Feuer brennt noch immer

Menschen tot,
 

aber Teufel oder Hexen sind wir
doch nicht,

warum also müssen wir denn
dann doch immer wieder in die Hölle?

Es kann da doch nicht das biblische Fegefeuer
gemeint sein oder ...?!?



Bernhard Malinkewitz



Napalm, sprachgebräuchlicher Name für eine erstmals
im 2.
 Weltkrieg eingesetzte Brandwaffe. Ursprünglich
handelt es sich um eine organische Aluminiumverbindung,
die als Metallseife dienen sollte – Metallseifen nutzt man
u.
 a. als Zusatz für Schmierstoffe oder im Korrosionsschutz.
Der Name „Napalm“ stammt von den organischen Resten
Naphthensäure und Palmitinsäure (siehe Fettsäuren).
Die eigentliche Brandwaffe entsteht durch Vermengen
der Metallseife mit brennbaren Stoffen wie z.
 B. Benzol
oder Benzin. Als Zünder kommt weißer Phosphor zum
Einsatz. Heutzutage sind in der Militärtechnik verschiedene
Zubereitungen bekannt, die unter der Bezeichnung „Napalm“
zusammengefasst werden.

Einmal in Brand geratenes Napalm ist praktisch nicht löschbar
und verursacht stärkste Brandwunden. Als Spätfolge
hat man in vielen Fällen krebsartige Erkrankungen des
betroffenen Gewebes festgestellt. Napalm erlangte
besonders durch den großflächigen Einsatz während
des Vietnamkrieges traurige Berühmtheit.

Siehe auch chemische und biologische Kriegsführung





Bombe, mit Explosivstoffen, Chemikalien oder anderen
Stoffen gefüllter Hohlkörper, der in einem bestimmten
Zielgebiet detonieren soll, um durch eine Druckwelle,
Hitze, Splitter oder andere Wirkung Schaden anzurichten.
Bomben werden von speziell ausgerüsteten Flugzeugen
auf feindliche Truppen, Panzer, Befestigungsanlagen,
Industrieanlagen oder Städte abgeworfen. Bomben, die
auf U-Boote abgeworfen werden, nennt man Wasserbomben.
Bomben können aus großer Höhe oder von Flugzeugen,
die ihr Ziel in geringer Höhe anfliegen, abgeworfen
werden, oder sie können direkt am Zielobjekt angebracht
werden. Vor Beginn des Luftkrieges bezeichnete man
Artilleriegeschosse als Bomben (siehe Projektil).
Unter Bomben versteht man auch kleine, verhältnismäßig
einfache Sprengkörper, die von Hand gelegt oder
geworfen werden. (Siehe internationaler Terrorismus)

Man unterscheidet zwei Arten von Bomben: konventionelle
Bomben und Atombomben. Bereits 1911 wurden konventionelle
Bomben aus Flugzeugen abgeworfen. Während des
Italienisch-Türkischen Krieges griffen italienische Flieger
arabische Streitkräfte in Libyen an. Atomwaffen wurden
erstmals im 2.
 Weltkrieg von den Vereinigten Staaten
gegen die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki
eingesetzt.

Konventionelle Bomben

Zu den konventionellen Bomben zählen Spreng-, Brand-,
chemische und biologische Bomben. Sie bestehen
aus zylindrischen Metallkörpern, die mit Explosivstoffen
oder Chemikalien gefüllt sind. Ihr Gewicht reicht von
etwa zwei Kilogramm bis etwa 1
 360 Kilogramm, abhängig
vom Typ und von der Art des Einsatzes. Der Kopf
der Bombe ist spitz oder abgerundet, Steuerschwänze
am hinteren Teil stabilisieren den Flug. Die Sprengung
der Bomben erfolgt mit verschiedenartigen Zündern, die
erst scharf werden, d.
 h. bereit zum Zünden, wenn die
Bomben vom Flugzeug abgeworfen wurden. Gemeinhin
explodieren Bomben beim Aufprall auf das Ziel, sie können
aber auch so konstruiert sein, dass sie in der Luft über
dem Ziel explodieren. Es gibt auch Modelle bei denen
die Detonation erst später, nach Ablauf einer festgelegten
Zeit nach dem Aufprall, erfolgt.

