
der regulären Ausdrücke erhalten Sie in der
StarOffice-Hilfe unter dem Suchbegriff Regulärer Ausdruck.
Fehlerhafte Globaldokumente
Ein Bug beeinträchtigt die
Aufteilung von langen Dokumenten in mehrere
Einzeldateien.
StarOffice verwaltet Dateien in einem
Globaldokument. Um eine große Datei in ein Globaldokument
umzuwandeln, wählen Sie Datei/ Senden/Globaldokument
erzeugen. Star-Office teilt das Dokument kapitelweise auf, indem
es alle Textabschnitte in einzelne Dateien exportiert, die mit der
Absatzformatvorlage Überschrift1 formatiert sind. Bei der
Übertragung bleiben allerdings alle Seitenvorlagen auf der
Strecke, die Sie vorher im Quelldokument indi-viduell zugewiesen
haben. Nach der Aufteilung weist StarOffice allen Teildokumenten
die Seitenvorlage Standard zu. Dies ist ein schwerwiegender
Fehler, da sich das gesamte Layout gravierend ändert, wenn
Sie im Quelldokument andere Seitenvorlagen verwendet haben.
Möglicherweise stimmt der Seitenumbruch nicht mehr, oder
eingebundene Bilder sind fehlerhaft pla-ziert. Um das
ursprüngliche Layout wiederherzustellen, müssen Sie die
Seiten-vorlagen in allen Teildokumenten von Hand neu zuweisen.
Dazu öffnen Sie das Globaldokument, das Sie an der
Datei-endung .sgl erkennen. Die einzelnen Teildokumente rufen Sie
per Doppelklick auf die Dateinamen im Navigator-Fenster des
Globaldokuments auf. Im Teildokument plazieren Sie dann den Cursor
im gewünschten Abschnitt. Daraufhin aktivieren Sie im
Stylist-Fenster Absatzvorlagen die Schaltfläche
Seitenvorlagen und weisen dort die gewünschte Vorlage aus der
Liste zu. Um ein Buchlayout mit unterschiedlichen Satzspiegeln zu
erzielen, stehen Ih-nen die Vorlagen Linke Seite und Rech-te Seite
zur Verfügung. Dieser Bug im StarOffice soll nach Angaben des
Herstellers in der nächsten Version behoben sein.
Programme starten nicht
So gehen Sie vor, wenn sich keine
externen Anwendungen im StarOffice mehr starten lassen.
Es ist
nicht ungefährlich, Einstellungen in den StarOffice-Optionen
zu ändern. Wenn Sie dort das Starbasic-Scrip-ting
deaktivieren, lassen sich keine exter-nen Programme im StarOffice
mehr aus-führen. Statt dessen erhalten Sie folgende
Fehlermeldung, wenn Sie eine Anwendung über den Ordner
Start/Programme aufrufen möchten:
Aktion nicht
unterstützt. Die Operation wird auf dem vorliegenden
Betriebssystem nicht unterstützt.
Verantwortlich ist eine
interne Konfigu-rationsänderung, welche die Aus-führung
der lokalen StarBasic-Scripts verhindert. Damit Sie wieder
Programme ausführen können, öffnen Sie den Dialog
Extras/Optionen. Klicken Sie auf das Pluszeichen im Eintrag
Browser. In der aufklappenden Liste darunter wählen Sie den
Eintrag Scripting aus. Das beschriebene Problem tritt auf, wenn
hier im Bereich StarBasic-Script die Option nie aus-führen
aktiviert ist. Schalten Sie hier die Standard-Option gemäß
Liste wieder ein, und schließen Sie mit OK ab. Anschließend
lassen sich externe Programme wieder in StarOffice ausführen.
Standard-Desktop wiederherstellen
Um die
Standardeinstellungen im Desktop wiederherzustellen, löschen
Sie einige Systemdateien.
Der StarOffice-Desktop lässt
sich individuell einrichten und bietet dazu zahlreiche
Gestaltungs- und Einstellmöglichkeiten. Leider haben die
Entwickler eine Option vergessen, um bei Bedarf die
Standardeinstellungen des Desktops wiederherzustellen. Abhilfe:
Löschen Sie einige Systemdateien, die StarOffice beim
nächsten Start automatisch mit den Standardeinstellungen neu
anlegt. Vorher legen Sie Sicherheitskopien an. Alternativ können
Sie die Dateien vorher umbenennen. Um die Standardeinstellungen
des Desktops wiederherzustellen, beenden Sie StarOffice und öffnen
den Ordner X:\Office51 mit einem Dateimanager, etwa dem Windows
Explorer. Der Kennbuchstabe X steht für das Lauf-werk, auf
dem StarOffice installiert ist. Wechseln Sie in das
Unterverzeichnis explorer, benennen Sie die Datei arbeitsplatz.scs
in arbeitsplatz.org um und im Unterverzeichnis Store die Datei
file.scs in file.org. Dadurch löschen Sie die
benutzerdefinierten Einstellungen für den Explorer und für
die Ordner. Um wieder die Original-Menüs und
-Funktionsleisten zu erhalten, benennen Sie die Datei soffice.cfg
im Unterverzeichnis Config der StarOffice-Installation um.
Anschließend starten Sie StarOffice, wobei die umbenannten
Dateien neu angelegt werden. Der StarDesktop präsentiert sich
wieder mit den Standardeinstellungen.
Tote Mails im Papierkorb
Ein Bug sorgt dafür, daß
sich alte E-Mails nicht aus dem StarOffice-Papierkorb löschen
lassen.
Sie nutzen die E-Mail-Funktion von StarOffice. E-Mails,
die Sie aus dem Eingangskorb löschen, legt StarOffice im
integrierten Papierkorb ab. Infolge eines Bugs lassen sich diese
E-Mails nicht mehr entfernen, wenn Sie den Papierkorb entleeren.
Sie erhalten den Hinweis, daß diese Dateien nicht gelöscht
werden können, weil Sie im Offline-Modus arbeiten. Beenden
Sie StarOffice. Öffnen Sie mit einem Dateimanager den Ordner
X\Office51\Store\Trash, und löschen Sie die E-Mail-Dateien,
die sich nicht mehr aus dem Papierkorb entfernen lassen. Dann
starten Sie StarOffice neu. Wenn das nichts nützt, beenden
Sie das Programm. Löschen Sie alle Dateien im Ordner
Store/Trash, oder verschieben Sie sie in einen anderen Ordner.
Benennen Sie die Datei trashcan.scs im Verzeichnis Store in
trashcan.org um. Dadurch setzen Sie den Cache für den
Papierkorb zurück. Nach dem nächsten Start von
StarOffice besteht das beschriebene Problem nicht mehr. Der
Papierkorb ist leer; die bisher enthaltenen Objekte lassen sich
nicht wiederherstellen.
Arbeiten in HTML
Ein Umschalter versetzt Sie in die Lage,
den Quelltext von HTML-Seiten zu bearbeiten.
Internet-Seiten
lassen sich mit StarOffice im anschaulichen WYSIWYG-Modus
zusammensetzen. Das funktioniert nicht, wenn Sie Sonderfunktionen
wie CGI-Programme oder JavaScript-Listings in ein HTML-Dokument
integrieren möchten. Mit wenigen Arbeitsschritten bewegen Sie
den Web-Designer dazu, den Quelltext von HTML-Seiten zu
bearbeiten. Blenden Sie im Menü Ansicht/Symbolleisten die
Werkzeugleiste ein. Öffnen Sie das gewünschte
HTML-Dokument. Hier aktivieren Sie die Schaltfläche
HTML-Quelltext anzeigen. Sie können nun den Quelltext ändern.
Um die Änderungen in der Vorschau anzuzeigen, schalten Sie
den Button HTML-Quelltext anzeigen wieder aus.
Absturz am Arbeitsplatz
Vermeiden Sie Programmabstürze
beim Öffnen des Arbeitsplatz-Ordners.
Nutzen Sie das
StarOffice intensiv über einen längeren Zeitraum,
reagiert das Programm häufig instabil. Wenn Sie im
Explorer-Fenster das Pluszeichen neben dem Ordner Arbeitsplatz
anklicken, um die Liste der Laufwerke einzublenden, stürzt
das System ab. Windows meldet dann eine
allgemeine
Schutzverletzung im Modul CNT516MI.DLL 0157:1c56202a
Dieser Bug
tritt bei Releases auf, die vor StarOffice 5.1a erschienen sind.
Die Ursache ist ein Defekt in der Programmkonfiguration. Um den
Fehler zu beheben, schließen Sie StarOffice. Benutzen Sie
den Windows Explorer oder einen anderen Dateimanager, und wechseln
Sie in das Verzeichnis X:\Office51\explorer. X steht dabei für
den Kennbuchstaben des Laufwerks, auf dem StarOffice installiert
ist. In diesem Verzeichnis löschen Sie die Datei
arbeitsplatz.scc. Anschließend öffnen Sie das
Unterverzeichnis X:\Office51\Config und löschen hier die
Datei soffice.cfg. Dann booten Sie Windows neu und starten
StarOffice. Die gelöschten Konfigurationsdateien werden in
den Standardeinstellungen neu angelegt. Der Fehler tritt nicht
mehr auf.
Eigene Autoformate
Mit eigenen Autoformaten gestalten Sie
Tabellen in wissenschaftlichen Arbeiten.
Sie möchten alle
Tabellen in einem großen Dokument mit möglichst wenig
Aufwand gleichartig formatieren. Dazu erzeugen Sie mit der
Autoformat-Funktion für Tabellen eigene Gestaltungsmuster.
Nehmen Sie eine Tabelle, die Text und Zahlenwerte enthält.
Weisen Sie Attribute wie Füllfarben für den
Zellhintergrund, Umrandungen, Schriftarten, Textauszeichnungen und
weitere benötigte Formatierungen zu. Markieren Sie die
Tabelle, und wählen Sie Format/AutoFormat. Im Dialog
Autoformat klicken Sie auf Hinzufügen. Vergeben Sie im Dialog
Autoformat hinzufügen im Feld Name eine Bezeichnung des neuen
Gestaltungsmusters, beispielsweise Eigen 1. Mit OK übernehmen
Sie das neue Autoformat. Es erscheint in der Liste des
Autoformat-Dialogs und lässt sich auf beliebige Tabellen
übertragen.
Explorer verfälscht Dateidatum
Bei Dateioperationen
verändert der StarOffice-Explorer eigenmächtig das
Dateidatum.
StarOffice stellt über das Explorer-Fenster
integrierte Funktionen zur Dateiverwaltung zur Verfügung.
Leider hat sich hier ein Bug eingeschlichen: Wenn Sie Dateien mit
Hilfe des Explorer-Fensters kopieren oder verschieben, ersetzt
StarOffice das ursprüngliche Datei- durch das aktuelle
Systemdatum. Auch die Zeitangabe der Datei wird entsprechend
verändert. Dieser Bug tritt auf, wenn Sie im Explorer unter
Arbeitsplatz einen beliebigen Ordner auf Ihrer Festplatte per
Doppelklick öffnen und Dateien aus dem großen Fenster
in einen anderen Ordner in der Explorer-Liste ziehen. Er soll in
der nächsten Version behoben sein. Um die ursprünglichen
Datums- und Zeitangaben der Dateien zu behalten, bleibt Ihnen
nichts anderes übrig, als zum Kopieren oder Verschieben von
Dateien einen anderen Datei-Manager einzusetzen. Unter Windows 98
benutzen Sie dazu den Windows Explorer, den Sie mit [Win-E]
schnell aufrufen können.
Automatisierter Seriendruck
Ein Feldbefehl sorgt automatisch
für korrekt gestaltete Adresszeilen in Serienbriefen.
Beim
Drucken von Serienbriefen treten häufig kleine, aber unschöne
Fehler im Bereich der Empfängeradresse auf. Ein typisches
Problem sind führende Leerstellen, die erscheinen, falls das
erste Datenfeld in einer Zeile leer bleibt. Diese Gefahr besteht
beispielsweise bei fol-gender Serienbrief-Adresszeile:
<LAND>
<PLZ> <ORT>
Im Druck erscheint hier eine führende
Leerstelle, wenn das Feld <LAND> des aktuell verknüpften
Datensatzes leer ist, also kein Landeskürzel wie D für
Deutschland enthält. Der Feldbefehl Bedingter Text vermeidet
das. Zusätzlich fügt dieser Befehl auf Wunsch einen
Bindestrich hinter dem Landeskürzel ein, wenn das Feld <LAND>
Daten enthält. Auf diese Weise erhalten Sie immer eine
korrekt gestaltete Ortszeile im Adressbereich. Um den Ausdruck des
Landeskürzels zu automatisieren, löschen Sie zunächst
die Leerstelle zwischen den Feldern <LAND> und <PLZ>.
Platzieren Sie den Cursor direkt zwischen diesen bennen Feldern,
und rufen Sie mit der Tas-tenkombination [Strg-F2] den Dialog
Feldbefehle auf. Hier aktivieren Sie das Register Funktionen und
wählen in der Liste links den Eintrag Bedingter Text aus.
Tragen Sie nun LAND != "" in das Feld Bedingung ein. In
das Feld Dann geben Sie einen Bindestrich - ein, das Feld Sonst
lassen Sie frei. Mit Einfügen übernehmen Sie den neuen
Feldbefehl. Die Bedingung LAND != "" bedeutet: Das Feld
<LAND> ist nicht leer. Ist diese Bedingung wahr, fügt
der Feldbefehl im Serienbrief automatisch einen Bindestrich hinter
dem Landeskürzel ein. Im anderen Fall passiert nichts. Da Sie
die Leerstelle zwischen den beiden Feldern entfernt haben,
erscheint im Ausdruck keine führende Leerstelle mehr. Soll
statt des Bindestrichs ein Leerzeichen hinter dem Landeskürzel
erscheinen, geben Sie in das Feld Dann des Feldbefehls eine leere
Stelle ein.
Störende Verbindung
So schalten Sie den automatischen
Aufbau einer InternetVerbindung in StarOffice ab.
Sie können
mit StarOffice nach dem Start eine Verbindung zum Internet
herstellen und die E-Mail- und News-Accounts aktualisieren lassen.
Dazu müssen Sie im Eigenschaften-Dialog eines Accounts die
Option Aktualisierung durch Internet-Update eingeschaltet haben.
Diese Option erhalten Sie, indem Sie einen E-Mail- oder
News-Account im Explorer-Fenster mit der rechten Maustaste
anklicken. Dann wählen Sie den Befehl Eigenschaften und
öffnen das Register Inhalte. Stört Sie der automatische
Verbindungsaufbau, weil Sie nur einen Text oder eine Tabelle
bearbeiten möchten, deaktivieren Sie die Online-Schaltfläche
in der Funktionsleiste. Mit diesem Button schalten Sie zwischen
Online- und Offline-Modus um. Im Offline-Modus (ausgeschaltet)
führt StarOffice keine automatischen Internet-Updates von
E-Mail- oder News-Accounts durch, so dass keine Verbindung
aufgebaut wird. Soll die automatische Aktualisierung wieder zur
Verfügung stehen, wechseln Sie mit einem Klick auf die
Online-Tas-te in den Online-Modus. Soll die Aktualisierung nur auf
Anforderung erfolgen, schalten Sie für jeden Account die
Option Aktualisierung durch Internet-Update unter
Eigenschaften/Inhalte aus. Die entsprechenden Accounts werden
jetzt nur noch aktualisiert, wenn Sie diese im Explorer-Fenster
per Doppelklick öffnen.
Transparente Grafiken
Mit etwas Handarbeit erzeugen Sie
gif-Grafiken mit transparentem Hintergrund.
Bei der Gestaltung
von Web-Seiten ist es oft nötig, den Hintergrund eines Bildes
transparent zu setzen. Nur dann paßt sich die Grafik perfekt
in den Seitenhintergrund ein. Leider bietet Paint-Shop 4 kein
Werkzeug, um die Transparenz auf Knopfdruck zuzuweisen. Mit etwas
Handarbeit gelingt dies trotzdem. Damit die Umwandlung gelingt,
muß der Hintergrund der entsprechenden Grafik möglichst
einfarbig sein. Verringern Sie zunächst die Farbtiefe des
Bildes auf 256 Farben mit Colors/Decrease Color Depth/256 Colors
(8 bit). Im Dialog wählen Sie die Optionen Standard und
Nearest Colors aus und klicken auf OK. Aktivieren Sie das
Dropper-Werkzeug in der unteren Symbolleiste, und zeigen Sie auf
den Hintergrundbereich des Bildes. Rechts in der Farbleiste
erscheinen die RGB-Werte des ausgewählten Farbtons. Darunter
finden Sie hinter dem I den Indexwert dieser Farbe, den Sie für
das Setzen der Transparenz benötigen. Merken Sie sich diesen
Wert, und benutzen Sie den Befehl File/Save as. Im sichtbar
werdenden Dialog stellen Sie als Dateityp GIF/Compuserve und als
Sub type die Option Version 89a/Non-interlaced ein. Klicken Sie
auf die Schaltfläche Options. Im erscheinenden Dialog
aktivieren Sie die Option Set the transparency value to palette
entry und geben in das Feld den Indexwert der Hintergrundfarbe
ein, den Sie soeben ermittelt haben. Klicken Sie auf OK, und
speichern Sie die Grafik unter dem gewünschten Namen.
Filter einbinden
Nutzen Sie zusätzliche Effektfilter
aus diversen Programmen zur Bildbearbeitung in Paint Shop Pro.
Die
Funktionalität von Paint Shop Pro 4 läßt sich
durch externe Effektfilter erweitern, die als Plugins eingebunden
werden. Verwenden Sie zum Adobe-Standard kompatible Filter. Um
neue Filter hinzuzufügen, wählen Sie in Paint Shop Pro
den Befehl File/Preferences/General Program Preferences und im
Dialog das Register Plugin Filters aus. Hier schalten Sie die
Option Enable Plugin Filters Allow the Use of External Image
Processing Filters ein. Tragen Sie den Pfad des Verzeichnisses,
das die Filter enthält, in das Feld Folder ein. Alternativ
benutzen Sie die Browse-Schaltfläche, öffnen das
gewünschte Verzeichnis und klicken auf Select. Mit OKim
Dialog Paint Shop Pro Preferences schließen Sie ab.
Kompatible Filter aktiviert Paint Shop ab jetzt sofort und bindet
die Plugins bei jedem Start automatisch ein. Sobald eine Grafik
geladen ist, stehen die neuen Filter im Menüpunkt
Image/Plug-in-Filters zur Verfügung.
3D-Verläufe
Mit der Wahl des richtigen Verlaufs
erzielen Sie dreidimensionale Wirkungen.
Paint Shop Pro 4
bietet keine Werkzeuge, um dreidimensionale Objekte di-rekt
anzulegen. Mit ein paar Handgriffen lassen sich jedoch einfache
3D-Ef-fekte auch mit diesem Programm erzeugen. Legen Sie dazu mit
der Schaltfläche Neweine neue Grafik an. Im Dialog stellen
Sie eine Größe von 200 x 200 Pixeln ein und wählen
White als Background Color. Aktivieren Sie das Werkzeug Shapes,
stellen Sie als Form Circle ein, und zeichnen Sie einen Kreis im
leeren Dateifenster. Mit Hilfe eines Füllverlaufs weisen Sie
nun den gewünschten 3D-Effekt zu. Entscheidend ist, daß
Sie eine möglichst helle Vordergrundfarbe wie Weiß oder
Gelb sowie eine kräftige Hinter-grundfarbe verwenden,
beispielsweise Dunkelblau. Zur Einstellung benutzen Sie die
Schaltflächen unterhalb der Farbpalette rechts Anschließend
aktivieren Sie das Werkzeug Flood Fill, stellen im Listenfeld
Tolerance den Wert 10 ein und weisen als Fill Style die Option
Sunburst Gradient zu. Klicken Sie auf die Schaltfläche
Options, und stellen Sie im Dialog jeweils 25 Prozent für die
vertikale und horizontale Achse ein. Mit OK übernehmen Sie
die Änderung. Wenn Sie jetzt in den Kreis klicken, sorgt der
Verlauf für den gewünschten Kugeleffekt.
Reparieren durch Kopieren
So reparieren Sie defekte
Klangstellen, die sich nur in einem Kanal befinden.
Weist eine
Stereo-Sounddatei Störungen in einem Kanal auf, lassen sich
diese oft korrigieren, indem Sie einen intakten Soundschnipsel aus
dem anderen Kanal über die fehlerhafte Stelle kopieren.
CoolEdit führt solche Operationen sehr präzise aus.
Markieren Sie dazu mit gedrückter Maustaste in beiden Kanälen
den fehlerhaften Bereich der Wave-Datei. Klicken Sie auf die
Zoomtaste, um den markierten Bereich größer
darzustellen. Mit der rechten Maustaste läßt sich die
Markierung beiderseitig erweitern oder verkleinern, um die Auswahl
exakt anzupassen. Blenden Sie den Kanal aus, der die schadhafte
Stelle enthält. Handelt es sich um den rechten Kanal,
schalten Sie die Option Right Channel im Menü View aus. Mit
Edit/Copy übernehmen Sie die intakte Stelle aus dem anderen
Kanal in die Zwischenablage. Danach zeigen Sie mit Hilfe des
View-Menüs ausschließlich den fehlerhaften Kanal an. In
diesem Beispiel schalten Sie dazu die Option Right Channel wieder
ein und Left Channel aus. Wenn Sie den Befehl Edit/Paste benutzen,
ersetzt Cool-Edit die fehlerhafte Stelle durch das intakte Pendant
aus dem anderen Kanal.
Rauschfreie Zonen
Durch selektive Höhenabsenkung
entfernen Sie Rauschen ohne große Klangverluste.
Cool
Edit stellt Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung,
um Mu-sikstücke von Störgeräuschen zu befreien. Bei
der gängigen Methode wenden Sie das Noise Reduction-Werkzeug
auf die gesamte wav-Datei an. Da sich dies jedoch
klangverschlechternd auswirkt, ist es besser, ausschließlich
die leisen Stellen einer Audiodatei, in denen das Rauschen hörbar
ist, mit einem Filter zur Höhenabsenkung zu behandeln. Für
dieses selektive Filtern markieren Sie eine leise Passage in der
wav-Datei und verwenden den Befehl Transform/Fil-ters/ FFT Filter.
Im Dialog aktivieren Sie in der Liste Graphic Presets den Eintrag
Treble Reduce mit einem Doppelklick. Der Kurvenverlauf im
Liniendiagramm zeigt an, welche Änderungen der Filter in den
einzelnen Frequenzberei- chen vornimmt. Die Kurve und damit die
Charakteristik des Filters läßt sich durch Verschieben
der Markierungs-punkte nach Belieben ändern. Zusätzliche
Markierungspunkte fügen Sie bei Bedarf per Mausklick auf die
Kurve hinzu. Den Wirkungsgrad beeinflussen Sie, indem Sie die
db-Werte in den Feldern rechts neben dem Diagramm verändern.
So verstärken beispielsweise die Werte 20 und -20 den Effekt.
Mit OK wenden Sie den Filter an.
Leiser Beginn
Ein dynamischer Filter sorgt für perfekte
Rauschunterdrückung am Anfang eines Musikstücks.
Manche
Musikstücke beginnen sehr leise und werden allmählich
lauter. Um in solchen Fällen eine optimale
Rauschunterdrückung zu erzielen, setzen Sie einen dynamischen
Filter zur Höhenabsenkung ein. Dynamisch bedeutet, daß
sich der Wirkungsgrad des Filters während der Anwendung
ändert, bei-spielsweise ständig abnimmt. Dies reduziert
die Klangverschlechterung auf ein Minimum und vermeidet einen
harten Übergang zwischen der gefilterten und der
unbehandelten Passage. Markieren Sie dazu die gewünschte
Passage am Anfang der wav-Dateien, und wählen Sie den Befehl
Transform/ Filters/FFT Filter. Im Dialog aktivieren Sie Treble
Reduce per Doppelklick. Damit der Filter dynamisch arbeitet,
schalten Sie die Option Lock to Constant Filter (disable) aus und
wählen View Final. Klicken Sie auf Flat, und ziehen Sie den
rechten Markierungspunkt der Linie auf die 0 dB-Marke. Damit legen
Sie fest, daß dieser Filter am Ende des markierten
Audiobereichs nichts mehr am Originalsignal ändert. Mit OK
wenden Sie den Filter an. Den exakten Wirkungsverlauf des Filters
zwischen den beiden Einstellungen View Initial Filter Graph und
View Final ändern Sie auf Wunsch mit Hilfe eines
Liniendiagramms, das Sie mit der Schaltfläche Transition
Curve aufrufen. Die Voreinstellung sorgt hier für eine
degressive Rauschunterdrückung, die sich fließend
abschwächt.
Sanftes Entrauschen
So setzen Sie die Rauschunterdrückung
optimal ein, um Qualitätsverluste zu vermeiden.
CoolEdit
eignet sich hervorragend dazu, störendes Rauschen aus
Musikauf-nahmen zu entfernen. Bei einer vollständigen
Unterdrückung des Störgeräuschpegels klingt das
Resultat allerdings meist hohl und leblos. Zudem werden der Musik
störende Geräusche beigemischt, beispielsweise
"blubbernde" Effekte. Bei stark verrauschten Originalen
haben sich in der Praxis Einstellungen um die 70 Prozent bewährt.
Um diese Einstellung vorzunehmen, benutzen Sie den Befehl
Transform/NoiseReduction. Legen Sie zunächst ein Noise
Profile an, oder benutzen Sie die Schaltfläche Load Profile,
um ein Rauschprofil zu laden. Stellen Sie den Regler Noise
Reduction Level auf einen Wert wie 70 Prozent ein. Restrauschen
läßt sich selektiv mit Hilfe eines Hochpassfilters
mindern.
Initiale erzeugen
Mit Hilfe von Initialen verleihen Sie
anspruchsvollen Dokumenten den letzten Schliff.
Texte im
Zeitungslayout wirken professioneller, wenn Sie den ersten
Buchstaben des Fließtextes optisch als Initial hervorheben.
Dazu plazieren Sie den Cursor in dem Absatz, der das
Initialzeichen enthalten soll. Benutzen Sie den Befehl
Format/Absatz, und wählen Sie das Register Initialen aus.
Hier schalten Sie die Option Initialen anzeigen ein. Im ersten
Feld stellen Sie ein, auf wie viele Zeichen sich das Initialformat
auswirken soll. Entsprechend legen Sie unter Zeilen fest, wie hoch
das Initial werden soll. Über das Listenfeld Abstand zum Text
fügen Sie außerdem einen definierten Freiraum hinter
dem Initial ein. Zusätzlich können Sie eine vorhandene
Formatvorlage benutzen, indem Sie beispielsweise im Listenfeld
Zeichenvorlage die Option Initialenzeichen auswählen. Mit OK
legen Sie die Initiale an. Damit dies funktioniert, muß der
Absatz mindestens zwei Zeilen umfassen.
Cookies verbieten
So verhindern Sie, daß
Internet-Server Cookies von Ihrer Festplatte lesen. Beim Surfen
durch das Internet versuchen viele Seiten, Cookies auf Ihrem
Rechner zu speichern. Mit Hilfe dieser kleinen Infodateien kann
der Host bestimmte Informationen später wieder abfragen.
Falls Sie den Online-Keksen skeptisch gegenüberstehen,
verbieten Sie die Übertragung der Cookies in Star-Office.
Benutzen Sie dazu den Befehl Extras/ Optionen/Browser, und wählen
Sie im Dialog das Register Cookies aus. Hier schalten Sie die
Option Ignorieren ein und schließen mit OKab. StarOffice
unterbindet von nun an alle Rückmeldungen von Cookies. Diese
werden zwar auf Ihrem Rechner abgelegt, lassen sich aber nicht
mehr vom Server lesen. Beachten Sie jedoch, daß Cookies in
einigen Fällen zwingend benötigt werden. Beispielsweise
funktionieren Warenkorbsysteme nur mit Cookies. Mit der Option
Übermitteln im Register Cookies schalten Sie die Funktion bei
Bedarf wieder ein.
Individueller Blocksatz
StarOffice erlaubt die individuelle
Ausrichtung der letzten Zeile im Blocksatz.
Texte wirken
optisch oft besser, wenn sie im Blocksatz gesetzt sind (rechts-und
linksbündig). Zum Feintuning bietet
StarOffice an, die
letzte Zeile im Blocksatz für jeden Absatz individuell
auszurichten. Dazu markieren Sie die gewünschten Absätze
im Text. Benutzen Sie den Befehl Format/Absatz, und wählen
Sie im Dialog das Register Ausrichtung. Hier aktivieren Sie die
Option Blocksatz. Im Listenfeld Letzte Zeile legen Sie fest, ob
die Schlußzeile des Absatzes Links, Zentriert oder im
Blocksatz gesetzt werden soll. Die Option Letztes Wort austreiben
dient zusätzlich dazu, ein einzelnes Wort in einer Zeile über
die gesamte Zeile auszudehnen. StarOffice vergrößert
dazu die Abstände zwischen den einzelnen Buchstaben des
Worts. Diese Option funktioniert nur, wenn das einzelne Wort mit
einer Absatzendemarke abgeschlossen wird. Voraussetzung ist
außerdem, daß Sie im Listenfeld Letzte Zeile des
Dialogs Format/Absatz die Option Blocksatz eingestellt haben.
Internet-Cache löschen
Sorgen Sie für mehr
Speicherplatz, indem Sie den Festplatten-Cache leeren.
Wenn Sie
mit dem StarOffice durch das Internet surfen, werden die
besuch-ten Seiten in einem Cache-Speicher auf der Festplatte Ihres
PC abgelegt. Rufen Sie später eine bereits besuchte Web-Seite
erneut auf, verwendet das StarOffice die hier gespeicherten Bilder
und Objekte dieser Seite, anstatt diese nochmals vom Web-Server zu
laden. Dies beschleunigt die Anzeige erheblich. Wird die
Festplatte allerdings zu voll, leeren Sie diesen Speicher, um
wieder mehr Platz zu schaffen. Benutzen Sie dazu im StarOffice die
Befehlsfolge Extras/Optionen/Browser, und wählen Sie im
Dialog das Register bzw. bei Version 5.1 den Ordner Cache aus. Um
die im Cache enthaltenen Daten zu entfernen, klicken Sie auf die
Schaltfläche Löschen neben dem Feld Festplattencache.
Damit leeren Sie das temporäre Verzeichnis für
Internet-Dokumente. Durch eine Änderung des Werts im Feld
kByte passen Sie außerdem die maximale Größe des
Festplatten-Cache wunschgemäß an. Wird dieser Wert
überschritten, löscht das StarOffice automatisch die
ältesten Dateien, die sich im Festplatten-Cache befinden.
Übliche Cache-Größen bewegen sich im Bereich von
fünf bis 20 MByte.
Textrahmen verketten
Durch verknüpfte Textrahmen
erstellen Sie im StarWriter anspruchsvolle Layouts.
Wollen Sie
eine Seite mit Grafik und Text gestalten, kommen Sie am
schnellsten mit Textrahmen zum Ziel. Um den Text fortlaufend
fließen zu lassen, läßt er sich auf mehrere
Rahmen verteilen. Seit der Version 5.0 bietet StarWriter die
Funktion Textverkettung, bei der Sie dem Programm die Reihenfolge
der Textkästen mitteilen und der Text sich automatisch auf
diese Rahmen verteilt. Auf diese Weise wird es erheblich
einfacher, Text- und Bildelemente exakt auszurichten oder den Text
nach einem Textkasten präzise weiterlaufen zu lassen. Um
einen vorhandenen Text auf mehrere Rahmen aufzuteilen, legen Sie
zunächst mit dem Befehl Einfügen/Rahmen einen leeren
Rahmen im Dokument an. Über die Zwischenablage fügen Sie
dort den gewünschten Textbereich ein. Anschließend
legen Sie wie beschrieben einen zweiten Leerrahmen an. Wählen
Sie den Rahmen aus, der den Text enthält, betätigen Sie
die Schaltfläche Verkettung (mit dem Kettensymbol) auf der
Objektleiste, und klicken Sie in den zweiten, noch leeren Rahmen.
Star-Writer verteilt den Text automatisch auf beide Rahmen und
zeigt über eine Hilfslinie an, daß diese verbunden
sind. Entsprechend verknüpfen Sie weitere leere Rahmen mit
dem jeweils letzten Textrahmen einer Kette. Beachten Sie, daß
die Verkettung nur funktioniert, wenn der Zielrahmen leer ist und
noch nicht verkettet wurde. Zum Schluß skalieren Sie die
einzelnen Rahmen auf die gewünschte Größe und
plazieren sie im Dokument. Um eine vorhandene Verkettung wieder
aufzuheben, wählen Sie den Vorgängerrahmen aus und
klicken auf die Schaltfläche Verkettung lösen ganz
rechts in der Objektleiste.
Navigator goes Office
Über die Systemsteuerungnutzen
Sie den Netscape Navigator als Internet-Browser von MS Office 97.
Standardmäßig verwendet MS Office 97 den Internet
Explorer als Web-Browser. Falls Sie lieber mit dem Netscape
Navigator arbeiten, registrieren Sie ihn als Standard-Browser von
Windows 95/98, um ihn zusammen mit MS Office zu nutzen. Öffnen
Sie im Order Systemsteuerung das Symbol Internet. Im Dialog wählen
Sie das Register Programme aus, schalten die Option Auf Internet
Explorer als Standard-Browser überprüfen ein und
schließen mit OK ab. Dann starten Sie den Netscape
Navigator. Es erscheint eine Abfrage, ob Sie dieses Programm als
Standard-Browser registrieren möchten. Klicken Sie auf Ja.
Von nun an wird der Navigator automatisch gestartet, wenn Sie aus
den MS-Office-Anwendungen eine Internet-Funktion betätigen.
Allerdings gibt es einige Einschränkungen: So werden die mit
dem Navigator gesammelten Bookmarks nicht in das Favoriten-Menü
von MS Office übernommen. Grundsätzlich müssen Sie
alle Konfigurationen (beispielsweise die Angabe der gewünschte
Startseite) in beiden Programmen separat vornehmen.
Cache-Statistik
Der Navigator informiert Sie auf Wunsch
über die Auslastung des Cache-Speichers.
Bei intensiver
Internet-Nutzung ist es interessant zu wissen, wie voll der lokale
Cache-Zwischenspeicher derzeit ist. Der Netscape Navigator bewahrt
Bilder und andere Objekte der zuletzt besuchten Seiten auf, um die
Anzeige beim erneuten Besuch zu beschleunigen. Mit Hilfe des
about:-Befehls erhalten Sie verschiedene Infos zum Cache direkt im
Hauptbildschirm des Navigator. Um beispielsweise zu erfahren, wie
der Festplattencache ausgelastet ist, geben Sie in das Feld
Adresse den Befehl
about:cache
ein und drücken die
Taste [Enter]. Im Hauptfenster erscheinen nun Angaben zum
maximalen und aktuell genutzten Speicherplatz sowie zur Anzahl der
im Cache enthaltenen Dateien. Zusätzlich zeigt der Navigator
eine Liste der Dateien im Cache an. Weitere Informationen erhalten
Sie mit folgenden Befehlszusätzen:
about:image-cache
liefert Infos zu den Grafiken im temporären
Speicher,
about:memory-cache
gibt eine Statistik zum
Speicher-Cache aus, und mit
about:global
rufen Sie die
History-Liste der zuletzt geladenen Objekte auf.
Download von Web-Seiten
So übertragen Sie komplette
Web-Seiten mit allen Elementen auf Ihren PC.
Oft ist es
wünschenswert, eine Site vollständig mit allen Grafiken
auf Ihrem PC zu speichern, um sie offline in aller Ruhe zu
betrachten. Die mühsame Arbeit, alle Bilder einzeln mit dem
Befehl Grafik speichern unter im Kontextmenü zu sichern,
sparen Sie sich: Mit Hilfe des Zusatzprogramms Composer erledigt
der Netscape Navigator dies automatisch. Prüfen Sie zunächst,
ob der Befehl Composer im Menü Communicator des Netscape
Navigator zur Verfügung steht. Ist dies nicht der Fall,
installieren Sie den Composer mit Hilfe des Setup-Programms nach.
Um eine komplette Web-Seite einzufangen, laden Sie diese im
Navigator und wählen den Befehl Datei/Seite bearbeiten. Die
Seite erscheint nun im Composer zum Bearbeiten von
Internet-Seiten. Sobald hier alle Grafiken geladen sind, benutzen
Sie den Befehl Datei/Speichern unter. Im Dialog vergeben Sie einen
Dateinamen und speichern die Seite in einem beliebigen
Verzeichnis. Alle zu dieser Seite gehörenden Dateien werden
damit in dieses Verzeichnis übertragen. Das Ergebnis ist eine
HTML-Datei mit dem von Ihnen vergebenen Namen, die sich in jedem
Browser öffnen läßt. Eine kleine Abweichung ist zu
beachten, wenn Sie Web-Seiten mit Frames empfangen. Hier laden Sie
die gewünschte Sub-Seite in das Hauptfenster des Frames,
klicken diese an und benutzen im Navigator den Befehl Datei/Rahmen
bearbeiten. Der Rest funktioniert wie beschrieben. Der Befehl
Seite bearbeiten lädt hier die Startseite des Frames in den
Composer, die meist nur Steuerinformationen enthält. Leider
lassen sich mit der beschriebenen Methode keine kompletten Frames
speichern, sondern nur einzelne Seiten. Dies genügt jedoch in
den meisten Fällen, da sich in den anderen Frame-Fenstern
meist nur Navigations-elemente oder Werbebanner befinden.
Automatische Restaurierung
Mit dem Filter Buildervon Dart
Pro automatisieren Sie die Restaurierung von Audiodateien.
Knackser und Rauschen bei aufgenommenen Vinyl-LPs oder
Musikkasetten müssen nicht sein. Mit Dart Pro lassen sich
alte Musikaufnahmen am PC klanglich verbessern: egal, ob es sich
um das Entfernen von Knackgeräuschen oder Rauschen handelt.
Normalerweise entfernen Sie zunächst die Kratzer mit dem
Werkzeug DeClick und senken dann den Rauschpegel mit DeHiss oder
DeNoise. Unter Umständen wenden Sie anschließend noch
weitere Filter an, beispielsweise Low-Pass, um hohe Frequenzen
abzuschneiden und so das Rauschen weiter zu vermindern. Anstatt
alle Maßnahmen einzeln nacheinander durchzuführen,
nutzen Sie den Filter Builder, um die Abläufe automatisch in
einem Durchgang auf jede Audiodatei anzuwenden. Wählen Sie
dazu Restore/Filter Builder. Im Dialog suchen Sie sich im
Listenfeld unter dem Feld Info einen geeigneten Standardfilter
aus. Die Werkzeuge erscheinen in der Reihenfolge ihrer Abarbeitung
im Hauptfenster des Dialogs. Um einen zusätzlichen Baustein
zu übernehmen, markieren Sie das gewünschte Werkzeug in
der Tools-Liste. Klicken Sie auf die Schaltfläche Insert, und
zeigen Sie in der Filterliste auf die Stelle, an der das Werkzeug
eingefügt werden soll. Ein grüner Punkt zeigt die
aktuelle Einfügeposition an. Klicken Sie auf den grünen
Punkt an der gewünschte Stelle in der Liste, um den Filter zu
integrieren. Wiederholen Sie dies, bis alle gewünschten
Bausteine eingefügt sind. Wenn die Filterfolge fertig ist,
tragen Sie in das Info-Fenster eine Beschreibung Ihres Filters
ein. Mit der Rename-Schaltfläche geben Sie einen Namen für
den Filter ein und klicken auf OK. Um Ihre Kreation anzuwenden,
stellen Sie zunächst die Parameter in den Dialogen der
verwendeten Werkzeuge optimal ein. Dann benutzen Sie den Befehl
Restore/My Filter, wählen im Dialog Ihren selbsterstellten
Filter aus und starten die Restaurierung mit Process.
Rückwärts reparieren
Mit der Reverse-Funktion
verbessern Sie die Restaurierung von Audiodateien.
Bei der
Restaurierung von Audiodateien erzielen Sie durch eine
Rückwärts-verarbeitung (Reverse) in vielen Fällen
bessere Ergebnisse beim Entfernen von Kratzern und anderen
Störgeräuschen. Die Umkehrung des Audiosignals versetzt
das Modul DeClick in die Lage, Knackser mit weichen, runden
Anfangsspitzen und scharfen Endspitzen besser zu erkennen und
zuverlässiger zu eliminieren. Wenn Sie mit dem Ergebnis des
Standarddurchlaufs von DeClick nicht zufrieden sind, wenden Sie
deshalb zunächst die Reverse-Funktion auf die Audiodatei an.
Wählen Sie Toolbox/Reverse, und bestätigen Sie die
Abfrage, ob die gesamte Sounddatei umgewandelt werden soll, mit
Ja. Anschließend starten Sie DeClick mit [F2], registrieren
die Audiodatei und ermitteln mit Hilfe der Schaltfläche Test
im DeClick-Dialog die optimalen Einstellungen, um alle
Störgeräusche zu entfernen. Mit Close kommen Sie zum
Hauptdialog von DeClick zurück. Hier starten Sie die
Säuberung mit Process. Wenn DeClick fertig ist, drehen Sie
die gesamte Audiodatei mit dem Befehl Toolbox/ Reverse wieder
richtig herum.
Behutsam säubern
Schalten Sie überflüssige
Filter aus, die zu Lasten der Musikqualität gehen.
Beim
Restaurieren von Audiodateien garantieren die
Standardeinstellungen von Dart Pro nicht in jedem Fall optimale
Säuberungsergebnisse. So sorgen die Voreinstellungen im
DeClick-Dialog von Dart dafür, daß neben Kratzern und
Knacksern auch andere Störgeräusche wie
Breitbandrauschen unterdrückt werden. Da eine
Rauschunterdrückung immer die Qualität des
Ori-ginalsignals mindert, sollten Sie diese Filter bei nicht
verrauschtem Material ausschalten. Dazu dient der Befehl
Re-store/DeClick. Registrieren Sie die Sounddatei. Im
DeClick-Dialog klicken Sie zunächst auf die Schaltfläche
Test. Anschließend schalten Sie im Dialog Test Run die
Optionen Smoothing und Postfiltering aus, um die Filter zur
Rauschunterdrückung zu deaktivieren. Im Listenfeld Outlier
Detection stellen Sie die Option very small ein und führen
mit den Schalt-flächen Play Source und Play Result einen
Testvergleich durch. Falls noch Knackser zu hören sind,
erhöhen Sie den Wert für die Outlier detection
schrittweise mit Hilfe des Schiebereglers und kontrollieren die
Änderung mit Play result, bis Sie mit dem Resultat zufrieden
sind. Anschließend klicken Sie auf Close und führen die
Säuberung mit Process im DeClick-Dialog durch. Dart Pro
entfernt nun ausschließlich Knackser, so daß sich die
Qualitätseinbußen auf ein erträgliches Maß
reduzieren. Da der zweite Filterungsschritt zum Entfernen des
Bandrauschens entfällt, restauriert Dart schneller als bei
den Standardein-stellungen.
Eingebaute Suche
Das Betrachterprogramm QuickView bietet
eine Suchfunktion für Textdokumente.
Wenn Sie Texte mit
QuickView Plus anzeigen, stellt Ihnen das Programm eine
integrierte Suchfunktion zur Verfügung. Laden Sie dazu eine
Textdatei in den Betrachter, beispielsweise mit dem Befehl Quick
View Plus im Kontextmenü des Windows Explorer. Im
Programmfenster geben Sie den gewünschten Suchbegriff in das
Listenfeld Text suchen ein und drücken [Enter]. Falls der
Suchbegriff im Dokument enthalten ist, markiert Quick View Plus
den ersten Treffer. Um weitere Fundstellen anzuzeigen, klicken Sie
auf die Schaltfläche Nächstes suchen, oder Sie drücken
[F3]. Mit der Schaltfläche Vorheriges suchen oder mit
[Umschalt-F3] durchsuchen Sie das Dokument in umgekehrter
Richtung. Standardmäßig führt Quick View Plus eine
Teilzeichen-suche durch, so daß Zeichenfolgen auch innerhalb
von Wörtern markiert werden. Um die Suche auf ganze Wörter
zu beschränken, geben Sie im Listenfeld je ein Leerzeichen
vor und nach dem Suchbegriff ein.
Lesezeichen auf Unterseiten
So legen Sie direkte Lesezeichen
auf Unterseiten an, die sich in Frames befinden.
Internet-Seiten,
die als mehrteilige Frames gestaltet sind, bieten nicht nur
Vorteile. Lästig ist es beispielsweise, daß sich
Lesezeichen hier normalerweise nur als Verweise auf die Hauptseite
des Frames setzen lassen. Neuere Browser wie der Netscape
Navigator 4.0x ermöglichen es jedoch, auch Unterseiten in
Frames in die Bookmark-Liste aufzunehmen. Laden Sie dazu die
gewünschte Seite, und klicken Sie mit der rechten Maustaste
in den Frame, in dem die Seite angezeigt wird. Wenn Sie nun im
Kontextmenü den Befehl Lesezeichen hinzufügen benutzen,
wird die entsprechende URL als Lesezeichen gespeichert. Die Seite
läßt sich damit direkt aus der Lesezeichen-Liste
aufrufen. Ähnlich funktioniert dies auch im Internet Explorer
ab Version 4.0. Hier wählen Sie im Kontextmenü des
Frame-Fensters den Befehl Zu Favoriten hinzufügen. Das hat
den Vorteil, daß Sie diese URLs direkt ansteuern können.
Dadurch erscheinen sie nicht in einem Frame, sondern Sie können
sie in Ganzseitendarstellung im Browser betrachten.
Nur News, bitte!
Wenn Sie Outlook Express nur als Newsreader
nutzen, schalten Sie die E-Mail-Funktionen ab.
Manchmal kann
die kleine Schwester mehr als die große: Outlook enthält
kei-nen Newsreader, Outlook Express schon. Daher setzen viele
Anwender beide Programme parallel ein, wobei Outlook für
E-Mails zuständig ist. Outlook Express verwenden Sie, um in
Newsgroups zu stöbern. In dieser Konstel-lation empfiehlt es
sich, die E-Mail-Funktionen von Outlook Express abzu-schalten, um
sicherzustellen, daß Sie alle Nachrichten mit dem großen
Outlook verwalten. Dazu starten Sie Outlook Express mit dem
Parameter /newsonly. Um dies dauerhaft einzurichten, benutzen Sie
im Kontextmenü der Verknüpfungsdatei Outlook Express.lnk
den Befehl Eigenschaften. Diese Datei finden Sie im Verzeichnis
Ihres Start-Menüs. Im Register Verknüpfung des
Eigenschaften-Dialogs tragen Sie im Feld Ziel hinter dem
DOS-Befehl zum Aufruf des Programms den Parameter /newsonly ein.
Dies sieht standardmäßig so aus:
"C:\Programme\Outlook
Express \MSINM.EXE" /newsonly
Wichtig ist, daß der
Hauptbefehl vor dem Parameter in Anführungszeichen steht. Mit
OK übernehmen Sie die Änderung. Wenn Sie anschließend
Outlook Express über diese Verknüpfung aufrufen, sind
alle E-Mail-Funktionen deaktiviert. Der Ordner Posteingang steht
damit nicht mehr zur Verfügung.
Sender ändern
So wechseln Sie die E-Mail-Adresse, mit
der Nachrichten gesendet werden.
Outlook Express verwaltet auf
Wunsch mehrere E-Mail-Konten, so daß sich Nachrichten von
mehreren E-Mail-Accounts in einem Rutsch abholen lassen. Sie
versenden Nachrichten natürlich immer nur unter einer
Adresse. Sie können allerdings wählen, welches
E-Mail-Konto diese Funktion übernimmt. Im Menü
Extras/Senden und Empfangen kennzeichnet Outlook Express das
sendefähige E-Mail-Konto durch den Zusatz Standard. Falls Sie
die Adresse wechseln möchten, unter der Sie E-Mails
verschicken, weisen Sie einer anderen E-Mail-Adresse das Attribut
Standard zu. Dazu benutzen Sie den Befehl Extras/ Konten. Im
Dialog Internetkonten erscheinen nun im Register E-Mail die
verfügbaren E-Mail-Accounts. Wählen Sie hier das
gewünschte Konto aus, und betätigen Sie die Schaltfläche
Als Standard. Wenn Sie anschließend neue Nachrichten
schreiben und den Befehl Extras/Senden und empfangen/Alle Konten
aufrufen, wird die Nachricht unter der gewünschten
E-Mail-Adresse verschickt.
Offline-Newsreader
Sie sparen bares Geld, indem Sie neue
Nachrichten aus Newsgroups offline betrachten.
Outlook Express
zeigt den Inhalt neuer Nachrichten in Newsgroups standardmäßig
nur an, wenn eine Online-Verbindung besteht. Bei Newsgroups, die
Sie besonders interessieren, sparen Sie durch gezieltes
Offline-Reading Telefon- und Online-Gebühren. Dazu lassen Sie
Outlook Express zunächst alle neuen Nachrichten auf Ihren
lokalen PC übertragen. Anschließend sichten Sie die
Texte in aller Ruhe und ohne laufende Kosten. Das Offline-Reading
läßt sich separat für jede abonnierte Newsgroup
durchführen. Dazu öffnen Sie im Fenster Ordner den
übergeordneten News-Server-Eintrag und wählen darunter
die gewünschte Newsgroup per Mausklick aus. Benutzen Sie nun
den Befehl Extras/Newsgroup synchronisieren. Im gleichnamigen
Dialog schalten Sie die Checkbox Folgende Objekte abrufen ein.
Beim ersten Download wählen Sie darunter die Option Alle
Nachrichten, bei allen folgenden Sitzungen Nur neue Nachrichten.
Ist die zweite Option gewählt, überträgt Outlook
Express gezielt nur Nachrichten, die seit der letzten
Synchronisierung neu hinzugekommen sind. Wenn Sie im Dialog auf OK
klicken, stellt Outlook Express eine Online-Verbindung her und
überträgt die Nachrichten auf Ihren PC. Danach beenden
Sie die Verbindung. Um die übertragenen Nachrichten
anzuzeigen, aktivieren Sie den Befehl Offlinebetrieb im
Datei-Menü. Dann klicken Sie auf den Kopftext im oberen
Fenster, und Outlook Express zeigt den Nachrichtenext im Fenster
darunter an.
Kollektiver News-Download
So laden Sie beliebig viele
Newsgroups in einem Arbeitsgang aus dem Internet.
Das
Offline-Reading von Newsgroups spart Zeit und Geld. Wenn Sie mit
einer überschaubaren Zahl von Newsgroups arbeiten, lassen Sie
diese komplett in einer Sitzung auf den lokalen Rechner übertragen
und auf den neuesten Stand bringen. Markieren Sie zunächst
alle Newsgroups, deren Inhalte offline verfügbar sein sollen.
Wählen Sie dazu den übergeordneten Newsgroup-Ordner im
linken Fenster aus. Im rechten Fenster sehen Sie nun eine Liste
der abonnierten News-groups. Hier schalten Sie die Häkchen
aller Newsgroups ein, die beim Download berücksichtigt werden
sollen. Standardmäßig ist der Übertragungsmodus
Nur neue Nachrichten eingestellt. Um den Modus zu ändern,
klicken Sie einen Eintrag mit der rechten Maustaste an. Im
Untermenü Einstellungen synchronisieren wählen Sie die
gewünschte Option, beispielsweise Alle Nachrichten. Diese
Einstellung müssen Sie separat für jede Newsgroup
vornehmen. Mit einem Klick auf die Schaltfläche Konto
synchronisieren oben im rechten Fenster führen Sie den
Komplett-Download durch. Outlook Express überträgt nun
die Inhalte unter Berücksichtigung der festgelegten
Übertragungsmodi aus allen markierten Newsgroups.
Rahmen in Serie
So legen Sie beliebig viele Rahmen des
gleichen Typs an.
Möchten Sie im MS Publisher mehrere
Objektrahmen gleichen Typs erzeugen, brauchen Sie nicht für
jeden Rahmen das entsprechende Symbol neu zu aktivieren. Halten
Sie statt dessen ein-fach die [Strg]-Taste fest, klicken Sie das
gewünschte Rahmensymbol in der Werkzeugleiste links an, und
lassen Sie die [Strg]-Taste los. Nun bleibt das gewählte
Rahmensymbol dauerhaft aktiviert, und Sie kön-nen
nacheinander beliebig viele Rahmen des ausgewählten Typs
aufziehen. Um das Rahmenwerkzeug wieder zu deaktivieren, klicken
Sie auf das Auswahlsymbol oben in der Werkzeugleiste, oder Sie
drücken die [Esc]-Taste.
Absätze tiefer legen
Eine Tastenkombination rückt
Textabsätze blitzschnell nach unten.
Texte wirken
übersichtlicher und sind besser lesbar, wenn Sie die Abstände
zwischen den einzelnen Absätzen etwas vergrößern.
Dabei ist es nicht in jedem Fall nötig, solche Abstände
mit dem Befehl Format/Absatz zuzuweisen. Viel schneller geht es
mit der Tastenkombination [Strg-0], die automatisch den Absatz, in
dem sich der Cursor befindet, um 12 Punkt nach unten rückt.
Wiederholen Sie die Tastenkombination an gleicher Stelle, machen
Sie die Aktion rückgängig.
Web-Seiten prüfen
Auf Wunsch durchsucht der Navigator
Web-Seiten automatisch auf Änderungen.
Wenn Sie aktuelle
Web-Seiten besu-chen, erfahren Sie oft nichts Neues, da sich der
Inhalt dieser Seiten seit Ihrem letzten Besuch nicht geändert
hat. Hier hilft Ihnen eine versteckte Zusatzfunktion des Netscape
Navigator, die ausgewählte Links daraufhin überprüft,
ob sich diese Seiten seit Ihrem letzten Besuch verändert
haben. Um diese Funktion aufzurufen, benutzen Sie zunächst
den Befehl Communicator/Lesezeichen/Lesezeichen bearbeiten oder
alternativ die Tastenkombination [Strg-B]. Nun erscheint ein
Fenster mit Ihrer Lesezeichenliste. Wählen Sie hier per
Mausklick bei gedrückter [Strg]-Taste alle Einträge aus,
die Sie überprüfen wollen. Anschließend benutzen
Sie in diesem Fenster den Befehl Ansicht/Lesezeichen
aktualisieren. Im Dialog Neuigkeiten wählen Sie die Option
Ausgewählten Lesezeichen aus und klicken auf Suche starten.
Den Fortlauf der Überprüfung zeigt Ihnen nun der Dialog
Auf veränderte Lesezeichen prüfen an. Anschließend
erhalten Sie eine Zusammenfassung, wie viele Dokumente geprüft
wurden und wie viele davon Änderungen enthalten. Die
geänderten Links sind im Lesezeichenfenster mit speziellen
Symbolen markiert, die einen hellblauen Doppelstrich im
schräggestellten grünen Balken enthalten. Taucht ein
Fragezeichen im Symbol auf, konnte der Navigator nicht eindeutig
feststel-len, ob die Seite verändert wurde.
E-Mail-Paßwort speichern
Umgehen Sie die umständliche
Paßwortabfrage beim Abholen von E-Mails.
Standardmäßig
fragt das Programm Messenger jedesmal Ihr E-Mail-Paßwort ab,
wenn Sie Ihren Mail-Briefkasten auf neue Eingänge überprüfen.
Falls Ihnen dies zu lästig ist, veranlassen Sie Messenger,
das Paßwort automatisch zu übergeben. Benutzen Sie dazu
im Communicator den Befehl Bearbeiten/Einstellungen. Im Dialog
öffnen Sie links den Ordner Mail & Diskussionsforen und
klicken die Kategorie Mail-Server an. Wählen Sie Ihr
E-Mail-Profil im Fenster Server für eingehende Mail aus, und
klicken Sie auf Bearbeiten. Im Dialog Eigenschaften des
Mail-Servers schalten Sie im Register Allgemein die Option
Kennwort speichern ein und schließen mit zweimaligem OK ab.
Starten Sie Messenger mit [Strg-2], und klicken Sie auf
Nachrichten abrufen. Zunächst erscheint wie gewohnt die
Kennwortabfrage. Geben Sie das E-Mail-Paßwort ein, und
klicken Sie auf OK. Der Communicator speichert jetzt das Paßwort
und wird Sie nicht mehr danach fragen, bis Sie die entsprechende
Option im Dialog Eigenschaften des Mails-Servers wieder
ausschalten.
Selfmade-Buttons
Statten Sie den Navigator mit eigenen
Schaltflächen aus, um noch effektiver zu surfen.
Falls Sie
eine Web-Seite regelmäßig besuchen, lohnt es sich, eine
Schaltfläche im Navigator einzurichten, mit der sich diese
Seite per Mausklick aufrufen läßt. Laden Sie dazu die
gewünschte Seite im Navigator, und klicken Sie auf die
Schaltfläche Lesezeichen. Im Menü benutzen Sie die
Befehlsfolge Lesezeichen ablegen/Ordner "Persönliche
Symbolleiste". Die Persönliche Symbolleiste befindet
sich direkt unter der Leiste mit dem Adreßfeld. Hier
erscheint nun eine neue Schaltfläche mit dem Titel oder
Dateinamen der gewünschten Seite. Noch schneller fügen
Sie hier eine neue Schaltfläche hinzu, indem Sie einen
Hyperlink, der auf die gewünschte Seite verweist, aus einem
Dokument mit gedrückter linker Maustaste direkt auf die
Symbolleiste ziehen. Um die Beschriftung der neuen Schaltfläche
zu ändern, klicken Sie erneut auf die Schaltfläche
Lesezeichen und benutzen den Befehl Lesezeichen bearbeiten. Im
Lesezeichenfenster öffnen Sie den Ordner "Persönliche
Symbolleiste". Die Bookmarks in diesem Ordner entsprechen den
Schaltflächen auf der Symbolleiste. Sie benennen eine
Schaltfläche um, indem Sie das dazu-gehörige Lesezeichen
auswählen und den Befehl Bearbeiten/Lesezeicheneigenschaften
benutzen. Im Feld Name des Dialogs tragen Sie die neue Bezeichnung
ein und schließen mit OK ab. Um eine überflüssige
Schaltfläche zu löschen, wählen Sie das verknüpfte
Bookmark im Lesezeichen-Fenster aus und drücken die
[Entf]-Taste. Die Reihenfolge der Schaltflächen verändern
Sie, indem Sie ein Lesezeichen mit der Maus an die gewünschte
Position in der Liste ziehen.
Neue Lesezeichen sammeln
Richten Sie einen Lesezeichenordner
ein, der neue Bookmarks automatisch aufnimmt.
Wenn Sie den
Navigator intensiv nutzen, wird die Liste der Lesezeichen sehr
schnell voll und damit unübersichtlich. In diesem Fall ist es
oft mühsam, neue Bookmarks in der Liste wiederzufinden, die
Sie in der letzten Online-Sitzung hinzugefügt haben. Abhilfe
schafft hier ein selbst angelegter Lesezeichenordner, der neue
Bookmarks automatisch aufnimmt. Klicken Sie dazu im Navigator auf
die Schaltfläche Lesezeichen, und benutzen Sie den Befehl
Lesezeichen bearbeiten. Im Lesezeichenfenster legen Sie mit
Datei/Neuer Ordner ein neues Verzeichnis an. Tragen Sie im Dialog
als Name Neue Lesezeichen ein, und schließen Sie mit OKab.
Nun klicken Sie den neuen Ordner in der Liste mit der rechten
Maustaste an und aktivieren im Kontextmenü den Befehl Als
Ordner "Neue Lesezeichen" einblenden. Von nun an legt
der Navigator alle neuen Bookmarks zunächst in diesem Ordner
ab, wenn Sie den Befehl Lesezeichen/Lesezeichen hinzufügen
benutzen. Im Lesezeichenfenster können Sie später die
neuen Bookmarks per Drag&Drop auf die passenden Ordner
verteilen.
Sichtfeld vergrößern
Eine Tastenkombination
schafft mehr Platz, um Internet-Seiten zu betrachten.
Viele
Webseiten sehen Sie aufgrund ihrer Größe nur teilweise
im Hauptfenster Ihres Browsers. Stört Sie das ständige
Scrollen nach unten beim Surfen, verschaffen Sie sich mit einem
Trick ein etwas größeres Sichtfeld: Mit der
Tastenkombination [Strg-Alt-S] blenden Sie die Task-Leiste des
Navigators aus. Über das Ansicht-Menü ist dies leider
nicht möglich. Mit der gleichen Tastenkombination zeigen Sie
die Task-Leiste wieder an.
Lesezeichen filtern
Schaffen Sie mehr Übersicht, indem
Sie alle selten benötigten Lesezeichen-Ordner ausblenden.
Die
Lesezeichen-Liste wird im Laufe der Zeit so voll, daß Sie
immer länger nach einem Bookmark suchen müssen. Abhilfe
schaffen Sie hier, indem Sie die wichtigsten Links in einem
eigenen Lesezeichen- Ordner sammeln. Um die Übersicht weiter
zu verbessern und da-mit Zeit zu sparen, zeigen Sie im
Lesezeichen-Menü nur diesen Bookmark-Ordner an, den Sie
brauchen. Alle anderen Ordner werden durch diese Maßnahme
ausgeblendet. Dazu öffnen Sie das Lesezeichen-Fenster mit
[Strg-B], und wählen hier den Ordner aus, der angezeigt
werden soll. Öffnen Sie das Kontextmenü mit einem Klick
der rechten Maustaste auf diesen Ordner, und benutzen Sie hier den
Befehl Als Lesezeichenmenü erstellen. Wenn Sie im Navigator
auf die Lesezeichen- Schaltfläche klicken, zeigt die Liste
nur die Bookmarks in diesem Ordner. Sie können den
angezeigten Ordner jederzeit auf beschriebene Weise wechseln. Um
wieder alle Lesezeichen zu sehen, behandeln Sie im
Lesezeichen-Fenster den obersten Ordner Lesezeichen für ...
entsprechend.
Sicherheitscheck für Seiten
Eine Sicherheitsüberprüfung
unbekannter Seiten vermeidet unliebsame Überraschungen.
Einige
Anbieter lotsen Sie unbemerkt auf Seiten, die Sie nicht
interessieren. Um sich vor unerwünschten Weiterleitungen zu
schützen, empfiehlt sich bei jeder unbekannten Seite ein
kurzer Sicherheitscheck. Dieser informiert Sie unter anderem
darüber, ob die angeforderten Elemente auf dem erwarteten
Server liegen. Laden Sie die Seite, die Sie prüfen möchten.
Klicken Sie auf das Symbol mit dem offenen Vorhängeschloß,
das sich ganz links unten in der Statusleiste befindet. Der
Navigator zeigt in einem Fenster die Sicherheitsinformationen für
diese Seite an. Unter anderem erfahren Sie hier, ob die Seite
verschlüsselt ist oder nicht. Im Bereich Überprüfung
finden Sie die gewünschte Information, von welchem Server die
aktuelle Seite stammt. Vorsicht ist geboten, wenn der hier
angegebene Server nicht mit der verwendeten URL übereinstimmt.
Überprüfen Sie zusätzlich die einzel-nen Elemente
dieser Seite. Dazu benut-zen Sie die Schaltfläche
Seiteninformationen anzeigen. Sie erhalten eine Liste der
enthaltenen Dateien, beispielsweise einzelner Frameseiten und
eingebundener Grafiken. Per Mausklick auf einen Link rufen Sie
detaillierte Infos zu den einzelnen Elementen ab.
Fenster aktivieren
Mit einer Tastenkombination blättern
Sie durch die Liste der aktiven Navigator-Fenster.
Öffnen
Sie beim Surfen nach einander mehrere Fenster, erscheinen
entsprechend viele Schaltflächen auf der Windows- Taskleiste.
In diesem Fall ist es mühsam, eine bestimmte Seite mit
In-formationen wiederzufinden. Sind noch andere Anwendungen
geöffnet, ist die Windows-Taskleiste überfüllt und,
das gesuchte Netscape-Fenster schwieriger zu finden. Benutzen Sie
die Tastenkombination [Strg-Tab], um nacheinander alle geöffneten
Netscape-Fenster zu aktivieren. Mit jedem Tastendruck wechseln Sie
zum nächsten Netscape-Fenster; alle anderen Schaltflächen
auf der
Task-Leiste werden nicht berücksichtigt. Auf diese
Weise finden Sie trotz einer überfüllten Task-Leiste
schnell die gewünschten Informationen.
URL-Liste löschen
Mit einem Trick entfernen Sie alle
URL-Einträge aus der History-Liste des Adressfeldes.
Das
Feld Adresse des Navigator verfügt über eine eigene
History-Liste, die Sie mit dem Pfeil rechts neben dem Feld öffnen.
URL-Adressen, die Sie hier manuell eingeben oder über die
Zwischenablage einfügen, werden automatisch in diese Liste
übernommen. Sie enthält maximal 15 Einträge. Um zu
verhindern, dass jemand anhand dieser Liste nachvollziehen kann,
welche Seiten Sie zuletzt besucht haben, löschen Sie sie.
Dazu beenden Sie den Navigator. Via Dateimanager wechseln Sie ins
Verzeichnis Netscape\Users\ [username]. [username] steht für
den Ordner Ihres Benutzerprofils. Legen Sie eine Sicherheitskopie
der Datei prefs.js an, indem Sie diese unter einem anderen Namen
kopieren. Öffnen Sie die Datei prefs.js mit einem Texteditor,
etwa Notepad. Stellen Sie dazu im Dialog Öffnen von Notepad
unter Dateityp die Option alle Dateien (*.*) ein. Obwohl die
Aussage in der zweiten Zeile der Datei prefs.js empfiehlt, diese
Datei nicht zu editieren, können Sie dies tun, wenn Sie
folgendes berücksichtigen: In der Datei finden Sie die
Einträge für die History-Liste des Adresse-Feldes. Ein
solcher Eintrag kann so aussehen:
user_pref("browser.url_history.
URL_12", "www.pc-magazin.de");
Löschen
Sie alle Einträge dieses Typs, wobei Sie jeweils die
kompletten Zeilen entfernen. Wichtig ist, dass Sie dabei keine
anderen Einträge in dieser Datei löschen, sondern nur
die Zeilen, die das Element browser.url_history.URL enthalten.
Speichern Sie die Änderung, und starten Sie den Navigator.
Anschließend erscheinen die gelöschten URL-Adressen
nicht mehr im Listenfeld Adresse. Sehen Sie hier Einträge,
hat der Navigator diese aus der Registry übernommen. Um diese
Adressen ebenfalls zu entfernen, beenden Sie den Navigator, laden
mit Start/Ausführen/regedit den Registriereditor von Windows
und öffnen
HKEY_CURRENT_User\Software \Netscape\Netscape
Navigator \URL History
Die fraglichen Adressen sind hier den
Schlüsseln URL_1, URL_2 und so weiter zugeordnet. Öffnen
Sie jeden Schlüssel einzeln mit [Enter], löschen Sie
jeweils die URL im Feld Wert des Dialogs Zeichenfolge bearbeiten,
und schließen Sie mit OK ab. Anschließend entfernen
Sie die gleichen Einträge wie beschrieben aus der Datei
prefs.js. Beim nächsten Start erscheint der Navigator mit
einer leeren Liste.
Neuaufbau erzwingen
So stellen Sie sicher, dass der
Navigator immer die aktuellste Version einer Seite anzeigt.
Sie
laden eine Internet-Seite, deren Inhalt sich seit Ihrem letzten
Besuch geändert hat. Dabei kann es vorkommen, dass Ihnen der
Navigator statt der aktu-ellen Fassung der Seite eine Kopie der
alten Seite anzeigt, die sich im Cache des Programms befindet. Um
sicherzugehen, dass Sie immer die aktuelle Fassung sehen, halten
Sie die [Umschalt]-Taste fest und klicken auf die Schaltfläche
Neu laden. Damit zwingen Sie den Navigator, die komplette Seite
vollständig neu zu laden.
Symbolleisten retten
So stellen Sie defekte Symbolleisten
des FlowCharter im Originalzustand wieder her.
Unter Umständen
taucht beim Flow-Charter plötzlich das Problem auf, daß
die Symbolleisten defekt sind und sich nicht mehr verändern
lassen. Mit einem Trick stellen Sie die Symbolleisten in der
Standardeinstellung wieder her. Beenden Sie den FlowCharter, und
laden Sie den Registrierungseditor mit Start/Ausführen/regedit.
Öffnen Sie den Ordner
HKEY_USERS/Default/Software/
Micrografx/ABC Flowcharter/ 6.0/Workspace
Im rechten Fenster
wählen Sie den Eintrag Toolbars und löschen ihn mit der
[Entf]-Taste. Nach dem nächsten Start stehen wieder alle
Symbolleisten in der Standardeinstellung zur Verfügung. Beim
FlowCharter 7.0 wählen Sie im Registrierungseditor unter ABC
Flowcharter den Ordner 7.0 aus.
Outlook 97/98 druckt nicht
Wenn Outlook Probleme beim
Drucken macht, liegt dies oft an der Datei OutlPrnt.
Gelegentlich
streikt Outlook beim Drucken und gibt dabei Fehlermeldungen
wie
Die Druckeinstellungen können nicht gespeichert
werden
aus. Outlook speichert temporäre Druckeinstellungen
in der Textdatei OutlPrnt, die keine Endung hat. Standardmäßig
befindet sich diese Datei im Windows-Verzeichnis. Fehlt die Datei,
legt sie Outlook vor dem Druck auto-matisch neu an. Das
beschriebene Problem tritt dann auf, wenn Outlook keine Daten in
die vorhandene Datei schreiben kann. Prüfen Sie also
zunächst, ob die Datei schreibgeschützt ist. Dazu
benutzen Sie den Befehl Start/Suchen/Dateien/Ordner und verwenden
als Suchbegriff OutlPrnt im Feld Name. Die Datei wird nun
normalerweise im Order C:\Windows aufgelistet. Klicken Sie diese
Datei im Ergebnisfenster mit der rechten Maustaste an, und
benutzen Sie den Befehl Eigenschaften. Ist im Bereich
Dateiattribute die Option Schreibgeschützt aktiviert,
schalten Sie diese aus und schließen mit OK ab. Löst
diese Maßnahme das Problem nicht, ist es möglich, daß
ein Antiviren-Programm Schreibzugriffe auf unregistrierte Dateien
verhindert und dadurch das Problem verursacht. Um dies zu umgehen,
benennen Sie die Datei im Windows-Verzeichnis mit Hilfe des
Explorer um und fügen eine registrierte Endung hinzu,
beispielsweise OutlPrnt.txt. Wichtig ist, daß Sie diese
Änderung auch in der Registry vermerken. Laden Sie dazu den
Registriereditor mit Start/Ausführen/Regedit, und öffnen
Sie den Ordner
HKEY_CURRENT_USER\Software\
Microsoft\Office\8.0v\ Outlook\Printing
Wählen Sie den
Schlüssel Print Settings File aus. Hier erscheint der
aktuelle Pfad der Datei OutlPrnt. Um die Endung anzuhängen,
führen Sie einen Doppelklick auf den Schlüssel Print
Settings File aus, ändern den Eintrag
in
c:\Windows\OutlPrnt.txt
und schließen mit OK
ab.
AUF WUNSCH SPEICHERT Word 97 alle
Dokumente automatisch
im Format der Versionen 95 und 6.0 ab.
Tips im Überblick
Die mitgelieferten Programmtips
stehen Ihnen ohne Umwege zur Verfügung, wenn Sie sie in ein
Dokument speichern.
Der Internet Explorer 5 zeigt auf Wunsch
hilfreiche Tips und Tricks zur Programmbedienung an. Um diese
Hinweise zu erhalten, öffnen Sie das ?-Menü und schalten
die Option Tips und Tricks ein. Die Tips erscheinen nun in einem
Fenster am unteren Bildschirmrand allerdings immer nur einzeln und
nacheinander. Falls Sie einen bestimmten Tip suchen, klicken Sie
sich mit Nächster Tip schrittweise durch die Liste, bis der
gesuchte Hinweis erscheint. Um sich diese Arbeit zu sparen,
übertragen Sie alle Tips in ein Dokument. Dazu klicken Sie
mit der linken Maustaste in das Tipfenster und benutzen den Befehl
Bearbeiten/Alles markieren. Mit Bearbeiten/Kopieren übernehmen
Sie den Inhalt des Tipfensters in die Zwischenablage. Starten Sie
ein Textprogramm, beispielsweise NotePad oder Word, und benutzen
Sie den Befehl Bearbeiten/Einfügen. Alle verfügbaren
Tips erscheinen nun im Dokument, das Sie noch speichern. Die
Quelldatei mit den Tips heißt Tip.htm und befindet sich im
Ordner Web im Windows-Verzeichnis.
Links grabben
Mit Hilfe des Internet Explorer 5 statten Sie
Ihre Homepage mit neuen Hyperlinks aus.
Sie möchten ohne
großen Aufwand Hyperlinks auf andere Seiten in Ihre eigene
Homepage einbauen, die Ihnen beim Surfen positiv aufgefallen sind?
Dazu wählen Sie normalerweise die URL einer aktiven Seite im
Feld Adresse aus und drücken [Strg+C], um die Adresse in die
Zwischenablage zu ko-pieren. Im Quelltext Ihrer HTML-Seite legen
Sie dann einen <a href="">-Verweis an und fügen
die kopierte URL hier zwischen den Anführungszeichen ein. Bei
Unter-seiten in Frames funktioniert dieses Linkgrabbing leider
nicht, da hier immer nur die URL der Frame-Hauptseite im Adreßfeld
erscheint. In solchen Fällen behelfen Sie sich, indem Sie
einen Verweis mit der rechten Maustaste anklicken, über den
die gewünschte Unterseite aufgerufen wird. Dies kann
beispielsweise ein Link oder eine Schaltfläche sein. Im
Kontextmenü benutzen Sie dann den Befehl Verknüpfung
kopieren. Die URL der Seite befindet sich nun in der
Zwischenablage und kann in ein Dokument übernommen werden.
Alternativ läßt sich ein Link direkt aus einer
geladenen Unterseite grabben. Klicken Sie dazu mit der rechten
Maustaste in einen freien Bereich dieser Seite, und benutzen Sie
im Kontextmenü den Befehl Eigenschaften. Im Dialog finden Sie
den gesuchten Befehl in der Zeile Adresse. Markieren Sie die hier
aufgeführte URL, und übernehmen Sie sie mit [Strg+C] in
die Zwischenablage.
Eingebaute Web-Sucht
Stichwortsuchen im Internet lassen sich
direkt im neuen Internet Explorer durchführen.
Der
Internet Explorer 5 stellt Ihnen eine Suchfunktion zur Verfügung,
die in die Programmoberfläche integriert ist. Ihre Abfrage
wird dabei von den Suchmaschinen MSN Web Search, Fireball und
Excite bearbeitet. Um diese An-nehmlichkeit zu nutzen, klicken Sie
auf die Schaltfläche Suchen in der Symbolleiste. Unter
Umständen muß jetzt zunächst eine
Online-Verbindung hergestellt werden, um die Suchmaske in den
lokalen Cache-Speicher zu laden. Möchten Sie eine Suche
durchführen, übernehmen Sie im linken Fenster die
Voreinstellung Eine Webseite suchen, geben in das Eingabefeld die
gewünschten Suchbegriffe ein und klicken auf Suchen. Der
Internet Explorer leitet die Abfrage zunächst an den
Suchdienst MSN WebSearch weiter. Die Ergebnisse erscheinen links
im Suchen-Fenster. Hier finden Sie zusätzlich einige
Konfigurationselemente zum Verfeinern der Suche. Bleibt die Suche
erfolglos, wiederholen Sie diese mit der nächsten
Suchmaschine, indem Sie auf die Schaltfläche Weiter klicken.
Per Mausklick auf den Pfeil neben dieser Schaltfläche wählen
Sie den gewünschten Suchdienst direkt aus. Auf Wunsch läßt
sich die Konfiguration der Suchfunktion online ändern.
Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Anpassen. Mit Hilfe
eines Formulars legen Sie dann fest, welche Suchdienste in welcher
Reihenfolge genutzt werden. Zurück zur leeren Eingabemaske
gelangen Sie mit der Schaltfläche Neu oben links im Fenster.
Haben Sie bereits Recherchen durchgeführt, rufen Sie diese
erneut ab, indem Sie die Option Vorherige Suchläufe
aktivieren. Per Mausklick auf einen Link wiederholen Sie die
gewünschte Suche.
Webseiten downloaden
Mit dem Internet Explorer 5 übertragen
Sie komplette Websites in den lokalen Speicher.
Wenn Sie eine
Internet-Seite besonders interessiert, laden Sie diese mit dem
Internet Explorer komplett mit allen Seiten, Bildern und sonstigen
Elementen auf Ihren PC. Anschließend läßt sich
die Seite offline in aller Ruhe und ohne laufende
Verbindungskosten betrachten. Dazu laden Sie die gewünschte
Seite im Internet Explorer und benutzen den Befehl Favoriten/Zu
Favoriten hinzufügen. Im Dialog schalten Sie die Option
Offline verfügbar machen ein und klicken auf Anpassen. Im
Assistenten übernehmen Sie alle Standardvorgaben mit dreimal
Weiter und Fertigstellen. Dann schließen Sie den Dialog Zu
Favoriten hinzufügen mit OK. Der Internet Explorer überträgt
nun die Startseite der gewählten URL. Um weitere Inhalte zu
übernehmen, verwenden Sie den Befehl Extras/Synchronisieren.
Im Dialog wählen Sie in der Liste Offlinewebseiten die neue
Seite aus und klicken auf Eigenschaften. Im Register Download
stellen Sie im Feld Seiten bis zu einer Tiefe von 0 Links
downloaden die gewünschte Ebenentiefe ein, beispielsweise 2.
Ist die Option Auch Links außerhalb dieser Webseite folgen
verfügbar, schalten Sie diese aus, um extrem lange
Übertragungszeiten zu vermeiden. Zusätzlich verhindern
Sie mit der Schaltfläche Erweitert die Übertragung
unerwünschter Elemente, indem Sie beispielsweise die Option
ActiveX-Steuerelemente und Java-Applets deaktivieren. Mit zweimal
OK schließen Sie ab. Im Dialog Zu synchronisierende Objekte
führen Sie jetzt die Aktualisierung der Website mit einem
Klick auf Synchronisieren durch. Falls nötig, schalten Sie
vorher die Häkchen von anderen Seiten aus, da diese sonst
ebenfalls aktualisiert werden. Nach Abschluß der Übertragung
läßt sich die Seite im eingestellten Umfang offline
betrachten.
Original-Fehlermeldungen
So erhalten Sie eine Rückmeldung
des Webservers, wenn Sie tote Links anklicken.
Besonders bei
der Benutzung von Suchmaschinen kommt es vor, daß Links ins
Nichts führen, da die entspre-chenden Internet-Seiten nicht
mehr existieren oder sich die URL geändert hat. In diesen
Fällen zeigt der Internet Explorer eine Standardseite mit dem
Titel Die Seite wurde nicht gefunden an, auf der die Rückmeldungen
des betroffenen Webservers fehlen. Auf Wunsch veranlassen Sie den
Internet Explorer, statt dessen die Original-Fehlermeldung des
Webservers anzuzeigen, auf den der to-te Link verweist. Diese
Auskunft schafft Klarheit über den Verbleib des Links.
Benutzen Sie im Internet Explorer den Befehl
Extras/Internetoptionen, und dort das Register Erweitert. Hier
schalten Sie im Bereich Browsing die Option Kurze
HTTP-Fehlermeldungen anzeigen aus, und schließen mit OK ab.
Von nun an sehen Sie die Original-Rückmeldung des
referenzierten Servers, wenn eine angeforderte Seite nicht
verfügbar ist. Falls auf dem entsprechenden Server eine
eigene HTML-Seite mit der ent-sprechenden Fehlermeldung definiert
ist, erscheint diese Seite aber nach wie vor.
Bildliche Favoriten
Mit ein paar Handgriffen weisen Sie den
Bookmarks im Favoriten-Menü individuelle Symbole zu.
Wird
Ihre Seiten-Sammlung im Favoriten-Menü des Internet-Explores
zu unübersichtlich, heben Sie einzelne Favoriten optisch
hervor, indem Sie ihnen ein eigenes Icon zuweisen. Standardmäßig
ordnet der Internet Explorer allen Einträgen im
Favoriten-Menü sein Standard-Icon zu: ein blaues E auf einem
weißen Papierbogen. Um ein anderes Icon zuzuordnen, klicken
Sie den gewünschten Favoriten-Eintrag mit der rechten
Maustaste an und wählen im Kontextmenü Eigenschaften. Im
Dialog klicken Sie im Register Webdokument auf die Schaltfläche
Anderes Symbol. Wählen Sie eines der angeboten Icons aus.
Mehr Auswahl erhalten Sie, indem Sie mit Hilfe der
Durchsuchen-Schaltfläche eine andere Icon-Bibliothek
aus-wählen wie shell32.dll im Windows-Unterverzeichnis
System. Mit OK weisen Sie das Symbol zu. Erscheint die Änderung
nicht, benutzen Sie den Befehl Aktualisieren im Ansicht-Menü
des Internet Explorer. So ordnen Sie auch Favoriten per Icons
thematischen Kategorien zu. So lassen sich beispielweise
Online-Shops, Info-Seiten oder Linksammlungen mit Hilfe eines
Symbols optisch kennzeichnen.
Gezähmter Go!Zilla
Korrekt eingebunden, bügelt
Go!Zilla die Download-Schwächen des Internet Explorer
aus.
Go!Zilla ergänzt den Internet Explorer. Mit dem
kostenlosen Download-Manager laden Sie mehrere Dateien parallel,
nutzen automatisch die Quelle mit der schnellsten Verbindung und
nehmen abgebrochene Übertragungen verlustfrei wieder auf.
Durch die intelligente Browser-Integration übernimmt Go!Zilla
automatisch die Kontrolle, wenn Sie einen Download im Browser
durchführen. Klicken Sie auf ein ent-sprechendes Link im
Browser, startet Go!Zilla und nimmt die gewünschte Datei in
seine Download-Liste auf. Die Browser-Integration funktioniert
übrigens auch zusammen mit dem Netscape Navigator. In den
Standardeinstellungen wird Go!Zilla auch dann aktiv, wenn Sie im
Browser eine mit ftp:// eingeleitete URL benutzen, um ein
FTP-Verzeichnis zu öffnen. Wünschen Sie dieses Verhalten
nicht, starten Sie Go!Zilla und öffnen das Menü Auto.
Hier schalten Sie die Option Capture All FTP aus. Die Option
Browser Integration lassen Sie eingeschaltet. In dieser
Konfiguration wird Go!Zilla nur tätig, wenn Sie ein Download-
Link auf einer Seite anklicken. FTP-Verzeichnisse lassen sich wie
gewohnt im Browser öffnen. Die neueste Version von Go!Zilla
erhalten Sie im Internet unter
www.gozilla.com/user/
Ausfüll-Hilfe deaktivieren
So schalten Sie die
AutoComplete-Funktion beim Ausfüllen von Formularen ab.
Der
Internet Explorer 5 merkt sich Ihre Eingaben in Formularen, die
Sie online ausfüllen. Anschließend stellt Ihnen das
Programm Ihre bisherigen Eingaben im Rahmen der
AutoComplete-Funktion wieder zur Verfügung. Dabei erscheinen
die passenden Einträge in einer Liste über dem
Formularfeld, sobald Sie die ersten Buchstaben eines Begriffs
eingeben. Hier genügt es, den gewünschten Eintrag in der
Liste anzuklicken, um ihn in das Formularfeld zu übernehmen.
Damit niemand Ihre Formulareingaben sehen kann, schalten Sie
AutoComplete für Formulare im Internet Explorer ab. Dazu
benutzen Sie den Befehl Extras/Internetoptionen. Im Dialog
Internetoptionen wählen Sie das Register Inhalt aus und
klicken auf AutoVervollständigen. Im nächsten Dialog
schalten Sie im Bereich Auto-Vervollständigen verwenden für
die Option Formulare aus. Falls auch die auto-matische
Vervollständigung Ihren Eingaben im Feld Adresse des Internet
Explorer unterbleiben soll, deaktivieren Sie zusätzlich die
Option Webadressen. Mit zwei-maligem OK über-nehmen Sie die
Änderung. Der Internet Explorer macht nun keine AutoComplete-
Vorschläge mehr, wenn Sie Formulare im Internet ausfüllen.
Grafiken lesbar machen
Der Photo Editor speichert jpg-Bilder
so, daß sie andere Anwendungen erkennen.
Wenn Sie Bilder
aus dem Internet herunterladen, liegen diese meist im jpg-Format
vor. Hierbei kommt es manchmal vor, daß ältere
Grafikprogramme wie Micrografx Picture Publisher 6 jpg-Dateien
nicht anzeigen können und le-diglich eine Fehlermeldung
wie
unbekanntes Format
ausgeben. Dies liegt daran, daß
jpg ein Dateiformat ist, für das es unterschiedliche
Unterformate gibt, die wiederum nicht jede Bildbearbeitung
erkennt. Beispielsweise können Sie ein jpg-P>Bild in
Photoshop 4.01 als Baseline, Baseline optimiert und mit der Option
Mehrere Durchgänge speichern. Wenn Sie Mehrere Durchgänge
(in anderen Programmen heißt diese Option anders, etwa
Progressive encoding oder Adam 7) wählen, sehen Sie das Bild
zunächst relativ grob dargestellt. Es baut sich dann in
mehreren Durchgängen exakt auf. Sobald Sie das in einem
neueren Verfahren gespeicherte jpg mit einem anderen Programm wie
dem Photo Editor öffnen und im Standardfor-mat (entspricht
Base-line) speichern, ändert die Software die
Dateiinformationen. Dadurch läßt sich die Datei
anstandslos von Programmen lesen und verarbeiten, die die anderen
jpg-Unterformate nicht erkennen. Der Photo Editor gehört zum
Lieferumfang von MS Office 97. Sie installieren ihn im nachhinein
manuell mit Hilfe des Setup-Programms von MS Office. Um eine
jpg-Grafik zu ändern, öffnen Sie diese Datei im Photo
Editor. Sofern die Bilddatei nicht wirklich defekt ist, wird sie
der Photo Editor anstandslos laden. Verwenden Sie den Befehl
Bild/Größe ändern. Nehmen Sie im Dialog keine
Änderungen der Bildgröße vor, sondern übernehmen
Sie die Originalmaße sofort wieder mit OK. Anschließend
klicken Sie auf die Speichern-Schaltfläche.
Schnelle Transparenz
Per Mausklick setzen Sie im Photo
Editor den Hintergrund von Bildern transparent.
Designer
gestalten ihre Internet-Seiten oft mit transparenten Grafiken,
wobei sie einen farbigen Seitenhintergrund verwenden. Leider läßt
sich dies mit vielen gängigen Grafikprogrammen nur
umständlich realisieren. Um einer gif-Grafik, beispielsweise
mit Paint Shop Pro 4 oder Picture Publisher 6.0, eine Transparenz
zuzuweisen, rufen Sie beim Speichern einen Optionendialog auf.
Hier geben Sie den Indexwert der gewünschten
Transparenz-farbe ein (Paint Shop) oder wählen den Farbton
aus einer Palette aus (Picture Publisher). Im Unterschied dazu
weisen Sie einfach und anschaulich mit dem Photo Editor ein
transparentes Layout zu. Dieses Programm ist auf der Office-97-CD
von Microsoft enthalten und läßt sich mit Hilfe des
Setup-Programms von MS Office nachträglich installieren. Um
mit dem Photo Editor den Hintergrund einer geladenen gif-Datei
transparent zu setzen, aktivieren Sie auf der Symbolleiste die
Schaltfläche Transparente Farbe bestimmen. Klicken Sie in
einen Bereich mit der Farbe, die transparent erscheinen soll. Ein
Kontrolldialog zeigt Ihnen den gewählten Farbton und dessen
RGB-Wert an. Mit OK weisen Sie die Transparenz zu. Der
durchsichtige Bildbereich wird daraufhin durch ein
Schachbrettmuster gekennzeichnet. Das war's: Sie brauchen die
Grafik nur noch zu speichern. Ist der Hintergrund nicht exakt
monochrom, sondern enthält mehrere ähnliche Farbtöne,
müssen Sie eventuell noch den transparenten Farbbereich
erweitern. Gehen Sie dazu vor wie beschrieben, und ziehen Sie im
Dialog Farbe nach Transparenz ändern den Schieberegler
Farbgleichheit ganz nach rechts. Wenn Sie diese Maßnahme
mehrmals mit verschiedenen Einstellungen wiederholen, können
Sie ein überraschend zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.
Ein professionelles Grafikdesign braucht eben seine Zeit.
Bilder präzise ausrichten
Durch pixelweises Verschieben
lassen sich Objekte exakt plazieren.
Bei der Arbeit an
anspruchsvollen Layouts müssen Sie Bilder oder Rahmen exakt
plazieren. Der MS Publisher bietet zu diesem Zweck verschiedene
Methoden, um ausgewählte Objekte pixelweise zu verschieben.
Dies führen Sie zum einen sehr schnell mit Hilfe der Tastatur
durch. Markieren Sie dazu das gewünschte Objekt, halten Sie
die [Alt]-Taste gedrückt, und verschieben Sie das Objekt mit
Hilfe der Pfeiltasten schrittweise in die gewünschte
Richtung. Mehr läßt sich mit dem Befehl Anordnen/
Präzisionsausrichtung einstellen: Durch Anklicken der
Pfeilsymbole im Dialog verschieben Sie das ausgewählte Objekt
in die gewünschte Richtung. Solange im Dialog die Option
Verschieben um deaktiviert ist, verschiebt jeder Mausklick das
Objekt um einen Pixel. Um eine andere Schrittweite zu definieren,
schalten Sie die Option Verschieben um ein. Den gewünschten
Abstand geben Sie in das Feld rechts daneben ein, beispielsweise
0,5 cm. Mit den passenden Schrittweiten experimentieren Sie so
lange, bis sich ein Gefühl dafür einstellt.
Zurück zum Originalbild
So stellen Sie in
Publisher-Dateien die Originalgröße von Bildern schnell
wieder her.
Wenn Sie die Größe eines Bilds in einer
Publikation verändert haben und mit dem Ergebnis nicht
zufrieden sind, können Sie die Grafik problemlos auf ihre
Originalgröße zurücksetzen. Klicken Sie dazu mit
der rechten Maustaste in das Bild im Dokument. Benutzen Sie im
Kontextmenü die Befehlsfolge Objekt ändern/Objekt
vergrößern/ verkleinern. Im folgenden Dialog schalten
Sie die Option Originalgröße ein. Wenn Sie mit
OKabschließen, stellt der Publisher die ursprünglichen
Abmessungen des Bilds wieder her.
Bilder verzerren
So verändern Sie die
Seitenverhältnisse von Grafiken in
Publisher-Dokumenten.
Standardmäßig behalten
Grafiken in MS-Publisher-Dokumenten ihre ur-sprünglichen
Proportionen, wenn Sie die Bildgröße ändern. In
Einzelfällen ist es aber erforderlich, das Seitenverhältnis
einer Grafik zu ändern, um diese exakt in das Gesamtlayout
einzupassen oder um ein Bild bewußt zu verzerren. Dazu
halten Sie beim Skalieren zusätzlich die [Umschalt]-Taste
fest. Durch Ziehen eines Eckmarkierungspunkts läßt sich
jetzt das Originalverhältnis von Länge und Breite des
Bildes nach Belieben ver-ändern. Um die Originalproportionen
wiederherzustellen, benutzen Sie im Kontextmenü des
ausgewählten Bilds den Befehl Grafik ändern/Grafik
vergrößern/ verkleinern und schalten im Dialog die
Option Originalgröße ein.
Strukturierte Struktur
Auch beim Einsatz einer Bilddatenbank
ist eine durchdachte Verzeichnis- und Festplattenstruktur von
großem Vorteil: Sie spart Zeit und vermeidet
Ärger.
Angenommen, Sie benötigen noch 100 MByte auf
Ihrer Festplatte und haben alle Daten in eine Par-tition gelegt.
Wenn Sie, eine Löschorgie starten, vernichten Sie unter
Umständen wichtige Daten. Sinnvoll ist es, die Partitionen so
zu planen, daß eine Partition für Betriebssystem und
Pro-gramme vorhanden ist und die weiteren Partitionen nur der
Verwaltung der eigenen Daten dienen. Verwenden Sie für die
Verzeichnisstruktur eine logische Hierarchie, beispielsweise
Grafik/Kunden/ Firma/Feindaten/Auftrag050298. So finden Sie auch
noch nach längerer Zeit Ihre Daten. Besonders im Netz und
wenn mehrere Personen an einem PC arbeiten, ist eine logische
Struktur wichtig auch für Datenbanken.
Sehen, was drin ist
Mit Miniaturabbildungen überblicken
Sie Ihren Datenbestand leichter.
Suchbegriffe sind gut, noch
besser sind Miniaturabbildungen (Thumbnails): Ein Bild zeigt mehr
als tausend Worte. Mit ThumbsPlus erzeugen Sie spielend leicht
solche kleinen Bilder. Dazu gehen Sie ins Menü Thumbnails
oder klicken mit der rechten Maustaste auf das Laufwerkssymbol und
aktivieren Laufwerk durchsuchen bzw. [Strg-F2]. Bei Verzeichnissen
heißt die entspre-chende Funktion Zweig durchsuchen, die
Kürzeltasten sind [Umschalt-Strg-F2]. Für das ganze
System verwenden Sie den Befehl System durchsuchen. Dadurch
erhalten Sie jeweils Thumbnails in allen Unterverzeichnissen und
können diese als Vorschau ansehen. Interessant ist die
Möglichkeit, alle Verzeichnisse eines Zweigs (Verzeichnis mit
Unterverzeichnissen) auf einmal im Fenster anzuzeigen. Dafür
klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das betreffende
Hauptverzeichnis/Laufwerk und wählen in dem sich öffnenden
Menü Unterverzeichnisse einbeziehen. Dadurch vermeiden Sie,
daß Sie sich durch alle Verzeichnisse einzeln
hindurcharbeiten müssen.
Schlüsselwörter zuweisen
Vermeiden Sie
überflüssige Begriffe bei Schlüsselwörtern.
Berücksichtigen Sie, daß Thumbs-Plus auch nach
Farbtiefe sucht.
Die zeitraubende Eingabe von Suchbegriffen
können Sie sich mit Thumbs-Plus teilweise sparen, wenn Sie
diese Begriffe verbinden. Die Schlüsselwörter weisen Sie
für die spätere Stichwortsu-che unter Bild/Suchen nach
Schlüsselwort oder mit [Strg-F] zu. Wenn Sie Ihre Bilder in
neue Ver-zeichnisse verschieben, vergeben Sie Schlüsselwörter.
Achten Sie bei diesen auf eine sinnvolle, nachvollziehbare
Auswahl. Der Adlerkopf in unserem Beispiel hat schon die
Dateibezeichnung Adler, nach der gesucht werden kann (Menü
Bild/Suche nach Dateiname oder [Strg-m]). Ein weiteres
gleichlautendes Schlüsselwort ist nicht sinnvoll. Brauchbar
sind etwa Tier, Vogel, Kopf und der Quellennachweis, hier:
Corelstock. Bedenken Sie, daß Sie bei der Suche später
bis zu fünf Schlüsselwörter verbinden können.
Es ist also nicht notwendig, neben Tier und Kopf auch noch
Tierkopf einzugeben, es reicht, wenn Sie Tier und Kopf verbinden.
Um die Daten nach Einsatzgebiet zu differenzieren, ist es von
Vorteil, als Schlüsselwort noch jeweils die Farbtiefe und
eventuell das Datenformat einzugeben. Dann sind Sie zum Beispiel
in der Lage, Bilder mit 24 Bit Farbtiefe mit Tieren im tif-Format
zu suchen.
Automatische Schlüsselwörter
ThumbsPlus übernimmt
bereits in anderen Anwendungen vergebene Schlüsselwörter.
Doppelte
Arbeit sparen Sie sich mit einer Automatikfunktion von
Thumbs-Plus: Die Software übernimmt Dateinamen, die Sie beim
Speichern von jpg-und tif-Dateien vergeben haben. Dies gilt auch
für Zusatzinformationen und Dateikommentare. Unter Optionen/
Einstellungen/Schlüsselwörter können Sie aus den
markierten Punkten automatisch Schlüsselwörter in die
Schlüssel-wortliste übernehmen. Das gilt sogar für
Attribute, etwa Farbe, Raster, RGB/ Graustufen, Palette und
Vektor.
Bilderrahmen beschneiden
Viele unerwünschte Rahmen um
Bilder entfernt ThumbsPlus automatisch.
Billige
Bildersammlungen auf CD-ROM enthalten meist einfarbige Rahmen um
die Bilder, die Sie extra wieder beschneiden müssen.
ThumbsPlus erleich-tert diese Aufgabe: Das Programm nimmt die
Pixelfarbe vom linken unteren Eck und beseitigt den Rahmen um das
Bild allerdings nur genau in der Breite, in der diese Farbe
umlaufend zu finden ist. Dazu rufen Sie den Media Viewer auf und
verwenden Ränder automatisch entfernen im Menü
Bearbeiten. So sparen Sie sich ein exaktes Beschneiden mit Maske
oder Beschneidungswerkzeug. Bei Bildern von Foto-CD-ROMs die
häufig Rahmen mit abgerundeten Ecken besitzen ist es
not-wendig, die Rahmen manuell zu retuschieren, da diese nicht mit
entfernt werden. Die Funktion von ThumbsPlus arbeitet nur mit
exakten Rechtecken.
Stapelweise konvertieren
Die Stapelverarbeitung erspart
Ihnen viel Zeit durch automatische Umwandlungen.
Haben Sie
schon mal 500 tif-Dateien für Internet-Seiten ins jpg-Format
um-gewandelt? Für derartige Aufgaben sind Sie mit ThumbsPlus
bestens gerüstet. Mit Hilfe des Batchmodus können Sie
gleich mehrere Dateien auf einmal kon- vertieren, Farbänderungen
vornehmen und Effekte einsetzen. Sie rufen den Batchmodus im Menü
Bild oder über [Strg-Enter]) auf und markieren die zu
konvertierenden Bilder, bevor Sie die Befehle anwenden. Bei der
oben beschriebenen Neuordnung der Datenbestände bietet sich
die Arbeit mit dem Batchmodus ebenfalls an. Nachdem alle
Thumbnails eines Zweiges bzw. Laufwerks angezeigt werden, wählen
Sie mit gehaltener [Strg]-Taste und rechtem Mausklick mehrere
Dateien. Verschieben Sie diese mit Hilfe der Batch-Funktionen in
das gewünsch-te Zielverzeichnis.
Katalog leichtgemacht
Wenn Sie einen Bildkatalog ins
Internet stellen wollen, erzeugen Sie in ThumbsPlus HTML- Seiten.
Mit den richtigen Optionen halten Sie zudem die Dateigrößen
klein.
Die schönste Web-Seite ist vergebliche Liebesmühe,
wenn die Ladezeit un-erträglich lang wird. ThumbsPlus bietet
die Option, via Assistent Internet-Kataloge zu erzeugen. Dabei
vermeiden Sie unnötigen Pixelbalast durch zu große
Dateien. Um einen Katalog zu erzeugen, markieren Sie mit
Bearbei-ten/ Alles Markieren oder [Strg-a] die dazu vorgesehenen
Dateien. Rufen Sie den Web-Assistenten mit Menü/Web-Assistent
auf. Dieser führt Sie durch die verschiedenen Optionen.
Praktisch ist, daß Sie den Katalog als Tabelle direkt in
HTML-Code (= ASCII-Datei mit HTML-Steuer-zeichen) ausgeben können,
um sie in HTML-Editoren wie Allaire HomeSite oder MS FrontPage zu
übernehmen und dort weiterzubearbeiten. Bei der Wahl der
Spalten- und der Zeilenzahl, der Randbreite und der jeweiligen
Thumbnail-Größe achten Sie darauf, daß die
entstehende Seite nicht größer als eine
Standard-Bildschirmseite mit 800 x 600 Pixeln wird (abzüglich
der Ränder für den Browser). Sonst müßte der
Betrachter des Katalogs nicht nur durch verschiedene Seiten
blättern, sondern die einzelne Seite scrollen, um alles zu
sehen. Besser ist es, mehrere kleinere Seiten zu erstellen. Um
eine schnelle Übersicht zu vermitteln, wählen Sie für
die Ausgabe die Option inkl. Niedrigauflösende. Damit
speichert Thumbs-Plus zu den farbigen jpg-Thumbnails noch sehr
niedrig auflösende schwarz-weiße gif-Vorschaubilder.
Beim Download wird erst auf die schnelle GIF-Version zugegriffen
und anschließend durch das Farb-JPEG ausgetauscht. Wer mit
HTML vertraut ist, der leitet Sie sich zusätzliche
Seitengestaltungen für den Web-Asistenten aus den vorhandenen
Vorlagen ab.
Schriftdateien verwalten
Laut Handbuch kann Thumbs-Plus nur
TrueType-Schriften verwalten. In Wirklichkeit unterstützt die
Bilddatenbank den professio- nellen Schriftenstandard Type-1 von
Adobe. 0 Aber mit Einschränkungen.
Bei Hunderten von
Schriften geht die Übersicht schnell verloren. Um sie zu
behalten, benötigen Sie nicht unbedingt einen speziellen
Font-Manager: Auch ThumbsPlus ordnet Schriftdateien, die es mit
weiterführenden Hinweisen an-zeigt. Laut Handbuch jedoch nur,
solange Sie sich ausschließlich mit TrueType-Schriften
zufriedengeben. Tatsächlich konnten wir Type-1-Schriften ohne
Probleme einsetzen. Die Unterstützung von TrueType durch
ThumbsPlus geht jedoch weiter, da die Schrift bereits vor der
Installation im Thumbnail und im MediaViewer (stellt auch alle
Zeichen eines Zeichensatzes dar) erscheint. Per Klick mit der
rechten Maustaste auf das Symbol öffnet sich ein Menü,
in dem Sie die betreffende Schrift unter anderem
installieren/deinstallieren können. Sie erhalten dieses
Untermenü wahlweise auch unter Datei. Um nicht nur den Namen
der Schrift als Thumbnail darzu-stellen, sondern ein bestimmtes
Wort auf allen Thumbnails zu zeigen, geben Sie unter
Optionen/Datei laden/Schriftarten/-Beispieltext dieses Wort für
die Thumbnail-Beschriftung an. Dort könnten Sie theoretisch
auch die Anzeige der Schriftnamen im Thumbnail selbst ausschalten.
Das ist aber nicht ratsam, weil manche Schriftdateinamen nicht dem
Schriftnamen entsprechen. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten
Sie die Schriftdatei auf den eigentlichen Schriftnamen umbenennen.
Mit der Option Beispieltext ge-ben Sie an dieser Stelle einen
beliebigen Text ein. Er erscheint neben den Zeichen noch
zusätzlich im Mediaviewer. Für die Beschriftung der
einzelnen Miniatur-Abbildungen wählen Sie nur ein kurzes
Wort, da die Schrift sonst auf dem Thumbnail mit der Textlänge
immer kleiner wird.
Direktaufruf aus ThumbsPlus
ThumbsPlus stellt die
Symbolleiste nach eigenen Wünschen zusammen und startet über
die angepaßte Symbolleiste sogar beliebige andere Programme
sofort.
Eine maßgeschneiderte Symbolleiste erspart Ihnen
Umwege. Die Symbolleiste passen Sie über
Optionen/Symbolleiste an. Wer über
Optionen/Symbolleiste/Externes Programm ein Icon für ein
beliebiges Programm in die Symbolleiste von ThumbsPlus legt, kann
es von dort direkt und schnell aufrufen. Es öffnet sich ein
Fenster, in das Sie auch eine Symbolbezeichnung und einen ToolTip
für die Information in ThumbsPlus eingeben. Den Namen des
Programms sollten Sie auf alle Fälle an dieser Stelle
eingeben: Dieser erscheint im Kontextmenü ganz unten, das
sich nach einem rechten Mausklick auf ein Thumbnail öffnet,
und zwar ohne Icon. Deshalb sollten Sie stets den korrekten Namen
des Programms angeben.
Lesbar komprimieren
Wer sich auf die üblichen Methoden
beschränkt oder die Dateien packt, stellt die reibungslose
Weitergabe sicher.
Verwenden Sie in ThumbsPlus die am
häufigsten verwendete Variante für die Komprimierung,
bei tif-Bildern beispielsweise das LZW-Verfahren. Sonst können
andere Programme die komprimierten Daten möglicherweise nicht
le-sen. Im Zweifel sollten Sie Dateien, die sie an Dritte
weitergeben, nicht in einem komprimierten Format speichern: Wenn
Sie Platz sparen wollen, geben Sie die Datei lieber als
selbstextrahierende exe-Datei weiter. PK
Sendesperre für E-Mails umgehen
Mit einem Trick
veranlassen Sie Outlook, erst den Posteingang zu prüfen und
dann E-Mails zu senden.
Um Sie vor Spam-Mails zu schützen,
verlangen einige E-Mail-Server die einmalige Autorisierung des
E-Mail-Accounts, bevor Sie E-Mails senden können. Dazu müssen
Sie vor dem Senden einer Nachricht Ihren E-Mail-Account auf neue
Nachrichten prüfen. Outlook sendet jedoch zuerst E-Mails und
empfängt dann neue Nachrichten. Falls Ihr E-Mail-Server eine
vorherige Authentifizierung verlangt, erhalten Sie nach dem Senden
von E-Mails eine Fehlermeldung des Servers, da die SMTP-Funktion
noch nicht freigegeben wurde. Abhilfe: Nehmen Sie die im Ordner
Postausgang abgelegten Nachrichten zwischenzeitlich aus der
Warteschleife für den E-Mail-Versand heraus. Dazu öffnen
Sie jede Nachricht in diesem Ordner per Doppelklick und schließen
das Fenster sofort wieder mit einem Klick auf das kleine Kreuz
oben links. Die Nachricht im Postausgang-Order ist nun nicht mehr
für den Versand vorgemerkt, was Sie am normalen (nicht
kursiven) Schriftschnitt erkennen. Stellen Sie über das Menü
Extras/Senden und Empfangen die Verbindung zum gewünschten
E-Mail-Konto her. Falls nötig, schalten Sie dabei im Dialog
die Option Verbindung nach Abschluss des Vorgangs trennen aus,
damit die Ver-bindung erhalten bleibt. Sobald der Download neuer
Nachrichten abgeschlossen ist, öffnen Sie jede Nachricht im
Ordner Postausgang per Doppelklick und benutzen die Schaltfläche
Senden. Anschließend verwenden Sie nochmals den Befehl
Extras/Senden und Empfangen, um die E-Mails mit dem gewünschten
Account abzuschicken. Die E-Mails werden nun versandt, ohne daß
Sie eine Fehlermeldung erhalten.
Wundersame E-Mail-Vermehrung
Eine Aufräumaktion ist
nötig, wenn sich nach dem Update die Zahl der E-Mail-Konten
erhöht hat.
Verfügen Sie über mehrere
E-Mail-Adressen, hält Outlook 2000 nach dem Update der
Vorgängerversion 97 eventuell eine Überraschung bereit.
Haben Sie während der Installation die Abfrage, ob Sie
vorhandene E-Mail-Konten importieren möchten, mit Ja
beantwortet, verwendet Outlook 2000 auch Ac-counts, die Sie mit
Outlook Express angelegt haben. Nach dem Update erscheinen also
unter Umständen doppelte oder zusätzliche E-Mail-Konten,
die in Outlook 97 nicht zur Verfügung standen. Die Folge:
Benutzen Sie den Befehl Extras/Senden/ Empfangen/Alle Konten,
fragt Outlook alle Accounts nacheinander ab auch die doppelt
vorhandenen. Dies kostet Zeit und On-line-Gebühren. Um dies
zu vermeiden, benutzen Sie den Befehl Extras/Kontenliste und
deaktivieren alle Konten, die Sie nicht ständig benötigen.
Dazu wählen Sie ein Konto in der Liste des Dialogs aus und
klicken auf Eigenschaften. Im nächsten Dialog schalten Sie
die Option Dieses Konto beim Empfangen von E-Mail einbeziehen aus
und schließen mit OK ab. Diese Accounts stehen nach wie vor
zur Verfügung, werden aber nicht mehr berücksichtigt,
wenn Sie den Befehl Extras/Senden/ Empfangen/Alle Konten benutzen.
Überflüssige Accounts löschen Sie, indem Sie diese
im Dialog Internetkonten auswählen und die
Entfernen-Schaltfläche benutzen. Abschließend legen Sie
in diesem Dialog fest, welches Konto Outlook zum Senden von
E-Mails verwendet. Wählen Sie den gewünschten Account in
der Liste aus und klicken auf die Schaltfläche Standard. Mit
Schließen übernehmen Sie dies.
Sendekonto individuell ändern
Legen Sie für jede
E-Mail fest, über welches Konto die Nachricht versandt werden
soll.
Wenn Sie mehrere E-Mail-Konten unter Outlook nutzen,
müssen Sie eine Adresse festlegen, mit der Ihre Nach-richten
standardmäßig gesendet werden. Wählen Sie im
Dialog Extras/Konten den gewünschten Account und die
Schaltfläche Standard aus. Alle neu geschriebenen Nachrichten
werden nun über dieses Konto versandt. Wenn Sie dagegen
E-Mails beantworten, die an Sie geschickt worden sind, verwendet
Outlook zum Senden der Antwort die E-Mail-Adresse, an welche
die
ursprüngliche Nachricht gerichtet wurde. Ändern Sie
daher die Sendea-dresse für jede E-Mail individuell, damit
alle Nachrichten über das gleiche Konto verschickt werden.
Dazu klicken Sie die sendefertige E-Mail im Ordner Postaus-gang
mit der rechten Maustaste an und benutzen im Kontextmenü den
Befehl Optionen. Im Dialog Nachrichtenoptionen stellen Sie das
gewünschte Sende-konto im Listenfeld Nachrichten senden über
ein. Klicken Sie auf Schließen und anschließend auf
Ja, damit die Änderung gespeichert wird. Öffnen Sie die
Nach-richt per Doppelklick, und aktivieren Sie nochmals die
Senden-Schaltfläche, damit die Nachricht wieder für den
Versand vorgemerkt ist. Per Senden/Emp-fangen in der Symbolleiste
schicken Sie die Nachricht über die von Ihnen zugewiesene
Adresse. Mit dieser Methode läßt sich unab-hängig
vom eingestellten Standard-Konto für den E-Mail-Versand die
Sendeadresse für jede Nachricht indivnnuell festlegen.
Sendekonto prüfen
Eine zusätzliche Info-Spalte
zeigt an, mit welchem Konto Ihre E-Mails gesendet werden.
Wenn
Sie mehrere E-Mail-Konten unter Outlook 2000 nutzen, ordnen Sie
jeder neuen Nachricht das Konto zu, mit der sie gesendet wird.
Klicken Sie dazu im Nachrichten-Editor auf den Pfeil rechts neben
der Schaltfläche Senden, und wählen Sie das gewünschte
Konto in der Liste aus. Damit Sie kein falsches Sendekonto
zuweisen, richten Sie eine zusätzliche Informationsspalte im
Ord-ner Postausgang ein. Diese führt zu jeder Nachricht das
Konto auf, mit dem die E-Mail gesendet wird. Um diese Kontrolle zu
integrieren, öffnen Sie den Ordner Postausgang. Klicken Sie
mit der rechten Maustaste auf einen Spaltenkopf, beispielsweise
An, und benutzen Sie im Kontextmenü den Befehl Aktuelle
Ansicht anpassen. Im Dialog Zu-sammenfassung anzeigen klicken Sie
auf die Schaltfläche Felder. Im Dialog Felder anzeigen wählen
Sie zunächst im Listen-feld Verfügbare Felder auswählen
aus die Option Alle E-Mail-Felder. Im linken Fenster markieren Sie
den Eintrag Inter-netkonto und übernehmen ihn mit Hinzufügen
in die Liste rechts. Auf Wunsch ändern Sie hier die
Platzierung des neuen Feldes mit den Schaltflächen Nach oben
bzw. Nach unten. Mit zweimaligem OK übernehmen Sie die
Änderung. In der Spalte Internetkonto des Ord-ners
Postausgang erscheint jeweils das Konto, mit dem die einzelnen
Nachrich-ten gesendet werden. Eine Ausnahme ist das als Standard
definierte Konto. Ist dieses einer ausgehenden Nachricht
zugeordnet, enthält die Spalte keinen Eintrag. Falls Sie das
Sendekonto nachträglich ändern möchten, benutzen
Sie im Kontextmenü der Nachricht den Befehl Op-tionen. Weisen
Sie das gewünschte Konto im Listenfeld Nachrichten senden
über zu, und schließen Sie den Dialog. Dann öffnen
Sie die Nachricht und klicken nochmals auf Senden.
Regeln erstellen
Auf Wunsch filtert Outlook neue E-Mails und
legt sie automatisch in eigenen Ordnern ab.
Ihr
E-Mail-Briefkasten quillt über? Um Übersicht und Ordnung
im Post-eingang zu erhalten, nutzen Sie die Filte-
rungsmöglichkeiten von Outlook. Auf Wunsch legt das Programm
E-Mails mit bestimmten Inhalten automatisch in eigenen Ordnern ab.
Benutzen Sie in Outlook den Regel-Assistenten
(Extras/Regel-Assistent). Um eine Filterung hinzuzufügen,
klicken Sie im Dialog Regel-Assistent auf die Schaltfläche
Neu. Zunächst wählen Sie die gewünschte Methode per
Maus-klick aus. In diesem Beispiel ist dies der Eintrag
Nachrichten abhängig vom Inhalt verschieben. Um die
Bedingungen festzulegen, klicken Sie im unteren Fens-ter auf den
Link bestimmte Wörter. Im Dialog Text suchen geben Sie den zu
filternden Begriff ein, beispielsweise Bestellung. Wählen Sie
Hinzufügen und dann OK. Jetzt klicken Sie unten im Regel-
Assistent auf den Link Zielordner. Um unter dem ausgewählten
Ordner Posteingang ein neues Verzeichnis anzulegen, benutzen Sie
im sich dann auf-schaltenden Auswahldialog die Schaltfläche
Neu. Geben Sie den Namen des neuen Ordners ein, etwa Neue
Bestellungen, und legen Sie diesen mit OK an. Mit einem weiteren
OKübernehmen Sie den ausgewählten Zielordner. Klicken
Sie im Regel-Assistenten auf Weiter. In den folgenden Schritten
fügen Sie auf Wunsch weitere Bedingungen hinzu, definieren
zusätzliche Aktionen und legen Ausnahmen fest. Im letzten
Bildschirm vergeben Sie einen Namen für die neue Regel. Um
diese sofort zu testen, aktivieren Sie hier die Option Diese Regel
jetzt auf Nachrichten anwenden, die sich bereits in "Posteingang"
befinden. Mit Fertig stellen und OK schließen Sie ab.
Outlook verschiebt nun vorhandene Nachrichten in den neuen Ordner,
die den definierten Begriff in der Betreff-Zeile oder im
Nachrichtentext enthalten. Alle neu empfangenen Mails mit diesem
Begriff legt das Programm jetzt automatisch im Zielverzeichnis ab.
Um eine Regel wieder zu deaktivieren, benutzen Sie den Befehl
Extras/Regel- Asistent und entfernen das Häkchen links neben
der gewünschten Regel.
Downloads per FTP
Mit dem Internet Explorer durchstöbern
Sie FTP-Server ohne Zusatzprogramm.
Öffentliche FTP-Server
im Web bieten eine gewaltige Auswahl an Programmen und anderen
nützlichen Dateien. Mit dem Internet Explorer schaffen Sie es
problemlos, diese Bestände zu sichten und Dateien auf Ihren
Rechner zu laden. Dazu leiten Sie die Eingabe im Adreßfeld
statt mit dem gewohnten http://
mit
ftp://
ein. Mit dem
Befehl
ftp://ftp.microsoft.com/softlib
erhalten Sie
beispielsweise Zugriff auf die umfangreiche Software-Sammlung von
Microsoft. Nach Eingabe des Befehls zeigt der Internet Explorer
den In-halt des gewählten FTP-Verzeichnisses wie einen
normalen Windows-Ordner an. In diesem Beispiel finden Sie die
Datei index.txt, die eine Liste mit Kurzbeschreibungen aller
Dateien der Software-Bibliothek enthält. Da die Liste sehr
groß ist, empfiehlt es sich, diese zunächst auf die
lokale Festplatte zu übertragen. Dazu klicken Sie die Datei
mit der rechten Maustaste an und benutzen im Kontextmenü den
Befehl In Ordner kopieren. Anschließend wählen Sie das
gewünschte Zielverzeichnis und bestätigen mit dem
OK-Button. Nach der Übertragung sichten Sie die Liste in Ruhe
offline. Finden Sie etwas Brauchbares, wählen Sie das oben
genannte FTP-Verzeichnis an und öffnen den Ordner mslfiles
oder benutzen den Befehl
ftp://ftp.microsoft.com/
softlib/mslfiles
In diesem Ordner stehen zahlreiche Up-dates,
Bugfixes, Add-Ons, Treiber und Infos zu Microsoft-Programmen zum
Download bereit. Mit einem Ausdruck des Ordnerinhalts verschaffen
Sie sich eine Übersicht über das Angebot, was bei Ihrer
Arbeit hilfreich sein kann. Um beispielsweise den
PowerPoint-Viewer 97 zu erhalten, wählen Sie die Datei
Ppview97.exe aus und führen den Download wie beschrieben aus.
Doch Vorsicht: Bevor Sie unbedacht Tools aus dieser Bibliothek
installieren, beachten Sie, daß diese in vielen Fällen
für englische Programmversionen gedacht sind!
Gefährliche Optimierung
Der neue
Dateioptimierungsdienst legt das System lahm, wenn die Setup-CD
nicht eingelegt ist.
Das neue MS Office führt sich gut
ein: Beim Einschalten des Rechners nach der Erstinstallation
erscheint der Dialog Microsoft Office Dateioptimierung und bietet
an, die Dateien auf der Festplatte zu optimieren, um die
Geschwindigkeit von MS Office zu erhöhen. Möchten Sie
dies nicht, haben Sie gerade mal fünf Sekunden Zeit, um auf
Abbrechen zu klicken. Und es gibt gute Gründe, hier schnell
zu reagieren: Ist die Office-2000-Setup-CD nicht eingelegt,
verursacht die Dateioptimierung unter Umständen einen
kompletten Systemstillstand. In diesem Fall hilft nur eines: Legen
Sie die erste Setup-CD ein, und starten Sie Ihren Rechner neu,
indem Sie mehrmals [Strg-Alt-Entf] drücken oder notfalls mit
Reset. Nach dem Booten läuft die Dateioptimierung dann ohne
Absturz durch. Sicherheitshalber deaktivieren Sie diese Funktion,
wenn Sie im Dialog die Option In Zukunft weitere Prüfungen
ausführen ausschalten. MS Office 2000 installiert ständig
neue Komponenten nach, wenn diese zum ersten Mal benötigt
werden. Ist die Setup-CD nicht eingelegt, kann es dabei ebenfalls
zu Abstürzen kommen, beispielsweise bei Suchabfragen in der
Excel-Hilfe. Treten solche Problem auf, bleibt Ihnen nur übrig,
die Setup-CD dauerhaft im Laufwerk zu lassen. Durch diese Maßnahme
ist die Absturzgefahr mit Sicherheit gebannt.
AutoKorrektur zuweisen
Zwingen Sie Ihr Word dazu, die von
Ihnen gewünschte Auto-Korrektur-Liste zu verwenden.
In
Sachen AutoKorrektur herrscht das Chaos. Setzen Sie beispielsweise
Word 95 und 97 parallel ein, arbeitet jedes Programm mit einer
anderen AutoKorrektur-Liste. Um hier den Status quo anzugleichen,
weisen Sie durch Änderungen an der Windows Registry jeder
Word-Version die gewünschte Liste zu. Die
AutoKorrektur-Dateien befinden sich standardmäßig im
Windows-Verzeichnis und tragen die Bezeichnung Username000.acl
(Windows 95) bzw. Username.acl (Windows 97). Ist Ihr
Windows-Username Meier, heißen diese Dateien Meier000.acl
oder Meier.acl. Möchten Sie beispielsweise Ihre
Au-toKorrektur-Liste aus Word 95 in Word 97 nutzen, legen Sie im
Windows-Verzeichnis eine Kopie der Datei username000. acl mit der
Bezeichnung username001. acl an. Starten Sie den Registriereditor
mit Start/Ausführen/regedit, und öffnen Sie den
Ordner
HKEY_CURRENT_USER\Software\ Microsoft\Office\8.0\
Common\AutoCorrect
Klicken Sie im rechten Fenster doppelt auf
den Schlüssel Path. Im Dialog ändern Sie den Namen der
acl-Datei, in unserem Beispiel wählten wir C:\Windows\
username001.acl. Danach klicken Sie auf OK und übernehmen die
Änderung. Für Word 2000 funktioniert dies entsprechend,
wobei Sie hier im Registry-Ordner Office in das Unterverzeichnis
9.0 wechseln. Anschließend steht die angegebene Liste im
Programm zur Verfügung. Auf die Einträge der
ursprünglichen acl-Datei müssen Sie allerdings
verzichten. Word-95-Anwender tragen die gewünschte acl-Datei
im folgenden Registry-Ordner ein:
HKEY_CURRENT_USER\Software\
Microsoft\Microsoft Office\95\AutoCorrect\List
Beachten Sie,
daß Sie hier keine acl-Dateien von neueren Word-Versionen
verwenden können, da Word 95 diese nicht korrekt liest.
Grundsätzlich ist es auch nicht möglich, die gleiche
acl-Datei parallel in mehreren Word-Programmen einzusetzen, da
neue Einträge von den Schwesterprogrammen nicht übernommen
werden. Sie können natürlich auch eine externe acl-Datei
nutzen, die beispielsweise von einem Notebook stammt. Kopieren Sie
diese Datei ins Windows-Verzeichnis, und gehen Sie vor wie
beschrieben. Wird dabei eine vorhandene acl-Datei überschrieben,
legen Sie vorher eine Sicherheitskopie dieser Datei an. Dies
erledigen Sie einfach mit einem Datei-Manager, beispeilsweise dem
Windows Explorer. Kopieren Sie einfach die acl-Datei in einen
andern Ordner.
Infos aus dem Web holen
Mit Hilfe von Web-Abfragen
übernehmen Sie Daten aus dem Internet direkt in Ihre
Tabellen.
Zu den neuen Funktionen von Excel 2000 gehören
die Web-Abfragen, mit deren Hilfe Sie Informationen aus dem
Internet direkt in Ihre Excel-Tabellen einfügen. Dies ist
ideal, um Börsen- oder Devisenkurse aus dem Web zu übernehmen
und ständig zu aktualisieren. Damit Web-Abfragen korrekt
funktionieren, muß der Internet Explorer 5 als
Standard-Browser unter Windows 95/98 installiert sein. Außerdem
darf der Internet Explorer vorher nicht geladen sein, wenn Sie
eine Web-Abfrage ausführen. Um Daten von einer Internet-Seite
zu übernehmen, benutzen Sie in Excel die Befehlsfolge
Daten/Externe Daten/ Neue Webanfrage. Ist die URL der gewünschten
Seite bekannt, tragen Sie diese in das obere Feld des Dialogs ein.
Ansonsten klicken Sie auf die Schaltfläche Web durchsuchen,
worauf der Internet Explorer erscheint. Laden Sie nun im Browser
die Web-seite, von der Sie Daten übernehmen möchten.
Handelt es sich um ein Frame-System, zeigen Sie die gewünschte
Unterseite separat im Browser an, da sonst nur die URL der
Hauptseite übernommen wird. Ist die Seite aufgebaut, wechseln
Sie durch einen Klick auf die entsprechende Schaltfläche in
der Task-Leiste zu Excel. Die URL der Seite erscheint nun im
oberen Feld des Dialogs Neue Webabfrage. Darunter legen Sie fest,
ob Die gesamte Seite oder Nur die Tabellen übernommen werden
sollen. Wählen Sie die gewünschte Formatierungsweise,
und übernehmen Sie die Daten mit zweimal OK in die aktuelle
Tabelle. Excel überträgt nun die Daten und ordnet sie so
ordungsgemäß in Spalten an, wie Sie es auf der Webseite
zuvor festgelegt haben.
Um die Daten zu aktualisieren, rufen
Sie die gespeicherte Tabelle mit der Web-Abfrage erneut auf. In
der Symbolleiste Externe Daten klicken Sie auf Aktualisieren.
Excel stellt die Online-Verbindung her und bringt die Daten auf
den neuesten Stand.
Listen vervielfältigen
Legen Sie eigene Listen für
die AutoAusfüllen-Funktion an, die Excel automatisch
vervollständigen kann.
Wenn Sie umfangreiche Listen
mehrmals in identischer Form eingeben müssen, sparen Sie viel
Arbeit, wenn Sie sie in der AutoAusfüllen-Funktion speichern.
Markieren Sie dazu die komplette Liste in der Tabelle. Über
Extras/Op-tionen wählen Sie unter Optionen das Register
AutoAusfüllen. Klicken Sie auf Importieren. Excel nimmt die
Liste als neuen Eintrag in dieses Register auf. Mit OK schließen
Sie ab. Um die Liste abzurufen, geben Sie das erste Wort in eine
Zelle ein. Schieben Sie die Maus auf den schwarzen Punkt rechts
unten in der Zellbegrenzung. Wenn der Cursor die Form eines
Plus-zeichens annimmt, erweitern Sie die Markierung um die
gewünschte Anzahl Zellen und lassen die Maustaste los. Ex-cel
füllt nun die markierten Zellen mit Einträgen Ihrer
Liste aus.
Kompletter Dateipfad
So bringen Sie Excel dazu, den
kompletten Pfad der aktuellen Datei automatisch anzuzeigen.
Excel
fehlt eine Option, den kompletten Pfad der aktuellen Datei
automatisch in der Kopf- oder Fußzeile auszugeben. Das
Register Kopfzeile/Fußzeile des Dialogs Seiten einrichten
bietet dazu lediglich einen Systemplatzhalter, der den Dateinamen
ohne Pfadangabe über-nimmt. Eine einfache Formel genügt,
um den kompletten Dateipfad mit Angabe der aktuellen Tabelle an
jeder gewünschten Position in der Tabelle anzuzeigen. Geben
Sie dazu in die gewünschte Zelle
=ZELLE("Dateiname")
ein,
und drücken Sie [Enter]. Damit die Pfadangabe erscheint, muss
die Arbeits-mappe vorher gespeichert worden sein.
Spalten aufteilen
Mit Hilfe eines Assistenten verteilen Sie
die Inhalte einer Spalte auf zwei Spalten.
In Ihrer
Excel-Adressliste haben Sie Vor- und Nachnamen zusammen in einer
Spalte eingetragen, möchten diese aber nachträglich auf
zwei Spalten auf-teilen. Voraussetzung ist, dass die Spalte rechts
daneben leer ist. Falls nötig, fügen Sie zunächst
eine neue Spalte ein. Markieren Sie alle Zellen in der Spalte, die
Sie aufteilen möchten. Dann benut-zen Sie den Befehl
Daten/Text in Spalten. Im ersten Dialog des Textkonvertierungs-
Assistenten wählen Sie die Option Getrennt aus und klicken
auf Weiter. Im Bereich Trennzeichen des nächsten Dialogs
schalten Sie die Option Leerzeichen ein. Alle anderen
Trennzeichen-Optionen schalten Sie aus. Außerdem aktivieren
Sie die Option Aufeinanderfolgende Trennzeichen als ein Zeichen
behandeln. Zum Schluss klicken Sie auf Ende bzw. unter Excel 2000
auf Fertig stellen. Excel teilt nun die Spalteninhalte auf zwei
Spalten auf. Dieses Verfahren funktioniert auch, wenn die
ursprünglichen Zellinhalte durch mehrere Leerzeichen getrennt
sind.
DDE-Verbindung streikt
ndern Sie eine Einstellung, damit
DDE-Verbindungen zu Excel-Dateien wieder funktionieren.
Sie
möchten eine mit Excel erstellte Liste als Datenquelle für
ein Seriendruck-Dokument in Word verwenden. Bei der Verknüpfung
der Excel-Datei mit dem Seriendruck-Dokument erhalten Sie
allerdings folgende (oder eine ähnliche) Fehlermeldung:
Word
konnte keine DDE-Verbindung
zu Microsoft Excel herstellen,
um
die aktuelle Aufgabe zu beenden.
Dieser Hinweis
erscheint, nachdem Sie im Dialog Seriendruck-Manager von Word mit
Datenquelle importieren/Datenquelle öffnen eine xls-Datei
ausgewählt haben. Ursache ist eine geänderte
Konfigurationseinstellung in Excel, durch die DDE-Verbindungen mit
Excel blockiert werden. Damit dies wieder funktioniert, benutzen
Sie in Excel den Befehl Extras/Optionen und öffnen das
Register Allgemein. Im Bereich Einstellungen schalten Sie die
Option Andere Anwendungen ignorieren aus und schließen mit
OK ab. Anschließend lassen sich Excel-Tabellen wieder als
DDE-Datenquellen für Serienbriefe nutzen.
Grammatikprüfung streikt
Aufgrund eines Bugs versagt
die Grammatikprüfung nach dem Update von Office 97 den
Dienst.
Wenn Sie Office 2000 über die Vorgängerversion
Office 97 installiert haben, funktioniert häufig die
Grammatikprüfung nicht. Word gibt in diesem Fall die
Fehlermeldung Kann Grammatikprüfung nicht starten aus, wenn
Sie das Modul aktivieren. Mit den folgenden Maßnahmen
beheben Sie dieses gravierende Problem. Rufen Sie zunächst
das Setup-Programm von MS Office 2000 mit der Be-fehlsfolge
Start/Einstellungen/Software/Microsoft Office
2000/Hinzufügen/Entfernen auf, um die Korrekturhilfen zu
deinstallieren. Dazu benutzen Sie im Setup-Programm die
Schaltfläche Features hinzufügen/entfernen und öffnen
den Ordner Office-Tools. Klicken Sie die Symbole aller Einträge
mit der Bezeich-nung Korrekturhilfen an, und weisen Sie über
das Menü jeweils die Option Nicht verfügbar zu. Mit
Jetzt aktualisieren führen Sie die Deinstallation durch.
Anschließend starten Sie den Rechner neu. Als nächstes
benennen Sie auf der Festplatte das Unterverzeichnis Proof über
den Windows Explorer um, das die Dateien für Rechtschreib-
und Grammatikprüfung enthält. Dieses Verzeichnis finden
Sie standardmäßig im Ordner
C:\Programme\Gemeinsame
Dateien\Microsoft Shared
Geben Sie dem Ordner Proof einen
be-liebigen neuen Namen, beispielsweise SikProof. Anschließend
rufen Sie den Registriereditor mit Start/Ausführen/Regedit
auf. Wählen Sie hier den
Ordner
HKEY_CURRENT_USER\Software\Novell
aus, und löschen
Sie den kompletten Ordnerzweig mit der [Entf]-Taste. Auf gleiche
Weise entfernen Sie den
Ordnerzweig
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Novell
Diese Ordner
enthalten die Konfigurationseinstellungen der Grammatikprü-fung
von MS Office 2000. Zum Abschluß installieren Sie die
Korrekturhilfen wieder mit dem Setup-Programm von MS Office,
booten den Rechner neu und starten Word. Die gelöschten
Registry-Einträge und der Ordner Proof werden dabei
automatisch neu angelegt. Anschließend funktioniert die
Grammatikprüfung wieder.
Positionsrahmen nutzen
Gut versteckt stehen die alten
Positionsrahmen auch in Word 2000 zur Verfügung.
Wenn Sie
bereits mit älteren Word-Versionen gearbeitet haben,
vermissen Sie vielleicht in Word 2000 einen Befehl, um
Positionsrahmen einzufügen. Mit diesen Containern lassen sich
Grafiken und Textpassagen frei im Dokument plazieren. Die
Positionsrahmen stehen Ihnen unter Word 2000 nach wie vor zur
Verfügung. Sie müssen lediglich die ent-sprechende
Schaltfläche aktivieren. Be-nutzen Sie dazu den Befehl
Extras/An-passen, und öffnen Sie im Dialog das Register
Befehle. Wählen Sie in der Liste Kategorien den Eintrag
Einfügen aus. Dann ziehen Sie aus der Liste Befehle die
Schaltfläche Horizontal auf eine Symbolleiste. Mit Hilfe
dieser Schaltfläche lassen sich nun Positionsrahmen einfügen.
Anstelle der Positionsrahmen setzen Sie normalerweise Textfelder
ein, die mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten und sich
verknüpfen lassen. In einigen Fällen müssen Sie
allerdings auf die alten Positionsrahmen zurückgreifen. Dies
ist beispielsweise nötig, wenn der Text im Rahmen Kommentare
enthält, die durch Anmerkungszeichen gekennzeichnet sind.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie in
der Word-Hilfe. Benutzen Sie dazu im Index den Suchbegriff
Positionsrahmen, und öff-nen Sie dann den Abschnitt
Unterschied zwischen einem Textfeld und einem Positionsrahmen.
Makros streiken
Aufgrund geänderter Suchcodes laufen
einige Makros nicht, die Sie für Word 97 geschrieben
haben.
In der neuen VBA-Version 6.0 von MS Office 2000 haben
die Entwickler einige Codes für spezielle Dokumentelemente
geändert, die in der Suchen-und-Ersetzen- Funktion eingesetzt
werden. Dadurch kommt es zu Problemen, wenn Sie Makros aus Office
97 in die aktuelle Version übernehmen, die solche Codes
enthalten. Ein Beispiel: Ein für Word 97 geschriebenes
VBA-Listing enthält eine Funktion, um Absatzmarken (^a) zu
suchen und zu ersetzen. Die entsprechende Anweisung sieht so
aus:
With Selection.Find
.Text = "^a"
.Replacement.Text
= "^a^a"
End With
Selection.Find.Execute Replace:
= wdReplaceAll
Führen Sie ein Listing mit einer solchen
Anweisung in Word 2000 aus, werden die Absatzmarken nicht
gefunden. Steht dabei wie in diesem Beispiel der Zeichencode ^a in
der Zeile .Replacement. Text = , um Absatzmarken in das Dokument
einzufügen, erhalten Sie zu-sätzlich einen
Laufzeitfehler. Verantwortlich ist die Änderung der
Suchcodes: Unter VBA 6.0 lautet der Code für Absatzmarken
nicht mehr ^a, sondern ^p. Damit ein entsprechendes Makro auch
unter Word 2000 läuft, öffnen Sie das Listing im
VBA-Editor und ersetzen alle Codes ^a durch ^p. Anschließend
funktioniert das Makro wie gewohnt. Die Tabelle bietet eine
Übersicht aller Suchcodes, die sich geändert haben. Der
Zeichencode ^a steht unter VBA 6 jetzt stellvertretend für
ein Kommentarzeichen. Eine komplette Übersicht der Zeichen
finden Sie in der VBA-Hilfe unter dem Suchbegriff Execute-Methode
(Find-Objekt).
Sofort Silbentrennung
Auf Wunsch trennt Word auch bei jedem
neuen Dokument, das Sie anlegen und beschreiben, automatisch die
Silben.
Wenn Sie die automatische Silbentrennung einschalten,
sehen Sie bereits während der Texteingabe, wie Word die
Silbentrennungen setzt und den Zeilen-umbruch optimiert.
Allerdings berücksichtigt Word diese Einstellung nur für
das aktuelle Dokument. Sobald Sie ein neues, leeres Dokument
anlegen, müssen Sie die automatische Silbentrennung im Dialog
Extras/Sprache/Silbentrennung erneut von Hand aktivieren. Mit
einem Trick sorgen Sie dafür, daß die automatische
Silbentrennung standardmäßig bei jedem neu angelegten
Dokument aktiv ist. Dazu ändern Sie die
Standard-Dokumentvorlage Normal.dot im Ordner Anwendungsdaten/
Microsoft/Vorlagen unterhalb des Windows-Verzeichnisses. Wechseln
Sie mit dem Öffnen-Dialog in dieses Verzeichnis, stellen Sie
als Dateityp die Option Dokumentvorlagen (*.dot) ein, und laden
Sie Normal.dot. Wählen Sie Ex-tras/Sprache/Silbentrennung. Im
Dialog schalten Sie die Option Automatische Silbentrennung ein und
schließen mit OK ab. Speichern und schließen Sie
Normal.dot. Von jetzt an führt Word bei jedem neuen Dokument
die automatische Sil-bentrennung während der Eingabe durch.
Falsche Seitennummerierung
Aufgrund eines Bugs erzeugt Word
fehlerhafte SeitenzahlAngaben beim Ausdruck von Texten.
Sie
haben in die Kopf- oder Fußzeile einen Feldbefehl eingefügt,
der automatisch die aktuelle Seitenzahl sowie die Gesamtseitenzahl
des Dokuments aus-gibt, beispielsweise in der Form Seite 1 von 20.
Die Nummerierung wird in der Layoutansicht korrekt dargestellt.
Beim Ausdruck erscheinen jedoch falsche Seitenzahl-Angaben wie
Seite 2 von 2, Seite 3 von 3 und so weiter. Verantwortlich dafür
ist ein Bug in Word 2000. Abhilfe schafft die Menüfolge
Ex-tras/Optionen/Drucken. Hier schalten Sie die Optionen Felder
aktualisieren sowie Umgekehrte Druckreihenfolge ein und übernehmen
die Änderung mit OK. Word übernimmt die aktuellen
Seitenzahlen und die Gesamtseitenzahl korrekt in den Ausdruck.
Durch die Option Umgekehrte Druckreihenfolge wird dabei die letzte
Seite zuerst ausgegeben, so dass die gedruckten Seiten in der
richtigen Reihenfolge in der Papierablage liegen. Sollten die
beschriebenen Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg
bringen, schalten Sie unter Extras/Optionen im Register Drucken
die Option Drucken im Hintergrund aus.
Sonderzeichen auf Tastendruck
Belegen Sie freie Tasten mit
Sonderzeichen, um diese schneller einfügen zu
können.
Angenommen, Sie müssen regelmäßig
bestimmte Sonderzeichen oder Symbole in Ihre Text einfügen.
Dazu rufen Sie normalerweise den Dialog Einfügen/Symbole auf
oder suchen den passenden ASCII-Code. Wenn Sie ein Sonderzeichen
einer Tastenkombination zuord-nen, fügen Sie es per
Tastendruck ein. Benutzen Sie dazu die Befehlsfolge
Extras/Einstellungen/Anpassen, und öffnen Sie im Dialog das
Register Tastaturdateien. Wählen Sie im linken Fenster die
Tastaturdatei aus, mit der Sie arbeiten, und klicken Sie auf
Bearbeiten. Im nächsten Dialog Tastenkombinationen wählen
Sie links einen unbelegten Tastatur-Shortcut aus, beispielsweise
[F10]. Rechts im Dialog aktivieren Sie das Register
Tastenkombinationen und drücken [Strg-W], um den Dialog zur
Symbolauswahl zu öffnen. Hier wählen Sie unter
Definieren die Kategorie aus, die das gewünschte Symbol
enthält. Klicken Sie das gewünschte Zeichen an, und
übernehmen Sie mit der Schaltfläche Einfügen und
Schließen das Zeichen in das Register Tastenkombinationen.
Zum Schluß benutzen Sie die Schaltfläche
Tastenkombinationen einer Taste zuordnen. Mit OK und zweimal
Schließen übernehmen Sie die Änderung.
Markierungsgröße festlegen
Mit PhotoShop
bestimmen Sie die Größe von Markierungsrahmen exakt im
voraus.
Aufwendig gestaltete Bilder setzen sich meist aus
mehreren Objekten zu-sammen, die aus anderen Grafiken kopiert und
eingefügt werden. Damit sich die Einzelteile nahtlos
zusammenfügen, muß die Größe der eingefügten
Bildelemente genau stimmen. Dabei ist es schwierig, durch manuelle
Veränderung des Auswahlrahmens die gewünschten
Dimensionen einzustellen. Hier hilft Ih-nen eine nützliche
Funktion von Pho-toShop: Sie legen die Größe des
Markierungsrahmens fest, bevor Sie eine Aus-wahl erzeugen. Dazu
benötigen Sie das Navigator-Fenster, welches Sie bei Bedarf
mit dem Befehl Fenster/Navigator einblenden sichtbar machen. Um
die Größe einer Markierung zu bestimmen, aktivieren Sie
das Auswahl-werkzeug und wählen die gewünschte Form aus,
beispielsweise Auswahlrechteck. Im Navigator-Fenster klicken Sie
das Register Optionen an, das daraufhin seine Bezeichnung in
Auswahloptionen ändert. Schalten Sie im Listenfeld Art die
Option Feste Größe ein. Hier tragen Sie in die Felder
Breite und Höhe die gewünschten Werte in der Einheit
Pixel ein, um die Größe des Rahmens festzulegen. Nun
genügt ein Klick in die Grafik, um einen Auswahlrahmen in der
definierten Größe anzulegen. Den Rahmen brauchen Sie
nur noch mit der Maus an die gewünschte Position verschieben.
Störende Fenster ausblenden
Bei Bedarf blenden Sie die
Werkzeugfenster per Tastendruck blitzschnell ein und aus.
Auf
der Arbeitsoberfläche von Paint Shop Pro befinden sich
mehrere freischwebende Fenster, deren Funktionen Sie jedoch häufig
brauchen: So stören beispielsweise der Kontrollen-Dialog oder
das Ebenen-Fenster. Diese Elemente machen die Arbeitsfläche
unübersichtlich. Mit einem Druck auf die [Tab]-Taste blenden
Sie alle nicht verankerten Fenster auf einmal aus und auf gleiche
Weise wieder ein, wenn Sie die Dialoge wieder benötigen.
ab 3.0: Keine Variationen
Das Deinstallationsprogramm
Cleansweep blockiert wichtige Funktionen von Photoshop.
Photoshop
und Cleansweep vertragen sich nicht. Sind beide Programme parallel
installiert, kann dies dazu führen, dass wichtige
Photoshop-Zusatzmodule wie die Variationen oder die Scan-Funktion
nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein Bug in Cleansweep sorgt
dafür, dass dieses Programm die entsprechenden Modul- Dateien
von Pho-toshop als gerade verwendet klassifiziert und dadurch
deren Ausführung verhindert. Der Fehler trat bei der
Verwendung von Cleansweep 3.07 zu-sammen mit den Pho-toshop-
Versionen 3.04 Englisch sowie 4.0 und 5.0 (jeweils in Deutsch)
auf. Dabei ist es unerheblich, ob Photoshop unter Cleansweep
installiert wird oder ob das Überwachungs-programm erst nach
der Installation von Photoshop hinzukommt. Welche Dateien von
Cleansweep blockiert werden, hängt von der verwendeten
Photoshop-Version ab. Betroffen unter Photoshop 3.0x sind
beispielsweise die Dateien VARIAT8B. 8BF und Twain8b.8BA im
Verzeichnis Zsmodule. Unter Photoshop 5.x trifft es Variations.8bf
und twain_32.8ba im Plugins-Verzeichniszweig der Photos-hop-
Installation. Infolge der falschen Klassifizierung durch
Cleansweep lassen sich die betroffenen Zusatzmodule nicht mehr
ausführen. Damit verlieren Sie wichtige Programmfunktionen.
Um das Problem zu beheben, müssen Sie Cleansweep vollständig
deinstallieren. Anschließend funktionieren die blockierten
Zusatzmodule in Photo-shop wieder einwandfrei. Eine Deinstallation
von Photoshop unter der Überwachung von Cleansweep schafft
keine Abhilfe. Sie müssen Cleansweep in jedem Fall entfernen.
Auch ein manuelles Entfernen der verbliebenen Photoshop-Einträge
in der Windows Registry nach der Deinstallation löst das
Problem nicht, solange Cleansweep installiert ist.
Schnelle Schrifteffekte
Ein paar Mausklicks genügen, um
mit Hilfe eines Assistenten attraktive Texteffekte zu
erzeugen.
Außergewöhnlich gestaltete Textobjekte
verleihen Ihren Drucksachen oder Ihrer Webseite erst den letzen
Schliff. Leider ist es sehr schwierig, attraktive Schrifteffekte
manuell mit den Bildbearbeitungs- Werkzeugen zu erzeugen. Diese
Arbeit nimmt Ihnen ein Assistent des Picture Publisher ab, der
Ihnen fer-tige Schrifteffekte zur Auswahl anbietet. Laden Sie das
Bild, in das Sie ein Tex-tobjekt integrieren möchten, und
benut-zen Sie den Befehl Extras/Assistentenkatalog. Im Register
Assistenten klicken Sie doppelt auf das Symbol Texteffekte.
Zunächst wählen Sie im zweiten Bildschirm den
gewünschten Effekttyp aus, beispielsweise Metall. Im nächsten
Dialog formatieren Sie den Text, indem Sie Textfarbe und
Schriftart auswählen. Die Größe des Textobjekts
stellen Sie im Feld Schriftgrad ein. Auf Wunsch weisen Sie die
gewünschte Textauszeichnung und -ausrichtung zu. Abschließend
legen Sie im letzten Dialog fest, ob der Text in die vorhandene
Grafik oder in eine neue Datei eingefügt werden soll.
Fehlende Verzeichnisse
Ein Bug verhindert beim Öffnen
von Dateien, daß alle Ordner korrekt angezeigt werden.
Im
Picture Publisher 8 sorgt ein Fehler dafür, daß
physikalisch vorhandene Ordner nicht im Dialog Datei/Öffnen
erscheinen. Das liegt am Ordner Eigene Dateien, der unter Windows
mit einem speziellen Ordnersymbol gekennzeichnet ist: als
geöffnete Mappe mit Papierinhalt. Folge des Fehlers: Der
Öffnen-Dialog zeigt den Inhalt von Laufwerken nicht
vollständig an, auf denen sich der Ordner Eigene Dateien
befindet. Der Dialog unterschlägt diesen Ordner sowie alle
Ordner, die sich dahinter in der Liste befinden. Aktualisieren Sie
die Ordnerliste. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in einen
freien Bereich des Ordner- und Dateifensters im Öffnen-Dialog.
Im Kontextmenü wählen Sie Aktualisieren. Es erscheinen
alle vorhandenen Ordnerund lassen sich öffnen. Sie können
wieder auf alle Dateien dieses Laufwerks zugreifen.
Schärfentiefe verändern
Mit Hilfe des
SchärfentiefeEffekts heben Sie wichtige Bildinformation
gezielt hervor.
Picture Publisher bietet ausgefeilte Werkzeuge,
um die Bildwirkung von Fotos zu erhöhen. Mit dem Effektfilter
Schärfentiefe erzeugen Sie beispielsweise eine gezielte
Unschärfe im Bildhintergrund. Das behandelte Foto wirkt
anschließend, als sei es mit einem Tele-objektiv bei offener
Blende aufgenommen worden. Dieser Effekt eignet sich gut für
Portraits sowie alle Bilder, bei denen wichtige Informationen
betont und unwichtige Details unterdrückt werden sollen. Um
diesen Effekt zu erzielen, laden Sie das gewünschte Bild und
benutzen den Befehl Effekte/Schärfentiefe. Schalten Sie im
Dialog zunächst die Option Automatische Vorschau ein, um eine
op-tische Kontrolle zu erhalten. Per Mausklick platzieren Sie den
Kreis im Vorschaubild über dem Bildbereich, auf dem der Fokus
liegen soll, der also scharf erkennbar bleibt. Wählen Sie
eine vorgegeben Einstellung im Listenfeld Brennweite aus, oder
weisen Sie den gewünschten Effekt mit Hilfe der Regler
manuell zu. Je kleiner Sie dabei den Wert des Reglers Blende
einstellen, desto größer wird der Unschärfe-Effekt
im Bereich außerhalb des Kreises. Um die Wirkung zu
verstärken, dunkeln Sie den Bildhintergrund zusätzlich
ab, indem Sie den Regler Helligkeitsabfall nach rechts ziehen.
Sind Sie mit den Einstellungen zufrieden, wenden Sie den
Schärfentiefe- Effekt mit OK auf das Bild an. Um das Ergenis
direkt zu sehen, schalten Sie unter der Option automatische
Vorschau ein.
Modulnamen korrigieren
Excel 97/2000 speichert keine Dateien
mehr, die Modulblätter mit Sonderzeichen im Namen
enthalten.
Sie übernehmen Arbeitsmappen aus früheren
Excel-Versionen, die Modulblätter enthalten. Excel ab Version
97 stürzt dann beim Speichern der Arbeitsmappe mit folgender
Fehlermeldung ab:
Excel verursachte einen Fehler durch eine
ungültige Seite in Modul VBE.DLL.
Excel wird anschließend
beendet, ohne daß die Arbeitsmappe gespeichert wird. Die
Ursache: In dieser Arbeitsmappe enthält mindestens ein Name
eines Modulblatts ein Gleichheitszeichen (=) oder ein anderes
nicht erlaubtes Sonderzeichen wie & oder ~. Dies war in
älteren Excel-Versionen zulässig. Ab Excel 97 dürfen
Modulnamen nur noch aus Buchstaben, Ziffern und
Unterstreichungszeichen bestehen. Abhilfe: Entfernen Sie
unerlaubte Sonderzeichen aus dem Namen des Modulblatts, bevor Sie
die Datei speichern. Öffnen Sie dazu die Arbeitsmappe, und
wählen Sie [Alt-F11], um den Visual Basic- Editor zu laden.
Falls nötig, zeigen Sie mit der Tastenkombination [Strg-R]
den Projekt-Explorer an. Öffnen Sie darin den Ordner Module
für die geladene Arbeitsmappe. Wählen Sie das Modul aus,
dessen Name ein Gleichheits-zeichen enthält. Via [F4] öffnen
Sie das Eigenschaften-Fenster für dieses Modul. Hier ändern
Sie in der ersten Zeile den Namen des Moduls, indem Sie alle
ungültigen Zeichen aus dem Namen entfernen. Mit
Datei/Schließen und zurück zu Microsoft Excel
schliessen Sie die Aktion ab.
Zellsprünge per Doppelklick
Mit einer geänderter
Einstellung können Sie per Doppelklick zu verknüpften
Zellen wechseln.
Sie nutzen häufig verknüpfte
Tabellen? Auf Wunsch lässt sich Excel so einstellen, daß
Sie per Doppelklick auf eine Zelle direkt zum verknüpften
Bereich einer anderen Tabelle oder Arbeitsmappe wechseln können.
Dies ist hilfreich, wenn Sie bei verknüpften Tabellen schnell
Änderungen durchführen oder Fehler aufspüren
möchten. Öffnen Sie unter Ex-tras/Optionen das Register
Bearbeiten des Dialogs. Hier schalten Sie die Option Direkte
Zellbearbeitung aktivieren aus und schließen mit OK ab.
Enthält eine Zelle einen tabellen- oder dateiübergreifenden
Bezug, genügt ein Doppelklickppauf diese Zelle, um zur
entsprechenden Zelle in der Quelltabelle zu wechseln.
Begrenzte Zwischenablage
Ist die Kapazität
überschritten, nimmt die OfficeZwischenablage keine Objekte
mehr auf.
Die Office-Zwischenablage verwaltet bis zu 12 Objekte
parallel. Wenn sie voll ist, erhalten Sie beim Kopieren eines
neuen Objekts die Feh-lermeldung
Dieses Element konnte nicht
kopiert werden, weil die Zwischenablage voll ist.
Der Dialog
lässt sich mit OK schließen. Das ausgewählte
Objekt, das Sie kopieren möchten, wird aber nicht mehr in die
Office-Zwischenablage übernommen. Der Grund: Der Speicher für
die Office-Zwischenablage beschränkt sich auf 4 MByte. Die
Lösung: Leeren Sie die Office-Zwischenablage -nachdem Sie
wichtige Inhalte mit Alle einfügen in ein Do-kument
übertragen haben. Klicken Sie im Symbolleisten-Fenster der
Office-Zwischenablage auf die Schaltfläche Zwischenablage
löschen. Dadurch werden alle Inhalte entfernt, und Sie können
das neue Objekt in die Zwischenablage übernehmen.
Gefährlicher Autostart
Alte Autostart-Makros
produzieren Programmabstürze und unerklärliche
Fehlermeldungen.
Beim Update übernimmt Office 2000 alle
Autostart-Makros, die in der älteren Office-Version zur
Verfügung standen. Nicht ohne Folgen: In einem Fall stürzt
Excel 2000 sofort nach dem Start durch einen Fehler im Modul
VBE6.dll ab. Word 2000 gibt beim Aufruf die
Fehlermeldung
Kompilierungsfehler im verborgenen Modul:
CreateABCMMButton
aus, lässt sich nach dem Wegklicken des
Dialogs aber benutzen. Verantwortlich sind zwei Vorlagen namens
Mminstw7. dot und Mminstxl.xla in den Autostart-Ordnern von
Office. Diese Dateien enthalten Makros zur Integration des
Micrografx ABC Media Manager in Office 97. Auch wenn Visual Basic
beim Start einer Office-Anwendung einen Laufzeitfehler meldet,
können veraltete Autostart-Makros die Ursache sein. Öffnen
Sie mit einem Dateimanager das Verzeichnis
\Programme\Microsoft
Office \Office\Startup
Falls sich hier Dateien befinden, deren
Zweck Ihnen unbekannt ist, verschieben Sie diese in ein anderes
Verzeichnis. Gehen Sie genauso mit Dateien im Ordner
Office\XLStart vor. Im beschriebenen Beispiel behebt diese
Maßnahme die Startprobleme von Word und Excel.
Führungslinien definieren
Um Objekte exakt
auszurichten, blenden Sie zusätzliche Führungslinien im
Dokument ein.
Führungslinien vereinfachen das präzise
Ausrichten der Objekte innerhalb einer Publikation. Zur Definition
der Hilfslinien benutzen Sie den Befehl An-ordnen/
Layoutführungslinien. In der Dialogbox finden Sie oben links
vier Felder, mit denen Sie den Abstand der äußeren
Führungslinien vom linken, rechten, oberen und unteren
Seitenrand einstellen. Mit den beiden Feldern Spalten und Zeilen
legen Sie außerdem die Anzahl der inneren Führungslinien
fest, an denen sich Objekte genau ausrichten lassen. Dabei können
Sie maximal 256 senkrechte oder waagerechte Hilfslinien
definieren. Arbeiten Sie an einer Publi-kation in Buchform,
aktivieren Sie zu-sätzlich die Option Zwei Hintergrundseiten
erstellen und Führungslinien spiegeln.
