Bernhard Malinkewitz

Der Dokumentarfilm:

Weblinks – zum Ansehen, man will sich vielleicht umschauend orientieren:

http://www.weberberg.de/biff.html


http://www.agdok.de/




Dokumentarfilm


Der Dokumentarfilm ist ein Film, in dem versucht wird, Aspekte der uns umgebenden Welt abzubilden, zu erzählen oder zu untersuchen. Im Gegensatz zum Spielfilm geschieht dies (meistens) ohne engagierte Schauspieler oder bezahlte Darsteller. An ihre Stelle treten Menschen, Orte, Situationen, die mit den erzählten Geschichten übereinstimmen.


Es gibt viel eher eine große Bandbreite von verschiedenen Dokumentarfilmarten, die sich vom Versuch, ein möglichst reines Dokument zu erschaffen, bis hin zur Doku-Soap erstreckt. Dabei spielt die Inszenierung des Filmers eine große Bedeutung: Wie geht man mit den vorgefundenen Bildern um, was wird ergänzt, verstärkt. Ein weiterer Schritt ist das Nachspielen von Szenen, die so hätten stattfinden können, oder zum Teil auch so stattgefunden haben. Von den Zuschauern wiederum werden oft besonders stark inszenierte Bilder als "echt" angeschaut.


Inhaltsverzeichnis


1 Wahrheit und Echtheit

2 Geschichte

3 Erfolg

4 Weblinks


Wahrheit und Echtheit


Da man relativ schnell gemerkt hat, dass sich jede Situation durch die Anwesenheit einer Kamera und eines - wenn auch im Vergleich zum Spielfilm viel bescheideneren - Kamerateams verändert, ebenso der Blickwinkel des Filmemachers (oder seine Fragestellung) die Wirklichkeit sofort beeinflusst, musste man von der Vorstellung des "reinen Dokumentes" Abschied nehmen. In dem Sinn gibt es keinen "echten" Dokumentarfilm.


"Für mich ist es ziemlich egal, mit welchen Mitteln ein Film arbeitet, ob er ein Schauspielerfilm ist mit inszenierten Bildern oder ein Dokumentarfilm. In einem guten Film geht es um die Wahrheit, nicht um die Wirklichkeit." Sergej Eisenstein, 1925


Bookah


Geschichte


Die ersten "bewegten Bilder" waren per Definition Dokumentarfilme. Es waren einzelne Einstellungen, die Momente aus dem Leben auf Film bannten (Der Zug, der in den Bahnhof einfährt, das andockende Boot, die Arbeiter, die die Fabrik verlassen). Im frühen Film, Ende 19. Jahrhundert dominierte immer noch die Darstellung von Ereignissen. Es wurden kaum Geschichten erzählt, dies vor allem auf Grund technischer Grenzen: Die Kameras waren groß und hatten nur Platz für wenig Filmmaterial.


Im Jahr 1922 produzierte Robert J. Flaherty den ersten abendfüllenden Dokumentarfilm, "Nanook of the North". Schon in diesem Film verabschiedete sich der Dokumentarfilm von der "Wahrheit": Zahlreiche Inszenierungen und Anweisungen des Regisseurs wurden zur besseren Unterhaltung und zum Darstellen eines vermeintlich "stimmigeren" Bildes eingesetzt. So bestand Flaherty darauf, dass kein Gewehr im Film vorkommt, obwohl sich die Inuit schon lange an dessen Gebrauch gewöhnt hatten. An einer anderen Stelle wurde ein halber Iglu errichtet, so dass die Kamera das Leben innerhalb des Iglus filmen konnte. Die Darsteller, obwohl nicht Schauspieler, "spielten" die Handlung für die Kamera.


Erfolg


Michael Moores politischer Dokumentarfilm "Fahrenheit 9/11" schrieb im Juni 2004 Filmgeschichte, da es zuvor noch niemals vorkam, dass ein Dokumentarfilm an der Spitze der US-Kinocharts stand. Bereits der letzte Film Moores "Bowling for Columbine" 2002 war ein US-Einspielrekord gewesen, hatte aber nicht an einem einzigen Wochenende 21,8 Millionen Dollar eingespielt. Weltweit hat der Fahrenheit 9/11 bis zum 16. August 2004 ganze 147,926,000 Dollar eingespielt. Somit ist es mit Abstand der erfolgreichste Dokumentarfilm aller Zeiten. Der zweit erfolgreichster Dokumentalfilm ist Michael Moore's "Bowling for Columbine" mit Einnahmen von 58,008,423 Dollar.