Zu den Sprengbomben gehören Universalbomben
für den Einsatz gegen Truppen und Geschützstellungen,
Splitterbomben, die explodieren und Metallsplitter streuen,
und Spezialbomben oder Bomben mit Zeitverzögerung,
die gegen Panzer, Schiffe und Gebäude eingesetzt werden.
Mit Brand- oder Feuerbomben, die im 2.
 Weltkrieg häufig
verwendet wurden, setzte man Gebäude in Brand.
Napalmbomben werden gegen Soldaten eingesetzt,
die sich im Boden eingegraben oder in schwer
zugänglichen Gebieten verschanzt haben. Sie verursachen
schwere Verbrennungen und verbrauchen den Sauerstoff
in einem geschlossenen Raum. Zwei andere Typen
konventioneller Bomben werden zu den chemischen
und den biologischen Waffen gerechnet. Ihre Wirkung
wird in erster Linie durch die Verbreitung ihres meist
flüssigen Inhalts erreicht, weniger durch die direkten
Auswirkungen von Sprengstoff. Mit Bomben kann auch
Giftgas oder Nervengas verbreitet werden, um feindliche
Truppen außer Gefecht zu setzen. Mit nicht tödlich
wirkenden Gasen, die z.
 B. geistige Verwirrung verursachen,
kann ebenfalls die Kampfkraft des Gegners verringert werden,
denn dadurch wird die Stationierung von weiterem
Personal notwendig. Auch biologische Waffen dienen
dazu, den Gegner kampfunfähig zu machen oder zu
töten. Ihre Auswirkungen sind aber vielfältiger und können
von längerer Dauer sein.

 

Lenkbomben




Anfang der siebziger Jahre wurde für den Einsatz im
Vietnamkrieg ein neuer Typ konventioneller Bomben
entwickelt, die so genannte Lenkbombe. Dieser Bombentyp
verfügt über Steuer- oder in einigen Fällen auch
Tragflächen und wird durch Fern- oder Eigenlenksysteme
ins Ziel geführt. Beim Laserzielsuchsystem wird die Lenkbombe
mit Hilfe von Laserstrahlen gesteuert, die vom Flugzeug
ausgesendet und vom Ziel reflektiert werden. Dieses
System verwendet man bei Zielen wie Panzern und
Gefechtsstellungen. Beim Infrarotlenkverfahren wird die
Lenkbombe über die vom Ziel abgegebene Wärmestrahlung
in dieses Ziel geleitet. Das Infrarotlenkverfahren benutzt
man z.
 B. bei Zielen wie Kraftwerken. Beim Fernsehlenkverfahren
übermittelt die Bombe ein Bild vom Ziel, das von einer
Fernsehkamera an Bord des Militärflugzeuges aufgenommen
wird. Fernsteuerungen können dann die Bombe so lenken,
dass sie z.
 B. eine Brücke oder ein anderes Ziel genau trifft.
Lasergesteuerte Bomben können auch nachts eingesetzt
werden, mit Fernsehkameras gesteuerte Bomben sind
jedoch auf den Einsatz bei Tageslicht beschränkt.



Chemische und biologische Kriegsführung, Kriegsführung
mit chemischen oder biologischen Waffen.

Chemische Kampfstoffe

Gase wie Tränengas, Chlorgas und Phosgengas,
welche die Lunge reizen, und Senfgas, das Verbrennungen
hervorruft, wurden im 1.
 Weltkrieg eingesetzt, um den
Stellungskrieg zu beenden. Flammenwerfer wurden auch
eingesetzt, waren aber zunächst wegen ihrer geringen
Reichweite wirkungslos. Technische Verbesserungen
und die Entwicklung von Napalm (aus naphtenischen
und palmitischen Säuren), einem dickflüssigen Benzin,
das an Oberflächen klebt, führte zu einem weit verbreiteten
Einsatz von Brandwaffen im 2.
 Weltkrieg.

Ende des 1. Weltkrieges hatten die meisten europäischen
Mächte den Einsatz von Kampfgas in ihren Streitkräften
eingeführt. Nervengase wie Sarin, das schon in geringen
Mengen tödlich wirkt, wurden zwischen den beiden Weltkriegen
in Deutschland entwickelt. Obwohl mehrere Länder über
diese Kampfgase verfügten, setzte sie nur Japan während
des 2.
 Weltkrieges ein.