Randschärfe verringern
Schwächen Sie die Kanten
von Bildern ab, um sie gut in den Gesamthintergrund
einzupassen.
Sie möchten Grafiken besser in den
Hintergrund Ihrer Internet-Seite integrieren, um ein harmonisches
Gesamt-bild zu erhalten. Dazu verringern Sie die Randschärfe
der verwendeten Grafiken. Sie erhalten dadurch fließende
Übergänge, wodurch sich die Bilder nicht mehr so scharf
vom Hintergrund absetzen. Aktivieren Sie das Werkzeug Aus-wahl. Im
Konfigurationsfenster Stil-Pa-lette wählen Sie den
gewünschten Aus-wahltyp, beispielsweise Rechteck. Außerdem
schalten Sie die Option Anti-Aliasing ein und setzen den Wert im
Feld Randschärfe auf 25. Markieren Sie den gewünschten
Bildbereich in der Grafik. Dabei berücksichtigen Sie die
Randschärfe, indem Sie den Rahmen etwas größer
anlegen als den Bildbereich, der sichtbar bleiben soll.
Anschließend kopieren Sie die Auswahl mit [Strg-C] in die
Zwischenablage. Wählen Sie Datei/Neu. Im Dialog Neues Bild
tragen Sie in den Feldern Breite und Höhe Werte ein, die um
ca. 25 Prozent größer sind als die Abmessungen des
kopierten Bildbereichs. Falls gewünscht, weisen Sie dem neuen
Bild die Hintergrundfarbe zu, die Sie auf Ihrer Webseite
verwenden. Mit OK erzeugen Sie das leere Bild. Benutzen Sie den
Be-fehl Bearbeiten/Einfügen/Als neue Aus-wahl. Im neuen Bild
platzieren Sie das Objekt per Mausklick an der gewünschten
Position.
Objekte spiegeln
Mit Hilfe der Maus lassen sich Objekte
spiegeln und um ein Vielfaches vergrößern.
Sie
möchten symmetrisch angeordnete Formen anlegen, um spezielle
Bild-wirkungen zu erzielen. Dazu spiegeln Sie ein vorhandenes
Objekt in Corel Draw. Zunächst erstellen Sie ein Objekt, etwa
eine Ellipse. Gestalten Sie es, indem Sie ihr beispielsweise eine
Verlaufsfüllung zuweisen. Markieren Sie es und erstellen mit
Kopieren und Einfügen eine identische Kopie, die
deckungsgleich über dem Originalobjekt liegt. Um jetzt das
Objekt etwa an der vertikalen Ach-se nach links zu spiegeln,
zeigen Sie auf den mittleren Markierungspunkt am rechten
Objektrand. Nun halten Sie die [Strg]-Taste gedrückt und
ziehen den Markierungspunkt über den linken Ob-jektrand
hinaus nach links, bis hier der Umriss des neuen Objekts
erscheint. Wenn Sie die Maustaste loslassen, erhalten Sie ein
exakt gespiegeltes Objekt. Dieses Verfahren funktioniert in alle
Richtungen. Um etwa ein Objekt an der horizontalen Achse nach oben
zu spiegeln, ziehen Sie den mittleren Markierungspunkt an der
unteren Objektseite bei gedrückter [Strg]-Taste nach oben
über das Objekt hinaus. Das Ziehen mit der [Strg]-Taste
bietet eine weitere Möglichkeit: Indem Sie einen
Eckmarkierungs-punkt mit gedrückter [Strg]-Taste vom Objekt
wegziehen, vergrößern Sie das Objekt schrittweise um
ein ganzzahliges Vielfaches. Sie erhalten al-so Objekte, die exakt
doppelt, drei- oder viermal so groß sind wie das
ursprüngliche Objekt.
Objekte anordnen
Mit nur einem Tastendruck richten Sie
mehrere Objekte in Corel Draw bündig aus.
Um einen
sauberen Bildaufbau zu erhalten, lassen sich Objekte in CorelDraw
entlang einer gedachten Linie ausrichten. Besonders schnell und
zeitsparend geht dies mit Hilfe der Tas-tatur. Beispielsweise
zentrieren Sie meh-rere ausgewählte Objekte mit nur einem
Tastendruck blitzschnell in der horizontalen Achse der Seite.
Wählen Sie alle Objekte aus, die Sie zentrieren möchten.
Dazu aktivieren Sie das Hilfsmittel Auswahl und ziehen einen
Rahmen um alle Objekte, die Sie einbeziehen möchten.
Alternativ halten Sie die [Umschalten]- Taste gedrückt und
klicken alle Objekte nacheinander an, die Sie aus-wählen
möchten. Drücken Sie nun die Taste E auf der Tastatur.
Corel Draw zentriert nun alle markierten Objekte horizontal auf
der Seite. Entsprechend zentrieren Sie die Objekte vertikal, indem
Sie die C-Taste drücken. Mit der P-Taste platzieren sie alle
Objekt im Mittelpunkt der Seite.
Berichte ohne Unterkategorien
Berichte in Quicken werden
übersichtlicher, wenn Sie die Unterkategorien ausblenden.
In
Berichten zeigt Quicken standardmäßig alle
Unterkategorien mit an. Um Ihre Berichte kürzer und
übersichtlicher zu machen, blenden Sie diese Informationen
aus. Öffnen Sie dazu das Menü Berichte/Grafiken, und
laden Sie einen Bericht, beispielsweise mit dem Befehl
Geschäftlich/Gewinn und Verlust. Klicken Sie im Dialog den
gewünschten Bericht an, beispielsweise Vergleich von G&V.
Nun benutzen Sie die Schaltfläche Anpassen und wählen im
Dialog das Register Zusätze aus. Im Listenfeld
Unterkategorien stellen Sie die Option Unterdrücken ein und
schließen mit OK ab. Im Bericht werden jetzt nur noch die
Oberkategorien angezeigt. Soll der Bericht immer in dieser Form
angezeigt werden, sichern Sie ihn nach der Änderung mit Hilfe
der Schaltfläche Speichern. Später können Sie
diesen Bericht mit Hilfe des Befehls Berichte/
Grafiken/Gespeicherte Berichte wieder abrufen.
Goldene Regel
Gleichgültig ob Sie von Warp 3 aufsteigen
oder eine Neuinstallation durchführen: Machen Sie ein Backup
aller wichtigen Daten! Wird die Installation durch äußere
Umstände unterbrochen, kann es zu Datenverlusten kommen.
Alle Treiber an Bord?
Schauen Sie sich den Inhalt der
Device-Driver-CD an. Fehlt der aktuelle Treiber für Ihre
Hardware-Einrichtung, besorgen Sie ihn aus dem Internet. So können
Sie etwa den aktuellen Treiber für Ihre NE2000-kompatible
Netzwerkkarte auf dem IBM FTP-Server
unter
ftp://service.boulder.ibm.com/ps/products/os2/drivers/network
in
der Datei "ns2000.zip" und "ns2000wc.zip"
herunterladen.
Vorsicht: Ressourcen-Konflikte !
Auch wenn Ihre Hardware
unter Windows 95 oder NT prima läuft: Unter dem sensiblen
OS/2 Warp 4 kann das ganz anders aussehen. Sie sollten unbedingt
prüfen, ob die Adressen der aktuellen Geräte-IRQs, DMAs
oder I/Os konfliktfrei definiert sind. Bereits beim Booten können
Sie unter Umständen von einem Hänger zum nächsten
stolpern.
Programme wie NDiags oder SysInfo von Symantec geben
unter DOS oder in einem DOS-Fenster einen ordentlichen Überblick
über Ihre Gerätekonfiguration. Auch das Microsoft-eigene
Diagnose-Tool MSD (in DOS 6.22 enthalten) können Sie
heranziehen. Erst wenn Sie sicher sind, daß Ihre Soundkarte
und Ihre COM-Schnittstelle nicht den gleichen IRQ benutzen,
sollten Sie mit der Installation beginnen.
Platz reservieren
Die Zeiten sind vorbei, in denen Sie mit
40 bis 60 MByte auf der Festplatte für eine
Systeminstallation auskamen. Für eine Standardeinrichtung von
OS/2 Warp 4 benötigen Sie 100 MByte Festplattenspeicher (ohne
Swap-Speicher!). Sie können aber auch leicht auf 300 MByte
kommen, wenn Sie alle Features installieren.
Bootdiskette neu anlegen
Ist Ihre Bootdiskette defekt,
können Sie diese von der Installations-CD mit dem
Stapelbefehl "cdinst.bat" neu erzeugen. Disk 2 dürfen
Sie dabei nicht mit einem Schreibschutz versehen.
HPFS ans Ende
Wenn Sie eine Partition nur für OS/2
benutzen wollen, sollten Sie auf jeden Fall das Dateisystem HPFS
(High Performance File System) wählen, um im FAT-Dateisystem
E/A-Probleme zu vermeiden. DOS kann die HPFS-Partition nicht
lesen, daher gehört diese unbedingt ans Ende der
Laufwerksliste. Besitzen Sie die Partitionen C, D, E, F und das
CD-ROM als Laufwerk G, wählen Sie F als Installationslaufwerk
im HPFS-Modus aus. Unter DOS erhält dann das CD-ROM die
Bezeichnung "F:".
Die Installationsart wählen
Warp 4 fragt Sie beim
Einrichten, ob Sie die Standard- oder die erweiterte Installation
bevorzugen. Haben Sie wenig Erfahrung mit OS/2, sollten Sie die
einfache Version wählen. Möchten Sie C hingegen nicht
als Installationslaufwerk haben, bleibt nur der unbequemere
benutzerdefinierte Weg: Nur er erlaubt die Wahl eines anderen
Laufwerks.
Netzwerkkarte stoppt Installation
Haben Sie eine Sound- und
eine Netzwerkkarte installiert (etwa NE2000), treten immer wieder
Probleme bei der Hardware-Erkennung auf - das System hält an.
Früher mußten Sie die Netzwerkkarte bei der
Installation entfernen, heute funktioniert das eleganter: Tragen
Sie in die "config.sys" folgende Zeilen ein:
SET
CONNECT_DASD=OFF
SET CONNECT_PREREQ=OFF
SET
CONNECT_SNIFF=OFF
Danach werden weder der freie Speicherbereich
auf der Festplatte, die installierte Software noch die vorhandene
Netzwerkkarte gesucht und diagnostiziert.
Einen typischen Hardware-Konflikt lösen
Verwenden Sie
eine Sound-Blaster-Karte vom Typ AWE32 Plug&Play zusammen mit
einer IBM-Auto-16/4-Token-Ring-ISA-Adapterkarte, kann es zu einem
Ressourcenkonflikt kommen.
Folgende Kombination wurde
erfolgreich auf einem IBM-Standard-PC eingesetzt (andere
Kombinationen bei gleicher Hardware-Konstellation sind möglich).
Stellen Sie die Konfiguration mit Hilfe der LANAID-Diskette (wird
mit der T/R-Karte geliefert) so ein:
X Manual Configuration
X
Lock current ressources
IRQ 11
I/O Address A20-A23
(Primary)
ROM " 0D000 - 0D1FFF
RAM " 0D800 -
0D8FFF
RAM Size: 16 KB
Prüfen Sie die Einträge für
die Sound-Blaster-Karte in der Datei "config.sys" bzw.
ändern Sie diese wie folgt:
DEVICE=C:\MMOS2\SBAWED2.SYS
/C:1 /D:1 /H:5 /I:5 /A:240 /M:330 /N:SBAUD1$ /Q /P
/G
DEVICE=C:\MMOS2\AUDIOVDD.SYS SBAUD1$
Beachten Sie dabei,
daß jede DEVICE-Anweisung auf einer Zeile stehen muß.
Das
Booten des PC kann wegen der Hardware-Erkennung eventuell sehr
lange dauern und ist nicht mit einem "Hängen" zu
verwechseln!
Den Installationsprozeß kontrollieren
Oft gelingt es
nicht, herauszufinden, warum Ihr Gerät bei der Installation
hängenbleibt. Daher sollten Sie das Laden der verschiedenen
Treiber mit [Alt-F2] kontrollieren. Bleibt Ihr System danach
hängen, können Sie den Verursacher lokalisieren und aus
der "config.sys" entfernen oder auf REM setzen.
11
SET-Befehl ändern
Auch wenn schon eine "config.sys"
auf der Festplatte vorhanden ist, übernimmt Warp 4 deren
Einstellungen nicht immer. Haben Sie OS/2 in ein anderes
Verzeichnis installiert, kann es passieren, daß einer der
Einträge
SET USER_INI
SYSTEM_INI
auf das alte
Verzeichnis verweist. Ändern Sie daher den Pfadeintrag, damit
auf das richtige Laufwerk verwiesen wird.
"sio.sys" verschieben
Wenn der COM-Treiber
"sio.sys" aus Warp 3 übernommen wird, erscheint
dieser leider vor dem Maustreibereintrag in der "config.sys".
Verschieben Sie den Eintrag hinter den seriellen Mauseintrag.
PS/2-Treiber entfernen
Warp 4 lädt den
PS/2-Diskettenlaufwerk-Treiber "i2bm2flpy.add2" auch
wenn Sie kein IBM-Gerät besitzen. Entfernen Sie den Eintrag
aus der "config.sys", wenn Sie mit einem anderen
Standard-PC arbeiten.
Threads herabsetzen
Mit dem Eintrag
THREADS=1024
erlaubt
Warp 4, daß bis zu 1024 Threads gleichzeitig ausgeführt
werden. Das kostet eine Menge Platz im Kernel-Speicher. In der
Praxis hat sich der Wert 256 als absolut ausreichend erwiesen.
Ändern Sie also den Wert.
Die Auslagerungsdatei optimieren
Warp benutzt den
Eintrag
SWAPPATH=LW:\OS2\SYSTEM 2048 2048
um die Größe
der "swapper.dat" zu reglementieren. Der zweite Wert ist
dabei unrealistisch klein. Der erste ist der MIN- oder
Sicherheitswert für die verbleibende Größe an
MByte. Den zweiten Wert ermitteln Sie aus der Differenz zwischen
48 MByte OS/2-Gesamtspeicher und dem tatsächlich physikalisch
vorhandenen RAM in Ihrem Gerät. Haben Sie 32 MByte
Hauptspeicher, setzen Sie den zweiten Wert auf 16384.
Cache-Speicher verringern
Der Eintrag
DISKCACHE=D,LW,AC:X
(X=Bezeichnung OS/2-Laufwerk)
benutzt mit dem Parameter D den
dynamischen Cachespeicher, der 10 Prozent des gesamten RAM
beträgt. Das ist erheblich zuviel. Realistisch sind feste
Werte wie 512 oder 1024 KByte.
Die alte Startleiste mitladen
Können Sie auf Ihre alte
Klickstartleiste aus Warp 3 nicht verzichten, ändern Sie den
üblicherweise in Zeile 6 der "config.sys" stehenden
Eintrag
SET AUTOSTART
indem Sie anstelle
von
WARPCENTER
LAUNCHPAD
eingeben. Das WarpCenter können
Sie jederzeit aus dem System-Ordner per Mausklick starten. Das
gilt auch umgekehrt für die Klickstartleiste.
OS/2 zuckt schneller
Nicht mehr zeitgemäß ist der
Eintrag
MAXWAIT=3
Er hatte seine Berechtigung bei älteren
386- oder 486/33-Prozessoren. Besitzen Sie ein schnelles Gerät
(DX4 oder Pentium), können Sie den Wert auf 1 setzen. OS/2
Warp besitzt dann eine kürzere Reaktionszeit.
Die Zeitzone einstellen
OS/2 Warp definiert die Zeitzone auf
der Grundlage des Landes, das Sie während des
Installationsprozesses ausgewählt haben. Für Länder
mit mehreren Zeitzonen ist sie möglicherweise nicht korrekt
eingestellt. Sie können die Zeitzone etwa für Berlin
korrigieren, indem Sie die Anweisung
SET TZ=mez-1
in Ihre
"config.sys" einfügen bzw. diese Anweisung
entsprechend ändern.
Benutzereinstufung eintragen
Das WarpCenter ist die
objektorientierte Aktionszentrale (Statusleiste) von OS/2 Warp 4:
Sie können damit sowohl Aktionen auf der Workplace Shell
starten als auch Informationen über Ihr System anzeigen.
Die
Benutzereinstufung legt fest, wie groß der Intensitätsgrad
der Systemhilfen im SmartCenter sein soll. Legen Sie in der
Benutzereinstufung (Icon-Unterstützung rechts im WarpCenter)
fest, daß Sie noch nicht mit OS/2 und einem PC vertraut
sind, werden Ihnen bei der Nutzung der Unterstützungsprogramme
sehr ausführliche (Step-by-Step-)Hilfen angeboten, während
geübte Benutzer nur sehr kurze Hilfen erhalten.
Sie können
Ihr Benutzerlevel auf zwei Arten festlegen: einmal per Doppelklick
auf das Icon "Benutzereinstufung für WarpGuide" im
Ordner "Unterstützung", oder im WarpCenter über
das Icon "Unterstützung".
WarpCenter anpassen
Sie kontrollieren die sehr kleinen und
nicht eindeutigen Symbole auf der Leiste des WarpCenters mit der
Maus. Zeigen Sie auf ein Objekt, wird der Name des Icons mit
QuickView angezeigt.
Veränderungen im WarpCenter nehmen
Sie über das Einstellungsfenster vor. Klicken Sie mit der
rechten Maustaste darauf, und öffnen Sie die Einstellungen.
Batteriestand und Systemauslastung anzeigen
Im WarpCenter
wird über das Modul "Speicherplatz" eine
Auslastungskontrolle Ihrer Laufwerke angezeigt. Klicken Sie
mehrmals darauf, wird nach dem Durchlauf aller Laufwerke eine
grafische Darstellung der Systemauslastung sichtbar. Bei Notebooks
wird auch der Batteriestand dokumentiert.
Die Stoppuhr benutzen
Ganz unscheinbar wird Ihnen ganz
rechts im WarpCenter die Tageszeit digital angezeigt. Klicken Sie
darauf, schaltet Warp 4 ins aktuelle Datum um. Ein weiterer Klick
schaltet die Option "Stoppuhr" ein. Sie erkennen jetzt
neben der Zeitdarstellung ein Icon, das eine Uhr darstellen soll.
Auch hier ist die Darstellung nicht sehr geglückt. Klicken
Sie auf das Symbol, können Sie die Option "Stoppuhr
starten" aufrufen. Möchten Sie die Uhr anhalten, klicken
Sie nochmals auf das Symbol und benutzen die Option "Stoppuhr
stoppen" und anschließend "Stoppuhr zurücksetzen".
Immer eine Rettungsdiskette erstellen
Sie sollten direkt
nach der Installation unter OS/2 Warp 4.0 eine Utility-Diskette
anlegen. Diese benutzen Sie zum Booten des Systems, wenn es aus
verschiedenen Gründen nicht mehr von der Festplatte booten
kann.
Mit der rechten Maustaste klicken Sie auf die Workplace
Shell und rufen die Option "Systemkonfiguration" auf.
Klicken Sie doppelt auf das Symbol "Dienstprogrammdisketten
erstellen". Die Disketten werden bei der Prozedur formatiert.
Hängt Ihr System beim Start, können Sie OS/2 über
die Disketten starten und den DOS-Prompt benutzen. Hier sollten
Sie dann auf Tools wie GammaTech zurückgreifen, die auch in
einer zeichenorientierten Umgebung (ähnlich den Norton
Utilities) Reparaturarbeiten leisten.
Umgang mit Win32
Win-OS/2 unterstützt folgende
Versionen von Win32s: 1.15, 1.20, 1.25 und 1.25a. Von den
Win32s-Anwendungen, die von IBM getestet wurden, erkennt Warp 4
folgende Anwendungen nicht: Adobe PhotoShop, EndNote2 Plus und
PSPICE.
Erscheint bei der Installation eines Win32-Programms
die Fehlernachricht
Bindtime error: cannot load library
"krnl386.exe",
gehen Sie so vor: Schließen Sie
die aktuelle Win-OS/2-Sitzung. Wenn Sie über eine Partition
verfügen, auf der Original DOS und Windows installiert sind,
müssen Sie in der Datei "autoexec.bat" die Einträge
herausnehmen, die auf die Windows-Verzeichnisse auf anderen
Laufwerken verweisen. Ein Beispiel:
SET
PATH=C:\WINDOWS;C:\WINDOWS\SYSTEM
Öffnen Sie die
Win-OS/2-Sitzung, und installieren Sie die Anwendung erneut.
Editieren Sie die "autoexec.bat" im Anschluß an
die Installation, und fügen Sie die ursprüngliche
Anweisung wieder ein. Setzen Sie für Win-OS/2-Sitzungen, in
denen Sie Win32s-Anwendungen ausführen, die DOS-Einstellungen
für DOS_FILES auf den Wert 255.
Verwenden Sie eine
WIN32s-Anwendung, zeigt Warp 4 unter Umständen an, daß
der Speicherplatz hier-
für nicht ausreicht. In diesem
Fall müssen Sie die DOS-Einstellung für
DPMI_MEMORY_LIMIT ändern und die DPMI-Speichermenge
verringern. Dadurch wird mehr Speicherplatz für die
Win32s-Anwendung freigegeben.
Win-OS/2-Einstellungen für WIN32s-Anwendungen ändern
Sie
können die Win-OS/2-Einstellungen wie folgt ändern:
1.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das zu konfigurierende
Programm-Icon.
2. Öffnen Sie die Option Einstellungen.
3.
Klicken Sie auf den Index "Sitzung".
4. Aktivieren
Sie die Schaltfläche [Win-OS/2-Einstellungen].
5.
Markieren Sie den Optionsknopf [Alle DOS- und
WIN-OS/2-Einstellungen].
6. Mit [OK] wechseln Sie in das
Einstellungsfenster, wo Sie Ihre Änderungen vornehmen.
Integrierte Stoppuhr
Messen Sie Programmlaufzeiten mit der
integrierten Stoppuhr.
Daß OS/2 ein
Multitasking-Betriebssystem ist, zeigt folgendes Beispiel: Nach
dem Start sehen Sie am oberen Bildschirmrand die OS/2 Warp-Leiste,
das Warp-Center. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf dieses
Center in der rechten Ecke, so ändert sich die Anzeige von
Datum, Uhrzeit und eines kleinen Uhr-Symbols.
Dies ist die
integrierte Stoppuhr. Klicken Sie auf das Uhr-Symbol, so öffnet
sich ein Menü mit den Optionen
Stoppuhr starten - anhalten
- zurücksetzen
Klicken Sie auf den ersten Menüpunkt,
so beginnt rechts eine Stoppuhr zu laufen, die Sie mit dem
nächsten Eintrag wieder stoppen. Mit dieser Hilfe testen Sie,
wie lange das System eine Diskette formatiert oder wie lange eine
Besprechung dauert.
Manuel Marsch/et
Warp im Windows-95-Look
Bauen Sie die OS/2-Warp-Leiste nach
dem Vorbild von Windows 95.
Wollen Sie OS/2 optisch an Windows
95 anpassen? Dann gehen Sie so vor: Klicken Sie mit der rechten
Maustaste in einen freien Bereich der OS/2-Warp-Leiste und wählen
Sie
Kontext - Einstellungen
In der nun geöffneten
Dialogbox können Sie die Position der Leiste von
Oben auf
der Anzeige
auf
Unten auf der Anzeige
ändern und
zusätzlich die Option
Nur anzeigen, wenn sich der
Mauszeiger darüber befindet
aktivieren. Damit erhalten Sie
ein weiteres Feature, das bisher nur Windows-95-Besitzern
vorbehalten war.
Manuel Marsch/et
Mehrere Objektfächer
Räumen Sie die
Arbeitsoberfläche mit Objektfächern auf.
Neben dem
Startknopf enthält die OS/2-Warp-Leiste - anders als Windows
95 - zusätzliche Symbole. Im rechten Drittel befinden sich
die "Objektfächer", in welche Sie sogar Symbole von
der Arbeitsoberfläche per Drag&Drop ziehen können.
So gestalten Sie die Leiste nach eigenen Vorgaben. Wenn Sie
bereits viele Ihrer Lieblingssymbole dort plaziert haben, könnte
der Platz für weitere knapp werden.
Das kleine Problem
beseitigen Sie leicht: Sie klicken mit der rechten Maustaste auf
die OS/2-Warp-Leiste und wählen Kontext - Einstellungen
Dort
aktivieren Sie die grüne Lasche namens "Fächer".
Wählen Sie
Fach [h]inzufügen
und geben Sie dem
neuen Fach einen Namen. Damit haben Sie ein neues, leeres
Objektfach angelegt.
Nach dem Schließen der
Einstellungen-Dialogbox befindet sich dieses neue Objektfach im
Menü "Objektfach wechseln". Sie erkennen es anhand
des aus Lotus-Anwendungen bekannten Symbols mit den drei
blauvioletten Punkten. Haben Sie das neue Fach ausgewählt,
sind die Symbole des ersten Objektfachs auf der rechten Seite
verschwunden, und Sie können dort weitere ablegen.
Über
"Objektfach wechseln" stehen Ihnen alle angelegten
Objektfächer und deren Symbole zur Verfügung. So können
Sie platzsparend Symbole auf unterschiedlichen Objektfächern
anlegen. Damit halten Sie Ihre Arbeitsoberfläche von zu
vielen
Symbolen frei.
Manuel Marsch/et
Schneller Bildschirmtreiber-Reset
Auch mit einem falschen
Bildschirmtreiber läßt sich das Ausgangsbild
wiederherstellen.
Haben Sie versehentlich einen falschen
Bildschirmtreiber installiert, bleibt Ihr Monitor schlimmstenfalls
schwarz. Ein Trick verhilft Ihnen wieder zu einem Bild: Drücken
Sie bei Erscheinen der Buchstaben "OS/2" in der linken
oberen Ecke des Schirms beim Booten [Alt-F1], und wählen Sie
aus dem nun aufklappenden Menü
F3 - Primärbildschirm
auf VGA setzen
Schon präsentiert sich Ihr OS/2 Warp 4.0
wieder im gewohnten Standard-VGA-Modus. Jetzt können Sie in
einem weiteren Versuch mit geändertem Grafiktreiber
starten.
Manuel Marsch/et
Automatische Kopf-/Fußzeilen
So drucken Sie Dateien
mit Ihrem Namen und Datum aus.
Wer einfache Textdateien druckt,
will manchmal den Dateinamen und/oder das Ausdrucksdatum
automatisch mit zu Papier bringen. Das kleine Problem lösen
Sie schnell. Markieren Sie einfach Ihren Drucker, und wählen
Sie:
[Rechte Maustaste] - Einstellungen -
Textformatoptionen
Hier legen Sie die Optionen fest, etwa
Dateiname, Druckzeit und -datum, Seitennumerierung oder eine
individuelle Kopfzeile. Wenn Sie das nächste Mal eine
Textdatei auf das Drucker-Objekt ziehen, berücksichtigt das
System automatisch Ihre Vorgaben.
Manuel Marsch/et
CD-ROM-Sonderfunktionen
So verhindern Sie den Zugang zum
CD-Laufwerk per Software.
Nicht nur Windows 95 bietet Ihnen bei
bestimmten CD-ROM-Laufwerken schon eine Option zum Auswurf einer
CD-ROM per Mausklick, auch OS/2 Warp 4.0 - und noch einige
Funktionen mehr.
Um diese zu nutzen, wechseln Sie in den
Laufwerke-Ordner im System-Ordner und markieren dort Ihr
CD-ROM-Laufwerk. Dann rufen Sie mit der rechten Maustaste das
Kontext-Menü auf. Hier finden Sie die Option "Datenträger
ausgeben", um die CD-ROM-Schublade per Software zu
öffnen.
Wollen Sie dies jedoch per Software verhindern,
was zum Beispiel bei "mounted" CD-ROMs im Server Sinn
macht, so schalten Sie mit der Option "Laufwerk sperren"
das Öffnen - auch das per Hand - ab. Erst wenn Sie das
Laufwerk wieder freigeben, können Sie die CD
entfernen.
Manuel Marsch/et
Übersichtlicher Hardware-Manager
Ohne alle Details
überblicken Sie den Hardware-Manager besser.
Starten Sie
den OS/2-Warp-Hardware-Manager, den Sie unter
System -
Systemkonfiguration - Hardware-Manager
finden, so überrascht
Sie vielleicht dessen Detailgenauigkeit. Wer eine übersichtlichere
Darstellung wie beim Windows-95-Geräte-Manager wünscht,
wechselt einfach:
[Alt] - Anzeige - Strukturanzeige
So
verwandelt sich die Fülle der technischen Informationen in
einen übersichtlichen Baum.
Manuel Marsch/et
Dateien übersichtlich speichern
Dateien mit [Strg-S] zu
speichern, ist leicht. Wo Sie diese Dateien wiederfinden, ist eine
ganz andere Sache.
Endlich fertig mit der Arbeit, schnell
speichern - das war's. Doch Vorsicht: Viele Programme verwenden
eigene Ordner als Vorgabe. Wenn Sie beim Speichern nicht
aufpassen, landen Ihre Daten an ganz unterschiedlichen Stellen. So
wird es umständlich, die Dateien wiederzufinden.
Dabei ist
es ganz leicht, alle Arbeiten übersichtlich und zentral an
einem Ort aufzubewahren - in einem Privatordner, den Sie auf Ihrem
Desktop installieren. Öffnen Sie das Symbol Arbeitsplatz auf
dem Desktop, und suchen Sie mit einem Doppelklick eine Festplatte
aus. Wählen Sie aus Datei/Neu den Punkt Ordner. Dem neuen,
gelben Ordner im Fenster geben Sie einen passenden Namen wie zum
Beispiel Meine Dateien und bestätigen dies mit [Enter]. Mit
[F2] können Sie diese Verknüpfung ebenso umbenennen wie
mit dem Eintrag Umbenennen, den Sie mit der rechten Maustaste
aufrufen. Jetzt ziehen Sie diesen Ordner mit der rechten Maustaste
auf Ihren Desktop und wählen im Kontextmenü des Ordners
Verknüpfung(en) hier erstellen. Damit ist Ihr zentraler
Aufbewahrungsort fertig.
Neue Dateien speichern Sie ganz leicht
darin: Wählen Sie in Ihrem Programm Datei/Speichern unter,
und stellen Sie im Dialogfenster Speichern in/Desktop ein. Sie
können dazu auch die Tastenfolge [F4-Pos1-Enter]
verwenden.
Jetzt sehen Sie im großen Feld darunter Ihren
neuen Ordner Meine Dateien. Mit einem Doppelklick auf diesen
Eintrag haben Sie diese praktische Einstellung übernommen.
Ihre Datei landet damit übersichtlich in Ihrem neuen
Ordner.
Wie vielseitig dieses System ist, merken Sie, wenn Sie
das nächste Mal Ihre Dateien öffnen. Sie starten Ihr
Programm und wählen wie gewohnt Öffnen aus Datei. Nun
stellen Sie wieder über [F4-Pos1-Enter] den Desktop ein und
doppelklicken auf Ihren Ordner. Damit sehen Sie alles, was Sie
darin gespeichert haben.
Noch einfacher geht es, wenn Sie auf
Ihr Ordnersymbol auf dem Desktop doppelklicken. Damit öffnen
Sie ein Fenster, das Ihnen die Dateien anzeigt, die Sie
gespeichert haben. Jetzt brauchen Sie auf die die gewünschte
Datei doppelzuklicken, und schon lädt das passende Programm
diese Datei.
Dieses Konzept ist so überzeugend, daß
es Microsoft in Windows 98 integriert hat. Wer Windows 98 benutzt,
findet im Windows Explorer einen Ordner namens Eigene Dateien, und
auf dem Desktop liegt auch schon ein Eigene Dateien-Icon
bereit.
Unter Windows 98 benutzen alle Programme, zum Beispiel
Word 97, diesen Ordner als Vorgabe. Windows 98 hat auch das
Dokumente-Menü des Start-Menüs erweitert und bietet
darin den Befehl Eigene Dateien an, mit dem Sie Ihren
Zentralordner erreichen und öffnen.
Dateierweiterungen ausblenden
Wenn Sie die
Dateierweiterungen nicht brauchen, blenden Sie sie einfach
aus.
Windows versieht jeden Dateinamen mit einer Erweiterung.
Daran erkennt das Betriebssystem, um welchen Dateityp es sich
handelt. Sie können diese Erweiterung unsichtbar machen.
Damit umgehen Sie Probleme, wenn Sie Dateien umbenennen. Denn bei
eingeblendeten Dateierweiterungen müssen Sie selbst darauf
achten, die passende Erweiterung an den neuen Dateinamen
anzuhängen. Und ohne passende Erweiterung scheitern
Programmzugriffe auf Dateien.
Um die Anzeige der
Dateierweiterungen auszublenden, öffnen Sie mit [F12] Ihren
Zentralordner. Wählen Sie Ansicht/Optionen, und aktivieren
Sie Keine MS-DOS-Erweiterungen für registrierte Dateien. Nach
dem Klick auf den [OK]-Button entfällt die Anzeige der
Dateinamenserweiterungen. Bei Windows 98 lautet der Befehl dazu im
Explorer-Fenster Ordneroptionen aus Ansicht.
Bei beiden
Betriebssystemversionen klicken Sie dann auf das Register Ansicht
und aktivieren die Option Dateinamenerweiterung bei bekannten
Dateitypen ausblenden.
Icon selber zeichnen
Wenn Sie Ihrem Zentralordner eine
persönliche Note geben wollen, statten Sie ihn mit einem
selbstgemachten Icon aus.
Die Standard-Icons auf dem Windows
Desktop wirken oft einfallslos und grau. Dabei ist es ganz leicht,
ein persönliches Icon ohne weitere Hilfsmittel zu gestalten.
Sie brauchen lediglich das Windows-eigene Malprogramm Paint, das
Sie unter Start/Programmme/Zubehör finden.
Sollte Paint
dort fehlen, installieren Sie es von Ihrer Windows-CD: Dazu reicht
in der Systemsteuerung ein Doppelklick auf Software. Im Register
Windows-Setup klicken Sie doppelt auf Zubehör, markieren das
Kästchen vor Paint und installieren so das einfache
Zeichenprogramm.
Wählen Sie in Paint aus der Menüleiste
Bild/Attribute, und stellen Sie in den Feldern Höhe und
Breite eine Größe von 32 ein. Als Maßeinheit
wählen Sie Pixel, was Sie mit [OK] bestätigen. Ein Icon
erfordert genau dies Format.
Damit Sie vernünftig zeichnen
können, klicken Sie in der Werkzeugleiste links auf das
Symbol Lupe. Im Vergrößerungsfaktor im unteren Bild
klicken Sie auf 8x, womit sich Ihre Zeichenfläche
entsprechend vergrößert.
Nun wählen Sie aus dem
Menüeintrag Datei den Dialog Datei/Speichern unter. Tippen
Sie einen Namen ein, zum Beispiel:
c:\meinicon.ico
Im Feld
Dateityp stellen Sie die 16-Farben-Bitmap ein, und bestätigen
den Speichervorgang. Ignorieren Sie den Hinweis von Windows, daß
die Beschränkung auf 16 Farben zu Farbverlusten führt.
Wenn
Sie Ihr Icon gestalten, wundern Sie sich nicht, daß manche
Farben auf der Zeichenfläche anders aussehen als in der
Farbpalette. Denn die bietet 32 Farben an, aber Sie haben die
Datei als 16-Farben-Grafik angelegt, was das Icon-Format
erfordert. Erst das Paint, das Windows 98 ausliefert, stutzt die
Farbpalette korrekt auf 16 Farbtöpfe zusammen.
Klicken Sie
nun Ihr Zentralordner-Icon auf dem Desktop mit der rechten
Maustaste an, und wählen Sie Eigenschaften. Klicken Sie auf
das Register Verknüpfung und dann auf Anderes Symbol. Tippen
Sie den Dateinamen c:\meinicon.ico
ein, und bestätigen Sie
mit [Enter]. Das selbstgemalte Icon, welches das einspaltige
Zentralordnerfenster öffnet, erscheint ab sofort sogar im
Öffnen- und Speichern unter-Fenster Ihrer Programme.
Zentralordner zum Programmstart
Im Zentralordner halten Sie
nicht nur mit Ihren eigenen Dateien Ordnung. Sie können dort
auch Ihre wichtigsten Programme starten.
Der Zentralordner
eignet sich auch als zentraler Punkt für oft benutzte
Programme. Diese starten Sie dann mit wenigen Mausklicks, anstatt
sich umständlich durch lange Klappmenüs zu
hangeln.
Öffnen Sie mit [F12] den Zentralordner, und legen
Sie in ihm den Unterordner Lieblingsprogramme an. Um die
Verknüpfungen zu Ihren ausgewählten Programmen
einzurichten, gehen Sie in das Menü
Start/Ausführen/Durchsuchen. Dort wählen Sie mit rechtem
Mausklick das gewünschte Programm. Im aufklappenden
Kontextmenü klicken Sie auf Verknüpfung erstellen. Die
so angelegte Verknüpfung verschieben Sie nur noch in Ihren
Ordner Lieblingsprogramme.
Wenn Sie den Internet Explorer 4
installiert haben oder Windows 98 benutzen, klicken Sie das
ausgewählte Programm mit der rechten Maustaste an und wählen
Kopieren. Da Windows 95 im Menü Programme kein Kontextmenü
anbietet, merken Sie sich den Programmnamen, zum Beispiel
WordPad.
Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste den
Startknopf an, und wählen Sie im Kontextmenü Suchen.
Dort geben Sie nach einem Anführungszeichen den Programmnamen
ein, gefolgt von einem Punkt und der Zeichenkette lnk, also zum
Beispiel
"wordpad.lnk
und bestätigen Sie mit
[Enter]. Ist das Programm gefunden, klicken Sie es im
Suchen-Fenster mit der rechten Maustaste an und wählen
Kopieren. Schließen Sie das Suchen-Fenster noch
nicht!
Bringen Sie mit [F12] Ihren Zentralordner in den
Vordergrund, und klicken Sie mit der rechten Maustaste in die
linke Spalte auf Ihren neuen Ordner Lieblingsprogramme. Im
Kontextmenü wählen Sie Einfügen. Damit liegt das
Programm in diesem Ordner, und Sie starten es ab sofort über
sein Symbol - direkt in Ihrem Zentralordner.
URL im schnellen Zugriff
Auf eine Internet-Adresse können
Sie auch über den Start-Knopf zugreifen.
Sie können
beliebige URL-Adressen über Start/Ausführen öffnen.
In die sich aufklappende Box tippen Sie Ihre Web-Adresse ein.
Wählen Sie zum Beispiel:
www.wekanet.de
Dann
startet der Internet Explorer und verbindet Sie mit dieser Seite,
sofern Sie über eine Internet-Anbindung verfügen.
et
Schneller mit der [Windows-Logo]-Taste
Die
[Windows-Logo]-Taste erleichtert Ihnen mit einer wichtigen
Schlüsseltaste die Arbeit.
Wenn Sie mit Start/Ausführen
eine Box öffnen wollen, sind einige Mausbewegungen
erforderlich. Mit weniger Arbeitsschritten kommt aus, wer über
eine Tastatur mit der [Windows-Logo]-Taste verfügt: Drücken
Sie diese in Kombination mit [R]. Schon klappt die Ausführen-Box
auf, die Sie mit [R] (für run) ansprechen.
et
Registry sichern
Nutzen Sie das versteckte Werkzeug eru, um
Ihre Registry regelmäßig zu sichern.
Die
Registrierungsdatenbank ist der empfindlichste Windows-Bereich:
Hier werden alle Einstellungen gespeichert, die Programme oder Sie
selbst vorgenommen haben. Wenn die Registry beschädigt wird,
müssen Sie Windows meist ganz neu installieren. Das ist
ärgerlich!
Beugen Sie vor! Legen Sie eine Sicherheitskopie
Ihrer Registry an, die Sie im Katastrophenfall reaktivieren. Damit
lassen sich fast alle Probleme in wenigen Minuten
lösen.
Windows-95-Benutzer verwenden zur
Registry-Sicherung das Werkzeug eru, das sich etwas versteckt auf
der Windows-CD befindet. Dort wählen Sie im Start-Menü
Suchen und klicken auf Dateien/Ordner. Ins Name-Feld schreiben Sie
eru. Im Suchen in-Feld stellen Sie Ihr CD-ROM-Laufwerk ein, in das
Sie die Windows-CD eingelegt haben. Jetzt klicken Sie auf Starten
und finden den Ordner eru, den Sie mit der Maus auf Ihre
Festplatte ziehen. Öffnen Sie den Ordner, und verschieben Sie
die Datei eru.exe auf Ihren Start-Knopf. So bauen Sie das Programm
eru ins Start-Menü ein.
Liegt es Ihnen dort zu exponiert,
klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Start-Knopf und
wählen Öffnen. Im sich öffnenden Fenster schieben
Sie das eru-Symbol auf den Eintrag Programme. Wenn Sie jetzt auf
das Sicherungsprogramm zugreifen möchten, wählen Sie
Start/Programme.
Windows-98-Benutzer können sich die
Arbeit sparen: Das Update enthält bereits eine eingebaute
Registry-Sicherung.
Sicherheitskopie der Registry
Legen Sie vor
Programm-Neuinstallationen und vor dem Einbau zusätzlicher
Geräte eine Sicherheitskopie der Registry an.
Um die
gesicherte Registry im Schadensfall zu nutzen, rufen Sie eru auf.
Das Programm startet und fragt, wohin Sie die Sicherheitskopie
speichern wollen. Wählen Sie Anderes Verzeichnis, und geben
Sie den Zielordner an. Am besten notieren Sie sich diesen
Ordnernamen!
Windows 98 legt demgegenüber ganz von selbst
jeden Tag eine Sicherheitskopie der Registry und wichtiger
ini-Dateien an. Zuständig dafür ist der Aufruf scanregw
/autorun der Registry. Die letzten fünf Sicherungskopien
werden im Ordner windows/sysbckup als RBxxx.cab aufbewahrt.
Sie
selbst können zusätzliche Sicherungskopien nur mit dem
Befehl scanregw /backup von Windows aus und scanreg /backup von
DOS aus anlegen. Doch das ist nicht ratsam: Aufgrund eines Bugs in
der deutschen Windows-98-Version verursacht eine solche
Sicherungskopie den Absturz des Wiederherstellungsprogramms
scanreg /restore nach der Systemprüfung. Sie kommen dann an
keine Sicherungskopie heran.
Ob dieser Fehler bei Ihnen auch
auftritt oder Microsoft ihn inzwischen ausgebessert hat, können
Sie leicht selbst ausprobieren: Führen Sie auf der DOS-Ebene
scanreg /backup aus, und geben Sie scanreg /restore ein. Hängt
Ihr Computer, starten Sie neu und löschen die zuletzt
angelegte RBxxx.cab-Datei wieder aus dem Ordner windows/sysbckup.
Das ist der Beweis, daß Sie nur die von Windows automatisch
angelegten Sicherungskopien verwenden dürfen.
Es ist
ratsam, dafür zu sorgen, daß Windows mehr als fünf
Sicherheitskopien aufhebt. Dazu wählen Sie im Start-Menü
Suchen und klicken auf Dateien/Ordner. Tippen Sie ins
Name-Feld
scanreg.ini
ein, und wählen Sie im Suchen
in-Feld Ihren Festplattentyp. Dann starten Sie die Suche. Sobald
die Datei gefunden ist, öffnen Sie sie. Ändern Sie darin
die Zeile
MaxBackupCopies=5
in
MaxBackupCopies=15
und
speichern Sie die geänderte Datei.
Registry zurücksichern
Kopieren Sie die
Sicherheitskopie Ihrer Registry auf die Festplatte zurück.
Wenn
das Betriebssystem nicht mehr arbeitet, steht der Rechner. Doch
wenn Sie einen aktuellen Stand Ihrer Registry gesichert haben,
können Sie sich leicht helfen, indem Sie auf diese Sicherung
zurückgreifen. Die Registry können Sie allerdings nur
außerhalb von Windows austauschen. Starten Sie Ihren
Computer daher im MS-DOS-Modus. Windows-95-Benutzer wechseln mit
dem DOS-Befehl cd in den Ordner, in dem eru die Sicherheitskopie
angelegt hat. Tippen Sie zum Beispiel am DOS-Prompt ein:
cd
c:\erd\sicher1
Nachdem Sie diesen Befehl mit der [Enter]-Taste
bestätigt haben, starten Sie die Wiederherstellung mit dem
erd-Befehl. Die deutsche Version von erd fragt nach, ob Sie
wirklich wiederherstellen wollen. Tippen Sie nicht, wie gefordert,
auf [J], sondern auf die [Y]-Taste!
Windows-98-Benutzer
verwenden den Befehl scanreg /restore. Er zeigt Ihnen die zuletzt
gesicherten Registry-Kopien in einer Liste an. Sie können
sich also diejenige aussuchen, die Sie wiederherstellen
wollen.
Falls ScanReg abbricht und keine Sicherungskopien zur
Auswahl anzeigt, haben Sie den Befehl zwischenzeitlich mit dem
Parameter /backup veranlaßt, eigene Sicherungskopien zu
produzieren. Diese sind leider fehlerhaft.
Registry reinigen
Lassen Sie Ballast aus Ihrer Registry
entfernen!
Die Sicherungskopien der Registry können viel
Festplattenplatz beanspruchen: Dateigrößen bis zu 10
MByte für jede einzelne Kopie sind keine Seltenheit. In der
Registry können sich jedoch auch viele nutzlose Einträge
befinden, die keinerlei Verknüpfungen herstellen.
Die
Ursache: Jedesmal, wenn Sie ein neues Programm installieren,
werden Einträge in die Registrierdatenbank geschrieben.
Selbst wenn Sie das Programm später löschen, bleiben
häufig Bruchstücke davon in der Registry zurück.
Sie machen Ihr System also schneller und sicherer, wenn Sie Ihre
Registry von Zeit zu Zeit "ausmisten"!
Das
funktioniert zum Glück automatisch. Sie brauchen nur das
richtige Werkzeug dafür: RegClean. Sie bekommen es kostenlos
unter
core.binghamton.edu/~dj/new.html
Installieren Sie das
Programm, und starten Sie es. RegClean prüft Ihre Registry
und entfernt unnötigen Datenballast. Microsofts Warnung, daß
Sie RegClean auf eigene Verantwortung benutzen, können Sie
getrost ignorieren.
Schlank und effizient
Sorgen Sie dafür, daß
gelöschte Registry-Einträge wirklich
verschwinden!
Selbst wenn Sie Ihre Registry regelmäßig
von Datenballast befreien, wird diese Datenbank stetig größer.
Der Grund: Gelöschte Einträge werden gar nicht
herausgenommen, sondern nur als gelöscht markiert. Gelöschte
Einträge belegen also weiterhin Platz in der Registry! Damit
diese nicht irgendwann übergewichtig und träge wird, ist
es angebracht, die Datenbank hin und wieder von Grund auf neu
anzulegen.
Windows-95-Benutzer sollten zuerst ihre
Windows-Version prüfen. Dazu klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf Ihr Arbeitsplatz-Icon und wählen Eigenschaften.
Jetzt öffnet sich ein Fenster, das Ihnen Ihre Windows-Version
verrät. Das dort beschriebene Verfahren dürfen Sie nur
anwenden, wenn Sie über die Version 4.00.950b verfügen.
Die a-Version und die Version ohne Buchstabe besitzen nämlich
ein fehlerhaftes, nicht funktionierendes regedit-Programm.
Als
Windows-95b-Anwender gehen Sie so vor: Sie wählen im
Start-Menü Ausführen und schreiben
regedit
ins
Fenster. Bestätigen Sie den Befehl mit [Enter], startet der
Registrierungseditor. Wählen Sie Registrierungsdatei
exportieren aus Registrierung, und aktivieren Sie die Option
Alles. Als Dateinamen tippen Sie ein:
c:\alles.reg
Damit
exportieren Sie die Registry als Textdatei. Anschließend
fahren Sie Windows auf die DOS-Ebene herunter. Dort geben Sie den
Befehl
regedit /c c:\alles.reg
ein. Damit legen Sie eine
neue Registry an, in der die als gelöscht markierten Einträge
tatsächlich entfernt sind. Das kann mehrere Minuten
dauern.
Windows-98-Anwender haben es wieder einmal leichter.
Sie tippen auf der DOS-Ebene einfach nur den Befehl
scanreg
/fix
ein. Damit komprimieren Sie die Registry und reparieren
sie nötigenfalls sogar. Mit dem Befehl
scanreg
/opt
löschen Sie darüber hinaus größere
Leerbereiche der Registry.
Startfehler ausbessern
Fehlermeldungen während des
Windows-Starts haben häufig ihren Ursprung in falschen
Registry-Einträgen.
Vielleicht kennen Sie folgende
Situation: Nachdem Sie ein Programm deinstalliert oder einige
Dateien gelöscht haben, startet der Rechner mit der Meldung,
daß Dateien vermißt werden. Des weiteren erhalten Sie
den Hinweis:
Installieren Sie das Programm [xyz] neu, oder
entfernen Sie die Programmaufrufe.
Leichter gesagt als
getan.
Notieren Sie einfach, welche Datei als vermißt
gemeldet ist. Danach setzen Sie den Startvorgang mit [Enter] fort.
Wählen Sie Start/Ausführen, und starten Sie den
Registrierungseditor mit
regedit
Wählen Sie Suchen aus
Bearbeiten, geben Sie den Namen der vermißten Datei ein, und
aktivieren Sie die Option Daten. Dann starten Sie die Suche.
Sobald Sie den betreffenden Eintrag gefunden und in der rechten
Spalte markiert haben, entfernen Sie ihn mit der [Entf]-Taste.
Suchen Sie sicherheitshalber mit [F3] nach weiteren
gleichlautenden Einträgen, die Sie ebenfalls entfernen.
Danach dürfte die lästige Fehlermeldung beim Start
entfallen.
Taucht sie weiterhin auf, weil Sie gleichlautende
Einträge in der Registry nicht entdecken konnten, schauen Sie
sich als nächstes die Datei system.ini in Ihrem
Windows-Verzeichnis an. Dazu wählen Sie Start/Ausführen
und tippen
sysedit
ein. Suchen Sie in der Datei system.ini
nach dem Dateinamen, und entfernen Sie ihn. Wie üblich
schreiben Sie die Datei mit Speichern auf Ihren Datenträger.
Programm deinstallieren
Werfen Sie nicht mehr
funktionierende Einträge aus der
Software-Deinstallationsliste heraus!
Stellen Sie sich folgende
Situation vor: Sie rufen Arbeitsplatz/Systemsteuerung/Software
auf, klicken das Programm Autoroute 66 an und starten mit dem
Hinzufügen/Entfernen-Button die Deinstallation. Doch besagtes
Programm, das sich schon seit geraumer Zeit nicht mehr auf Ihrem
Datenträger befindet, verschwindet nicht. Wieder einmal
präsentiert Ihnen ein Mausklick nur eine Fehlermeldung
wie:
Das Programm kann nicht gelöscht werden.
Diese
Meldung erscheint, wenn Sie das lästige Programm schon auf
andere Weise gelöscht haben, oder wenn fehlerhaft
programmierte Software die Endkontrolle passieren konnte. Entweder
haben Sie das Deinstallationsprogramm mit entfernt, oder es fehlt
völlig. Der Eintrag in der Software-Liste bleibt Ihnen
erhalten.
So müssen Sie den lästigen Verweis auf eine
nicht mehr existierende Software manuell von der Liste streichen.
Dazu notieren Sie sich den Programmeintrag aus der Liste und
starten den Registrierungseditor. Wählen Sie Suchen aus
Bearbeiten, geben Sie den notierten Programmnamen ein, aktivieren
Sie die Suchoptionen Daten und Ganze Zeichenfolge vergleichen, und
starten Sie die Suche. Einen Moment später wird der Eintrag
hinter DisplayName in der rechten Spalte des Registrierungseditors
angezeigt. Mit der [Tab]-Taste markieren Sie den Haupteintrag in
der linken Spalte, und mit [Entf] beseitigen Sie ihn. Schon haben
Sie das Programm aus der Deinstallationsliste gelöscht.
Dateitypen passend verknüpfen
Sie bestimmen, welche
Dateitypen mit welchen Programmen geöffnet werden.
Ein
ärgerlicher Fehler tritt häufig nach der Installation
neuer Programme auf: Ihre Anwendungsdateien starten nicht mehr wie
gewohnt, sondern das neu installierte Programm ruft sie auf.
Mit
einem kleinen Eingriff stellen Sie die alte Beziehung zwischen
Dateityp und Programm wieder her: Zunächst finden Sie heraus,
welche Dateierweiterung Ihre Datei trägt. Klicken Sie dazu
einfach eine Datei, die das neu installierte Programm geöffnet
hat, mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie
Eigenschaften. Im sich öffnenden Dialogfenster klicken Sie
auf das Register Allgemein. Jetzt erscheint hinter dem Feld
MS-DOS-Name der Dateinamen mit Erweiterung.
Lösen Sie die
unerwünschte Programmverknüpfung! Dazu starten Sie den
Registrierungseditor und wählen Bearbeiten/Suchen. Tippen Sie
ins Fensterfeld Suchen nach einen Punkt und dann die Erweiterung
ein, zum Beispiel:
.tif
Aktivieren Sie die Suchoptionen
Schlüssel und Ganze Zeichenfolge vergleichen, und starten Sie
die Suche. Einen Moment später wird die Erweiterung in der
linken Spalte markiert. Löschen Sie den Eintrag mit der
[Entf]-Taste.
Jetzt ist dieser Dateityp mit keinem Programm
mehr verknüpft. Legen Sie zum Test eine tif-Datei auf Ihren
Desktop, und versuchen Sie, sie zu öffnen. Es geht nicht
mehr.
Über Arbeitsplatz/Ansicht/Optionen mit dem Register
Dateitypen stellen Sie eine neue Programmverknüpfung her.
Hierzu wählen Sie den Button Neuer Typ aus, wobei Sie die
einzelnen Felder im sich öffnenden Fenster ausfüllen.
Wichtig ist, daß Sie unter zugeordnete Erweiterung den
richtigen Typ eintippen. Im Feld Neuer Vorgang können Sie
endlich die Verknüpfung mit dem ausführbaren Programm
festlegen. Ist Ihnen der Verzeichnisname entfallen, hilft Ihnen
der Durchsuchen-Button weiter.
Wählen Sie jetzt das
Programm aus, das künftig für den Dateityp zuständig
sein soll. Lassen Sie die Option Diesen Dateityp immer mit diesem
Programm öffnen aktiviert, und klicken Sie auf den OK-Button
- fertig!
Feintuning mit der Registry
Die Registry kann mehr als
Fehler ausbessern. Sie enthält Einstellungen, die für
andere Hilfen unzugänglich sind.
Viele Anwender halten die
Einträge im Start-Menü für unabänderlich. Doch
wer die richtigen Registry-Einträge zu ändern versteht,
bestimmt selber, welche Befehle im Start-Menü sichtbar sind
und welche nicht. Befehle, die Sie nie brauchen, können Sie
also ebenso leicht beseitigen wie solche, die Sie für ein
Sicherheitsrisiko halten.
Starten Sie den Registrierungseditor,
wählen Sie den Menüeintrag Bearbeiten/Suchen aus, und
tippen Sie ins Feld Suchen nach
NoDriveTypeAutoRun
ein. Als
Suchoptionen aktivieren Sie die beiden Einträge Werte und
Ganze Zeichenfolge vergleichen. Nach kurzem Suchen taucht der
eingegebene Begriff in der rechten Spalte auf. Klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf eine freie Stelle der rechten Spalte, und
wählen Sie Neu und dann Zeichenfolge. Ein neuer Eintrag
erscheint. Tippen Sie dort einen passenden Namen ein, den Sie der
Tabelle (PC Magazin 10/98, Seite 174 unten) entnehmen, zum
Beispiel:
NoFind
Nachdem Sie die Eingabe mit der
[Enter]-Taste bestätigt haben, öffnen Sie - wieder via
[Enter] - das Fenster Zeichenfolge bearbeiten. Hier weisen Sie dem
Eintrag NoFind den Zahlenwert [1] zu, den Sie ein weiteres Mal mit
[Enter] bestätigen.
Nachdem Sie den Registrierungseditor
geschlossen haben, sind Sie fertig. Sie übernehmen die
Änderung nach einem Neustart von Windows. Das Start-Menü
ist jetzt um den im Beispiel ausgeschalteten Suchen-Befehl
ärmer.
Die Änderungen werden auch ohne Neustart
wirksam, wenn Sie [Strg-Alt-Entf] drücken und in der
erscheinenden Task-Liste auf Explorer und dann auf Task beenden
klicken.
Es sieht so aus, als ob Windows herunterfährt.
Wenn Sie aber nichts weiter tun, erscheint einige Sekunden später
eine erneute Abfrage, in der Sie noch einmal auf Task beenden
klicken. Damit zwingen Sie den Explorer ohne Neustart dazu, die
neuen Registry-Einträge zu lesen.
Dokumente-Menü spionagesicher
Sorgen Sie dafür,
daß das Dokumente-Menü vor neugierigen Blicken
geschützt ist!
Immer häufiger kommt es vor, daß
ein Kollege einen fremdem Rechner ausspioniert. Das ist oft kein
Kunststück, denn Windows archiviert die letzten 15 Dokumente,
die Sie gerade bearbeitet haben. Es sei denn, Sie haben kleine
Sicherungen in Ihren Rechner eingebaut.
Kontrollieren Sie die
Funktion des Dokumente-Menüs. Den Registry-Schlüssel
legen Sie an
unter
HKEY_Current_User\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer
Setzen
Sie den Wert 1 im Registry-Eintrag:
NoRecentDocsMenu
Damit
aktualisiert Windows das Dokumente-Menü nicht mehr. Mit dem
Wert 1 im Eintrag
ClearRecentDocsOnExit
leert Windows beim
Herunterfahren das Dokumente-Menü. Diese Schlüssel
können Sie natürlich auch neu anlegen.
Verborgene Autostarts
Die Registry kann Programme
automatisch starten, selbst wenn die Autostart-Gruppe leer
ist.
Sie wundern sich vielleicht, warum beim Windows-Start Ihre
Festplatte lange arbeitet und sich die Task-Leiste mit Sinnbildern
füllt. Um herauszufinden, wie der Rechner startet, aktivieren
Sie den Registrierungseditor (wie in Tip 16 beschrieben) und
wählen das Menü Bearbeiten/Suchen aus. Tippen Sie im
Suchen-Fenster
RunOnce
ein, und aktivieren Sie die
Suchoptionen Schlüssel und Ganze Zeichenfolge vergleichen.
Nach dem Suchvorgang sehen Sie in der linken Spalte den Eintrag
RunOnce. Jeder dazu in der rechten Spalte aufgelistete Eintrag
entspricht einem selbststartenden Programm.
Noch wichtiger ist
der Eintrag Run, den Sie in der linken Spalte über RunOnce
sehen. Klicken Sie ihn an, um im rechten Fenster dessen Einträge
untersuchen zu können.
Mit [F3] setzen Sie die Suche fort,
denn es könnte weitere Schlüssel geben. So stoßen
Sie auf eine Gruppe von Schlüsseln: RunOnce, Run, RunServices
und RunServicesOnce. Was sich hinter den einzelnen Einträgen
verbirgt, verrät Ihnen die Tabelle (PC Magazin 10/98, Seite
176 unten).
Windows 98 zeigt Ihnen eventuell weitere Schlüssel,
die mit dem Eintrag Run beginnen. Darunter finden Sie die
Einträge, bei denen der Autostart gerade abgeschaltet worden
ist. Windows 98 kontrolliert nämlich den Registry-Autostart
besonders komfortabel: Wählen Sie Start/Ausführen, und
geben Sie msconfig ein. Wenn Sie diesen Eintrag mit [Enter]
bestätigt haben, sehen Sie ein Fenster, in dem Sie auf das
Register Autostart klicken. Es werden alle selbststartenden
Programme aufgelistet, und Sie können sie einzeln
deaktivieren.
Falls ein Programm nach wie vor von selbst
startet, obwohl weder Autostart-Gruppe noch Registry entsprechende
Einträge zeigen, kann auch die Datei system.ini schuld sein.
Wählen Sie in diesem Fall Start/Ausführen, und tippen
Sie
sysedit
ein. Nachdem Sie Ihre Eingabe mit [Enter]
bestätigt haben, sehen Sie alle Startdateien, darunter auch
die system.ini. Schauen Sie sich darin die Einträge RUN= und
LOAD= an: Alles, was dahinter steht, wird ebenfalls automatisch
gestartet.
Kontextmenü-Befehle frei benennen
Die
Kontextmenü-Befehle, die Sie mit der rechten Maustaste
erreichen, lassen sich umbenennen.
Häufig installieren
Anwender eine Systemerweiterung, die ihre Kontextmenüs um
englischsprachige Befehle bereichert. Manch einer würde einen
Eintrag in deutscher Sprache vorziehen.
Zum Umbenennen gehen
Sie so vor: Merken Sie sich, wie der Kontextmenü-Befehl
lautet. Achten Sie unbedingt darauf, ob im Namen ein Buchstabe
unterstrichen ist. Wenn ja, dann "denken" Sie sich vor
diesen Buchstaben ein &-Zeichen: Aus Scan for Viruses wird
also S&can for Viruses.
Starten Sie jetzt Ihren
Registrierungseditor, und wählen Sie Suchen aus Bearbeiten.
Schreiben Sie den Namen des Kontextmenü-Befehls ins Feld
Name, aktivieren Sie die Optionen Daten und Ganze Zeichenfolge
vergleichen, und starten Sie die Suche.
Falls der
Kontextmenü-Befehl nicht direkt zu Windows gehört und
nachträglich eingebaut wurde, finden Sie seinen Eintrag nach
ein paar Sekunden in der rechten Spalte. Doppelklicken Sie auf den
Eintrag, und ersetzen Sie den Namen durch einen Eintrag Ihrer
Wahl. Mit dem &-Zeichen bestimmen Sie selbst, welcher
Buchstabe im neuen Befehl unterstrichen werden soll. Drücken
Sie danach auf [F3], um den nächsten Eintrag zu finden.
Wahrscheinlich müssen Sie die Befehle des öfteren
ändern, weil sie für viele Dateitypen separat festgelegt
sind.
Die Standard-Kontextmenü-Befehle finden Sie auf
diese Weise allerdings nicht. Hinter Öffnen, Öffnen mit,
und Drucken stehen die festen Schlüsselworte open, openas und
print. Nach diesen können Sie auch suchen, doch müssen
Sie diesmal anstelle von Daten die Option Schlüssel zur Suche
verwenden. Sobald Sie einen Schlüssel gefunden haben,
brauchen Sie nur dem Eintrag (Standard) in der rechten Spalte
Ihren neuen Befehlsnamen zuzuweisen.
Damit geben Sie auch
Standardbefehlen andere Namen. Das kann allerdings ein
langwieriges Unterfangen sein, denn die Standardbefehle kommen in
der Registry sehr häufig vor. Ihre Mühe lohnt sich, wenn
Sie Ihr Windows vollkommen individuell gestalten wollen.
Suchen und Ersetzen in der Registry
Mit einem Trick können
Sie sogar in der Registry Einträge per Suchen und Ersetzen
gleich massenhaft auswechseln.
Wer sich im Suchmenü der
Registry mit [F3] mühsam zur nächsten Fundstelle
vorarbeitet, bemerkt, wie lästig es ist, daß sich
Begriffe nicht mehrfach ersetzen lassen. Diese Möglichkeit
wurde aus Sicherheitsgründen nicht eingebaut: Die Registry
ist zu wichtig, und eine unbedachte, globale
Suchen-und-Ersetzen-Aktion könnte mehr verändern, als
sinnvoll ist.
Trotzdem geht Suchen und Ersetzen auch in der
Registry. Wer sicher ist, die Konsequenzen zu überblicken,
wählt im Registrierungseditor
Registrierung/Registrierungsdatei exportieren. Klicken Sie im Feld
Speichern in den Eintrag Desktop ein. Aktivieren Sie die Option
Alles, und tippen Sie
export
ins Dateiname-Feld. Nachdem Sie
diese Eingabe mit [Enter] bestätigt haben, liegt die gesamte
Registry als Textdatei auf dem Desktop.
Laden Sie diese Datei
in Ihre Textverarbeitung. Sie heißt mit vollem Namen
export.reg. Nun können Sie die Suchen-und-Ersetzen-Funktion
der Textverarbeitung nutzen. Speichern Sie die Datei danach wieder
als "reine" Textdatei ohne Steuerzeichen, also nicht im
üblichen Format Ihrer Textverarbeitung.
Wenn Sie die
geänderte reg-Datei mit dem Registrierungseditor öffnen,
schreiben Sie ihren Inhalt in die Registry zurück.
Neu-Menü umgestalten
Einträge, die Sie in Ihrem
Kontextmenü nicht brauchen, beseitigen Sie einfach.
Ein
aufgeräumtes System ist übersichtlicher. Dazu gehört
auch, daß Sie im Kontextmenü von Windows das Neu-Menü
nur mit den Einträgen ausstatten, mit denen Sie auch wirklich
arbeiten.
Starten Sie dazu den Registrierungseditor, und wählen
Sie Suchen aus Bearbeiten. Tippen Sie in das Feld Name
ShellNew
ein. Aktivieren Sie nur die Optionen Schlüssel
und Ganze Zeichenfolge vergleichen, und starten Sie die Suche. In
der linken Spalte wird nun ShellNew gefunden. Sie wissen jetzt,
daß dies ein Eintrag des Neu-Menüs ist, aber noch nicht
welcher. Prüfen Sie also, welchem Schlüssel ShellNew
untergeordnet ist. Er trägt als Namen den Dateityp, den
dieser Neu-Menü-Eintrag hervorbringt, zum Beispiel doc.
Sagt
Ihnen der Dateityp nicht genug, dann klicken Sie den
übergeordneten Schlüssel an. In der rechten Spalte sehen
Sie jetzt den Eintrag (Standard). Merken Sie sich seinen Wert, und
wählen Sie Suchen aus Bearbeiten. Den Wert, den Sie sich
gemerkt haben, tippen Sie ins Feld Name ein, aktivieren die Option
Schlüssel und Ganze Zeichenfolge und starten erneut die
Suche. Wenig später ist der Begriff gefunden, und in der
rechten Spalte sehen Sie den Eintrag, wie er im Neu-Menü
erscheint.
Jetzt haben Sie mit Sicherheit den Eintrag
aufgespürt, den Sie entfernen wollen. Dazu löschen Sie
den dazugehörigen ShellNew-Schlüssel.
Namen im Kontextmenü gestalten
Individualisten finden
für die Einträge des Kontextmenü-Punkts Neu bessere
und passendere Namen.
Programmierer gebrauchen Sprache oft nach
eigenem Gutdünken. So speicherten Sie im alten DOS-Word
Dateien mit der Syntax Übertragen. Auch Sie können
Windows nach Ihrem Geschmack verändern.
Dabei müssen
Sie nicht alle Änderungen von Hand in der Registry eintragen.
Häufig genügt es, die Stellen zu kennen, an denen
Windows Einträge erlaubt. Schauen Sie sich zum Beispiel Ihr
Neu-Menü an: Ein Rechtsklick auf eine freie Stelle des
Desktops klappt ein Kontextmenü auf. Wählen Sie darin
Neu, erscheint ein Menü, aus dem Sie sich bequem das Dokument
für Ihre nächste Arbeit aussuchen.
Wenn Sie in diesem
Menü anstelle von Microsoft Word-Dokument WinWord-Text lesen
wollen, gehen Sier so vor:
Öffnen Sie Ihr
Arbeitsplatz-Symbol auf dem Desktop, und wählen Sie Optionen
aus Ansicht. Bei Windows 98 finden Sie den Eintrag unter
Ordneroptionen in Ansicht. Klicken Sie im Dialogfenster auf das
Register Dateitypen.
Jetzt suchen Sie in der Liste der
registrierten Dateitypen den Eintrag, der mit dem zu ändernden
Eintrag im Neu-Menü übereinstimmt. Klicken Sie danach
auf Bearbeiten, und ändern Sie den Namen im Feld
Beschreibung. Klicken Sie dann auf den OK-Button und noch mal auf
OK. Damit haben Sie den Eintrag in Ihrem Neu-Menü
umbenannt.
Es ist sogar noch mehr passiert: Neue
Blankodokumente erhalten nun den von Ihnen gewählten Namen
als Vorgabe, und wenn Sie im Explorer Details aus Ansicht wählen,
erscheint in der Typ-Spalte jetzt Ihr neuer Begriff hinter dieser
Dateisorte. Das hat einen interessanten Nebeneffekt: Da Sie im
Explorer Nach Typ sortieren können, lassen sich so Ihre
wichtigsten Dateitypen zuerst anzeigen. Dazu geben Sie diesen
Dateitypen einfach neue Namen, deren Anfangsbuchstaben ganz vorn
im Alphabet stehen.
TweakUI installieren
Installieren Sie von der Windows-98-CD
das Hilfsprogramm TweakUI, das Ihnen umfangreiche Eingriffe ins
Betriebssystem gestattet.
Microsoft liefert mit TweakUI ein
Programm, mit dem Sie mehr als 100 verschiedene Einstellungen an
der Windows-Oberfläche vornehmen können, die sich mit
der Systemsteuerung nicht verändern lassen. TweakUI ist
einfach zu bedienen und erspart unerfahrenen Anwendern, in die
Registry einzugreifen.
Da Sie durch unbedachten Umgang mit
TweakUI Schaden anrichten können, wurde es auf die CD
ausgelagert. Sie installieren diesen nützlichen Helfer
folgendermaßen:
Öffnen Sie in der Systemsteuerung
das Unterprogramm Software, und wechseln Sie auf die Registerkarte
Windows-Setup.
Klicken Sie auf Diskette, und wählen Sie
über Durchsuchen den Pfad aus, in dem sich TweakUI auf der
Windows 98-CD befindet. Der Pfad lautet \Tools\Reskit\Powertoy.
Die Datei TweakUI.inf wird voreingestellt.
Klicken Sie zweimal
auf OK, kreuzen Sie den Eintrag TweakUI gegebenenfalls an, und
klicken Sie auf Installieren. So kopieren Sie die Dateien von der
CD auf Ihre Festplatte. Sie beenden die Installation, indem Sie
das Hilfefenster schließen.
TweakUI steht Ihnen nun über
die Systemsteuerung zur Verfügung. Leider liegt es nur in
einer englischen Version vor. Dennoch ist es sehr leicht zu
bedienen, zumal die meisten Einträge selbsterklärend
sind.
Auch eine kleine Hilfe wird geboten. Was ein bestimmter
Eintrag zu bedeuten hat, können Sie auf zwei Arten
herausfinden:
Entweder klicken Sie auf das Fragezeichensymbol
in der rechten oberen Ecke und anschließend auf das
Eingabefeld - nicht auf die Beschriftung, zu dem Sie eine
Erklärung wünschen.
Alternativ klicken Sie den
Eintrag mit der rechten Maustaste an. Danach wählen Sie
What's This oder die Direkthilfe.
TweakUI erhalten Sie auch für
Windows 95. Sie benötigen dazu die PowerToys, die Sie
kostenlos von Microsofts Web-Site laden
können:
www.eu.microsoft.com/downloads
Dokumentenliste löschen
Wer die Dokumentenliste für
den Zugriff auf seine letzten Arbeiten nicht braucht, entfernt
diese Anzeige.
Die Dokumentenliste direkt über das
Start-Menü aufrufen zu können ist nicht in jedem Fall
von Vorteil: Vielleicht möchten Sie nicht, daß jemand
anders sehen kann, womit Sie sich zuletzt beschäftigt haben.
Mit TweakUI können Sie diese Liste deaktivieren:
Starten
Sie TweakUI, und wählen Sie die Registerkarte Paranoia.
Lassen Sie sich von dem Namen nicht abschrecken, es geht alles mit
rechten Dingen zu.
Kreuzen Sie die Option Clear Document
history at logon an, und klicken Sie auf OK.
In der
Registerkarte können Sie auch die übrigen "Spuren"
verwischen, die ein Benutzer normalerweise hinterläßt,
etwa die Liste der zuletzt ausgeführten Programme. Die Option
dazu lautet: Clear Run history at logon.
Zwei weitere
interessante Einträge, um die Spuren Ihrer letzten Arbeiten
zu beseitigen, finden Sie in der Registerkarte IE4:
Über
die Option Clear document, run, typed URL history on exit löschen
Sie die drei wichtigsten Merklisten beim Verlassen von
Windows.
Wenn Sie die Option Show documents on Start Menu
abschalten (das Häkchen verschwindet), erreichen Sie, daß
keine Dokumentenliste angezeigt wird.
Laufwerkssymbole mit eigenen Bildchen
Wer mehrere
Festplatten im Rechner betreibt, erleichtert sich mit
verschiedenen Symbolen die Orientierung.
Normalerweise ist es
unter Windows nicht vorgesehen, jedem Laufwerk ein eigenes Symbol
zuzuordnen. Sie können Windows jedoch überlisten, indem
Sie in das Stammverzeichnis wie beispielsweise C:\ eine Datei mit
dem Namen autorun.inf anlegen und dort auf eine Symboldatei (ico-
oder dll-Datei) verweisen.
So gehen Sie vor: Starten Sie den
Windows-Editor, und tippen Sie folgenden Text
ein:
[autorun]
icon=smiley.ico
Speichern Sie die Datei im
Stammverzeichnis des jeweiligen Laufwerks unter dem Namen
autorun.inf. Bei smiley.ico handelt es sich um den Namen jener
Datei, die das anzuzeigende Symbol enthält. Sie können
hier jede ico-Datei einsetzen, aber auch Dateien wie
beispielsweise shell32.dll, die eine Vielzahl von Symbolen
enthalten. In diesem Fall müssen Sie aber die Nummer des
Symbols angeben:
Shell32.dll,13
Damit legen Sie das
Globussymbol fest. Diese Form der Zuordnung funktioniert mit jedem
Laufwerkstyp.
Windows-Start ohne Anmeldung
Der Anmeldebildschirm macht bei
einem Einzelplatz-PC keinen Sinn. Verzichten Sie auf diese
Produktwerbung.
Nach jedem Windows-Start erscheint der etwas
lästige Anmeldedialog. Bei PCs ohne Netzwerkanschluß
und ohne Mehrbenutzerverwaltung hat diese Meldung ohnehin keine
Bedeutung. Sie vermeiden diesen Schirm, wenn Sie beim ersten
Anmelden entweder kein Kennwort eingeben oder dies nachträglich
im Unterprogramm Kennwörter in der Systemsteuerung löschen.
In diesem Fall verzichtet Windows auf eine Anmeldung.
Möchten
Sie den Anmeldedialog wieder haben, müssen Sie im
Windows-Verzeichnis jene Datei löschen, die dem Benutzernamen
entspricht und die Erweiterung .pwl trägt. Dadurch verliert
Windows die "Erinnerung" an das Kennwort und zeigt beim
nächsten Booten den vertrauten Dialog wieder an. Wenn Sie die
Felder der Kennwort-Maske jeweils mit der [Enter-]Taste übergehen,
entfällt diese Anmeldeprozedur beim nächsten Start.
Schneller Neustart
Wer Windows ohne zusätzliche
Abfragen durchstartet, spart Zeit.
Sie müssen Windows neu
starten, möchten aber nicht lange warten? Das geht ganz
einfach: Halten Sie nach Auswahl der Option Neu starten und vor
dem Anklicken von OK die [Umschalt]-Taste gedrückt. Dadurch
wird der Neustart etwas beschleunigt.
Schneller Abschied
Die bekannteste Anwendung für
rundll32.exe besteht darin, Windows schnell zu verlassen.
Wenn
Sie Windows durch eine "Hintertür" verlassen
möchten, legen Sie auf dem Desktop mit der rechten Maustaste
eine Verknüpfung Neu an und tippen folgende Befehlszeile
ein:
Rundll32.exe user,ExitWindows
Beachten Sie das
Leerzeichen nach dem Eintrag exe. Geben Sie der Verknüpfung
noch einen passenden Namen. Schon verfügen Sie über
einen Schnellausstieg.
Geräte-Manager direkt öffnen
Wer bei
Konfigurationsänderungen oder -abfragen immer wieder den
Geräte-Manager braucht, zieht den Direktzugriff vor.
Der
Geräte-Manager ist die erste und wichtigste Anlaufstelle, um
etwas über den Zustand des Systems zu erfahren. Damit Sie ihn
direkt durch Anklicken eines Symbols auf dem Desktop öffnen
können, legen Sie auf dem Desktop oder in der
Schnellstartleiste eine neue Verknüpfung mit der rechten
Maustaste an und geben für die
Befehlszeile
C:\Windows\Control.exe Sysdm.cpl,System,1
ein,
wobei C:\Windows der Pfad des Windows-Verzeichnisses ist. Beachten
Sie bitte das Leerzeichen hinter exe. Wenn Sie jetzt die
Verknüpfung öffnen, wird direkt die Registerkarte
Geräte-Manager angezeigt.
Diesen Trick können Sie
übrigens für alle Unterprogramme anwenden: Jeder
cpl-Datei im Systemverzeichnis können Sie in der Befehlszeile
eine control.exe-Verknüpfung als Parameter übergeben, um
das Unterprogramm direkt aufzurufen.
Neuer Name für den Nutzer
Um den bei der Installation
angegebenen Benutzernamen zu ändern, müssen Sie Windows
nicht neu installieren.
Den bei der Windows-Installation
angegebenen Namen des Benutzers können Sie jederzeit ändern,
denn er wird vom Setup in der Registry unter RegisteredOwner
abgelegt. Führen Sie folgende Schritte aus:
- Starten Sie
den Registrierungseditor regedit.exe, und öffnen Sie den
Schlüssel
Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion
-
Klicken Sie in der rechten Fensterhälfte den Wert
RegisteredOwner mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie
Ändern.
- Tragen Sie den neuen Namen ins Dialogfeld
ein.
Ein Bestätigen ist nicht notwendig, die Änderung
wird sofort wirksam.
Ortseintrag in Ihrer Zeitzone
So tragen Sie Ihren eigenen
Wohnort einfach in Ihrer Zeitzone ein.
Im Menü
Eigenschaften von Datum/Uhrzeit stoßen Sie auf den Eintrag
Zeitzonen. Wenn Sie anstelle prominenter Städtenamen wie
Berlin, Stockholm oder Rom den Namen Ihrer Stadt bei der
Einstellung der Zeitzonen sehen wollen, führen Sie folgende
Schritte aus:
- Starten Sie regedit, und öffnen Sie den
Schlüssel
Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Time
Zones
- Wählen Sie den Unterschlüssel W.Europe.
-
Klicken Sie den Wert Display in der rechten Fensterhälfte
doppelt an, und stellen Sie den Namen Ihrer Stadt voran. Danach
können Sie regedit schließen.
Wenn Sie das nächste
Mal das Unterprogramm Datum/Uhrzeit in der Systemsteuerung öffnen
und die Registerkarte Zeitzonen anzeigen lassen, wird bei der
Auswahl der Zeitzone für Westeuropa der neue Name
angezeigt.
Ein wenig einfacher editieren Sie die Zeitzonen mit
dem Hilfsprogramm tzedit.exe aus dem Verzeichnis
Tools\reskit\config der Windows-98-CD.
Dateien eines Typs markieren
Bevor Sie Dateien eines
bestimmten Typs kopieren oder löschen, müssen Sie sie
erst ordnen und dann markieren.
Zu Zeiten von MS-DOS arbeiteten
Sie mit Platzhalterzeichen, um Dateien eines bestimmten Typs zu
löschen, zum Beispiel:
del *.sik
Jetzt verwenden Sie am
einfachsten den Windows Explorer, um Dateien eines Typs zu
markieren. Suchen Sie zuerst den Ordner aus, in dem Sie die
Dateien auswählen möchten.
Öffnen Sie das Menü
Ansicht, und klicken Sie auf den Eintrag Details. Die Dateien
werden nun mit allen wichtigen Informationen wie Größe,
Typ und Änderungsdatum angezeigt. Durch Anklicken der Spalte
Typ sortiert der Explorer Ihre Daten. Dann ist das Markieren mit
Hilfe der Maus und der [Umschalt]- oder [Strg]-Taste kinderleicht.
Anwendungen über Tastenkombinationen starten
Normalerweise
rufen Sie Anwendungen bequem auf dem Desktop auf. Doch was machen
Sie, wenn gerade zahlreiche offene Fenster den Blick darauf
versperren?
Wenn Sie mit vielen Programmen gleichzeitig
arbeiten, füllen deren Fenster in der Regel den gesamten
Bildschirm aus. Um dann eine Anwendung vom Desktop aus zu starten,
müssen Sie die geöffneten Fenster erst wegklicken, um
zum gewünschten Programm-Icon zu gelangen.
Dies ändern
Sie, indem Sie Anwendungen über Tastenkombinationen starten.
Doch wie teilen Sie dies einem Programm mit? Es funktioniert ganz
einfach: Als erstes legen Sie eine Verknüpfung mit der
jeweiligen Anwendung auf dem Desktop an. Anschließend
klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Icon. Aus dem
Pop-Up-Menü wählen Sie den Eintrag Eigenschaften. Nun
können Sie in der Zeile Tastenkombination einen
entsprechenden Shortkey wählen, indem Sie die jeweilige Taste
drücken. Geben Sie beispielsweise [Z] ein, ergänzt
Windows die Tastenkombination zu [Strg-Alt-Z].
Ist Ihr Desktop
das nächste Mal wieder mit aktiven Anwendungen belegt, rufen
Sie das Programm einfach mit dem neuen Shortcut auf.
Verknüpfungen auf dem Desktop ohne Pfeile
Die kleinen
Pfeile an jedem Verknüpfungs-Icon auf dem Desktop beseitigen
Sie mit Hilfe des Registrierungseditors.
Für Windows gibt
es zahlreiche schöne Desktop-Bilder, aber die störenden
schwarzen Pfeile in den Icons bekommen Sie nicht so einfach los.
Um die Anzeige der Pfeile an Desktop-Verknüpfungen zu
unterdrücken, starten Sie den Registrierungseditor über
den Menüpunkt Start/Ausführen, indem Sie in der
Eingabezeile
regedit
eingeben. Wenn der Editor angezeigt
wird, rufen Sie den Suchen-Dialog über Bearbeiten/Suchen auf
und geben dort
Inkfile
ein. Die Suchoptionen müssen
lediglich für Schlüssel eingeschaltet sein. Die Suche
kann je nach Umfang der Einträge in der
Windows-Registrierdatenbank einige Sekunden in Anspruch nehmen. Je
mehr Programme Sie installieren, desto größer wird die
Registry. Nachdem der Schlüssel Inkfile, der die für
Desktop-Verknüpfungen relevanten Einträge enthält,
gefunden ist, ändern Sie den Wert für den Eintrag
IsShortcut. Dort können Sie eine beliebige Zeichenkette wie
xyz willkürlich eingeben. Gehen Sie ebenso im Schlüssel
piffile vor, der die Einstellungen für Verknüpfungen mit
MS-DOS-Anwendungen beinhaltet.
Nachdem Sie die Werte geändert
haben, werden Ihre Änderungen nach einem Neustart wirksam.
Wenn Sie die Pfeile an den Desktop-Links wiederhaben wollen,
setzen Sie die Einträge entsprechend zurück.
Faxe per Modem abrufen
Unter Windows lassen sich
Faxfunktionen bequem per Modem ausführen. So können Sie
Faxe versenden, empfangen und abrufen.
Um einen
Fax-Polling-Dienst (Faxabrufdienst) zu nutzen, benötigen Sie
ein Modem der Klasse 1. Das bedeutet, daß Ihr Modem
selbständig eine von Ihnen angegebene Rufnummer wählt
und von dort ein Fax abholt. Da Sie das Fax per Modem abrufen,
liegt es Ihnen digital vor, womit Sie Papier sparen.
Um den
Faxabrufdienst zu starten, rufen Sie das Hilfsprogramm Faxdatei
abrufen unter Start/Programme/Zubehör/Fax auf. Es wird ein
Assistent geladen, der Ihnen bei der Vorbereitung des Fax-Pollings
hilft. Vergewissern Sie sich vor dem Programmaufruf, daß
Ihre Modemeinstellungen richtig sind. Achten Sie in diesem
Zusammenhang vor allem auf Sondereinstellungen, wenn Ihr Modem
beispielsweise an einer Telefonanlage als Nebenstellengerät
angeschlossen ist. Dort brauchen Sie eine Zeichenkette
wie
atx3
Damit wählt das Modem direkt, ohne auf den
Amtston zu warten. Die Modemeigenschaften stellen Sie auch über
die Systemsteuerung bequem ein.
Da Sie zumeist ein
Standarddokument abrufen, bestätigen Sie die erste Maske des
Fax-Polling-Assistenten mit Weiter. In der zweiten Maske geben Sie
die Rufnummer ein und fügen diese zu Anfrage senden hinzu.
Danach klicken Sie auf den Button Weiter.
Sie gelangen zur
nächsten Maske, wo Sie den Zeitpunkt des Anrufs einstellen.
Dort können Sie zwischen sofort, verbilligten Tarifen und
einem bestimmten Zeitpunkt wählen. Besonders bei längeren
Faxdokumenten empfiehlt es sich, ein Fax zu verbilligten Tarifen
abzurufen. Wer seine Maschine so einstellt, daß sie nachts
ab 2.00 Uhr ein langes Fax abholt, spart die meisten
Telefongebühren im dann günstigsten Ferntarif -
jedenfalls bei der Telekom.
Konfigurationsdaten ändern
Mit dem Registrierungseditor
lassen sich die meisten Daten, zum Beispiel Pfade, auf einfache
Weise einsehen und ändern.
Wer eine zweite Festplatte
einbaut und ganze Anwendungen auf diese verschieben will, kann
dahin verweisende Pfade mit wenigen Arbeitsgängen gleich mit
ändern. Das erspart Ihnen, Applikationen neu zu
installieren.
Um zu den Konfigurationsdaten des Betriebssystems
zu gelangen, starten Sie den Registrierungseditor über Start/
Ausführen. In der Eingabezeile geben Sie
regedit
ein.
Klicken Sie anschließend im linken Teilfenster des Editors
doppelt auf den Hauptschlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE
Nun
werden weitere Schlüssel angezeigt. Öffnen
Sie
SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion
In dem rechten
Teilfenster des Registry-Editors sehen Sie die einzelnen Einträge,
die einige der wichtigsten Konfigurationsdaten von Windows 95
darstellen (Tabelle in PC Magazin 12/98, Seite 182 unten).
In
BootCount geben Sie beispielsweise einen neuen Zahlenwert ein.
Selbst Ihre Einträge, mit denen Sie sich bei der Installation
von Windows registriert haben, ändern Sie in dem
entsprechenden Schlüssel RegisteredOwner.
Startlogo unterdrücken
Das Startlogo beim Laden von
Windows 95 und 98 ist überflüssig, da es den Start des
Betriebssystems verlangsamt.
Wenn Sie sich an dem Startlogo
stören, können Sie es durch eine Änderung in der
Startdatei msdos.sys entfernen. Diese finden Sie im
Wurzelverzeichnis der Festplatte c:. Doch diese Datei läßt
sich nicht ohne weiteres bearbeiten, da sie schreibgeschützt
und versteckt ist. Außerdem handelt es sich dabei um eine
Systemdatei. Um msdos.sys editieren zu können, müssen
Sie die entsprechenden Dateiattribute entfernen. Schalten Sie dazu
den MS-DOS-Modus ein, indem Sie ein DOS-Fenster mit
Start/Programme/MS-DOS-Eingabeaufforderung öffnen. Geben Sie
dort die Anweisung
attrib -r -s -h c:\msdos.sys
ein. Nachdem
Sie so die Dateiattribute entfernt haben, laden Sie einen
Texteditor und öffnen die Datei msdos.sys. In den Abschnitt
[Options] fügen Sie die folgende Zeile ein:
Logo=0
Danach
speichern Sie die Systemdatei ab, wechseln in den DOS-Modus und
setzen die Dateiattribute wieder:
attrib +r +s +h c:\msdos.sys
Die Systemdatei msdos.sys
Die Systemdatei msdos.sys verrät
Ihnen wichtige Optionen des Betriebssystems.
Die Einträge
in der Datei msdos.sys geben an, welche Optionen Windows 95/98
beim Start aktivieren soll. Sie beziehen sich auf das Booten, das
Netzwerk, die Laufwerkskomprimierung und die Verzeichnisse. Die
Tabelle (PC Magazin 12/98, Seite 184 unten) gibt genaue Auskunft
über die Funktion der einzelnen Einträge.
Dokumentenliste löschen
Das Start-Menü zeigt unter
dem Punkt Dokumente eine Liste der zuletzt benutzten Dateien
an.
Aus der Dokumentenliste, die Sie über das Start-Menü
aktivieren, lassen sich einzelne Dokumente bequem öffnen.
Dazu müssen Sie nicht erst das Programm laden, mit dem Sie
diese Dokumente bearbeitet haben.
Wenn Sie allerdings sehr
viele Dokumente bearbeiten oder benutzen, wird diese Liste sehr
lang. Stört Sie das, können Sie die Liste löschen,
indem Sie über Start/Einstellungen/Task-Leiste ... das
Fenster Eigenschaften Task-Leiste und Programme im Menü
"Start" aufrufen. Dort befindet sich im Abschnitt Menü
"Dokumente" der Schalter Löschen. Klicken Sie den
Button an, wird die Dokumentenliste entfernt.
Netzverbindung nur bei Zugriff
Wie bei einer fehlerhaften
Netzverbindung das Betriebssystem den Schaden ausbügeln soll,
legen Sie per Schalter fest.
Wenn Sie in einer Netzwerkumgebung
arbeiten, können Sie unter anderem festlegen, wie die
Netzverbindungen wiederhergestellt werden. Meistens kann die
Netzwerkanmeldung mit Überprüfung (Suchen und Testen)
der angeschlossenen Netzwerkressourcen nur beim Start des
Betriebssystems erfolgen. Alternativ können Sie das
Betriebssystem so einstellen, daß es die Netzverbindungen
erst bei einem Ihrer Zugriffe auf ein Netzlaufwerk
wiederherstellt. Wählen Sie die zweite Alternative, ist
Windows schneller, da der Startprozeß durch den Netzwerktest
nicht verzögert wird.
Um den Client auf das Netzwerk
einzustellen, klicken Sie als erstes mit der rechten Maustaste auf
das Icon Netzwerkumgebung auf dem Desktop. Es erscheint ein
Pop-Up-Menü, aus dem Sie den Eintrag Eigenschaften auswählen.
Danach öffnet sich ein Fenster, in dem Sie die
Konfigurationseinstellungen für verschiedene Netzwerktypen
sehen. Wählen Sie den Eintrag Client für
Microsoft-Netzwerke durch einen Doppelklick. Auf dem Bildschirm
erscheinen die Eigenschaften, die Sie nun verändern können.
Markieren Sie die Option Schnelle Anmeldung. Sie werden dann beim
Betriebssystemstart beim Netzwerk-Server angemeldet, die
Netzverbindungen werden aber erst wiederhergestellt, wenn Sie auf
ein Netzlaufwerk zugreifen. Dies ist deutlich schneller und auch
bequemer.
Neustart ohne Booten
Windows 95/98 läßt sich neu
starten, ohne den Rechner neu booten zu müssen.
Der
Rechnerstart beim Einschalten mit allen Prüfungen wie zum
Beispiel des Arbeitsspeichers nimmt einige Zeit in Anspruch. Um
einen Neustart des Betriebssystems ohne Neubooten des PC zu
veranlassen, klicken Sie auf den Menüpunkt Beenden... im
Start-Menü. Wählen Sie Neu starten, und halten Sie dabei
die Umschalttaste für Groß- und Kleinschreibung
gedrückt. Windows wird anschließend neu geladen.
Bildschirmschoner mit Paßwort deaktivieren
Wenn Sie
das Paßwort Ihres Bildschirmschoners vergessen, hilft Ihnen
regedit weiter.
Wenn der aktuelle Windows-Bildschirmschoner mit
einem Paßwort versehen ist, müssen Sie dieses jedesmal
eingeben, wenn Sie wieder an Ihrem PC arbeiten möchten.
Problematisch wird es, wenn Sie das Paßwort vergessen. In
diesem Fall können Sie nach dem Start des Bildschirmschoners
die Windows-Benutzeroberfläche nicht mehr aktivieren.
Abhilfe
schafft die Windows-Registry, in der die Daten des
Bildschirmschoners gespeichert sind. Um den Bildschirmschoner mit
Paßwort zu deaktivieren, ändern Sie dort einen Eintrag.
Hierbei müssen Sie allerdings einen eventuellen Datenverlust
in Kauf nehmen, da Sie einen Neustart durchführen müssen,
ohne den PC ordentlich herunterfahren zu können.
Starten
Sie also Ihren PC neu, und laden Sie
regedit
über
Start/Ausführen. Suchen Sie den Schlüssel, unter dem die
Daten des Bildschirmschoners gespeichert sind, indem Sie in dem
Suchen-Dialog
ScreenSaveActive
eingeben. Sie finden den
passenden Schlüssel unter
HKEY_CURRENT_USER/Control
Panel/desktop
Setzen Sie den Wert für ScreenSaveActive auf
0. Damit haben Sie den Bildschirmschoner zunächst außer
Gefecht gesetzt.
Wenn Sie allerdings wieder einen
Bildschirmschoner einstellen, ist das Kennwort immer noch da.
Deshalb löschen Sie den Eintrag ScreenSave_Data mit der
[Entf]-Taste. Danach wird das Paßwort nicht mehr abgefragt.
Icons der Systemsteuerung verstecken
Sie verstecken die
Icons der Systemsteuerung, um weniger versierten Windows-Anwendern
den Zugriff darauf zu sperren.
Wußten Sie schon, daß
sich die Module der Systemsteuerung beliebig verbergen lassen?
Dazu verändern Sie die Datei control.ini. Diese Textdatei
befindet sich im Windows-Hauptverzeichnis. Öffnen Sie diese
Datei mit einem Texteditor, und gehen Sie zum Abschnitt [don't
load]. Dort finden Sie einige Einträge von Modulen, die zur
Systemsteuerung gehören. Diese versteckten Module haben die
Dateierweiterung cpl. Wollen Sie zum Beispiel den Zugriff auf die
Desktop-Eigenschaften des Betriebssystems verhindern, so fügen
Sie die folgende Zeile in den Abschnitt [don't load] der
control.ini ein:
desk.cpl=no
Danach wird das Icon Anzeige in
der Systemsteuerung nicht mehr angezeigt. ARTHUR BURDA/ ET
Benutzereintrag ändern
Das Betriebssystem haben Sie
mit der Eingabe Ihres Firmen- und Benutzernamens installiert.
Diese Einträge lassen sich im nachhinein ändern.
Wer
heiratet und damit einen neuen Namen annimmt, möchte diesen
vielleicht auch in seinem PC eintragen. Ihren Namen ändern
Sie in den Windows-Registrierinformationen mit Hilfe des
Registrierungseditors, den Sie über Start/Ausführen mit
regedit laden. Öffnen Sie den
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE/SOFTWARE/Microsoft/Windows/CurrentVersion
und
klicken Sie doppelt auf den Eintrag RegisteredOwner im rechten
Teilfenster. Damit klappt ein Dialogfenster auf, in dem Sie die
Zeichenfolge bearbeiten. Dort wechseln Sie nun Ihren Namen, den
Sie zuvor beim Windows-Setup eingegeben haben (siehe Textbox
"Methoden zur Registry-Bearbeitung" unten). ARTHUR
BURDA/ ET
Kein Abmelden-Eintrag im Start-Menü
Mit der
Abmelden-Funktion melden Sie sich im Netzwerk ab. Auf einem
Einzelplatzsystem ist die Funktion überflüssig.
Ohne
die Abmelden-Funktion fahren Sie einen Einzelplatz-PC schneller
herunter. Um den Abmelden-Eintrag aus dem Start-Menü zu
entfernen, bedienen Sie sich des Registrierungseditors. Nachdem er
geladen ist, öffnen Sie den
Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER/SOFTWARE/Microsoft/Windows/CurrentVersion/Policies/Explorer
Über
das Kontextmenü (rechte Maustaste) fügen Sie einen neuen
Binärwert ein, den Sie NoLogOff nennen. Wenn der Eintrag im
linken Teilfenster des Registrierungseditors sichtbar ist, können
Sie ihn durch einen Doppelklick editieren. Dort tragen Sie ein: 01
00 00 00
Damit die Änderungen wirksam werden, starten Sie
den Rechner neu. Danach ist der Abmelden-Eintrag im Start-Menü
verschwunden. ARTHUR BURDA/ ET
wav-Dateien ohne Player-Anzeige
Über eine Soundkarte
hören Sie wav-Audiodateien, wenn ent sprechende Software
installiert ist. Mit einer kleinen Änderung im Explorer
verhindern Sie die Anzeige der Sound-Software.
Immer wenn Sie
nebenbei Sounddateien anhören, startet auch die Anzeige des
entsprechenden Players und Sie müssen diesen jedesmal
wegklicken, um einen freien Bildschirm zu erhalten. Das ist recht
mühsam. Um die Anzeige zu unterdrücken, nutzen Sie einen
Trick im Explorer. Wählen Sie dazu den Eintrag Optionen aus
dem Menü Ansicht aus, und klicken Sie auf die Registerlasche
Dateitypen. In der Liste Registrierte Dateitypen markieren Sie den
Eintrag Wave-Audio und klicken auf den Button Bearbeiten neben der
Liste. Auf dem Bildschirm erscheint ein weiteres Fenster mit dem
Namen Dateityp bearbeiten. Klicken Sie auf den Eintrag Wiedergabe,
und wählen Sie Bearbeiten. Die Befehlszeile, die an ihrem
Ende die Zeichenfolge ... /play /close enthält, erweitern Sie
zu ... /play /close /embedding und bestätigen die Änderung
mit OK.
Wenn Sie nach dieser Änderung eine Sounddatei
abspielen, wird die Player-Anzeige unterdrückt. ARTHUR BURDA/
ET
Gefährlicher Papierkorb-Einsatz im Netz
Arbeiten Sie
im Netz, sollten Sie den Papierkorb nur mit Vorsicht einsetzen, um
ungewünschten Datenverlust zu vermeiden.
Wer
uneingeschränkten Lese- und Schreibzugriff auf
Netzwerkverzeichnisse hat, kann auch Ordner und Dokumente auf
entfernten Rechnern über den Windows-Papierkorb löschen.
Unabhängig von den aktuellen Einstellungen des Papierkorbs
löschen Sie so jedoch Netzwerkpfade und Verzeichnisse immer
endgültig. Das Wiederherstellen versagt auch, wenn der
Papierkorb Sicherheitskopien bis zum endgültigen Löschen
verwalten soll. Um die gelöschten Ordner oder Verzeichnisse
dennoch lokal zwischenzuspeichern, gehen Sie wie folgt vor:
Legen Sie auf dem lokalen Rechner, von dem aus Sie auf dem Netz
liegende Ressourcen löschen möchten, ein
Sicherungsverzeichnis an, zum Beispiel: C:\NetzwerkPapierkorb
Kopieren Sie die zu löschenden Verzeichnisse des entfernten
Netzwerkrechners über Drag&Drop in diesen lokalen Ordner,
und vermerken Sie den ursprünglichen Netzwerkpfad in einer
Textdatei innerhalb dieses Verzeichnisses.
Löschen Sie
die entfernten Netzwerkressourcen über den lokalen
Windows-Papierkorb.
Bilden Sie eine Funktion zur
Wiederherstellung der Daten dadurch nach, indem Sie das
ursprüngliche Netzwerkverzeichnis wieder anlegen und die
gesicherten Dateien dorthin zurückkopieren.
Nach dem
Wiederherstellen der Daten können Sie die lokalen
Sicherungskopien manuell löschen.
Möchten Sie
häufiger netzwerkübergreifend löschen und
wiederherstellen, empfiehlt es sich, die einzelnen Arbeitsschritte
über ein Hilfsprogramm oder ein Skript zusammenzufassen.
Lange Dateinamen unter DOS
Arbeiten Sie auch unter DOS mit
langen Dateinamen 0 selbst bei den Anwendungen, die diese nicht
unterstützen.
Ein langer Dateiname verrät mehr als
die "8.3-Konvention" von MS-DOS. Doch um einen langen
Dateinamen innerhalb eines DOS-Befehls einzusetzen, müssen
Sie ihn in Anführungszeichen setzen. Möchten Sie etwa
zur Datei Langer Dateiname.Txt eine Sicherungskopie mit der
Erweitung sik anlegen, verwenden Sie den Befehl
C:\>COPY
"Langer Dateiname.Txt" *.sik [Enter]
Ältere
DOS-Anwendungen können Dateien mit langen Dateinamen weder
anlegen noch anzeigen. Sie sind jedoch in der Lage, über die
parallel verwalteten kurzen Dateinamen auf entsprechende Dokumente
zuzugreifen. Wollen Sie auch in älteren DOS-Anwendungen
Dokumente mit langen Dateinamen einsetzen, legen Sie die Dateien
vorab unter DOS an:
Wechseln Sie zunächst in das
gewünschte Arbeitsverzeichnis.
Legen Sie eine neue
Datei mit dem Befehl COPY CON LangerDateiname.txt an, und
bestätigen Sie diese Zeile mit [Enter].
Damit DOS die
Datei anlegt, muß diese eine Mindestlänge von einem
Byte haben. Geben Sie daher zunächst ein Leerzeichen ein.
Schließen Sie die Datei via [F6].
Über den
dir-Befehl rufen Sie nun das Inhaltsverzeichnis mit den
vorhandenen Dateien ab. Es erscheinen der lange und der kurze
Dateiname, den Sie innerhalb der älteren DOS-Anwendung
verwenden.
Führen Sie die ältere DOS-Anwendung
aus, und öffnen Sie die Datei mit dem langen über den
kurzen Dateinamen. Der lange Dateiname bleibt nach der Arbeit mit
dem DOS-Programm erhalten und ist im Explorer ungekürzt
lesbar. Alternativ können Sie mit der DOS-Anwendung zunächst
einen kurzen Dateinamen vergeben und diesen über den Windows
Explorer in einen langen Dateinamen umbenennen. Einen dritten Weg
bietet Ihnen der rem-Befehl zusammen mit dem Einleitungssymbol:
rem> das_ist_ein_langer.txt DOS legt diese Datei mit einer
Länge von 0 Byte an.
Verzeichniswechsel im DOS-Fenster
Anders als beim
eigenständigen DOS-System erleichtert Ihnen der Explorer den
Pfadwechsel im DOS-Fenster.
Windows verwaltet weitaus
komplexere Verzeichnisstrukturen als das legendäre MS-DOS.
Daher ist der Verzeichniswechsel innerhalb eines DOS-Fensters über
den Befehl CD (Change Directory) und die Eingabe der Zielpfade
kaum zumutbar. Um in beliebige Verzeichnisebenen zu wechseln,
nutzen Sie daher den Explorer wie folgt:
Starten Sie die
DOS-Eingabeaufforderung über
Start/Programme/MS-DOS-Eingabeaufforderung.
Bootet DOS im
Vollbildmodus, wechseln Sie zunächst mit [Alt-Tab] in den
Fenstermodus.
Geben Sie den Befehl an, den Sie auf das
jeweilige Verzeichnis anwenden wollen, für den Pfadwechsel
also CD.
Wählen Sie im Explorer das gewünschte
Zielverzeichnis, und ziehen Sie es per Drag&Drop auf die
Befehlszeile des MS-DOS-Fensters.
So übernehmen Sie
den gesamten Pfad auf die DOS-Kommandozeilenebene. Die Tipparbeit
entfällt, und auch die falsche Eingabe von Verzeichnispfaden
gehört damit der Vergangenheit an. Gültige Netzwerkpfade
lassen sich auf die gleiche Weise auf die Kommandozeilenebene
übernehmen.
Druckfunktion im Explorer
Eine Druckfunktion für den
aktuell angezeigten Inhalt eines Ordners suchen Sie im Explorer
vergebens. Der Registriereditor springt ein.
Mit
MS-DOS-Kenntnissen und mit Hilfe des Registriereditors können
Sie die Kontextmenübefehle des Explorer nach Bedarf
erweitern, zum Beispiel um eine Druckfunktion: Diese bilden Sie
per DOS-Befehl, einem eigenständigen Hilfsprogramm oder über
ein Skript nach. Dabei sollen Ausdrucke standardmäßig
über DOS sowie die erste parallele Schnittstelle (LPT1)
erfolgen. Legen Sie eine Stapelverarbeitungsdatei für den
Ausdruck an, um diese über den Registriereditior mit dem
Explorer zu verknüpfen. So gehen Sie vor:
Öffnen
Sie die MS-DOS-Eingabeaufforderung über den entsprechenden
Start-Menübefehl.
Wechseln Sie in das
DOS-Befehlsverzeichnis, das standardmäßig auf
C:\Windows\ Command eingestellt ist: C:\>CD \Windows\Command
[Enter]
Die Batchdatei schreiben Sie mit zwei Zeilen:
C:\>copy con drucke.bat [Enter] DIR>LPT1[F6]
Um zu
verhindern, daß sich später beim Druck ein DOS-Fenster
einblendet, passen Sie im Kontextmenü die Eigenschaften der
Stapelverarbeitung für Windows an. Wählen Sie die Datei
drucke.bat im Explorer aus, und rufen Sie den Kontextmenübefehl
Verknüpfung erstellen auf.
Zu der neuen Verknüpfung
wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften, wechseln
auf die Registerseite Programm und wählen für die
Eigenschaft Ausführen den Wert Als Symbol. Zusätzlich
markieren Sie das Kontrollfeld Beim Beenden schließen und
bestätigen dies mit OK.
Starten Sie den
Registriereditor über den Menübefehl Start/Ausführen,
die Eingabe
regedit und Klick auf OK.
Wählen Sie
den Hierarchiezweig
HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\Shell der
die bereits vorhandenen Verzeichnisbefehle verwaltet.
Um
einen neuen verzeichnisbezogenen Befehl einzurichten, wählen
Sie Neu/Schlüssel und geben die Bezeichnung
Print
[Enter] ein. Der Name Print sorgt dafür, daß der
Druckbefehl im Windows Explorer erscheint.
Nachdem Sie den
neuen Eintrag angewählt und den Befehl Neu/Schlüssel ein
weiteres Mal abgerufen haben, geben Sie den Namen
Command
[Enter] ein.
Doppelklicken Sie auf den automatisch zum
Schlüssel angelegten Unterschlüssel.
Tragen Sie
zum Standardwert des Schlüsselnamens den Aufruf des
gewünschten Befehls samt Suchpfad ein, hier also:
c:\windows\command\drucke.bat
Bestätigen Sie Ihre
Eingabe mit OK, und verlassen Sie den Registriereditor über
den Befehl Registrierung/Beenden. Damit verfügt der Explorer
über eine verzeichnisorientierte Druckfunktion. Rufen Sie nun
im Explorer den Befehl Datei/Drucken oder im Kontextmenü
Drucken zu einem Verzeichniseintrag auf, gibt Ihr Drucker fortan
das aktuelle Verzeichnis aus.
Nach dem gleichem Schema
bauen Sie weitere verzeichnisorientierte Befehle in den Explorer
ein. Wählen Sie dazu einen alternativen Schlüsselnamen
zu Print, und weisen Sie den vorangehenden Beschreibungen
entsprechend den Befehlsaufruf zu.
Neue Bildschirm-Logos
Windows startet und endet stets mit
derselben Grafik. Doch das läßt sich ändern.
Start- und Ende-Logo können Sie bearbeiten, etwa um sich
wichtige Informationen beim Starten und Herunterfahren des Systems
anzeigen zu lassen. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn
mehrere Anwender sich einen Rechner teilen. Die Startgrafik finden
Sie im Hauptverzeichnis in der Datei logo.sys, die Grafik für
das Herunterfahren im Windows-Verzeichnis logow.sys und die zum
Abschalten des Rechners in logos.sys. Anders, als es die
Dateinamen vorgaukeln, handelt es sich dabei nicht um binär
verschlüsselte Systemdateien, sondern um Bitmaps, die Sie
beispielsweise mit Paint bearbeiten können. Starten Sie
Paint, übernehmen Sie die Dateien per Drag&Drop aus dem
Explorer, und speichern Sie die Änderungen. Sie werden fortan
beim Herunterfahren und beim Systemstart aktiv. Wenn Sie neue
Bilder einbinden möchten, wählen Sie das Format 320 x
400 Bildpunkte mit 256 Farben. Diese Bilder bearbeiten Sie mit
Paint, das standardmäßig zu Windows gehört. Per
Drag&Drop ziehen Sie das Bild in Paint hinein, um es zu
bearbeiten. Wer mit Paint Shop arbeitet, benennt zuvor die Endung
sys in bmp um.
Start-Menü via Explorer
Windows verwaltet das
Start-Menü im Unterverzeichnis Startmenü des
Windows-Verzeichnisses. Der Explorer erlaubt Ihnen das
Startmenüvielfältig zu nutzen.
In der Regel nehmen
Sie über das Start-Menü nur kleinere Änderungen
vor. Unter Windows 98 und mit dem Internet Explorer 4.0 unter
Windows 95 können Sie aus dem Start-Menü heraus einzelne
Einträge bequem umbenennen, kopieren, löschen oder
verschieben. Wollen Sie jedoch die Struktur umfassend ändern,
so führt kein Weg an der verzeichnisorientierten Bearbeitung
des Start-Menüs vorbei.
Wählen Sie im Explorer das
Windows-Verzeichnis, und markieren Sie dort explorer. exe.
Ziehen Sie die Datei per Drag&Drop auf den Desktop, um eine
Verknüpfung anzulegen.
Rufen Sie zur neuen Verknüpfung
den Kontextmenübefehl Eigenschaften auf, und erweitern Sie
die Befehlszeile
c:\windows\explorer.exe
folgendermaßen:
c:\windows\explorer.exe /root,
C:\Windows\Startmenü
Bestätigen Sie diese Eingabe
mit OK.
Wählen Sie den Kontextmenübefehl
Umbenennen des Verknüpfungssymbols, und ändern Sie die
Bezeichnung in Startmenü. Künftig können Sie das
Start-Menü per Verknüpfungssymbol verzeichnisorientiert
bearbeiten, oder Sie führen Start-Menüfunktionen über
die Einträge aus. Da Sie die Verzeichnisanzeige des
Start-Menüs mehrfach starten können, ist auch das
Umgruppieren von Menüstrukturen via Drag&Drop kein
Problem mehr.
Autorun-Funktion nicht nur für CDs
Nutzen Sie die
automatische Startfunktion für CD-ROMs auch für andere
Laufwerke.
Angenommen, Sie nutzen Wechselmedien ausschließlich
zur Verwaltung von Klangdateien, Bilddateien oder Textdokumenten.
Dann wäre es sinnvoll, das zugehörige Anwendungsprogramm
bereits automatisch beim Anwählen des Wechselmediums zu
starten. Dies erreichen Sie über die automatische
Startfunktion von CDs. Wie Windows die Datei autorun.inf
bearbeitet, legt die Registry für die jeweiligen Laufwerke
fest. Um beim Anwählen eines Laufwerks automatisch ein
bestimmtes Programm ausführen zu lassen, müssen Sie
zunächst die Startfunktion aktivieren. Das geht
folgendermaßen:
Starten Sie den Registriereditor, wie
in Tip 10 beschrieben.
Wählen Sie den
Registrierschlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer
Ändern Sie den Wert NoDrive-TypeAutorun. Er stellt die
Summe der Teilwerte dar, für die die Autostartfunktion
aktiviert ist. Da standardmäßig ausschließlich
CD-ROM-Laufwerke berücksichtigt sind, finden Sie hier den
Wert 95hex (1+2+4+8+16+64). Wollen Sie weitere Wechselmedien,
sprich Disketten, unterstützen, reduzieren Sie den aktuellen
Wert um 4, also auf 91hex (Tabelle un-ten).
Beenden Sie den
Registriereditor mit Registrierung/Beenden.
Starten Sie das
System über Start/Beenden/ Neu starten.
Legen Sie sich
auf dem Autostart-Laufwerk die Textdatei autorun.inf mit folgendem
Aufbau
an:
[autorun]
open=Suchpfad\Programmname
Icon=Suchpfad\Bildsymboldatei
Damit das DOS-Programm traeger.exe aus dem Hauptverzeichnis
des Diskettenlaufwerks A: automatisch ausgeführt und einem
Bildsymbol auf Laufwerk C: zugeordnet wird, wählen Sie
folgenden Aufbau der
autorun.inf:
[autorun]
open=traeger.exe
Icon=C:\Programme\Symbole\Symbol.Ico
Wählen Sie nun ein für die Autostart-Funktion
aktiviertes Laufwerk an, überprüft Windows zunächst,
ob sich dort im Hauptverzeichnis autorun.inf befindet. Ist dies
der Fall, wird die Datei ausgewertet, um ein Programm zu starten
oder das Bildsymbol im Explorer für das entsprechende
Laufwerk zu wechseln. Sie können in autorun.inf die Open-
und/ oder die Icon-Anweisung im Abschnitt Autorun eintragen.
14
Windows 95/98: Programmliste entfernen
Windows verrät
Neugierigen bis zu neun Programme, die Sie per Ausführen-Dialog
zuletzt gestartet haben. Über die Registry löschen Sie
diese Liste.
Damit niemand erkunden kann, welche Programme Sie
üblicherweise manuell starten, löschen Sie einfach die
verräterische Liste aus dem Ausführen-Dialog. Dazu gehen
Sie wie folgt vor:
Starten Sie den Registriereditor, wie in
Tip 10 beschrieben.
Wählen Sie den Registrierschlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\RunMRU
Windows verwaltet die Programmnamen unter a bis i. Um ein
Programm zu entfernen, wählen Sie den Namen unter dem e n t s
p r e c h e n d e n Buchstaben mit Doppelklick an. Löschen
Sie die zugehörige Zeichenkette im Dialog Bearbeiten, und
bestätigen Sie jeweils mit OK.
Beenden Sie den
Registriereditor (Registrierung/Beenden), und starten Sie das
System erneut. Rufen Sie nun Start/Ausführen auf, werden die
gelöschten Programme nicht mehr zur Auswahl angeboten. In
welcher Reihenfolge das Kombinationslistenfeld die einzelnen
Programme zur Anwahl bereitstellt, legt die Buchstabenfolge für
den Namen MRUList fest.
Autostart-Funktionen abschalten
Per Tastenbefehl verhindern
Sie, daß Anwendungen unter Windows automatisch starten.
Damit ein CD-Programm nicht automatisch startet, halten Sie
beim Einlegen der CD die [Umschalt]-Taste gedrückt. Ebenso
verhindern Sie, daß das startende Betriebssystem die
Programme der Autostart-Gruppe ausführt. Der Menüeintrag
Start/Programme/ Autostart verwaltet nur die Programme der
Autostart-Gruppe. Zusätzliche Programme, die Einträge in
der Registry laden (vgl. den folgenden Tip), sind von diesem
Tastaturbefehl nicht betroffen und werden in jedem Fall geladen.
Aus dem Menü Autostart ziehen Sie auch temporäre
Programme heraus. Diese starten dann nicht mehr, wenn Sie den
Rechner hochfahren.
Programme enttarnen
Finden Sie heraus, welche Programme der
Autostart-Gruppe wertvollen Arbeitsspeicher belegen.
Die Liste
automatisch startender Programme finden Sie unter dem
Registrierschlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
Unter Run verzeichnet dieser Schlüssel die bei der
Anmeldung eines Anwenders ausgeführten Programme, unter
Run-Service die beim Systemstart geladenen Dienste. RunOnce listet
die Programme auf, die für alle Anwender einmal starten, und
RunServicesOnce die Programme, die lediglich nach einem Kaltstart
ausgeführt werden.
Datenmüll entsorgen
Windows und viele
Anwendungsprogramme arbeiten mit temporären Dateien, die
nicht immer gelöscht werden. Sie geben Speicherplatz frei,
indem Sie die Temporärdateien entfernen.
Bei einem
Programm- oder Systemabsturz bleiben oft Temporärdateien
zurück, die Speicherplatz belegen. Die Dateien enthalten nur
in den seltensten Fällen restaurierbare Daten. Daher sollten
Sie diesen Datenmüll regelmäßig löschen. Das
geht ganz einfach:
Beenden Sie zunächst alle
Anwendungsprogramme, die aktuell arbeiten, denn Temporärdateien
laufender Anwendungen können Sie nicht löschen.
Standardmäßig befinden sich die Temporärdateien im
Verzeichnis
C:\Windows\Temp
Löschen Sie die
Temporärdateien mit dem Explorer. Alternativ können Sie
mit dem Explorer auch gezielt nach Temporärdateien suchen,
die Sie an den Erweiterungen tmp, bak und sik erkennen.
Einfacher Datenversand
Mit dem Kontextmenübefehl
Senden an schicken Sie leicht und bequem Daten vom Explorer an
einen Empfänger. Die Empfängerliste ergänzen Sie
ebenso einfach.
Über das Senden-an-Kontextmenü
senden Sie Daten oder Dokumente an ein Diskettenlaufwerk oder an
ein bestimmtes Programm, etwa an ein E-Mail-Programm. Nutzen Sie
diese Funktion dazu, Dokumente den Anwendungen zu übergeben,
die mit dem aktuell gewählten Dateityp nicht verknüpft
sind. Da das jeweilige Programm den Programmnamen über den
Explorer als Kommandozeilenschalter erhält, sind allerdings
nicht alle Anwendungen für die Aufnahme im Senden-an-Menü
geeignet. Um beispielsweise WordPad als Datenempfänger
einzurichten, gehen Sie wie folgt vor:
Suchen Sie über
Explorer/Arbeitsplatz den Ordner C:\Windows\Sendto, der die
Empfängerliste verwaltet.
Öffnen Sie eine Kopie
des Explorer, und wählen Sie hier den Ordner C:\Programme\
Zubehör.
Ziehen Sie den Eintrag Wordpad.Exe bei
gedrückter [Strg]-Taste per Drag&Drop in das
Explorer-Fenster mit dem geöffneten Sendto-Ordner. Damit ist
der neue Empfänger bereits angelegt.
Wählen Sie
ein Dokument im Explorer aus, und senden Sie es über den
Kontextmenübefehl Wordpad an diese Textverarbeitung.
Netzwerkressourcen verbergen
Wer im Netz auf Laufwerke
zugreifen will, ohne daß andere Netzteilnehmer dies sehen
können, muß nur einen Buchstaben im Feld Freigabename
ändern.
In der Regel führt Windows alle im Netzwerk
freigegebenen Ressourcen innerhalb der Netzwerkumgebung auf
unabhängig davon, ob diese mit einem Zugriffskennwort belegt
sind oder nicht. Soll eine Ressource zwar freigegeben werden,
nicht jedoch in der Netzwerkumgebung erscheinen, müssen Sie
den Freigabenamen mit dem Zeichen $ abschließen. Alle
Netzwerkteilnehmer, die auf die verborgene Ressource zugreifen
wollen, müssen dann deren Namen kennen. Folgendermaßen
geben Sie ein Laufwerk frei, welches Sie verbergen wollen:
Rufen Sie zu dem freizugebenden Laufwerk im Explorer über die
rechte Maustaste im Kontextmenü den Punkt Freigabe auf.
Markieren Sie im Dialog das Optionsfeld Freigegeben als, und
vergeben Sie einen Freigabenamen, den Sie mit dem Zeichen $
abschließen.
Legen Sie nach Bedarf den Zugriffstyp
sowie ein Kennwort fest, und bestätigen Sie mit OK. In der
Netzwerkumgebung wird das freigegebene Laufwerk nicht aufgeführt.
Um darauf zugreifen zu können, müssen Sie den
vollständigen UNC-Pfadnamen (Universal Naming Convention)
angeben. Trägt der Rechner mit dem verborgenen Laufwerk den
Namen AMC200PLUS, so greifen Sie folgendermaßen auf das
Laufwerk zu:
Rufen Sie Start/Ausführen auf.
Geben
Sie den vollständigen UNC-Pfadnamen zum verborgenen Laufwerk
ein, hier also
\\AMC200PLUS\D$
Wenn Sie den Internet
Explorer 4.0 verwenden, können Sie den UNC-Pfad auch direkt
in das Adreßfeld eingeben. Tippen Sie den UNC-Pfadnamen
einschließlich des $-Zeichens ein, da Ihnen sonst der
Zugriff auf das verborgene Laufwerk versagt bleibt. Sofern Sie das
Laufwerk durch ein zusätzliches Kennwort geschützt
haben, müssen Sie auch dieses eingeben. Erst dann öffnet
sich das Netzlaufwerk im Explorer, auf das Sie wie auf ein lokales
zugreifen. Weiteres lesen Sie im Beitrag "Anschluß
gesucht" in Ausgabe 5/98 ab S.206.
NT löschen, Windows erhalten
Benutzen Sie NT neben
Windows 95/98, kann es nach dem Deinstallieren von NT zu Problemen
kommen.
Eine NT-Installation beansprucht etwa 100 MByte. Wer
diesen Speicherplatz braucht, mag die Deinstallation von NT für
eine einfache Lösung halten. Doch im schlimmsten Fall ist der
Systemstart Ihres PC hinterher blockiert, so daß Sie nur
noch per Startdiskette booten können. Es gibt einen leichten
Weg, wie Sie Windows NT komplett und rückstandslos entfernen,
so daß Windows 98 allein übrigbleibt. Das gleiche
Verfahren funktioniert auch analog mit Windows 95. Legen Sie als
erstes eine Startdiskette von Windows 98 an, wenn Sie diese bei
der Installation noch nicht erzeugt haben. Prüfen Sie, ob die
Diskette die Datei sys.com enthält. Fehlt diese, kopieren Sie
sie aus dem Ordner command Ihres Windows-Verzeichnisses auf die
Diskette. Booten Sie mit dieser Diskette. Geben Sie am A:-Prompt
den Befehl
sys c:
ein, um die Systemdateien von Windows 98
auf Ihre Festplatte zu übertragen. Löschen Sie das
komplette NT-Verzeichnis von der Festplatte. Beseitigen Sie im
Hauptverzeichnis von C: folgende Dateien:
del NTLDR
del
NTDETECT.COM
del BOOT.INI
del NTBOOTDD.SYS
Die letzte
sys-Datei existiert allerdings nur, wenn Sie eine SCSI-Platte
betreiben.
Notfalldiskette für das Notebook
Wenn ein Notebook
entweder über ein Disketten- oder über ein
CD-ROM-Laufwerk verfügt, verhilft Ihnen ein Trick zur
Notfalldiskette.
Notebooks, die nur über einen Schacht
für CD-ROM-und Diskettenlaufwerk verfügen, können
während des Setups keine Startdiskette anlegen. Denn das
Einlegen einer Diskette würde einen Wechsel der Laufwerke
erfordern. Der Austausch der Geräte erfordert jedoch zumeist
einen Neustart. Wenn Sie das Setup-Programm also auffordert, eine
Diskette einzulegen, klicken Sie auf Abbrechen, um dies zu
umgehen. Erst nach der vollständigen Installation wechseln
Sie das CD-ROM- gegen das Diskettenlaufwerk aus und öffnen
mit Start/Einstellungen/Systemsteuerung den Ordner Software.
Aktivieren Sie die Registerkarte Startdiskette. Klicken Sie auf
Diskette erstellen. Jetzt können Sie die Notfalldiskette
anlegen.
AutoRun-Funktion neu einstellen
Nach der
Windows-Installation kann es passieren, daß die Funktion
AutoRun mit Ihrem CD-ROM-Laufwerk nicht mehr funktioniert.
Die
AutoRun-Funktion zeigt nach dem Einlegen der CD automatisch an,
welche Inhalte dieser Datenträger Ihnen bietet. Fehlt diese
Funktion nach einer Neuinstallion, gehen Sie folgendermaßen
vor: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner
Arbeitsplatz, um dessen Eigenschaften zu öffnen. Wählen
Sie die Registerkarte Geräte-Manager aus. Klicken Sie auf den
Geräteeintrag CD-ROM, der noch das Pluszeichen aufweist, und
lassen Sie sich Ihren CD-ROM-Typ anzeigen. Klicken Sie auf die
Schaltfläche Eigenschaften, und holen Sie die Registerkarte
Einstellungen nach vorn. Markieren Sie das Kontrollkästchen
Automatische Benachrichtigung beim Wechsel, und bestätigen
Sie Ihre Eingabe mit [OK]. So haben Sie die AutoRun-Funktion einer
CD wieder aktiviert.
Fehlende Treiber
Wenn Windows einen fehlenden Treiber
meldet, suchen Sie ihn auf der Installations-CD unter allen
cab-Dateien.
Was tun, wenn Windows 98 beim Installieren eines
Geräts einen Treiber nicht finden kann? Sie können diese
Datei nicht suchen, auch wenn Sie deren Namen kennen. Der Grund:
Der extract-Befehl hilft Ihnen nur, wenn Sie wissen, aus welchem
cab-Archiv Sie die fehlende Datei extrahieren sollen. extract. exe
befindet sich im Start-Verzeichnis Ihrer Windows-98-CD-ROM. Um
eine Datei aus einer unbekannten cab-Datei zu extrahieren, öffnen
Sie im Start-Menü den Befehl Ausführen, geben dort
for
%p in (x:\win98\*.cab)do extract %p [dateiname]
ein und
bestätigen mit [OK]. X: bezeichnet das Windows-98-CD-Laufwerk
und [dateiname] die gesuchte Datei.
Startlogo entfernen
Das Wolkenbild (Startlogo) von Windows
95/98 beim Start ist überflüssig und bremst den
PC-Start.
Wer Windows von Ballast befreien will, kann am
leichtesten das Startlogo entfernen. Sie bearbeiten dazu die im
Hauptverzeichnis liegende Datei ms-dos. sys. Öffnen Sie mit
Start/Programme/MS-DOS-Eingabeaufforderung ein DOS-Fenster. Um die
Datei zu bearbeiten, entfernen Sie die Dateiattribute mit dem
Befehl:
attrib -r -s -h c:\msdos.sys
So können Sie die
Datei msdos.sys in einen Texteditor wie beispielsweise notepad.
exe laden. Tragen Sie in den Abschnitt [Options] die Zeile
Logo=0
ein. Speichern Sie die Datei wieder unter gleichem Namen. Sie
müssen die Attribute nicht wieder neu setzen das erledigt
Windows 98 beim nächsten Start für Sie.
Schluß mit Klick
Sie können sich den Umweg über
das Start-Menü sparen und per Doppelklick Windows 98 sofort
schließen.
Ihnen dauert das Herunterfahren von Windows
zu lange? So geht es schneller: Schreiben Sie mit einem Texteditor
eine kleine Batchdatei, die Sie zum Beispiel unter dem Namen
finito.bat auf den Windows-Desktop ablegen. Diese Stapeldatei
enthält nur zwei Zeilen:
echo off RUNDLL32
user,ExitWindows
Ein Klick mit der rechten Maustaste auf das
Finito-Symbol auf dem Desktop öffnet das Menü
Einstellungen. Rufen Sie darin unter Ausführen die Option als
Symbol auf. Per Doppelklick auf Finito beenden Sie Ihre Arbeit mit
Windows. Sind zum Beispiel in Ihrer Textverarbeitung noch Dateien
geöffnet, fordert diese Sie auf, Ihre Daten zu sichern. Erst
dann meldet sich Windows ab. Wer keine Batchdatei schreiben will,
arbeitet im Windows-Stil: Klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf den Desktop, und wählen Sie Neu/Verknüpfung. In die
Befehlszeile von Verknüpfung erstellen tragen Sie
RUNDLL32
user,ExitWindows
ein. Bestätigen Sie mit Weiter, und
geben Sie der Verknüpfung einen Namen wie System direkt
schließen. Per Doppelklick auf diese Verknüpfung
schließen Sie Windows.
Verknüpfungen ändern
Windows kann beim Start
einer Datei mit deren Dateierweite rung ein bestimmtes Programm
verbinden.
Es ist ärgerlich, wenn Sie ein teures
Bildbearbeitungsprogramm unter Windows installiert haben und beim
Doppelklick auf eine bmp-Datei Microsoft Paint starten. Statt
dessen möchten Sie Ihre Grafik in Ihrem Spezialprogramm
bearbeiten. Dazu öffnen Sie im Explorer ein Laufwerksfenster
und rufen einen Ordner auf, der eine bmp-Datei enthält.
Drücken Sie die [Umschalt]-Taste, und klicken Sie die Datei
mit der rechten Maustaste an. Markieren Sie im Kontextmenü
Öffnen mit, und suchen Sie im nächsten Auswahlfenster
Ihr Bildbearbeitungsprogramm. Danach markieren Sie das
Kontrollkästchen Diesen Dateityp immer mit diesem Programm
öffnen und klicken auf [OK]. Finden Sie das Programm nicht in
der Liste, klicken Sie auf die Schaltfläche Andere und suchen
im Ordnerverzeichnis nach Ihrer Anwendung. Von jetzt an werden
bmp-Dateien nur noch mit Ihrem Lieblingsprogramm zusammen
gestartet.
DOS-Namen ohne Tilde
Mit Hilfe der Registry verhindern Sie,
daß das ~-Zeichen in DOS-Dateinamen erscheint.
Über
die Registrierdatenbank veranlassen Sie Windows, in DOS-Namen auf
die Tilde und Ziffern zu verzichten. Rufen Sie den Befehl
Start/Ausführen auf, und geben Sie
regedit
ein.
Wechseln Sie im linken Fenster in den Ordner
HKEY_LOCAL_MACHINE
Klicken Sie jetzt nacheinander auf System/
CurrentControlSet/Control und FileSystem. Wechseln Sie mit [Tab]
in das rechte Editorfenster, und wählen Sie Neu/Binärwert.
Nennen Sie den neuen Eintrag NameNumericTail. Doppelklicken Sie
auf den Eintrag, und geben Sie als Wert 0 ein. Schließen Sie
den Editor und booten Windows erneut. Jetzt wird eine Datei, die
Sie zum Beispiel Mahnungen 1996 genannt haben, als mahnunge.doc
angezeigt und nicht als mahnung~.doc.
Ressourcen im Blick
Der Überblick über die
Systemressourcen ist besonders beim Einbau neuer Komponenten
wichtig.
Mit dem Einbau einer Steckkarte treten häufig
Probleme auf. Es kann schon helfen, wenn Sie die Systemressourcen
überblicken. Verschaffen Sie sich daher den Überblick
über Speicher-, IRQ- und DMA-Belegung: Öffnen Sie die
Systemsteuerung, und klicken Sie doppelt auf das Symbol System.
Wechseln Sie in die Registerkarte Geräte-Manager. Markieren
Sie den ersten Eintrag der Liste: Computer. Klicken Sie auf
Eigenschaften. Es öffnet sich das Fenster Eigenschaften von
Computer. Blättern Sie mit Hilfe der Maus in der
Ressourcenanzeige. Benutzen Sie dabei die verschiedenen
Betrachtungsweisen, die Sie nach DMA, Speicher, Ein-/Ausgabe (E/A)
und IRQ ordnen.
Sie können über die Schaltfläche
Drucken in den Eigenschaften von System alle Infos zu den
Ressourcen ausdrucken lassen, indem Sie eine Komponente vorher
markieren.
Und so entfernen Sie eine Komponente aus Ihrem
Gerät: Sie markieren sie und klicken auf die [Entf]-Taste.
Screensaver legt PC lahm
So helfen Sie sich, wenn Ihr
Bildschirmschoner mit einem Paßwort gesperrt wurde.
Ein
PC ist schnell lahmgelegt: einfach mit der rechten Maustaste über
Desktop-Eigenschaften einen Bildschirmschoner aktivieren und mit
einem Paßwort versehen. Spielt Ihnen jemand diesen Streich,
erlangen Sie folgendermaßen wieder Zugriff auf Ihren
Rechner, ohne das Paßwort zu kennen: Starten Sie Ihren
Rechner neu, und geben Sie über Start/Ausführen
regedit
ein. Suchen Sie in der Windows-Registrierungsdatei mit
[Strg-F] nach dem Eintrag ScreenSave_Data, löschen Sie ihn
mit der [Entf]-Taste, und setzen Sie den darunter befindlichen
Eintrag ScreenSaveActive auf 0. Danach starten Sie Windows neu und
legen über die Desktop-Eigenschaften Ihr eigenes Paßwort
für den Bildschirmschoner fest.
Neue Fenster
Schnell erzeugen Sie ein weiteres Fenster, um
etwa Dateien per Drag&Drop zu kopieren.
Das
Explorer-Fenster hat den Vorteil, daß Sie die
Ordnerhierarchie links in der Explorer-Leiste überblicken.
Beim Doppelklick auf ein Ordnersymbol zeigt der Explorer den
Ordnerinhalt allerdings immer im rechten Fenster an. Zum Kopieren
ist es jedoch oft hilfreich, wenn Quell-und Zielordner in
getrennten Fenstern zu sehen sind.
Um im Explorer-Fenster ein
weiteres Ordnerfenster zu öffnen, wählen Sie das
Ordnersymbol mit der rechten Maus-taste an und klicken im
Kontextmenü auf den Befehl Öffnen. Windows zeigt
daraufhin den Ordnerinhalt in einem neuen Fenster, was das
Kopieren we-sentlich erleichtert.
Alle Ordner im Blick
Öffnen Sie mit einem Doppelklick
beliebig viele Ordnerfenster gleichzeitig in der
Explorer-Ansicht.
Wenn Sie aus dem Explorer-Fenster heraus
gleich mehrere Ordner in ge-trennten Fenstern öffnen, können
Sie schnell zwischen diesen Fenstern kopieren. Der vorhergehende
Tip erlaubt, zusätzliche Ordnerfenster im Stil des Ordners
Arbeitsplatz anzuzeigen. Wer lieber mit der Explorer-Anzeige
arbeitet und den mehrfachen Aufruf des Explorers vermeiden möchte,
merkt sich folgenden Trick: Klicken Sie im rechten Teil des
Explorer-Fensters auf das Symbol des ersten zu öffnenden
Ordners. Halten Sie die [Umschalt]-Taste gedrückt, und wählen
Sie ein weiteres Ordnersymbol per Doppelklick an. Bei diesem
Schritt passiert zweierlei: Der Explorer markiert alle zwischen
dem ersten markierten und dem angeklickten Ordnersymbol liegenden
Ordner. Gleichzeitig stellt er den Ordnerinhalt des ersten
markierten Elements im aktuellen Explorer-Fenster dar.
Anschließend wird für jeden zusätzlich markierten
Ordner ein neues Explorer-Fenster geöffnet. Um mehrere nicht
benachbarte Ordnersymbole zu markieren und die Ordner in
getrennten Fenstern zu öffnen, gehen Sie wie folgt vor:
Markieren Sie die zu öffnenden Ordner im rechten
Explorer-Fenster, indem Sie die [Strg]-Taste gedrückt halten
und die gewünschten Ordnersymbole anklicken. Danach klicken
Sie eines der markierten Ord-nersymbole mit der rechten Maustaste
an und wählen im Kontextmenü Öffnen oder
Explorer:
Der Befehl Öffnen zeigt den Inhalt aller
markierten Ordner in neuen Ordnerfenstern im Stil des Ordners
Arbeitsplatz.
Der Befehl Explorer verwendet hingegen mehrere
Explorer-Fenster zur Anzeige sämtlicher Ordnerinhalte.
Neues Explorer-Fenster
Mit wenigen Befehlen richten Sie
einen neuen Kontextmenü-befehl ein, um einen markierten
Ordner in einem neuen Explorer-Fenster zu öffnen.
Die
Kontextmenübefehle helfen Ihnen, Windows-Aktionen zu
vereinfachen. Gerade beim Umgang mit Ord-nern erweisen sich
zusätzliche Kontextmenübefehle als hilfreich. Wer mit
den PowerToys für Windows 95 arbeitet, kennt vielleicht den
Kontextmenübefehl Explore from here, der bei Anwahl eines
Ordners ein neues Explorer-Fenster öff-net. Wer die PowerToys
nicht installiert hat, kann diesen Befehl mit wenigen Schritten
selbst unter Windows anlegen. Dabei haben Sie zwei Möglichkeiten:
Profis und Systembastler wählen den Weg über die
Registry. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein
Ordnersymbol und wählen den Befehl Explorer-Fenster öffnen.
Auf diese Weise zeigt Windows den Ordnerinhalt in einem zweiten
Explorer-Fenster. Hierbei wird der Ordner gleichzeitig als Root in
der Explorer-Leiste eingestellt. Die meisten Kontextmenübefehle
für Ordner und Dateien wie Löschen, Kopieren, Einfügen
etc. sind unter Windows fest "verdrahtet". Das bedeutet,
daß Sie diese Befehle nicht manipulieren können. Das
Kontextmenü besitzt aber zusätzliche Befehle wie Suchen,
Explorer oder Öffnen, die sich systemspezifisch ablegen
lassen. Die Einträge für diese Kontextmenübefehle
werden in der Registrierung im Zweig
HKEY_CLASSES_ROOT
gehalten
(siehe den Beitrag "Schlüssel zum System", Ausgabe
12/98, S. 200).
Um einen Befehl für das Kontextmenü
eines Ordners zu registrieren, tragen Sie ihn im
Schlüssel
HKEY_CLASSES_ROOT\Folder\shell
ein. Ein
Befehl besitzt einen Eintrag der Art
HKEY_CLASSES_ROOT\Folder\
shell\newExpl
dessen Standardwert den Namen des
Kontextmenübefehls (hier Explorer-Fenster öffnen)
aufnimmt. Im Schlüssel tragen Sie den Command-Unterschlüssel
mit dem eigentlichen Befehl ein:
HKEY_CLASSES_ROOT\Folder\
shell\newExpl\command
Der Befehl zum Aufruf des Explorers sieht
dann folgendermaßen aus:
C:\Windows\Explorer.exe /E,
/root, /idlist, %I
Der Schalter /E erzwingt das Öffnen
des Fensters im Explorer-Stil.
Der Schalter /root weist die
Shell an, den neuen Ordner als Root in der linken Explorer-Leiste
darzustellen.
Der Parameter %Isteht als Platzhalter für
den aktuell gewählten Ordner. Windows setzt beim Ausführen
des Befehls den Pfad zum gewählten Ordner anstelle dieses
Platzhalters ein.
Wollen Sie nicht mit der Registry arbeiten,
wählen Sie den einfacheren Weg, denn eine solche
Kontextmenüerweiterung können Sie auch direkt über
den Windows Explorer vornehmen. Klicken Sie im Menü Ansicht
auf den Befehl Ordneroptionen. Im Dialogfeld Ordneroptionen wählen
Sie auf der Registerkarte Dateitypen den Eintrag Ordner in der
Liste Registrierte Dateitypen. Klicken Sie auf die Schaltfläche
Bearbeiten, und wählen Sie im Dialogfeld Dateityp bearbeiten
die Schaltfläche Neu. Windows öffnet das Dialogfeld
Neuer Vorgang. Im Textfeld Vorgang tragen Sie den
Text
Explorer-Fenster öffnen
für den
Kontextmenübefehl ein. In das Feld Anwendung für diesen
Vorgang ge-ben Sie den Befehl
Explorer.exe /E,/root,
/idlist,%I
ein. Sobald Sie die Dialogfelder und Registerkarten
schließen, trägt Windows den neuen Kontextmenübefehl
in der Registrierung ein. Sie prüfen dies durch Anklicken
eines Ordnersymbols mit der rechten Maustaste. Dieses Vorgehen
können Sie auch modifizieren: Lassen Sie die Option /root im
Befehl weg, und schreiben Sie die
Anweisung
C:\Windows\Explorer.exe /E, , /idlist, %I
Der
Kontextmenübefehl öffnet ebenfalls den Ordner in einem
neuen Explo-rer-Fenster. In diesem Fall wird der Ordner zwar
markiert, die Explorer-Leiste im linken Fensterteil zeigt aber die
komplette Ordnerhierarchie bis zum Desktop. Der Befehl zum Aufruf
des Explorers bietet Ihnen also viele Freiheiten zur Gestaltung
der Ordneranzeige.
Ordner gezielt aufrufen
Ein zusätzlicher Schalter
öffnet im Explorer vorbestimmte Ver- zeichnisse und
Laufwerke.
Sparen Sie sich unnötige Arbeit, wenn der
Explorer ein vorbestimmtes Laufwerk anwählen soll. Dazu
öffnen Sie das Explorer-Fenster, beispielsweise per
Doppelklick, welches in der Explorer-Leiste den Windows-Ordner
anzeigt. Bei Bedarf können Sie den Befehl zum Aufruf des
Explorers so anpassen, daß er ein anderes Laufwerk anzeigt.
Wählen Sie Start/Ausführen, und geben Sie
Explorer.exe
/E, D:\
ein. Damit öffnen Sie beispielsweise direkt die
Anzeige der Ordner des Laufwerks D:\.
Datei markieren
Mit einer Zusatzoption markiert der Explorer
eine bestimmte Datei im Ordnerfenster.
Wer häufig auf die
gleiche Datei zugreift, kann dem Explorer das Markieren dieser
Datei überlassen. Dadurch müssen Sie die betreffende
Datei nicht jedesmal aus dem Explorer herausfischen. Dazu gehen
Sie unter Windows 95 und NT wie im zweiten Teil des vorigen Tips
vor: Klicken Sie im Menü Ansicht auf den Befehl
Ordneroptionen. Im Dialogfeld Ordneroptionen wählen Sie auf
der Registerkarte Dateitypen den Eintrag Ordner und in der Liste
Registrierte Dateitypen. Klicken Sie auf die Schaltfläche
Bearbeiten, und wählen Sie im Dialogfeld Dateityp bearbeiten
die Schaltfläche Neu. Windows öffnet das Dialogfeld
Neuer Vorgang. Im Textfeld Vorgang tragen Sie den
Text
Explorer-Fenster öffnen
für den
Kontextmenübefehl ein. In das Feld Anwendung für diesen
Vorgang versehen Sie das Explorer-Fenster mit einem zusätzlichen
Schalter /select. Da-mit markieren Sie eine Datei. So öffnet
die Anweisung
C:\Windows\Explorer.exe /e,C:\Windows\Command,
/select,C:\Windows\Command \Edit.com
in Windows 95 und in NT
4.0 ein Ord-nerfenster, stellt den Windows-Unter-ordner Command in
der Explorer-Leiste ein und markiert im Unterordner Command die
Datei Edit.com. Der Benutzer braucht in diesem Fall nur noch die
[Eingabe]-Taste zu drücken, um diesen Editor aufzurufen. Auf
die gleiche Art wählen Sie Dokumentdateien zum Laden aus.
Windows-98-Nutzer können die Funktion in der oben gezeigten
Fassung nicht nutzen: Aufgrund eines Fehlers im Explorer kann
dieser bei gesetzter /e-Option keine Objekte der Shell markieren.
Lassen Sie daher den Schalter /e weg, oder setzen Sie stattdessen
/n ein. Auf diese Weise funktioniert der Aufruf auch unter Windows
98.
Symbol im Fenster
So verknüpfen Sie das Explorer-
Fenster mit dem Symbol Arbeitsplatz.
Manche Benutzer möchten
beim Öffnen des Explorer-Fensters das Symbol Arbeitsplatz
auswählen. Dies spart Mausklicks beim Wechseln vom aktuell
gewählten Laufwerk zum übergeordneten Symbol
Arbeitsplatz, um beispielsweise alle Laufwerke und
Netzwerkverbindungen zu überblicken. Neben dem Pfad zum zu
öffnenden Ordner und der zusätzlichen Option /select
übergeben Sie dem Explorer weitere sogenannte Subobjekte.
Neben einem Laufwerks- oder Pfadnamen können Sie als
Subobjekt aber auch die sogenannten Class-ID-Codes aus dem
NameSpace-Objekt der Shell angeben. Solche NameSpace-Objekte sind
beispielsweise die Ordner Desktop, Eigene Dateien oder die
Netzwerkumgebung. Kennen Sie den Class-ID-Code, läßt
sich das zugehörige Objekt direkt adressieren. Der
Class-ID-Code des Name-Space-Objekts Arbeitsplatz ist in der
Registrierung mit {20D04FE0-3AEA-1069- A2D8-08002B30309D}
festgelegt. Die folgende Anweisung öffnet beispielsweise ein
Ordnerfenster im Explorer-Stil und stellt gleichzeitig das Symbol
Arbeitsplatz in der Explorer-Leiste ein:
Explorer.exe /e,/n, ::
{20D04FE0-3AEA-1069- A2D8-08002B30309D}
Anstelle des
Class-ID-Codes für den Arbeitsplatz können Sie auch
Class-ID-Codes weiterer NameSpace-Objekte einsetzen, um deren
Inhalt beim Aufruf des Explorer-Fensters anzuzeigen. Die Tabelle
(siehe unten) enthält eine Aufstellung verschiedener
Class-ID-Codes für NameSpace-Objekte. Die betreffenden
Befehle können Sie im Dialogfeld Ausführen testen.
Hinterlegen Sie einen Befehl in einer Verknüpfung, läßt
sich das Objekt direkt per Doppelklick aufrufen.
Ohne Neustart
Das Zurücksetzen der Windows- Shell macht
einen Neustart von Windows überflüssig.
Bei
Installationen werden Sie häufig aufgefordert, Windows neu zu
starten. Doch statt des langen Neustarts reicht es auch, die
Windows-Shell zurückzusetzen, damit sich die Änderungen
auswirken. Unter Windows 95 drücken Sie die Tastenkombination
[Alt-Strg-Entf] und markieren im Dialogfeld Anwendung schließen
den Eintrag Explorer. Schließen Sie mit Task beenden ab.
Windows erkennt, daß Sie die Shell beenden möchten, und
öffnet das Dialogfeld Windows beenden. Klicken Sie in diesem
Dialogfeld auf die Schaltfläche Abbrechen. Dies verhindert
das Herunterfahren des Betriebssystems. Gleichzeitig fordert das
Betriebssystem den Explorer zum Beenden auf. Da dieser aber den
Kern der Shell darstellt, ist dies nicht möglich. Daher
erscheint nach einiger Zeit das Dialogfeld Explorer mit dem
Hinweis, daß die Anwendung nicht mehr reagiert. Klicken Sie
in diesem Dialogfeld auf die Schaltfläche Task beenden. Mit
dieser Aktion entfernt Windows den Explorer aus dem
Arbeitsspeicher. Da Windows ohne Shell nicht arbeiten kann, lädt
das Betriebssystem sofort eine neue Kopie des Explorers und setzt
diese auf die aktuellen Einstellungen. Mit diesem Kunstgriff
erreichen Sie also, daß die Shell bzw. der Explorer mit den
aktuellen Einstellungen neu geladen werden. Einziger Nachteil bei
Windows 95: Geöffnete Ordnerfenster werden ebenfalls
geschlossen. Bei Windows 98 klappt dieser Trick ebenfalls.
Allerdings gibt es ein kleines Problem: Zusätzlich zur
konventionellen Windows-Shell ist noch der Internet Explorer mit
dem Active Desktop geladen. Und das Active-Desktop-Modul löst
beim Zurücksetzen der Shell einen Fehler aus. In diesem Fall
sehen Sie auf dem Desktop-Hintergrund die Web-Seite
Wiederherstellung von Active Desktop. Klicken Sie auf den
Hyperlink Den Active Desktop wiederherstellen, um auch die
Darstellung des Active Desktop auf die Grundeinstellungen zu
setzen.
Verknüpfungen einrichten
Mit den richtigen
Namenskonventionen richten Sie Systemordner auch auf dem Desktop
oder im Start-Menü ein.
Greifen Sie oft auf die
Systemsteuerung zu, legen Sie am besten eine Ver-knüpfung zur
Systemsteuerung auf Ihren Desktop ab. Arbeiten Sie zudem oft mit
bestimmten Ordnern der Systemsteuerung, beispielsweise mit dem
Ordner Drucker, dann legen Sie das betreffende Modul auch gleich
auf Ihren Desktop: Damit sparen Sie sich viele Mausklicks. Diese
Verknüpfungen lassen sich sowohl auf dem Desktop als auch im
Start-Menü oder in jedem beliebigen Ordner hinterlegen. Dabei
gibt es zwei Möglichkeiten, um die Verknüpfung
anzulegen. Im einfachsten Fall ziehen Sie das Symbol des Ordners
Systemsteuerung bzw. Drucker bei gedrückter rechter Maustaste
zum Ziel, zum Beispiel auf den Desktop oder in das Ordnerfenster
Startmenü. Beim Loslassen der Maustaste wählen Sie den
Kontextmenübefehl Verknüpfung(en) hier erstellen.
Windows richtet dann eine lnk-Datei mit einem Verweis auf den
Systemordner ein. Nachteil dieses Ansatzes: Richten Sie eine
solche Verknüpfung im Start-Menü ein, wird bei der
Anwahl des betreffenden Eintrags das zugehörige Ordnerfenster
geöffnet. Im Start-Menü bevorzugen die meisten Benutzer
jedoch die Möglichkeit, den Inhalt eines Ordners mit weiteren
Untermenüs anzuzeigen. Dazu hängen Sie den Class-ID-Code
des betreffenden Objekts als Dateinamenerweiterung an den
Ordnernamen an. Um beispielsweise die Systemsteuerung als Menü
im Start-Menü einzutragen, gehen Sie folgendermaßen
vor: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche
Start, und wählen Sie im Kontextmenü Öffnen. Im
Ordnerfenster Startmenü klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf eine freie Stelle und wählen im Kontextmenü
Neu/Ordner. Als Ordnername verwenden Sie
SysSt.{21EC2020-3AEA-1069- A2DD-08002B30309D}.
Wichtig ist
dabei der Teil hinter dem Punkt. Die Zahlenfolge gibt den
Class-ID-Code des Systemsteuerungsmoduls an. Wenn Sie alles
richtig machen, zeigt Windows anschließend das Ordnersymbol
der Systemsteuerung an. Öffnen Sie dann das Start-Menü,
verwendet Windows bei der Anwahl des betreffenden Eintrags ein
Untermenü mit weiteren Menüpunkten (kaskadierend). Neben
der Systemsteuerung läßt sich auch der Ordner Drucker
auf diese Art als Spezialordner anlegen. Dazu verwenden Sie den
Namen
Drucker.{2227A280-3AEA-1069- A2DE-08002B30309D}
beim
Anlegen des betreffenden Ordners.
Registerkarten im direkten Zugriff
Auf dem Desktop
hinterlegte Verknüpfungen erlauben es, Registerkarten aus den
Systemsteuerungsmodulen direkt zu öffnen.
Üblicherweise
öffnen Sie erst das Fenster der Systemsteuerung, um
anschließend das gewünschte Systemsteuerungsmodul
aufzurufen. Danach erst gelangen Sie zur gewünschten
Registerkarte. Einige Registerkarten lassen sich zwar auch direkt
über den Kontextmenübefehl Eigenschaften öffnen,
indem Sie beispielsweise rechts auf das Symbol Arbeitsplatz oder
auf eine freie Stelle des Desktop klicken. Doch für viele
weitere Module läßt sich der Weg zum Öffnen der
Registerkarten verkürzen, indem Sie die Registerkarten als
Verknüpfungen auf Ihrem Desktop oder im Start-Menü
einrichten. Öffnen Sie dazu das Ordnerfenster Startmenü.
Ziehen Sie das gewünschte Symbol bei gedrückter rechter
Maustaste zum Desktop. Lassen Sie die Maustaste los, und wählen
Sie im Kontextmenü den Befehl Verknüpfung(en) hier
erstellen. Das Verknüpfungssymbol wählen Sie per
Doppelklick an. Windows öffnet dann die
Standard-Registerkarte des zugehörigen Eigenschaftenfensters.
Um gezielt auf bestimmte Registerkarten zuzugreifen, richten Sie
eine Verknüpfung auf das zugehörige Modul ein. Dies geht
nur mit einem Trick, da sich die Aufrufoptionen eines
Systemsteuerungsmoduls im Eigenschaftenfenster der Verknüpfung
nicht ändern lassen. Gehen Sie stattdessen folgendermaßen
vor: Richten Sie eine Verknüpfung zu einer beliebigen Datei
auf dem Desktop ein. Am einfachsten geht dies, indem Sie das
Symbol der Datei bei gedrückter rechter Maustaste aus einem
Ordnerfenster zum Desktop ziehen und dann im Kontextmenü
Verknüpfung(en) hier erstellen wählen. Passen Sie den
Symboltitel an, indem Sie [F2] drücken und den neuen Text
eingeben. Im nächsten Schritt klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf das Verknüp-fungssymbol und wählen im
Kontextmenü Eigenschaften. Auf der Registrierkarte
Verknüpfung tragen Sie den Aufruf der gewünschten
Registerkarte im Feld Ziel ein. Hier erlaubt Ihnen das Programm
Control.exe eine undokumentierte Alternative. Control.exe befindet
sich im Windows-Ordner und öffnet üblicherweise das
Ordnerfenster der Systemsteuerung. Geben Sie diesem Programm als
Parameter den Namen eines Systemsteuerungsmoduls an, wird dessen
Eigenschaftenfenster geöffnet. Der Befehl
C:\Windows\
Control.exe Sysdm.cpl
öffnet beispielsweise das
Eigenschaftenfenster Eigenschaften von System. Gleichzeitig wird
die erste Registerkarte Allgemein im Vordergrund dargestellt. Die
Module der Systemsteuerung unterstützen meistens mehrere
Registerkarten, und einige Module können sogar verschiedene
Eigenschaftenfenster öffnen. Sie geben daher hinter dem Namen
des Moduls zusätzliche Parameter an, die die gewünschte
Registerkarte spezifizieren. Mit der
Anweisung
C:\Windows\Control.exe Sysdm.cpl, System, 0
öffnen
Sie beispielsweise die Registerkarte Allgemein im
Eigenschaftenfenster Eigenschaften von System. Um die zweite
Registerkarte Geräte-Manager aufzurufen, verwenden Sie
anstelle der 0 den Wert 1. Der Aufruf sieht dann folgendermaßen
aus
C:\Windows\Control.exe Sysdm.cpl, System, 1
Mit dem Wert
2 adressieren Sie die Registerkarte Hardwareprofile. Das Modul
Desk.cpl ist für die Anzeige der Desktop- und
Bildschirmeigenschaften zuständig. Mit
C:\Windows\Control.exe
Desk.cpl,,0
rufen Sie die Registerkarte Hintergrund im
Eigenschaftenfenster Eigenschaften von Anzeige auf. Durch Ersetzen
der letzten Ziffer 0 durch die Werte 1, 2 und 3 rufen Sie weitere
Registerkarten dieses Eigenschaftenfensters direkt per Verknüpfung
auf. Da das cpl-Modul nur für die Eigenschaften der Anzeige
zuständig ist, bleibt der Parameter mit dem Modulnamen beim
Aufruf leer. Das bedeutet, daß nur zwei Kommata als
Platzhalter im Befehl auftreten. Auf Wunsch läßt sich
das Verknüpfungssymbol über die Schaltfläche
Anderes Symbol auf der Registerkarte Verknüpfung ändern.