Weblinks


· Biberach Independent Film Festival (für Kurz- und Dokumentarfilme)

· AG DOK, arbeitsgemeischaft dokumentarfilm (der mitgliederstärkste deutsche Filmverband)

[Quelle]


Dokumentation


Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Erschließung von Informationen.

Weitere Bedeutungen siehe unter Dokumentation (Begriffsklärung).Unter Erschließung versteht man die Nutzbarmachung eines Geländes oder von Informationen zur weiteren Verwendung.


Eine häufigere Bezeichnung dafür ist Dokumentation (Dokumentationswissenschaft).


Gemeinsames Ziel der Dokumentation ist es, die dokumentierten Objekte gezielt auffindbar zu machen.


Die Erschließung von Informationen ist eine der wesentlichen Aufgaben von Bibliotheken und anderen Informationseinrichtungen.


Die Beschreibung und Verzeichnung bibliographischer und archivalischer Ressourcen geschieht u.a. durch Katalogisierung, d.h. die Aufnahme von Dokumentationseinheiten in einen Katalog. Dies geschieht in der Regel unter Berücksichtigung von Regelwerken (z.B. RAK oder AACR) und mit Hilfe von Dokumentationssprachen und anderen kontrollierten Vokabularien. Daneben kommen immer häufiger automatische Verfahren des Information-Retrieval zum Einsatz.


Die durch Erschließung ermittelten Angaben über ein Objekt bezeichnet man als Metadaten.


Eine andere Bezeichnung für die Erschließung (speziell die Sacherschließung) ist Dokumentation.


Inhaltsverzeichnis


1 Sach- und Formalerschließung

2 Probleme

3 Siehe auch

4 Weblinks

5 Literatur


Sach- und Formalerschließung


In der Bibliotheks- und Dokumentationswissenschaft wird häufig zwischen Formalerschließung und Sacherschließung unterschieden.


Während sich die Formalerschließung auf die (objektiven) formalen Kriterien eines Objektes beschränkt, geht die Sacherschließung auf dessen Inhalt ein.


Zur Zeit der Zettelkataloge wurde zwischen Alphabetischer Katalogisierung und Systematischer Katalogisierung unterschieden. Diese Unterscheidung ist mit Einführung von Datenbanken nicht mehr notwendig.


Probleme


Ein grundsätzliches Problem der Dokumentation ist, dass sie die sehr kostspielig werden kann und sich erst nach einer Vorlaufzeit wirtschaftlich auszahlt. Aus diesem Grund werden Dokumentatiosabteilungen in Unternehmen gerne eingespart.


Siehe auch


Bibliothekskatalog, Schlagwortkatalog, Technische Dokumentation


Weblinks


· Bernhard Eversberg: Katalogisieren? Besonders schwer kann das doch nicht sein! (Einführung)


Literatur


· Klaus Haller: Katalogkunde, München, 1998 ISBN 3-598-11364-1

· Elaine Svenonius: The Intellectual Foundation of Information Organization, Cambridge, Mass., 2000 ISBN 0-262-19433-3

[Quelle]


Dokumentation (Begriffsklärung)


Der Begriff Dokumentation hat verschiedene Bedeutungen:


· Dokumentation als Erschließung zum Beispiel in Form von Verschlagwortung oder Inhaltsangaben

· Im Hörfunk: Ein Feature (s. Radio-Feature) oder eine Reportage

· In Film und Fernsehen: Ein Dokumentarfilm

· Dokumentation (Technik): Das Erstellen von Handbüchern und Anleitungen

· Etwas festhalten, notieren, aufschreiben, darlegen

[Quelle]


Dokumentation (Technik)


Diese Technische Dokumentation ist ein zusammenfassender Begriff für alle Informationen, die dem dem Benutzer eines Produkts zur Verfügung gestellt werden (können).


Die Bestandteile der Dokumentation bieten Informationen über das Produkt selbst, den Umgang mit ihm und über das Verhalten der Nutzer. Die interne Dokumentation umfasst z.B. Konstruktions- und Fertigungsunterlagen, Pflichtenhefte und Nachweise über Maßnahmen der Qualitätssicherung. Sie richtet sich an die Mitarbeiter des Herstellers.


Die externe Dokumentation richtet sich dagegen an den Benutzer, der z.B. mit Betriebsanleitungen, Gebrauchsanweisungen oder Sicherheitshinweisen über die richtige Handhabung des Produkts informiert wird.