Tränengas und ähnliche Gase sind nach dem 2. Weltkrieg
in begrenzten Kriegen wie dem Vietnamkrieg eingesetzt
worden. Tränengas wird auch von der Polizei zur Niederschlagung
von Tumulten eingesetzt. Der Einsatz von tödlichen
Gasen ist von den meisten Ländern verurteilt worden,
solche Waffen befinden sich aber immer noch in den
Arsenalen. Es gibt Anzeichen dafür, dass Giftgase vom
Irak im Krieg gegen den Iran in den achtziger Jahren und
gegen die kurdische Bevölkerung im Norden des Irak
eingesetzt wurden.

Verschiedene chemische Verbindungen, wie z. B.
Agent Orange, die den Stoffwechsel von Pflanzen
verändern und mit denen ganze Wälder entlaubt werden
können, sind in Dschungelkriegen eingesetzt worden,
um dem Feind die Deckung zu nehmen oder um der
Zivilbevölkerung die Ernte zu vernichten. Solche
Chemikalien, die meist aus der Luft versprüht werden,
können auch Wasser und Fische verseuchen. Ihre
Langzeitwirkung auf das gesamte Ökosystem macht
sie besonders gefährlich und ihren Einsatz verwerflich.

Biologische Kriegsführung

Als biologische Kampfstoffe kommen Krankheitserreger
in Betracht, die Menschen, Haustiere und wichtige Feldfrüchte
befallen. Es handelt sich um Bakterien, Pilze, Viren
und die Gifte, die diese produzieren. Die Krankheitserreger
verursachen Botulismus, Pest, Maul- und Klauenseuche
und Halmrost beim Weizen und könnten gegen feindliche
Streitkräfte oder gegen die hinter ihnen stehende
Wirtschaft eingesetzt werden. Mit Hilfe der Gentechnik
könnten auch neue Stämme entwickelt werden, gegen
die der Feind völlig hilflos wäre.

Die biologische Kriegsführung im großen Maßstab ist
bis heute Theorie geblieben. In den achtziger Jahren
wurde allerdings bekannt, dass Japan in den dreißiger
und frühen vierziger Jahren in China biologische Kampfstoffe
eingesetzt hat. In den frühen achtziger Jahren wurden auch
Behauptungen laut, dass die Sowjetunion in Afghanistan
und Vietnam in Laos und Kambodscha Pilzgifte als biologische
Waffen eingesetzt hätten, die den so genannten gelben
Regen verursachten.

Internationale Kontrolle

Die Haager Konferenz von 1899 versuchte, Geschosse
mit Giftgasen zu ächten. Diese Ächtung hielt nur bis
zum 1.
 Weltkrieg. In Genf wurde 1925 ein Protokoll
des Völkerbundes gegen chemische und biologische
Kriegsführung unterzeichnet, das jedoch beispielsweise
von einer so bedeutenden Militärmacht wie den Vereinigten
Staaten nicht unterzeichnet wurde. Das Protokoll ächtete
den Erstschlag mit solchen Waffen. Die Unterzeichnerstaaten
behielten sich jedoch generell das Recht vor, sie bei
Vergeltungsschlägen einzusetzen.

Ein Vertrag, der biologische Kriegsführung vollständig
verbietet, wurde 1971 von der Genfer
Abrüstungskonferenz ausgearbeitet und von der
Vollversammlung der Vereinten Nationen gebilligt.
Etwa 80
 Nationen unterzeichneten die Konvention über
biologische Waffen. Dieser Vertrag ist insofern einzigartig,
als in ihm der größte Teil der Welt eine ganze Klasse
von Waffen ächtet. Seine Wirkung ist jedoch noch
fraglich. Bei dem Gipfeltreffen der damaligen Präsidenten
der USA und der UdSSR, Bush und Gorbatschow,
im Juni 1990 wurde ein bilateraler Vertrag unterzeichnet,
der die beiden Großmächte verpflichtete, ihre
Bestände an chemischen Waffen drastisch zu
reduzieren. Im Mai 1991 verpflichteten sich 19
 
Industrieländer, Exportkontrollen für 50 weit verbreitete
Chemikalien einzuführen, die für die Herstellung dieser
Waffen verwendet werden. Die Konvention über chemische
Waffen von 1993 verbot die Herstellung chemischer
Kampfstoffe und beschränkte den Handel mit Substanzen,
die für deren Herstellung nötig sind. Die Konvention
soll von 65
 Staaten ratifiziert werden.

Siehe auch Luftkrieg; Internationale Abrüstung;
Atomwaffen (Nuklearwaffen)



(Diesen Artikel habe ich aus der MS-Encarta 99 entliehen –

Bernhard Malinkewitz)

Das Mobbing-Referat ist eine Idee meine Jagd
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