Eine Aufstellung der Systemsteuerungsmodule samt der zulässigen
Aufrufparameter finden Sie in der Literatur.
Unsichtbare Module
Mit TweakUI oder mit dem Windows-Editor
lassen sich die Module der Systemsteuerung
ausblenden.
Systemadministratoren möchten meistens
verhindern, daß Benutzer über die Systemsteuerung
Systemeinstellungen verändern. Eine Möglichkeit dabei
ist es, die betreffenden Module in der Systemsteuerung
auszublenden. Erscheint ein Modul nicht in der Systemsteuerung,
wird der Zugriff auf die betreffenden Einstellungen erschwert.
Windows 98 bietet dazu das Zusatz-modul TweakUI, welches Sie auf
der Windows-98-CD-ROM im Ordner \tools\reskit\powertoys finden.
Die Registerkarte Control Panel listet die Sy-stemsteuerungsmodule
auf. Durch Setzen oder Löschen der Markierung der
entsprechenden Kontrollkästchen erreichen Sie, daß
Windows die betreffenden Module in der Systemsteuerung anzeigt
oder ausblendet. Wie Sie bei Windows 95 verfahren, erfahren Sie am
Ende des Tips. Interessant ist dabei der Mechanismus, der hinter
dieser Funktion steckt. Windows verwaltet bestimmte Informa-tionen
zur Systemsteuerung in der Datei Control.ini. Sie finden diese
Datei im Windows-Ordner. Diese Datei besitzt einen Abschnitt
[don't load], in dem die Namen der cpl-Module der System-steuerung
eingetragen sind:
[don't load] snd.cpl =
nomail.cpl=modem.cpl
Alle Systemsteuerungsmodule, deren
Markierung Sie auf der Registerkarte Control Panel löschen,
werden durch einen Eintrag der Art name.cpl = no markiert. Beim
Öffnen der Systemsteuerung wertet Windows die ini-Datei aus
und unterdrückt die Symbole aller Module, deren Name mit dem
Zusatz no versehen wurde. Für Windows-95-Nutzer gilt:
Verfügen Sie nicht über TweakUI, bearbeiten Sie die
Datei Control.ini mit dem Windows-Editor und nehmen die
notwendigen Einträge manuell vor.
Weg mit Drag&Drop
Falls Sie die Möglichkeit zur
Anpassung des Start-Menüs per Drag&Drop stört, läßt
sich diese Funktion auch ausschalten.
In Windows 98 erlaubt
Ihnen die Konfiguration des Start-Menüs per Drag&Drop.
Sie können neue Einträge durch Ziehen mit der Maus im
Start-Menü einfügen, die Einträge im Zweig
Programme umgruppieren oder Einträge und Programmgruppen bei
gedrückter linker Maustaste zum Papierkorb ziehen und
löschen. Sobald der Internet Explorer 4.0 installiert ist,
ist dies auch unter Windows 95/NT möglich. Diese an sich sehr
komfortable Funktion führt jedoch dazu, daß manche
Anwender unbeabsichtigt die Konfiguration des Start-Menüs
verändern. Für solche Fälle schalten Sie die
Drag&Drop-Unter-stützung ab. Windows verwaltet die
Freigabe der Drag&Drop-Funktion durch einen
Registrierungseintrag. In der US-Version von Windows 98 liefert
Microsoft sogar eine Vorlagedatei mit den betreffenden Optionen
für den Systemrichtlinien-Editor. Aber der betreffende
Eintrag ist mit wenigen Handgriffen manuell in der Registrierung
nachgetragen. Starten Sie den Registrierungseditor, und suchen Sie
den Schlüssel:
HKEY_CURRENT_USER\Software\
Microsoft\Windows\CurrentUser\Policies\Explorer
Fügen Sie
in diesem Schlüssel den Wert NoChangeStartMenu ein, und
setzen Sie den Wert auf 0x00000001. Spätestens nach dem
nächsten Anmelden ist die Drag&Drop-Funktion des
Start-Menüs deaktiviert. Entfernen Sie den Schlüssel,
gibt Windows die Funktion wieder frei.
Registerkarten sperren
Administratoren sperren den Zugriff
auf Optionen der Systemsteuerung, um Änderungen zu
verhindern.
Solange die Module der Systemsteuerung in Form der
cpl-Dateien im System-Ordner auf der Festplatte gespeichert sind,
kann ein erfahrener Benutzer diese per Doppelklick anwählen
und über die zugehörigen Registerkarten Einfluß
auf die Systemkonfigurierung nehmen. Eine Möglichkeit, dies
zu verhindern, besteht darin, die cpl-Dateien auf der lokalen
Maschine zu löschen. Soll ein Benutzer jedoch beispielsweise
den Desktop-Hintergrund setzen, benötigt er den Zugriff auf
die cpl-Datei. Um zu verhindern, daß der Benutzer Zugriff
auf weitere Registerkarten erhält, setzen Sie entsprechende
Systemrichtlinien. Hierzu rufen Sie den Systemrichtlinien- Editor
über den Eintrag Programme/Zubehör/Systemprogramme auf.
Ist der Editor nicht vorhanden, installieren Sie diesen als
Windows-Zusatzkomponente von Ihrer Windows-CD-ROM nach. Die
nachfolgenden Ausführungen gelten für Windows 98, lassen
sich aber analog auf Windows 95 oder NT 4.0 anwenden. Beim ersten
Start fragt der System-richtlinien- Editor eventuell nach einer
Vorlagedatei. Die adm-Vorlagedateien finden Sie im Windows-Ordner
Inf. Wählen Sie im Editorfenster Datei/Registrierung öffnen.
Doppelklicken Sie auf das Symbol Lokaler Benutzer. Öffnen Sie
den Zweig Systemsteuerung, und wählen Sie Systemsteuerung.
Die Registerkarte Richtlinien zeigt verschiedene Unterthemen an.
Markieren Sie das Kontrollkästchen eines solchen Eintrags,
blendet der Systemrichtlinien- Editor die Optionen der
betreffenden Richtlinie im Fußbereich der Registerkarte ein.
Durch Markieren dieser Kontrollkästchen blenden Sie die
zugehörigen Registerkarten der Systemsteuerung aus. Markieren
Sie beispielsweise das Kon-trollkästchen "Geräte-Manager"
ausblenden der Richtlinie Systemsteue-rung/ System, unterdrückt
Windows beim nächsten Aufruf die Registerkarte mit den
Eigenschaften des Systems. Der Systemrichtlinien-Editor hinterlegt
die Informationen über ausgeblendete Registerkarten in der
Registrierung im Zweig
HKEY_CURRENT_USER\Software\
Microsoft\Windows\ CurrentVersion\Policies\ System
Mit diesen
recht einfachen Manipulationen erhöhen Sie die Sicherheit des
Systems beträchtlich. Wenn Sie Ihren PC mit anderen gemeinsam
nutzen, hindern Sie diese daran, Ihr Windows zu ändern.
Windows NT neben Windows 95/98 installieren
Wenn Sie ein
paar Grundregeln beachten, vertragen sich NT und Win 95/98 auf
einer Festplatte.
Wollen Sie mehrere Betriebssysteme
aufspielen, haben Sie dafür optimale Be-dingungen, wenn Sie
noch kein Betriebssystem installiert haben. In diesem Fall teilen
Sie Ihre Festplatte mit fdisk in die Partitionen C: und D: ein. In
der ersten Partition installieren Sie Windows 95/98. Wichtig dabei
ist: Benutzen Sie das FAT16-Dateisystem und nicht FAT32. Denn
Windows NT 4.0 kann FAT32 nicht lesen und würde daher C: als
nicht vorhanden betrachten. Ohne Hilfsmittel läßt sich
NT dann nicht mehr installieren (siehe vorherigen Tip). Starten
Sie Windows 95/98 im MS-DOS- Modus. Nun installieren Sie Win-dows
NT, indem Sie das Kommando
E:\I386\winnt /b
auf der
Kommandozeile eingeben. Das Laufwerk E: kennzeichnet dabei das
CD-ROM-Laufwerk. Installieren Sie Windows NT auf der anderen
Partition D:. Bereits bei der Installation stellt NT fest, daß
schon ein Betriebssystem vorhanden ist, und bindet Windows 95/98
in sein Bootmenü ein. Dieses Menü finden Sie in der
Datei boot.ini im Stamm-verzeichnis C:\ als Textdatei wieder.
Damit wählen Sie bei jedem Systemstart aus einem Menü,
ob Windows 95/98 oder NT startet.
Windows 95/98 nach NT 4.0 installieren
Sie arbeiten bereits
mit Windows NT und möchten nachträglich Windows 95/98
installieren und über den NT-Boot-Manager starten.
Immer
mehr neue Rechner werden mit Windows NT ausgeliefert. Das hat
jedoch auch Nachteile, denn NT unterstützt brandneue Hardware
nicht so umfangreich wie Windows 98. In solchen Fällen
empfiehlt es sich, neben NT auch Windows 98 zu installieren. Um zu
NT 4.0 eine weitere Windows-Version zu installieren, muß das
Laufwerk C: als FAT16-Partition formatiert sein. Legen Sie dann
mit Windows NT eine Startdiskette an. Danach installieren Sie aus
Windows NT das neue Windows 95/98. Wenn Sie neu booten, verlieren
Sie scheinbar Ihr Windows NT, weil Sie es nicht mehr über
den Boot-Manager aufrufen können. Booten Sie daher über
die Windows-NT-Startdiskette, und lassen Sie NT wiederherstellen.
Windows NT fügt Ihr neues Betriebssystem in den Boot-Manager
ein.
Installationspfad ändern
Windows merkt sich, von
welchem Laufwerk Sie es installiert haben. Ändern Sie die
Konfiguration, sucht Windows dort vergeblich nach Dateien.
Windows
braucht genaue Pfadangaben, um zu arbeiten. Deshalb sollten Sie
diesen Installationspfad immer dann anpassen, wenn Sie in Ihrer
Laufwerksreihenfolge etwas än-dern. Haben Sie beispielsweise
Windows 95/98 oder NT vom CD-ROM-Pfad F:\i386 und anschließend
eine neue Festplatte installiert, dann ändert sich auch die
Laufwerksbezeichnung für das CD-ROM- Laufwerk. Das
Windows-Setup sucht dann auf Laufwerk F: vergeblich nach seinen
Treibern. Das ändern Sie bei Windows 95/98, indem Sie den
Regi- strierungseditor mit Start/Ausführen/regedit aufrufen.
Bei Windows NT be-findet sich der Editor im Windows-Verzeichnis.
Sie können ihn aber auch über
Verwaltung/Windows-NT-Diagnose/Programme/Registrierungseditor
star-ten. Im Editor wechseln Sie bei Windows NT zum
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows
NT\CurrentVersion\Sourcepath
Im rechten Fenster klicken Sie mit
der rechten Maustaste auf Standard und öffnen die Option
Ändern. Tragen Sie die neue Laufwerksbezeichnung und das
Verzeichnis ein, in unserem Beispiel H:\i386. Bei Windows 95/98
und NT nehmen Sie im
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Setup\Sourcepath
die
gleiche Änderung vor.
Lange Dateinamen unter DOS
Ein Tool auf der Installations-CD
von Windows 95/98 sichert unter DOS lange Dateinamen und stellt
Sie wieder her.
Wenn Sie mit einer älteren DOS-Version des
Norton Commander arbeiten, kennen Sie das Problem: Lange
Dateinamen, die Sie unter Windows 95/98 ange-legt haben,
reduzieren sich auf acht Zeichen für den eigentlichen Namen
und drei für die Erweiterung. Das sollte Sie aber nicht davon
abhalten, längere aussagekräftige Bezeichnungen zu
verwenden. Mit dem Programm lfnbk.exe auf der Windows-CD-ROM
sichern Sie unter DOS die langen Dateinamen und stellen sie wieder
her. Sie finden das Utility im Verzeichnis \admin\apptool\lfnback
der Windows-CD. Mit folgender Syntax rufen Sie es auf:
LFNBK /B
/x (Laufwerk)
LFNBK /R
Der Schalter /B steht für
Backup, /R für Restore. Die weiteren Parameter entnehmen Sie
der Hilfe, die Sie wie bei jedem DOS-Befehl mit dem Schalter /?
aufrufen.
Langweilige Logos ändern
Windows versteckt seine Start-
und Beenden-Logos in sys-Dateien: Diese Bitmaps bearbeiten Sie mit
Paint.
Öfter mal was Neues? Setzen Sie doch eigene Start-
und Endebildschirme. Das Startlogo von Windows finden Sie in der
Datei logo.sys. Der Wartebildschirm
beim Schließen von
Windows ist in der logow.sys gespeichert, und logos.sys enthält
die Mitteilung, den Computer auszuschalten. Diese Dateien laden
Sie in Paint oder ein anderes Programm Ihrer Wahl, um sie zu
bearbeiten. Speichern Sie das Ergebnis unter gleichem Namen. Ihre
Änderung wird jetzt automatisch beim Starten oder Schließen
von Windows auf den Bildschirm gebracht.
Absturz mit dem Papierkorb
Sehr viele Installationsprogramme
kopieren ohne Nachfrage die Datei msvcrt40.dllauf die
Festplatte.
Wenn Windows 95/98 beim Öffnen des Papierkorbs
mit der Fehlermeldung
Explorer.exe caused an invalid
page
fault in module kernel32.dll
abstürzt, wird dieser Fehler
wahrscheinlich von der Datei msvcrt40.dll aus-gelöst, die ein
Programm auf Ihre Festplatte kopiert hat. Starten Sie den Rechner
im DOS-Mo-dus, und löschen Sie alle msvcrt40.dll-Dateien aus
den Windows-Verzeichnissen. Starten Sie Windows 95/98 neu, und
kopieren Sie eine Originalversion der msvcrt40.dll ins Verzeichnis
\Windows\ System. Sie finden diese Datei in Windows 95
(OEM-Version 2) und 98 sowie in folgenden Programmen: MS Office,
MS Plus! Pack und im MS Internet Explorer (ab 3.01).
Leeres Diskettenlaufwerk
Bis Ihr System erkannt hat, daß
in Laufwerk A: keine Diskette liegt, müssen Sie sich lästige
Fragen gefallen lassen.
DOS-Programme mögen keine leeren
Laufwerke. Greifen Sie trotzdem auf ein leeres Diskettenlaufwerk
zu, erhalten Sie die Meldung
Nicht bereit beim Lesen von
Lauf-werk A:
(A)bbrechen,
(W)iederholen,
(U)ebergehen?
Sie
drücken dann mehrfach die [U]-Taste, um endlich einen anderen
Lauf-werksbuchstaben angeben zu dürfen. Das dauert. Mit einer
Einstellung in der config.sys umgehen Sie die lästigen
Abfragen:
shell=C:\<command.com-Pfad>\ command.com C:\
<command.com-Pfad>\ /E:256 /P /F
Ab jetzt wird Sie ein
leeres Diskettenlaufwerk nicht mehr aufhalten. Sie können
sofort weiterarbeiten.
Tonlose Fehlermeldung
Wenn Sie die akustischen Signale bei
Meldungen stören, schalten Sie den Ton ab.
Windows
quittiert Ihre Eingaben zuweilen mit verschiedenen akustischen
Signalen. Wenn Sie diese Signale nerven oder Sie zum Beispiel in
einer Bibliothek arbeiten, wo diese Töne stören,
schalten Sie sie wie folgt ab: Wählen Sie im Start-Menü
den Eintrag Einstellungen/Systemsteuerung. Im Fenster der
Systemsteuerung öffnen Sie mit einem Doppelklick auf das
Symbol Akustische Signale das dazugehörende
Eigenschaftsfenster. Öffnen Sie in diesem Fenster unter
Schemas das Pull-Down-Menü. Im aufgeklappten Fenster
markieren Sie den Eintrag Keine akustischen Signale. Bestätigen
Sie diese Eingabe mit OK.
Feststelltaste mit Warnung
Hin und wieder aktivieren Sie
versehentlich die Feststelltaste und schreiben in Großbuchstaben
weiter.
Durch das unbeabsichtigte Aktivieren der Feststelltaste
schreiben Sie Ihre Texte unversehens in Großbuchstaben. Wenn
Sie dies bemerken, müssen Sie Ihren Text mühsam
korrigieren. Um dies zu verhindern, soll Windows den Druck auf die
[Feststell]-, [Num]- oder [Rollen]-Tasten akustisch bestätigen.
Dazu wählen Sie Start/Systemsteuerung. Klicken Sie auf das
Symbol Eingabehilfen. Im Fenster Eigenschaften von Eingabehilfen
setzen Sie unter Statusanzeige ein Häkchen in das
Kontrollfeld Statusanzeige aktivieren und bestätigen die
Eingabe mit OK.
Menü Senden anerweitern
Für kleinere Textdateien
lohnt es sich, das Menü Senden an... um einen Texteditor wie
Note-Pad zu erweitern.
Um kleine Texte schnell zu bearbeiten,
reicht ein Editor wie NotePad. Da-bei ist es empfehlenswert, den
gewünschten Editor in das Kontextmenü in das Menü
Senden an... zu integrieren. Dann reicht ein Klick auf die rechte
Maustaste, und Sie laden die Textdatei in den Editor. Um die
Auswahl des Menüs Senden an zu erweitern, wechseln Sie in das
Windows-Verzeichnis. Klicken Sie mit der rechten Maustaste das
Symbol der Datei Notepad.exe an. In dem sich öffnenden
Kontextmenü wählen Sie Verknüpfung erstellen. Auf
diese Verknüpfung mit NotePad klicken Sie erneut mit der
rechten Maustaste. Wählen Sie den Befehl Ausschneiden.
Wechseln Sie in das Unterverzeichnis Sendto im
Windows-Verzeichnis. Öffnen Sie das Menü Bearbeiten, und
wählen Sie Einfügen. Damit verbinden Sie eine
Verknüpfung von NotePad mit dem Untermenü von Senden
an....
Papierkorb immer geleert
Sie stört das "Zwischenlagern"
gelöschter Dateien im Papierkorb? Dann lassen Sie diese
gleich verschwinden.
Viele sind sich sicher: Was sie löschen,
wollen sie auch nicht mehr verwenden. Außerdem sichern
Experten ohnehin fast täglich ihre wichtigen Daten. Deshalb
verzichten Sie auf die Zwischenspeicherung im Papierkorb. Klicken
Sie mit der rechten Maustaste das Symbol Papierkorb auf dem
Desk-top an, und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag
Eigenschaften. Im Fenster Eigenschaften von Papierkorb bestimmt
Ihre Markierung, ob die Einstellungen
für das Löschen
von Dateien grundsätzlich gelten sollen oder ob Sie bei der
Verwendung mehrerer Festplatten die Laufwerke unterschiedlich
konfigurieren wollen. Für das gewünschte Laufwerk
aktivieren Sie das Kontrollkästchen Da-teien sofort löschen
und bestätigen die Eingabe mit OK.
Dateityp nach Maß
Um einen bestimmten Dateityp schnell
mit mehreren Anwendungen öffnen zu können, tragen Sie
die passenden Programme in das Kontextmenü ein.
Mit einem
Doppelklick auf einen Dateinamen öffnen Sie einen Dateityp
im-mer mit derselben Anwendung. Da das jedoch manchmal nicht die
passende Anwendung ist, integrieren Sie mit einem kleinen Kniff
das entsprechende Programm in das Kontextmenü. Bei einer
gif-Datei verfahren Sie beispielsweise wie folgt: Öffnen Sie
mit einem Doppelklick das Symbol Arbeitsplatz, und wählen Sie
das Menü Ansicht/Ordneroptionen. Im Fenster Optionen wechseln
Sie zum Register Dateitypen und markieren im Re-gisterfeld
Registrierte Dateitypen den Eintrag GIF. Über die
Schaltfläche Bearbeiten öffnen Sie das Dialogfeld
Dateityp bearbeiten. In diesem Fenster klicken Sie auf die
Schaltfläche Neu. Im Dialogfeld Neuer Vorgang tragen Sie im
Feld Vorgang
Mit Paintshop bearbeiten
ein. In dem darunter
liegenden Feld tragen Sie den Pfadnamen für das Pro-gramm
ein, mit dem Sie das gif-Bild zusätzlich öffnen möchten.
Anschließend beenden Sie die Eintragungen mit OK. Im
Datei-Manager stehen Ihnen jetzt für das Öffnen von
gif-Dateien über das Kontextmenü mehrere Programme zur
Verfügung.
Namen in der Lizenz ändern
Nach der Installation von
Windows möchten Sie bei den Lizenzinformationen den Eintrag
Ihres Namens ändern.
Bei der Installation von Windows 95
oder 98 haben Sie Ihren Namen nur un-vollständig oder
versehentlich falsch eingetragen. Nachdem dieser unvoll-ständige
oder falsche Eintrag bei jeder Programminstallation auftaucht,
wollen Sie ihn korrigieren. Um den Eintrag zu ändern, starten
Sie über Start/Ausführen mit der Eingabe
von
regedit.exe
den Registry-Editor und suchen den
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\
Microsoft\Windows\Current\ Version
Doppelklicken Sie auf den
Eintrag Registered Owner, und korrigieren Sie den Namenseintrag.
Diskettenlaufwerk dopen
Lese- und Schreibvorgänge auf
Ihrem Diskettenlaufwerk dauern endlos lang? Dann schalten Sie den
Puffer Ihres Diskettenlaufwerks aus.
Selbst schnellste PCs
brauchen fast die gleiche Zeit wie langsamere, um Disketten zu
formatieren und Dateien zu kopieren. Wenn Ihnen die Wartezeiten
länger als gewöhnlich vorkommen, greifen Sie ein:
Schalten Sie den FIFO-Buffer (First In, First Out) des
Disketten-laufwerktreibers aus. Öffnen Sie dazu die Registry,
und gehen Sie zum Schlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\
Current\ControlSet\Services\ Class\FDC\0000
Klicken Sie mit der
rechten Maustaste ins rechte Fenster, und rufen Sie den Befehl Neu
auf. Als Zeichenfolge geben Sie ForceFIFO und den Wert 0 ein.
Jetzt sollte Ihr Diskettenlaufwerk einen Gang zulegen.
Eigenes Backup-Programm im Kontextmenü
Um bequem auf
das eigene Backup-Programm zugreifen zu können, integrieren
Sie es in das Kontextmenü.
Wenn Sie nicht mit dem
Windows-Backup-Programm arbeiten, sondern Ihr eigenes Programm
nutzen möchten, binden Sie dieses in das Kontextmenü
Ihrer Laufwerke ein. Notieren Sie das Verzeichnis und die
Startdatei Ihres Backup-Programms. Starten Sie über
Start/Ausführen mit regedit den Registrierungseditor.
Wechseln Sie zum Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\
Microsoft\Windows\ CurrentVersion\explorer\
mycomputer\backuppath
Dort tragen Sie im rechten Fenster das
Verzeichnis und den Programmnamen Ihres Backup-Programms manuell
ein. Schließen Sie den Editor. Rufen Sie mit der rechten
Maustaste ein Icon für das Laufwerk im Ordner Arbeitsplatz
auf. Wenn Sie jetzt mit der rechten Maustaste ein Laufwerk
anklicken und Eigenschaften/Extras/ Jetzt sichern wählen,
starten Sie Ihr Backup-Programm.
Laufwerk im Active Desktop wechseln
Der Internet Explorer
erleichtert nicht nur die Navigation im Internet, sondern auch
innerhalb Ihres lokalen PC.
Haben Sie auf Ihrem Rechner den
Internet Explorer mit Active Desktop unter Windows 95 oder 98
installiert und starten den Explorer, so besitzt dieser neben dem
bereits obligatorischen Verzeichnisbaum auf der linken und der
Dateianzeige auf der rechten Seite oben eine Zeile namens Adresse:
Diese zeigt den aktuellen Pfad an. Über diese Zeile
navigieren Sie schnell in ein anderes Verzeichnis. Befinden Sie
sich zum Beispiel im
Hauptverzeichnis des Laufwerks C:, lautet
die Adreßzeile C:\. Wollen Sie in das Verzeichnis F:\ABC\DEF
wechseln, müssen Sie sich nicht erst über die
Verzeichnisansicht durchklicken. Sie geben einfach in der
Adreßzeile den Pfad an. Sie verfahren so, als ob Sie im
DOS-Fenster den CD-Befehl verwenden würden.
Treiber aus system.ini entfernen
Nicht alle installierten
Programme benutzen Windows-Installations- bzw.
-Deinstallationsoptionen. Daher müssen Sie gelegentlich
manuell eingreifen.
Jede Windows-95/98-Software sollte neben
einem Installationsprogramm auch eine Deinstallationsroutine
bieten. Letztere fehlt jedoch häufig unter
Start/Programme/Einstellungen/Sy-stemsteuerung/Software, wo sie
laut Windows-Konvention zu erwarten wäre. Daher bricht die
Deinstallation mitunter vorzeitig ab. Die Folge: Es bleiben
überflüssige Dateien im Programm- und Systemverzeichnis
zurück. Besonders ärgerlich ist es, wenn eine Software
Systemtreiber (vxd-Dateien) installiert hat, die auch bei Windows
95/98 registriert sind, und diese vorzeitig gelöscht werden.
Beim nächsten Start moniert Windows 95/98 dann jede noch
registrierte, aber fehlende Datei. Diesen Mißstand beheben
Sie, indem Sie den Registrierungseditor regedit starten und nach
den Dateinamen inklusive der Erweiterung .vxd suchen. An den
Fundstellen löschen Sie den übergeordneten Schlüssel.
Beseitigt diese Aktion nicht alle Fehlermeldungen beim Start,
editieren Sie die system.ini im Windows-Verzeichnis und löschen
dort die Zeile oder stellen ihr ein Semikolon
voran:
;device=[vxd-Datei]
Symbole in der Task-Leiste
Windows kann neben dem Start-Menü
noch eine Reihe zusätzlicher Funktionen in der Task-Leiste
integrieren.
In der Windows-Task-Leiste lassen sich neben dem
Start-Menü weitere Icons direkt neben der Uhr unterbringen.
Per Doppelklick auf ein Symbol greifen Sie schnell auf das
zugehörige Programm oder ein Dialog-Fenster zu. Konfigurieren
Sie die Anzeige der Windows-Standardsymbole in
Start/Einstellung/Systemsteuerung, wie in der Tabelle unten
angegeben. Mit den Befehlsfolgen laut dieser Tabelle legen Sie
fest, welche Symbole ein- oder ausgeblendet werden.
Sequentielle Stapeldateien
Wit einem Trick bringen Sie
Windows 95/98 dazu, Stapeldateien sequentiell abzuarbeiten.
Unter
MS-DOS war es einfach, Aufgaben per Stapeldateien zu
automatisieren. Doch die Multitasking-Eigenschaft von Windows
95/98 hat das Verfahren komplizierter gemacht. Schreiben Sie unter
Windows 95/98 in gewohnter Manier eine Stapeldatei, die mehrere
Befehle oder Windows-Programme aufruft. Speichern Sie diese mit
der Endung .bat. Wenn Sie diese Batchdatei aufrufen, kann es sein,
daß Windows 95/98 die Programme zeitversetzt in
unterschiedlichen Sessions startet. Das ist jedoch nicht immer
erwünscht. Möchten Sie zum Beispiel eine Batchdatei
schreiben, die nacheinander ein Laufwerk erst auf Fehler überprüft
und dann optimiert, sollte die Optimierung erst dann beginnen,
wenn die Überprüfung abgeschlossen ist. Hierzu dürfen
Sie in dieser Windows-Batchdatei die Programme nicht einfach mit
Namen aufru-fen, sondern mit Hilfe des Start-Befehls und des
Parameters /W. Damit vollendet ein Programm seine Aufgabe, bevor
die Stapelverabarbeitung zur nächsten Aufgabe übergeht.
winbat.bat demonstriert dies:
@ECHOOFF
ECHO
WINBAT.BAT -WIN-Stapeldatei
Start /W scandskw C: /n
Start /W
defrag C:
scandisk für Windows sowie defrag starten hier
nacheinander und überprüfen und optimieren die
Festplatte C.
Systemübersicht drucken
Windows 95/98 kann die
komplette Konfiguration zu Diagnosezwecken ausdrucken.
Mit dem
Geräte-Manager überblicken Sie die im PC installierte
Hardware und deren Ressourcen. Den Geräte-Manager rufen Sie
mit Start/Einstellungen.../Systemsteuerung/System/Geräte-Manger
auf. Wenn Sie die Informationen auf Papier brauchen, drucken Sie
eine Systemübersicht im Geräte-Manager. Dazu betätigen
Sie den Button Drucken. Hierbei wählen Sie zwischen der
kurzen Systemübersicht und der Option Kombinierte Geräte-
und Systemübersicht.
Optionen beim Windows-Setup
Mit Kommandozeilenparametern
beeinflussen Sie die Installation maßgeblich.
Sowohl beim
Update auf Windows 95 als auch auf 98 können Sie über
den Aufruf Start/Ausführen.../
[Laufwerk:]\setup
den
Installationsvorgang mit verschiedenen Parametern beeinflussen.
Diese finden Sie in der Tabelle unten. Diese Parameter setzen Sie
ein, um die Installation zu beschleunigen. Das folgende Beispiel
zeigt, wie Sie unter Start/Ausführen das Setup mit Parametern
aufrufen:
[Laufwerk:]\setup /im /id /is /iq /ie ih
Defekte Deinstall-Einträge entfernen
Schleppen Sie noch
Programmleichen im Windows-Software-Menü mit, so beseitigen
Sie diese mit einem Eingriff in die Registry.
Wer eine Software
unter Windows 95 deinstallieren will, wählt
Start/Einstellungen/ Systemsteuerung/Software/In-stallieren/
Deinstallieren. Hier finden Sie die Liste der Software, die Sie
auf Ihrem PC installiert haben. Eine davon wählen Sie aus.
Über den Schalter Hin-zufügen/ Entfernen... rufen Sie
das zugehörige Deinstallationsprogramm auf, das die Dateien
löschen und den Eintrag aus dieser Liste entfernen soll. Wenn
dieses Verfahren nicht einwandfrei arbeitet, verbleibt der
Software-Eintrag in dieser Liste, obwohl die Dateien und das
Uninstall-Programm gelöscht sind. Um die Einträge sicher
zu entfernen, starten Sie den Registry-Editor mit
Start/Ausführen/Regedit und wechseln in den
Zweig
Arbeitsplatz\HKEY_LOCAL_MACHINE\
Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall
Hier finden Sie alle
Software-Produkte, die in der Deinstall-Liste stehen. Indem Sie
einen Schlüssel löschen, entfernen Sie den Eintrag aus
der Liste. Den im Software-Fenster angezeigten Titel finden Sie
unterhalb eines Schlüssels als Wert DisplayName.
ACHTUNG!
Wenn Sie versehentlich einen für die Registry wichtigen
Eintrag löschen, kann Windows beschädigt werden.
Dateisuche speichern
Um Dateien auszuwählen, müssen
Sie keinen kompletten Suchvorgang starten, sondern greifen auf
alte Suchergebnisse zurück.
Unter Windows 95/98 suchen Sie
mit Start/Suchen/Dateien/Ordner. Die Er-gebnisse speichern Sie mit
[Alt-D] atei/Suche speichern als Symbol auf dem Desktop. Öffnen
Sie dieses Symbol, enthält das Suchen-Fenster alle gefundenen
Dateien. Erst durch erneuten Druck auf Starten erneuern und
aktualisieren Sie das Ergebnis. Mit diesem Trick konfigurieren Sie
eine häufiger anfallende Suche wie nach Dateien mit den
Erweiterungen tmp, bak oder sik. Unterschiedliche Suchergebnisse
lassen sich speichern und per Doppelklick erneut aufrufen. Mit
diesem einfachen Trick befreien Sie sich auch leicht von altem
Systemballast. Denn mit einem Druck auf die [Entf]-Taste sind Sie
diese Daten los. Sie werden vielleicht erstaunt sein, wieviel
MByte im Papierkorb landen!
Viele Dateien öffnen
Über den Explorer öffnen
Sie mehrere Dateien simultan in ei- nem Programm.
Wenn Sie eine
doc-Datei öffnen, indem Sie diese im Explorer doppelt
anklicken, startet Word automatisch. Genauso können Sie mit
verschiedenen Bild- und Soundformaten die zugehörigen
Anwendungen starten. Windows verknüpft hierbei die
Dateierweiterungen mit den entsprechenden Program-men. Das
funktioniert auch mit mehreren Dateien. Markieren Sie diese mit
der [Umschalt]- oder [Strg]-Taste. Bestätigen Sie mit
[Enter], und laden Sie mit der gewünschten Applikation jede
einzelne der markierten Dateien. Beachten Sie dabei, daß
einige Programme nur zehn Dateien gleichzeitig laden können.
Verknüpfungen auflösen
Mit einem Trick suchen und
finden Sie komfortabel das Ziel einer Verknüpfung auf dem
Desktop.
Verweise auf meist ausführbare Dateien
(Verknüpfungen) erreichen Sie, indem Sie ein Programm mit der
linken Maustaste zum Beispiel auf Ihren Desktop ziehen. Oder Sie
klicken im Kontextmenü (rechte Maustaste) auf den Eintrag
Verknüpfung erstellen. Dann werden Sie gefragt, auf welches
Ziel diese Verknüpfung verweisen soll. Um das zu beantworten,
markieren Sie die zu analysierende Verknüpfung, rufen das
Kontextmenü auf und wählen Eigenschaften. Wechseln Sie
zur Registerkarte Verknüpfung, finden Sie im unteren Drittel
der Dialogbox den Button Ziel suchen. Damit wechselt Win-dows
direkt in den Explorer oder in die Netzwerkumgebung und markiert
das zugrundeliegende Objekt.
Spion im Speicher
Windows speichert oftmals mehr
Informationen über den Benutzer, als diesem lieb ist.
Daß
Ihre Arbeit unter Windows deutlich Spuren hinterläßt,
verraten Ihnen einige Einträge. Diese sehen Sie, wenn Sie den
Registry-Editor regedit öffnen und folgende Schlüssel
aufrufen:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\RunMRU
HKEY_CURRENT_USER\Software\
Hier finden Sie, in akribischer
Reihenfolge aufgelistet, die letzen Eingaben, die Sie unter
Start/Ausführen eingetippt haben. Bleiben Sie in der
Schlüsselhierarchie und betrachten die
Unterschlüssel
\FindComputerMRU
\Doc Find spec MRU
Dort
sehen Sie, welche Informationen Windows gespeichert hat.
Ressourcen anzeigen
Wer die Windows-Ressourcen im Blick
behält, kann Tasks schließen, bevor der PC
abstürzt.
Jede geöffnete Anwendung belegt
Speicherplatz selbst wenn Sie sie in den Hintergrund geschaltet
haben. Zwar befreit Windows den Arbeitsspeicher von unnötigem
Ballast, indem es die Daten auf die Auslagerungsdatei auf der
Festplatte kopiert. Doch das dauert lange, und währenddessen
beansprucht Windows selbst den Arbeitsspeicher. Wie offene
Applikationen den Speicher belasten, erkennen Sie mit der
Ressourcen-Anzeige. Sie finden sie unter
Start/Programme/Zubehör/Systemprogramme/ Ressourcen-Anzeige.
Nach dem Start deaktivieren Sie das Einblenden einer Meldung,
indem Sie das Feld Diese Meldung nicht mehr anzeigen ankreuzen.
Fehlt in Ihrem Windows die Res-sourcen-Anzeige im zuvor erwähnten
Menü, installieren Sie diese durch Start/ Einstellungen/
Systemsteuerung/ Software/ Windows-Setup/ Zubehör nach. Die
Ressourcen-Anzeige bietet Ihnen die drei Bereiche System-, User-,
GDI-Ressourcen. Haben Sie die Anzeige mit dem Minimieren-Button in
die Task-Leiste verbannt, so sehen Sie jederzeit die
Systembelastung. Wollen Sie die Werte für System und GDI
sehen, setzen Sie den Mauszeiger einige Sekunden auf die
zugehörigen Symbole: In einem Pop-Up-Fenster lesen Sie das
Gewünschte. Zwar verschwindet die Ressourcen-Anzeige immer
beim Herunterfahren des Systems. Doch Sie müssen sie nicht
bei jedem Neustart von Hand laden. Starten Sie den Systemeditor
sysedit. Wählen Sie das Fenster win.ini, und schreiben Sie in
die zweite Zeile:
load= c:\windows\rsrcmtr.exe
Wenn Sie
Windows nach dem Speichern hochfahren, steht Ihnen die
Ressourcen-Anzeige direkt zur Verfügung. Um sie zu löschen,
entfernen Sie die load-Zeile wieder aus der Datei win.ini.
Schneller Aufruf des Windows Explorer
Beim Schnellstart des
Windows Explorer gehen Sie nicht den langen Weg über das
Start-Menü.
Sie optimieren den Aufruf des Windows
Explorer, ohne erst durch Menüs zu klicken: Positionieren Sie
den Mauszeiger über dem Start-Button, und drücken Sie
die rechte Maustaste. Damit klappen Sie ein Pop-Up-Menü mit
folgenden Optionen auf:
Öffnen: Start-Menü
Explorer: Schnellstart
Suchen: Suchaufruf Abschließend
klicken Sie mit der lin-ken Maustaste auf Explorer.
Installation per inf-Datei
Weil Sie nicht alle
Windows-Programme mit einem eigenen Setup-Programm installieren
können, helfen Sie sich mit einem Trick.
Die meisten
Programmierer statten ihre Produkte mit einer Autostart-Funk-tion
aus. Diese ruft beim ersten Start ein Installationsprogramm auf.
Oder Sie finden auf dem Datenträger Ihrer Software ein
Setup-Programm. Fehlt beides, suchen Sie nach einer Datei mit der
Erweiterung .inf. Finden Sie diese, klicken Sie sie zum Beispiel
im Explorer an und wählen aus dem Kontextmenü (rechte
Maustaste) den Punkt Installieren. Damit richten Sie die Software
auch ohne Setup-Programm ein. inf-Dateien schreiben vor, wohin
Dateien eines Programms zu kopieren und welche Einträge in
den Systemdateien erforderlich sind. Auch autorun-Dateien tragen
die inf-Erweiterung.
Verknüpfungszeichen kürzen
Sie können den
Explorer anweisen, Verknüpfungsbezeichnungen nicht
automatisch mit dem Vorspann Verknüpfungzu versehen.
Jedem
neu angelegten Verknüpfungsbezeichnung wird der Eintrag
Verknüpfung vorangestellt. Häufig müssen Sie diesen
Text löschen, um die gewünschte Bezeichnung zu erhalten.
Sie können den Explorer anweisen, die Verknüpfungsbezeichnung
nicht automatisch zu ändern, sondern aussch-ließlich
das Symbol durch einen kleinen Verknüpfungsdpfeil zu
kennzeichnen:
Starten Sie den Registrierungseditor.
Suchen
Sie den
Registrierschlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer
Ändern
Sie den Wert für link in 00 00 00 00 (Standardeinstellung 28
00 00 00).
Beenden Sie den Registrierungseditor mit
Registrierung/Beenden.
Wenn Sie eine neue Verknüpfung
anlegen, trägt diese nur den Namen der verknüpften
Datei, bei Bedarf durch eine Indexzahl erweitert. Die Änderung
können Sie mit dem Registrierungseditor jederzeit wieder
rückgängig machen, indem Sie den Wert innerhalb der
Registry auf die Standardeinstellung zurücksetzen.
Netzwerkressourcen überblicken
Über die
Netzwerkumgebung, den Befehl NEToder den Netzwerkmonitor erhalten
Sie eine Übersicht über die lokal freigegebenen
Ressourcen im Netzwerk.
Eine Übersicht sämtlicher,
lokal im Netzwerk freigegebener Ressourcen erhalten Sie, indem Sie
die Netzwerkumgebung und anschließend den gewünschten
Rechner per Doppelklick anwählen. Alternativ können Sie
innerhalb eines DOS-Fensters den Befehl
NET VIEW
\\PC-Bezeichnung [Enter]
eingeben. Nur die verborgenen
freigegebenen Ressourcen werden dabei nicht angeführt. Der
Explorer versieht sie mit einem Kennzeichen. Der Netzwerkmonitor
stellt eine verborgene freigegebene Ressource nur dar, wenn ein
entfernter Rechner dazu bereits eine Verbindung hergestellt hat.
Andernfalls ist auch die Ressource im Netzwerkmonitor nicht
sichtbar.
Hintergrundbilder aus dem Internet
Mit wenigen Handgriffen
übernehmen Sie das Hintergrundbild einer Web-Site für
Ihren Windows-Desktop.
Der Internet Explorer ab Version 4 macht
es Ihnen leicht, Hintergrundbil-der von Web-Seiten für Ihren
eigenen Windows-Desktop einzusetzen: Dazu klicken Sie einfach mit
der rechten Maustaste auf das Web-Hintergrund-bild. Im
Kontextmenü, das damit aufklappt, speichern Sie es Als
Hintergrundbild, womit es zum Windows-Desktop wird. Mit einem
Rechtsklick auf eine freie Desktop-Stelle gelangen Sie über
Eigenschaften zum Register Hintergrund. Dort haben Sie die Wahl
zwischen Nebeneinander für kleinere Bilder und Zentrieren für
Grafiken, die den Desktop ausfüllen. Die Windows-98-Option
Strecken vergrößert die Grafik automatisch auf
Desktop-Größe, was ideal ist, wenn Sie mit
unterschiedlichen Auflösungen arbeiten. Die beschriebene
Technik funktioniert mit allen Web-Grafiken, nicht nur mit
Hintergrundbildern. Allerdings überschreibt jedes neu
gespeicherte Bild die zuvor auf die Festplatte gebannte Grafik.
Der Grund: Der Internet Explorer nennt die Grafiken stets Internet
Explorer Wallpaper.bmp. Wollen Sie mehrere Grafiken verwenden,
dann suchen Sie im Start-Menü mit Suchen/Dateien/Ordner nach
diesem Dateinamen. Benennen Sie ihn dann um, bevor Sie das nächste
Bild aus dem Internet speichern.
Dialogfenster aufspüren
Mit der Windows-Tastatur
behalten Sie den Überblick über wichtige
Dialogfenster.
Dialogfenster können Sie leicht aus den
Augen verlieren. Denn diese Dialoge bekommen keine Schaltfläche
in der Task-Leiste. Ist ein Dialogfenster von anderen Fenstern
überdeckt, müssen Sie alle andern Fenster zur Seite
schieben, um das Dialogfenster wieder auszugraben. Doch bei einer
Windows-Tastatur genügt [Win-M], um alle normalen Fenster zu
minimieren und die Dialogfenster zu sehen. Haben Sie einen Dialog
beantwortet, dann bringt [Umschalt-Win- M] die Fenster zurück
auf den Bildschirm.
Schnelle Schablonen
Das Dateiattribut schreibgeschützt
bewahrt Ihre wichtigen Vorlagen vor versehentlicher
Änderung.
Nutzen Sie Vorlagen für Ihre Arbeit? Oft
steckt viel Arbeit in einer solchen Vorlage. Damit Sie diese
Vorlage nicht überschreiben, klicken Sie die Datei im
Explorer mit der rechten Maustaste an und wählen
Eigenschaften. Danach aktivieren Sie im Dialogfenster die Option
Schreibgeschützt und bestätigen mit einem Klick auf OK.
Sobald Sie die Vorlage mit Speichern/ Datei zu bearbeiten
versuchen, klappt das Speichern-unter-Dialogfenster auf und
fordert Sie auf, einen neuen Namen einzugeben. Ihre Vorlage können
Sie so also weder beschädigen noch überschreiben. Denken
Sie nur daran, den Schreibschutz der Vorlage abzuschalten, wenn
Sie sie ändern wollen. Das betrifft vor allem Dateien, die
Sie von einer CD-ROM auf die Festplatte kopieren, da diese immer
das Schreibgeschützt-Attribut behalten. Den Schreibschutz
können Sie auch für mehrere Dateien gleichzeitig
aufheben: Markieren Sie mit [Strg-A] alle Dateien in einem Ordner,
und öffnen Sie mit [Alt-Enter] das Eigenschaften-Fenster. In
den Optionen ändern Sie dann die Attribute aller markierten
Dateien gemeinsam.
Dateien leicht entsorgen
Wenn die Speicherkapazität
Ihrer Festplatten erschöpft ist, entsorgen Sie
Überflüssiges.
Ein bekanntes Gesetz des Philosophen
Murphy besagt: "Nach einiger Zeit wird selbst der größte
Speicher zu klein." Wer seinen PC einige Monate lang
betreibt, Bilder, Animationen und Programme aufspielt, wird dies
bestätigen. Doch den Meisten fällt es schwer, sich von
ihren gesammelten Schätzen zu trennen. Wie schaffen Sie sich
also Platz auf der Platte? Am einfachsten beseitigen Sie erstmal
Datenmüll mit Hilfe des Betriebssystems. Sie schließen
alle Programme und wählen im Start-Menü Suchen/Dateien/
Ordner. In der Suchmaske geben Sie im Name-Feld ein:
*.TMP
*.CHK *.BAK *.WBK ~*.* *.~* *.?~* *.??~ *.- *.WBM *.SYD
Die
Tilde [~] erreichen Sie über die Tasten [AltGr-+]. Im Suchen
in-Feld tragen Sie Ihre Festplatten ein, die Sie auch von Hand
eintippen können, beispiels-weise C:;D:;E: Klicken Sie auf
das Register Änderungsdatum und dort auf die Optionen
Dateien, die erstellt oder geändert wurden: und auf Zwischen.
Geben Sie im ersten Zwischen-Feld das Datum 1.1.80 an, und stellen
Sie im zweiten das aktuelle Datum um einen Tag zurück. So
vermeiden Sie, daß Windows aktuelle Dateien findet. Sie
beginnen die Suche mit der [Enter]- Taste oder mit einem Klick auf
Start. Ist die Suche beendet, markieren Sie mit [Strg-A] alle
Einträge. Die Tastenkombination
[Alt-Enter] verrät,
wieviel Datenballast Sie abwerfen können. Wenn Sie die
markierten Dateien im Suchen-Fenster mit der rechten Maustaste
anklicken und den Zeiger auf Löschen bewegen, befördern
Sie diese Daten in den Papierkorb. Dessen Inhalt entsorgen Sie per
Rechtsklick und Papierkorb leeren.
Temporäre Dateien entsorgen
Bei einem Programmabsturz
entstehen überflüssige Daten. Zudem beseitigen manche
Programme ihren Datenmüll ohnehin nicht.
Damit temporäre
Dateien sich nicht über die Festplatten verbreiten, richten
Sie einen eigenen Ordner dafür ein. Öffnen Sie im
Start-Menü Ausführen mit
sysedit
den
Systemeditior. Dieser zeigt Ihnen einige Systemdateien, aus denen
Sie die autoexec.bat wählen. Suchen Sie dort nach den
Zeilen:
SET TEMP=
SET TMP=
Hinter diesen Zeilen sollte
ein Ordner für die temporären Dateien vermerkt sein.
Fehlen die Zeilen, fügen Sie einen Ordner ein:
SET
TEMP=C:\TEMP
SET TMP=C:\TEMP
Beenden Sie das Programm mit
Speichern/ Datei. Nun legen Sie den Ordner im Start Menü
Ausführen mit der Eingabe von
C:\
an. Der Explorer
öffnet Laufwerk C:\, wo Sie Datei/Neu/Ordner wählen und
temp eingeben. Nach einem Neustart lagern alle Programme ihren
Datenballast in diesem neuen Ordner, dessen Inhalt Sie leicht
überschauen und löschen können.
Erweitertes Senden-an-Menü
Wollen Sie im Kontextmenü
Sendenaneinen anderen Empfänger eintragen, oder fehlt Ihnen
der Punkt ganz, hilft Ihnen dieser Trick weiter.
Im
Senden-an-Menü übertragen Sie Dateien bequem an nahezu
beliebige Orte. Dazu tippen Sie im Start-Menü
Ausführen
sendto
ein. Im sich öffnenden Ordner
legen Sie die Verknüpfungen, die im Senden-an-Menü
auftauchen sollen. Öffnen Sie zum Beispiel das
Arbeitsplatz-Icon, und ziehen Sie das Diskettenlaufwerk mit der
rechten Maustaste in den sendto-Ordner. Dort wählen Sie
Verknüpfung(en) hier erstellen. Auch Programme nehmen Sie so
ins Senden-an-Menü auf. Ein Rechtsklick auf eine beliebige
Datei und dann auf Senden an genügt, um die Datei unabhängig
von ihrem Typ mit dem ausgewählten Programm zu öffnen.
Idealer Kandidat ist zum Beispiel der Texteditor NotePad.
Systemsteuerung im Schnellzugriff
Sie verknüpfen die
Module der Systemsteuerung mit Ihrem Desktop mit 34
control-Befehlen.
Wenn Sie zum Beispiel Netzwerk oder Desktop
tunen, greifen Sie ständig auf diese Module aus der
Systemsteuerung zu. Hierzu sind folgende Aktionen notwendig:
[Win-Pause] für die Systemeigenschaften,
ein Doppelklick
auf die Taskleisten-Uhr (Modul Datum/Uhrzeit)
oder ein
Rechtsklick auf die Netz-werkumgebung und Eigenschaften (für
Netzwerk).
Wenn Sie also die Systemsteuerung geöffnet
haben, ziehen Sie das gewünschte Modul mit der rechten
Maustaste auf den Desktop. Dort wählen Sie Verknüpfung(en)
hier erstellen. Doch dieser Tip läßt sich verfeinern
und vor allem vereinfachen: Wollen Sie bestimmte Register
vorwählen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine
freie Stelle des Desktops und wählen Neu/Verknüpfung.
Hier tragen Sie die Befehlszeile für das gewünschte
Modul ein. Die entsprechenden Befehlszeilen finden Sie in der
Tabelle "Systemsteuerungsmodule im Schnellzugriff" auf
S. 162. Beachten Sie, daß Sie vor und hinter den Kommata
keine Leerzeichen einfügen! Bestätigen Sie Ihre Eingaben
mit [Enter], und geben Sie dem neuen Icon einen Namen.
Ordnerinhalte verstecken
Ohne zusätzliche Software
verbergen Sie mit einem Trick persönliche Daten.
Windows
95/98 schützt Ihre Daten kaum vor Neugier. Verstecken können
Sie Ihre Privatkorrespondenz dennoch, sofern Sie das
Desktop-Update des IE 4 oder Windows 98 benutzen. Dazu öffnen
Sie den Windows-Editor NotePad und
geben
[.ShellClassInfo]
IconIndex=2
IconFile=C:\WINDOWS\
SYSTEM\SHELL32.DLL
ein. Speichern Sie die Datei unter dem Namen
desktop.ini, und zwar in dem Ordner, den Sie verstecken wollen.
Öffnen Sie ein DOS-Fenster im Start-Menü mit Ausführen,
und tippen Sie
command
Geben Sie nun
attrib +s
ein.
Geben Sie ein weiteres Leerzeichen ein, und ziehen Sie den Ordner,
den Sie schützen wollen, aus dem Explorer in das DOS-Fenster.
Windows fügt Ihrem Befehl den Pfadnamen an, so daß Sie
nur noch mit [Enter] bestätigen.
exit
und [Enter]
schließen das DOS-Fenster. Wenn Sie auf eine freie Stelle
des Desktops klicken und die [F5]-Taste drücken,
aktualisieren Sie die Explorer-Anzeige. Der Ordner hat sein
Symbol-verloren: Er sieht aus wie ein Programm. Noch perfekter
wird die Tarnung, wenn Sie den verkappten Ordner mit der rechten
Maustaste anklicken und unter Umbenennen zum Beispiel doscnf.exe
nennen. Jetzt erscheint er wie ein DOS-Programm, offenbart aber
nach wie vor per Doppelklick seinen Ordnerinhalt.
Treiberquelle: Windows-CD
Sie installieren Hunderte nahezu
beliebiger Geräte mit der geheimen Treibertankstelle von
Windows 98.
Auf der Windows-98-CD finden Sie eine wahre
Fundgrube von Gerätetreibern: Das Verzeichnis drivers enthält
al-le nötigen Informationen. Allerdings sind die Treiber sehr
unübersichtlich, nach Herstellern geordnet, in Unterordnern
gespeichert. Installieren Sie ein neues Gerät, ist es
schwierig, den richtigen Unterordner der Windows CD
herauszufinden. Einfacher geht es, wenn Sie auf Ihrer Festplatte
noch rund 100 MByte Spei-cherplatz übrig haben. Dann
verfrachten Sie alle Treiber der Windows-CD in einen gemeinsamen
Ordner und können so Hunderte von zusätzlichen Geräten
automatisch installieren. Wählen Sie dazu im Start-Menü
Programme und dann MS-DOS-Eingabe-aufforderung. Ein DOS-Fenster
öffnet sich. Legen Sie Ihr neues Treiberverzeichnis an:
md
c:\treiber
Danach kopieren Sie alle Treiber von der Windows-CD
in diesen Ordner:
FOR %%C IN (E:\WIN98\*.CAB) DO EXTRACT /L
C:\TREIBER %%C *.INF
Anschließend fügen Sie die
zusätzlichen Treiber aus dem drivers-Unterverzeichnis hinzu.
Dazu wählen Sie im Start-Menü Suchen und Dateien/Ordner.
Stellen Sie im Suchen-in-Feld das Laufwerk der Windows-CD und den
Unter-ordner drivers ein, also zum
Beispiel
e:\win98\drivers
Danach starten Sie die Suche.
Wählen Sie im Suchen-Fenster Ansicht und Details, und klicken
Sie auf die Spaltenüberschrift Dateiname. Das Suchergebnis
wird sortiert. Bewegen Sie sich nun abwärts, bis Sie die
erste gefundene Datei sehen. Halten Sie die [Umschalt]-Taste fest,
und drücken Sie auf [Ende]. Damit markieren Sie alle Dateien.
Wählen Sie Kopieren aus Bearbeiten. Lassen Sie das
Suchen-Fenster offen, und wechseln Sie in Ihr Explorer-Fenster
c:\treiber. Dort wählen Sie Einfügen aus Bearbeiten. Bei
Beschwerden über doppelte Dateien klicken Sie auf Alle
ersetzen. Damit haben Sie Ihren universellen Treiberordner
angelegt, den Sie zum Beispiel auf eine CD brennen können.
Wenn Sie neue Hardware installieren und Windows nach dem
entsprechenden Treiber fragt, geben Sie künftig nur noch die
Position zum neuen Treiberordner an. Damit verwendet Windows
automatisch den passenden Treiber, wenn er in Ihrer Sammlung
enthalten ist.
Installation erneuern
Mit dem Geräte-Manager entfernen
Sie Geräte, die Sie neu installieren oder austauschen
wollen.
Manchmal will ein Gerät partout nicht
funktionieren. Dann müssen Sie die Installation von vorn
beginnen. Zuerst werfen Sie das Gerät aus dem Geräte-Manager
heraus: Klicken Sie es an, und wählen Sie Entfernen. Beim
nächsten Start versucht Windows, das Gerät neu zu
erkennen. Entfernen Sie alle Geräte aus dem Geräte-Manager,
bevor Sie sie ausbauen oder durch andere Geräte ersetzen.
Andernfalls sucht Windows beim nächsten Start nach dem
ausgebauten Gerät und meldet unnötig Fehler.
Modems und Drucker testen
Das Testergebnis von Modem und
Drucker gibt Ihnen genaue Auskunft über die
Funktionsbereitschaft.
Bei Druckern wählen Sie im
Start-Menü Einstellungen und dann Drucker. Klicken Sie den
Drucker, den Sie testen wollen, mit der rechten Maustaste an, und
wählen Sie Eigenschaften. Gehen Sie dann auf das Register
Allgemein, und wählen Sie Testseite drucken. Es wird jetzt
eine Testseite an den Drucker geschickt, die er innerhalb der
nächsten Minuten drucken sollte. Windows fragt etwas
vorschnell nach, ob der Ausdruck geklappt hat. Geben Sie dem
Drucker einige Minuten Zeit. Entspricht dieser Testausdruck noch
nicht Ihren Vorstellungen, beantworten Sie die Windows-Nachfrage
mit Nein. So starten Sie automatisch den Assistenten für
diese Druckerprobleme . Dieser hilft Ihnen bei der weiteren
Fehlersuche. Modems testen Sie mit dem Modems-Modul der
Systemsteuerung: Wählen Sie im Start-Menü Einstellungen,
dann Systemsteuerung, und klicken Sie doppelt auf Modems. Ist noch
kein Modem installiert, bietet Windows an, nach einem neuen Modem
zu suchen. Wollen Sie ein installiertes Modem testen, schalten Sie
per Mausklick auf das Register Diagnose und dann den COM-Port ein,
den Sie prüfen wollen. Anschließend bewegen Sie sich zu
der Schaltfläche Details. Windows tauscht nun Informationen
mit dem Modem aus und stellt das Resultat dar.
Gerätesymbol mit Warnhinweis
Warnsymbole im
Geräte-Manager von Windows nutzen Sie zur
Fehlerbeseitigung.
Haben Sie neue Geräte in Ihren Rechner
eingebaut oder Windows neu instal-liert, lohnt sich ein Blick in
den Geräte-Manager. Er verrät auf einen Blick, ob alle
Geräte einwandfrei funktionieren. Alle Problemgeräte
werden mit einem gelben Warnsymbol markiert. Rote Markierungen
stehen vor deaktivierten Geräten. Per Doppelklick auf ein
Problemgerät erhalten Sie nähere Informationen zu Art
und Ursache der Funktionsunfähigkeit, unter anderem einen
Fehlercode. Die wichtigsten Gegenmaßnahmen, um das Gerät
wieder flottzubekommen, entnehmen Sie der Tabelle
Fehlerbeseitigung auf der folgenden Seite. Werden Gerätekonflikte
gemeldet, balgen sich zwei Geräte um dieselbe Ressource, und
eines ist der Verlierer. Es quittiert den Dienst. Klicken Sie
doppelt auf diesen Geräteeintrag, um unten im Feld
Gerätekonflikt den Namen des Kontrahenten zu erfahren.
Versuchen Sie dann, den beiden Geräten verschiedene
Ressourcen zuzuweisen. Dazu deaktivieren Sie die Option
Automatisch einstellen und ändern die Liste Einstellung
basiert auf. Bei einigen Steckkarten müssen die Ressourcen
über Steckbrücken direkt auf der Karte umgeschaltet
werden. Stundenlang haben sich auch Experten schon mit
Netzwerkkarten geplagt, bis sie erkannten, daß sie deren
Interrupt-Zuweisung per Software umstellen müssen!
Warnsymbole
im Geräte-Manager von Windows nutzen Sie zur
Fehlerbeseitigung.
Haben Sie neue Geräte in Ihren Rechner
eingebaut oder Windows neu instal-liert, lohnt sich ein Blick in
den Geräte-Manager. Er verrät auf einen Blick, ob alle
Geräte einwandfrei funktionieren. Alle Problemgeräte
werden mit einem gelben Warnsymbol markiert. Rote Markierungen
stehen vor deaktivierten Geräten. Per Doppelklick auf ein
Problemgerät erhalten Sie nähere Informationen zu Art
und Ursache der Funktionsunfähigkeit, unter anderem einen
Fehlercode. Die wichtigsten Gegenmaßnahmen, um das Gerät
wieder flottzubekommen, entnehmen Sie der Tabelle
Fehlerbeseitigung auf der folgenden Seite. Werden Gerätekonflikte
gemeldet, balgen sich zwei Geräte um dieselbe Ressource, und
eines ist der Verlierer. Es quittiert den Dienst. Klicken Sie
doppelt auf diesen Geräteeintrag, um unten im Feld
Gerätekonflikt den Namen des Kontrahenten zu erfahren.
Versuchen Sie dann, den beiden Geräten verschiedene
Ressourcen zuzuweisen. Dazu deaktivieren Sie die Option
Automatisch einstellen und ändern die Liste Einstellung
basiert auf. Bei einigen Steckkarten müssen die Ressourcen
über Steckbrücken direkt auf der Karte umgeschaltet
werden. Stundenlang haben sich auch Experten schon mit
Netzwerkkarten geplagt, bis sie erkannten, daß sie deren
Interrupt-Zuweisung per Software umstellen müssen!
Geräte nachträglich aktivieren
Auf Knopfdruck
aktivieren Sie einen SCSI-Scanner im laufenden Betrieb.
Die
Aktualisierenschaltfläche des Geräte-Managers hat eine
doppelte Bedeutung: Mit ihrer Hilfe aktivieren Sie auch
nachträglich, also im laufenden Windows-Betrieb, Hardware,
zum Beispiel SCSI-Scanner. Diese Geräte müssen Sie
normalerweise vor dem Windows-Start einschalten, damit sie
funktionieren. Mit der Aktualisieren-Schaltfläche geht dies
auch nachträglich vorausgesetzt, ein moderner 32-Bit-Treiber
steuert den Scanner.
Falsches Gerät erkannt
Weil Windows unvollständig
erkannte Geräte nicht zur Mitarbeit bewegen kann, greifen Sie
helfend ein.
Wird ein Gerät nicht erkannt, ist es
möglicherweise schon erkannt worden, konnte aber nicht
aktiviert werden. Suchen Sie im Geräte-Manager nach der
Kategorie Unbekannte Geräte. Dort trägt Windows die
Geräte ein, die es zwar erkannt hat aber mangels passender
Treiber nicht einbinden konnte. Klicken Sie in diesem Fall die
betreffenden Geräte an, und beseitigen Sie sie mit der
[Entf]-Taste aus dieser Kategorie. Damit geben Sie Windows eine
neue Chance, die Geräte beim nächsten Start nicht allein
zu erkennen, sondern auch mit passendem Treiber zu versehen und zu
nutzen.
Geräte erkennen lassen
Mit wenigen Arbeitsschritten
binden Sie unerkannte Plug& Play-Geräte von Hand ein.
Die
automatische Hardware-Erkennung funktioniert schrittweise: Zuerst
meldet Windows ein unbekanntes Gerät und sucht in seiner
Treiberdatenbank nach einem passenden Treiber. Findet es keinen,
werden Sie aufgefordert, einen Treiber auf CD-ROM oder Diskette
einzulegen. Anschließend installiert Windows das Gerät.
Funktioniert die automatische Erkennung nicht, öffnen Sie den
Geräte-Ma-nager von Hand: Dazu klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf das Arbeitsplatz-Symbol auf dem Desktop und wählen
Eigenschaften. Sie können auch die Abkürzung [Win-Pause]
benutzen. Gehen Sie auf das Register Geräte-Manager. Klicken
Sie mehrmals auf die Schalt-fläche Aktualisieren, und warten
Sie einige Sekunden. Wenn der Mauscursor keine Sanduhr mehr
anzeigt, besteht die Chance, daß Windows ein Gerät
richtig erkennen konnte.
Von Hand installiert
Wenn Plug&Play nicht mitspielt,
helfen Sie der Hardware-Erkennung auf die Sprünge.
Die
automatische Geräteerkennung versagt bei älterer
Hardware, die in ISA-Steckplätzen untergebracht oder über
nicht-Plug&Play-fähige Kabel ange-schlossen ist. Solche
Geräte installieren Sie mit dem Hardware-Modul der
Sy-stemsteuerung. Wählen Sie im Start-Menü
Einstellungen, dann Systemsteuerung, und öffnen Sie das
Hardware-Modul per Mausklick. Windows wiederholt zuerst die Suche
nach Plug&Play-fähigen Geräten und bietet dann an,
auch andere Geräte aktiv zu erkennen. Gehen Sie auf dieses
hilfreiche Angebot ein! Nur wenn Windows die Geräte partout
nicht identifi-zieren konnte, bleibt Ihnen als letzter Ausweg, das
Gerät aus einer Liste selbst auszuwählen.
Installation mit Bordmitteln
Sehr einfach installieren Sie
tragbare Zip-Laufwerke mit Windows-98-Bordmitteln.
Genauso
leicht wie Sie transportable Zip-Laufwerke zum Datenaustausch mit
verschiedenen Rechnern nutzen können, installieren Sie diese
Hardware auch auf einem fremden PC. Dazu öffnen Sie das
Hardware-Modul der Sy-stemsteuerung und bestimmen nach der
Plug&Play-Erkennung, daß Sie das Gerät aus einer
Liste selbst aussuchen wollen. Mit diesem Schritt erkennen Sie
alle Geräteklassen. Klicken Sie doppelt auf Andere
Komponenten und auf Diskette. Geben Sie entweder den Pfadnamen zu
Ihrer Treibersammlung an (siehe voriger Tip), oder klicken Sie
sich auf der Windows-98-CD zum richtigen Geräteverzeichnis
durch: drivers\Storage\iomega\ppa3.
Interrupts freischaufeln
Weil die freien Interrupts in gut
ausgestatteten Systemen knapp sind, regeln Sie bedachtsam den
Recycling-Kreislauf.
Neben Treibern brauchen Geräte meist
Interrupts, damit sie funktionieren. Interrupts sind
Direktleitungen zum Prozessor, mit denen dieser die Geräte
mit digitalen Signalen steuert und abfragt. Moderne PCs mit
Plug&Play-BIOS und PCI-Karten handeln die Interrupts unter den
Steckkarten automatisch aus. Bei älteren Rechnern mit
ISA-Steckkarten stellen Sie dies über Jumper (Draht-brücken)
direkt auf der Steckkarte ein. Welche Interrupts dabei im System
noch frei sind, verrät der Eintrag Computer ganz oben im
Geräte-Manager. Gut ausgestattete Geräte erreichen dabei
schnell die Grenze der verfügbaren Interrupts. Während
PCI-Steckkarten Interrupts notfalls teilen, brauchen ISA-Karten
eigene Interrupts. Die Interrupts 3, 5 und 7 können in
solchen Notlagen versuchsweise an ISA-Karten vergeben werden.
Interrupt 3 wird nur bei einer zweiten seriellen Karte verwendet,
Interrupt 5 nur bei einem zweiten Druckerport. Den Interrupt 7
belegt zwar der erste Druckerport, gebraucht wird der Interrupt
aber nur, wenn Sie über diesen Anschluß mehr
Datenverkehr abwickeln anstatt zu drucken.
PCI-Karte aktiviert
PCI-Karten arbeiten nur korrekt auf den
ihnen zugeordneten, passenden Steckplätzen.
PCI-Steckkarten
installieren sich weitgehend von selbst. Trotzdem kann es
passieren, daß in einem gut bestückten System eine neue
PCI-Karte nicht funktioniert. Der Grund: Die Karte benötigt
spezielle Ressourcen, die schon andere Steckkarten für sich
beansprucht haben. Weil Computer die PCI-Steckplätze in
fester Reihenfolge absuchen und den gefundenen Steckkarten die
nötigen Ressourcen zuweisen, hilft es, einfach die
Steckplätze der PCI-Karten zu tauschen. Die Chancen sind sehr
gut, daß anschließend alles läuft, da nun die
gewählte Steckkarte zuerst bedient wird und bekommt, was sie
will.
Flimmerfreie Bildschirme
Ihre Grafikkarte liefert erst dann
volle Leistung, wenn Sie ihr den Monitortyp verraten .
Eine
wichtige Einstellung moderner Grafikkarten wurde bei Windows 98
endlich standardisiert: die Bildwiedeholfrequenz. Sie entscheidet
darüber, ob und wie stark ein Monitorbild flimmert.
Voraussetzung für diese Einstellung ist aber, daß Sie
Windows den Typ Ihres Monitors mitgeteilt haben. Moderne Monitore,
die über ein VGA-Anschluß-kabel an den Rechner
angeschlossen sind, werden automatisch erkannt. Ältere
Modelle und solche, die BNC-Anschlußkabel verwenden, stellen
Sie von Hand ein. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf
eine freie Stelle des Desktops und wählen Eigenschaften. Dann
gehen Sie auf das Register Einstellungen und unten rechts auf
Weitere Optionen. Ihre Mausklicks schalten nun das Register
Bildschirm und Ändern an. Falls vorher schon ein Monitortyp
eingestellt war, gehen Sie über Weiter auf die Option Eine
Liste der Treiber in einem bestimmten Verzeichnis zum Auswählen
anzeigen. Mit Weiter fahren Sie fort. Wählen Sie die Option
Alle Modelle anzeigen, um sich den richtigen Monitortyp
auszusuchen. Ist Ihr Monitor nicht in der Liste aufgeführt,
haben Sie drei Möglichkeiten:
Besorgen Sie sich vom
Monitorhersteller eine Monitor-inf-Datei, und klicken Sie im
Dialogfenster auf das Symbol Diskette.
Oder wählen Sie
als Hersteller (Standardbildschirmtypen), und suchen Sie sich
rechts die höchste Auflösung aus, die Ihr Monitor
unterstützt. Wählen Sie aber nur solche Einträge,
hinter denen 75 Hz steht.
Dritte Variante: Lügen Sie!
Wählen Sie einen Monitor wie den Sony GDM W900. Dann müssen
Sie allerdings selbst darauf achten, Ihren echten Monitor nicht
mit zu leistungsfähigen Einstellungen zu überfordern.
Installieren Sie den Bildschirmtyp über Weiter und
Fertigstellen. Den Lohn Ihrer Mühe sehen Sie, wenn Sie
anschließend auf das Register Grafikkarte klicken. Hier
zeigt die Ausklappliste Bildwiederholfrequenz nun eine ganze Reihe
von Alternativen an. Experimentieren Sie mit den Frequenzen, die
höchste liefert nicht automatisch das beste Bild. Achten Sie
nur darauf, daß die Frequenz über 70 Hz beträgt.
Sollte Ihnen das Dialogfenster nur die Bildwiederholfrequenzen
Standard und Optimal anbieten, haben Sie entweder einen der
Standardbildschirmtreiber ausgesucht, oder Ihre Grafikkarte bietet
keine ausgefeilten Bildwiederholfrequenzen an. Wählen Sie in
diesem Fall Optimal. Wieso ausgerechnet Standard Vorgabe ist,
bleibt das Geheimnis der Microsoft-Entwickler.
DOS-Fenster in Ordnern öffnen
Windows öffnet jede
MS-DOSEingabeaufforderung im eigenen Verzeichnis. Sie erweitern
den Explorer so, daß dieser DOS-Fenster auch
verzeichnisorientiert öffnet.
Weil sich jede
MS-DOS-Eingabeaufforderung standardmäßig im
Windows-Verzeichnis öffnet, müssen Sie häufig
umständlich das Verzeichnis wechseln. Damit der Explorer
DOS-Fenster sortiert nach Verzeichnissen öffnet, wählen
Sie Start/Ausführen und geben
regedit
ein. Damit rufen
Sie den Registrierungseditor auf.
Mit Bearbeiten/Suchen
forschen Sie nach dem Schlüssel
HKEY_CLASSES_ROOT\folder\shell
Der
Schlüssel folder verwaltet verzeichnisorientierte
Bildsymbolde und Shell-Erweiterungen des Windows Explorer und der
Unterschlüssel Shell die einzelnen Shell-Erweiterungen sowie
deren Teilfunktionen. Eine Shell-Erweiterung ist eine Funktion,
die dem Explorer über ein eigenständiges Programm
bereitgestellt wird. Ein eigenständiges Programm ist auch der
Kommandoprozessor command.com, der die DOS-Eingabeaufforderungen
öffnet. Wählen Sie den Befehl Neu/Schlüssel an,
vergeben Sie den Namen DOS und bestätigen Sie mit [Enter].
Rufen Sie erneut Neu/Schlüssel auf, wählen Sie als Namen
command, und bestätigen Sie mit [Enter].
Der
Standardeintrag zum Registrierschlüssel command verwaltet den
Programmaufruf, in diesem Fall für den DOS-Kommandoprozessor.
Dieser lautet bei Standardlaufwerk und
-pfad:
c:\windows\command.com
Klicken Sie auf den Eintrag
(Standard) doppelt, geben Sie Pfad- und Programmnamen ein, und
bestätigen Sie mit OK. Nun steht Ihnen zum aktuellen
Verzeichnis der Befehl DOS zur Verfügung, den Sie wahlweise
über das Menü Datei oder per Kontextmenü aufrufen.
Das Verzeichnis, auf das sich der DOS-Befehl bezieht, sollten Sie
sich innerhalb der Titelleiste des Explorer anzeigen lassen. Unter
Windows 98 oder mit dem Internet Explorer 4.0 gehen Sie dazu wie
folgt vor:
Rufen Sie im Explorer den Befehl
Ansicht/Ordneroptionen auf.
Wechseln Sie auf die Registerseite
Ansicht.
Markieren Sie die Option Dateien und
Ordner/Vollständigen Pfad in der Titelleiste anzeigen, und
bestätigen Sie mit OK. Arbeiten Sie noch mit Windows 95 ohne
den aktuellen Internet Explorer, blenden Sie den aktuellen Pfad
folgendermaßen ein:
Rufen Sie im Explorer den Befehl
Ansicht/ Optionen auf.
Wechseln Sie auf die Registerseite
Ansicht.
Markieren Sie die Option Vollständiger
MS-DOS-Pfad
in Titelleiste, und bestätigen Sie mit OK.
Kontextmenü für Laufwerksobjekte
Um Funktionen für
einen objektbezogenen Aufruf für Laufwerke bereitzustellen,
rüsten Sie manuell nach.
Laufwerksobjekte stellen unter
Windows 98 standardmäßig keine Kontextmenübefehle
zur Defragmentierung und Laufwerksüberprüfung bereit.
Unter Windows 95 fehlt der Kontextmenübefehl Backup. Rüsten
Sie daher die ent-sprechenden Funktionen nach. Der Explorer
verwaltet die Ressourcen eines Rechners. Jeder Ressource, ob
Laufwerk, Verzeichnis oder Datei, können Sie Funktionen
zuordnen: Ein Lauf-werk können Sie beispielsweise
formatieren, ein Verzeichnis verschieben und eine Datei
umbenennen. Der format-Befehl ist für ein Diskettenlaufwerk,
nicht für einen Ordner sinnvoll. Kontextmenüs verwalten
die Funktionen eines einzelnen Objekts. Die angebotenen
Objektfunktionen blenden Sie nach der Anwahl des Objekts mit der
rechten Maustaste ein. Mit der Registry erweitern Sie diese
Kontextmenüs. Beachten Sie, daß ein Laufwerk nicht
sämtliche Eigenschaften eines anderen Lauf-werks besitzen
muß, wie folgendes Beispiel verdeutlicht: Daten sichern Sie
für jedes Laufwerk, Lauf-werksüberprüfungen und
Defragmentierungen sind nur auf lokalen, beschreibbaren Laufwerken
zulässig. Einige Dienstprogramme blenden für die Anwahl
des zu bearbeitenden Laufwerks einen Dialog ein. Dieser führt
nur die Laufwerke auf, die die betreffende Funktion unterstützen:
Eine Defragmentierung macht keinen Sinn für ein
CD-ROM-Laufwerk. Anderen Programmen übergeben Sie das
Laufwerk per Kommandozeilenschalter, wobei Sie die Zulässigkeit
der Funktion im Vorfeld prüfen. Welche laufwerksorientierten
Programme Windows 95/98 bereitstellt, entnehmen Sie der Tabelle
unten. Zunächst binden Sie Funktionen für
Laufwerksobjekte ins Kontextmenü ein, ohne das aktuelle
Laufwerksobjekt zu berücksichtigen. Dazu richten Sie den
Kontextmenübefehl Alles defragmentieren ein. Das Schema gilt
für alle weiteren Befehle:
Rufen Sie den
Registrierungseditor auf.
Wählen Sie den Hierarchiezweig:
HKEY_CLASSES_ROOT\Drive\Shell
Rufen Sie den Menübefehl
Bearbeiten/Neu/Schlüssel auf, vergeben Sie den Namen Alles
defragmentieren, und bestätigen Sie mit [Enter].
Rufen Sie
erneut den Befehl Bearbeiten/Neu/Schlüssel auf, geben Sie die
Zeichenkette command ein, und bestätigen Sie mit
[Enter].
Klicken Sie im Listenfeld doppelt auf den Eintrag
(Standard), geben Sie den Wert
c:\windows\defrag.exe /all
/noprompt
ein, und bestätigen Sie mit OK.
Mit dem
Menübefehl Registrierung/Beenden schließen Sie diese
Vorbereitungen ab.
Wählen Sie ein beliebiges Laufwerk im
Explorer mit der rechten Maustaste an, und rufen Sie den neu
erscheinenden Kontextmenübefehl Alles defragmentieren auf.
Dieser startet die Defragmentierung aller Laufwerke. Mit der
Schaltfläche Beenden können Sie die Defrag-mentierung
vorzeitig abbrechen.
Netzwerkeigenschaften per Skript
Mit einer Skriptdatei
ermitteln Sie aktuelle Netzwerkinformationen, den Rechner- und
Benutzernamen sowie angebundene Laufwerke und Drucker.
Windows
verrät über die System-steuerung genaue Einzelheiten zur
aktuellen Konfiguration. Häufig erhalten Sie alle Auskünfte
jedoch erst, wenn Sie sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher
Dialogfelder gehangelt haben. Um wichtige Informationen schneller
abzulesen, setzen Sie Skriptdateien ein, die Sie auch als
Desktop-Symbol ablegen können. Das Skript NetInfo.vbs
informiert Sie über grundlegende Netzwerkeigenschaften und
gibt diese in Dialogfeldern aus. Um das Skript einzusetzen, muß
auf Ihrem Rechner der Windows Scripting Host eingerichtet sein.
Die Skriptdatei liest die Netzwerkinformationen über das
Objekt Network aus. Die Eigenschaft ComputerName liefert den
Com-puternamen, UserDomain die Benutzerdomäne und UserName
den Benutzernamen zurück. Angebundenen Netzwerklaufwerken
weisen Sie einen lokalen Laufwerksbuchstaben zu, ohne sie direkt
per UNC-Pfadnamen (Universal Naming Convention) anzusprechen.
Diese Art der Laufwerksanbindung ist beispiels-weise erforderlich,
wenn Sie auf Netzwerklaufwerke mit älteren Windows-3.
x-Anwendungen bzw. Programme, die keine direkte
Netzwerkunterstüt-zung bieten, zugreifen wollen. NetIn-fo.vbs
zählt die angebundenen Netz-werklaufwerke über
EnumNetwork-Drives auf. Die Liste enthält die Einträge
(Items) der lokal zugewiesenen Lauf-werksbuchstaben sowie der
UNC-Pfadnamen, die sich dahinter verbergen. Die Variable Msg
stellt die Informationen zunächst zusammen. Die Methode Popup
zeigt sie in einem Dialogfeld an. Schließen Sie dieses Feld
nicht innerhalb von 10 Sekunden, wird es automatisch ausgeblendet.
Das gleiche Verfahren ermittelt auch die Netzwerkdrucker über
EnumPrinterConnections und zeigt sie an. Haben Sie Netzwerkzugriff
auf einen Drucker über Windows 95/98, so ist in der Regel
keine lokale Anbindung erfolgt. Dieser Fall liefert also
ausschließlich den UNC-Pfadnamen des Netzwerkdruckers
zurück. Um die Skriptdatei schnell ausführen zu können,
sollten Sie diese als Symbol auf dem Desktop anlegen. Das Beispiel
geht davon aus, daß Sie die Datei unter C:\Windows
gespeichert haben. Wählen Sie NetInfo.vbs im Explorer an.
Rufen Sie den Kontextmenübefehl Verknüpfung erstellen
auf. Ziehen Sie die Verknüpfung per Drag&Drop aus dem
Explorer auf den Desktop. Per Doppelklick können Sie nun
jederzeit die Netzwerkinformationen abrufen. Ein passendes
Sinnbild können Sie dazu beliebig auswählen.
Programmierter Shutdown
Um Windows aus einem
DOSBatch-Programm zu verlassen, sind ein paar Tricks nötig.
Testen Sie, wie es mit und ohne DOS-Fenster funktioniert.
Um
Windows auf direktem Weg zu verlassen, geben Sie eine der beiden
Zeilen
RUNDLL.EXE user.exe,Exitwindows
RUNDLL32.EXE
user.exe,Exitwindows
ein. Dieser Syntax weisen Sie entweder
eine Verknüpfung als Befehlszeile zu, oder Sie geben die
Anweisung direkt unter Start/Ausführen ein. Problematischer
wird es, wenn Sie aus einem DOS-Batch heraus das System
herunterfahren möchten, beispielsweise nachdem die
Stapelverarbeitungsdatei noch einige Verzeichnisse gesichert, ent-
rümpelt oder andere Dienste ausgeführt hat. Der via
RunDLL-Aufruf aktivierte Shutdown kann dann nicht abschließen,
da zu dieser Zeit noch das DOS-Fenster (mit dem entsprechenden
Aufruf) aktiv ist. Die Lösung: Legen Sie zuerst eine
Verknüpfung wie auf dem Desktop an, und geben Sie darin als
Befehlszeile
RUNDLL32.EXE user.exe,Exitwindows
an. Wichtig
ist dabei, daß Sie die Run-DLL32- Version verwenden, denn
die 16-Bit-Version führt nicht zum gleichen Ergebnis. Diese
Verknüpfung dient als Verlängerung des DOS-Batches.
Akti-vieren Sie Start/Ausführen, löschen Sie die dort
bestehende Kommandozeile, und ziehen Sie die zuvor angelegte
Verknüpfung in das Ausführen-Fenster. Es entsteht dann
eine Anweisung folgender
Form:
C:\WIN9x\Desktop\Schluss.lnk
Kopieren Sie diese
Anweisung in die Zwischenablage, und öffnen Sie mit einem
Texteditor die Batchdatei, in der der Shutdown aufgerufen werden
soll. An der gewünschten Stelle verwenden Sie die Anweisung
Start, gefolgt vom Auf-ruf der Verknüpfung, also zum
Beispiel:
start C:\WIN9x\Desktop\Schluss.lnk
Bei den
Eigenschaften des DOS-Fensters aktivieren Sie die Funktion Beim
Beenden schließen. Beim Aufruf der neuen Batchdatei startet
Windows dort, wo der Run-DLL32- Aufruf erfolgt, ein separates
Programm in unserem Fall eine Verknüpfung mit dem gewünschten
Batch-Einzeiler. Während die Verknüpfung startet, bleibt
dem Batch-Programm genug Zeit, sich korrekt zu beenden und das
Fenster selbständig zu schließen, so-fern nach der
Start-Anweisungszeile nicht noch weitere Kommandos im DOS-Fenster
aufgerufen werden. Da der RunDLL32-Aufruf ohne DOS-Fenster
abgesetzt wurde, beendet sich Windows wunschgemäß
zumindest dann, wenn keine ungesicherten Dateien mehr vorhanden
oder noch Netzwerk-verbindungen aufgebaut sind.
Tabula rasa auf dem Desktop
Interaktiv oder per Programm
verschaffen Sie sich wieder Überblick über Ihren
Desktop, den zahlreiche Fenster von Anwendungsprogrammen überfüllt
haben.
Sie möchten störende Fenster anderer
Applikationen zeitweilig vom Desktop verbannen? Bei Windows 98
finden Sie bei der Standardinstallation rechts neben der
Start-Schaltfläche vier Symbole. Mit dem zweiten von links,
Desktop anzeigen, können Sie alle offenen Fenster minimieren,
auf dem Desktop arbeiten und nach erneuter Verwendung wieder den
ursprünglichen Bildschirmstatus herstellen. Damit sich das
Umschalten des Bildschirms (Funktion ToggleDesktop) auch in
Batch-Programmen nutzen läßt, legen Sie eine
Verknüpfung von Desktop anzeigen an: Klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf dieses# Symbol in der Task-Leiste, und
wählen Sie Verknüp-fung erstellen. Die so entstandene
Verknüpfung xyz rufen Sie dann per
start
[Laufwerk-Pfad]\xyz.lnk
auf. Bei Windows 95 findet sich die
gleiche Funktion nicht als Symbol, sondern im Kontextmenü der
Task-Leiste (in dieser Form ebenfalls bei Windows 98/NT ab 4.0).
Klicken Sie mit der rech-ten Maustaste auf eine freie Stelle in
der Task-Leiste, und wählen Sie Alle Fenster minimieren oder
alles Minimieren rück-gängig machen.
Abgesicherter Modus nötig?
Im abgesicherten Modus zu
starten kostet Zeit, die Sie sich jedoch nur in dringenden Fällen
nehmen müssen.
Wenn Windows nicht ordnungsgemäß
hochfährt, bleibt Ihnen häufig nur der abgesicherte
Modus, um Windows zu starten. Diesen Modus schalten Sie beim
Booten durch Drücken der [Strg]- oder [F8]-Taste ein. Windows
wählt automatisch den abgesicherten Modus, wenn die
Registrierung beschädigt ist oder beim Start die Datei
wnbbotng.sts im Verzeichnis \Windows findet. Der abgesicherte
Modus lädt weder die Startdateien der Registrierung noch die
Dateien config.sys und autoexec.bat. Die Abschnitte [Boot] und
[386Enh] in der system.ini werden übergangen. Windows-Treiber
werden nicht geladen. Sie sollten Windows im abgesicherten Modus
hochfahren, wenn
Windows beim Start für längere Zeit
stehen bleibt,
der Drucker nicht mehr druckt und alle Schritte
der Problembehebung vergeblich waren,
die Grafikanzeige sich
verändert oder verschlechtert,
die Leistung des Computers
nachläßt
oder unerklärliche Fehlermeldungen
erscheinen.
Im abgesicherten Modus greifen Sie auf die
Konfigurationsdateien von Windows zu. Dort finden und beheben Sie
Fehlerursachen, die der Real-Modus oder Windows-Treiber verursacht
haben können.
Einzelbestätigung zur Fehlersuche
Über die
Einzelbestätigung kontrollieren Sie den kompletten
Boot-Prozess von Windows.
Mit der Einzelbestätigung
bestimmen Sie, welche Befehle und Treiber das System beim
Boot-Prozess verarbeiten soll. Dazu bestätigen Sie in jeder
Zeile, welche Datei Sie laden wollen. Sie nutzen die
Einzelbestätigung, wenn
der Start beim Laden von Treibern
fehlschlägt,
die Registrierung Fehler meldet, die Sie
prüfen möchten,
wenn Sie einen bestimmten Treiber
zeitweise nicht laden möchten,
wenn Sie die Startdateien
auf Fehler testen möchten.
Sie entscheiden dabei über
folgende Eingabeaufforderungen:
DoubleSpace-Treiber (bzw.
Drive-Space-)laden?
Systemregistrierung
verarbeiten?
Protokolldatei BOOTLOG.TXT
erstellen?
Gerätetreiber der CONFIG.SYS la-den?
Datei
AUTOEXEC.BAT verarbeiten?
Auch jede Zeile der config- und
auto-exec- Datei müssen Sie einzeln mit Ja [j] oder Nein
[Esc] bestätigen. Drücken Sie die [Tab]-Taste,
übernehmen Sie alle Optionen. Weiter lesen Sie vor dem
Windows-Start die Frage:
WIN? Alle Windows Treiber
laden?
Beantworten Sie alles mit Ja, startet Windows im
Normalmodus. Verneinen Sie Alle Windows-Treiber laden? startet
Windows im abgesicherten Modus.
Neues Menü Programme
Wenn Sie gelöschte Einträge
im Menü Programme neu anlegen wollen, sucht Windows nach
installierten Komponenten und fügt Verknüpfungen für
diese ein.
Wenn Sie das Menü Programme neu anlegen
möchten, benennen Sie zuerst im Windows-Verzeichnis die Datei
set-up. old in setup.ini um. Danach öffnen Sie das Start-Menü
und rufen den Befehl Ausführen auf. In die Zeile Öffnen
tragen Sie den Befehl grpconv -s ein. Danach steht Ihnen ein neues
Programm-Menü zur Verfügung.
Problem beim Autostart
So verhindern Sie, dass sich beim
Start von Windows die falsche Anwendung öffnet.
Wenn Sie
den automatischen Start einer Anwendung beim Start von Windows
verhindern möchten, wechseln Sie zuerst in das
Verzeichnis
\windows\startmenü
\programme\autostart
Löschen Sie darin alle Anwendungen,
die beim Start nicht mehr geöffnet werden sollen. Fehlt das
betreffende Programm laut Windows Explorer im Verzeichnis
autostart, nehmen Sie den Umweg über die Registrierung. Rufen
Sie über Start/Ausführen und
regedit
den
Registrierungseditor auf. Wechseln Sie zum Schlüssel
HKey_Current_User, und klicken Sie sich Schritt für Schritt
bis zum
Eintrag
HKey-Current_User\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Shell
Folders
durch. Der Wert von Startup im rechten Fenster
lautet
"C:\WINDOWS\Startmenü\Programme\Autostart"
wenn
C:\WINDOWS Ihrem Installationsverzeichnis von Windows auf
Lauf-werk C: entspricht.
Gerätemanager auf dem Desktop
So platzieren Sie Icons
des Gerätemanagers auf der Benutzeroberfläche.
Wenn
Sie häufig auf den Gerätemanager zugreifen möchten
wie nach häufigem Hardware-Wechsel oder -Test, legen Sie ein
Icon mit der Verknüpfung zum Gerätemanager auf die
Benutzeroberfläche. Klicken Sie dazu mit der rechten
Maustaste auf die Benutzeroberfläche, und wählen Sie Neu
und Verknüpfung. In die Befehlszeile tragen
Sie
C:\windows\control.exe sysdm.crl,System,1
ein, wobei
C:\windows das Installationslaufwerk und -verzeichnis darstellt.
Über die Eigenschaften des Verknüp-fungssymbols können
Sie dessen Namen und Aussehen verändern.
Benutzernamen ändern
Sie können Ihren
Benutzernamen und den Namen einer eventuell eingetragenen Firma
über die Registry leicht ändern.
Bei der Installation
von Windows haben Sie Ihren Namen und vielleicht auch den Ihrer
Firma eingegeben. Diese Einträge ändern Sie in der
Registry. Starten Sie Regedit, und wechseln Sie im linken Fenster
zum
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\MICROSOFT\WINDOWS\CURRENTVERSION
Klicken
Sie doppelt auf Registered-Owner oder auf RegisteredOrganization
im rechten Fenster. Ändern Sie im Editor die Namen, und
bestätigen Sie mit OK. Nach dem Neustart meldet sich Ihr PC
unter einem neuen Namen.
Start ohne Autostart
Programme können auch automatisch
starten, wenn sie keinen Eintrag im Autostart-Ordner
haben.
Windows startet Programme automatisch beim Booten, die
nicht im Menü Autostart stehen, wie zum Beispiel Virenscanner
oder die automatische Prüfung der Registry. Diese Vorgänge
können Sie anschauen und editieren. Starten Sie die Registry
über Start/Ausführen und
regedit
und wechseln Sie
zum Schlüssel
HKEY_LOCAL_MASCHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
Rechts
erkennen Sie die verschiedenen Startaufrufe. Falls Sie bei einem
Eintrag sicher sind, daß das zugehörige Programm
bereits deinstalliert ist, klicken Sie mit der rechten Maustaste
darauf, um ihn zu löschen.
Cursor-Blinkgeschwindigkeit ändern
Auch ohne ein
weiteres Werkzeug können Sie die Blinkrate des Cursors
ändern.
Sie wollen das Blinken Ihres Cursors in der
Textverarbeitung ändern? Starten Sie die Registry über
Start/Ausführen und
regedit
Wechseln Sie zum
Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\desktop
Klicken
Sie mit der rechten Maustaste ins rechte Fenster, und wählen
Sie Neu. Geben Sie die Zeichenfolge CursorBlinkRate
ein, und
bestätigen Sie mit [Enter]. Klicken Sie noch einmal mit der
rechten Maustaste auf den neuen Wert, und wählen Sie Ändern.
Tragen Sie jetzt einen Wert zwischen 100 (sehr schnell) und 60000
(Stillstand des Cursors) ein. Danach starten Sie Windows neu.
Kontrollieren Sie in Ihrer Textverarbeitung, wie sich das
Verhalten des Cursors geändert hat.
Link-Icons ändern
Die Verknüpfungspfeile an den
Link-Icons lassen sich einfach entfernen.
Sie müssen Ihren
Desktop nicht mit kleinen, weißen Verknüpfungspfeilen
garnieren. So entledigen Sie sich ihrer: Starten Sie die Registry.
Über den Schlüssel
HKEY_CLASSES_ROOT\LNKFILE
wechseln
Sie mit der [Tab]Taste ins rechte Fenster und markieren
IsShort-cut. Über [Entf] löschen Sie diesen Eintrag.
Wechseln Sie jetzt in den Schlüssel
HKEY_CLASSES_ROOT\PIFFILE
Dort
entfernen Sie im rechten Fenster ebenfalls den Eintrag IsShortcut.
Starten Sie jetzt Windows neu: Die Pfeile fehlen.
Mit [Strg-F]
und IsShortcut können Sie sehr schnell diesen Eintrag in der
Registry suchen.
Herunterfahren mit Bremse
Bei der Fehlersuche kann es
sinnvoll sein, das Schließen von Windows zu
verlangsamen.
Wenn Sie Windows über Start/Beenden/Windows
herunterfahren schließen, werden alle Gerätetreiber
deinitialisiert. Standardeinstellung ist das schnelle
Herunterfahren von Windows: Dabei werden die Gerätetreiber
nicht deinitialisiert. Um auf die langsame Schlussprozedur
umzuschalten, rufen Sie
Start/Programme/Zubehör/Systemprogramme/Systeminformationen
auf. Im Menü Extras klicken Sie auf das Programm
Systemkonfiguration. Wechseln Sie in das Register
Allgemein/Weitere Optionen. Per Mausklick deaktivieren Sie das
Kontrollkästchen Schnelles Herunterfahren, was Sie zweimal
mit OKbestätigen. Folgen Sie der Aufforderung, den Computer
neu zu starten. Wenn Sie das schnelle Herunterfahren deaktivieren,
ändert sich der Wert für FastReboot im folgenden
Registrierungsschlüssel von 1 auf
0:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Shutdown
Komfortables Fensterln
So bringen Sie den Explorer dazu,
mehrere Ordnerfenster zu öffnen.
Im Dateimanager von
Windows 3.1 können Sie Daten zwischen zwei Fenstern mit der
Maus bewegen. Im Windows Explorer drücken Sie
die
[Strg]-Taste und markieren die Ordnerfenster, für die
Sie ein separates Fenster öffnen möchten. Danach drücken
Sie die [Um-schalt]-Taste und klicken doppelt auf einen markierten
Ordner. Es öffnet sich für jeden Ordner ein eigenes
Explorer-Fenster. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die
Task-Leiste, und wählen Sie Nebenein-ander oder
Untereinander, um die Fenster anzuordnen.
14 Windows NT: Kein
Schnittstellen-Test
So unterbinden Sie, dass NT beim Start die
Schnittstellen prüft.
Windows NT 4.0 durchsucht beim
Systemstart die seriellen Schnittstellen nach angeschlossenen
Mäusen. Wenn Sie eine neue Microsoft-Wheel-Maus oder ein
USV-Gerät angeschlossen haben, erhalten Sie eine
Fehlermeldung. Umgehen Sie diesen Test. Öffnen Sie im
Hauptverzeichnis von Laufwerk C: die Datei boot.ini. Tragen Sie
als neue Zeile den Schalter
/NOSERIALMICE=[COMx]
ein, wobei
x den seriellen Port definiert (1 bis 4). Lassen Sie COMx weg,
wird keine serielle Schnittstelle geprüft.
Passwörter entfernen
Es gibt zwei wirksame Methoden,
Passwörter von der Platte zu entfernen.
Wenn Sie die
Kennwörter für Internet-Verbindungen gespeichert haben,
sind Sie an diese Einträge gebunden. Doch es gibt zwei
Tricks, sich dieser Passwörter zu entledigen:
Sie suchen
über Start/Suchen und die Eingabe
*.pwl
alle
pwl-Dateien. Im Suchfenster markieren Sie alle Fundstellen und
drücken auf [Entf]. Damit löschen Sie alle *.pwl-Dateien
auf Ihrem Rechner. Jetzt existieren keine Kennwörter mehr. Im
Suchen-Dialog müssen alle Lokalen Festplatten ausgewählt
sein.
Der andere Weg führt über
System-steuerung/Software/Windows-Setup/Diskette. Unter Windows 95
gehen Sie in das Verzeichnis admin\apptools\pwledit auf der
Installations-CD von Windows 95. Bei Windows 98 lautet das
Verzeichnis \tools\reskit\netadmin\pwledit. Wählen Sie den
Editor für Kennwortlisten aus: pwledit.exe. Starten Sie ihn,
und löschen Sie gezielt Passwörter aus der Liste.
Buchstabensalat durch Wechseldatenträger
Wenn ein
Datenträger im Jazoder Zip-Laufwerk eingelegt ist, wird es
als Festplatte mit Laufwerkskennung ausgewiesen.
Befindet sich
ein Medium in einem SCSI-Laufwerk, wird der Laufwerksbuchstabe
meist hinter die der Festplatten gesetzt vor die CD-ROM-Laufwerke.
Die verschobenen Laufwerksbuchstaben führen zu fehlerhaften
Verknüpfungen, so dass die Software auf dem Medium# nicht
richtig läuft. In den Host Adapter Settings des SCSI-BIOS
stellen Sie unter der Option Advanced Configuration Options den
Eintrag für Support Removable Disk Under BIOS As Fixed Disks
[Boot only] ein. Das Laufwerk wird somit als
Wechselplattenlaufwerk zweiter Ordnung geführt und reiht sich
hinter den Festplatten ein. Die Einstellung Boot only stellt
sicher, dass das Laufwerk, wenn es beispielsweise als Bootlaufwerk
für ein Test-Windows fungieren soll, den Laufwerksbuchstaben
C: zugewiesen bekommt. Alternativ können Sie den
CD-ROM-Laufwerken über den Geräte-Manager einen
Buchstaben fest zuweisen: Wählen Sie einfach in beiden
Feldern den gleichen Buchstaben. Den im Alphabet folgenden
Buchstaben lassen Sie frei, damit das Wechsellaufwerk ihn nutzen
kann. Wird es beim Hochfahren aktiviert, bekommt es den Buchstaben
nach den Festplatten, aber vor den CD-ROM-Laufwerken verpasst.
DOS-Prompt unter Windows
Eine Zeile in der autoexec.bat
zeigt an, dass Sie sich in einer DOS-Sitzung unter Windows
befinden.
Die Kommandozeile unter Windows statten Sie mit
zusätzlichen Informationen aus. Dazu rufen Sie im
Windows-Ordner notepad.exe auf. Laden Sie die Datei \autoexec.bat
in den Editor. Geben Sie folgende Zeile am Ende dieser Startdatei
ein:
Set Winpmt=Mit
[Alt-Enter] oder
EXIT zu
Windows.
$_$_$P$G
Die Zeichen $_ fügen eine Leerzeile
zwischen Meldung und der Pfadangabe hinter > ein. Diesen Prompt
stellt die Zeichenkette prompt $P$G in der Autoexec-Datei dar.
Wechseln Sie nach dem Neustart von Windows in ein DOS-Fenster,
erkennen Sie die neue Eingabeaufforderung. In einer DOS-Sitzung
lassen Sie sich per SET-Befehl den Inhalt der definierten
Umgebungs-variablen anzeigen.
Zwischenablage verkleinern
DOS lässt sich unter Windows
nicht starten, weil der Speicher zu knapp ist. Mit einem Trick
schaffen Sie Platz.
Wenn sich ein DOS-Fenster nicht öffnen
lässt, kann das an der gefüllten Zwi- schenablage
liegen. Diese nimmt fast alles auf, was Sie über [Strg-C]
kopieren. Um wieder freien Speicherplatz zu be-kommen, können
Sie Start/Programme/Zubehör/Systemprogramme wählen und
den Inhalt der Zwischenablage in einem Dialogfeld löschen.
Dabei muss die Zwischenablage-Komponente installiert sein. Viel
einfacher löschen Sie die Zwischenablage, indem Sie ein
einzelnes Zeichen markieren und mit [Strg-c] in die Zwischenablage
kopieren. Dabei wird der gesamte Inhalt der Zwischenablage durch
dieses Zeichen ersetzt.
Speicherinhalt prüfen
Windows kann die Speicherbelegung
inklusive Adressierungen exakt anzeigen. Sie können
Speicheradressen auch ändern.
Für die Konfiguration
von Hardware-Komponenten wie der Videokarte ist es wichtig,
Speicheradresse und -inhalt zu kennen. So gehen Sie vor: Wählen
Sie Start/Einstellungen/Systemsteuerung, und starten Sie das
Symbol System. Klicken Sie auf die Registerkarte Geräte-Manager,
um sich die Liste aller vorhandenen Hardware-Komponenten anzeigen
zu lassen. Markieren Sie den Eintrag Computer in der Liste Modelle
nach Typen anzeigen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf,
um die Eigenschaften überblicken zu können. Wählen
Sie das Optionsfeld Speicher. Windows zeigt jetzt alle Geräte
mit ihrer Speicheradresse an. Möchten Sie eine
Speicheradresse ändern, weil Sie darin einen Konflikt
vermuten, klicken Sie auf OK und kehren in die Hardware-Liste
zurück. Klicken Sie doppelt auf das entsprechende Gerät,
und klicken Sie auf deren Registerkarte Ressourcen. Dort ändern
Sie die Adressierung.
Optimum im DOS-Speicher
Mit geringem Aufwand nutzen Sie
Ihren DOS-Speicher mit UMBs bis auf das letzte Byte.
Der
monochrome UMB-Bereich (Upper Memory Block) im Speicher liegt
meist verwaist und unbenutzt herum. Arbeiten Sie unter Windows mit
VGA- oder SVGATreibern, wird der Speicherbereich ab der Adresse
B000 frei sein. Außerdem benutzen DOS-Programme im Textmodus
selten den dafür notwendigen Textmodus-Speicher. IBM macht
eine Ausnahme mit dem XGA-Adapter, der den Bereich B000 nutzt. Im
Register Computer in der Hard-ware-Liste fällt der
Eintrag
Für die Nutzung der Geräte nicht
verfügbar
auf. Das ist der Speicher im Bereich 000CA0000
und 000CBFFFF (oder 000B0000 und 000B7FFFF). Windows hält
diesen Speicherbereich für den monochromen Anteil des
Grafiktreibers frei. Um diesen Bereich freizuschalten, tragen Sie
in die config.sys folgende Zeile ein:
Device=c:\windows\emm386.exe
i=b000-b7FF ram
Damit steht Ihnen der gesamte Block von B000
bis B7FF zur Verfügung. Sie können diesen Bereich auch
im Windows-386-Speichermanager anmelden. Das macht Sinn, wenn Sie
Windows ohne den EMM-Manager starten. Tragen Sie dazu in der
system.ini mit einem Editor die folgende Zeile im Abschnitt
[386Enh] ein:
[386Enh]
EMMInclude=B000-B7FF
Prüfen
Sie nach dem Neustart mit dem MEM-Befehl, ob mehr freier Speicher
zur Verfügung steht.
Unwilliger Drucker
Sie können weder lokal noch im
Netzwerk drucken? Starten Sie eine systematische
Fehlersuche.
Rührt sich Ihr Drucker auf keinen Befehl,
stapeln sich die Druckaufträge? So schaffen Sie
Abhilfe:
Löschen Sie sämtliche Druckaufträge,
schalten Sie den Drucker aus, und warten Sie fünf Sekunden,
bevor Sie ihn wieder einschalten. Dann starten Sie einen weiteren
Druckvorgang.
Versuchen Sie, über
Arbeitsplatz/Systemsteuerung/Drucker über die rechte
Maustaste Eigenschaften/Testseite ausdrucken den Druck einer
Testseite zu erzwingen.
Nehmen Sie den Drucker in Augenschein:
Sind alle Kontrollleuchten (online?) an, ist Papier vorhanden, und
hat das Druckerkabel Kontakt?
Versuchen Sie, aus dem Druck-Menü
den Druck in eine Datei umzuleiten.
Klappt das, kopieren Sie
diese Datei im DOS-Fenster mit folgendem Befehl an die parallele
Schnittstelle:
copy /b DRUCKDAT lpt1:
DRUCKDAT ist hierbei
der Name der auszudruckenden Datei. Der Parameter /b erlaubt, die
Datei binär zu drucken. Damit bleiben alle Informationen
erhalten. Erhalten Sie auf diese Art einen Aus-druck,
kommunizieren Windows und Drucker zumindest fehlerhaft. Um den
Treiber nun noch korrekt einzubinden, deinstallieren Sie den
Drucker. Nach seiner erneuten Installation lassen Sie dann einen
Selbsttest durchführen.
12 Windows 95/98: Drucker mit
Spooler-Problem
Wenn der Drucker-Spooler nicht funktioniert,
schalten Sie ihn ab.
Die Einstellung Druckaufträge in
Warteschlange stellen kann dazu führen, dass Sie keinen
Ausdruck erhalten. In diesem Fall öffnen Sie
Einstellung/Systemsteuerung/Drucker. Klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf das Druckersymbol, und öffnen Sie
Eigenschaften/Details/Spool-Einstellungen. Klicken Sie auf
Druckaufträge an Drucker leiten (Kein Speicherplatz wird
verwendet).
Zu viele Verknüpfungen?
Legen Sie Icons selten
benutzter Anwendungen in einen eigenen Ordner.
Sie verlieren
die Übersicht, weil Ihnen die unzähligen
Verknüpfungs-Icons den Desktop überladen? Kein Problem -
verlagern Sie einfach einige Verknüpfungen in einen eigenen
Ordner wie etwa:
c:\windows\links
Diesen Ordner starten Sie
als Symbol in der Task-Leiste, eventuell bereits beim
Windows-Start. Dies erreichen Sie, indem Sie im autostart-Ordner
eine Verknüpfung zum Ordner c:\windows\ links anlegen. Um
eine neue Verknüpfung in diesen Link-Ordner hineinzunehmen,
ziehen Sie mit der rechten Maustaste das zu verknüpfende
Programm aus dem Explorer auf das Symbol mit dem Link-Ordner in
der Task-Leiste, warten eine Sekunde, bis sich das Symbol in ein
Fenster verwandelt, und schieben das Objekt dann weiter in das
geöffnete Fenster.
Bei Bedarf schalten Sie dann auf volle
Fenstergröße um und klicken auf die gewünschte
Verknüpfung. So bleibt der Desktop reserviert für
gängige Anwendungen, und Sie haben dennoch stets Zugriff auf
Ihre Verknüpfungen.
Gerhard Frey/et
Auto-Link beim Batchstart
Dieser Tip zeigt, wie Sie die
Verknüpfung mit einer Stapeldatei durch ein Hilfsprogramm der
Windows-CD verwirklichen.
Für diesen Tip benötigen
Sie das Windows-Utility shortcut.exe. Sie finden es auf der
Windows-CD im Ordner \admin\apptools\envvars. Kopieren Sie die
Datei in den Ordner C:\windows\command, dann haben Sie durch den
Pfadeintrag immer Zugriff darauf.
Wenn Sie öfters die
Explorer-Funktionalität mit Batchdateien erweitern, legen Sie
zu den wichtigsten Batchprogrammen Desktop-Verknüpfungen
an.
Sie können die Verknüpfung aber auch in einem
Batchprogramm mit shortcut.exe integrieren, wobei der call-Befehl
eine weitere Batchdatei zu Hilfe ruft:
call
c:\batch\shortcut.bat %0 Name
Für den Parameter name geben
Sie einen Begriff ein, der eine gleichlautende pif-Datei anlegt.
Die mit dem call-Befehl aufgerufene Batchdatei shortcut.bat
enthält zwei Zeilen:
@echooff
shortcut.exe
-t %1 -n c:\windows\desktop\%2 -f
Gerhard Frey/et
Das Tarnkappen-Icon
Mit einem kurzen Debug-Listing legen Sie
ein unsichtbares Icon auf dem Desktop an.
Sie wollen auf dem
Desktop ein Programm verstecken, weil die Programmausführung
nur Ihnen vorbehalten sein soll? Dann legen Sie doch einfach ein
unsichtbares Icon an!
Dazu geben Sie das Debug-Programm
stealth.deb (Listing in Databox 8/98) in einem beliebigen Ordner
ein und führen dann im DOS-Fenster desselben Ordners den
Befehl debug < stealth.deb
aus. Sie erhalten die Icon-Datei
stealth.ico, die das gewünschte Tarnkappen-Icon
repräsentiert. stealth.deb können Sie danach löschen.
Um
das Desktop-Programm zu tarnen, binden Sie stealth.ico in das
Kontextmenü Eigenschaften/Anderes Symbol ein. Allerdings
müssen Sie auch die Icon-Beschriftung verstecken. Dazu gehen
Sie in das Verzeichnis windows\ desktop, in dem Sie die lnk- und
pif-Dateien für die Verknüpfungen finden. Im DOS-Fenster
rufen Sie den ren-Befehl mit folgender Syntax auf:
ren
<altname.lnk> " ".lnk
Dieses Leerzeichen in
Windows akzeptiert das System. Eine Umbenennung im Kontextmenü
quittiert es hingegen mit der Fehlermeldung
Dateinamen
eingeben
Das Icon plazieren Sie an einer Stelle des Desktops,
die Sie leicht auffinden - zum Beispiel in der rechten oberen
Ecke.
Gerhard Frey/et
CD-Auswurf per Software
Mit einem Debug-Listing erhalten Sie
ein kleines com-Programm, welches die CD-ROM-Schublade
ausfährt.
Sie wollen nicht jedesmal mühsam den
Auswurfknopf Ihres CD-ROM-Laufwerks unter dem Tisch erfummeln?
Dann basteln Sie doch einfach ein Tool, das die CD-Schublade für
Sie öffnet.
Ein paar Zeilen Assembler-Code und das
DOS-eigene Dienstprogramm debug.exe genügen vollauf. Zu
diesem Zweck stellt DOS 7.0 nämlich eine spezielle Funktion
(44hex, Unterfunktion 0Dh) zur Verfügung. Die Funktion
erwartet im Register BX den Code für das Laufwerk, wobei
folgende Zuordnung gilt:
1 = A
2 = B
3 = C
4 =
D
Dieser Code wird vom Programm automatisch aus dem PSP
(Programmsegment-Präfix) bestimmt. Geben Sie dazu zunächst
eject.deb (Listing in Databox 8/98) ein. Mit dem
Befehl
debug<eject.deb
erhalten Sie dann die lauffähige
Datei eject.com. Diese Datei setzen Sie entweder in einer
Stapelverarbeitung ein, zum Beispiel mit der Syntax
eject
d:
oder Sie legen eine entsprechende Verknüpfung auf dem
Desktop an, über die Sie dann per Mausklick die CD
auswerfen.
Die Einträge nach dem Semikolon sind
Kommentare, deren Eingabe Sie sich ersparen. Beachten Sie, daß
dem q-Befehl eine Leerzeile folgen muß.
Gerhard Frey/et
Schnellstart-Menü
Öffnen Sie mit der rechten
Maustaste ein Menü für oft benutzte Programme.
Ein
rechter Mausklick auf den Startknopf öffnet unter Windows
95/NT 4.0 ein Menü, über das Sie zum Beispiel den
Explorer aufrufen können. Tragen Sie hier Ihre wichtigsten
Programme ein, um den Weg über das oftmals weit
verschachtelte Start-Menü zu meiden.
Starten Sie dazu den
Registrierungs-Editor "regedit.exe" im
Windows-Verzeichnis. Sie markieren den
Ordner
HKEY_CLASSES_ROOT\
Directory\shell
und wählen
über die Menüzeile die Funktion
Bearbeiten - Neu -
Schlüssel
Tragen Sie als neuen Schlüssel den Klartext
Ihres Programms (etwa Microsoft Word) ein. Belassen Sie die
Markierung auf dem soeben erstellten Eintrag, und wählen Sie
obige Funktion erneut. Benennen Sie den neuen Schlüssel
diesmal in "command" um, und tragen Sie im rechten
Fenster als Wert von "(Standard)" den vollständigen
Programmpfad ein,
beispielsweise
C:\MSOffice\WinWord\WinWord.exe
Schließen
Sie nun den Registrierungs-Editor. Ohne den Rechner neu zu
starten, können Sie sofort mit dem neuen Menü
arbeiten.
Werner Förster/pei
Das bessere Start-Menü
Auch unter grafischen
Benutzeroberflächen wie Windows können Sie mit der
Tastatur Zeit sparen.
Das Start-Menü öffnen Sie am
schnellsten durch die Tastenkombination [Strg-Esc]. Die
nachfolgende Arbeit übernimmt dann normalerweise aber doch
die Maus.
Schreiben Sie jedoch vor den Namen eines Programms
oder auch Untermenüs (Ordners) eine Ziffer von 0 bis 9, so
ändert sich zunächst die alphabetische Sortierung im
Menü. Der entscheidende Vorteil aber ist, daß Sie die
Programme einfach mit den Zifferntasten aufrufen können.
Gerade
im Hauptmenü erleichtert diese Vorgehensweise die Arbeit: Die
Tastatureingaben [Strg-Esc] und [Zifferntaste] mit der Maus an
Schnelligkeit zu überbieten, erfordert eine große
Fingerfertigkeit im Umgang mit dem grauen Nagetier. Dank
Tastaturpuffer können Sie die Zifferntaste schon drücken,
bevor das Menü aufklappt.
AndrI Holfeld/pei
Tray Notification
Sinnbilder in der Task-Leiste steuern Sie
mit Hilfe einer Freeware.
Die Task-Leiste dient in vieler
Hinsicht der einfacheren Bedienbarkeit von Windows 95 oder NT 4.0.
Neben der Anzeige der gerade laufenden Anwendungen enthält
sie am rechten Rand die Taskbar Notification Area mit Status-Icons
für die Uhrzeit, den Lautsprecher, das CD-ROM-Laufwerk und
dergleichen. Über diese Icons stellen Sie unter anderem auch
die Lautstärke oder das Abspielen von Audio-CD-Titeln
ein.
Wollen Sie nun selbst Tools für diesen Bereich des
Desktops entwickeln, müssen Sie sich zuvor durch die
Dokumentation des Win32-API quälen. Alternativ greifen Sie
auf eine der vielen frei verfügbaren Lösungen zurück.
Die hier vorgestellte Freeware von Peter Ness enthält den
kompletten Quelltext, so daß Sie sich auch die Innereien
ansehen können.
Installieren Sie dieser Komponente
zunächst. Im Menü
Komponente - Installieren...
wählen
Sie den Schalter [Hinzufügen] an. Am besten legen Sie im
Delphi-Ordner ein Unterverzeichnis an, in das Sie alle Komponenten
kopieren. So tragen sie nur dieses Komponenten-Verzeichnis in den
Suchpfad ein. Nach der Auswahl der neuen Komponente TTrayIcon in
der Unit TrayIcon übersetzen Sie die Bibliothek CMPLIB32 neu.
Anschließend steht Ihnen die Komponente zur Verfügung.
et
Pfadnamen verkürzen
Wenn die Namen geschachtelter
Verzeichnisse zu lang werden, verkürzen Sie sie
einfach.
Einer der Vorteile der langen Dateinamen von Windows
95 und NT ist ein Zugewinn an Übersicht. Allerdings können
die Namen verschachtelter Verzeichnisse so lang werden, daß
ein Verkürzen geboten erscheint. Viele Programme zeigen dann
die erste Verzeichnisebene inklusive Laufwerksbuchstabe an und
lassen dann alle weiteren Ebenen aus. Statt dessen müssen Sie
sich mit der Anzeige von drei Punkten, dem letzten Verzeichnis und
dem Dateinamen begnügen.
Doch Delphi bietet eine Reihe von
Funktionen, mit denen sich der Pfadname einer Datei
"auseinandernehmen" läßt. ExtractFilePath und
ExtractFilename sind nur zwei davon. Die Funktion ShortPath0
(Listing in Databox 1/98) bekommt einen vollständigen Pfad
als Zeichenkette und streicht diesen zusammen, bis nur das
Laufwerk, die erste Verzeichnisebene und der Dateiname
übrigbleiben.
Den wichtigsten Teil des Pfades, den
Dateinamen, dürfen Sie auf keinen Fall kürzen. Lediglich
die Verzeichnisebenen zwischen dem Basisverzeichnis und dem
Dateinamen sollen dem Rotstift zum Opfer fallen. So verkürzen
Sie die langatmige "Lyrik" von
C:\Das ist\ein
wirklich\ziemlich langer\Pfadname\Dateiname.txt
zu
C:\Das
ist\...\Dateiname.txt
Erst ShortPath1 (Listing in Databox 1/98)
kürzt auf die angegebene Länge. Um den Pfad zu kappen,
müssen Sie herausfinden, wie viele Zeichen Sie nutzen dürfen.
Zwar gibt maxlen einen Wert an, diesen müssen Sie jedoch noch
um einige Werte reduzieren, da Platzhalter (...\) und Dateiname zu
berücksichtigen sind. Aus diesen beiden Bestandteilen und dem
Laufwerk setzt sich der minimale Rückgabewert zusammen. Alle
drei werden immer angegeben, selbst wenn ihre Länge den Wert
von maxlen übersteigt.
Die lokale Variable NewMaxLen
verwenden Sie als Vergleichsgröße für die
while-Schleife. Im übergebenen Pfadnamen zerlegen Sie die
Einzelverzeichnisse zwischen den Backslashes. Jede Zerlegung
berechnet, ob sResult nach dem Zusammenführen der
Zeichenketten (Konkatenation) noch innerhalb des Limits NewMaxLen
liegt. Nur, wenn dies der Fall ist, werden die Strings addiert und
die Schleife erneut durchlaufen. Im Falle des Schleifenabbruchs
wird sResult noch mit dem Platzhalter und dem Dateinamen
ausgestattet und dem Funktionsergebnis Result übergeben, wie
aufruf.pas (Listing in Databox 1/98) vormacht.
Dateiattribute ändern
Ein Doppelklick gibt interessante
Informationen über Dateien preis.
Mit winfile.exe, dem
Datei-Manager von Windows 95 und NT 4.0, ändern Sie
Dateiattribute schnell und bequem. Dazu klicken Sie bei gedrückter
[Alt]-Taste doppelt auf die entsprechende Datei.
Im
erscheinenden Dialogfenster erhalten Sie auch nähere Angaben
zu den Dateieigenschaften, so zum Beispiel über die
Dateigröße oder das Datum der letzten Änderung.
Neu im Vergleich zum Datei-Manager von Windows 3.1 sind erweiterte
Informationen zu Copyright, Dateiversion und deren
Beschreibung.
AndrI Moritz/pei
Festplattensymbole ändern
Individuelle Icons für
die verschiedenen Festplatten erleichtern die
Orientierung.
Standardmäßig haben alle Festplatten
immer das gleiche, nicht besonders schöne Symbol. Sie können
jedoch jeder Festplatte ein individuelles Symbol zuweisen.
Schreiben Sie dazu im Hauptverzeichnis jeder Partition eine
Textdatei autorun.inf. Dazu geben Sie im Editor die beiden
Zeilen
[autorun]
Icon=C:\Icons\MeinIcon.ico
ein. Den Pfad
zu Ihrer Icon-Datei passen Sie Ihren Systemgegebenheiten an.
AndrI
Moritz/pei
Autostart nutzen
Ziehen Sie Programmsymbole per Drag&
Drop in die Autostart-Gruppe.
Unter Windows 3.1 haben Sie
Programme als Symbole in der Autostart-Gruppe abgelegt, um auf sie
bei jedem Start von Windows zugreifen zu können. Diese
Funktion gibt es auch bei neueren Windows-Versionen, nur können
Sie Programmsymbole nicht einfach per Drag&Drop auf den
Autostart-Eintrag im Start-Menü unter Programme ziehen. Sie
brauchen jedoch trotzdem nicht zu verzweifeln.
Rufen Sie den
Explorer auf, und wechseln Sie bei Windows 95 in das
Verzeichnis
\windows\startmenü\Aprogramme\autostart
beziehungsweise
bei Windows NT 4.0 in den
Ordner
\Windows\Profiles\AStartmenü\Default
User\AProgramme\Autostart
Legen Sie hier eine Verknüpfung
mit dem Programm an, das automatisch mit Windows starten soll.
Dazu ziehen Sie die entsprechende Programmdatei auf den
Autostart-Ordner bei gedrückter rechter Maustaste. Aus dem
jetzt erscheinenden Menü wählen Sie den Punkt
Verknüpfung hier erstellen.
AndrI Moritz/pei
Programme ohne Setup installieren
Die Installationshilfe von
Windows 95 und NT ersetzt fehlende Setup-Programme.
Das
Einrichten moderner Programmpakete für Windows 95 ist meist
ein Kinderspiel: Verfügt das Programm über eine
Autostart-Funktion, ruft es beim ersten Programmstart automatisch
eine Installationsroutine auf. Ansonsten starten Sie diese über
setup.exe oder winsetup.exe.
Um Platz zu sparen, verzichten
allerdings einige Tools, die Sie aus Mailboxen oder dem Internet
herunterladen, auf solchen Komfort. Wie aber gehen Sie dann
vor?
War nicht die Unfähigkeit der Programmierer der Grund
für das Fehlen dieser Installationshilfen, sollten Sie unter
Ihren Dateien eine mit der Erweiterung .inf finden. Klicken Sie -
zum Beispiel im Explorer - einfach darauf. Mit einem Druck auf die
rechte Maustaste gelangen Sie ins Kontextmenü, wo Sie den
Punkt [I]nstallieren auswählen. Schon startet die
Installation auch ohne Setup-Programm. Eine .inf-Datei enthält
nämlich alle für Sie wichtigen Informationen über
die zu kopierenden Dateien und vorzunehmenden Eintragungen in den
Systemdateien.
Manuel Marsch/pei
Soundbegleitung
Über die Registry ordnen Sie jedem
einzelnen Programm seine eigenen Wave-Dateien zu.
Ist Ihnen
Windows nicht persönlich genug? Oder zu ruhig? Mit einem
kleinen Trick können Sie jeder Anwendung eigene Wave-Dateien
zuordnen. Starten Sie aus dem Verzeichnis das
Programm
C:/Windows/Regedit.exe
Geben Sie anschließend
den im Screenshot erkennbaren Pfad ein.
Wie im Beispiel
ersichtlich, müssen Sie im Verzeichnis Apps ein
Unterverzeichnis (etwa MPlayer oder Organizer) eintragen. Tragen
Sie die Wave-Datei in zwei weitere Unterverzeichnisse, Close oder
Open (beim Schließen/Öffnen des Programms erklingt eine
WAV-Datei) und .Current ein. Den Unterschlüssel .Current legt
Windows automatisch an.
Beenden Sie die RegEdit, und starten
Sie unter der Systemsteuerung die Akustischen Signale. Dort finden
Sie nun Ihr Programm, dem Sie ganz neue Klänge zuweisen
können.
Windows gibt einige Beispiele im
Registry-Verzeichnis an. So können Sie bei Problemen mit der
Vorgehensweise dort nachschauen.
Tibor Schütz/lip
Registry-Einträge löschen
Das System läßt
sich leichter verändern, als in den ursprünglichen
Zustand zurücksetzen.
Wollen Sie die "Registry-Geister",
die Sie riefen, wieder loswerden? regdel.bat (Listing in Databox
7/98) hilft. Sie rufen diese Stapeldatei mit zwei Parametern
auf:
- %1 steht für die ersten "Root"-Schlüssel:
HKCR (HKEY_CLASSES_ ROOT), HKCU (HKEY_CURRENT_USER), HKLM
(HKEY_LOCAL_MACHINE) und HKU (HKEY_ USERS).
- %2 steht für
den Befehl, den Sie mit Anführungszeichen eingeben. Löschen
Sie die einzelnen Schlüssel nacheinander: zuerst die
Unterschlüssel, dann den übergeordneten. Um die in Tip
11 durchgeführte Erweiterung des Kontextmenüs zu
löschen, geben Sie folgendes ein:
regdel HKCR
"Folder\Shell\DOS-Fenster_oeffnen\Command"
regdel
HKCR "Folder\Shell\DOS-Fenster_oeffnen"
Mit dem
DOS-Programm FC begutachten Sie die Auswirkungen von
Registry-Manipulationen durch Programminstallationen. Exportieren
Sie vor und nach der Installation im DOS-Fenster die Registry, und
vergleichen Sie das Ergebnis mit FC:
regedit /e
c:\win\vor.reg
Nach der Installation:
regedit /e
c:\win\nach.reg
FC c:\win\vor.reg c:\win\nach.reg
>diff.tmp
Edit diff.tmp
Ein Schalter für die Registry
Eine sich selbst ändernde
inf-Datei arbeitet wie ein Schalter: Einmal öffnen Sie das
Sinnbild Arbeitsplatz als Einzelfenster, ein anderes Mal als
Doppelfenster.
Ordner erscheinen am Bildschirm entweder als
einzelne Fenster oder - im Explorer-Modus - als Doppelfenster. Um
die Explorer-Ansicht zu standardisieren, genügt ein kleiner
Eingriff in die Registry: Mit Hilfe des Registriereditors benennen
Sie den Unterschlüssel Open unter
HKEY_CLASSES_ROOT\Folder
um
in Window.
Anspruchsvoller ist die Aufgabe, wenn Sie zum
Beispiel nur den Arbeitsplatz in der Explorer-Ansicht sehen
wollen, ansonsten aber die normalen Ordner-Fenster. Dann sind
erhebliche Registry-Eingriffe notwendig. Zwischen beiden Optionen
schalten Sie mit aplatz.inf (Listing in Databox 7/98) um (siehe
Textbox, Aufbau einer inf-Datei, PC Magazin 7/98, Seite 189).
Im
Listing sehen Sie, daß sich die inf-Datei zur Laufzeit
selbst modifiziert. Der Eintrag updateInis in der Sektion
DefaultInstall veranlaßt den gegenseitigen Austausch der
Befehlszuweisungen in dieser Sektion. Kopieren Sie aplatz.inf ins
Windows-Verzeichnis. Wenn Sie zum Pfad
c:\windows\aplatz.inf
auf
dem Desktop eine Verknüpfung einrichten, können Sie über
Kontextmenü/Installieren zwischen den beiden Zuständen
des Arbeitsplatzordners hin- und herschalten.
Fenster verschieben
Ob Sie Fenster mit Inhalt oder im Umriß
verschieben, entscheidet ein Schalter in der Registry.
Viele
Desktop-Einstellungen stellt die Registry durch die Werte 0 oder 1
für den jeweils zugehörigen Schlüssel dar, so zum
Beispiel das Verhalten beim Verschieben von Fenstern. Setzen Sie
den Eintrag DragFullWindows im
Schlüssel
[HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop]
auf
1, verschieben Sie die Fenster mit Inhalt, beim Wert 0 dagegen nur
im Umriß. dragging.bat (Listing in Databox 7/98) schaltet
wahlweise zwischen beiden Zuständen hin und her.
Legen Sie
zu dieser Batchdatei eine Desktop-Verknüpfung an, aktivieren
Sie in den Programmeigenschaften den Symbolstart und Schließen
beim Beenden. In der Befehlszeile verwenden Sie das ?. Nach dem
Klick auf das Icon geben Sie entweder 1 (Ein) oder 0 (Aus)
ein.
Fertig ist die Registry-Änderung. Sie wirkt sich erst
nach einem Neustart aus, den dragging.bat mit Hilfe einer
temporären inf-Datei provoziert, die von der setupx.dll
abgearbeitet wird.
Einmaliger Gebrauch
Was Sie nur einmal brauchen, ziehen Sie
auf ein passendes Icon.
Angenommen, Sie benötigen Ihr
Dokument genau noch einmal und dürfen dies nicht vergessen.
In diesem Fall hilft kein Autostart-Eintrag. Dies würde Ihnen
Ihr Dokument bei jedem Start erneut vorlegen. Die Lösung
liegt vielmehr im
Registry-Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunOnce
den
die Stapelverarbeitung einmal.bat (Listing in Databox 7/98) nutzt
(Zeile 6).
Dazu legen Sie eine Desktop-Verknüpfung zu
einmal.bat an und aktivieren in den Programmeigenschaften die
Symbolausführung und Schließen beim Beenden. Ziehen Sie
per Drag&Drop die Anwendung oder das Dokument, das mit einer
Anwendung verknüpft ist, auf das Desktop-Icon. Beim nächsten
Windows-Start wird Ihnen diese Vorlage ein letztes Mal
präsentiert.
Alternativer Bildschirmschoner
Erst wenn der Rechner seine
Hausaufgaben gemacht hat, fliegen die Toaster.
Bildschirmschoner
werden lästig, wenn Sie den Timeout für die Aktivierung
zu niedrig wählen. Dann stören fliegende
"Windows-Toaster" die Arbeit. Sie verzichten also besser
auf eine automatische Aktivierung des Schoners und starten ihn per
Mausklick. Prüfen Sie bei dieser Gelegenheit gleich, ob es
nicht sinnvollere Aufgaben für einen Rechner gibt, als
"fliegende Fenster" zu produzieren. Während Sie
Ihre Mittagspause genießen, könnte die Maschine
beispielsweise Ihre Festplatte aufräumen.
scrnchck.bat
(Listing in Databox 7/98) und die Desktop-Verknüpfung
Schließen beim Beenden verwirklichen diese Vorhaben. Vor
Ihrer Arbeitspause aktivieren Sie mit einem Doppelklick auf das
Icon das Batchprogramm. Nacheinander starten nun scandskw.exe,
defrag.exe und der Bildschirmschoner (Zeile 10).
Die
Stapelverarbeitung erweitern Sie beliebig. Wer viele E-Mails
erhält, kann einen Virenscanner während der Pause
arbeiten lassen.
Der geliehene Dialog
Wer Zeichenketten in
Stapelverarbeitungen eingeben will, schreibt eine
Input-Routine.
Wer auf Stapelverarbeitungen zurückgreift,
muß ohne Input-Routine auskommen. So hilft bei Eingaben nur
der Choice-Befehl, aber dieser wertet nur Tasten aus. Auf die
Eingabe eines Namens oder einer Zeile müssen Sie verzichten.
Sie können zwar beim Start eines Batchprogramms Parameter
übergeben, wenn Sie im Kontextmenü unter
Eigenschaften/Programm im Feld Befehlszeile ein Fragezeichen
anhängen. Besser wäre es aber, zur Laufzeit an
beliebiger Stelle Zeichen eingeben zu können.
Dazu
schreiben Sie input.bat (Listing in Databox 7/98) und kopieren das
Windows-Utility winset.exe ins gleiche Batchverzeichnis. Im
Kontextmenü Eigenschaften/Programm zu dieser Datei tragen Sie
im obersten Feld - neben dem Icon - den String Ihre Eingabe...
ein. Im Feld Befehlszeile hängen Sie an den Befehl ein
Leerzeichen und ein Fragezeichen an. Aktivieren Sie das Kästchen
Schließen beim Beenden.
Damit ist die universelle
Input-Routine für Batchdateien installiert. Mit ihr fordern
Sie in jedem Batchprogramm das Eingabefenster von Windows an. Dazu
starten Sie im Batchverzeichnis die Verknüpfung
start
c:\Batch\Input.pif
Zeitweise Desktop-Verknüpfung
Wenn Sie ein Dokument ab
und zu, dann aber häufig verwenden, erleichtern Sie sich mit
einer temporären Verknüpfung den Zugriff.
Für
diesen Tip benötigen Sie das Windows-Utility shortcut.exe.
Sie finden es auf der Windows-CD im Ordner
\admin\apptools\envvars. Kopieren Sie die Datei in den Ordner
C:\windows\command, dann haben Sie durch den Pfadeintrag immer
Zugriff darauf.
Einmal nutzen Sie eine Anwendung wenige Tage
intensiv, danach aber wochenlang nicht mehr. Für solche Fälle
rüsten Sie sich mit einer temporären Desktop-Verknüpfung
aus. Dazu geben Sie folgende Batchdatei templnk.bat
ein:
@echooff
shortcut.exe -t %1
-n c:\windows\desktop\Tlink -f
Legen Sie dann im SendTo-Ordner
eine Verknüpfung zu templnk.bat an, und wählen Sie im
Kontextmenü unter Programm-Eigenschaften die Optionen Als
Symbol und Beim Beenden schließen. shortcut.exe muß
sich zudem im Pfad, also im Zugriff befinden.
Danach markieren
Sie ein Objekt im Explorer. Im Kontextmenü, das Sie mit der
rechten Maustaste aufklappen, wählen Sie den Eintrag
Verknüpfung mit Tlink.bat. Auf diese Weise verknüpfen
Sie das markierte Objekt auf dem Desktop unter dem Namen TLink.
Dies überprüfen Sie in den Programmeigenschaften. Die
Verknüpfung bleibt nur so lange bestehen, bis Sie ein neues
Objekt einbinden.
Gerhard Frey/et
Link per Kontextmenü
Sie verlieren schnell die
Übersicht über den Speicherort von lnk-Dateien. Mit
diesem Tip legen Sie die Verknüpfung im Startmenü ab.
Im
Windows Explorer können Sie im Kontextmenü von Dateien
eine Verknüpfung erstellen. Allerdings ist ein solcher Link
nicht gerade sinnvoll, denn er erfolgt ausschließlich in den
Ordner des Ausgangsobjekts. Es wäre besser, die Verknüpfung
beispielsweise im Startmenü zu plazieren, oder - wie
allgemein üblich - auf dem Desktop.
Dazu tragen Sie im
Kontextmenü eine neue Option ein, indem Sie regedit.exe
starten, den Schlüssel HKEY_CLASSES_ROOT\* suchen und den
Unterschlüssel Shell\Link ins Startmenü\ Command neu
anlegen. Doppelklicken Sie bei aktiviertem Unterschlüssel
Command im rechten Fenster auf Standard, und tragen Sie hier die
Zeile
Shortcut.exe -t %1 -n "c:\windows\startmenü\Name
geben"
ein. Nachdem Sie per Klick auf den neuen
Kontexteintrag eine Verknüpfung angelegt haben, ändern
Sie deren Namen, da sonst die nächste Aktion die vorherige
Verknüpfung überschreibt. Denn was Sie im Eintrag Name
geben dem Hilfsprogramm shortcut.exe als Parameter übergeben
haben, gebraucht es auch beim nächsten Aufruf.
Dieses
Problem ist nicht zu beheben, da mit DOS-Mitteln und vertretbarem
Aufwand aus einer kompletten Pfadangabe der Dateiname nicht
herauszufiltern ist. Denn bei der Parameterübergabe aus dem
Kontextmenü erhält die Stapelverarbeitung den Dateinamen
mit komplettem Pfad.
Gerhard Frey/et
An die Wand fahren
Mit einer Zeile auf der Kommandozeile
bringen Sie Windows zum Absturz.
Lust auf einen selbstgebauten
Windows-Crash? Oder wollen Sie einfach nur ein
Crash-Guard-Programm testen? Nichts leichter als das! Die
Zeile
echo F 0:0 LFFFF 0|debug.exe
im DOS-Fenster
genügt.
Gerhard Frey/et
Geschrumpfte Ordner
Mit gepackten Klang- oder Bilddateien
können Sie viel Platz auf Ihren Datenträgern
freimachen.
Um den stets knapp bemessenen Festplattenplatz zu
schonen, sollten Sie wenig gebrauchte Grafik- oder Sounddateien
komprimieren, denn gerade diese Dateien sind sehr umfangreich.
Falls Ihnen dabei die gebräuchlichen Packeroberflächen
nicht zusagen, helfen Sie sich selbst: Mit einer
Explorer-Erweiterung und einem neuen Dateityp packen und entpacken
Sie per Mausklick sogar ganze Verzeichnisäste.
Sie
benötigen dazu die Kommandozeilenversion (DOS-Version) des
Packers ARJ in der Version 2.6 sowie die Stapelverarbeitung
ZipFolder.bat (Listing in Databox 8/98). Im Prinzip können
Sie auch andere Packer verwenden, doch die ARJ-Version kommt auch
mit langen Dateinamen zurecht.
Die Stapelverarbeitung macht
folgendes: Zunächst richten Sie den neuen Eintrag Ordner
komprimieren im Kontextmenü von Ordnern ein. Suchen Sie dazu
mit regedit.exe den Schlüssel HKEY_
CLASSES_ROOT\Folder\Shell, und legen Sie die beiden Unterschlüssel
Ordner komprimieren/Command an. Öffnen Sie bei aktiviertem
Schlüssel Command mit einem Doppelklick auf Standard im
rechten Fenster die Eingabemaske, und tragen Sie als Wert die
Zeile
c:\batch\ZipFolder.bat ZIP %1
ein. Sobald Sie regedit
schließen, enthält jedes Ordner-Kontextmenü den
zusätzlichen Eintrag Ordner komprimieren. Ihr Mausklick
darauf verschiebt alle in diesem Ordner enthaltenen Dateien
einschließlich Unterordner in die Datei ZFolder.zpf. Mit
Doppelklick auf die zpf-Datei entpacken Sie dieses Archiv
wieder.
Allerdings müssen Sie dazu den Dateityp zpf
anmelden und mit ZipFolder.bat verbinden. Aktivieren Sie unter
Explorer/Ansicht/Ordneroptionen/Dateitypen den Button Neuer Typ,
und tragen Sie unter Beschreibung die Bezeichnung zpf-Datei und
unter Zugeordnete Erweiterung die Endung zpf ein. Klicken Sie auf
Neu, und geben Sie als Vorgang dann Ordner&dekomprimieren und
als Anwendung die Zeile c:\batch\ZipFolder.bat UNZIP %1
ein.
Das
Hilfsprogramm arbeitet folgendermaßen: Zum Packen eines
Ordners verschiebt der Move-Befehl von arj.exe alle Dateien des
Ordners in das Archiv zfolder.zpf. Um Ordner wie das Wurzel-, das
Windows- und das Batchverzeichnis von solchen Aktionen
auszunehmen, schließen Sie deren Kompression schon per
Programm aus, wie dies Zeile 5 vorführt.
Alle Ordner, die
Sie zusätzlich ausschließen wollen, geben Sie in der
Zeile
set ex=
an, wobei Sie die Angabe mit einem Slash
einleiten müssen.
Zum Entpacken des Archivs und zum
Wiederherstellen der Ordnerstruktur genügt ein Doppelklick
auf die Archivdatei, oder Sie klicken im Kontextmenü der
Archivdatei auf Ordner dekomprimieren. Nach erfolgreicher Aktion
löscht das Programm die Archivdatei.
Die Dateiendung zpf
bewahrt Sie übrigens vor Konflikten mit einer eventuell
bereits vorhandenen arj-Verknüpfung.
Gerhard Frey/et
Neustart per Mausklick
Zwei Bytes, die Sie von der
Kommandozeile aus eingeben, fahren Windows herunter und starten es
wieder.
Normalerweise gehen Sie bei einem Neustart von Windows
über Start/Beenden, und dann müssen Sie diese Aktion
noch bestätigen. Viel einfacher ist es, Windows mit einem
einzigen Mausklick neu zu starten. Sie benötigen dazu ein
winziges Maschinenprogramm, nennen Sie es fast.com. Starten Sie
die DOS-Eingabeaufforderung, und wechseln Sie ins
Windows-Verzeichnis. Am DOS-Prompt geben Sie folgende Zeile
ein:
echo [Alt-205] >Fast.com
Die Tastenkombination
[Alt-205] erscheint wie ein verlängertes Gleichheitszeichen,
danach folgen ein einfaches Leerzeichen und das
Dateiumleitungszeichen >.
Stellen Sie nun zu fast.com eine
Desktop-Verknüpfung her. fast.com macht nichts anderes, als
den DOS-Interrupt 20hex aufzurufen, der alle laufenden Programme
beendet. Aus diesem Grund muß fast.com auch im MS-DOS-Modus
laufen. Ändern Sie deshalb die Eigenschaften der Verknüpfung
unter Kontextmenü/Eigenschaften/Register unter der
Schaltfläche Programm mit dem Knopf Erweitert. Dort
aktivieren Sie den MS-DOS-Modus und deaktivieren den Eintrag Vor
Aktivierung des MS-DOS-Modus warnen. Abschließend kreuzen
Sie Aktuelle MS-DOS-Konfiguration verwenden an.
Ab jetzt können
Sie Windows 95 per Doppelklick neu starten. Auch aus einer
Batchdatei läßt sich fast.com als fast.pif mit dem
Befehl Start aktivieren.
Gerhard Frey/et
Erweitertes ERU-Backup
Wer die Datei eru.inf um eigene
Dateien erweitert, kann sein ERU-Backup vervollständigen.
Eine
Systemsicherung führen Sie leicht mit dem Windows-eigenen
ERU-Utility durch. ERU entnimmt die Namen der zu sichernden
Dateien aus der Datei eru.inf. Diese Datei können Sie
erweitern, um so mit jedem ERU-Backup auch eigene Dateien
mitzusichern.
Wenn Sie eru.inf einmal genauer unter die Lupe
nehmen, finden Sie drei Sektionen: [Root], [Windows] und noch
einmal die Sektion [Root]. In der zweiten [Root]-Sektion stehen
die Dateien mit untergeordneter Sicherungspriorität. Die dort
aufgeführten Dateien fallen einem eventuellen Speichermangel
am ehesten zum Opfer. Um zusätzliche Dateien einzufügen,
ergänzen Sie nach dem Zurücksetzen des
Schreibschutz-Attributes die zweite Root-Sektion um die neuen
Dateinamen. Einzige Bedingung: Die Dateien müssen sich im
Wurzelverzeichnis befinden.
Beachten Sie hierbei: Falls eine
der zu sichernden Dateien fehlt, verhält sich eru.exe
seltsam, es beendet kommentarlos seine Arbeit, bleibt aber im
Speicher und hinterläßt den Vorgang in einem
unbestimmten Zustand. Davon können Sie sich überzeugen,
indem Sie etwa command.com aus dem Wurzelverzeichnis entfernen und
ERU starten.
Gerhard Frey/et
DOS-Fenster: Sicherer formatieren
Bevor Sie eine Diskette
formatieren, lassen Sie sich zur Sicherheit zuvor die
Dateieinträge anzeigen.
Im Kontextmenü der Laufwerke
finden Sie den Eintrag Formatieren. Wenn Sie damit eine Diskette
formatieren, geht Windows 95 sofort zur Sache und überprüft
nicht, ob die fragliche Diskette noch Daten enthält. Dies
kann zu Datenverlust führen. Mit der einfachen Stapeldatei
s_format.bat (Listing in Databox 8/98) bringen Sie Windows dazu,
die Diskette vorher zu prüfen.
Windows 95 greift aus dem
DOS-Fenster heraus auf 32-Bit-Funktionen der Windows-API
rundll32.exe zu. Damit rufen Sie bestimmte DLL-Funktionen auf,
wenn Sie die Syntax des Funktionsaufrufs beachten.
In unserem
Beispiel ist es die Funktion SHFormatDrive aus der Shell32.dll.
Die Funktion rufen Sie ohne Parameter auf:
rundll32.exe
shell32.dll, SHFormatDrive
Kopieren Sie s_format.bat in Ihr
Batchverzeichnis. Dann stellen Sie zu s_format.bat eine
Desktop-Verknüpfung her und aktivieren im Kontextmenü
unter Eigenschaften das Kästchen Schließen beim
Beenden.
Ein Doppelklick auf das Icon startet s_format.bat. Das
Programm stellt zuerst mit Hilfe des xcopy-Befehls und dem
Schalter /L fest, ob die Diskette in Laufwerk a: Daten enthält.
Falls ja, werden sie angezeigt. Danach entscheiden Sie, ob Sie die
Diskette formatieren wollen oder nicht. Sind keine Daten zu
entdecken, startet sofort die Formatierroutine von
shell32.dll.
Leider hat diese Formatierroutine ein Manko: Sie
arbeitet sehr langsam.
Gerhard Frey/et
DOS-Fenster: Schneller formatieren
Wer den format-Befehl im
DOS-Fenster einbindet, ist doppelt so schnell mit dem Formatieren
fertig.
Im vorigen Tip haben Sie über eine Windows-API
formatiert. Das DOS-Gegenstück format.exe verrichtet im
DOS-Fenster die gleiche Arbeit etwa doppelt so schnell - wie Sie
mit der Stoppuhr nachmessen können.
Wenn Sie häufig
Disketten formatieren, legen Sie sich am besten eine
Desktop-Verknüpfung zu format.com im Verzeichnis
\Windows\command an. In den Programmeigenschaften der Verknüpfung
tragen Sie die Befehlszeile c:\windows\command\format.com
A:
ein.
Wollen Sie die Multitasking-Fähigkeit des
DOS-Fensters nutzen und im Hintergrund formatieren, empfiehlt sich
die Verwendung des Schalters /autotest. Er unterdrückt die
Meldungen von format.com:
c:\windows\command\format.com A:
/autotest
Aktivieren Sie jetzt noch in den
Programmeigenschaften der Verknüpfung die Optionen Als Symbol
und Schließen beim Beenden, um unbehelligt von Meldungen und
Fenstern unter Windows weiterarbeiten zu können.
Wollen
Sie der Diskette noch einen Namen (Label) geben oder weitere
Disketten formatieren, lassen Sie den Schalter /autotest weg und
arbeiten im normalen Fenster.
Gerhard Frey/et
Auslagerungsdatei optimieren
Damit die Auslagerungsdatei von
Windows nicht fragmentiert und damit langsamer arbeitet, stellen
Sie eine feste Dateigröße ein.
Windows verwaltet die
Auslagerungsdatei normalerweise dynamisch, indem es die Größe
der Datei ständig den Anforderungen des Systems anpaßt.
Dadurch wird die Auslagerungsdatei aber ziemlich schnell
fragmentiert. Das verhindern Sie, indem Sie für die
Auslagerungsdatei eine feste Größe vorgeben:
Wählen
Sie Arbeitsplatz/Systemsteuerung/System und dann die Registerkarte
Leistungsmerkmale.
Im Gruppenfeld Erweiterte Einstellungen
klicken Sie auf Virtueller Arbeitsspeicher.
Im neuen
Gruppenfeld Virtueller Arbeitsspeicher des erscheinenden Dialogs
wählen Sie die Option Es gelten benutzerdefinierte
Einstellungen für den virtuellen Arbeitsspeicher. Geben Sie
unter Minimum und Maximum einen Wert von 64 MByte ein, der den
meisten Anforderungen genügen sollte.
Bestätigen Sie
die Angaben mit [OK]. Die Warnung bestätigen Sie mit Ja,
ignorieren sie also. Klicken Sie noch einmal auf [OK], und starten
Sie nach Aufforderung den Rechner neu.
Durch diese Maßnahmen
setzen Sie eine feste Größe für die
Auslagerungsdatei und reduzieren die Fragmentierung. Nun
defragmentieren Sie die Festplatte - am besten mit einem Programm,
das Dateien an den Festplattenanfang verschieben kann.
Für
Speed Disk der Norton Utilities geht dies folgendermaßen:
Wählen
Sie Optionen im Menü Datei und dort die Schaltfläche
Konfigurieren... im Gruppenfeld Optimierungsmethode.
Klicken
Sie auf die Registerkarte Dateien zuerst im Dialogfeld Komplette
Optimierung konfigurieren.
Geben Sie in das Textfeld
Dateispezifikation c:\windows\win386.swp ein.
Klicken Sie auf
Hinzufügen.
Speed Disk verschiebt bei der Optimierung die
Auslagerungsdatei an den Festplattenanfang und macht sie
unverschiebbar.
Gerhard Frey/et
Ordnerinhalt ausdrucken
Um unter Windows 95 einen
Ordnerinhalt zu Papier zu bringen, müssen Sie vorher in die
Registry eingreifen.
Viele vermissen die Option, den Inhalt
eines Verzeichnisses ausdrucken und archivieren zu können.
Das ist zum Beispiel nützlich, wenn Sie vor einer
Neuinstallation alle Dateien festhalten wollen, um später bei
einer Deinstallation alle neu aufgespielten Dateien leichter
finden und wieder löschen zu können.
Natürlich
gibt es - wie in alten DOS-Zeiten - den mühsamen Weg, im
DOS-Modus in das entsprechende Verzeichnis zu wechseln, und den
Inhalt mit
dir>prn:
zu Papier zu bringen. Aber auch in
Windows 95 können Sie mit einem Eingriff in die
Registrierungsdatenbank die entsprechende
Kontextmenü-Funktionalität eintragen.
Rufen Sie
HKEY_CLASSES_ ROOT\Folder\shell auf, und legen Sie durch einen
Rechtsklick auf \shell und durch Eingabe des Befehls Neu/Schlüssel
den Unterschlüssel Ordnerinhalt drucken an. Klicken Sie
\Ordnerinhalt drucken ebenfalls mit der rechten Maustaste an, und
wählen Sie Neu/Schlüssel. Als Name für den neuen
Unterschlüssel vergeben Sie Command. Sofern Command noch
nicht markiert ist, klicken Sie darauf und geben nach einem
Doppelklick auf den Eintrag Standard den Befehl
command.com /c
dir>prn:
ein. Mit dem Schalter /c laden Sie den
Kommandoprozessor command.com nur, um einen Befehl auszuführen.
Den internen dir-Befehl des Kommandoprozessors schicken Sie mit
dem Umleitungssymbol > an den Drucker prn.
Nun finden Sie im
Kontextmenü der Verzeichnisse den Befehl Ordnerinhalt
drucken.
Gerhard Frey/et
Schnellansicht für alle Dateitypen
So erweitern Sie die
Schnellansicht mit Dateien, die Windows noch nicht kennt.
Dateien
wie file_id.diz, die Sie im Verzeichnis vieler Shareware- und
Freeware-Programme finden und die Auskunft über das Programm
und dessen Autor geben, enthalten meist nur Text. Dennoch bieten
diese Dateien in ihrem Kontextmenü nach einem Rechtsklick
keine Schnellansicht.
Das hat einen einfachen Grund: Die
Schnellansicht unterstützt nur Dateien mit bestimmten
Dateiendungen wie beispielsweise txt für Textdateien.
Dabei
kann die Schnellansicht jede Datei anzeigen, die Text enthält:
Rufen Sie den Schlüssel HKEY_CLASSES_ ROOT\* auf, und klicken
Sie das Sternchen mit der rechten Maustaste an. Aus dem
erscheinenden Kontextmenü wählen Sie Neu/Schlüssel
und vergeben als Namen Quickview. Klicken Sie Quickview an, um
dann nach einem Doppelklick auf Standard im rechten Teil den Wert
* einzugeben.
Nun können Sie jede beliebige Datei mit der
rechten Maustaste anklicken und in ihrem Kontextmenü den
Befehl Schnellansicht
finden.
AndrI Moritz/et
Unbekannte Dateien im Editor
Mit einem Eingriff in die
Registry laden Sie Textdateien mit beliebigen Endungen in den
Editor.
Haben Sie es nicht auch satt, daß Windows Sie
jedesmal auffordert, in einem Dialog mühsam ein Programm
auszusuchen, nur weil es die aufgerufene Dateiendung nicht kennt?
Da gerade Textdateien viele Endungen besitzen, die Windows fremd
sind, empfiehlt es sich, unbekannte Dateien standardmäßig
erst einmal in den Editor zu laden.
Dazu tragen Sie im Pfad
HKEY_CLASSES_ROOT\Unknown einen Unterschlüssel namens Open
ein, indem Sie \Unknown mit der rechten Maustaste anklicken und
Neu/Schlüssel wählen. Haben Sie den Schlüssel Open
angelegt, klicken Sie ihn mit der rechten Maustaste an, und wählen
Neu/Schlüssel mit dem Namen Command.
Klicken Sie auf
Command und zweimal auf Standard im rechten Fensterbereich; dort
geben Sie folgendes ein:
Notepad %1
Nun laden Sie jede Datei
- auch mit der Endung 123 - auf Doppelklick in den Editor. Sollte
das nicht klappen, weil die Datei gar kein Textformat besitzt,
können Sie immer noch ein Programm angeben, mit dem die Datei
starten soll: Klicken Sie die Datei im Explorer mit der rechten
Maustaste an, und wählen Sie den Befehl Öffnen
mit....
AndrI Moritz/et
Papierkorb umbenennen
Mit einigen wenigen Handgriffen ändern
Sie den Namen der Windows-Mülltonne.
Wenn Sie den
Papierkorb umbenennen wollen, haben Sie mit den klassischen
Methoden kein Glück: Während sich Icons durch einen
zeitversetzten Doppelklick oder mit der Taste [F2] umbenennen
lassen, gelingt dies bei Windows digitaler Mülltonne
nicht.
Ein einfacher Eingriff in die Registry hilft hier
weiter: Starten Sie Regedit, und drücken Sie [Strg-F], um den
Suchen-Dialog aufzurufen. Alternativ wählen Sie aus dem Menü
Bearbeiten den Befehl Suchen. Geben Sie als Suchbegriff Papierkorb
ein, und klicken Sie an der ersten Fundstelle auf den Eintrag
Standard.
Geben Sie jetzt Ihren neuen Namen ein, etwa
Mülltonne, Weg damit! oder Dateifriedhof. Nach einem Neustart
ist das Icon auf dem Desktop mit der neuen Beschriftung versehen,
und auch im Explorer reiht sich der Papierkorb nun unter neuem
Namen zwischen Arbeitsplatz, Netzwerkumgebung und Aktenkoffer
ein.
AndrI Moritz/et
Spezialeinstellungen für Modems
Ihr Modem stellen Sie
in der Systemsteuerung auf Empfang.
Normalerweise besteht keine
Notwendigkeit, am Init-String des Modems etwas zu verändern.
Deshalb zeigt Windows diesen auch nicht in den Dialogen an. Sie
erreichen ihn nur über die Registry. Sollten Sie dennoch eine
SpezialEinstellung vornehmen, läßt Sie Windows nicht
allein:
Unter
Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Modems/Eigenschaften/Einstellungen/Erweitert
finden
Sie ein Feld Weitere Einstellungen, in dem Sie einen Befehl
eintragen können. Dort geben Sie die Zeichenkette ein, die
ein Modem veranlaßt, nach dem ersten Klingelzeichen
abzuheben:
ats0=1
Diesen Befehl führt Windows nach
allen anderen Einstellungen aus. Damit überschreiben Sie alte
Einstellungen und erhalten so die gewünschte
Modem-Funktion.
AndrI Moritz/et
Zentralordner mit neuem Gesicht
Einem unscheinbaren
Ordner-Icon auf dem Desktop ordnen Sie ein auffälliges Symbol
zu.