Aus Haftungsgründen zwingen Gesetze und Vorschriften Hersteller und Einführer von technischen Systemen zur Bereitstellung der Dokumentation, so z.B. das Produkthaftungsgesetz, das Gerätesicherheitsgesetz, die EG-Richtlinie "Maschinen", DIN und EN Normen sowie VDE-Vorschriften. Grundlage für die Gestaltung beim Erstellen einer Technischen Dokumentation ist die Norm DIN V 8 418.

[Quelle]


Dokumentationssprache


Eine Dokumentationssprache ist eine künstliche Sprache zur Nutzung innerhalb von Informations- und Dokumentationssystemen, d.h. zur Indexierung, Speicherung und zum Retrieval von Inhalten, indem einzelne Deskriptoren aus der Dokumentationssprache einem Dokument zugeordnet werden.


Man kann zwei Arten von Dokumentationssprachen unterscheiden:


· Natürlich-sprachlich basierte: Die Deskriptoren bestehen aus einer natürlichen Sprache, wie z.B. bei einem Thesaurus.

· Nicht natürlich-sprachlich basierte: Die Deskriptoren bestehen nicht aus einer natürlichen Sprache, doch die Beschreibung der Inhalte geschieht mit natürlichen Sprachelementen, wie z.B. bei einer Systematik.


Gebräuchliche Dokumentationssprachen sind


· Thesaurus

· Schlagwortsystem

· Klassifikationen


Dokumentationssprachen zeichnen sich dadurch aus, dass es sich bei ihnen um ein kontrolliertes Vokabular handelt oder durch Notationen die Begriffe eindeutig indentifizierbar sind.


Auf diese Weise werden im Gegensatz zur natürlichen Sprache


Begriffe und Bezeichnungen eindeutig aufeinander bezogen, so dass keine Homonyme, Polyseme und Synonyme mehr auftreten.

[Quelle]


Dokumentationssystem


Ein Dokumentationssystem ist ein System oder Verfahren, das ein leichtes Wiederauffinden von Dokumenten ermöglicht. Die Dokumente werden dazu archiviert und dokumentiert. Dies geschieht inzwischen fast immer mit Hilfe von Datenbanken.


Die Bandbreite von Dokumentationssystemen reicht von einfachen Katalogen bis hin zu komplexen


Content Management Systemen.


Zur Erschließung der Dokumente werden diese mit Metadaten versehen. Dies kann sowohl manuell mit Hilfe von Regelwerken als auch durch automatische Indexierung geschehen. Die Verfahren stammen aus der Dokumentationswissenschaft und dem Information-Retrieval. Zur Aufbewahrung der Dokumente ist eine fachgerechte Lagerung und zur Speicherung die Einhaltung von Datenformate wichig, vor allem zur Langzeitarchivierung.


Ein wichtiger Bestandteil von Dokumentationssystemen sind oft Dokumentationssprachen, die eine sachliche Erschließung der Dokumente über Schlagworte und Suchbegriffe (Deskriptoren) ermöglichen. Als Dokumentationssprachen werden Schlagwortkataloge, Systematiken und Thesauri verwendet. In zunehmenden Maße wird auch versucht, komplexere Ontologie einzusetzen; diese Technik steckt jedoch noch in den Anfängen.


Für die Suche nach Dokumenten und Informationen, die nicht zuvor mit Hilfe eines Dokumentationssystems erschlossen wurden, werden Verfahren des Information Retrieval und Data Mining eingesetzt, beispielsweise Suchmaschinen.


Von besonderer Bedeutung ist ein funktionierendes Dokumentationssystem für Einrichtungen wie Versicherungen und Ärzte, die einer Dokumentationspflicht unterliegen.


Siehe auch: Informationssystem, Bibliothek, Fachdatenbank, Wissensmanagement

[Quelle]


Dokumentenakkreditiv


Das Dokumentenakkreditiv ist ein vom Warengeschäft losgelöstes, abstraktes Schuldversprechen der eröffenden Bank. Die Abstraktheit des Dokumentenakkreditivs hat zur Folge, daß Einwände aus dem zugrundeliegenden Kaufvertrag, z.B. wegen mangelhafter Qualität, ausgeschlossen sind.


