Bernhard Malinkewitz:
Warum mußte ich mich in die Einsamkeit wagen?
Bei meiner Identität von Einsamkeit, bei meiner Definition, bei den Vorstellungen die ich assoziiere, bei all den Gedanken die mich bewegen, die mich führen, leiten, leben lassen respektive zu Leben zwingen, bei all dem, ist es nicht einfach in wenigen Worten treffend davon zu berichten was der Anlaß für 'meine' Einsamkeit ist.
Da wußte ich von manchem Schriftsteller, daß er mit seiner Autobiographie begonnen hat sich auf ein Leben als Autor vorzubereiten, da war mir diffus und seltsam klar, daß ich vielleicht etwas zu sagen habe, da trieb eine Kraft in mir auf eine Sehnsucht zurück die etwa mit dem Beginn meines 19. Lebensjahres heiß in mir aufgekeimt war, da stellten mir völlig unbekannte seelische und geistige Kräfte Gedanken und Phantasien aus meiner Soldatenzeit erneut in den Raum, da wirkten Elemente meines Lebens urplötzlich unsagbar tief in mir selbst, daß ich verzweifelte.
Gedichte (Lyrik), Erzählungen (Epik), Lesedramas (Drama) wollten in mir entstehen, wollten ohne Rücksicht darauf ob ich schreiben kann oder lesen ...?, in Geist und Seele manifestieren.
1980 wurde ich arbeitslos, 1985 Rentner, ich hatte zuviel gewagt.
1990 wußte ich, daß es ohne Tätigkeiten nicht geht.
2001 war mir klar wer ich bin.1
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1Ich bin ein deutscher Mann, ein Mann der seine Heimat liebt, nicht jedoch den deutschen Menschen, der in seiner unheimlich blöden Eitelkeit, wie ein Einfaltspinsel lächerlich bloß ist ..., darum verrate ich hier ein Geheimnis, seit langer Zeit, seit sehr langer Zeit, ist mir persönlich kein deutscher Charaktermensch mehr begegnet, auch meine Eigenschaft als echter Christ, läßt ein Verzeihen nicht zu.
Ich bin nicht verbittert, nicht vergrämt oder rebellisch, ich protestiere nicht, ich will helfen.
Insofern sei hier dann auch angefügt, ich habe keine Probleme mit meinem Deutschsein, aber ich fühle mich nicht als (auch nicht - wie) ein Deutscher der Klasse der etwas weiter oben benannten Eitlen, der Sadisten oder Masochisten, der Wehleidigen, Beklagenswerten, Ruhmreichen, Verfolgten etc., darum wird es manchem auffallen, daß ich ein zweischneidiges Schwert in dieser Beziehung führe, ein hartes, blutiges, scharfes, eines das immer währt ...
Albert Schweizer ist ein seltsames Vorbild für mich ...!