Bis jetzt liegt auf Ihrem Desktop nur eine unauffällige
Verknüpfung auf Ihren neuen Zentralordner. Das Symbol sticht
nicht gerade ins Auge. Das ändern Sie, indem Sie Ihre
Verknüpfung Meine Dateien auf dem Desktop mit der rechten
Maustaste anklicken und die Eigenschaften im Kontextmenü
wählen. Ein Dialogfenster öffnet sich, und darin klicken
Sie auf das Register Verknüpfung.
Jetzt sehen Sie unten
rechts die Schaltfläche Anderes Symbol, auf die Sie klicken.
Windows bietet Ihnen nun eine Reihe von Icons an. Wenn Sie die
Scroll-Leiste verschieben, sehen Sie die gesamte Auswahl.
Geben
Sie im Feld Dateiname den Namen des Icon-Archivs oder der
Icon-Datei an. Ein Klick auf [OK] genügt, und schon bekommt
Ihre Verknüpfung ein auffälliges neues Symbol.
Sie
können auch eigene Icons mit einem Malprogramm anlegen und
benutzen.
Unterkategorien für mehr Übersicht
Im
Zentralordner bringen Sie in weiteren Unterordnern Ihre Dateien
übersichtlich unter.
Ihr neuer Ordner Eigene Dateien nimmt
jetzt Ihre Daten auf. Besser ist es, wenn Sie Ihre Arbeiten nach
Themen ordnen, damit Sie sie schneller wiederfinden. Öffnen
Sie dazu Ihren Zentralordner, zum Beispiel über sein Symbol
auf Ihrem Desktop. Legen Sie für jede Kategorie mit dem Menü
Neu/Ordner jeweils einen eigenen Ordner an. Geben Sie jedem Ordner
einen passenden Namen, den Sie mit [Enter] bestätigen.
Wenn
Sie das nächste Mal etwas speichern, klicken Sie im
Speichern-Dialog nur noch die passende Kategorie doppelt an. So
ordnen Sie beim Speichern Ihre Arbeiten übersichtlich nach
Themen.
Wählen Sie bei dieser Gelegenheit den Menüpunkt
Ansicht/Symbole anordnen, und aktivieren Sie die Funktion
Automatisch anordnen. Dann liegen Ihre Ordner nicht ungeordnet im
Fenster. Die Funktion Automatisch anordnen läßt sich
allerdings nicht anschalten, wenn Sie Symbole in Ansicht/Detail
sehen wollen.
Wenn Sie beim Speichern einen neuen Projektordner
benötigen, legen Sie diesen gleich im Speichern-Dialog an.
Dazu klicken Sie auf die Schaltfläche im Speichern-Dialog, in
der ein kleiner gelber Ordner eingezeichnet ist.
Damit liegt
ein neuer Ordner im Fenster, den Sie mit einem entsprechenden
Namen versehen. Diesen neuen Ordner benutzen Sie gleich per
Doppelklick, und speichern dort Ihre Arbeit.
Explorer-Ansicht in zwei Spalten
Wer viele Dateien
speichert, behält in einem Zentralordner mit zweispaltigem
Fenster die Übersicht.
Wenn Sie Ihren Zentralordner
öffnen, sehen Sie lediglich die nächsten Unterordner.
Die Explorer-Ansicht in zwei Fenstern zeigt Ihnen dagegen links
Ordner und rechts zusätzlich die Dateien darin an. Darüber
hinaus sehen Sie an der Ordnerstruktur in der linken Spalte,
welche Unterkategorien Sie gegebenenfalls vorfinden. So wird es
ganz einfach, schnell in die richtige Schublade zu
greifen.
Klicken Sie Ihr Ordnersymbol auf dem Desktop mit der
rechten Maustaste an, und wählen Sie Eigenschaften. In dem
sich öffnenden Dialogfenster klicken Sie auf das Register
Verknüpfung, in der Sie das Feld Ziel sehen. Darin finden Sie
den Pfadnamen Ihres Ordners wie zum
Beispiel
C:\windows\desktop\Meine Dateien
Sie setzen den
Mauszeiger in dieses Feld und positionieren den Cursor mit [Pos1]
an den Anfang der Zeile. Nun fügen Sie
explorer.exe
/e,/root,
ein. Der komplette Aufruf könnte also so
aussehen:
explorer.exe /e,/root,"C:\windows\desktop\Meine
Dateien"
Achten Sie darauf, nach den Kommata keine
Leerzeichen einzufügen. Bestätigen Sie mit [OK]. Ab
jetzt öffnet sich Ihr Zentralordner als zweispaltiges
Fenster, und in der linken Spalte sehen Sie die Ordner, die Sie in
ihm angelegt haben.
Diese kleine Änderung hat allerdings
eine unerwünschte Nebenwirkung: Ihr Zentralordner erscheint
nicht mehr im Öffnen- und Speichern-Dialog Ihrer
Programme.
Sie umgehen das Problem, indem Sie ein zweites Icon
anlegen. Bei diesem zweiten Icon verzichten Sie darauf, das
zweispaltige Fenster einzusetzen. Damit können Sie wieder aus
allen Dialogfenstern auf Ihren Zentralordner zugreifen.
Klicken
Sie dazu mit der rechten Maustaste auf Ihr Zentralordner-Icon, und
wählen Sie Verknüpfung erstellen. Sie erhalten ein
zweites Icon mit dem Namen Meine Dateien (2). Klicken Sie es mit
der rechten Maustaste an, und wählen Sie
Eigenschaften/Verknüpfung. Dort positionieren Sie den Cursor
im Feld Ziel und mit der Taste [Pos1] an den Anfang des
Pfadeintrags.
Löschen Sie den zur zweispaltigen Ansicht
eingegebenen Explorer-Befehl, so daß im Ziel-Feld nur noch
der Eintrag C:\Windows\Desktop\Meine Dateien bleibt. Sie
bestätigen dies mit [OK] und benennen das neue Icon um. Dazu
klappen Sie mit der rechten Maustaste das Kontextmenü auf und
gehen auf den Menüeintrag Umbenennen. Tippen Sie dort
Meine
Dateien (einspaltig) ein. Diese Eingabe bestätigen Sie mit
[Enter].
Auf Ihrem Desktop liegen nun zwei Icons, mit denen Sie
wählen, ob Sie Ihren Zentralordner ein- oder zweispaltig
sehen wollen.
Zentralordner per Tasten öffnen
Mit selbst festgelegten
Tastenkombinationen greifen Sie auf den Zentralordner zu, wenn er
von Fenstern verdeckt ist.
Das Zentralordnersymbol auf dem
Desktop hilft wenig, wenn es von geöffneten Fenstern verdeckt
wird. Deshalb statten Sie Ihren Zentralordner mit einer
Tastenkombination aus, die ihn jederzeit auf den Bildschirm
holt.
Sie klicken Ihre Verknüpfung auf dem Desktop mit der
rechten Maustaste an, wählen im Kontextmenü
Eigenschaften und klicken auf das Register Verknüpfung. So
kommen Sie zum Feld Tastenkombination. Weil Sie noch keine
Tastenkombination vereinbart haben, schalten Sie per Mausklick in
diesem Feld den Eintrag Kein aktiv. Hier können Sie zum
Beispiel die [F12]-Taste auswählen. Bestätigen Sie mit
[OK], und ab sofort öffnen Sie mit [F12] das Fenster - oder
bringen es in den Vordergrund, wenn es von anderen Fenstern
verdeckt war.
Windows 98 öffnet jedoch beim zweispaltigen
Fenster in jedem Fall ein neues Fenster: ein erster kleiner Bug
des neuen Betriebssystems.
Legen Sie am besten auch gleich für
Ihr einspaltiges Zentralordnersymbol eine Taste fest, zum Beispiel
[F11]. Damit nutzen Sie die [F11]-Taste für die einspaltige
und [F12] für die zweispaltige Variante.
Neue Projekte im Zentralordner
Wenn Sie Ihre Projekte in
passenden Ordnern verwalten, behalten Sie den Überblick.
Projekte,
die Sie mit Bildern, Texten und Tabellen ausstatten und die
deshalb aus zahlreichen Dateien bestehen, bewahren Sie in Ordnern
mit entsprechenden Namen auf. Mit dem Zentralordner erhalten Sie
schnellen Zugang auf diese Verzeichnisstruktur.
Öffnen Sie
Ihren zweispaltigen Zentralordner, etwa mit [F12]. Um ein neues
Projekt zu beginnen, klicken Sie sich in der linken Spalte zu dem
Ordner durch, in dem Sie Ihr Projekt aufbewahren wollen, zum
Beispiel Projekte/Aktuelles. Im rechten Fenster sehen Sie Ihre
aktuellen Projekte.
Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf eine
freie Stelle in der rechten Spalte klicken, klappt das Kontextmenü
auf. Mit Neu/Ordner erhalten Sie einen neuen Ordner, dem Sie den
Namen Ihres Projekts geben. Dies bestätigen Sie mit [Enter].
Dann öffnen Sie Ihren Projektordner.
Wenn Sie für Ihr
Projekt zum Beispiel eine Textdatei brauchen, klicken Sie mit der
rechten Maustaste in den leeren Ordner und wählen
Neu/Microsoft Word-Dokument. Damit stellt Ihnen Windows diese
neue, leere Datei zur Verfügung, der Sie wiederum einen
passenden Namen geben. Beachten Sie, daß Sie dem neuen
Dateinamen die vorgegebene Erweiterung - hier im Beispiel doc -
lassen. Noch leichter machen Sie sich die Arbeit, wenn Sie die
Dateierweiterungen einfach ausblenden.
Neue, noch leere Dateien
rufen Sie per Doppelklick auf. Windows startet dann das passende
Programm und lädt die Datei. Wenn Sie mit der Arbeit fertig
sind, speichern Sie die Datei am schnellsten mit der
Tastenkombination [Strg-S].
Ähnlich leicht greifen Sie in
Ihrem Zentralordner wieder auf Ihre Dateien zu: Sie wählen
Datei öffnen, schalten mit den Tasten [F4-Pos1-Enter] zum
Desktop um und öffnen den passenden Ordner. Das
Öffnen-Fenster bietet Ihnen nur die Dateitypen an, die das
Programm bearbeiten kann. Paint etwa zeigt Ihnen keine Textdateien
an und die Textverarbeitung keine Bilder.
Die Maus als Manager
Der Rechtsklick hat die Maus um viele
Funktionen bereichert, die die Arbeit erleichtern.
Ob Sie eine
Datei ausdrucken, löschen oder auf eine Diskette kopieren -
das alles finden Sie in dem Kontextmenü, das Sie mit der
rechten Maustaste aufklappen.
Wenn Sie eine Sicherheitskopie
anlegen oder eine Textdatei weitergeben wollen, löst der
Mausklick (rechte Taste) und Senden an 3,5"-Diskette (A)
diese Aufgabe. So kopieren Sie eine Datei direkt aus Ihrem
Zentralordner auf Ihr Diskettenlaufwerk.
Dateien per Klick zum Zentralordner
Der Zentralordner
erleichtert es Ihnen, Dateien von Disketten in den passenden
Projektordner zu kopieren.
Nicht alle Daten gehen über das
Netz. Nach wie vor tauschen Anwender Dateien über Disketten
aus. Diese Dateien kopieren Sie schnell per Mausklick in Ihren
neuen Zentralordner, indem Sie Ihren Zentralordner in das Menü
Senden an des Kontextmenüs der rechten Maustaste
einbauen.
Dazu wählen Sie im Start-Menü Ausführen
und tippen dort SENDTO ein. Bestätigen Sie dies mit [Enter].
Das sich öffnende Fenster zeigt, wohin Sie im Senden an-Menü
Dateien kopieren können. Klicken Sie auf dem Desktop mit der
rechten Maustaste das Zentralordnersymbol an, das das einspaltige
Fenster öffnet, und wählen Sie Eigenschaften. Klicken
Sie auf das Register Verknüpfung und auf Ziel suchen.
Windows
öffnet ein Fenster und markiert darin Ihren Zentralordner.
Diesen markierten Ordner ziehen Sie jetzt mit der rechten - nicht
der linken - Maustaste aus dem Arbeitsplatzfenster ins
SENDTO-Fenster und wählen Verknüpfung(en) hier erstellen
an. Geben Sie dieser Verknüpfung noch einen Namen, etwa Ab in
meinen Zentralordner. Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit
[Enter].
Damit steht Ihnen im Kontextmenü Senden an der
neue Befehl Ab in meinen Zentralordner zur Verfügung.
Mit
[F12] kontrollieren Sie, ob die gesendeten Dateien angekommen
sind, Sie finden diese in der rechten Spalte. Von dort sortieren
Sie Ihre Dateien jetzt in die passenden Kategorien in der linken
Spalte: Ziehen Sie das Dateisymbol in die linke Spalte, und lassen
Sie es auf den passenden Ordner fallen. Fertig!
Dateien zusammensuchen
Archivieren Sie auch ältere
Dateien in Ihrem Zentralordner, um Ihre Dateiverwaltung zu
ordnen.
Ältere Dateien, die Sie zuvor beliebig auf Ihren
Festplatten gespeichert haben, sollten Sie in Ihrem neuen
Ordnungssystem ablegen - für eine bessere Übersicht.
Wie
aber finden Sie die verstreuten Dateien, ohne die ganze Festplatte
auf den Kopf stellen zu müssen? Dafür gibt es einen
kleinen Trick: Starten Sie das zur jeweiligen Datei gehörende
Programm, und wählen Sie Datei öffnen. Das
Öffnen-Fenster zeigt Ihnen nun mit großer
Wahrscheinlichkeit den Ordner an, in dem Sie Ihre Dateien bisher
aufbewahrt haben.
Klicken Sie die Datei im Öffnen-Fenster
mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie Ausschneiden.
Öffnen Sie Ihren Zentralordner - etwa mit [F12] - und dort
den Ordner, in dem Sie die Datei unterbringen wollen. Wählen
Sie dann aus dem Menü Bearbeiten den Befehl Einfügen.
Fertig!
Bilder im Text
Mit der neuen Datenorganisation bereichern
Sie per Mausklick Ihre Texte mit Bildern.
Sie schreiben einen
Text und wollen ihn mit Bildern erweitern? Dafür ist die
Bilderdatenbank hervorragend geeignet: Mit Ihrer Bildersammlung
haben Sie schnellen Zugriff auf die Bilder, wobei wenige
Mausbewegungen genügen. Rufen Sie mit [F12] Ihren
Zentralordner auf. Klicken Sie in der linken Spalte auf
Lieblingsprogramme, und starten Sie in der rechten Spalte Ihre
Textverarbeitung.
Mit [F12] bringen Sie Ihren Zentralordner in
den Vordergrund und klicken in der linken Spalte auf Galerie.
Rechts sehen Sie Ihre Bilderdatenbank. Ziehen Sie ein Bild einfach
aus dem Managementfenster in Ihre Textverarbeitung.
Diese
Ordnung vervollkommnen Sie beständig: Sie ordnen Ihre Galerie
durch Unterordner wie Briefköpfe, Unterschriften oder
Trennlinien. Zudem können Sie für wav- oder avi-Dateien
weitere Media-Ordner einfügen, die Sie beispielsweise
Audioclips oder Videos nennen.
Tobias Weltner/et
Kompletten Pfad einer Datei erhalten
So übernehmen Sie
den gesamten Dateipfad mit Cut&Paste in ein Dokument.
Wenn
Sie das Eigenschaften-Dialogfeld einer Datei öffnen, sehen
Sie in der Rubrik Ort lediglich den Verzeichnisnamen ohne den
Dateinamen. Möchten Sie den kompletten Namen einer Datei
angezeigt erhalten, müssen Sie einen kleinen Umweg gehen:
-
Lokalisieren Sie die Datei in Ihrem Ordner.
- Führen Sie
im Start-Menü den Ausführen-Befehl aus, und löschen
Sie den Inhalt des sich öffnenden Dialogfelds.
- Ziehen
Sie das Dateisymbol aus dem Ordner in das Dialogfeld.
Dadurch
wird der komplette Pfad der Datei eingetragen. Sie können
diesen nun an eine beliebige Stelle kopieren. Schließen Sie
das Dialogfeld über die [Esc]-Taste.
Mehr Übersicht
Sie erhöhen die Übersichtlichkeit
in der Detailansicht im Ordnerfenster, indem Sie die Spaltenbreite
optimieren.
Es gibt drei Methoden, die Breite einer Spalte
einzustellen:
- Sie klicken die Trennlinie in der
Überschriftsleiste rechts von der Spalte mit der Maus an und
stellen die Spaltenbreite bei gedrückter Maustaste ein.
-
Sie klicken die Trennlinie in der Überschriftsleiste rechts
von der Spalte doppelt an. Die Spalte erhält dadurch ihre
optimale Breite.
- Sie drücken die [Strg]-Taste und
anschließend die [+]-Taste auf der numerischen Tastatur.
Start von regedit verhindern
Um Ihren Rechner vor
unliebsamen Änderungen zu schützen, schalten Sie den
Zugriff auf regedit für andere Benutzer ab.
Falls Sie
einen PC mit mehreren Benutzern teilen und verhindern möchten,
daß ein anderer Benutzer den Registrierungseditor
regedit.exe startet, müssen Sie in der Registry einen
entsprechenden Eintrag einfügen:
- Melden Sie sich unter
dem Benutzernamen des Benutzers an. Dazu müssen Sie dessen
Paßwort kennen.
- Starten Sie regedit, und öffnen
Sie den
Schlüssel
HKEY_USERS\.Default\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System
-
Fügen Sie den Unterschlüssel DisableRegistryTools ein,
sofern dieser noch nicht existiert, und setzen Sie dessen
Standardwert auf 1.
Beim nächsten Anmelden kann der
betreffende Benutzer Regedit nicht mehr starten und erhält
statt dessen eine entsprechende Meldung.
Platz sparen
So finden Sie heraus, welche Verzeichnisse
wieviel Speicherplatz belegen.
Um festzustellen, wieviel Platz
ein Verzeichnis belegt, klicken Sie das Verzeichnis mit der
rechten Maustaste an und wählen Eigenschaften. Möchten
Sie lediglich die Größe der im Verzeichnis enthaltenen
Dateien ohne Berücksichtigung eventueller Unterverzeichnisse
wissen, markieren Sie alle Dateien, aber nicht die Verzeichnisse,
klicken eine der markierten Dateien mit der rechten Maustaste an
und wählen Eigenschaften.
Neue Grafikformate in Paint
Viele Bildbearbeitungsprogramme
unterstützen jpg- und tif-Dateien, die sich aber in MS Paint
nicht ohne weiteres laden lassen.
Wegen seiner hohen
Komprimierrate ist das jpg-Format zu einem Standard unter den
Grafikformaten geworden. Doch MS Paint unterstützt nicht die
Grafiken, die in diesem Format gespeichert sind. Um sie aber
trotzdem dort zu laden, müssen Sie bei einer Installation der
Microsoft-Office-Komponenten weitere Importfilter für
Grafikdateien angeben. Dazu brauchen Sie Ihre Office-CD, deren
Grafikfilter dann auch anderen Programmen im System, etwa MS
Paint, zur Verfügung stehen. Wenn Sie nach einer Installation
dieser Filter beispielsweise ein jpg- oder ein tif-Bild unter MS
Paint anzeigen wollen, müssen Sie die Vorgabe für den
Dateityp im Öffnen-Dialog von Paint auf Alle Dateien stellen.
Das System mit einer Kopie sichern
Wer einen Datenverlust
oder gar einen Festplatten-Crash erleidet, weiß, wieviel
Zeit eine Neuinstallation des Systems und der Anwendungen in
Anspruch nimmt.
Im Rahmen eines System-Backups sollten Sie
nicht nur Ihre wichtigen Dateien regelmäßig sichern,
sondern auch Anwendungen und wichtige Einstellungen. Es gibt einen
einfachen Weg, um Windows 95 sowie die installierten
Anwenderprogramme und alle Einstellungen vor einem Datenverlust
abzusichern. Dabei legen Sie Sicherungen des Windows- und des
Programme-Ordners an. Damit das funktioniert, sollten Sie
Programme grundsätzlich nur im Programme-Ordner auf Ihrem
System einrichten. Nur so läßt sich eine
Sicherheitskopie einfach realisieren.
Bevor Sie den
Backup-Trick anwenden, müssen Sie den virtuellen
Arbeitsspeicher auf eine andere Partition oder ein anderes
Laufwerk verschieben. Nur wenn Sie sehr viel Arbeitsspeicher
haben, können Sie das umgehen und statt dessen den virtuellen
Speicher deaktivieren. All das erledigen Sie über die
Systemsteuerung und zwar über
System/Leistungsmerkmale/Virtueller Arbeitsspeicher.
Danach
kopieren Sie die Ordner windows und programme - am besten auf ein
anderes Laufwerk. Benennen Sie die Ordner der Sicherungskopien
entsprechend um, zum Beispiel in windows_ backup und
programme_backup.
Diese Kopien nutzen Sie im Bedarfsfall. Bevor
Sie die Daten zurückkopieren, achten Sie darauf, daß
keine Anwendungen im Hintergrund laufen und der virtuelle Speicher
auf eine andere Partition oder ein anderes Laufwerk verlegt wurde
oder deaktiviert ist. Während das Verzeichnis Programme
direkt in Windows gelöscht und durch die gesicherten Daten
ersetzt werden kann, gehen Sie beim Verzeichnis windows anders
vor, da es sich nur von MS-DOS aus ohne Probleme löschen
läßt. Beenden Sie dazu Windows, und aktivieren Sie die
Option Computer im MS-DOS-Modus starten oder Im MS-DOS-Modus neu
starten. Löschen Sie dann das Windows-Verzeichnis mit dem
DOS-Befehl
deltree
Die Syntax des deltree-Befehls finden Sie
im Hilfe-Menü, das der Parameter /? zu jedem DOS-Befehl
liefert. Wenn Sie sich beim Löschvorgang Ihrer Sache sicher
sind, geben Sie den Schalter /y ein, womit Sie alle weiteren
Sicherheitsabfragen abschalten.
Wenn die alten Daten gelöscht
sind, kopieren Sie den gesicherten Windows-Ordner zurück. Je
nachdem, wie Sie die Sicherungskopie zuvor genannt haben, benennen
Sie den Ordner eventuell um, zum Beispiel von windows_backup in
windows.
Instabiles System sicher hochfahren
Ein instabiles
Windows-System hindert Sie nicht nur daran, es hochzufahren,
sondern auch es sicher zu beenden.
Wenn Ihr Windows-System
instabil geworden ist, hilft oft nur noch der Griff zum
Reset-Schalter. Dann gibt es nur eine Lösung: Windows im
sicheren Modus hochfahren, Fehlerursache feststellen und beheben.
Das Betriebssystem verfügt über Protokollmechanismen,
die Installationswege und Fehlzugriffe aufzeichnen. Die
Protokolle, meist in dat- oder txt-Dateien gesichert, können
wertvolle Hinweise auf defekte Hard- oder Software geben, wodurch
Ihr System instabil werden kann.
Um ein instabiles Windows
sicher hochzufahren, drücken Sie während des
Systemstarts die Taste [F8], um ein Bootmenü zu erhalten.
Wählen Sie dort die Option Protokolliert. Während des
Hochfahrens speichert Windows dann alle Schritte des Startvorgangs
in der Datei bootlog.txt. Dabei wird die vorherige Version der
log-Datei in bootlog.prv umbenannt. Diese Dateien können Sie
mit jedem Editor öffnen, um eine Kontrolle des Startvorgangs
zu erhalten.
Die Datei detlog.txt sichert Ergebnisse aus der
Hardware-Erkennung. Alle Schritte des
Windows-Installationsvorgangs zeichnet die Datei setup.log auf.
Suchautomatik
Mit vordefinierter Konfiguration suchen Sie in
beliebigen Laufwerken oder Verzeichnissen.
Standardmäßig
beginnt Windows, im gerade aktuellen Laufwerk zu suchen. Möchten
Sie stets mehrere Laufwerke automatisch durchsuchen, hilft ein
wenig beachteter Menüpunkt im Windows-95-FileFinder
weiter.
Definieren Sie zunächst im Eingabefeld "Suchen
in:" die zu durchsuchenden Verzeichnisse oder Laufwerke wie
zum Beispiel:
c:\;d:\daten;e:\
Sodann starten Sie die
Suchfunktion und halten sie gleich wieder an. Daraufhin wählen
Sie den Menüpunkt
Datei - Suche speichern
Windows legt
nun ein Desktop-Sinnbild mit der Endung ".fnd" an, auf
das Sie künftig nur noch doppelt klicken müssen. Den
Dateinamen ändern Sie nach Belieben.
Manuel Diekmeyer/et
Einstellungen nicht speichern
So verhindern Sie, daß
eine veränderte Oberfläche beim Systemabschluß
gespeichert wird.
Windows 95 speichert die Oberfläche beim
Herunterfahren. Um dies zu unterbinden, wählen Sie in RegEdit
den
Eintrag
HKEY_CURRENT_USER/Software/
Microsoft/Windows/Current
Version/
Policies/Explorer
Weisen
Sie nun dem Punkt "NoSaveSetting" den Wert 01 zu und
starten Sie Windows neu. Fortan bootet es stets im gleichen
Gewand.
Manuel Diekmeyer/et
Die Konfiguration schützen
Sie schützen die
empfindlichen Konfigurations-Innereien vor ungewollten Eingriffen
und Experimenten.
Nur wenige wissen, daß der
Registry-Editor RegEdit auch einen DOS-Teil besitzt. Exportieren
Sie mit dem Befehl
regedit /e c:\windows\sicher.reg
zunächst
die aktuelle Registrierungsdatei in die Sicherungskopie
"sicher.reg". Wenn Sie nun die Zeile
regedit /c
c:\windows\sicher.reg
in die "autoexec.bat" einfügen,
werden bei jedem Neustart Änderungen Dritter überschrieben.
Windows präsentiert sich also stets mit den Registrierdaten,
die Sie in "sicher.reg" dauerhaft hinterlegt
haben.
Manuel Diekmeyer/et
Installationsdateien fehlen - was nun ?
Dateien, die Sie per
Doppelklick löschen können, sind zum Glück häufiger
vorhanden.
Viele Anwendungen verwenden beim Setup die
Installationsroutinen von Microsoft. Sie sind in den beiden
Programmen "_mssetup.exe" sowie "_mstest.exe"
untergebracht, die sich per Doppelklick löschen lassen. Daher
ist es ratsam, bevor Sie Software installieren, stets den
Schreibschutz auf den Originaldisketten zu aktivieren. Falls Sie
dennoch Installationsdateien versehentlich löschen,
durchsuchen Sie Ihre Festplatte oder andere Installationsdisketten
danach - zum Glück sind sie weit verbreitet.
Manuel
Diekmeyer/et
Der Papierkorb frißt Speicher
Verringern Sie den
Speicherplatz für den Papierkorb.
Bei großen
Festplatten ist der für den Papierkorb reservierte
Speicherplatz überdimensioniert. Reduzieren Sie daher die
standardmäßigen zehn Prozent auf zwei bis drei Prozent.
Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste das Papierkorb-Icon an
und wählen Sie "Eigenschaften".
Manuel
Diekmeyer/et
Tips drucken
Mit wenigen Basic-Zeilen bereiten Sie die
Start-Tips für den Ausdruck vor.
Beim Start der Oberfläche
können Sie sich von Tips anleiten lassen. Schwieriger ist es
hingegen, diese Tips in einem Arbeitsgang zu drucken. Das
QBasic-Programm "win95tip.bas" (Listing in Databox 1/97)
schafft Abhilfe: Es verarbeitet sie zu einer Textdatei (Zeile 3),
die Sie zum Beispiel unter WinWord ausdrucken können.
Das
Basic-Programm liest die Datei "shell.inf" (Zeile 2) ein
und wertet sie aus. Die Variable "Quelle$" müssen
Sie Ihrem System wohl noch anpassen, da Sie wahrscheinlich auf
andere Pfadangaben zugreifen.
Ulrich Borgdorf/et
Hase und Igel
Sie messen die Zeit von vier Befehlen, die
gleiche Aufgaben erledigen.
Die ungleichen Läufer Hase und
Igel veranstalten ein Wettrennen, das der Hase wegen der List
seines Kontrahenten verliert. An diesem Märchen orientiert
sich dieser Tip, doch gehen hier gleich vier Befehle gegeneinander
an den Start: Dir, XCopy, Attrib und CHKDSK. Sie sollen
nacheinander drei Aufgaben erledigen:
- zuerst alle Dateien der
Festplatte im DOS-Fenster von Windows 95 anzeigen,
- dann die
Ausgabe in eine Datei umlenken
- und schließlich ins
NUL-Device.
"timer.bat" (Listing in Databox 1/97)
ermittelt, welcher der vier Befehle gewinnt. Beachten Sie, daß
Attrib und CHKDSK standardmäßig auch versteckte und
Systemdateien anzeigen, Dir und XCopy aber nicht. Um gleiche
Bedingungen zu schaffen, bauen Sie die folgenden Aufrufparameter
ein:
dir/s/a-d
xcopy/s/l/y/h
attrib/s
chkdsk/v
Den
Zeitnehmer "timer.bat" starten Sie nun mit der
Syntax:
Timer Befehl Device
Dabei ersetzen Sie "Befehl"
durch die eben erwähnten Befehlsketten, ohne Leerzeichen
zwischen die Parameter einzufügen. Denn "timer.bat"
behandelt Befehl und Parameter als einen einzigen Parameter (%1).
Den Ausdruck "Device" ersetzen Sie durch die Bezeichner
"con", "file" oder "nul". So leiten
Sie die Ausgabe der Testkandidaten auf den Bildschirm, in "file"
oder ins NUL-Device um. Das Beispiel
timer dir/s/a-d nul
lenkt
die Ausgabe aller Festplattendateien per Dir ins NUL-Device und
stoppt die dafür benötigte Zeit. Das Meßergebnis
wird anschließend per Type auf dem Bildschirm ausgegeben.
Die benötigte Zeit errechnet sich aus der Differenz der
beiden angegebenen Werte.
Die Tabelle listet die Meßergebnisse
auf, die sich mit einem Pentium 133, 512 KByte Pipelined Burst
Cache, 32 MByte EDO-RAM und einer 1,2-GByte-Quantum-Fireball bei
9325 Dateien ergaben. Von jeweils drei Messungen erhalten Sie den
gerundeten Mittelwert.
Der Gewinner des Vergleichs ist
"chkdsk/v". In jeder Beziehung fällt
"xcopy/s/l/y/h" aus dem Rahmen. Beachten Sie, daß
die Befehle ihre Ergebnisse in unterschiedlicher Formatierung
ausgeben.
Gerhard Frey/et
NumLock konfigurieren
Schon beim Rechnerstart weisen Sie der
NumLock-Taste eine Funktion zu.
Sie können in der
"config.sys" angeben, welchen Status die NumLock-Taste
nach dem Booten haben soll. Dazu fügen Sie einfach eine der
beiden Zeile ein:
numlock=on
numlock=off
Wer diese
Einstellung in seinem BIOS nicht vorgeben kann, verwendet also
seine Config-Datei.
Chris Hübsch/et
Schnell im Bild
Eine schnellere Bildschirmausgabe im
DOS-Fenster erreichen Sie über die Tastatur.
Die
Geschwindigkeit der Bildschirmausgabe in DOS-Boxen überzeugt
nur im Textmodus. Sobald ein DOS-Programm in den Grafikmodus
schaltet, um zum Beispiel eine Animation abzuspielen, sinkt die
Darstellungsgeschwindigkeit erheblich. Selbst auf einem Pentium
100 mit schneller VRAM-Grafikkarte müssen Sie folglich auf
eine flüssige Darstellung verzichten.
Um dem abzuhelfen,
schalten Sie mit [Alt-Enter] in den Vollbildmodus. So erzwingen
Sie eine schnellere Bildschirmausgabe.
Es gibt jedoch noch
einen anderen Weg, der überdies eine Ausgabe im DOS-Fenster
liefert: Voraussetzung dafür ist, daß das DOS-Programm
die Verwendung bestimmter Tasten nicht prüft. Um zum Beispiel
eine Animation abzubrechen, fragt das Programm alle Buchstaben-
und Zahlentasten ab, nicht jedoch Funktionstasten wie [Strg],
[Alt], [AltGr] oder [Umschalt] - sie sind für das Programm
wirkungslos. Halten Sie nun eine dieser "toten" Tasten
permanent fest, während Sie im Fenster die Animation im
Grafikmodus betrachten, beschleunigen Sie die Ausgabe
signifikant.
Die Erklärung ist einfach: Als
Multitasking-Betriebssystem fängt Windows 95 die
Tastatureingaben des Anwenders ab und leitet sie an das aktive
DOS-Programm weiter. Solange Sie eine Taste halten, gibt Windows
95 Ihrer Anwendung Prozessorzeit, um die vermeintliche Eingabe zu
verarbeiten. Da das Programm diese Tastatureingabe in unserem Fall
"überliest", steht die gewonnene Rechenzeit für
die Grafikausgabe voll zur Verfügung.
Raymond Scholz/et
DOS bleibt die Basis
Wir beweisen, daß Windows 95
"nur" auf DOS aufgesetzt ist.
Wer häufig unter
DOS arbeitet, bleibt auch im neuen System auf seiner
Kommandozeile. Unter Windows 3.1 gaben Sie dabei am DOS-Prompt
"win" ein. Nach Verlassen der bunten Fensterwelt
landeten Sie wieder am DOS-Prompt.
Unter Windows 95 gehen Sie
ähnlich vor. Ändern Sie Ihre Systemdateien. Als erstes
setzen Sie in der Datei "msdos.sys" den Wert des
BootGui-Eintrags von 1 auf 0. Damit endet der Rechnerstart am
DOS-Prompt. Beachten Sie, daß "msdos.sys" sich als
Systemdatei "versteckt". Als nächstes benennen Sie
die Systemdatei in "logos.sys" um. Dadurch ersetzen Sie
nach dem Herunterfahren von Windows 95 den Grafikhinweis
Sie
können den Computer jetzt ausschalten
durch eine
Textmeldung. Wie in alten Windows-3.1-Zeiten präsentiert
Ihnen der Win-Befehl die bekannte grafische Oberfläche, von
der aus Sie auch wieder auf der DOS-Ebene landen.
Uwe Thaden/et
Sicherung der Systemdateien
Legen Sie auch für Windows
95 eine bootfähige Startdiskette an.
Beim Sichern mit dem
ERU-Programm von der Windows-95-CD wird eine Diskette schnell
voll. Außerdem ist sie nicht bootfähig.
Wer den
Packer PKZip mit den Dateien "sichern.bat" und
"restore.bat" (Listings in Databox 2/97) einsetzt, kann
mehr Dateien sichern. Sie benötigen dabei kaum mehr als 800
KByte auf der Disk. Zudem bootet sie den PC wie die Festplatte bis
zum Aufruf von Windows 95.
So gehen Sie vor:
1. Auf eine
Diskette kopieren Sie über
Arbeitsplatz - Laufwerk -
Kontext - Formatieren
die Systemdateien. Anschließend
löschen Sie "drvspace.bin".
2. Dazu kopieren Sie
noch "choice.com" und "attrib.exe" aus dem
Windows\Command-Ordner.
3. PKZip muß sich im Pfad auf der
Festplatte befinden.
4. Auch PkUnzip mit "sichern.bat"
und "restore.bat" kopieren Sie auf die Diskette.
5.
Sodann passen Sie die Pfade in beiden Stapeldateien Ihrem System
an.
Nach diesen Vorbereitungen sichern Sie unter Windows das
System mit dem Aufruf
a:\sichern.bat
Sie restaurieren die
Systemdateien, indem Sie den PC von Diskette booten. Mit der
F8-Taste (Eingabe-Aufforderung) bleiben Sie auf der Kommandozeile,
von der Sie die Stapelverarbeitung "restore.bat"
starten. Mit "Win" gehen Sie dann zu Windows über.
Wer keine Bootdiskette braucht, läßt die Punkte 1 und 2
weg.
Peter Müller/et
Sortierte Verzeichnisse
Verzeichnisse und Dateien lassen
sich in alphabetischer Reihenfolge ausgeben.
Unter Windows 95
oder DOS 7 können Sie Verzeichnisse nicht mehr mit dem
Defrag-Befehl alphabetisch ordnen. Soll trotzdem der Dir-Befehl
diese sortierte Ausgabe anzeigen, setzen Sie die Umgebungsvariable
"dircmd" ein. Um Verzeichnisse und dann Dateien in
alphabetischer Folge anzeigen zu lassen, bereichern Sie Ihre
"autoexec.bat" um die Zeile:
set dircmd=/on /og
Uwe
Thaden/et
Schnelleres Start-Menü
Dem "langatmigen"
Start-Menü trotzen Sie mit RegEdit einige Millisekunden
ab.
Das Start-Menü läßt Sie schnell auf
Programme zugreifen. Allerdings klappen die Menüebenen immer
mit einer gewissen Verzögerung auf. Ungeduldige behelfen sich
mit "regedit.exe": Wählen Sie durch Doppelklicks
mit der linken Maustaste im linken Fenster die
Ebene
hkey_current_user/Control_Panel/Desktop
Im rechten
Fenster sehen Sie dann den Eintrag "MenuShowDelay". Die
Zahl dahinter gibt die Verzögerung in Millisekunden an.
Passen Sie diesen Wert Ihren Vorstellungen an. Falls der
MenuShowDelay-Eintrag noch nicht existiert, legen Sie ihn im
rechten Fenster mit einem Klick auf die rechte Maustaste an.
Wählen Sie
Neu - Zeichenkette
Uwe Thaden/et
"Send to any Folder..."
Zwei Stapelverarbeitungen
helfen, unter Windows Dateien und Verzeichnisse in neue Ordner zu
verschieben.
Im Explorer arbeiten Sie überwiegend per
Drag&Drop. Dabei können Sie nicht ohne Hilfsmittel eine
Datei oder den Inhalt eines Ordners in einen neu anzulegenden
Ordner kopieren. Wenn Sie darauf nicht verzichten wollen, richten
Sie sich im Kontext-Menü einfach einen neuen Menüpunkt
ein:
Send to any Folder
Sie arbeiten dazu mit zwei
Batchdateien:
1. Kopieren Sie "anywhere.bat" und
"sendobj.bat" (Listings in Databox 2/97) in Ihr
Batchverzeichnis (hier "c:\Batch").
2. Im
Kontext-Menü von "anywhere. bat" aktivieren Sie
unter
Eigenschaften - Programm
Schließen beim
Beenden
3. Die nun von Windows 95 angelegte Datei
"anywhere.pif" kopieren Sie in den
Ordner
c:\windows\sendto
4. Im Kontext-Menü von
"sendobj.bat" tragen Sie unter
Eigenschaften -
Programm
in die erste Zeile den Text
Ziel-Ordner
eingeben:
ein, die Befehlszeile ergänzen Sie um die
Zeichenfolge " ?". Aktivieren Sie auch hier
Schließen
beim Beenden
Ab jetzt finden Sie im Kontext-Menü unter
"Send to" den zusätzlichen Eintrag "anywhere".
Wenn Sie ihn aktivieren, öffnen Sie eine Eingabemaske, in die
Sie Ihr Zielverzeichnis eintragen. Die zum Kontextmenü
gehörende Datei kopieren Sie dann in das Zielverzeichnis.
Handelt es sich um einen Ordner, kopieren Sie seinen Inhalt
komplett ins Ziel.
Sollte der Zielordner noch nicht existieren,
legt ihn das System an. Geben Sie die Zeichenfolge "prn"
ein, drucken Sie die Datei aus. Beachten Sie dazu drei
Hinweise:
1. Die Batchdateien benötigen das
Windows-Utility "winset.exe", um die Variable "%OBJ%"
global zu setzen. Sie finden es auf der Windows-CD. Kopieren Sie
es in den Windows-Ordner, falls noch nicht geschehen.
2. Die
Pfadangabe
C:\Batch\
im Listing von "anywhere.bat"
müssen Sie an Ihre Verzeichnisstruktur anpassen.
3. Das
Batchverzeichnis muß im Pfad erreichbar sein.
Gerhard
Frey/et
Diskette leer ?
Mit dem neuen XCopy32-Befehl stellt eine
Stapeldatei fest, ob eine Diskette Daten enthält.
Um die
(Nicht-)Existenz eines Objekts (Datei, Verzeichnis) in
Stapelverarbeitungen festzustellen, genügen If-Klauseln. Ob
sich Dateien auf dem Datenträger tummeln, erforschen Sie mit
einer Zeile:
if (not) exist file.xyz
goto true (false)
Für
ein Verzeichnis gilt:
if (not) exist verz\nul
goto true
(false)
Schwieriger zu prüfen ist allerdings, ob eine
Diskette im Laufwerk A leer ist, also weder Datei noch Verzeichnis
enthält. Voreilig könnten Sie an folgende Syntax
denken:
if not exist A:\*.* goto leer
Doch diese Zeile prüft
nur, ob im Wurzelverzeichnis von A eine Datei vorkommt.
Unterverzeichnisse bleiben unberücksichtigt. Auch
Konstruktionen mit Dir-Befehl und Pipe-Filter enttäuschen:
dir
a: | find "Datei nicht gefunden"
Diese Abfrage
liefert immer Errorlevel 1, also "nicht gefunden".
Lassen Sie sich nicht von der Bildschirmausgabe irreführen.
Obwohl es so aussieht, als hätte Find die Zeile
Datei
nicht gefunden
aufgespürt, kann Find sie gar nicht finden:
Ihre Ausgabe erfolgt unter DOS nicht über die
Standard-Ausgabeeinheit, sondern über die
Standard-Fehlereinheit. Diese können Sie weder filtern noch
umlenken. Das beweist folgende Syntax:
dir a: | find "Datei
nicht gefunden >NUL"
Besagte Zeile erscheint weiterhin
auf dem Bildschirm, und alle Dir-Ausgaben verschwinden im
NUL-Device.
Eine elegante und gleichzeitig kurze Lösung
verwirklichen Sie vielmehr mit dem neuen Befehl XCopy32:
xcopy32
A:\*.* /Y/L/S
Der Befehl listet die spezifizierten Dateien
lediglich auf, anstatt sie zu kopieren. So darf auch das
Kopierziel entfallen. Entscheidend ist der zurückgelieferte
Errorlevel:
- Errorlevel 1: Weder Datei noch Verzeichnis
gefunden.
- Errorlevel 0: Datei oder Unterverzeichnis in A
gefunden.
Das Ergebnis läßt sich nun in einer
Stapelverarbeitung auswerten.
Gerhard Frey/et
Verschwundene Schriften
Die üblichen Fonts finden Sie
manchmal bei Word für Windows erst wieder, wenn Sie einen
Druckertreiber installiert haben.
Haben Sie Windows 95 und
danach Word 6.0 für Windows oder Word 7.0 auf einem neuen PC
installiert, so werden Sie sich nach dem Start von Word eventuell
wundern: Beim Öffnen des Schriftarten-Pull-down-Menüs in
der Formatleiste stehen Ihnen nur zwei Fonts zur Auswahl.
Die
"normalen" Standard-Proportional-Schriften wie "Arial"
oder "Times New Roman" finden Sie weder hier noch im
Menü:
[Alt] - Forma[t] - [Z]eichen...
Zur Sicherheit
überzeugen Sie sich, daß diese Schriften im
Fonts-Verzeichnis von Windows 95 (oft "c:\win95\fonts")
und in der Systemsteuerung unter
Start - [E]instellungen... -
Systemsteuerung - Schriftarten
korrekt installiert sind. Um das
Problem zu beheben, müssen Sie lediglich mit
Arbeitsplatz
- Drucker - Neuer Drucker
einen Druckertreiber installieren.
Sodann stehen Ihnen die übrigen, bisher nicht sichtbaren
Fonts in Word für Windows zur Auswahl bereit.
Kurioserweise
tritt der merkwürdige Fehler nur unter Word für Windows
auf. Andere Produkte aus der Office-95-Serie, wie Excel 7.0,
kommen mit den Schriftarten auch ohne Drucker zurecht.
Manuel
Marsch/et
Ende mit Doppelklick
Wer mit Doppelklick direkt aussteigen
will, schreibt eine Mini-Stapeldatei.
Windows beenden dauert
Ihnen zu lange? Folgendermaßen können Sie das
Herunterfahren beschleunigen:
Schreiben Sie mit dem Editor die
Datei "beenden.bat", und legen Sie sie auf dem
Windows-Desktop ab. Zwei Zeilen genügen:
echo off
RUNDLL32
user,ExitWindows
Beachten Sie die korrekte Groß- und
Kleinschreibung. Nach getaner Arbeit öffnen Sie das
Kontext-Menü der neu angelegten Batchdatei,
wählen
Eigenschaften - Programm
und aktivieren im
Auswahlmenü "Ausführen" die Einstellung "Als
Symbol". Zukünftig genügt ein Mausklick auf das
betreffende Sinnbild. Windows verschwindet dann "in
Windeseile" aus dem Arbeitsspeicher.
Manuel Diekmeyer/et
Provider-Wählverbindung
Wer mit einem lokalen Provider
preiswert ins Internet kommt, muß sein System dafür
einrichten.
Große, gewinnträchtige Online-Dienste
wie MSN oder AOL ködern mit eigener Zugangs-Software. Doch
für einen lokalen Internet-Provider müssen Sie erst
einmal eine Windows-95-Wählverbindung anlegen:
Start -
[P]rogramme... - Zubehör - DFÜ-Netzwerk
Eine neue
DFÜ-Verbindung richten Sie über
Neue Verbindung
erstellen
ein. Dazu geben Sie einen Verbindungsnamen ein,
wählen das zuvor installierte Modem oder die ISDN-Karte und
klicken auf "Konfigurieren". Wählen Sie unter
"Optionen":
Terminalfenster [n]ach dem Wählen
einblenden
Wahrscheinlich müssen Sie direkt nach der
Anwahl einen Benutzernamen und ein Paßwort eingeben.
Anschließend bearbeiten Sie das Fenster
Neue Verbindung
erstellen
weiter und geben die Telefonnummer Ihres Providers
und andere Infos ein. Klicken Sie im DFÜ-Netzwerk auf die
neue Verbindung, und schalten Sie mit der rechten Maustaste
"Eigenschaften" ein. Im folgenden Dialogfeld finden Sie
die bereits eingegebenen Daten und den Button [Servertyp]. Klicken
Sie darauf, und stellen Sie in den "Servereinstellungen"
als Servertyp
PPP: Windows 95, Windows NT, Internet
ein. Als
Protokoll ist TCP/IP installiert. Als letzten Schritt tragen Sie
noch in den TCP/IP-Einstellungen eine feste IP-Adresse ein, sofern
diese vorhanden ist. Mit der Adresse des Domain Name Server (DNS)
haben Sie dann Ihren lokalen Internet-Zugang konfiguriert.
Der
Verbindungsaufbau blendet das Terminal-Fenster ein, in dem Sie
Benutzername und Paßwort des lokalen Providers eingeben.
Nach Ihrer Bestätigung steht die Verbindung.
Manuel
Marsch/Reiner Hess/et
Das Startverhalten ändern
In der "msdos.sys"
können Sie das Startverhalten von Windows 95 entscheidend
beeinflussen.
Die Datei "msdos.sys" ist eine reine
Textdatei, die Sie mit einem gewöhnlichen Texteditor
bearbeiten. Vor dem Editieren müssen Sie nur die
Dateiattribute durch
attrib c:\msdos.sys -r -h -s
und danach
durch
attrib c:\msdos.sys +r +h +s
entsprechend setzen. Wenn
Sie die Datei unter Windows 95 bearbeiten, ist dies nicht nötig.
Im Abschnitt [Options] nehmen Sie Ihre Änderungen vor (siehe
Tabelle).
Frank Winklmeier/pei
Schnecken-Pentium
Der Stromsparmodus versetzt den teuren
Superrechner zurück in alte XT-Zeiten.
Der Pentium gilt
als besonders schneller Rechner. Doch wenn Sie über längere
Zeit weder Maus noch Tastatur benutzt haben, schalten neuere
Maschinen in den Stomsparmodus.
Diese an sich gute Idee hat
einen Nachteil: Auch die Rechenleistung des Prozessors sinkt
drastisch. Gerade wenn Sie mit Raytracing-Software oder
umfangreichen Mathematiksimulationen arbeiten, sollten Sie im BIOS
Ihres Computers das Power-Management auf "Disabled"
setzen.
Uwe Thaden/et
Die Tastaturmaus nutzen
Das System verfügt über
eine Tastaturmaus, die Sie für pixelgenaues Arbeiten aus der
Steuerung zaubern.
Jeder geplagte Anwender eines Handscanners
kennt das Problem, eine DIN-A4-Seite in mehreren Durchgängen
zu scannen. Beim mühsamen Zusammensetzen der Teilstücke
ist die Maus eine äußerst wackelige und ungenaue Hilfe.
Doch unter den vielen neu zu Windows 95 hinzugekommenen Features
versteckt sich auch die nützliche Tastaturmaus. Damit ist
pixelgenaues Arbeiten geradezu ein Kinderspiel.
Das etwas
andere Nagetier finden Sie in der Systemsteuerung unter dem Punkt
"Eingabehilfen". Im Register "Maus" aktivieren
Sie es. Unter "Einstellungen" passen Sie die neue
Eingabehilfe direkt Ihren Bedürfnissen an. So könnnen
Sie zum Beispiel den NumLock-Schalter so definieren, daß die
Tastaturmaus im ausgeschalteten Zustand aktiviert ist. Mit
eingeschalteter NumLock-Taste geben Sie dann numerische Daten über
den Zahlenblock ein. Die Zahl 5 ist dabei als Einfachklick
definiert, die umgebenden Zahlen dienen der Richtungsangabe.
AndrI
Moritz/et
Icons ändern
Das Sinnbild von Arbeitsplatz und
Papierkorb ändern Sie mit dem Registriereditor.
Mit Hilfe
des Eintrags
hkey_classes_root
clsid
in der Registry
können Sie die Sinnbilder von Arbeitsplatz und Papierkorb
austauschen. Dort treffen Sie auf eine Zeichenkette, die
mit
645FF040-5081-101B
beginnt. Klicken Sie darauf, stoßen
Sie auf den Eintrag
DefaultIcon
Rechts im Fenster gibt der
Klick dann die Namen "empty" und "full" mit
Verweisen auf Laufwerk, Verzeichnis und Icon-Namen an. Falls Ihr
Icon in eine DLL eingebunden ist, müssen Sie nur
herausfinden, an welcher Stelle das Icon steht. Sodann setzen Sie
hinter dem Pfad zur DLL ein Komma und fügen Ihren Wert
ein.
Martin Sturm/et
Schneller Neustart
Auch wenn Mausklicks fast alles in der
Windows-Welt bewegen, behalten Schlüsseltasten ihre
Bedeutung.
Oftmals fordert Sie ein Programm nach der
Installation auf, zur Erkennung aller Neuerungen Windows 95 neu zu
starten. Möchten Sie diesen Neustart beschleunigen, so gehen
Sie wie folgt vor: Wählen Sie
Beenden - Windows neu
starten
Halten Sie nun die Umschalt-Taste gedrückt,
während Sie mit [OK] bestätigen. Dadurch verhindern Sie,
daß der Computer einen Reset auslöst.
Uwe Thaden/et
Doppelklick bei Logitech-kompatiblen Mäusen
Belegen Sie
die mittlere Taste der Logitech-Maus mit der
Doppelklick-Funktion.
Wenn Sie in der Systemsteuerung eine
Logitech-Maus angegeben haben, können Sie auf die mittlere
Maustaste einen Doppelklick legen. Dazu starten Sie zunächst
RegEdit im Windows-Verzeichnis. Öffnen Sie den
Pfad
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Logitech\MouseWare\CurrentVersion\PS2\0000
Sie
klicken doppelt auf die rechte Seite von "DoubleClick"
und ändern den Wert in 001. Beenden Sie den
Registrierungseditor und starten Windows neu.
Frank
Winklmeier/pei
Die Cheftaste
Die Cheftaste blendet den Bildschirminhalt
weg, wenn "VIPs" Ihnen nicht über die Schulter
sehen sollen.
Das Bedürfnis, den Bildschirminhalt zu
verbergen, entsteht häufig: Der Chef soll Sie nicht spielen
sehen, ein Besucher keine internen Daten ausspähen, Ihre Frau
den Brief an Ihre Freundin nicht lesen.
Als Lösung bietet
sich der Bildschirmschoner von Windows an, doch er ist nicht
sofort aktiv. Um ihn durch Doppelklick oder mit Schlüsseltasten
einzuschalten, verknüpfen Sie ihn einfach mit einer
beliebigen SCR-Datei aus dem Systemverzeichnis.
Gehen Sie
folgendermaßen vor: Mit der rechten Maustaste klicken Sie
auf eine freie Stelle des Desktop. Wählen Sie
Kontext -
Neu - Verknüpfung
Klicken Sie auf "Durchsuchen".
Wählen Sie im Dialog als Dateityp "alle Dateien".
Wechseln Sie in das Windows-Systemverzeichnis. Sie klicken doppelt
auf den gewünschten Schoner, den Sie an der SCR-Endung
erkennen. Dann drücken Sie auf "weiter" und
"fertigstellen". Ihr Doppelklick schaltet jetzt den
Schoner ein.
Wollen Sie über Tastatur mit Schlüsseltasten
eingreifen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die
Verknüpfung und wählen im Menü "Eigenschaften".
Im folgenden Dialog gehen Sie auf die Seite "Verknüpfung".
Im Eingabefeld "Tastenkombination" ordnen Sie einer
Schlüsseltaste ihre Funktion zu, etwa
[Strg-Alt-s]
Den
Schoner konfigurieren Sie ebenfalls über das Kontextmenü
mit der rechten Maustaste. Wenn Sie nun noch den Kennwortschutz
über die Systemsteuerung aktivieren, ist Ihr PC vor dem
Zugriff Unbefugter geschützt.
Stephan Lück/et
Paßwort unbekannt
Auch wenn Sie das Paßwort für
den Bildschirmschoner vergessen haben, können Sie
weiterarbeiten.
Menschen neigen dazu, Daten mit Paßwörtern
zu sichern, um diese dann prompt zu vergessen. Ist Ihnen das mit
einem Bildschirmschoner unter Windows 95 passiert, gibt es zwei
Wege, diesen Mißstand zu beseitigen.
Zum einen können
Sie bei 32-Bit-Screensavern in der Systemsteuerung
Anzeige -
Bildschirmschoner - Kennwortschutz - Ändern
einfach ein
neues Paßwort eingeben.
Als Alternative löschen Sie
mit dem Registriereditor "regedit.exe" im
Pfad
hkey_users\.Default\Coontrol Panel\Desktop
den
Eintrag
ScreenSave_Data
Uwe Thaden/et
Update richtig installieren
Wählen Sie die richtige
Installationsmethode, um Ihr altes Windows weiterhin zu
nutzen.
Führen Sie Ihr Windows-95-Update als "echtes
Update" durch, benutzt der Computer nur noch Win 95 als
Betriebssystem. Wollen Sie Ihr altes DOS mit Windows 3.11
behalten, installieren Sie Windows 95 zusätzlich in ein
getrenntes Verzeichnis. So haben Sie die Wahl zwischen beiden
Betriebssystemen.
Starten Sie im zweiten Fall niemals das
Windows-95-Update über das DOS-Programm-Setup - es führt
immer ein echtes Update durch. Booten Sie zuerst mit DOS und
Windows 3.11, und starten Sie dann aus dem Programm-Manager heraus
"setup.exe" von der CD-ROM. Als Installationsverzeichnis
geben Sie einfach ein anderes als das bestehende
Windows-Verzeichnis an und bestätigen die darauffolgende
Warnung, daß INI- und GRP-Dateien nicht korrekt übernommen
werden.
Beim nächsten Booten steht Ihnen dann alternativ
die alte DOS-Version zur Verfügung. Dazu drücken Sie
beim Erscheinen der Meldung
Windows 95 wird gestartet ...
die
Taste [F8] und wählen dann das gewünschte
Betriebssystem.
Manuel Marsch/pei
Schneller starten
Von Null auf Hundert in ein paar Sekunden
weniger - Windows 95 beschleunigt.
Zeichnet Windows 95 beim
Start die Icons bei Ihnen einzeln auf den Desktop? Wenn ja, so ist
irgendwie Unordnung in das System geraten, und der Start dauert
bis zu 10 Sekunden länger. Schnelle Abhilfe schafft ein Start
von Windows 95 im abgesicherten Modus. Dabei werden einige Dateien
neu aufgebaut und damit der normale Windows-Start wieder
beschleunigt. Selbst wenn das genannte Problem nicht auftritt, ist
ein Start im abgesicherten Modus einmal pro Monat
empfehlenswert.
AndrI Holfeld/pei
Dual-Boot reparieren
Stellen Sie Ihr altes MS-DOS wieder
her, und starten Sie es alternativ zu Windows 95.
Das
Windows-95-Update können Sie auf einer Festplatte mit einer
alten Windows-Version in ein neues Verzeichnis installieren und so
das alte DOS und Windows behalten. Windows 95 sichert dann die
alten Systemdateien von MS-DOS 6.x, bevor es sie durch die
gleichlautenden von Windows 95 ersetzt. Während des
Bootvorgangs drücken Sie beim Erscheinen der Meldung
Windows
95 wird gestartet ...
die Taste [F8] und rufen so das
Windows-95-Startmenü auf. Über den letzten
Menüpunkt
Vorherige DOS-Version
starten Sie das noch
vorhandene DOS und nach Belieben auch die alte Windows-Version.
Sind die alten Systemdateien jedoch beschädigt, so erscheint
nur die lapidare Fehlermeldung
Vorherige Version von MS-DOS
konnte nicht gestartet werden
und Windows 95 wird geladen.
In
einem solchen Fall nehmen Sie sich die Startdiskette der
betreffenden DOS-Version zur Hand und kopieren die Dateien
"msdos.sys", "io.sys" und "command.com"
auf Ihre Festplatte C, wobei Sie die Dateinamenserweiterung
jeweils auf ".dos" ändern.
Nach dem nächsten
Booten steht das alte Betriebssystem wieder zur Verfügung.
Trotz installiertem Windows 95 können Sie auch mal ein
hartnäckiges Spiel unter MS-DOS 6.x starten.
Manuel
Marsch/pei
Tastaturprobleme auf Laptops
Beheben Sie einen Bug bei der
Tastaturbelegung mit dem richtigen Bildschirmtreiber.
Haben Sie
Windows 95 auf einem portablen Computer mit LCD-Anzeige
installiert, so kann es vorkommen, daß Windows 95 in
MS-DOS-Fenstern standardmäßig die amerikanische
Tastaturbelegung nutzt. Selbst das manuelle Laden des deutschen
Tastaturtreibers mit
KEYB GR
wird dann mit einer
Fehlermeldung geahndet, obwohl die deutsche Tastatur bei
Windows-Programmen einwandfrei funktioniert. In einem solchen Fall
öffnen Sie die Datei "config.sys" von Windows 95
und ersetzen die Zeile
DEVICEHIGH=C:\WINDOWS\COMMAND\
DISPLAY.SYS
CON=(EGA,850,1)
durch
DEVICEHIGH=C:\WINDOWS\COMMAND\
DISPLAY.SYS
CON=(LCD,850,1)
Anschließend schreiben Sie in die
"autoexec.bat" anstatt
MODE CON CODEPAGE
PREPARE=((850) C:\WIN95\COMMAND\EGA.CPI)
MODE CON CODEPAGE
SELECT=850
die Zeilen
MODE CON CODEPAGE PREPARE=((850)
C:\WIN95\COMMAND\LCD.CPI)
MODE CON CODEPAGE SELECT=850
Nach
dem nächsten Systemstart kennt Ihr DOS-Fenster plötzlich
die deutsche Tastatur.
Manuel Marsch/pei
Abspann aller Mitwirkenden
Jeder Kinofilm hat einen Abspann
- Windows 95 auch.
Viele Programme enthalten an versteckter
Stelle die Namen ihrer Schöpfer, so auch Windows 95. Legen
Sie auf dem Desktop einen neuen Ordner an, und nennen Sie ihn
zunächst "New Folder". Besitzern der englischen
Version bleibt dieser Schritt erspart. Ändern Sie nun über
[F2] den Namen in
and now, the moment you've all been waiting
for
Geben Sie ihm danach die Bezeichnung
we proudly present
for your viewing pleasure
Aller guten Dinge sind drei, und so
taufen Sie den Ordner jetzt
The Microsoft Windows 95 Product
Team!
Danach öffnen Sie ihn einfach mit einem Doppelklick
und lassen die Akteure vom Hauptdarsteller Bill Gates bis hin zu
den Statisten an sich vorbeiziehen.
Dauert Ihnen das zu lange,
legen Sie für den gleichen Effekt sofort einen Ordner mit dem
Namen
The Microsoft Windows 95 Product
Team!.{869DADA0-42A0-1069-A2E7-08002B30309D}
an. Allerdings muß
auch hier der neue Ordner zunächst "New Folder"
heißen.
AndrI Holfeld/pei
Schnelles Ende
Die gute alte Stapeldatei fährt auch das
neuen System nach Ihren Vorgaben herunter.
"winclose.bat"
(Listing in Databox 5/97) beendet Windows 95 genauso, wie die
Autoexec-Datei es startet. Nichts kann Windows 95 beim Start
entgehen - dafür sorgen unter anderem: "winstart.bat",
"dosstart.bat", "autoexec.bat", "msdos.sys"
und "config.sys".
Aber wie steht es mit dem
geordneten Rückzug? Ständig haben Anwender beim
Verlassen von Windows das Gefühl, etwas vergessen zu haben.
Das können Sie vermeiden: Lassen Sie beim Beenden eine
"Exit-Datei", also das Gegenstück einer Startdatei,
laufen. Das System stellt alle Voraussetzungen dafür zur
Verfügung. So gehen Sie vor:
1. Zunächst sorgen Sie
dafür, daß Windows 95 nicht auf dem üblichen Weg
herunterfährt. Dazu deaktivieren Sie
Start -
Beenden...
und ersetzen den Eintrag durch
Start - Windows
beenden
Zum Deaktivieren öffnen Sie im Registrier-Editor
den
Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer
Im
rechten Fenster fügen Sie einen neuen DWORD-Eintrag
ein:
Mausklick rechts -
Neu - DWORD-Wert
Nennen Sie ihn
"NoClose" und tragen Sie als Wert "1" ein. Den
neuen Eintrag bearbeiten Sie so: Mit einem Mausklick rechts auf
die Taskleiste öffnen Sie
Eigenschaften - Programme im
Menü Start - Erweitert
Daraufhin sehen Sie das Fenster
"Explorer-Startmenü". Mit einem zweiten Rechtsklick
ins rechte Explorer-Fenster öffnen Sie
Neu -
Verknüpfung
und tragen ins
Befehlszeile-Feld
c:\windows\winclose.bat
ein. Passen Sie
gegebenenfalls den Pfad an. Als Namen für die Verknüpfung
geben Sie an:
Windows beenden..
Nun suchen Sie noch ein
geeignetes Icon für die Verknüpfung aus, zum Beispiel
die "offene Tür" in "user.exe".
2.
Schreiben Sie ins Windows-Verzeichnis "winclose.bat".
Diese Verarbeitung erinnert Sie an alles, was Sie vor dem Beenden
noch erledigen wollten.
3. Ab jetzt beenden Sie Windows über
den neuen Eintrag im Start-Menü. Da Sie Windows von nun an
mit einer schnellen Exit-Routine beenden, müssen Sie auf das
Angebot eines Neu- oder DOS-Starts verzichten.
Wer das nicht
will, kann statt dessen eine Desktop-Verknüpfung zur
"winclose. bat" anlegen. Sie müssen dann allerdings
immer daran denken, Windows über dieses Icon zu schließen.
Für den Einsatz der "Close-Datei" sind Ihrer
Fantasie keine Grenzen gesetzt, wie zwei Beispiele beweisen:
Wer
jeden Abend genau protokollieren will, wann er, auf die Sekunde
genau, die Arbeit beendet hat, nutzt "winclose.bat".
Wer
regelmäßig sein fälliges Backup verpaßt,
hilft sich mit folgenden Einträgen:
choice Backup noch
durchführen
if errorlevel 2 goto exit
rem Starten Sie
Ihr Backup-Programm
rem Programmname anpassen!
start /w
Programm.nam
:exit
rundll32.exe user,ExitWindows
Gerhard
Frey/et
Speicherfressern auf der Spur
So suchen Sie erfolgreich nach
großen Dateien.
Wollen Sie die Speicherfresser auf Ihren
Datenträgern ausfindig machen? Dann gehen Sie so vor: Klicken
Sie mit der rechten Maustaste auf [Start]. Wählen Sie
Kontext
- Suchen
und ziehen Sie dort die Registerkarte "Weitere
Optionen", worauf eine Dialogbox aufklappt. Aktivieren
Sie
Größe - Minimal
und definieren Sie den
entsprechenden Wert im Nachbarfeld zum Beispiel mit 5000
KByte.
Ulrich Borgdorf/et
Datenmüll bequem entsorgen
So konfigurieren Sie den
Papierkorb für ein bestimmtes Laufwerk.
Der Papierkorb von
Windows 95 läßt sich global oder laufwerksspezifisch
konfigurieren. Für die zweite Variante klicken Sie zunächst
mit der rechten Maustaste auf den Papierkorb. Wählen
Sie
Kontext - Eigenschaften
Auf der Registerkarte "Global"
aktivieren Sie den Eintrag
Laufwerke unabhängig
konfigurieren
Auf den Registerkarten für die einzelnen
Laufwerke können Sie jetzt eine laufwerksspezifische
Konfiguration für den "Müllpuffer"
festlegen.
Sie können übrigens auch Dateien im
Explorer löschen, ohne den Weg über den Papierkorb zu
gehen. Halten Sie einfach [Umschalt] gedrückt, während
Sie den Befehl
Kontext - Löschen
anklicken. Dann sind
die Dateien endgültig weg, weil sie nicht mehr im Papierkorb
zwischengespeichert werden.
Ulrich Borgdorf/et
Spielerherzen schlagen höher
Die Grafikausgabe von
Spielen läßt sich um etwa 30 Prozent steigern.
Um
die Grafikausgabe von Spielen zu verbessern, sollten Sie die
DirectX-Erweiterung installieren. Viele setzen dabei
herstellereigene Treiber-Updates für Grafik- und Soundkarte
ein: Diese Treiber ersetzen die von Microsoft durch neuere. Das
kann fatale Folgen haben, wenn die neuen Treiber zum Beispiel die
DirectX-Spezifikationen nicht mehr unterstützen.
Wird
DirectX dagegen mit den MS-eigenen Treibern installiert, spricht
es Grafik- und Soundkarte ohne Umwege an. Das entlastet die CPU.
So kann sie etwa Wing Commander oder Grand Prix erheblich
schneller laufen lassen. Den Unterschied können Sie leicht
herausfinden, da sich DirectX beliebig einrichten und
deinstallieren läßt.
Wer allerdings schon
Treiber-Updates installiert hat, sollte Windows 95 komplett neu
einrichten und sofort danach die DirectX-Erweiterung. Erfahrene
Windows-Nutzer löschen alternativ einfach die aktualisierten
Treiber aus dem Windows-Verzeichnis.
Noch ein Weg, um DirectX
zu installieren: Starten Sie DSetup, und klicken Sie "Reinstall
DirectX" an. Wenn Sie dann den Rechner neu starten, rufen Sie
DSetup noch einmal auf. Sie erhalten eine Liste mit
DirectX-Komponenten: Hinter den meisten steht "certified",
jedoch nicht hinter allen. Fehlt der Eintrag, so haben Sie bereits
Updates installiert. Die DirectX-Erweiterung finden Sie auf
aktuellen Treiber-CDs. Wer DirectX direkt von Microsoft bezieht,
dürfte die aktuelle Version erhalten.
RenI Grohn/et
Eine Datenbank für Audio-CDs
Mit wenigen QBasic-Zeilen
und Texteinträgen ordnen Sie während der Rechenzeit Ihre
CD-Sammlung.
Windows 95 enthält ein Programm zum Abspielen
von Audio-CDs. Sie geben den Interpreten und die jeweiligen
Songtitel ein, und beim nächsten Einlegen der CD wird beides
angezeigt.
Sämtliche Eingaben speichert das System im
Windows-Ordner unter dem Namen "cdplayer.ini". Alle
Einträge stehen hierbei untereinander. Den einzelnen Werten
steht eine Feldbezeichnung voran. Die Zählfolge der Songtitel
beginnt bei 0. "cdplayer.ini" könnte etwa so
aussehen:
[6C8F4D]
EntryType=1
artist=Franz
Liszt
title=Symphonische Dichtungen
numtracks=4
0=Lamento
e Trionfo
1=Les
PrIludes
2=Mazeppa
3=OrphIe
order=
numplay=0
Darüber
hinaus wollen Musikliebhaber den Bestand ihrer CD-Sammlung in
einer Datenbank verwalten sowie Auswertungen und Abfragen
vornehmen. Zudem wollen sie Listen nach unterschiedlichen
Sortierkriterien ausgeben. Mit dem QBasic-Programm "cdplay.bas"
(Listing in Databox 5/97) wandeln Sie "cdplayer.ini" in
eine Datei um, die Sie dann für Ihre Datenbank
laden.
Beachten Sie hierbei, daß Sie "cdplayer.bas"
in Ihrem Windows-Ordner ausführen müssen, um auf
"cdplayer.ini" zugreifen zu können. Dabei erhalten
Sie eine Datei mit dem Namen "ausgabe".
Laden Sie nun
Ihr Datenbankprogramm. Das vorliegende Beispiel verwendet die
Datenbankfunktion von Works. Laden Sie die Datei "ausgabe"
als Datenbank. Hierbei erhalten Sie die Sicherheitsabfrage, ob Sie
die Datei als Text, Tabellenkalkulation oder Datenbank einlesen
möchten.
Als Feinschliff sollten Sie den Feldern (,Feld1,
Feld2....Feldx") noch passende Namen geben.
Werner
Förster/et
Das CD-ROM-Laufwerk tunen
Die Datenübertragungsrate
Ihres CD-ROM läßt sich noch steigern.
Läuft Ihr
CD-ROM-Laufwerk zu langsam? Hier ein Rezept, um es zu
beschleunigen.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das
Arbeitsplatz-Symbol, und wählen Sie "Eigenschaften".
Auf der Registerkarte "Leistungsmerkmale" klicken Sie
auf die Schaltfläche [Dateisystem]. Im sich öffnenden
Dialog entscheiden Sie sich für die Registerkarte "CD-ROM".
Mit dem Schieberegler [Größe des
Zusatz-Cache-Speichers] verbessern Sie die Performance Ihres
CD-ROM-Laufwerks.
Es empfehlen sich folgende Einstellungen in
Abhängigkeit vom Arbeitsspeicher:
RAM-Größe
Einstellung
ab 16 MByte 2000 KByte/s
12 MByte 1300 KByte/s
8
MByte 1000 KByte/s ab 4fach-Speed
8 MByte 500 KByte/s unter
4fach-Speed
Nach diesen Werten können Sie sich richten.
Genaue Einträge hängen von Anwendung und Hardware ab. So
nützen Ihnen schnelle CD-ROM-Zugriffe wie bei der
Telefonbuch-CD D-Info mehr, als wenn Sie nur gelegentlich Software
vom CD-Laufwerk installieren. Wichtig ist nur zu wissen, wie Sie
diese Werte konfigurieren. Eigene Experimente machen Sie mit den
Verbesserungen vertraut.
Auf jeden Fall sollte die
Zugriffsoptimierung für das jeweilige Laufwerk den Tatsachen
entsprechen. Also aktivieren Sie nicht "Quadspeed" für
ein Singlespeed-Laufwerk.
Ulrich Borgdorf/et
Das PIF-Verzeichnis einrichten
Bevor eine DOS-Anwendung
startet, überprüft das System den PIF-Ordner nach dort
abgelegten PIF-Dateien.
Ursprünglich war der PIF-Ordner
als Sammelbecken für sämtliche PIF-Files vorgesehen.
Doch Windows hält sich nicht an diese Regel: Meist legt es
PIF-Dateien dort ab, wo sich auch die zugehörige
DOS-Anwendung befindet. Wer seine PIF-Dateien schnell überblicken
möchte, sollte sie alle manuell in den dafür
vorgesehenen Ordner verfrachten.
Manuel Diekmeyer/et
Tausche Komma gegen Punkt
Das neuen System löst ein
klassisches Problem per Mausklick.
Sie suchen nach einem Weg,
das Komma auf dem numerischen Tastenblock gegen einen Punkt
auszutauschen? Kein Problem: Klicken Sie auf
Start -
Einstellungen - Systemsteuerung - Tastatur
Wählen Sie die
Registerkarte "Sprache" an, und klicken Sie auf
[Hinzufügen]. Wählen Sie nun "Deutsch (Schweiz)"
aus, und bestätigen Sie mit [OK].
Fortan haben Sie zwei
Sprachversionen zur Auswahl, zwischen denen Sie über die
Task-Leiste durch Anklicken des Tastatursymbols wechseln
können.
Manuel Diekmeyer/et
Das Ende des DIR-Bugs
Das System lernt selbst bei
fundamentalen Befehlen dazu.
Endlich wurde ein lästiger
DIR-Bug in der DOS-Box von Windows 95 ausgemerzt. Gaben Sie unter
älteren DOS-Versionen etwa das Kommando
dir *xt*.txt
ein,
blieben alle Angaben nach dem Sternsymbol unbeachtet. Nicht mehr
in der DOS-Box von Windows 95. Hier liefert der Befehl das
gewünschte Ergebnis: Alle Dateien mit einer beliebigen
Zeichenfolge werden vor und nach "XT" angezeigt.
Manuel
Diekmeyer/et
Sitzungen protokollieren
Mit einer Batchdatei speichern Sie
Ihre PC-Betriebszeiten.
Viele Betriebe setzen
Zeiterfassungsgeräte (Stechuhren) ein. Einen ähnlichen
"Komfort" können Sie auch unter Windows 95 haben:
"winstart.bat" (Listing in Databox 6/97) im
Windows-Verzeichnis ermittelt, wie viele Stunden Sie am Rechner
verbracht haben.
Die wenig bekannte Batchdatei wird, sofern im
Windows-Verzeichnis vorhanden, bei jedem Windows-95-Start
automatisch abgearbeitet. Damit erübrigt sich ein Aufruf beim
Start. Wenn Sie Windows 95 beenden, rufen Sie "winstart.bat"
noch einmal auf, um das Sitzungsende zu protokollieren. Damit Sie
letzteres nicht vergessen, deaktivieren Sie im Start-Menü den
Eintrag
Beenden...
und ersetzen ihn durch
Windows
beenden
Zum Deaktivieren öffnen Sie im Registrier-Editor
den
Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer
Fügen
Sie im rechten Fenster den neuen Eintrag
Mausklick
rechts/Neu/DWORD-Wert
ein. Nennen Sie ihn "NoClose",
und tragen Sie als Wert "1" ein.
Den neuen Eintrag
öffnen Sie mit einem Mausklick (rechte Taste) auf die
Task-Leiste
Start - Erweitert - Eigenschaften/Programme
Es
öffnet sich das Fenster
Explorer - Startmenü
Mit
einem zweiten Mausklick (rechte Taste) ins rechte Explorer-Fenster
öffnen Sie
Neu - Verknüpfung
und tragen ins Feld
"Befehlszeile"
c:\windows\winstart.bat
ein: Als
Namen für die Verknüpfung geben Sie "Windows
beenden" an. Nun suchen Sie noch ein geeignetes Icon für
die Verknüpfung aus.
Bei jedem Windows-95-Start schreibt
"winstart.bat" Startdatum und -zeit in die Datei
"winstart.log" im Hauptverzeichnis. Sie beenden Windows
95 über den neuen Eintrag
Start - Windows beenden
Da
Sie Windows ab jetzt mit einer schnellen Exit-Routine beenden,
entfallen die Optionen Neustart und DOS-Start.
Gerhard Frey/et
Eigene Tips
Statt mit bekannten Tips lassen Sie das System
mit Erinnerungen an wichtige Termine hochfahren.
Viele
empfinden sie als überflüssig, manche sogar als lästig:
die kleinen Tips, die Windows 95 beim Start anzeigt. Um sie
loszuwerden, deaktivieren Sie einfach die Checkbox "Dieses
Fenster bei jedem Start von Windows anzeigen".
Da Sie Ihr
Windows 95 mittlerweile aus dem Effeff kennen, hätten Sie
vielleicht lieber Hinweise auf bevorstehende private oder
geschäftliche Ereignisse wie Hochzeitstag, Party- oder
Prüfungstermine. So gehen Sie vor:
Starten Sie
"regedit.exe" und öffnen den
Schlüssel
HK_L_M\Software\
Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Tips
Wählen Sie
den Menübefehl
Registrierung - Registrierungsdatei
exportieren
und aktivieren Sie in der Box "Exportbereich"
die Option "Gewählter Zweig". Im darunterliegenden
Textfeld kontrollieren Sie den gewählten Zweig. Im Textfeld
"Dateiname" geben Sie
C:\Windows\origtips
ein.
Klicken Sie dann auf [Speichern].
Windows hat jetzt eine
REG-Datei angelegt, in der alle Originaltips gespeichert sind.
Falls nötig, können Sie also den alten Zustand
wiederherstellen, indem Sie im Explorer doppelt auf "origtips.reg"
klicken. Nun löschen Sie den Tips-Schlüssel, indem Sie
im Registrier-Editor
Bearbeiten - Löschen
wählen
und mit [Ja] bestätigen. Ihre individuellen Tips legen Sie
dann am einfachsten so an:
- Kopieren Sie im Windows-Ordner die
eben angelegte Datei "origtips.reg", und nennen Sie die
neue Datei "newtips.reg".
- Diese Datei können
Sie mit einem beliebigen Editor bearbeiten. Den Kopf lassen Sie
aber unverändert; schreiben Sie nur Ihre eigenen Tips.
Beschränken Sie sich am besten auf 10 bis 15 wichtige
Hinweise, und löschen Sie alle anderen Tip-Einträge.
-
Mit einem Doppelklick auf "newtips.reg" im Explorer
übertragen Sie Ihre Tips in die Registrierdatei.
Um
künftig Ihre eigenen Tips schnell zu aktualisieren, editieren
Sie "newtips.reg" wie beschrieben und übertragen
sie erneut per Doppelklick.
Gerhard Frey/et
Autoscooter
Wer auf seinem neuen Rechner seine Windows-CD
untersucht, kann zum Spieler werden.
Wer Windows 95 beim Kauf
seines Computers vorinstalliert hatte, kennt vielleicht gar nicht
die CD von Windows 95. Untersuchen Sie die Software, auf der sich
ein paar kleine Schätze verbergen.
Dazu gehören die
beiden Musik-Videoclips "Goodtime" und "Weezer".
Sie lassen sich direkt von der CD abspielen. Zudem gibt es ein
spannendes 3D-Simulationsspiel: "Hoover".
Sie brausen
in einem Autoscooter durch Labyrinthe und befinden sich in einem
Wettkampf mit "Drohnen", wobei Sie möglichst
schnell ein paar Fähnchen finden und einsammeln müssen.
Auf Ihrem Weg begegnen Sie diversen "Kugeln", die Ihnen
Vor- oder Nachteile bringen können, oder Sie werden von Ihren
Spielgegnern gerammt. Das Spiel hat mehrere Schwierigkeitsgrade
und bietet vor allem Fans von 3D-Autospielen eine Menge
Spaß.
Wolfgang Adis/et
Begrenzte Dateianzahl
Ins Hauptverzeichnis von Windows 95
passen nur wenige Dateien.
Unter MS-DOS war die Zahl der
Einträge im Hauptverzeichnis auf 512 Dateien beschränkt,
unter Windows 95 sind es bedeutend weniger. Grund dafür ist
die Verwaltung langer Dateinamen.
Je länger die einzelnen
Dateinamen werden, um so weniger Einträge faßt das
Hauptverzeichnis. Ist es voll, kommt es mit einer Fehlermeldung
zum Systemabbruch. Erfahrene Anwender legen daher nur die
wichtigsten Dateien im Windows-Root ab.
AndrI Moritz/et
Testen ohne Risiko
Sichern Sie Ihr System, bevor Sie neue
Hard- oder Software installieren.
Neue Hard- oder Software kann
die Systemdateien irreparabel schädigen, da
Deinstallationsprogramme nicht verläßlich arbeiten. Das
Risiko schalten Sie aus, indem Sie Ihr System vor der Installation
sichern. Dazu brauchen Sie nur etwa 100 MByte freie
Festplattenkapazität.
Zuerst legen Sie mit dem Explorer im
Hauptverzeichnis Ihrer Festplatte ein neues Verzeichnis an,
etwa:
c:\test
Dann wechseln Sie in das
Windows-95-Verzeichnis und klicken mit der linken Maustaste im
Fenster "Inhalt von..." den ersten Eintrag an - egal ob
es sich um eine Datei oder ein Verzeichnis handelt.
Mit dem
Rollbalken bewegen Sie sich jetzt zum Ende der Liste. Halten Sie
[Umschalt] gedrückt, und klicken Sie mit der linken Maustaste
den letzten Eintrag an. Damit markieren Sie alle Dateien und
Verzeichnisse in dieser Liste.
Dann suchen Sie die Datei
"win386.swp". Sie markieren sie, indem Sie [Strg]
gedrückt halten und sie mit der linken Maustaste anklicken.
Mit [Strg] schieben Sie sie via Drag&Drop in das
Verzeichnis
c:\test
Damit kopieren Sie die notwendigen
Dateien in Ihr Testverzeichnis. Anschließend beenden Sie
Windows und starten im MS-DOS-Modus. Mit dem CD-Befehl wechseln
Sie dann ins Hauptverzeichnis und geben dort
ren windows
windold
ein. Das vorige Testverzeichnis taufen Sie in das neue
Windows-Verzeichnis um:
ren test windows
Jetzt booten Sie
neu, wobei das Windold-Verzeichnis mit der Originalversion
unangetastet bleibt. Beim Neustart nutzt der PC nun die Kopie, in
der Sie nach Belieben schalten und walten können.
Wenn Sie
wieder mit Ihrem vorigen Original arbeiten wollen, löschen
Sie einfach die neu installierte Software mit allen
Unterverzeichnissen. Nur die Daten in Ihrem Windold-Verzeichniss
tasten Sie nicht an. Die zuvor eingegebenen Ren-Befehle müssen
Sie nun nur noch rückgängig machen:
ren windows
test
ren windold windows
Stefan Rühling/et
Eigener Bildschirmschoner
Eine Änderung mit dem
Hex-Editor verschafft dem Bildschirmschoner ein neues
Aussehen.
Sie greifen standardmäßig auf verschiedene
Bildschirmschoner zurück. Einer davon ist "flying
Windows". Hier können Sie Logos einstellen, die Ihnen
aus der Tiefe des Raums entgegenfliegen. Diese Logos ersetzen Sie
durch andere Zeichen. Dazu brauchen Sie einen Hex-Editor.
Zuerst
machen Sie eine Kopie der Datei "flying Windows" und
benennen die Kopie um. Sämtliche Bildschirmschoner-Dateien
finden Sie im Verzeichnis
\windows\system
Anschließend
laden Sie die Kopie des Bildschirmschoners in Ihren Hex-Editor. In
dieser Datei suchen Sie nach dem Begriff "Wingdings".
Vier Zeichen vor "Wingdings" finden Sie ein Zeichen, das
dem Hex-Wert "FF" entspricht. Ändern Sie den Wert
zum Beispiel in "4A". So ersetzen Sie die Windows-Logos
durch Smileys. Die Zeichentabelle zeigt Ihnen, welche Symbole und
Buchstaben sich hinter anderen Zeichen verbergen. Nach Ihren
Änderungen aktivieren Sie nur noch den Schoner im Desktop und
testen ihn auch gleich.
Eric Bulach/et
Deinstallation entfernen
Entfernen Sie falsche
Software-Deinstallationseinträge.
Nichts ist ärgerlicher
als falsche Einträge, die man nicht mehr los wird. So kommt
es auch unter Windows vor, daß sich Applikationen nicht
über
Start - Einstellungen - Software
entfernen lassen.
Vielmehr erhalten Sie lediglich eine Fehlermeldung. Und selbst
wenn Sie die Dateien radikal von der Platte putzen, ist und bleibt
der Eintrag erhalten.
Der Grund: Die Vermerke, welche Software
installiert ist, sind in keiner INI-Datei abgelegt, sondern in der
Registrierungsdatenbank. Mit "regedit.exe" läßt
sich diese jedoch bearbeiten. Starten Sie also über
Start
- Ausführen
das Programm "regedit.exe", und
hangeln Sie sich in der Baumstruktur zum
Ordner
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\UnInstall\XXX
wobei
"XXX" für den Namen der Applikation steht. Löschen
Sie diesen Ordner mit [Entf] aus der Liste, so verschwindet er
auch aus dem Deinstallations-Dialog.
Peter Weber/ib
Offene Fenster - das API
Auch aus dem DOS-Fenster greifen
Sie auf das Windows-API zu. Mit einem DOS-Makro testen Sie
das.
Einer der großen Vorteile von Windows 95 gegenüber
seinem Vorläufer sind die diversen Schnittstellen, die das
System einigen anderen Anwendungen zur Verfügung stellt. Die
Funktionen von Windows 95 liegen sozusagen "auf Abruf
bereit". Sie müssen sie nur über das Application
Programming Interface (API) ansprechen. Dadurch greifen
Anwendungsprogramme auf Windows-eigene 32-Bit-Funktionen zu. Diese
können Sie nun relativ einfach individuell nutzen.
Wenig
bekannt ist bisher die Tatsache, daß Sie sogar aus dem
DOS-Fenster heraus auf Windows-95-Funktionen zugreifen können.
Dazu rufen Sie einfach "rundll32.exe" auf. Durch diese
Aktion wird die beim Start als Parameter angegebene Funktion per
DLL-Aufruf durchgeführt, wie ein einfaches Beispiel zeigt.
Definieren Sie dazu folgendes Doskey-Makro:
Doskey
Format=Rundll32.exe shell32.dll,SHFormatDrive
Ab jetzt steht
Ihnen in der DOS-Box über den Format-Befehl die
Windows-95-Format-Routine mit ihren Vorteilen zur Verfügung,
beispielsweise einer ordentlichen Fehlermeldung beim
Formatierversuch auf einer schreibgeschützten Diskette.
Auch
die Systemsteuerungsdateien (CPL-Dateien) sind auf diese Weise in
der DOS-Box verfügbar: Zeit und Datum stellen Sie mit den
Programmen "time" und "date" ein, die aber
nicht sonderlich benutzerfreundlich sind. Wenn Sie im DOS-Fenster
auf den Windows-95-Komfort nicht verzichten wollen, legen Sie doch
das Makro "TD" an:
DOSKEY TD=RunDLL32 Shell32.dll,
A
Control_RunDLLTimeDate.cpl
Achten Sie genau auf die
Schreib-
weise, und fügen Sie keine zusätzlichen
Leerzeichen oder Kommata ein. Über das Makro greifen Sie auf
die Windows-Systemfunktion "TimeDate" der
Windows-95-Shell zu, mit der Sie bequem Datum und Zeit einstellen.
Vergewissern Sie sich, daß die Dateien "rundll32.exe"
im Ordner Windows sowie "shell32.dll" und "timedate.cpl"
im Ordner "Windows/system" zu finden sind.
Gerhard
Frey/et
Neustart automatisieren
Windows starten Sie mit einem 2 Byte
kleinen Maschinenprogramm und einer Stapelverarbeitung.
Viele
Windows-Anwender passen die Oberfläche durch Änderungen
an der Registry den eigenen Bedürfnissen an. Allerdings
wirken die meisten Registry-Einträge erst nach einem Neustart
des Systems. Doch den führen Sie zumeist manuell herbei.
Unnötigerweise führt dieser Neustart auch noch die
Startdateien "autoexec.bat" und "config.sys"
aus. Dieser Tip beseitigt beide Nachteile: die manuelle Ausführung
des Neustarts und die Verarbeitung der Startdateien.
Um Windows
aus einer Stapelverarbeitung heraus neu zu starten, genügt
ein 2 Byte großes Maschinenprogramm, nennen wir es
"restart.com". Sie erhalten es folgendermaßen:
-
Starten Sie die DOS-Eingabeaufforderung, und wechseln Sie ins
Windows-Verzeichnis.
- Geben Sie am DOS-Prompt folgende Zeile
ein:
echo = >restart.com
Das Zeichen "="
erhalten Sie durch die Tastenkombination [Alt-205] (auf dem
Nummernblock), danach folgt ein einfaches Leerzeichen. Unmittelbar
- das ist wichtig - nach dem Leerzeichen folgt die Dateiumleitung
">".
Nun befindet sich im Windows-Verzeichnis die
2-Byte-Datei "restart. com". Für Interessierte sei
gesagt, daß das "Programm" nichts anderes macht,
als den DOS-Interrupt 20hex aufzurufen, der seinerseits das
laufende Programm beendet. Aus diesem Grund muß
"restart.com" auch im MS-DOS-Modus laufen! Deshalb sind
noch Einstellungen über das Kontext-Menü nötig:
-
Öffnen Sie das Kontext-Menü der Datei "restart.com"
im Explorer (auf rechte Maustaste klicken), und wählen Sie
den Punkt "Eigenschaften".
- Öffnen Sie das
Register "Programm" und klicken den Button
[Erweitert]
an, womit Sie den Dialog "Erweiterte Programmeinstellungen"
aufschalten.
- Dort aktivieren Sie das Kästchen
[MS-DOS-Modus], deaktivieren "Vor Aktivierung des
MS-DOS-Modus warnen" und klicken den Radiobutton [Aktuelle
MS-DOS-Konfiguration verwenden] an.
- Bestätigen Sie Ihre
Arbeit mit dem Doppelklick auf [OK].
Ab jetzt existiert eine
Datei "restart.pif" im Windows-Verzeichnis, die Sie
immer wieder verwenden können. Alle bisher durchgeführten
Handlungen machen Sie nur ein einziges Mal, so daß der
Aufwand vertretbar ist. Um das neue Restart-Programm in
Stapelverarbeitungen einzusetzen, genügt folgende Sequenz in
der Batchdatei:
Choice Windows jetzt neu A starten?
If
errorlevel 2 exit
Start c:\windows\restart.pif
Der folgende
Tip "Registry-Manipulationen per Batch" zeigt Ihnen ein
praktisches Beispiel, wie Sie Restart in Stapelverarbeitungen
einsetzen.
Gerhard Frey/et
Registry-Manipulationen per Batch
Mit der
Batchprogrammierung ändern Sie auch die Registry.
Die
Methode, Eingriffe in die Registry per Stapelverarbeitung zu
automatisieren, fand bisher noch wenig Beachtung. Wie Sie mit
einer Stapelverarbeitung die Registry ändern, demonstriert
ein bekanntes Beispiel.
Normalerweise öffnet und schließt
Windows 95 Fenster mit einem Animationseffekt, der den Eindruck
"explodierender" und "schrumpfender" Fenster
vermittelt. Das kann man mögen oder nicht, für
Ungeduldige wird die Verzögerung meist lästig. Abhilfe
schafft "winani.bat" (Listing in Databox 7/97). Das
Programm prüft, auf welchen Wert der Registry-Eintrag
"MinAnimate" eingestellt ist (0 oder 1) und ändert
den Wert ab. Falls Sie die Animation abstellen wollen, klicken Sie
einfach im Explorer doppelt auf "winani.bat" (oder auch
auf ein entsprechendes Icon, womit Sie die Verarbeitung auf dem
Desktop verknüpft haben). Ebenso läßt sich die
Animation wieder einschalten, falls Sie es wünschen.
"winani.bat" repräsentiert sozusagen einen
Schalter.
Zur Programmiertechnik: Das Programm "regedit.exe"
verfügt über eine Kommandozeilenversion, die es mit dem
Schalter "/e" gestattet, Teile der Registry zu
exportieren. So läßt sich in Zusammenarbeit mit den
DOS-Befehlen "type" und "find" ermitteln, in
welchem Zustand sich der WinAnimate-Eintrag aktuell befindet. Die
Umgebungsvariable "%ANI%" setzen Sie entsprechend
(Zeilen 1 bis 4). Die Zeilen 5 bis 9 bereiten dann den Import des
neuen Eintrags vor, indem sie eine temporäre REG-Datei
anlegen und diese starten.
Hinweise: Achten Sie beim Abtippen
des Listings vor allem auf die Zeile 2, wobei das Leerzeichen
zwischen "control" und "panel" wichtig ist. In
der Zeile 3 dürfen Sie auf keinen Fall die Zahl der
Anführungszeichen verändern. Gerhard Frey/et
Schnelle Modifikation des Start-Menüs
Das Start-Menü
ändern Sie auch mit einer Stapeldatei.
Sicherlich können
Sie komfortabel mit
START/ Einstellungen/Task-Leiste/Programme
im Menü Start/Erweitert
neue Programmgruppen oder
Programme in die zentrale Startleiste von Windows 95 integrieren,
doch gibt es eine weit schnellere Methode.
Da das
Windows-95-Start-Menü mit all seinen Gruppen und Programmen
als Verzeichnisstruktur ab dem Verzeichnis \Windows\Startmenü\
abgelegt ist, können Sie diese Dateistruktur auch direkt
manipulieren.
Legen Sie zum Beispiel ein neues Verzeichnis
"xft" als
\Windows\Startmenü\Programme\xft
an,
so sehen Sie dieses auch sofort in der Startleiste als Gruppe
"xft" unter
START/ Programme/ xft
Wollen Sie in
dieser Gruppe Icons zum Programmstart anlegen, so reichen
Dateiverknüpfungen auf das soeben angelegte Verzeichnis.
So
verändern Sie das Start-Menü nicht nur schneller als
über die Menü-Führung, Sie setzen auch Batchdateien
dazu ein:
@ECHOOFF
md
\windows\startmenü\programme\xft
Manuel Marsch/et
Benutzerkennung ändern
Die Installation trägt Ihre
Kennung ein, die Sie in der Registry ändern können.
Wer
zum Beispiel nach der Installation von Windows 95 geheiratet und
dabei den Namen des Partners angenommen hat, findet sich im
Windows-Explorer unter
? / Info
noch mit altem Namen als
Lizenznehmer.
Sicherlich könnten Sie Windows 95 jetzt neu
installieren, um Ihren Namen zu ändern, doch es geht auch
einfacher. Starten Sie den Registereditor, und suchen Sie nach dem
Schlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion
Dort
finden Sie unter "Registred Owner" Ihren alten Namen,
den Sie in Ihren neuen ändern können.
Manuel
Marsch/et
Karteneinbau auf Nummer Sicher
Nutzen Sie die
Hardware-Profile von Windows 95 bei der Installation von
Erweiterungskarten.
Wollen Sie die alte Grafikkarte in Ihrem
Rechner durch ein neues Modell ersetzen? Dann können die
Hardware-Profile von Windows 95 Ihnen eine wertvolle Hilfe sein.
Damit läßt sich eine Erweiterungskarte einbauen, ohne
daß Sie vorher die Treiber des Pendants deinstallieren
müssen.
So gehen Sie vor: Zunächst stellen Sie unter
Kontext - Eigenschaften von Anzeige
die Grafikauflösung
Ihres Rechners auf VGA (640 x 480 bei 256 Farben) zurück.
Anschließend legen Sie in
Kontext - Eigenschaften von
System
ein neues Hardware-Profil durch Kopieren der
Ausgangskonfiguration an. Das neue Profil können Sie nach
Belieben umbenennen. Wenn Sie anschließend Ihren Rechner neu
starten, wählen Sie es vor dem Start von Windows 95 aus der
angezeigten Liste.
Im nächsten Schritt können Sie die
alte Grafikkarte für dieses Profil "sperren".
Wechseln Sie dazu in den Geräte-Manager, und wählen Sie
die Eigenschaften Ihrer Karte. Unter "Gerätenutzung"
markieren Sie [In diesem Hardwareprofil deaktivieren]. Jetzt
können Sie den Rechner ausschalten und die beiden Karten
austauschen. Wählen Sie wieder Ihr neu erstelltes
Hardware-Profil, und installieren Sie die Treiber der neuen
Grafikkarte, sofern Windows 95 dies nicht automatisch erledigt.
Treten anschließend Schwierigkeiten auf, weshalb Sie doch
wieder auf Ihre alte Karte zurückgreifen wollen - kein
Problem: Schalten Sie einfach den Rechner aus, tauschen Sie erneut
die Grafikkarten, und wählen Sie nun beim Start das
Hardware-Profil mit der Ausgangskonfiguration.
mp
Universelle Input-Routine für Batches
Sie bauen sich
eine Input-Routine für Stapelverarbeitungen.
Auch unter
Windows 95 greifen Anwender im MS-DOS-Fenster auf
Stapelverarbeitungen zurück. Leider haben die Entwickler dem
Batchinter- preter immer noch keine Input-Routine spendiert. Sie
starten ein Batchprogramm mit Parameter-Übergabe, wenn Sie in
dessen Kontextmenü unter Eigenschaften-Programm
im Feld
"Befehlszeile" ein Fragezeichen anhängen. Nun
erscheint bei jedem Programmstart zuerst ein Eingabefeld mit der
Aufforderung, Parameter einzugeben. Ihre Eingabe übergibt das
System nun dem Batchprogramm.
Richtig flexibel werden
Batchdateien aber erst, wenn Sie zur Laufzeit an jeder Stelle des
Programmablaufs Zeichen eingeben können. So gehen Sie vor:
1.
Mit Hilfe des Explorers erzeugen Sie in Ihrem Batchverzeichnis
eine Verknüpfung zu einer beliebigen Batchdatei, indem Sie im
Kontextmenü die Option "Verknüpfung erstellen"
wählen.
2. Geben Sie dieser Verknüpfung den Namen
"Input".
3. Im Kontext-Menü schreiben Sie
in
Eigenschaften - Programm
- im obersten Feld (neben dem
Icon):
Ihre Eingabe...
- im Feld "Befehlszeile":
%Batch% ? mit einem Leerzeichen vor dem Fragezeichen.
-
Aktivieren Sie das Kästchen [Schließen beim
Beenden].
Damit können Sie in jedem beliebigen
Batchprogramm das Parameter-Eingabefenster der Windows-GUI
anfordern. Dazu müssen Sie nur im Batch die Verknüpfung
starten (Zeile 10):
start Input.pif
Vor diesem Aufruf müssen
Sie allerdings noch eine Umgebungsvariable per Set-Befehl
definieren, damit "input.pif" richtig arbeiten kann. Die
Zeilen 7 bis 9 im Listing ermitteln den Programmaufruf für
Ihre Batchdatei und legen ihn nun in der Variablen "%batch%"
ab. Mit Hilfe dieser Variablen ruft dann "input.pif",
die ja Ihre Eingabe übernimmt, die Batchdatei ein zweites Mal
auf und übergibt ihr die Eingabe als Parameter "%1".
Im
Eingabefenster können Sie sogar mehrere Wörter eingeben.
Sie müssen sie dann aber in Anführungszeichen setzen,
damit sie die Batchdatei richtig auswerten kann.
"inpdemo.bat"
(Listing in Databox 8/97) zeigt Ihnen, wie Sie am besten vorgehen.
Zum Ausprobieren kopieren Sie diese Datei ins Batchverzeichnis,
das in der PATH-Variablen eingetragen sein muß.
Gerhard
Frey/et
Norton Utilities
Wer das Live-Update für seinen
Virenschutz nicht über T-Online als Internet-Provider laden
kann, wählt die Mailbox an.
Das Virenschutzprogramm der
Norton Utilities wirbt mit einem Live-Update, das Sie via Internet
laden können. Doch wenn es T-Online als Provider nicht
schafft, eine funktionierende Internet-Verbindung zu schalten,
hilft ein Trick weiter.
Dazu wählen Sie als Alternative
die Modem-Anwahl der Mailbox in Holland an, wie es die Auswahl
unter Norton erlaubt. Da aber Symantec die Auslandsvorwahl von
Holland nicht integriert hat, müssen Sie sie unter Windows 95
eingeben:
Systemverwaltung/Modem/Wahlparameter/Amtskennzahl/0031
Nach
erfolgtem Update müssen Sie diesen Eintrag wieder entfernen.
Diese Datenübertragung wird zwar etwas teurer, doch dafür
funktioniert sie problemlos.
Dieter Craasmann/et
Den Schoner überlisten
Bildschirmschoner beanspruchen
Rechenzeit, die Sie ihnen per Mausklick entziehen können.
Für
rechenintensive Programme, bei denen Sie nicht eingreifen müssen
wie bei einer Installation, bei Defrag oder auch bei einem
Virenscanner, sollten Sie den Bildschirmschoner abschalten. Dazu
klicken sie einfach ein Menü an. Der Bildschirmschoner
startet nun nicht mehr, da Windows davon ausgeht, daß Sie
einen Menüpunkt auswählen.
Dominik Appl/et
Powertoys - Kontext-Menü in Deutsch
Wer die übliche
Bildschirmmeldung übersetzen will, muß etwas trickreich
vorgehen.
Einige Powertoys schreiben ihren Namen wie "DOS
Prompt here" in das sogenannte Kontext-Menü. Schön
wäre es, wenn Sie diese Meldung Ihrem Geschmack anpassen
könnten. Wählen Sie dazu das gewünschte Powertoy
aus, zum Beispiel "doshere", öffnen Sie es mit
einem Editor, und suchen Sie folgende
Zeilen:
[strings]
DosHereName="DOS Prompt Here
PowerToy"
DosHereAccel="DOS&Prompt
Here"
UDHERE="Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall\DosHere"
Ändern
Sie diese Zeilen etwa so:
[strings]
DosHereName="DOS-Fenster
hier"
DosHereAccel="DOS-Fenster
hier"
UDHERE="Software\Microsoft\Windows\
\CurrentVersion\Uninstall\DosHere"
Entsprechend
bearbeiten Sie das Powertoy
"explore":
[strings]
Explore_DESC="Explorer-Fenster
hier"
Explore_REMOVE_DESC="Explorer-Fenster
hier"
Andreas Schuh/et
Komprimierte ERU-Disk
Mit dem Systemwerkzeug ERU und dem
Packer PKZip sichern Sie wichtige Systemdateien.
Dieser
Vorschlag verbessert Tip 7 der Ausgabe 2/97, Seite 198. Die Idee
war, eine komprimierte ERU-Disk (Emergency Recovery Utility)
anzulegen, ohne das Windows-95-eigene ERU-Werkzeug zu verwenden.
In Tip 7 führte das dazu, daß Sie zwei
Stapelverarbeitungen einsetzen mußten, die zusammen 69
umfangreiche Zeilen umfassen.
Das läßt sich
vermeiden. Überlassen Sie das Kopieren der Systemdateien
ruhig dem ERU-Utility: Es kann das besser als die
DOS-Stapelbefehle. Sie müssen eru.exe nur noch dazu bringen,
mit dem Packer PKZip zusammenzuarbeiten. So erreichen Sie das Ziel
mit 26 Zeilen Batchcode. Außerdem ist der Programmablauf
schneller.
Beachten Sie dabei:
1. Falls Sie es nicht bereits
getan haben, müssen Sie das ERU-Utility zuerst auf Ihre
Festplatte kopieren. Sie finden es im Ordner \other\misc\eru\ der
Windows 95-CD. Kopieren Sie den Inhalt ins Verzeichnis c:\eru.
2.
Die Batchdatei runeru.bat (Listing in Databox 9/97) schreiben Sie
in das Verzeichnis c:\batch.
3. Die Kompressions-Werkzeuge
pkzip.exe und pkunzip.exe finden zum Schluß auch noch Platz
im Verzeichnis c:\batch.
4. Sollten Sie andere Verzeichnisse
(oder ein anderes Laufwerk) verwenden, passen Sie die
entsprechenden Pfade im Listing von runeru.bat an.
Dann rufen
Sie die Stapeldatei ohne Parameter auf. Anhand des Disk-Labels
erkennt sie, welcher Vorgang durchzuführen ist: Erkennt sie
das Disketten-Label ERU-Disk, schreibt sie die Systemdateien
zurück. Jede andere Bezeichnung sichert die Systemdateien,
runeru.bat verzweigt zur Sprungmarke backup.
Für eine neue
Sicherung können Sie eine Diskette mit dem Label ERU-Disk
nicht verwenden, es sei denn, Sie ändern es zuvor. Diese
Sicherheitsschranke verhindert ein versehentliches Überschreiben
Ihrer Sicherungsdiskette. Zusätzlich erfolgt vor dem Löschen
der Diskette noch eine Sicherheitsabfrage mit dem Befehl choice.
Wenn Sie mit Ja antworten, machen Sie die Diskette bootfähig
und versehen sie mit dem Label ERU-Disk. Danach startet eru.exe.
Folgen Sie den Anweisungen des Programms. Wichtig ist, daß
Sie als Zielordner nicht Laufwerk A wählen, sondern die
Option Other Directory aktivieren.
eru.exe schlägt Ihnen
nun das Verzeichnis c:\erd auf der Festplatte vor, das Sie per
Mausklick auf Next übernehmen. Dies ist eine Voraussetzung
für den korrekten Ablauf des weiteren Batchprogramms.
Nachdem
eru die Arbeit beendet hat, überträgt PKZip den
Ordnerinhalt c:\erd als Archiv eru$.zip auf die Diskette in
Laufwerk A, und Sie können den Ordner c:\erd löschen.
Ihre ERU-Rettungsdiskette ist fertig.
Wenn Sie mit Hilfe dieser
Diskette die Systemdateien restaurieren wollen, etwa weil eine
Installation fehlgeschlagen ist, gehen Sie so vor:
1. Legen Sie
die ERU-Disk in Laufwerk A ein, und starten Sie den Rechner. Damit
die Startroutine der Diskette und nicht die der Festplatte
anläuft, stellen Sie im BIOS-Setup die Bootsequenz auf
Diskette first. Der PC bootet nun von Laufwerk A bis zur
Kommandozeile, ohne Windows 95 zu laden.
2. Geben Sie am
DOS-Prompt runeru ein, um die Stapelverarbeitung zu starten. Das
Programm verifiziert zuerst, daß Windows nicht geladen ist.
Dies ist aus Sicherheitsgründen nötig: Falls Sie einmal
unter Windows 95 die Stapelverarbeitung runeru.bat starten
(möglichst vermeiden!), bricht das Programm sofort ab.
4.
Das Archiv wird entpackt und das DOS-Utility erd.exe gestartet.
Folgen Sie den Anweisungen des Programms, um die Systemdateien
wieder zu restaurieren.
Gerhard Frey/et
Täglich neu !
Lassen Sie sich unter Windows täglich
mit einem neuen Hintergrundbild erfreuen.
Für jeden
Wochentag ein eigenes Hintergrundbild? Dieser Tip zeigt, wie es
geht. Alles, was Sie dazu brauchen: eine Batchdatei, ein mit
debug.exe erzeugtes com-Programm und ein Eintrag in der
autoexec.bat.
Die autoexec.bat ruft die Batchdatei chgpic.bat
(Listing in Databox 9/97, change picture) auf. Diese startet
wiederum in Zeile 4 dow.com (day of week). Das Programm ermittelt
über eine MS-DOS-Funktion das aktuelle Systemdatum und gibt
den Wochentag als Exit-Code zurück:
0=Sonntag, 1=Montag,
.., 6=Samstag
Die Batchdatei wertet den Return-Code mit dem
Errorlevel aus und macht die jeweilige Bilddatei des Wochentags
zur aktuellen. Das heißt, sie überschreibt die in der
Bildschirmsteuerung von Windows 95 vereinbarte
Hintergrundbilddatei ak.bmp mit der für den jeweiligen
Wochentag vorgesehenen, zum Beispiel mit sa.bmp.
Damit Sie beim
Start von Windows 95 täglich ein neues Hintergrundbild
erfreut, gehen Sie folgendermaßen vor: Nachdem Sie den
Quellcode dow.scr (Listing in Databox 9/97) eingegeben haben,
erhalten Sie dow.com mit der Anweisung:
debug <dow.scr
Wenn
Sie die Ergebnisse des Debug-Laufs in einer Datei studieren
wollen, geben Sie ein:
debug<dow.scr>dow.lst
Die bat-
und die com-Datei kopieren Sie in das Verzeichnis, in dem sich
auch Ihre Bilddateien befinden - hier in c:\bi. Wenn Sie das
Verzeichnis anders nennen, so ändern Sie die Einträge
dafür auch in chgpic.bat. Starten Sie jetzt chgpic.bat
einmal. Dadurch legen Sie die noch benötigte Datei ak.bmp an;
gleichzeitig testen Sie auf diese Weise, ob die Programme
erwartungsgemäß arbeiten. Schließlich legen Sie
noch ak.bmp als Hintergrundbild für Ihre Windows-Umgebung
fest und erweitern Ihre autoexec.bat um eine Zeile:
call
c:\bi\chgpic.bat
Bedenken Sie, daß der Tip nur
funktioniert, wenn Sie Ihren Rechner nicht nächtelang
durchlaufen lassen. Ihr System ist damit wieder um eine Spielerei
reicher und der Bootvorgang ein wenig langsamer geworden.
Hartwig
Kämmer/et
Freie Farbwahl
Auch Farben der Bildlaufleisten oder von
Unterfenstern lassen sich frei wählen.
Das individuelle
Erscheinungsbild Ihrer Oberfläche legen Sie in Eigenschaften
der Anzeige/Darstellung mit den Farben Ihrer Dialogelemente fest.
Einige Elemente, wie auch die Farbe der Bildlaufleisten
(Scrollbars) oder des Hintergrunds bei MDI-Anwendungen, die mit
eigenen Unterfenstern arbeiten, lassen sich jedoch nicht
definieren. In der Registry können Sie diese
unter
HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Colors
mit RGB-Farben
eingeben. Falls Sie diese nicht kennen, starten Sie Paint und
wählen Optionen/Palette bearbeiten/ Farben definieren. Hier
testen Sie Ihre Einstellungen. Die Farbe der Bildaufleiste stellen
sie unter Scrollbar ein, den MDI-Hintergrund unter
AppWorkspace.
Dominik Appl/et
Freie Schriftart
Die Schriften in der Statuszeile wechseln
Sie mit Hilfe von Registry-Einträgen.
In Eigenschaften der
Anzeige läßt sich die Schriftart in der Statuszeile
nicht definieren. Wer dort dennoch eine freie Schrift wünscht,
stellt diese zunächst für die Titelleiste ein. Dann
wechseln Sie im Registrierungs-Editor
zu
HKEY_CURRENT_USER\ControlPanel\Desktop\Window Metrics
Jetzt
wählen Sie CaptionFont und kopieren den gesamten Inhalt. Dann
aktivieren Sie StatusFont, löschen den aktuellen Inhalt
dieses Eintrags und fügen statt dessen den Inhalt aus
CaptionFont ein. Die Statuszeile erhält damit beim nächsten
Start die Schriftart der Titelzeile.
Dominik Appl/et
Uninstall-Einträge löschen
Wer sein Programm nicht
korrekt deinstalliert, entfernt verbliebene Verweise mit einem
Trick.
Löschen Sie ein Windows-95-Programm, das in der
Systemsteuerung unter Software mit einer Uninstall-Routine
angemeldet ist, verschwindet dieser Eintrag nicht von allein.
Manuell erreichen Sie das
unter:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall
Dominik
Appl/et
Tricks zum Explorer
Der Explorer führt Sie sicher durch
den Dateidschungel.
Eines der wichtigsten Systemprogramme, der
Explorer, bietet eine hierarchische Ansicht der
Verzeichnisstrukturen. Nur ist es manchmal mühselig, sich
durch die Verzeichnisse zu klicken.
Hier hilft ein kleiner
Trick weiter: Auch im Explorer sind folgende Tasten auf dem
Nummernblock nützlich:
- x faltet alle Unterverzeichnisse
auf,
- - schließt die Unterverzeichnisse und
- +
öffnet eine Verzeichnisebene.
Standardmäßig
öffnet der Explorer beim Start das Verzeichnis C:\. Möchten
Sie dies ändern, so aktivieren Sie den Eigenschaften-Dialog
und geben bei Verknüpfung/Ziel folgende Zeile
ein:
c:\windows\explorer.exe
A /e,root,e:\
Der letzte
Parameter gibt das Laufwerk an, das Sie zu Beginn öffnen
wollen.
Uwe Thaden/et
Komfortabler xcopy-Parameter
Der Befehl xcopy wurde für
Windows 95 deutlich überarbeitet.
Nach wie vor ist die
Sicherung und Pflege wichtiger Systemdateien am PC eine der
wichtigsten Aufgaben, weil Sie im Falle eines Super-GAU Zugriff
auf gesicherte intakte Systemdateien haben müssen. Zu den
sensibelsten Dateien zählen zweifellos auch die
Registry-Dateien user.dat und system.dat.
Im Zusammenhang mit
der Sicherung dieser Dateien taucht in
verschiedenen
PC-Publikationen immer wieder der Hinweis auf, zuerst die
Dateiattribute zurückzusetzen, dann die Dateien per copy zu
sichern und schließlich die Attribute wieder
zurückzuschreiben. sichern.bat (Listing in Databox 10/97)
benötigt bei diesem Vorgehen sechs aufwendige Befehlszeilen -
nicht gerade benutzerfreundlich.
Besser lösen Sie diese
Aufgabe mit dem Befehl xcopy. Er bietet unter DOS 7.0/Windows 95
eine Vielzahl von Programmparametern für alle möglichen
Zwecke. Für Ihre Registry-Sicherungen brauchen Sie /K und /H.
Während der Schalter /H klaglos auch versteckte und
Systemdateien kopiert, übernehmen Sie mit /K die aktuell
gesetzten Attribute, in unserem Fall also SHR. Die sechs Zeilen
für die Kopieraktion reduzieren sich folglich auf bloße
zwei:
xcopy /K/H c:\windows\Asystem.dat
c:\backup\system.old
xcopy /K/H c:\windows\user.dat
c:\backup\user.old
Der Einsatz dieser Parameter eignet sich
natürlich auch für andere Kopieraktionen.
Gerhard
Frey/et
Geheimnisvolle inf-Dateien
Setup-Programme verwenden oftmals
inf-Dateien, die Sie als Druckoption für den Explorer
nutzen.
Informationsdateien erkennen Sie an der Endung inf. Sie
liefern unter Windows 95 Informationen für die Konfiguration
von Geräten und Netzwerkkomponenten und werden meist von
Setup-Programmen verwendet. Sie lassen sich auch zweckentfremden,
beispielsweise um die Kontextmenüs im Explorer zu erweitern
und die Erweiterung wieder rückgängig zu machen. Die
Struktur einer solchen inf-Datei ist relativ kompliziert, deshalb
sollen an dieser Stelle nur einige Details erläutert werden.
Mehr Informationen zur inf-Skriptsprache finden Sie auf der
Windows-95-CD, im Ordner Admin\Reskit\Helpfile.
inf-Dateien
sind Skriptdateien, wie Sie sie von den ini-Dateien her kennen.
Sie sind in mehrere Abschnitten (Sections) unterteilt, die in
eckigen Klammern stehen.
Jede Sektion enthält einen oder
mehrere Einträge. Ein Eintrag besteht aus einem Schlüsselwort
und einem zugeordneten Wert. Beide trennt ein Gleichheitszeichen.
Eine inf-Datei kann auch Kommentare enthalten, die Sie mit einem
Semikolon absetzen:
[Install] ; Section
UpdateInis=Ini.upd;
Key=Wert
Zu Beginn einer inf-Datei entdecken Sie als
Funktionskopf stets die Sektion [Version]. Hier stehen die
Einträge für das Betriebssystem und die
Installationsklasse. Die Sektion [DefaultInstall] gibt
zusätzliche, freie Anweisungen für die
Installation.
Dort stehen die eigentlichen Anweisungen, etwa
zum Löschen eines Registry-Schlüssels. Der Abschnitt
[Strings] definiert einen oder mehrere String-Schlüssel, die
längere Einträge durch kurze Bezeichnungen ersetzen.
String-Schlüssel werden in %-Zeichen eingeschlossen, ähnlich
wie unter DOS Umgebungsvariablen. Die Schlüssel werden vom
Installationsprogramm wieder freigegeben. Diese Kenntnisse nutzen
Sie in der Praxis.
Wenn Sie im Explorer einmal versuchen, den
Inhalt eines Ordners, also eine Liste mit Dateien und
Unterordnern, auszudrucken, so werden Sie enttäuscht sein.
Eine solche Option ist nicht vorgesehen. Dabei wäre sie
durchaus nützlich. Um nun in den Genuß dieses Komforts
zu kommen, gehen Sie so vor:
Öffnen Sie das Kontextmenü
von printf.inf (Listing in Databox 10/97) durch einen rechten
Mausklick. Dort aktivieren Sie den Eintrag Installieren. Ab jetzt
verfügt das Kontextmenü von Ordnern über den
zusätzlichen Eintrag Inhalt drucken. Um die Funktion wieder
aus dem Kontextmenü zu entfernen, klicken Sie dort auf
Deinstallieren.
Sollte dieser Eintrag fehlen, müssen Sie
ihn folgendermaßen einrichten:
- Sie wählen
Explorer/Ansicht/Optionen/Dateitypen aus.
- In der Box
Registrierte Dateitypen wählen Sie Setup-Informationen.
-
Dort klicken Sie auf Bearbeiten/Neu.
- Im Feld Vorgang geben
Sie Deinstallieren ein.
- Im Feld Anwendung für diesen
Vorgang tragen Sie folgende Zeile ein:
rundll32.exe
setupx.dll,
InstallHinfSection DefaultUn
Install 132
%1
Beachten Sie bei allen Eingaben die genaue Schreibweise.
-
Per Klick auf OK, Schließen und noch einmal Schließen
beenden Sie Ihr Werk.
Gerhard Frey/et
Schnellere DOS-Ausgabe
Ein einfacher Trick beschleunigt die
Ausgabe im DOS-Fenster.
Arbeiten Sie häufig im
DOS-Fenster, so sollten Sie die Farbtiefe von Windows ändern.
Die schnellste Ausgabe im DOS-Fenster erhalten Sie bei einer
Farbtiefe von 16 Bit, nicht etwa bei 8 Bit, wie vielleicht zu
erwarten wäre.
Uwe Thaden/et
Benötigte DLLs erkennen
Mit der rechten Maustaste
entlocken Sie den Programmen vielschichtige Geheimnisse.
Die
meisten Programme benutzen die Dynamic Link Libraries (DLLs).
Dabei handelt es sich um eine Art Bibliothek mit oft verwendeten
Routinen.
Das Problem bei diesem Prinzip der Code-Verwertung:
Möchten Sie ein Programm zum Beispiel auf Diskette kopieren,
so wissen Sie nicht, welche DLLs dazugehören. Ein kleiner
Trick hilft dann weiter. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf
das Icon auf dem Desktop, und wählen Sie Schnellansicht. Dort
erhalten Sie viele Informationen zum Programm. Unter Import Table
finden Sie, aus welchen DLLs Routinen benötigt werden.
Uwe
Thaden/et
Sich ein Denkmal setzen
Mit fantasievollen Einträgen
verewigen Sie sich in Windows.
Möchten Sie sich in Ihrem
Betriebssystem verewigen, so legen Sie im
Windows-Systemverzeichnis einfach eine Bitmap der Größe
160 x 120, 16 Farben, mit dem Namen oemlogo.bmp an. Weiterhin
benötigen Sie noch eine Datei oeminfo.ini (Listing in Databox
10/97). Starten Sie danach Arbeitsplatz/Systemsteuerung/System, so
erhalten Sie das gewünschte Bild.
Uwe Thaden/et
Der Start-Schalter im Einsatz
Das Start-Menü erweitern
Sie mit eigenen Einträgen.
Wenn Sie mit der rechten
Maustaste auf den Start-Schalter klicken, klappt das Menü
auf, aus dem Sie auch den Explorer starten. Um dieses Menü zu
erweitern, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Starten Sie
den Registrierungs-Editor, und wechseln Sie zum
Eintrag
HKEY_CLASSES_ROOT\Folder\shell
2. Legen Sie einen
neuen Schlüssel an.
3. In die Zeichenfolge Standard
schreiben Sie den Namen, der im Menü auftauchen soll. Einen
Buchstaben für die Tastatursteuerung definieren Sie, indem
Sie ein & vor den Buchstaben setzen wie bei T&est. Damit
aktivieren Sie das e im Eintrag Test.
4. Jetzt legen Sie noch
einen Unterschlüssel command an, in dem Sie als Standardwert
den Pfad eintragen.
Dominik Appl/et
IRQs belegen
Nutzen Sie die IRQ-Infos des
Geräte-Managers.
Normalerweise zeigt der Geräte-Manager,
den Sie über Systemsteuerung/System hinter dem gleichnamigen
Registerkärtchen finden, immer nur den benutzten IRQ einer
Hardware-Komponente an. Wenn Sie jedoch eine komplette Liste der
IRQ-Belegung erhalten wollen, müssen Sie im Geräte-Manager
nur doppelt auf den übergeordneten Eintrag Computer klicken.
Es öffnet sich ein Fenster, das alle IRQs samt der jeweils
nutzenden Hardware auflistet.
Wenn Sie noch das MS-DOS-Utility
msd.exe auf Ihrer Festplatte haben, können Sie sich auch von
diesem Programm die benutzen IRQs anzeigen lassen. Die
Informationen des Geräte-Managers sind jedoch
vorzuziehen.
AndrI Moritz/et
Systemsteuerung teilweise laden
Mit cpl-Dateien steuern Sie
sogar noch die Systemsteuerung.
Windows vermag den Start
ausgesuchter Objekte aus der Systemsteuerung zu unterdrücken.
Dazu editieren Sie in der Datei control.ini aus dem
Windows-Verzeichnis die Rubrik [don't load]. Sie enthält
normalerweise schon die
Einträge
snd.cpl=no
joystick.cpl=no
midimap.drv=no
Die
hier aufgeführten Zeilen sollen verhindern, daß Sie bei
der Installation von Windows 95 über ein bestehendes
3.1-Verzeichnis die alten Systemsteuerungsdateien laden.
Ergänzen
Sie diese Rubrik nun mit den cpl-Dateien der nicht zu ladenden
Optionen. Wollen Sie beispielsweise das Systemsteuerungsobjekt
Netzwerk nicht laden, so fügen Sie unter [don't load] die
Zeile
Netcpl.cpl=no
oder
Netcpl.cpl=0
ein. Die Dateien
für die Systemsteuerungsobjekte, sogenannte cpl-Dateien,
finden Sie im Verzeichnis Windows\System. Darüber hinaus läßt
sich mit joy.cpl die Anzeige von Joystick unterdrücken.
Wenn
Sie nur auf eine einzige Option der Systemsteuerung zugreifen
wollen, so rufen Sie diese über die cpl-Datei auf. Wählen
Sie aus dem Start-Menü den Befehl Ausführen. Geben Sie
im aufklappenden Dialog das Control-Kommando für die
Systemsteuerung zusammen mit der entsprechenden cpl-Datei ein.
Der
Befehl Control Appwiz.cpl lädt beispielsweise den
Software-Assistenten, der für die Installation und
Deinstallation von Programmen verantwortlich ist. Mit Control
Main.cpl rufen Sie die Mauseinstellungen auf.
Wenn Sie oft
dieselbe Option der Systemsteuerung benötigen, so können
Sie die verantwortliche cpl-Datei mit der rechten Maustaste auf
den Desktop ziehen und dann den Befehl Verknüpfung hier
erstellen wählen. Danach ist die Systemsteuerungsoption immer
auf Doppelklick verfügbar.
AndrI Moritz/et
Minesweeper - Simply the Best !
In zwei Sekunden das
Windows-95-Spiel Minesweeper gewinnen? Kein Problem mit einem
kleinen Cheat!
Minesweeper ist die kleine Entspannungspause für
alle Programmierer, Sekretärinnen und Manager, die Sie mit
Windows 95 kostenlos erhalten. Dabei geht es darum, in möglichst
kurzer Zeit durch logisches Kombinieren alle Bomben auf einem
Spielfeld zu finden. Die besten Minensucher halten in die
Highscore-Liste Einzug.
Wollen Sie auch einmal mit einer
akzeptablen Zeit darin vorkommen, so klicken Sie nach Spielbeginn
mit beiden Maustasten auf das Spielfeld. Dadurch versenken Sie
zeitweilig eine 3 x 3 Kacheln große Fläche des Feldes.
Drücken Sie dann auf [Esc], bleibt die Zeit stehen, und Sie
können in gewohnter Manier weiterspielen. In der Gewißheit,
daß Sie den Rekord brechen werden!
Erwin Birmele/ib
Ein tiefer Blick ins Netzwerk
Mit einem Doppelklick sehen
Sie die Eigenschaften des Netzwerks.
Sie wollen alles über
Ihr Netzwerk erfahren? Dazu brauchen Sie nur die [Alt]-Taste
gedrückt zu halten. Dann klicken Sie doppelt auf das Symbol
der Netzwerkumgebung. Dadurch klappt das Fenster mit den
Informationen zum Netzwerk auf.
Henning Raetz/et
Schnellansicht
Den Inhalt einer Datei überblicken Sie
rasch mit der Schnellansicht. Arbeiten Sie noch ohne diese,
installieren Sie sie nachträglich.
Die Schnellansicht
dient als Dateibetrachter, den Sie im Kontextmenü der
jeweiligen Datei finden. Sollte der Befehl nicht aufgelistet sein,
kann das mehrere Ursachen haben: Die Schnellansicht besitzt keinen
Betrachter für diesen Dateityp. Oder Sie könnten diese
Datei prinzipiell zwar schon betrachten, sie hat jedoch die
falsche Endung, wie zum Beispiel 000 statt txt. Außerdem
kann es sein, daß Sie die Schnellansicht von Windows 95
nicht installiert haben.
Um dies zu ändern, gehen Sie
folgendermaßen vor: Rufen Sie unter
Einstellungen/Systemsteuerung den Eintrag Software mit dem
Register Windows-Setup auf. Suchen Sie den Eintrag Zubehör,
und klicken Sie in der Liste den Menüpunkt Schnellansicht an.
Das Häkchen dort bestätigt die Aktivierung. Nach einem
Klick auf OK fordert Sie Windows auf, die Installations-CD oder
-Diskette einzulegen. Für einen Test suchen Sie sich im
Explorer eine beliebige, aber Windows bekannte Datei, etwa *.doc,
*.txt oder *.xls, deren Kontextmenü den Punkt Schnellansicht
bietet.
AndrI Moritz/et
Animiertes Startlogo
Verblüffen Sie die Mitbenutzer
Ihres PC mit einer eindrucksvollen Startsequenz.
Wie Sie bei
Windows 95 das Startlogo ändern, dürfte sich
mittlerweile herumgesprochen haben. Doch kaum einer weiß,
daß Sie den Effekt des bewegten blauen Farbverlaufs am
unteren Bildrand des Logos noch weiter ausführen können.
Den Trick mit der Bewegung verwirklicht Windows 95 durch die
Rotation einiger Farben der Farbpalette des Bildes. Die
Grafikdatei speichert die Anzahl der Farben, die das Startlogo
nutzt und zur Animation auswertet. Beim Windows-95-Startlogo sind
das 236. Das bedeutet, daß Windows die letzten 20 Farben in
der Palette wechselt. Im Farbverlauf unten sind dann genau diese
20 Farben mit Werten von 236 bis 255 vertreten. Es sollte jedoch
keines der Pixel im normalen Bild einen dieser 20 Farbwerte
annehmen, da es sonst zu unschönen Effekten kommt. Windows 95
dreht jetzt für die Animation die Farbpalette bei allen
Werten von 236 auf 255. Das heißt, ein Farbpunkt, der zuerst
den Farbindex 236 hat, bekommt dann die Farbe 237 und so weiter.
Hat er dann die Farbe 255, geht es wieder zur 236 zurück. Bei
allen anderen Farben funktioniert das ebenso. Dadurch kommt es zur
scheinbaren Animation.
Ein kleines Beispiel: Sie malen ein Bild
mit einem Farbverlauf von zehn Rottönen. Wichtig ist, daß
genau diese Rottöne am Ende der Farbpalette stehen, also mit
Farbindizes von 245 bis 255. Sie speichern das Bild und laden es
in einen beliebigen Hex-Editor. An Adresse 32hex tragen Sie die
Anzahl der nicht benutzten Farben als Hexcode ein: In diesem
Beispiel entsprechen also 256 Farben minus 10 Rottönen dem
Hex-Wert F6hex. An Adresse 33hex tragen Sie dann noch 00hex ein.
Das Ganze speichern Sie als logo.sys im Hauptverzeichnis des
Bootlaufwerks. Beim nächsten Windows-Start können Sie
dann Ihr Logo bewundern. Mit diesem Trick entwerfen Sie komplexe
Bilder wie rotierende Spiralen.
Alexander Heinze/et
Täglich neu
Eine einzige Zeile Stapeldatei reicht aus,
um das Startbild täglich zu ändern.
Der Tip "Windows
95: Täglich neu!" von 9'97, Seite 162, läßt
sich vereinfachen. Ein Programmierer sollte bemüht sein, ein
gestelltes Problem mit möglichst wenig Aufwand zu lösen.
Das Beispiel chgpic.bat zeigt, was das in der Praxis bedeutet.
Der
Autor möchte an jedem Wochentag ein anderes Hintergrundbild
laden, eine nette Idee. Der vorige Tip setzt mit Hilfe des
Maschinenprogramms dow.com den entsprechenden Errorlevel und
wertete ihn mit einer Stapelverarbeitung aus. Verwenden Sie statt
dessen die dafür vorgesehene For...do-Schleifenkonstruktion,
schrumpfen 29 Zeilen auf eine einzige.
Bei chgpic.bat heißen
die im Verzeichnis c:\bi vorgehaltenen Bilddateien jetzt bi1.bmp,
bi2.bmp und so weiter:
c:\batch\dow.com
for %%x in (0 1 2 3
4 5 6)A
do if errorlevel %%x copyA
c:\bi\bi%%x.bmp
c:\bi\ak.bmp
Gerhard Frey/et
Kontextmenü Neu
Sie laden mit Notepad neue HTML-Dateien
sogleich mit passendem Rumpf.
Wenn Sie Netscape Navigator
installiert haben, finden Sie im Kontextmenü des Desktops
oder eines Ordners unter dem Menüpunkt Neu auch den Eintrag
Netscape Hypertext Document. Ein Mausklick darauf legt dann die
Datei Neufassung von Netscape Hypertext Document.htm an. Diese
Datei bearbeiten Sie nun mit einer Textverarbeitung oder einem
Editor.
Allerdings stellen Sie fest, daß die Datei leer
ist. Sehr viel sinnvoller wäre es, eine neue Datei gleich mit
einem HTML-Rumpf vorzufinden, der nur zu ergänzen wäre.
Störend wirkt darüber hinaus, daß die neu
angelegte Datei nicht sofort in einen Editor geladen wird, denn
wozu sonst legt man eine neue Datei an? Um beide Mißstände
aus der Welt zu schaffen, gehen Sie so vor:
1. Suchen Sie im
Registriereditor den Schlüssel:
HKEY_CLASSES_ROOT/.htm
2.
Legen Sie hier den Unterschlüssel an:
ShellNew
(Kontextmenü/Neu/Schlüssel)
3. Im rechten Fenster des
Registriereditors legen Sie Zeichenfolgen und Werte fest
(Kontextmenü/Neu/Zeichenfolge):
Zeichenfolge Wert
Command
C:\WINDOWS\Notepad.exe %1
FileName C:\HTML\HtmlNeu.htm
4.
Schließen Sie den Registriereditor.
Als nächstes
richten Sie HtmlNeu.htm (Listing in Databox 11/97) im Ordner
c:\html ein. Sollte Ihr Ordner anders heißen, passen Sie die
Pfadnamen an.
Wo immer Sie nun über Kontextmenü/Neu
eine neue HTML-Datei anlegen, enthält sie stets einen
vorgefertigten Rumpf in HTML-Code, den der Editor sofort öffnet.
Sollten Sie einen anderen Editor als notepad bevorzugen, geben Sie
diesen wie beschrieben in der Registry an.
Gerhard Frey/et
Verschiedene Desktops
Mit drei Stapeldateien verwalten Sie
persönliche Desktops und verschiedene Startmenüs.
Mit
den Stapelverarbeitungen deskcopy.bat, make-it.bat und win.bat
(Listings in Databox 11/97) verwalten Sie verschiedene Desktops
und Startmenüs. Dazu gehen Sie folgendermaßen vor:
1.
Falls sie über ein Startmenü in der config.sys und
autoexec.bat verfügen, brauchen Sie die Datei win.bat nicht.
Sie übernehmen dann nur die set-Zeilen in Ihr Startmenü.
Falls Sie kein Startmenü besitzen, kopieren Sie win.bat in
das Windows-Verzeichnis und benennen die Datei win.com in win2.com
um. win.bat passen Sie Ihren Wünschen an.
2. Starten Sie
Windows. Fügen Sie jetzt dem Autostart-Menü der
Taskleiste einen Eintrag für deskcopy.bat hinzu. In den
Eigenschaften wählen Sie Beim Beenden schließen und Als
Symbol.
3. Legen Sie am besten auf dem Desktop oder vielleicht
auch im Startmenü eine neue Verknüpfung an. Als
Befehlszeile tragen Sie den Pfad ein und danach den Parameter
%Desktop%:
c:\make-it.bat %Desktop%
In den Eigenschaften
wählen Sie auch hier Beim Beenden schließen und Als
Symbol.
4. Starten Sie die MS-DOS-Eingabeaufforderung. Starten
Sie make-it.bat nacheinander mit jeder Menüoption aus der
Datei win.bat, also zum Beispiel mit make-it Normal.
5. Legen
Sie unter c:\ das Verzeichnis deskstart an.
Damit haben Sie
alle notwendigen Schritte vorgenommen. Leider können sich
diese Desktops nicht selbst aktualisieren. Sie starten deshalb bei
jeder Änderung des Desktops oder des Startmenüs die in
Schritt 3 angelegte Verknüpfung. Sie können jetzt jeden
Desktop und jedes Startmenü individuell anpassen. Damit
gehören überfüllte Desktops der Vergangenheit
an.
Das Programm wurde nicht mit der Option BootGUI=1 in der
msdos.sys getestet, wohl aber mit einem Startmenü.
Dominik
Appl/et
Lob der Mannschaft
Auf der Win-95-CD setzen sich Mitarbeiter
und Geldgeber ihr Denkmal mit avi- und wav-Dateien.
Sie legen
Ihre Win-95-CD ein. Im Explorer schalten Sie in das
Verzeichnis
\funstuff\credits
Dort finden Sie drei
credits-Dateien mit den Endungen wav, exe und avi. Die exe-Datei
verrät Ihnen in einem Bild die 17 Namen der deutschen
Mitarbeiter im Redmond-Windows-95-Team. Haben Sie Quick Time
installiert, offenbart die avi-Datei das gesamte Beta-Team der
Erprobungsphase. Firmen wie BASF, Mercedes oder Dresdner Bank AG
dürften vielen bekannt sein.
Doch auch die Filmsequenzen
liefern ein zeitgeschichtliches Dokument zur Software-Entwicklung.
Der Siegeszug von Microsoft stützt sich also, wie die
Sequenzen ausweisen, auf fähige Mitarbeiter und industrielle
Anwender.
Rafael Benedikt Andrist/et
Editor - Vereinfachter Dateizugriff
So öffnen Sie
Dateien mit dem Editor über das Kontextmenü des
Explorer.
Viele Dateien sind keiner Anwendung zugeordnet. Sie
lassen sich dann auch nicht automatisch mit einem Doppelklick im
Explorer öffnen. Oder Sie haben Dateien, die Sie nur manchmal
mit dem Editor bearbeiten wollen, wie beispielsweise Batchdateien
(.bat) oder HTML-Dokumente. Das ist besonders unangenehm, da ein
Doppelklick die Standardanwendung lädt. Mit einem kleinen
Trick gelingt es Ihnen jedoch, jede beliebige Datei über das
Kontextmenü des Explorer in den Editor zu laden: Erstellen
Sie dazu im Ordner SendTo, direkt unter Ihrem Windows-Verzeichnis,
eine Verknüpfung zum Texteditor Notepad.exe. Jede
Verknüpfung, die Sie in diesem Verzeichnis erstellen - etwa
auch mit einem Grafikprogramm -, erscheint automatisch im
Kontextmenü Senden an, wenn Sie eine Datei mit der rechten
Maustaste anklicken.
Karl-Guenter Appel/ib
Draw 5.0 - Einladungen im Seriendruck
So verschicken Sie
persönliche Einladungen wie Serienbriefe in einer
Textverarbeitung.
Mit Windows Draw 5.0 erhalten Sie - ähnlich
wie in einer Textverarbeitung - eine Serienbrieffunktion. Wollen
Sie etwa eine gestaltete Einladungskarte an mehrere Personen
verschicken, so brauchen Sie nun nicht mehr für jeden eine
eigene zu gestalten. Statt dessen entwerfen Sie eine Schablone,
fügen über Einfügen/Adresslistenfeld die
Platzhalter für Namen und Adresse ein und verknüpfen zum
Schluß Ihre Grafik über Extras/Adressliste mit einer
Adreßliste. Diese liegt als normale ANSI-Textdatei vor,
wobei die einzelnen Felder wie Vorname und Name durch Tabulatoren
oder Kommata voneinander getrennt sind. Insgesamt neun Felder
stehen Ihnen zur Auswahl: Vorname, Name, Firma, Adresse1,
Adresse2, PLZ, Ort, Bundesland und Land.
ib
Neues Start-Menü
Mit einem neuen Befehl bearbeiten Sie
das Start-Menü von Windows 95 schnell und direkt.
Leider
ist der übliche Weg, Änderungen am Start-Menü von
Windows 95 vorzunehmen, sehr umständlich. Falls Sie öfters
Ihre Menüstruktur aufräumen und neu ordnen möchten,
empfiehlt es sich, im Start-Menü einen neuen Befehl
anzulegen. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die
Taskleiste und benutzen den Befehl Eigenschaften.
Im Dialog
aktivieren Sie nun das Register Programme im Menü Start und
klicken auf Hinzufügen. Geben Sie nun in das Feld
Befehlszeile folgendes ein:
explorer
/e,/root,c:\windows\startmenü
Falls das
Windows-Verzeichnis auf Ihrem PC anders heißt, müssen
Sie die Pfadangabe entsprechend anpassen. Dann klicken Sie auf
Weiter, wählen im nächsten Dialog den Ordner Start-Menü
aus und bestätigen nochmals den Weiter-Knopf. Zum Schluß
geben Sie als Namen der Verknüpfung Start-Menü
bearbeiten ein und klicken auf Fertigstellen. In der ersten Ebene
des Start-Menüs finden Sie nun den neuen Befehl Start-Menü
bearbeiten.
Wenn Sie ihn benutzen, laden Sie automatisch den
Explorer mit dem ausgewähltem Start-Menü-Verzeichnis.
Ralph
Kusterer/et
Freie Interrupts erkennen
Windows 95 präsentiert auf
Wunsch eine Übersicht der freien und belegten
Hardware-Interrupts.
Bei Neuinstallationen von
Hardware-Komponenten ist es oft wichtig zu wissen, welche
Interrupts noch frei sind. Unter Windows 95 können Sie die
Interrupt-Belegung für jede installierte Komponente im
Systemsteuerungs-Register Geräte einzeln anzeigen und
notieren, doch das ist viel zu umständlich.
Die elegantere
Lösung: Lassen Sie sich eine Komplettübersicht aller
Interrupts inklusive deren Belegung anzeigen. Dazu öffnen Sie
das Modul System in der Systemsteuerung und aktivieren das
Register Geräte. Dann klicken Sie doppelt auf den Ordner
Computer, der sich ganz oben im Verzeichniszweig befindet.
Der
nächste Dialog zeigt Ihnen standardmäßig eine
Liste aller Hardware-Interrupts mitsamt der zugewiesenen Geräte
an. Unbenutzte Interrupts sind als frei gekennzeichnet. Zusätzlich
können Sie sich in diesem Register noch Übersichten für
die Belegung der Bereiche DMA, Ein/Ausgabe (E/A), und Speicher
anzeigen lassen. Mit diesen Informationen vermeiden Sie Konflikte
bei Hardware-Neuinstallationen.
Ralph Kusterer/et
DOS-Fenster, maßgeschneidert
Wenn Sie ein DOS-Fenster
mit einer Batchdatei öffnen, legen Sie damit grundsätzliche
Parameter fest.
Die Batchdatei doswnd.bat enthält die
gewünschten Treiber und Hilfsprogramme für die
DOS-Umgebung. Sie können diese Elemente auch beim Systemstart
über die autoexec.bat laden. Dann belasten diese Programme
aber immer den Arbeitsspeicher, auch wenn Sie gar nicht mit der
DOS-Box arbeiten.
Eleganter ist es, diese Programme nur beim
Aufruf der DOS-Box zu laden. Benutzen Sie dazu das Programm
edit.exe aus dem Unterverzeichnis command des Windows-Ordners.
Laden Sie die Datei c:\autoexec.bat und setzen Sie hier alle
Befehle durch ein vorgesetztes rem außer Kraft, die beim
normalen Windows-Betrieb nicht erforderlich sind. Lediglich die
path-Befehlszeile und Aufrufe von Virenscannern oder anderen
benötigten Werkzeugen lassen Sie unverändert.
Dann
speichern Sie, legen eine neue Datei an und fügen hier die
gewünschten Elemente hinzu, die im DOS-Fenster verfügbar
sein sollen. Dazu gehören etwa Systemwerkzeuge wie keyb,
SmartDrive, doskey oder individuelle Umgebungsvariablen, die Sie
mit dem set-Befehl deklarieren. Dann speichern Sie die Datei im
Windows-Verzeichnis als doswnd.bat. Zum Schluß wählen
Sie mit dem Explorer den Eintrag MS-DOS Eingabeaufforderung im
Start-Menü-Ordner Programme aus und benutzen den Befehl
Datei/Eigenschaften.
Im Register Programm tragen Sie im Feld
Stapelverarbeitungsdatei die entsprechende Datei ein, hier also
doswnd.bat und schließen mit OK ab. Von nun an stehen Ihnen
die hier eingetragenen Elemente selektiv beim Start eines
DOS-Fensters zur Verfügung. Sie können jetzt jeder
DOS-Anwendung unter Windows 95 eine eigene, maßgeschneiderte
Startdatei zuordnen.
Ralph Kusterer/et
Gezielte Eingabeaufforderung
Wer ins DOS-Fenster wechselt,
kann im Verzeichnis seiner Wahl ankommen.
Wenn Sie die
MS-DOS-Eingabeaufforderung aufrufen, so zeigt diese standardmäßig
immer das Windows-Verzeichnis als aktiven Ordner an. Die Anzeige
lautet also in den meisten Fällen:
C:\Windows\>
Viel
besser und komfortabler ist es jedoch, mit einem Eingriff in die
Registry das Kontextmenü jedes Ordners so zu erweitern, daß
die Eingabeaufforderung immer mit dem angeklickten Verzeichnis
startet. Wechseln Sie dazu im Registriereditor zum
Schlüssel
HKEY_CLASSES_ROOT\Folder\shell
Klicken Sie
Shell mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie
Neu/Schlüssel. Nennen Sie den neuen Schlüssel DOSPrompt.
Klicken Sie DOSPrompt mit der rechten Maustaste an, und wählen
Sie dann erneut die Folge Neu/Schlüssel. Als Name geben Sie
Command an. Klicken Sie den so geschaffenen Unterschlüssel
an, erscheint in der rechten Hälfte des Registriereditors der
Eintrag Standard. Nach einem Doppelklick darauf geben
Sie
C:\Command.com
ein. Ab sofort finden Sie im Kontextmenü
jedes Ordners den Eintrag DOSPrompt.
Klicken Sie beispielsweise
auf den Ordner Office95 und wählen diesen Befehl aus, können
Sie die Eingabeaufforderung mit
C:\Office95\
öffnen.
AndrI
Moritz/et
ACHTUNG: Bevor Sie Schlüssel und Werte in der
Registry ändern, empfiehlt es sich immer, eine
Sicherungskopie der Registrierdatenbank anzulegen. Kopieren Sie
dazu die beiden Dateien system.dat und User.dat aus dem
Windows-Verzeichnis in einen anderen Ordner oder auf Diskette.
Start auf Knopfdruck
Mit dem Start-Knopf greifen Sie auf die
Programme zu, die Sie dort mit einem Trick in der Registry
verankern.
Wenn Sie den Start-Button mit der rechten Maustaste
anklicken, öffnet sich ein kleines Kontextmenü, das je
nach installierter Software zumindest den Eintrag Explorer
enthält. Dieser läßt sich auf Mausklick schnell
und bequem starten.
Sie können diese Funktion auch für
andere Programme nutzen und das Kontextmenü des Start-Buttons
nach Belieben erweitern. Dazu sind einige Einträge in der
Registry nötig: Rufen Sie die Datei regedit.exe auf. Wechseln
Sie dann zum Schlüssel
HKEY_CLASSES_ROOT\ADirectory\shell
Klicken
Sie den Eintrag Shell mit der rechten Maustaste an, wählen
Sie Neu/Schlüssel, und vergeben Sie den Namen des gewünschten
Programms. Den so geschaffenen Schlüssel klicken Sie wieder
mit der rechten Maustaste an und wählen erneut Neu/Schlüssel.
Der Unterschlüssel muß den Namen Command tragen.
Klicken Sie im rechten Teil des Registriereditors den Eintrag
Standard doppelt an, so daß ein Dialogfenster aufmacht. In
dieses müssen Sie nun den Pfad zum Programm eingeben. Für
WinWord könnte dies zum Beispiel
sein:
C:\Office95\Winword\Winword.exe
Ab sofort können
Sie im Kontextmenü des Start-Buttons auch schnell auf WinWord
zugreifen.
AndrI Moritz/et
Papierkorb-Icon ändern
Experten basteln einen Desktop,
auf dem sich selbst das Papierkorb-Symbol zu verstecken
scheint.
Der Papierkorb ist standardmäßig so
eingerichtet, daß er leer auch mit einem Icon als leerem
Korb erscheint. Analog wird ein Papierkorb, der einige gelöschte
Dateien enthält, mit einem überquellenden
Papierkorb-Symbol dargestellt. Diese Sinnbilder können Sie
nicht über einen Rechtsklick und den Befehl Eigenschaften des
Kontextmenüs ändern.
Sie könnten eine
Verknüpfung des Papierkorbs auf den Desktop legen. Aber zwei
Papierkörbe auf der Oberfläche sind nicht sinnvoll. Mit
einem Eingriff in die Registry können Sie die Icons jedoch
problemlos ändern. Suchen Sie den
Schlüssel
HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{645FF040-5081-101B-9F08-A00AA002F954E}\DefaultIcon
Dort
finden Sie auf der rechten Seite des Registriereditors die
Zeichenfolgen Standard, Empty und Full. Die zugewiesenen Werte
finden Sie meist in einer Form wie:
C:\Windows\Shell32.dll,3
Das
Prinzip ist einfach: Der Name gibt an, aus welcher Datei das Icon
kommen soll. Die Zahl hinter dem Komma sagt aus, das wievielte
Icon ausgewählt werden soll, wobei die Zählung mit 0
beginnt.
Wenn Sie sich ein anderes Icon aussuchen wollen, so
klicken Sie am besten eine beliebige Verknüpfung mit der
rechten Maustaste an und wählen aus dem Kontextmenü den
Befehl Eigenschaften. Hinter dem Register Verknüpfung
erhalten Sie dann mit einem Klick auf die Schaltfläche
Anderes Symbol verschiedene Icons zur Auswahl. Zählen Sie das
gewünschte ab. Wollen Sie beispielsweise das zehnte
verwenden, müssen Sie im Registriereditor hinter dem Komma
die Zahl [9] eintragen. Suchen Sie sich für den leeren
(Empty) und vollen Zustand (Full) je ein Icon auf diese Weise aus.
Eines der beiden können Sie dann auch noch unter Standard
eintragen.
AndrI Moritz/et
Schneller drucken
Über das Kontextmenü drucken Sie
Ordnerinhalte genauso leicht aus wie einst DOS-Anwender mit dir >
prn.
Um sich einen Überblick über alle in einem
Ordner vorhandenen Dateien zu verschaffen, verwenden Sie den
Explorer oder den dir-Befehl an der Eingabeaufforderung. Oftmals
möchten Anwender die Dateiliste ausdrucken, um sie zu
archivieren.
Dies hat einen entscheidenden Vorteil: Wenn ein
Programm bei seiner Installation Dateien beispielsweise ins
Windows-Verzeichnis "geschaufelt" hat, die
Deinstallationsroutine diese jedoch nicht entfernt hat, können
Sie die entsprechenden Dateien anhand Ihrer ausgedruckten Liste
ausfindig machen und per Hand löschen.
Um eine solche
Dateiliste an der Eingabeaufforderung auszudrucken, müssen
Sie in das entsprechende Verzeichnis wechseln und den Befehl
dir
> prn
geben. Dabei muß der Drucker angeschaltet und
mit Papier versorgt sein.
Der Explorer bietet den Ausdruck des
Verzeichnisinhalts leider nicht an. Windows 95 läßt
sich aber mit einer Batchdatei und einem Eintrag in der Registry
zu diesem Komfort überreden. Legen Sie im Verzeichnis
C:\Windows\Command die Stapeldatei printdir.bat an, indem Sie auf
eine freie Stelle im Command-Ordner mit der rechten Maustaste
klicken und den Befehl Neu/Textdatei wählen. Die
Fehlermeldung bei der Namengebung - Sie haben die Erweiterung von
txt auf bat geändert -, können Sie mit OK wegklicken.
Dann laden Sie die Datei in den Editor. Geben Sie wieder
dir >
prn
ein, und speichern Sie die Datei.
Nun wechseln Sie in
den Registriereditor und suchen nach dem
Schlüssel
HKEY_CLASSES_ROOT\ADirectory\shell
Klicken
Sie shell mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie aus
dem Kontextmenü den Befehl Neu/Schlüssel. Den neuen
Schlüssel nennen Sie Drucken Ordnerinhalt und klicken ihn
dann mit der rechten Maustaste an. Wählen Sie erneut
Neu/Schlüssel, und vergeben Sie diesmal den Schlüsselnamen
Command. Nachdem Sie Command einmal angeklickt haben, sehen Sie im
rechten Fenster den Eintrag Standard, den Sie doppelt anklicken.
Nun brauchen Sie nur noch die
Datei
C:\Windows\Command\Printdir.bat
in das Dialogfenster
einzugeben. Zukünftig können Sie jeden Ordner mit der
rechten Maustaste anklicken und aus dessen Kontextmenü den
Befehl Drucken Ordnerinhalt auswählen. Sie haben mit diesem
Trick dem Explorer eine Funktion beigebracht, die schon in alten
DOS-Zeiten geläufig war.
AndrI Moritz/et
Ausführen-Liste löschen
Wer die Spuren seiner
Arbeit in der dafür zuständigen Liste verwischen will,
muß in die Registry eingreifen.
Die Funktion ist
komfortabel und verräterisch zugleich: Wann immer Sie über
Start/Ausführen ein Programm, eine Datei oder einen Ordner
aufrufen, merkt sich Windows den entsprechenden Befehl in der
Liste. Das hat den Vorteil, daß Sie ihn beim zweiten Mal
nicht wieder von Hand eingeben müssen, sondern ihn bequem aus
der Liste auswählen können.
Wollen Sie jedoch
verhindern, daß ein Mitbenutzer Ihres PC sich zu sehr für
Ihre Arbeit interessiert, empfiehlt sich das regelmäßige
Bereinigen der Liste. Dazu müssen Sie in die Registry zu
folgendem Schlüssel
wechseln:
HKEY_CURRENT_USER\Software\AMicrosoft\Windows\CurrentAVersion\Explorer\RunMRU
Im
rechten Teil des Registriereditors sehen Sie alle bisher
eingegebenen Befehle. Löschen Sie alle alphabetischen
Einträge a, b, c und so weiter und zusätzlich die
Zeichenfolge MRUList. Nach einem Neustart sind alle Listeneinträge
verschwunden.
AndrI Moritz/et
Schneller mit scandisk
Alle Laufwerke überprüfen
Sie in einem Arbeitsgang.
Möchten Sie mehrere Datenträger
oder Festplattenpartitionen nacheinander von scandisk.exe prüfen
lassen, können Sie dieses in einem Arbeitsgang erledigen
lassen. Dazu markieren Sie einfach alle zu überprüfenden
Laufwerke. Dazu halten Sie die [Strg]-Taste gedrückt und
wählen die gewünschten Einträge mit der Maus. Nach
einem Klick auf Starten macht sich das Hilfsprogramm daran, alle
Laufwerke in einem Durchgang zu überprüfen. Während
scandisk arbeitet, sollten Sie eine log-Datei anlegen. Zur
Sicherheit empfiehlt sich, nach jedem unerklärlichen Absturz
einen scandisk-Lauf durchzuführen.
Einen Nachteil hat das
Verfahren: Stellt scandisk keinen Fehler fest, müssen Sie die
OK-Meldung wegklicken.
Manuel Diekmeyer/et
Besseres scandisk
Nach dem automatischen DOS-Lauf von
Scandisk sollten Sie auch noch die Windows-Version nutzen.
Wenn
Sie Windows 95 (in der Release OEM/2) nicht ordungsgemäß
herunterfahren, arbeitet beim nächsten Computerstart
automatisch die DOS-Version von Scandisk. Dieser Lauf soll
eventuell durch das unsachgemäße Beenden entstandene
Schäden am Dateisystem und an Datenträgern
korrigieren.
Stellt Scandisk hier Fehler fest und korrigiert
diese, so sollten Sie anschließend noch einmal die
Windows-Version anfahren:
[START]/[P]rogramme/Zubehör
A/
Systemprogramme/ScanDisk
Diese von scandisk ist nämlich
nicht nur optisch um einiges hübscher als ihr DOS-Pendant,
sondern auch um einiges gründlicher. Von daher können
hier eventuell sogar Fehler gefunden und beseitigt werden, die der
DOS-Version entgangen sind.
Manuel Marsch/et
Installationsroutine
Im DOS-Modus installieren Sie komplette
Anwendungen, wobei MS-DOS-Befehle trickreiche Stapelverarbeitungen
gestalten.
install.bat (Listing in Databox 1/98) arbeitet unter
MS-DOS 7.0. Nach dem Aufruf der Stapeldatei geben Sie als
Quellaufwerk und -verzeichnis zum Beispiel c:\test an. Das
Zielverzeichnis wählen Sie frei. Die Stapelverarbeitung
installiert nun Programme oder Anwendungen von Ihrer angegebenen
Quelle ins gewünschte Ziellaufwerk.