Beim bestätigten, unwiderruflichen Dokumentenakkreditiv (confirmed irrevocable letter of credit) handelt es sich um die sicherste Art des Zahlungsverkehrs im internationalen Außenhandel (Banken haften mit). Die Abwicklung eines Akkreditivs unterliegt den von der Internationalen Handelskammer ICC aufgestellten "Einheitlichen Regeln und Gebräuche für Dokumentenakkreditive" ERA. Diese weltweit anerkannten Regeln sollen die Akkreditivhandhabung vereinfachen und vereinheitlichen.


Abwicklung


Die Initiative geht hier vom Importeur (Käufer) der Ware aus. Der Ablauf gliedert sich in die folgenden Schritte:


1. Der Importeur beantragt bei seiner Bank, der Akkreditivbank, die Eröffnung eines L/C (letter of credit) zu Gunsten des Exporteurs. Die Bank prüft die Bonität des Importeurs, dieser muss absolut kreditwürdig sein (evtl. durch Hinterlegung des Kaufpreises).

2. Die Bank des Importeurs meldet der Bank des Exporteurs (Akkreditivstelle) den L/C und bittet um Bestätigung. Die Bestätigung erfolgt nur bei international anerkannten Banken.

3. Die Akkreditivstelle kündigt dem Exporteur die Eröffnung des L/C per Avis an. Der Verkäufer überprüft nun die Akkreditivbedingungen, ob sie mit dem geschlossenen Kaufvertrag übereinstimmen (z.B. Verkehrsträger, Termine, Höhe des Rechnungsbetrags). Bei Unstimmigkeiten sollte er eine Änderung beantragen.Die Banken verrechnen untereinander.

4. Der Exporteur übergibt die Handelsware seinem Spediteur, der sie zum Verschiffungshafen bringt. Der Spediteur übergibt nun alle Dokumente, wie z.B. die Handelsrechnung (invoice), den Seefrachtbrief (Konnosement=b/l clean), Ursprungszeugnisse, technische Gutachten, Analysen usw. dem Exporteur. Die vom Spediteur besorgten Dokumente müssen exakt mit dem Inhalt der Akkreditvbedingungen übereinstimmen.

5. Der Verkäufer reicht sie nun bei seiner Bank (Akkreditivstelle) ein. Diese überprüft nun die Dokumente auf Vollständigkeit und Genauigkeit und zahlt bei einem bestätigten Akkreditiv das Geld sofort aus. Zwischenzeitlich erfolgt die Versendung der Ware. Bei einem unbestätigten Akkreditiv wird dem Verkäufer das Geld erst ausgezahlt, wenn die Dokumente bei der Akkreditvbank eingetroffen sind.

6. Die Bank prüft die Dokumente und schreibt "bei Sicht" den Kaufbetrag dem Konto des Exporteurs gut. Die Papiere müssen hierbei absolut korrekt sein.

7. Nach Weiterleitung der Dokumente an die Bank des Importeurs (Akkreditivbank) werden diese dem Importeur übergeben, der die Ware im Bestimmungshafen von seinem Spediteur (gegen Vorlage) abholen lässt.


Bemerkungen: Die Kosten (Gebühren) für den Exporteur des L/C sind durch die Mithaftung der Banken relativ hoch, der Transfer ist aber sicher und der Exporteur kann schnell über sein Geld verfügen.


Siehe auch Akkreditiv

[Quelle]


Dokumentenformat


Ein Dokumentenformat ist ein Dateiformat für (Text-)dokumente. Durch Vielzahl der Dokumentenformaten gestaltet sich der Austausch von Dokumenten manchmal schwierig. Andererseits besitzt jedes Dokumentenformat gewisse Eigenschaften, die es für bestimmte Zwecke prädestinieren.


Siehe auch: DTP, Typographie


Bekannte Dokumentenformate


· HTML

· PDF

· Microsoft Word-Dateiformat, RTF

· LaTeX

· WikiSyntax (Syntax eines Wikis, z.B. der Wikipedia)


SGML/XML-basierte Dokumentenformate


Die folgenden Dokumentenformate basieren auf XML oder SGML.


Ein Vorteil von XML ist die einfache Möglichkeit der strukturierten Recherche und Weiterverarbeitung durch Informationsextraktion.


· XHTML (XML)

· DocBook (SGML/XML)

· TEI - Text Encoding Initiative (SGML/XML)

· OpenOffice.org-Dateiformat (XML)

· ISO 12083 (SGML/XML)

· DiML - Dissertation Markup Language (SGML/XML)

· NITF - News Industry Text Format (XML)

[Quelle]

[Enzyklopädie: Dokumentarfilm. DB Sonderband: Wikipedia Herbst 2004, S. 65242]