Diese Demonstration
zeigt, welch umfangreiche Aufgaben Sie mit DOS-Befehlen erledigen
können. Wer mit ANSI-Sequenzen etwas Farbe ins Spiel bringen
will, muß dazu zuvor den Treiber ansi.sys laden.
install.bat
benötigt zwei Hilfsdateien:
- qqlw mit den beiden
Zeilen
copy %0 +con >nul
set qqlw=
- und zzlw mit den
Einträgen
copy %0 +con >nul
set zzlw=
Während
des Ablaufs kopiert die Verarbeitung daraus zwei weitere
Stapelverarbeitungen: qqlw.bat und zzlw.bat. Diese wiederum setzen
die Variablen %qqlw% und %zzlw%. Da sich diese beiden Hilfsdateien
verändern, werden sie am Ende gelöscht. So stehen die
beiden Originaldateien am Ende wieder zur Verfügung, womit
die Stapelverarbeitung unverändert lauffähig
bleibt.
Beachten Sie, daß die Diskette nicht
schreibgeschützt sein darf. Wenn doch, kann die Verarbeitung
keine Hilfsdateien speichern, und es treten Fehler auf.
Die
beiden Hilfsdateien qqlw und zzlw sollten Sie nicht bearbeiten, da
sich das Zeichen EOF direkt hinter dem Set=-Eintrag befindet. Dies
ist wichtig, damit Ihre über
copy %0 +con
getippte
Zeichenkette auch wirklich an den Befehl SET ????= angehängt
wird. Sonst arbeitet die Installation nicht.
Mit dem gleichen
Verfahren gestaltet passwort.bat (Listing in Databox 1/98) eine
Paßwortabfrage. Hier heißt die Hilfsdatei passtest,
die wieder mit zwei gleichen Zeilen arbeitet:
copy %0 +con
>nul
set passtest=
Wie zuvor beschrieben, ist das
Dateiende (EOF) zu beachten.
Dietmar Eschrich/et
Dateien aus dem Nirwana zurückholen
Wer nach gelöschten
Dateien fahndet, hilft sich auf der Kommandozeile mit dem alten
MS-DOS-Befehl undelete.
Es kommt immer mal wieder vor, daß
man versehentlich Dateien löscht. Eigentlich nicht weiter
tragisch, landen diese doch in Windows 95 im Papierkorb. Aber
Achtung: Wenn Sie mit gedrückter [Umschalt]-Taste löschen,
ist diese Aktion unwiderruflich. Und in der DOS-Box fehlt eine
Löschüberwachung gar völlig!
Wie gut, daß
der alte MS-DOS-Befehl undelete noch existiert. Um mit ihm zu
arbeiten, sind allerdings einige Probleme aus dem Weg zu räumen:
-
undelete gehört nicht mehr zum Standardrepertoire von
Windows. Sie müssen es aus dem
Verzeichnis
..\Other\Oldmsdos
auf der Windows-95-CD
hervorholen.
- undelete arbeitet nicht in der DOS-Box unter
Windows, es erfordert den MS-DOS-Modus.
- Auch im MS-DOS-Modus
bleibt der Befehl zunächst blockiert: Als DOS-Programm
erwartet er, daß über den Interrupt 26hex auf ihn
zugegriffen wird. Da Windows 95 den Interrupt aber nicht erlaubt,
müssen Sie ihn explizit freigeben, um auf die Festplatte C
schreiben zu können. Dazu verwenden Sie das interne Kommando
lock c:. Mit unlock c: heben Sie die Freigabe wieder auf.
Da
die Handhabung des Programms aus den erwähnten Gründen
recht umständlich ist, übertragen Sie es am besten einer
Batch-Verarbeitung. Schreiben Sie rescue.bat (Listing in Databox
1/98), und kopieren Sie die Datei in ein geeignetes Verzeichnis,
etwa in c:\batch. Danach legen Sie auf dem Desktop eine
Verknüpfung zu rescue.bat an, öffnen
Kontextmenü/Eigenschaften und wählen das Registerblatt
Programm. Als Befehlszeile tragen Sie ein:
c:\batch\rescue.bat
?
Klicken Sie dann auf Erweitert... Aktivieren Sie die Option
MS-DOS-Modus, und deaktivieren Sie Vor Aktivierung des
MS-DOS-Modus warnen. Die Option Aktuelle MS-DOS-Konfiguration
verwenden können Sie beibehalten. Übernehmen Sie die
Optionen mit OK. Nun können Sie nach Bedarf noch ein
passendes Icon aussuchen und die Einstellung der Eigenschaften
abschließen.
Um diese neue Hilfe "als Rettungsanker
auszuwerfen", starten Sie rescue.bat per Doppelklick auf das
Desktop-Icon und geben in der nun erscheinenden Eingabemaske an,
was Sie wiederherstellen wollen, also eine Datei, eine Dateimaske
oder auch ein ganzes Verzeichnis. Um etwa die gelöschten
Dateien im Batch-Verzeichnis zu retten, geben Sie
ein:
c:\batch\*.*
Den Rest erledigt rescue.bat automatisch,
auch die Rückkehr zu Windows.
Gerhard Frey/et
Mehr Speicher
Wenn der konventionelle Speicher auch unter
DOS 7.0 knapp wird, erweitern Sie ihn einfach.
Zur besseren
Speicherverwaltung bietet es sich an, in der config.sys die
Zeile
dos=high,umb
um den Parameter auto zu
ergänzen:
dos=high,umb,auto
auto sorgt für das
automatische Laden von emm386.exe.
Noch besser ist es, den
Parameter noauto zu setzen. Der Grund: io.sys lädt die
Treiber ifshlp.sys, himem.sys und setver.exe automatisch, aber
nicht in den hohen Speicherbereich; noauto verhindert nun dieses
automatische Laden. Statt dessen tragen Sie diese Treiber einzeln
in die config.sys ein und laden sie mit dem Befehl devicehigh
hoch. Das Ergebnis: mindestens 620 KByte freier Speicher.
devicehigh funktioniert zwar auch mit dem Parameter auto, doch ist
das Verfahren nicht so sicher. Zudem sollten Sie die Datei
config.sys mit einem angepaßten Lastdrive-Eintrag
abschließen, also hinter lastdrive nicht z, sondern den
letzten, im System vorhandenen Laufwerksbuchstaben eintragen. Das
bringt wieder ein paar KByte. Beispiel:
lastdrivehigh=f
Noch
ein Hinweis zum Schluß: Wenn Sie himem.sys zusätzlich
mit testmem:off aufrufen, umgehen Sie die Routine zum
Speichertest.
Armin Parzel/et
Im Novell-Netzwerk
Genaue Kenntnis des IPX-Protokolls
erleichtert die Anmeldung eines Clients im Novell-Netz.
Bei der
Einrichtung einer Client-Station am Netzwerk unter Novell (eher
bei Version 4.10 als bei 3.11) kann es vorkommen, daß sich
das Fenster zum Einloggen nicht automatisch nach dem Starten von
Windows öffnet. Ein nachträgliches Anwendungen schließen
und unter neuem Namen anmelden verläuft meistens
erfolgreich.
Die primäre Anmeldung für
Netware-Clients zu aktivieren reicht nicht aus, um eine sichere
automatische Anmeldung zu gewährleisten. Abhilfe schafft hier
die Änderung der Eigenschaft des IPX-Protokolls
in
Systemsteuerung /Netzwerk/ Konfiguration/ IPX/ SPX -
kompatibles Protokoll/ Eigenschaften/ Erweitert/ Rahmentyp:
Hier
tragen Sie an der Stelle Auto: Ethernet 802.3 den Typ ein, der im
Netware-Server konfiguriert ist.
Dipl.-Ing. Klaus-Peter
Winkler/et
Die Geheimnisse der [W95]-Taste
Die Windows-Taste führt
in Kombination mit weiteren Schlüsseltasten nützliche
Systemaktivitäten aus.
Die auf fast allen neueren
Tastaturen enthaltene Windows-Taste ist nicht nur dazu da, das
Start-Menü aufzurufen. Weniger bekannt sind weitere
Erleichterungen, die Tastenkombinationen für den
Windows-95-Alltag bieten.
Hier eine Übersicht:
Tastenfolge
Reaktion
[W95-e] Explorer aufrufen
[W95-m] Minimierer aller,
auch inaktiver Fenster
[W95-r] Ausführen (run)
[W95-f]
Suchen (find)
[W95-tab] Wechseln der Tasks
[W95-Pause]
Eigenschaften für System
Zusätzlich können Sie
noch weitere Schlüsseltasten wie zum Beispiel [Strg-Alt-D]
für die MS-DOS Eingabeaufforderung konfigurieren.
RenI
Fischer-Bernard/et
SendTo mit Tücken
Berücksichtigen Sie beim
SendTo-Befehl den Unterschied zwischen Kopieren und
Verschieben.
Oft wird empfohlen, den Senden an-Dialog mit
häufig benutzten Zielordnern und -laufwerken aufzubessern.
Leider wird dabei oft vergessen, daß der SendTo-Befehl
keineswegs nur kopiert, sondern auch verschiebt. Bei vielen
Anwendern hat dies für Verwirrung gesorgt.
Dabei sind die
Spielregeln ganz einfach: Senden Sie Daten in einen Ordner, der
sich auf demselben Laufwerk befindet, verschieben Sie damit die
Dateien. Liegt das Zielverzeichnis hingegen auf einem anderen
Laufwerk, kopieren Sie die Daten. Das Senden an-Kommando folgt
also derselben Logik wie auch die übrige Explorer-Oberfläche.
Halten Sie die [Umschalt]-Taste gedrückt, während Sie
den Senden-Befehl anwählen, verschieben Sie Daten, mit der
[Strg]-Taste kopieren Sie sie.
Manuel Diekmeyer/et
Hearts: Blick in die Karten
Wer seinem Gegner gerne einmal
bei Hearts in die Karten schauen möchte, braucht nur einen
Eintrag in der Registry.
Nicht jeder spielt unter Windows
Solitär. Auch dem seit WfW 3.11 enthaltenen Kartenspiel
Hearts sind einige Anwender zugetan. Besonders weil man dieses mit
anderen im Netz spielen kann.
Wer dem Glück und
spielerischen Geschick etwas nachhelfen will, braucht nur mit
RegEdit einen neuen Eintrag einzufügen. Starten Sie über
Start/Ausführen/RegEdit die Registrierungsdatenbank, und
suchen Sie den Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER, SOFTWARE,
MICROSOFT, WINDOWS, CURRENTVERSION, APPLETS, HEARTS
Fügen
Sie hier einen neuen Eintrag mit dem Namen ZB ein, und belegen Sie
diesen mit dem Wert 42. Schließen Sie RegEdit und starten
Sie Hearts. Sobald Sie die Tastenkombination
[Strg-Alt-Umschalt-F12] drücken, liegen die Karten Ihres
Gegners offen vor Ihnen. Ein nicht zu unterschätzender
Vorteil!
Karl Steffens/ib
Aus x mach c
cFos benennt eine Treiberdatei um und
verhindert damit einen Neustart - manuelles Ändern hilft
ab.
Nach der Deinstallation des ISDN-Fossil-Treibers kann es
passieren, daß Ihr System nicht mehr hochfährt. Statt
dessen bringt Windows 95 eine Fehlermeldung, die jedoch nicht zu
lesen ist, weil sofort die nächste Meldung erscheint:
Sie
können den Computer jetzt ausschalten.
Was nun? Sie haben
Ihren Computer schließlich erst eingeschaltet.
In der nur
für wenige Augenblicke erscheinenden Fehlermeldung weist
Windows 95 darauf hin, daß es die Datei comm.drv nicht
finden kann. Die Ursache: cFos verändert diese Datei bei der
Installation und schreibt deswegen eine Sicherungskopie ins
Verzeichnis
C:\windows\system\xomm.drv
Nach der
Deinstallation ändert cFos die Datei aber nicht wieder um.
Ändern Sie daher den Namen der Datei in comm.drv, indem Sie
die [F8]-Taste beim Hochfahren drücken, wenn das
System
Windows 95 wird gestartet
meldet. Im dortigen
Start-Menü wählen Sie den Eintrag Nur
Eingabeaufforderung - nicht Im abgesicherten Modus starten, da
Windows auch in diesem Modus nicht hochfährt.
Ist der
Computer bei der Eingabeaufforderung angelangt, wechseln Sie ins
Hauptverzeichnis mit
cd \
Sodann schalten Sie ins zuvor
angegebene Verzeichnis:
cd \windows\system\
Dort geben Sie
dem Treiber wieder seinen passenden Namen:
rename xomm.drv
comm.drv
Damit dürfte Ihr System wieder einwandfrei
booten.
Wie das Beispiel zeigt, ist es wichtig, die internen
Befehle des Kommandoprozessors zu kennen. Und die Syntax ren/?
bietet Hilfe.
Sascha Vaassen/pei
Vereinfachter Öffnen mit-Dialog
Um Dateien mit
bestimmten Programmen zu öffnen, brauchen Sie die
[Umschalt]-Taste nicht mehr zu drücken.
Um die rechte
Maustaste im Explorer bei bereits registrierten Dateien mit dem
Menüpunkt Öffnen mit... zu versehen, können Sie
beim Anwählen der Datei einfach die [Umschalt]-Taste gedrückt
halten. Das hat aber zur Folge, daß bestimmte Menüpunkte
nicht mehr angezeigt werden. Damit das Menü Öffnen mit
im Kontextmenü verfügbar ist, müssen Sie zunächst
im Explorer unter Ansicht Optionen die Karte Dateitypen anwählen.
Dann gehen Sie zum Bearbeitenden Dateityp und suchen Bearbeiten
aus. Klicken Sie nun erneut auf den Punkt. Geben Sie im
erscheinenden Fenster unter Vorgang die Funktion &Öffnen
mit... und unter Anwendung für diesen Vorgang folgenden
Befehl ein:
C:\windows\rundll32.exe Ashell32.dll,OpenAs_RunDLL
%1
& markiert den Buchstaben, den Sie im Menü
unterstrichen sehen. Achten Sie auf korrekte Groß- und
Kleinschreibung.
Robert Vogl/pei
Automatische Speicheroptimierung
Mit dem Wunderwort AUTO
gewinnen Sie wertvollen konventionellen Speicher.
Ein Befehl in
der config.sys von Windows 95 bietet Ihnen die Option, den
Speicher automatisch zu optimieren. Mit der Zeile
DOS =
AUTO
lädt das MS-DOS-System selbständig die Treiber
himem.sys, ifshlp.sys, dblbuff.sys und setver.exe, falls diese
noch nicht aufgerufen wurden.
Neben diesem automatischen
Treiberstart sorgt die Option AUTO auch für das Hochladen der
Funktionen BUFFERS, FILES, FCBS, LASTDRIVE und STACKS. Sie
brauchen also nicht mehr an alle Aufrufe die Erweiterung -HIGH
manuell anzuhängen. Das Kommando BUFFERS wird nun
beispielsweise gleichbedeutend mit dem Befehl BUFFERSHIGH.
Auf
diese Weise gewinnen Sie sehr einfach zusätzlichen
konventionellen Speicher für Ihre Programme, ohne große
Änderungen in der Datei config.sys editieren zu müssen.
AndrI
Moritz/pei
Bestehende Installation portieren
Übertragen Sie Ihr
Windows 95 erfolgreich auf eine andere Festplatte oder
Partition.
Auch die größte Festplatte ist einmal
voll, und bei den derzeit günstigen Preisen ist der Kauf
einer größeren Platte die einfachste Lösung. Da
die neueren Massenspeicher meist eine bessere Performance bieten
als die älteren Scheiben, sollten Sie Ihr Betriebssystem auf
jeden Fall auch auf die neue Festplatte übertragen - selbst
wenn sie die alte Platte weiterhin in Ihrem Rechner betreiben.
Hat
sich in Ihren Windows-Verzeichnissen im Laufe der Zeit viel
Datenmüll angesammelt, kann eine Neuinstallation des
Betriebssystems nützlich sein. Dabei gehen aber leider Ihre
individuellen Einstellungen und alle dem System in harter Arbeit
abgerungenen Optimierungen verloren. Als naheliegende Alternative
bietet es sich also an, Windows 95 einfach komplett auf die neue
Harddisk zu kopieren. Doch das ist einfacher gesagt als getan,
denn auf dem Weg zum Erfolg lauern viele Fallen und
Enttäuschungen.
Zuerst sollten Sie eine Boot-Diskette
anlegen, die Ihnen bei auftretenden Problemen nützlich sein
kann, die Sie später aber auch auf jeden Fall noch benötigen.
Richten Sie nun mit dem MS-DOS-Hilfsprogramm fdisk.exe eine
primäre DOS-Partition auf der neuen Festplatte ein. Beachten
Sie dabei, daß Sie zuerst weiterhin von Ihrer alten Platte
booten möchten. Nach dem eventuell nötigen Neustart
formatieren Sie die Zielplatte mit dem format-Befehl. Um den
Laufwerksbuchstaben der Platte zu bestimmen, geben Sie einfach dir
D: ein beziehungsweise dir E: und so fort. Erscheint die
Meldung
Ungültiger Datenträgertyp
Fehler beim
Lesen von Laufwerk D:
auf Ihrem Monitor, ist die neue Platte
wahrscheinlich Laufwerk D, oder aber dieses Laufwerk ist gar nicht
vorhanden, beziehungsweise es liegt kein Medium im Laufwerk.
Nun
beginnt das eigentliche Kopieren. Um auch die langen Dateinamen
problemlos zu handhaben, benutzen Sie am besten den Explorer. Die
Option Alle Dateien anzeigen bewirkt, daß auch alle
wichtigen unsichtbaren Dateien berücksichtigt werden.
Übertragen Sie zunächst alle gewünschten
Verzeichnisse bis auf das Windows-Verzeichnis selbst auf die
Zielplatte. Da das System den Kopiervorgang abrupt abbricht,
sobald es im Windows-Verzeichnis auf die vor Zugriffen geschützte
Swap-Datei win386.swp stößt, müssen Sie dieses
Verzeichnis separat behandeln. Legen Sie also per Hand das
Windows-Verzeichnis auf der neuen Platte an. Markieren Sie dann im
alten Windows-Verzeichnis alle Dateien, indem Sie die
[Umschalt]-Taste gedrückt halten und mit der linken Maustaste
einen Rahmen um alle Dateien ziehen. Um die Datei win386.swp aus
der Auswahl zu streichen, klicken Sie bei gedrückter
Strg-Taste mit der linken Maustaste darauf.
Jetzt ist es an der
Zeit, das neue Systemlaufwerk bootfähig zu machen. Mit
kleinen Steckbrücken (Jumper) konfigurieren Sie die
Festplatten auf Master oder Slave. Einzelheiten hierzu finden Sie
in der Dokumentation der jeweiligen Festplatte. Tauschen Sie nun
im BIOS die Parameter der neuen Platte gegen die von Laufwerk C
aus. Bei neueren BIOS-Versionen legen Sie statt dessen ganz
einfach die Boot-Reihenfolge fest.
Nach einem Neustart von
Diskette markieren Sie mit fdisk.exe die zukünftige
Bootpartition als aktive Partition. Starten Sie erneut von
Diskette, und legen Sie mit dem Befehl sys C: die Systemdateien
an. Wie Sie jetzt leider feststellen müssen, ist die Datei
msdos.sys nur ein Platzhalter für die eigentliche
Systemdatei. Ersetzen Sie sie also durch die bisherige Version von
msdos.sys, und Ihr System sollte korrekt von der neuen Festplatte
booten.
Zusammenfassend noch einmal die auftretenden
Probleme:
- Viele Programme kommen nicht mit langen Dateinamen
zurecht.
- Nur mit der Option Alle Dateien anzeigen kopieren
Sie auch versteckte Dateien.
- Die Datei win386.swp behindert
den Kopiervorgang.
- Der sys-Befehl legt nur eine Pseudodatei
namens msdos.sys an.
Um Windows 95 auf einen zweiten Rechner
mit anderer Hardware-Ausstattung zu duplizieren, sollten Sie diese
Methode nicht verwenden. Die automatische Hardware-Erkennung der
Installationsroutine ist dank Plug&Play wesentlich einfacher
als das manuelle Auswechseln der benötigten Treiber.
Kurt
Hahn/pei
NumLock-Zustand definieren
Eine Zeile in der
Konfigurationsdatei ersetzt eine fehlende BIOS-Funktion.
Die
[NumLock]-Taste bestimmt die Funktion des Ziffernblocks auf der
Tastatur. Im eingeschalteten Zustand dient dieses Tastenfeld der
Zahleneingabe, erkennbar an der nun leuchtenden Num-LED. Ansonsten
übernehmen die Tasten die Cursorsteuerung sowie die
Funktionen Einfügen, Entfernen, Position 1, Ende, Bild auf
und Bild ab.
Sie können den Zustand der [NumLock]-Taste
beim Booten über einen Eintrag in der config.sys ändern.
Tragen Sie dort wahlweise eine der Zeilen
NUMLOCK = ON
NUMLOCK
= OFF
ein. Diese Option ist besonders nützlich, wenn das
BIOS keine entsprechende Einstellung bietet.
AndrI Moritz/pei
Novell-Netzwerk
So ändern Sie das Paßwort im
Kontextmenü des Symbols Netzwerkumgebung.
Das Paßwort
in der Netzwerkumgebung zu ändern, kann schnell zu einer
kniffligen Sache werden. Doch wer sich mit dem
Registrierungseditor auskennt, kommt schnell zum Ziel.
Öffnen
Sie in RegEdit den im unteren Bild angegebenen Schlüssel.
Dazu suchen Sie nach der Netzwerkumgebung. Erzeugen Sie den neuen
Schlüssel Passwort und den Unterschlüssel command. Geben
Sie darin als Zeichenfolge den Pfad zu einer Batchdatei ein, die
die Paßwortänderung auslöst, etwa
NetzPass.bat:
setpass
Michael Fischer/et
Geheimnisvolle Schlüsseltasten
Hotkeys erleichtern
Ihnen die Arbeit mit Win 95 und Programmen.
Mit Windows 95 hat
die rechte Maustaste neue Aufgaben übernommen, die die
Bedienung stark vereinfacht. Wenn Sie darüber hinaus
Schlüsseltasten einsetzen, kommen Sie noch schneller ans
Ziel. Hier einige Beispiele:
1. Wenn Sie die [Alt]-Taste
gedrückt halten, während Sie in einem Explorer-Fenster
doppelt auf eine Datei klicken oder [Enter] drücken, öffnet
sich das Eigenschaften-Menü.
2. Wer sich im Explorer ein
Bild ansehen will, lädt das
Standard-Bildbearbeitungsprogramm. Je nach dessen Art und Größe
kann das sehr lange dauern. Es ist daher sinnvoll, zusätzlich
zur großen Bildbearbeitung einen schnellen Betrachter
(Viewer) zu installieren. Wählen Sie dazu im Explorer unter
Ansicht/Optionen/Dateitypen ein Bildformat aus, etwa PCX, BMP, GIF
oder TIF, und klicken Sie dann auf Bearbeiten.... Nach dem
Doppelklick auf open geben Sie den Pfad Ihres schnellen
Bildbetrachters ein. Alternativ können Sie auch auf
Durchsuchen... klicken. Sodann bestätigen Sie Ihren Fund.
Jetzt wählen Sie Neu....
Für Vorgang wählen Sie
einen Ausdruck, der im Kontextmenü erscheinen soll, wenn Sie
mit der rechten Maustaste auf eine Datei dieses Typs klicken.
Denkbar wäre es zum Beispiel, Grafiken mit Paint Shop Pro
4.12 öffnen zu bearbeiten. In das Dialogfeld darunter tragen
Sie den Pfad der Anwendung ein.
Wenn Sie in Zukunft zweimal auf
eine Datei dieses Typs klicken, öffnet sich der Viewer. Wenn
Sie die Datei jedoch mit der rechten Maustaste aktivieren, laden
Sie sie in Ihr Bildbearbeitungsprogramm.
3. Wer sich durch die
Fenster im Arbeitsplatz klickt, erstickt fast in der Flut sich
öffnender Fenster.
Einige Tasten helfen Ihnen weiter:
-
Drücken Sie [Umschalt], während Sie doppelt auf ein
Verzeichnis oder den Arbeitsplatz klicken, so öffnet sich das
zweigeteilte Explorer-Fenster.
- Aktivieren Sie [Strg], während
Sie zweimal auf ein Verzeichnis klicken, behalten Sie das Fenster.
Es wird also kein neues geöffnet.
- Drücken Sie
[Umschalt], während Sie auf das Schließen-Symbol
klicken, werden alle Fenster geschlossen, aus denen nur das
aktuelle Fenster hervorgeht.
- Mit dem Start-Befehl können
Sie registrierte Dateien aus der DOS-Box starten. So öffnen
Sie zum Beispiel die Datei readme.txt mit Notepad, wenn Sie
START
readme.txt
eingeben. Auch den Explorer können Sie schnell
starten: START \ startet ihn mit dem aktuellen Laufwerk, START .
mit dem aktuellen Verzeichnis.
- Die AutoPlay-Funktion von
Windows kann ziemlich lästig sein, weil sie immer ein
Standardprogramm startet, wenn Sie eine CD einlegen. Um zu
verhindern, daß AutoPlay gestartet wird, halten Sie die
[Umschalt]-Taste gedrückt, während Sie die CD
einlegen.
Dominik Appl/et
Schnellstart für Programme
Profis bedienen ihr
Betriebssystem mit geschickten Tastenkombinationen gleichsam im
Blindflug.
Nachdem Sie sich im vorigen Tip schon mit
Schlüsseltasten vertraut gemacht haben, vertiefen Sie Ihre
Kenntnisse jetzt mit folgenden Tastenkunststücken.
-
Tastenkombination für Programm-Ordner: Erstellen Sie einen
Ordner wie zum Beispiel
c:\daten\schnellstart
Dort legen Sie
Verknüpfungen aller wichtigen Programme ab. Auf dem Desktop
richten Sie eine Verknüpfung dieses Ordners ein. Rufen Sie
mit der rechten Maustaste die Verknüpfungseigenschaften auf,
und legen Sie im Register Verknüpfung eine
Tastaturkombination zum Aufruf dieses Ordners fest wie zum
Beispiel [Strg-Alt-<].
- Autostart für Programm-Ordner:
Eine Verknüpfung des Schnellstart-Ordners legen Sie im
Autostart-Ordner
ab:
C:\Windows\Startmenü\Programme\Autostart
Stellen
Sie in den Eigenschaften Ausführen minimiert ein. Über
die Task-Leiste können Sie den Ordner jederzeit aufrufen.
-
Schnellstart-Ordner direkt unter dem Start-Knopf: Legen Sie eine
Verknüpfung des Schnellstart-Ordners auf den Start-Button der
Task-Leiste. Der Ordner wird in den obersten Bereich eingebaut.
Alternativ können Sie auch eine Verknüpfung des Ordners
im Explorer in
C:\Windows\Startmenü
ablegen.
Wer
sich nach diesen umfangreichen Vorarbeiten mit seiner
Systemumgebung vertraut gemacht hat, findet sich im Schadensfall
leichter zurecht. denn der Fall, das Betriebssystem neu
installieren zu müssen, tritt schneller auf, als man
denkt.
Michael Fischer/et
ScanDisk im Takt
Wer seiner Festplatte auf die Cluster sehen
will, startet regelmäßig ScanDisk.
Sie wollen Ihre
Festplatte regelmäßig auf verlorene Zeichenketten oder
andere Fehler untersuchen? Dann automatisieren Sie diese
Wartungsaufgabe. Das Programm scan.bas (Listing in Databox 4/98)
macht's möglich. scan.bas startet bei jedem zwanzigsten
Aufruf ScanDisk. Um es zu benutzen, tragen Sie es in den
Autostart-Ordner ein. Dort legen Sie auch die Datei scan.dat an,
die nur die Zahl 1 enthält. Wer in die
MS-DOS-Eingabeaufforderung wechselt, gibt diese Datei gleich von
der Tastatur (Konsole) aus ein:
copy con scan.dat
1[F6]
Mit
[F6] speichern Sie scan.dat.
Eine weitere Methode, ScanDisk
alle 20 Aufrufe starten zu lassen, liefert Ihnen scan.bat (Listing
in Databox 4/98). Da es schwierig, wenn nicht unmöglich ist,
Variablen in Stapelverarbeitungen zu verändern, fällt
diese Batchdatei länger aus. Durch Kopieren ([Strg-C]) und
Einfügen ([Strg-V]) stellen Sie das Programm jedoch recht
schnell fertig.
Um scan.bat nutzen zu können, schreiben
Sie eine Datei 1.dat, die Sie nur als Zähler nutzen:
copy
con 1.dat
xxx[F6]
Mit [F6] speichern Sie sie. Bei jedem
Programmaufruf wird sie umbenannt, wobei sich die Zahl vor der
Erweiterung dat um den Wert 1 erhöht. Wenn die Datei
schließlich 20.dat heißt, startet ScanDisk. Die Datei
y.bat brauchen Sie, um das Programm direkt zu beenden. Doch diese
Verarbeitung begnügt sich mit einer Zeile:
ren %1.dat
%2.dat
Auch müssen Sie scan.bat im Autostart-Ordner als
Verknüpfung eintragen.
Dominik Appl/et
Ein Fall für zwei
Ein Altmeister der
Batch-Programmierung demonstriert, wie Stapelverarbeitung und GUI
zusammenarbeiten.
Leider haben die Entwickler von Windows 95
dem Batch-Interpreter immer noch keine Input-Routine spendiert.
Eingaben in Batchdateien können Sie nur per choice-Befehl
vornehmen. Dieser wertet aber leider nur einzelne Tasten aus. Auf
die Eingabe eines kompletten Namens oder einer ganzen Zeile müssen
Sie verzichten.
Andererseits können Sie einem
Batchprogramm diesen Parameter beim Start übergeben, wenn Sie
in dessen Kontextmenü unter Eigenschaften/Programm im Feld
Befehlszeile ein Fragezeichen anhängen. Nun erscheint bei
jedem Start des Programms zuerst ein Eingabefeld mit der
Aufforderung, Parameter einzugeben. Ihre Eingabe wird dann dem
Batchprogramm zugeführt.
Besser wäre es jedoch, wenn
Sie zur Laufzeit an jeder beliebigen Stelle eines beliebigen
Batchprogramms eine Zeichenkette eingeben könnten. Doch wie
bringen Sie Windows 95 dazu, seine Input-Routine für diesen
Zweck zur Verfügung zu stellen?
Gehen Sie so vor: Über
den Explorer erzeugen Sie in Ihrem Batchverzeichnis eine
Verknüpfung zu einer beliebigen Batchdatei, indem Sie im
Kontextmenü die Option Verknüpfung erstellen wählen.
Geben Sie der neuen Verknüpfung den Namen Input. Im
Kontextmenü Eigenschaften/Programm tragen Sie dann folgendes
ein:
- im obersten Feld (neben dem Icon):
Ihre Eingabe...
-
im Feld Befehlszeile:
%Batch% ?
Vergessen Sie nicht das
Leerzeichen vor dem Fragezeichen.
- Dann aktivieren Sie das
Kästchen Schließen beim Beenden.
Damit haben Sie die
universelle Input-Routine für Batchdateien installiert. Ab
jetzt können Sie in jedem beliebigen Batchprogramm das
Parameter-Eingabefenster der Windows-GUI anfordern. Dazu müssen
Sie nur die im Batch angelegte Verknüpfung starten. Der
Befehl dazu in Zeile 10 lautet:
start Input.pif
Vor diesem
Aufruf müssen Sie allerdings noch eine Umgebungsvariable per
set-Befehl definieren, damit input.pif richtig arbeiten kann. Die
Zeilen 7 bis 9 im Listing ermitteln den Programmaufruf für
Ihre Batchdatei und legen ihn nun in der Variablen %batch% ab. Mit
Hilfe dieser Variablen ruft dann input.pif, die ja Ihre Eingabe
übernimmt, die Batchdatei ein zweites Mal auf und übergibt
ihr die Eingabe als Parameter %1. Im Eingabefenster können
Sie sogar mehrere Wörter eingeben. Sie müssen sie dann
aber in Anführungszeichen setzen, damit sie die Batchdatei
richtig auswerten kann. inpdemo.bat (Listing in Databox 4/98)
zeigt Ihnen, wie Sie vorgehen müssen.
Gerhard Frey/et
Bildschirmschoner und Tastatursperre
Wenn Sie mit einer
Tastatursperre den Screensaver anschalten, schützen Sie
während der Pause Ihre Daten.
Ein Bildschirmschoner deutet
an, daß Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen haben. Das
verleitet manch einen neugierigen Kollegen dazu, schnell einmal
nachzusehen, welche Daten Sie gerade bearbeitet haben. Doch er
wird sich wundern, wenn Ihr Rechner die Eingaben eines Unbefugten
schlichtweg ignoriert.
Dazu stellen Sie im BIOS eine
Tastatursperre ein, etwa mit [Strg-Alt-L]. Wenn Sie die Tastatur
sperren, soll nun gleichzeitig der Bildschirmschoner starten. Dazu
erzeugen Sie eine Verknüpfung des Bildschirmschoners auf dem
Desktop. Klicken Sie das Symbol mit der rechten Maustaste an, und
wählen Sie im Kontextmenü Eigenschaften. Auf der
Registerkarte Verknüpfung weisen Sie dem Bildschirmschoner
eine Tastenkombination zu wie zum Beispiel [Strg-Alt-K].
Um
Tastatursperre und Bildschirmschoner gleichzeitig zu starten,
halten Sie [Strg-Alt] gedrückt und aktivieren nacheinander
[K] und [L], wobei die erste Taste den Bildschirmschoner und die
zweite die Tastatursperre einschaltet.
Michael Fischer/et
Abwechslung für die Kaffeepause
Wechselnde
Bildschirmschoner nach jedem aufgerufenen Programm füllen die
Pausen mit frohen Bildbotschaften.
Ein gutes Beispiel für
grenzenlose Kreativität sind die unzähligen
Bildschirmschoner, die sich im Internet, auf Shareware-CDs und auf
der heimischen Festplatte tummeln. Ob Comic, Science-Fiction oder
nur grafischer "Schnickschnack" - es gibt wohl kein
Thema, das nicht schon als Bildschirmschoner realisiert
wurde.
Leider aktivieren Sie unter Windows 95 immer nur eines
dieser kleinen Wunderwerke und bekommen die anderen daher nur
selten zu Gesicht. DynaSaver.cpp (Listing in databox 4/98)
beseitigt diesen Mißstand. DynaSaver spielt beliebige
Bildschirmschoner in freier Reihenfolge ab. Das Programm
integriert sich dabei als scr-Datei (Screensaver) ins System und
wird wie jeder andere Bildschirmschoner im Dialog Eigenschaften
von Anzeige konfiguriert und aktiviert.
Wichtig ist, daß
Sie dynasaver.cpp entweder direkt als Screensaver-Datei
kompilieren und linken oder einfach die resultierende exe-Datei in
dynasaver.scr umbennen. Anschließend kopieren Sie sie nur
noch ins Windows-Systemverzeichnis, und fortan steht sie als
Bildschirmschoner zur Verfügung.
Aktivieren Sie DynaSaver
im Win-95-Bildschirmschoner-Dialog, und öffnen Sie über
die Schaltfläche Einstellungen die Datei dynasaver.ini. Darin
legen Sie die Reihenfolge der gewünschten scr-Dateien fest.
Damit DynaSaver diese Datei korrekt abarbeiten kann, beachten Sie
folgende Regeln:
1. Tragen Sie jeden Bildschirmschoner komplett
mit der Dateiendung .scr, gefolgt von einem Gleichheitszeichen,
ein:
starfield simulation.scr=
2. Kennzeichnen Sie
mindestens eine Datei hinter dem Gleichheitszeichen mit einem
Stern. DynaSaver betrachtet die zuerst markierte Datei als
aktuellen Screensaver:
starfield simulation.scr=*
3. Wollen
Sie eine Datei mehrmals nennen, so leiten Sie den Dateinamen mit
einem Fragezeichen ein. Wichtig ist, daß sich jede
Bezeichnung eindeutig von den anderen unterscheidet:
starfield
simulation.scr=
?starfield simulation.scr=
??starfield
simulation.scr=
4. Um zu verhindern, daß eine Vorschau im
Bildschirmschoner-Dialog angezeigt wird, leiten Sie den Dateinamen
mit einem Doppelpunkt ein. Dies ist besonders für
Win-3.1-Screensaver wichtig, die den Preview-Modus nicht
verarbeiten können:
:starfield
simulation.scr=="dynasaver.ini"
Folgende
Beispiel-Konfiguration verhindert eine Vorschau auf win31.scr und
aktiviert als nächsten Bildschirmschoner
marquee.scr:
[DynaSaver]
starfield
simulation=
marquee.scr=*
bezier.scr=
:win31.scr=
?bezier.scr=
Der
Programmablauf von DynaSaver arbeitet nach folgendem Schema:
Windows ruft dynasaver.scr wie jeden normalen Screensaver auf und
übergibt dabei nachstehende Aufrufparameter:
- /c oder
kein Parameter startet den Konfigurationsdialog.
- /p 1234
aktiviert den Preview-Modus. Der Wert 1234 steht für das
aktuelle Fenster-Handle, in dem die Vorschau dargestellt werden
soll.
- /s aktiviert den Screensaver.
- /a 1234 startet den
Paßwort-Dialog. 1234 steht für das Fenster-Handle des
übergeordneten Fensters.
Die API-Funktion CreateProcess()
startet den in dynasaver.ini markierten Bildschirmschoner und
reicht dabei die von Windows übergebenen Parameter
weiter.
Problematisch wird es beim /p-Parameter und alten
16-Bit-Bildschirmschonern, die den Preview-Modus nicht kennen und
sogleich den Konfigurationsdialog starten. Windows löst das
Problem, indem es feststellt, ob es sich um eine 16-Bit-Datei
handelt und, wenn ja, einfach das Programm-Icon im Vorschaufenster
anzeigt. DynaSaver konnte dies leider nicht mehr in den kurzen
Quellcode einbauen und entschärft das Problem durch die
Angabe des Doppelpunktes.
Abschließend wird die nächste
scr-Datei in DynaSaver.ini markiert und somit beim folgenden Start
aktiviert. Und Sie haben mehr Spaß an der Arbeit, wenn Sie
nicht stets das gleiche Bild langweilt.
Markus Rath/et
C:
Weltraum-Ballerspiel
Wer die Programmieraufgabe löst,
startet das Abenteuer: Als Pilot feuern Sie am Bildschirm gegen
feindliche Aliens und kämpfen gegen die Zeit.
arcade.c
(Listing in Databox 4/98) versetzt Sie in die Lage eines
Weltraumpiloten, der mit seinem Raumschiff von bösartigen
Quadraten angegriffen wird. Selbstverständlich hat jeder
Weltraumpilot auch einen Laser an Bord, so daß Sie nicht
ganz wehrlos sind.
Die Quadrate fliegen auf Ihr Raumschiff zu
und rammen es, wodurch Sie eins Ihrer zehn Leben verlieren. Wenn
Sie ein Quadratmonster mit dem Laser treffen, gibt es maximal 45
Punkte. Die Punktzahl richtet sich danach, wie früh Sie es
getroffen haben. Auch Reaktion läßt sich
schulen.
ACHTUNG: Die Monster sind nicht dumm: Sie fliegen
nicht schnurgerade auf Sie zu, sondern wackeln in alle Richtungen.
So ist das Spiel nicht so einfach, wie es sich anhört. Daher
erhält der Spieler alle 50 Punkte ein Leben zurück.
Sie
steuern arcade mit den Pfeiltasten, die Leerschrittaste "feuert",
und [Esc] bricht das Spiel vorzeitig ab. Nach Spielende gibt
arcade die erreichte und die maximale Punktzahl aus. ACHTUNG:
Dafür nutzt das Programm die Adresse von Interrupt 63, der
unbelegt sein sollte. Wenn Probleme auftauchen, entfernen Sie
speicherresidente Programme.
Sie übersetzen das Programm
mit Microsoft C ab 5.1 bis MSVC 1.5. Da MSVC 1.5 auch neueren
Versionen von Visual C++ beiliegt, sollte es auch damit klappen.
Die Kommandozeile zum Kompilieren lautet:
cl arcade.c
graphics.lib
Die Variablen-Liste entnehmen Sie der folgenden
Tabelle.
Alexander Berthold/et
C: Integration mit der
Simpson-Regel
Sie berechnen das Integral einer
eindimensionalen, reellen Funktion mit dem numerischen Verfahren
nach Simpson.
Die C-Routine simpson.c (Listing in Databox 4/98)
berechnet das Integral einer Funktion zwischen zwei gegebenen
Punkten nach einem einfachen, aber effektiven numerischen
Verfahren. Zum Aufruf sind sechs Parameter nötig:
- ein
Funktionszeiger *function,
- eine untere und obere
Intervallgrenze xLow und xHigh,
- ein Fehlerbetrag E,
- die
Anzahl der Segmente N und
- das Resultat einer vorherigen
Iteration old.
Zunächst wird das gegebene Intervall
zwischen xLow und xHigh in N (gerade Zahl) Segmente der Breite
W
= (xHigh - xLow) / N
zerlegt. Danach berechnet sich das
Integral aus der Formel:
Dieses Ergebnis wird mit dem Resultat
der vorherigen Iteration verglichen. Beim ersten Schritt ist dies
0. Liegt die Differenz über dem Fehlerbetrag E, wird mit
verdoppeltem N neu iteriert. Andernfalls gibt das Programm das
Ergebnis als Gleitkommazahl zurück. Funktionen übergeben
Sie an simpson per Funktionszeiger. Die Signatur einer Funktion
muß dabei folgendermaßen aussehen:
double function
(double x);
test_simpson.c (Listing in Databox 4/98) zeigt an
zwei Beispielen, wie Sie simpson verwenden. Zuerst wird das
Integral der Funktion zwischen 0 und PI berechnet. Das zweite
Beispiel integriert die Normalverteilung zwischen 0 und
2.
Matthias David/et
C: Verzeichniswechsel
Mit knappem
Quellcode wechseln Sie komfortabel zwischen Verzeichnissen.
dc.c
(Directory Changer, Listing in Databox 4/98) wechselt
menügesteuert zwischen Verzeichnissen.
- Mit [Cursor auf]
und [Cursor ab] bewegen Sie den Marker zu dem Verzeichnis, in das
Sie wechseln wollen.
- Mit [Bild auf] springen Sie eine Seite
vor, mit [Bild ab] zurück.
- Drücken Sie eine
Buchstabentaste, so markiert dc.c den ersten Verzeichnisnamen mit
seinem Anfangsbuchstaben.
- Mit [Enter] wechseln Sie in das
markierte Verzeichnis.
- Per [Rückschritt] gelangen Sie in
das jeweils nächsthöhere Verzeichnis,
- über
[Einf] ins Stammverzeichnis des aktuellen Laufwerks.
- Drücken
Sie die [Leertaste], erscheint ?:. Dort können Sie den
Buchstaben des gewünschten Laufwerks eintippen.
- [Esc]
beendet das Programm.
Wenn Sie das Kompilat qcl dc.c in einen
Pfad kopieren, können Sie bequem darauf zugreifen.
Raihan
Hassnain Kibria/et
Schneller Zugriff auf alle Systemressourcen
Über das
Desktop-Icon Arbeitsplatz erreichen Sie per Doppelklick sämtliche
Dateien und Systemeigenschaften Ihres Rechners.
Führen Sie
einen Doppelklick auf das Desktop-Icon Arbeitsplatz aus, während
Sie die [Umschalt]-Taste drücken. Damit öffnen Sie den
Arbeitsplatz nicht in einem normalen Ordnerfenster, sondern direkt
im Explorer.
Ein Doppelklick bei gehaltener [Alt]-Taste öffnet
wiederum den Systemdialog Eigenschaften für System
(Gerätemanager).
Markus Rath/et
Vergessenes Paßwort
Wenn Sie Ihr Paßwort für
Windows vergessen haben, hilft Ihnen ein simpler Del-Befehl
weiter.
Es gibt zwar kaum eine Methode, das Paßwort
herauszufinden, doch Sie können es ganz einfach beseitigen:
Wechseln Sie in Ihr Windows-Verzeichnis, und löschen Sie
sämtliche Dateien mit der Erweiterung pwl.
Beim nächsten
Start fordert Sie Windows 95 dann auf, das Paßwort neu
einzugeben.
Benjamin Bruno/et
choice-Befehl
Die Standard-Einstellung des choice-Befehls
macht die Auswertung einer Ja-/ Nein-Abfrage leicht.
Für
die Ja-/Nein-Abfrage gibt es ab DOS 5.0 einen Befehl: choice. Eine
Errorlevel-Abfrage wertet das Ergebnis aus:
choice
if
errorlevel 1 if not Aerrorlevel 2 echo Ja gewaehlt!
if
errorlevel 2 if not Aerrorlevel 3 echo Nein gewaehlt!
RenI
Bauer/et
Zweimal Windows
Wer über seine Windows-3.x-Version eine
Vollversion von Windows 95 installieren will, muß mit
Schwierigkeiten rechnen.
Bei dieser Aktion werden Sie dazu
aufgefordert, sich ein Update von Windows 95 zu besorgen. Sie
lösen das Problem auf zweierlei Art:
- Entweder Sie
löschen alle Daten im Windows-Verzeichnis. Dann müssen
Sie aber auch alle Anwendungen neu installieren.
- Oder Sie
benennen die Datei win.com einfach in win.old um bzw. löschen
die Datei.
Danach können Sie Windows ohne Fehlermeldung
installieren.
Benjamin Bruno/et
Dateien deaktivieren
Sie verstecken Dateien, um diese
vorübergehend zu deaktivieren.
In den
Windows-95-Ordnern
...\SendTo,
\Startmenü\Programme\Autostart,
..\Startmenü\Programme
und
in allen Schnellstartleisten der neuen Desktop-Oberfläche des
Duos Windows 95 und Internet Explorer 4 können Sie Dateien
und Ordner über das Hide-Attribut verstecken. Auf diese Weise
erschweren Sie einen Zugriff auf diese Daten. Die Dateien oder
Ordner werden daraufhin weder im Senden an-Menü, noch im
Start\Programm-Menü oder in den Schnellstartleisten angezeigt
oder ausgeführt, auch wenn Sie die Anzeige versteckter
Dateien systemweit eingeschaltet haben. Somit können Sie
Daten nach Belieben einfach ein- und ausblenden.
Markus Rath/et
Unerwünschter Pausenfüller
Das Startlogo der
Norton Utilities schalten Sie mit einer Änderung in der
Registry ab.
Startet bei Ihnen auch jedesmal das Startlogo der
Norton Utilities 2.0, das Ihre übrigen Fenster verdeckt? Die
Abhilfe ist leicht: Ändern Sie einfach den entsprechenden
Eintrag in der
Registry:
REGEDIT4
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Symantec\Norton
Utilities]
,DisableSplashScreen"="1"
Klaus
Baumgardt/et
Errorlevels von Format
Die Abfrage des Errorlevels begann
mit den ersten MS-DOS-Versionen und ist in allen Windows-Versionen
geblieben.
Den format-Befehl können Sie in einer
Batchdatei verwenden, um zum Beispiel Disketten automatisch zu
formatieren. Dann ist es wichtig zu wissen, ob die Batchdateien
ordnungsgemäß abgelaufen
sind oder nicht. Zu diesem
Zweck gibt format einen Errorlevel aus, den Sie abfragen und
verarbeiten können. Einen erfolgreichen format-Abschluß
zeigt das System mit dem Errorlevel 1 an. Brechen Sie die Aktion
mit [Strg-C] ab, so ist der Errorlevel 3 zu sehen. Eine
Fehlermeldung fragen Sie dann etwa mit folgender Zeile ab:
if
errorlevel 3 echo AFehler aufgetreten!
Analog gibt die
Stapelverarbeitung grünes Signal bei erfolgreichem
Formatieren:
if errorlevel 1 echo Kein Fehler
AndrI
Moritz/et
Munter ohne Maus
Wer virtuos auf der Tastatur spielt,
bedient Windows beinahe, ohne die Maus zu verwenden.
Die
Tabelle (PC Magazin 5/98, Seite 168) zeigt, wie Sie Windows fast
ganz ohne Maus bedienen (vgl. dazu Tip 7, Heft 1/98, S. 204).
Mark
Jonas/et
Doppelt hält besser
Wer häufiger neue Programme
installiert, hält zur Sicherheit ein komplettes System in
Reserve.
Oft wünschen sich Anwender ein zweites
Windows-System, womit sie experimentieren können. Da sie aber
nur eines betreiben, sind sie darauf angewiesen, probeweise
installierte Software entweder mit der Deinstall-Routine oder mit
einem Clean-Programm entfernen zu können. Doch das gelingt
oft nicht "rückstandsfrei".
Sie umschiffen das
Problem, indem Sie zwei Windows-Versionen auf der Festplatte
haben, zwischen denen Sie einfach hin- und herschalten.
Zunächst
legen Sie eine exakte Kopie des Windows-Verzeichnisses an. Diesen
Job übernimmt am besten der Explorer, der alle Dateien
kopiert. Wichtig ist, daß sich die Kopie auf demselben
Laufwerk befindet wie das Original. In unserem Fall benennen Sie
die Kopie um nach WINSWAP und gehen davon aus, daß sie sich
auf Laufwerk C im Hauptverzeichnis befindet. Die
Stapelverarbeitung swapwin.bat (Listing in Databox 5/98) nimmt an,
daß Ihr Windows-Verzeichnis auf dem Laufwerk C windows
heißt. swapwin.bat tauscht nun die beiden Windows-Versionen
aus.
Als letzten Schritt müssen Sie noch die Eigenschaften
dieser Batchdatei ändern, da ein Start unter Windows nicht
funktioniert. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste einmal
auf das Icon der Batchdatei und wählen dann Eigenschaften aus
dem Menü. Dort wählen Sie den Reiter Programm und
klicken auf den Schaltknopf mit der Aufschrift Erweitert. Sie
aktivieren das Kästchen MS-DOS-Modus und deaktivieren Vor
Aktivierung des MS-DOS-Modus warnen. Achten Sie darauf, daß
der Eintrag Aktuelle MS-DOS-Konfiguration verwenden eingeschaltet
ist. Beenden Sie ihn und den vorigen Dialog durch zweimaliges
Klicken auf OK.
Testen Sie die Funktion: Ein Doppelklick auf
die Batchdatei fährt Windows herunter, tauscht die
Windows-Verzeichnisse und startet erneut die Fensterflut.
ACHTUNG:
Seien Sie jedoch vorsichtig bei der Installation und
Deinstallation der gleichen Software auf beiden Windows-Versionen.
Selbst Experten wissen oft nicht, welche Dateien wohin kopiert
werden. Das Verfahren hat sich besonders bewährt, wenn
Anwender eine Windows-Version nur für Spiele und die andere
für die Arbeit nutzen wollen.
Mark Jonas/et
MS-DOS-Option in der Registry
Für ein DOS-Fenster
können Sie fast alle Parameter vorab bestimmen - selbst die
für viele MS-DOS-Anwendungen unabdingbare
CD-ROM-Unterstützung.
Sie wollen eine DOS-Anwendung, etwa
ein Spiel, konfigurieren? Dann weisen Sie dem Programm eine eigene
autoexec.bat und config.sys zu.
Dazu klicken Sie die
entsprechende Programmdatei wie autorenn.exe im Explorer mit der
rechten Maustaste an und wählen Eigenschaften. Nach einem
weiteren Klick auf die Schaltfläche erweitert im Register
Programm können Sie den MS-DOS-Modus aktivieren und eine Neue
MS-DOS-Konfiguration angeben. Mit einem Klick auf die Schaltfläche
Konfiguration gelangen Sie in einen Dialog. Dort können Sie
Expansionsspeicher (EMS), Festplatten-Cache oder doskey
aktivieren. Leider zeigt Windows in diesem Dialog nicht alle
Optionen an. So fehlt zum Beispiel die für die meisten
MS-DOS-Anwendungen unabdingbare CD-ROM-Unterstützung.
Die
Ursache dafür: In der Registry ist die Option CD-ROM mit
einem Flag versehen, das den Eintrag unsichtbar macht. Diesen
Eintrag finden Sie unter dem
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE/Software/Microsoft/Windows/Currentversion/MS-DOSOptions/CD-ROM
Klicken
Sie dort den Eintrag Flag doppelt an, löschen Sie die erste
Zahl 40 oder 00, und ersetzen Sie sie durch 02. Damit wird der
Eintrag sichtbar und auch aktivierbar.
Allerdings haben Sie
noch nichts aktiviert, nachdem Sie das Häkchen gesetzt haben:
Es ist ja noch gar keine Befehlszeile angegeben. Um das zu ändern,
klicken Sie den Schlüssel MS-DOS-Options\CD-ROM mit der
rechten Maustaste an, wählen Neu/Zeichenfolge und bezeichnen
diese als config.sys. Ein Doppelklick auf den neu geschaffenen
Eintrag in der rechten Hälfte des Registriereditors ruft
einen weiteren Dialog auf. Hier können Sie die Zeile
eingeben, die Sie beim Aktivieren in die config.sys einfügen
wollen. Diese Zeile sieht je nach CD-ROM-Laufwerk und Reiter
unterschiedlich aus, beispielsweise
so:
devicehigh=e:\cdrom\idecdrom.sys\d:msckoak
Schreiben Sie
nun noch einen Eintrag in die autoexec.bat, der analog zur
config.sys die Befehlszeile speichert, welche das CD-ROM für
ein individuelles DOS-Programm unterstützt. Dabei ist MSCDEX
aufzurufen:
LH
C:\WIN95\COMMAND\MSCDEX.EXE/D;MSCDOAK/M:10/E
Passen Sie in der
Befehlszeile das CD-ROM-Laufwerk (hier MSCDOAK) dem Eintrag in
Ihrer config.sys an. Wenn Sie nun eine Programmdatei mit der
rechten Maustaste anklicken und
Eigenschaften/Programm/Erweitert/Konfiguration wählen,
verschaffen Sie durch Anklicken des Eintrags CD-ROM dem
DOS-Programm CD-ROM-Unterstützung.
Die notwendigen
Befehlszeilen holt sich Windows aus der Registry und fügt sie
ohne weiteres Zutun in die individuellen Startdateien ein. Haben
Sie also einmal den Eingriff in die Registry vorgenommen, steht
Ihnen bei der Konfiguration aller DOS-Programme immer die
CD-ROM-Unterstützung auf Mausklick zur Verfügung.
AndrI
Moritz/et
Getrennt auf einem PC
Wenn Sie sich den Rechner mit anderen
teilen müssen, können Sie mit verschiedenen
Benutzerprofilen allen Geschmäckern gerecht werden.
Arbeiten
an einem Rechner mehrere Personen, kommt es mitunter zu
Auseinandersetzungen über das aktive Hintergrundbild, die
geschmacklose Farbwahl und die ständigen Änderungen an
Desktop und Start-Menü.
Das muß nicht sein. Windows
gestattet mit seinen Benutzerprofilen, für verschiedene
Personen unterschiedliche Einstellungen vorzunehmen.
Gehen Sie
folgendermaßen vor: Rufen Sie
Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Kennwörter auf, und
aktivieren Sie die Option
Benutzer können die Vorgaben und
Desktop-Einstellungen ändern. Beim Anmelden werden die
individuellen Einstellungen des Benutzer
wiederhergestellt.
Aktivieren Sie außerdem die
Optionen
Desktop-Symbole und Inhalt der Netzwerkumgebung mit in
die Benutzereinstellungen einbeziehen
Startmenü und
Programmgruppen in die Benutzereinstellugen einbeziehen
Das
System fordert Sie nach einem Neustart zur Eingabe einer
Benutzerkennung und eines Paßworts auf. Anhand der
Benutzerkennung weiß Windows, wer sich einloggt, und kann so
die entsprechenden persönlichen Einstellungen laden. Das
Paßwort ist optional. Es schützt nur Ihre individuelle
Konfiguration. Geben Sie als Benutzerkennung einen neuen Namen an,
legt Windows auch ein neues Benutzerprofil an.
Benutzerprofile
eignen sich nicht nur bei Mehrbenutzer-PCs. Ein Einzelanwender
kann sich auf diesem Weg mehrere Konfigurationen (Desktops oder
Startmenü-Einträge) für verschiedene Aufgaben
einrichten.
AndrI Moritz/et
Tastenzauber für DOS-Fenster
Auch im DOS-Fenster können
Sie Schlüsseltasten bestimmen, denen Sie die häufigsten
Handgriffe zuweisen.
Bestimmte Tastenkombination wie [Alt-Tab]
sind zwar für Windows vorgesehen, sie lassen sich aber auch
in DOS-Programmen unter Windows 95 reservieren. Dazu klicken Sie
die Programmdatei der jeweiligen Anwendung mit der rechten
Maustaste an und wählen aus dem Kontextmenü den Punkt
Einstellungen aus. Im Register Sonstige finden Sie die
entsprechenden Tasten. Entfernen Sie das Häkchen, ignoriert
Windows diese Tastenkombination, während das DOS-Programm
läuft.
Damit nutzen Sie das Programm mit eigenen
Schlüsseltasten, ohne daß sich Windows einschaltet. Für
die [Druck]-Taste bedeutet dies, daß Sie den
Bildschirminhalt direkt auf den Drucker ausgeben, anstatt ihn in
die Zwischenablage zu kopieren.
Doch wie wechseln Sie zurück
zum Betriebssystem, wenn Sie die Tastenkombination [Alt-Tab] nicht
mehr für Windows reserviert haben? Ganz einfach: mit
[Strg-Esc].
AndrI Moritz/et
Schnelles Sortieren im Explorer
Ein zweiter Klick dreht die
Sortierreihenfolge um.
Um Dateien im Explorer schnell nach
Kriterien wie Name, Größe und Typ zu sortieren, klicken
Sie auf die Spaltenüberschriften im rechten Explorer-Fenster.
Der Clou: Klicken Sie auf eine Spaltenüberschrift ein zweites
Mal, so kehrt sich die Sortierung um, etwa bei Namen von Z nach
A.
AndrI Moritz/et
Lästige DOS-Warnung abstellen
Wer DOS-Programme ohne
Nachfrage schließt, erleichtert sich die Arbeit.
Wenn Sie
ein DOS-Programm ausführen und die DOS-Box über das
[X]-Symbol schließen, erscheint eine Warnung, die Sie
jedesmal bestätigen müssen.
Diese Warnung können
Sie ausschalten: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start.
Wählen Sie dort den Eintrag Öffnen. Im Ordner Programme
finden Sie die Verknüpfung MS-DOS-Eingabeaufforderung.
Aktivieren Sie nun die Eigenschaften der Datei mit der rechten
Maustaste. Im Registerblatt Sonstiges befindet sich das
Kontrollkästchen Warnung, wenn noch aktiv. Deaktivieren Sie
es, um die Warnung auszuschalten.
Paul Schneeweiss/et
Kennwort für Screensaver löschen
Ein vergessenes
Paßwort ist wie ein verlorener Schlüssel. Mit dem
Registrierungseditor schließen Sie wieder auf.
Sollten
sie das Paßwort Ihres Bildschirmschoners vergessen haben,
können Sie es mit dem Registrierungseditor löschen:
Starten Sie RegEdit. Öffnen Sie den
Schlüssel
Hdey_Users\.Default\Control
Panel\desktop
Löschen Sie nun im rechten Fenster den
Eintrag
ScreenSave_Data
Jetzt können Sie dem
Screensaver ein neues Paßwort zuweisen.
Bei manchen
Bildschirmschonern, die als 32-Bit-Versionen programmiert sind,
reicht häufig ein Reset, um ein neues Paßwort vergeben
zu können.
Paul Schneeweiss/et
Versteckte Funktionen
Wollen Sie auf Messen oder in
Kaufhäusern einen PC präsentieren, konfigurieren Sie
Windows am besten so, daß es niemand schließen
kann.
Auf Messen können Standbesucher dem Personal böse
Streiche spielen. Eine gewisse Sicherheit erreichen Sie schon
dadurch, daß Sie Windows so installieren, daß es
niemand beenden kann. Dazu starten Sie den Registrierungseditor
RegEdit. Wechseln Sie dort in das
Verzeichnis
HKEY_Current_User\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer
In
der rechten Fensterhälfte stehen viele Einträge, die Sie
nutzen können. Durch einen Doppelklick auf einen Eintrag
ändern Sie den Wert. 0 bedeutet aus- und 1 eingeschaltet.
Starten Sie Windows neu, werden die Änderungen wirksam.
Paul
Schneeweiss/et
Verschiedene Drucker
Mit der Funktion Senden an können
Sie mehrere Drucker von einem Rechner aus bequem bedienen.
Wer
mehrere Drucker auf seinem System eingerichtet hat, kennt die
mühsame Prozedur des Umschaltens zwischen den verschiedenen
Druckern und ihren Treibern. Eine einfachere Methode bietet
hingegen die Funktion Senden an. Richten Sie im Ordner
Windows\SendTo\ Verknüpfungen zu allen installierten Druckern
ein, indem Sie die einzelnen Elemente des Ordners Drucker auf
\SendTo\ kopieren. Den Drucker-Ordner finden Sie im Explorer in
der Hierarchie vom Arbeitsplatz.
Windows erkennt automatisch,
daß eine Verknüpfung notwendig ist. Dies bemerken Sie
während der Drag&Drop-Aktion durch den eingeblendeten
Verknüpfungspfeil.
Haben Sie auf diese Weise alle Drucker
mit Senden an verknüpft, lassen sich aus dem Explorer oder
vom Desktop beliebige Dateien per Klick mit der rechten Maustaste
auf Senden an auf dem gewünschten Drucker ausgeben.
AndrI
Moritz/et
Keine Geheimnisse mehr
Der Explorer zeigt nur dann alle
Dateien an, wenn die entsprechende Option eingestellt
ist.
Vielleicht haben Sie schon einmal einen Hinweis auf eine
Datei erhalten, die Sie nicht finden konnten. Die Datei kann
jedoch sehr wohl existieren; sie wird nur nicht angezeigt. Um
Einsteiger vor dem versehentlichen Löschen wichtiger Dateien
zu bewahren, zeigt der Explorer standardmäßig bestimmte
Systemdateien nicht an.
Das läßt sich jedoch ändern:
Rufen Sie im Explorer das Menü Ansicht mit dem Befehl
Optionen auf. Aktivieren Sie dort den Punkt Alle Dateien anzeigen,
und der Explorer enthält Ihnen in Zukunft nichts mehr
vor.
AndrI Moritz/et
Frei notiert
In Hilfe-Dateien können Sie eigene Notizen
speichern. Ihre Anmerkungen sind auch auf anderen Rechnern
verwendbar.
Sie können auf Ihrem Rechner innerhalb der
Windows-Hilfe Anmerkungen und Notizen eingeben. Doch wenn Sie auf
einem anderen Computer arbeiten oder Windows neu installieren,
müssen Sie auf Ihre Einträge verzichten.
Ein Trick
schafft Abhilfe: Schalten Sie in das Windows-Verzeichnis. Bei
Windows 95 heißt es windows\help. Dort suchen Sie nach
Dateien mit der Endung ann, die Ihre Anmerkungen enthalten.
Kopieren Sie diese Dateien auf den anderen Rechner in das
gleichnamige Verzeichnis. Fertig.
AndrI Moritz/et
Multimedia für Programme
Mit einigen Eingriffen in der
Registry untermalen Sie Programmereignisse mit Klängen.
Windows
erlaubt Ihnen, Programmereignisse mit Klängen zu unterlegen.
Die Einstellungen dazu finden Sie in der Systemsteuerung unter
Akustische Signale. Die folgende Tabelle enthält die
wichtigsten Registry-Einträge. Mit Hilfe des
Registriereditors können Sie sie noch beliebig
erweitern.
Klicken Sie die Datei regedit.exe im
Windows-Verzeichnis doppelt an. Der Registriereditor öffnet
sich und zeigt in einem zweigeteilten Fenster sechs
Registriergruppen an. Hier ist nur die Gruppe HKEY_CURRENT_USER\
interessant, denn sie enthält alle relevanten Einstellungen.
Per Doppelklick auf HKEY_CURRENT_USER\ öffnen sich die
Schlüssel. Klicken Sie nun doppelt auf den Schlüssel
AppEvents. Der nächste Unterschlüssel EventLabels
beschreibt alle mit Klängen unterlegbaren Ereignisse und
weist Ihnen einen Namen zu. Sie finden dort Ereignisse wie Open
und Close (Tabelle in PC Magazin 6/98, Seite 174).
Der zweite
Unterschlüssel von AppEvents nennt sich Schemes. Er
untergliedert sich in Apps und Names und verwaltet die Namen der
einzelnen Klangschemata, die das Setup von Windows installiert:
Jungle-, Musica-, Robot- und Utopia-Audioschema. Wenn nicht, holen
Sie dies über
Systemsteuerung/Software/Windows-Setup/Multimedia nach.
Der
Schlüssel Apps enthält die Einstellungen dazu, welche
Klänge einem Programmereignis zugeordnet sind. Dort setzen
Sie an, um die Liste der Ereigniszuordnungen zu erweitern.
Das
Prinzip wird am Unterschlüssel der Medienwiedergabe (mplayer)
deutlich. Sie finden dort die Unterschlüssel Open und Close.
Klicken Sie einen davon an, so sehen Sie eine weitere
Untergliederung in die Klangschemata. Haben Sie keine
Klangschemata installiert, befindet sich hier nur der
Standardeintrag .Current. Wenn Sie diesen aktivieren, erscheint im
rechten Fenster des Registriereditors der Eintrag Standard. Diesen
klicken Sie doppelt an, um die abzuspielende WAV-Datei
auszuwählen.
Bequemer geht das jedoch über die
Systemsteuerung. So gehen Sie vor, um Klänge für den
Editor notepad.exe zu entwickeln: Klicken Sie den Schlüssel
Apps mit der rechten Maustaste an, wählen Sie Neu/Schlüssel,
und nennen Sie den neuen Schlüssel Notepad. Dann klicken Sie
Notepad mit der rechten Maustaste an und wählen erneut
Neu/Schlüssel. Dieser Unterschlüssel von Notepad heißt
Open. Legen Sie nach dem obigen Prinzip noch den Unterschlüssel
Close an. Schließen Sie den Registriereditor, und wechseln
Sie in die Systemsteuerung zu den Akustischen Signalen.
Die
Liste umfaßt nun die Erweiterung Notepad mit den Ereignissen
Open und Close. Unter Name können Sie eine WAV-Datei angeben,
die Sie entweder aus dem Listenfeld oder nach einem Klick auf die
Schaltfläche Durchsuchen auswählen.
Wenn Sie das
Prinzip einmal angewandt haben, können Sie die Ereignisliste
beliebig erweitern. Beachten Sie dabei zwei Dinge:
- Ereignisse
wie etwa Systemstart können Sie einem Programm wie WinWord
nicht zuweisen.
- Außerdem können sich bestimmte
Ereignisse überschneiden. Verwenden Sie zum Beispiel die
Ereignisse MenuPopup (Menü aufklappen) und MenuCommand
(Menübefehl ausführen) in WinWord, so hören Sie
nach einem Klick auf das Datei-Menü einen Klang und beim
Klick auf den Befehl Öffnen eine andere WAV-Datei. Ist der
erste Sound zu lang, so kann die zweite WAV-Datei nicht
rechtzeitig abgespielt werden und fällt deshalb aus.
Haben
Sie alle Klänge wunschgemäß verteilt, können
Sie das Ganze noch unter einem Namen (Schema) speichern. Auf diese
Weise können Sie mehrere Schemata anlegen, die Sie bei Bedarf
wechseln.
AndrI Moritz/et
Schriftarten übersichtlich anordnen
So verschaffen Sie
sich einen Überblick über alle verfügbaren
Schriftarten.
Je mehr Schriftarten Ihnen zur Verfügung
stehen, desto unübersichtlicher wird die Liste, die Ihnen der
Ordner \Windows\Fonts über die Menüfolge
Start/Einstellungen/Systemsteuerung/
Schriftarten anzeigt. Im
Menü Ansicht finden Sie jedoch den
Befehl Schriftschnitte
ausblenden. Er bewirkt, daß jede Schriftart nur einmal
aufgelistet wird, auch wenn es für einen Font mehrere
verschiedene Formatierungen mit den entsprechenden Dateien
gibt.
AndrI Moritz/et
Kontextmenü des Start-Buttons erweitern
Mit Eingriffen
in die Registry nehmen Sie auch Programme wie den Datei-Manager
mit in den Start-Button auf.
Wenn Sie den Start-Button mit der
rechten Maustaste anklicken, öffnet sich ein kleines
Kontextmenü, worin je nach installierter Software zumindest
der Explorer eingetragen ist. Sie können das Kontextmenü
nach Belieben erweitern und auch für andere Programme
nutzen.
Dazu nehmen Sie einige Einträge in der Registry
vor. Rufen Sie regedit.exe auf, wechseln Sie zum Schlüssel
HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\shell klicken Sie den Eintrag shell
mit der rechten Maustaste an, wählen Sie Neu/Schlüssel,
und vergeben Sie den Namen des gewünschten Programms. Den so
geschaffenen Schlüssel klicken Sie wieder mit der rechten
Maustaste an und wählen erneut Neu/Schlüssel.
Der
Unterschlüssel muß den Namen Command tragen. Klicken
Sie im rechten Teil des Registriereditors den Eintrag Standard
doppelt an, so daß ein Dialogfenster erscheint. In dieses
müssen Sie nun den Pfad zum Programm eingeben. Für den
Datei-Manager lautet er üblicherweise
C:\Windows\Winfile.exe
Ab
sofort können Sie vom Kontextmenü des Start-Buttons auch
direkt auf den Datei-Manager zugreifen.
AndrI Moritz/et
Text an eine Datei anhängen
Das Einleitungssymbol kennt
zwei verschiedene Arbeitsweisen, die Sie zum Protokollieren
nutzen.
Mit dem Umleitungszeichen > können Sie die
Ausgabe von Befehlen in eine Textdatei schreiben. Verwenden Sie
eine solche Textdatei als Protokolldatei, deren Einträge Sie
per Batchaufruf schreiben lassen, so stehen Sie vor einem Problem:
Jeder neue Batchaufruf überschreibt die angegebene
Datei.
Abhilfe schafft das doppelte Umleitungszeichen. Mit
Date
>> Protokol.txt
hängen Sie jeden neuen Eintrag an
das Ende der bestehenden Datei an. Das vielen MS-DOS-Anwendern
noch bekannte Programm zeit.bat (Listing in Databox 6/98) zeigt
ein Einschaltprotokoll vom System - allerdings unter MS-DOS. In
Zeile 6 ersetzen Sie den Eintrag "Current" durch
"Aktuell". Mit dieser Stapeldatei können Sie auch
unter Windows 95 im DOS-Fenster herumexperimentieren.
Auch
Inhaltsverzeichnisse speichern Sie mit diesem Verfahren als
Textdateien:
dir>inhalt.txt
Mit der Syntax
dir
a:>>inhalt.txt
hängen sie der vorigen Datei noch den
Verzeichnisinhalt des Datenträgers im Laufwerk A: an.
AndrI
Moritz/et
Ohne Treibermeldungen
In der Autoexec-Startdatei melden sich
beim Rechnerstart verschiedene Treiber. Das können Sie
verhindern.
Manchmal ist es nicht erwünscht, daß
eine Batchdatei wie die autoexec.bat Meldungen auf dem Bildschirm
ausgibt. Wollen Sie bestimmte Aktionen vom Anwender unbemerkt
ausführen lassen oder lästige Hinweise von Maus- oder
anderen Treibern beim Start verbergen, können Sie die
Bildschirmausgabe mit dem Befehl CTTY sperren. Setzen Sie dafür
an den Anfang der Stapelverarbeitung den Befehl @CTTYNUL.
Damit lenken Sie die Ausgabe auf das nicht existierende Gerät
NUL um. Der vorangestellte Klammeraffe sorgt dafür, daß
die Zeile CTTY NUL selbst nicht angezeigt wird.
Um am Ende die
Bildschirmausgabe wieder freizuschalten, schreiben Sie in die
letzte Zeile der Batchdatei den Befehl CTTY CON. Der Befehl CTTY
ist wesentlich leistungsfähiger als ECHO OFF, der nur die
Befehlszeile an sich unterdrückt. Denn Rückmeldungen von
Treibern oder DOS-Befehlen kann der ECHO-Befehl nicht
abfangen.
AndrI Moritz/et
Hintergrundbild von Paint aus ändern
Bilder, die Sie
mit Paint anlegen, geben Ihrem Desktop eine individuelle Note.
Das
bestehende Hintergrundbild ändern Sie normalerweise am
schnellsten, indem Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie
Stelle des Desktops klicken. Dann wählen Sie über
Eigenschaften im Register Hintergrund das gewünschte Bild
aus. Haben Sie das künftige Bild jedoch gerade erst in Paint
fertiggestellt, können Sie den Desktop über den Befehl
Datei/Als Hintergrund (Fläche) mit diesem Bild kachelartig
auslegen. Über den Schalter Als Hintergrund (Mitte) stellen
Sie das Bild zentriert dar.
AndrI Moritz/et
RLE-Dateien als Hintergrundbild
Verringern Sie den
Speicherplatz für Bilder durch die Wahl des Formats.
Windows
95 akzeptiert bei der Auswahl des Hintergrundbilds nur Dateien des
Typs BMP oder DIB - das vermittelt jedenfalls der Dialog
Hintergrundbild suchen. Tatsächlich können Sie nach
einem Klick mit der rechten Maustaste auf den Desktop, der Wahl
von Eigenschaften/Hintergrund und einem Klick auf die Schaltfläche
Durchsuchen im genannten Dialog auch RLE-Dateien als
Hintergrundbilder verwenden. Entfernen Sie dazu im Feld Dateiname
die Suchmaske *.bmp; *.dib, und ersetzen Sie sie durch *.rle. Das
ist von Vorteil, da Bilder im rle-Format immer um einige KBytes
kleiner ausfallen als in den beiden genannten
Formaten.
Shareware-Programme wie Paint Shop Pro wandeln
Bitmaps problemlos in dieses Format um. Laden Sie die
ursprüngliche BMP-Datei in Paint Shop Pro, und wählen
Sie Save as. Unter Dateityp aktivieren Sie RLE-CompuServe or
Windows und unter Subtype den Listeneintrag Windows. Nun können
Sie die Datei im neuen Format speichern und als Hintergrundbild
definieren.
AndrI Moritz/et
Effekte mit Bildschirmschonern
Der Bildschirmschoner, der
langsam den Desktop zerfließen läßt, erinnert Sie
an Ihre letzten Arbeitsschritte.
Die zu Windows 95 gehörenden
Screensaver Bezier und Mystify sind standardmäßig so
eingestellt, daß sich nach Ablauf der angegebenen Zeitspanne
der Bildschirm schwarz färbt. Erst dann startet die
Animation.
Viel interessanter sieht es aus, wenn der
Bildschirmschoner über das aktuelle Monitorbild läuft.
Um diese Funktion zu aktivieren, klicken Sie den Desktop mit der
rechten Maustaste an, wählen Eigenschaften/Bildschirmschoner
und suchen sich den Screensaver aus der Liste aus. Nach einem
Klick auf die Schaltfläche Einstellungen entfernen Sie das
Häkchen vor der Option Bildschirm löschen.
AndrI
Moritz/et
Eintrag des CD-ROM-Laufwerks
Unabhängig vom gebooteten
Betriebssystem ordnen Sie dem CD-ROM-Drive eine feststehende
Laufwerkskennung zu.
Arbeiten Sie mit unterschiedlichen
Betriebssystemen und Partitionstypen wie FAT, FAT32, NTFS oder
HPFS, so verschiebt sich die CD-ROM-Laufwerkskennung je nach
gebootetem System, so daß Sie das CD-ROM-Laufwerk unter
MS-DOS zum Beispiel als F:, unter OS/2 Warp als G: und unter
Windows NT gar erst als Laufwerk I: finden.
Das ist nicht
gerade übersichtlich. Daher sollten Sie sich einen nicht
belegten Buchstaben wie X: aussuchen und das CD-ROM-Laufwerk dann
jeweils so konfigurieren, daß es jedes Betriebssystem als
Laufwerk X: anspricht.
Unter MS-DOS reichte es, dazu den Aufruf
von mscdex in der autoexec.bat um den Parameter /L:X zu erweitern.
Allerdings gehört dazu ein Eintrag in die config.sys
wie:
lastdrive=x
Erst damit kann MS-DOS auch diesen
Buchstaben als Laufwerkskennung nutzen.
Unter Windows 95 geht
das Ganze einfacher. Öffnen Sie den Geräte-Manager unter
Start/Einstellungen/Systemsteuerung/System.
Suchen Sie dort den
Namen Ihres CD-ROM-Laufwerks, klicken Sie auf Eigenschaften, und
wählen Sie die Registerkarte Einstellungen. Dort finden Sie
die Option Erster Reservierter Laufwerksbuchstabe. Setzen Sie den
Buchstaben auf X:.
Unter Windows NT (Server und Workstation)
bemühen Sie dazu den Festplatten-Manager:
Start/Programme/Verwaltung.
Sie klicken dort einfach auf den
Namen des CD-ROM-Laufwerks und öffnen das Kontextmenü
mit der rechten Maustaste. Unter der Option Laufwerksbuchstabe
zuordnen vergeben Sie die Kennung X:. Nach dem nächsten
Booten finden Sie Ihr CD-ROM immer unter der Kennung X:.
Manuel
Marsch/et
Eigene Installationsdisketten
Mit einer eigenen Routine geht
die Treiberinstallation leichter vonstatten.
Nicht jeder
PC-Nutzer ist ein Experte. Was tun, wenn Sie einem Einsteiger den
neuesten Treiber überlassen wollen, jener aber nicht in der
Lage ist, diesen selbst zu installieren? Wenn Sie die Arbeit vor
Ort nicht selbst übernehmen wollen, produzieren Sie am besten
eine eigene Installationsdiskette.
Dazu setzen Sie Stapel- und
inf-Dateien ein. Unser Beispiel soll die drei Dateien Dummy.sys,
Dummy.hlp und Dummy.exe und je einen Eintrag in die Dateien
config.sys (Gerät anmelden) und autoexec.bat (Datei starten)
übertragen.
install.inf (Listing in Databox 6/98) kopiert
die benötigten Dateien von der Installationsdiskette in
Laufwerk A: in ein festgelegtes Verzeichnis der Festplatte C:,
trägt den benötigten Treiber in die config.sys ein und
schreibt einen eventuell benötigten Aufruf in die
autoexec.bat.
install.inf steuert die Stapeldatei install.bat
(Listing in Databox 6/98). Diese legt Sicherheitskopien der
autoexec.bat und config.sys an und führt je nach Aufruf eine
Installation oder Deinstallation durch.
Für eine bequeme
Deinstallation schreiben Sie die Datei
deinstall.bat:
@ChoiceDeinstallation
...OK
@ifnot errorlevel 2 A:\Install
0
@echoAbgebrochen!
Die zu
kopierenden Treiberdateien legt die INF-Section [files] fest. Für
die zu kopierenden Dummy-Dateien legt die inf-Datei ein
Unterverzeichnis zum Root fest (siehe Listing, Zeile
46):
subdir="Driver\Dummy"
Der config.sys-Eintrag
erfolgt in der Sektion [upd_cfg_inst], die Parameter legt die
Zeile 47 fest.
Der autoexec.bat-Eintrag erfolgt in der Section
[upd_exec_inst], die erforderlichen Parameter geben Sie in der
Zeile exec_param= an.
Der Empfänger der Treiberdateien hat
nur folgendes zu tun:
- Er legt Ihre präparierte Diskette
in Laufwerk A: ein,
- startet install.bat per Doppelklick im
Explorer.
- und macht per Doppelklick auf deinstall.bat alles
rückgängig.
Gerhard Frey/et
Superschnelle DOS-Befehle
Der Kommandoprozessor enthält
einen Schalter, den Sie für DOS-Befehle nutzen.
Sie
arbeiten gerade im Windows Explorer und möchten schnell einen
DOS-Befehl wie etwa subst zum Zuordnen von Verzeichnissen zu
Laufwerken absetzen? Dann müssen Sie erst eine
MS-DOS-Eingabeaufforderung unter Start/
Programme/MS-DOS-Eingabeaufforderung öffnen, den Befehl
absetzen und die Eingabeaufforderung wieder schließen.
Doch
das Ganze geht auch sehr viel schneller und einfacher. Geben Sie
unter Start/Ausführen... die folgende Zeile ein:
command/c
subst Z: C:\TEMP
Windows 95 öffnet einen neuen
Befehlszeileninterpeter,
command.com, führt den
angegebenen Befehl subst aus und schließt ihn wieder. Der
einzige Nachteil dieser Lösung ist, daß die Rückmeldung
über das Ergebnis des Befehls so schnell über den
Bildschirm huscht, daß Sie sie kaum wahrnehmen.
Doch Sie
können das Verfahren gleich auch mit einer Stapeldatei
testen, die Sie auf Ihrem Desktop speichern. Schreiben Sie diese
mit einem Editor, etwa notepad.exe, und speichern Sie sie im
Textformat:
command /c dir
pause
Dabei sehen Sie, wie die
Ausgabe des dir-Befehls auf dem Bildschirm stehen bleibt.
Das
Ganze funktioniert auch unter Windows NT. Hier verwenden Sie
jedoch anstelle von command.com den Windows-NT-Kommandointerpreter
cmd.exe:
cmd /c subst Z: C:\TEMP
Manuel Marsch/et
dir-Befehl mit Cluster-Anzeige
Wieviel Platz kleine Dateien
im FAT-System verschwenden, veranschaulicht ein einfacher Schalter
des dir-Befehls.
Auch in der MS-DOS-Eingabeaufforderung von
Windows 95 präsentiert der uralte MS-DOS-Befehl dir seine
bekannte Anzeige - nun auch noch mit langen Dateinamen. Allerdings
kann dir unter Windows 95 noch mehr.
Rufen Sie dir /v auf, so
wird hinter der Dateigröße die tatsächliche Größe
angezeigt. Sie sehen darin, wie das Dateisystem aufgrund der
Cluster-Adressierung physikalischen Platz auf der Platte geradezu
verschwendet. Neben dem letzten Schreib-/Lesezugriff werden alle
Attribute der entsprechenden Datei sichtbar. Diese Informationen
waren unter MS-DOS nicht direkt verfügbar.
Manuel
Marsch/et
Verratene Eingaben
Das Betriebssystem erfüllt nicht nur
seine Aufgaben, es merkt sich sogar Teile Ihrer Arbeit.
Windows
95 merkt sich oft mehr Benutzerinformationen, als Ihnen lieb ist.
Zum Beweis öffnen Sie einfach den Registriereditor RegEdit
und schauen unter den folgenden Schlüsseln
nach:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\RunMRU
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\FindComputerMRU
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Doc
Find spec MRU
Hier finden Sie jeweils in akribischer
Reihenfolge die letzten acht Eingaben, die Sie unter
Start/Ausführen... Start/Suchen/Computer... und unter
Start/Suchen/Dateien/Ordner... gemacht haben.
Manuel Marsch/et
In der Registry suchen
Die oftmals mehrere MByte umfassende
Registry gibt ihre Geheimnisse nur nach geschickter Suche
preis.
Wer bei der Suche in der Registry den Suchbegriff zu
weit faßt, erhält unzählige Fundstellen.
Präzisieren Sie den Suchbegriff, müssen Sie vorher
wieder an den Anfangseintrag Arbeitsplatz springen, um die gesamte
Windows Registry nach dem neuen Begriff zu durchforsten.
Andernfalls sucht Windows nur im aktuell markierten Schlüssel
mitsamt dessen Unterschlüsseln. Um alle Fundstellen
aufzustöbern, markieren Sie vor jedem Suchbeginn immer den
Arbeitsplatz.
AndrI Moritz/et
Alternative Shell
Wer nur seine Textverarbeitung starten
will, kann den Systemstart entscheidend vereinfachen.
Die
grafische Benutzeroberfläche (GUI) von Windows 95 hat
wesentlichen Anteil an der Verschwendung von Systemressourcen.
Nach der Installation ist als Standard-Shell in der system.ini der
Explorer eingetragen:
shell=explorer.exe
Weniger bekannt
ist, daß Sie beinahe jedes Programm zur Windows-Shell
erheben können. Wenn Sie fast nur mit einem Programm wie etwa
WinWord arbeiten, bietet sich eine alternative Shell an. Dazu
genügt eine Änderung in der system.ini.
In der
Sektion [boot] dieser Datei finden Sie unter anderem die Zeile mit
dem Eintrag shell=. Hier tragen Sie eine Anwendung einschließlich
Pfadangabe ein, zum
Beispiel:
Shell=c:\programme\microsoft\office\winword.exe
Eine
interessante Shell-Variante ist der Task-Manager. Damit starten
Sie Programme, wechseln zwischen ihnen und beenden Windows. Der
msdos.sys-Eintrag lautet dann:
Shell=c:\windows\taskman.exe
Mehr
Flexibilität beim Start einer individuellen Windows-Shell
erreichen Sie durch ein Startmenü in der config.sys. So
richten Sie es ein:
In der Datei msdos.sys im Hauptverzeichnis
tragen Sie in der Sektion [options] folgende Zeilen
ein:
BootGUI=0
BootMenu=0
BootMulti=0
Die config.sys
ergänzen Sie um diese Zeilen:
[menu]
menuitem=system1,
Explorer-Shell
menuitem=system2,
WinWord-Shell
menuitem=system3,
Task-Manag-AShell
[system1]
[system2]
[system3]
[common]
;weitere
Einträge, wie üblich
In der autoexec.bat ergänzen
Sie:
Copy /y c:\windows\%config%.ini c:\windows\system.ini
Im
Windows-Verzeichnis benennen Sie die Originaldatei system.ini in
system1.ini um. Von dieser Datei legen Sie zwei Kopien unter den
Namen system2.ini und system3.ini an und tragen dort die
abgeänderten Shell-Zeilen ein. Ab sofort werden Sie beim
Systemstart gefragt, welche Shell Sie bevorzugen. Mit dieser
startet Windows dann.
explorer.exe läßt sich
innerhalb von Verknüpfungen mit Parametern aufrufen:
/e
öffnet die zweiteilige Fensteransicht,
/n zwingt zum
Öffnen eines neuen Fensters, und
/select markiert ein
vordefiniertes Objekt.
Windows 95: Start mit Logbuch
Ihre
Arbeitszeit am Rechner protokollieren Sie mit raffinierten
Stapelverarbeitungen.
Halten Sie Start und Ende Ihrer
Windows-95-Sitzungen akribisch fest. Dazu starten Sie Windows von
der autoexec.bat aus. Vor und nach dem Windows-Start rufen Sie die
Stapelverarbeitung logbuch.bat (Listing in Databox 7/98) auf. Ein
Auszug aus der autoexec.bat zeigt, wie dies der Call-Befehl für
Sie macht:
Call C:\Batch\Logbuch Windows-Start
win
Call
C:\Batch\Logbuch Windows-Ende
rem Textmodus einschalten
mode
co80
Type C:\logbuch.dat
logbuch.bat hält Systemdatum
und -zeit fest und schreibt die Daten in die Datei logbuch.dat.
Beenden Sie dann Windows, zeigt der type-Befehl den Inhalt dieser
Datei an. Beachten Sie unbedingt die Anzahl der %-Zeichen (Zeilen
4 und 10), damit die Stapelverarbeitung fehlerfrei abläuft.
Batchdatei als Menügenerator
Neue
Explorer-Funktionalität läßt sich ins Kontextmenü
eintragen - per Aufruf von der Kommandozeile.
Das
Windows-95-Kontextmenü ist naturgemäß nicht auf
individuelle Bedürfnisse abgestimmt. Demgegenüber läßt
sich das Kontextmenü von Ordnern und Dateien frei gestalten
(siehe Textbox "Kontextmenü erweitern", PC Magazin
7/98, Seite 189).
Wer sich scheut, die Registry zu ändern,
kann diese komplexe Aufgabe auch mit einer Stapelverarbeitung
lösen. Dazu rufen Sie die Batchdatei kontext.bat (Listing in
Databox 7/98) auf, die im DOS-Fenster die Erweiterung
vornimmt.
kontext.bat erwartet drei Aufrufparameter ohne
Umlaute:
- %1 beschreibt den Menüeintrag, den Sie mit
einem der folgenden Schlüssel verwenden: Folder für
Ordner, Drive für Laufwerk und * für alle Dateien.
-
%2 legt einen Begriff fest, wobei Sie Wörter durch
Unterstriche (_) verbinden.
- %3 enthält Befehlsketten,
die Sie mitsamt weiteren Parametern in Anführungszeichen
setzen.
Für einen Menüeintrag, der ein DOS-Fenster im
jeweiligen Ordner öffnet, genügt die Zeile
Kontext
Folder DOS-Fenster_oeffnen "%Comspec% /K Cd %1"
Mit
dem Aufruf
Kontext Drive Inhalt_drucken "%Comspec% /C Dir
/-p > LPT1"
generieren Sie einen Kontexteintrag, der
den Verzeichnisinhalt eines Laufwerks ausdruckt. Und folgende
Zeile öffnet alle nicht registrierten Dateien mit dem
Editor:
Kontext * Mit_Editor_oeffnen "c:\windows\notepad.exe
%1"
Tresor für Daten
Sensible Daten verstecken Sie wirksam
mit Hilfe des Betriebssystems.
Um wenig versierte Datenspione
auszubremsen, brauchen Sie kein Verschlüsselungsprogramm. Auf
der Kommandozeile ist ein anderer Schutz erforderlich als unter
der grafischen Oberfläche.
DOS-Zugang sperren
Mit dem
DOS-Dienstprogramm debug.exe benennen Sie das sogenannte
NUL-Device um. Das ist erforderlich, da MS-DOS jede Dateiaktion
mit diesem Namen zurückweist und Sie daher kein Verzeichnis
mit dem Namen NUL anlegen können. ren_nul.com, das Sie mit
debug assemblieren, gibt dem NUL-Device einen anderen Namen, zum
Beispiel NIL.
Um aus ren_nul.deb (Listing in Databox 7/98) eine
com-Datei zu erhalten, geben Sie im DOS-Fenster
Debug
<ren_nul.deb
ein. Rufen Sie nun ren_nul.com im DOS-Fenster
auf, ist der vorher reservierte Namen NUL freigegeben. Verwenden
Sie ihn wie jeden anderen Namen, indem Sie ein Verzeichnis NUL
anlegen:
md nul
Nun füllen Sie diesen Ordner mit
sicherheitsrelevanten Dateien. Zwar ist das Verzeichnis NUL für
jedermann auf der Festplatte sichtbar, aber mit keinem der
üblichen DOS-Mittel zu öffnen. Befehle wie cd versagen.
Daher sind die Dateien darin sicher. Die Bildschirmausgaben von
deltree und move täuschen zwar vor, sie würden löschen
oder verschieben, aber nichts dergleichen geschieht.
Nur
Windows 95 hält sich nicht an die NUL-Konvention. Im Explorer
können Sie auf die Dateien im NUL-Tresor zugreifen, löschen
läßt sich das Verzeichnis jedoch nicht.
Win-Zugang sperren
Unter Windows 95 schützen Sie Daten
mit der Vergabe von Verzeichnisnamen mit ungültigen Zeichen.
Die unter Windows nicht erlaubten Zeichen entstammen dem
erweiterten ASCII-Zeichensatz. Normalerweise stellt sie der
Explorer mit einem Unterstrich (_) dar. Ein einziges dieser
Zeichen reicht in einem Ordnernamen aus, um den Explorer
auszutricksen: Er kann weder auf ein solches Verzeichnis zugreifen
noch es löschen, lediglich eine lapidare Fehlermeldung bringt
er zustande.
Um das Verzeichnis zu erzeugen, verwenden Sie in
der DOS-Box das Sonderzeichen 176:
md safe[Alt][176]
MS-DOS
legt das Verzeichnis an, auf das Sie unbeschränkt zugreifen
können. Nur der Explorer kann damit nichts anfangen. Mit dem
ren-Befehl unter MS-DOS benennen Sie das Verzeichnis um.
Schutz
für alle Fälle
Um ein für Windows gesperrtes
Verzeichnis nicht über den MS-DOS-Zugang zu "knacken",
kombinieren Sie beide Methoden:
Wechseln Sie ins DOS-Fenster,
und legen Sie nach der Sonderzeichen-Methode folgendes Verzeichnis
an:
md c:\Safe[Alt][176]
Wechseln Sie in das Verzeichnis
cd
safe[Alt][176]
rufen Sie
ren_nul
auf, und legen Sie das
Archiv nul.zip mit allen zu schützenden Dateien an. Mit einem
weiteren Aufruf von
ren_nul
verschließen Sie das
Archiv wieder, und genauso öffnen Sie es das nächste
Mal. Dann erst können Sie im DOS-Fenster auf nul.zip
zugreifen.
Im DOS-Fenster ist zwar das Verzeichnis safe_
zugänglich, nur können Sie mit nul.zip nichts anfangen.
Im Windows-Explorer sind Ihnen das Verzeichnis safe_ und somit
auch die darin enthaltenen Dateien versperrt. Somit schützen
Sie Ihre geheimen Daten unter beiden Systemplattformen.
"Sichere Disketten" zum Nulltarif
Wer Disketten
verschicken möchte, sollte zuvor seine privaten Daten
überschreiben.
Wenn Sie Disketten weitergeben, sollten Sie
alle persönlichen Daten entfernen. Doch der Inhalt von
Dateien, die Sie mit del, deltree oder erase löschen,
befindet sich weiterhin auf der Diskette. Vollständiges
Beseitigen der Daten erreichen Sie nur durch physikalisches
Überschreiben des Dateiinhalts. Der Handel bietet dafür
geeignete Hilfsprogramme an.
wipedisk.bat (Listing in Databox
7/98) erfüllt den Zweck kostenlos, indem es die Diskette
zunächst logisch löscht und dann wipe.bin nur mit dem
ASCII-Zeichen 2A anlegt. Die Stapelverarbeitung verdoppelt
wipe.bin dann so lange, bis eine einzige Riesendatei existiert,
deren maximale Größe der Diskettenkapazität
entspricht. Diese Datei wird logisch gelöscht, und durch den
Inhalt von wipe.bin überschrieben. Damit wipedisk.bat
arbeiten kann, muß debug.exe im Pfad erreichbar sein.
Die
Startdateien sichern Sie mit zwei Befehlen:
For %x in (msdos
config) do xcopy32 /k/h c:\%x.sys A:
Copy c:\autoexec.bat A:
Inf-Dateien
Dateien mit der Endung inf informieren über
die Konfiguration von Geräten und Netzwerkkomponenten und
werden von Setup-Programmen verwendet. Sie lassen sich aber auch
zweckentfremden, etwa um die Kontextmenüs im Explorer zu
erweitern oder Erweiterungen rückgängig zu machen. Oder
Sie manipulieren damit System- oder ini-Dateien.
inf-Dateien
sind, ähnlich wie ini-Dateien, Skriptdateien. Sie können
Sie mit jedem Editor bearbeiten und in mehrere Abschnitte
(Sektionen) unterteilen, die in eckigen Klammern stehen. Jede
Sektion enthält einen oder mehrere Einträge. Ein Eintrag
besteht aus einem Schlüsselwort und einem zugeordneten Wert,
durch Gleichheitszeichen voneinander getrennt.
Eine inf-Datei
beginnt mit dem Funktionskopf und der Sektion [Version]. Hier
finden Sie Einträge für das Betriebssystem und die
Installationsklasse. Die Sektion [DefaultInstall] benennt
zusätzliche, frei definierbare Abschnitte der inf-Datei mit
Anweisungen für die Installation. Dort stehen dann
Anweisungen wie etwa zum Löschen eines Registry-Schlüssels.
Der Abschnitt [Strings] definiert einen oder mehrere
String-Schlüssel. Diese ersetzen längere Einträge
durch kurze. %-Zeichen umschließen diese String-Schlüssel
ähnlich wie DOS-Umgebungsvariablen. Ein Setup-Programm kann
diese Schlüssel verwerten.
Im Kontextmenü einer
inf-Datei steht Installieren, womit sich das Skript abarbeiten
läßt. Auch aus einer Batchdatei heraus läßt
sich ein inf-Skript starten, und zwar mit
rundll32
setupx.dll,Install
AHinfSection DefaultInstall A32 datei.inf
WordPad: Schrumpfgrafiken mit Nebenwirkung
In WordPad
eingebettete Grafiken schrumpfen nach jedem Speichern ein wenig
zusammen.
Was unter Windows 3.1 noch Write hieß und nur
mit einem Lächeln im Gesicht als Textverarbeitung bezeichnet
wurde, ist für die 95er Version der Microsoft-Oberfläche
das WordPad (Start/Programme/Zubehör/WordPad). Zwar ist auch
der Funktionsumfang dieses kleinen Helfers nicht überragend,
mehr als sein Vorgänger bietet er jedoch allemal. So liest
und schreibt WordPad sowohl das Word- als auch das
Rich-Text-Format. Ebenso verfügt der Mini-Texter über
zahlreiche weiterführende Formatierungen sowie über eine
Layoutansicht, und er läßt Sie sogar beliebige Objekte
einbetten.
Handelt es sich dabei jedoch um eine Grafik, so
erleben Sie ein blaues Wunder. Denn haben Sie nach ein paar
Arbeitssitzungen das Gefühl, die Grafik sähe seltsam aus
und habe nicht mehr die ursprüngliche Größe, so
liegen Sie völlig richtig: In das RTF-Steuerelement von
Windows 95 hat sich nämlich ein Fehler eingeschlichen. Und
damit auch in alle Anwendungen, die dieses Steuerelement verwenden
- wie beispielsweise WordPad.
Dieser Bug läßt sich
leicht nachvollziehen, indem Sie in ein neues Dokument über
die Zwischenablage oder via Einfügen/Objekt eine Grafik -
beispielsweise die Datei setup.bmp aus dem Windows-Verzeichnis -
einfügen. Speichern und laden Sie das Dokument einige Male
hintereinander, und behalten Sie die Grenzen der Grafik auf dem
Lineal im Blick.
Neben der Tatsache, daß das Bild
schrumpft, sehen Sie noch einen weiteren unangenehmen Nebeneffekt:
Bei jeder Verkleinerung erscheinen unschöne Verfälschungen
im Bild, die man vom Scannen her als MoirI-Muster kennt. Besonders
gut zu erkennen ist dieser Effekt an setup.bmp oder jeder anderen
geditherten 16-Farben-Grafik.
Allerdings gehen die
Grafik-Informationen des Bildes nicht verloren. Lediglich die
Rahmengröße wird fälschlicherweise verändert.
Markieren Sie deshalb das Objekt, und packen Sie es an den
Eckhanteln, dann läßt sich die Grafik wieder auf die
ursprüngliche Größe skalieren.
Thomas Kopp/ib
Schwarze RAM-Löcher
Verliert Ihr System bei längerer
Arbeit immer mehr Speicher, so benötigen Sie ein
Kernel-Upgrade.
Besonders wenn Sie oft Programme öffnen
und wieder schließen, steht Ihnen in der Originalversion von
Windows 95 immer weniger Speicher zur Verfügung. Gerade, wenn
Sie mit Anwendungen arbeiten, die die "winsock.dll"
benötigen, etwa Internet-Anwendungen und WWW-Browser, tritt
dieser Effekt zutage. In diesem Fall müssen Sie den
Windows-Kernel auf den neuesten Stand bringen. Microsoft bietet
dazu im Internet eine Reihe von Windows-95-Updates
an:
http://www.microsoft.com/windows/common/aa2719.htm
Darunter
befindet sich auch das 290 KByte große Kernel-Update, mit
dem der Speicherplatzverlust der Vergangenheit angehört.
Ebenso
finden Sie hier neue Infrarot-Treiber nach der IrDA-2.0-Norm,
neueste 32-Bit OLE-Treiber, mit denen 16-Bit-ODBC-Aufrufe nicht
mehr zum Systemcrash führen und vieles mehr.
ib
ScreenCam: Keine Aufzeichnung unter Windows 95
Ältere
Versionen von ScreenCam arbeiten nicht mit Windows 95
zusammen.
ScreenCam ist bis zur Version 2.0 nicht fähig,
unter Windows 95 aufzuzeichnen, funktioniert aber als reines
Abspielgerät. Erst ab der in der Lotus SmartSuite 96
enthaltenen Version 2.1 ist das Programm in der Lage, auch
Bildschirmaktivitäten unter der 32-Bit-Version des
Microsoft-Betriebssystems aufzuzeichnen.
ib
Upgrade mit Hindernissen
Teilt Ihnen Ihr System mit, daß
ohne die "win386.exe" nichts läuft, haben Sie ein
Kompatibilitätsproblem.
Sie steigen von Windows 3.1x auf
95 um, und das System beschwert sich, daß es die Datei
"win386.exe" nicht finden kann; es weigert sich, ohne
diese weiterzuarbeiten. Für eine solche Fehlermeldung ist
"win.com" verantwortlich, die von Ihrer früheren
Version im Hauptverzeichnis Ihrer Festplatte übriggeblieben
ist. Löschen Sie diese Datei, und schon startet Windows 95
wie gewünscht.
ib
Paßwort wird nicht gespeichert
Im Anwahldialog einer
DFÜ-Verbindung verschwindet manchmal die Option, das Paßwort
zu speichern.
Unter Windows 95 stellen Sie eine
32-Bit-Verbindung zu Ihrem Internet-Provider über das
DFÜ-Netzwerk her. Hier geben Sie Ihre ID, die Telefonnummer
des Anbieters sowie Ihr persönliches Paßwort an. Damit
Sie letzteres nicht immer wieder neu eingeben müssen, ist im
Dialog ein Kontrollkästchen enthalten. Ist dieses markiert,
speichert das System es verschlüsselt und belegt das
Paßwort-Feld bei jedem Aufruf vor.
Leider tritt bei
manchen Installationen ein unangenehmer Nebeneffekt ein: Das
Kontrollkästchen ist deaktiviert und verbleibt in diesem
Zustand. Dies können Sie beispielsweise nachvollziehen, wenn
Sie die 32-Bit-Version von CompuServe deinstallieren. Dann ist es
das beste, das Programm neu zu installieren und manuell wieder zu
entfernen.
Eine weitere Variante, den Fehler zu beheben:
Deinstallieren Sie das DFÜ-Netzwerk. Anschließend
richten Sie über das Windows-Setup den "Client für
Netware Netzwerke" ein, auch wenn Sie gar nicht in einer
Netzwerkumgebung arbeiten. Als letztes installieren Sie dann
wieder das DFÜ-Netzwerk, wodurch das Kontrollkästchen
wieder aktiv ist.
Sollte auch dieser Versuch fehlschlagen,
empfehlen wir Ihnen das Shareware-
Programm Dunce 2.5. Dieses
und viele andere Patches, Free- und Shareware, mit denen Sie die
Klippen und Tücken von Windows 95 umschiffen, finden Sie im
Internet
unter
http://www.creativelement.com/
win95ann/software.html
oder
direkt auf der Homepage von Vector
Development:
http://www.vecdev.com/dunce.html
ib
Verschwundene Start-Schaltfläche
Mit dem Start-Button
haben sich die Entwickler ein Kuckucksei ins Windows-95-Nest
gelegt.
Die Start-Schaltfläche ist das wichtigste Element
Ihres Windows-95-Desktops. Mit ihr rufen Sie Programme auf,
stellen Ihren PC ein und fahren sogar das Betriebssystem
herunter.
Einem solch zentralen Punkt des Betriebssystems
sollte auch ein besonderer Stellenwert zukommen. Doch weit
gefehlt! Windows behandelt ihn wie ein normales Fenster. Und
normale Fenster lassen sich eben schließen ...
Klicken
Sie auf die Start-Schaltfläche, und schließen Sie sie
sofort wieder mit [Esc]. Wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie
rund um den Button das typische gepunktete Auswahl-Rechteck. Es
zeigt an, daß ein Steuerelement gewählt ist. Drücken
Sie dann die Kombination [Alt--], und wählen Sie aus dem Menü
den Punkt Schließen aus. Weg ist die
Schaltfläche.
Eigentlich müßten Sie Windows nun
herunterfahren und neu starten. Doch mit einem Trick erhalten Sie
wieder Ihre gewohnte Task-Leiste: Drücken Sie
[Strg-Alt-Entf], so erscheint das Fenster Programm schließen.
Wählen Sie hier den Eintrag Explorer, der die Task-Leiste
repräsentiert. Entfernen Sie dieses Programm, so passiert
zunächst nichts. Erst nach einigen Sekunden meldet sich das
System zurück, entfernt dann endlich die unvollständige
Task-Leiste und ersetzt sie durch eine neue - mit
Start-Schaltfläche!
ib
Problematische Namen
Lange Dateinamen setzt Windows 95 für
ältere Systeme in die 8.3-Notation um. Das ist nicht ganz
gefahrlos!
Die Abwärtskompatibilität von Windows 95
kann dazu führen, daß Dateien beim Kopieren verwechselt
und überschrieben werden. Angenommen, auf Ihrer Festplatte
befinden sich zwei Dokumente namens Testdokument 1.doc und
Testdokument 2.doc. Nehmen wir nun weiterhin an, Sie kopieren
zunächst die letztgenannte Datei auf eine Diskette und danach
die andere. Gemäß der Dateinamenskonventionen ändert
Windows 95 den 8.3-Alias-Namen von Testdokument 2.doc in
Testdo~1.doc. Das andere Dokument hingegen heißt - als
zweites kopiert - Testdo~2.doc. Auf der Festplatte hingegen lauten
die 8.3-Dateinamen genau umgekehrt.
Gefährlich wird das
Ganze, wenn Sie diese Dateien unter MS-DOS zurücksichern. Es
ignoriert die richtigen Dateinamen und verwendet nur die
8.3-Notation. So kann es schon mal vorkommen, daß Sie
Testdo~1.doc (Testdokument 2.doc) von der Diskette auf die
Festplatte kopieren und dort Testdo~1.doc (Testdokument 1.doc)
überschreiben. Fatal, fatal!
Manuel Diekmeyer/ib
Unter Windows 95 wird der CD-ROM-Cache nicht über
SmartDrive, sondern über einen Dialog gesteuert. So mancher
Lieferant eines neuen PC meint es beim Cache zu gut und dreht ihn
im voraus voll für Sie auf. Schlechtestenfalls ist der
CD-ROM-Cache dann mehrere MByte groß, die dann Windows 95 an
Speicher fehlen. Also: nachprüfen und den Cache
gegebenenfalls reduzieren.
Multimedia: Wer treibt hier was ?
Die tatsächliche
Multimedia-Steuerzentrale ist in Windows 95 recht gut versteckt:
Sie erreichen den Multimedia-Hauptdialog über die
Systemsteuerung. Auf der Seite ,erweitert" sind alle
installierten Multimedia-Geräte aufgeführt. Hier können
Sie unter anderem kontrollieren, ob Windows 95 alle
Multimedia-Karten Ihres PC ordnungsgemäß registriert
hat.
Treten Abspielfehler auf, sollten Sie einen Blick in den
Ast "Geräte für Mediensteuerung" werfen. Hier
sind alle Abspielmechanismen aufgelistet: neben der
Standard-Windows-Medienwiedergabe auch Player wie Active Movie
oder Apples Quicktime.
Um Probleme zu vermeiden, sollten Sie
folgende Fakten berücksichtigen:
1. Doppelt installierte
Geräte können Störungen verursachen. Entfernen Sie
deshalb den Treiber direkt im Dialog.
2. Starten Sie Windows 95
immer erst neu, bevor Sie die neue Situation te- q sten - auch
wenn keine Bildschirmmeldung Sie nach dem Entfernen eines Treibers
dazu auffordert.
3. Wenn Sie sich für Active Movie
entscheiden, wird die Standard-Windows-Medienwiedergabe
prinzipiell überflüssig. Treten Fehler auf,
deinstallieren Sie die Standardeinstellung testweise: Sie läßt
sich über das Windows-95-Setup von CD wieder einbinden.
4.
Viele der eingetragenen Geräte erfüllen gleiche Zwecke:
Sowohl Active Movie als auch der CompCore-Software-MPEG-Treiber
der Matrox-Mystique- Grafikkarte wollen MPEG-Videos abspielen. Für
Quicktime-Videos ist zwar das Original-Quicktime von Apple
gedacht, doch kämpft Active Movie mit ihm um die Dateien. Die
Standard-Medienwiedergabe von Windows 95 schließlich
,überlegt" bei jedem Start einer Videodatei, ob sie die
Wiedergabe direkt an einen Codec-Treiber weiterleiten soll oder ob
Apple Quicktime darauf wartet.
Leider ist unter Windows 95
nicht klar definiert, welcher Play-Mechanismus für welche
Dateien zuständig ist. Vielmehr läßt die
Windows-95-Dateiorganisation Chaos zu: So läßt sich
etwa intern eine Dateigruppe namens Video anlegen, der alle AVI-
und MPEG-Dateien zugeordnet werden. Active Movie schnappt sich bei
seiner Installation diese Video-Gruppe. Die
Standard-Medienwiedergabe von Windows 95 indessen erkennt das neu
installierte Active Movie, betrachtet es als einen neuen
Wiedergabe-Codec und bindet ihn als Sub-Treibermechanismus ein.
Die Folge: Das System weiß nicht mehr, welcher Treiber für
welche Multimedia-Dateiendungen zuständig ist.
5. Schaffen
Sie manuell Abhilfe, indem Sie nach dem Entfernen eventuell
doppelter Treiber folgende Wiedergabe-Mechnismen prüfen:
-
Standard-Medienwiedergabe (überflüssig, wenn Active
Movie installiert ist),
- Active Movie (Ersatz für
Standard-Medienwiedergabe und Apple-Quicktime, kann auch MPEG
verarbeiten),
- Apple Quicktime (überflüssig, wenn
Active Movie bei Standard Quicktime installiert ist; Quicktime 3D
fordert Apple-Treiber),
- MPEG-Software-Treiber (überflüssig,
wenn Active Move MPEG gleich gute Qualität bringt; wenn
nicht: Treiber behalten und MPEG-Unterstützung im Active
Movie Setup abschalten!).
Per Klick auf ,Eigenschaften"
können Sie für jedes eingetragene Wiedergabegerät
den Options-Dialog aktivieren, über den Sie das betreffende
Gerät aktivieren oder deaktivieren. Sorgen Sie dafür,
daß nur die Geräte aktiviert sind, die Sie wirklich
benötigen. Achtung: Wird für ein Format kein Player
aktiviert, so erhalten Sie eine Fehlermeldung, wenn Sie die
betroffenen Dateien starten.
Multimedia: Wenn die Beschleunigung der Grafikkarte
ausbleibt
Moderne Grafikkarten (auch preiswerte) setzen auf
DCI-Technik, die eine schnelle Kommunikation zwischen Grafikkarte
und CPU über den PCI-Bus erlaubt. Meist wird bei solchen
Karten unter Windows 3.x ein zusätzlicher spezieller
DCI-Treiber installiert. Ein Treiber reicht für eine
Grafikkarte, ein spezieller zusätzlicher DCI-Treiber ist
nicht nötig.
Diverse Standard-Grafiktreiber auf der
Windows-95-CD unterstützen zwar die Grundfunktionalität
eines Grafik-Chipsatzes, allerdings nicht dessen DCI-Fähigkeit.
Steigert Ihre ,beschleunigungsfähige" Grafikkarte unter
Windows 95 nicht das Tempo, halten Sie nach einem Treiber-Update
Ausschau!
Multimedia: Die Installation der Grafikkarte prüfen
Es
ist immer günstiger, statt des Windows-95-Standardtreibers
den aktuell verfügbaren Treiber des Grafikkartenherstellers
zu verwenden. Um festzustellen, ob Sie den aktuellen Treiber
austauschen sollten, gehen Sie so vor: Starten Sie den
Geräte-Manager, und klicken Sie auf die Zeile "Grafikkarte".
Es erscheint ein Dialog, der über den Hersteller des
Grafikkartentreibers informiert.
Verwendet Windows 95 einen
Standardtreiber, sollten Sie updaten. Beim Aufspielen des neuen
Treibers von der Diskette des Grafikkartenherstellers wird nicht
nur der Grafikkarten-Chipsatz (wie vom Windows-Standardtreiber),
sondern das Grafikkarten-Modell exakt berücksichtigt. Die
Windows-Treiberauflistung bestätigt dann, daß die volle
Grafikfunktionalität und der Originaltreiber des Herstellers
vorliegen.
Multimedia: DirectX und Direct3D
DirectX bezeichnet einen
weiteren neuen Multimedia-Treibermotor für Windows 95, der
folgende Bereiche und Treibergruppen umfaßt:
- Direct3D
(3D-Grafik-Beschleunigung, Texture-Mapping),
- DirectDraw
(Vektorgrafik-Beschleunigung),
- DirectVideo
(Video-Beschleunigung),
- DirectSound (verbesserte
Soundkarten-Ansteuerung, Mischen von WAVs),
-
DirectPlay/DirectInput (Online-Spiele-Schnittstelle,
Joystick-Steuerung etc.).
Nahezu jede Grafikkarte mit
3D-Beschleunigung benötigt die Direct3D-Komponenten von
DirectX. An die Stelle der alten DCI-Treiber ist jetzt Direct
Video getreten: Es muß bei neueren Grafikkarten installiert
werden, damit Sie in den Genuß besserer Videowiedergabe
kommen.
Eine neue 3D-Grafikkarte verfügt meistens auch
über einen DirectX-Treibersatz, der mit dem
Grafikkartentreiber kooperiert. Zur Zeit wird am DirectX-Treiber
noch ständig herumgebastelt, alle paar Monate gibt es ein
Update. Und da fängt das Problem an: Wird ein DirectX-Update
von Microsoft auf einem System installiert, das bereits mit dem
3D-Treibersatz einer 3D-Karte bestückt ist, kann das den
totalen Zusammenbruch bedeuten: Microsoft schnappt sich die
Originaltreiber des Grafikkartenherstellers und ersetzt sie durch
einen eigenen.
Meist fragt das Update-Setup nicht nach, sondern
führt diesen Schritt einfach aus. Eventuell erzielen Sie nach
einem DirectX-Upgrade zwar eine bessere 3D-Leistung, ansonsten
läßt die Performance der Grafikkarte aber zu wünschen
übrig; oder der neue Treiber von Microsoft erfüllt nicht
alle ihre Funktionen.
Neuere Setup-Versionen von DirectX
überspielen nicht mehr einfach eine bestehende
Grafikkarten-Installation, sondern fragen nach, ob dies erlaubt
ist. Hier müssen Sie aufpassen: Obwohl bereits die neue
DirectX-Version-3.0 existiert, arbeiten einige aktuelle 3D-Karten
nur mit dem 2.0-Treiber. Stürzt Ihr System nach einem
3.0-Upgrading ab, müssen Sie zurück zur Version 2.0 -
und eventuell auch die Original-Grafikkartentreiber wieder
installieren!
Multimedia: Erst ruhigstellen, dann abspielen !
Anwender des
Microsoft-Office-Pakets für Windows 95 haben bei der
Multimedia-Leistung ganz andere Probleme: Damit Sounds und Videos
ruckelfrei und ohne langatmige Startverzögerung von einer
Festplatte abgespielt werden können, darf sich die Festplatte
zu diesem Zeitpunkt um nichts anderes kümmern.
Mit Office
wird automatisch ein Hintergrundmechanismus installiert, der
Office-Dateien für schnelleres Auffinden indiziert. Diese
Automatik beschäftigt die Festplatte ständig im
Hintergrund und kostet in der Praxis mehr Zeit, als daß sie
irgendeinen Nutzen bringt.
Zur Lösung des Problems suchen
Sie die Systemsteuerung auf und aktivieren das Fernglas-Bildsymbol
mit der Bezeichung "Indexerstellung". In der Liste
werden alle Index-Automatiken aufgeführt, die Sie restlos
entfernen sollten.
Multimedia: MIDI streikt unter Win 95
Wenn die MIDI-Ports
einer Sound Blaster oder AWE unter Windows 95 nicht richtig
funktionieren, liegt das unter Umständen an der
"aweutil.com", die bei der Sound-Blaster-Installation in
"autoexec.bat" eingetragen wird.
Die Lösung
unter Windows 95: Entfernen Sie den Aufruf in "autoexec.bat".
Multimedia: Kein registriertes MCI-Gerät
Viele
Windows-95-Anwender haben die böse Überraschung bereits
erlebt: Wenn Ihnen die Fehlermeldung "MMSYSTEM263. Dies ist
kein registriertes MCI-Gerät" beim Startversuch einer
Videodatei begegnet, ist der Multimedia-Motor von Windows 95
ruiniert. Es exisitiert zur Zeit keine manuelle
Reparaturmöglichkeit. Nur in Ausnahmefällen läßt
sich das Problem mit viel Aufwand manuell beseitigen.
Allerdings
können Sie sich wirksam davor schützen: Das Problem
tritt in der Regel auf PCs von Anwendern auf, die bei Microsofts
Internet Explorer das Upgrading mitgemacht und dabei auch
verschiedene Active-Movie-Versionen installiert haben. In welchen
Situationen der fatale Crash auftritt und mit welchen Treibern er
zusammenhängt, ist noch nicht bekannt. Sie werden diesen
Fehler in der Regel nur durch eine komplette Neuinstallation von
Windows 95 los, denn das bloße erneute Drüberinstallieren
beschädigter Multimedia-Komponenten ist zwecklos.
Solche
fatalen Probleme können beim
Win-95-Multimedia-Treiberwirrwarr jederzeit auftreten. Die beste
Versicherung ist ein Schnell-Backup der Windows-95-Konfiguration.
Sichern Sie die folgenden Dateien und spielen Sie sie bei Bedarf
an ihre Ausgangsorte zurück - das stellt die gesicherte
Konfiguration wieder her:
- autoexec.bat (im Verzeichnis c:\)
-
config.sys (im Verzeichnis c:\)
- msdos.sys (im Verzeichnis
c:\)
- win.ini (im Windows-95-Verzeichnis)
- system.ini (im
Windows-95-Verzeichnis)
- system.dat (im
Windows-95-Verzeichnis)
- user.dat (im Windows-95-Verzeichnis).
Versteckte und Systemdateien anzeigen
Wer Dateien mit dem
hidden-Attribut im Explorer sehen will, verändert das
Kontextmenü per Befehl.
Gewöhnlich zeigt ein
Explorer-Fenster die versteckten und die Systemdateien eines
Ordners nicht an. Wollen Sie mehr sehen, aktivieren Sie im Menü
Ansicht/Optionen den Punkt Alle Dateien anzeigen. Wenn Sie jedoch
ausschließlich versteckte und Systemdateien begutachten
wollen, müssen Sie im Kontextmenü des Explorer
kontext.bat und hidden.bat (Listings in Databox 7/98) ergänzen.
In
den Programmeigenschaften aktivieren Sie die Option Schließen
beim Beenden. Windows legt die Datei hidden.pif an. Sie
geben
Kontext Folder Versteckte_Dateien "c:\batch\hidden.pif
A%L"
ein. Im Kontextmenü finden Sie nun den
zusätzlichen Eintrag Versteckte_ Dateien, den Sie nur noch
anzuklicken brauchen.
Startparameter
Auf der Kommandozeile teilen Sie dem Explorer
mit, welches Verzeichnis er standardmäßig öffnen
soll.
Starten Sie den Explorer von Windows 95 über
Start
- Ausführen - Explorer
erscheint automatisch das
Hauptverzeichnis des Installationslaufwerks, in der Regel C. Geben
Sie der Startzeile als Zusatzinfo einen Pfad in der Form
Explorer
C:\TMP
mit auf den Weg, erscheint zwar sofort der Inhalt des
gewünschten Verzeichnisses; die Anzeige läßt
jedoch die typische Explorer-Struktur vermissen. Dazu müssen
Sie dem Aufruf zusätzlich den Parameter "/E" mit
auf den Weg geben:
Explorer /E, C:\TEMP
Vergessen Sie
hierbei nicht das Komma hinter "/E", da Windows sonst
den Parameter falsch interpretiert.
Wollen Sie einen Explorer
für andere Benutzer einrichten und nur den Zugriff auf
Verzeichnisse ab einem bestimmten Ordner erlauben, so fügen
Sie dem Aufruf den Parameter "/ROOT" hinzu:
Explorer
/ROOT, C:\User10
öffnet beispielsweise den Explorer und
läßt den Benutzer auf keine höhere Ebene als
"\User10" gelangen.
Natürlich können Sie
diese Parameter auch kombinieren. Dazu müssen Sie allein
beachten, daß jedem Parameter ein Komma folgt:
Explorer
/E, /Root, C:\Temp
Gustav Brenner/ib
DOS-Befehle per SendTo
Erweitern Sie den Explorer um die
Fähigkeiten, globale Aktionen vorzunehmen.
Der Explorer
kennt keine globalen Aktionen beim Umbenennen von Dateien. Wollen
Sie etwa im Ordner Textdateien allen txt-Dateien die neue Endung
asc zuordnen, kommen Sie schlecht weiter. Einmal mehr sind Sie auf
DOS-Funktionalität angewiesen. Lösen Sie die Aufgabe mit
der Input-Routine und dem SendTo-Ordner als "Schnittstelle".
Dazu
brauchen Sie befehl.bat (Listing in Databox 7/98). Im Kontextmenü
dieser Datei aktivieren Sie unter Eigenschaften/Programm das
Kästchen Schließen beim Beenden. Die so angelegte
pif-Datei verschieben Sie in den Ordner
c:\windows\SendTo.
Im
Kontextmenü von Ordnern taucht ab jetzt unter Senden an der
Eintrag Befehl auf. Damit öffnen Sie befehl.bat, und das
Eingabefeld klappt auf.
Wollen Sie nun allen Textdateien die
neue Endung asc zuordnen, tragen Sie hier den Befehl
ren *.txt
*.asc
ein. Den Rest erledigt das Programm. Der Clou: Sie können
mit Senden an Befehl jeden beliebigen DOS-Befehl im Verzeichnis
absetzen, bei dem der Explorer versagt. Ein weiteres Beispiel:
dir
/p *.bmp
zeigt alle bmp-Dateien eines Ordners an.
Fit für den Euro
Mittlerweile sind die meisten Waren
schon mit dem Euro-Symbol ausgezeichnet. Es wird Zeit, daß
Sie auch Ihren PC darauf umstellen!
Seit Anfang 1999 hat
Microsoft verschiedene Euro-Patches zur Verfügung gestellt.
Das aktuelle Update finden Sie im Internet
unter
www.eu.microsoft.com/germany/
news/n0211.htm
Nach dem Laden des Updates aus dem Internet
installieren Sie dieses mit einem Doppelklick. Damit steht Ihnen
das Euro-Symbol über die Tastenkombination [AltGr-E] zur
Verfügung. Damit auch andere Programme das Euro-Symbol nutzen
können, müssen Sie es als Währungssymbol
definieren. Rufen Sie Start/Einstellungen/System-steuerung/
Ländereinstellungen auf, und wählen Sie hier das
Register Währung. Im Feld Währungssymbol geben Sie das
Euro-Symbol ein. In Windows 98 ist das Euro-Symbol bereits
vorinstalliert.
Fenster schneller öffnen
Um Menüs schneller oder
langsamer aufklappen zu lassen, ändern Sie
Registry-Einträge.
Virtuosen auf der Tastatur dauert es
oft zu lange, bis endlich Windows-Menüs aufklappen. Die
Aufklappzeit aller Windows-Menüs einschließlich des
Start-Menüs beeinflussen Sie durch einen Eintrag in der
Registry, den Sie folgendermaßen einfügen: Öffnen
Sie über das Start-Menü die Kommando- zeileneingabe
Ausführen, und geben Sie
regedit
ein, um den
Registrierungseditor zu starten. Nach dem Klick auf OK wech-seln
Sie im Registrierungseditor auf der linken Seite in den
Ordner
HKEY_CURRENT_USER\ ControlPanel\desktop
In der
rechten Bildschirmhälfte klicken Sie mit der rechten
Maustaste in das Listenfenster und wählen im Kontextmenü
Neu/Zeichenfolge. Als neuen Wert tragen Sie
MenuShowDelay ein.
Im nächsten Schritt klicken Sie mit der rechten Maustaste auf
diesen neuen Eintrag und markieren im Kontextmenü Ändern.
In dem sich öffnenden Fenster tragen Sie in das Feld Wert
eine Zahl zwischen 1 und 1000 ein. Diese Zahl gibt die Verzögerung
für das Aufklappen der Menüs in Millisekunden an.
Einfache Bilddatenbank
Unter dem Internet Explorer 4 oder
Windows 98 zeigt Ihr Zentralordner einen Ordner mit Bildern als
Galerie an.
Ein Suchlauf nach bmp- und pic-Dateien zeigt, wie
viele dieser Grafiken Sie in verschiedenen Verzeichnissen
gespeichert haben. Doch die Dateinamen sagen meist wenig über
den Bildinhalt aus. Abhilfe schafft hier eine Bildergalerie, die
Sie im Zentralordner anlegen.
In Ihre einfache Bilddatenbank im
neuen Ordner Galerie kopieren Sie alle Bilder. Das erreichen Sie
zum Beispiel so: Drücken Sie die Tastenfolge [Win-F], um das
Suchen-Fenster zu öffnen, und geben Sie in das Namen-Feld
ein:
*.BMP *.PIC
Weitere Grafikformate fügen Sie bei
Bedarf hinzu. Die Miniaturansicht zeigt die bekanntesten
Bildformate an - jpg-Bilder jedoch nicht.
Wählen Sie im
Feld Suchen in die Festplatte ein, von der Sie Bilder
zusammensuchen wollen, und beginnen Sie mit Start. Sobald die Lupe
im Dialogfenster ihre Kreisfahrt beendet hat, wählen Sie
Alles markieren aus dem Menü Bearbeiten. Mit [Strg-A]
erreichen Sie das noch schneller. Alle gefundenen und markierten
Dateien kopieren Sie nun mit der Tastenfolge [Strg-C] aus dem Menü
Bearbeiten.
Drücken Sie danach [F12], und klicken Sie in
der linken Spalte mit der rechten Maustaste auf Ihren Ordner
Galerie, in dem Sie Einfügen wählen. Damit kopiert
Windows alle gefundenen Bilder in Ihre "Galerie". Meldet
Windows doppelte Dateien, klicken Sie im Zweifelsfall auf Alle
ersetzen.
Damit Ihr Galerieordner zur Bildergalerie wird,
klicken Sie den Ordner in der linken Spalte mit der rechten
Maustaste an und wählen Eigenschaften. Ein Dialogfenster
erscheint, in dem Sie die Option Miniaturansicht aktivieren. Diese
Option gibt es nur bei Windows 98 und im Internet Explorer 4.0.
Eintrag aus der Dokumentenliste streichen
Wer gezielt
einzelne Einträge aus der Dokumentenliste entfernen will,
kommt mit der rechten Maustaste weiter - allerdings erst ab
Windows 98.
Wie Sie die Dokumentenliste komplett löschen,
haben wir in einem anderen Tip bereits beschrieben. Doch Sie
können auch jeden Eintrag einzeln entfernen:
Öffnen
Sie das Start-Menü, und wählen Sie Dokumente.
Klicken
Sie den Dokumenteintrag mit der rechten Maustaste an, und wählen
Sie Löschen. Das Entfernen eines Eintrags in der
Dokumentenliste hat keinen Einfluß auf das Dokument.
Die
in der Dokumentenliste angezeigten Namen sind Verknüpfungen
im Windows-Verzeichnis Recent. Wenn Sie mit der
Mehrbenutzerverwaltung arbeiten, finden Sie das Verzeichnis im
Windows-Unterverzeichnis \Profiles\ Benutzername. Welche
Verknüpfungen in diesem Verzeichnis angezeigt werden,
bestimmt der
Registry-Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\RecentDocs
Vollständiger Pfad in der Dokumentenliste
Die
Dokumentenliste zeigt nur den Namen, nicht aber den Pfad eines
Dokuments an.
Oft ist es wichtig zu wissen, auf welchem
Datenträger und in welchem Verzeichnis Sie zuletzt ein
Dokument bearbeitet haben. Sie erfahren dies aus dem
Eigenschafts-Dialogfeld des Eintrags des betreffenden
Dokuments:
Öffnen Sie das Start-Menü, und wählen
Sie Dokumente.
Klicken Sie den Dokumenteintrag mit der rechten
Maustaste an, und wählen Sie anschließend
Eigenschaften. Der komplette Pfad wird daraufhin im Feld Ziel
angezeigt.
Dokument auf Diskette kopieren
Der Senden an-Dialog erspart
die aufwendige Suche nach einem Dokument.
Sie haben am letzten
Abend an einem Dokument gearbeitet, sind am nächsten Morgen
in Eile und möchten die Datei nur schnell auf eine Diskette
kopieren. Anstatt umständlich zu suchen, gibt es eine
elegante Abkürzung:
Öffnen Sie das Start-Menü,
und wählen Sie Dokumente.
Sie finden das Dokument in der
Liste, klicken den Eintrag mit der rechten Maustaste an und wählen
nacheinander die Einträge Senden an und 3,5"-Diskette
(A).
Tapetenwechsel auf dem Desktop
Wer dem PC seine persönliche
Note verleihen will, kann fast jede Bildschirmanzeige mit Fantasie
umgestalten.
Abwechslung muß sein. Schon neue Icons
können die Arbeit am PC versüßen. Und nichts ist
leichter als das: Um ein Desktop-Symbol zu ändern, rufen Sie
die Registerkarte Effekte im Unterprogramm Anzeige der
Systemsteuerung auf. Um etwa dem Arbeitsplatz ein neues Symbol zu
geben, klicken Sie dort auf Symbol ändern. Im erscheinenden
Dialogfeld wählen Sie entweder eines der angebotenen Symbole
aus oder geben den Pfad einer Symboldatei an. In Frage kommen zum
Beispiel shell32.dll, cool.dll (Windows-Symbole) oder pifmgr.dll.
Es gibt noch eine Reihe weiterer Systemdateien mit der Erweiterung
dll, die Symbole enthalten.
Alternativ können Sie auch
Symboldateien mit der Erweiterung ico angeben, die Sie im Web in
großer Auswahl antreffen, so beispielsweise 500 Icons
unter
www.windowsguide.ch
Gefällt
Ihnen ein Symbol nicht mehr, klicken Sie einfach auf
Standardsymbol, um das Original wieder angezeigt zu bekommen.
Verknüpfung in der Schnellstartleiste
Sie erweitern die
Schnellstartleiste, um sich einige Mausklicks zu sparen.
Sie
erleichtern sich den Zugriff auf Ihr Lieblingsprogramm, wenn Sie
es in die Schnellstartleiste einfügen. Gehen Sie dazu wie
folgt vor:
- Klicken Sie die Schnellstartleiste mit der rechten
Maustaste an, und wählen Sie Öffnen. Dadurch öffnet
sich das Verzeichnis QuickLaunch, das alle Einträge der
Leiste enthält.
- Klicken Sie die Innenfläche des
Ordnerfensters mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie
nacheinander die Einträge Neu und Verknüpfung.
-
Geben Sie den Pfad der Verknüpfung an, und legen Sie den
Namen der Verknüpfung fest.
Zu diesem "offiziellen"
Verfahren gibt es eine schnelle Alternative: Sie ziehen die
Programmdatei mit der rechten Maustaste auf die
Schnellstartleiste, und schon erscheint sie im Start-Menü.
Druckerordner und Systemsteuerung über die
Schnellstartleiste
Auch häufig benutzte Ordner können
Sie in die Schnellstartleiste einbauen.
Möchten Sie über
die Schnellstartleiste nicht nur Programme starten, sondern auch
häufig benutzte Ordner öffnen, müssen Sie ein wenig
anders vorgehen:
- Öffnen Sie einen beliebigen Ordner.
-
Ziehen Sie den Ordner mit der rechten Maustaste auf die
Schnellstartleiste, und wählen Sie nach dem Loslassen den
Eintrag Verknüpfung(en) hier erstellen. Achten Sie auf den
schwarzen Balken, der erscheint, sobald sich das Symbol in der
Schnellstartleiste befindet. Er gibt jene Position an, an der der
neue Eintrag eingefügt wird.
Ordnerfenster in eine Symbolleiste umwandeln
Der Zugriff auf
die Task-Leiste, in die Sie beliebige Symbolleisten integrieren,
beschleunigt die Arbeit.
Die Task-Leiste können Sie bei
Windows 98 um beliebige Symbolleisten erweitern. Klicken Sie dazu
die Task-Leiste mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie
nacheinander Symbolleisten und Neue Symbolleisten/.... Es
erscheint ein Dialogfeld, in dem Sie den Ordner auswählen,
den Sie in Form einer Symbolleiste anzeigen lassen wollen.
Auch
hier gibt es eine kleine Abkürzung. Ziehen Sie das Symbol
eines beliebigen Ordnerfensters mit der linken Maustaste ganz an
den rechten Rand des Desktops, und lassen Sie es dort los. Es wird
automatisch zu einer Symbolleiste.
Bilder oder Animationen auf dem Desktop
Die aktiven
Komponenten bereichern den Desktop um Videoclips und animierte
gif-Dateien.
In der Web-Ansicht lassen sich beliebige
Web-Seiten - und auch Bitmap-Dateien - als Desktop-Komponenten an
einer beliebigen Stelle auf dem Desktop anzeigen. Das erreichen
Sie mit den folgenden Schritten:
- Als erstes benötigen
Sie eine kleine HTML-Datei, in die Sie den Videoclip - oder die
animierte gif-Datei - einbetten. Diese können Sie
beispielsweise mit FrontPage Express oder mit NotePad anfertigen.
FrontPage Express präsentiert Ihnen nach dem Start eine noch
leere HTML-Seite. Wie Sie diese Seite gestalten, spielt keine
Rolle. Fügen Sie über den Menübefehl Einfügen/Video
eine avi-Datei oder über Einfügen/Bild eine animierte
gif-Datei oder einfach nur eine bmp-Datei ein.
- Speichern Sie
die HTML-Datei über den Menübefehl Datei/Speichern, und
klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche als
Datei. Geben Sie noch einen Namen ein, und verschieben Sie die
Daten am besten in den Ordner Eigene Dateien.
- Klicken Sie den
Desktop an einer freien Stelle mit der rechten Maustaste an, und
wählen Sie Eigenschaften, um das Eigenschaften-Dialogfeld des
Desktops anzuzeigen.
- Wählen Sie die Registerkarte Web,
die bereits alle eingerichteten aktiven Komponenten aufführt.
-
Klicken Sie auf Neu, um eine neue Komponente hinzuzufügen.
Sollten Sie dabei in einem kleinen Dialogfeld gefragt werden, ob
Sie die Microsoft Web-Seite besuchen möchten, klicken Sie
Nein an.
- Es erscheint ein weiteres Dialogfeld, in dem Sie
wahlweise die URL einer Web-Seite im Internet oder eine
gewöhnliche HTML-Datei auswählen können. Klicken
Sie auf die Schaltfläche Durchsuchen, und wählen Sie die
zuvor gespeicherte Datei aus.
- Nach dem Anklicken von OK wird
die ausgewählte Datei als Komponente in der Registerkarte Web
aufgeführt. Anhand der Position im kleinen Vorschaumonitor
läßt sich bereits erkennen, an welcher Stelle die
Komponente angezeigt wird.
- Schließen Sie das
Dialogfeld. Auf dem Desktop sollte die angelegte HTML-Seite
angezeigt und der ausgewählte Videoclip abgespielt werden.
Möchten Sie das Abspielen anhalten oder den Abspielmodus
ändern, klicken Sie den Videoclip mit der rechten Maustaste
an und wählen die entsprechenden Befehle im
Kontextmenü.
Beachten Sie, wie flexibel sich die
angezeigte Komponente verschieben und in ihrer Größe
ändern läßt. Bewegen Sie dabei einfach den
Mauszeiger auf den oberen Rand. Dieser wird dadurch breiter. Auf
diese Weise können Sie das Fenster insgesamt verschieben.
Gut durchgemischt
Die Reihenfolge der Ansicht im Explorer
läßt sich beliebig variieren.
In der Detailansicht
eines Ordnerfensters können Sie die Position der einzelnen
Spalten sehr einfach verändern, indem Sie den Spaltenkopf mit
der Maus anklicken und an die gewünschte Position
verschieben.
Zeitgesteuerter Abschied
So schalten Sie Ihren PC zu einem
festgelegten Zeitpunkt aus.
Um zu erreichen, daß sich der
PC zu einem bestimmten Zeitpunkt automatisch abschaltet, fügen
Sie die im letzten Tip beschriebene Verknüpfung in den Ordner
Geplante Vorgänge ein. So gehen Sie vor:
- Öffnen Sie
das Start-Menü und nacheinander die Einträge Programme/
Zubehör/Systemprogramme sowie Geplante Vorgänge.
-
Klicken Sie den Eintrag Geplanten Task hinzufügen doppelt
an.
- Klicken Sie auf Weiter und im nächsten Dialogfeld
auf Durchsuchen, und geben Sie als Kommandozeile zunächst nur
rundll32.exe ein.
- Geben Sie den gewünschten Zeitpunkt
an, und legen Sie den geplanten Vorgang an.
- Klicken Sie den
angelegten Vorgang mit der rechten Maustaste an, wählen Sie
Eigenschaften, und ergänzen Sie den Eintrag im Eingabefeld
Start, so daß daraus Rundll32.exe user,ExitWindows wird.
PCs, die bereits nach der
Advanced-Power-Management-Spezifikation (APM) arbeiten, schalten
sich vollständig ab. Ältere PCs müssen Sie - sofern
ein BIOS-Update nicht in Frage kommt - mit einer Zeitschaltuhr
ausstatten, die kurz nach dem Herunterfahren des PC den Strom
abschaltet.
Überprüfen Sie bitte zuvor, ob
Zeitschaltuhr und PC-Uhr übereinstimmen.
Jetzt können
Sie sicher sein, daß Ihr PC zur gewünschten Zeit
korrekt heruntergefahren und etwas später abgeschaltet wird.
Vollbildmodus
Wer den Inhalt eines Ordnerfensters zur
maximalen Bildschirmansicht vergrößern will, braucht
den Vollbildmodus.
Ist Ihnen ein Ordnerfenster zu klein, müssen
Sie es nicht erst über die Maus vergrößern. Via
[F11]-Taste schalten Sie das Fenster in einen Vollbildmodus, in
dem die Umrandung auf ein Minimum reduziert wird.
Durch
erneuten Druck auf die [F11]-Taste stellen Sie den alten Zustand
wieder her.
Reihenfolge der Menüeinträge ändern
Bevorzugte
Anwendungen sollten an oberster Stelle erreichbar sein.
Handelt
es sich bei einem Menüeintrag im Start-Menü um eine
Verknüpfung, können Sie dessen Position im Menü
ändern. Dazu klicken Sie den Eintrag mit der linken Maustaste
an und verschieben ihn bei gedrückter Maustaste an die
gewünschte Position.
Sie erkennen den Verschiebemodus
daran, daß ein schwarzer Balken erscheint, der die künftige
Position des Eintrags angibt. Allerdings erfordert die Operation
ein wenig Übung, denn ein unbedachter Doppelklick startet das
Programm. Die Verschiebeoperation können Sie durch Drücken
der [Esc]-Taste wieder abbrechen.
Versteckte Einträge
So verbergen Sie einzelne Einträge
im Start-Menü und sehen sie nur auf Befehl wieder.
Windows
98 verändert die Einträge im Start-Menü während
der täglichen Arbeit. Jeder, der Zugriff auf Ihren Rechner
hat, verschafft sich über das Start-Menü einen Eindruck
darüber, mit welchen Programmen, Dokumenten sowie
InternetFavoriten Sie arbeiten. Um dies zu verhindern, verbergen
Sie einzelne, nicht vom System standardmäßig angelegte
Einträge. So gehen Sie vor:
Wählen Sie zunächst
eine zu verbergende Programmgruppe, ein Dokument oder einen
Favoriten im Start-Menü.
Öffnen Sie das zugehörige
Kontextmenü mit der rechten Maustaste, und rufen Sie den
Befehl Eigenschaften auf.
Markieren Sie unter der
Registerkarte Allgemein das Kontrollfeld Verstecken. In den
Eigenschaften Ihrer Start-Menüeinträge verbergen Sie die
Daten.
Bestätigen Sie mit OK, wird der
Start-Menüeintrag unmittelbar verborgen. Auf diesem Wege ist
es kein Problem, einen Programmordner für Spiele
einzurichten, den Sie für Dritte schnell im Hintergrund
unsichtbar verbergen. Wollen Sie ein Spiel später ausführen,
reaktivieren Sie den verborgenen Eintrag wieder:
Wählen
Sie einen freien Bereich der Task-Leiste an, öffnen Sie mit
der rechten Maustaste das zugehörige Kontextmenü, und
aktivieren Sie Eigenschaften.
Wechseln Sie auf die
Registerseite Programme im Menü Start. Wählen Sie die
Schaltfläche Erweitert.
Suchen Sie den zuvor
verborgenen Start-Menüeintrag, und öffnen Sie das
zugehörige Eigenschaftenfenster per Kontextmenü.
Demarkieren Sie das Kontrollfeld Verstecken, und bestätigen
Sie mit OK. Damit steht der Start-Menüeintrag oder Ordner
wieder im Start-Menü zur Anwahl bereit.
Funktionsänderungen beim Papierkorb
Sie verschieben
gezielt Ordner in den Papierkorb, ohne daß dieser die
Dateien verwaltet.
Unbrauchbar gewordene Verzeichnisse löschen
Sie sicher und schnell mit dem Papierkorb. Der Nachteil: Sie
können einzelne Dateien aus den gelöschten Ordnern nicht
mehr wiederherstellen. Die Wiederherstellen-Funktion
berücksichtigt unter Windows 98 nur noch den vollständigen
Ordner. Wollen Sie gezielt einzelne Dateien eines gelöschten
Ordners rekonstruieren, dürfen Sie den entsprechenden Ordner
nicht mehr in der Gesamtheit auf den Papierkorb ziehen. Statt
dessen müssen Sie mit erheblichem Aufwand in den jeweiligen
zu löschenden Ordner wechseln und hier sämtliche Dateien
und gegebenenfalls auch die darin enthaltenen Unterverzeichnisse
einzeln löschen.
Mehrere Monitore nutzen
Bei wechselnden beruflichen
Einsätzen kann ein Umschalten zwischen verschiedenen
Monitoren an einem PC sinnvoll sein.
Windows 98 verfügt
über eine ganz neue Funktion: Sie können bis zu neun
Monitore an Ihren PC anschließen und zwischen diesen
umschalten. Bevor Sie sich einen weiteren Monitor zulegen,
beachten Sie bitte folgendes: Alle Grafikkarten, die Sie für
einen zusätzlichen Bildschirm verwenden wollen, müssen
die Multi-Monitor-Funktion unterstützen. Informieren Sie sich
also über die aktuellen PCI- und AGP-Kartentypen. Öffnen
Sie dazu die Datei anzeige.txt in Ihrem Windows-Verzeichnis. Der
Abschnitt Unterstützung für mehrere Bildschirme
informiert Sie über passende Grafikkarten.
Startdiskette anlegen
Wenn Windows 98 nicht mehr bootet,
hilft die Windows-Startdiskette mit den wichtigsten Werkzeugen
weiter.
Eine Startdiskette erleichert Ihnen mittlerweile eine
Neuinstallation dadurch, daß sie Ihr CD-Laufwerk
unterstützt. Diese Startdiskette sollte immer griffbereit
sein. Starten Sie Windows 98, und wechseln Sie über
Start/Einstellungen in die Systemsteuerung. Doppelklicken Sie auf
das Icon Software. Unter Eigenschaften von Software klicken Sie
auf die Registerkarte Startdiskette und dort auf das Schaltfeld
Diskette erstellen. Folgen Sie den Anweisungen. Starten Sie Ihren
PC über diese Diskette, und prüfen Sie, ob Sie auf das
CD-Laufwerk zugreifen können.
Bei Problemen neu installieren
Bleibt Windows 98 beim
Booten hängen, hilft häufig nur noch eine
Neuinstallation.
Schieben Sie die Windows-98-Startdiskette in
Laufwerk A:, und schalten Sie Ihren PC ein. Dieser startet jetzt
mit dem Betriebssystem auf der Diskette. Wenn Ihnen die
Startoptionen angezeigt werden, wählen Sie Computer mit
CD-ROM-Unterstützung starten. Danach warten Sie eine Weile,
bevor Diagnoseprogramme in ein virtuelles Laufwerk (RAM-Disk)
kopiert werden. Anschließend sehen Sie die Anzeige des
Laufwerks A: auf dem Bildschirm. Legen Sie jetzt die Windows-98-CD
in das CD-ROM-Laufwerk, und geben Sie
[X]:\setup
ein, wobei
[X] das Laufwerk um einen Buchstaben weitergezählt
bezeichnet. Kennzeichnete das Betriebssystem bisher Ihr
CD-ROM-Laufwerk mit der Kennung E:, geben Sie also
F:\setup
ein. Der Grund hierfür ist, daß die Startdiskette
bereits eine RAM-Disk mit der Bezeichnung E: angelegt hat. Auf
dieses Laufwerk können Sie mit DOS-Befehlen zugreifen. So
zeigt der DIR-Befehl Ihnen den Inhalt an.
Probleme mit Windows-3.1-Programm
Mit einem Trick starten
Sie rebellierende Windows-3.1-Anwendungen unter Windows 98.
Bleibt ein Windows-3.1-Programm bereits beim Start hängen,
kann das an mangelnder Kompatibilität liegen. Sie können
diese Kompatibilität sehr einfach herstellen. Wählen Sie
Start/Ausführen, und geben Sie den Befehl
mkcompat
ein.
Bestätigen Sie Ihre Eingabe per Klick auf [OK]. Damit öffnen
Sie das Fenster Kompatibilität herstellen. Wählen Sie
das Menü Datei und das Windows-Programm aus, das Ihnen
Probleme bereitet. Anschließend markieren Sie das
Kontrollkästchen Falsche Windows-Version und speichern diese
Einstellung über den Eintrag Datei. Danach läuft selbst
ein älteres Windows-Programm.
Mit FAT32 Platz sparen
Durch die Konvertierung in das
FAT32-Dateisystem wird Ihre Festplatte nicht nur schneller,
sondern geht auch sparsamer mit dem Speicherplatz um.
FAT32
beansprucht bei Partitionsgrößen bis 8 GByte als
kleinste Speichereinheit (Cluster) 4 KByte: ideal für kleine
Dateien wie Briefe, Texte oder Tabellen. Verwenden Sie hingegen,
wie in vorigem Beispiel, FAT16 mit Clustergrößen von 32
KByte, verlieren Sie bei jedem Speichern viel Platz. Denn das
Betriebssystem kann einen Cluster nur einmal nutzen. Hierbei
spielt es keine Rolle, wie viele Bytes eines Clusters frei
bleiben. Konvertieren Sie daher das FAT16-ins FAT32-Format.
Schließen Sie vor dem Start alle Virenscanner, die resident
auf der Platte arbeiten. Öffnen Sie
Start/Programme/Zubehör/Systemprogramme/
Laufwerkskonvertierung (FAT32). Klicken Sie im Assistenten auf
Weiter, und legen Sie im nächsten Dialogfeld das zu
konvertierende Laufwerk fest. Bestätigen Sie das Fenster mit
der Laufwerksauswahl, werden Sie mit einer Warnmeldung
konfrontiert. Diese sollten Sie ernstnehmen, denn die
Konvertierung können Sie mit Windows-98-Tools nicht
zurücknehmen. Vor dem Konvertieren schaltet Windows in den
DOS-Modus um.
FAT32 - pro und contra
Bevor Sie das neue Dateisystem
installieren, sollten Sie die Vor- und Nachteile gegeneinander
abwägen.
Für den Umstieg auf FAT32 sprechen folgende
Punkte:
FAT32 kann Partitionen über 2 GByte verwalten.
Dabei greift dieses System schneller auf die Daten zu als FAT16.
Das heißt, Lade- und Schreibprozesse verkürzen sich.
Fast alle Festplatten-Tools von Windows 98 funktionieren mit
FAT32.
Die Konvertierung von FAT16 nach FAT32 geht schnell
vonstatten. Vorher müssen Sie keine Daten sichern, da das
Verfahren sicher ist. FAT32 hat folgende Nachteile:
Sie
können das Laufwerk nicht mehr mit DriveSpace komprimieren.
Alte Datenträger-Werkzeuge von Fremdanbietern haben
Kompatibilitätsprobleme, besonders die, die einen DOS-Kernel
für den Real-Modus besitzen.
Dual Boot mit FAT32 ist
unter Windows 98 nicht möglich, es sei denn Sie nutzen
Festplatte C: als Startlaufwerk mit einem FAT16-Format.
Ältere Betriebssysteme können auf FAT32-Laufwerke nicht
zugreifen. Sie sind nicht in der Lage, Windows 98 zu
deinstallieren, also zu Windows 95 zurückzukehren.
Notebooks können nicht in den Suspend-Modus umschalten, der
den Inhalt des Arbeitsspeichers auf die Festplatte schreibt.
Dieser Modus lädt nach dem Neustart den Inhalt von der
Festplatte wieder in den Arbeitsspeicher. Zum Rückkonvertieren
in den FAT16-Modus müssen Sie Fremdprogramme wie Partition
Magic benutzen.
Sounds mischen
Sie können Audiodateien nicht nur
aneinanderhängen, sondern auch mixen.
Nachdem Sie zuvor
eine Klangdatei gelängt haben, verfremden Sie sie in diesem
Tip vollends. Laden Sie sie in den Recorder. Öffnen Sie das
Menü Bearbeiten, und rufen Sie darin den Befehl Datei
einmischen auf. Wechseln Sie in den Ordner Media. Markieren Sie
eine Datei, und klicken Sie dann auf Öffnen. Spielen Sie die
Datei ab. Der Sound hat sich total geändert.
Sounddatei per Mikro
Sie können direkt über ein
Mikro plus Soundkarte in den Audiorecorder sprechen und die
Aufnahme speichern.
Die knappen Klänge von Windows (etwa
beim Start) verwirren Einsteiger oft mehr, als daß sie
helfen. Sie können Hinweise wie kritischer Abbruch auch als
Sprache speichern. Schließen Sie an Ihre Soundkarte ein
Mikrofon an. Öffnen Sie über das Start-Menü den
Audiorecorder. Wählen Sie Datei/Neu, klicken Sie auf
Aufnehmen (roter Punkt), und sprechen Sie Ihren individuellen
Hinweistext. Danach klicken Sie auf Beenden Mit Datei/Speichern
oder Datei/Speichern unter schreiben Sie diese Sprachdatei auf
Ihre Festplatte.
Sprachdatei in TrueSpeech umwandeln
Wenn Sie Ihre Tondatei
in True-Speech umwandeln, komprimieren Sie sie um einen
beachtlichen Faktor.
Sprachdateien, die Sie im Audiorecorder
erzeugt haben, sind groß, lassen sich aber leicht
komprimieren. Im Audiorecorder rufen Sie den Befehl
Datei/Eigenschaften auf, um die Registerkarte Details zu öffnen.
In der Gruppe Formatumwandlung wählen Sie im Kombinationsfeld
Auswahl den Typ Wiedergabeformate. Klicken Sie auf die
Schaltfläche Umwandeln. Im Kombinationsfeld Format suchen Sie
DSP Group True-Speech( TM) aus. Klicken Sie auf [OK]. Beachten
Sie, daß sich der Recorder nur zum Abspielen kleiner
wav-Dateien eignet.
Start-Menü sortieren
Mit einem Eingriff in die
Registrierung läßt sich die Sortierung des Start-Menüs
zurücksetzen.
Sie haben Ihr Start-Menü schon häufig
umgebaut und sind mit dem jetzigen Erscheinungsbild unzufrieden?
Zudem stört es Sie, daß die Programmgruppen
nachträglich installierter Programme häufig am unteren
Ende des Start-Menüs angeordnet werden? Dann setzen Sie die
Sortierung mit wenigen Handgriffen auf die alphabetische
Sor-tierung zurück. Der Internet Explorer 4.0 verwaltet unter
Windows die Sortierung des Start-Menüs in der Registrierung
im Zweig:
HKEY_CURRENT_USER\Software\ Microsoft\Windows\
CurrentVersion\Explorer\ MenuOrdner\Start Menu
Leider ist
bisher keine Möglichkeit bekannt, die Sortierreihenfolge
direkt durch Einträge in diesem Zweig festzulegen. Sofern Sie
aber den obigen Schlüs-sel per Registrierungseditor löschen
und Windows neu starten oder die Shell zurücksetzen, werden
die Einträge des Start-Menüs neu sortiert. Nimmt der
Benutzer anschließend Änderungen an dieser Sortierung
vor, trägt die Windows-Shell automatisch die entsprechenden
Werte in der Registrierung nach.
Falsche Zeichen im DOS-Fenster
Nach einem Umstieg auf
Windows 98 arbeitet Ihr bewährter Datenbankklassiker dBase
mit falschen Zeichen.
Die falsche Darstellung von Zeichen ist
ein verbreitetes Problem. Statt Rahmen sehen Sie unter einer neuen
Betriebssystemversion plötzlich nur noch Sonderzeichen.
Windows 95 benutzt die Codepage 437 für DOS-Programme. In der
config.sys steht dafür der Eintrag
country=049,437,C:\Windows
\Command\countr.sys
Windows 98 benutzt aber die Codepage 850.
Verwenden Sie also den alten Ein-trag Codepage 437 unter Windows
98, treten im DOS-Fenster Fehler in der Darstellung auf. Ändern
Sie daher in der config.sys den Eintrag 437 auf 850. Die beiden
relevanten Zeilen in der sys-Datei sehen wie folgt
aus:
device=C:\Windows\ command\display.sys
con=(ega,,1)
Country=049,850,C:\Windows \command\country.sys
Schnellwahl zum Provider
So melden Sie sich über ISDN
per Mausklick bei Ihrem Internet-Provider an.
Sie wollen
schnellstmöglich ins Internet? Der ISDN-Verbindungsaufbau
läßt sich über die Eigenschaften des DFÜ-Netzwerks
beträchtlich beschleunigen. Dort finden Sie in der
Registerkarte Servertypen die Einstellung Am Netzwerk anmelden.
Schalten Sie diese Option ab, und lassen Sie die Kontrollkästchen
Softwarekomprimierung aktivieren und TCI/IP markiert. Danach
funktioniert der Einwählvorgang in wenigen Sekunden.
Faxfunktion installieren
In Windows 95 war standardmäßig
eine Faxfunktion enthalten. In Windows 98 müssen Sie diese
extra installieren.
In der Standardinstallation von Windows 98
suchen Sie Exchange vergeblich. Doch Exchange und das Faxprogramm
können Sie nachinstallieren. Dazu legen Sie die Windows-98-CD
ein. Den Autostart brechen Sie mit der [Umschalt]-Taste ab. Rufen
Sie den Explorer auf, und wechseln Sie zum CD-ROM- Laufwerk. Hier
öffnen Sie das Verzeichnis \Tool\oldwin95\message. Im rechten
Fenster des Explorer finden Sie die drei Dateien awfax.exe,
wms.exe und wms-fax.txt. Mit einem Doppelklick auf die Datei
wms.exe starten Sie die Installation des Microsoft Exchange
Client. Bestätigen Sie in den beiden folgenden Fenstern
jeweils die Installation mit Ja. Am Ende startet der
Setup-Assistent für den Posteingang, den Sie abbrechen. Jetzt
installieren Sie das Faxprogramm mit einem Doppelklick auf die
Datei awfax.exe. Danach starten Sie Ihren Rechner neu. Auf dem
Desktop sehen Sie das Posteingangssymbol. Mit einem Doppelklick
auf dieses Symbol starten Sie den Setup-Assistenten und
konfigurieren das Fax- und Mail-Programm. Wollen Sie nur faxen,
setzen Sie das Häkchen in das Kontrollfeld Microsoft Fax.
Wählen Sie das Modem für den Faxversand aus, und tragen
Sie Ihren Namen und die Faxnummer ein. Zum Schluß empfiehlt
es sich, den Posteingang und damit auch den Faxversand in die
Gruppe Autostart einzubinden. Die Konfiguration von Microsoft Mail
ist überflüssig, wenn Sie Outlook Express benutzen.
Daher ist die Pfadangabe für das PostOffice von
untergeordneter Bedeutung. Deshalb ignorieren Sie beim nächsten
Start von Exchange die Fehlermeldung, daß der Pfad zum
Post-Office nicht gefunden wurde. Zum Faxversand und -empfang
wählen Sie den Eintrag Neue Faxnachricht aus dem Menü
Verfassen.
Notstart
Wenn Windows 98 nach einer Software-Installation
nicht mehr startet, greifen Sie auf die gesicherten Systemdateien
zurück.
Mißlingt der Start Ihres Windows-98-Systems
nach der Neuinstallation von Software, kommen Sie oft nur noch bis
zum DOS-Prompt. In solch einem Fall greifen Sie auf die von
Windows 98 bei jedem Systemstart gesicherten Systemdateien zurück.
Windows sichert maximal fünf Registry-Versionen sowie die
Dateien system.dat, user.dat, win.ini und system.ini. Sie finden
diese Dateien im Verzeichnis Windows\sysbckup in Form einer
cab-Datei mit den Namen rb001.cab bis rb005.cab. Bei der Suche
nach der neuesten Version beachten Sie nicht die laufende Nummer,
sondern das Datum. Nach einem Systemabsturz starten Sie Ihren
Rechner im DOS-Modus oder mit der Notfalldiskette. Am DOS-Prompt
geben Sie folgenden Befehl ein:
extract /e /l c:\windows
c:\windows\sysbckup\*.cab
Für das *-Symbol tragen Sie den
Namen der gewünschten Sicherungsdatei (rb001 ... rb005) ein.
Damit extrahieren Sie die Systemdateien wieder in das
Windows-Verzeichnis. Nach diesen Vorarbeiten startet Windows 98
nach einem Neustart wieder in der letzten lauffähigen
Version.
Hardware ohne Erkennung installieren
Windows 98 ist für
Plug&Play-Geräte programmiert worden. Wer auf Mausklick
Hardware installieren will, erreicht dies nur noch mit einem
undokumentierten Befehl.
Wer neue Hardware installiert, startet
den PC mit der automatischen Hard-ware-Erkennung. Bis Windows die
neue Hardware gefunden und erkannt hat, dauert seine Zeit. Dieser
lange Prüflaufläßt sich mir einem undokumentierten
Befehl umgehen. Rufen Sie im Start-Menü Ausführen auf,
und tippen Sie folgendes ein:
rundll32.exe sysdm.cpl,
InstallDevice_Rundll
Nach dem Klick auf die Schaltfläche
OK startet der Hardware-Assistent, mit dem Sie die zu
installierende Hardware gezielt auswählen.
Abmelden- Eintrag entfernen
Auf Ihrem Einzelplatz-PC stört
Sie im Start-Menü der Eintrag Abmelden? So entfernen Sie
ihn.
Für Netzwerknutzer ist der Eintrag Abmelden im
Start-Menü nahezu un-entbehrlich, vor allem dann, wenn
mehrere Anwender einen Rechner teilen. Auf einem
Einzelplatzrechner zu Hause ist er meistens nicht erforderlich. Um
diesen Eintrag zu entfernen, rufen Sie über Start/Ausführen
mit regedit.exe den Registry-Editor auf. Im
Eintrag
HKEY_CURRENT_USER\Software\ Microsoft\CurrentVersion\
Policies\Explorer
tragen Sie über das Kontextmenü den
neuen Wert NoLogOff ein. Klicken Sie den neuen Eintrag mit der
rechten Maustaste an, wählen Sie Ändern, und geben Sie
den Wert
01 00 00 00
ein. Wenn Sie jetzt Windows 98 neu
starten, ist im Start-Menü der Eintrag Abmelden verschwunden.
Nostalgie-Windows
Für Nostalgie-Fans gibt es
Windows-3.x-Feeling auch in Windows 98.
Wenn Sie sich nicht mit
der Ober-fläche von Windows 98 anfreunden können oder
wollen, versuchen Sie es doch einmal mit dem Outfit von Windows
3.x. Den Programm-Manager von 3.x finden Sie auch unter Windows
98, indem Sie ihn mit Start/Ausführen/prog-man. exe aufrufen.
Allerdings finden Sie keine Programmgruppen, da die Einträge
aus dem Start-Menü nicht automatisch über- nommen
werden. Mit Drag&Drop übernehmen Sie Einträge in den
Programm- Manager. Auch an die Anhänger des alten
Datei-Managers hat Microsoft gedacht. Den alten
16-Bit-Datei-Manager starten Sie über
Start/Ausführen/winfile.exe. Auf lange Dateinamen müssen
Sie allerdings verzichten.
Vereinfachter Zugriff
Wenn Sie oft die Systemsteuerung
benötigen, binden Sie sie einfach in das Start-Menü
ein.
Der Aufruf der Systemsteuerung über
Start/Einstellungen/Systemsteuerung ist recht umständlich. Um
die Systemsteuerung direkt in das Start-Menü einzubinden,
rufen Sie die Systemsteuerung mit
Start/Einstellungen/Systemsteuerung auf und wechseln über den
Menüpunkt Wechseln zu... auf die nächsthöhere
Ebene. Klicken Sie mit der linken Maustaste den Ordner
Systemsteuerung an, und ziehen Sie diesen auf das Symbol Start.
Wenn das Start-Menü aufgeklappt ist, zeigt Ihnen ein dünner
schwarzer Balken an, an welcher Stelle Sie eine Verknüpfung
einbinden können. An der gewünschten Stelle lassen Sie
die Maustaste los und bestätigen die Frage nach der
anzulegenden Verknüpfung mit Ja. In gleicher Weise binden Sie
beispielsweise die Druckersteuerung oder die Ansichteinstellungen
ein. Dieses Verfahren funktioniert übrigens auch beim
Einbinden einzelner Funktionen in die Office-Leiste.
Start-Menü bereinigen
Windows 98 kann fehlerhaft
installierte Programme nicht mehr automatisch aus dem Start-Menü
entfernen.
Nicht mehr benötigte Software sollten Sie durch
die Menüfolge
Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Software/Installieren/Deinstallieren
entfernen können. Doch es gibt Programme, die sich nicht in
diese Liste eintragen oder über kein Deinstallationsprogramm
verfügen (vgl. Tip 7). Diese müssen Sie im Explorer per
Hand löschen. Dadurch bleiben Verknüpfungen im
Start-Menü zurück, die auf nicht mehr existierende
Dateien verweisen. Sie erkennen sie am Standardsymbol. Umständlich
wäre es, jeden verwaisten Eintrag auszuwählen und über
das Kontextmenü (rechte Maustaste) mit dem Befehl Löschen
aus dem Start-Menü zu verbannen. Windows 98 bietet statt
dessen das Werkzeug Bereinigung des Startmenüs. Sie finden es
im Wartungs-Assistenten unter
Start/Programme/Zubehör/Systemprogramme oder im
Windows-98-Verzeichnis unter dem Namen smtidy.exe. Nach dem Start
untersucht das Programm das Start-Menü nach ungültigen
Verweisen. Sie geben an, ob diese entfernt werden sollen oder
nicht. Achten Sie darauf, daß manche CD-ROMs eine
Verknüpfung auf Ihrem Laufwerk anlegen, um schneller zu
starten. Diese Verknüpfung kann jedoch nur aktiv sein und ein
Symbol tragen, wenn die CD-ROM im Laufwerk liegt. Entfernen Sie
diese Verknüpfungen nicht, solange Sie die CD-ROM nutzen.
Programmstart optimieren
Zwar bietet Windows 98 eine
Funktion zur Optimierung Ihrer Festplatte, doch Sie können
den Programmstart auch auf andere Weise beschleunigen.
Wenn Sie
im Menü Defragmentierung/Einstellungen die Option Programme
neu ordnen, um sie schneller zu starten anklicken, werden
Programmdateien an den Anfang der Platte kopiert
und schneller
ausgeführt. Allerdings müssen Sie Ihre Festplatte nicht
komplett defragmentieren, um diese Option zu nutzen. Windows 98
bietet mit walign ein Werkzeug an, um nur die Programmdadeien zu
optimieren, ohne die anderen Daten zu verarbeiten. Sie finden
walign im Systemverzeichnis.
Auf Cabinets zugreifen
Unter Windows 95 haben Sie
zusätzliche Werkzeuge benötigt, um gepackte cab-Dateien
zu bearbeiten. In Windows 98 ist diese Funktion integriert.
In
früheren Windows-Versionen war es schwierig, auf gepackte
cab-Dateien (Cabinets) zuzugreifen, die zur Installation
von
Windows dienten. Unter Windows 98 öffnen Sie cab-Dateien
einfach per Doppelklick und bekommen deren Inhalt wie bei einem
Ordner angezeigt. Markieren Sie mit der linken Maustaste die
Dateien, die Sie per Drag&Drop oder über das
Bearbeiten-Menü aus dem Archiv in ein Verzeichnis der
Festplatte kopieren.
Sie finden die Windows-98-Cabinets auf der
98-CD-ROM im Verzeichnis \WIN98 und weitere auf der Plus!-CD-ROM
im Ordner \plus98. Beim Verlust einer Systemdatei öffnen Sie
einfach das entsprechende Cabinet und kopieren die Datei mit
Senden an auf eine Diskette. So spielen Sie die notwendige Datei
wieder auf, ohne sich um eine Kommandozeile kümmern zu
müssen.
Startdiskette light
Weil die Windows-98-Startdiskette kaum
Platz für externe Programme bietet, verschaffen Sie sich eine
abgespeckte Version.
Wenn Ihr PC beim Hochfahren mit einem
blauen Bildschirm hängenbleibt, brauchen Sie eine
Startdiskette. Diese sollten Sie vorher über die Befehlsfolge
Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Software/Startdiskette/Diskette
erstellen angelegt haben. Die Startdiskette enthält so viele
Hilfsprogramme, daß auf ihr kaum noch Platz für
zusätzliche Software bleibt. Haben Sie jedoch das
Windows-98-
Plus!-Paket installiert, finden Sie das Programm
nocomp unter \Programme\Plus!\System. Damit legen Sie eine
Startdiskette mit minimalem Inhalt an. Weil diese nur die
wichtigsten Treiber enthält, bleiben auf ihr 531 KByte frei:
genug für einen Virenscanner oder einen Editor.
Verbesserter Systemeditor
Neben dem bekannten sysedit bietet
Windows 98 einen neuen leistungsfähigeren
Systemeditor.
Systemdateien zu konfigurieren gehört zum
Arbeitsalltag. Daher gibt es schon seit Windows 3.1 den
Systemeditor sysedit, den Sie über Start/Ausführen und
mit der Eingabe sysedit laden. Mit sysedit betrachten und ändern
Sie die wichtigsten Konfigurationsdateien (config. sys,
autoexec.bat, win.ini, system.ini und protocol.ini) . Windows 98
liefert Ihnen mit msconfig einen "großen Bruder",
den Sie ebenfalls über Start/Ausführen starten. Die
Eingabe lautet:
msconfig
Dieses Tool listet Ihnen in
hierarchischer Form den Inhalt von config.sys, autoexec.bat,
system.ini, win.ini und der Autostart-Gruppe auf und läßt
Sie per Mausklick einzelne Optionen deaktivieren. Außerdem
können Sie über die Re-gisterkarte Allgemein den Start
bzw. die Verarbeitung der Startdateien individuell konfigurieren.
Über die Buttons Sicherung erstellen bzw. Sicherung
wiederherstellen legen Sie ein Backup der Windows-Startdateien
win.ini, system.ini sowie der Registry in komprimierter Form an
oder spielen dieses zurück. Bisher brauchten Sie dazu eines
der Werkzeuge erd oder eru. Über die Optionen des Menüs
Ansicht von msconfig gelangen Sie schließlich zu den
wichtigsten Windows-98-Einstellungen wie der Systemsteuerung, dem
Geräte-Manager, dem Drucker- und Schriftenordner sowie zu den
Bildschirm- und Multimedia-Einstellungen. Mit Weitere Optionen
schalten Sie wichtige Schaltflächen ein, um Probleme zu
beseitigen: Dort deaktivieren Sie zum Beispiel die Funktion
Autoscan nach einem Systemabsturz oder die Einträge im
Autostart-Ordner.
Einfacher Registry-Check
Offensichtliche Fehler in der
Registry findet Windows 98 selbst.
Fehlerhafte Einträge in
der Registry können den Start von Windows verzögern.
Anstatt die Systemdatenbank mit den Dateien system.dat und
user.dat mit dem Registry-Editor regedit zu bearbeiten, sollten
Sie lieber zuvor das neue Windows-98-Tool anwenden. Diese
Windows-Registrierungsprüfung rufen
Sie mit
Start/Ausführen und mit
scanregw
auf. Das Werkzeug
überprüft die Registry auf Ungereimtheiten und sichert
die Ergebnisse als gepacktes cab-Archiv im Verzeichnis
\windows\sysbckup.
Ordner Eigene Dateienändern
Weil der Ordner Eigene
Dateien eine zentrale Funktion darstellt, sollten Sie ihn über
eine Windows-98-Funktion ändern.
Neben dem Windows-Ordner
spielen die Ordner \Programme für die installierte Software
und \Eigene Dateien für Ihre eigenen Dokumente eine zentrale
Rolle. Einige Programme installieren sich auch im Englisch
lautenden Verzeichnis \programm. Mittlerweile schlägt fast
jede Software den Ordner \Eigene Dateien als Speicherplatz vor.
Wollten Sie diesen Platz in Windows 95 oder NT ändern, war
immer ein Eingriff in die Registry notwendig. Bei Windows 98
befindet sich der Ordner auf dem Desktop. Ändern Sie die
Ordner-Position, markieren Sie ihn mit der rechten Maustaste, und
verschieben Sie ihn mit Eigenschaften/Durchsuchen...auf einen
anderen Ordnerplatz. Um diesen Ordner ganz vom Desktop
verschwinden zu lassen, reicht es, ihn auf dem Desktop zu
markieren und mit der rechten Maustaste Von Desktop entfernen
anzuwählen. Schäden durch unbe-dachtes Löschen
sollen häufiger als Verluste durch Viren sein.
Start-Menü neu gestalten
Mit dem Kontextmenü
verändern Sie das Start-Menü elegant und einfach.
Unter
Windows 95 und NT ließen sich über das Start-Menü
zwar komfortabel Programme starten; um es zu modifizieren, mußten
Sie aber immer erst umständlich
Start/Einstellungen/Task-Leiste und dort Programme im Menü
"Start" aufrufen. Dort erst konnten Sie dann neue
Software hinzufügen oder löschen. Unter Windows 98 geht
dies über die linke Maustaste viel einfacher: Öffnen Sie
das Start-Menü mit einem Klick auf Start/Programme..., ziehen
Sie die Maus auf einen Programmeintrag, und öffnen Sie per
Klick mit der rechten Maustaste ein Eigenschafts-Menü. Dort
klicken Sie diesen Eintrag mit Löschen direkt in den
Papierkorb. Um einen Eintrag zu verschieben, markieren Sie ihn,
wählen Kopieren, wechseln an die neue Ordnerposition und
fügen ihn mit Einfügen ein.
Den letzten Zugriff aufzeichnen
Das Aufzeichnen des letzten
Dateizugriffs ist neben dem Erstellungsdatum nicht länger nur
ein Windows-NT-Feature.
Windows 98 zeichnet nicht nur Datum und
Uhrzeit der letzten Änderung einer Datei auf, sondern auch,
wann Sie die Datei zuletzt gelesen haben. Um diese Angaben zu
betrachten, starten Sie die MS-DOS-Eingabeaufforderung und
geben
dir /v
ein. Allerdings ist die Aufzeichnung
standardmäßig nur für Festplatten akti-viert, aus
Performance-Gründen nicht jedoch für Disketten. Um diese
Aufzeichnung auch für Disketten zu aktivieren, fügen Sie
die Zeile
accdate=a+
bzw. für das Laufwerk
B
accdate=b+
in Ihrer Datei config.sys im Hauptverzeichnis
von C ein. Wenn Sie anstelle des Plus- ein Minus-Zeichen
verwenden, deaktivieren Sie die Aufzeichnung, wie das folgende
Beispiel für das Laufwerk C zeigt:
accdate=c-
Mit
accdate lassen sich auch mehrere Laufwerke ansprechen:
accdate=a+,
c-
Optionen fügen Sie aneinander, indem Sie sie durch
Kommata abgrenzen.
Einfaches Recovery
Nach einem Systemcrash können Sie
Ihr System in einem Arbeitsgang wieder komplett herstellen.
Unter
früheren Windows-Versionen war ein Festplattendefekt trotz
vorhandenem Backup immer mit viel Arbeit verbunden: Sie mußten
die neue Festplatte einbauen, formatieren, Windows- und
Backup-Software installieren und schließlich das Backup
zurückspielen. Windows 98 bietet endlich eine automatische
Recovery-Funktion. Dazu benötigen Sie drei Dinge:
die
Windows-98-CD-ROM,
eine Windows-98-Startdiskette mit
CD-ROM-Unterstützung (die Sie nachträglich mit
Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Software/Startdiskette/Diskette
erstellen anlegen)
und eine Datensicherung mit dem
Windows-98-Backup auf einem Band zu finden unter
Start/Programme/Zubehör/Systemprogramme/Backup. Fehlt der
Eintrag im Start-Menü, installieren Sie ihn mit
Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Windows Setup/Backup. Nach
einer Komplettsicherung kann bei einem Hardware-Defekt nichts mehr
schiefgehen. Experten empfehlen allerdings zwei Sicherungen, falls
die Sicherung mit einem Band ausfällt. Booten Sie in einem
solchen Fall Ihren Rechner nach dem Einbau der neuen Hardware mit
der Startdiskette, legen Sie die Windows-98-CD-ROM sowie das Band
ein, und wählen Sie beim Star-ten die Option Computer mit
CD-ROM-Unterstützung starten. Wechseln Sie auf Ihr
CD-ROM-Laufwerk in das Verzeichnis \tools\sysrec, und rufen Sie
dort pcrestore auf. So starten Sie den Windows-98-Assistenten zur
System-wiederherstellung, der Sie schrittweise wieder an ein
funktionierendes System heranführt.
Geänderte Icons
Unter Windows 98 können Sie jetzt
auch ohne Plus!-Paket die Windows-Standardsymbole ändern.
Seit
der Einführung von Windows 95 sind die Symbole Arbeitsplatz,
Netzwerkumgebung und Papierkorb fest auf dem Desktop verankert.
Diese konnten Sie durch Installation des Windows-95-Plus!-Pakets
optisch aufpolieren, aber nie frei ändern. Mit Windows 98
geht dies nun. Rufen Sie
Start/Einstellungen/Sy-stemsteuerung/Anzeige/Effekte auf. Über
Symbol ändern können Sie ein Icon in einer beliebigen
Symboldatei ändern, sobald Sie auf Durchsuchen klicken. Haben
Sie Ihre Symbole so stark verändert, daß Sie sich nach
einem Urlaub auf Ihrem eigenen PC nicht mehr auskennen, stellen
Sie das ursprüngliche Symbol mit Standardsymbol wieder her.
Nicht ohne QBasic
Mit dem Quick-Basic-Interpreter erledigen
Sie kleinere Aufgaben unter Windows 98.
Zum Lieferumfang
früherer DOS-Versionen gehörte eine abgespeckte
Quick-Basic-Version in Form des Inter-preters QBasic. Diese
Programmiersprache fehlte bei Windows 95. Unter Windows 98 feiert
sie ihr Comeback. Sie finden die Dateien qbasic.exe und qbasic.
hlp auf der Windows-CD im Ver-zeichnis
\tools\oldmsdos
Um
sie zu installieren, kopieren Sie sie lediglich in das
command-Verzeichnis Ihres Windows 98. Dann können Sie wieder
in Basic programmieren.
Systeminformationen
Die Ergebnisse der integrierten
Systeminformation lassen sich per E-Mail versenden.
Frühere
Windows-Versionen informierten Sie über Ihren PC mit dem
DOS-Programm MSD. Die Ergebnisse dieser Anzeige waren allerdings
nicht immer fehlerfrei. Mittlerweile bietet Windows 98 eine
aktuelle Diagnose unter Start/Programme/Zubehör/System-programme/
Systeminformationen. Nach dem Start gliedern sich die
Informationen in die Kategorien Hard-wareressourcen, Komponenten
und Softwareumgebung. Die komplette Konfiguration speichern Sie
mit [Alt-D]atei/Exportieren als Textdatei oder kopieren sie
fensterweise mit [Alt-B]earbeiten/Kopieren in
die
Zwischenablage. Diese fügen Sie in andere Applikationen ein.
Unter Extras finden Sie weitere Windows-98-Programme, die Sie bei
der Systemdiagnose unterstützen. Ein Blick in dieses
Verzeichnis lohnt sich also.
Icons nur bei Bedarf
Für ein Desktop-Bild in voller
Ansicht schalten Sie die Icons in den Hintergrund.
Damit keine
Icons Ihren Desktop-Hintergrund verdecken, blenden Sie diese aus:
Ein Rechtsklick auf eine freie Stelle des Desktops bringt Sie zum
Eintrag Eigenschaften. Klicken Sie auf das Register Effekte, und
aktivieren Sie die Option Symbole ausblenden, wenn der Desktop als
Web-Seite angezeigt wird. Damit blenden Sie die Desktop-Icons aus,
wenn Sie im Start-Menü Einstellungen/ Active Desktop als
Web-Seite wählen. Derselbe Befehl blendet die Icons wieder
ein. Eine weitere Option stellt Ihnen den Desktop-Inhalt auch dann
zur Verfügung, wenn zahlreiche Fenster die Sicht versperren.
Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Uhr in der
Task-Leiste und wählen Symbolleisten/ Desktop. So blenden Sie
eine neue Symbolleiste in die Task-Leiste ein, bei der Sie eine
senkrechte Linie am linken Ende finden. Klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf diese Linie. Aktivieren Sie die Option Text
anzeigen, womit Sie Titel anzeigen abschalten. Damit die
Symbolleiste in der Task-Leiste nicht stört, schalten Sie die
geöffneten Fenster mit den Tasten [Win-D] aus. Parken Sie den
Mauszeiger dann auf dem senkrechten Strich am linken Ende der
Leiste, halten Sie die linke Maustaste fest, und ziehen Sie die
Leiste an den oberen Bildschirmrand. Dort dockt die Leiste an. Nun
bewegen Sie den Mauszeiger auf den Unterrand der Leiste. Sobald
sich der Zeiger in einen Doppelpfeil wandelt, halten Sie die linke
Maustaste fest. Ziehen Sie die Leiste nach unten, bis sie etwa die
Hälfte des Desktops bedeckt. Klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf den senkrechten Strich am linken Rand der Leiste,
und wählen Sie Immer im Vordergrund und Automatisch im
Hintergrund. Damit zieht sich die Leiste vom Bildschirm zurück.
Sie kommt wieder , wenn Sie den oberen Bildschirmrand anklicken.
Die Größe der Symbole regeln Sie über einen
Rechtsklick auf die senkrechte Linie und Ansicht.
Channel-Leiste ohne Channels
Die Channel-Leiste verschafft
Ihnen auch ohne Internet-Zugang zusätzlichen
Bedienungskomfort.
Windows 98 und das Desktop-Up-grade für
den IE4 legen die Channel-Leiste auf den Desktop. Über diese
Leiste surfen Sie per Klick zu speziellen für den Explorer
optimierten Web-Seiten: den Channels. Wer nicht im Internet surft,
sucht vielleicht einen Tip, diese Channel-Leiste abzuschalten:
Dazu bewegen Sie den Mauszeiger unter dem aktiven Desktop an den
Oberrand der Channel-Leiste, um die Bedienfelder des Fensters
einzublenden. Doch die Channel-Leiste nützt Ihnen auch ohne
Internet-Zugang, weil sie Ordner und Dateien aufbewahren kann.
Dazu ziehen Sie Dateien oder Ordner in die Channel-Leiste, die
diese aufnimmt. Die Symbole ziehen Sie wie die Chan-nels nach oben
oder unten, womit Sie deren Reihenfolge festlegen. Eine
deaktivierte Channel-Leiste blenden Sie mit einigen Mausklicks
wieder ein: Der rechte Mausklick auf den Aktive Desktop öffnet
das Eigenschaften-Fenster. Hier klicken Sie sich zum Register Web
und der Option Internet Explorer-Channel-Leiste durch. Den Active
Desktop erhalten Sie mit einem Rechtsklick auf den Desktop und
Active Desktop-Als Web-Seite anzeigen. Auf dem Desktop bekommen
Sie die Channel-Leiste über das Start-Menü Ausführen
mit:
iexplore -channelband
Verwirrende Eingabeautomatik
Die AutoComplete-Eigenschaft
versucht, bei Ihren ersten Anschlägen Ihre Eingabe zu
vervollständigen, was jedoch manchmal die Arbeit
erschwert.
Windows 98 und das Desktop-Update des IE 4 bringen
als neuen Service AutoComplete. Die Technik bemerken Sie zum
Beispiel im Start-Menü Aus-führen oder in der
Adresse-Leiste des Internet Explorer. AutoComplete vervollständigt
Ihre Eingabe, indem es Ihre Anschläge mit vorigen Eingaben
vergleicht. Bei einer Übereinstimmung fügt Auto-Complete
den Eintrag ein, was Tipparbeit ersparen soll. Oft verwirrt
AutoComplete jedoch: Stimmen die automatisch eingefügten
Zeichen nicht, überschreiben Sie sie. Verbleibende Reste
müssen Sie dann mit der [Entf]-Taste wieder löschen. Ist
Ihnen das zu mühsam, schalten Sie AutoComplete im Start-Menü
Einstellungen/ Systemsteuerung ab. Öffnen Sie dazu das
Internet-Modul, und klicken Sie auf das Register Erweitert. In den
Windows-Einstellungen schalten Sie AutoComplete ab, indem Sie das
Häkchen vor dem Eintrag Automatische Vervollständigung
verwenden entfernen.
Explorer im Miniformat
Die öffnen- und
Speichern-unter-Dialogfenster arbeiten wie der Explorer, dessen
komplexe Funktionalität Sie in den einfachen Dialogen
nutzen.
Ein Rechtsklick auf eine freie Stelle Ihres Desktops
bringt ein Explorer-Kontextmenü hervor, über das Sie zum
Beispiel per Neu/Ordner neue Ordner anlegen können. Über
Symbole anordnen sortieren Sie die Einträge direkt im
Dialogfenster. Besonders wertvoll ist bei überfüllten
Ordnern das Sortierkriterium Nach Datum, womit Sie die neuesten
Dateien zuerst sehen. Aber auch die angezeigten Dateien und Ordner
lassen sich mit der rechten Maustaste anklicken. Dieses
Kontextmenü ist besonders hilfreich, wenn Sie zum Beispiel
auf eine der angezeigten Dateien schneller zugreifen wollen. Dazu
klicken Sie die Datei im Öffnen-Fenster mit der rechten
Maustaste an und wählen Kopieren. Gehen Sie mit der rechten
Maustaste auf eine freie Stelle des Desktops, und wählen Sie
Verknüpfung( en) hier einfügen. Sie öffnen künftig
diese Verknüpfung, um mit dem passenden Programm Ihre Datei
zu laden. Brauchen Sie die Verknüpfung nicht mehr,
verschieben Sie sie auf den Papierkorb, wovon Ihre Datei unberührt
bleibt. Dateien löschen Sie direkt im Öffnen-Fenster mit
einem Rechtsklick auf die Datei und über den Eintrag Löschen.
Wollen Sie die Datei zuvor auf Diskette sichern, klicken Sie sie
im Öffnen-Fenster mit der rechten Maustaste an und wählen
Senden an/3,5-Diskette (A). Die Anzeige der Dateitypen bestimmen
Sie im Explorer unter Ansicht/Optionen/ Dateityp.
Laufwerksübersicht in der Task-Leiste
Müssen Sie
ständig verschiedene Laufwerke ansprechen, dann können
Sie sich den Umweg über den Explorer sparen.
Wenn Ihr PC
über mehrere Laufwerke verfügt, vereinfachen Sie sich
den Zugriff darauf: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die
Uhr in der Task-Leiste, und wählen Sie Symbolleisten/Neue
Symbolleiste. Suchen Sie in der Laufwerkshierarchie den Eintrag
Arbeitsplatz, und bestätigen Sie mit OK. Schon sehen Sie die
Laufwerke und Systemordner, die sonst im Arbeitsplatz-Fenster
residieren, als Symbolleiste in der Task-Leiste. Ein Rechtsklick
auf den senkrechten Strich an ihrem linken Ende zeigt weitere
Optionen: Dort schalten Sie Text anzeigen und Titel anzeigen ab.
Jetzt genügt ein Klick auf das betreffende Laufwerk, um es im
Explorer zu öffnen. Sie können Dateien auch einfach mit
der rechten Maustaste auf eines der Laufwerkssymbole ziehen, um
sie dorthin zu kopieren oder zu verschieben.
Schnellstartleiste maßgeschneidert
In einer eigens
konfigurierten Symbolleiste legen Sie Ihre wichtigsten Programme
und Dateien ab.
Windows 98 und das Desktop-Update des IE 4
bieten eine neue Funktion: Ein Rechtsklick auf die
Task-Leisten-Uhr und danach Symbolleisten-Schnell- start blenden
eine neue Symbolleiste ein, in der Sie Ihre wichtigsten Programme
ablegen. Zu deren Start genügt dann ein Klick in die Leiste.
Anfangs enthält die Leiste Vorgaben, die Sie per Rechtsklick
und Löschen ent-fernen. Neue Programme fügen Sie
folgendermaßen ein: Wählen Sie im Start-Menü
Programme, und klicken Sie sich bis zum gewünschten Programm
durch. Markieren Sie den Programmeintrag mit der rechten
Maustaste, und wählen Sie Kopieren. Danach klicken Sie mit
der rechten Maustaste auf den senkrechten Strich am linken Ende
der Schnellstartleiste und wählen Öffnen. Ein Fenster
öffnet sich. Darin wählen Sie Verknüpfung einfügen
aus Bearbeiten. Damit liegt das neue Programm in der
Schnellstartleiste. Auch Ordner und Dateien bauen Sie auf diese
Weise in die Schnellstartleiste ein.
Jähes Ende
Das schnelle Windows-Ende überblicken
Sie hier letztmalig und umfassend in einer ultimativen
Tabelle.
Über ein kleines Icon auf dem Desktop fahren Sie
Windows nach Ihren Vor-stellungen herunter. Dazu genügt ein
Rechtsklick auf den Desktop und Neu/Neue Verknüpfung.
Anschließend suchen Sie den passenden Befehl aus der Tabelle
"Windows und seine Ende" (unten) heraus und geben ihn
ein. Drücken Sie dann [Enter], und geben Sie dem Icon einen
Namen wie Windows herunterfahren. Über einen Rechtsklick auf
das neue Symbol und dann Eigenschaften/ Anderes Symbol weisen Sie
diesem ein anderes Icon zu. Wenn Sie das Symbol auf den Startknopf
links unten in der Task-Leiste ziehen, steht der Befehl künftig
in Ihrem Start-Menü.
Mit anderen Programmen öffnen
Mit trickreichem
Drag&Drop öffnen Sie eine Datei mit einer anderen
Anwendung, als diese eigentlich verknüpft ist.
Möchten
Sie eine Datei ausnahmsweise in einem anderen als dem üblichen
Programm öffnen? Dann schauen Sie, ob das Programm in Ihrer
Schnellstartleiste zu sehen ist. In diesem Fall genügt es,
die Datei auf das Programmsymbol zu ziehen und darauf
fallenzulassen. Damit haben Sie diese Datei dem entsprechenden
Programm übergeben. Achten Sie dabei darauf, die Datei genau
auf dem Programmsymbol abzuladen. Solange ein senkrechter
Einfügestrich zu sehen ist, liegen Sie daneben, und die Datei
würde in die Schnellstartleiste aufgenommen. Mit [Strg-Z]
machen Sie Mißgeschicke rückgängig. Wollen Sie
allerdings ein Programm in die Schnellstartleiste ziehen, dann
ziehen Sie das Verknüpfungssymbol des Programms vom Desktop
auf diesen Strich.
share.exe in Windows 98
Sie müssen einen Trick
anwenden, wenn ein älteres Programm bei seinem Start nach der
Datei share.exe verlangt.
Windows 98 unterstützt nicht
mehr die MS-DOS-Datei share.exe für den Real-Modus. Einige
ältere Anwendungen wie Word 6.0 suchen beim Start jedoch nach
einer Datei namens share.exe. Kopieren Sie keine share.exe aus
einem älteren Betriebssystem ins
\windows\command-Verzeichnis. Sonst erhalten Sie die
Fehlermeldung
Falsche DOS-Version
Die Lösung: Benennen
Sie eine beliebige kleine Datei in share.exe um, und kopieren Sie
sie ins Verzeichnis
\windows\command
Mit dieser Täuschung
lassen sich ältere Anwendungen zur Mitarbeit überreden.
Verzeichnis der Schriftarten
Verlorene Menüeinträge
im Schriftartenverzeichnis lassen sich reaktivieren.
Das
Schriftartenverzeichnis ist nicht vollständig? Das kann
folgende Gründe haben:
Dem Ordner \windows\fonts fehlt das
Attribut System. Dieses setzen Sie über eine DOS-Befehlszeile
im Verzeichnis \windows. Dort rufen Sie aus dem Menü
Programme die MS-DOS-Eingabeauf-forderung auf. Darin geben Sie
attrib fonts +s
ein. Danach besitzt der Ordner Fonts wieder das
Systemattribut.
Die Datei desktop.ini im Schriftenverzeichnis
C:\windows\fonts ist fehlerhaft. So installieren Sie sie neu: Die
Datei finden Sie in der Windows-Install-CD in der cab-Datei
win98_43.cab. Wenn Ih-nen das Extrahieren zu aufwendig ist,
schreiben Sie sie selbst, indem Sie in Start/Programme/Zubehör
den Editor notepad oder einen anderen Texteditor starten und die
Zeilen
[.ShellClassInfo]
UICLSID={BD84B380-8CA2-1069AB1D-08000948F534}
einfügen.
Speichern Sie die Datei im Textformat unter desktop.ini im
Verzeichnis \windows\fonts.
Die Datei fontext.dll ist nicht
vorhanden oder nicht lesbar. Installieren Sie sie mit extract.exe
von der Installations-CD aus der cab-Datei win98_31.cab ins
Verzeichnis \windows\system. Damit greifen Sie wieder auf das
Verzeichnis der Schriftarten zu.
17 Windows 98: Wechselplatte
anmelden
Wenn die Wechselplatte unter Windows 98 nicht richtig
funktioniert, hilft ein kleiner Eintrag.
Sie haben eine
Wechselplatte in den PC eingebaut, die sich nicht ansprechen
lässt. Ein kleiner Eintrag in der system.ini hilft. Laden Sie
die system.ini per Doppelklick in einen Editor. Wechseln
Sie
zum Abschnitt [386Enh]. Tragen Sie darin
RemovableIDE=true
ein,
und speichern Sie die ini-Datei. Sie können auf diesen
Eintrag verzichten, wenn das Wechselmedium an einem SCSI-Adapter
hängt.
Computer im Dauerschlaf
So korrigieren Sie ein falsches
Advanced Power Management (APM).
Haben Sie Ihren Computer in
den Standby-Modus wechseln lassen, und er wacht nicht mehr auf?
Ursache ist ein falsch eingestellter Modus von APM 1.2. Windows 98
installiert das neue, verbesserte APM 1.2 und ersetzt damit die
nicht so leistungsfähige Version 1.0. APM 1.2 braucht
Hardware-Unterstützung. Bleibt Ihr PC inaktiv, unterstützt
dessen Hardware nur APM 1.0. Fragen Sie in diesem Fall Ihren
Hardware-Hersteller nach Updates für die Komponenten
System-BIOS, Festplatte/Controller und den Bildschirm.
Unter
Windows 98 lässt sich die Nutzung der Version 1.0 erzwingen.
Wechseln Sie in die Systemsteuerung, und rufen Sie darin System
auf. Wechseln Sie in die Registerkarte Geräte-Manager. Unter
den aufgelisteten Geräten finden Sie die Systemkomponenten.
Öffnen Sie diese per Doppelklick. Suchen Sie in der Liste
nach dem Eintrag Unterstützung für Advanced Power
Management. Markieren Sie den Eintrag und klicken Sie auf die
Schaltfläche Einstellungen. Wählen Sie die Registerkarte
Einstellungen, und markieren Sie das Kontroll-kästchen APM
1.0-Modus erzwingen. Bestätigen Sie die Einstellung zweimal
mit OK, und starten Sie den Computer neu. Diese Versionsänderung
ist auch bei vielen älteren Notebooks sinnvoll.
Rechner schläft
Was tun, wenn der PC nicht mehr aus
dem Stromsparschlaf erwacht?
Unter Windows 95 hat das
Powermanagement noch einwandfrei funktioniert. Doch seit der
Installation von Windows 98 verharrt der Rechner im
Stromsparmodus. Tritt bei Ihnen dieses Symptom auf, unterstützt
Ihr PC nur APM 1.0 (Advanced Power Management)? Windows 98
installiert aber automatisch die Version 1.2 von APM. Abhilfe:
Bewegen Sie Windows 98 dazu, sich mit der Version 1.0 zu begnügen.
Im Geräte-Manager finden Sie unter den Systemkomponenten den
Eintrag Unterstützung für Advanced Power Management.
Wählen Sie in den Eigenschaften die Registerkarte
Einstellungen, und aktivieren Sie die Option APM 1.0-Modus. Dann
klappt's mit dem Powermanagement. MJ
DirectX 6.0 nicht installiert
Eine Windows-95-Version von
DirectX 6.0 lässt sich nicht auf einem Windows-98-Computer
installieren. Mit einer Datei aus dem Internet funktioniert
es.
Bei der Installation von Microsoft Di-rectX 6.0 erhalten
Sie die Meldung:
Um DirectX unter Windows 98 zu installieren,
laden Sie DirectX 6 von der Windows-Update-Website herunter.
Dazu
laden Sie die Datei dx6core.exe von der Microsoft-Website
www.microsoft.com/directx/homeuser/downloads/default.asp
herunter und führen sie aus. Sie können auch DirectX
7.0 (auf der gleichen Site) wählen. Die Datei dx6core.exe
enthält die Kerndateien für DirectX 6.0 und 7.0. Sie
brauchen keine zusätzlichen Treiber.
MS Fax einrichten
So aktivieren Sie die bei Windows 98
versteckte Faxfunktion.
MS Fax ist bei Windows 98 etwas
versteckt. Starten Sie die Datei wms.exe von der Windows-98-CD
unter Tools\Old-Win95. Danach installiert die Datei die Anwendung
awfax.exe. Ist die Installation beendet, wechseln Sie in die
Systemsteuerung und klicken auf MAIL. Hier fragt die Software,
welche Dienste Sie verwenden wollen. Wählen Sie nur den
Fax-Dienst, da Windows 98 einen E-Mail-Dienst bereits besitzt. Ist
die Installation beendet, finden Sie im Kontextmenü des
Explorer bei Senden an den Eintrag FAX-Empfänger.
Alte Schätze
Manche Windows-3.x-Programme verweigern
die Zusammenarbeit mit Windows 98. So ändern Sie das!
Mit
dem kleinen Hilfsprogramm mk-compat.exe können Sie unter
Windows 98 mit älteren Windows-3.1-Programmen Kompatibilität
herstellen. Sie finden das undokumentierte Programm im Ordner
\Windows\System. Meldet Windows 98, dass ein Programm Windows 3.1
oder höher benötigt, so besteht eine Inkompatibilität.
Das Programm wird nicht laufen. Mit mkcompat.exe (vergleichbar mit
setver unter MS-DOS) gaukeln Sie Windows 98 eine höhere
Versionsnummer vor. Sie starten mkcompat.exe über
Start/Ausführen. Sie können es auch per Doppelklick aus
dem Explorer aufrufen. Wählen Sie über das Datei-Menü
das Programm aus, das sich nicht starten lässt, oder das
Setup-Programm des Programms, das Sie nicht installieren können.
Im Fenster Kompatibilität herstellen finden Sie den Namen der
Datei wieder, die Sie übernommen haben. Markieren Sie eine
oder mehrere Kontrollkästchen in der Liste. Bezieht sich die
Fehlermeldung auf die Windows-Version, markieren Sie Falsche
Windows-Version angeben. Danach speichern Sie die Einstellungen
über das Datei-Menü. Beachten Sie: Da Windows 98 die
kompatibel gemachte Anwendung nach eigenem Standard behandelt,
müssen Sie im schlimmsten Fall weitere Störungen in Kauf
nehmen.
Drucker löschen
Wer mehr als nur das Sinnbild des
Druckers löschen will, muß Ordner
beseitigen.
Druckerobjekte von OS/2 Warp lassen sich
bekanntlich durch Anklicken eines Druckersymbols auf der
Arbeitsoberfläche löschen: Sie drücken die rechte
Maustaste und wählen aus dem Kontextmenü
[L]öschen
Doch
meist ist dann nur das Sinnbild verschwunden. Der Druckertreiber
selbst läßt sich aber in der Druckereinrichtung
einzelner OS/2-Programme noch auswählen. Um ihn endgültig
zu löschen, suchen Sie im DLL-Verzeichnis von
OS/2
c:\os2\dll
nach einem Unterverzeichnis mit einem Namen,
der an den Druckertreiber oder -hersteller erinnert: etwa "HP"
für HP-Laserdrucker oder "IBMXXXX" für
IBM-Drucker. In diesem Verzeichnis finden Sie die zugehörigen
Treiberdateien. Löschen Sie das Verzeichnis, so ist der
entsprechende Drucker nach dem nächsten Reboot nicht mehr
vorhanden. Manuel Marsch/et
Netzwerkressourcen erhöhen
So gehen Sie vor, wenn sich
Ihre Netzwerkanwendung über zu wenig Ressourcen beklagt.
Die
schier unglaubliche Fehlermeldung einer Netzwerkanwendung
Zu
wenig Netzwerkressourcen verfügbar
läßt sich
ändern. Zunächst rufen Sie den
Multi-Protocol-Transport-Service im OS/2-Fenster auf:
MPTS
Dort
klicken Sie auf "Konfigurieren" und wählen "LAN
Adapter und Protokolle". So spüren Sie den installierten
Netzwerk-Kartentreiber mit dessen Protokollen auf.
Über
die Schaltfläche [Editieren] können Sie zusätzliche
Optionen einstellen. Beim unter OS/2 häufig verwendeten
NetBIOS-Protokoll sind für Netzwerkressourcen drei Parameter
relevant:
Maximale Sessions:
Maximale Kommandos:
Maximale
Namen:
Beim IEEE-802.2-Protokoll (vornehmlich für
HOST-Sessions) heißen sie:
Maximale Link
Stationen:
Maximale SAPs
Maximale Nummer von
Benutzern
Wollen Sie sich vergewissern, inwieweit Sie die
Parameter verändern dürfen, klicken Sie auf den
MPTS-Bereich. In einem Fenster werden dann der Mini- und
Maximalwert angezeigt. Wenn Sie die Parameter des Protokolls
erhöhen, versorgen Sie Ihre Applikation nach dem nächsten
Booten mit genügend Ressourcen.
Manuel Marsch/et
Start im Hintergrund
Um ein Fenster für weitere Befehle
offen zu halten, brauchen Sie das Start-Kommando.
Wollen Sie
ein OS/2-Programm aus einem Fenster heraus starten, so daß
es für weitere Befehle offensteht, reicht die Eingabe des
Programmnamens nicht aus. Erforderlich ist das
Start-Kommando:
start epm
Der Start-Befehl bietet zudem den
Parameter "/B", (Background), mit dem Sie ein Programm
laden und starten. Es ist dann nicht im Vordergrund sichtbar. So
eignet sich dieser Aufruf gerade für kleinerere
Hilfsprogramme, deren Symbole sonst nach dem Start verkleinert
würden. Wie alle anderen OS/2-Kommandos läßt sich
der Start-Befehl mit
start programmname /b
auch in jedes
REXX-Script integrieren.
Manuel Marsch/et
Sicherer Systemabbruch
Kommt es unter OS/2 zum Stillstand
des Systems, bewahrt Sie ein bedachter Ausstieg vor
Datenverlusten.
Obwohl OS/2 ein sehr sicheres System ist, enden
bestimmte Programme nicht ordnungsgemäß oder bleiben
einfach "hängen". Abhilfe schaffen Sie, indem Sie
diese Programme in der Fensterliste via [Strg-Esc] suchen, mit der
rechten Maustaste das Pop-up-Menü öffnen und [Schließen]
wählen.
Bisweilen verweigert das System sogar den
Systemabschluß: Es schließt vielleicht noch ein paar
Fenster, fährt den Rechner dann aber nicht "herunter".
In diesem Fall dürfen Sie den PC nicht einfach ausschalten -
leiten Sie mit [Strg-Alt-Entf] einen Not-Neustart ein. Dabei führt
OS/2 immer einen korrekten Mini-Systemabschluß aus, so daß
es beim anschließenden Reboot nicht zu Dateiverlusten
kommt.
Manuel Marsch/et
Schnelle Win-Session
So verbessern Sie die Ladezeit für
eine Windows-OS/2-Sitzung unter Warp 4.0.
Der Start eines
Windows-Programms in einer Win-OS/2-Session unter OS/2 Warp dauert
recht lange: Das System muß erst ein komplettes Win-OS/2 in
einer VDM (Virtual DOS Machine) starten. Sie beschleunigen das
Verfahren, indem Sie sich in
die
/Systemkonfiguration/Win-OS/2-Konfiguration
einschalten.
Dort aktivieren Sie die Schnellstart-Option. Damit startet das
System automatisch eine Win-OS/2-Sitzung im Hintergrund, die ab
dann zur Verfügung steht.
Manuel Marsch/et
Netzwerk-Statistiken
Zwei Befehle lassen Sie Arbeit und
Zustand des Netzwerks beobachten.
Mehr Informationen über
die Netzwerkdienste eines Warp-4.0-Client erhalten Sie mit dem
Befehl
net statistics peer
oder mit
net statistics
req
Damit stellt OS/2 Ihnen mehrere Statistiken mit wichtigen
Infos wie Lese- und Schreibdaten, Sitzungen oder Systemfehlern zur
Verfügung.
Manuel Marsch/et
System mit Nachbrenner
Schon eine zweite Festplatte kann bei
schwachem Arbeitsspeicher den Rechner beschleunigen.
Sie
möchten, daß Ihr System mit zwei Festplatten, aber
wenig RAM schneller wird? Kein Problem: Sie legen die
Auslagerungsdatei "swapper.dat" auf eine andere
physikalische Platte, auf der OS/2 nicht arbeitet. Suchen Sie dazu
in der "config.sys" nach der Zeile
swappath
c:\os2\system\ 2048 2048
Das hier angegebene Verzeichnis ist
standardmäßig eingetragen. Verlegen Sie es auf ein
anderes Laufwerk mit entsprechendem Pfadeintrag. Die beiden
folgenden Zahlen geben den Minimalplatz, der auf diesem Laufwerk
noch freizuhalten ist, und die anfängliche Größe
der "swapper.dat" an.
Manuel Marsch/et
Sichere Windows-Sitzung
Mit dem Eintrag "getrennte
Sitzung" erhöhen Sie die Sicherheit von
Windows-Programmen unter OS/2.
Die Sicherheit vor einem
Systemabsturz mit Windows-Programmen erhöhen Sie unter Warp
mit einem einfachen Eintrag: Klicken
Sie
System/Systemkonfiguration/Win-OS/2
an, und aktivieren
Sie dort die Option "Getrennte Sitzung". Damit führen
Sie Windows-Programme jeweils immer in einer separaten
Win-OS/2-Session aus und nicht - wie standardmäßig - in
ein und derselben.
Manuel Marsch/et
Netzverkehr
Je moderner die Systeme sind, um so leichter
kommunizieren sie mit Produkten des Mitbewerbers.
Früher
war es unter OS/2 kaum machbar, mittels Netzwerk-Requester und
entsprechender Peer-Services ein Peer-to-Peer-Netzwerk ohne Server
aufzubauen. Doch die neueste Version OS/2 Warp 4.0 zeigt sich
gegenüber Windows-95-Clients erstaunlich kommunikativ.
Dazu
muß sich der Windows-Client in der gleichen Arbeitsgruppe
befinden, die die Netzwerkeinstellungen des OS/2-Client
definieren. Beide Systeme besitzen zudem Workgroup-Dienste:
-
OS/2 die Peer Services,
- Windows 95 Datei- und
Druckerfreigabedienste.
Sodann nutzen die Systeme gegenseitig
ihre Ressourcen. Es sieht gleichsam so aus, als würde es sich
um vollwertige Clients mit dem gleichen Betriebssystem handeln. So
finden sich Rechner und Freigabenamen des Windows-95-Client
unter
Verbindungen/Netzwerk/
LAN REQUESTER
Ressourcen-Browser
des OS/2-Rechners. Auch der
Windows-95-Client kann nach dem OS/2-Client mit
START/[S]uchen...
/ Computer
fahnden und dessen Ressourcen schließlich
nutzen. Kurios ist hierbei, daß beide Clients nicht über
ein 100prozentig gleiches Protokoll verfügen müssen. So
war im vorliegenden Fall auf dem Windows-95-Client nur das
NETBEUI-Protokoll und auf dem OS/2-Warp-4.0-Client NETBIOS.
Trotzdem klappte der Zugriff.
Manuel Marsch/et
Nachrichtendienste
Dem Austausch von Nachrichten zwischen
Windows 95 und OS/2 WARP 4.0 steht nichts im Weg.
Haben Sie
unter Windows 95 die Netzwerkunterstützung durch den
Microsoft Netzwerk-Client und durch die "Freigabe für
Dateien und Ordner" installiert und "WinPopup" aus
dem System-Verzeichnis geladen, können Sie auch Nachrichten
von einem OS/2-Warp-4.0-Client empfangen und senden.
Dieser muß
ebenfalls eine Netzwerkkarte besitzen. Die OS/2 Peer-Services und
der Netzwerk-Nachrichtendienst müssen gestartet sein. Damit
steht dem Austausch von Nachrichten nichts mehr im Wege.
Auch
hierbei müssen beide Clients nicht über ein 100prozentig
gleiches Protokoll verfügen.
Manuel Marsch/et
Lange Dateinamen von OS/2 übernehmen
Mit einem Trick
nutzen Sie auch auf einem NetWare-Server die langen
Dateinamen.
Der OS/2-Server kommt mit langen Dateinamen gut
zurecht. Nicht so NetWare, weil es standardmäßig nur
die übliche "8.3"-Konvention (acht Zeichen für
den Namen plus drei für die Endung) unterstützt. Ab
Version 3.0 ist NetWare indes auf längere Dateinamen für
OS/2-HPFS vorbereitet.
Sollen den OS/2-Clients die langen
Bezeichnungen auch auf dem Server zur Verfügung stehen, laden
Sie das NetWare-Modul für diese Unterstützung. Dazu
nimmt der Administrator einige Handgriffe vor:
Sie ergänzen
die "autoexec.cfg" im Systemverzeichnis um die
Befehle:
load os2
add name space os2 to volume
<Vol_Name>
Diesen Befehl geben Sie für jedes Volume
(dessen Name mit <Vol_Name> angegeben ist) ein, das lange
Dateinamen unterstützen soll. Als nächstes ergänzen
Sie noch "startup.ncf" im gleichen Verzeichnis um den
Befehl:
load os2
Nach dem Neustart des Servers befördert
Sie der Exit-Befehl auf die DOS-Partition. In diesem Verzeichnis
sollten Sie die Dateien "server.exe" und "os2.nam"
finden. Falls nicht, kopieren Sie sie von den Originaldisketten
dorthin. Wenn Sie nun den Server neu starten, können Sie die
langen Dateinamen nutzen.
Dieses Verfahren verwenden Sie auch
unter Windows 95. MS-DOS kann von den langen Namen allerdings nur
die ersten acht Zeichen lesen.
Andreas Ritter/et
Drucken in der DOS-Box
So setzen Sie die Druck-Taste
effektiv ein.
Möchten Sie innerhalb einer DOS-Box den
aktuellen Bildschirminhalt ausdrucken, hilft die Druck-Taste
allein nicht weiter. Sie bewirkt lediglich, daß das
DOS-Fenster als Bitmap in der Zwischenablage abgelegt wird. Erst
die Kombination [Umschalt-Druck] bringt den gewünschten
Ausdruck auf das Papier.
Manuel Diekmeyer/et
Zusammenarbeit mit Windows 95
Windows 95 verträgt sich
mit Windows 3.11, selbst wenn Sie 3.11 nachträglich
installieren wollen.
Um auf Ihren Windows-95-Rechner zusätzlich
3.11 aufzuspielen, schalten Sie zuerst während des Bootens
mit der F8-Taste zur MS-DOS-Eingabeaufforderung. Hier geben Sie
für Windows auf CD-ROM das Laufwerk ein:
e:\setup
oder
bei Diskettenversionen:
a:\setup
Bestätigen Sie Ihre
Eingabe, sobald sich die Installationsdiskette von Windows 3.11 im
Laufwerk befindet. Nun lassen Sie dem Installationslauf freie
Bahn, bis das System Sie auffordert, ein Verzeichnis für Ihre
Installation anzugeben. Wählen Sie etwa:
windows.311
Auf
keinen Fall dürfen Sie Windows 3.11 in das Verzeichnis von
Windows 95 installieren. Nach einiger Zeit bietet das System Ihnen
an, den neuen Pfad in die "config.sys" schreiben zu
lassen. Darauf können Sie verzichten, weil Windows 3.11 dies
später noch selbst macht.
Nach Abschluß der
Installation arbeitet Windows 95 nicht mehr. Das macht aber
nichts: Installieren Sie es einfach neu "darüber"
(Standard).
Sascha Merschel/et
Systembeschränkungen
Mit Einträgen in der
"progman.ini" vergeben Sie unterschiedliche
Zugangsberechtigungen.
Durch Einträge in der "progman.ini"
schränken Sie den Funktionsumfang des Programm-Managers ein.
Dazu bearbeiten Sie die Einträge unter dem Abschnitt
[RESTRICTIONS]. Sofern er noch fehlt, legen Sie ihn an. Unter dem
Eintrag
EditLevel=X
sperren Sie die Funktionen im
Programm-Manager (Tabelle):
Mit dem
Eintrag
NoFileMenu=X
entfernen Sie mit dem Wert 1 das
Datei-Menü aus dem Programm-Manager. Damit sind alle Befehle
in diesem Menü nicht mehr zugänglich. Die Einstellung 0
aktiviert das Menü wieder.
Der Eintrag
NoRun=X
bedeutet:
Einstellung 1 verhindert im Datei-Menü den Befehl
"Ausführen". Die Einstellung 0 aktiviert den Befehl
wieder.
Der Eintrag
NoSaveSettings=X
deaktiviert mit der
Einstellung 1 im Optionen-Menü den Befehl
Einstellungen
beim Beenden speichern
Die Einstellung 0 aktiviert den Befehl
wieder.
Zuletzt schalten Sie mit dem Wert 1
NoClose=X
im
Datei-Menü den Befehl
Windows beenden
ab. Die
Einstellung 0 aktiviert ihn wieder. Selbst die Tastenkombination
[Alt-F4] bleibt bei der Einstellung 1 wirkungslos.
Clemens
Fuchslocher/et
Bildschirmschoner aufgepeppt
Bringen Sie mit einem einfachen
Editor Abwechslung in den grauen Windows-Alltag.
Flying Windows
ist ein beliebter Screensaver unter Windows 3.1. Doch mit der Zeit
brauchen Sie Abwechslung: Lassen Sie statt Fenstern andere Symbole
fliegen. Öffnen Sie die Datei "ssflywin.scr" aus
dem Windows-Verzeichnis in Windows Write, ohne sie umzuwandeln.
Suchen Sie das Wort DISPLAY, und überschreiben Sie das
Zeichen "U" mit dem gewünschten Buchstaben. Da
Flying Windows die Schrift Wingdings verwendet, ergibt "M"
etwa eine Bombe und "N" einen Totenkopf.
Matthias
Rabl/pei
Benutzerdaten ändern
In einer INI-Datei korrigieren Sie
falsche Einträge im Handumdrehen.
Haben Sie bei der
Installation von Windows Ihren Namen falsch geschrieben, oder hat
Ihre Firma den Namen gewechselt? Kein Problem: Suchen Sie im
Windows-Verzeichnis die Datei "serialno.ini", und ändern
Sie darin die Einträge nach Ihren Vorgaben.
AndrI
Moritz/et
Kein Druck
Wenn die Einstellungen für "Drucker
verbinden" gesperrt sind, kann ein leerer Eintrag schuld
sein.
Sind im Dialog "Verbinden" bei der Definition
der Druckerschnittstelle in der Systemsteuerung einige Felder
gesperrt, kann dies an einem Fehler in der "win.ini"
liegen. Er tritt auf, wenn Sie Objekte in Kleinbuchstaben
eingetragen haben, wie im folgenden Beispiel
LPT1:
[ports]
lpt1:=
LPT2:=
Merke: Der Versuch, die
Schnittstelle in Großbuchstaben anzusprechen, hat schon
manchen Drucker zur Zusammenarbeit überreden können.
Ulrich
Borgdorf/et
Fehlerhafte Netzwerkfunktionen
Eine Fehlermeldung läßt
sich mit einem einfachen Eintrag in der Config-Datei beheben.
Die
Fehlermeldung beim Start von Microsoft Windows für
Workgroups, daß die Netzwerkkarte defekt sei, kann eine
einfache Ursache haben. Denn es muß nicht immer gleich ein
Netzwerkproblem vorliegen.
Es könnte sein, daß Sie
vergessen haben, den Treiber "iphelp.sys" in der
"config.sys" einzubinden. Das läßt sich
jedoch leicht mit einem der beiden folgenden Einträge
nachholen:
device=c:\windows\iphelp.sys
devicehigh=c:\windows\iphelp.sys
Dieser
Eintrag spielt nämlich massiv in die Netzwerkkartenverwaltung
hinein, weshalb es zu zuvor erwähnter Fehlermeldung kommen
kann.
Manuel Marsch/et
Interrupt 28hex
Schalten Sie den Standardschutz für Int
28hex ab.
Windows 3.1 schützt standardmäßig die
Interrupt-28hex-Leitung. Dies ist jedoch nur für vernetzte
Computer erforderlich. Ist Ihr Computer nicht an ein Netzwerk
angeschlossen, können Sie diese Einrichtung abstellen, um so
die Task-Switching-Leistung zu verbessern. Fügen Sie dazu
folgende Zeile zum [386enh]-Abschnitt Ihrer "system.ini"
hinzu:
INT28Critical=off
AndrI Moritz/et
Gut informiert
Welche Version von MS-DOS gerade auf Ihrem PC
arbeitet, verraten Befehle, die Sie in Stapeldateien
verwenden.
Haben Sie auf Ihrem Rechner MS-DOS 7.1/Windows 95 so
installiert, daß Ihr bisheriges Gespann DOS/Windows 3.1x
weiterhin zur Verfügung steht? Dann können Sie wahlweise
mit einem der Systeme arbeiten.
In diesem Fall kann es
notwendig werden, vor der Ausführung eines bestimmten Befehls
festzustellen, welches der vorhandenen Systeme gerade aktiv ist.
MS-DOS löst diese Aufgabe mit eigenen, einfachen Mitteln.
-
Variante 1: Es verwendet eine Umgebungsvariable. Schreiben Sie für
diesen Fall in jede, auf das jeweilige DOS zugeschnittene
autoexec.bat die zusätzliche Zeile
SET VERSION=###
Damit
legen Sie die Umgebungsvariable VERSION mit dem Inhalt ### an. Für
die Zeichenkette ### wählen Sie dabei einen eindeutigen
Namen, der die jeweilige DOS-Version kennzeichnet, zum Beispiel
622 für MS-DOS 6.22 und W95 für MS-DOS 7.1/Windows 95.
Durch die folgende, etwa in einer Stapeldatei enthaltene Zeile
IF
%VERSION%==### befehl
wird die Ausführung von befehl auf
den Fall beschränkt, daß das gewünschte DOS auch
tatsächlich aktiv ist. Für ### ist wieder der das
jeweilige DOS kennzeichnende Name zu verwenden, wobei Sie
sorgfältig auf Klein- und Großschreibung achten
müssen.
- Variante 2: DOS verwendet eine Hilfsdatei. In
diesem Fall schreiben Sie in jede, auf das jeweilige DOS
zugeschnittene autoexec.bat die vier folgenden zusätzlichen
Zeilen:
if exist c:\version.*
A attrib c:\version.* -r
if
exist c:\version.* A del c:\version.*
ver
>c:\version.###
attrib c:\version.### +r
Damit legen Sie
im Stammverzeichnis des Laufwerks C eine das aktive DOS
kennzeichnende Identifikationsdatei version.### ab. Wenn Sie auf
den Löschschutz durch das Attribut read only keinen Wert
legen, lassen Sie die erste und die vierte Zeile einfach weg. Für
die Zeichenkette ### wählen Sie wie bei Variante 1 einen
eindeutigen, das jeweilige DOS kennzeichnenden Namen.
Nun
können Sie zum Beispiel in einer Stapeldatei, bevor Sie die
Anweisung befehl ausführen, mit der folgenden Zeile
überprüfen, ob das gewünschte DOS tatsächlich
aktiv ist:
if exist c:\version.### befehl
Variante 2 hat
gegenüber Variante 1 folgende Vorteile:
- Zum einen müssen
Sie bei der Zeichenkette ### nicht auf Groß- und
Kleinschreibung achten,
- und zum anderen legen Sie eine
Identifikationsdatei, version.###, bei Bedarf auch auf Disketten
ab und fragen sie dort ab.
Prof. Dr. O. Becker/et
Anfangsverzeichnis ändern
Den Startpunkt der DOS-Box
bestimmen Sie in einer PIF-Datei.
Wenn es Sie stört, daß
die DOS-Box beim Aufruf der Eingabeaufforderung immer mit dem
aktiven Windows-Verzeichnis aufmacht, dann ändern Sie dies:
Rufen Sie den PIF-Editor auf, und laden Sie die Datei
dosprmpt.pif. Dort können Sie im Feld Anfangsverzeichnis
beispielsweise das Hauptverzeichnis C:\ eintragen.
AndrI
Moritz/et
Icon-Einstellungen
Wer seine Bildschirmfenster verschönern
will, gibt den Sinnbildern eine eigene Schrift und Form.
Langweilt
Sie das standardmäßige Aussehen von Windows, so bessern
Sie die Icons mit veränderten Beschriftungen auf. Wollen Sie
die Schrift vergrößern, so fügen Sie die
Zeile
IconTitleSize=Schriftgröße
unter der Rubrik
[Desktop] in win.ini ein. Anstelle der Schriftgröße
geben Sie einfach einen Zahlenwert an. Mit einer weiteren Zeile
können Sie sogar eine andere Schriftart
festlegen:
IconTitleFaceName=Schriftart
AndrI Moritz/et
Zweitsystem neben Win 95
Manche Software beharrt auf Windows
für Workgroups. Dann müssen Sie Ihr Windows 95 damit
bereichern.
Wie Sie Windows 95 so installieren, daß DOS
6.x und Windows 3.11 weiterhin zur Verfügung stehen, ist
hinlänglich bekannt. Doch was ist zu tun, wenn Sie Windows 95
installiert haben und Software nutzen wollen, die Windows für
Workgroups 3.11 verlangt? Solche Fälle treten zum Beispiel
bei manchen CD-Brennern auf.
Hier hilft ein einfacher Trick:
Booten Sie - bei installiertem Windows 95 - einfach mit DOS 7.x.
Dazu betätigen Sie bei der Meldung
Windows 95 wird
gestartet ...
die [F8]-Taste, womit Sie das Start-Menü
aufrufen. Hier wählen Sie:
Nur Eingabeaufforderung
Dann
installieren Sie Windows 3.11: Dafür legen Sie ein neues
Verzeichnis an, etwa WIN311. Beim nächsten Booten startet
dann Windows 95 wie gewöhnlich, das die konkurrierende
Windows-Installation gar nicht mitbekommen hat.
Wollen Sie
jetzt das "alte" Windows 3.11 starten, so schalten Sie
dazu nach der zuvor genannten Methode in die Eingabeaufforderung
aus dem Start-Menü. Wechseln Sie zunächst in das
Verzeichnis
cd \win311
win
und rufen Sie dort win.com
auf:
Um allerdings mit Applikationen unter Windows 3.11
arbeiten zu können, müssen Sie diese - aufgrund der
unterschiedlichen Windows-Systemverzeichnisse - erneut
installieren.
Manuel Marsch /et
Undokumentierter Parameter
Ein undokumentierter Schalter im
Ver-Befehl verweist auf Speicherbereiche.
Rufen Sie den
Ver-Befehl mit dem geheimen Schalter "/R" auf, gibt er
Auskunft darüber, ob sich DOS im oberen oder unteren
Speicherbereich befindet.
Manuel Diekmeyer/et
Schneller booten
Wenn Sie den Rechner erst bei Faxempfang
hochstarten, soll er schnell empfangsbereit sein.
Um den
Startvorgang unter MS-DOS zu beschleunigen, gehen Sie
folgendermaßen vor: Zuerst fügen Sie in der Datei
"config.sys" die Zeile
switches /f /n
ein. Der
Schalter "/f" erspart Ihnen die 2-Sekunden-Zwangspause
beim Starten, der Schalter "/n" verhindert die
Meldung
Umgehen der Startdateien mit F8 oder F3
Florian F.
(via T-online)/et
DIR-Befehl gibt Geheimnisse preis
Listen Sie durch ein
geheimes Kommando auch versteckte Dateien auf.
DIR ist einer
der wichtigsten internen Befehle unter DOS: Er listet den
Verzeichnisinhalt auf. Leider zeigt er, ohne Zusatz eingegeben,
nur Dateien ohne die Attribute "Versteckt" bzw. "System"
an. Erst wenn Sie DIR mit einem anschließenden Komma
eingeben, werden auch alle versteckten und Systemdateien
angezeigt.
Matthias Rabl/pei
Auf dem rechten Pfad
Lernen Sie die Geheimnisse des
Suchpfads kennen, damit Sie wissen, wann welches Programm an die
Arbeit geht.
Wer mit den Geheimnissen des DOS-Suchpfades
vertraut ist, kennt das Problem: Eine Batchdatei blockiert eine
gleichnamige EXE- oder COM-Datei, wenn sie sich in einem
Verzeichnis befindet, das im Suchpfad vor der EXE- oder COM-Datei
steht. Die Ursache: MS-DOS durchsucht die Pfadverzeichnisse in
absteigender Reihenfolge und führt beim ersten
übereinstimmenden Programmnamen aus.
Andererseits kann
eine Stapeldatei nie zum Zuge kommen, wenn eine gleichnamige COM-
oder EXE-Datei im selben Verzeichnis steht. Dies hängt mit
der Hierarchie zusammen, in der das System Dateien ausführt:
COM, EXE, BAT.
Solche Konflikte entdecken Sie mit dem
Batchprogramm "listpath.bat" (Listing in Databox 5/97).
Es listet alle im Pfad vorhandenen ausführbaren Dateien mit
Hilfe des DOS-Editors auf. Gleichzeitig können Sie auch
schnell eventuell vorhandene Dubletten oder längst gelöschte
Pfadeinträge erkennen.
Gerhard Frey/et
Suche im Stapel
Eine Stapeldatei sucht Dateien auf mehreren
Laufwerken.
Bei den meisten Rechnern, die derzeit über den
Ladentisch gehen, können Sie maximal vier Festplatten
anschließen. Allgemein ist der Trend zur zweiten Harddisk zu
beobachten.
Während Sie bisher mit der Syntax
dir
c:\datei.dat /s /p
auf der Festplatte eine Datei "datei.dat"
suchen konnten, müssen Sie bei Rechnern mit mehreren
Festplatte den dir-Befehl pro Laufwerk einmal eingeben. Es geht
aber auch anders, wie die Stapeldatei "suchedat.bat"
(Listing in Databox 5/97) beweist.
Ulrich Borgdorf/et
Programm im Stapel
Ein Spiel mit einer Stapeldatei zu
programmieren, erfordert nur genügend Speicherplatz im
Umgebungsbereich.
"21.bat" (Listing in Databox 6/97)
setzt das allseits bekannte Glücksspiel 17+4 ("21")
auf den Computer um und demonstriert, daß Sie nicht immer
eine Programmiersprache wie "C", vielleicht noch mit
zwei nachfolgenden Additionszeichen, brauchen, um ein Problem zu
lösen.
Die Stapeldatei "21.bat" verwendet einen
primitiven, aber recht wirkungsvollen Algorithmus, um Ihnen das
virtuelle Geld aus der Tasche zu ziehen. Um die Additionen vom
Betriebssystem durchführen zu lassen, ruft es die Hilfsdatei
"add.bat" auf.
Hannes Fassold/et
Mit PKZIP säubern
Eine Stapelverarbeitung hilft, die
Platte aufzuräumen.
Die Batchdatei "clear.bat"
(Listing in Databox 8/97) führt zusammen mit dem Packer PKZIP
eine Säuberungsaktion auf der Festplatte durch. Hierbei
löschen Sie alle Dateien mit den Erweiterungen, die Sie in
"clear.dat" (Listing in Databox 8/97)) angeben. Dazu
starten Sie PKZIP mit den Schaltern
-m -rp -e0
Der Schalter
"e0" packt die Dateien nicht, sondern verschiebt sie ins
Archiv. "rp" durchsucht nicht nur das aktuelle
Verzeichnis, sondern das gesamte Laufwerk. "m"
verschiebt die Dateien in das Archiv, wo Sie sie löschen. Der
Del-Befehl entfernt das Archiv "todelete.zip" und zudem
das Temp-Verzeichnis, das Sie beliebig ersetzen können.
Dominik
Appl/et
Ordnung mit gepackten Dateien
Eine Stapelverarbeitung
entpackt mit System.
Mit den gepackten Dateien ist es ein
Greuel: Nachdem Sie sich aus diversen Netzen Utilities oder Spiele
besorgt haben, geht es ans Entpacken. Dazu müssen Sie ein
Verzeichnis anlegen, mit passender Syntax entpacken und die
gepackten Dateien löschen.
Gerne verschieben Anwender das
Entpacken oder Löschen und verschwenden dadurch Platz.
"exp.bat" (Listing in Databox 8/97) erspart Ihnen das.
Speichern Sie "exp.bat" in einem über den Suchpfad
erreichbaren Verzeichnis - so entpacken Sie jederzeit mit ARJ und
ZIP:
EXP <DATEINAME>
Voraussetzung hierfür: Sie
haben die Packer. "exp.bat" legt ein Verzeichnis an,
packt das Archiv dort aus, löscht es anschließend und
zeigt eine eventuell vorhandene "file_id.zip" an.
Wichtig dabei ist, daß Sie den Dateinamen ohne Erweiterung
angeben. Nur so kann "exp.bat" feststellen, um welchen
Packer es sich handelt.
Wollen Sie das Archiv nach dem
Entpacken behalten, so entfernen Sie die Zeilen mit dem
Löschbefehl. Diesen überprüft ein Errorlevel, um zu
verhindern, daß die Quelldatei nach einem fehlgeschlagenen
Extrahierungssversuch gelöscht wird.
David Ongaro/et
Ausführung verweigert
Ein kleiner debug-Eingriff läßt
exe-Dateien inaktiv bleiben.
Sie möchten die Ausführung
bestimmter Programmmdateien unterbinden, ohne daß Ihr PC für
andere Anwender gesperrt ist? Ganz einfach geht das mit dem
DOS-Programm debug. DOS-Programme mit der Dateierweiterung exe
enthalten immer einen exe-Header, eine Art Vorspann mit wichtigen
Informationen. In diesem Header gibt sich jede exe-Datei durch die
ersten beiden Bytes MZ (hexadezimal: 4D5A) zu erkennen. Mit diesen
Initialen hat sich einst ein Programmierer sein Denkmal
gesetzt.
Um ein solches exe-Programm unbrauchbar zu machen,
genügt es, ein einziges Byte zu ändern. lockexe.bat
(Listing in Databox 9/97) wandelt daher mit dem
debug-Dienstprogramm das erste Byte im Header (M) in * um.
Versuchen Sie, eine so gepatchte Datei auszuführen, meldet
das System:
Nicht genügend Speicherplatz zum Laden des
Programms
Um eine exe-Datei zu sperren, rufen Sie lockexe.bat
mit folgender Syntax auf:
Lockexe Exefile
Dabei steht
Exefile für die zu sperrende exe-Datei. Um eine Sperrung
wieder aufzuheben, geben Sie ein:
Lockexe Exefile 0
lockexe.bat
und debug.exe müssen im DOS-Pfad erreichbar sein.
lockexe.bat
überprüft zuerst die korrekte Syntax und verzweigt
gegebenenfalls zu einer Fehlermeldung. Abhängig von Parameter
%2 (0 oder nicht gesetzt) wird dann die Variable %byte% definiert:
2A sperrt und 4D entsperrt die exe-Datei. Da debug exe-Dateien
nicht korrekt bearbeiten kann, benennt das Programm die übergebene
Datei in dummy.bin um und stellt den Dateinamen nach dem Patch
wieder her. Bei diesen schwerwiegenden Eingriffen in Programme
sollten Sie jedoch zuerst einmal eine Sicherungskopie
anlegen.
Gerhard Frey/et
Einige Tricks zum FIND-Befehl
Wer beim FIND-Befehl Groß-
und Kleinschreibung ignorieren will, nutzt einen Schalter oder
eine Konstruktion mit for.. in ...do.
Wenn Sie mit Hilfe des
DOS-Befehls FIND in einer Textdatei nach einer bestimmten
Zeichenfolge suchen, zum Beispiel nach dem Eintrag DIR, so stehen
Sie vor einem Problem: Im zu durchsuchenden Text kann DIR komplett
groß, mit großem Anfangsbuchstaben oder auch komplett
klein geschrieben sein. Um nun die Suche nicht dreimal
hintereinander durchführen zu müssen, gibt es den
Parameter /I. Starten Sie die Suche also mit
FIND /I "DIR"
Text.txt
ignoriert der FIND-Befehl Groß- oder
Kleinschreibung bei der Suche und filtert alle relevanten Einträge
in einem Suchvorgang heraus. Wollen Sie eine ganze Dateiklasse,
beispielsweise alle TXT-Dateien, nach einer Zeichenfolge
durchsuchen, verwenden Sie den Befehl FOR. Ein Suchbefehl könnte
dann wie folgt lauten:
FOR %A IN (*.TXT) DO FIND /I "DIR"
%A
Damit laufen alle Textdateien des aktuellen Verzeichnisses
durch den Filter von FIND. Nutzen Sie diese Syntax in
Stapeldateien, geben Sie den Platzhalter für die Variable,
das Prozentzeichen %, doppelt ein. Weitere Parameter zum
FIND-Befehl entnehmen Sie der integrierten Hilfe, die Sie mit dem
Befehl
find /?
aufrufen.
AndrI Moritz/et
Von ASCII nach ANSI Konvertieren
Sie DOS-Texte in das
ANSI-Format, ohne die Datei neu zu laden
Während unter
DOS alle Texte im ASCII Modus abgelegt werden, hat sich unter
Windows der erweiterte und logischer aufgebaute ANSI-Standard
etabliert. Der Unterschied liegt in der Anordnung der
Sonderzeichen wie beispielsweise der deutschen Umlaute. Laden Sie
in Word ein Dokument, das mit einem DOS-Editor erstellt wurde, so
erhalten Sie beispielsweise statt eines Ö das
Trademark-Symbol. Dieser Effekt tritt vor allem dann auf, wenn Sie
die automatische Erkennung des Dateityps eingeschaltet haben.
Anstatt nun umständlich diese Option auszuschalten und die
Datei erneut zu laden, wenden Sie doch einfach das Makro
Public
Sub ASCIITOANSI()
Dim S$, T$
S = Selection.Text
T =
S
OemToAnsi T, S
Selection.Text = S
End Sub
an. Diese
Routine konvertiert alle markierten Zeichen von ASCII nach ANSI.
Dazu verwendet es eine Windows-API-Funktion. Diese müssen Sie
im Modul vor der ersten Sub oder Function wie folgt
deklarieren:
Private Declare Sub OemToAnsi _ Lib "USER32"
Alias
_ "OemToCharA" (ByVal ASCII$ _ , ByVal ANSI$)
Haben
Sie das Makro einmal zuviel ausgeführt, sind es wieder die
Umlaute, die verloren gehen. Dann greift unser zweites VBA-Makro.
Auch dieses nutzt eine Windows-Systemroutine, die genau den
umgekehrten Weg geht:
Private Declare Sub AnsiToOem Lib
"USER32" Alias "CharToOemA" (ByVal ANSI$,
ByVal ASCII$)
Da es sich quasi um dieselbe Vorgehensweise
handelt, sieht natürlich auch das Makro fast identisch
aus:
Public Sub AnsiToASCII()
Dim S$, T$
S =
Selection.Text
T = S
AnsiToOem T, S
Selection.Text =
S
End Sub
Nun brauchen Sie ersteres Makro nur noch über
Extras/Anpassen/Tastatur mit einer Tastenkombination zu
verknüpfen, und schon steht es Ihnen jederzeit auf Knopfdruck
zur Verfügung.
Mehr DOS-Speicher
Damit einige Spiele im DOS-Mo- dus laufen,
müssen Sie im DOS- Speicher Platz schaffen.
Wenn Sie den
DOS-Speicher tunen wollen, müssen Sie die config.sys ändern.
Laden Sie diese Datei, nachdem Sie sie gesichert haben, in einen
Editor. Folgende drei Zeilen reichen meist aus, damit Ihr
DOS-Speicher über mehr Platz verfügt.
device=c:\windows\
himem.sys
device=c:\windows\ emm386.exe
noems
dos=high,umb
Entfernen Sie weiterhin in der auto-exec.
bat und in der config.sys alle Einträge, die auf
16-Bit-Treiber verweisen. Für diese bietet Windows 98 eigene
32-Bit-Treiber. Laden Sie in der autoexec.bat alle DOS-Treiber wie
doskey.exe mit dem Befehl loadhigh hoch:
loadhigh c:\windows\
command\doskey.exe
Den Befehl loadhigh können Sie mit lh
abkürzen. Benötigen Sie für Ihr DOS-Spiel
EMS-Speicher (Expanded Memory), ersetzen Sie den Parameter noems
hinter emm386 durch den Eintrag ram. Brauchen Sie noch mehr UMBs
(Upper Me-mory Blocks), um Treiber aus dem konventionellen
Speicher (unter 540 KByte) hochzuladen, ändern Sie die zweite
Zeile in der config.sys in
device=emm386.exe i=b000-b7FF
noems
oder:
device=emm386.exe i=b000-b7FF ram
Weil es
aber bei diesen Speicheradressen zu Konflikten mit Netzwerk- oder
Videokarten kommen kann, sollten Sie die neue Konfiguration
sorgsam testen.
Probleme bei Energiesparfunktion
Ein Systemstillstand beim
32-Bit-Zugriff kann die Arbeit ernsthaft behindern - besonders auf
manchen Notebooks.
Um auch unter Windows 3.x für einige
Vorgänge (Festplattenzugriffe) 32-Bit-Geschwindigkeit zu
nutzen, gibt es in der Systemsteuerung einen dafür geeigneten
Zugriff. In den Einstellungen für den erweiterten Modus für
386er finden Sie hinter dem Button [Virtueller Speicher...] die
Einstellungen, um diesen Speicher zu verändern.
Beim
virtuellen Speicher handelt es sich um eine Auslagerungsdatei auf
der Festplatte. Sie können Größe, Laufwerk und Typ
verändern. Außerdem gibt es ein Kontrollkästchen,
damit Sie bei der Arbeit im DOS-Modus einen 32-Bit-Zugriff auf die
Festplatte vornehmen können. Diese Einstellung beschleunigt
den Zugriff bei Festplattenaktivitäten und
Auslagerungsvorgängen in DOS-Fenstern entsprechend.
Es
gibt aber Hardware-Konfigurationen, bei denen Sie nicht mit 32 Bit
zugreifen können. Recht bekannt ist die Einschränkung,
daß der 32-Bit-Zugriff ältere Festplatten (AT-, EIDE-)
nur mit einer maximalen Größe von 528 MByte
unterstützt. Das gilt zum Teil auch unter Windows 95: keine
LBR-Unterstützung (Logical Block Addressing) im BIOS und
keine neuen Windows-95-
Festplattentreiber. Unter Windows 3.x
kommt es bei älteren und größeren Platten zum
Systemstillstand. In diesem Fall starten Sie den PC im DOS-Modus
und setzen in der "system.ini" den
Eintrag
32BitDiskAccess
wieder auf OFF.
Weniger bekannt
ist, daß dieser 32-Bit-Zugriff bei einigen Notebooks mit
Energiesparfunktion ebenfalls zum Systemstillstand führen
kann - und zwar dann, wenn sich die Energiesparfunktion aktiviert.
Die Festplatte läßt sich dann nicht mehr anfahren.
Diese Zeitbombe tickt auf einigen Notebooks und ist oft nur
deshalb nicht explodiert, weil der PC bisher nie lange genug im
unaktiven Zustand angeschaltet war. Falls der Anwender nach
Aktivierung der Energiesparfunktion weiterarbeiten möchte,
bleibt entweder nur noch der Warmstart übrig, sofern der
Computer noch auf Tastatureingaben reagiert (meistens nicht der
Fall), oder gar ein Kaltstart.
Es gibt sogar Notebooks (einige
Compaq-Modelle), die sich bei diesem Systemabsturz nicht einmal
mehr ausschalten lassen: Der Ausschalter ist hier in die Tastatur
integriert und setzt eine zumindest noch teilweise reagierende
Tastatur voraus. Im schlimmsten Fall müssen Sie warten, bis
die Akkus leer sind. Im Gegensatz zur oben beschriebenen Situation
mit zu großen Festplatten kann man dann aber meist Windows
starten und schaltet den 32-Bit-Zugriff in der Systemsteuerung
wieder aus.
Dipl.-Math. Ralph Steyer/et
Prompt zeigt aktives Windows an
Unterscheiden Sie mit einem
zweiten Prompt-Befehl zwischen DOS und DOS-Box.
Der
MS-DOS-Eingabeaufforderung im Vollbild-Modus sehen Sie nicht an,
ob sie aus Windows 3.1x oder 95 heraus gestartet wurde. Tip 13 der
Ausgabe 10/96 (S. 146) löste dieses Problem auf recht
komplizierte Weise. Die einfachste Variante hingegen nutzt die
undokumentierte Statusvariable WINPMT.
Fügen Sie die
Zeile
SET WINPMT=[WIN]$p$g
in die Datei "autoexec.bat"
ein. WINPMT besitzt die gleichen Eigenschaften wie der Prompt.
Allerdings ist der Prompt nur für MS-DOS direkt zuständig
- die Eingabeaufforderung einer DOS-Box unter Windows legt WINPMT
fest. Übernehmen Sie also Ihre Prompt-Parameter auch für
den WINPMT-Befehl, und setzen Sie zur Unterscheidung die
Zeichenfolge [WIN] davor. Nun erkennen Sie am Prompt
[WIN]C:\>
ein
aktives Windows.
AndrI Holfeld/pei
Logbuch führen
Mit dem Windows-Notepad führen Sie
ein Logbuch über alle Aktivitäten.
Eine
undokumentierte Funktion des Windows-Editors ist, ein Logbuch über
Ihre Aktivitäten zu führen. Dazu geben Sie als erste
Zeile einer Textdatei den Eintrag
.LOG
ein. Jedesmal, wenn
Sie die Datei öffnen, erweitert der Editor sie nun
automatisch um einen Datums- und Zeiteintrag.
Katharina
Serpika/ib
Hilfe: Querverweise anzeigen
Mit einer Tastenkombination
machen Sie alle Querverweise einer Windows-Hilfeseite
sichtbar.
Besonders bei Hilfeseiten, die aus vielen grafischen
Elementen bestehen, ist oft nicht ersichtlich, welche Bereiche zu
sinnverwandten Themen führen. Drücken Sie aber die
Tastenkombination [Strg-Tab], werden alle Hyperlinks invers
dargestellt.
ib
DOS-Prompt als Startrampe
Um Windows von Betriebssystemebene
aus zu starten, ändern Sie nur einen einfachen
Eintrag.
Normalerweise bootet Ihr System mit der
Windows-95-Oberfläche. Dies verdanken Sie dem
Eintrag
bootGUI=1
in der Sektion [options] der Startdatei
msdos.sys. Ändern Sie den Eintrag ab in
bootGUI=0
dann
landen Sie auf der DOS-Kommandozeile. Von hier aus starten Sie
Windows mit der Eingabe
win
Dies erscheint zunächst
umständlicher zu sein, hat aber Vorteile:
- Sie können
von dieser Plattform aus auf Ihr altes Windows zurückgreifen
oder ein DOS-Spiel starten.
- Mit einer Stapelverarbeitung beim
Windows-Start können Sie andere Dinge erledigen.
- Nach
einem Windows-Ausstieg gelangen Sie wieder zum Prompt. Starten Sie
von da aus Windows erneut, entfällt der Bootvorgang.
Der
Dialog Ausführen im Startmenü akzeptiert außer
Programmangaben auch Ordnernamen und registrierte Dateien.
MS Paint: Ende mit Schrecken
Schließen Sie das
Windows-eigene Malprogramm Paint, so steht das System.
Für
kleinere Grafikarbeiten reicht das im Windows-Paket enthaltene
Malprogramm Paint aus. Hüten Sie sich jedoch vor der
Gesamtbild-Darstellung (Ansicht/Gesamtbild). Beenden Sie das
Programm nämlich mit [Alt-F4], bleibt Paint weiterhin im
Arbeitsspeicher. Sie können es in der Taskleiste sehen und
aktivieren. Dennoch bleibt es unerreichbar, reagiert weder auf die
Maus noch auf Tastatureingaben. So bleibt Ihnen nichts anderes
übrig, als Paint mit [Strg-Alt-Entf] aus dem Speicher zu
werfen.
Manuel Diekmeyer/ib
Die Tücken der WMF-Grafiken
Das Windows Metafile Format
für Vektorgrafiken verliert beim Druck aus Word Elemente.
WMF
(Windows Metafile Format) ist das Standard-Vektorgrafikformat von
Microsoft. Es ähnelt BMP für Pixelbilder. Da bereits in
den Windows-Systemroutinen (API) WMF-Funktionen enthalten sind,
die alle Programmierer verwenden können, verwundert es nicht,
daß WMF überall vorhanden ist.
Leider weist
Microsofts hauseigene Programmbibliothek einige Fehler auf. Manche
WMF-Grafiken enthalten Elemente, die plötzlich verschwinden
oder nicht ausgedruckt werden.
Völlig irrwitzig wird es,
wenn ein und dieselbe Grafik, in ein Dokument eingebettet, in
verschiedenen Ansichten völlig anders aussieht. Als Beispiel
finden Sie auf der Databox-Diskette und in DIP
unter
http://www.pc-magazin.de
ein
Dokument in drei verschiedenen Formaten bereitgestellt: "wmftest.
doc" (Word 2), "wmftest7.doc" (Word 95) und
"wmftest.wri" (MS Write). Das Dokument enthält eine
Grafik mit vier großen und vier kleinen Kreisen. Letztere
scheint das API als nicht so wichtig anzusehen. Denn je nach
Anwendung und Vergrößerung unterschlägt die
Ansicht einfach verschiedene Elemente. Was aber noch schlimmer
ist: Auch auf dem Drucker fehlen diese Elemente.
Daher der Rat:
Verwenden Sie möglichst keine Dateien im Windows Metafile
Format. Wollen Sie kompatibel bleiben, exportieren Sie Ihre
Grafiken in das AI-Format (Adobe Illustrator).
Dr. H. D.
Gellissen/ib
Pagemaker: PDF ade
Beim Umstieg von Windows 3.1 auf 95
verliert PageMaker 6 die Fähigkeit, PDF-Dokumente zu
erstellen.
PDF (Portable Document Format) von Adobe ist einer
der wenigen Standards, die sich zur systemunabhängigen
Verbreitung von gestalteten Dokumenten durchgesetzt haben. Sowohl
unter Windows als auch auf dem Mac und unter vielen weiteren
Betriebssystemen existieren kostenlose PDF-Reader, mit denen Sie
diese Dokumente betrachten und auf Wunsch sogar drucken. Neben dem
q Austausch übers Internet nutzen vor allem reine
CD-Versionen gängiger Software-Lösungen PDF, um
Handbücher kostengünstig in elektronischer Form mit-
zuliefern. Ein Programm, das von Haus aus dieses Format schreibt,
ist PageMaker 6, ebenfalls von Adobe. Der Treiber, der PDF
produziert, heißt Distiller. Leider arbeitet weder die
separat verkaufte Version 2.0 noch der im PageMaker 6 enthaltene
Distiller-Zusatz mit Windows 95 zusammen. Ein Workaround existiert
nicht. Einziger Ausweg: Beschaffen Sie sich den Distiller in der
Version 2.1.
ib
Neue Befehle für "config.sys"
Mit einem
erweiterten Befehlssatz nutzt MS-DOS 7.0 den hohen Speicherbereich
noch intensiver.
Windows 95 bietet im Vergleich zum Vorgänger
Windows for Workgroups 3.11 viele Neuerungen. Sogar das betagte
MS-DOS bekam mit der in Windows 95 integrierten Version 7.0 neue
Befehle für die Datei "config.sys".
Die Tabelle
zeigt die neuen Optionen: ausnahmslos Transformationen bekannter
DOS-Einstellungen in den hohen Speicherbereich. Um sie zu nutzen,
richten Sie mit
DOS=HIGH, UMB, AUTO
UMBs (Upper Memory
Blocks) über den Gerätetreiber "emm386.exe"
ein. Der Parameter AUTO sorgt für das automatische Laden von
"emm386.exe", ohne daß Sie ihn in der "config.sys"
angeben müssen.
Manuel Marsch/pei
Standardfreigaben beenden
Beschleunigen Sie Ihr System,
indem Sie überflüssige Freigaben beenden.
Windows NT
4.0 gibt bei installierter Netzwerkunterstützung
standardmäßig alle Laufwerke Ihres Computers sowie das
Windows-NT-Verzeichnis frei. Andere Benutzer sollten jedoch nicht
immer Zugriff auf alle Daten eines Windows-NT-Clients haben.
Außerdem belasten diese Freigaben das System - auch ohne
bestehende Verbindungen.
Beenden Sie deshalb die Freigabe nicht
benötigter Ressourcen. Im "Arbeitsplatz" Ihres
Computers wählen Sie ein freigegebenes Laufwerk bzw.
Verzeichnis (erkennbar an der blauen Hand) und beenden dessen
Freigabe per Klick auf die rechte Maustaste und die
Menüpunkte
Frei[g]abe... [N]icht freigeben
Den letzten
Befehl bestätigen Sie dann mit [OK].
Manuel Marsch/pei
Installation ohne Schlüssel
Schnell ist die Hülle
einer CD-ROM verlegt: Installieren Sie NT 4.0 trotzdem.
Die
Installations-CD von Windows NT 4.0 wird mit einem zehnstelligen
CD-Key ausgeliefert. Diese Registrierungsnummer müssen Sie
bei der Installation der Server- oder Workstation-Version
eingeben.
Haben Sie diesen wichtigen Schlüssel aus
Versehen vernichtet oder verlegt, ist das auch kein Beinbruch.
Geben Sie einfach die Nummer
123-1234567
ein, schon setzt
das Setup-Programm die Installation fort. Microsoft verlangt auf
den letzten sieben Stellen lediglich eine Zahl, die durch 7
teilbar ist. Die ersten drei Ziffern des CD-Keys sind
unerheblich.
Werner Förster/pei
Intranet-Server
Ein kleiner Web-Server läßt sich
vergleichsweise leicht installieren.
Bereits die
Workstation-Variante von Windows NT 4.0 enthält einen eigenen
kleinen Web-Server für Ihr Firmen-Intranet. Diesen
installieren Sie durch den Aufruf des
Programms
\i386\Inetsvr\inetstp
auf der Windows-NT-4.0-CD.
Zuvor müssen Sie allerdings das Netzwerkprotokoll TCP/IP
installieren: die Basis für jedes Inter-/Intranet. Dazu
wählen Sie die Befehlsfolge:
START - [E]instellungen -
Systemsteuerung - Netzwerk - Protokoll - Hinzufügen -
Microsoft - TCP/IP
Die Frage, ob Sie die IP-Adresse von einem
DHCP-Server beziehen wollen, sollten Sie verneinen. Tragen Sie
anschließend eine feste Adresse im TCP/IP ein:
START -
[E]instellungen - Systemsteuerung - Netzwerk - Protokolle -
TCP/IP-Protokoll - Eigenschaften - IP-Adresse
Als Wert geben
Sie dort zum Beispiel "1.1.1.1" sowie eine entsprechende
Subnetz-Mask wie etwa "255.255.255.0" ein. Dann können
Sie mit der zuvor beschriebenen Methode den
Microsoft-Peer-Web-Server einrichten, wobei Sie unter "inetstp"
folgende Komponenten installieren:
- Internet-Dienst-Manager,
-
WWW-Dienst,
- WWW-Dienstbeispiele,
- FTP-Dienst.
Nach dem
nächsten Reboot starten der WWW- und FTP-Dienst automatisch,
was Sie mit
START - Programme - Microsoft Peer Web Services -
Internet-Dienst-Manager
kontrollieren und administrieren
können. Ab diesem Zeitpunkt können dann andere Clients
im Netz, die ebenfalls TCP/IP und einen Web Explorer wie den
Microsoft Internet Explorer installiert haben, über die
Adresse
http://Computername
auf
Ihren Computer zugreifen. Die FTP-Dienste sind
mit
ftp://Computername
verfügbar. So einfach bauen Sie
Ihr eigenes Netz auf.
Manuel Marsch/et
Kommandoliste
Sogar NT verrät noch seine Geheimnisse
mit einem der ersten, einfachsten Interpreter: QBasic.
Unter
Windows NT hat sich einiges bei den Benutzerkommandos getan. So
sind neue hinzugekommen, und viele bekannte wurden um neue
Parameter ergänzt.
Eine den Überblick erleichternde
Befehlsliste erhalten Sie via help. Hierbei handelt es sich um die
Ausgabe der Datei
%systemroot%\system32 \doshelp.hlp
help
zeigt mit dem gewünschten Kommandowort wie zum Beispiel help
xcopy die spezielle Syntax dieses Befehls an, ebenso ein als
Parameter angehängtes /? wie etwa xcopy /?. Mit diesen
Kenntnissen und dem QBasic-Programm befehle.bas (Listing in
Databox 10/97) drucken Sie eine 13seitige Liste, die sich als
schnelles Nachschlagewerk für die Kommandozeileneingabe
bestens eignet.
Mit drei leichten Arbeitsschritten sind Sie am
Ziel:
1. Das Programm befehle.bas liest die Datei befehle.dat
zeilenweise ein, filtert das Kommandowort heraus und hängt
den Parameter /? an. Anschließend wird in die Shell
verzweigt, das Kommando ausgeführt und das Ergebnis an die
Datei ausgabe.dat angehängt.
2. Aus der Liste der
verfügbaren Kommandos, die sich in doshelp.hlp befinden,
filtern Sie die Einleitungs- und Leerzeilen heraus: Alle
Überschriftszeilen beginnen mit dem Klammeraffen @.Das
Ergebnis speichern Sie zwischendurch in der Datei befehle.dat.
Anschließend starten Sie befehle.bas. Die Datei doshelp.hlp
befindet sich standardmäßig im Dateiverzeichnis
\winnt\system32. Für Anwender, die sich bei der Installation
von Windows NT für ein anderes Verzeichnis entschieden haben,
ist die Angabe über die Systemvariable %SYSTEMROOT%
günstiger:
find /v &quo "@"<
%systemroot%\system32\doshelp.hlp>befehle.dat
qbasic /run
befehle.bas
Diesen Zweizeiler können Sie auch als
Stapeldatei eingeben, was bei mehrmaligem Aufruf das Eintippen der
langen Kommandozeile erspart. Da einige Zeilen in der doshelp.hlp
mit Leerzeichen beginnen, meldet das QBasic-Programm mehrmals:
Bad
command or file name
Doch diese Fehlermeldungen stören den
Ablauf des Programms nicht weiter.
3. Die ausführliche
Liste aller vorhandenen Kommandos befindet sich jetzt in der Datei
ausgabe.dat. Mit dem Kommando print ausgabe.dat bringen Sie die
Liste zu Papier.
Werner Förster/et
Frohes Farbenspiel
Mußten Sie bei vorigen
Betriebssystem-Versionen die Hintergrundfarben mühsam mit
Escape-Sequenzen ändern, reicht nun ein Befehl.
Die Farben
der MS-DOS-Eingabeaufforderung unter Windows 95 oder der
vorherigen Windows-Versionen zu ändern, war recht aufwendig:
Zuerst mußten Sie den Bildschirmtreiber ansi.sys in die
config.sys einbinden. Sodann waren umständliche
Escape-Sequenzen erforderlich.
In Windows NT 4.0 gibt es nun
den wesentlich komfortableren color-Befehl. Beim Aufruf mit
COLOR
attribut
besteht das Attribut aus einer hexadezimalen Ziffer
für Hinter- und Vordergrund. Um etwa die Farbdarstellung von
Weiß auf Blau zu ändern, genügt es,
COLOR
9F
einzugeben. Rufen Sie color ohne Angabe von Attributen auf,
so sehen Sie die Anzeige der aktuellen Farbeinstellung.
Manuel
Marsch/et
Rettungsdisketten im Dutzend
War es schon unter Windows 95
mit Boot-, Installations- und Notfalldiskette nicht einfach, von
Diskette zu starten, bietet NT noch mehr Varianten.
Wollen Sie
unter Windows NT 4.0 (Workstation oder Server) eine Bootdiskette
anlegen, formatieren Sie in einem NT-Kommandofenster zunächst
eine Diskette mit
format a:
und kopieren anschließend
folgende Dateien von Ihrem Bootlaufwerk C darauf: ntldr,
ntdetect.com, boot.ini, bootsect.dos und ntbootdd.sys (die letzten
beiden, sofern vorhanden).
Mit dieser Bootdiskette können
Sie NT auch bei Beschädigung Ihres Master-Boot-Records oder
der NT-Bootdateien auf dem Laufwerk C starten, sofern die
Partition zu diesem Zeitpunkt noch intakt ist.
Bevor Sie
Windows NT installieren können, benötigen Sie drei
Installationsdisketten, die Sie nachträglich über
\i386\WINNT
/ox
auf der Windows-NT-CD-ROM erzeugen können. Auch
während der NT-Installation bietet das Setup-Programm an,
eine Notfalldiskette anzufertigen. Das können Sie aber auch
mit dem Befehl rdisk nachholen. Wollen Sie die
Sicherheits-Einstellungen wie Paßworte ebenfalls
mitkopieren, so starten Sie rdisk mit dem Parameter /s.
Beachten
Sie dabei, daß Sie das momentan gültige
Administrator-Paßwort auf Diskette sichern. Bei jedem
Paßwortwechsel sollten Sie also diese Diskette erneuern.
Andernfalls würde Ihnen eine Wiederherstellung einen
veralteten Zugang einrichten. Die Gefahr dabei ist, daß das
ehemalige Paßwort in Vergessenheit geraten sein könnte.
Dann können Sie das System zwar noch restaurieren, jedoch
nicht mehr betreiben.
Als letzte Diskette können Sie
schließlich im Festplatten-Manager noch eine
Partitionsdiskette schreiben lassen, um alle Partitionsdaten des
Systems zu sichern. Dazu geben Sie im Festplatten-Manager, den Sie
unter Start/[P]rogramme/Verwaltung finden, [Alt-D]atei/
Partitionsdaten/Speichern ein.
Sie sollten also vier
verschiedene NT-Disketten für den Notfall lagern: Boot-,
Installations-, Notfall- und Partitionsdiskette. Haben Sie diese
vier Disketten sicher verstaut und aktualisieren Sie sie ständig,
sind Sie gegen die gröbsten NT-Probleme gut gewappnet.
Manuel
Marsch/et
Joystick-Installation
Ein korrekter Pfadverweis installiert
den Joystick.
Zwar erkennt das Windows-NT-4.0-Setup nahezu alle
Hardware-Komponenten bei der Installation korrekt, doch den
Joystick vergißt es gelegentlich. So holen Sie das
nach:
START/[E]instellungen/Systemsteuerung/Multimedia/Geräte
Hier
klicken Sie auf Hinzufügen und selektieren aus der
Geräteliste Nicht aufgeführter oder aktualisierter
Treiber. Als Pfad geben Sie dann
\DRVLIB\MULTIMED\JOYSTICK\X86
auf
Ihrer Windows-NT-4.0-CD-ROM an. Der Eintrag der
Microsoft-Dokumentation führt nur zu einer
Fehlermeldung.
Manuel Marsch/et
Eingerichtet
So installieren Sie über ein
Betriebssystem als zweites NT 4.0.
Normalerweise müßten
Sie Ihr System zunächst mit drei Disketten booten, bevor Sie
mit der eigentlichen NT-Installation beginnen können. Doch es
geht auch einfacher: Legen Sie die Windows-NT-CD-ROM ein, und
starten Sie unter Windows 95 oder Windows für Workgoups 3.11
das Setup mit dem Parameter winnt /b.
So legen Sie nicht nur
ein Installationsverzeichnis mit etwa 90 MByte auf Ihrer
Festplatte C an, sondern auch ein Verzeichnis mit den Daten der
Bootdisketten. Nach dem nächsten Booten meldet sich direkt
der NT-Boot-Manager mit der Option Installieren/Aktualisieren von
Windows NT. Damit installieren Sie NT, ohne erst die Bootdisketten
umständlich einlegen zu müssen. Da Sie die Daten nun von
Platte und nicht mehr von CD-ROM kopieren, beschleunigt sich die
Installation ein weiteres Mal.
Manuel Marsch/et
Mehrere virtuelle Web-Server
Mit einem Trick richten Sie
mehrere virtuelle Server auf einer physikalischen Maschine
ein.
Haben Sie auf einem Windows-NT-Server den Internet
Informations Server (IIS) installiert, so besitzt dieser Rechner
neben seinem NT-Rechnernamen genau eine TCP/IP-Adresse und steht
Ihnen mit all seinen Internet-Seiten unter InetPub\wwroot als ein
Internet-Server zur Verfügung.
Auf diesem einen "echten"
Server können Sie mehrere virtuelle Server einrichten, die
ebenfalls eine eigene IP-Adresse, einen eigenen Namen und ein
eigenes Seitenangebot zur Verfügung stellen. Dazu binden Sie
zunächst eine weitere IP-Adresse an Ihre Netzwerkkarte: Via
Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Netzwerk/Protokolle/TCP/IP-Adresse/Einstellungen/Erweitert
gelangen
Sie zum Button Hinzufügen und geben dort eine weitere
IP-Adresse an. Dann sollten Sie dem "neuen" Rechner
neben der kryptischen IP-Adresse einen Namen geben und ihn
entweder in den lokalen HOSTS-Dateien oder aber in Ihrem
Nameserver eintragen.
Legen Sie als nächstes - am besten
unterhalb des Pfades \InetPub\wwwroot - ein neues Verzeichnis an,
etwa \InetPub\ wwwroot\web2. Dort legen Sie die HTML-Dateien des
zweiten Servers ab.
Nun definieren Sie den virtuellen Server im
Internet-Dienste-Manager unter Start/Programme/Internet
Information Manager. Klicken Sie auf den bereits gestarteten
WWW-Dienst auf dem echten Server, und wechseln Sie zu dessen
Diensteigenschaften.... Unter Verzeichnisse fügen Sie im
nächsten Schritt das neue Verzeichnis \InetPub\wwwroot\web2
hinzu: Es ist das Basisverzeichnis des virtuellen Servers mit der
eben eingerichteten IP-Adresse.
Damit steht Ihnen das Angebot
des zweiten Web-Servers unter seinem Namen oder seiner IP-Adresse
im Internet Explorer zur Verfügung.
Manuel Marsch/et
Win 95 nachinstallieren
Wenn Sie über NT im nachhinein
Windows 95 installieren, müssen Sie trickreich
vorgehen.
Möchten Sie Windows 95 und NT (Server oder
Workstation) auf einem Computer verwenden, brauchen Sie zwei
Partitionen. Weiterhin ist die Reihenfolge der Installation
wichtig:
Es ist unproblematisch, zuerst Windows 95 auf die
erste und dann NT auf die zweite Partition zu installieren. Ist NT
bereits eingerichtet, würde das zusätzliche Aufspielen
von Windows 95 den NT-Boot-Manager zerstören. Wenn Sie das
zulassen wollen, legen Sie unter NT eine Notfalldiskette an. Dies
geht entweder von der Kommandozeile aus mit RDISK oder RDISK /S.
Dann wandeln Sie die NT-Partition, falls noch nicht geschehen,
mit
CONVERT Laufwerk /FS:NTFS
in ein NTFS-Laufwerk um, damit
Windows 95 es nicht mehr lesen kann. Schließlich
installieren Sie Windows 95 mit dessen Setup-Programm.
Nach der
Windows-95-Installation auf die andere Partition booten Sie mit
den drei Startdisketten von NT und führen eine
Reparaturinstallation ohne Überprüfung der Registry
durch, wozu Sie die zuvor angelegt Notfalldiskette verwenden. Nach
einem Neustart sollte der Windows-NT-Boot-Manager die Option
Starten von Microsoft Windows (95) enthalten.
Manuel Marsch/et
Geschwindigkeit kontra Sicherheit
Zu schnelle Dateizugriffe
führen zu Datenverlusten.
Wenn Sie auf einem
Windows-NT-4.0-Server zu schnell auf verschiedene Daten zugreifen,
riskieren Sie Datenverluste. Berichten zufolge ist dieser Fehler
vor allem auf Multiprozessorsystemen aufgetreten. Es ist jedoch
nicht auszuschließen, daß dieser Bug auch auf
herkömmlichen File-Servern mit nur einem Prozessor zu finden
ist.
Microsoft selbst hat bereits auf dieses Problem reagiert
und bietet
unter
ftp://ftp.microsoft.com/bussys/winnt/winnt-public/fixes/usa/NT40/
hotfixes-preSP1/krnl-fix
bereits
ein Bugfix an. Allerdings ist diese Lösung noch nicht
hinlänglich ausgetestet. Daher sollten möglichst nur
Anwender, bei denen dieser Fehler auftritt, dieses Kernel-Update
installieren. Allen anderen Anwendern empfiehlt Microsoft, auf das
erste NT 4.0 Service Pack zu warten, das unter anderem diesen
Fehler behebt.
ib
Killer auf CD
Das NT-Programm "rollback.exe"
löscht die gesamte Registry des Betriebssystems.
Sowohl
auf der Workstation- als auch auf der Server-Version von NT 4.0
befindet sich ein Programm, das kritische Systeminformationen
zerstört, sobald es gestartet wird. Die Datei "rollback.exe"
löscht die gesamte NT-Registry, und es gibt keinen Weg, diese
Informationen zu restaurieren. Zu diesen Informationen gehören
unter anderem Zugriffsrechte und Anwenderprofile.
Einzige
Rettung nach dem Rollback-GAU ist eine vorab durchgeführte
Streamer-Sicherung. Die Notfalldiskette kann das System nicht
wieder restaurieren, da sie die Registry-Einträge sowie die
Datei "setup.log" benötigt, die von Rollback
zerstört werden.
ib
Approach versagt den Druck
Mit einer kleinen Einstellung
machen Sie NT Druck, wenn Approach nicht drucken will.
Bei
manchen Druckern versagt Ihnen Approach 3.x unter Windows NT 3.51
das greifbare Ergebnis. Ein Trick, diesen Fehler zu umgehen, ist,
die Schnittstelle direkt anzusprechen. Diese Einstellung nehmen
Sie im Eigenschaften-Dialog des Druckertreibers vor.
ib
Joysticks spielen verrückt
Wer unter NT 4.0 Spiele per
Joystick steuert, hat manchmal das Gefühl, die
Spielesteuerung werde ferngesteuert.
Wenn unter Windows NT 4.0
plötzlich ein Spiel "verrückt spielt", ist
nicht unbedingt dessen Programmierer daran schuld. Vielmehr ist
auch bei Microsoft der Bug bekannt, daß sich ein Spiel
plötzlich aus unerfindlichen Gründen so verhält,
als hätten Sie alle Knöpfe des Joysticks gleichzeitig
gedrückt. Mit dem Windows NT 4.0 Service Pack 2 werden Sie
Herr dieses Problems. Nähere Informationen
unter
www.microsoft.com/germany
ib
boot.ini entschlüsseln
Die Syntax der boot.ini ist von
Unix-Programmierern übernommen worden. Das bedeutet: wenig
Text für viele Funktionen.
Manipulationen an der Datei
boot.ini greifen fundamental in das Betriebssy-stem ein. Doch
bevor Sie die boot.ini ändern, legen Sie als erstes eine
Kopie davon an. Dazu entfernen Sie die Dateiattribute read only
und system mit dem Befehl
c:\attrib -r -s boot.ini
Die
Bedeutung der Befehle in der boot.ini finden Sie in der Tabelle
auf S. 166. In der Tabelle oben finden Sie alle Parameter für
den Startbefehl beim Booten Ihres Systems. An einen NT-Startbefehl
in der boot.ini können Sie zudem zusätzliche Parameter
anhängen. Damit läßt sich sogar ein defektes
System reparieren, wie Sie der Tabelle ganz unten entnehmen. Hier
interessiert besonders der Eintrag /WIN95[DOS] für die
Parallelin-stallation verschiedener Betriebssysteme. Der NT-Loader
benennt dabei DOS-Dateien wie io.sys, msdos.sys, com-mand. com,
config.sys und autoexec.bat um. Windows 95 macht dies beim Start,
wenn Sie die Tasten [F4] oder [F8] drücken.
Startdisketten für alle Fälle
Legen Sie schnell
und einfach Windows-NT-Startdisketten für den Notfall an.
Wer
solide arbeitet, sichert sein System in regelmäßigen
Zeitabständen. Auch Startdisketten sollten Sie in mehrfacher
Ausfertigung bereit haben, um im Notfall auf den Rechner zugreifen
zu können. Zudem ist es einfach, diese anzulegen:
Starten Sie Windows NT 4.0, und wechseln Sie über
Start/Beenden in den MS-DOS-Modus.
Tippen Sie den
Laufwerksbuchstaben für Ihr CD-ROM-Laufwerk ein, in das Sie
die Windows-NT-Setup-CD einlegen.
Geben Sie
cd i386
ein, um in das Installationsverzeichnis von Windows NT zu
gelangen.
Legen Sie eine leere Diskette in Laufwerk A:, und
tippen Sie den Befehl
winnt /ox
ein. Jetzt müssen Sie
nach Aufforderung nur noch die Diskette wechseln.
Unsichtbares Bootmenü
Mit einer einfachen Einstellung
lassen Sie das Bootmenü von NT verschwinden.
Für
einen schnellen Systemstart unterdrücken Sie die Anzeige des
Boot-menüs, indem Sie die Anzeigedauer einfach auf 0 setzen.
Dazu stellen Sie das Zeitlimit über Systemsteuerung/System in
der Registerkarte Starten/Herunterfahren ein. Setzen Sie den Wert
von timeout auf 0. Möchten Sie trotzdem gelegentlich das
Bootmenü nutzen, halten Sie beim Start von Windows NT die
[Cursor ab]-Taste gedrückt. Dann wird das Bootmenü
angezeigt.
Laufwerksbezeichnung ändern
Mit dem Festplatten-Manager
ändern Sie auf einfache Weise die Reihenfolge Ihrer
Festplatten- und CD-Laufwerke.
Wer nachträglich ein
Speichermedium installiert, bringt damit seine Pro-gramm- und
Dateiverknüpfungen durcheinander. Doch mit einem Trick passen
Sie das Betriebssystem Ihrer Änderung an. Starten Sie Windows
NT, und öffnen Sie das Start-Menü sowie Programme/
Verwaltung (Allgemein)/Festplat-ten-Manager. Klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf das Laufwerkssym-bol, das Sie umbenennen
möchten. Führen Sie den Befehl Laufwerksbuchstaben
zuordnen aus, und wählen Sie aus dem Kombinationsfeld einen
freien Laufwerksbuchstaben. Windows NT verhindert, daß Sie
eine Bezeichnung doppelt eingeben, indem es alle Zeichen sperrt,
die schon benutzt wurden.
DOS als Symbol oder Vollbild?
Mit einem Schalter legen Sie
fest, wie ein MS-DOS-Programm starten soll.
DOS-Programme
erscheinen beim Start aus Windows NT in einem kleinen Fenster, der
DOS-Box. Deren Standardeinstellungen ändern Sie leicht ab, so
daß Sie Programme als Symbol oder im Vollbildmodus starten.
Wenn Sie das Erscheinungsbild eines DOS-Programms wie des Norton
Commander 5.0 beim Start beeinflussen möchten, benutzen Sie
am DOS-Prompt folgende Befehlssyntax:
C:\ start [/min] [/max]
Laufwerk:\Verzeichnis\ program.exe
Der Parameter /min läßt
das DOS-Programm minimiert starten, /max startet es im
Vollbildmodus.
Schneller Druck aus der DOS-Box
Wer in der Registry einen
Timeout-Wert ändert, kann schneller aus dem DOS-Fenster
drucken.
Wenn Sie mehr als 20 Sekunden auf den Beginn eines
Ausdrucks in einer DOS-Box warten, nehmen Sie folgende Änderungen
vor: Starten Sie mit regedit den Registrierungseditor, und
wechseln Sie in den Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\
CurrentControlSet\ Control\WOW
Klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf LPT_timeout, und setzen Sie über Ändern
den Wert REG_SZ auf 1.
Zwei störende SCSI-Adapter in Ihrem PC
Haben Sie mehr
als einen SCSI- Adapter eingebaut, kann es zu einem Problem
kommen.
Windows NT 4.0 vergibt installierten SCSI-Adaptern
Prioritäten in beliebi-ger Reihenfolge, was aber nicht
unbedingt zum zuvor konfigurierten System paßt. So wird
leicht aus dem zweiten der erste SCSI-Controller. Ergebnis:
Windows NT kann von einer Festplatte an diesem Controller nicht
mehr booten. Bei zwei identischen SCSI-Controllern stecken Sie
denjenigen mit der Bootpartition in den PCI-Slot mit der kleineren
Nummer, oder Sie weisen ihm im BIOS einen niedrigeren Interrupt
zu. Bei unterschiedlichen Control-lern versagt diese Methode
jedoch häufig. Welcher Controller der erste wird, bestimmt
die Reihenfolge, in der die Treiber unter NT geladen werden. Diese
Reihenfolge geben Sie auch in der Registry vor.
Unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\ CurrentControlSet\Control\
ServiceGroupOrder finden Sie eine Liste, in welcher Reihenfolge
die Treiber unter NT geladen werden. Gehen Sie weiter
zu
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\ CurrentControlSet\Services
Dort
suchen Sie die beiden zu vertauschenden Controller und notieren
sich deren hexadezimale Tags. Vertauschen Sie diese beiden Werte.
Beim nächsten Start werden die SCSI-Treiber in der
gewünschten Reihenfolge geladen.
Anmeldeprozedur abschaffen
Wenn Sie Windows NT als
Einzelplatzrechner verwenden, ist die Anmeldeprozedur
überflüssig.
Nutzen Sie Windows NT als
Einzelplatzrechner, und müssen Sie keine Daten schützen,
werden Sie das ständige Anmelden als lästig empfinden.
Mit ei-nigen kleinen Änderungen in der Registry
automatisieren Sie die Anmeldepro-zedur. Nach dem Start des
Registry-Editors über Start/Ausführen regedit.exe suchen
Sie nach dem Schlüssel Winlogon. Dieser Eintrag findet sich
in
HKEY_CURRENT_USER\Software\ Microsoft\Windows NT\
CurrentVersion
In diesem fügen Sie den Eintrag
Auto-AdminLogon als Zeichenfolge ein. Nach dem Anklicken mit der
rechten Maustaste setzen Sie den Wert auf 1. Der Wert im Eintrag
DefaultUserName muß Ihren Namen enthalten. Achten Sie
darauf, daß für diesen Namen Administratorenrechte
eingeräumt sind. Sonst können Sie zu einem späteren
Zeitpunkt die jetzt vorgenommenen Änderungen nicht mehr
rückgängig machen. Suchen Sie nach dem Eintrag
Default-Domain. Wichtig ist dort Ihr Paßworteintrag, sonst
plagt Sie ab dem übernächsten Start wieder die
Anmeldeprozedur. Legen Sie unter dem Eintrag Default-Domain den
Eintrag DefaultPassword als Zeichenfolge an und tragen als Wert
Ihr Paßwort ein. Windows übernimmt ab dem nächsten
Start automatisch die Anmeldeprozedur. Wenn Sie die Anmeldung auf
die beschriebene Weise automatisieren, bedenken Sie, daß
jeder, der Ihren Rechner einschaltet, auf alle Daten und das
System zugreifen kann. Denn jeder Benutzer verfügt über
alle Administratorenrechte.
Unterschiedliche Registrierungseditoren
Der
Registrierungseditor von Windows 95/98 bietet einige Funktionen,
die dem 32-Bit-Registrierungseditor von Windows NT fehlen. Doch
Sie können beide Versionen nutzen.
Unter Windows NT
benutzen Sie in der Regel Regedt32, in dem Sie als neue Funktion
beispielsweise Berechtigungen in Schlüsseln der Registry
vergeben können. Regedit aus Windows 95/98 wird unter NT aber
trotzdem noch benötigt, da dieser Editor nicht nur nach
Schlüsselnamen, sondern auch nach Einträgen in den
Schlüsseln suchen kann. Weitere unterschiedliche Funktionen
der Editoren finden Sie in der obigen Tabelle.
Dateiattribut Systemeinstellen
Über den alten
Datei-Manager setzen Sie das Attribut System bei Dateien unter
Windows NT.
Bereits unter DOS vergaben Sie Dateiattribute mit
dem attrib-Befehl: so das Attribut System, um Dateien vor Löschen
oder Änderungen zu schützen. Wenn Sie dieses Attribut im
Explorer von Windows NT setzen wollen, scheitern Sie. In der
Dialogbox Eigenschaften der zu schützenden Datei ist die
Option System grau unterlegt, kann also nicht geändert
werden. Deshalb gehen Sie anders vor: Starten Sie über
Start/Ausführen den alten Datei-Manager, indem
Sie
winfile.exe
eintippen. Markieren Sie in diesem die
Datei, deren Attribute Sie ändern wollen, und drücken
Sie [Alt-Enter]. Jetzt können Sie auch das Attribut System
setzen.
Modem manuell installieren
Da NT 4.0 nur eine begrenzte
Anzahl von Geräten erkennt und automatisch installiert,
scheitert es an der Modem-Erkennung.
Scheitern die
automatischen Installationsmaßnahmen von NT, können Sie
meist ein Modem manuell installieren. Schließen Sie dazu das
Modem an die serielle Schnittstelle (COMx) an, oder schieben Sie
die Modemkarte in den passenden freien Slot im Rechner ein.
Starten Sie Windows NT 4.0. Klicken Sie auf die Schaltfläche
Start/Einstellungen/Systemsteuerung. Klicken Sie doppelt auf das
Symbol Modems. Bei der Erstinstallation erscheint der
Modem-Assistent. Ist schon ein Modem installiert, klicken Sie auf
Hinzufügen, um den Assistenten zu starten. Im nächsten
Dialogfeld des Assistenten klicken Sie auf das Kontrollkästchen
Modem aus-wählen (keine automatische Erkennung) und
bestätigen mit Weiter. Weitere Felder bieten an, Hersteller
und Modell zu markieren. Fehlen sie, legen Sie die Diskette mit
den Modemtreibern in Laufwerk A:, klicken auf die Schaltfläche
Diskette und bestätigen mit OK. Im nächsten Fenster
bestimmen Sie die COM-Schnittstelle und klicken auf Weiter. Den
Rest erledigt NT. Wenn Sie mit einem exotischen Modem ohne
Treiberdiskette arbeiten wollen,
markieren Sie in der
Herstellerliste Standardmodemtypen und stellen die
Übertragungsrate ein. Die meisten Modems sind kompatibel zum
Hayes-, Practical-Peripherals-, Microcom- oder
U.S.-Robotics-Standard.
Wartungs-Partition
Wenn Sie eine Wartungs-Partition angelegt
haben, können Sie im schlimmsten Fall das System
wiederherstellen.
Wenn Sie auf einer Ihrer DOS-Partitionen noch
mindestens 20 MByte frei haben, sollten Sie für Linux eine
Wartungs-Partition anlegen. Damit retten Sie Ihr Linux-System,
falls es zum Beispiel nach einer Neuinstallation der Shared
Libraries nicht mehr arbeitet.
Die Beschreibung geht davon aus,
daß Sie Ihr normales Linux auf einer /-Partition und einer
/usr-Partition installiert haben.
Legen Sie auf der
DOS-Partition ein minimales Linux-System mit UMSDOS an. Richten
Sie es so ein, daß Sie es mit LoadLin von der
DOS-Kommandozeile aus starten können.
Starten Sie Ihr
Mini-Linux, und legen Sie ein Verzeichnis /hdlinux und darunter
ein Unterverzeichnis usr an. Editieren Sie die Tabelle /etc/fstab.
Montieren Sie die /-Partition Ihres normalen Linux-Systems am
Punkt /mnt und die User-Partition am Punkt /hdlinux/usr. Ist Ihre
/-Partition auf /dev/hda8 und Ihre /usr-Partition auf /dev/hda9,
sehen Sie die folgenden beiden Einträge:
/dev/hda8 /mnt A
ext2 defaults 1 1
/dev/hda9 /hdlinux/usr A ext2 defaults 1
1
Legen Sie nun im Verzeichnis /hdlinux symbolische Links für
alle Einträge im Root-Verzeichnis Ihrer /-Partition an. Für
/usr entfällt die Mühe, weil dafür ja schon ein
Eintrag vorhanden ist. Nun greifen Sie vom Verzeichnis /root aus
auf alle Verzeichnisse Ihrer normalen Linux-Partition mit
korrekten Pfaden zu.
Wenn Sie auf alle Verzeichnisse auch von
Ihrem /root-Verzeichnis zugreifen wollen, müssen Sie
lediglich mit
ln -s /hdlinux/* /root
im Verzeichnis /root
symbolische Links für alle Einträge im Verzeichnis
/hdlinux anlegen.
Schreiben Sie nun das Shell-Skript wartung
(Listing in Databox 10/97) in einem Verzeichnis in Ihrem Pfad, zum
Beispiel in /usr/local/bin, an. Mit chmod 755 wartung geben Sie
dem Skript Ausführungsrechte. Nun editieren Sie noch die
Datei /etc/profile und fügen eine Zeile an, die den Befehl
wartung enthält. Beim nächsten Start Ihres Mini-Linux
arbeitet nach dem Einloggen automatisch dieses
Shell-Skript.
Nach jedem der angegebenen Menüpunkte endet es. Sie führen
dann weitere Aktionen von der Kommandozeile aus durch, indem Sie
etwa fehlerhafte Dateien durch andere ersetzen.
Drei-Tasten-Maus für Linux
So machen Sie unter Linux
aus einer Zwei- eine Drei-Tasten-Maus.
Viele X-Anwendungen
sind so ausgelegt, daß sie Mäuse mit drei Tasten
unterstützen. Um die Zusatzfunktionen dieser dritten Taste
auch mit einer Zwei-Tasten Maus zu nutzen, emulieren Sie einfach
die dritte Taste. Starten Sie dazu das Setup-Programm der
grafischen Oberfläche X11, XF86Setup, als Benutzer root.
Wählen Sie im grafischen Setup-Tool die Schaltfläche
Mouse. Aktivieren Sie anschließend die Schaltfläche
Emulate3Buttons, und bestätigen Sie mit Apply, um die
Funktion sofort zu aktivieren. Wenn Sie nun beide Maustasten
zusammen betätigen, emuliert die Software eine dritte
Maustaste. Besitzen Sie eine Drei-Tasten Maus oder einen
Trackball, bei der die mittlere Taste nicht funktioniert,
aktivieren Sie statt dessen im gleichen Menü die Option
ChordMiddle. J R
IDE-CD-Brenner als SCSI-Gerät nutzen
Sie stellen fest,
daß ein Linux-Programm zum Brennen von CDRs keine IDE-Geräte
ansteuern kann? Die Lösung steckt im Kernel-Setup.
Linux
unterstützt ausschließlich SCSI-CD-Brenner. Wer dagegen
ein IDE/ATAPI-Gerät nutzen möchte, muß einen
SCSI-Host-Adapter emulieren. Dann können Sie von jedem
Brennerprogramm auf Ihren CD-Brenner zugreifen. So gehen Sie vor:
Starten Sie das Kernel Configuration Tool. Wählen Sie in der
Rubrik Block Devices die Option SCSI Emulation Support. Außerdem
ak-tivieren Sie in der Rubrik SCSI Support die Optionen SCSI
Support und SCSI Generic Support. Übersetzen Sie den Kernel,
und installieren Sie ihn danach neu. Falls Sie die Treiber als
Module übersetzen möchten, achten Sie beim Laden auf die
richtige Reihenfolge: Zuerst kommt das Modul scsi.o, das der
Option SCSI Support entspricht. Anschließend laden Sie den
SCSI Generic Support (sg.o) und zum Schluß den eigentlichen
Treiber ide-scsi.o.
Beachten Sie, daß Sie den
"richtigen" ATAPI-CD-ROM-Treiber nicht fest in den
Kernel integrieren dürfen. Der Kernel bevorzugt sonst diesen
Treiber und ignoriert die Unterstützung für die
Emulation der SCSI-Schnittstelle. J R
Strom sparen unter Linux
Bislang kannte Linux den
Energiesparmodus nach APM nicht. Der neue Kernel v2.2 schafft hier
Abhilfe.
Das Advanced Power Management (APM) ermöglicht es
Ihnen unter Windows, den Rechner in den Standby-Modus oder in den
Ruhezustand zu schalten, um Strom bzw. Akkuleistung zu sparen. Mit
Linux geht das nun ebenfalls. Um die Energiesparfunktionen nach
APM einzubinden, müssen Sie Ihr Linux mit einem Kernel der
Version 2.2.x ausstatten. Sie bekommen den Quellcode zum Kernel im
Internet unter
www.kernel.org
Entsprechend
vorbereitete Kernel im RPM- (RedHat Package Manager) und
DEB-Format (Debian Linux) finden Sie auf den Web-Seiten Ihres
Distributions-anbieters. Wenn Sie selbst den Kernel kompilieren,
starten Sie dessen Konfiguration wie gewohnt mit make xconfig. Im
Untermenü General Setup aktivieren Sie den Advanced Power
Management BIOS Support und die ge-wünschten Kategorien.
Fahren Sie wie gewohnt fort, um einen neuen Linux-Kernel zu
kompilieren und installieren. Hinweise über die genaue
Vorgehens-weise finden Sie in der entsprechenden Readme-Datei
sowie in der Dokumen-tation Ihrer Linux-Distribution. TW
Linux von CD booten
So starten Sie RedHat Linux direkt von
der Heft-CD 5/99.
In Ausgabe 5/99 war auf der beiliegenden CD
eine abgespeckte Version von RedHat Linux 5.2 enthalten. Wir
hatten vorgeschlagen, die Installation über Bootdisketten
vorzunehmen. RedHat unterstützt jedoch unter DOS auch das
Booten von CD. Alle dazu notwendigen Dateien befinden sich im
Unterverzeichnis \redhat\dosutils. Um Linux von CD zu starten,
wechseln Sie in das Verzeichnis
d:
cd redhat\dosutils
Wenn
sich nicht beim Brennen der CD ein kleiner Fehler eingeschlichen
hätte, könnte Linux sofort mit autoboot star-ten. Doch
so bricht autoboot nach der Darstellung einer gepunkteten
Fortschrittsanzeige mit der Fehlermeldung
can't open image file
for initrd.
ab. Die Ursache finden Sie schnell, wenn Sie die
Datei autoboot.bat untersuchen. Der Pfad, in dem loadlin die Datei
initrd. img suchen soll, existiert nicht. Sie helfen sich dadurch,
daß Sie loadlin mit korrigierten Parametern manuell
star-ten. Wenn Sie sich im Pfad von \red-hat\dosutils befinden,
geben Sie:
loadlin autoboot\vmlinuz
initrd=autoboot\initrd.img
ein. Nach dem Aufruf startet das
Red-Hat-Installationsprogramm.
Internet-Einstellungen kopieren
Einmal mit KPPP vorgenommene
Internet-Einstellungen kopieren Sie mit wenigen Schritten auch für
andere Benutzer.
Unter KDE können Sie mit dem Tool KPPP
eine Dial-In-Verbindung zum Internet anlegen. Mit diesem Werkzeug
fällt es auch Einsteigern leicht, sich unter Linux per Modem
ins Internet einzuwählen. Wenn Sie einen Internet-Zugang
konfiguriert haben und diesen für andere oder für Nutzer
mit anderen Rechten kopieren wollen, gehen Sie wie folgt vor.
Voraussetzung dafür ist, daß beide die KDE-Oberfläche
nutzen. Das Beispiel kopiert die Internet-Provider-Einstellungen
des Nutzers Habe-Fertig für einen weiteren Anwender mit dem
Namen NoInternet. Beachten Sie, daß dabei eventuell
vorhandene Einstellungen des Nutzers NoInternet verlorengehen.
Loggen Sie sich als Benutzer root ein.
Wechseln Sie in das
Home-Verzeichnis
des Benutzers HabeFertig:
cd
/home/HabeFertig
Wechseln Sie in das
Konfigurations-verzeichnis von KDE:
cd .kde/share/config/
Kopieren Sie die Datei kppprc in das entsprechende
Unterverzeichnis des Nutzers NoInternet, wobei Sie eine
vor-handene Datei überschreiben:
cp kppprc
/home/NoInternet/.kde/share/config
Ändern Sie den
Eigentümer der so ko-pierten Datei in NoInternet:
chown
NoInternet /home/NoInternet/.kde/share/config kppprc
Nach
diesen Vorarbeiten gelangt der Nutzer NoInternet über die für
Habe-Fertig konfigurierten Internet-Einstellungen (Provider) ins
Internet. Wollen Sie die Einstellung für NoInternet än-dern,
bleiben die von HabeFertig unbe-einflußt.
Keine KDE-Systemsounds in S.u.S.E. 6.x
Sie haben S.u.S.E.
Linux 6.x installiert und bekommen in KDE keine Systemsounds zu
hören? Das Problem läßt sich einfach
beseitigen.
Ihre Soundkarte ist korrekt installiert, und
trotzdem hören Sie unter dem KDesktop Environment keine
Systemsounds? Das hat folgende Ursache: Da KDE unter Umständen
aufgrund der Komponente kaudioserver beim Beenden hängenbleibt,
ist diese Desktop-Oberfläche in der S.u.S.E.-Distribution
deaktiviert. Wenn Sie ein Hänger beim Beenden von KDE nicht
stört, können Sie den Sound selbst wieder aktivieren:
Dazu entfernen Sie in der Datei /opt/kde/bin/startkde die
#-Zeichen vor den Einträgen
# startifthere kaudioserver
#
startifthere kwmsound
Intellimouse unter Linux
Unter Windows läßt sich
fast jede Anwendung mit dem Rädchen der Intellimouse steuern.
Linux erlaubt das jetzt auch.
Bislang war das Mausrad unter
X-Window völlig nutzlos. Mit IMWheel ist es jetzt auch unter
Linux einsetzbar. Nach der Installation von IMWheel können
Sie in fast jedem X-Fenster nach Belieben mit dem Rad scrollen.
Das Tool erhalten Sie mit weiteren In-formationen unter der
Adresse
http://solaris1.mysolution.com/~jcatki/imwheel
Linux und Windows NT
Sie möchten Linux und Windows NT
auf einem PC gleichzeitig installieren und weiterhin den
Windows-NT-Boot-Manager verwenden. Kein Problem:
Installieren
Sie dazu den Linux-Bootloader LILO im Bootsektor der
Linux-Partition (zum Beispiel /dev/hda2). Booten Sie Linux per
Diskette, und kopieren Sie den Bootsektor der Linux-Partition auf
eine leere DOS-Diskette. Der entsprechende Befehl an der
Linux-Kommandozeile lautet:
dd if=/dev/hda2 bs=512 count=1
of=/floppy/boot.sek
Booten Sie nun wie gewohnt Windows NT, und
loggen Sie sich mit Administrator- Rechten ein. Kopieren Sie dann
die Datei boot.sek von der Diskette in das Wurzelverzeichnis der
Windows-NT-Partition. Jetzt folgt der entscheidende Schritt:
Öffnen Sie die Datei c:\boot.ini mit dem NotePad von Windows.
Achtung: Diese Datei ist eventuell mit dem Read-Only-Attribut
versehen, löschen Sie dies vorher mit Hilfe des Windows
Explo-rer. Fügen Sie nun am Ende der Datei die
Zeile
c:\boot.sek="Mein Linux"
ein. Speichern Sie
die Datei, und starten Sie den Rechner neu. Ab sofort können
Sie Linux aus dem NT-Boot-Manager starten. Wichtig: Bei jeder
Änderung am Kernel muß auch die Datei boot.sek neu
erzeugt werden.
Bibliothek auswählen
So finden Sie fehlende
Bibliotheken, damit der Programmstart erfolgreich verläuft.
Wer
Binärversionen von Programmen verwendet, muß damit
rechnen, daß ein Programm Bibliotheken nutzt, die auf Ihrem
Rechner nicht vorliegen. Das Programm startet dann nicht. Um
herauszufinden, welche Libraries Sie benötigen, geben Sie
ldd
/pfad_zum_programm/ programmname
ein oder einfacher:
ldd
`which programmname`
Dabei sollten Sie beachten, daß
besondere Hochkommata, sogenannte Hoch-haken (Backticks)
vorgeschrieben sind. Sie erreichen dieses Zeichen über
[Um-schalt-#].
Fehlermeldung beim Start von Skripten
Wenn ein Skript mit
der Meldung No such file or directory scheitert, fehlt meist die
Pfadangabe zum Skript-Interpreter.
Ein neu installiertes
Programmpaket findet zugehörige Skripte nicht oder führt
sie nicht aus. Zwar liegt das Skript im aktuellen Verzeichnis,
doch beim Start erhalten Sie die Meldung
no such file or
directory
Das liegt daran, daß die Shell zur Ausführung
eines Skripts den dazugehöri-gen Interpreter braucht. Dieser
Verweis steht in der ersten Zeile des Skripts und kann kaum mit
Ihrer Installation übereinstimmen. Im allgemeinen finden Sie
den Pfadeintrag in der Form
!#/pfad/interpretername
Wenn
nicht, beschwert sich die Shell darüber mit der erwähnten
Meldung. Mit dem Kommando
which interpretername
erhalten Sie
die Pfadangabe, die Sie noch im Skript eintragen.
Bessere Schriften auf dem X-Window-Desktop
Aus dem Internet
laden Sie bes- ser lesbare Schriften, um sie in Ihr Linux
einzubinden.
Mit Hilfe eines speziellen Font-Servers verwenden
Sie Ihre TrueType-Schriften auch unter X. Laden Sie dazu den
TrueType-Font-Server Xfstt-0_ 9_10.tgz von der
Seite
http://sunsite.unc.edu/pub/
Linux/X11/fonts/
Legen Sie danach das
Verzeichnis
/usr/ttfonts
an. Kopieren Sie Ihre
TrueType-Fonts dort hinein. Entpacken Sie die Datei Xf-stt-
0_9_10.tgz mit dem Befehl
tar xvfz Xfstt-0_9_10.tgz
Wechseln
Sie in das Verzeichnis xf-stt0910, und geben Sie den
Befehl
make
ein. Mit
make install
installieren Sie den
Font-Server. Damit der Server funktioniert, passen Sie die Datei
/usr/X11R6/lib/X11/XF86Config an. Fügen Sie dazu im Abschnitt
Files die Zeile
FontPath "unix/:7100"
ein. Starten
Sie den X-Server neu. Ab sofort stehen Ihnen TrueType-Fonts in
Ihren X-Anwendungen zur Verfügung. Achten Sie darauf, daß
Sie zuvor den TrueType-Font-Server mit dem Befehl xfstt &
geladen haben. Ohne diesen startet Ihr X-Window-System nicht
korrekt.
Namensfragen
Die Abfrage der Umgebungsvariablen verrät
Ihnen Nutzer- und Computernamen sowie die Mail-Adresse.
Oft
benötigen Sie in Skripten den Namen des momentan angemeldeten
Be-nutzers oder des aktuellen PC. Diese stehen in der Bash
(Standardeingabezeile) in Form von Variablen zur
Verfügung:
SHORTNAME=$(hostname)
liefert den Namen des
PC,
LONGNAME=$(hostname)
Namen und Domäne des PC und
noch
den User-Namen:
USERNAME=$(id -un)
Abschließend
eine Mail-Adresse:
mailad=$USERNAME@$LONGNAME.
Automatischer Clear-Screen beim Logout
Zur Sicherheit lassen
Sie den Bildschirm nach dem Logout verschwinden.
Um nichts auf
dem Bildschirm nach dem Logout zu verraten, geben Sie die
Zeile
trap clear 0
in der Datei /etc/profile ein. Diese
Einstellung führt dazu, daß Linux beim Abmelden die
Konsole löscht: Zuvor eingegebene Informationen sind dann
nicht länger sichtbar.
Auto-FTP-Login
Wer regelmäßig FTP verwendet, um
beispielsweise seine Homepage bei einem Provider zu aktualisieren,
erleichtert sich das Login.
Mit einem automatischen Login ist
es nicht länger notwendig, jedesmal den Benutzernamen und das
Paßwort einzugeben. Das FTP-Programm sucht im
Home-Verzeichnis des Anwenders nach der Datei .netrc. Darin können
Sie den Namen von Rechnern zusammen mit einem Nutzernamen und dem
zugehörigen Paßwort eintragen. Wählen Sie später
einen der eingetragenen Rechner an, loggt sich das FTP-Programm
automatisch ein. Wollen Sie sich unter einem anderen Account
einloggen, schalten Sie die Automatik über den Parameter -n
ab. Aus Sicherheitsgründen weigert sich das FTP-Programm, die
Datei auszuwerten, wenn Sie keine Zugriffsrechte besitzen. Die
Datei kann nur der Anwender lesen, sie muß den Modus 600
haben. Das Kommando
chmod 600 .netrc
setzt diesen Modus. Für
eine FTP-Session mit automatischem Anmelden beim Rechner
ftp.upload.com schreiben Sie in die Datei .netrc:
machine
ftp.upload.com name
UserName password
PasswortFuerUserName
Magische Tasten
Wenn Linux auf keine Taste mehr reagiert,
läßt es sich noch mit kompilierten Hotkeys
bedienen.
Linux gilt als stabiles Betriebssystem. Doch noch
sind nicht alle Linux-Anwendungen so stabil, wie Anwender sich
dies wünschen und es erwarten. Gerade X-Server in der
Betatest-Phase sowie SVGA-Lib-Programme können Ihr Linux
unbedienbar machen. Dazu gehören auch manche Spiele. In der
2.2.x-Serie der Linux-Kernels existiert im Makefile die Option
Magic Sysrq Key: Damit kompilieren Sie verschiedene Hotkeys in den
Kernel und machen ein nicht reagierendes System wieder
arbeitsfähig. Bevor Sie den Kernel mit dieser Option
übersetzen, entnehmen Sie der Datei
/usr/src/linux/Do-cumentation/ sysrq.txt weitere Informationen.
Strip spart Platz
Ein vergessenes strip-Kommando im Makefile
bläht Programme unnütz auf.
Verwenden Sie statt
fertiger Binärpakete selbst kompilierte Programme, so sollten
Sie das Makefile untersuchen: Häufig vergessen die Autoren,
das strip-Kommando aufzurufen. Dieses Kommando entfernt alle
Informationen aus der Programmdatei, die nur zum Fehlersuchen
(Debuggen) erforderlich sind. Dazu gehören zum Beispiel
Zeilennummern des zugehörigen Quellcodes und die
Symboltabelle: Die Größe des kompilierten Programms
kann sich durch diese Informationen leicht verdoppeln. Rufen Sie
das strip-Kommando im Makefile nicht auf, holen Sie dies später
leicht nach. So rufen Sie strip auf:
strip <programmname>
Platzfressende Dateien
Um Platz auf der Festplatte zu
schaffen, spüren Sie die größten zu löschenden
Dateien auf.
Jede Festplatte füllt sich.Löschen Sie
daher möglichst große Dateien: Diese finden Sie mit dem
Kommando
ls -lR | sort +4nr
Damit zeigt Linux alle Dateien
im aktuellen Verzeichnis und in allen Unterverzeichnisse, der
Größe nach sortiert, an: Die größte Datei
erscheint dabei als erste. So überblicken Sie, was Sie
löschen können.
16 Linux: Größerer
Swap-Bereich
So vergrößern Sie den Swap-Bereich mit
einer zusätzlichen Datei.
Ein Linux-System ist mit einer
Swap-Partition schneller als mit einer Auslage-rungsdatei. Der
Nachteil einer festen Partition: Sie kann nicht größer
werden. Ist der Speicherengpaß kurzfristig, können Sie
eine Auslagerungsdatei hinzufügen. Dazu erzeugen Sie mit dem
Kommando
dd if=/dev/zero of=swapfile bs=
1024
count=65536
eine leere Datei der gewünschten Größe.
Das Beispiel gibt 65 536 KByte, also 64 MByte vor. Mit der
Blockgröße 1024 Byte rechnet es sich leichter.
Anschließend initialisieren Sie die Swap-Datei mit dem
Kommando
mkswap swapfile 65536
Ein abschließendes sync
schreibt alle Änderungen am Dateisystem zurück, bevor
Sie die Auslagerungsdatei nutzen:
swapon swapfile
Nach dem
Befehl
swapoff swapfile
löschen Sie die Datei wieder.
Fehler mit tar-Archiven
Hat ein tar-Archiv seine Dateiflut
in ein falsches Verzeichnis entpackt, beseitigen Sie den Fehler
mit einem Befehl.
Haben Sie versehentlich ein tar-Archiv im
falschen Verzeichnis ausgepackt, müssen Sie viele Dateien
löschen. Dazu nutzen Sie den Befehl (mit Backticks):
rm
'tar ft archiv.tar'
Login verhindern
So erfahren Anwender bei Wartungsarbeiten,
daß Sie sich momentan nicht einloggen können.
Bei
manchen Wartungsarbeiten darf kein weiterer Anwender Daten
anfordern. Als Superuser schalten Sie dann das Netz in den
Single-User-Modus. Al-lerdings rufen dann oft Ihre Anwender an,
weil sie sich nicht mehr einloggen können. Daher bietet
bietet Ihnen die Datei /etc/nologin eine bessere Alternative.
Diese Textdatei legen Sie mit einem Editor an. Sodann kann sich
kein Anwender mehr in das System einloggen. Er sieht statt dessen
eine Botschaft wie :
Es liegt kein Fehler vor: Wegen
Wartungsarbeiten können Sie sich nach einer kurzer
Kaffeepause wieder anmelden.
Dieses Beispiel für eine
Meldung, welche Sie in die Datei nologin schreiben, können
Sie beliebig varieren. Mit wenigen Sätzen kann auch der
Superuser das Betriebsklima verbessern.
Dateien ändern im Schnelldurchgang
more oder less ist
die Frage, wenn Sie angezeigte Dateien ändern
wollen.
Betrachten Sie eine Datei mit den Befehlen more oder
less und möchten Sie sie schnell verbessern, so öffnen
Sie diese Datei durch Eingabe von v in Ihrem Editor. less startet
dabei das in der Umgebungsvariablen EDITOR eingestellte Programm.
More startet immer den VI. Beenden Sie diesen Editor, befinden Sie
sich wieder im zuvor aktiven Programm. Wollen Sie Sehen, welcher
Editor in Ihrer Linux-Version als Standard eingetragen ist, geben
Sie
rvho $EDITOR
ein. Wollen Sie einen anderen Editor
definieren geben Sie zum Beispiel
export $EDITOR=vi
ein.
Damit stellen Sie VI als Standard-Editor ein.
Nicht druckbare Zeichen
Text mit nicht druckbaren Zeichen
müssen Sie umwandeln, um ihn zu sehen.
Gelegentlich
enthalten Texte spezielle Sonderzeichen, weswegen Pager wie less
diese Datei als Binärdatei behandeln und zur Sicherheit
nachfragen. Antworten Sie Ja, sehen Sie meist unleserliche Zeichen
am Bildschirm. Doch mit dem Kommando
cat -v Dateiname |
less
können Sie den Text lesen, weil der Befehl nicht
druckbare Sonderzeichen in druckbare umwandelt.
Hilfe zur Kompression
Mit komprimierten Dateien sparen Sie
bei der Übertragung Geld und auf dem Datenträger
Platz.
Auch für große Festplatten sind komprimierte
Dateien wichtig. Folgende Hilfsprogramme erleichtern den Umgang
damit:
zless zeigt komprimierte Dateien an, ohne sie zuvor zu
entpacken.
zdiff vergleicht zwei komprimierte Dateien.
znew
wandelt compress- (*.Z) in gzip-Dateien um (*.gz).
zgrep
durchsucht komprimierte Dateien.
Ebenfalls zur gzip-Familie
gehört gzexe.
Das Verfahren komprimiert ausführbare
Dateien, die dabei ausführbar bleiben. Dabei sparen Sie zwar
Platz, doch dafür verlängert sich die Ladezeit.
Hardware-Information
Um Systemfehler beheben zu können,
sind korrekte Auskünfte zur Hardware unumgänglich.
Das
/proc-Dateisystem informiert Sie über die
Hardware-Konfiguration. So listet die Datei /proc/interrupts die
IRQs auf, und /proc/ioports zeigt die Speicherfenster an.
Schwieriger ist die Recherche, welche Ressourcen einem Gerät
genau zugewiesen sind. Der PC erledigt die Arbeit für Sie mit
dem Befehl listdev: Das Programm listet die gewünschten
Informationen in einer Tabelle auf.
Große Dateien teilen
Große Dateien müssen
Sie für den Transport per Diskette aufteilen können.
Wollen
Sie große Dateien auf Disketten kopieren, müssen Sie
sie in passende Teile zerlegen am einfachsten mit dem Befehl
split. Das Programm teilt Daten in Pakete der gewünschten
Größe auf. Weil split normalerweise mit Texten
arbeitet, teilt es nach einer Anzahl von Zeilen: Bei Binärdateien
schlägt dies fehl. Mit dem Parameter -b geben Sie eine
Blockgröße in Byte an, um auch binä-re Dateien
aufzuteilen. Der Befehl split -b 1440k datei.tgz block zerlegt die
Datei in diskettengerechte Blöcke mit den Namen blockaaa,
block-aab und so weiter. Auf dem Zielrechner setzen Sie die
Dateien dann mit cat block* > datei.tgz wieder zusammen.
Automatisch zum Skript
Weil kaum ein Mensch lange
Befehlszeilen lernen kann und will, muß der PC diese
speichern.
Haben Sie in der Bash eine komplizierte Befehlsfolge
eingetippt, die Sie in ein Skript übernehmen wollen, hilft
das history-Kommando. Damit speichern Sie die zuletzt eingegebenen
Befehle in einer Datei. Zum Sichern der letzten fünf
Kommandos geben Sie
history 5 > newscript.sh
ein. Feilen
Sie dieses vorläufige Skript mit Ihrem Editor nach, um es für
weitere Aufgaben einzusetzen.
14 Linux: Einfache Benchmarks
Um
PCs zu vergleichen, sind objektive Testverfahren
unverzichtbar.
Wollen Sie prüfen, ob Ihre neue Hardware
schneller arbeitet, so messen Sie mit time die Zeit zur
Abarbeitung von Aufgaben. Dieser Aufruf steht vor einem anderen
Kommando. So messen Sie zum Beispiel die Zeit, um den Kernel zu
kompilieren:
time make
Die Skriptdatei NetInfo.vbsfinden Sie
auf der Heft-CD unter der Rubrik Praxis/Tips & Tricks/
Betriebssysteme und im Internet unter
www.pc-magazin.de/magazin/extras.htm
Gehen
Sie in der Tabelle Online Extrasauf die Rubrik Praxis.
Interaktive Programme fernsteuern
Ein Trick hilft, Programme
zu steuern, die eine Kommandozeileneingabe erlauben.
Zum
Automatisieren von Vorgängen lassen sich Shell-Skripte
einsetzen. Allerdings scheitern diese, wenn Sie das zu steuernde
Programme interaktiv bedienen müssen, also keine
Kommandozeilenparameter verwenden können. Verfügt das
Programm über eine Kommandozeile, um Befehle einzugeben,
hilft ein kleiner Trick:
#!/bin/sh
Programm Argumente
<<EOF
Kommandozeile 1
Kommandozeile 2
EOF
Mit
dem Skript startet das Programm mit den angegebenen Argumenten.
Anschließend werden die beiden Zeilen an den Prompt des
Programms geschickt: Wie viele Kommando Sie abschicken, ist egal.
Mit diesem Verfahren steuern Sie Programmabläufe ohne viel
Aufwand.
Zu lange Kommandozeilen
Arbeiten Sie mit großen
Verzeichnissen, erhalten Sie bei Kommandos mit Wildcards die
Fehlermeldung "Argument list too long"
Der Grund
liegt in der Verarbeitung von Wildcards. Diese werden nicht vom
jeweiligen Programm verarbeitet, sondern von der Shell. Das
Programm erfährt al-so nichts von den Platzhaltern, sondern
bekommt von der Shell eine Liste mit expandierten Dateinamen, die
nicht zu lang werden darf. Um das ls-Kommando auszuführen,
hilft ein Trick:
ls | grep ".txt"
Damit verzichten
Sie auf Wildcards, wodurch keine Expansion stattfindet. Das
nachgeschaltete grep-Kommando sucht die Dateien mit der passenden
Erweiterung heraus. Wollen Sie die Dateinamen nicht nur anzeigen,
sondern ein Kommando mit ihnen ausführen, bringt dieser
Ansatz nichts. Abhilfe schafft das xargs-Kommando: Es liest eine
Liste von Dateinamen und zerteilt sie in kleinere Häpp-chen,
die sich zur Weiterverarbeitung eignen. Um alle .txt-Dateien zu
einem tar-Ar-chiv zusammenzufassen, nutzen Sie fol-gendes
Konstrukt:
ls | grep ".txt" | xargs tar -rf
TextArchiv.tar
Das ls-Kommando listet alle Dateien auf. grep
filtert die Dateien mit der Erweiterung .txt, das xargs-Kommando
zerteilt diese Liste in mehrere Blöcke und ruft mit jedem
Block das tar-Kommando auf. Der Parameter -r des tar-Kommandos
faßt die Blöcke zu einem Archiv zusammen.
Mehrsprachige Shell
Die Befehle, mit denen Sie die Sprache
umschalten, sind klar und einfach.
Viele Programme unterstützen
mehr als eine Sprache. Sehr nützlich ist es, die Bash-Shell.
auf eine andere Sprache um-zustellen. Möchten Sie eine andere
Sprache wählen, stellen Sie in der aktuellen Shell die
Sprache zum Beispiel mit
export LANG=german
auf Deutsch um,
für Englisch gilt:
export LANG=english
Diese Zeilen
speichern Sie in der Datei ~/.bashrc.
IDE-Festplatten beschleunigen
Mit wenigen Befehlen steigern
Sie den Datentransfer von den
Festplatten.
Linux verwendet
beim Zugriff auf IDE-Festplatten sehr konservative Einstellungen.
Mit dem Befehl
hdparm -v /dev/hda
überblicken Sie die
momentanen Einstellungen. Wenn Sie die Zeilen
using_dma = 0
(off)
I/O support = 0 (default 16-bit)
lesen, verwendet der
Festplattentreiber 16-Bit-I/O ohne den DMA-Modus. Dies ist die
langsamste Einstellung. Die aktuellen Übertragungsraten
bestimmen Sie mit dem Kommando
hdparm -t /dev/hda
Der Befehl
liefert etwa eine Zeile mit folgenden Werten:
Timing buffered
disk reads: 32 MB in 7.03 seconds=4.55 MB/sec
Die
Übertragungsrate beträgt also 4.55 Megabyte in der
Sekunde. Nach dem Einschalten von DMATransfers mit
hdparm -d 1
/dev/hda
beträgt die Übertragungsrate im Beispiel
schon 6,84 MByte pro Sekunde. Akti-vieren Sie den 32-Bit-Zugriff
mit dem Befehl
hdparm -c 1 /dev/hda
so steigern Sie den Wert
auf 7,51 Mbyte pro Sekunde. Die eingestellten Werte sind
allerdings flüchtig. Ein IDE-Reset, den der Kernel im
laufenden Betrieb durchführt, zerstört sie. Mit
hdparm
-k 1 /dev/hda
bleiben die Einstellungen über einen
IDE-Reset erhalten. Einen Rechnerneustart überstehen sie noch
nicht: Erst wenn Sie die Zeilen in ein Startscript eintragen, das
nach jedem Booten aufgerufen wird, bleiben die Einstellungen
dauerhaft. Beim Hersteller SuSe eignet sich zum Beispiel ein
eigenes Script in/etc/rc.d/rc2.d auf Basis des mitgelieferten
skeleton-Beispiels.
22 Linux: Bootdisk im Schnelldurchgang
Wenn
sich die Version des Kernels ändert, sollten Sie die
Bootdiskette erneuern.
Mit der Installation von Linux legen Sie
eine Bootdiskette an. Wenn der Rechner nicht mehr von der
Festplatte bootet, bewahren Sie sich so eine weitere Startoption.
Ändern Sie die Version, indem Sie einen neuen Kernel
kompilieren, sollten Sie eine neue Bootdiskette anlegen. Am
schnellsten schreiben Sie den aktuellen Kernel mit dem Kommando
dd
if=/boot/mein.kernel of=/dev/fd0
auf eine Bootdiskette. Dieses
Kommando schreibt das aktuelle Kernel-Image (mein.kernel) auf eine
Diskette. Sicherheitshalber sollten Sie das Kommando
rdev
/dev/fd0 /dev/bootpartition
absetzen. Damit bootet der Kernel
auch von der entsprechenden Partition.
Dateien zuverlässig schützen
Einen zuverlässigen
Löschschutz verschaffen Ihnen wenige Befehlszeilen.
Mit
dem chattr-Kommand verändern Sie die Attribute des
Ext2-Dateisystems einer Datei. Diese Attribute kann nur der
Superuser ändern, sie werden normalerweise nicht angezeigt.
Verwenden Sie das Kommando
chattr +i Dateiname
so ist die
Datei Dateiname geschützt. Der Superuser kann diese Datei
nicht löschen, ohne zuvor das Attribut mit
chattr -i
Dateiname
zu entfernen. Die aktuellen Attribute von Dateien
zeigt lsattr an.
Übersichtlich drucken
Mit dem klpq-Kommando verschaffen
Sie sich Übersicht über die Druckaufträge.
Zum
Drucken einer Datei können Sie anstelle des lpr-Kommandos
klpq verwenden. Um eine Datei zu drucken, geben Sie also den
Befehl
klpq Dateiname
ein. Der klpq-Befehl reicht beim Start
die Datei automatisch an den Line Printer Daemon weiter und öffnet
ein Fenster, das alle aktuellen Druckaufträge anzeigt. In
diesem Fenster können Sie Druckaufträge löschen
oder ihre Reihenfolge verändern. s
Freistehender Text
Mit einem einfachen Befehl verbessern Sie
die Übersichtlichkeit des Desktops.
GNOME färbt unter
den Icons auf dem Hintergrund einen rechteckigen Bereich in einer
kontrastreichen Farbe ein, damit der Text der Icons immer lesbar
ist. Auf manchen Hintergrundbildern wirkt dieser störend oder
ist überflüssig, da der Kontrast des Textes aus-reicht.
Im Midnight Commander lassen sich rechteckige Bereiche unter
Preferences/Desktop/Use shaped text abschalten: Der Desktop wird
übersichtlicher.
Datei im Paket
Eine kryptische Kommandozeile verrät
Ihnen, woher eine Datei stammt.
Wer eine Datei versehentlich
gelöscht hat, muss, um sie neu installieren zu können,
wissen, woher sie stammt. Dazu legen Sie die CD der Distribution
ein, wechseln in das Verzeichnis mit den RPM-Dateien und geben
folgendes ein:
for i in *.rpm; do
rpm -qpl
" $i |
grep -q 'Dat-einame'
"&& echo $i ; done
Der
Befehl gibt eine Liste mit allen rpm-Paketen aus, in der die
Datei
enthalten ist.
KDE ohne Maus
So bleiben Profis mit den Fingern auf der
Tastatur, ohne mit der Maus spielen zu müssen.
KDE (K
Desktop Environment) ist ein Window-Manager, den Sie überwiegend
mit der Maus bedienen können. Einige Kommandos sollten Sie
jedoch mit der Tastatur ausführen. Die wichtigsten
Tastaturkürzel für KDE finden Sie in der folgenden
Tabelle.
Übersicht über Prozesse
So überblicken Sie
Prozesse mitsamt ihren Subprozessen und einer Kommandozeile.
Eine
anschauliche Darstellung über momentan laufende Prozesse
liefert der Befehl pstree. Im Gegensatz zum ps-Befehl werden
Prozesse dabei nicht nur aufgelistet, sondern ihre
Verwandschaftsbeziehungen werden durch eine baumartige Struktur
verdeutlicht. Sie erfahren also, welche Subprozesse ein Programm
gestartet hat. Mit dem Parameter -ap liefert das Programm
zusätzlich die Prozess-ID und die Kommandozeile der Prozesse.
Schmales Terminalfenster
So drucken und editieren Sie
Programmausgaben vollständig.
Einige Programme liefern
Ausgaben, die länger als die Breite des Terminalfensters
sind. Das Umleiten der Ausgabe in ein Pager-Programm wie zum
Beispiel mit less schafft nur Abhilfe, wenn die Daten gelesen
werden sollen. Spätestens beim Editieren oder Drucken der
Zeilen tauchen abgeschnittene Zeilen wieder auf. Abhilfe schafft
das fold-Kommando. Der Aufruf
fold <Dateiname>
zeigt
den Inhalt der Datei mit Zeilenumbrüchen an der Position 80
an. Andere Zeilenlängen lassen sich über den
width-Parameter angeben. So liefert
fold width=72
<Dateiname>
eine Ausgabe mit entsprechend verkürzter
Zeilenlänge. Handelt es sich um lesbaren Text, so ist der
Parameter -s sinnvoll, da hier an einem Leerzeichen der Umbruch
erfolgt. Ohne diesen Parameter erscheint ein Umbruch oftmals
mitten im Wort.
Kontrolle ist besser
So prüfen Sie die zentrale
Konfigurationsdatei auf Funktionsfähigkeit und korrekte
Syntax.
Die zentrale Datei zur Konfiguration der von außen
zugänglichen
Dienste eines Linux-Rechners ist
/etc/inetd.conf. Mit dem Kommando tcpdchk überprüfen Sie
deren Syntax. Es untersucht die Konfigu-rationsdatei auf typische
Fehler wie falsche Pfade, fehlerhafte Optionen oder ungültige
Hostnamen. Mit der Option -v erhalten Sie eine Ausgabe wichtiger
Fehlermeldungen.
Hilfe Schwarz auf Weiß
Lassen Sie sich eine
übersichtliche LinuxGebrauchsanleitung ausdrucken.
Man-Pages
(Manual-Pages, Gebrauchsanleitungsseiten) sind eine wichtige
Informationquelle für Linux-Anwender. Einige dieser Seiten
sind jedoch recht lang, und gelegentlich wäre es
wünschens-wert, einen Ausdruck der darin befindlichen
Informationen zu erhalten. Zu diesem Zweck weisen Sie Linux über
den Parameter -t an, Seiten im Postscript-Format auszugeben. Am
besten nutzen Sie einen Postscriptfähigen Drucker oder einen
Druckerfilter wie Aps. Die Syntax des Kommandos lautet:
man -t
[Kommandoname] | lpr
Bash-Kommandoliste durchsuchen
Kommandos, die Sie vor
längerer Zeit eingegeben haben, finden Sie im Suchmodus
schneller, um sie erneut zu starten.
Die Bash führt eine
Liste der letzten auf der Kommandozeile eingegebenen Befehle mit.
In dieser Liste können Sie mit den Cursortasten blättern.
Das ist allerdings mühsam, wenn Sie das gewünschte
Kommando schon vor einiger Zeit eingegeben haben. Lassen Sie
Kommandos suchen. Durch die Tastenkombination [Strg-r] schaltet
die Bash in den Suchmodus. Fol-gende Eingaben werden nun direkt
als Suchbegriff verwendet, und die jeweils am besten passende
Zeile wird eingeblendet. Ist die richtige Zeile gefunden, genügt
eine Bestätigung mit [Enter], um das Kommando erneut
auszuführen.
Kein FAT-Eintrag nach der Installation
Der folgende Tip
bezieht sich auf die Go!Linux Easy Edition auf der Heft CD 3/2000.
Nach der Installation kann die Windows-Partition unsichtbar
bleiben.
Während der Linux-Installation fragt das System
nach den Partitionen, die Sie einbinden (mounten) wollen. Die
bereits existierenden Partitionen sehen Sie in einem
Auswahlfenster. Durch Selektieren und anschließende Eingabe
des Mount-Points kann Linux auf die Datenträger zugreifen.
Nach einem Neustart kann die Windows- 98-Partition jedoch
unsichtbar bleiben, obwohl sie in der Datei /etc/mtab richtig
eingetragen war. Die Ursache liegt darin, dass das Verzeichnis
/mnt/win98 nicht angelegt wurde. Holen Sie das nach mit der
Eingabe
mkdir /mnt/win98
Eine Übersicht aller beim
Systemstart einzubindenden Partitionen finden Sie in der Datei
/etc/mtab.
Netzwerkkarte
Wenn der Netzwerkzugriff mit der
Adaptec-ANA-6911-XX-Karte versagt, helfen Sie sich.
Nach einer
erfolgreichen Linux-Installation unter RedHat 5.1, 6.0 und
Derivaten wie GO!Linux haben Sie keinen Netzwerkzugriff mit der
Adaptec-Netzwerkkarte. Eine fehlerhafte Konfiguration Ihrer Karte
erkennen Sie schon beim Hochfahren an der Meldung
# Bringing up
Interface eth0
[FAILED]
Linux erkennt während der
Installation die Adaptec-Karte korrekt und installiert den dazu
notwendigen Treiber tulip. Dieser Treiber ist der Standardtreiber
für die DEC-Chips auf Basis des DEC-21040. Das Folgemodell
DC21143 lässt dem Hersteller die Freiheit, Funktionen
gesondert zu schalten. Darin liegt das Pro-blem. Um es zu lösen,
testen Sie die Karte mit einem anderen Treiber. Schlimms-tenfalls
befindet sich eine defekte Karte in Ihrem Rechner. Voraussetzung
für korrektes Arbeiten ist, dass der Treiber für die
Netzwerkkarte als Modul geladen wurde. Das ist umindest nach der
Installation der Fall. Weiterhin müssen Sie als root
angemeldet sein. Dann entfernen Sie den geladenen Treiber
tulip.o:
# rmmod tulip
Wenn Linux diesen Treiber bereits
nutzt, deaktivieren Sie das Device eth0 unter RedHat mit den
Befehlen:
# ifdown eth0
# rmmod tulip
Jetzt binden Sie
den DEC-Treiber ein, der Bestandteil jeder Distribution ist, und
prüfen die Meldungen der Kernellog- Datei:
# modprobe
de4x5
Ausgabe:
[tulip]# modprobe de4x5
eth0: DC21143 at
0xd000 (PCI bus
0, device 10), h/w address
00:00:d1:1c:77:ed,
and requires
IRQ5 (provided by PCI BIOS).
Nun aktivieren Sie
das Device eth0 und lassen sich die Konfiguration anzeigen:
#
ifup eth0
# ifconfig eth0
Wenn Sie die Karte einbinden
können, erhalten Sie eine Meldung wie diese:
Determining
IP information for eth0...eth0: media is 100Mb/s. done.
Wenn
alle Änderungen erfolgreich sind, übernehmen Sie diese.
Dazu editieren Sie die Datei /ect/conf.modules und ersetzen den
Eintrag
alias eth0 tulip
durch
alias eth0 de4x5
Danach
sollte Linux die Netzwerkkarte korrekt initialisieren.
Prozessor zu schnell
Die Installation der Diskettenversion
von Windows NT 3.5 kann auf Pentium-II-Systemen an einem zu
raschen Boot-Vorgang scheitern.
Gelegentlich wird auf einem
Pentium-II-Rechner die Installation von NT 3.5 nach Diskette 9,
worauf ein Reboot erfolgt, mit der Fehlermeldung abgebrochen, der
Prozessor sei zu schnell. Dann versuchen Sie folgendes:
Deaktivieren Sie für die Dauer der Installation im
Rechner-BIOS den Second Level Cache des Prozessors. Anschließend
sollte das System so stark abgebremst arbeiten, daß die
Installation erfolgreich verläuft. Vergessen Sie danach aber
auf keinen Fall, den Cache zu reaktivieren.
me/mp
ISA-Karten in PCI-Systemen
Wenn im PCI-Rechner eine
ISA-Karte nicht ordnungsgemäß funktioniert, verändern
Sie den Eintrag in der Registry.
In wenigen Fällen kommt
es vor, daß ein PCI-Rechner eine ISA-Karte nicht
ordnungsgemäß erkennt und fehlerhaft anspricht. Tritt
ein derartiges Problem auf, rufen Sie den
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\AdapterName\Parameters
auf. AdapterName nennt an dieser Stelle Ihren Kartentyp. Der
Parameter Bus-Number (Typ DWord) bezeichnet in numerischer Form
den Bus-Typ Ihres Rechners, in dem sich der ISA-Adapter befindet.
Welcher Bus welche Nummer trägt, hängt von der
Konfiguration Ihres PC ab. In den meisten Fällen genügt
es, als BusNumber den Wert 0 einzutragen.
Puffer für Maus und Tastatur erhöhen
Wenn NT bei
zu vielen Mausklicks einen Fehler meldet, erweitern Sie einen
speziellen Speicherbereich.
Sie arbeiten intensiv mit Maus und
Tastatur bei einer Anwendung, die Sie gut beherrschen, bis eine
unerwartete Fehlermeldung Sie aus dem Takt bringt. Mit einem
erweiterten Speicherbereich für Ihre Eingaben beseitigen Sie
dies Problem. Sobald Sie eine Mausoperation ausführen, werden
alle Ereignisse einem separaten Speicherbereich zugewiesen. Diesen
erreichen Sie über den
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Busmouse\Parameters\MouseDataQueueSize
Standardmäßig hat der Parameter den Wert 100, das
bedeutet, er speichert 100 Mausereignisse. Nun kann es je nach
Hardware und Auslastung des Prozessors vorkommen, daß ein
wesentlich größerer Wert notwendig ist, besonders dann,
wenn Sie im System-Log folgende Meldung finden
The ring buffer
that stores incoming mouse data has overflowed
Das System-Log
ist das Ereignissprotokoll, welches Sie aus dem Menü
Verwaltung (Allgemein) aufrufen. Eine ähnliche Fehlermeldung
erhalten Sie unter Umständen für Tastaturereignisse. Den
entsprechenden Parameter finden Sie unter dem
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Busmouse\Parameters
Im Parameter KeyboardDataQueueSize passen Sie den
eingetragenen Wert von 100 ebenfalls Ihren Bedürfnissen an.
Dieser Wert beschreibt die Anzahl der Bytes, mit denen der
Tastaturtreiber Tastaturereignisse speichert.
Registry-Änderung beim Remote-Zugriff verhindern
Den
Remote-Zugriff auf die Registry verschiedener Arbeitsstationen muß
ein Systemadministrator verhindern.
Um die Arbeit von
Systemadministratoren zu erleichtern, ist ein Zugriff auf die
Registry per Remote-Verbindung von einer Arbeitsstation im
Netzwerk sinnvoll. Windows NT 4.0 bietet dieses Feature
standardmäßig für Administratoren. NT 4.0
Workstation gestattet jedoch auch einen ungesicherten Zugriff auf
die Registry. Jeder Anwender kann damit Änderungen an der
Registry vornehmen. Aus diesem Grund sind einige Modifikationen
notwendig, um den Zugriff für Unbefugte auf diese Datenbank
zu unterbinden. NT definiert in der ACL (Access Control List), wer
per Remote-Verbindung auf die Registry zugreifen darf. Findet das
System keinen Eintrag, so hat jeder Benutzer Remote-Zugriff auf
die Registry. Zum Einrichten einer Zugangskontrolle rufen Sie den
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\SecurePipeServers
auf. Steht an dieser Stelle kein Eintrag mit der Bezeichnung
winreg, so fügen Sie diesen hinzu. Danach legen Sie einen
Eintrag vom Typ Zeichenfolge mit der Bezeichnung
Description
und dem Wert
Registrierungs-Editor
an. Rufen Sie
anschließend regedt32 auf, um die Zugriffsrechte für
diesen Eintrag zu bestimmen. In regedt32 wählen Sie den
Eintrag Berechtigungen aus dem Menü Sicherheit. Im sich
öffnenden Dialogfeld Registrierungsschlüsselberechtigungen
treffen Sie Ihre Auswahl. Diese entscheidet, welche Anwender für
einen RemoteZugriff autorisiert sind.
Symbol-Bezeichnungen umbrechen
Per Registry verändern
Sie das Umbruchverhalten von Symbol-Beschriftungen.
Profis
leisten Feinarbeit, die Sie beim ersten Blick auf den Desktop
bemerken. Hier geht es darum, Symbole geordnet anzulegen. Nahezu
alle Parameter im Zusammenhang mit Symbolen lassen sich über
den Dialog Eigenschaften der Anzeige ändern. Leider fällt
das Umbruchverhalten von Symbol-Beschriftungen nicht darunter. Vor
allem bei kurzen Namen stört dies, da sich ein unnötiger,
großer vertikaler Abstand zwischen verschiedenen Symbolen
auf dem Desktop ergibt. Dies beseitigen Sie, indem Sie den
Registry-Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER\ControlPanel\Desktop
aufrufen. Setzen Sie den Parameter Icon-TitleWrap (Typ DWord)
auf den Wert 0.
Tasks beenden
Per Registry-Parameter läßt sich
die Zeitspanne definieren, bis eine Dialogbox einen Fehler meldet.
Reagiert eine Anwendung nicht, so bleibt meistens nichts
anderes übrig, als diese über [Alt-Strg-Entf] neu zu
starten. Doch die Zeit, bis Ihnen NT dies meldet, können Sie
verkürzen. Während Sie noch auf die Reaktion einer
Anwendung warten, versucht NT nochmals, die Anwendung
ordnungsgemäß zu beenden. Ist dies ebenfalls erfolglos,
meldet NT, daß die entsprechende Anwendung nicht mehr
reagiert. Die Zeitspanne, die NT wartet, bis eine Antwort der
Applikation kommt, stellen Sie über den
Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER\ControlPanel\Desktop
ein.
Der Parameter HungAppTimeout mit einem Wert in Millisekunden
definiert die Zeitspanne, bis eine Dialogbox den Fehler meldet.
Die Standardeinstellung für diesen Wert beträgt 5000
Millisekunden, also fünf Sekunden. Diesen Wert zu ändern,
macht insbesondere Sinn, wenn Sie mit einer Applikation arbeiten,
die nicht stabil läuft. In diesem Fall reduzieren Sie diesen
Wert, um somit schneller eine abgestürzte Applikation zu
beenden.
Herunterfahren verkürzen
Die Zeit des Herunterfahrens
einer NT-Arbeitsstation läßt sich per Registry
modifizieren
Mit einem Registry-Eintrag beendet NT sofort und
schließt automatisch alle nicht reagierenden Applikationen.
Sinnvoll ist diese Methode bei Servern und Workstations, die nach
einem "Hänger" einen automatischen Neustart
durchführen müssen. Dabei definieren Sie eine
Zeitspanne, die NT beim Herunterfahren des Systems wartet. Zuvor
versucht NT, laufende Applikationen zu beenden. Rufen Sie den
Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER\ControlPanel\Desktop
auf,
und wählen Sie den Parameter Wait-ToKillAppTimeout aus. Per
Standard besitzt dieser den Wert 20000 Millisekunden (20
Sekunden). Läuft diese Zeitspanne ab, hängt es vom
Parameter AutoEndTasks ab, ob NT die Applikation automatisch oder
erst nach Rückfrage beim Benutzer zwangsweise beendet.
AutoEndTasks hat standardmäßig den Wert 0. Dies
bedeutet, daß NT auf die Beendigung der Applikation wartet
und falls dies unmöglich ist, den Fehler meldet. Der Wert 1
beendet NT und alle nicht reagierenden Applikationen sofort. So
starten Server und Workstations nach einem "Hänger"
erheblich schneller.
Fehlertolerante Massenspeicher
Auch unter der NT
Workstation lassen sich fehlertolerante Laufwerke aktivieren, was
die Datensicherheit erhöht.
NT 4.0 Workstation erhöht
die Datensicherheit dadurch, indem es gespiegelte Laufwerke, also
eine fehlertolerante Laufwerkskonfiguration zuläßt. Per
Standard ist diese Funktion jedoch nur für die Server-Version
aktiviert. Dies liegt daran, daß das Administrationsprogramm
windisk.exe automatisch überprüft, ob es auf einer
Workstation ausgeführt wird. Ist dies der Fall, zeigt es kein
aktuelles Konfigurationsmenü für Laufwerke an. Laut
Aussagen Microsofts, hilft Ihnen dann das Werkzeug ftedit aus dem
Workstation Ressource Kit weiter. Das nur 37 KByte große
Hilfsprogramm ftedit bearbeitet Fehlertoleranz-Informationen für
Festplatten, die in der Registry abgelegt sind. Zuvor starten Sie
jedoch den speziellen Treiber für fehlertolerante Laufwerke.
Diesen initiieren Sie über den
Registry-Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\FtDisk\Startto
Setzen Sie an dieser Stelle den entsprechenden Wert auf 0.
Nach einem Neustart des Systems versehen die neu angelegten
fehlertoleranten Laufwerke fehlerfrei ihren Dienst.
Dokumenten-Verknüpfungen ändern
Mit der
[Umschalt]-Taste läßt sich die Applikation bestimmen,
mit der Dateien starten sollen.
Wollen Sie beispielsweise
Texte nicht mit dem NotePad, sondern mit dem WordPad öffnen,
gibt es dafür einen einfachen Weg. Weil die
Dokumenten-Verknüpfungen zumeist schon festgelegt sind, ist
eine erneute Zuordnung nur schwer über den Explorer und die
Menüs Ansicht/Optionen/Dateitypen/ Bearbeiten herzustellen.
Der einfache Weg: Sie drücken die [Umschalt]-Taste, während
Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol der betreffenden
Datei klicken. Daraufhin öffnet sich das entsprechende
Kontextmenü mit dem Eintrag Öffnen mit. Über diesen
Menüeintrag bestimmen Sie dann, welche Applikation ein
Dokument öffnen soll.
Druckertreiber sperren
Die Verwaltung lokaler
Workstation-Drucker über einen zentralen NT-Server spart viel
Verwaltungsarbeit
Windows NT bietet für Netzwerkdrucker
ein nützliches Feature: Installieren Sie einen
Netzwerkdrucker an einem Client-NT-Rechner, liefert die
NT-Maschine auf Wunsch gleich den passenden Druckertreiber mit.
Was an dieser Stelle ganz sinnvoll klingt, kann in der Praxis zu
Schwierigkeiten führen, wenn etwa NT-Clients bereits über
einen lokalen Drucker verfügen, der dem Netzwerk zur
Verfügung gestellt wurde. Wickeln Sie daher die Verwaltung
der Druckertreiber über einen zentralen NT-Server ab. Nur der
Administrator sollte die Berechtigung haben, um einen neuen
Druckertreiber zu installieren. Um dies zu erreichen, rufen Sie
auf allen NT Workstations im LAN den
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Print\Providers\LanmanPrintServices
auf. Legen Sie den Parameter LoadTrustedDrivers an, und weisen
Sie ihm den Wert 1 zu. Danach vervollständigen Sie den
Parameter TrustedDriverPath mit der kompletten Pfadangabe, unter
der die entsprechenden Treiber zu finden sind.
Zugriffsbeschränkung auf Datenträger
Per Registry
lassen sich Zugriffe von NT-Prozessen auf bestimmte Laufwerke
unterbinden.
Jeder NT-Prozeß hat Zugriff auf CD-ROMs und
Disketten, die sich in den entsprechenden Laufwerken befinden. Oft
ist jedoch ein höheres Maß an Sicherheit wünschenswert,
etwa der C2-Standard. Dies erreichen Sie, indem Sie auf die
Registry zugreifen und den Zugriff auf gerade angemeldete Benutzer
beschränken. Andere Prozesse werden daraufhin die jeweiligen
Laufwerke nicht mehr erkennen. Öffnen Sie den
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\WindowsNT\CurrentVersion\Winlogon
und fügen Sie die Parameter Allocate-CDRoms und
AllocateFloppies (Typ DWord) hinzu. Weisen Sie beiden Parametern
den Wert 1 zu. Fehlt einer der beiden Parameter, steht allen
Prozessen der Zugriff auf dieses Medium offen.
Große DOS-Fenster
Die NT Workstation bietet die
Option, DOS-Fenster mit anwenderspezifischen Formaten zu
gestalten.
Unter NT 4.0 können Sie die Größe
des Bildschirmpuffers der DOS-Box frei wählen. Damit richten
Sie auch solche exotischen Formate wie beispielsweise ein Fenster
mit 200 Spalten auf 2000 Zeilen ein. Anwender greifen somit über
den vertikalen Rollbalken auf bereits viele Zeilen zurückliegende
Informationen zu, die ansonsten längst aus dem Bildschirmrand
hinausgelaufen und somit verloren wären. Angenehm ist diese
Option besonders bei sehr langen Hilfetexten, beachtlich großen
Verzeichnisstrukturen oder der Einsicht auf umfangreichen
log-Dateien. Um die DOS-Box zu gestalten, öffnen Sie eine
DOS-Box und klicken mit der rechten Maustaste auf die Titelzeile
des DOS-Fensters, womit Sie im aufklappenden Kontextmenü den
Eintrag Eigenschaften erreichen. In dem Fenster wechseln Sie zur
Registerkarte Layout, wo Sie Fensterpuffergröße und
Fenstergröße mit ihren Zahlenwerten bestimmen.
Probleme mit SCSI
Sie verhindern Systemabstürze mit
SCSI-Adaptern, indem Sie den Logical Unit Numbers unterschiedliche
IDs zuweisen.
Einige Exoten unter den SCSI-Adaptern verkraften
es nicht, wenn der Controller beim Bootvorgang unter einer ID nach
mehreren LUNs (Logical Unit Number) sucht. Als Folge treten
regelmäßige Systemabstürze auf. Denn Rechner und
BIOS des jeweiligen SCSI-Controllers zeigen mehrfache SCSI-Geräte
des gleichen Typs an. Leidet Ihr System an derartigen Effekten,
öffnen Sie den
Registry-Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Name\Parameters
und definieren den Parameter MaximumLogicalUnit (Typ DWord)
neu. Name bezeichnet den Namen des SCSI-Controllers, der
standardmäßig den Wert 8 hat, so daß alle LUNs
eines jeden SCSI-Laufwerks abgesucht werden. Ändern Sie
diesen Wert auf 1, da die meisten SCSI-Geräte nur eine LUN
unterstützen. Mit diesem Eintrag sollte der SCSI-Controller
alle Laufwerke ordnungsgemäß identifizieren.
Zugriff auf autoexec.bat verhindern
Ein Registry-Parameter
verhindert den Zugriff der NT-Arbeitsstation auf die autoexec.bat.
Soft- und Hardware-Installationen können in der
autoexec.bat Treiber-, Programm- und Parameteraufrufe verankern.
Da diese Einstellungen in der autoexec.bat wichtige
Systemparameter wie zum Beispiel set- und path-Variablen verändern
können, schaltet der Administrator diese Eingriffsoptionen
zur Sicherheit ab. Dabei gilt: Windows NT 4.0 greift während
des Bootvorgangs in aller Regel nicht mehr auf die Datei
autoexec.bat zurück. Während des Betriebs jedoch bezieht
NT einige Angaben aus dieser Datei und übernimmt diese für
eigene Zwecke. Um die Auswertung der autoexec. bat zu verhindern,
rufen Sie den
Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\WindowsNT\CurrentVersionWinlogon
auf. Tragen Sie einen Schlüssel mit dem Datenformat
REG_SZund der Bezeichnung ParseAutoexec ein, und setzen Sie den
entsprechenden Wert auf 0. Ist dies geschehen, wird NT keinerlei
Angaben mehr aus der Datei autoexec.bat beziehen.
Zugriff auf Registry sperren
Um unerlaubte Zugriffe auf die
Registry zu unterbinden, kann der Administrator diese sperren.
Mit Manipulationen an der Registry können unbedarfte
Anwender beträchtlichen Schaden auf ihrem PC anrichten. Doch
der Administrator weiß, wie diese Zugriffsmöglichkeiten
abzuschalten sind. Starten Sie das NT-Tool regedt32 über das
Menü Start/Ausführen. Aktivieren Sie den
Schlüssel
HKEY_USERS
und rufen Sie den Befehl Struktur
laden aus dem Menü Registrierung auf. Öffnen Sie den
Ordner mit dem entsprechenden Benutzerprofil, und wählen Sie
die Datei ntuser.dat aus. Geben Sie dann die User-ID zum
entsprechenden Benutzerprofil ein. Öffnen Sie den
Schlüssel
\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion
\Policies
Ist kein Teilschlüssel mit der Bezeichnung
System vorhanden, legen Sie diesen über den Befehl
Bearbeiten/Schlüssel hinzufügen neu an. Rufen Sie
anschließend aus dem Menü Bearbeiten den Befehl Wert
hinzufügen auf. Nennen Sie den Eintrag
Disable
RegistryTools
Geben Sie als Typ REG_DWORD sowie den Wert 1
ein. Rufen Sie den Befehl Registrierung/Struktur entfernen auf,
und bestätigen Sie die nachfolgende Sicherheitsabfrage.
Aktivierung der Datei- und Ordnerüberwachung
Innerhalb
einer NT Workstation lassen sich Dateizugriffe protokollieren.
Um
Anwender zu überwachen, bieten NTFS-Laufwerke die Option,
Zugriffsversuche auf Dateien oder Ordner aufzuzeichnen. Das
Zugriffsprotokoll begutachten Sie über das Programm
Ereignisanzeige. Aktivieren Sie zunächst die
Überwachungsfunktion, indem Sie den Benutzer-Manager über
Start/Programme/ Verwaltung und dort den Befehl
Richtlinien/Überwachen starten. Aktivieren Sie Diese
Ereignisse überwachen, und lesen Sie die Einträge unter
Erfolg und Fehler. Um einzelne Ordner oder Dateien zu überwachen,
klicken Sie den betreffenden Ordner oder die ausgesuchte Datei im
Explorer mit der rechten Maustaste an. Wählen Sie den
Kontextmenüeintrag Eigenschaften. Auf der daraufhin
erscheinenden Registerkarte Sicherheit klicken Sie auf die
Schaltfläche Überwachung. Möchten Sie nicht nur
ausgewählte Ordner, sondern auch die untergeordneten
überwachen, aktivieren Sie die Option Überwachung für
Unterverzeichnisse ersetzen zusätzlich zur Option Überwachung
für existierende Dateien ersetzen. Klicken Sie anschließend
auf die Schaltfläche Hinzufügen, und wählen Sie per
Doppelklick den Benutzer aus, dessen Zugriffe Sie überwachen
möchten. Aktivieren Sie als nächstes unter Erfolg und
Fehlschlag alle Ereignisse, die für den Benutzer einer
Protokollierung unterliegen sollen. Möchten Sie mehrere
Anwender überwachen, können Sie für jeden einzelnen
separate Einstellungen treffen.
Aufheben der Standardfreigaben
Die Standardfreigaben von NT
können Sie per Registry ändern oder sogar sperren.
Sobald sich ein Anwender angemeldet hat, erhält er unter
NT normalerweise Zugriff auf jedes Laufwerk. Wenn Ihr Sohn
beispielsweise aber nur mit einer bestimmten Festplatte arbeiten
soll, müssen Sie den Zugriff auf andere Laufwerke abschalten.
Standardmäßig gibt NT jedes Festplattenlaufwerk frei
(C$, D$ usw.). Obwohl Sie diese Freigaben manuell löschen
können, gibt sie der nächste Systemneustart wieder frei.
Dies läßt sich verhindern, indem Sie regedt32 aufrufen
und den
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Parameters
starten. Setzen Sie den Parameter Auto-ShareWks auf den Wert
0. Sollte dieser Eintrag nicht vorhanden sein, öffnen Sie das
Menü Bearbeiten und starten Sie den Befehl Wert hinzufügen.
Fügen Sie dann einen Schlüssel vom Typ REG_DWORD ein.
Sollen die Freigaben beim Start automatisch hergestellt werden,
setzen Sie den betreffenden Eintrag wieder auf den Wert 1 zurück.
Korrekte Zeitzonenwerte unter NT
Mit einem Eingriff in die
Registry definieren Sie den korrekten Umstellzeitpunkt von Sommer-
und Winterzeit.
Die Prozedur ist bekannt: Der PC erkennt
alljährlich, daß die Umstellung von Winter- auf
Sommerzeit oder umgekehrt fällig ist. Jedoch: Viele
Betriebssysteme, unter anderem auch NT 3.x und 4.0, haben ein
falsches Datum für den Zeitpunkt des Rückstelltermins
auf Winterzeit. Anstatt dies im Oktober zu tun, stellen die
entsprechenden Systeme schon im September um. Um dies zu
korrigieren, starten Sie den Registrierungseditor. Denn dort ist
vermerkt, zu welchem Zeitpunkt NT das Datum umstellt. Den
entsprechenden Schlüssel finden Sie
unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\control\TimeZoneInformation
Der Wert StandardStart besteht aus der Zahlenreihe
00 00 09
00 00 00 05 00
Der Wert 09 an der dritten Position gibt den
Monat an, an dem umzustellen ist. Um den Oktober als Monat für
die Zeitumstellung zu definieren, geben Sie für diesen
Wert
0A
ein. Bedenken Sie zudem noch folgendes: Zum einem
gibt es mittlerweile viele BIOS-Versionen, die diese Umstellung
selbständig durchführen, so daß das Betriebssystem
und zusätzlich auch noch das BIOS die Uhr des Rechners
umstellen. Die Folge ist eine Zeitdifferenz von zwei Stunden.
Andererseits verfügen die meisten BIOS-Versionen nicht über
die Option, den Umstellzeitpunkt frei zu definieren.
Zwischen Applikationen umschalten
Mit dem Cool Switch
bringen Sie maximal 21 Fenstersymbole innerhalb eines
Dialogfensters unter.
Beim Umschalten zwischen Programmen per
Tastenkombination [Alt-Tab] zeigt NT einen als Cool Switch
bezeichneten Dialog an, der bis zu 21 Fenster in Form eines
Symbols darstellt. Haben Sie eine Vielzahl von Fenstern geöffnet,
können Sie die maximale Größe dieses Dialogfelds
(sieben Spalten, drei Zeilen) per Registry erhöhen. Die dafür
zuständigen Parameter finden Sie im
Schlüssel
HKEY_CURENT_USER\Control Panel\Desktop
Verantwortliche Parameter sind Cool-SwitchColumns und
CoolSwitchRows (beide vom Typ DWord).
Definition der Drag-Empfindlichkeit
Wer ein Programm per
Doppelklick starten will und statt dessen gleich das Icon
verschiebt, verändert die Drag-Empfindlichkeit.
Unter
Windows NT kann es vorkommen, daß beim Umgang mit der Maus
aus einem Doppelklick versehentlich eine Drag&Drop-Operation
wird. Dieses Risiko minimieren Sie, indem Sie den Drag-Parameter
modifizieren, anhand dessen NT eine Drag& Drop-Operation
erkennt. Öffnen Sie dazu den
Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop
und
erhöhen Sie die Werte der Parameter DragHeight und DragWidth.
Die Werte beider Parameter stehen standardmäßig auf 2
und definieren, um wie viele Bildpunkte Sie den Mauszeiger
verschieben müssen, bevor NT eine Drag-Operation erkennt.
Nicht mehr als 4 GByte
Eine NT Workstation kann nicht die
Ordnereigenschaften von Massenspeichern mit mehr als 4 GByte
darstellen.
Möchten Sie über den Explorer die
Eigenschaften eines Ordners anschauen, der größer als 4
GByte ist, bekommen Sie immer falsche Werte angezeigt. Das liegt
daran, daß der Explorer mit 32-Bit-Integer-Werten arbeitet,
und deswegen ab vier GByte falsche Rechenergebnisse liefert.
Leider läßt sich dieses Problem im Moment nicht lösen
auch nicht mit dem Service Pack 3 für NT 4.0. Abhilfe soll ab
nächstem Jahr NT 5.0 schaffen.
Menü schneller ausklappen
NT Workstation bietet die
Option, die Ausklappgeschwindigkeit eines Menüs zu verändern.
Dauert es Ihnen zu lange, bis NT die Menüs ausklappt?
Kein Problem: NT 4.0 läßt sich weitgehend individuell
konfigurieren. So können Sie die Geschwindigkeit des
Ausklappens eines Menüs nahezu frei bestimmen. Beim
Ausklappen eines Menüs legt NT eine kurze Pause von etwa 400
Millisekunden ein, bis sich ein Menü öffnet. Diese Zeit
verkürzen oder verlängern Sie, indem Sie den
Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop
aufrufen. Dort modifizieren Sie den Wert MenuShowDelay (Typ
DWord). Geben Sie an dieser Stelle einen neuen Wert in
Millisekunden ein.
Alle Fenster schließen
Per [Umschalt]-Taste lassen
sich geöffnete Fenster in einem Arbeitsgang schließen.
Es kommt vor, daß Sie bei 50 geöffneten Fenstern
die Arbeitsoberfläche nicht mehr sehen. Wer 50 Ordner
geöffnet hat, muß diese manuell schließen. Es
geht einfacher: Klicken Sie mit der Maus auf die
Schließen-Schaltfläche des obersten Fensters. Halten
Sie während dieser Operation die Umschalt-Taste gedrückt.
So schließen Sie sämtliche Fenster auf einem Schlag.
Systemsteuerung verschieben
Das Kontextmenü des
Start-Menüs läßt Sie vermeintlich fest verankerte
Ordner verschieben.
Um die Systemsteuerung unter NT 4.0
aufzurufen, muß der Anwender einen langen Weg zurücklegen.
Alternativ ist sie über zwei Mausklicks erreichbar egal, wo
Sie sich innerhalb Ihrer Oberfläche befinden. Rufen Sie das
Kontextmenü des Start-Menüs auf, und wählen Sie den
Befehl Explorer. Betätigen Sie auf der rechten Seite des
Explorer-Fensters die rechte Maustaste, und wählen Sie den
Befehl Neu/Ordner. Das neue Verzeichnis
heißt:
Systemsteuerung.{21EC2020-3AEA-1069-A2DD-08002B30309D}
Anschließend finden Sie einen Eintrag Systemsteuerung im
Start-Menü, der alle Elemente des Start-Menüs enthält.
Sie können auch andere Ordner ins Start-Menü oder einen
anderen beliebigen Ordner verschieben. Möchten Sie etwa das
Verzeichnis aller installierten Drucker verschieben, so legen Sie
nach obigem Schema einen neuen Ordner mit folgender Bezeichnung
an:
Drucker.{2227A280-3AEA-1069-A2DE-08002B30309D}
Programm- und Datei-Manager unter NT 4.0
Wer auf den
Programm- und Datei-Manager von NT 3.x nicht verzichten mag, kann
diese auch unter NT 4.0 aktivieren.
Der Programm- und der
Datei-Manager von NT 3.x sind auch unter NT 4.0 auf der Festplatte
vorhanden und einsatzbereit. Sie finden sie im Verzeichnis
winnt\system32. Verweise im Start-Menü oder auf der
Arbeitsoberfläche von NT 4.0 existieren nicht. Sie müssen
daher selbst tätig werden, um die beiden Programme
auszugraben. Die Datei des Programm-Managers trägt die
Bezeichnung progman.exe, die des Datei-Managers winfile.exe.
Beachten Sie jedoch, daß der Programm-Manager keine langen
Dateinamen unterstützt und zum Zeitpunkt des Programmstarts
leer ist. Sie müssen sämtliche Programmgruppen und
-verweise manuell anlegen.
Abonnierte Internet-Seiten aktualisieren
Die
Zeitintervalle, in denen Sie abonnierte Web-Seiten aktualisieren
lassen, bestimmen Sie.
Manche Web-Seiten wechseln täglich
ihre Inhalte. Doch Sie können sie aus jedem Ordner unter
Windows aktualisieren. Das kann der Ordner Systemsteuerung sein,
der Ordner Arbeitsplatz oder der Internet Explorer 4.0 selbst.
Öffnen Sie in Ihrem Ordner das Menü Favoriten und
Abonnements verwalten auf. Es erscheint der Ordner Subscriptions
(englisch für Abonnements). Markieren Sie das gewünschte
Abonnement im Fenster. Klicken Sie mit der rechten Maustaste
darauf, und rufen Sie Eigenschaften auf. Es öffnen sich die
Eigenschaften von Aktuelle Informationen. Klicken Sie auf die
Registerkarte Zeitplan. Benutzen Sie den Abwärtspfeil von
Geplant, und markieren Sie Wöchentlich. Danach klicken Sie
auf die Schaltfläche Bearbeiten, um das Dialogfeld Eigener
Zeitplan zu öffnen. Markieren Sie das Kontrollkästchen
Freitag. Die anderen Tagesmarkierungen entfernen Sie, wenn diese
markiert sind. Ab jetzt wird die Web-Seite jeden Freitag
aktualisiert.
Verschwendeten Platz aufspüren
Das alte
FAT16-Dateisystem verschwendet bei großen Festplatten sehr
viel Speicherplatz.
Noch vor wenigen Jahren verwaltete das
alte FAT-Dateisystem aus DOS-Zeiten, das Windows heute noch nutzt,
Festplatten mit 40 oder 80 MByte. Besitzen Sie heute eine
Festplatte mit der Partition C: mit 2 GByte Speicher, spricht
FAT16 Cluster (die kleinsten Speichereinheiten) von 32 768 Byte
an. Wer also eine Datei mit 100 Byte speichert, verbraucht 32
KByte. Damit bleiben mehr als 90 Prozent Speicherkapazität
ungenutzt, die Sie nicht mehr beschreiben können. Wenn Sie
sich ein Bild von dieser Platzverschwendung machen wollen, öffnen
Sie im Ordner Arbeitsplatz Laufwerk C: und klicken mit der rechten
Maustaste auf den Ordner Windows. Rufen Sie im Kontextmenü
Eigenschaften auf. In der Registerkarte Allgemein steht die
Infozeile Größe. Dahinter finden Sie die Summe aller
installierten Dateigrößen in Byte. Hinter der Klammer
entdecken Sie einen zweiten Wert, der erheblich größer
sein kann. Wenn Sie den ersten Wert vom zweiten abziehen, erkennen
Sie: Das ist nicht verwendbarer Platz (Slack oder Verschnitt
genannt), der durch die großen Cluster entsteht.
Audiorecorder verlängert wav-Datei
Sie können mit
dem Windows-Recorder nicht nur wav-Dateien abspielen, sondern auch
manipulieren.
Die kurzen Warntöne von Windows lassen sich
mit wenigen Handgriffen beträchtlich verlängern: Starten
Sie dazu den Audiorecorder über
Start/Programme/Zubehör/Unterhaltungsmedien. Windows 95
benutzt anstelle von Unterhaltungsmedien den Befehl Multimedia.
Die meisten Jingles wie Ping oder Trööt dauern nur
Sekundenbruchteile. Sie kennen dies von den Tönen, die Sie
bei Fehleingaben oder Windows-Hinweisen hören. Um eine
wav-Datei zu editieren, laden Sie sie in den Recorder. Ziehen Sie
mit der Maus den Schieberegler ganz nach rechts. Wählen Sie
den Menübefehl Bearbeiten/Datei einfügen. Wechseln Sie
im angezeigten Dialogfeld in den Ordner Media, und markieren Sie
eine Datei. Klicken Sie auf Öffnen. Der Anzeige entnehmen
Sie, daß die Datei länger geworden ist. Lassen Sie die
Datei abspielen. Zwei Sounds sind zusammengefügt worden. Sie
speichern die neue Klangdatei über das Datei-Menü.
Links in einen Ordner einbauen
Mit Hyperlinks können
Sie Web-Seiten im Internet aus beliebigen Ordnern direkt aufrufen.
Betriebssystem und Internet wachsen immer weiter zusammen. So
können Sie über die Links-Zeile aus jedem Ordner heraus
Ihre Lieblingsseiten im Web so aufrufen, als befänden Sie
sich im Internet Explorer. Sie plazieren die Links-Zeile über
Ansicht/Symbolleisten/Links direkt neben das Kombinationsfeld
Adresse. Dort bedienen Sie mit dem Mauszeiger kleine Steuertasten,
um in der Zeile zu blättern. Mit einem Doppelklick auf
Adresse kehren Sie zur alten Darstellung zurück, schließen
also die Links-Zeile wieder. Es gibt einen zweiten Weg, Links zu
nutzen: Sie zeigen mit der Maus auf die Leiste unterhalb des
Kombinationsfeldes Adresse. Erscheint der Mauszeiger als
Doppelpfeil, ziehen Sie den Rahmen nach unten. Sofort schiebt sich
die Links-Zeile unter die Adreßzeile. Über die
Schaltfläche Links anpassen erweitern Sie Ihre Links. Dazu
wechseln Sie ins Internet, um die betreffenden Web-Seiten auf den
Bildschirm zu bekommen. Haben Sie verschiedene Ordner mit
Internet-Adressen wie die Favoriten oder die Channel-Leiste
gespeichert, ziehen Sie aus einem Ordner einen Internet-Link
einfach in diese Zeile. Dabei ist es für die Links-Zeile
unerheblich, ob es sich bei dem Objekt um eine Internet-Adresse
oder um ein Windows-98-Objekt handelt.
Windows 95b/98 blockiert NT 4.0
Ist Ihre Festplatte C:im
FAT32-Dateisystem formatiert, können Sie Windows NT nicht
mehr installieren. Dann helfen nur noch Festplatten-Tools.
Das
Dateisystem FAT32 ist platzsparender als das alte FAT16-System.
Viele Händler oder Hersteller wie Compaq liefern ihre
Notebooks, die mit Windows 95b oder 98 vorinstalliert sind, mit
diesem neuen Dateisystem aus. Ist Ihr Laufwerk C: ein
FAT32-Lauf-werk, und Sie wollen Windows NT installieren, bricht NT
die Installation schon im Setup ab. Das hat folgenden Grund: Haben
Sie Ihre Festplatte in C: und D: partitioniert, dann sind das zwei
Laufwerke. Doch für Windows NT existiert nur eines, da es C:
nicht lesen kann. Ihr D:-Laufwerk ist für NT das C:-Laufwerk.
Bei der Installation möchte sich Win-dows NT in den
Bootsektor von Laufwerk C: eintragen. Dies geht aber nicht, weil
die erste Partition für NT nicht existiert. Aus dem gleichen
Grund kann der Installationslauf auch keine wichtigen
NT-Startdateien wie ntdetect.com kopieren. Hier gibt es nur einen
Ausweg: Werkzeuge, die Ihnen Manipulationen an der
Laufwerksstruktur erlauben. Es handelt sich dabei um
PartitionMagic von Powerquest und Partition It! von Quarterdeck.
Diese Programme verbessern das herkömmliche fdisk um
zahlreiche Funktionen. Unter anderem können sie eine
FAT32-Formatierung wieder in ein FAT16-System verwandeln. Nach
deren Einsatz läßt sich Windows NT ohne Probleme
installieren.
Papierkorb löscht uner- wünschte Dateiattribute
Statt
mit dem DOS-Befehl attrib entfernen Sie Dateiattribute über
den Papierkorb.
Dateiattribute lassen sich über die
Dateieigenschaften verändern. Das se-hen Sie, wenn Sie mit
der rechten Maustaste auf ein Dateisymbol klicken und die
Eigenschaften öffnen. Das Kontrollkästchen System ist
darin nicht ver-fügbar. Was tun Sie also, wenn Sie eine Datei
löschen wollen, die das System-Attribut besitzt? Sie können
ins DOS-Fenster wechseln und manuell
attrib [+R | -R] [+A | -A]
[+S | -S] [+H | -H] [[Laufwerk:] [Pfad] Dateiname] [/S]
eingeben.
Weiteres zu dieser Syntax im Stil der DOS-Befehle verrät
Ihnen die Eingabe von
attrib /?
Sie können das
Systemattribut aber auch elegant über den Papierkorb
entfernen. Ziehen Sie eine Datei in den Papierkorb, und stellen
Sie sie anschließend wieder her, werden die Attribute s und
r (read only) automatisch von Windows gelöscht. Diese
Eigenschaft des Papierkorbs nutzen Sie auch beim Kopieren von
CD-ROM auf Festplatte. Beim Umweg über den Papierkorb
verschwindet dann das Schreibschutzattribut der Dateien.
Eine Swap-Datei für Windows 95/98 und NT
Für
einige Anwender ist es ärgerlich, daß sie unter NT und
Windows 95/98 zwei Auslagerungsdateien verwalten
müssen.
Auslagerungsdateien nehmen sehr viel Platz weg. Um
daher für beide Be-triebssysteme nur eine Swap-Datei nutzen
zu können, gehen Sie so vor: Starten Sie Windows NT, und
öffnen Sie den Ordner System in der System-steuerung. Klicken
Sie auf Leistungsmerkmale und auf Virtueller Arbeits-speicher.
Legen Sie die Auslagerungsdatei auf einem Windows-95/98-Laufwerk
ab. Für Anfangsgröße und Maximalgröße
stellen Sie identische Werte ein. Unter Windows 95/98 legen Sie
die Auslagerungsdatei an dieselbe Stelle. Die Auslagerungsdatei
rufen Sie mit Systemsteuerung/ System/Leistungsmerkmale/
Virtueller Arbeitsspeicher auf. Auch hierbei stellen Sie die
Anfangs-und Maximal-Größe auf identische Werte ein. In
die Datei system.ini schreiben Sie folgende
Änderungen:
[386Enh]
PagingFile=C:\PAGEFILE.SYS
PagingDrive=C:
MinPagingFileSize=
Ab
jetzt haben Sie nur noch eine Auslagerungsdatei auf der
Festplatte.
inf-Datei ohne Funktion
So bringen Sie Funktionen von
inf-Dateien im Kontextmenü zum Vorschein.
Normalerweise
rufen Sie den Befehl Installieren mit einem Klick der rechten
Maustaste auf eine inf-Datei auf. Doch nicht jede inf-Datei bietet
den Befehl Installieren an. Was tun, wenn dieser fehlt? Öffnen
Sie im Explorer Ansicht und Ordneroptionen. Klicken Sie auf die
Registerkarte Dateitypen. In der Liste Registrierte Dateitypen
markieren Sie den Eintrag Setup-Informationen. Über die
Schaltfläche Bearbeiten erreichen Sie das Fenster Dateityp
bearbeiten. Darin öffnen Sie mit Neu die Eingabebox Neuer
Vorgang. Tragen Sie in die Zeile Vorgang die
Aktion
Installieren
ein. Die Zeile Anwendung für diesen
Vorgang belegen Sie mit
<Laufwerk>:\%windir%\ rundll.exe
setupx.dll, InstallHinfSection DefaultInstall 132
Beachten Sie
die Groß-/Kleinschreibung hinter rundll.exe. Schließen
Sie al-le Eingabefenster. Wenn Sie jetzt rechts auf die inf-Datei
klicken, steht Ihnen der Befehl Installieren zur Verfügung.
Dateien suchen
Sparen Sie sich bei der Suche nach Dateien
oder Ordnern den Umweg über das Start-Menü.
Wenn Sie
nach Dateien suchen, müssen Sie immer mehrere Schritte
ausführen, bis Sie überhaupt das Suchen-Menü
erreichen. Doch es geht auch schneller. Dazu nutzen Sie aus, daß
Windows-Dateien, die auf fnd enden, mit der Explorer-Funktion
Suchen verbunden sind. Starten Sie das Programm notepad.exe oder
write.exe, ohne etwas in die Arbeitsfläche zu schreiben.
Speichern Sie das leere Dokument als Textdatei mit dem Namen
suchen.fnd, wobei es auf die Dateierweiterung fnd ankommt. Klicken
Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop, und rufen Sie den
Befehl Neu/Verknüpfung auf. Stellen Sie eine Verknüpfung
zu Ihrer Datei suchen. fnd her. Auf Wunsch können Sie der
Datei auch ein eigenes Icon zuweisen. Klicken Sie jetzt auf dieses
Suchen-Icon, öffnet sich das Dialogfenster Suchen nach: Alle
Dateien.
QuickInfo ausschalten
QuickInfo-Texte lesen Sie, wenn Sie
mit festgehaltener Maustaste auf einem Icon verweilen.
Ab
Windows 98 oder mit installiertem Internet Explorer erscheinen
sogenann-te QuickInfo-Texte, wenn Sie mit der Maus länger auf
einem Icon verweilen. Wer diese Texte zur Genüge kennt, kann
Sie ausschalten. Das erreichen Sie über einen
Registrier-Schlüssel. Gehen Sie nach dem Start von regedit
zum Schlüssel
HKEY_CURRENT_USER\Software\
Microsoft\Windows\ CurrentVersion\Explorer\ Advanced
Klicken
Sie mit der rechten Maustaste im rechten Fenster auf die
Eigenschaft ShowInfoTip, rufen Sie mit der rechten Maustaste
Ändern auf, und setzen Sie den Wert auf 0.
Netzdrucker im verborgenen
In einem Netzwerk können Sie
die Anzeige von Ordnern und Druckern unterdrücken.
Auch
wenn Sie den Zugriff auf freigegebene Ordner und Drucker in einem
Netzwerk durch Paßwort schützen können, haben Sie
noch eine Möglichkeit, sich einen weiteren Schutzmechanismus
zu verschaffen: Sie lassen diese Ressourcen gar nicht erst
anzeigen. Dabei gehen Sie folgendermaßen vor: Die Freigabe
von Ordnern und Druckern finden Sie im Kontextmenü des
Explorer/Netzwerk unter dem Punkt Netzlaufwerk verbinden. Für
diese Freigabe tragen Sie im jeweiligen Eigenschaftsfenster hinter
dem Freigabe-namen nur ein kleines $-Zeichen ein. Wenn Sie Ihren
Rechner mit einem im Netzwerk so versteckten, aber freigegebenen
Ordner oder Drucker verbinden möchten, geben Sie den
vollständigen Netzwerkpfad im Kontextmenü von
Explorer/Netzwerk unter dem Punkt Netzlaufwerk verbinden
ein:
\\Rechnername\Freigabename$
Schnelle DOS-Befehle
Um während der Windows-Sitzung
einen DOS-Befehl auszuführen, müssen Sie kein
MS-DOS-Fenster öffnen.
Sie arbeiten gerade im Windows
Explorer und möchten schnell einen DOS-Befehl absetzen? Die
bekanntere Methode: Sie wählen Start/Programme/
MS-DOS-Eingabeaufforderung, tippen einen Befehl wie
subst subst
Z: c:\temp
ein und schließen das MS-DOS-Fenster wieder.
Einfacher und schneller kommen Sie mit diesem Trick ans Ziel:
Geben Sie unter Start/Ausführen
command /c subst Z:
c:\temp
ein. Dann öffnet Windows einen neuen
Befehlszeileninterpeter (command. com) ähnlich einer
MS-DOS-Eingabeaufforderung, führt den angegebenen Befehl aus
und schließt das Fenster wieder. Der einzige Nachteil dieser
Lösung ist, daß Sie keine Rückmeldung über
das Ergebnis des Befehls erhalten. Das Verfahren funktioniert auch
unter Windows NT. Hier verwenden Sie jedoch den
Kommandointerpreter cmd.exe, dessen Syntax entsprechend
lautet:
cmd /c subst Z: c:\temp
Screensaver konfigurieren
Einen Bildschirmschoner können
Sie nicht nur über die Systemsteuerung, sondern auch mit dem
Explorer einrichten.
Möchten Sie einen Bildschirmschoner
neu gestalten, so ist es nicht nötig, den umständlichen
Weg über Start/Einstellungen/
Systemsteuerung/Anzeige/Bildschirmschoner zu nehmen. Die
schnellere Variante: Klicken Sie im Explorer auf die entsprechende
Datei mit der Erweiterung .scr im Systemverzeichnis oder unter NT
im System32-Verzeichnis, und drücken Sie die rechte
Maustaste. Im Kontextmenü finden Sie die Einträge analog
zur Tabelle unten.
Druckreihenfolge
Nachdem Sie Druckaufträge abgeschickt
haben, können Sie deren Reihenfolge noch ändern.
Sie
haben mehrere Druckaufträge aus einer beliebigen
Windows-Applikation abgeschickt? Sie sehen den Status dieser
Aufträge unter Start/Einstellungen/ Drucker. Stehen hier
mehrere Aufträge untereinander und möchten Sie den
ersten Platz für den letzten reservieren, klicken Sie diesen
an, ziehen ihn an die zweite Stelle und lassen ihn fallen: Damit
ist er als nächster dran. Ebenso schieben Sie oben stehende
Aufträge durch Drag&Drop nach unten, so daß diese
später gedruckt werden. Da der erste Auftrag bereits gedruckt
wird, können Sie diesen nicht berücksichtigen.
Kontextmen. erweitern
Über das Kontextmen. Der
Start-Schaltfläche starten Sie den Explorer oder die
SuchenFunktion. Dieses Kontextmenü erweitern Sie um
benutzerdefinierte Einträge.
Das Kontextmenü bietet
Ihnen mit der Schaltfläche Start nur wenige Programme und
Funktionen an: So können Sie mit der rechten Maustaste den
Explorer starten sowie den Suchen-Dialog oder das Start-Menü
innerhalb des Explorer öffnen. Nur wenige Programme
installieren ihren Eintrag im Kontextmenü. Es eignet sich
dazu, nicht im Start-Menü enthaltene Systemprogramme für
den schnellen Aufruf bereitzu-stellen. Um Anwendungen über
das Kontextmenü abrufen zu können, erweitern Sie die
Windows Registry um die entsprechenden Programmeinträge. Mit
wenigen Handgriffen nehmen Sie zum Beispiel WordPad in das
Kontextmenü auf:
Starten Sie den Registrierungseditor mit
Start/Ausführen und regedit [Enter]
Wechseln Sie in den
Hierarchiezweig HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\Shell
Wählen
Sie den Befehl Bearbeiten/Neu/Schlüssel. Vergeben Sie den
Namen, der im Kontextmenü erscheinen soll, hier also WordPad,
und bestätigen Sie mit [Enter].
Rufen Sie erneut
Bearbeiten/Neu/Schlüssel auf, und geben Sie folgendes
ein:
command [Enter]
Zu jedem eingerichteten Schlüssel
verwaltet Windows einen Standardwert, der zunächst nicht
gesetzt ist. Im Standardwert zum Schlüssel command geben Sie
den Suchpfad und den Programmnamen ein. Klicken Sie doppelt auf
den Namen (Standard), geben Sie im nachfolgend geöffneten
Dialogfeld den Programmnamen mit Suchpfad
ein:
c:\programme\zubehör\wordpad.exe
und bestätigen
Sie Ihre Eingabe mit OK.
Beenden Sie den Registrierungseditor
über den Befehl Registrierung/Beenden, und klicken Sie die
Schaltfläche Start mit der rechten Maustaste an. Damit
über-nehmen Sie den Eintrag WordPad ins Kontextmenü und
können ihn per Mausklick abrufen. Nach dem gleichem Schema
können Sie unterschiedliche Systemprogramme versteckt
bereitstellen, die sonst nicht im Start-Menü erscheinen
(siehe Tabelle unten). Die erforderlichen Einstellungen dieser
Systemprogramme für die Registry faßt die Tabelle
zusammen. Sie geht davon aus, daß Sie Windows in c:\windows
eingerichtet haben. Ist dies nicht der Fall, passen Sie die
Angaben an.
Active Desktop aktivieren
Im aktiven Modus schaffen Sie
Platz auf dem Desktop, indem Sie die Symbole darauf verbergen und
als Symbolleiste in der Taskleiste anzeigen lassen.
Den Active
Desktop können Sie unterWindows 98 direkt und unter Windows95
über den Internet Explorer ab Version 4.0 aktivieren. Im
aktiven Modus verbergen Sie die Symbole, um mehr Platz auf dem
Desktop zu schaffen. Ersatzweise lassen Sie sich eine Symbolleiste
in der Taskleiste anzeigen. Per Skript beschleunigen Sie die
wahlweise Anzeige der Desktop-Symbole im aktiven Modus. Seit die
Windows-Benutzerumgebung mit dem Internet Explorer verknüpft
ist, können Sie eine oder mehrere HTML-Seiten auf dem Desktop
anordnen. Die HTML-Seiten sind aktive Objekte, die weitere Objekte
und Skripte enthalten können. Ordnen Sie mehrere aktive
Objekte auf dem Desktop an, können Sie störende Symbole
im aktiven Modus über den Eigenschaften-Dialog ausblenden.
Schneller geht es, wenn Sie das Skript desktop.vbs (auf der
Heft-CD) einsetzen, das als Wechselschalter fungiert. Für
Windows 98 Second Edition ist diese Lösung jedoch nicht
geeignet. Diese Version verbirgt die Desktop-Symbole bereits
automatisch, sobald Sie den Webstil der Arbeitsoberfläche
aktivieren. Die Skriptdatei desktop.vbp definiert zunächst
den Schlüssel, der festlegt, ob die Desktop-Symbole im
aktiven Modus angezeigt werden sollen oder nicht. Die Abkürzung
HKCU steht stellvertretend für den Registrierschlüssel
HKEY_CURRENT_USER und kann alternativ in der Skriptumgebung
eingesetzt werden. Da der Schlüssel nicht mit einem Backslash
endet, handelt es sich um einen namentlich festgelegten Wert und
nicht den Standardwert eines Hierarchiezweigs (Zeilen 7 bis 11).
Nachdem Sie eine Standardtitelzeile für Dialogfelder
eingerichtet haben sowie das Objekt WshShell zum Zugriff auf die
Windows-Registrierdatenbanbk angebunden haben, ermitteln Sie den
Wert zum Schlüssel HideIcons über die Methode RegRead.
Der Wert &H0 bedeutet, daß die aktivierte Anzeige der
Desktopsymbole den Abfragedialog einblendet. Bestätigen Sie
diesen mit Ja. Deaktivieren Sie die Symbole, indem Sie den Wert
über die Methode RegWrite unmittelbar auf &H00000001
setzen. Den Wert verwaltet die Registry als Ganzzahlwert vom Typ
DWORD. Damit die Werte korrekt übergeben werden, wählen
Sie als Typ die Zeichenkette REG_DWORD. Die veränderten Werte
geben Sie anschließend nochmals in einem Meldungsdialog aus.
Bestätigen Sie diesen nicht mit OK, blendet sich der
Meldungsdialog nach 10 Sekunden automatisch aus (Zeilen 12 bis
24). Ist der aktuelle Wert zum Namen HideIcons auf &H00000001,
nicht auf &H0 gesetzt, sind die Desktop-Symbole deaktiviert.
Die Abfrage, ob die Symbole reaktiviert werden soll, beantworten
Sie mit Ja. Der Wert DWORD wird über die Methode RegWrite
wieder auf &H0 zurückgesetzt. Auch hier bestätigt
das Programm die geänder-ten Werte per Meldung (Zeilen 25 bis
39). Die Änderungen und damit auch der Aufruf der Skriptdatei
desktop.vbs wirken sich nur dann aus, wenn der aktive Desktop
aktiviert wurde. Wenn nicht, markieren Sie den Kontextmenübefehl
Active Desktop/Als Webseite anzeigen. Um die Desktop-Symbole
stellvertretend in der Taskleiste einzubinden, rufen Sie den
Kontextmenübefehl Symbolleisten/ Desktop auf. Sie können
auch die Skriptdatei desktop.vbs als Symbol auf den Desktop
schieben.
Beliebige Dateiarten einbinden
Sie stoßen auf
Hindernisse, wenn Sie eine unbekannte Dateiart mit einem
Anwendungsprogramm verbinden wollen. So entlocken Sie diesen
Dateien ihre Geheimnisse.
Wenn Sie mit dem Windows Explorer
eine nicht registrierte Dateiart öffnen und bearbeiten
möchten, erscheint der Öffnen mit-Dialog. Damit läßt
sich eine Dateiendung fest mit einem beliebig de-finierbaren
Anwendungsprogramm verbinden, zum Beispiel *.tx8 mit notepad. exe.
Nicht normierten Dateiendungen wie .dat, .cfg oder .x8v fest zu
registrieren lohnt sich hingegen nicht. Hier ist es sinnvoller,
die Datei mit dem Kontextmenüpunkt Senden an direkt durch
eine definierte Anwendung aufrufen zu lassen. Oft reicht es schon,
unbekannte Dateiarten mit einem Editor zu öffnen:
Mit
Notepad betrachten und ändern Sie kleine Textdateien.
Wer
sich auf betriebssystemeigene Anwendungen konzentriert, sollte
Wordpad verwenden.
Wer mit zusätzlicher Software beliebige
Dateiarten betrachten ober bearbeiten will, setzt
Textverarbeitungsprogramme wie Word, Programmier- oder
Hex-Editoren ein.
Um einen neuen Eintrag unter Senden an
anzulegen, benötigen Sie eine Verknüpfung mit dem
gewünschten Programm. Im Explorer verwenden Sie da-zu den
Eintrag Datei/Neu/Verknüpfung. Sie können auch mit der
rechten Maustaste auf den Desktop klicken und das Kontextmenü
Neu/Verknüpfung aufrufen. Mit der Schaltfläche
Durchsuchen wählen Sie das gewünschte Programm aus und
vergeben der Verknüp-fung einen Namen. Diese Verknüpfung
verschieben Sie zum Beispiel per Drag&Drop ins Windows-
Unterverzeichnis Send to. Dem Send to-Aufruf wird automatisch als
Parameter der Dateiname des aktuell bearbeiteten Datenbestands
übergeben. Als Send to-Empfänger kommen außer DOS-
und Windows-Applikationsprogrammen auch Windows-Geräte wie
etwa der Standarddrucker, beliebige Laufwerke oder Pfadangaben in
Betracht. Falls Sie mit verschiedenen Benutzerprofilen arbeiten,
findet sich das Unterverzeichnis Send to im Profil des jeweiligen
Anwenders, da sich Windows auch diese Einstellungen separat merkt.
Gestohlene Zeit
Lassen Sie die Uhren der Computer in Ihrem
Netzwerk im Gleichtakt schlagen.
Falls Sie mehrere PCs
miteinander vernetzt haben, tauschen Sie über die
Netzwerkverbindung Daten aus. Wenn ein PC im Netzwerk eine
abweichende Zeitbasis verwendet, treten Fehler auf: Beispielsweise
kann ein Suchlauf nach Dateien oder Ordnern scheitern, der
konkrete Zeitangaben enthält. Wenn Sie Dateien und Ordner
anlegen, erhalten diese den Zeitstempel des lokalen PC. Beim
Programmieren wird mitunter ein Quelltextteil nicht neu übersetzt
(kompiliert), da der Compiler irrtümlich davon ausgeht, daß
sich die Zieldatei (.exe oder .dll) auf dem neuesten Stand
befindet, also "jünger" ist, als der Quelltext
selbst. Wenn deshalb Ihre Änderungen an Unterprogrammen nicht
übersetzt werden, kann es lange dauern, bis Sie diese
Fehlerursache gefunden haben. Abhilfe schafft der automatische
Uhrenabgleich über das Netzwerk. Verwenden Sie dazu die
Befehlsfolge
net time \\computername /set /yes
In dieser
Form wird die Uhrzeit des Computers \\computername übernommen
(/set) und ohne Rückfrage (/yes) auf dem lokalen Rechner
gesetzt. Diese Anweisung läßt sich im DOS-Fenster (NT:
DOS-Konsole), unter Start/Ausführen oder als Befehlszeile
einer Verknüpfung verwenden. Mit einer solchen Verknüpfung
oder einer Stapelverarbeitungsdatei nehmen Sie den Uh-renabgleich
bequem in den Autostart-Ordner auf, so daß die Uhrzeit bei
jedem PC-Systemstart vollautomatisch angepaßt wird - es sei
denn, der Uhrzeit-Server ist nicht verfügbar. Idealerweise
sollten Sie als Zeit-Server einen PC festlegen, der dauerhaft
aktiv ist, oder am häufigsten frequentiert wird. Mit der
Anweisung
net time /?
sehen Sie die Syntax dieser
Net-Befehls-variante. So läßt sich die Uhrzeit auch mit
einem beliebigen Zeitserver einer Arbeitsgruppe abgleichen. Wenn
Sie auf dem Zeitserver im gewünschten Turnus die Uhrzeit
manuell nachjustieren, kommt dies allen anderen Systemen im
Netzwerk gleichermaßen zugute. Und wer selbst dies noch
voll-automatisieren möchte, kann entweder eine PC-Funkuhr
einsetzen oder die Uhrzeit im Internet abfragen. T-Online-Anwender
aktivieren in der T-Online-2. x-Software diese Funktion unter
Einstellungen/ CEPT/Versionscheck/Allgemein. Damit gleicht die
Vermittlungsstelle von T-Online Ihre PC-Systemuhr mit der
amtlichen Zeit ab. Zusätzlich bestimmen Sie das gewünschte
Zeitintervall des Abgleichs. Den Netzwerknamen eines PCs zum
Beispiel des Zeitservers erfahren Sie in der Systemsteuerung unter
Netzwerk/Identifikation/Computername oder noch bequemer mit dem
Be-fehl
net config
Laufwerke im Netzwerk
Der Zugriff auf zahlreiche
unterschiedliche Netzwerkressourcen ist aufwendig oder verlangsamt
das System? So helfen Sie ab.
In einem Windows-Netzwerk gibt es
zwei Wege, auf Netzwerkverzeichnisse zuzugreifen:
zum einen
über die sogenannte UNC-Bezeichnung, die Sie am doppelten
Schrägstrich vor der Computerbezeich-nung erkennen. Auf diese
Weise navigieren Sie, wenn Sie mit Hilfe der Netzwerkumgebung auf
Dateien anderer Computer zugreifen. Obwohl sich damit beliebig
viele PCs ansprechen lassen, unterstützen nicht alle Windows-
und nur wenige DOS-Programme diese Zugriffsart. Daneben können
Sie Netzlaufwerken oder -verzeichnissen auf dem lokalen System
einen noch nicht verwendeten Laufwerksbuchstaben zuweisen im
Windows Explorer unter Extras/Netzlaufwerk verbinden.
Diese
Zuweisung ist mühsam, wenn Sie die so festgelegten Laufwerke
häufig benötigen, oder wenn es sich um zahl-reiche
wechselnde Laufwerksbezeich-nungen handelt. Windows merkt sich
zwar alle so festgelegten Netzlaufwerke, sofern Sie sie nicht per
Explorer/Extras/ Netzlaufwerke trennen ordnungsgemäß
getrennt haben; doch je nachdem, welche der beiden Funktionen Sie
unter Systemsteuerung/Netzwerk/Eigenschaften/
Netzwerkanmeldeoptionen aktiviert haben, reagiert Windows
unterschiedlich.
Entscheiden Sie sich für Schnelle
An-meldung, findet der Systemstart ohne Überprüfung der
Netzlaufwerke statt. Erst wenn Sie auf ein mit lokalem Lauf-
werksbuchstaben ausgestattetes Netz-laufwerk zugreifen, findet die
Zugriffs-kontrolle statt: für alle Laufwerke dieses
Netzwerk-PC. Bei einigen Laufwerken kann für den Anwender der
Eindruck entstehen, die Applikation sei abgestürzt.
Diese
Wartezeit ersparen Sie sich, wenn Sie unter
Netzwerk/Eigenschaften/Netzwerkanmeldeoptionen die Funktion
Anmelden und Verbindungen wiederherstellen wählen. Beim
Windows- Start prüft das System dann, ob alle per
Laufwerksbuchstaben angemeldeten Netzlaufwerke existieren. Der
Nachteil dieses Vorgehens: Der Windows- Start dauert bei einigen
(gelegentlich) nicht vorhandenen Laufwerken sehr viel länger
als ohne Prüfung.
Doch es gibt eine Lösung, die alle
Vorteile miteinander verbindet. Sie müssen dazu für jede
Netzressource zwei DOS-Stapelverarbeitungsdateien anlegen. Die
eine baut alle Verbindungen zum gewünschten System auf, die
andere Batchdatei trennt die einzelnen Verbindungen wieder. Die
Dateien sehen dann (als Computername sei \\p350 vorausgesetzt) wie
folgt aus:
net use u: \\p350\c
net use v: \\p350\d
Die
erste Zeile weist dem Laufwerk c: des Netzwerkcomputers \\p350 den
lokalen Laufwerksbuchstaben u: zu. Auf diese Weise können Sie
nur ein bestimmtes Unterverzeichnis vom loka-len System selbst mit
einem Lauf-werksbuchstaben versehen. Diese Funktion entspricht dem
subst-Befehl früherer DOS-Versionen. Um die Zuordnung von
Laufwerk-buchstaben wieder zu löschen, verwenden Sie folgende
Syntax:
net use u: /delete /yes
net use v: /delete /yes
Die
Stapelverarbeitungsdateien müssen sich in einem Verzeichnis
befinden, das im DOS-Suchpfad enthalten ist. Wenn Sie den Suchpfad
nicht ändern möchten, kopieren Sie die
Stapelverarbeitungsdateien einfach ins Windows-Hauptverzeichnis.
Wählen Sie signifikante Namen für die Batchdateien zum
Ein- und Ausschalten von Netzlaufwerken, zum Beispiel P350ein und
P350aus. Verwenden Sie den Befehl per Start/Ausführen. Mit
dieser Technik bauen Sie komplexe Verbindungen auf und wieder ab.
Da Windows ohne definierte Netzlaufwerke auf einigen Gebieten
deutlich zügiger arbeitet, schleppen Sie die Netzlaufwerke
nicht als Ballast mit, sondern verbinden sie nur für die
Zeitspanne, in der sie benötigt werden.
Programmstart auf Tastendruck
Legen Sie für
wiederkehrende Aufrufe von Verzeichnissen oder Programmen eine
Tastenkombination fest.
Mit Batchdateien läßt sich
unter Windows bequem und effizient arbeiten. Um Dateien
(insbesondere Batch- und DOS-Programme) komfortabel aufrufen zu
können, legen Sie (beispielsweise im Explorer unter
Datei/Neu) eine Verknüpfung auf die gewünschte .bat-,
.com- oder .exe-Datei an und legen diese an gewünschter
Stelle ab. Bei sehr wichtigen Anwendungen speichern Sie ein
passendes Sinnbild für diese Verknüpfung auf dem
Desktop. Sie können auch auf die Start-Schaltfläche mit
der rechten Maustauste klicken und im Kontextmenü Öffnen
anwählen. Sie sehen das Start-Menü und dessen wichtigste
Programmverzeich-nisse in Explorer-Darstellung. Kopieren oder
verschieben Sie eine Verknüpfung in die so geöffnete
Start-Menü-Struktur, läßt sich fortan das
entsprechende Programm auch aus dem Start-Menü akti-vieren.
Sie können dabei eigene Verzeichnisse (Ordner) anlegen und
die bestehenden nach eigenem Ermessen um-strukturieren. Um den
Programmstart noch bequemer zu gestalten, läßt sich bei
den Eigenschaften der Verknüpfung eine Tastenkombination zum
Aufruf der Anwendung festlegen. Dies gilt auch für
Verknüpfungen auf Verzeichnisse. Via Funktionstaste starten
Sie so eine Appli-kation oder öffnen ein Verzeichnis, um sich
die gewünschte Datei auszusuchen. Zum Ein- und Ausschalten
von Netz-laufwerken ist die Verknüpfung mit einem
Verzeichnis, in dem sich alle Verknüpfungen auf die
Batchdateien befinden, praktisch. Während das Start-Menü
nach einer getroffenen Auswahl gleich wieder zuklappt, bleibt das
in Explorer- Darstellung geöffnete Verzeich-nis offen.
Mehrfachauswahlen sind so-mit ein Kinderspiel. Unter den
Eigenschaften einer Verknüpfung können Sie bei Bedarf
zwei weitere Einstellungen optimieren. Bei Batchdateien, die keine
Einwirkung des Anwenders erfordern, sollte der Eintrag
Programm/Beim Beenden schließen aktiviert sein. Nach Beenden
der Batchdatei schließt Windows dann das zugehörige
DOS-Fenster automatisch. Wenn keine wichtigen Bildschirmmeldungen
zu beachten sind, können Sie unter Programm/Ausführen
die Funktion Als Symbol ebenfalls einschalten.
StartMenü aufräumen
Wenn Sie die Übersicht im
Ordner Programmeverlieren, schaffen Sie mit wenigen
Arbeitsschritten mehr Ordnung.
Mit der Zeit wächst Ihr
Programm-Ordner im Menü Start immer weiter an, und Sie
verlieren Zeit damit, eine Anwendung zu suchen und zu starten. Das
liegt daran, daß sich viele Einzelanwendungen und Ordner im
Programm-Ordner befinden. Da sich diese Objekte in der Regel
bestimmten Kategorien zuordnen lassen, sollten Sie diese in
Untermenüs ordnen. Beim Start des Programm-Menüs finden
Sie dann die Ordner vor, die sich mit einem weiteren Mausklick
öffnen lassen und Ihre gesuchte Anwendung frei geben.
Denkbar
sind Ordner wie
Kommunikation für Fax-, Internet-,
E-Mail-, Remote- oder andere
Übertragungsanwendungen,
Bildbearbeitung für
Scanner-, Bildbe-arbeitungs-, Designer- oder Zeichen-Anwendungen
oder
Tools für Zip-, Decodierungs-, Utility-, Antiviren-
oder Diagnose-Anwendungen.
Ihrer Fantasie sind keine Grenzen
gesetzt. Sie bearbeiten auf einfache Weise Ihr Programm-Menü:
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Menü Start, und
rufen Sie Öffnen auf. Im Ordner Start-Menü klicken Sie
doppelt auf den Ordner Programme. Wechseln Sie in die Ansicht
Liste, um die Programme besser zu überblicken. Klicken Sie
jetzt rechts auf eine freie Fläche des Ordners, und legen Sie
über Neu einen neuen Ordner an. Geben Sie ihm eine
Sammelbezeichnung wie Tools. Ziehen Sie alle Tool-Anwendungen mit
der linken Maustaste auf diesen Ordner, um diese dorthin zu
verschieben. Verfahren Sie mit den anderen Anwendungen analog, und
verstauen Sie diese in Sammelord-nern. Jetzt ist Ihr Ordner
Programme wieder aufgeräumt.
Farbe im Explorer-Baum
Weg mit dem Grauschleier: So färben
Sie die grauen Linien im Verzeichnisbaum des Explorer.
Wenn Sie
den Windows Explorer, einen Laufwerksordner oder die Registry in
der Verzeichnisansicht aufpeppen möchten, rufen Sie die
Registry auf. Wechseln Sie von dort in den
Schlüssel
HKEY_CURRENT\_USER\ControlPanel\Colors
Suchen
Sie darin den Eintrag GrayText. Öffnen Sie mit einem
Doppelklick das Eingabefeld Zeichenfolge bearbeiten. Sie sehen
darin die Zeichenfolge 128 128 128. Ändern Sie die Einträge.
Beachten Sie, dass Sie Werte zwischen 0 und 255 benutzen.
Das Geheimnis der Systemsteuerung
Versteckt sich unter dem
Namen control.exe mehr als die Systemsteuerung?
Sie können
die Einstellungen der Sy-stemsteuerung über die
Start/Ausführen-Befehlszeile direkt aufrufen. Sie benutzen
dazu die Syntax
control.exe {dateiname.cpl}{Einstellungsname}
{.Register}
Der Befehl
control.exe sysdm.cpl,
system,1
öffnet die Eigenschaften der Systemsteuerung mit
der zweiten Registerkarte: dem Geräte-Manager. Der Wert 2
öffnet das Register Hardware-Profile. Beachten Sie, dass sich
Register 0 auf das erste Register bezieht.
Fehlende Symbole
Das können Sie tun, wenn plötzlich
Symbole in der Systemsteuerung verschwinden.
Wenn sich Symbole
aus der System-steuerung verabschieden, wissen Sie nicht mehr,
welches Tool hinter einem Symbol steckt. Klicken Sie mit der
rechten Maustaste darauf, erscheinen nur die Optionen Öffnen
und Verknüpfung erstellen zur Auswahl. Es ist sehr einfach,
herauszufinden, welche Datei zu welchem Symbol gehört.
Benutzen Sie dazu im Start-Menü die Suchoption. Geben Sie als
Suchbegriff *.cpl ein, werden fast alle Werkzeuge aus der
Systemsteuerung aufgelistet. Sie können diese per Doppelklick
öffnen und kontrollieren. Sie lassen sich auch in einem
separaten Ordner verknüpfen. Das fehlende Symbol können
Sie mit der Maus in die Systemsteuerung ziehen. Wenn Sie
allerdings das Tool Energieverwaltung suchen, haben Sie Pech
gehabt: Dieses Programm finden Sie als systray.exe im
Windows-Verzeichnis.
winipcfg und ipconfig
Mit winipcfg und ipconfig erhalten Sie
unter Windows und DOS ein Werkzeug, das TCP/IP-Optionen
anzeigt.
Schon unter Windows 95 ließen sich mit
Start/Ausführen und der Eingabe von
winipcfg
die
TCP/IP-Einstellungen der Netz-werkumgebung anzeigen. Das Win-dows-
NT-Kommandozeilen-Pendant heißt:
ipconfig
Unter
Windows 98 finden Sie dieses Werkzeug in einer überarbeiteten
Versi-on zusätzlich zum bekannten winipcfg. Zum Start
wechseln Sie in die MS-DOS-Eingabeaufforderung und
geben
ipconfig
ein. Damit erhalten Sie die IP-Adressen aller
in Ihrem Rechner installierten Netzwerkkarten. Dieser
Aufruf
ipconfig /all
zeigt Ihnen auch DHCP- (Dynamic Host
Configuration Protocol), DNS-( Domain Name System) und
WINS-Optionen (Windows Internet Naming Service). Um die per DHCP
zugewiesenen IP-Adressen zu erneuern oder freizugeben, geben Sie
einen der folgenden Befehle ein:
ipconfig /release_all
ipconfig
/renew_all
Eine Swap-Datei für zwei Systeme
Die Installation von
zwei Windows-Versionen wie 95/98 und NT legt standardmäßig
zwei Swap-Dateien an.
Wer Windows 95/98 zusammen mit NT auf
einem Rechner nutzt, verfügt anschließend über
zwei Auslagerungs-dateien. Der Nachteil: Diese Dateien
be-anspruchen viel Festplattenplatz. Um für beide Systeme nur
eine Auslagerungsdatei einsetzen zu können, gehen Sie so vor:
Unter Windows NT 4.0 erzeugen Sie eine Auslagerungsdatei auf einer
Windows- 95/98-Partition über
Systemsteuerung/System/Leistungsmerkmale/Virtueller
Arbeitsspeicher. Anfangs-und Maximalgröße müssen
übereinstimmen. Unter Windows 95/98 gehen Sie ähnlich
vor. Sie öffnen die Systemsteuerung/System/Leistungsmerkmale.
Weisen Sie der Auslagerungsdatei den gleichen Platz zu wie der aus
NT. Auch hier müssen Anfangs- und Maximalgröße
identisch sein. In die system.ini tragen Sie im Ab-schnitt
[386Enh] Folgendes
ein:
[386Enh]
PagingFile=C:\PAGEFILE.SYS
PagingDrive=C:
MinPagingFileSize=
Aktuelle IP-Adresse herausfinden
So erfahren Sie, welche
IP-Nummer Ihnen in einem Netzwerk zugewiesen wurde.
Möchten
Sie ein privates Netzwerk (VPN = Virtual Private Network)
betreiben, so benötigt ein anderer Netzwerkcomputer Ihre
aktuelle IP-Nummer, um sich einloggen zu können. Diese
IP-Nummer schickt der Netzwerkserver für jede Sitzung neu. Da
die Nummer nicht ohne weiteres einzusehen ist, suchen Sie sie mit
folgendem Trick:
Unter Windows 95/98 öffnen Sie über
das Start-Menü die Befehlszeile Ausführen und geben dort
winipcfg.exe ein.
In Windows NT oder 2000 öffnen Sie eine
Eingabeaufforderung über den Ordner Zubehör. Dort geben
Sie ipconfig.exe ein. In beiden Fällen erkennen Sie in einem
Info-Fenster Ihre aktuelle IP-Nummer. Wenn ein anderer Computer
über das Internet mit Ihnen ein Netzwerk auf-bauen soll,
müssen Sie diesem Ihre IP-Nummer mitteilen. Diese Nummer kann
er dann als Adresse verwenden, um sich bei Ihnen einzuloggen. Am
besten teilen Sie diese Nummer per E-Mail mit oder rufen den
anderen Teilnehmer an.
Kompatibilitätstest
Vor der Installation von Windows
2000 prüfen Sie Soft- und Hardware auf Kompatibilität.
Wenn
Sie dem Update von Windows 95/98 oder NT auf Windows 2000 nicht
trauen, können Sie vor der Installation schon feststellen,
mit welchen Geräten es Ärger geben könnte. Mit den
neuen Erkenntnissen besorgen Sie sich kompatible Treiber für
Windows 2000. Legen Sie die Installations-CD ins CD-ROM-Laufwerk
ein. Öffnen Sie Start/Ausführen. Geben Sie Folgendes
ein:
F:\i386\winnt32/checkupgradeonly
F: steht für das
CD-ROM-Laufwerk. Das Programm testet jetzt Software und Hardware
auf Kompatibilität zu Windows 2000. Das Programm meldet alle
kritischen Dateien oder Geräte. Abschließend speichern
Sie diese Datei auf Ihrem Laufwerk unter update.txt und lassen
sich das Protokoll ausdrucken.
Startdisketten anlegen
Legen Sie vier Notfalldisketten nach
der Installation von Windows 2000 an.
Um Notfalldisketten
anzulegen, müssen Sie ein lauffähiges Betriebssystem
installiert haben und auf das CD-ROM-Laufwerk zugreifen können.
Halten Sie vier formatierte Disketten bereit. Starten Sie Ihren
PC, und legen Sie die Windows 2000- Install-Disk in das CD-ROM-
Drive ein. Gehen Sie in das Verzeichnis bootdisk auf der CD.
makeboot.exe rufen Sie im DOS-Fenster, makebt32.exe unter Windows
auf. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.
Windows deinstallieren
Wenn Sie Windows 2000 deinstallieren
wollen, müssen Sie trickreich vorgehen.
Sie haben Windows
2000 installiert und möchten Ihr voriges Windows wieder
nutzen. Booten Sie zunächst mit einer Windows-95/98-
Bootdiskette. Geben Sie fol-gende Befehle ein:
A:\FDISK
/MBR
sys c:
Jetzt können Sie Ihr altes Windows wieder
von der Festplatte starten. Die versteckten Dateien ntldr,
ntdetect.com und boot.ini sind jetzt überflüssig. Im
DOS-Fenster befreien Sie sie mit
attrib -s -h -r
[DATEINAME]
von den bestehenden Sicherheitsattributen. Löschen
Sie sie mit dem Explorer aus dem Verzeichnis, in welches Sie sie
installiert haben.
Installationsparameter
Bei Windows 2000 haben sich die
Parameter bei der Installation im Vergleich zu NT erheblich
geändert.
Der Installationsbefehl winnt.exe bzw.
winnt32.exe arbeitet mit zahlreichen Parametern. Einen Überblick
dieser Vielfalt erhalten Sie in der Textbox auf der nächsten
Seite (Setup-Parameter).
Windows 95/98 neben 2000 installieren
Sie benutzen Windows
2000 und möchten nachträglich Windows 95/98 installieren
und per Windows-Boot-Manager starten.
Sie möchten auf
Windows 2000 umsteigen, aber auf Ihr bisheriges Windows nicht
verzichten. Legen Sie eine Windows-2000-Startdiskette an, und
installieren Sie Windows 95/98. Wenn Sie jetzt neu booten, ist Ihr
Windows 2000 nicht verfügbar. Sie können es nicht mehr
über den Boot-Manager aufrufen. Der Grund: Windows 2000
platziert seinen Boot-Manager in den Startbereich der Festplatte.
Dieser wird von Windows 95/98 überschrieben. Booten Sie jetzt
über die Windows-2000-Startdiskette, und lassen Sie das
System wiederherstellen. Windows 2000 fügt automatisch Ihr
neues Betriebssys-tem in den Boot-Manager ein.
Was dahintersteckt
Den Schlüssel, um richtig in DHTML
einzusteigen, finden Sie im Internet.
Eines der neuesten
Schlagworte im Bereich des Web-Authoring heißt Dynamic HTML
(DHTML). Mit dieser HTML-Spracherweiterung codieren Programmierer
im Internet seit der Version HTML 4.0 ihre Seiten. Stellten ältere
HTML-Versionen ein Dokument noch so dar, wie es der Server anbot,
erlaubt Dynamic HTML, ein geladenes Dokument nachträglich zu
ändern. Unter der Adresse
www.w3.org/MarkUp/
laden
Sie ein Dokument von 150 KByte mit Erklärungen und Beispielen
zu DHTML.
Mit JavaScript und DHTML-Befehlen betten Sie
dynamisch erzeugte Texte in ein Dokument ein, das Sie gerade
laden. Dies können Sie in den folgenden Tips nachvollziehen.
Dynamik mit JavaScript
Mit JavaScript gestalten und
verändern Sie Ihre Style Sheets.
Bildschirmvorlagen aus
dem Internet, in denen sich nichts bewegt, erregen kaum
Aufmerksamkeit. Das können Sie ändern: Animieren Sie
Ihre Style Sheets mit JavaScript.
Die beiden großen
Browser Netscape Navigator und Internet Explorer gehen
unterschiedliche Wege, um dieses Feature einzubauen:
Im
Navigator halten Sie alle Formatvorlagen mit einem eindeutigen
Namen als Objekte im Dokument und im Array layers (Feld von
Ebenen) fest, aber nur, wenn die Vorlage auch ein
position-Attribut enthält. Den Hintergrund eines Textes
färben Sie im Navigator folgendermaßen ein:
<STYLE
TYPE="text/css">
#Blau { position:relative; color:
blue }
</STYLE>
. . .
<H1 ID="Blue">Dieser
Text soll blau werden!</H1>
<script
language="javascript">
document.Blau.bgColor =
"Red";
//alternativ: document.layers[ "Blau"
].bgColor="red";
</SCRIPT>
Im Explorer sieht
der Code wie folgt aus:
<STYLE TYPE="text/css">
#Blau
{ color: blue }
</STYLE>
. . .
<H1
ID="Blau">Dieser Text soll blau werden!</H1>
<script
language="javascript">
Blau.style.backgroundColor
= "red";
</script>
Im Explorer tragen Sie
alle Tags mit einem eindeutigen Kennzeichen, ID, direkt in das
Windows-Objekt ein, so daß das document-Prefix entfallen
kann. Die ID kann einen beliebigen Namen enthalten. Da solch ein
Objekt bereits über zahlreiche Attribute verfügt, sind
die das Format betreffenden Attribute in einem eigenen
style-Objekt zusammengefaßt.
Da viele Attribute wie
font-size (Schriftgröße) einen Bindestrich enthalten,
haben sich beide Browser-Hersteller wenigstens darauf geeinigt, in
JavaScript statt des Bindestrichs eine Kombination von Groß-
und Kleinschreibung zu verwenden: Das Attribut font-size
beispielsweise spricht JavaScript als fontSize an.
Wer die
Liste aller Attribute eines Objekts sehen will, setzt folgendes
Miniskript ein:
for( p in objekt ) document.write( p + "<br>"
);
Neben der unterschiedlichen Positionierung der
Dokument-Objekte, der unterschiedlichen Anordnung der Attribute
und der verschiedenen Attributnamen gibt es noch eine Reihe
anderer Abweichungen. Der Explorer schafft es beispielsweise, die
ganze Seite neu zu formatieren, wenn sich die Maße eines
Objekts ändern. Im Navigator hingegen müssen Sie die
Positionen aller Objekte auf der Seite neu berechnen.
Seiten mit Stil
Geben Sie Ihren Seiten mit Stilvorlagen ein
neues Aussehen.
Wollen Sie Ihre Web-Sites mit neuem Layout
präsentieren? Dann verwenden Sie die in HTML 4.0 definierten
Style Sheets (auch Cascading Style Sheets genannt). Das sind
Vorlagen, die Sie zum Formatieren von Teilen eines Dokuments
festlegen. Im Internet finden Sie sie unter der
Adresse
www.w3.org/TR/REC-CSS1
Ein
Dokument besteht aus dem HEAD- und BODY-Bereich. Um es zu
formatieren, nutzen Sie den STYLE-Tag, einen HTML-Befehl im
HEAD-Bereich.
Wollen Sie zum Beispiel eine neue Schriftart für
Überschriften festlegen, verwenden Sie folgende
Syntax:
<STYLE TYPE="text/css">
H1 {
font-family: sans-serif; font-size: 18pt; }
</STYLE>
Erweitern
Sie das Konzept so, daß eine Vorlage auf einer anderen
aufbaut. Legen Sie zum Beispiel die Schriftart für alle
H-Tags fest, deren Schriftgröße Sie separat
bestimmen:
<STYLE TYPE="text/css">
H1,H2,H3
{ font-family: sans-serif;font-size:18pt;}
H2 { font-size:
16pt; }
H3 { font-size: 14pt; }
</STYLE>
Mit Style
Sheets können Sie noch weitere Gestaltungsaufgaben lösen.
Legen Sie zum Beispiel mit DHTML eine Vorlage für beliebige
Elemente an. Mit dem Zeichen # legen Sie einen Namen für die
Vorlage fest. Mit dem ID-Attribut kann jeder Tag eine derartige
Vorlage anfordern:
<STYLE TYPE="text/css">
#Blau
{ color: blue; }
</STYLE>
. . .
<P ID="Blau">Das
Meer ist blau.
Darüber hinaus können Sie mit dem
DIV-Tag Textblöcke und mit dem SPAN-Tag Textsequenzen mit
einem eigenen Format versehen. Folgendermaßen stellen Sie
Text blau dar:
<SPAN STYLE="color:blue">Das
Meer ist blau.
Hilfe aus dem Internet
Ein aktueller Download der
Spezifikationen und Referenzen zum Netscape Navigator und zum
Internet Explorer dokumentiert den Entwicklungsstand.
Gedruckte
Anleitungen zu aktuellen Browser-Versionen suchen Sie vergeblich.
Dafür werden Sie im Internet fündig: Die
Style-Sheet-Referenz für den Navigator lesen Sie unter der
Adresse
http://developer.netscape.com/docs/manuals/communicator/dynhtml/index.htm
und
die Explorer-Referenz
unter
http://www.eu.microsoft.com/msdn/sdk/inetsdk/help/dhtml/references/css/attributes.htm#ie40_cssref
Die
Web-Site
webreview.com
listet genau auf, was beide Browser
unterscheidet.
Gliederung zum Aufklappen
Mit einer aufklappbaren Gliederung
wird Ihr HTML-Dokument übersichtlich.
Während man in
Büchern einzelne Seiten anhand der im Inhaltsverzeichnis
gefundenen Angaben aufschlägt, klicken Sie sich in
HTML-Dokumenten von der Gliederungs-Ansicht aus zu den dahinter
liegenden Kapiteln durch. Per Klick auf eine Überschrift
klappt der Text dahinter auf.
Im Explorer programmieren Sie ein
derartiges HTML-Dokument ohne großen Aufwand. Jede
Style-Sheet-Beschreibung enthält ein display-Attribut
(Darstellungsmerkmal), das angibt, wie der Inhalt eines Tag
darzustellen ist. Hat das Attribut den Wert none, verschwindet der
Text. Ein Explorer-Skript darf dieses Attribut verändern, was
Ihre Web-Seite in neuem Format darstellt. Es genügt also, dem
display-Attribut einer Stilvorlage den Wert none zuzuweisen, um
das entsprechende Tag verschwinden zu lassen.
gliederung.htm
(Listing in Databox 8/98) demonstriert im Explorer die
Gliederungs-Ansicht. Das Auf- und Zuklappen eines Abschnitts
übernimmt die Funktion expand(), die dem display-Attribut den
Wert none oder einen Leerstring zuweist. Um die Funktion
aufzurufen, geben Sie die Pseudo-URL
javascript:expand(name)
im
Link-Tag ein.
Damit ein Link nicht als solcher erkennbar ist,
definieren Sie im Header ein Stilvorlagen-Element für Links
innerhalb einer H3-Überschrift, das die Farbe auf Schwarz
setzt und die Unterstreichung unterbindet. Da der Explorer die
Web-Seite nach dem Ändern des display-Attributs neu
formatiert, ist Ihre Arbeit hiermit beendet.
Leider können
Sie das display-Attribut im Navigator nicht ändern. Greifen
Sie auf das Attribut visibility zurück, das ein Element
unsichtbar machen kann, ohne die Seite neu zu formatieren.
Verwenden Sie eine verschiebbare Ebene (Layer). Der Trick besteht
darin, alle Seitenelemente als DIV-Layer zu definieren, damit Sie
sie positionieren können.
Sie programmieren eine Funktion
arrange(), die alle Elemente abarbeitet und die vertikalen
Positionen eines jeden Textblocks anhand der Position des
vorherigen Blocks neu berechnet. Rufen Sie diese Funktion mit dem
onLoad-Attribut des BODY-Tag nach dem Laden auf, weil sonst alle
Textblöcke übereinander stehen würden. Die Funktion
arrange() überspringt dabei alle unsichtbaren Textblöcke,
was Sie am Style-Attribut visibility:hide erkennen.
Genau wie
beim Explorer-Beispiel klappen Sie eine Gliederung durch einen
Klick auf die Überschrift auf und zu. Der Navigator-Version
von expand() übergeben Sie nicht das aufzuklappende Element,
sondern dessen Namen. Das visibility-Attribut des Elements wird
entweder auf show oder auf hide gesetzt. Anschließend rufen
Sie die Funktion arrange() auf, um das Dokument neu zu
formatieren. Für Netscape sehen Sie in gliederungNS.htm
(Listing in Databox 8/98) das Programm.
Drag&Drop
Mit wenigen DHTML-Befehlen verschieben Sie
Textblöcke mit der Maus.
Die Tatsache, daß Sie
DIV-Layers beliebig verschieben können, läßt sich
hervorragend für kleine Spielereien nutzen. Wir haben eine
einfache Aufgabe herausgegriffen: Das Beispiel dragdrop.htm
(Listing in Databox 8/98) stellt vier verschiedenfarbige
Textblöcke dar, die Sie per Mausklick verschieben.
Dazu
definieren Sie erst vier verschiedene Vorlagen - eine pro Block.
Positionieren Sie alle Vorlagen absolut, das heißt relativ
zum Anfang des Dokuments.
Der BODY-Bereich der Seite enthält
vier DIV-Tags, die die vier Vorlagen anzeigen. Ihre Namen beginnen
in unserem Beispiel mit DRAG.
<DIV
ID="DRAG-red">Rot</DIV>
<DIV
ID="DRAG-blue">Blau</DIV>
<DIV
ID="DRAG-yellow">Gelb</DIV>
<DIV
ID="DRAG-black">Schwarz</DIV>
Diese vier
Blöcke bestehen aus verschiebbaren Elementen. Um sie mit der
Maus zu erfassen, installieren Sie den Maus-Event-Handler
(Ereignisschalter):
<SCRIPT
LANGUAGE=,JavaScript1.2">
document.onmousedown =
grab;
document.onmouseup = drop;
document.onmouseover =
cursor;
</SCRIPT>
Die Funktion grab() identifiziert
bei einem Mausklick das zu ziehende Element. Wenn in der Kette der
Elemente unter der Maus eines den String DRAG enthält,
speichert das Skript die Position des Elements in den globalen
Variablen currentX und currentY. Um das zu ziehende Element vor
allen anderen zu positionieren, erhöhen Sie das Attribut
zIndex. Abschließend installieren Sie einen weiteren
Maus-Event-Handler namens move(), um die Maus zu bewegen.
Die
Funktion move() wird anschließend bei jeder Mausbewegung vom
Browser aufgerufen. move() berechnet die neue Position des
Elements und verschiebt es entsprechend. Die letzte Methode drop()
löscht, wenn Sie die Maustaste loslassen, die Referenz auf
das zu ziehende Objekt sowie den Event-Handler für das
Verschieben der Maus.
Zuletzt definieren Sie noch eine Funktion
cursor(), die Sie aufrufen, wenn sich der Mauszeiger über
einem Element befindet. In diesem Fall verwandelt sich im Explorer
der Mauszeiger in den Vierfachpfeil, der dem Benutzer ein
verschiebbares Element anzeigt.
Die Implementation ist im
Explorer relativ einfach, da in einem Ereignis im Attribut
srcElement immer auch das vom Event angesprochene Element
mitgeliefert wird. Im Navigator muß das gesamte layers-Array
durchsucht werden, um dasjenige Element zu finden, das sich unter
dem Mauszeiger befindet.
Auch im Navigator können Sie
keine globalen Event-Handler definieren. Vielmehr müssen Sie
diese beim Laden der Seite an jedem Element separat setzen.
Weiterhin müssen Sie explizit angeben, daß Sie die
Events für die Mausbewegung interpretieren wollen. Der
Navigator zeichnet sich dadurch aus, daß Sie ein Element mit
Hilfe der Methode moveBy() sehr einfach verschieben.
Michael
Däumling/et
Die verschwundene Seite
Sie klicken eine WWW-Adresse an und
sind plötzlich hellwach, weil alle Daten verschwinden. Nur
ein schwarzer Bildschirm bleibt.
Die Auswahl von zigtausend
farbigen, aufregenden Internet-Seiten läßt die
Aufmerksamkeit des Betrachters abstumpfen. Daher greifen Sie zu
einem Gag: Während der Betrachter eine neu geladene Seite
flüchtig sieht, bemerkt er, wie sie sich langsam schwarz
färbt.
Dieses Beispiel läuft auf dem Netscape
Communicator und dem
Internet Explorer gleichermaßen, da
beide Browser über die Eigenschaft (Property) bgColor
verfügen und diese auswerten, wenn das Dokument fertig
aufgebaut ist. Der Communicator ist bei derartigen Auswertungen
recht pingelig, weil er zumeist nur Teile einer Seite neu
positionieren kann. Der Explorer läßt hingegen die
Änderung weiter Teile der Seite zu und berechnet sogar das
Layout neu, wenn sich die Größe von Teilen der Seite
geändert hat.
Das Beispiel in fader.htm (Listing in
Databox 10/98) braucht nur eine Funktion rgb(), die aus drei
Werten einen Farbcode der Form #rrggbb erzeugt, wobei die drei
RGB-Werte als zweistellige Hex-Zahlen zu sehen sind:
- Der Wert
#FFFF00 definiert die Farbe Gelb,
- 255 (FFhex) Blau
- und 0
Schwarz.
Weiterhin brauchen Sie eine Timer-gesteuerte Funktion
fade(), die bei jedem Durchlauf die Hintergrundfarbe des Dokuments
neu setzt. Wenn die Farbe Schwarz erreicht ist (alle drei
Farbwerte sind 0), stoppt der Timer, den die Funktion
startFading() nach dem Laden des Dokuments aktiviert hat.
Willkommen beim Internet Explorer !
Um Aufmerksamkeit zu
erregen, animieren Sie den Schriftzug Willkommen.
Wenn Sie die
Grußseite welcome.htm (Listing in Databox 10/98) laden, hat
sie etwa drei Sekunden lang eine kleine, unauffällige
Überschrift. Danach beginnt die Headline wild zu pulsieren:
Sie wächst und schrumpft ununterbrochen.
Dies ist eine der
Seiten, die nur mit dem Internet Explorer funktionieren. Der
Communicator läßt Änderungen der Schriftgröße
nicht zu, nachdem er die Seite geladen hat.
Zuerst definieren
Sie eine Formatvorlage für die Überschrift. In unserem
Fall definiert sie den Text als fett, zentriert und mit einer
Größe von 10 Punkt. Wichtig ist auch, daß Sie der
Vorlage eine feste Höhe geben - tun Sie das nicht, formatiert
der Explorer Ihre Seite ständig neu, so daß der Text
"hüpft".
Sie verwenden zwei verschiedene Timer:
Den ersten aktivieren Sie nach dem Laden des Dokuments in der
Funktion startWelcome(). Er läuft drei Sekunden lang. Danach
hält welcome1() den ersten Timer an und aktiviert einen
neuen. Dieser stößt alle 10 Millisekunden, so schnell
wie es der Browser zuläßt, die Funktion welcome2()
(Zeile 24) an.
welcome2() setzt die Fontgröße der
Stilvorlage ständig neu. Die Fontgröße wird so
lange in 8-Punkt-Schritten erhöht, bis sie eine Größe
von 128 Punkt erreicht hat. Dann ändert sich die Richtung,
bis wieder eine Fontgröße von etwa 10 Punkt erreicht
ist. Danach beginnt das Spiel von vorn.
Wenn Sie mit Timern
arbeiten, achten Sie darauf, nicht benötigte Timer immer zu
deaktivieren. Versäumen Sie dies oder setzen Sie einen Timer
gleich mehrfach ein, laufen die gewünschten Effekte zu
schnell ab.
Der Spruch der Woche
Aus einer Listbox klickt der
Betrachter, passend zum Wochentag, ein Motto an.
Einen ganzen
Produktkatalog durchzublättern ist jedoch oft mühselig
und zeitraubend. Mit DHTML fassen Sie solche Seiten leicht zu
einer einzigen zusammen. Am Beispiel spruch.htm (Listing in
Databox 10/98), einer Lebenshilfe für gestreßte
Programmierer, läßt sich diese Methode trefflich
darstellen.
Der obere Teil der Site enthält ein kurzes
Formular mit einem Auswahlmenü für Montag bis Sonntag.
Für jeden Wochentag, den Sie auswählen, lesen Sie das
passende Motto. Die Auswahl der Sprüche erfolgt durch die
Funktion select(), die als onClick-Event-Methode des Auswahlmenüs
definiert ist. Wenn Sie eine Auswahl anklicken, verwendet select()
den Text der Auswahl, um einen gleichnamigen DIV-Abschnitt
sichtbar zu machen.
Die Sprüche liegen in eigenen
DIV-Abschnitten, die die Namen der Wochentage tragen. Alle
enthalten die gemeinsame Formatvorlage Spruch, die Sie als Klasse
definieren. Sie setzt sich aus verschiedenen Positionsattributen
und dem Attribut visibility:hidden (unsichtbar) zusammen. Durch
die gemeinsame Verwendung dieser Vorlagen befinden sich alle
Sprüche an derselben Position.
Um einen DIV-Abschnitt zu
sehen oder auszublenden, baut die Funktion select() einen String
zusammen, der den entsprechenden JavaScript-Befehl enthält.
Die JavaScript-Funktion eval() interpretiert diese Zeichenkette.
Wollen Sie etwa den Abschnit Dienstag sehen, erzeugen und
interpretieren Sie den String Dienstag.style.visibility =
'visible';.
Die gleiche Methode läßt sich auch für
komplexere DIV-Abschnitte verwenden. Mit Include-Anweisungen
(sofern Ihr Web-Server diese unterstützt) lassen sich
ebenfalls externe HTML-Seiten einbinden. Auf dem Netscape-Server
finden Sie zahlreiche Beispiele, wie sich derartige Systeme mit
dem Navigator realisieren lassen. Hinter der
Adresse
developer.netscape.com/docs/manuals/communicator/dynhtml/index.htm
verbirgt
sich etwa die Speisekarte von Nikki's Diner. Diese demonstriert,
wie Sie unterschiedliche HTML-Seiten laden können.
Auch
unter der Adresse
www.mahag.de
finden
Sie diese Listboxen.
Aufdringliche Buttons
Mit einem Trick bringen Sie Ihre
Kunden dazu, den Klick Mich!-Button anzuklicken.
Wie wäre
es, wenn Sie eine Seite im Web anschauen, und plötzlich legt
sich der Klick Mich!-Button unter Ihren Mauszeiger? Mit
clickme.htm (Listing in Databox 11/98) unter DHTML programmieren
Sie diese wandernde Schaltfläche. Jedesmal, wenn Sie Ihre
Maus etwa drei Sekunden lang nicht bewegen, fängt der Button
an, hinter Ihrer Maus herzukriechen, bis er unter Ihrem Mauszeiger
liegt.
Seiten, die ihren Inhalt verschieben, sind geeignete
Kandidaten für Lösungen, die sowohl mit dem Internet
Explorer als auch mit dem Netscape Communicator zurechtkommen. Um
eine Lösung für beide Browser zu implementieren,
benötigen Sie zunächst eine Funktion, die den Browsertyp
ermittelt. In unserem Beispiel ist dies getBrowserType(). Diese
Funktion erkennt zunächst anhand der Variablen
navigator.appVersion, ob ein Browser ab Version 4 vorliegt. Ist
dies der Fall, prüfen Sie mit der Variablen
navigator.appName, ob der Name des Browsers Microsoft oder
Netscape enthält. Trifft eine der beiden Bedingungen zu,
setzt das Programm die Variable ns4 oder ie4. Ist keine Bedingung
erfüllt, erfolgt eine Fehlermeldung.
Der Button wird mit
seinem FORM-Tag in einem eigenen DIV-Abschnitt abgelegt. Dieser
Abschnitt muß fest positionierbar sein, was Sie durch die
Formatvorlage clickme sicherstellen.
Nach dem Laden des
Beispiels rufen Sie die Funktion setup() auf. Diese stellt den
Browsertyp fest.
Jetzt wird es ein wenig kompliziert. Die Namen
der Positionsattribute X und Y für das Mausereignis und für
den DIV-Abschnitt, in dem sich der Button befindet, unterscheiden
sich im Explorer und im Communicator. Deswegen belegen Sie dafür
verschiedene Variablen. Diese Namen fügen Sie bei Bedarf zu
Strings zusammen, die Sie auswerten. So vermeiden Sie langwierige
If-Abfragen. Setup() definiert eine Funktion (trackMouse()), die
bei jeder Mausbewegung aufgerufen wird. Der Communicator verlangt
zusätzlich, daß die Mausereignisse an das geöffnete
Dokument weitergeleitet werden. Dafür
sorgt
document.captureEvents(Event.MOUSEMOVE)
Leider wird
trackMouse() im Communicator auch dann aufgerufen, wenn der
Mauszeiger ruht. Der Button soll sich jedoch erst bewegen, wenn
diese Funktion eine Zeitlang nicht aktiviert wurde. Fragen Sie
daher zuerst die Position ab. Wenn Sie den Mauszeiger bewegen,
bricht der Timer-Lauf ab, um den Button anzuhalten. Ist kein Timer
aktiv, berechnen Sie den Abstand zwischen Mauszeiger und Button
mit Hilfe des Satzes von Pythagoras. Die Variablen dx und dy
bestimmen die Positionsverschiebung des Buttons, wenn dieser sich
auf den Mauszeiger hin bewegen soll. Anschließend startet
der Timer: Jetzt dauert es drei Sekunden, bis der Button anfängt,
sich zu bewegen.
Danach rufen Sie die Funktion startMoving()
auf. Sie installiert einen neuen Timer, der die Verschiebefunktion
moveButton() aufruft. Innerhalb von moveButton() wird die Position
des Buttons so lange verschoben, bis der Abstand zum Mauszeiger
gleich 0 ist.
Michael Däumling/et
Cross-Browser-Anwendungen
Mit JavaScript können Sie
Eigenschaften des aktuellen Dokuments ändern.
Wenn sich
Benutzer mit dem Mauszeiger durch die Web-Seiten bewegen, kann das
eine Aktion auslösen. Da Netscape Navigator und Internet
Explorer aber eine unterschiedliche Syntax verwenden, brauchen Sie
eine allgemeingültige Funktion.
Bei Dynamic HTML befinden
sich die Dokumenteninhalte in verschiedenen Ebenen. Diese werden
meist mit dem DIV-Tag angelegt:
<DIV ID="Ebene"
STYLE="position:absolute; left:50; top:100; width:30;">...
Dies ist eine Ebene ...
</DIV>
Mit der ID dieser Ebene
können Sie später mit JavaScript auf die darin
enthaltenen Elemente zugreifen. Der Navigator verwendet hierzu das
Layer- und der Explorer das
Style-Objekt:
document.Ebene.eigenschaft
// für
Netscape
Ebene.style.eigenschaft // für Microsoft
Dabei
können Sie für die ID der Ebene einen beliebigen Namen
vergeben. Damit Sie stets die richtige Syntax verwenden, müssen
Sie zunächst die vom Anwender verwandte Browser-Version in
Erfahrung bringen. Das geht am einfachsten über die Abfrage
nach Objekten:
if (document.layers)
{ ns = 1; ie = 0; }
else
{ns = 0; ie = 1;}
Diese Anweisung prüft, ob der benutzte
Browser das Layer-Objekt von Netscape kennt. Ist dies der Fall,
wird der Variablen ns für den Navigator das Flag 1 und der
Variablen ie für den Internet Explorer das Flag 0 zugewiesen.
Erkennt die Anweisung das abgefragte Objekt nicht, erfolgt die
Zuweisung in umgekehrter Reihenfolge. Die übergebenen Zahlen
sind sogenannte Boolesche Werte, wobei 1 für true und 0 für
false steht.
Damit Sie die ermittelten Werte in Ihrem späteren
Quellcode weiterverwenden können, brauchen Sie eine Funktion,
die das geladene Dokument initialisiert:
function init()
{if
(ns) ebene=document.nameEbene;
if (ie)
ebene=nameEbene.style;}
Die Funktion binden Sie im BODY-Tag mit
dem onLoad-Event ein, damit sie erst nach dem vollständigen
Laden des Dokument ausgeführt wird. So gelingt die
Initialisierung der beiden Browser.
BrowserTest.html (Listing
in Databox 5/98) greift jetzt auf bestimmte Eigenschaften der
Ebenen wie zum Beispiel top oder left zu.
Ebenen zeigen und verbergen
Machen Sie die Inhalte der
verschiedenen Ebenen sichtbar, oder verstecken Sie sie.
Nach
dem Laden der Seite können Sie Ebeneninhalte sichtbar bzw.
unsichtbar machen. Dazu benötigen Sie die
visibility-Eigenschaft.
Der Navigator Netscape verwendet
hierbei die folgende Syntax:
document.Ebene.visibility="show";
// Ebene zeigen
document.Ebene.visibility="hide"; //
Ebene verstecken
Anders der Internet
Explorer:
Ebene.style.visibility="visible"; // Ebene
zeigen
Ebene.style.visibility="hidden"; // Ebene
verstecken
Damit Sie für Ihre Anwendungen nicht immer
wieder den gleichen Quelltext mit unterschiedlichen Namen
schreiben müssen, empfiehlt es sich, hierzu eine globale
Funktion anzulegen:
function zeigen(ebene) {
if
(ns)ebene.visibility="show";
if (ie)
ebene.visibility="visible";}
function
verbergen(ebene) {
if (ns)ebene.visibility="hide";
if
(ie) ebene.visibility="hidden";}
Dank dieser
allgemein gehaltenen Anweisungen können Sie jetzt jede
beliebige Ebene mit einer entsprechenden Funktion aufrufen. Als
Parameter übergibt SwitchEbene.html (Listing in Databox 5/98)
hierbei den Namen der Ebene, die Sie auf diese Weise manipulieren
möchten.
Ebenen verschieben
Genauso wie Sie eine Ebene verbergen oder
zeigen können, verschieben Sie sie auch an eine beliebige
x/y-Position.
Wer eine definierte Fläche seiner Web-Seite
anklickt, findet sich vielleicht überraschend in einer neuen
Ebene wieder. Dabei übergeben Sie den Eigenschaften top und
left einer Ebene neue Koordinaten. Beachten Sie hierbei - wie auch
schon im Beispiel zuvor - die je nach Browser unterschiedliche
Referenzierung:
document.Ebene.top = 50;
// Ebene 50px von
oben (Netscape)
Ebene.style.left = 200;
// Ebene 200px von
links (IE)
Auch bei diesem Beispiel sollten Sie eine allgemeine
Funktion erzeugen, mit der Sie über eine einzige Anweisung
diese Eigenschaften ändern können:
function
verschieben() {
ebene.top = 100;
ebene.left = 300;}
Damit
Sie eine Ebene noch flexibler an eine bestimmte Position
verschieben können, übergeben Sie der Funktion die
x/y-Koordinaten anhand von Parametern:
function verschieben(x,
y) {
ebene.top=x;ebene.left=y;}
So verschiebt etwa
MoveEbene.html (Listing in Databox 5/98) eine Ebene nach top=80
und left=300.
Ebenen automatisch bewegen
Laufschriften, ein Dauerklassiker
der Programmierung in allen Systemen, gelingen nun auch mit
DHTML.
Wenn Sie eine Ebene mit der zuvor beschriebenen
Anweisung auf eine neue x/y-Position verschieben, geschieht dies
in einem Schritt. Reizvoller ist es jedoch, wenn Sie eine
sogenannte Scrollwirkung erzielen. Dabei wird die Bewegung in
einzelne Stufen unterteilt, so daß sich die Schrift dem
Zielpunkt beispielsweise in sich wiederholenden
5-Bildpunkt-Schritten nähert:
Ebene.left += 5;
Diese
Anweisung verschiebt eine Ebene um fünf Pixel, indem sie zur
aktuellen x-Koordinate (left) die entsprechenden Pixelwerte
addiert. Um einen Scrolleffekt zu erzielen, führen Sie diese
Aktion kontinuierlich bis zu einem definiertem Ziel durch. Dazu
setzen Sie die setTimeOut-Methode ein:
function scrollen(ziel)
{
if (Ebene.left < ziel) {
Ebene.left +=
5;
setTimeout('scrollen()', 30);
}
}
Eine If-Abfrage
prüft dabei, ob die Ebene bereits am Ziel ist. Sobald dies
der Fall ist, endet das Scrollen. Der Parameter ziel
übergibt
die x-Koordinate. setTimeOut ruft die Funktion alle 30
Millisekunden erneut auf. Damit scrollt die Ebene jeweils fünf
Pixel weiter von links nach rechts.
Leider verwenden Explorer
und Navigator eine unterschiedliche Syntax beim Aufruf von
setTimeout.
Bei letzterem genügt die
Anweisung
setTimeout(Funktionsname,
Verzögerung in
Ms,
Parameter1, Parameter2, usw);
Beim Explorer müssen
Sie dagegen die in einer Zeichenkette zu übergebenden
Parameter nach folgendem Muster
aufteilen:
setTimeout('Funktionsname
(' +Parameter1+ ', '
+Parameter2+ ')',
Verzögerung in Ms)
Um Fehlermeldungen
zu vermeiden, sollten sich alle Anwendungen, die setTimeout
verwenden, an die letzte Schreibweise halten. Möchten Sie die
Ebene von rechts nach links scrollen, müssen Sie diese
Funktion wie folgt abändern:
function scrollen(ziel) {
if
(Ebene.left > ziel) {
Ebene.left -=
5;
setTimeout('scrollen(' +ziel+ ')', 30)
}
}
Nach
diesem Schema optimieren Sie die Funktion mit zwei weiteren
Parametern. Diese übergeben dem Programm die Laufweite der
einzelnen Scrollbewegungen und den Verzögerungswert.
Beim
Internet Explorer sind wieder einige Besonderheiten zu beachten.
Würden Sie nämlich obiges Beispiel nach gleichem Muster
erweitern, wäre nur der Navigator in der Lage, den
Anweisungen zu folgen. Fügen Sie dem Programm deshalb
folgende Zeile hinzu:
Ebene.x=parseInt(Ebene.left)
Dann
tauschen Sie die folgenden Zeilen aus:
if (Ebene.x < ziel)
{
Ebene.x += laufweite;
Ebene.left = ebene.x
Diese
Ergänzungen sind notwendig, da der Explorer für
Positionsangaben den Zusatz px benötigt, statt 10 also 10px.
Im Beispiel zuvor stört dies zwar nicht weiter, tiefer
strukturierte Programme mit mehreren Parameterübergaben
erzeugen jedoch Laufzeitfehler. Die Gründe hierfür sind
nicht bekannt.
Da der Navigator Zahlen erwartet, müssen
Sie den übergebenden String mit parseInt() in einen
Integer-Wert umwandeln. Nach dem gleichen Strickmuster ändern
Sie die Werte für die Eigenschaft top.
Jetzt ist
slideEbene.html (Listing in Databox 5/98) in der Lage, der
Funktion weitere Parameter zu übergeben, die unter beiden
Browser-Versionen einwandfrei funktionieren.
Auf Tastatureingaben reagieren
Dank des neuen Event-Modells
können Sie in Dynamic HTML auf Tastatureingaben des Anwenders
reagieren.
Nicht nur mit dem Mauszeiger können sich
Anwender auf den Web-Seiten in das Geschehen einschalten, es
lassen sich auch Tasten mit Funktionen belegen. Um mit
Tastatureingaben arbeiten zu können, initialisieren Sie
zunächst das entsprechende Ereignis (Event).
Das folgende
Beispiel verwendet onkeydown. Es tritt ein, sobald ein Anwender
eine Taste drückt:
document.onkeydown = keyDown;
Wie in
den Beispielen zuvor verwenden Navigator und Explorer je eine
andere Syntax.
Um mit ersterem auf Tastatureingaben reagieren
zu können, erweitern Sie die zuvor erzeugte
Zeile:
document.onkeydown=keyDown;
document.captureEvents(Event.KEYDOWN)
In
der dazugehörigen Funktion übergeben Sie einen
unsichtbaren Parameter e, der die ensprechenden Tastatureingaben
repräsentiert. Um nun die jeweilige Taste identifizieren zu
können, verwenden Sie das Schlüsselwort which. Damit
erhalten Sie die Index-Nummer der gedrückten Taste.
Abschließend müssen Sie nun diese Index-Nummer in den
passenden Buchstaben oder die richtige Zahl umwandeln:
function
Tastatur(e) {//Net
var taste_index = e.which;
var
taste_genau=String.fromCharCode(e.which);
alert('Index-Nummer:
' +taste_index+ '\nTaste: '
+taste_genau);}
document.onkeydown=keyDown;
document.captureEvents(Event.KEYDOWN);
Für
den Internet Explorer benötigen Sie bei dieser Funktion
keinen Parameter. Die Tastatureingaben lesen Sie nicht mit which,
sondern mit window.event.keyCode aus. Die dazugehörige
Funktion sieht wie folgt aus:
function Tastatur() {//IE
var
taste_index=window.event.keyCode;
var
taste_genau=String.fromCharCode(window.event.keyCode);
alert('Index-Nummer:
'+taste_index+'\nTaste:
'+taste_genau);}
document.onkeydown=keyDown;
Nachdem Sie nun
wissen, wie die unterschiedlichen Browser auf Tastatureingaben
reagieren, sollten Sie Ihre Anweisungen so schreiben, daß
sie für beide Browser geeignet sind. Die Funktion keyDown
(Listing in Databox 5/98) demonstriert das Verfahren.
Das
Beispiel keyEvent.html (Listing in Databox 5/98) zeigt den
praktischen Einsatz. Beachten Sie in diesem Beispiel die
unterschiedliche Zuordnung der Tastaturereignisse zu den beiden
Browsern. Dies ist nötig, da sich die Index-Zahlen
unterscheiden.
if (taste_ns == 110 || taste_ie==78)
Das
Skript öffnet beim Drücken auf [n] ein neues Fenster,
das Sie mit [q] wieder schließen.
DHTML: Verschachtelte
Ebenen
Einzelne Ebenen können auch in Beziehung zueinander
stehen.
Bei vielen selbstprogrammierten Anwendungen kommen
bestimmte Elemente innerhalb einer Hauptebene vor. Änderungen
an der Hauptebene wirken sich dabei automatisch auf diese Elemente
aus. Verschieben Sie die Mutterebene, werden alle darin
enthaltenen Ebenen ebenfalls an eine andere Position
versetzt.
Verschachtelte Ebenen werden in einem DIV-Eintrag
eingebunden und wie eine eigenständige Ebene behandelt:
<DIV
ID="Hauptebene">... Inhalt für Hauptebene
...
<>DIV ID="Unterebene1">..Inhalt
UE1..<>/DIV>
<>DIV ID="Unterebene2">..Inhalt
UE2..<>/DIV>
<>/DIV>
Um nun eine dieser
Ebenen ansprechen zu können, benötigen Sie für
jeden Browser eine andere
Anweisung:
document.Hauptebene.document.Unterebene1.Eigenschaft;
// für Netscape
Unterebene1.style.Eigenschaft;
nestEbene.html
(Listing in Databox 5/98) zeigt ein Beispiel für den
praktischen Einsatz unterschiedlicher Ebenen. Die darin
enthaltenen Funktionen haben wir Ihnen bereits vorgestellt. Diese
Anwendung verwendet außerdem externe Style-Angaben, das
heißt, alle Formatierungsangaben zu den Ebenen liegen in
einem eigenen Anweisungsblock (Zeilen 39 bis 41).
Um einer
bestimmten Ebene eine Hintergrundfarbe zuzuweisen, verwenden Sie
die Style-Angaben background-color für den Internet Explorer
und layer-background-color für den Netscape Navigator. Durch
die Angabe clip können Sie die sichtbaren Bereiche bestimmen,
indem Sie als Parameter left, top, right und bottom übergeben.
Dynamisches Inhaltsverzeichnis
Pulldown-Menüs
programmieren Sie mit dHTML im Handumdrehen.
Mit Pulldown-Menüs
gestalten Sie übersichtliche Web-Seiten. Dazu stellen Sie im
HTML-Teil zunächst mit den Tags <UL>, <LI>, <A>
und <SPAN> eine Liste zusammen, die das Inhaltsverzeichnis
repräsentiert. Um anzuzeigen, daß sich hinter den
Überschriften weitere Menüpunkte verbergen, mutiert der
Mauszeiger beim Überstreichen der Topics zur Hand,
gleichzeitig ändert sich der Schriftstil des Eintrags. Dieses
Verhalten realisieren Sie über Inline-Style-Definitionen, die
in den HTML-Code integriert werden. Anzeigen und Verstecken der
Pulldowns läuft über das onclick-Event.
<UL
id="ul1" class="up">
<SPAN
onmouseover=
"this.style.color='red'"
onmouseout="this.style.color=
'black'"
onclick="pullDown('ul1');">
Filter
und Übergnge</SPAN>
<LI><A
href="dFilter1.htm" target=_blank>Filter 1</A>
<LI><A
href="dFilter2.htm" target=_blank>Filter 2</A>
<LI><A
href="dFilter3.htm" target=_blank>Filter 3</A>
</UL>
Den zugehörigen Eventhandler schreiben Sie
als kleines Javascript, das die Anzeige der Pulldown-Menüs
steuert.
<SCRIPT>
function pullDown(obj) {
if
(document.all[obj]. className == 'up')
document.all[obj].
className = 'pd';
else
document.all[obj]. className =
'up';}
</SCRIPT>
Selektieren unerwünscht
So unterdrücken Sie das
onSelectStart-Event, welches die Bedienung des Pulldown-Menüs
stört.
Viele Anwender klicken auch dann doppelt auf die
Elemente einer Website, wenn nur ein Einzelklick notwendig wäre.
Der Doppelklick löst das onSelec-tStart- Event aus, mit dem
man norma-lerweise eine Textauswahl trifft. In vie-len Fällen,
so etwa beim Pulldown-Menü, ist dieses Verhalten unerwünscht,
sogar störend. So stellen Sie es ab:
<BODY
onselectstart= "event.returnValue=false;">
Setzen
Sie im Image-Tag die Attribute ID und STYLE.
Im STYLE-Attribut
geben Sie den gewünschten Filter und die Dauer des Übergangs
an.
Ebenfalls im STYLE-Attribut setzen Sie die
visibility-Eigenschaft auf hidden
Schreiben Sie eine
Javascript-Funktion, die den Filtereffekt initiiert und starten
Sie die Funktion.
Fliegende Texte und Bilder, I
Mit dynamischer Positionierung
lassen Sie per dHTML Schriften quer über den Schirm
laufen.
Bewegliche Texte oder Laufschriften erzielen Sie mit
dem HTML-Tag mar- quee. Dieser Befehl versagt jedoch, wenn der
Text schräg über den Bildschirm fliegen soll. In diesem
Fall sollten Sie auf die dynamische Positionierung per dHTML
zurückgreifen. Dazu legen Sie zuerst einen DIV-Container an
und positionieren ihn mit CSS-Attributen:
<DIV ID="divMove"
CLASS= "DiagonalTxt">Dynamische</DIV>
<STYLE>
.DiagonalText
{ position: absolute;top:0;left:0; }
.DisplayText { position:
absolute;top:300;
left:330;width:200;
color:red;visibility:hidden;
}
</STYLE>
Als nächstes schreiben Sie eine
Funktion, die die Bewegungskurve des Textes berechnet. Sie
verwendet die Formel
y=mx + b,
wobei b den Offset zur
Vertikalachse und m die Steigung bestimmt. Mit der
setInterval-Methode kontrollieren Sie, wie oft die Funktion
ausgeführt wird. Sie rufen setInterval über die Funktion
pau-seStart() auf, die Sie zum Beispiel über das
BODY-onLoad-Event starten.
<BODY onload="pauseStart()">
Fliegende Texte und Bilder, II
Auch Bilder lernen fliegen -
dank dHTML, was im Web für Aufmerksamkeit sorgt.
Lassen
Sie Ihre Web-Seiten blinken und funkeln! Dabei bezeichnet man mit
Positionierung die Fähigkeit, ein HTML-Element an einer
beliebigen Stelle im Dokument zu plazieren, indem man ihm eine
x/y-Koordinate sowie eine Ebene per z-Index eindeutig zuord-net.
Auf diese Weise können Sie auch Text und Bilder überlappen.
Im Programmierbeispiel fliegt eine kleine GIF-Grafik von rechts
kommend ins Bild und wird schließlich hinter einen
bestehenden Text geschoben. Im Verzeichnis
.../Programmierung/dhtmlauf der Heft-CD zeigt zeigt dFly2.htm, wie
Sie eine Grafik hinter einen Text schieben.
Cursor-Wechsle-Dich-Spiel
Kontext-abhängige
Cursorformen sind für dHTML kein Problem.
Auch das
Mauszeiger-Aussehen läßt sich dynamisch verändern:
Das Listing dCursor.htm zeigt Ihnen, wie es geht. Es beinhaltet
einen Test-Satz. Beim Überfahren mit dem Cursor über
einen Satz läßt jedes Wort die Form des Cursors
mutieren. Im Verzeichnis .../Programmierung/dhtmlauf der Heft-CD
zeigt zeigt dCursor.htmeinen genderten Cursor .ber jedem neuen
Wort.
Neuer Inhalt auf Mausklick
Mit dHTML ändern Sie den
Inhalt eines Dokuments nach Belieben.
Der Betrachter verändert
die Webseite per Mausklick. Der Internet Explorer lie-fert Ihnen
dazu mit dem dHTML-Ob-jektmodell einen umfangreichen Satz an
Eigenschaften und Methoden: Damit bauen Sie Dokumente dynamisch
auf, fügen Elemente ein und entfernen diese wieder oder
machen sie sicht- und unsichtbar. Sie modifizieren den vorhandenen
Text mit dHTML nach dem Laden des Dokuments in den Browser. Das
einfache Do-kument des nachfolgenden Listings dContent.htm
demonstriert, wie sich per Mausklick der Text ändert. Im
Verzeichnis .../Programmierung/dhtmlauf der Heft-CD zeigt
dContent.htm, wie Sie per Mausklick den Text ver-ndern.
Hyperlinks - einmal anders
Auch ohne Javascript-Funktionen
steuern Sie das Aussehen Ihrer Hyperlinks.
Dieser Tip
demonstriert Ihnen zwei-erlei: Zum einen führen Sie Aktionen
ab-hängig von der Version des Internet Explorer durch. Zum
andern installieren Sie innerhalb des HTML-Codes, also ohne
spezielle Javascript-Funktionen, einen Eventhandler. Für das
erste Vorhaben implementieren Sie in der <HEAD>-Sektion des
HTML-Dokuments den folgenden Script-Code:
<HTML><HEAD>
<script
language="javascript">
var isDHTML = (navigator.
userAgent.indexOf('MSIE 4') >
0)||(navigator.userAgent.indexOf
('MSIE 5') >
0);
</script>
</HEAD>
Mit diesem Codefragment
definieren Sie eine Variable isDHTML, die nur dann wahr ist, wenn
entweder die IE-Version 5.0 oder 4.0 vorliegt. Diese Versionen
sind in der Lage, mit dHTML umzugehen. Im HTML-Code selbst fragen
Sie nach Bedarf dann den Wert der Variablen ab. Dies ist im
Beispielcode in den Events onMouseOver und onMouseOut realisiert.
Um keine eigene Funktion schreiben zu müssen, verwenden Sie
das Schlüsselwort javascript: und geben hinter dem
Doppelpunkt den Javascript-Code für die Abfrage an:
<BODY>
<A
href="about:blank.htm"
onmouseover="javascript:isDHTML
?this.innerText='Klick mich': null"
onmouseout="javascript:isDHTML
?this.innerText='Neues Doku': null">
Neues
Dokument</A>
</BODY></HTML>
Der Text des
Hyperlinks ändert sich beim Überfahren mit dem
Mauszeiger nur dann, wenn die Browserversion IE 4 oder IE 5
entspricht.
Das WebBrowser-Control
Auf einfache Weise betten Sie ein
WebBrowser Control in ein Formular ein.
Sie benötigen
Visual Basic 5.0 mit Service Pack 2 oder eine spätere Version
sowie den Microsoft Internet Explorer ab Version 4.0. Innerhalb
eines Visual-Basic- Projekts öffnen Sie ein leeres Formular.
Im Menü Projekt/Komponenten/ Steuerelemente selektieren Sie
Microsoft Internet Controls, um ihrem Formular eine Instanz des
WebBrowser Control hinzuzufügen. Nun sollte die Checkbox
Microsoft Internet Controls erscheinen und mit einem Häkchen
versehen sein. Öffnen Sie Projekt/Verweise, und setzen Sie
das Häkchen bei der Checkbox Microsoft HTML Object Library.
Fügen Sie über Ansicht/Werkzeugsammlung ein WebBrowser
Control in Ihr Formular ein. Die Größe wird später
vom Programm angepaßt.
Fertiges HTML-Dokument
Im Load-Event des VB-Formulars laden
Sie ein HTML-Dokument.
Der Navigate-Befehl holt Ihnen ein
beliebiges HTML-Dokument ins Web-Browser Control.
Private Sub
Form_Load()
WebBrowser1.Navigate MY_FILE
End Sub
Nach dem
Ladevorgang wird das DokumentComplete- Event ausgelöst. Damit
instanziieren Sie die Objektvariablen, um das geladene Dokument zu
verändern. Sobald die Instanzen eröffnet sind, sind über
die Objektvariablen alle dHTML-Objektmodell-Eigenschaften auf
Abruf bereit:
Private Sub WebBrowser1_ DocumentComplete(ByVal
pDisp As Object, URL As Variant)
With WebBrowser1
If
.Document Is Nothing Then
MsgBox "Kein Dokument!"
Exit
Sub
End If
End With
Set myDoc =
WebBrowser1.Document
InitializeDocument
Set myObj =
myDoc.f2.inp2
End Sub
Schließlich bringen Sie das
Dokument mit Form_Resize in Paßform.
Ereignisse abfangen
Das Schlüsselwort With Events läßt
nichts anbrennen. Sie bekommen alle User-Aktionen mit und
reagieren darauf.
Um auf User-Aktionen flexibel zu reagieren,
müssen die im dHTML-Formular ausgelösten Ereignisse an
den Visual- Basic-Teil gebunden werden. Aus diesem Grund wird bei
der Deklaration der entsprechenden Objektvariablen das
Schlüsselwort With Events verwendet:
Option
Explicit
Private WithEvents myDoc As HTMLDocument
Private
WithEvents myObj As HTMLInputElement
Private docLoad As
Boolean
Private Const MY_PATH As String = "c:\PC-M\03\"
Private
Const MY_FILE As String = "c:\PC-M\03\wb.htm"
Dadurch
stehen dem VB-Programm Er-eignisroutinen wie OnClick() oder
On-MouseDown() zur Verfügung.
Identifizieren bitte!
Das Verursacherprinzip findet für
jedes Ereignis einen Auslöser: So finden Sie den Täter.
Ist
ein Mausklick-Ereignis innerhalb einer Prozedur abgefangen, ist
noch das auslösende Objekt herauszufinden. Unser
Beispielprogramm fügt im HTML-Formular ein INPUT-Element ein,
das als hidden deklariert wird, damit es im Formular selbst nicht
sichtbar wird. Das VB-Programm kann dieses Schnittstellen- Element
über seine Name-Eigenschaft identifizieren. Die in Frage
kommenden dHTML-Objekte (Buttons, Links, Images) erhalten über
Javascript-Inline- Anweisungen den Auftrag, beim OnClick-Ereignis
die Value-Eigenschaft des Schnittstellen-Input-Elements auf die
eigene ID zu setzen.
Hintergrund mit Bitmap füllen
So geben Sie einem
Arbeitsformular ein individuelles Aussehen und ein Label.
Das
Demoprogramm unit1.pas (Listing in Databox 8/98) zeigt im
Hauptformular (Mainform) ein Hintergrundbild. Das erreichen Sie
mit drei Arbeitsschritten.
Laden Sie im Create-Constructor eine
beliebige Bitmap. Beachten Sie, daß die Datei nicht zu groß
ist und nicht zu viele Farben enthält. Denn Aufgabe ist es,
diese Bitmap auf dem Hintergrund in Kacheln (Tile) über das
ganze Formular zu verteilen. Da die Bitmap dabei öfters
gezeichnet wird, darf dieser Vorgang nicht zu lange dauern. Denn
dann würde der Bildaufbau unangenehm flackern.
Anstatt
fest auf den Dateinamen zu verweisen, ist es eleganter, das
Windows-Verzeichnis vorher mit der Windows-API-Funktion
GetWindowsDirectory zu ermitteln. Sie können die Bitmap
jedoch auch im gleichen Verzeichnis wie die exe-Datei speichern.
Dieses Verzeichnis ermitteln Sie über die Funktion
PFAD :=
ExtractFilePath(Application.ExeName);
Das Ergebnis zeigt den
kompletten Pfad mit dem letzten Rückstrich. Sie fügen
also nur noch den Dateinamen der Bitmap an.
Anders als beim
Constructor geben Sie im Free-Destructor den von der Bitmap
beanspruchten Speicherplatz wieder mit free frei. Die Routine
FormPaint (Zeile 26) gibt dann die Bitmap aus, wobei Sie zunächst
Breite und Höhe der geladenen Bitmap bestimmen.
Verschachtelte While-Schleifen zeichnen die Bitmap zeilenweise in
das Formular (Canvas=Leinwand). Dazu erhöhen sich die
Positionszähler jeweils um die Breite und Höhe der
Bitmap. Damit eingefügte Label bei dunklen Bitmaps noch
lesbar sind, müssen Sie Schriftart und Farbe anpassen, im
Beispiel auf Gelb und transparent.
Mit Tasten scrollen
Programmieren Sie eine Funktion, um sich
mit den [Bild auf]- oder [Bild ab]-Tasten durch ein Formular zu
bewegen.
Bei großen Formularen oder bei Projekten mit
sehr vielen Kontrollelementen ist es übersichtlicher, anfangs
die Größe zu beschränken. Delphi fügt zwar
automatisch Rollbalken ein, diese können Sie aber nur mit der
Maus bedienen. Wollen Sie sich im Formular mit den
Tastenfunktionen bewegen, bauen Sie folgende Funktion ein.
Legen
Sie eine Behandlungsroutine auf das Ereignis (Event) FormKeyDown.
Die Konstante Schritt legt die Weite fest, um die Sie ein
Tastendruck im Formular bewegen soll. In Abhängigkeit der
gedrückten Taste - next für abwärts und prior für
aufwärts - erhöhen oder vermindern Sie den Wert der
Eigenschaft (Property) Position von VetScrollBar. Dies übernehmen
Sie analog, wenn Sie nach links oder rechts rollen.
Dabei
können Sie beliebige Tasten verwenden, sofern Sie vom
Gebrauch einiger Sondertasten wie der [Eingabe]- oder [Tab]-Taste
absehen. Auch sollten Sie den Cursortasten ihre Funktion
lassen.
Innerhalb der Funktion FormKeyDown (Zeile 44) im
Demoprogramm unit1.pas (Listing in Databox 8/98) finden Sie einen
weiteren Tip: die Belegung eigener Hotkeys, die nicht mit einem
Menü assoziiert sind.
Betätigen Sie die
Tastenkombination [Strg-C], startet die Funktion CopyAutoexec als
Beispiel.
Dateien kopieren
Neben den bekannten Befehlen BlockRead und
BlockWrite zeigt unser Beispiel eine weitere Methode, Dateien zu
kopieren.
In jedem Delphi-Buch und der Online-Hilfe finden Sie
eine Kopierroutine für Dateien, die meist mit den Befehlen
BlockRead und BlockWrite arbeitet .
Über die Funktion
TFileStream.
Create (Zeile 63) im Demoprogramm unit1.pas
(Listing in Databox 8/98) initialisieren Sie die Variable S.
Anstatt die Datei explizit mit Pfadnamen anzugeben, können
Sie auch einen Datei-Öffnen-Dialog verwenden. Der Try-Block
versucht, die Zieldatei T zum Schreiben zu öffnen.
Ist
dies gelungen, kopiert die Funktion copyfrom() die Datei von S
nach T. Andernfalls gibt der Finally-Block die Variable T sofort
wieder frei, was im zweiten Zweig auch für S geschieht.
Dateidatum ermitteln
Wer das Dateidatum benötigt, muß
es nur in das Delphi-Format umwandeln.
Die Funktion
GetFileDate.pas (Listing in Databox 8/98) ist leicht
nachzuvollziehen: Sie übergeben den Dateinamen und erhalten
das Datum als Zeichenkette zurück.
Mehr als 255 Zeichen aus einer Zeile lesen
Statt 1024 Byte
auf dem Heap zu belegen, begnügt sich eine Pointer-Zuweisung
mit 4 Byte.
Manchmal kann es vorkommen, daß Sie im
Programm Zeilen aus einer Textdatei lesen, die mehr als 255
Zeichen enthalten. Dann können Sie sich mit zeillang.pas
(Listing in Databox 8/98) behelfen.
Wenn Sie den eingelesenen
Text in einer Funktion weiterverarbeiten, die als Parameter einen
PChar verlangt, weisen Sie die Variable pBuf mittels PChar (pBuf)
zu (typecasten).
Sie können natürlich auch eine
Variable vom Typ TLine deklarieren, allerdings belegen Sie dann
1024 Byte auf dem Heap. Die vorgeschlagene Methode belegt nur 4
Byte für den Pointer.
Anzahl der verfügbaren Farben
Zur Farbanpassung per
Programm müssen Sie die Farbtiefe kennen.
Besonders bei
grafisch orientierten Programmen ist es notwendig zu wissen, wie
hoch die Farbtiefe ist. Davon abhängig passen Sie die
Bildschirmausgabe per Programm an.
Folgender Aufruf übergibt
an die Variable NumBits die Anzahl der Bits, die für die
Farbdarstellung eines Pixel notwendig
sind:
NumBit:=GetDeviceCaps(Canvas.Handle,
BitsPixel)*GetDeviceCaps(Canvas.Handle,Planes);
Die in Delphi 3
enthaltene Funktion Power ergibt direkt die Farbanzahl:
Farben:=
POWER(2,NumBits);
Für die Funktion Power binden Sie die
Unit Math ein.
Fenster schließen
Vor dem Herunterfahren von Windows
bauen Sie eine Sicherheitsabfrage in Ihr Programm ein.
Wenn Sie
Windows herunterfahren, was auch vor einem Neustart geschieht,
sendet Windows an alle laufenden Programme die Nachricht
WM_QueryEnd Session. Auf diese Nachricht kann ein Programm
reagieren, wozu Sie die Funktion CanClose einsetzen. Das
Programmfragment FormClose.pas (Listing in Databox 8/98) führt
dies beispielhaft vor.
DOS-Programme reagieren auf diese
Nachricht nicht - Windows meldet dies mit einer entsprechenden
Nachricht auf dem Bildschirm.
Verknüpfungen per Programm
Ein kurzes Fragment führt
vor, wie Sie auf dem Desktop und im Startmenü mit NotePad
eine Datei öffnen.
Alle Installationsprogramme legen
Verknüpfungen im Startmenü oder auf dem Desktop an.
Diese Funktionalität bilden Sie auch mit Delphi-Programmen
nach.
Um unter Windows 95 und NT 4 eine Verknüpfung
anzulegen, lesen Sie den Wert von DESKTOP oder START MENU aus dem
Registry-Schlüssel
Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Shell FOLDERS
unter HKEY_CURRENT_USER aus. Der Auszug verknuepf.pas (Listing in
Databox 8/98) erzeugt auf Knopfdruck eine Verknüpfung auf dem
Desktop sowie im Untermenü TEST des Startmenüs.
Daraufhin öffnet notepad.exe die Datei autoexec.bat.
Untermenüs im Startmenü sind übrigens normale
Unterverzeichnisse in windows\start.
Mit dBase-Dateien arbeiten
Mit geringem Programmieraufwand
nutzen Sie dBase-Dateien unter Delphi.
Die Nummer des aktuellen
Datensatzes bestimmen Sie mit BDE-Befehlen (Borland Database
Engine). Doch nur bei Paradox und dBase, da die BDE die
Datensatznummer nicht bei SQL-Datenbanken bestimmen kann. Darüber
hinaus gibt es einen Unterschied zwischen Paradox und dBase: Bei
letztgenannten liefert die Funktion GetRecNum.pas (Listing in
Databox 8/98) immer die physische Satznummer. Auch wenn Sie die
Anzeige der Datensätze mit einem Tquery eingeschränken,
zeigt die Funktion die Datensatznummer in der Datei an, und nicht
die Nummer des Datensatzes relativ zur sichtbaren Datenmenge. Der
Funktion übergeben Sie zum Beispiel den Wert TABLE1. Die
Tabelle (DataSet) muß dabei geöffnet sein. Alle
BDE-Aufrufe binden Sie in die Funktion CHECK ein, damit Sie
notfalls eine Fehlermeldung erhalten, wenn eine Funktion
fehlschlägt.
dBase löscht Datensätze erst aus
einer Datei, wenn diese gepackt wird. Zuvor versieht dBase die
Datensätze nur mit einer Löschmarkierung. Allerdings
zeigt Delphi diese nicht mehr an. Die Prozedur ShowDeleted.pas
(Listing in databox 8/98) sorgt dafür, daß Sie
Datensätze mit Löschmarkierung in der Tabelle TT sehen,
wenn der Parameter ANZEIGEN auf true steht.
Schließlich
wollen Sie die als gelöscht markierten Datensätze auch
aus der Datenbank entfernen. Dazu packen Sie eine dBase-Datei:
Öffnen Sie eine Tabelle exklusiv. Dabei müssen Sie die
Tabelle erst schließen, auf exklusiv setzen und wieder
öffnen. Nach dem Packen führen Sie diese Befehle erneut
aus, wobei Sie die Tabelle aber wieder auf den Wert shared setzen.
Die dazugehörenden Befehle sind in TabSchluss.pas (Listing in
Databox 8/98) leicht zu erkennen.
Versionen im Code unterscheiden
Bei der Entwicklung
skalierbarer Anwendungen spielt die verwendete Compiler-Version
eine große Rolle.
Manchmal müssen Programmierer eine
Anwendung so schreiben, daß sie auf den Plattformen Delphi 1
bis 3 unterschiedlich kompiliert wird. Um zu vermeiden, daß
Sie für jede Delphi-Version verschiedene Quelldateien
schreiben müssen, definieren Sie im Quelltext folgende
Symbole:
{$IFDEF VER80}
{$DEFINE
DELPHI_VER1_0}
{$ENDIF}
{$IFDEF VER90}
{$DEFINE
DELPHI_VER2_0}
{$DEFINE DELPHI_32}
{$ENDIF}
{$IFDEF
VER100}
{$DEFINE DELPHI_32}
{$DEFINE DELPHI_VER3_0}
{$ENDIF}
Den Explorer nutzen
Nutzen Sie den Suchen-Dialog von Windows
95 in eigenen Programmen.
Windows 95 verfügt über
eine hervorragende Suchfunktion:
Start - Suchen
Um diesen
Suchen-Dialog von eigenen Programmen aus aufrufen zu können,
nutzen Sie die Funktion von Windows 95, Dateien über die
Endung mit ihrem jeweils damit verbundenen Programm zu öffnen.
So ist die Dateiendung ".fnd" standardmäßig
mit dem Suchen-Dialog verknüpft.
Der Suchen-Dialog ist
aber kein eigenständiges Programm, sondern wird vom Explorer
mit den DDE-Befehl Open gestartet.
Das Windows-95-API befiehlt
mit ShellExecute, Dateien von Programmen aus auszuführen.
Weiterhin lassen sich damit zum Beispiel auch Texte mit
entsprechenden Verarbeitungen öffnen, indem Sie einen
DDE-Befehl wie Open oder Print übergeben. ShellExecute wird
innerhalb des Windows-95-API definiert, wie "shellexe.lst"
(Listing in Databox 1/97) zeigt.
Delphi 2.0 erklärt die
einzelnen Parameter in der ShellAPI-Hilfe genau. Um den
Suchen-Dialog einzubinden, gehen Sie wie folgt vor: Erstellen Sie
im Explorer im erscheinenden Pop-up-Menü
Neu -
Textdatei
in einem Verzeichnis eine Datei mit dem Namen
"dummy.fnd". Den anschließend erscheinenden Dialog
bestätigen Sie mit [Ja]. Fügen Sie Ihrem Programm im
Uses-Abschnitt die Unit ShellAPI hinzu. Den Suchen-Dialog rufen
Sie über den
Befehl
ShellExecute(Handle,'open','Dummy.fnd',nil,'c:\',SW_SHOWNORMAL);
auf.
Dabei verweist das Handle auf das Formular, Open ist der
entsprechende DDE-Befehl und "dummy.fnd" der Dateiname.
Da die Datei nicht ausführbar ist, muß der nächste
Parameter "nil" sein. "c:\" bezeichnet den
Pfad zu "dummy.fnd". In der Standardapplikation mit
einem Suchknopf binden Sie "suchunit.pas" (Listing in
Databox 1/97) ein.
Ulrich Kowalski/et
Infos zur Version
Mit jeder Änderung Ihres Quelltextes
lassen Sie im Kompilat eine Versionsnummer hochzählen.
Mit
Delphi 3 binden Sie die Windows-Ressource VersionInfo bequem ein.
Darin lassen sich Informationen über Hersteller,
Programmierer, der Programmname und dergleichen unterbringen. Sie
erreichen den entsprechenden Dialog über den
Menüeintrag
Projekt - Optionen
In der Unterseite
VersionInfo können Sie festlegen, welche Informationen Sie in
Ihr Projekt aufnehmen wollen. Dabei entscheiden Sie, ob Sie die
Haupt-, die Unterversionsnummer, die Release- und die Build-Nummer
selbst hochzählen wollen oder ob Delphi die Build-Nummer als
letzte Zahl des Quadrupels automatisch inkrementiert, wenn Sie das
Projekt übersetzen.
Die Informationen, die Sie auf diese
Weise in die Projektdatei eingebaut haben, rufen Sie ab, indem Sie
die EXE- oder DLL-Datei im Windows Explorer anwählen und mit
der rechten Maustaste
Kontext - Eigenschaften
aufrufen. Es
öffnet sich ein Dialogfenster mit einer Reihe von
Unterseiten. Unter "Version" finden Sie Ihre
Informationen. Diese lassen sich nur noch mit einem
Ressourcen-Editor, durch Patchen oder erneutes Übersetzen
verändern. et
Päckchen für Päckchen
Lagern Sie Laufzeitcode
mit Packages in einer DLL aus, so beansprucht das Kompilat weniger
Speicherplatz.
Zu den besonderen Features von Delphi 3 gehören
Packages: besondere DLLs, die Sie in der Entwicklungsumgebung und
in eigenen Programmen nutzen. Am ehesten lassen sich Packages mit
der Laufzeitbibliothek von Visual Basic vergleichen.
Sicherlich
haben Sie bereits Applikationen gestartet, die nach Dateien wie
etwa "vbrun400.dll" verlangt haben. Diese Bibliotheken
haben den Vorteil, daß das System sie nur einmal benötigt.
So müssen Sie diese Daten nicht in jeder EXE-Datei
mitschleppen. Bei Delphi 3 lassen sich nun zum einen bereits
bestehende Packages (25 fertige werden mitgeliefert) nutzen, zum
anderen aber auch eigene definieren. Indem Sie Packages benutzen
und damit Laufzeitcode aus der EXE-Datei in eine DLL auslagern,
läßt sich natürlich Platz innerhalb des Programms
sparen - die EXE-Dateien werden kleiner.
Probieren Sie es doch
einmal aus: Unter
Projekt - Optionen
gibt es eine neue
Unterseite namens Packages. In der unteren Hälfte finden Sie
eine Checkbox, die in der englischen Version mit "Build with
runtime packages" beschriftet ist. Eines der mitgelieferten
Beispielprogramme, "imagview.dpr", wird normalerweise zu
einer EXE-Datei von knapp 330 KByte. Nutzen Sie die Packages zur
Laufzeit, reduziert sich die Größe auf 19 KByte. Doch
die Packages zusammengenommen machen mehr als die Differenz
aus.
Statten Sie jedoch mehrere Applikationen mit den gleichen
Packages aus, reduziert sich die Gesamtgröße wieder.
Der Code der Packages ist nur einmal vorhanden, also nicht in
jeder EXE-Datei eingebunden.
et
Ausbrechende Exceptions
Dem Stillstand bei Exceptions können
Sie abhelfen.
Ist es Ihnen auch schon einmal so gegangen: Sie
haben einen Try-Block geschrieben, alle Exceptions behandelt, und
trotzdem hält das Programm in der Entwicklungsumgebung
jedesmal an? Eine Zeit hektischer Suche beginnt, und vielleicht
versuchen Sie einmal, Ihre Applikation außerhalb des IDE zu
starten. Interessanterweise funktioniert dann alles wie erwartet,
aber warum?
Delphi bietet aus Sicherheitsgründen die
Option, alle ausgelösten Exceptions in der
Entwicklungsumgebung an den Benutzer weiterzugeben. Diese
Einstellung namens "Bei Exceptions anhalten" (,Break on
exception") finden Sie im Dialogfenster
Vorgaben - Tools -
Optionen
Befindet sich an dieser Stelle ein Haken, wird Delphi
bei Exceptions immer anhalten.
et
Datenbank im Quelltext
Datenbank und Index definieren Sie
mit wenigen Zeilen.
Es gibt verschiedene Methoden, eine
Datenbank zu erzeugen, die ein Delphi-Programm verwenden soll.
-
Zum einen entwerfen Sie sie in der Datenbank-Oberfläche,
einer Art abgespecktem Paradox. Hier lassen sich die Namen und
Typen der einzelnen Felder der Tabelle festlegen und Indizes
definieren. Das Problem besteht darin, daß Sie immer eine
leere Datenbank zur Hand haben müssen, falls Sie wieder von
vorn anfangen wollen.
- Der andere Weg führt über
Delphi selbst. Warum sollte nicht Delphi per Quelltext dazu in der
Lage sein, eine Datenbank zu erzeugen? Schließlich kann es
doch wunderbar darin herumfuhrwerken. Dafür besitzt die
Klasse TTable zwei besondere Eigenschaften: FieldDefs und
IndexDefs. FieldDefs definiert den Datensatz: Zuerst wird die
Definition mit "clear" gelöscht und anschließend
jedes Feld mit "add" hinzugefügt. Als Parameter für
"add" dienen der Name des Feldes wie "Name",
sein Typ wie "ftString", "ftInteger" oder
"ftMemo", die Länge bei Strings oder 0 bei
numerischen Feldern sowie die Definition, ob es sich um ein
sogenanntes Required Field handelt. Required Fields müssen
einen Wert besitzen, damit "datbank.inc" (Listing in
Databox 8/97) den Satz in die Datenbank schreiben darf.
Genauso
wie bei der Definition eines Datensatzes gehen Sie beim Index vor.
Mit "IndexDefs.Add" definieren Sie Indizes. Danach
erzeugen Sie die Tabelle mit CreateTable. Die Instanz von TTable
schließen Sie via "free".
et
Große Strings
Mit den Huge Strings bringen Sie bis zu
zwei Milliarden Zeichen in einer Zeichenkette unter.
Zu den
Vorteilen von Delphi 2.0 gehören Huge Strings. Dabei handelt
es sich um Zeichenketten, die nicht mehr nur 255 Elemente
erlauben, sondern gut zwei Milliarden. Damit sollten Sie jede
Textdatei unter 2 GByte in einen String laden können, sofern
für diese Anwendung genügend Speicher verfügbar
bleibt. Delphi 3.0 verwendet neue Strings. Der wesentliche
Unterschied zwischen beiden Typen ist die Art, wie sie gespeichert
werden. So ist bei den ShortStrings im Element 0 die Länge
codiert, während das Element 0 in AnsiStrings nicht mehr
definiert ist. Damit beide String-Typen zueinander kompatibel
sind, sollten Sie nur noch die Length-Funktion verwenden, die
automatisch die String-Weiten umsetzt.
et
Wie spät ist es ?
Bauen Sie drei "vergessene"
Ergebniswerte zur Sommerzeit-Umstellung nach.
Das API von Win32
birgt eine schier überwältigende Vielzahl von
Funktionen, inzwischen sollen es mehrere tausend sein. Wen wundert
es also, daß einige ein unbeachtetes Dasein fristen und
andere Konstanten in der "windows.pas", der Umsetzung
des Win32-API in Delphi, schlichtweg nicht vorhanden sind? Zwei
solcher Konstanten sind erforderlich, wenn Sie ermitteln wollen,
ob Ihr Rechner auf Sommerzeit (MESZ) eingestellt ist. Das
Win32-API implementiert dafür eine Funktion namens
GetTimeZoneInformation, die einen Record vom Typ
TTimeZoneInformation als Übergabeparameter erhält.
Funktionen liefern bekanntlich Werte zurück, um mitzuteilen,
ob alles in Ordnung ist.
Bei dieser Funktion hat Borland
allerdings drei Konstanten vergessen, die als Ergebniswerte
zurückgeliefert werden können:
Const
TIME_ZONE_ID_UNKNOWN
=dword(0);
TIME_ZONE_ID_STANDARD=dword(1);
TIME_ZONE_ID_DAYLIGHT=dword(2);
"auswert.pas"
(Listing in Databox 8/97) wertet die Rückgabewerte
beispielhaft aus. Die Struktur TTimeZoneInformation enthält
neben den Namen der Zeitzone und ihrer Abweichung von Greenwich
auch die Umstellungsdaten von Sommer- auf Normalzeit und
umgekehrt.
et
Registratur
Die Wertzuweisungen in der Registry lassen sich
einfach auslesen.
Anstatt jede Applikation mit einer INI-Datei
auszustatten, verfügen Windows 95 und NT über eine
Datenbank, die alle Einstellungen speichert. Diese Registry
durchsuchen Sie aufgrund ihrer Struktur leichter als eine
Textdatei. Zwar gibt die Hilfe ein paar Auskünfte, wie Sie
diese Informationen umsetzen sollen, doch leider ist dafür
kein Beispielprogramme enthalten. Das holt "reglies.pas"
(Listing in Databox 8/97) nach.
Zunächst müssen Sie
eine Instanz von TRegistry erzeugen, in diesem Beispiel heißt
sie Regis. Anschließend ist der RootKey zu setzen, von dem
die folgenden Anweisungen ausgehen. Die Registry besitzt
verschiedene Basisschlüssel, die unterschiedliche Daten
enthalten. Die Voreinstellung von RootKey ist HKEY_CURRENT_ USER.
Dieser Schlüssel enthält Informationen über die
Vorstellungen des aktuellen Anwenders.
Die Registry läßt
sich gut mit einem Verzeichnisbaum vergleichen. Die RootKeys sind
sozusagen die Laufwerke. Mit OpenKey öffnen Sie eine Art
Unterverzeichnis, auf das Sie mit ReadString zugreifen. Der
Parameter von ReadString darf allerdings kein Schlüssel mehr
sein. Neben ReadString gibt es für die anderen Datentypen
entsprechende Zugriffsfunktionen wie ReadCurrency, ReadDate,
ReadInteger. Nach dem Zugriff schließen Sie mit CloseKey den
Schlüssel und geben die Instanz Regis frei. Für den
Schreibzugriff gibt es die entsprechenden Prozeduren wie
WriteString, WriteInteger und dergleichen.
et
Heute plus 1
Zeitwerte berechnet Delphi mit einer rationalen
Zeit, womit sich leicht rechnen läßt.
Delphi
verwendet den Datentyp TDateTime, um das Datum mit Uhrzeit
anzugeben. FormatDateTime steuert die Ausgabe in einer
Zeichenkette, damit Sie Datum und/oder Uhrzeit zum Beispiel in
einem Label darstellen können. Hinter TDateTime steckt kein
Record, wie vielleicht zu vermuten wäre, sondern eine
rationale Zahl, ein Double. Dabei gibt der ganzzahlige Wert die
Anzahl der Tage seit dem Startpunkt wieder, während der
Nachkommateil den Tagesbruchteil enthält. Ein Wert von 0,5
entspricht zum Beispiel 12 Stunden, 1/24 ist eine Stunde, 1/1440
eine Minute.
Diese Darstellung macht die Arithmetik mit einem
Datum recht einfach. Denn Überläufe werden so bequem
erledigt. Wollen Sie also auf den Wert
36573,99 =
Sonntag,31.August 1997,23:45.36
eine Stunde (etwa 0,04166..)
addieren, dann ergibt dies automatisch den 1. September 1997. Die
Umrechnung, welcher Wert einer Stunde, einer Minute oder einer
Sekunde entspricht, können Sie selbst vornehmen. Mit der
Funktion EncodeTime nimmt Ihnen Delphi die Arbeit ab. Ein Aufruf
von
t:= EncodeTime (1, 0, 0, 0);
//EncodeTime(Stunde,
Minute, Sekunde, Millisekunde);
liefert eine TDateTime-Variable
namens "t" zurück, deren Wert genau einer Stunde
entspricht. Die Belegung einer TDateTime-Variablen mit Datum und
Uhrzeit geschieht entsprechend durch die folgende
Addition:
t:=EncodeDate (1997, 08, 31) + EncodeTime (23, 45,
36, 00);
//EncodeDate (Jahr, Monat, Tag)
Zur Funktion
EncodeTime finden Sie in der Hilfe weitere Anweisungen. Weitere
Verweise dazu zeigen den Gebrauch von DecodeTime und
EncodeDate.
et
Zeit zum Abrechnen
Eine Stoppuhr mißt die Dauer einer
Projektentwicklung.
Dieser Tip soll dokumentieren, wieviel Zeit
es kostet, ein Projekt zu entwickeln, und wie lange die
Programmierer dabei online sind. Mit ein paar Images, Labels und
BitBtns ist eine solche "Applikation" schnell
"gestrickt".
Im Bild sehen Sie die aktuelle Zeit
(11.10:12 Uhr) sowie den aktuellen Abschnitt, der gerade gestoppt
wird (Mitte) und wie lange insgesamt gestoppt wurde (unten). Über
die drei Knöpfe am rechten Rand des Fensters steuern Sie die
Stoppuhr:
- Grün bedeutet, daß ab jetzt die Zeit
gemessen werden soll.
- Rot beendet die Zeitmessung, die Sie
jederzeit wieder starten können.
- Ein Klick auf den
blauen Knopf stellt die Gesamtzeit auf 0 zurück.
Wenn Sie
diese Applikation beenden, speichert sie die angefallenen Daten in
einer INI-Datei. Diese steuert die Einstellungen, welchen Text die
Titelzeile des Fensters anzeigen soll und ob die bisher
aufgelaufene Zeit gespeichert werden soll. Welche INI-Datei Sie
verwenden, legen Sie über einen Kommandozeilenparameter fest.
Zur Auswertung der Kommandozeile in der Methode FormCreate nutzen
Sie, wie schon in den DOS-Versionen von Turbo Pascal, die
Funktionen ParamCount (um die Anzahl der Parameter zu ermitteln)
und ParamStr(i) (zum Lesen des i-ten Parameters). Geben Sie als
Parameter "/?" an, öffnet sich ein
Dateiauswahlfenster, über das Sie eine INI-Datei selektieren.
Rufen Sie das Programm ohne Parameter auf, sucht es nach einer
INI-Datei, die im selben Verzeichnis liegt und den gleichen
Dateinamen hat wie die EXE-Datei.
if (ParamCount > 0) then
begin
if (ParamStr(1)='/?')then begin
if OpenDialog1.Execute
then IniName:=OpenDialog1.Filename;
end else IniName :=
ParamStr(1)
end else IniName
:=
ChangeFileExt
(Application.ExeName, '.ini');
FormCreate
liest die INI-Datei ebenfalls aus. Die dort enthaltenen
Einstellungen geben den Titel der Applikation an (Title) und
wieviel Zeit bisher angefallen ist (Hour, Min, Sec).
StartAtOnce=1
läßt mit dem Start von ConTimer
gleich die Stoppuhr anlaufen.
StartAtOnce=0
bedeutet, daß
Sie sie per Hand starten.
Besitzt SaveTiming den Wert 1, dann
speichert das Ende die bis dahin gestoppte Zeit. Auf diesen
Ausgangswert greifen Sie dann beim nächsten Aufruf
zurück.
[ConTimer]
Title=PC
Magazin
Hour=1
Min=34
Sec=24
StartAtOnce=1
SaveTiming=1
et
Benutzer im Netz
Den Namen eines Anwenders im Netz stellen
Sie mit WNetGetUser fest.
Waren die Netzwerkfunktionen in den
ersten Versionen von Windows noch recht unterentwickelt, änderte
sich dies mit der Workgroups-Version und erst recht mit Windows
95. Delphi verwendet das Win32-API, um Zugriffe auf
Netzwerk-Funktionen zu verwirklichen.
Mit WNetGetUser läßt
sich der Name eines Benutzers ermitteln. Diese Funktion benötigt
drei Parameter:
- den Namen des Gerätes oder des
Netzwerks, für das der Benutzername ermittelt werden soll,
-
einen PChar zur Aufnahme des Namens
- und die Länge dieses
Puffers.
Lassen Sie den ersten Parameter frei, übergeben
also einen Leerstring, liefert die Funktion den eingeloggten
Benutzer dieses Rechners zurück. Um sicherzustellen, daß
dieser Code immer funktioniert, egal, ob Sie mit ShortStrings oder
LongStrings arbeiten, verwenden Sie StrAlloc und StrBufSize. Mit
diesen Funktionen legen Sie die Größe eines Zeichens
nicht fest. "wnetget.pas" (Listing in Databox 8/97)
veranschaulicht das Verfahren.
et
Wegweiser zur Datenbank
Alias-Namen ersparen Ihnen einen
weiteren Kompilierungslauf, wenn Sie Daten verschieben
müssen.
Delphi bietet in allen Versionen eine Vielzahl an
Komponenten für Applikationen, die Datenbanken jeglicher Art
be- und verarbeiten. Bei einigen dieser Komponenten müssen
Sie angeben, wo sich die Dateien befinden. In TTable geschieht
dies in der Property DatabaseName. Sie können hier zwar
direkt die Pfadangabe eintragen, das birgt aber einige Gefahren.
Damit ein Anwender eine Datenbank an einen anderen Platz auf der
Festplatte verschieben können, müssen Entwickler diese
Änderung in der Property eintragen und das Programm
rekompilieren. Was bei Einzelplatzanwendungen für private
Anwender einen noch vertretbaren Aufwand bedeutet, ist bei
Client/Server-Programmen mit mehreren Clients oft nicht mehr
machbar.
Aus diesem Grunde vergeben Sie besser einen Alias.
Dieser ist im Prinzip nichts anderes als ein Wegweiser zur
Datenbank mit einem Namen und einigen zusätzlichen
Informationen wie zum Beispiel dem Datenbanktyp. Unter Datenbank
können Sie hier sowohl lokale Paradox-Dateien als auch eine
echte Server-Datenbank wie InterBase verstehen.
Im Programm
tragen Sie statt der Pfadangabe diesen Alias ein, der nun
unverändert bleibt. Müssen Sie die Datenbank in ein
anderes Verzeichnis verschieben, ändern Sie nur den
Pfadeintrag des Alias. Die Programme bleiben davon unberührt,
da sie sich nur auf den Alias-Namen beziehen. Programme müssen
also nicht mehr wissen, wo die Dateien sind.
Alias-Namen
speichern Sie in der Datei "idapi32.cfg". Liegt diese
auf einem gemappten Netzlaufwerk, müssen Sie nur einmal den
Verzeichniseintrag innerhalb des Alias ändern. Dann greifen
alle Clients weiterhin auf die Daten zu. Den Verweis in der
Registry des Clients auf die CFG-Datei geben Sie nur einmal bei
der Installation der BDE (Borland Database Engine) auf dem Client
an.
Eine detailliertere Beschreibung über die
Alias-Verwaltung mit vielen nur denkbaren Einstellungen finden Sie
in der Delphi-Dokumentation.
et
Alias-Abfrage
Lassen Sie sich die verschiedenen Alias-Typen
als String-Liste am Bildschirm anzeigen.
Alle eingetragenen
Alias-Namen zu erfahren, ist mit der nicht-visuellen Komponente
TSession denkbar einfach. Sobald Sie unter Delphi eine
Datenbankkomponente auf der Form plazieren, erzeugt Delphi
automatisch eine Session-Instanz vom Typ TSession. Diese
Komponente erlaubt es Ihnen unter anderem, alle Alias-Namen in
eine TStringList einzufügen. Die Konsolenapplikation
"konsol.pas" (Listing in Databox 8/97) liest sie in eine
String-Liste ein und gibt diese am Bildschirm aus.
Die
Eigenschaft ConfigMode bestimmen Sie mit folgenden Werten:
-
Die Property ConfigMode legt fest, welche Alias-Namen
berücksichtigt werden. Das gilt sowohl für das Erfragen
als auch das Anlegen von Alias-Einträgen.
- CmPersistent
sorgt dafür, daß Delphi Alias-Namen global hinzufügt,
womit sie systemweit gelten. Das Auslesen liefert nur globale
Alias-Namen.
- CmSession hingegen fügt Alias-Namen nur
lokal ein. Damit gelten sie also nur für diese Applikation,
werden also nicht gespeichert. Das Auslesen liefert nur lokale
Alias-Namen.
- CmAll fügt Alias-Namen global hinzu, so daß
sie systemweit gelten. Das Auslesen liefert sowohl lokale als auch
globale Alias-Namen.
Die Prozedur GetAliasNames füllt die
String-Liste AllAlias mit allen dem BDE bekannten Alias-Namen, die
Sie daraufhin in der For-Schleife am Bildschirm sehen. Das ReadLn
ist notwendig, damit das Programmfenster nach der letzten Zeile am
Bildschirm stehen bleibt. Andernfalls würde es sofort wieder
geschlossen werden, was die Lesbarkeit nicht gerade
erhöht.
HINWEIS: Auch wenn Konsolenapplikationen wie
DOS-Anwendungen aussehen, in denen Sie mit Write und Read arbeiten
und die Sie sogar direkt aus einem DOS-Fenster starten können,
sind sie doch vollwertige 32-Bit-Windows-Programme mit nahezu
allem Komfort, nur eben ohne das typische Windows-Fenster.
et
Alias zur Laufzeit anlegen
Ein Beispielprogramm zeigt, wie
Sie möglichst eindeutige Alias-Namen anlegen.
Bei
Datenbankprogrammen kann es vorkommen, daß ein Alias-Name
bereits existiert, aber auf ganz andere Daten verweist. Um diese
Fehlerquelle zu umgehen, sollten Sie bei der Installation oder
zumindest beim ersten Start prüfen, ob der Alias schon
vorhanden ist. Wenn ja, sollten Sie einen anderen anlegen. Das
Programm kann das Feld DatabaseName während der Laufzeit
richtig setzen und öffnet erst dann die
Tabellen.
"make_al.pas" (Listing in Databox 8/97)
verwendet die String-Liste dazu, notwendige Parameter für die
Anlage eines Alias bereitzustellen. Das Beispiel legt nach einer
erfolgreichen Überprüfung, ob der Alias schon existiert,
einen globalen Interbase-Alias an. Über SaveConfigFile
speichern Sie die geänderte Datei "idapi32.cfg".
Wollen
Sie nur einen Alias auf Paradox-Tabellen anlegen, sind nur wenige
Schritte notwendig:
Session.ConfigMode :=
cmAll;
Session.AddStandardAlias('ALIASNAME','c:\paradox','PARADOX');
Session.SaveConfigFile;
Auch
hier sollten Sie vorab prüfen, ob der Alias-Name nicht
bereits existiert.
et
Eine Laufwerks-Listbox
Statt einer Combobox können Sie
auch eine Listbox generieren.
Delphi zeigt in seiner Combobox
alle unter Windows bekannten Laufwerke an. Die Combobox taucht
auch in einigen Dialogen auf. Für einige Anwendungsfälle
ist aber eine Listbox besser geeignet. Die hier vorgestellte
Komponente für Delphi 2 und 3 bietet eine Listbox an.
In
einem Anwendungsfall soll eine Installation prüfen, ob
Dateien auf einem Laufwerk neu hinzugekommen sind. Dazu können
Sie in der Listbox auch mehr als ein Laufwerk auswählen.
Die
Funktionen der Listbox-Komponente sind schnell erklärt:
-
Der Create-Konstruktor legt fest, daß es eine sogenannte
Owner-Draw-Listbox ist, die Applikation sich also selbst um die
Darstellung kümmert.
- Die Unterfunktion ReadBitmaps liest
die einzelnen Bilder für die Laufwerkstypen aus der
Ressource. Das Gegenstück von Create, Destroy, gibt den
belegten Speicher für die Bitmaps wieder frei.
Der Aufruf
BuildList in CreateWindow füllt die Listbox. Die API-Funktion
GetLogicalDrives repräsentiert in einem Bit-Array die
verfügbaren Laufwerke.
Eine CASE-Schleife ermittelt mit
GetDriveType den Laufwerkstyp, wobei in Abhängigkeit vom
Ergebnis der Eintrag in die Listbox eingefügt wird. Bei
entnehmbaren Datenträgern prüft das System zudem noch
den Laufwerksbuchstaben. Bei A oder B ist es ein
Diskettenlaufwerk, andernfalls kann es auch ein Jazz- oder
SyQuest-Wechselplattensystem sein.
Alle AddObject-Aufrufe
versuchen, über die Funktion
NetworkVolume das Label des
Laufwerks zu ermitteln. Dazu brauchen Sie die API-Funkion
WNetGetConnection. Sollte der Aufruf fehlschlagen, weil der
übergebene Laufwerksbuchstabe kein Netzwerk-Laufwerk
darstellt, bekommen Sie das Label über die Funktion VolumeID
und dort über GetVolumeInformation heraus.
Die Funktionen
GetItemHeight, DrawItem und ResetItemHeight ruft Delphi
automatisch auf. Interessant ist hier nur DrawItem. Hier erscheint
jeder Eintrag in der Listbox zunächst als Bitmap und dann mit
dazugehörigem Text. Aus der Objektliste ITEMS lesen Sie also
Laufwerksbuchstabe und Label sowie sechs Pixel dahinter aus. Die
Prozedur REGISTER schließlich sorgt bei der Installation
dieser Komponente für die Anmeldung im Delphi-IDE.
et
Ich druck' Dich
Anstatt die Windows-Druckroutinen zu
verwenden, lassen sich reine Textdaten auch über eine
Dateivariable ausgeben.
Zum Druck reicht in den meisten Fällen
ein einfacher Report ohne Grafik. Im Report kommen die gleichen
Zeichen vor wie in einer Datei. Und so drucken Sie auch.
Delphi
enthält eine Unit namens Printers, die einen Drucker als
Datei definiert. Sie weisen der Unit eine Dateivariable mit
AssignPrn zu, öffnen die Datei mit rewrite und weisen ihr mit
write oder writeln Text zu. Wenn CloseFile die Datei dann
schließt, druckt Delphi:
procedure
TForm1.Button2Click
(Sender: TObject);
var i:
integer;
Drucker: Textfile;
begin AssignPrn
(Drucker);
Rewrite (Drucker);
for i:=0 to
Memo1.Lines.Count-1 do
WriteLn
(Drucker,Memo1.Lines[i]);
CloseFile (Drucker);
end;
Den
Zeichensatz ändern Sie genauso einfach: Sie erzeugen ein
TLabel namens Label1, definieren die Eigenschaft visible als false
und weisen ihr den gewünschten Druckzeichensatz zu. Bei
Delphi 2 reichte es noch aus,
Printer.Canvas.Font:=Label1.Font
zu
setzen. Als Futter für den intelligenten Linker von Delphi 3
hat Borland in der letzten Version bewußt darauf verzichtet.
Dabei sparen Sie etwa 2,5 KByte in einer Applikation, die zwar die
Unit importiert, aber selbst nicht druckt. Mit drucker.pas
(Listing in Databox 1/98) funktioniert es trotzdem.
Erzeugen
Sie eine Variable vom Typ TPrinter, die Sie vor Beginn des
Druckauftrags mit TPrinter.Create instantiieren. Jetzt können
Sie auf den Canvas zugreifen und ihm, wie oben gezeigt, einen
anderen Zeichensatz zuweisen. Über diesen Canvas drucken Sie
auch Bitmaps. Mit SetPrinter übertragen Sie die
Einstellungen, die Sie in Ihrer lokalen Instanz von TPprinter
vorgenommen haben, auf den Drucker. Bei diesem Aufruf erhalten Sie
als Rückgabewert die bisherigen Einstellungen. Nach Schließen
der Druckerdatei gibt Printa.Free den Speicher frei. Zuvor sollten
Sie die gesicherten alten Einstellungen wieder zurückschreiben,
damit Printa ungebunden ist. Sonst erhalten Sie eine
Exception.
TPrinter enthält noch andere interessante
Methoden und Eigenschaften:
- So erzeugt die Methode NewPage
einen Seitenumbruch.
- PageNumber ermittelt die Seitenzahl.
-
Über Printers finden Sie heraus, welche Drucker das System
kennt.
Visible Touch
Ein Beispielprogramm verändert den
Zeitpunkt, zu dem Dateien angelegt werden.
Der Explorer von
Windows 95 und NT 4.0 eignet sich dazu, angezeigte Dateien
umzubenennen. Doch den Zeitpunkt, zu dem sie angelegt werden
(Timestamp), ändern Sie so nicht. Dazu müßten Sie
die Datei editieren und neu speichern.
Schon unter MS-DOS
bündelte Borland seine Pakete mit Hilfsprogrammen. Mit einem
davon (touch) veränderten Sie den Timestamp einer oder
mehrerer Dateien. Die letzte Delphi-Version mit dieser Hilfe war
1.0. In neueren Versionen, die 1.0 enthalten, müssen Sie ein
wenig danach graben. Auf der CD-ROM von Delphi 3.0 finden Sie
touch.com im Verzeichnis
\delphi16\runimage\delphi\bin
touch.com
arbeitet korrekt, aber nicht benutzerfreundlich, nicht
fensterorientiert. Das erreichen Sie mit einer Minianwendung
namens Visible Touch. Sie zeigt zunächst den Timestamp einer
angewählten Datei an. Delphi liefert dafür mit der
Funktion FileAge einen Integer-Wert zurück, der Datum und
Uhrzeit im DOS-Format enthält. Dazu liefert die Funktion
FileDateToDateTime ein TDateTime zurück:
function
GetTimeStamp (const Filename: string): TDateTime;
var DosTime:
integer;
begin
DosTime:=FileAge
(Filename);
Result:=FileDateToDateTime
(DosTime);
end;
Gleichzeitig
nutzen Sie diesen Wert auch als Einstellung für zwei
TDateTimePicker-Komponenten, die ab Delphi 3 mitgeliefert werden.
Mit diesen Komponenten, die entweder Datum oder Uhrzeit angeben,
ändern Sie recht einfach den Vorgabewert. Bei der
Modifikation des Datums klappt ein Kalender mit Monatsangabe auf.
Bei der Uhrzeit zählen Sie Stunden, Minuten und Sekunden mit
einem SpinButton rauf und runter. Dabei entfällt die lästige
Überprüfung, ob der Wertebereich korrekt ist.
Nachdem
Sie ein gültiges Datum eingegeben haben, öffnet FileOpen
die Datei, und FileSetDate ändert ihren Timestamp. Liefert
FileSetDate ein Ergebnis ungleich Null zurück, liegt ein
Fehler vor. Das Ergebnis interpretieren Sie dann als Fehlercode.
Ist das Ergebnis gleich Null, hat ModifyTimeStamp (Listing in
Databox 1/98) den Verzeichniseintrag der Datei erfolgreich
geändert.
Zusätzlich ändert alles.pas (Listing
in Databox 1/98) die Timestamps aller Dateien eines Verzeichnisses
auf den gleichen Wert. Dafür wählen Sie zunächst
eine Datei des gewünschten Verzeichnisses aus und betätigen
dann einen anderen Knopf, der mit FindFirst und FindNext durch
alle Dateien läuft und ModifyTimeStamp für jede Datei
aufruft.
Um mehrere Dateien in einem Arbeitsgang leichter zu
bearbeiten, nehmen Sie die Meldungen per ShowMessage an
verschiedenen Stellen des Quelltexts heraus.
Hintergründige Bitmaps
Mit Bitmaps peppen Sie den
grauen Hintergrund von Formularen auf.
Programmierer werten
Applikationen optisch auf, wie Beispiele von Hinweisen auf
Schaltknöpfen oder Meldungen beim Programmstart zeigen. Doch
nur wenige Anwendungen nutzen Bitmaps als Hintergrund für ein
Formular. Dabei ist es ganz einfach.
Sie nehmen eine
TBitmap-Variable, im Beispiel Background genannt. Diese erzeugen
Sie in der Methode FormCreate beim Start der Applikation mit
Create und versorgen sie per LoadFromFile mit einer Bitmap-Datei.
Die Unit back.pas (Listing in Databox 1/98) zeigt das
Verfahren.
Das Formular ruft die Methode TForm1.FormPaint auf,
die in einer Zeichenroutine auch die Bitmap darstellt. Auf den
Zeichenbereich des Formulars (Canvas) zeichnet Canvas.Draw die
Bitmap, nach links oben ausgerichtet: (0,0).
Anschließend
setzen Sie im Beispiel noch die Größe des
Client-Bereichs so fest, daß er das ganze Fenster füllt.
In der Praxis nehmen Sie eine Bitmap, die der Fenstergröße
angepaßt ist. Der Aufruf TForm1.FormDestroy gibt den von der
Bitmap belegten Speicher wieder frei. Beachten Sie, daß
Bitmaps viel Speicherplatz brauchen.
Umlaute von DOS nach Windows
Eine einfache Funktion
konvertiert vom ANSI- (Windows-) zum ASCII- (OEM-)
Zeichensatz.
Wer DOS-Texte in Windows oder umgekehrt
bearbeitet, plagt sich mit der falschen Darstellung von Umlauten.
Der Grund: MS-DOS verwendet ASCII-Zeichen, während Windows
die amerikanischen ANSI-Zeichen nutzt, und die Codes für die
Umlaute finden sich bei ASCII und ANSI an unterschiedlichen
Stellen wieder.
Doch das "Füllhorn" der
Windows-APIs erleichtert mit zwei Funktionen die Konvertierung.
Leider heißen diese Funktionen in der 16-Bit-API anders
(AnsiToOem und OemToAnsi) als in der 32-Bit-Variante (CharToOem
und OemToChar). Immerhin kommen die 32-Bit-Versionen mit DBCS
(Double-Byte Character Sets) zurecht.
Nachteil der
16-Bit-Fubktionen: Sie arbeiten nur auf PChars. Also halten Sie
entweder bei jedem Aufruf ein entsprechend großes PChar
bereit oder verstecken diese unschöne Notwendigkeit in zwei
Funktionen: Ansi2Ascii (Listing in Databox 1/98) und Ascii2Ansi.
Aus unerfindlichen Gründen hat Borland die Funktion
Ansi2Ascii unter dem Pseudonym StrToOem im Modul dbtables.pas in
den VCL-Sources versteckt. StrToOem wird dagegen nicht exportiert
wird.
Einmal durch die Bank
Mit wenigen Anweisungen durchlaufen
Sie eine Tabelle Datensatz für Datensatz, um alle Werte eines
Feldes zu addieren.
Häufig wollen Anwender alle Datensätze
einer Tabelle durchlaufen, um bestimmte Operationen durchzuführen.
walkthru.pas (Listing in Databox 1/98) arbeitet sich durch die
Auftragsdatenbank orders, um die Summe der Bestellungen sowie die
der Zahlungseingänge zu berechnen. Die Tabelle finden Sie in
Ihrem Delphi- Verzeichnis:
demos\data\orders.db
Zwischen den
beiden Funktionen Table1.Open und Table1.Close spielt sich die
Arbeit ab. In einer while-Schleife, die not Table1.eof steuert,
bearbeiten Sie die Datensätze einzeln. Table1.FieldByName
liest die Felder des Datensatzes aus. FieldByName übergeben
Sie den Namen des Feldes so, wie ihn die Datenbankoberfläche
anzeigt. Diesem Aufruf fügen Sie einen Modifizierer an, der
den Rückgabewert in den gewünschten Datentyp umwandelt.
Dabei muß dieser Datentyp dem Feldtyp nicht unbedingt
entsprechen. So lesen Sie sogar numerische Werte mit AsString aus.
Allerdings sollten Feld- und gewünschter Datentyp
untereinander austauschbar sein, denn ein Memofeld mit AsFloat
auszulesen, macht wenig Sinn. Nachdem Sie einen Datensatz
bearbeitet haben, geht Table1.Next zum nächsten.
Mit Excel
prüfen Sie, ob alles richtig abläuft. Zwar weigert sich
Excel, Paradox-Datenbanken zu öffnen, ist aber dafür bei
dBase-Dateien kompromißbereit. Also konvertieren Sie die
bestehende Tabelle einfach aus dem Paradox- in das dBase-Format:
Starten Sie die Datenbankoberfäche, ohne eine Tabelle zu
öffnen. Im Menü Tools/Tabellenoperationen finden Sie den
Eintrag Kopieren.... Wählen Sie im ersten Auswahlfenster
orders.db aus. Sie können den Alias dbdemos nutzen. Im
zweiten Fenster geben Sie dann orders.dbf ein. Stören Sie
sich nicht daran, daß der einzige Dateityp, den das Programm
zu kennen scheint, Tabellen (*.db, *.dbf) heißt. Mit einem
"mutigen" Klick auf den OK-Button haben Sie eine
dBase-kompatible Tabelle, die Excel verarbeiten kann.
Mit List und Tücke unsichtbar
Während die visuelle
Komponente Listbox Strings sichtbar macht, bleiben sie mit einer
TStringList unsichtbar.
In Listboxen bringen Sie relativ
problemlos viele Strings der Eigenschaft Items unter, für die
Sie sich sonst erst eine Datenstruktur ausdenken müßten.
Nur brauchen Sie eben dafür immer gleich eine Listbox. Diese
können Sie aber auch unsichtbar machen, indem Sie ihre
Visible-Eigenschaft auf false setzen.
Doch es geht auch anders:
Delphi bietet eine Art Items ohne Listbox-Overhead. Das Ganze
heißt TStringList, ist ein klein wenig anders zu behandeln,
funktioniert aber reibungslos.
Der Unterschied besteht darin,
daß, ohne ein Steuerelement dahinter, die Klasse zur
Laufzeit instantiiert werden muß. Sie rufen also explizit
die Methode Create auf, um Speicherplatz für die
Datenstruktur zu schaffen:
var StrList:
TStringList;
begin
StrList:=TStringList.Create;
//
Sortieren gewünscht?
StrList.Sorted:=true;
// nur
Inhalt löschen
StrList.Clear;
// Hinzufügen eines
Eintrags
StrList.Add ('Ein Eintrag');
// Speicherplatz
freigeben
StrList.Free;end;
Die Eigenschaft Duplicates legt
fest, wie die StringList damit umgehen soll, wenn Sie einen
bereits enthaltenen Wert erneut hinzufügen. Wählen Sie
als Einstellung dupIgnore, wird der neue Wert nicht eingetragen.
Wählt der Benutzer dupAccept für diese Property, fügen
Sie den Wert ein weiteres Mal hinzu. dupError löst die
Exception EListError aus, die beim doppelten Einfügen
bemängelt wird.
Mit den Methoden Add, Delete und Find
lassen sich Strings hinzufügen, löschen oder
wiederfinden.
Hübscher warten
Neben den gewöhnlichen Mauszeigern
nutzt Delphi auch animierte Cursor wie zum Beispiel wandelnde
Saurier.
Am einfachsten signalisieren Sie dem Anwender, daß
der Rechner ausgelastet ist, indem Sie die Form des Mauszeigers
ändern. So deutet Windows mit rinnendem Sand in der
Eieruhr
Bitte warten...
an. Sie überblicken das
Cursor-Angebot, indem Sie einen Button oder eine andere Komponente
auf Ihr Formular legen und sich die Einstellungen der Eigenschaft
Cursor betrachten. Dort finden Sie crArrow, crCross, crHelp,
crIBeam und eben auch crHourGlass für die Eieruhr.
Meist
schalten Sie zuerst die Eieruhr ein und starten dann die längere
Bearbeitung. Kommt diese erfolgreich zum Ende, stellen Sie den
Cursor wieder auf crDefault. Damit diese Rückstellung auch
dann passiert, wenn eine Exception während der Bearbeitung
auftritt, kapseln Sie Ihre Routine mit try und nehmen die
Zuweisung von crDefault in den finally-Block auf:
Screen.Cursor:=
crHourglass;
try //Arbeit
durchführen
finally
Screen.Cursor:=crDefault;
end;
Lassen
Sie bei der Zuweisung die Variable Screen weg, ändern Sie den
Cursor des Steuerelements, in dessen Gültigkeitsbereich Sie
die Anweisung geschrieben haben. Stehen die obigen Zeilen in
TForm1.Button1Click, befindet sich die Anweisung im
Gültigkeitsbereich von TForm1. Sie ändern also die
Cursor-Form des Formulars. Bewegen Sie den Mauszeiger aus dem
Formular heraus oder auf eine andere Komponente, wird sich der
Cursor wieder ändern. Nur eine Zuweisung an Screen.Cursor
verleiht der neuen Form in Ihrer gesamten Applikation
Gültigkeit.
Screen ist eine applikationsweit verfügbare
Instanz der Klasse TScreen. Über Screen lassen sich
Modifikationen am aktuellen Formular, dem verwendeten Zeichensatz
oder eben dem Mauszeiger vornehmen. Außerdem bestimmen Sie
so die Bildschirmauflösungen.
So nutzen Sie auch Screen
als Zeichenbereich eines Bildschirmschoners:
procedure
TForm1.BitBtn1Click
(Sender: TObject);
const crLavaLampe =
1;
begin
Screen.Cursors[crLavaLampe]
:=LoadCursorFromFile
A('f:\download\...\bluel
Aiquid.ani');
Screen.Cursor
:= crLavaLampe;
end;
Sie sehen: Mit einer Zuweisung an
Screen.Cursor ändern Sie die aktuelle Cursorform. Doch
Windows 95 und NT animieren sogar ihre Cursor, wobei zum Beispiel
ein kleiner Dino über den Bildschirm "wackelt", der
dann mit Ihnen warten muß. Damit Delphi dabei mitspielt, hat
Screen die Eigenschaft Cursors, mit der sich die eingebauten
Cursorformen durch nachgeladene ersetzen lassen. Weisen Sie also
einem Element des Arrays Cursors einen neuen Wert zu. Die Felder
von -21 bis 0 sind bereits mit den bekannten Cursorn belegt,
verwenden Sie also am besten einen positiven Wert.
{$R
sample.res}
procedure TForm1.BitBtn4Click
(Sender:
TObject);
begin Screen.Cursors[2] := LoadCursor (hInstance,
APChar('CURSOR_1'));
Screen.Cursor := 2;end;
Den neuen
Cursor besorgen Sie sich entweder aus einer Datei mit
LoadCursorFromFile oder aus der Ressource, die Sie mit $R in Ihr
Delphi-Programm eingebunden haben:
LoadCursor(hInstance,
Name)
Bei der letzten Methode müssen Sie wenigstens keine
Datei herumschieben.
GUID Yourself
Das Component Object Model benötigt
Globally Unique IDentifiers. Ein Werkzeug erzeugt einen GUID und
legt ihn in der Zwischenablage ab.
Wenn Sie mit der
Benutzeroberfläche von Windows 95 oder NT 4.0 kommunizieren
wollen, um einen Shortcut zu erzeugen oder einen Viewer
einzuhängen, dann brauchen Sie GUIDs. Die Abkürzung GUID
(Globally Unique iDentifier) bedeutet, daß es einen
Bezeichner, besser eine Wertekombination gibt, die eine Bibliothek
weltweit eindeutig identifiziert.
Mit Delphi arbeitet es sich
etwas leichter als mit Visual C++. Dort rufen Sie nämlich
extra GUIDGen auf, um Ihren GUID zu generieren. Die
Benutzeroberfläche von Delphi hat diese Funktionalität
bereits eingebaut. Die Tastenkombination [Umschalt-Strg-G] erzeugt
einen GUID in der
Formatierung
['{57668F52-438B-11D1-97C1-00804881AF7F}']
direkt
an der gegenwärtigen Cursorposition im Editor von
Delphi.
Wenn Sie selbst solche Unique IDentifiers erzeugen oder
wissen wollen, wie so etwas funktioniert, dann müssen Sie in
Richtung API programmieren. Ein GUID ist eigentlich ein 128 Bit
langer Integer-Wert, der in vier Abschnitte eingeteilt ist. Ein
Beispiel und wie die Deklaration eines GUID aussehen kann, zeigt
die Definition des Datentyps TGUID.
type PGUID = ^TGUID;
TGUID
= record
D1: Integer;D2: Word;
D3: Word;D4:array[0..7]of
Byte;
end;
Const
CLSID_ContextMenuShellExtension:
TGUID
= (D1:$8e3e0f0a;
D2:$0fcc;
D3:$11ce;
D4:($bc,$b0,$b3,$fd,$0e,A$25,$38,$1a));
Einen GUID
generieren Sie mit einer Routine der Win32-API. Microsoft hilft
Ihnen mit dem Werkzeug GuidGen, und schon steht er in vier
Variationen über die Zwischenablage zur Verfügung.
Dadurch ersparen Sie sich das Eintippen des neu erworbenen
Bezeichners.
Diese Funktionalität darf natürlich auf
Delphi-Seite nicht fehlen, und so schreiben Sie Ihr eigenes Tool.
In Delphi implementieren Sie dazu eine Funktion, die auf
CoCreateGUID aus der Unit ActiveX beruht. Das Verfahren zeigt
btnCreateGuidClick (Listing in Databox 1/98).
Zunächst
deklarieren Sie eine Variable vom Typ TGUID, die dann später
den neuen GUID aufnehmen soll. Diese Variable, im Beispiel heißt
sie sinnigerweise NewGuid, wird dann an die Funktion CoCreateGuid
aus der API "verfüttert". Liefert CoCreateGuid als
Ergebniswert S_OK zurück, dann enthält NewGuid einen
gültigen Wert zur weiteren Verarbeitung. Diesen Wert
konvertieren Sie in Hex-Zahlen mit IntToHex und lassen ihn als
Caption eines Labels anzeigen. Zum Kopieren des nunmehr
vorhandenen Strings mit dem GUID ziehen Sie ein Edit Control
heran, das problemlos seinen Inhalt in die Zwischenablage bringt.
Damit das Edit Control nicht im Dialog herumliegt, definieren Sie
es als unsichtbar. Folgende Werte kommen bei der Anwahl von Delphi
in der Zwischenablage an:
(D1:$86d38ca0;D2:$1d0a; D3:$11d1;
D4:($5e,$5e,$00,$80,$48,$81,$af,$7f));
Abschließend
definieren Sie noch den Namen der Konstanten und ihren Typ.
Zwischenlagern
Delphi liefert eine Klasse, um über die
Zwischenablage mit Windows-Applikationen Daten zu tauschen.
Mit
der Zwischenablage (Clipboard) stellt Windows einen Mechanismus
zur Verfügung, um Daten zwischen Applikationen auszutauschen.
Damit Delphi-Applikationen ihn auch nutzen, hat Borland eine
Objektklasse in die VCL aufgenommen, die diese Kommunikation
abwickelt. Genau wie bei der Variablen Printer ist auch aus der
Variablen Clipboard von Delphi 2 ein Funktionsaufruf geworden. Der
Grund für die Umwandlung war, Speicher zu sparen. Ein
Funktionsaufruf bindet die Unit nur ein, wenn Sie die Funktion
auch aufrufen. Eine Variable steht allen Funktionen zur
Verfügung.
Eine Reihe von Komponenten, wie zum Beispiel
TEdit und seine Nachfolger, kennen sich bereits mit der
Zwischenablage aus. Also kopieren Sie den Inhalt eines TEdit ins
Clipboard:
// Text ins
Clipboard
Clipboard.AsText:=Edit1.Text;
// Bilder ins
Clipboard
Clipboard.Assign (Image1.Picture);
//
Zwischenablage löschen
Clipboard.Clear;
Es gibt jedoch
keine Funktion AsImage, um den Inhalt eines Bildes in die
Zwischenablage zu packen. Vielmehr macht dies die Methode Assign
von TClipboard. Andere Komponenten wie TEdit, TMemo, TRichEdit,
also alle Klassen, die sich von TCustomEdit ableiten, verfügen
über die Methoden CopyToClipboard, CutToClipboard und
PasteFromClipboard. So erleichtern Sie sich die Datenkommunikation
mit der Zwischenablage.
Zwei Methoden von TClipboard sind noch
zu erwähnen:
- Clear löscht den gegenwärtigen
Inhalt der Zwischenablage,
- HasFormat ermittelt, ob das
Clipboard Daten mit dem gewünschten Format enthält.
Online-Ressourcen
Im Internet gibt es eine Reihe besonders
interessanter Sites für Delphi-Freaks.
Wenn Sie auf das
Internet zugreifen, gibt es dort Unmengen von Sites, die sich mit
Delphi beschäftigen. Die beste ist die Delphi
SuperPage:
http://SunSITE.icm.edu.pl/delphi/
http://SunSite.Informatik.RWTH-Aachen.DE/delphi/
http://intermid.com/delphi
Die
Delphi SuperPage hat die wohl größte Ansammlung von
Komponenten und Samples, während die Delphi Deli auch Tips
und Tricks enthält.
Mehr als nur Bitmaps
Units auf der CD-ROM von Delphi zeigen
JPEG- und FIF-Bilder.
Die Suche auf der Delphi-CD-ROM lohnt
sich fast genauso wie das Stöbern auf dem Dachboden der
Großeltern. So "stolpern" Sie nämlich über
das Verzeichnis \INFO\EXTRAS mit drei Unterverzeichnissen, die
Daten komprimieren helfen. Alle Units dort nutzen Sie ohne
Lizenzgebühren.
- Die Unit FIF läßt Sie
fraktal-komprimierte Bilder anzeigen.
- Unter ZLIB finden Sie
eine Unit, um Dateien zu komprimieren. Obgleich ZLIB denselben
Algorithmus wie PkZip verwendet, sind die Archive nicht
kompatibel. Mehr über die PkZip-kompatible Bibliothek
Abbrevia von TurboPower finden Sie in einer der nächsten
Ausgaben als Projekt.
Die letzte Unit hilft, JPEG-Dateien
anzulegen, zu lesen und in Bitmaps umzuwandeln.
In der Klasse
TJpegImage befinden sich ein JPEG-Image, ein MemoryStream und ein
TBitmap, die das Bild aufnehmen kann. Das passende Dateiformat
wählt die Klasse.
Selbstverständlich erlaubt sie es,
Bilddaten mit der Zwischenablage auszutauschen und den
Kompressionsfaktor der JPEG-Bilder einzustellen.
Mein Projekt zieht um
Wer sein Projekt in ein anderes
Verzeichnis kopiert, öffnet mit Delphi die Original-, nicht
die kopierten Dateien.
Wenn Sie ein Projekt in ein anderes
Verzeichnis kopieren wie von d:\test1 nach e:\test2, haben Sie
zunächst zwei identische Verzeichnisse, doch Sie wollen mit
e:\test2 arbeiten. Nur setzt der Editor Ihnen immer wieder die
Dateien aus dem Ursprungsverzeichnis d:\test1 vor. Nennen Sie Ihr
Ursprungsverzeichnis d:\test0, findet Delphi die Dateien nicht
mehr.
Die einfachere Lösung hingegen ist, im Verzeichnis
e:\test2 die dsk-Datei (dsk steht für Desktop File) des
Projekts zu löschen. Delphi speichert darin die Einstellungen
des Projekts. Dort befinden sich Informationen über die
geöffneten Fenster, ihre Positionen und eben auch die
Pfadangaben, welche Dateien sich in welchen Fenstern befinden.
Delphi generiert diese Datei immer beim Verlassen des Projekts,
vorausgesetzt, Sie haben im Menüpunkt
Tools/Umgebungsoptionen/Vorgaben/Optionen für Auto-Speichern
die Option Desktop angewählt.
Textfelder verlieren den Fokus
Rufen Sie beim Verlassen
eines Edit-Feldes eine Dialogbox auf, verliert das Control den
Fokus.
In Delphi gibt es einen Bug, den Sie zwar nicht beheben
können, aber kennen sollten: Oft wird beim Verlassen eines
Edit-Feldes dessen Inhalt auf Gültigkeit geprüft. Geben
Sie dann mit ShowMessage oder MessageDlg eine Meldung aus,
verliert das nächste Control seinen Fokus. Es ist kein Cursor
mehr zu sehen. Auch wenn Sie versuchen, das Steuerelement
anzuklicken, geschieht nichts. Erst wenn Sie das nächste
Element aktivieren und dann wieder zurückwechseln, erhält
das Eingabefeld den Fokus.
Dieses Verhalten können Sie
simulieren, indem Sie drei TEdit-Felder erzeugen und das
OnExit-Ereignis von Edit1 wie folgt behandeln:
procedure
TForm1.Edit1Exit(Sender:
TObject);
begin
ShowMessage('UPS');
end;
ib
Wundersame Wandlung!
Daß sich Delphi 1 und 2 nicht
ganz einig sind, ist bekannt. Hier ein Programm, das einmal ein
Bug ist und einmal nicht.
Eine der Techniken in Delphi, auf die
VB- und C-Programmierer neidisch schielen, sind die Mengen. Wie in
der gleichnamigen Disziplin der Mathematik sammeln Sie Elemente
unter einem Oberbegriff. Und mit denselben Operatoren bilden Sie
Schnitt- und Vereinigungsmengen oder durchsuchen sie nach einem
speziellen Element.
Schauen Sie sich nun einmal den folgenden
Code an. Welche Meldungsbox müßte logischerweise
erscheinen?
var I, J, K: Integer;
begin
I := 257;
J :=
7;
K := 157;
if I in [I, J, K] then
ShowMessage('Oh
Wunder!')
else
ShowMessage('Bug gefunden!');
end;
Eigendlich
müßten Sie mit diesem Code ein Wunder vollbracht haben.
Verwenden Sie Delphi 1, dann ist das auch der Fall. Delphi 2
hingegen meint, es handele sich hier um einen Bug!
Ganz Unrecht
hat Borlands zweite Version aber nicht. Denn tatsächlich sind
Mengen nur für Elemente bis 255 geeignet. Somit fällt
der Wert 257 heraus. In der Folge erhalten Sie eine Fehlermeldung,
wenn Sie in Delphi 1 die Compiler-Überlaufprüfung in der
Projektoption eingeschaltet haben.
Und tatsächlich:
Probieren Sie bei der Menge [I, J, K] einmal aus, ob der Wert 1
enthalten ist:
IF 1 IN [I, J, K] THEN
Delphi 1 meint ja!
Eben, weil nur das niederwertige Byte verglichen wird.
Was man
Delphi 2 aber in jedem Falle ankreiden muß, ist die
Tatsache, daß hier - egal welcher Sicherheitsmechanismus in
den Optionen gewählt wird - keine Fehlermeldung erscheint.
ib
BDE-Puffer schreiben
Um Datenverlust zu verhindern, sollten
Sie temporäre Daten in die Tabelle zurückschreiben.
Datenverlust ist eine schlimme Sache. Besonders unangenehm ist
es, wenn Daten verschwinden, die Sie schon auf der Festplatte
gesichert wähnten. Um Datenbankaktionen zu beschleunigen,
behält die Borland Database Engine (BDE) Daten im
Hauptspeicher. Indem Sie eine Tabelle schließen, zwingen Sie
die BDE jedoch, diesen Puffer auf den Datenträger zu
schreiben. Dieses Verfahren kostet Zeit. Daher sollten Sie eine
Routine einbauen, die
Table1.Close;
Table1.Open;
aufruft,
wenn der Benutzer einmal fünf bis zehn Sekunden nichts tut.
Noch effektiver ist der direkte Zugriff auf das
Programmier-Interface der BDE. Über die Funktion
DbiSaveChanges wird der Tabelleninhalt zurückgeschrieben.
Zudem bleibt der Datensatzzeiger auf dem zuvor gewählten
Eintrag stehen. Als Parameter erhält die BDE-Funktion das
Tabellen-Handle:
DbiSaveChanges(Table1.handle);
Um diese
Routine verwenden zu können, nehmen Sie die Unit DBIProcs in
die Uses-Klausel auf.
IEEE-konforme Zahlen
Gleitkommazahlen müssen für
den Datenaustausch genormt sein. Dazu verwenden Sie
IEEE-Datentypen.
Gleitkommazahlen werden im Speicher auf
seltsame Weise abgebildet. Während ein Integer-Wert von 31 im
Speicher als Bitkombination 0000 1111 vertreten ist, werden
gebrochene Zahlen als Exponentialdarstellung zur Basis 2
definiert. Dadurch sind sie nicht so einfach lesbar wie Integer-
und LongInt-Werte. Ein Grund dafür ist, daß der
numerische Coprozessor Berechnungen mit Zahlen in dieser
Darstellung sehr schnell verarbeiten kann, sofern diese nach der
IEEE-Norm aufgebaut sind. Auch der Austausch von Daten via DLL
etwa von Delphi nach Visual Basic (VB) funktioniert nur dann, wenn
Sie IEEE-Datentypen verwenden. Während Double und Single und
sogar Extended (in VB nicht vorhanden) dieser Norm entsprechen,
ist der Typ Real ein Relikt aus alten Turbo-Pascal-Tagen.
Verwenden Sie bei neuen Programmen möglichst nur IEEE-Typen.
Wollen Sie alle Real- gegen die normierten Datentypen austauschen,
verwenden Sie sicherheitshalber den Typ Double. Da Real aus sechs
Bytes besteht, könnte der vier Byte große Single-Typ zu
ungenau sein.
BDE installiert?
Eine fehlende Borland Database Engine
verursacht den Absturz einer Datenbank-Applikation.
Lassen Sie
ein Delphi-Programm, das Datenbanken verwendet, auf einem PC
laufen, auf dem die Borland Database Engine nicht installiert ist,
stürzt es ab. Wollen Sie prüfen, ob die Engine
installiert ist, ermitteln Sie zunächst den Pfad. Dieser
befindet sich für die 16-Bit-Variante in der Datei win.ini im
Abschnitt [IDAPI]. Unter dem Eintrag Config-File01 erfahren Sie
den Namen und den Ort der Konfigurationsdatei. Der Eintrag DLLPath
liefert alle Verzeichnisse zurück, in denen sich die BDE-DLLs
befinden. Diese Verzeichnisse sind wie unter DOS die
path-Anweisung mit Semikola getrennt. Prinzipiell reicht es aber,
wenn Sie prüfen, ob die Konfigurationsdatei vorhanden ist.
Bei den 32-Bit-Varianten von Delphi gehen Sie ähnlich vor.
Hier befinden sich die Angaben zu Pfad und Konfigurationsdatei
allerdings in der Registry unter dem
Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Borland\Database
Engine
Wir haben aus beiden Varianten eine Funktion namens
IsBDE (Listing 1) gemacht, die die Einträge ermittelt und den
Wert True liefert, falls die Konfigurationsdatei vorhanden ist. Da
Sie auf die Objekte TIniFile und TRegistry zugreifen, dürfen
Sie nicht vergessen, diese in der Uses-Klausel zu
deklarieren:
Uses { ... } IniFiles {$IFNDEF Ver80} ,Registry
{$ENDIF} ;
Taskbar verstecken
Ab Delphi 2 können Sie die Taskbar
mit der Maus in den Hintergrund verdrängen.
In der
Taskbar präsentieren sich seit der Windows-95-Oberfläche
alle laufenden Anwendungen mit Symbolbild und Programmtext. Wer
diesen Platz braucht, kann die Taskbar automatisch in den
Hintergrund verschwinden lassen, sobald sich die Maus vom unteren
Rand des Monitors wegbewegt. Ob dieses Verhalten in der Umgebung
Ihres Programms eingestellt ist, ermitteln Sie mit der Funktion
TaskbarAutoHide:
function TaskbarAutoHide : boolean;
var TB
: TAppBarData;
begin
TB.cbSize := sizeof(TB);
Result :=
(SHAppBarMessage(ABM_GETSTATE, TB) and ABS_AUTOHIDE) > 0;
end;
Um die Shell-Routinen zu nutzen, binden Sie in der
Uses-Klausel die Deklarations-Unit ShellAPI ein. Daneben läßt
sich mit SHAppBarMessage auch ermitteln, ob sich die Task-Leiste
immer im Vordergrund befindet, wenn Sie statt ABS_AUTOHIDE die
Konstante ABS_ALWAYSONTOP verwenden.
Systemfunktionen starten
Aktivieren Sie ab Delphi 2 die
Icons der Systemsteuerung von Ihren Programmen aus.
In der
Systemsteuerung befinden sich zahllose Symbole. Mit den
dahinterliegenden Diensten konfigurieren Sie Modems, richten die
Internet-Verbindung ein, starten den BDE-Manager oder
deinstallieren Software. All diese Symbole basieren auf Dateien
mit der Endung cpl, die im Systemverzeichnis abgelegt sind.
Hierbei handelt es sich um spezielle DLLs. Was aber tun Sie, wenn
Sie diese Funktionen von einem eigenen Programm aus aufrufen
wollen? Dann brauchen Sie unsere RunCPL-Routine:
function
RunCPL ( sName : string) : Boolean;
begin
Result :=
WinExec(
PChar('rundll32.exe shell32.dll,'+ 'Control_RunDLL '+sName),
SW_SHOWNORMAL) > 32;
end;
Wollen Sie etwa die
Modem-Konfiguration starten, lautet der Aufruf
RunCPL
('Modem.Cpl');
Registrierte Dokumente öffnen
Öffnen Sie beliebige
Dokumente mit der zugehörigen registrierten Anwendung.
Klicken Sie im Explorer doppelt auf eine Datei, startet die
verknüpfte Anwendung und öffnet das entsprechende
Dokument. Diese Funktionalität stellt Windows auch für
Ihre eigenen Anwendungen zur Verfügung. Dazu brauchen Sie
zunächst eine Deklaration der Unit ShellAPI in der
Uses-Klausel:
Function GetAppName (Doc: String):
String;
Var
FN,DN,RES:Ar-ray[ 0..255] Of Char;
begin StrPCopy(FN, DOC);
DN[0] := #0;
RES[0] := #0;
FindExecutable(FN, DN,
RES);
Result := StrPas(RES);
end;
Die Funktion
FindExecutable erhält drei nullterminierte Zeichenketten als
Parameter:
Der erste enthält den Dateinamen des
Dokuments,
der zweite den Pfad
und der dritte nach
erfolgreicher Ausführung den Namen des zugeordneten
Programms. Das Resultat ist der Dateiname in 8.3-Notation, damit
die Routine kompatibel zu Windows 3.1 bleibt. Wollen Sie das mit
einem Dokument verknüpfte Programm gleich öffnen,
verwenden Sie ShellExecute. Auch diese haben wir gekapselt, damit
Sie nicht ständig zwischen PChar und String hin-und
herkonvertieren müssen.
Function ExecDOC(Doc:String):
Boolean;
Var DN: Array[0..255] Of Char;
Begin
StrPCopy(DN,
DOC);
Result := ShellExecute (0, 'open', DN, Nil, Nil,
SW_SHOWNormal) > 32;
end;
Statt eines Dokuments können
Sie auch den Namen eines Programms verwenden.
Eigener Objektinspektor
Eine einfache Routine listet alle
Eigenschaften eines Objekts auf.
Welche Eigenschaften hat das
Printer-Objekt? Und das Clipboard? In der Regel beantwortet das
Hilfe-Menü von Delphi solche Fragen. Was aber tun Sie, wenn
Sie eine Freeware-Komponente bekommen, bei dem keine Hilfe,
geschweige denn der Quellcode vorhanden ist? Dann hilft Ihnen
unser kleines Programm: Es zeigt die Eigenschaften aller
Komponenten an, die sich auf demselben Formular befinden.
Grundlage sind zwei ListBox-Elemente:
Das erste Listenfeld
wird beim Programmstart mit den Namen aller vorhandenen
Komponenten gefüllt:
procedure TForm1.FormCreate (Sender:
TObject);
Var I: Integer;
Begin
For I:=0 To
ComponentCount-1 Do ListBox1.Items.Add (Components[i].Name);
end;
Wählt der Benutzer einen dieser Einträge aus,
werden dessen Eigenschaften im zweiten Listenfeld
angezeigt.
procedure TForm1.ListBox1Click (Sender:
TObject);
Var O: TObject;
begin
ListBox2.Clear;
O:=FindComponent(ListBox1.Items
[ListBox1.ItemIndex]);
If O <> Nil Then
GetProperties
(O, ListBox2.Items);
end;
GetProperties ist keine
Systemfunktion Sie müssen sie selbst schreiben. Sie benutzen
dazu GetPropList aus der Delphi-eigenen Typbibliothek, die Sie
mit
Uses TypInfo;
einbinden.
procedure GetProperties(
Obj:TObject; Items: TStrings);
var i: integer;
PropList:
TPropList;
begin i := 0;
GetPropList( Obj.ClassInfo,
tkProperties + [ tkMethod ], @PropList);
while((Nil<>PropList[i])
and (i < High(PropList)) ) do begin Items.Add( PropList[ i
].Name + ': ' + PropList[ i ].PropType^.Name );
Inc( i
);
end;
end;
Diese Routine ist hervorragend dazu
geeignet, um selbstentwickelte Komponenten zu dokumentieren, indem
Sie die Ergebnisse als HTML-Datei ablegen. Auf der Heft-CD finden
Sie das Testprojekt im Verzeichnis OInspect.
Eintrag im Autostart-Ordner
Wer Programme bei jedem
Einschalten starten will, erreicht dies ab Delphi 2 auch mit einer
kleinen Prozedur.
Verschieben Sie einen Link in den
Autostart-Ordner, wird das zugehörige Programm bei jedem
Start ausgeführt. Was aber, wenn der Anwender das gar nicht
sehen und vor allem es nicht unvorsichtigerweise löschen
können soll? Dann tragen Sie Ihre Anwendung in die Registry
eintragen. Der Grund:
Unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
befinden sich alle Anwendungen, die jedesmal beim Hochfahren
gestartet werden. Daneben existiert der Eintrag Run-Once. Dahinter
verbergen sich die Programme, die nur einmal, nämlich beim
nächsten Systemstart, ausgeführt werden. Wieder haben
wir diese zwei Varianten in einer Prozedur gekapselt, die leicht
zu bedienen ist:
procedure RunOnStartup(sTitel, sBefehl:string;
bEinmalig:Boolean);
var sKey : string;
begin
if bEinmalig
then sKey:= 'RunOnce' else sKey := 'Run';
With TRegistry.Create
Do Begin RootKey :=
HKEY_LOCAL_MACHINE;
OpenKey('Software\Microsoft' +
'\Windows\CurrentVersion\' + sKey,False);
WriteString(sTitel,
sBefehl);
Free;
End;
end;
Da Sie hier das
TRegistry-Objekt verwenden, nehmen Sie natürlich die
zugrundeliegende Unit Registry in die Uses-Klausel auf. Der erste
Parameter kann eine beliebige Zeichenkette enthalten. Der zweite
hingegen gibt den kompletten Pfad zu Ihrer ausführbaren Datei
an. Der logische Wert bEinmalig entscheidet darüber, in
welchem Ast der Eintrag erfolgt, also ob das Programm fortan bei
jedem oder nur beim nächsten Start ausgeführt werden
soll. Damit das aktuelle Programm beim nächsten Booten von
Windows geladen wird, lautet der Aufruf:
RunOnStartup(Caption,
Application.Exename, True);
Auf der Heft-CD finden Sie das
Testprojekt im Ver-zeichnis praxis\delphi.
Welche Version haben Sie?
Die Version von Delphi 2 erkennen
Sie an der Uhrzeit der Dateien.
Läuft auf Ihrem Rechner
das leicht fehlerhafte erste Release oder haben Sie schon 2.01
installiert? Das wissen Sie nicht? Leider gibt auch der Menüpunkt
Hilfe/Info keinerlei Hinweise. Kurioserweise hilft hier bei Delphi
2 nur ein Uhrenvergleich: Wenn das neueste Release bei Ihnen
installiert ist, haben alle Systemdateien die Uhrzeit 2:01.
Schneller Ausdruck
Ohne schöne Formatierung, dafür
aber schnell zu programmieren: das Ausdrucken über Writeln.
Drucken ist eine mühsame Angelegenheit unter Windows.
Zwar müssen Sie nicht mehr für jedes Druckermodell eine
eigene Routine schreiben, dafür kostet es viel lästige
Kleinarbeit. Wenn es aber darum geht, schnell etwas zu Papier zu
bringen, hilft die folgende Methode:
var f:
TextFile;
begin
AssignFile( f, 'LPT1' );
Rewrite( f
);
{Hier der Code zum ausdrucken}
WriteLn( f, 'Hallo
Welt!');
CloseFile( f );
end;
Sound aus dem PC
Mit zwei Funktionen holen Sie alles aus
Ihrem internen PC-Lautsprecher, was er an Tonfrequenzen hergibt.
Ein Problem in Delphi ist die fehlende Unterstützung des
internen PC-Lautsprechers. Mit den beiden folgenden Funktionen
stopfen Sie dieses Loch. Dabei sind die beiden Routinen DSound und
DNoSound funktionsgleich mit den alten Turbo-Pascal-Routinen Sound
und NoSound. Bei DSound übergeben Sie als Parameter die
Hertz-Zahl 1, damit Ihr PC-Lautsprecher einen entsprechenden Ton
ausgibt:
Procedure DSound(Hz : Word);
Var TmpW :
Word;
Begin
Port[$43]:=182;
TmpW
:=Port[$61];
Port[$61]:=TmpW or 3;
Port[$42]:=lo(1193180 div
hz);
Port[$42]:=hi(1193180 div hz);
End;
Die Routine
aktiviert als erstes über den Befehl
Port[$43] := 182;
den Lautsprecher. Mit den darauf folgenden Zeilen legt die
Prozedur die Frequenz fest. Ab dem Aufruf von DSound erklingt aus
dem Lautsprecher der Ton mit der angegebenen Frequenz. Erst ein
Aufruf von DNoSound läßt wieder Ruhe
einkehren:
Procedure DNoSound;
Var
TmpW :
Word;
Begin
Port[$43] := 182;
TmpW :=
Port[$61];
Port[$61] := TmpW and 3;
End;
Write und WriteLN für Zeichenfläche
Die beiden
beliebten Pascal-Befehle programmieren Sie auch für Delphi.
Unter Turbo Pascal für DOS verwenden Sie für die
Ausgabe von Zeichenketten auf dem Bildschirm die beiden
Standard-IO-Prozeduren Write und WriteLN. Während Write immer
an der aktuellen Cursorposition weiterschreibt, führt WriteLN
zuvor einen Zeilenvorschub aus. Wollen Sie hingegen auf einer
Zeichenfläche einen Text ausgeben, so verwenden Sie die
Methode TextOut des Canvas-Objekts. Das hat jedoch den Nachteil,
daß Sie zuvor immer die Koordinaten der entsprechenden
Stelle wissen müssen. Mit den beiden folgenden Prozeduren
simulieren Sie die früheren DOS-Ausgaben. Als Parameter
übergeben Sie die Zeichenfläche vom Typ TCanvas sowie
den String, den Sie darstellen wollen. Alle aktuellen Attribute
wie fett, unterstrichen, Schriftart und -größe
übernehmen diese Routinen vom Canvas-Objekt selbst.
Procedure
cvWrite(C: TCanvas; S: String);
Begin C.TextOut( C.Penpos.X,
C.Penpos.Y, S);
End;
Procedure cvWriteLN(C: TCanvas; S:
String);
Begin C.TextOut( C.Penpos.X, C.Penpos.Y, S);
C.MoveTo(0, C.Penpos.Y + C.TextHeight(S));
End;
Wollen Sie
also beispielsweise den Text Hallo an der aktuellen Position Ihres
Formulars ausgeben, lautet der Aufruf
cvWrite(Self.Canvas,
'Hallo');
Laufschrift im Fenstertitel
Eine Laufschrift im
Windows-Fenstertitel ist in Delphi in einer Zeile programmiert.
Mit nur einer Zeile Code machen Sie aus einem öden
Windows-Fenstertitel eine Laufschrift. Alles, was Sie dazu
benötigen, ist eine TTimer-Komponente. Plazieren Sie diese in
Ihrem Fenster, und geben Sie für das OnTimer-Ereignis den
Befehl
procedure TForm1.Timer1Timer (Sender:
TObject);
begin
Caption := Copy(Caption, 2,
Length(Caption)-1) + Copy(Caption, 1, 1);
end;
ein. Es
reicht, wenn Sie das Intervall des Timers auf 100 Millisekunden
setzen, um eine flüssige Animation zu erhalten. Wichtig ist,
daß Sie genügend führende Leerstellen an den Text
des Fenstertitels anhängen, beispielsweise durch
procedure
TForm1.FormCreate (Sender: TObject);
Var I: Integer; S:
String;
begin For I:=1 to 50 Do S:=S+' ';
Caption := S +
Caption;
end;
Selbst wenn Sie das Fenster minimieren, läuft
die Schrift weiter, was besonders unter Windows 95 in der
TaskLeiste auffällt. Bei diesem Tip sind Sie in der
Schriftwahl eingeschränkt, damit der Text lesbar bleibt.
Name eines Datenträgers
Namen von Laufwerken geben
erste Orientierungshilfen, dabei sind sie einfach wie Dateinamen
auszulesen.
Unter DOS und Windows sind die Namen der
Festplatten-, CD-ROM- und Diskettenlaufwerke nichts anderes als
gewöhnliche Dateien. Allerdings haben diese die Länge 0
und ein spezielles Attribut. Wollen Sie den Namen eines Laufwerks
ermitteln, listen Sie lediglich alle Dateien auf, die das Attribut
8 besitzen. Im Code sieht das wie folgt aus:
Function
DiskName(LW: Char): String;
Var S: TSearchRec;
Begin
If
FindFirst(LW+':\*.*', faVolumeID, S) = 0 Then Result :=
S.Name
Else Result := '';
If Pos('.', Result) > 0 Then
Delete(Result, Pos('.', Result),1 );
End;
Ab Delphi 2
ermitteln Sie die Laufwerksbezeichnung über die API-Routine
GetVolumeInformation.
Verzeichnisse umbenennen
Wer Verzeichnisnamen umbenennt,
kann dabei auf den Pfadverweis verzichten.
Wollen Sie in
Delphi Verzeichnisse umbenennen, funktioniert das auf die gleiche
Weise wie bei den Delphi-Dateien. Die Zeile
lautet:
RenameFile(Altername, NeuerName);
Allerdings geben
Sie als NeuerName nur den tatsächlichen Verzeichnisnamen und
nicht den gesamten Pfad an. Haben Sie wie in unserem Beispiel auf
der Heft-CD eine Label-Komponente, in der sich der alte Pfadname
befindet, und ein Tedit-Control, in dem Sie den neuen Namen
eingegeben haben, so benennt die folgende Codesequenz das
Verzeichnis um:
Var S: String;
Begin {neuer Verzeichnisname}
S := Edit1.Text;
{Den reinen Namen ermitteln}
While Pos('\',
S) > 0 Do
Delete(S, 1, Pos('\', S));
If
RenameFile(Label1.Caption, Edit1.Text) Then
ShowMessage('OK')
Else
ShowMessage('Fehler');
end;
Bildschirmschoner an- und ausschalten
Bildschirmschoner
können die Arbeit von Hilfsprogrammen wie ScanDisk
verhindern. Also schalten Sie sie per Programm ab.
Manche
Berechnungen im Hintergrund sind sehr zeitaufwendig. Nichts
passiert auf dem Bildschirm, an der Tastatur oder der Maus.
Plötzlich schaltet sich der Bildschirmschoner ein und klaut
einen Teil der Systemressourcen. In einem solchen Fall ist es
sinnvoll, den Bildschirmschoner vor der Berechnung aus- und danach
wieder einzuschalten. Dazu verwenden Sie die API-Routine
SystemParametersInfo. Mit Hilfe des Befehls Nummer 17 symbolisch
der Wert SPI_SETSCREENSAVEACTIVE haben Sie Zugriff auf den Status
des Bildschirmschoners. Um ihn einzuschalten, verwenden
Sie
SystemParametersInfo( SPI_SETSCREENSAVEACTIVE, 1, Nil, 0);
und um ihn auszuschalten entsprechend
SystemParametersInfo(
SPI_SETSCREENSAVEACTIVE, 0, Nil, 0);
Wollen Sie hingegen
ermitteln, ob der Schoner aktiv ist, deklarieren Sie zunächst
eine Word-Variable
Var FLAG: WORD;
und geben deren Adresse
statt des NIL-Zeigers an:
SystemParametersInfo(
SPI_GETSCREENSAVEACTIVE, 0, @Flag,0);
Var FLAG enthält den Wert 1, wenn der Bildschirmschoner
ausgeschaltet und 0, wenn er aktiv ist.
Löschen in den Papierkorb
Was im Papierkorb
verschwunden ist, läßt sich leicht reaktivieren, was
das Verfahren für eigene Projekte reizvoll macht.
Seit
Windows 95 existiert der Papierkorb (Recycle), der den Vorteil
hat, daß dessen Inhalte nicht verloren sind. Ab Delphi 2
nutzen Sie dessen Funktionalität, indem Sie die Funktion
SHFile-Operation verwenden, die in der Unit ShellAPI deklariert
ist. Vergessen Sie also nicht, erst den Eintrag ShellAPI in der
Uses-Klausel aufzunehmen. Die Funktion
function
SHFileOperation(const lpFileOp: TSHFileOpStruct): Integer;
erhält
nur einen Parameter. Dieser besteht jedoch aus einer Struktur
namens TSHFileOpStruct, die es vor dem Einsatz zu füllen
gilt.
Type TSHFileOpStruct = record
Wnd: HWND;
wFunc:
UINT;
pFrom: PAnsiChar;
pTo: PAnsiChar;
fFlags:
FILEOP_FLAGS;
fAnyOperationsAborted: BOOL;
hNameMappings:
Pointer;
lpszProgressTitle: PAnsiChar;
end;
Var SHFileOP:
TSHFileOpStruct;
Als erstes belegen Sie das Handle, die Art
der Funktion und die Parameter:
SHFileOP.Wnd:=
Handle;
SHFileOP.wFunc := FO_DELETE;
SHFileOP.fFlags:=
FOF_ALLOWUNDO;
Anschließend füllen Sie eine
gewöhnliche String-Variable mit den Dateinamen. Als
Trennzeichen verwenden Sie Chr(0). Am Ende der Zeichenkette geben
Sie ein weiteres Nullzeichen ein:
S := 'C:\Test1.Txt' + #0 +
'D:\Abc.Def' + #0#0;
Nun füllen Sie noch das Feld pFrom,
das Sie mit Hilfe der neuen Strings seit Delphi 2
mit
SHFileOp.pFrom := PChar(S);
belegen. Rufen Sie
nun
Erg:=SHFileOperation(SHFileOp);
auf, löscht das
System die Dateien in den Papierkorb. Falls es Probleme gibt,
erhalten Sie in Erg den Fehlercode.
Fenster verstecken beim Start (1. Teil)
Delphi-Anwendungen
erzeugen beim Start immer ein Fenster, das sie dazu noch anzeigen.
Wer seine Delphi-Anwendungen starten lassen will, ohne damit
Eingeweihten seinen Compiler zu verraten, unterdrückt das
Startfenster. Im Normalfall erscheint immer zuerst das
Startfenster, auch wenn Sie etwa ein System-Tool für den
Hintergrund schreiben. Ein einfaches
self.visible := False;
im
Ereignis OnCreate reicht leider nicht aus, um das Fenster zu
verstecken. Denn weder in OnCreate noch in OnShow oder OnActivate
haben Sie Zugriff auf die Eigenschaft Visible. Versuchen Sie es
trotzdem, ernten Sie eine Exception (Fehlermeldung). Gleiches gilt
für das erste OnResize. Erst wenn es zur Darstellung des
Fensters im OnPaint-Ereignis kommt, ist Visible wieder verfügbar.
Setzen Sie die Eigenschaft jedoch auf False, blitzt das Fenster
zumindest beim Start noch kurz auf. Auch nicht wirklich schön!
Deshalb greifen Sie auf die API-Funktion ShowWindow zurück.
Diese erhält als Parameter das Fenster-Handle sowie eine
Konstante, die die Art der Darstellung bestimmt. Neben den beiden
Möglichkeiten minimiert (SW_SHOWMINIMIZED) und Vollbild
(SW_SHOWMAXIMIZED) gibt es hier auch die Option SW_HIDE, um
Fenster zu verstecken. Dies wird normalerweise auch beim Setzen
der Visible-Eigenschaft ausgeführt. Nur aufgrund der
VCL-Internas ist dieser Vorgang erst ab dem ersten
OnPaint-Ereignis verfügbar. Anders jedoch die API-Funktion.
Rufen Sie
ShowWindow(Handle, SW_HIDE);
im
OnActivate-Ereignis auf, wird das Fenster von Anfang an versteckt.
Lediglich ein kleines Flackern ist zu sehen. Um das Fenster wieder
sichtbar zu machen, verwenden Sie wiederum Show-Window in der
Form
ShowWindow(Handle, SW_SHOW);
Ein Visible :=
True-Aufruf führt zu keinem Resultat.
Fenster verstecken beim Start (2. Teil)
Wer das
Startfenster spurlos 0 ohne Spuren von Flackern 0 verbergen will,
nutzt einen einfachen Trick.
Im vorigen Tip haben Sie über
die API-Routine ShowWindow das erste Fenster beim Start verborgen.
Lediglich ein kurzes Flimmern war zu sehen. Wollen Sie entweder
keine Systemfunktionen verwenden, oder stört Sie das
Flackern, gibt es noch einen viel einfacheren Trick: Setzen Sie
bereits im On-Create-Ereignis die linke Fensterposition auf den
rechten Bildschirmrand.
procedure TForm1.FormCreate (Sender:
TObject);
begin
Left := Screen.Width;
end;
Das
Fenster wird zwar sichtbar erzeugt, es liegt jedoch nicht im
sichtbaren Bereich des Bildschirms.
Ostern berechnen
Die aufwendige Berechnung des
Ostersonntags erleichtert Ihnen dieser Tip.
Weihnachten ist am
24. Dezember. Allerheiligen am ersten November. Ein Ereignis
jedoch variiert von Jahr zu Jahr: Ostern. Dieses Fest wurde auf
den Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn
gelegt. Die folgende kleine Routine berechnet das Datum des
Ostersonntags. Als Parameter übergeben Sie Ostern.pas
(Listing 1) das Jahr samt Jahrhundert und erhalten das Datum im
Delphi-üblichen TdateTime-Format.
Windows beenden
Dieser Tip bietet die verschiedenen
Varianten vom Neustart über Netzwerkabmeldung bis zur
Software-gesteuerten Abschaltung.
Besonders nach einer
Installation kommt es vor, daß Sie Ihren Rechner neu starten
müssen. Die meisten Setup-Programme rebooten Windows
automatisch, nachdem die Installation abgeschlossen ist,
beispielsweise um neue Treiber zu aktivieren. Verantwortlich für
diesen Vorgang ist unter Win32 die API-Routine ExitWindowsEx. Der
folgende Aufruf startet Windows neu:
procedure Restart;
Begin
ExitWindowsEx(EWX_REBOOT,0);
end;
Die API-Funktion
ExitWindowsEx besitzt zwei Parameter, wobei der zweite jedoch
ignoriert wird und für spätere Versionen vorgesehen ist.
Übergeben Sie als ersten Parameter EWX_REBOOT, fährt
Windows runter und startet sofort neu. Wenn Sie statt dessen
EWX_SHUT-DOWN übergeben, fahren Sie Windows nur
herunter:
procedure Shutdown;
Begin
ExitWindowsEx(EWX_SHUTDOWN,0);
end;
Wollen Sie sich in
einem Netzwerk abmelden und unter einem neuen Namen wieder
anmelden, setzen Sie EWX_LO-GOFF als Parameter ein:
procedure
LogOnOff;
Begin ExitWindowsEx(EWX_LOGOFF,0);
end;
Alle
PC-Systeme mit ATX-Mainboard unterstützen die
Software-gesteuerte Abschaltung des Rechners. Dies können Sie
sich mit dem Parameter EWX_POWEROFF zunutze machen:
procedure
LogOnOff;
Begin ExitWindowsEx(EWX_LOGOFF,0);
end;
Verwenden
Sie Delphi 1, steht Ihnen ExitWindowsEx nicht zur Verfügung.
Statt dessen verwenden Sie die Vorgängerversion
ExitWindows(R:
LongInt;
Modus: Word): Bool;
Diese bietet allerdings nur
zwei Varianten, die im zweiten Parameter Modus unterschieden
werden.
ExitWindows (0,EW_RESTARTWINDOWS)
beendet alle
laufenden Anwendungen und startet Windows neu.
ExitWindows(0,
EW_REBOOTSYSTEM)
geht noch einen Schritt weiter und führt
einen Warmstart durch.
DLLs aus dem Speicher löschen
Wer DLLs aus dem
Speicher löscht, muß sich seiner Sache sehr sicher
sein.
Oft hinterlassen Programmabstürze alle geladenen
DLLs einfach im Hauptspeicher. Da dies einerseits den
Arbeitsspeicher belastet und andererseits unerwünschte
Nebeneffekte haben kann, ist es immer sinnvoll, diesen digitalen
Abfall zu entfernen. Dabei leistet die Funktion KillD-LL gute
Dienste. Alles, was Sie tun müssen, ist, den Namen der DLL
als Parameter zu übergeben.
Function KillDLL(Const
DLLName: String): Boolean;
Var hDLL :THandle;
aName:array[0..255] of char;
begin
StrPCopy(aName,
DLLName);
Result := false;
repeat
hDLL:=GetModuleHandle(aName);
if hDLL 0 then Begin Result :=
true;
FreeLibrary(hDLL);
End;
until hDLL = 0;
end;
Aber Achtung! Mit dieser Funktion können Sie auch
Systembibliotheken löschen, ohne die nichts mehr geht.
Beachten Sie zudem: Mit der 16-Bit-Variante lassen sich natürlich
nur 16-Bit-DLLs und -Treiber löschen, mit den Delphi-2-und
-3-Kompilaten analog nur die 32-Bit-Bibliotheken.
Sensitive Labels
Reagieren Sie bei Komponenten mit
Farbänderungen auf Mausbewegungen.
Man kennt sie von
Internet-Seiten: Textpassagen, die ihre Farbe wechseln, wenn der
Benutzer mit der Maus darüberfährt. In der täglichen
Delphi-Pra-xis ist das nicht so leicht zu realisieren. Zwar
erfahren Sie über OnMouseMove, wann sich die Maus innerhalb
eines Controls befindet. Wann sie sich allerdings anderen
Steuerelementen des Fensters zuwendet, bleibt im Dunkeln. Doch was
wäre Delphi ohne die Windows-Botschaften? Und genau diese
sagen Ihrem Programm oder jeder beliebigen Komponente, wann der
Mauszeiger das Areal betritt und wann er es wieder verläßt.
Diese beiden Messages lauten CM_MouseEnter und CM_MouseLeave. Am
Beispiel eines modifizierten La-bel-Controls wollen wir Ihnen das
Prinzip verdeutlichen. Erzeugen Sie das Grundgerüst einer
neuen Komponente mit dem Namen THLLabel, die direkt von TLabel
abstammt. Fügen Sie im Abschnitt Published die folgenden
Dekla-rationen ein:
Property ColorNormal:TColor
Read
FColorNormal Write FColorNormal;
Property
ColorHighLight: TColor
Read FColorHighLight
Write
FColorHighLight;
Property MouseInPos:Boolean Read
FMouseInPos
Write FMouseInPos;
Property OnMouseEnter:
TNotifyEvent
Read
FMouseEnter Write
FMouseEnter;
Property
OnMouseExit:TNotifyEvent
Read FMouseExit Write
FMouseExit;
Hierbei handelt es sich um Eigenschaften, die der
Benutzer der Komponente später im Objektinspektor sieht. Zu
jeder dieser Eigenschaften benötigen Sie zudem eine Variable,
die die Werte innerhalb der Komponenteninstanz speichert.
Deklarieren Sie diese im Abschnitt
Private:
FColorNormal,
FColorHighlight: TColor;
FMouseInPos
: Boolean;
FMouseEnter,FMouseExit:
TNotifyEvent;
Schließlich
brauchen Sie noch die Deklaration der Prozeduren, die bei den
genannten Botschaften automatisch aufgerufen werden. Auch diese
geben Sie im Private-Abschnitt an:
procedure CMMouseEnter
(var
AMsg:TMessage);
message CM_MouseEnter;
procedure
CMMouseLeave(var AMsg:
TMessage);message CM_MouseLeave;
sowie
den Konstruktor der Komponente:
constructor
Create(AOwner:
TComponent); override;
Danach definieren Sie
im Implementation-Abschnitt den Code des Konstruk- tors, also die
Vorbelegung der Eigenschaftswerte:
constructor
THLLabel.Create
(AOwner: TComponent);
begin
inherited
Create(AOwner);
ColorNormal :=
Font.Color;
ColorHighLight:=clHighlightText;
end;
Auf den
Eingang der Botschaften reagieren Sie mit einem
Farbwechsel:
procedure THLLabel.CMMouseEnter
(var AMsg:
TMessage);
begin
Font.Color := ColorHighLight;
FMouseInPos
:= True;
If Assigned(FMouseEnter)
Then
FMouseEnter(Self)
Else Refresh;
end;
Ist die
Ereignisroutine zugewiesen, wird sie ausgeführt. Ansonsten
wird über die Refresh-Methode das OnPaint-Ereignis aktiviert,
auf das Sie wie gewohnt reagieren.
procedure
THLLabel.CMMouseLeave
(var Amsg: Tmessage);
begin
Font.Color
:= ColorNormal;
MouseInPos := False;
If
Assigned(FmouseExit)
Then FmouseExit(Self)
Else
Refresh;
end;
Komponenten testen
Statt mühsam die Systembibliothek zu
übersetzen, testen Sie neue Komponenten, ohne sie zu
installieren.
Zwar arbeitet Delphi schnell, doch ist es doch
nervig, bei der Entwicklung einer Komponente diese ständig
neu in die DCL-Bibliothek (Delphi Compiled Li-brary) einbinden zu
müssen. Aber es geht auch leichter. Haben Sie beispielsweise
eine Komponente der Klasse TH-LLabel, die Sie in einem Testfenster
probieren möchten, binden Sie sie einfach zur Laufzeit ein.
Dazu deklarieren Sie die zugehörige Unit im Uses-Abschnitt.
Anschließend erzeugen Sie im OnCreate-Ereignis eine oder
mehrere Instanzen dieses Objekts.
With THLLabel.Create(Self) Do
Begin
Erst wenn Sie die Parent-Eigenschaft setzen, wird das
Control zur Laufzeit sichtbar:
Parent := Self;
Anschließend
setzen Sie weitere Eigenschaften des Steuerelements:
Caption :=
'Highlight Label';
Left := 100; Top := 20;
End;
Um das
Entfernen brauchen Sie sich an dieser Stelle nicht zu kümmern,
da es sich nur um einen Test handelt und Del-phi beim Löschen
des Formulars alle Verweise bereinigt.
Raffinierte Datenbankabfrage
Fragen Sie Datenbanken so ab,
daß Sie Hintergrundwissen gewinnen.
SQL (Structured Query
Language) ist zweifelsohne ein hervorragendes Mittel, um schnell
Ergebnisse aus Datenbanktabellen zu gewinnen. Gerade in
Spezial-bereichen muß diese allgemeingültige
Sprachnotation jedoch aufgeben. Will ein Architekt beispielsweise
wissen, bei welchen Gebäuden einer Tabelle nach den neuesten
Berechnungsformeln die Statik einer gewissen Norm entspricht, sind
die einfachen Ausdrücke der SQL nicht geeignet. Neben TQuery
stellt Delphi ab der Version 2 jedoch einen weiteren Mechanismus
zur Verfügung, um beliebige Datenbanktabellen auszuwerten:
die Filter. Denn wenn Sie bei einer TTable die Eigenschaft
Filtered auf True setzen, wird bei jedem Satz das Ereignis
OnFilterRecord ausgelöst. Die Behandlungsroutine erhält
dabei einen Referenzparameter namens Accept. Setzen Sie diesen auf
False, wird der aktuelle Datensatz igno-riert. Erstellen Sie
beispielsweise ein neues Projekt mit einer TTable, einem
TData-Source und einem TDBGrid, und verknüpfen Sie diese.
Öffnen Sie aus dem Alias DBDemos die Tabelle Employee.db.
Wollen Sie jetzt wissen, welcher der Mitarbeiter an einem Montag
eingestellt wurde, ist das in SQL nicht oder nur schwer möglich.
Anders in Delphi: Setzen Sie die TTa-ble- Eigenschaft Filtered auf
True, und geben Sie für OnFilterRecord folgende Zeilen
ein:
procedure TForm1.
Table1FilterRecord(DataSet:
TDataSet;var
Accept: Boolean);
Var WT: LongInt;
begin
WT :=
Trunc(Dataset.FieldByName
('HireDate').AsDateTime) Mod
7;
Accept := (WT = 2); //Montags
// 0 = Samstag 1 = Sonntag
etc.
end;
Schon sehen Sie die jeweiligen Angestellten im
Datengitter.
ASCII konvertieren
Mit Hilfe der PlainText-Eigenschaft
konvertieren Sie ASCII-Dateien in das rtf-Format.
Word kann es,
StarOffice auch. Aber wie wandeln Sie in eigenen Anwendungen
unformatierten Text in das Rich-Text-Format um? Dabei hilft Ihnen
die Eigenschaft PlainText des mit Delphi 2 eingeführten
TRichEdit-Steuerelements. Wollen Sie beispielsweise die Datei
test.asc aus dem ASCII-Format in die Datei test.rtf überführen,
so lauten die Codezeilen:
with RichEdit1 do
begin
PlainText:=True;
Lines.LoadFromFile('test.asc');
PlainText:=False;
Lines.SaveToFile('test.rtf');
end;
Gibt es das Verzeichnis?
Mit einer einfachen Routine fin-den
Sie auch versteckte Verzeichnisse.
Delphis Dateiroutinen
erkennen keine versteckten Verzeichnisse oder solche mit dem
Attribut System. So gibt beispielsweise DirectoryExists aus der
Unit FileCtrl den Wert True zurück, wenn das als Parameter
übergebene Verzeichnis kein System- oder Hidden-Attribut
besitzt. Dann nämlich ignoriert es dessen Existenz und
plädiert auf "Nicht vorhanden!". In solchen Fällen
hilft unsere Routine, die sich nicht von Attributen ablenken
läßt.
function DirExists
(DirName: string):
Boolean;
var DirAttr: Integer;
begin
Result :=
False;
DirAttr := FileGetAttr(DirName);
if DirAttr >= 0
then
Result := True;
end;
Der Explorer zeigt versteckte
Verzeich-nisse an, die im DOS-Fenster unsichtbar sind.
Web-Links in einer About-Box
So fügen Sie auch Ihrer
About-Box einen Link auf Ihre Homepage hinzu.
Moderne Programme
besitzen in ihrem About-Fenster zumeist einen Link auf die
Homepage des Entwicklers. Auch in Ihren 16- und
32-Bit-Delphi-Applikationen haben Sie die Möglichkeit, mit
einer Zeile Code aus einem ge-wöhnlichen Label einen
Hyperlink ins Internet zu machen. Legen Sie dazu ein Label-Element
auf ein Formular, formatieren Sie es blau und unterstreichen Sie
es. Geben Sie als Caption die Web-Adresse ein. Klickt der Anwender
auf den Label
procedure TForm1.Label1Click
(Sender:
TObject);
wandeln Sie die URL in einen ASCII-String um und
rufen die Prozedur Shell-Execute auf:
Var TMP: Array[0..255] Of
Char;
begin
StrPCopy(TMP,
Label1.Caption);
ShellExecute(0,Nil,TMP,Nil,Nil,
SW_NORMAL);
end;
Zuvor
nehmen Sie die Unit ShellAPI in die Uses-Klausel auf. Dann ändern
Sie vielleicht noch den Mauszeiger, der erscheint, wenn der
Benutzer über das Label fährt:
Label1.Cursor :=
crUpArrow;
Verschlüsselt oder nicht?
Paradox-Tabellen schützen
Sie, indem Sie sie verschlüsseln. Doch wie stellen Sie fest,
welche Paradox-Tabellen verschlüsselt sind?
Sie haben
viele Paradox-Tabellen gespeichert, und wollen nun wissen, ob Sie
alle Tabellen mit einem Paßwort geschützt haben? Dann
hilft die folgende Funktion, mit der Sie feststellen, welche Ihrer
Paradox-Tabellen im Klartext auf der Festplatte liegen und welche
gekryptet abgelegt sind. Die Funktion greift direkt auf die API
der BDE zu:
function TableProtected
(tblSource: TTable):
boolean;
var CProps:
CurProps;
begin
FillChar(CProps,SizeOf
(CurProps),#0);
Check(DbiGetCursorProps
(tblSource.Handle,CProps));
result
:= CProps.bProtected
end;
Erhalten Sie beim Kompilieren eine
Fehlermeldung, haben Sie vergessen, die Units dbiprocs und
dbitypes in der Uses-Klausel aufzunehmen. Beachten Sie bitte, daß
die Tabelle, die als Parameter übergeben wird, geöffnet
sein muß.
Datenbank-Paßwort setzen
Setzen Sie ein globales
Datenbank-Paßwort zur Laufzeit, um auf Tabellen
zuzugreifen.
Wollen Sie Daten in Datenbanktabellen geschützt
weitergeben, so verschlüs-seln Sie sie mit einem Paßwort.
Damit aber der Benutzer Ihrer Anwendung nicht ständig nach
dem Zugangscode gefragt wird, setzen Sie es einmalig. Damit gilt
es für die gesamte Laufzeit Ihres Programms. Lautet Ihr
Paßwort beispielsweise Hugo, geben Sie alle Datenbanken für
die laufende Anwendung mit dem Befehl
Session.AddPassword
('Hugo');
frei.
Welche Schriften?
So finden Sie heraus, ob das System kleine
oder große Schriften verwendet.
Jedes Windows ist anders.
So hat jeder Besitzer eine eigene Arbeitsoberfläche
eingerichtet. Es soll sogar Leute geben, die bei einer 1280er
Auflösung immer noch mit kleinen Schriftarten arbeiten.
Andere wiederum kompensieren ihre Dioptrienzahl mit großen
Schriften bei 640 x 480. Als Programmierer müssen Sie auf
solche Umstände gefaßt sein und ent- sprechend
reagieren. Um die gewählte Schriftgröße zu
bestimmen, greift Ihnen die Funktion SmallFonts unter die Arme.
Wenn kleine Schriften installiert sind, liefert sie den Wert True,
und für große Schriften False:
FUNCTION SmallFonts:
BOOLEAN;
VAR DC : HDC;
BEGIN
DC := GetDC(0);
Result :=
(GetDeviceCaps(DC,
LOGPIXELSX) = 96);
{"Große
Schrift" Wert: 120}
ReleaseDC(0, DC);
END;
Gekonnt auskommentiert
Statt Programmabschnitte zu löschen,
reicht es, sie als Kommentar zu tarnen.
Ändern Sie große
Bereiche eines Programms, sollten Sie den Originalcode dennoch
aufbewahren. Denn vielleicht brauchen Sie ihn nochmal. Deshalb
de-klarieren Sie den Orginalcode als Beschreibungstext. Um
Quellcode auszukommentieren, stehen Ihnen die Kombinationen
(*
Kommentar *)
und
{ Kommentar }
zur Verfügung. Ab
Delphi 2 lassen sich einzelne Zeilen auch mit einem doppelten
Schrägstrich als Kommentar kennzeichnen:
// Diese Zeile
ist ein Kommentar
Was aber tun Sie, wenn Sie mehrere hundert
Zeilen ausklammern wollen? Denn aller Wahrscheinlichkeit nach
haben Sie bereits Kommentare in der einen oder anderen Form in
Ihrem Quelltext. Das hat zur Folge, daß der Code nach dem
ersten Schlußkommentarzeichen weiterübersetzt wird.
Hier hilft ein Trick: Setzen Sie die Compiler-Direktive
{$IFDEF
Bedingung} .. {$ENDIF}
ein. Der Code dazwischen wird vom
Compiler nur eingebunden, wenn die Bedingung wahr ist. Also
verwenden Sie
{$IFDEF False}
Alles hier ist Kommentar
;-)
{$ENDIF}
Auf dem Desktop malen
So greifen Sie direkt auf den Desktop
zu und malen oder lassen Sprites wandern.
Viele
Bildschirmschoner und Spaßprogramme malen auf Ihrem Desktop
herum. Andere lassen Fliegen oder Lämmer zwischen den
Windows-Fenstern her-umtollen. Das können Sie auch: Machen
Sie den Desktop zu Ihrer Delphi-Zei-chenfläche (Canvas). Dazu
deklarieren Sie im Public-Abschnitt Ihres Fensters eine Variable,
die Sie stellvertretend für den Desktop
verwenden:
public
DeskTop : TCanvas ;
Im
OnCreate-Ereignis des Formulars erzeugen Sie eine TCanvas-Instanz
und verknüpfen sie mit dem Desktop des Systems:
procedure
TForm1.FormCreate
(Sender: TObject);
begin
DeskTop :=
TCanvas.Create ;
Desktop.Handle :=
GetWindowDC
(GetDesktopWindow);
end;
Nun haben Sie
Zugriff auf Desktop wie auf alle anderen Zeichenflächen.
Wollen Sie etwa einen Teil des Desktops in eine PaintBox kopieren,
gelingt das mit
with PaintBox1.Canvas do
CopyRect
(Rect(0,0,200,200),
DeskTop,
Rect (0,0,200,200))
Um
direkt auf den Desktop zu malen, bringt eine Schleife wie
With
Desktop Do
For I := 1 To 100 Do
Begin
Brush.Color:=RGB(Random($FFFF),
Random($FFFF),
Random($FFFF));
Desktop.Ellipse(random(2000),
Random(1000),
Random(2000),
Random(1000));
End;
jeden Benutzer zum
Wahnsinn (Ellipsen von zufälliger Größe und
Farbe).
Systemanwendungen starten
Starten Sie die Einträge der
Systemsteuerung aus Ihren Delphi-Anwendungen.
Sie managen Ihre
Grafikeinstellung, Ihr Netzwerk, Kennwörter und auch die BDE-
und ODBC-Steuerung: Anwen-dungen, die Sie ab Windows 95 in der
Systemsteuerung finden. Manchmal ist es nötig, dem Benutzer
eigener Anwen-dungen diese Systemdienste zur Verfü-gung zu
stellen. Denn statt einer Mitteilung im Stil von
Ändern
Sie die Ländereinstellungen in Deutsch um....
möchte
der Anwender lieber gleich den richtigen Dialog für die
Änderung präsentiert bekommen. Dazu müssen Sie
wissen, daß alle Einträge der Systemsteuerung in Form
von cpl-Dateien im Systemverzeichnis vorliegen. Da es sich bei
cpl-Dateien um eine spezielle Form einer DLL handelt, nutzen Sie
am besten die systemeigene Routine RunDLL32.exe, um das
entsprechende Applet zu starten. Am einfachsten ist es, wenn Sie
eine eigene Funktion dafür schreiben:
function
RunCPL
(FName: string) : Boolean;
begin
Result :=
WinExec(
PChar('rundll32.exe '
+
'shell32.dll,'+
'Control_RunDLL '+FName),
SW_SHOWNORMAL)
> 31;
end;
Das Ergebnis ist True, falls die cpl-Datei
geöffnet werden konnte, sonst False. Um beispielsweise die
Ländereinstellung zu starten, lautet der
Aufruf
RunCPL('INTL.CPL');
Sounddateien bequem abspielen
Um Sounddateien abzuspielen,
müssen Sie nicht immer die TMediaPlayer-Komponente
bemühen.
Die VCL (Visual Compent Library) von Delphi
bietet für den Zugriff auf Multimedia-Dateien die komfortable
Komponente TMediaPlayer, die nicht nur Sounddateien, sondern auch
Videos und weitere Dateitypen abspielt. Für die Wiedergabe
von Sound genügt in den meisten Fällen die Funktion
Play-Sound aus der Unit MMSystem. Diese Funktion spart Ressourcen.
Sie können sie immer dann verwenden, wenn Sie keinen Einfluß
auf die aktuelle Abspiel-position und keine Funktionen wie eine
Pause brauchen. Um mit der Funktion PlaySound eine Sounddatei im
wav-Format auszugeben, genügt die
Code-Zeile
PlaySound
(PChar(fn), 0, SND_ASYNC);
Dieser
Funktionsaufruf gibt die Datei, deren Name in der String-Variablen
fn gespeichert ist, unabhängig von der Anwendung wieder. Die
Funktion kehrt also sofort zum Hauptprogramm zurück, während
die Sounddatei parallel zum Programm erklingt. Möchten Sie
jedoch das Programm anhalten, bis die Sounddatei abgespielt wurde,
verwenden Sie statt dessen die Variable (Flag)
SND_SYNC:
PlaySound(PChar
(fn), 0, SND_SYNC);
Möchten
Sie die Sounddatei in einer Schleife ständig wiederholen,
können Sie zusätzlich zu SND_ASYNCdas Flag SND_LOOP
setzen. Dies ist nützlich, wenn Sie im Hintergrund ein
Geräusch oder Musik wiedergeben möchten. Die Wiedergabe
stoppt erst dann, wenn Sie sie durch einen erneuten Aufruf von
PlaySound beenden. Das Flag SND_LOOP kombinieren Sie mit
SND_ASYNC, da sonst die Funktion nicht
zurückkehrt:
PlaySound(PChar(fn), 0,
SND_ASYNC or
SND_LOOP);
Um die Soundwiedergabe zu stoppen, genügt ein
Aufruf mit einem nil-Zeiger als Dateinamen:
PlaySound(nil, 0,
SND_ASYNC);
Darüber hinaus bietet die Funktion PlaySound
weitere Optionen. Beispiels-weise können Sie Sounddateien aus
dem Speicher wiedergeben oder aus den Ressourcen des Programms.
Dies gestattet Ihnen einen schnelleren Zugriff auf häufig
verwendete Klänge. Weitere Informationen über die
Funktion PlaySound erhalten Sie im Online-Hilfemenü.
Parameter effektiv auswerten
Mit drei selbstgeschriebenen
Funktionen greifen Sie effektiv auf die Kommandozeilenparameter
zu.
Schon seit der ersten Version von Turbo Pascal konnte man
auf die Komman-dozeilenparameter mit Hilfe der beiden Funktionen
ParamCount und ParamStr zugreifen. Auf diese Weise gelang es,
einem MS-DOS-Programm Daten und Optionen zu übergeben. Das
geht auch unter Windows 95: Klicken Sie zum Bei- spiel im Explorer
doppelt auf eine Datei, die mit einem Programm verknüpft ist,
übergibt Windows deren Dateinamen als Kommandozeilenparameter
an das passende Programm. Dies gilt auch für jetzige
32-Bit-Betriebssysteme. Und auch mit Verknüpfungen, die seit
Windows 95 Anwendern die Arbeit erleich-tern, übergeben Sie
Parameter an Programme. Auf die Reihenfolge der Parameter kommt es
meistens nicht an. Das Programm filtert die benötigten
Parameter heraus. Hierbei unterscheiden Programmierer zwischen
Argumenten, meist in der Form von Dateinamen und Schaltern, denen
oft ein Schrägstrich oder ein Minuszeichen vorangestellt ist.
Um das Auswerten der Parameter zu erleichtern, können Sie auf
die selbstgeschriebenen Funktionen GetParame-ters,
GetParameterSwitches und GetParameterArguments zurückgreifen.
Sie geben Objekte vom Typ TStringList zurück, die Sie mit der
Methode Free freigeben. GetParameters liefert in der String-Liste
alle Parameter in der vom Benutzer oder Betriebssystem angegebenen
Reihenfolge zurück und bietet damit die gleiche
Funktionalität wie ParamCount und ParamStr. Allerdings
greifen die beiden anderen Funktionen auf GetParameters zurück
und sortieren die nicht benötigten Parameter aus. In
GetParameterArguments werden also alle Schalter, in
GetParameterSwitches alle übrigen Parameter aussortiert. Die
Funktionweise der letztgenannten beiden Funktionen ist weitgehend
gleich. Wir betrachten GetParameter-Arguments genauer. Legen Sie
zunächst eine Liste aller Parameter an:
Result :=
GetParameters;
Danach wird jeder String aus der Liste in einer
Schleife darauf überprüft, ob am Anfang entweder ein
Schrägstrich oder ein Minuszeichen steht. Ist dies der Fall,
so wird der String aus der Liste entfernt. Aus diesem Grund zählt
die Schleife auch rückwärts, da andere Strings sonst
beim Entfernen bestimmter Strings nicht überprüft
würden:
if Result.Count > 0 then
for i :=
Result.Count
- 1 downto 0 do
if Result[i][1] in
['/',
'-'] then
Result.Delete(i);
Soll Ihre Anwendung auch andere
Zeichen für Schalter enthalten als nur den
Schrägstrich
und das Minuszeichen, fügen Sie diese einfach hinzu.
Verwendet Ihr Programm zusätzlich das Pluszeichen, so müßte
die entsprechende Zeile folgendermaßen aussehen:
if
Result[i][1] in
['/', '+', '-'] then
Result.Delete(i);
Mausereignisse simulieren
Mit einer Windows-Funktion
simulieren Sie Mausklicks.
Sie möchten verschiedene
Anwendungen durch simulierte Mausklicks fernsteuern, um darin
Fenster zu verschieben, Menüeinträge aufzurufen oder
Buttons zu aktivieren? Zu diesem Zweck gibt es in der Windows-API
die Funktion mouse_event. Mit mouse_event können Sie
beliebige Bewegungen und Klicks der Maus simulieren. Um
beispielsweise ein Drücken und Festhalten der linken
Maustaste an der aktuellen Position zu simulieren, genügt ein
einziger
Aufruf:
mouse_event
(MOUSEEVENTF_LEFTDOWN,0,0,0,0);
Wollen
Sie einen richtigen Mausklick simulieren, müssen Sie auch für
das Loslassen der Maustaste
sorgen:
mouse_event
(MOUSEEVENTF_LEFTUP,0,0,0,0);
Um
Mausklicks an festen Mauspositionen zu simulieren, fügen Sie
das MOUSEEVENTF_ABSOLUTE-Flag hinzu. Durch die folgende Zeile wird
ein MouseDown-Ereignis (Mausklick) ganz links oben auf dem
Bildschirm aus-gelöst:
mouse_event
(MOUSEEVENTF_LEFTDOWN
or
MOUSEEVENTF_ABSOLUTE,
200,123,0,0);
Die untere rechte Ecke
des Bildschirms hat die Koordinaten
(65535,65335):
mouse_event
(MOUSEEVENTF_LEFTDOWN
or
MOUSEEVENTF_ABSOLUTE,
65535, 65535, 0, 0);
Mit der folgenden
Zeile bewegen Sie den Mauszeiger nach rechts oben:
mouse_eventf
(MOUSEEVENTF_MOVE,
10, -20, 0, 0);
Auch
bei Bewegungen können Sie wie in den vorigen Listingzeilen
feste Koordinaten angeben.
Systemweite Hotkeys
Einen Hotkey, der für das gesamte
Betriebssystem gelten soll, definieren Sie mit einer eigenen
Komponente.
Das kennen Sie aus Word: Mit Strg-X schneiden Sie
eine markierte Fläche aus und fügen sie mit Strg-V in
ein anderes Programm ein. Um entsprechende Hot-keys für
eigene Programme zu nutzen, bietet die Windows-API eine spezielle
Schnittstelle, über die Sie einen solchen Hotkey definieren.
Alles, was Sie dazu brauchen, ist ein Fenster, das die Nachricht
WM_HOTKEY abfängt und verarbeitet, sowie die Funktionen
Register-Hotkey und UnregisterHotkey. Der Einfachheit halber
erledigen Sie dies alles mit einer selbstgeschriebenen Komponente,
die Sie auf dem Formular plazieren. Über deren Eigenschaften
definieren Sie den Hotkey und aktivieren bzw. deaktivieren ihn
wieder bei Bedarf. Zu diesem Zweck dient die Komponente
TSystemHotkey. Sie definiert ein eigenes Ereignis, das ausgelöst
wird, wenn der Benutzer die eingestellte Tastenkombination
drückt:
property OnHotkeyPressed:
TNotifyEvent;
Um
die Funktionalität der Komponente zu nutzen, können Sie
auf folgende Ei-genschaften zugreifen:
property Active:
Boolean;
property Registered: Boolean;
property ID:
TSystemHotkeyID;
property Hotkey: TShortCut;
Um den Hotkey
zu aktivieren, setzen Sie die Eigenschaft Active auf true.
Allerdings wird der Hotkey nur aktiviert, wenn auch der
Eigenschaft ShortCut ein gültiger Wert zugewiesen wird.
Diesen setzen Sie entweder im Objektinspektor oder zur Laufzeit
mit Hilfe der Funktion ShortCut aus der Unit
Menus:
SystemHotkey.Hotkey :=
ShortCut(Word('A'),
[ssCtrl,
ssAlt]);
Dieser Aufruf definiert beispielweise den systemweiten
Hotkey [Strg-Alt-A]. Außerdem muß dem Ereignis
On-HotkeyPressed noch eine Ereignisprozedur zugewiesen werden, was
entweder mit Hilfe des Objektinspektors oder zur Laufzeit
geschehen kann:
SystemHotkey.OnHotkeyPressed
:=
SystemHotkeyOnHotkeyPressed;
Sobald alle diese
Eigenschaften korrekt gesetzt sind, wird bei jedem Drücken
der ausgewählten Tastenkombination das Ereignis
OnHotkeyPressed ausgelöst. Besondere Beachtung verdient die
Eigenschaft ID: Weil diese die Hotkeys identifiziert, muß
die ID innerhalb der Anwendung eindeutig sein. Dafür haben
Sie als Programmierer allerdings selbst zu sorgen, da sonst die
Ereignisse nicht korrekt ausgelöst wer-den. Es darf daher
kein ID-Wert innerhalb einer Anwendung mehrfach vergeben werden.
Intern arbeitet die Komponente mit einem unsichtbaren
Hilfsfenster, dessen einzige Aufgabe es ist, die von Windows
verschickten WM_HOTKEY-Nach-richten zu verarbeiten und das
entspre-chende Ereignis auszulösen. Das Fenster selbst
erzeugen Sie mit der Funktion AllocateHWnd (aus der Unit Forms) im
Konstruktor der Komponente
FHelpWindow
:=
AllocateHWnd(HelpWindowProc);
Im Destruktor der
Komponente wird das Fenster dann mit DeallocateHWnd wieder
freigegeben:
DeallocateHWnd(FHelpWindow);
Die Methode
HelpWindowProc ist sozusagen das Kernstück der Komponente,
sie überprüft bei einer WM_HOT-KEY-Nachricht die ID und
löst bei Übereinstimmung das Ereignis OnHot-keyPressed
aus. Alle übrigen Nachrich-ten bearbeitet und übergibt
Delphi mit der Funktion DefWindowProc an Win-dows:
if (Msg.Msg
= WM_HOTKEY)
and (Msg.wParam = FID) then
if
Assigned
(FOnHotkeyPressed)
then
FOnHotkeyPressed(Self)
else
Msg.Result :=
DefWindowProc
(FHelpWindow, Msg.Msg,
Msg.wParam,
Msg.lParam);
Um Abstürze und Schutzverletzungen zu
vermeiden, überprüfen Sie vor dem Auslösen der
Ereignisse mit Assigned, ob diesen eine gültige
Ereignisprozedur zugewiesen wurde.
MCI-Geräte steuern
Aus Delphi-Programmen heraus
sprechen Sie Multimedia-Geräte über die
MCI-Schnittstelle der Multimedia-Treiber an.
Viele
Multimedia-Geräte unter Windows haben ein Media Control
Interface (MCI). Über diese Schnittstelle können Sie auf
die entsprechenden Geräte zugreifen, ohne sie kennen zu
müssen. So können Sie bequem Audio-CDs, AVI-/
MPEG-Videos oder MIDI-Songs abspielen. Auch die Delphi-eigene
Komponente TMediaPlayer verwendet die MCI-Schnittstelle. Die ganze
Komponente brauchen Programmierer jedoch eher selten, so daß
Sie für einfachere Aufgaben direkt auf die Schnittstelle
zugreifen können. Dabei kommunizieren Sie mit den Geräten
über Kommandozeilen, die Sie Windows übergeben. Die
Schnittstelle antwortet ebenfalls im Klartext, so daß sich
das Prinzip relativ leicht durchschauen läßt. Da Sie
mit wenigen Befehlen auskommen, läßt sich die Syntax
leicht erlernen. Es folgen einige Beispiele für eine genauere
Beschreibung der MCI-Schnittstelle. Die entsprechenden Befehle
finden Sie wiederum in der Online-Dokumentation. Sie greifen
entweder über die Funkti-on mciSendString aus der Unit
MMSystem zu oder mit Hilfe der selbstge-schriebenen Prozedur
MCIStrSend. Diese befreit Sie von einigen lästigen Aufgaben,
die Sie sonst selbst übernehmen müßten.
Beispielsweise wird im Fehlerfall automatisch eine Fehlermeldung
zurückgegeben, die Sie über Show-Message erfahren. Das
erste Beispiel verwendet MCIStr-Send, um eine MIDI-Datei
auszugeben:
var
ReturnStr, ErrStr: string;
ErrCd:
Integer;
begin MCIStrSend
('open mysong.mid alias
midso',
ReturnStr, ErrCd, ErrStr);
MCIStrSend('play
midso',
ReturnStr, ErrCd, ErrStr);
end;
Während die
MIDI-Datei abgespielt wird, können Sie die Wiedergabe
jeder-zeit stoppen:
MCIStrSend('stop midso',
ReturnStr,
ErrCd, ErrStr);
Am Ende der Programms sollten Sie aber nicht
vergessen, die Treiber zu schließen:
MCIStrSend('close
midso',
ReturnStr, ErrCd, ErrStr);
Der erste Parameter von
MCIStrSend ist der Befehl an den Treiber. Die anderen enthalten
nach Rückkehr der Prozedur jeweils das Ergebnis, den
Fehlercode und die Fehlermeldung, die der Treiber zurückliefert.
Und so spielen Sie Sounddateien ab:
MCIStrSend
('open
mysound.wav alias mywav',
ReturnStr, ErrCd,
ErrStr);
MCIStrSend('play mywav',
ReturnStr, ErrCd,
ErrStr);
Mit Hilfe der MCI läßt sich auch eine
Nachricht nach der Wiedergabe ausge- ben. Während das
Programm mit der Ausführung wartet, können Sie Ton
ausgeben, bis dieser verklungen ist. Weiterhin greifen Sie
abhängig vom Gerätetyp auf Dateiposition,
Abspielgeschwindigkeit und viele andere Parameter zu.
CD-ROM-Laufwerk öffnen
So programmieren Sie das öffnen
und Schließen von CD-ROM-Laufwerken.
Viele
CD-ROM-Laufwerke unterstützen die Softwaregestützte
Eject-Funktion, so daß Sie aus vielen Programmen heraus das
Laufwerk öffnen und schließen können. Möglich
wird dies wiederum über die MCI-Schnittstelle von Windows, so
daß Sie auch hier die selbstgeschriebene Funktion
MCI-StrSend nutzen können. Um das CD-ROM-Laufwerk aus Ihrer
Anwendung heraus zu öffnen, genügt ein einziger
Befehl:
var
ReturnStr, ErrStr: string;
ErrCd:
Integer;
begin MCIStrSend
('set cdaudio door
open',
ReturnStr, ErrCd, ErrStr);
end;
Das Schließen
funktioniert analog dazu:
MCIStrSend
('set cdaudio door
closed',
ReturnStr, ErrCd, ErrStr);
Diese Funktionen werden
allerdings von einigen ganz alten CD-ROM-Lauf-werken nicht
unterstützt. In diesen Fällen wird ein Fehlercode
zurückgeliefert. Ein Beispielprojekt finden Sie auf der
Heft-CD im Verzeichnis tips-prog\CDROMKN.
Drag&Drop verwenden
Mit Hilfe einer einzigen
Windows-Nachricht können Sie Drag&Drop in eigenen
Anwendungen nutzen.
Viele Programme, bieten eine
Drag&Drop-Funktion: So ziehen Sie zum Beispiel unter WinZip
einfach die Dateien aus dem Explorer per Drag&Drop in das
Fenster von WinZip, und schon sind die Dateien im zip-Archiv
enthalten. Wie bringen Sie Ihren Programmen bei, Drag&Drop aus
dem Explorer zu unterstützen? Die Lösung liegt in einer
einzigen Windows-Nachricht und einigen Funktionen aus der Unit
ShellAPI. Zunächst muß das eigene Programm dem
Betriebssystem signalisieren, daß es Dateien per Drag&Drop
aus dem Explorer aufnehmen möchte:
DragAcceptFiles
(Form1.Handle,
True);
Von diesem Moment an ist Ihre Anwendung bereit, Dateien
per Drag&Drop zu empfangen. Ziehen Sie eine oder mehrere
Dateien oder Ordner auf das Fenster der Anwendung, so erhält
das Fenster eine WM_DROPFILES-Nachricht, die Sie mit einem eigenen
Message-Handler verarbeiten:
procedure TForm1.WMDropFiles
(var
Msg: TMessage);
var i, Count, Len: Integer;
FileName:
string;
Pt: TPoint;
begin
ListBox1.Items.Clear;
Count
:= DragQueryFile
(Msg.wParam, -1, nil, 0);
for i := 0 to
Count - 1 do
begin
Len := DragQueryFile
(Msg.wParam, i,
nil, 0);
SetLength(FileName, Len);
DragQueryFile(Msg.wParam,
i,
PChar(FileName),
Len+1);
ListBox1.Items.Add(FileName);
end;
DragQueryPoint(Msg.wParam,
Pt);
Label1.Caption :=
Format('(%d|%d)',
[Pt.X,
Pt.Y]);
DragFinish(Msg.wParam)
end;
Das
Beispiel liest alle Dateinamen mit Hilfe der Funktion
DragQueryFile aus und schreibt sie in eine Listbox. Dabei
ermitteln Sie zunächst die Anzahl der Dateien und dann die
Länge der Dateinamen mit der gleichen Funktion, damit das
Programm die entsprechenden Zeichenketten anlegen kann. Dann
brauchen Sie noch den Punkt, an dem die Maustaste beim Drag&Drop
losge-lassen wurde, was Sie einfach über die Funktion
DragQueryPoint erledigen. Zuletzt geben Sie noch den von Windows
beim Drag&Drop reservierten Speicher durch einen Aufruf von
Drag-Finish frei. Um Windows zu signalisieren, daß die
Anwendung für Drag&Drop nicht mehr zur Verfügung
steht, verwenden Sie wiederum die Funktion
DragAcceptFiles:
DragAcceptFiles
(Form1.Handle, False);
OnMove-Ereignis
Mit wenigen Zeilen Code fügen Sie Ihrem
Formular ein On-Move-Ereignis hinzu.
Zwar wird bei Delphi ein
Ereignis ausgelöst, wenn sich die Größe eines
Formulars ändert, für eine Benachrichtung beim
Verschieben des Formulars existiert ein solches Ereignis jedoch
nicht. Dies kann unter Umständen aber sehr hilfreich sein,
vor allem, um die relativen Positionen von mehreren Formularen
anzupassen. Um benachrichtigt zu werden, wenn der Benutzer das
Formular verschiebt, genügt es, die WM_MOVE-Nachricht
abzufangen, die Windows bei jeder Verschiebung eines Fensters
versendet. Zu diesem Zweck fügen Sie der Deklaration der Form
die folgende Zeile hinzu:
procedure WMMove
(var Msg:
TMessage);
message WM_MOVE;
Um anhand der Benachrichtung
durch eine Nachricht ein Ereignis auszulösen, deklarieren Sie
zunächst ein Feld innerhalb des Formulars in der
private-Sektion:
FOnMove: TNotifyEvent;
Der Typ TNotifyEvent
steht für alle Ereignismethoden
mit nur einem Parameter
(Sender). Damit Sie auch von außerhalb auf das Ereignis
zugreifen können, benötigen Sie noch eine Eigenschaft im
published-Abschnitt. Diesen fügen Sie selbst hinzu:
published
property OnMove:
TNotifyEvent read FOnMove
write
FOnMove;
Damit das Ereignis ausgelöst wird, implementieren
Sie noch die Methode WMMove entsprechend und sorgen selbst für
den Aufruf. Dabei prüfen Sie zuerst mit der Funktion
Assigned, ob eine Ereignisprozedur zugewiesen wurde:
procedure
TForm1.WMMove
(var Msg: TMessage);
begin if
Assigned(FOnMove)
then FOnMove(Self);
end;
Nun können
Sie dem OnMove-Ereignis eine entsprechende Ereignisprozedur
zuweisen, beispielsweise im OnCreate-Ereignis des
Formulars
procedure TForm1.Form1Create
(Sender:
TObject);
begin OnMove := Form1Move;
end;
Die
Ereignisprozedur können Sie dann nach Belieben implementieren
und auf das Ereignis in gewünschter Weise
reagieren:
procedure TForm1.Form1Move
(Sender:
TObject);
begin ShowMessageFmt
('Fenster verschoben auf
'+
'Position (%d|%d)!',
[Left, Top]);
end;
Zu beachten
ist noch, daß Delphi das Ereignis analog zum
OnResize-Ereignis auch auslöst, wenn Sie ein Formular
anlegen.
Programme nur einmal starten
Sorgen Sie mit wenigen Zeilen
Code dafür, daß Ihre Anwendung nur einmal starten
kann.
Normalerweise kann der Benutzer jedes Programm so oft
starten, wie er möchte. Es gibt aber auch Fälle, in
denen Sie als Programmierer gerade dies verhindern möchten
und dafür sorgen wollen, daß Ihre selbstprogrammierte
Anwendung nur ein einziges Mal startet. Um den Aufruf einer
zweiten Instanz Ihrer Anwendung zu verhindern, fügen Sie vor
dem Initialisierungscode, den Delphi automatisch anlegt, in den
Quellcode ihrer Delphi-Projektdatei die folgenden Zeilen
ein:
hMutex := CreateMutex
(nil, True, 'MeineAnwendung');
if
GetLastError =
ERROR_ALREADY_EXISTS
then
begin
ShowMessage
('Nur eine Instanz
startet!');
Halt(255);
end;
Diese Zeilen legen ein
sogenanntes Mutex-Objekt mit dem Namen MeineAn-wendung an. Dieser
Name sollte in jeder Ihrer Anwendungen verschieden sein. Zu diesem
Zweck sollten sie statt MeineAnwendung bei dem obigen
Funkti-onsaufruf den Namen Ihrer Anwendung einsetzen. Damit das
Verfahren korrekt funktioniert, tragen Sie außerdem noch die
Units Windows und Dialogs in die Uses-Klausel Ihrer Projektdatei
ein und deklarieren die Variable hMutex korrekt:
uses Forms,
Windows, Dialogs,
Unit1 in 'Unit1.pas' {Form1}
{$R
*.RES}
var
hMutex: THandle;
Mutexe gehören zu den
sogenannten Synchronisationsobjekten, die von An-wendungen unter
Windows dazu verwendet werden, verschiedene parallel ablaufende
Applikationen zu synchronisieren. Als kleiner Nebeneffekt kann ein
Mutex-Objekt mit einem speziellen Namen wie beispielsweise
MeineAn-wendung in dem gewählten Beispiel systemweit nur
einmal vorhanden sein. Damit gibt der Versuch, ein solches Objekt
mit gleichem Namen noch einmal anzulegen, einen Fehlercode zurück.
In diesem Fall gibt das Beispielprogramm die Fehlermeldung aus:
Nur eine Instanz startet!. Alternativ können Sie diese
Fehlermeldung auch auslassen. Dann endet das Programm ohne Ihren
Kommentar. Um bei diesem Ende dafür zu sorgen, daß das
Objekt wieder freigegeben wird, fügen Sie unter dem
automatisch angelegten Initialisierungscode noch folgende Zeile
ein:
if hMutex 0 then CloseHandle(hMutex);
Zur Laufzeit im TNoteBook
Zur Design-Zeit können Sie
Objekte auf einem TNoteBook so plazieren wie auf einem Formular.
Doch wie geht das zur Laufzeit?
Die Komponente TNoteBook teilt
sich in verschiedene TPages. Eine TPage kann jedoch keine Objekte
zur Laufzeit aufnehmen. Deshalb ist ein kleiner Umweg nötig.
Mit folgender Prozedur legen Sie einen Button in der momentan
aktiven Seite eines TNoteBooks:
procedure CreateBtn;
var
Btn: TButton;
begin
Btn := TButton.Create(Self);
Btn.Parent
:= NoteBook1.Pages. Objects[NoteBook1.PageIndex]
as
TWinControl;
end;
Einträge dem Systemmenü anfügen
Das kleine
Menü in einem Anwendungs-Icon können Sie kreativ
erweitern.
Wenn Sie das Icon einer Anwendung in deren
Titelzeile anklicken, sehen Sie ein kleines Menü. Es ist
nicht schwierig, dieses Menü mit einem kleinen API-Aufruf um
eigene Einträge zu bereichern. Zuerst überschreiben Sie
dazu den API-Aufruf wie es SysCommand tut. Dann suchen Sie im
FormCreate-Ereignis der Anwendung das Systemmenü und fügen
einen Eintrag hinzu. Die Prozedur AddSystemMenuItem weist dem
neuen Menüeintrag bestimmte Eigenschaften zu und fügt
ihn ins Systemmenü ein. Die Unit1.pas (Listing 1) enthält
alles, was dazu nötig ist.
Backslash - vorhanden oder nicht?
Wenn Sie in Ihrer
Delphi-Anwendung mit Verzeichnissen arbeiten, brauchen Sie den
Rückstrich (Backslash).
Häufig tritt das Problem auf,
daß der Backslash am Ende eines Pfades fehlt. Sie wissen bei
programmgesteuerten Aktionen nicht genau, ob er an dieser Stelle
schon vorhanden ist oder noch fehlt. Die folgende Routine fügt
den Backslash zu einem Pfad hinzu oder entfernt ihn gegebenfalls.
Sie brauchen sich dabei nicht darum zu kümmern, ob er schon
vorhanden ist oder nicht. Die Prozedur benötigt zwei
Parameter. Der Parameter Dir stellt das Verzeichnis dar. Die
Variable Action hat beim Hinzufügen eines Backslashs den Wert
_ADD und beim Entfernen den Wert
_REMOVE.
type
BackSlashAction=(_ADD,_REMOVE);
function
BackSlash(Dir: string;
Action:BackSlashAction):string;
begin
case
Action of
_ADD:
begin
if Copy(Dir,Length(Dir),1)
=
'\' then
Result := Dir
else
Result := Dir +
'\';
end;
_REMOVE:
begin
if Copy(Dir, Length(Dir),
1)
= '\' then
Result:=
Copy(Dir,1,Length(Dir)-1)
else
Result := Dir;
end;
end;
end;
Lange Dateinamen konvertieren
Mit den langen Dateinamen seit
Windows 95, die bis zu 256 Zeichen enthalten dürfen, haben
Sie die Aufgabe, diese Dateinamen DOS-kompatibel zu
konvertieren.
Die langen Dateinamen sorgen ab Windows 95 dafür,
daß Anwender ihre Dateien leichter finden. Programmierer
bekommen für DOS-Anwendungen das Problem, lange Dateinamen in
DOS-kompatible Zeichen konvertieren zu müssen. Denn DOS ist
nicht in der Lage, Dateinamen mit mehr als acht Zeichen
darzustellen. Deshalb kann es manchmal nötig sein, einen
längeren Windows-95-Dateinamen in einen DOS-String zu
verwandeln. Um dies in Ihren Delphi-Projekten zu realisieren,
benötigen Sie folgende Funktion in Ihrer Unit:
function
ExtractShortPathName
(const
FileName:string):string;
var
Buffer:
array[0..MAX_PATH]
of Char;
begin SetString(Result,
Buffer,
GetShortPathName(PChar
(FileName),
Buffer,
SizeOf(Buffer)));
end;
Um einen gekürzten DOS-String
wieder in eine Windows-95-kompatible Zeichenkette zu verwandeln,
ist eine aufwendigere Funktion nötig:
function
ExtractLongPathName
(const PathName:string):string;
var
LastSlash, PathPtr: PChar;
function ExtractLongFileName
(const
FileName:string):string;
var Info: TSHFileInfo;
begin
if
SHGetFileInfo(PChar(FileName),
0, Info,
Sizeof(Info),
SHGFI_DISPLAYNAME) <> 0 then
Result
:=
string(Info.szDisplayName)
else
Result :=
FileName;
end;
begin
Result := '';
PathPtr :=
PChar(PathName);
LastSlash:=
StrRScan(PathPtr, '\');
while
LastSlash nil do
begin
Result := '\'
+
ExtractLongFileName(PathPtr)
+ Result;
if LastSlash <>
nil then
begin
LastSlash^ := #0;
LastSlash
:=
StrRScan(PathPtr, '\');
end;
end;
Result := PathPtr
+ Result;
end;
Systemverzeichnisse aufspüren
Für manche Aufgaben
wie Installationen ist es nötig, den Namen eines bestimmten
Systemverzeichnisses zu kennen.
Das Verzeichnis von Windows als
wichtigstes Systemverzeichnis ist fast auf jedem PC gleich. Was
jedoch, wenn ein Anwender Windows unter einem andern Namen oder
auf andern Laufwerken installiert? Folgende Funktion verschafft
Ihnen die Namen des Windows-, Temp- und System-Verzeichnisses
sowie Ihrer eigenen Delphi-Anwendung. Die Funktion erwartet nur
den Parameter, der auf das Verzeichnis verweist, das Sie
benötigen.
type DirectoryType =
(_WINDOWS,
_TEMP,
_SYSTEM, _CURRENT);
function GetDirectory
(Dir:
DirectoryType): string;
var
Path: array [0..260] of
Char;
begin case Dir of
_WINDOWS: GetWindowsDirectory
(Path,
Sizeof(Path));
_SYSTEM : GetSystemDirectory
(Path,
Sizeof(Path));
_TEMP : GetTempPath
(Sizeof(Path),
Path);
_CURRENT: GetCurrentDirectory
(Sizeof(Path),
Path);
end;
Result := StrPas(Path);
end;
RGB zu Hex konventieren
Wer mit html-Dateien im Quellcode
arbeitet, muß Farben in einem html-Dokument anders als in
Delphi codieren.
Delphi verwendet RGB-Werte für die
Farben, während html-Dokumente auf Hex-Code zurückgreifen.
Beide sind ähnlich, weshalb es nur einer kleinen Funktion
bedarf, um eine Delphi-Farbe wie clRed in Hex-Code zu
konventieren:
function GetHTMLColor2
(Value: TColor):
string;
begin with
TRGBQuad(ColorToRGB(Value)) do
Result
:= '#' + IntToHex(RGB
(rgbRed, rgbGreen, rgbBlue),6);
end;
ScrollBox mit Hintergrund
Es gibt viele Methoden, ein
Formular mit einem Hintergrundbild zu schmücken. Dieser Tip
zeigt das Verfahren für eine ScrollBox.
Programmierer
wollen Ihrer Arbeit manchmal einen individuellen Stempel
aufdrücken. So können Sie in einer ScrollBox zum
Beispiel ein Logo im Hintergrund recht einfach einbinden. Bei
einer ScrollBox ist das Verfahren komplizierter. Dazu leiten Sie
eine neue Komponente vom Typ TScrollBox ab:
type
TMyScrollBox
= Class(TScrollBox)
Fangen Sie die WM_PAINT Message von Windows
ab, und setzen Sie sie folgendermaßen um:
procedure
TMyScrollBox.WMPaint
(var Message:
TWMPaint);
begin
PaintHandler(Message);
end;
Zu guter
Letzt brauchen Sie die PAINT-Routine esScroll.pas (Listing 2), die
das Ganze zeichnet.
Versteckte Titelbar
Mit einer kleinen Prozedur verstecken
Sie die Titelbar Ihrer Anwendung, ohne den 3D-Effekt zu
verlieren.
Wenn Sie das Beispielprojekt von der CD starten,
sehen Sie den Unterschied: Das Programm ohne Titelbar entspricht
scheinbar nicht den Windows-Konven- tion. Wer diesen Effekt
einsetzen will, versteckt die Titelbar. Dazu benötigen Sie
folgende Prozedur:
Procedure HideTitlebar;
Var Save :
LongInt;
Begin
If BorderStyle=bsNone then
Exit;
Save:=GetWindowLong
(Handle,gwl_Style);
If (Save
and ws_Caption)=
ws_Caption then Begin
Case BorderStyle
of
bsSingle,
bsSizeable :
SetWindowLong
(Handle,gwl_Style,Save and
(Not(ws_Caption))
or ws_border);
bsDialog : SetWindowLong
(Handle,gwl_Style,Save
and
(Not(ws_Caption)) or
ds_modalframe or
ws_dlgframe);
end;
Height:=Height-getSystemMetrics
(sm_cyCaption);
Refresh;
end;
end;
Die
Titelbar machen Sie mit folgender Prozedur wieder
sichtbar:
Procedure ShowTitlebar;
Var
Save :
LongInt;
begin
If BorderStyle=bsNone then
Exit;
Save:=GetWindowLong
(Handle,gwl_Style);
If (Save
and ws_Caption)<>
ws_Caption then Begin
Case
BorderStyle of
bsSingle,
bsSizeable :
SetWindowLong
(Handle,gwl_Style,Save or
ws_Caption or
ws_border);
bsDialog : SetWindowLong
(Handle,gwl_Style,Save
or
ws_Caption or ds_modalframe
or
ws_dlgframe);
end;
Height:=Height+getSystemMetrics
(sm_cyCaption);
Refresh;
end;
end;
Tooltips einmal anders
Mit einer kleinen Prozedur bringen
Sie Delphi dazu, Tooltips zu zeichnen, die vom Standard
abweichen.
Wer mit dem Mauszeiger über einen Schaltknopf
fährt, erhöht mit einer Mel-dung in Kontrastfarbe die
Aufmerksamkeit des Anwenders. In den folgenden Zeilen sehen Sie,
wie Sie einem Tooltip eine andere Farbe zuweisen. Außerdem
passen Sie das Meldefenster der Position des Mauszeigers an.
Zuerst deklarieren Sie die Prozedur:
protected
procedure
GetHintInfo
(var HintStr: string;
var CanShow: boolean;
var
HintInfo: THintInfo);
procedure TForm1.GetHintInfo
(var
HintStr: string;
var CanShow: boolean;
var HintInfo:
THintInfo);
var
II: TIconInfo;
Bmp:
Windows.TBitmap;
begin HintInfo.HintColor:=clRed;
with
HintInfo do begin
if HintControl = NIL then exit;
HintPos
:=
HintControl.ClientToScreen
(CursorPos);
GetIconInfo(Screen.Cursors
[HintControl.Cursor],
II);
GetObject(II.hbmMask, SizeOf
(Windows.TBitmap), @Bmp);
if II.hbmColor = 0 then
inc(HintPos.Y,
Bmp.bmHeight div
2)
else
inc(HintPos.Y, Bmp.bmHeight);
dec(HintPos.Y,
II.yHotSpot);
DeleteObject(II.hbmMask);
DeleteObject(II.hbmColor);
end;
end;
In
das OnCreate-Ereigniss des Formulars schreiben Sie zusätzlich
folgenden Eintrag:
Application.OnShowHint
:= GetHintInfo;
Monitor ausschalten
Dieser Tip zeigt Ihnen, wie Sie den
Monitor Ihres Delphi-Programms ausschalten.
Einen
überraschenden Effekt erzielen Sie, wenn Sie Ihrem Anwender
einen Schaltknopf dafür anbieten, seinen Monitor schwarz zu
schalten. Mit folgendem Code schalten Sie den Monitor
aus:
SendMessage
(Application.Handle,
WM_SYSCOMMAND,
SC_MONITORPOWER,
0);
Folgende Zeilen schalten ihn wieder
ein:
SendMessage
(Application.Handle,
WM_SYSCOMMAND,
SC_MONITORPOWER,
-1);
Runde Fenster
Fenster jenseits der Windows-Norm verschaffen
Ihren Programmen ein eigenes Aussehen.
Sie müssen sich
nicht immer an das konventionelle, rechteckige Windows-Fenster mit
drei Buttons und einer Leiste halten. Wenn Sie folgenden Code in
das On-Create-Ereignis Ihrer Anwendung schreiben, erhalten Sie ein
vollkommen anderes Bild:
var h: THandle;
begin
h :=
CreateEllipticRgn
(40, 40, 300,
200);
SetWindowRgn(Handle,h,TRUE);
end;
Wie Sie der
dritten Zeile entnehmen, verschaffen Sie sich so ein Fenster in
Ellipsenform. In diesem gestalten Sie Meldungen oder weitere
Schaltknöpfe.
Datum des Kompilats
Sie behalten stets einen Überblick
über Ihre letzte Programmversion, wenn Sie das aktuelle Datum
des letzten Kompilats für Ihr Programm übernehmen.
Nicht
nur Programmierer verlieren leicht den Überblick über
die letzte Änderung. Auch bei Anwenderfragen ist es
hilfreich, wenn Sie wissen, welche Ihrer Programmversionen
vorliegt. Schreiben Sie also zunächst eine minimale
Anwendung. Sie legen zuerst ein neues Projekt an. Von diesem aus
entfernen Sie das Hauptformular aus der Liste der benutzten Units.
Speichern Sie das Projekt unter dem Namen Today.dpr, und öffnen
Sie die Datei. Darin sehen Sie den Quellcode der Projektdatei.
Überschreiben Sie diesen Code mit folgendem Eintrag:
Program
Today;
uses Windows,SysUtils;
{$R *.RES}
var
f:
TextFile;
dd,mm,yy:
word;
begin
DecodeDate(Date,yy,mm,dd);
AssignFile
(f,'c:\windows\Today.inc');
Rewrite(f);WRITELN(f,'CONST');
WRITELN(f,'_Day
: WORD = '
+IntToStr(dd)+';');
WRITELN(f,'_Month: WORD =
'
+IntToStr(mm)+';');
WRITELN(f,'_Year : WORD =
'
+IntToStr(yy)+';');
CloseFile (F);
end.
Entspricht
Ihr Windows-Verzeichnis nicht dem Standard, passen Sie es dem
obigen Code entsprechend an. Kompilieren Sie das Projekt, womit
Sie die Datei Today.exe erhalten. Kopieren Sie diese in Ihr
Windows-Verzeichnis, und fügen Sie in der win.ini folgende
Zeile hinzu:
run=c:\windows\today.exe
Auch hier passen Sie
gegebenenfalls den Pfad zu Ihrem Windows an. Damit fährt
Today.exe mit jedem Windows-Start automatisch hoch. Nun binden Sie
in jede Ihrer Units das Systemdatum mit folgenden Zeilen ein:
{$I
c:\windows\today.inc}
Caption :=
IntToStr(_Day)+'/'
+IntToStr(_Month)+'/'
+IntToStr(_Year);
Anstatt
mit der Caption-Syntax können Sie die Werte natürlich
auch jedem anderen Objekt zuweisen, zum Beispiel mit TLabel.
Programm nur einmal!
Mit einer Prozedur bringen Sie Delphi
dazu, Ihre Anwendung nur einmal auszuführen.
Es gibt
Programme, die ein Anwender nur einmal öffnen soll. Um diese
Tech-nik zu realisieren, bearbeiten Sie Ihre Projektdatei *.dpr in
einem Texteditor wie zum Beispiel mit NotePad. Tragen Sie die Unit
Windows in das uses-Verzeichnis ein:
Uses Windows;
Schreiben
Sie vor den Abschnitt
Application.Initialize;
folgende
Codezeilen:
var
MutexHandle:
THandle;
hwind:HWND;
begin
MutexHandle :=
CreateMutex
(nil, TRUE, 'BspAppMutex');
IF MutexHandle 0
then
begin
IF GetLastError =
ERROR_ALREADY_EXISTS
then
begin
CloseHandle(MutexHandle);
hwind :=
0;
repeat
hwind:=Windows.FindWindowEx
(0,hwind,'TApplication',
'Mein
Anwendungs Name');
until
(hwindApplication.Handle);
IF
(hwind0)
then
begin
Windows.ShowWindow
(hwind,SW_SHOWNORMAL);
Windows.SetForegroundWindow
(hwind);
end;
Halt;
end
end;
Bevorzugen
Sie eine kürzere Methode, also eine, die nicht zur ersten
Instanz Ihrer Anwendung springt, fügen Sie folgenden Code
hinzu:
CreateMutex
(nil,FALSE,'BeliebigerName');
IF
GetLastError =
ERROR_ALREADY_EXISTS
THEN
begin
MessageDlg
('Programm schon
ausgeführt!',
mterror,[mbOK], 0);
Halt(0); end; s
StringGrids speichern
So bereichern Sie das Control
TStringGrid mit zwei zentralen Zusätzen: Speichern und
Laden.
Das Control StringGrid enthält die wichtigsten
Eigenschaften, um eine Tabelle anzulegen. Das Control lässt
sich nicht ohne Vorarbeiten laden und speichern. Leiten Sie daher
von StringGrid eine Komponente ab, um diese Eigenschaften zu
ergänzen:
type
TBStringGrid=class(TStringGrid)
Danach
ergänzen Sie die public-Sektion um zwei
Prozeduren:
public
procedure SaveToFile
(Filename:
String);
procedure LoadFromFile
(Filename: String);
Zuletzt
deklarieren Sie diese beiden neuen Eigenschaften im Code. Der
Hauptteil der SaveToFile-Prozedur besteht darin, jede Zelle des
StringGrid zu durchsuchen und mit ihren Koordinaten einer
StringList hinzuzufügen:
while i<= RowCount do
begin
for j:=0 to ColCount -1 do begin
s := Cells[j,
i];
result := '[' + IntToStr(j) +
'|' + IntToStr(i) + ']
{'
+ s + '}';
str.Add(result);
result :=
'';
end;
inc(i);
end;
Bei der LoadFromFile-Prozedur
suchen Sie zuerst nach den einschließenden Klammern:
for
i:=0 to str.Count
-1 do begin
if (found) then begin
c :=
str[i];
if pos('}', c) <> 0 then
Delete(c, pos('}',
c), 1);
st.Add(c);
found := true;
if pos('}', str[i]) <>
0
then begin
found := false;
Cells[ACol, ARow] :=
st.Text;
st.Text := '';
end;
Dann extrahieren Sie die
Koordinaten, die ein senkrechter Strich trennt:
if pos('|',
str[i]) <> 0
then begin
found := false;
x := 0; y
:= 0;
x := pos('|', str[i]);
y := x;
z := x;
while
not(str[i][x] = '[') do
dec(x);
while not(str[i][y] = ']')
do
inc(y);
ACol := StrToInt
(Copy(str[i], x+1,
z-2));
ARow := StrToInt
(Copy(str[i], z+1, y-z-1));
end;
Das
Besondere an beiden Prozeduren ist, dass sie auch Zeilenumbrüche
innerhalb einer Spalte speichern. Ein Beispielprogramm finden Sie
auf der Heft-CD unter ...StringGrid/Project1.exe
Memos speichern
So beseitigen Sie einen überflüssig
gespeicherten Zeilenumbruch bei den Memos.
Mit dem Befehl
SaveToFile() können Sie den Text eines Memos in eine
beliebige Datei speichern. Dabei fügt Delphi am Ende der
letzten Zeile einen Umbruch ein. Das kann sich unter Umständen
als Fehlerquelle erweisen. Mit einem Trick kann Abhilfe geschaffen
werden. Entfernen Sie mit Hilfe der Funktion TruncStr den
Zeilenumbruch am Ende:
function TruncStr
(const S: String):
String;
var i: Integer;
begin
i:=Length(S);
while
(i>0) and
(S[i] in [^J, ^M]) do dec(i);
Result:=Copy(S,
1, i);
end;
Weiterhin schreiben Sie zwei Prozeduren zum
Speichern, da der Text nicht über die TStrings-Eigenschaft
des Memos, sondern über das Object Tstream gespeichert
wird:
procedure SaveTextToStream
(const Text:
String;
Stream:
TStream);
begin
Stream.WriteBuffer(Pointer
(Text)^,
Length(Text));
end;
procedure SaveTextToFile
(const Text,
FileName: string);
var Stream:
TStream;
begin
Stream:=TFileStream.Create
(FileName,
fmCreate);
try
SaveTextToStream(Text, Stream);
finally
Stream.Free;
end;
end;
Um jetzt den Text eines Memos zu
speichern, genügt die
Zeile:
SaveTextToFile(TruncStr
(Memo.Items.Text),
'datei.txt');
Ein Beispielprogramm finden Sie auf der Heft-CD
unter ...Memo/Project1.exe.
Versteckte Anwendung
So schicken Sie mit der WinAPI
beliebige Kommandos an eine laufende Anwendung.
Programmierer
schicken mit der WinAPI, die Delphi in den Units Windows und
Messages kapselt, beliebige Kommandos an eine laufende Anwendung.
Doch dazu müssen Sie deren Handle kennen. Diese Kennung
bekommen Sie über den Klassennamen des Fensters heraus. Das
Beispiel greift auf den Windows-Editor Notepad zu:
var hw:
THandle;
begin
hw:= Findwindow('Notepad', nil);
if hw <>
0 then ShowWindow
(hw, HIDE_WINDOW)
else
ShowMessage
('Notepad
nicht gefunden ?');
Um eine Anwendung zu verstecken, schicken
Sie die Meldung ShowWindow() an das Fenster. Um die Anwendung
wieder zu zeigen, tauschen Sie Hnne_Window durch
Show_openNoAc-tivate.
Ein Beispielprogramm finden Sie auf der
Heft-CD unter ...API/Project1.exe.
Lokale IP-Adresse
So finden Sie die lokale IP-Adresse mit
der Unit winsock.
Für manche Online-Anwendungen ist es
wünschenswert, die lokale IP-Adresse des Benutzers zu kennen.
Dazu binden Sie zunächst die Unit winsock in die
uses-Anweisung ein. Anschließend genügt der Aufruf
einer Funktion, um die lokale IP-Adresse auszulesen:
function
GetLocalIPAddress:
string;
var
p : PHostEnt;
s :
array[0..128] of char;
p2 : pchar;
wVersionRequested :
WORD;
wsaData : TWSAData;
begin
wVersionRequested
:=
MAKEWORD(1, 1);
WSAStartup
(wVersionRequested,
wsaData);
GetHostName(@s,128);
p
:= GetHostByName(@s);p2 :=
iNet_ntoa(PInAddr
(p^.h_addr_list^)^);
Result :=
p2;
WSACleanup;
end;
Ein Beispielprogramm finden Sie auf
der Heft-CD unter ...IP/Project1.exe.
Systemsteuerungs-Control starten
Ein Applet der
Systemsteuerung lässt sich sehr einfach mit dem Programm
Rundll32starten.
Starten Sie Delphi-Anwendungen mit den
vorgefertigten Funktionen WinExec oder ShellExecute. Wenn Sie aber
eine Anwendung via Systemsteuerung aus-führen wollen, nutzen
Sie folgende Pro-zedur:
procedure LaunchApplet
(Applet:
string);
begin
WinExec(PChar('Rundll32.exe
Shell32.dll,Control_RunDLL
'
+ Applet), SW_SHOWNORMAL);
end;
Sie rufen diese
Prozedur mit der Zeile
LaunchApplet('Desk.cpl');
auf.
Ein
Beispielprogramm finden Sie auf der Heft-CD
unter
...Applet/Project1.exe.
Algorithmus zur Verschlüsselung
Zeichenketten lassen
sich auf einfache Art verschlüsseln.
Damit Unbefugte Ihre
gehei-men Texte nicht ausforschen können, verschlüsseln
Sie Ihre Eingaben. Wenn Sie dazu nicht das größere
Programm PGP verwenden wollen, verschlüsselt ein
Delphi-Algorithmus aus wenigen Zeilen Ihre Texte. Dazu greifen Sie
auf die Komponente TEncryption zu, die Sie in folgenden Code
einbinden:
begin
Randomize;
offset:=Random(Range);
dest:=format('%1.2x',
[offset]);
for
SrcPos := 1
to Length(Src) do
begin
SrcAsc:=(Ord(Src[SrcPos])
+
offset) MOD 255;
if KeyPos < KeyLen then KeyPos:=
KeyPos
+ 1 else KeyPos:=1;
SrcAsc:= SrcAsc xor
Ord
(Key[KeyPos]);
dest:=dest +
format
('%1.2x',[SrcAsc]);
offset:=SrcAsc;
end;
Die
Zeichenkette, die Sie als Passwort eingeben, erzeugt
Zufallszahlen, mit denen Sie den Text übersetzen. Mit
folgendem Code machen Sie das so entstandene Zeichenwirrwarr
wieder lesbar:
offset:=StrToInt('$'+
copy
(src,1,2));
SrcPos:=3;
repeat
SrcAsc:=StrToInt('$'+
copy
(src,SrcPos,2));
if KeyPos < KeyLen Then KeyPos
:=
KeyPos + 1 else KeyPos := 1;
TmpSrcAsc := SrcAsc xor
Ord
(Key[KeyPos]);
if TmpSrcAsc <= offset
then
TmpSrcAsc:=255+
TmpSrcAsc - offset
else
TmpSrcAsc
:= TmpSrcAsc - offset;
dest := dest +
chr(TmpSrcAsc);
offset:=srcAsc;
SrcPos:=SrcPos + 2;
until
SrcPos >= Length(Src);
Das Passwort dient dabei wiederum als
Schlüssel.
Ein Beispielprogramm finden Sie auf der
Heft-CD
unter ...Encryption/Project1.exe.
Per Fenster-Handle zum Programm
Um den Pfad zu einer
Anwendung herauszufinden, nutzen Sie deren Handle und die Unit
TLHelp32.
Sie finden das Fenster-Handle einer laufenden
Anwendung mit dem Befehl FindWindow(). Dabei erfahren Sie aber nur
den Titel der Anwendung. Wollen Sie den genauen Pfad zur
Programmdatei erforschen, nutzen Sie die Funktionen in den Units
TLHelp32 und ShellA-PI. Folgende Funktion gibt den Pfad zur
Programmdatei des Windows-Editor Notepad zurück:
function
GetExe: String;
var PID: DWord;
aSnapshotHandle:
THandle;
ContinueLoop:BOOL;
aProcessEntry32:
TProcessEntry32;
begin
GetWindowThreadProcessID
(FindWindow('Notepad',nil),
@PID);aSnapshotHandle
:=
CreateToolhelp32Snapshot
(TH32CS_SNAPPROCESS,
0);
aProcessEntry32.dwSize
:=
Sizeof(aProcessEntry32);
ContinueLoop
:=
Process32First
(aSnapshotHandle,
aProcessEntry32);
while
integer(ContinueLoop) <> 0
Zuerst ermittelt FindWindow
das Handle der Anwendung, hier den Editor No-tepad. Dann gibt das
Programm in einer Schleife den Pfad zur Anwendung einschließlich
exe-Name aus:
do begin if
aProcessEntry32.th32ProcessID
=
PID then Result :=
aProcessEntry32.szExeFile;
ContinueLoop
:=
Process32Next
(aSnapshotHandle,
aProcessEntry32);
end;
CloseHandle(aSnapshotHandle);
end;
Ein
Beispielprogramm finden Sie auf der Heft-CD
unter
...Handle/Project1.exe.
Eingabe zum nächsten Control
So überlisten Sie
Windows, um mit der [Enter]- statt der [Tab]Taste die Controls zu
wechseln.
In Delphi springen Sie standardmäßig per
[Tab]-Taste von einem zum anderen Control. Mit einem kleinen Trick
funktioniert das Verfahren auch mit der [Ent-er]- Taste. Dazu
setzen Sie zuerst die Eigenschaft KeyPreview des Formulars auf
true. Anschließend genügt folgender Code im
OnKeyPress-Ereignis des Formulars, um die [Enter]-Taste nutzen zu
können:
procedure TForm.FormKeyPress
(Sender:
TObject;var Key: Char);
begin
if Key = #13 then begin
Key
:= #0;
PostMessage
(Handle, WM_NextDlgCtl, 0,
0);
end;
end;
Ein Beispielprogramm finden Sie auf der
Heft-CD
unter ...Jump/Project1.exe.
Sprechblase in Anwendung
Sprechblasen zeigen Informationen
zu Programmfunktionen und Buttons an, wenn Sie den Mauszeiger über
dem entsprechenden Element positionieren.
Von
Office-Anwendungen kennen Sie vielleicht die Sprechblasen (Bubble
Helps), die Sie über die Funktionen von Buttons und anderen
Elementen auf elegante Weise informieren. Das folgende Beispiel
zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Delphi-Programmen diese Funktionalität
verleihen Entwickeln Sie eine Komponente, deren wichtigste
Zeichenroutine Sie in acthint.pas (Listing in Databox 11/98)
finden. Die gesamte Unit fügen Sie über die Funktion
Komponente installieren in die Komponentenpalette ein. Um sie zu
verwenden, legen Sie das Control einfach in ein beliebiges
Formular Ihrer Applikation. Mit Hilfe der Eigenschaften stellen
Sie Farbe und Schatten der Bubble Helps ein. Den kompletten
Quelltext der Komponente finden Sie in der Unit Bubble auf der
Databox 11/98.
Im Zusammenhang mit Bubble Helps definieren Sie
die beiden Objekte TBubbleHelp und TBubbleHelpWindow. Während
TBubbleHelp die eigentliche, nach außen sichtbare Komponente
erzeugt, ist die wichtigste Funktion der Sprechblase, die Anzeige,
im Objekt TBubbleHelpWindow enthalten. Die Methode ActivateHint
sorgt für die nötige Darstellung auf dem Bildschirm. Das
Zeichnen der Sprechblase und die Ausgabe des darin enthaltenen
Texts erfolgt über die API-Funktionen Ellipse und TextOut.
Formulare ohne Titelleiste
In manchen Situationen stört
es, wenn ein Formular eine Titelleiste besitzt.
Wenn Sie einen
Begrüßungsbildschirm (Splash-Screen) einsetzen wollen,
soll der Betrachter nicht durch eine Titelleiste abgelenkt werden.
Einer der Wege, ein Formular ohne Titelleiste zu zeigen, besteht
darin, den Wert der Eigenschaft BorderStyle auf bsNone zu setzen.
Dabei entsteht jedoch ein Formular ohne Begrenzung. Abhilfe
schafft eine TBevel-Komponente, deren Eigenschaft Align auf den
Wert alClient gesetzt wird.
Als Alternative können Sie die
Methode CreateParams überschreiben, die den Parameter-Record
zum Erzeugen von Fenstern initialisiert (Listing in Databox
11/98).
Diese Kombination hat den Effekt, daß die
Titelleiste entfernt wird, der Begrenzungsstil jedoch den
eingestellten Wert weiterhin behält.
MDI-Fenster und der GPF
Das Schließen eines
MDI-Fensters im Delphi-IDE führt zu einer allgemeinen
Schutzverletzung.
Erzeugen Sie in der Entwicklungsumgebung von
Delphi ein neues MDI-Fenster (MDI